Liebe ist nur ein Wort

Im Leben gibt es eine Menge Gefühle die wunderbar sind, jedoch ist die LIEBE das Gefühl schlechthin, sie ist lebenswichtig für uns alle. Liebe prägt auf die eine oder andere Weise alle Emotionen. Die Liebe bewegt unser aller Leben und das bewiesenermaßen. Und trotzdem passiert es, daß wir im Laufe unseres Lebens in der Liebe schlechte Erfahrungen machen müssen. Möglicherweise sehr schlechte und wir wandeln dadurch dann viele Jahre lang wie sediert durch unseren Alltag.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern als ich einen Ansturm von Schmetterlingen in der Bauchgegend verspürte … das erste Mal so richtig verliebt! Eine neues unbekanntes und wunderbares Gefühl. Adrenalin pur, ich denke jeder von uns weiß wie es sich anfühlt, wie es ist den ganzen Tag wie in Trance durch die Gegend zu pendeln. 🙂 Leider gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. Das Anfangs so wunderbare Gefühl kippt. Die Schmetterlinge sind fort, wir kommen dahinter das sich die gemeinsamen Interessen splitten, wir entwickeln uns weiter und in eine andere Richtung als unsere Partner.

Ein normaler Prozess, den ich persönlich jetzt nicht so dramatisch finde. Sich weiter zu entwickeln ist eine schöne Sache und sollte auch nicht durch oder wegen einer anderen Person eingeschränkt werden. Kritisch wird es wenn dieses Verlangen nur von einer Person verspürt wird. Besonders dramatisch, und hierbei spielen sich dann richtige Dramen ab, ist es, wenn nur mehr einer „liebt“, alles gibt und für die Beziehung kämpft und der andere alles daran setzt sich aus der Beziehung auszuschleichen … wie ein Medikament das man absetzt, langsam ohne Vorankündigung, brutal, verletzend und schmerzlich sind die Nebenwirkungen!

Liebe kann nicht erzwungen werden

Du und ich, jeder wurde schon mal verlassen, es „passte“ eben nicht. Oft kommt es mir sogar so vor als würde das zur Normalität gehören … kurz mal rein schnuppern … wird es unbequem oder langweilig, gibt es übergangslos einen „Abklatsch“. Das ist sicherlich bekannt, aber  wird die Beziehung von einem Partner beendet, bedeutet dies für den anderen oftmals der Beginn einer langen schmerzerfüllten Wegstrecke. Frauen hängen dabei emotional mehr in den Seilen als Männer, so habe ich die Erfahrung gemacht. Frauen versuchen diese Phase zu verarbeiten, Männer bitten sehr rasch um Asyl und stürzen sich in ein neues Abenteuer. Diesen „Schuh“ wird man auch sicher der ein oder anderen Frau überziehen können, ganz klar. Ein alt bekanntes Muster beginnt: Sich ablenken, Trost beim nächsten Menschen finden und versuchen über das Alte hinweg zu kommen.

Es entstehen so genannte Rebound-Beziehungen, so bezeichnet man diese Partnerschaften die beginnen, wenn die andere Beziehung in Brüche ging und mit viel Leid und Schmerz begleitet wird. Klingt cool, ist es aber ganz und gar nicht.

Warum haben wir solche Angst, alleine zu sein?

Wir gehen solche sogenannten Rebrund-Beziehungen ein weil wir denken, dass wir so unser Leid verringern können. Wir glauben unsere seelischen Verletzungen besser verarbeiten zu können. Wir reden uns ein dieser neuer Mensch könnte unser Leid verringern. Diese neue Verbindung vergleichen wir mit einem Wundverband, wir denken das dieser Mensch die Wunden der alten Beziehung versorgen kann. Nur leider ist genau das der falsche Weg.

Tatsächlich steckt aber hinter diesem Verhalten etwas ganz anderes – nämlich die Angst vor der Einsamkeit. Frauen wie auch Männer sind sehr oft so verletzt, dass sie einfach nicht darüber hinwegkommen und flüchten, ich würde ja sagen, man versteckt sich hinter einer neuen Beziehung, wir fühlen uns dadurch erfüllter und wir suchen verzweifelt nach Liebe um das Vergangene auslöschen zu können. Was wir dabei vergessen ist, wir können nur lieben, wenn wir unsere Wunden gut versorgt haben. Wir sind erst dann wieder bereit neu zu beginnen und zu lieben!

