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Du musst oder willst Dich entscheiden? Kommst aber damit nicht klar? Du hast mit Freunden darüber geredet, Dir „Für-Wider Listen“ geschrieben. Dir Deinen Kopf zerbrochen? Aber am Ende hörst Du Dich jedes Mal wieder sagen: „Mensch, was soll ich nur tun, ich kann einfach keine Entscheidung treffen!“ Wenn das so sein sollte, entscheide ich heute für Dich und lade Dich ein, hier bei mir zu bleiben. Du wirst mit Sicherheit am Ende meines Artikels ein Stück Verständnis dazugewonnen haben. Die Chancen danach eine gute Entscheidung zu treffen stehen ziemlich gut! Alles, was Du dazu brauchst, ist ein wenig Zeit und die Ehrlichkeit zu Dir selbst.

Zur Einführung beleuchte ich mich mal selbst: Ich bin, was Entscheidungen betrifft, ziemlich schräg! In jungen Jahren war das anders. Da gab es kein Hin und Her, soll ich oder soll ich nicht, usw. Heute kann ich zehn Minuten vor einem Regal im Supermarkt stehen und studieren, welchen Weichspüler ich nun nehmen soll! Ich liebe die Abwechslung was die Sache nicht unbedingt vereinfacht. Ob Klamotten, Lebensmittel oder die vor mir liegende Speisekarte … es dauert! ›lach‹

Nun diese Beispiele sind jetzt mal die „Peanuts“ im Alltag. Da geht es in Wahrheit um nix! Da gibt es aber dann noch die wichtigen Angelegenheiten, die nach einer Entscheidung verlangen. Achtung – ich hole meine Beispielliste wieder mal hervor für Dich. :-)

  • Deine Arbeit, Dein Job ist okay, doch die Erfüllung sieht anders aus. Du möchtest mehr erreichen, vielleicht auch mehr verdienen? Einfach weiterkommen … Du solltest Dich um eine neue Stelle bemühen. Oder eventuell eine Umschulung in Angriff nehmen?
  • Deine zu Hause ist nett, aber etwas klein. Ein Raum mehr wäre cool. Oder vielleicht ein Häuschen? Zieht es Dich aufs Land oder möchtest Du gerne in der Stadt bleiben? Du kannst Dich nicht aufraffen und schon gar nicht entscheiden. Schließlich ist das alles mit Anstrengung verbunden! Solche Überlegungen hätten früher stattfinden müssen und überhaupt, der Wohnungsmarkt ist eine Katastrophe …
  • Beziehung Du fühlst Dich als „Anhängsel“ in Deiner Beziehung? Du fühlst Dich einsam, obwohl Du nicht alleine bist? Du bist unglücklich und das Ding mit der „Liebe“, ist schon lange Geschichte? Du fragst Dich jeden Tag: „War und soll das alles gewesen sein in Deinem Leben?“ Sollst Du es wagen zu gehen? Oder doch zu bleiben …

Fragen über Fragen, die wir endlos weiterführen könnten und die auf eine Entscheidung  warten. Diese drei Beispiele habe ich deswegen ausgesucht, weil sie sehr oft in unserem Leben vorkommen. Außerdem haben sie mir selbst jede Menge Energie geraubt!

Warum fällt es so schwer, eine Entscheidung zu treffen?

Vielleicht, weil wir den Verlauf nicht vorhersehen können? Weil es für kaum etwas eine Sicherheit gibt? Oder, weil wir zu den Gewohnheitstieren zählen. Viel zu wenig Neugierde in uns tragen und uns der Mut dazu fehlt? Es sind Fragen, die ich auswendig gelernt und mir immer wieder selbst gestellt habe. Mir stand meine Unsicherheit und Angst im Weg. Sie versperrten mir sehr viele Entscheidungen, die ich treffen hätte können!

Wir müssen die Gründe finden und erkennen, weshalb unsere Entscheidungsfähigkeit wenig ausgeprägt ist. Wenn wir die Gründe benennen können, verlieren sie an Macht!

Sich für etwas anderes zu entscheiden, bedeutet auch immer, sich gegen etwas zu entscheiden.

