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Es gibt viele Menschen, die das große Glück haben, in ihrem Leben eine Person gefunden zu haben, mit der sie ihr gesamtes Leben verbringen! So zusagen: Eine Liebe, die ein Leben lang hält. Ich glaube, das ist für viele von uns ein ganz besonderer Wunsch. Selbst wenn wir uns am Anfang einer Beziehung absolut sicher sind, dass man gemeinsam alle Tiefen überwinden wird, ist das „Zusammenbleiben“ leider nicht immer möglich. Für eine NEUE Partnerschaft ist es wichtig frühere Beziehungserfahrungen zu nutzen. Der Wunsch nach Liebe und Zärtlichkeit muss kein Wunsch bleiben …

Es gibt viele Gründe, die dazu führen, dass eine Trennung unumgänglich wird. Wenn das im „fortgeschrittenen“ Alter passiert, wird es persönlich oft als totale Katastrophe empfunden. Was es eigentlich auch ist, denke ich selbst daran. Das Leben steht Kopf. Die Gefühle lassen sich nur schwer zuordnen und sehr oft schleicht sich Angst und Hilflosigkeit darunter.

Aber – ist es so schlimm, mit 40+ wieder Single zu sein?

Viele werden jetzt wahrscheinlich laut schreien JA! Ist es. Andere sind vielleicht glücklich darüber, endlich DAS Leben zu leben, was sie vorher nie konnten. Aber wie gesagt, es sind immer die Umstände, die die Antwort ausmachen. Für mich war es beides. Erst war der Schock lange mein Gast und irgendwann war auch die Hoffnung wieder zu Besuch. Die Chancen für eine neue Beziehung im mittleren Alter stehen wirklich gut, sofern man sich darauf einlässt und wieder bereit dazu ist!

Die Bereitschaft ist dabei das wichtigste Wort. Bei mir zu Hause sagt man „es muss Gras über die Sache wachsen“ … :D und das stimmt absolut. Es gehört „verdaut“ … Gedanken und Gefühle müssen genau sortiert werden und wenn ich an meine Trennung zurückdenke – ICH musste erstmal von Grund auf lernen, auch ALLEINE leben zu können!

Unsere Gesellschaft gibt ja vor, dass ein „fester“ Partner lebensnotwendig für unser persönliches Lebensglück ist! Wie oft ist es mir passiert, dass ich verwundert gemustert wurde, wenn ich gesagt habe, dass ich Single bin. Darauf folgte ein mitleidiger Blick und die Worte: „Keine Angst, der richtige kommt bestimmt noch“. Oft hatte ich das Gefühl, nicht dazuzugehören nur, weil ich mit Mitte 40 alleine war.

All diese Aussagen und die „Sonderbehandlung“, die man als alleinstehender Mensch bekommt, suggeriert uns doch, dass wir nur happy sein können, wenn wir eine Beziehung führen … verheiratet sind oder zumindest jemand „festen“ an unserer Seite haben.

Ich kenne einige, für die dieses Bild zutreffen mag. Es ist ja auch nicht falsch, sich nach einem Menschen, den man liebt, zu sehnen … sein Leben zu teilen! Aber bitte aus den richtigen Gründen. Nur weil man dazugehören möchte und kein bemitleidenswertes „Frauchen“ mehr sein möchte, sind definitiv die falschen Gründe!

Menschen reiferen Alters entscheiden sich sogar sehr oft und ganz bewusst dafür, lieber ein glücklicher Single zu sein! :D Und wenn ich eines ganz genau weiß, es gibt sehr viele glückliche Singles, genauso wie es noch mehr unglückliche Paare gibt! Also ist es sehr wichtig sich zu fragen, WAS will ich überhaupt?

