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Diesmal ging es in meinen Gedanken um „WAS ist mir wirklich wichtig im Leben?“ Ich merke dass sich mein Leben verändert. Es wird anders. Mit 40 Jahren  hatte ich meine Pläne vor Augen, ich wusste was mir wichtig war. Jetzt mit bald Mitte 50 ist davon nicht sehr viel über geblieben. Glücklich bin jetzt und heute! Alles andere hat sich nicht so entwickelt wie von mir geplant. Worüber aber ich nicht traurig bin. Ich merke nur wie sich ein neuer Lebensabschnitt auftut und da muss nicht zwangsläufig ein „runder“ Geburtstag vor der Türe stehen! :-)

Ich bin auf der Suche, überlege wie ich das gut hinkriegen kann. Und so stellt sich mir die Frage „Was ist mir für die Zukunft wichtig in meinem Leben?“ Irgendwo habe ich mal einen Satz aufgeschnappt der lautet: Ein gutes Leben ist ein „atmendes“ Leben …“ gefällt mir immer wieder aufs Neue. Es ist ein Wechsel aus Präsenz und Rückschau.

Was Bedeutung in unserem Leben hat, diese Frage muss sich jeder von uns immer wieder neu stellen. Ausserdem müssen wir unserem Leben selbst Bedeutung geben! Über das Älterwerden nachzudenken passt irgendwie auch gar nicht zu mir – und trotzdem ist es passiert. Doch das Alter steht am Papier und hat keine Bedeutung oder? Oder doch …

Geist und Körper verändern sich, Gelassenheit spielt eine grössere Rolle. Ich finde auch das man wesentlich relaxter reifen kann wenn man genug Gelassenheit in sich trägt! Sagen zu können „Es ist wie es ist“ und abgesehen davon bleibt es keinem von uns erspart. Mit solchen Gedanken hätte ich mich mit 30 nicht herumgeschlagen :-) , auch ein Zeichen reifer zu sein?!

Jeder Lebensabschnitt bringt neue Phasen mit sich. Ich finde es wichtig zu begreifen was besonderes an dieser Phase ist und wie wir damit gut umgehen. Akzeptiert man das, brauchen wir nicht mehr dagegen ankämpfen. Sich in Gelassenheit üben, wie man so schön sagt. Moderne Menschen tun sich da oftmals schwer zu akzeptieren und so geht ein erfolgloser Kampf los, der eigentlich nicht notwendig wäre, weil wir ihn nicht gewinnen können. Wehrt man sich ständig gegen Dinge, die wir nicht aufhalten können, verbrauchen wir unsere ganze kostbare Energie für eine Abwehr die uns nichts bringt.

In der Zeit in der ich nicht wusste was ich eigentlich will, wer ich war und wo mein Weg hingehen sollte, stellte ich mir schon mal die Frage: „Was ist dir wichtig in deinem bevorstehenden Leben?“ Meist beginnt man sich solche Fragen erst dann zu stellen, wenn einen die Gesamtsituation nervt und sich etwas ändern muss! Ich wusste nur ungefähr wie es laufen sollte. Und dann, dann packt man ein paar Jahre drauf und plötzlich weiß man es. Weit entfernt von dem was ich mit 40 Jahren im Kopf hatte!

Es sind so einfache wenige Gedanken, die mir dabei durch den Kopf jagen wenn ich mich frage was für mich bedeutungsvoll sein wird, mir wichtig ist im Leben. Der ganze Anti-Aging Mist kratzt mich eigentlich gar nicht mehr. Dagegen kämpfe ich nicht mehr an. :-) Nein, es sind die neuen Bindungen und Beziehungen zu Menschen die mir etwas bedeuten. Sie sollten aufrecht bleiben, noch tiefer werden und vor allem ehrlich sein und bleiben. Ich möchte es können in einer schlechten Situation trotzdem „gut“ zu leben und vor allem dabei authentisch zu bleiben! Meiner Gelassenheit die Möglichkeit zu geben sich noch mehr zu entfalten und dadurch ruhiger sein zu können.

Dinge entfalten sich zur gegebener Zeit von ganz alleine hab ich bemerkt … und damit sind nicht nur die Fältchen gemeint … *zwinker* Akzeptieren – ein Ausdruck gelebter Weisheit. Mehr ist es nicht. Das ist es was für mich zählt.

Schon sehr komisch was einem beim Laufen mit dem Hund so durch die Gehirnwindungen geht. Werte verlagern und verändern sich … OHHH bin ich dankbar dafür!

Wie wäre deine Antwort würde dich jemand fragen was dir für deine Zukunft wichtig ist? Danke dass DU wieder dabei warst!