Klare Sache, die uns aber nicht immer klar ist. :D Wenn uns das nicht einleuchtet, entsteht automatisch ein Dilemma. „Mensch … ich kann mich nicht entscheiden.“ Wenn eine Entscheidung fällig ist, frage ich mich immer noch: „Was verliere ich und was gewinne ich?“ Tja bei Weichspüler & Co, gilt diese Frage allerdings nicht! ›lach‹

Die Kritik von anderen

DAS ist ein gemeiner Grund, Entscheidungen zu verwerfen. Die Kritik von anderen beschäftigt uns eigentlich immer. Was könnten andere über unsere Entscheidung sagen? Wenden sie sich vielleicht kopfschüttelnd von uns ab?

Menschen, die immer daran denken, wären wahrscheinlich überrascht, wenn sie wüssten, wie wenig die anderen über sie nachdenken … sagt jedenfalls Bertrand Rusell. Dieses Zitat trifft sicherlich sehr oft zu und trotzdem ist die Sorge da. Gerade die uns nahestehenden Menschen kritisieren unüberlegt unsere Entscheidungen!

Kleiner Tipp: Fragen wir uns, wer in unserem Umfeld würde unsere Entscheidung kritisieren? Wäre das so schlimm für uns? Und würden wir aus diesen Gründen deshalb keine Entscheidung treffen? Finde Deine Bedenken heraus. Wenn Du sie kennst, wird es leichter werden zu handeln.

Oft stehen uns erlernte Glaubenssätze im Weg

Das ist leider tatsächlich so. Grundannahmen die wir als junger Mensch gelernt und erfahren haben. Entstanden durch Erziehung und Lebenserfahrungen. Sie sind uns oft gar nicht richtig bewusst, so eingefleischt sind sie! Sie waren damals eine gute Lösungsstrategie, zu einem Zeitpunkt wo wir noch Kind waren. Jetzt als erwachsener Mensch brauchen wir die meisten Glaubenssätze von früher nicht mehr! Sie stehen uns nur im Weg.

Konflikte blockieren unsere Entscheidungen

Weißt Du, was ein Wert-Konflikt ist? Zwei Aspekte sind wichtig … passen nur leider nicht wirklich zusammen. Ein Beispiel für Dich:

Wenn Dir Unabhängigkeit und Verbundenheit wichtig sind, wird es Dir schwerfallen zu entscheiden, ob Du mit Deinem Partner zusammenziehen oder weiterhin eine Fernbeziehung führen willst! Bei diesen Konflikten ist meistens Kreativität gefragt. Lösungen lassen sich immer finden! Werte sind etwas Wichtiges für uns Menschen. Wir müssen sie nur kennen um danach auch Kompromisse eingehen zu können.

Bleiben wir ehrlich!

Manchmal fände ich es lustig zu sehen, wie viele Menschen mit langen Nasen wie Pinocchio herumlaufen würden, weil wir Meister darin sind, uns selbst zu belügen ›lach‹! Fragen wir uns vor jeder Entscheidung:

  • Hey, belüge ich mich gerade wieder mal selbst bei dieser Entscheidung?
  • Weiß ich wirklich was ich will?
  • Habe ich Angst es auszusprechen? Den neuen Job betreffend. Angestellte zu sein oder doch das Risiko einer Selbstständigkeit wagen … die Zelte zu Hause abbrechen? Eine Trennung anzusprechen. Ein Baby oder kein Baby? (Für die jüngeren von uns)
    Wie ehrlich bin ich zu mir?

Wenn Du Dir das alles genauer ansiehst und Dich in ein paar Punkten wiederfindest, hast Du bereits einen Grundstein für die Arbeit an Deinen Entscheidungsblockaden gefunden. Jetzt kannst Du beginnen damit zu arbeiten. Motiviere Dich selbst und stelle Dir ein paar Entscheidungshilfen zusammen!

Es ist nämlich ungeheuer energiefressend, wenn wir uns nicht entscheiden können (wollen)! Es ist anstrengend, ständig zu grübeln. Es raubt uns den so wichtigen Schlaf und macht uns hippelig. Haben wir aber eine Entscheidung getroffen, steigen wir aus der Grübelfalle aus. Und zum Schluss noch ein ganz wichtiger Herzwunsch an Dich. <3

Gib Dein Ruder nicht aus der Hand!

Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung.

Allerdings! Mit diesem Gedanken gibst Du Dein Ruder bereits aus der Hand. Es werden andere Menschen für Dich Entscheidungen treffen und ich kann Dir sagen – DAS IST NICHT GUT!