Ein neuer Partner ist immer eine Herausforderung …

Das kann ich bestätigen. Aber mit der richtigen Vorarbeit (das Gras, das man darüber hat wachsen lassen) ›lächel‹ Offenheit und Kompromissbereitschaft, findet jede Tasse seine Untertasse. :-)

Was ich persönlich schön fand: ab 40 aufwärts sind wir keine planlosen Jugendlichen mehr, die erst herausfiltern müssen was wir mögen! Was uns wichtig ist! Welche Prioritäten in Bezug auf eine Beziehung uns wertvoll und wichtig sind. Als, ich sag jetzt mal „gereifter“ Mensch, hatte man schon Beziehungen. Von wunderbar bis katastrophal. Diese Erfahrungen helfen dabei, die Fühler genauer auszustrecken.

Eine Freundin hatte damals mal zu mir gesagt: „Schau, seh es so. Dein Alter und deine Erfahrung helfen dir schneller ans Ziel zu kommen. Du musst weniger „Frösche“ küssen bis du deinen Prinzen gefunden hast“ … da hatte sie ja nicht unrecht, im Nachhinein gesehen. Unsere Erfahrungen sind ein tolles Werkzeug, aber dennoch keine Sicherheit. ›grins‹.

Es ist nämlich so, eine zu genaue Erwartungshaltung sorgt nämlich dafür, dass wir eine Menge Menschen schon im Vorfeld ausschließen! Das wäre doch wirklich schade, wenn sich darunter genau diese eine Person befunden hätte! :-)

Der Vergleich mit vergangenen Beziehungen …

Nostalgisch sind wir ja wir Frauen (auch Männer wohlgemerkt). Als „verlassener“ Partner blicken wir manchmal zu gerne auf vorherige Partnerschaften zurück. Wir erinnern uns an die guten und schönen Jahre. Es ist gut sich diese auch zu bewahren. Es ist nur nicht hilfreich, wenn wir eine neue Beziehung mit der vorherigen vergleichen! Tun wir das, wird die neue Beziehung niemals eine faire Chance bekommen, sich „gesund“ zu entwickeln!

Dazu gehört auch der emotionale Rucksack. Nur weil es dunkle Geheimnisse in der vergangenen Beziehung gegeben hat, muss es bei der kommenden nicht wieder so sein! Ich weiß nur zu gut, dass solche Erfahrungen prägend sind! Verletzend waren. Was dabei aber ganz wichtig ist, sind gemeinsame Gespräche von Beginn an. Fair und ehrlich. Dadurch wird unser „Rucksack“ leer geräumt.

Eine neue Partnerschaft verändert alles!

Ich hatte ja damals gedacht, meine „Schmetterlinge“ hätten alle die Flucht ergriffen … alles leer und vorüber. Ich war sehr überrascht, wie sie wieder „eingeflogen“ sind! ›lach‹! Wie wild sie in meinem Bauch randaliert haben, obwohl ich die 50 schon überschritten hatte.

Ja auch im besten Alter kann sich eine neue Liebe super aufregend und wunderbar anfühlen! Und das kann ein Leben so richtig auf den Kopf stellen! :-) Auf einmal ist da wieder ein Mensch, für den sich die ersten Gefühle der Verliebtheit entwickeln. Ein neuer spannender Weg wird eingeschlagen und eine innige Liebe entwickelt sich.

Für mich ist es sehr mutig! Mutig deshalb, weil man sich den alten und negativen Erfahrungen stellt! Und das ist nicht immer einfach. Mit einer neuen Partnerschaft öffnen wir uns und wir trauen uns, in die verletzliche Position des Verliebten zu treten!

Liebe im reiferen Alter beflügelt! Ein Glücks-orientiertes Lebensgefühl und eine optimistische Sicht auf die Zukunft beginnt. Jedenfalls ist das die Aussage vieler Frauen und Männer, die sich relativ „spät“ nochmal getraut haben, ihr Leben mit jemandem zu teilen. ICH kann mich dem nur anschließen! Die Liebe hat mein Leben zu einem besseren verändert! Liebe lohnt sich, egal und unabhängig davon wie alt man ist!