Dir geht es bestimmt auch manchmal so, du stellst dir die Frage warum er seine Klamotten immer liegen lässt, warum musst jedesmal DU die Kaffeekapseln aus der Nespresso leeren und weshalb trinkt ER/SIE seinen Espresso lieber auf der Terrasse alleine, als sich für eine Stunde schnelll mal mit Freunden zu treffen? Im Alltag versuchen wir sehr häufig unsere Partner zu verändern … sie „umzuerziehen“. Wir meinen dass unsere Beziehung dann besser wäre, würde er oder sie an den Angewohnheiten arbeiten die dir nicht gefallen! Sehr oft ist das Gegenteil der Fall und wenn überhaupt, klappt das Ganze nur kurzfristig. Würdest DU den anderen so akzeptieren wie er ist – wäre die Beziehung um einiges einfacher. :-)

Anfangs wird ALLES akzeptiert

Es spielt keine Rolle ist man 20 und frisch verliebt, oder 40, 50 Jahre alt und geht eine neue Partnerschaft ein. Vieles wird übersehen weil wir eben dieses Hochgefühl in uns tragen. :-) Ausserdem kommen viele Dinge erst ans Tageslicht, teilt man sich Tisch und Bett in den gemeinsamen vier Wänden. Nach einer Zeit stellen wir Ultimaten, legen fest was sich unbedingt ändern muss. Alles eine Vergeudung unserer kostbaren Zeit finde ich. Ein Mensch der immer unordentlich war und der seine Unordentlichkeit gar nicht als solche ansieht, wird mit Sicherheit nur von kurzer Dauer versuchen können etwas ordentlicher zu sein – er fühlt sich eher angegriffen und es wird ihn nerven, ständig so zu sein wie er oder sie eigentlich vom Wesen her gar nicht ist!

Den Partner wie einen Freund behandeln

Eine liebevolle Beziehung zu führen gelingt sehr gut wenn man seinen Partner so behandelt als sei es der wichtigste Freund. Aufrichtigkeit, keine unnötigen fiesen Bemerkungen und auch die Dinge zu akzeptieren, die wir vielleicht bei Freunden auch nicht unbedingt lieben. Klingt doch auch vernünftig, es fällt auch wesentlich einfacher dabei eine gelassene Akzeptanz an den Tag zu legen! Bei Freunden ist das überhaupt keine Schwierigkeit. Geht es um den Partner, sieht die Sache schon anders aus. Unsere Erwartungen und Wünsche , dass er oder sie sich so verhält wie wir es gerne möchten, lässt uns glauben ein besseres und glücklicheres Leben führen zu können. Nur in den meisten Fällen kollidiert die Wirklichkeit mit unserer Vorstellung!

Keine zu hohe Erwartungen stellen

Ich glaube auch das wir unsere Erwartungen gegenüber Beziehungen etwas dimmen und ein wenig verändern sollten. Liebe und „Chaos“ (in welcher Form auch immer), gehört zusammen. Unser Partner macht uns eben nicht immer NUR glücklich. Kann man das annehmen, kann man auch auf der Ebene von irgendwelchen liegengebliebenen T-Shirts, Akzeptanz gelten lassen.

Vielleicht sind wir ja selbst das Problem?

Schön ist es natürlich immer sagen zu können: „Nö, ich mach das nie!“ oder „Das wirst du bei mir nie sehen …“ schön wenn immer der andere „schuld“ ist. Aber wenn wir ständig an unsere Partner herumkeppeln und uns über sein Verhalten ärgern, kann es sein dass wir selbst das Problem sind. Eventuell sollte man auch mal darüber nachdenken?! Ich persönlich frage mich ab und zu „Wie möchte ich das mit mir umgegangen wird, wenn ich wie immer den Müllsack so voll stopfe das er, beim Rausnehmen meines Partners, auseinander fällt“ :-) … und dieser trotzdem noch liebevoll und neutral bleibt und das obwohl er sicher genervt ist! Oft hilft diese Erkenntnis beim nächsten Mal, sich selber an der Nase zu nehmen, wenn einen der Partner in Rage bringt. *zwinker*