Überlasse Deine Entscheidungen nicht anderen. Behalte Dein Leben in Deiner Hand … LEBE selbstbestimmt. Entscheide Dich aus dem Schwebezustand auszusteigen und mit beiden Beinen am Boden zu landen, auch wenn die Landung hart ist!

Um gute Entscheidungen treffen zu können ist es hilfreich zu wissen, wer alles an Dir „herumzerrt“. Sortiere aus und vertraue … ganz besonders Dir selbst. Vertraue darauf, dass Du auch mit den schlimmsten Konsequenzen Deiner Entscheidung klarkommen wirst. Nichts kann Dich umwerfen! Du wächst mit und an Deinen Entscheidungen. Das durfte ich erleben.

Vielleicht konnte ich Dir so manches in Erinnerung bringen und damit auch weiterhelfen?
In diesem Sinne: Auf die kommenden Entscheidungen. ›lächel‹

Alles Liebe und pass gut auf auf Dich …

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Es fällt Paaren leicht, sich am Tag der Hochzeit „ewige“ Liebe zu versprechen. Da die Liebe als „Gefühl“ für immer gemeint ist! Klingt alles schön und kann man auch gut nachvollziehen, jedoch zurückhaltend formuliert ist das etwas verwegen. Immerhin schwören wir uns als Paar ja auch nicht lebenslange Fröhlichkeit, Zufriedenheit oder Spontanität um nur ein paar Beispiele anzuführen. „Ich liebe Dich …“ bedeutet heute etwas anderes und das Versprechen ewiger Liebe, drückt lediglich ein gegenwärtiges intensives Liebesgefühl aus, über das KEIN Vertrag geschlossen werden kann.

Muss mich mein Partner wirklich glücklich machen?

„Du, er hat mich eben nicht mehr glücklich gemacht …“ ist ein Satz, den  ich in meinem Leben A – selbst schon gesagt habe, ich geb es zu und B – so unzählige Male bis heute immer wieder von anderen Frauen höre. Heute nervt mich dieser Satz genauso wie „diese Kekse sind leider aus“. Aber gut, das ist ein anderes Thema. :-)

Ich bekomme eine Nachricht von einer Freundin in der steht: „Ich werde das jetzt durchziehen, ich werde mich trennen. Er macht mich nicht mehr glücklich“. Ernst genommen habe ich diese Nachricht nicht, weil schon zu oft gehört und gelesen. Jedoch hat sie sich damals tatsächlich nach 6 Jahren Beziehung, und mindestens zweimal im Monat „Ich kann nicht sagen ob ich das noch will“,  entschlossen zu gehen, obwohl sie es wahrscheinlich immer noch nicht weiß was sie wirklich will. An dieser Stelle muss ich auch gleich mal Fragen: Seit wann sind Entscheidungen über „ob“ oder nicht oder vielleicht doch so schwer geworden?

Wir denken die ganze Zeit, dass das Leben uns was schuldet …

Wir glauben immer das Leben und die Welt schuldet uns etwas, weil wir ja so „einzigartig“ und sehr sehr wichtig sind >zwinker< … Und das selbe glauben wir von unserem Partner, Freund , Ehemann und Lebensgefährten – er soll uns glücklich machen! Uns Dinge schenken die uns noch glücklicher machen weil wir es ja schließlich verdient haben!

In Wahrheit muss er aber erstmal gar nichts! Eine Beziehung soll etwas sein, was unser Leben noch schöner machen soll. Und vielleicht auch noch glücklicher, aber nicht glücklich. Denn kein Mensch hat die Pflicht, jemandem etwas zu schenken, was er selbst und alleine nicht schaffen kann!

Wenn Unzufriedenheit ein Dauerzustand ist, dann sucht man sich erst einmal jemanden der daran Schuld sein könnte. Das wir dabei bei uns selbst beginnen, wird natürlich umgangen. Sehr oft haben wir dabei unseren Partner im Visier, der nichts ahnend neben uns am Sofa sitzt. Wir Frauen denken angestrengt darüber nach, verbeißen uns in diesen Moment und sagen plötzlich „Früher war da aber mehr Romantik auf der Couch, Du interessierst Dich gar nicht mehr für mich … und Du bemühst Dich nicht mal mich glücklich zu machen!“

Das Problem an der ganzen Sache ist, dass wir das so glauben und das unser Partner in irgendeiner Weise irgendetwas tun muss.

