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Zurückweisung … sie tut immer weh, dass kann bestimmt jeder nachvollziehen. Viele haben diese Erfahrung möglicherweise schon in den Kinderschuhen oder in der frühen Jugend erfahren müssen. Es ist aber auch so, dass kein erwachsener Mensch, völlig grundlos zurückgewiesen wird. Wenn wir ganz ehrlich sind, hat jeder Mensch auch Angst davor. Es ist wie ein Stich ins Herz, der uns leiden lässt …

Ich bekomme auffällig viele Zuschriften, wo Frauen mir schreiben, sie werden von anderen abgelehnt. Ohne einen, für sie, ersichtlichen Grund. Bevor ich jedoch genauer darauf eingehe, ist mir noch wichtig zu sagen, dass solche Situationen und Momente sich richtig brutal anfühlen können. Das sollte auch niemand belächeln.

Ein winziger Teil des ganzen Problems der Zurückweisung ist aber auch ein direkter Teil der Lösung.

Erfahrungen finden oft schon in der Kindheit statt

Wenn ich von Frauen lese, die mir ihre Situationen schildern, stellen sich bei mir alle Nackenhaare auf. Es erinnert mich an meine eigenen Momente, die ich noch in Erinnerung habe. Zurückweisung begann früh in meinem Leben. Besonders schlimm war meine Schulzeit. Frauen mit Angst vor Zurückweisung haben bestimmt folgende bzw. sehr ähnliche Momente erlebt:

  • Du fandest jemanden richtig gut, hast Dir aber dabei keine Gedanken darüber gemacht, wie dieser „Andere“ eigentlich tickt, was er oder sie so möchte.
  • Du hingegen hattest schon einen komplett fertigen Plan in Deinem Kopf, wie alles sein würde und was Du Dir von diesem Menschen erwartet hättest.
  • Deine ganzen Wünsche und Bedürfnisse hingen an dieser einen Person.
  • Du warst voller Hoffnung, Dein Plan war fest in Deinem Kopf. Du warst bereit und bist auf diesen Menschen zugegangen … und es wurde Dir die Türe vor der Nase zugeknallt.

So oder so ähnlich ging bzw. geht es vielen von uns. Besonders schmerzhaft ist es, wenn die Wurzeln sogar in der eigenen Familie liegen. Nicht geliebt zu werden, nicht richtig zu sein, im falschen Körper auf die Welt gekommen zu sein und die Sehnsucht, irgendwo und wie Bestätigung und Zuneigung zu erhaschen, die aber leider unerfüllt blieb. Es ist hart und fühlt sich wie ein Stich ins Herz an!

Jetzt könnten vielleicht viele sagen: „Ja gut, jetzt sind wir erwachsene Frauen und die Kinderzeit ist lange her und vergessen! …“ Das ist wohl wahr, aber der Schmerz bleibt dennoch. Egal wann und von wem wir auch zurückgewiesen wurden (werden), die Zeit spielt dabei keine Rolle. Wer eine Ablehnung erfährt, der fühlt sich ausgegrenzt.

Das Problem der ständigen „Wiederholung“

Wenn wir neue Dinge ausprobieren, kann es durchaus sein, dass sie uns nicht sofort gelingen. Eine normale Sache. Wir versuchen es so lange bis wir es können oder bis wir die Lust daran verloren haben. ›lach‹ So bin ich!
Ähnlich ist es auch bei der Kontaktaufnahme. Ein gebranntes Kind scheut das Feuer, sagt man ja. Wenn wir immer wieder von Menschen zurückgewiesen werden, die wir gerne kennenlernen möchten, aber immer wieder abgelehnt werden, werden wir automatisch vorsichtig.

Bei mir war es oft so, dass ich auf diesen Menschen, der mich interessiert hat, erst gar nicht mehr zugegangen bin oder mich unbewusst mit

  • ihm/ihr verkrampfter Körperhaltung näherte,
  • eine verschlossene Haltung einnahm,
  • eine undurchsichtige Miene aufsetzte,
  • oder mit einstudierten nicht authentischen Tricks arbeitete,
  • aber letztendlich schon eine Zurückweisung erwartet hatte.

Lockerheit, war in diesen Situationen ein Fremdwort. Es herrschte einfach nur Unbehagen und Angst.
Manchmal, und da beziehe ich mich mit ein, meinen Menschen, die sehr oft zurückgewiesen wurden/werden, dass sie ein Anrecht auf eine positive Reaktion des anderen hätten!