Einige Tipps für mehr Toleranz und Akzeptanz

  • Sag einfach was DU möchtest damit sind keine Endlos-Nachrichten gemeint (wir Frauen neigen ja sehr gerne dazu). Bringe deine Wünsche klar auf den Punkt.
  • Schau mehr auf das Positive je weniger Kritik man äussert und je mehr man sich auf das Schöne einer Beziehung fokussiert, desto angenehmer und liebevoller wird die Partnerschaft und das Lebensumfeld.
  • Schau auf dich leider stellen sehr viele Frauen ihre eigenen Bedürfnisse nach hinten um „gut“ zu sein. Irgendwann aber möchte sie dann den „Ausgleich“ dafür. Ich finde es so wichtig Dinge zu tun die einem Freude machen, die dich stärken und die NUR für dich sind! Schaffst du das, kann ich dir versprechen, wirst du wesentlich toleranter sein! :-)
  • Werde nie verletzend – natürlich wäre es schön sämtliches Chaos, die Unpünktlichkeit oder sogar einen vergessenen Termin, nie vorzufinden. Aber was ändert es wenn du deinen Partner mit verletzenden Schuldzuweisungen überschüttest? NICHTS. Es könnte sogar sein, dass das gemeinsame Weekend sehr still und ohne viele Worte dahin tröpfelt und alles andere ist als angenehm.
  • Lache!  (oder lächle wenigstens) über dich, über die Situation, einfach über das Leben! Versuche nicht alles all zu ernst zu nehmen! Sei cool und lässig … genauso wie du auch mit deinen Freunden umgehen würdest. :-)

Den anderen so zu akzeptieren und zu tolerieren bedeutet zu spüren, dass er auch nur sein Bestes gibt … eben auf seine ganz eigene Art und Weise … :-) Ich glaube es wäre auch viel zu langweilig so einen aalglatten, fehlerfreien Partner zu haben, wo bleibt da die „Würze“ in der Beziehung? :-)

Wie geht es DIR mit deiner Akzeptanz? Fällt SIE leichter wenn man älter ist oder ist das Gegenteil der Fall? Schreib mir deine Gedanken dazu – ich freu mich darauf!

Tattoos, sie signalisieren eine Lebenseinstellung und eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur. Das Klischee das Menschen, die tätowiert sind, zu einer bestimmten „Spezies“ mit Nachgeschmack gehören, ist schon lange überholt. Waren es früher wesentlich mehr Männer, die sich mit den verschiedensten Motiven geschmückt haben, sind es jetzt die Frauen, die ordentlich nachgezogen haben!

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen in der Tattoos sehr oft mit den Aussenseitern der Gesellschaft in Verbindung gebracht wurden. Ein Thema über das ich mit meiner Familie nie hätte reden können. Was mir auch immer dazu einfällt, als ich einen Freund mal zu Hause vorstellte. Lederjacke und die Arme tätowiert … DER konnte alleine durch sein Aussehen schon nix taugen! :-) Das war zumindestens die Ansicht der älteren Generation. Heute sind es genau diese Menschen die du beim Tätowierer antriffst. Cool und gelassen nehmen sie eine Sitzung nach der anderen in Angriff!

Hätte ich vor 8 Jahren so ausgesehen wie heute, hätte ich meinen damaligen Job nicht bekommen. Die offensichtlichen Tätowierungen passten nicht zur Firmenphilosophie ausser man hätte sie irgendwie „verstecken“ können. Aber im Sommer mit Rolli unter der Klimaanlage zu stehen wäre auch etwas sonderbar gewesen.

Körperschmuck oder Schönheitsideal

Ich habe mit einigen Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gesprochen und die meisten erzählten dass das erste Tattoo Hand in Hand mit einem neuen Lebensabschnitt kam. Wenn ICH darüber nachdenke, war es bei mir die Autonomie, der Zeitpunkt wenn man beginnt sich aus der Abhängigkeit zu lösen die zwischen Eltern und Kind bestand. Ich hatte „Macht“ über meinen eigenen Körper. Ich glaube es war in gewisser Weise eine Trotzreaktion. Diese „Jugendsünde“ gibt es auch in dieser Form nicht mehr.

Tätowierte Frauen sind risikobereiter

Und dazu zähle ich jetzt nicht die Frauen die mit Stolz ihren Delphin oder Schmetterling am Knöchel tragen, man verzeihe mir jetzt bitte diese Aussage. Ich meine diejenigen die mehr Farbe am Körper tragen als klare Haut. Ich persönlich fand diese Frauen schon immer cool und anders. Langweiligkeit war ihnen fremd und ihre Einstellung zum Leben war ebenso freier und unkomplizierter. Offen und abenteuerlustig – so waren sie und so sind die Frauen, die „gekennzeichnet“ sind! :-) Und ich rede nicht nur von jungen Frauen …

Ob die Tattoos nun an einer Frau sexy aussehen oder nicht, liegt immer im Auge des Betrachters und ist reine Geschmacksache. Sich ein Tattoo stechen zu lassen sollte auch einen anderen Hintergrund haben, schliesslich begleitet es uns ein Leben lang! Für mich ist es ein Gesellschaftsphänomen, bedenkt man das mehr als die Hälfte der Menschen bereits tätowiert sind. Am Strand jemanden zu treffen der NICHT gestochen ist … hat mittlerweile schon Seltenheitswert. :-) Es zeigt wie normal es geworden ist, in den eigenen Körper einzugreifen.