Liebe ist aber keine Bringschuld!

Ich glaube das vergessen wir immer wieder. Liebe ist kein Vertrag, Liebe ist geben, aber nicht nehmen wollen! Liebe ist so wunderbar, weil sie selbstlos ist! Wir sind der Meinung, dass uns diese „Liebe“ zusteht, nicht nur weil wir es schön finden. Wir wollen jemanden der uns vergöttert, während wir selbst nur darauf warten, dass dieses passiert. Wir wünschen uns passive Bewunderung und wenn wir die nicht bekommen, suchen wir jemanden, der sie uns entgegenbringt … natürlich funktioniert das nur befristet!

Ich möchte dieses Verhalten nicht bewerten, ich weiß aber aus eigener Erfahrung, dass sehr sehr viele Frauen genauso ticken. Und ich spreche hier von Frauen und nicht von jungen Mädchen. So wie eben das Beispiel meiner Bekannten. Wir haben eine Vorstellung von der Liebe und springen von einer Vorstellung zur nächsten da nichts so ist wie wir es aus Kitsch-Romanen kennen. Bis wir irgendwann zu alt zum Springen sind und müssen dann, auf die vielen Chancen zurückblicken, die wir gekonnt ignoriert haben! Wir wollen zu viel und geben zu wenig. Wir sehen uns selbst als größtes Projekt und dabei fehlt uns die Zeit, auf andere einzugehen und deren Bedürfnisse zu erkennen.

Manches ist nicht dazu gemacht, einfach „einfach“ zu sein

Zwischenmenschliche Beziehungen, verbunden mit tiefen Gefühlen sind nun mal nicht einfach, sie sind das Komplizierteste was ich man/ich mir so vorstellen kann. Und genau da sehe ich das Problem. Denn alle denken von sich, sie sind besser als ihr Gegenüber. Und auf diesem Glaubenssatz basieren in der Zwischenzeit Beziehungen und auch Freundschaften. Wir möchten alle das die Ehe oder eine Beziehung Spaß macht und deswegen führen wir keine mehr. Den richtigen Spaß machen Beziehungen in den ersten 18 Monaten … da sind wir berauscht wie nach einer fantastischen Party! Wir können uns nichts und niemand anderen mehr vorstellen. Und dieses Gefühl ist in jungen Jahren genau dasselbe wie im fortgeschrittenen Alter.

Wird dieses Thema diskutiert, wird sehr gerne gesagt: „Früher war eben alles anders, es war eine andere Zeit, da gab es dieses Denken über die Liebe und Beziehung nicht …“. Schon möglich, aber nicht die Menschen waren anders, sondern die Werte! Es wird eben zum Problem, wenn alle Menschen bzw. Paare, vergnügungssüchtig und freiheitsliebend sind, es aber gemeinsam als Paar nicht sein können/dürfen, aber es „solo“ auch nicht auf die Reihe bekommen.

Es ist unser Leitmotiv geworden:

Alles muss einfach sein. Alles sollte Spaß machen. Aber es gibt nun mal Dinge die nicht dazu gemacht wurden, einfach „einfach“ zu sein und dazu gehören auch wir Menschen … als Paar und solo. Meine Passion ist auf jeden Fall ein glückliches und erfülltes Leben zu führen und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Aber um dieses Leben zu führen und auch diesen Level zu halten, müssen wir viel tun!

Damit meine ich – wir dürfen nicht darauf warten oder noch besser erwarten, dass unser Partner den ganzen breiten Weg dazu ebnet und uns all die Dinge, die uns Spaß machen, in Koffern vor die Füße stellt und uns dadurch das Glück beschert das wir uns wünschen … 

Partnerschaft ist Arbeit. Das klingt sehr unromantisch, ist aber so und jeder der etwas anderes behauptet, ist nicht ehrlich! Zu wissen das wir das gewünschte Glück ausschließlich in und bei uns selbst finden werden, hilft uns dabei, eine Partnerschaft nicht als Bringschuld zu betrachten. Ich hatte mal ein schönes Beispiel dazu gelesen:

Eine Beziehung oder Ehe, muss gepflegt werden wie ein Rosengarten. Sie braucht unsere Zuwendung und Aufmerksamkeit. Es muß oft Unkraut gezupft werden … gedüngt und gegossen. Hin und wieder neue Rosen gepflanzt und auch andere entfernt werden, um das Resultat zu erhalten, wie man es nur aus Büchern kennt.