Liebe erfüllt einfach unser Leben

Gleich mal vor ab: Ich finde es wunderbar in einer Beziehung zu sein, das Leben mit jemandem zu teilen, die schönen und nicht so schönen Momente gemeinsam zu durchleben. Die wahre Liebe erfüllt einfach unser Leben, wenn alles glücklich und harmonisch verläuft. Es ist aber auch eine große Herausforderung sein Leben mit jemanden zu teilen … es braucht eine Menge Aufmerksamkeit und viel Gefühl, ebenso die Bereitschaft Kompromisse einzugehen.

Heute weiß ich das es nie und nimmer funktionieren kann, eine ausgewogene Beziehung einzugehen wenn wir nicht im Gleichgewicht mit uns selbst stehen! Vorhandene Wunden nicht auf „normalen“ Weg heilen lassen. Überspringen wir diesen Prozess und verstecken uns gleich wieder hinter einer neuen Beziehung ist das Desaster vorprogrammiert. Wir müssen uns also dieser Angst vorm Alleinsein stellen …

Es gibt immer mehr Menschen, Frauen wie Männer, die ihren Partner nicht lieben, sie leben in Beziehungen weil sie Angst davor haben, alleine zu leben, übrig zu bleiben. Die Gesellschaft steckt im übrigen solche Menschen gerne in Schubladen. Alleine zu sein bedeutet für sie verbittert und alt und egoistisch  zu sein. Tja, wenn sie meinen … Ich wünsche genau diesen Leuten, dass sie die Erfahrungen machen dürfen um diese, ihre, blödsinnige und kurzsichtigen Aussagen zu revidieren!

Nichts erwarten und letztendlich viel bekommen

ICH konnte nie alleine sein, ich hatte meine „Wunden“ niemals versorgt. Ein Pflaster auf einen offenen Bruch zu kleben, reicht eben nicht aus. Ich hatte es mir, wie so viele, auch einfach gemacht und mich hinter neuen Menschen und Partnern versucht zu verstecken. Mehr war es nicht. Und es brachte mir nur wieder neue Wunden. Liebe kann man nicht erzwingen und man kann vor allem nicht lieben wenn man sich selber nicht ausstehen kann, das ist leider wirklich so. Liebe wenn du bereit dafür bist und nicht, wenn du einsam bist! Die graue Zeit die wir dazu nutzten unsere Wunden zu lecken und uns die nötige Zeit zu geben, wird mit großer Sicherheit „gut geschrieben“. 🙂

Liebe kann nicht erzwungen werden. Liebe ist Emotion und etwas wunderbares wenn sie uns gefunden hat!

Und zum Abschluss möchte ich DIR dazu noch einen, meinen ganz persönlichen Lieblingssatz verraten: Pfeif auf die erste große Liebe … die letzte große Liebe … darauf kommt es an!

Heute wünsche ich mir mal etwas, nämlich höre niemals auf an die richtige, echte, wahre Liebe zu glauben, auch wenn DU vielleicht gerade eine „Wunde“ versorgen musst – denn es gibt sie!

XOXO Sandra FrauenPunk

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2 Kommentare
  1. Gabi
    Gabi sagte:

    Hallo Sandra, das ist ein toller Artikel und deckt sich mit meinen Erfahrungen und Gedanken zu Beziehungen, die ich gesehen habe.
    Das Ding mit dem Reinschnuppern ist zweischneidig, denn ohne ein anschauen und hineinfühlen kann man nicht wissen, ob man sich mit dem anderen wohl fühlt. Aber ich sehe es auch so, dass man ersteinmal allein sein können muss, um sich selbst wieder zu finden.

    Wie schon gesagt, toller Artikel mit guten Blickwinkeln und schönen Denkanstößen ?

    Antworten

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  1. […] die letzte große Liebe kommt es an!“ (Nachzulesen in einem tollen Beitrag über die Liebe hier). Das ist so wahr, genauso wie die Aussage, dass man zur Liebe bereit sein und sich nicht aus […]

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