Dabei möchte doch niemand Zeit mit jemanden verbringen, der sich wie oben beschrieben verhält? Also ich nicht! Leider ist dem Betroffenen dieses Verhalten nicht richtig bewusst. „Jetzt bemühe ich mich doch so sehr … und trotzdem reicht es nur für einen kurzen Smalltalk“. „Bemühungen“ müssen auch nicht honoriert werden … das ist mir heute auch klar geworden. Und so kommt es mehr und mehr zur selbsterfüllenden Prophezeiung, die sich etwa so anhören könnte:

„Immer werde ich abgewiesen, keiner mag mich, ich bin jedem egal, niemand will etwas mit mir zu tun haben …“

Zur Zurückweisung gesellt sich schnell die Einsamkeit

Ich wünsche mir sehr, dass Du nicht zu den Frauen gehörst, die mit Ablehnung schon mehrmals in Kontakt gekommen sind. Falls doch, wirst Du wissen, dass jede Zurückweisung nicht nur verletzt, sondern auch einsam macht. Erst recht, wenn man sich für einen Menschen hält, mit dem keiner etwas zu tun haben möchte!

Das Selbstwertgefühl sinkt. Und die Bedürftigkeit steigt. Und das ist für alle anderen sichtbar, ob Du es glaubst oder nicht! Meine Einsamkeit fühlte sich wie ein tiefes Loch in mir selbst an. Es vergrößerte meine Angst vor weiteren Zurückweisungen und Absagen, es fraß alle gute Eigenschaften auf, die ich noch in mir hatte.

  • Die Lebensfreude.
  • Den Mut.
  • Die Ungezwungenheit.
  • Die Leichtigkeit.
  • Und die Fantasie und Neugierde.

Alles wurde nach und nach verschluckt. Vielleicht kannst Du diese Erklärung nachvollziehen …

Ist die Einsamkeit erstmal spürbar, geht es schon gar nicht mehr um die reine Angst wieder zurückgewiesen zu werden, sondern um die Angst vor noch tieferer Einsamkeit.

Wie wir ja bereits wissen, wird durch jede Vermeidung, die wir leben, jedes Problem noch viel größer. Und so ist auch schon das nächste Gefühl im Anmarsch – die Wut. Wut entsteht durch viele Enttäuschungen und die Emotion darunter ist die Traurigkeit.

Das tiefe Loch und die Wut …

Nun ich war sehr wütend auf mich selbst, aber noch wütender war ich auf die Menschen, die diese Einsamkeit und Wut, in mir auslösten. Doch mit so tief sitzenden Aggressionen, mit denen ich dann der Welt gegenüberstand, wollte mich erst recht niemand haben.

Unsere Wut, die Bedürftigkeit und die offensichtliche Aggression sind spürbar für all die Menschen, die in unser Umfeld treten. Und kein Mensch möchte jemanden kennenlernen, der einen dafür benutzt um sein tiefes Loch zu „stopfen“!

So kommt es, das Betroffene sehr viele dieser Erfahrungen sammeln (müssen). Und zwar so lange, bis wir aus dieser Warteschleife aussteigen, einsichtig werden und bereit sind, etwas zu verändern. Wir wollen die Wut und die Einsamkeit nicht gewinnen lassen!

Der Ausweg lautet Einsicht

Ich kenne einige Menschen, die es nie gelernt haben, Situationen und Momente richtig einzuschätzen um auf jemanden zuzugehen. Sie fallen einfach über einen her. So nach dem Motto: „ICH bin jetzt da …“. Anderen fehlt das Gespür, was die Menschen brauchen und möchten, von denen sie sich Aufmerksamkeit und Angenommen-sein wünschen! Und es gibt Menschen, die sich außerhalb Ihrer Liga sich bewegen. So in etwa „nicht gut genug“.

Und plötzlich wird es ganz unromantisch. Wir müssen den Menschen, den wir interessant und attraktiv finden, auch etwas bieten können, schließlich ist einseitiges Interesse nicht von Dauer.