In diesem Sinne … Verlange nicht von Deinem Partner dass er Dich glücklich macht, denn das ist der beste Weg um unglücklich zu sein!

Ich wünsche Dir auf alle Fälle eine glückliche Zeit … ob zu zweit oder alleine! <3

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Das Bauchgefühl, ein Begriff der dir sicherlich nicht fremd ist! Was ist eigentlich „Bauchgefühl“? Schlägst du nach, bekommst du viele verschiedene Erklärungen darüber. ICH definiere es so: Es ist wie der Name schon sagt, ein Gefühl das dir sagt ob sich etwas richtig oder falsch ist. Es sind die ersten Sekunden, worauf dein Bauch mit – mag ich, oder mag ich nicht, reagiert, ohne vorher zu wissen wie es ausgeht. Ein Gefühl eben. Hörst du auf dieses Gefühl und handelst du auch danach – spricht man von „aus dem Bauch heraus gehandelt“. Also mein Bauchgefühl besteht aus Intuition, Instinkt und meiner Lebenserfahrung und ist zu 90% treffsicher!

Wenn der Bauch beim Denken hilft

Ich bekam mal vor einigen Jahren ein ähnlich lautendes Buch geschenkt, das mich allerdings nicht sofort ansprach (so ist es immer bei mir). Irgendwann kam ein Moment in dem ich in so einer Situation war und ich nicht wusste wie ich entscheiden sollte. Das Buch hab ich verschlungen und ich wusste ab diesem Zeitpunkt, dass ich mein Bauchgefühl öfter ernster nehmen sollte.

Die meisten Menschen meinen immer sie müssten möglichst schnelle und rationale Entscheidungen treffen. Schreiben Pro und Contra Listen, informieren sich und sammeln haufenweise Informationen über ihre bevorstehende zu entscheidende Situation – Gefühle haben da nichts verloren, sie werden ausgesperrt! Ist das gut? Funktioniert das überhaupt? Denken und Fühlen lassen sich bei mir nicht trennen.

Entscheide nie in einer „Hoch bzw. Tief-Phase“!

Bin ich in einem Stimmungsloch, finde ich sowieso alles scheisse und nicht gut. Fühl ich mich super, ist die ganze Welt um mich farbenfroher … da übersehe ich dann ganz gern etwaiige Ecken. Mein Verstand überschätzt sich dann selbst. Ich meine dann es mit allem aufnehmen zu können, was natürlich schön wäre, aber Schwachsinn ist. Deshalb ist es für mich selbst sehr wichtig in meiner Mitte zu ruhen – immer, aber ganz besonders wenn es um „Wichtiges“ geht!

Dein Bauch weiß genau was ER will

… kann sich aber genauso gut irren.

Wollen und bekommen – in Folge „recht haben“ sind 2 Paar Schuhe! Manchmal werden wir auch in die Irre geleitet, wenn uns unser Unterbewusstsein ein Gefühl schickt das für die jeweilige Situation nicht relevant ist! Als Beispiel, du bekommst eine neue Kollegin und deren Mimik und Gestik erinnert dich an eine Person mit der du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Trotzdem hat diese Erinnerung nichts mit der neuen Kollegin zu tun! Also ist es besser nicht jedem Gefühl zu folgen das dir dein Unterbewusstsein schickt.

Wage mehr und vertraue auf deinen Bauch

Wir sind alle unterschiedlich. Jeder Mensch hat ein unterschiedlich starkes Bedürfnis nach Kontrolle. So sind spontane Bauchentscheidungen nicht jedermanns Sache. Nur was ich auf jeden Fall sagen kann: Lass einfach mal locker und hör auf das was dein Bauchgefühl dir schon länger im Unterbewusstsein vermittelt hat! Sei spontan und denke gar nicht zu viel über manches nach. DAS sind meines Erachtens die besten Entscheidungen!