Fazit:

Wir Menschen mussten schon viele Erfahrungen machen. Gerade in Liebesdingen. Sie kann verletzen … enttäuschen und schmerzhaft sein. Aber DAS sollte uns NICHT davon abhalten, sich wieder neu zu öffnen. Die jugendliche Naivität haben wir hinter uns gelassen. Reife Menschen sind diesbezüglich freier. Und es ist doch sehr oft so, dass die besten und schönsten Dinge im Leben sehr lange auf sich warten lassen? ›lächel‹

Ich wünsche euch das Vertrauen und die Geduld … sucht nicht, sondern lasst euch finden!

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Glücklich zu sein ist eine Entscheidung. Diese Meinung vertrete ich persönlich. Wir sind nicht automatisch glücklich, wenn wir Geld im Überfluss haben oder ein so großes Haus besitzen, dass wir uns darin verlaufen. Glücklich sein ist eine Entscheidung … und das gelingt auch mit „weniger“. In meinem Beitrag möchte ich Dir mein ganz eigenes Rezept zukommen lassen, das mir geholfen hat, meine innere Leere und mein automatisiertes nicht unbedingt glückliches Leben, zu einem „Happy Live“ umzugestalten! :-)

Vielleicht kennst Du sie auch? Die sogenannten „Glücksritter“ die kaum aus dem Gleichgewicht zu bringen sind und die alles, was sie angreifen, zu etwas wunderbaren machen! Sie umgibt eine wahnsinnig positive Aura. Früher hatte ich ein Problem mit diesen Menschen, einfach deshalb, weil ich sie beneidete. Ich hätte nur einen kleinen Bruchteil von deren positiven Ausstrahlung gewollt! Heute ist das anders. Ich BRAUCHE diese Menschen in meinem Umfeld … etwas anderes kommt für mich gar nicht mehr infrage! Sie sind die reinste Inspiration … sie motivieren und sie „färben“ auf mich ab.

Ich war leer & unglücklich

Auch wenn ich, von außen gesehen, alles hatte um ein glückliches Leben führen zu können, fühlte ich mich innerlich hohl, leer und unglücklich. Nach vielen Jahren der Selbstoptimierung weiß ich, dass Glücklichsein eine Haltung ist! Wie ist es mir gelungen, meine innere Leere zu füllen und mein Glück nicht ständig bei anderen und im Außen zu suchen? Ich möchte Dir mit diesem Beitrag heute sagen, dass jede Veränderung in unserem Leben möglich ist, WENN wir etwas verändern möchten! Vielleicht kann ich Dich ja dabei unterstützen und motivieren?

Ein „Allerweltrezept“ wird es nicht sein. Denn jeder von uns definiert Glücklichsein ein wenig anderes. Das ist vollkommen gut so. Aber vielleicht spürst auch DU manchmal eine beinah schmerzhafte Leere in Dir, mit der Du nur schlecht zurechtkommst. Dabei kann ich Dir helfen … ›lächel‹

Ich habe sehr viele Dinge versucht und ausprobiert. Das Angebot für „Selbsthilfe“ ist ja riesengroß! Ich habe viele Bücher darüber gelesen, Wochenend-Seminare besucht und brav meine Therapiegespräche geführt. Die Kunst bestand darin, genau zu sortieren und auf meine Körpersignale zu hören.

Jeden Tag ein Buch über Glück zu lesen oder zahlreiche Kurse zu belegen  und sich mit anderen über das „Opferdasein“ unterhalten, reichten nicht! Es braucht die Stille. Die Stille, der wir Raum geben müssen. Abwarten, was SIE zu sagen hat.