Sich zu verändern ist immer schwer. Jemanden anderen verändern wollen …sehr einfach. Nur so einfach sind die Spielregeln unseres Lebens nicht. Das Problem bei dieser Veränderung liegt darin, dass Du als Betroffene Mut brauchst. Du musst Dir eingestehen, dass es nicht an den anderen liegt, dass Du die oben angeführten Fehler gemacht hast. Ja und das Wort „SCHICKSAL“ kannst Du auch gleich aus Deinen Gedanken streichen. ›lach‹

Wenn ich zurückblicke, kann ich sagen, es war nicht nur meine Schuld, dass ich dieser Phase, in diesem Loch, längere Zeit verweilen musste. Aber es lag immer, einzig und alleine, in meiner Verantwortung, es zu verändern! Kein Mensch kann sich aus einer unangenehmen traurig machenden Situation „heraus Jammern“. Unsere Wut auf die Welt wird keine Situation verbessern, das habe ich alles ausprobiert – ohne Erfolg.

Lernen wir die Trauer hinter unserer Wut anzunehmen und die Fehler, die wir gemacht haben, aufzulösen. Fragen wir uns selbst, was wohl ein Mensch, der sich mit uns zusammentun soll, braucht. Wir können nicht erwarten, dass wir von jedem anderen Menschen mit offenen Armen aufgefangen werden.

Und das finde ich auch gut so. Denn wo bliebe die Spannung, der Kampfgeist und die Aufregung in unserem Leben, wenn jeder hinter uns her wäre? ›lach‹

Falls Du Erfahrungen mit diesem Thema gesammelt hast oder sich gerade Gedanken dazu in Deinem Kopf stapeln – ruhig her damit, ich freu mich darauf!

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Wenn Du Dich in Deiner Partnerschaft einsam fühlst

Zwischen Einsamkeit und dem Alleinsein ist ein großer Unterschied. Viele Frauen können gut Alleinsein und fühlen sich dabei keinesfalls einsam! Umgedreht kann ein Mensch auch große Einsamkeit empfinden, obwohl er in einer Partnerschaft ist.

Zu Beginn ist alles super und toll. Die Schmetterlinge schlagen Purzelbäume in unserer Bauchgegend und unser Leben macht einfach nur Spaß! Keine Menschenseele kann uns scheinbar verärgern und wir verbreiten gute Laune kiloweise. :-) Wehwehchen sind plötzlich verschwunden und der Blick in den Spiegel macht uns stolz, glücklich und unwiderstehlich.

Was hat sich alles verändert?

Doch irgendwann holt es Dich ein. Du liebst Deinen Partner, Du verbringst viel Zeit mit gemeinsamen Hobbys und der Alltag fühlt sich geregelt, sicher und stimmig an … und doch hat sich einiges verändert. Die Schmetterlinge in Deinem Bauch haben sich beruhigt, das Thema Sex wird klein geschrieben und deine kleinen „Auas“ sind wieder deutlich zu spüren. Dein Spiegelbild verrät Dir beim vorbeigehen, dass Du nicht mehr die selbe Ausstrahlung besitzt als noch vor einiger Zeit. Was ist da passiert?

Ein häufiger Grund ist die Oberflächlichkeit

Die Zeit in der sich eine Einsamkeit in der Partnerschaft einstellt ist ganz unterschiedlich. Aussagen wie: „Das ist doch normal, nach zehn Jahren Beziehung darf es schon sein dass sich eine gewisse Bequemlichkeit und sogar Lustlosigkeit einstellt …“ Soso, ich persönlich sehe das noch immer ganz anders! Es gibt viele Frauen die schon nach ein bis zwei Jahren vergeblich nach dem Feuer suchen, das anfangs kaum zu löschen war! Menschen sind und empfinden ganz unterschiedlich. Manche brauchen länger bis sich das Gefühl der Zusammengehörigkeit aus den verschiedensten Gründen einstellt. Andere überspringen diese „Vorlauf und Prüfphase“ und diese Paare sind es dann auch sehr häufig, die schnell in eine Gewohnheit und Oberflächlichkeit in ihrer Beziehung geraten.

Aus der Innigkeit zu Beginn wird schnell ein Nebeneinanderleben. Vergleichbar mit Schwester-Bruder Beziehung. Ohne richtige Nähe und intensiven Kontakt zueinander fühlen wir uns sehr schnell trotz Beziehung einsam. Die Macht der Gewohnheiten, Oberflächlichkeit und in deren Folge der Lustlosigkeit sind drei starke Säulen, die dazu führen uns einsam und manchmal auch „falsch“  fühlen.