Gerade was Menschen angeht, bin ich immer wieder überrascht wie verlässlich da mein Bäuchlein ist! Es ist noch nicht allzu lange her, da machte ich mir Gedanken über einen Menschen der mir nur von der besten Seite geschildert wurde! MEIN Eindruck war ein ganz anderer beim persönlichen Kennenlernen und ich schämte mich beinahe solche „Empfindungen“ zu hegen! Es waren geschätzte 10 Minuten, die mir sagten „es glänzt, aber es ist NICHT Gold“. In der Zwischenzeit haben sich meine ersten Gefühle bewahrheitet. Mich bestärkt es da mein Bauch recht behielt, für diese Person tut es mir allerdings sehr leid …

Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt, aber nicht weiß.

Möglicherweise betrachtest du deinen Bauch jetzt auch anders als vorher. *lach*

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Was mich die letzten Tage beschäftigt hat … nämlich „was wäre wenn“

Ich muss dazu sagen dass ich die letzten Tage eine andere Art von „Nachdenken“ hatte. Ich habe den Bazillen von Jürgen einen neuen Wirt gegeben und sie fühlten sich sehr wohl bei mir und blieben länger als geplant gg. Wenn ich krank bin und nicht das machen kann was ich möchte, bin ich sehr unzufrieden. ABER – ich habe jede Menge Zeit um Verschiedenstes zu durchdenken. Unter anderem: Was, wäre, wenn ich vor einem Jahr nicht mein ganzes Leben umgekrempelt hätte?

Was würde ich genau jetzt zu diesem Zeitpunkt machen? Vielleicht hätte ich keine Grippe weil ich irgendwo mit irgend jemanden den Winter im Süden bei 28°C verbracht hätte? Oder ich hätte gar keine Zeit darüber nachzudenken ob ich nun fit bin oder ins Bett gehöre, weil ich meinen Dienstleistung-Job wie immer gewissenhaft durchzuführen habe, ein neues Jahr mit neuen Umsatzvorgaben, vielen Messen usw. Keine Zeit um „sich auskurieren“! Oder wäre ich noch immer eine Suchende? Umzug? Job? Partner? Was wäre wenn ich nicht so radikal durchgegriffen hätte und alles aus Bequemlichkeit hätte weiterlaufen lassen?

Ich mag dieses Spiel … ab und zu

Dieses Spiel kann man alleine am besten spielen, weil nämlich ein Zweiter mit Sicherheit sagen würde „Es ist aber nicht so, also weshalb denkst DU darüber nach bitteschön?“ Gedankenverschwendung und Zeitverschwendung würde Jürgen es nennen. Es bringt nix über „was wäre wenn“ nachzudenken. Mir gefällt es aber trotzdem hin und wieder ohne dabei wehmütig oder traurig zu werden! Es ist eher die reine Neugierde, die mich dazu veranlasst – auch wenn dabei nichts herauskommt. :D

Fang ich erstmal damit an, dreht sich bei mir ganz schnell der Kopf. War es richtig, war es falsch, war ich zu streng mit mir und meinem Umfeld? Manchmal würde es mir eben gefallen wenn ich wüsste „was wäre wenn“.

Nach sämtlichen ausmalerischen Überlegungen komme ich dann jedesmal zu dem Resultat: Es sind immer die eigenen Entscheidungen oder auch „Zufalle“, für die ich jedesmal sehr dankbar bin, die das/mein Leben zu dem machen was und wie es jetzt ist! Nämlich sehr schön. :-) Hätte ich vor gut einem Jahr nicht all das getan was ich getan habe, wären Jürgen und ich uns nie begegnet, hätte ich meinen Lebensstandard nicht verändert (verändern müssen), würde ich heute vieles nicht so sehr schätzen wie ich es jetzt tu. Wäre ich zu feige gewesen ein klares „NEIN – so will ich es nicht mehr“, auszusprechen … daran will ich erst gar nicht denken.

Doppelt lebt wer auch Vergangenes genießt!

Marcus Valerus Martialis

Schlechte Entscheidungen gibt es ohnehin nicht. Es gibt immer Gründe weshalb man so und nicht anders entschieden hat! Darüber nachzudenken macht eine Sache und das Leben einfacher als gedacht. :-) Ich danke DIR dass du meinen Gedanken gefolgt bist … gut möglich das auch DU ab und zu mal mein Spiel spielst „Was wäre wenn“.

Ich wünsche Dir eine schöne Woche und bleib gesund.