Wie Du also daraus erkennen kannst, habe ich ganz viel Zeit mit mir alleine verbracht, nachdem ich viel darüber geredet, gelesen und mir angehört habe. Aus dieser Zeit habe ich einige Hilfsmittel in meinen Alltag integriert, sie gehören wie das Zähneputzen dazu. Vielleicht ist ja auch etwas für Dich dabei? :D

Ritual(e) …

Dieses Wort klingt für viele möglicherweise sehr automatisiert. Das sollte es nicht sein. Ich habe bemerkt, dass kleine Rituale, gerade nach dem wach werden, den Tag bewusst positiv beeinflussen! Statt also fremdbestimmt in den Tag zu starten, beginne den Tag selbstbestimmt, indem Du herausfindest, was Dir am Morgen besonders guttut! Vielleicht stehst Du dafür auch gerne etwas früher auf und genießt noch die Stille in Deinem Haus bevor der Alltag einkehrt? Egal was es für Dich sein wird, baue es in Deinen Morgen ein. Mir ist mein Morgenritual mittlerweile sehr heilig und die wichtigste Zeit des Tages. :-)

Tagesfokus …

Genau der fehlte mir noch vor einigen Jahren. Ich verzettelte mich den ganzen Tag. Begann da und dort, machte Dinge gleichzeitig aber dennoch nicht fertig. Ich wurde von außen beladen aber war innerlich leer, weil ich nicht wusste, wo ich beginnen und wo aufhören sollte.

Heute lege ich mir schon am Morgen (oder am Vorabend) die wichtigsten Tagesaufgaben zusammen. Wer gerne Listen mag, wird sich dabei sehr leicht tun! Es sind nie mehr als drei Aufgaben. Früher hatte ich auch diese ToDo Liste, doch wurde sie niemals abgearbeitet. Es standen zu viele Dinge darauf und jede Aufgabe hatte irgendwie dieselbe „Dringlichkeit“ … >aussichtsloseschaos<

Um auch fokussiert arbeiten zu können, schaffe ich mir ablenkungsfreie Zeit. Handy und Co sind dann tabu. So arbeite ich persönlich sehr gerne am Morgen bis Mittag. Ich bin fokussiert auf mein Tun und mein Tagesziel, das ich mir gesetzt habe.

20 Minuten Stille am Tag …

Was das bringen soll, fragst Du Dich jetzt? Jede Menge sage ich Dir! Ich bin keine Meisterin der Meditation, jedoch ist sie zu einem fixen Tagespunkt geworden. Es braucht ein wenig Übung um sich von einem Moment auf den anderen in die Stille zu begeben.

Meditation hat den Effekt – sie hält den ganzen Tag an. Der Kopf ist klar und Du spürst, was Dein Körper gerade braucht. Die Meditation ist der Schlüssel dafür, wieder seine innere Stimme zu hören und sich wieder zu erden. Mit ein wenig Übung geht das ganz schnell und lohnt sich wirklich sehr!

Ich habe mit geführten Meditationen begonnen. Mein unruhiges Chaos im Kopf habe ich dadurch beruhigt ›lach‹. Es gibt zahlreiche Techniken, suche Dir eine aus die für Dich am besten passt. Bist Du dann schon etwas geübter, gelingt es Dir überall und zu jeder Zeit! Meditation ist MEIN Fluchtort, wenn ich Ruhe und gute Gedanken brauche.

Die liebe Dankbarkeit …

Ich weiß … ich schreibe ständig von ihr! Aber Dankbarkeit ist ein so kraftvolles Werkzeug für mich geworden. Der Mensch spricht so viel davon, aber es kommt mir manchmal sehr unehrlich vor! Die Dankbarkeit hilft mir dabei, meinen Blickwinkel immer wieder auf die besonderen Momente zu legen!

Deshalb nehme ich mir jeden Tag die Zeit, aufzuschreiben, wofür ich dankbar bin und war. Mein Leben war eine ganz lange Zeit nicht mal halb erfüllt. Mein Leben fühlte sich an wie Watte. Das hat sich durch meine neue, wieder erlernte, Dankbarkeit komplett verändert! Meine Sichtweise ist wieder positiv geworden. Und positiv bedeutet auch ein Stück glücklicher.