Tattoos kennen keine Altersgrenze

„Warum machst du das? Bist du nicht zu alt? Und was wenn du noch älter bist … ?“ All diese Kommentare prallen ab wenn ich sie zu Ohren bekomme. Alles im Leben gehört überlegt und das man mit 20 Jahren eventuell sich noch nicht ganz sicher ist was man eigentlich will, DAS darf so sein! Was der  Mensch dann später mit seinem Körper anstellt muss jede/r für sich selbst entscheiden.

Ich kenne eine Menge ältere Menschen die wahre Kunstwerke auf ihrer „alten Haut“ tragen. Sie wirken weder unseriös noch lächerlich! Gerade bei Frauen wird befürchtet dass die Tattoos an den Armen im Alter darunter leiden. Tattoos kaschieren sogar manches …! :-) Eine coole Frau bleibt eine coole Frau und hierbei sind Tattoos im Alter keinesfalls störend, ganz im Gegenteil!

Ich erlaubte mir erst spät, an mir weiter zu machen

Meine Wenigkeit war und ist sich ganz sicher, der Bevölkerung nicht mehr im gestärktem Poloshirt oder in spiessiger Kleidung zu „dienen“,  so setzte ich erst vor 1 Jahr fort was ich früher begonnen habe. :-) Ein Ende dieser Leidenschaft ist noch nicht in Sicht und ich bereue keinen einzigen Nadelstich! Jetzt muss ich auf nichts und niemanden mehr Rücksicht nehmen. Auch ist die gesellschaftliche Akzeptanz bedeutend grösser geworden als sie noch vor einigen Jahren war, in vielen Bereichen werden die Vorurteile gegenüber Tattoo – Trägerinnen trotzdem bestehen bleiben. Doch das stört mich kein bisschen. Dazu fällt mir auch immer wieder dieser Satz ein:

Die Menschen, die diese Welt ruininiert haben, tragen Anzug und keine Tattoos!

In diesem Sinne wünsche ich jeder Einzelnen von euch viel Spass beim möglicherweise nächsten Termin im Tattoostudio?!

Hast du schon mal schlechte Erfahrungen gemacht weil du tätowiert bist? Wurdest du in Folge anders behandelt? Schreib mir deine Erfahrungen wenn du magst :-) , ich freue mich auf deine Zeilen …

Jeder kennt es, wir jammern alle auf sehr hohem Niveau! Und wenn es wir nicht selber sind, tun es die Anderen, zumindestens sehr viele. Unentwegtes, unzufriedenes Nörgeln. Meist sind es immer wieder die selben Ursachen über die wir uns unzufrieden äussern.

Dauernde Unzufriedenheit macht das Leben nicht angenehm. Im Gegenteil. Zu mir wurde mal gesagt, als ich mich ebenfalls in dieser Welle befand: „Jammer nicht – TU was dagegen!“

Was auch vollkommen richtig gewesen war. Natürlich wird es immer Situationen geben in denen WIR keinen direkten Einfluss darauf haben Dinge zu ändern oder zu beeinflussen. Dann wäre die radikale Akzeptanz von nutzen. Annehmen – Hinnehmen.

Ausserdem kann so eine ständige Unzufriedenheit ziemlich nerven, vor allem wenn man sich bei jedem Treffen mit Freunden oder der Freundin, anhören muss, wie scheisse wieder alles gerade ist – sein wird oder gerade läuft!
Ich hab mich auch immer etwas infiziert gefühlt … mich selbst dabei ertappt, wie ich auf einmal auch begann zu jammern und unzufrieden zu werden. Das tat mir nicht wirklich gut.

Warum sind wir unzufrieden?

Ich finde die Lebenseinstellung ist ausschlaggebend. Wer als Kind oder Jugendlicher immer die selben Sätze wie: „Warum kannst oder kapierst du das nicht? Das funktioniert sowieso nicht, du bist noch viel zu jung und verstehst es nicht.“ und viele ähnliche Aussagen mehr hört, wird es im späterem Leben schwer haben die positive Einstellung zum Leben finden und sehr oft an sich zweifeln!