Das Gefühl der Liebe ist nicht immer gleich stark

Wir wissen es, es ist unmöglich unseren Partner immer auf die gleiche Weise zu lieben. Wenn wir behauptest, dass unsere Gefühle immer die gleichen sind machen wir uns etwas vor. Es ist vielmehr eine Illusion die in unserem Denken entspringt. Gefühle der Liebe verändern sich, was aber nicht bedeutet das sie weniger werden (müssen) … eben halt nur anders. Die Kinder, der Job, der immer gleiche gemeinsame Alltag und zuletzt auch die virtuelle Reizüberflutung, die uns allen geboten wird, aber auch Probleme die nicht auszuschließen sind, unsere Beziehungen werden auf Herz und Nieren prüft … das brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Es sind Situationen die jeden treffen. Aber wie kommt es, dass so viele Frauen sich in ihrer Beziehung so einsam und alleine fühlen obwohl sie nicht alleine sind? Es sind oft die Frauen, die alles tun um eine Beziehung frisch zu halten, Ich fragte mich sehr oft in meinen Beziehungen „Soll´s das jetzt gewesen sein? Warum werde ich nicht mehr wahr genommen? Was mache ich falsch?“

Einsamkeit in der Beziehung ist kein schönes Gefühl!

Fühlen wir uns in unserer Partnerschaft einsam, dann ist das kein gutes Zeichen! Denn wir sollten uns bei unserem Partner so geborgen fühlen, dass Einsamkeit keinen Platz hat! Es ist ja auch ziemlich paradox, dass man Partnerschaft und Einsamkeit in Verbindung bringt. Wir gehen doch eine Partnerschaft ein, um eben nicht mehr alleine zu sein … auch wenn wir durchaus in der Lage wären, alleine zu leben.

Nicht immer gelingt das und so finden wir uns in einer Beziehung wieder in der wir uns einsam fühlen. Ich fühlte mich in mancher Beziehung die ich führte, sogar einsamer als zuvor. Ich fühlte mich nach kurzer Zeit unverstanden und ungeliebt. Den Gesprächen wurde keine Bedeutung geschenkt und dem Wunsch nach Aussprache und dem Grund für Schwierigkeiten auf die Spur zu kommen wurde geschickt ausgewichen. Das ganze Verhalten war sehr lieblos und kränkte mich natürlich sehr.

Aus der liebevollen Beziehung wird ein schlichtes Nebeneinander

Das dieses oberflächliche Nebeneinander zur Einsamkeit führt ist nicht verwunderlich. Der intensive Kontakt durch tiefsinnige Gespräche, sowie die fehlende körperliche Nähe führen dazu, dass sich in uns Frauen viele unschöne Gedanken auftun. Meist meldet sich auch unser Selbstwert wieder … Selbstzweifel, Schuld und Angst sind ebenfalls dabei. Fakt ist – die Beziehung ist vernachlässigt und das Gefühl der Einsamkeit und auch die dabei aufkommende Traurigkeit breiten sich immer weiter aus.

Zu wenig Liebe und mangelnder Respekt

Es ist eine schmerzhafte Erfahrung, sagen zu müssen dass die Liebe nicht ausreicht, folglich auch der notwendige Respekt abhanden gekommen ist. Ich hatte mich sehr gegen diese Tatsache gewährt, habe jegliche Schuld an mir gesucht und auch versucht dieser Beziehung viel Verständnis und neuen Input zu verleihen … aber wie wir alle wissen: Die Liebe lässt sich nicht erzwingen … sind wir erstmal an diesem Punkt angekommen, sollten wir uns fragen ob die Beziehung überhaupt noch Sinn macht. Manchmal müssen wir einfach akzeptieren, dass Gefühle sich verändern und auch eine scheinbar so tolle Liebe enden kann.

Das Schweigen brechen

Gespräche in jeder Partnerschaft sind das Um und Auf um harmonisch miteinander zu leben und zu lieben. Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen und um den Partner richtig zu „spüren“ was in ihm vorgeht. Fehlt dieses Verhalten wird es sehr schwer zu verstehen was nun wirklich los ist. Dazu gehören aber immer beide Partner. Einer alleine wird dabei keine Erfolge erzielen können! Ist keine Bereitschaft zu reden vorhanden wird auch keine Klärung mehr folgen können.