Ich brauche die Zeit alleine …

Ich gehöre zu den sehr sensiblen und reiz-empfindlichen Menschen. Ich würde das Leben, dass ich noch vor Jahren gelebt habe, niemals mehr aushalten. Ich würde im Alltagschaos versinken, ständig gereizt sein. Deshalb brauche ich immer wieder mal Zeit NUR für mich, um einen klaren Kopf zu bewahren.

Ich habe also ein tägliches Date mit mir selbst. ›lach‹. Und NEIN – es ist nie langweilig!

Keine Opferhaltung mehr!

Es ist und war der wichtigste Schritt überhaupt! Raus aus der Opferrolle. Endlich die hundertprozentige Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Es ist und waren nie die äußeren Umstände für meine innere Leere verantwortlich. ICH/WIR alleine haben es in der Hand.

Ich habe mit der Zeit erkannt, dass alles was geschieht, niemals gegen mich, sondern für mich passiert. Es sind Lernaufgaben darin enthalten, die mich/uns darin wachsen lassen. All das hilft bei immer wieder auftretenden Problemen. Man bekommt eine andere Sichtweise auf die Dinge und Situationen.

Fazit:
Es sind eigentlich nur Kleinigkeiten wie Du siehst, die mir helfen, glücklich und erfüllt leben zu dürfen. Alles, was DU dazu brauchst, ist Deine Bereitschaft! Wieder einmal kostet es rein gar nichts nur etwas Arbeit und Zeit mit sich selbst. Ich wünsche Dir ein erfülltes und glückliches Leben, so oder so! :D

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Trostlosigkeit, totale innere Leere, Sinnfindung, Angst und Frust oft auch depressive Verstimmung. Viele Menschen sind mit ihrem Leben überfordert und erkranken an sichtbaren wie unsichtbaren Krankheiten. Wenn ich Menschen die Frage stelle, was sie unter Lebensfreude verstehen, bekomme ich als Antwort nur ein ahnungsloses Schulterzucken. Lebensfreude … wo und wie erreichen wir sie?

Ich kann mich ja noch gut an die Zeit erinnern, in der ich meine Lebensfreude verloren hatte. Ich war mit meiner damaligen Lebenssituation völlig überfordert! Eine Krise nach der anderen jagte mich. Kaum hatte ich die eine bewältigt, folgte schon die nächste. Ich stellte mein ganzes Leben infrage. Ich war ausgebrannt, leer und es folgte Krankheit und Depression.

Mein innerer Frieden war Geschichte. Ich war frustriert, weil ich ständig Dinge tat und „Rollen“ erfüllte, in denen ich mich gar nicht sah und ich auch keinen Sinn darin fand.

Unser Unterbewusstsein lässt sich nicht verarschen

Das steht schon mal fest. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Sinnlosigkeit unseres Alltags zu betäuben, um uns kurzzeitig besser zu fühlen. Die einen stürzen sich in Arbeit, andere wieder verfallen in einen Shoppingwahn, und andere greifen zu Drogen oder Alkohol. Zu unserem SEELENFRIEDEN führen diese Wege allerdings niemals.

Ich beobachte, wie sich viele Menschen nur noch von Wochenende zu Wochenende schleppen. Der Lohn ihrer Arbeit, oft auch ein frustrierender Job,  wird als „Schmerzensgeld“ betrachtet, mit dem man sich etwas Ruhe und Erholung gönnt. Die Wellnesstempel und ihre Angebote schießen wie Pilze aus der Erde! Genauso wie Yoga Retreats und Auszeiten inmitten der Natur.

Diese Trends sagen sehr viel über unsere Gesellschaft aus. Am Wochenende wird „gegönnt“, weil schließlich sollten wir in der kurzen Zeit, die ungeliebte Lebenszeit wieder gut machen. Das war bei mir ganz viele Jahre dasselbe Spiel. Ist das nicht unendlich traurig? Über 200 Tage im Jahr kaum Spaß und Freude?

Gibt es für Dich solche Zufluchtsorte, an die Du oft denkst?