Wenn wir immer nur DAS sehen, was passieren könnte und vielleicht falsch laufen wird, haben wir keinen Blick für die Chancen, die uns das Leben und der Alltag so vor die Füsse wirft. Wir denken negativ.

Wenn wir uns immer auf Dinge fokussieren, die wir nicht besitzen und haben, sind wir klarerweise so lange unzufrieden, bis wir das, den oder sonst was, endlich dann unser Eigen nennen können. Aber die Freude ist nur von kurzer Dauer, da schon das nächste Objekt der Begierde ins Auge gefasst wird.

Unzufriedenheit in der Partnerschaft? Auch das ist vielleicht dem einen oder anderen bekannt. Wir alle wollen einen Partner der perfekt zu uns passt. Mr. oder Mrs. Perfect muss es sein. Auf Dauer einen mittelmässigen Partner an seiner Seite zu haben, kommt ja mal gar nicht in Frage! Nein – „besonders“ muss ER oder SIE schon sein, schliesslich sind wir ja auch einzigartig (meinen wir)!

Anfangs ist immer alles gut, doch dann schleicht sie sich wieder an … langsam … die Unzufriedenheit. Es könnte ja irgendwo da draussen noch was „Besseres“ geben. Plötzlich wandeln wir was anfangs positiv war, ins Negative um. Uns fallen auf einmal nur mehr die Fehler des Anderen auf. Wir ärgern uns endlos … und das Gute vom Partner erreicht uns schon gar nicht mehr. Läuft etwas nicht richtig wird das sofort wahrgenommen. Das was in Ordnung ist, dem schenken wir keine Bedeutung mehr. Es wird zur Selbstverständlichkeit. Leider ist das ein allgemeines Problem unserer Zeit. Unzufriedenheit kann man auch selbst „züchten“.

Auch das permanente gleichstellen oder vergleichen mit Menschen, die „mehr“ besitzen als wir, jünger und schöner sind, mehr Erfolg haben im Job und in der Gesellschaft, mehr Freunde haben und beliebter sind als vielleicht wir, all das gibt uns wieder das Gefühl klein und minderwertig zu sein. Also auch da wieder – wir sind mehr als unzufrieden.

Sehr oft sehen wir uns auch ganz anders als unsere Mitmenschen. Wir halten uns für NICHT GUT GENUG. Es wird uns ja jeden Tag aufs Auge gedrückt das WIR dem gesellschaftlichen Bild nicht gerecht werden. Was totaler Blödsinn ist und von der Realität weit entfernt! Ausserdem verlangen und erwarten wir viel zu oft zu viel von unseren Partner, Freunden, Familie und im Job. Hier kommt auch das Wort PERFEKTION in die Zeilen, ein Wort das einen beherrschen kann :-( .

Unzufriedenheit ist nicht notwendig um uns mehr anzustrengen. WIR glauben es sei so. Gesagt wird: „Ohne Unzufriedenheit, gibt es bei keinen Ehrgeiz. Denn wenn wir mit allem zufrieden sind, strengen wir uns nicht mehr an und können folglich nichts mehr erreichen!“ Worte, die aus unserer so tollen Gesellschaft entsprungen sind.

Fakt ist den meisten Menschen fehlt einfach der Mut und die Sicherheit, Situationen mit denen wir nicht klar kommen und glücklich sind, zu ändern.

Raus aus den alten Schuhen, rein in ein Paar Neue … aber die könnten „drücken“.

Wir wollen ja auch niemanden verletzen, der gesicherte Arbeitsplatz könnte deswegen verloren gehen, unangenehm aufzufallen, wenn wir anderer Meinung sind als die restlichen 80%. DAS könnte alles passieren!? Und dennoch ist es für jeden Einzelnen von uns möglich seine Unzufriedenheit in positive Zufriedenheit umzumünzen. Sobald du deine Anhaltspunkte weisst, die dich unzufrieden machen, ist das der 1. Step dagegen anzukämpfen und es zu verändern.

Jetzt sind wir wieder am Anfang, bei der Lebenseinstellung. Halte dir vor Augen, was in deinem Leben gut läuft. Wenn du dir deine Erfolge vor Augen hältst, dann hast du mehr Power um das „Problem“ zu lösen. DU hast sehr viele Einflussmöglichkeiten auf DEIN Leben und schon jede Menge erreicht. Und bitte bleib realistisch! Dinge die unerreichbar oder nicht kontrollierbar  sind – lasse sie ruhen. :-)

Ein Sprichwort sagt
Es sind nicht die Dinge an sich, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge.

Ein Thema das uns alle immer wieder mal einholen wird … zumindest wenn wir ehrlich zu uns selbst sind.