Aus eigener Erfahrung weiß ich das ist das Schlimmste für eine Frau … möchte man die Beziehung doch aufrecht erhalten! Aber bevor man frustriert, traurig und vor allem sehr einsam nebeneinander herlebt, ist es besser und wesentlich gesünder, einen Schlussstrich zu ziehen und die Beziehung zu beenden … Die Einsamkeit in einer Partnerschaft ist meist der Vorbote dazu. :-(

Fazit:

Nun, auch wenn diese Erfahrung zu unserem Leben gehört, sie uns traurig macht oder sogar wieder mal an uns selbst zweifeln lässt, sollten wir aufhören Trübsal zu blasen. Denn wir sind nicht so einsam wenn wir mit uns alleine sind! <3

Und die Frage: „Soll das jetzt alles gewesen sein?“ … kann ich Dir auf jeden Fall beantworten:

NEIN … auf keinen Fall, denn wir sind hier um glücklich zu sein, wir haben so viel zu geben und können unsere Arme sehr weit ausbreiten um zu empfangen …  das weiß nur nicht jeder Mann zu schätzen >lach<

Ich wünsche Dir alles, nur keine Einsamkeit in deiner Beziehung! Lebe und Liebe und genieße das Leben, wir haben nur das eine!

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Im Leben gibt es eine Menge Gefühle die wunderbar sind, jedoch ist die LIEBE das Gefühl schlechthin, sie ist lebenswichtig für uns alle. Liebe prägt auf die eine oder andere Weise alle Emotionen. Die Liebe bewegt unser aller Leben und das bewiesenermaßen. Und trotzdem passiert es, daß wir im Laufe unseres Lebens in der Liebe schlechte Erfahrungen machen müssen. Möglicherweise sehr schlechte und wir wandeln dadurch dann viele Jahre lang wie sediert durch unseren Alltag.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern als ich einen Ansturm von Schmetterlingen in der Bauchgegend verspürte … das erste Mal so richtig verliebt! Eine neues unbekanntes und wunderbares Gefühl. Adrenalin pur, ich denke jeder von uns weiß wie es sich anfühlt, wie es ist den ganzen Tag wie in Trance durch die Gegend zu pendeln. :-) Leider gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. Das Anfangs so wunderbare Gefühl kippt. Die Schmetterlinge sind fort, wir kommen dahinter das sich die gemeinsamen Interessen splitten, wir entwickeln uns weiter und in eine andere Richtung als unsere Partner.

Ein normaler Prozess, den ich persönlich jetzt nicht so dramatisch finde. Sich weiter zu entwickeln ist eine schöne Sache und sollte auch nicht durch oder wegen einer anderen Person eingeschränkt werden. Kritisch wird es wenn dieses Verlangen nur von einer Person verspürt wird. Besonders dramatisch, und hierbei spielen sich dann richtige Dramen ab, ist es, wenn nur mehr einer „liebt“, alles gibt und für die Beziehung kämpft und der andere alles daran setzt sich aus der Beziehung auszuschleichen … wie ein Medikament das man absetzt, langsam ohne Vorankündigung, brutal, verletzend und schmerzlich sind die Nebenwirkungen!

Liebe kann nicht erzwungen werden

Du und ich, jeder wurde schon mal verlassen, es „passte“ eben nicht. Oft kommt es mir sogar so vor als würde das zur Normalität gehören … kurz mal rein schnuppern … wird es unbequem oder langweilig, gibt es übergangslos einen „Abklatsch“. Das ist sicherlich bekannt, aber  wird die Beziehung von einem Partner beendet, bedeutet dies für den anderen oftmals der Beginn einer langen schmerzerfüllten Wegstrecke. Frauen hängen dabei emotional mehr in den Seilen als Männer, so habe ich die Erfahrung gemacht. Frauen versuchen diese Phase zu verarbeiten, Männer bitten sehr rasch um Asyl und stürzen sich in ein neues Abenteuer. Diesen „Schuh“ wird man auch sicher der ein oder anderen Frau überziehen können, ganz klar. Ein alt bekanntes Muster beginnt: Sich ablenken, Trost beim nächsten Menschen finden und versuchen über das Alte hinweg zu kommen.

Es entstehen so genannte Rebound-Beziehungen, so bezeichnet man diese Partnerschaften die beginnen, wenn die andere Beziehung in Brüche ging und mit viel Leid und Schmerz begleitet wird. Klingt cool, ist es aber ganz und gar nicht.

Warum haben wir solche Angst, alleine zu sein?

Wir gehen solche sogenannten Rebrund-Beziehungen ein weil wir denken, dass wir so unser Leid verringern können. Wir glauben unsere seelischen Verletzungen besser verarbeiten zu können. Wir reden uns ein dieser neuer Mensch könnte unser Leid verringern. Diese neue Verbindung vergleichen wir mit einem Wundverband, wir denken das dieser Mensch die Wunden der alten Beziehung versorgen kann. Nur leider ist genau das der falsche Weg.

Tatsächlich steckt aber hinter diesem Verhalten etwas ganz anderes – nämlich die Angst vor der Einsamkeit. Frauen wie auch Männer sind sehr oft so verletzt, dass sie einfach nicht darüber hinwegkommen und flüchten, ich würde ja sagen, man versteckt sich hinter einer neuen Beziehung, wir fühlen uns dadurch erfüllter und wir suchen verzweifelt nach Liebe um das Vergangene auslöschen zu können. Was wir dabei vergessen ist, wir können nur lieben, wenn wir unsere Wunden gut versorgt haben. Wir sind erst dann wieder bereit neu zu beginnen und zu lieben!

Liebe erfüllt einfach unser Leben

Gleich mal vor ab: Ich finde es wunderbar in einer Beziehung zu sein, das Leben mit jemandem zu teilen, die schönen und nicht so schönen Momente gemeinsam zu durchleben. Die wahre Liebe erfüllt einfach unser Leben, wenn alles glücklich und harmonisch verläuft. Es ist aber auch eine große Herausforderung sein Leben mit jemanden zu teilen … es braucht eine Menge Aufmerksamkeit und viel Gefühl, ebenso die Bereitschaft Kompromisse einzugehen.

Heute weiß ich das es nie und nimmer funktionieren kann, eine ausgewogene Beziehung einzugehen wenn wir nicht im Gleichgewicht mit uns selbst stehen! Vorhandene Wunden nicht auf „normalen“ Weg heilen lassen. Überspringen wir diesen Prozess und verstecken uns gleich wieder hinter einer neuen Beziehung ist das Desaster vorprogrammiert. Wir müssen uns also dieser Angst vorm Alleinsein stellen …

Es gibt immer mehr Menschen, Frauen wie Männer, die ihren Partner nicht lieben, sie leben in Beziehungen weil sie Angst davor haben, alleine zu leben, übrig zu bleiben. Die Gesellschaft steckt im übrigen solche Menschen gerne in Schubladen. Alleine zu sein bedeutet für sie verbittert und alt und egoistisch  zu sein. Tja, wenn sie meinen … Ich wünsche genau diesen Leuten, dass sie die Erfahrungen machen dürfen um diese, ihre, blödsinnige und kurzsichtigen Aussagen zu revidieren!

Nichts erwarten und letztendlich viel bekommen

ICH konnte nie alleine sein, ich hatte meine „Wunden“ niemals versorgt. Ein Pflaster auf einen offenen Bruch zu kleben, reicht eben nicht aus. Ich hatte es mir, wie so viele, auch einfach gemacht und mich hinter neuen Menschen und Partnern versucht zu verstecken. Mehr war es nicht. Und es brachte mir nur wieder neue Wunden. Liebe kann man nicht erzwingen und man kann vor allem nicht lieben wenn man sich selber nicht ausstehen kann, das ist leider wirklich so. Liebe wenn du bereit dafür bist und nicht, wenn du einsam bist! Die graue Zeit die wir dazu nutzten unsere Wunden zu lecken und uns die nötige Zeit zu geben, wird mit großer Sicherheit „gut geschrieben“. :-)

Liebe kann nicht erzwungen werden. Liebe ist Emotion und etwas wunderbares wenn sie uns gefunden hat!

Und zum Abschluss möchte ich DIR dazu noch einen, meinen ganz persönlichen Lieblingssatz verraten: Pfeif auf die erste große Liebe … die letzte große Liebe … darauf kommt es an!

Heute wünsche ich mir mal etwas, nämlich höre niemals auf an die richtige, echte, wahre Liebe zu glauben, auch wenn DU vielleicht gerade eine „Wunde“ versorgen musst – denn es gibt sie!