Orte an denen Du Dich gut und wohlfühlst? Wo Du Deine ausgebrannte Seele heilen kannst? Bei mir war es genauso. Ich suchte die Nähe des Wassers. Dort gelang es mir meinen inneren Seelenbrand zu löschen. Marc Aurel schreibt:

„Es gibt keinen friedlicheren und sorgenloseren Ort als Deine Seele, besonders da sie bei näherer Betrachtung ein Ort der inneren Ruhe ist, also nicht weniger als eine innere Ordnung. Diesen Rückzug solltest Du möglichst oft anstreben und Dich erholen.“

Frieden finden wir NUR in uns selbst.

Ich habe diesen Ort so oft als mir möglich besucht. Dabei bin ich auf viel Klarheit gestoßen. Mir wurde dabei bewusst, dass ich Wege gehe, die zu Zielen führen, die ich eigentlich gar nicht will! Die Nebenwege interessierten mich viel mehr! Alte Wünsche waren darin versteckt. Je öfter ich meinen Rückzugsort aufsuchte, umso leichter tat ich mir zu wissen was und wo ich hinwollte.

Nimm Dir Zeit für Dich!

Wenn Du Deine Lebensfreude vermissen solltest, mache es wie ich es getan habe. Zieh Dich zurück. Nimm Dir Zeit für Dich und schalte ab, was Dich dabei stören könnte. Komm zur Ruhe und lass Deine (alle) Gedanken kommen. Ich hatte damals so viele wilde Gedanken, dass ich mir schwertat, sie zu ordnen. Mir hat das Aufschreiben dieser Gedanken zu mehr Struktur verholfen. Deine Lebensfreude, Dein Seelenfrieden, egal wie auch immer wir es nennen wollen … wir finden es ausschließlich in der Gegenwart!

Die Vergangenheit ist passiert und die Zukunft können wir nicht voraussehen. Darüber bin ich eigentlich auch sehr froh. ›lächel‹ Die Zeit ist eine Erfindung von uns Menschen. Kein Tier lebt nach Zeitplan. Kein kleiner Mensch hat seine „Lebensplanung“ in der Hosentasche! Das Leben findet im Augenblick statt. Erleben wir unsere Daseinsfreude, sie ist nicht selbstverständlich! 

Ich habe gelernt, mein Denken und meine Gefühle zu beherrschen. Und nicht, wie es viele Jahre war, dass mein Denken und die negativen Gefühle, mich beherrscht haben! Als ich die Kontrolle über meine Gedanken gut in meinen Händen hatte, war es mir auch ein leichtes, mich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Ich war achtsam für den Augenblick. <3

Von der Umwelt beeinflusst …

Manchmal reagieren wir unbewusst auf die Befehle anderer. Es gibt Situationen, die können wir auch nicht umgehen wie zum Beispiel im Job. Aber wir sollten abwiegen, wie weit diese Fremdbestimmung unserer Lebensfreude guttut? Ich habe mir vor vielen Jahren, sehr wichtige Fragen gestellt, die ich auch mit einem klaren JA beantworten konnte.

Könnten wir etwas daran verändern? Gibt es Möglichkeiten, um unser Innerstes zu stärken und ein Leben nach unseren Vorstellungen zu leben? Denke doch mal darüber nach …

Gerade der Herbst ist eine vergängliche Ressource. Jeder Augenblick ist anders. Nichts kommt wieder. All das ist aber kein Grund festzuhalten oder in eine Starre zu fallen! Ganz im Gegenteil, wir sollten noch mehr Lebendigkeit erlauben. <3 Sieh hin, auch wenn die Blätter, die Du heute noch an den Bäumen siehst, die nächsten Tage vertrocknet am Boden liegen werden! LEBE und spüre die Lebensfreude in Dir!

Fazit: Die Lebensfreude wiederfinden, bedeutet nicht, dass sich ständig alles großartig anfühlt! Bei Gott nicht. Die Freude am eigenen Dasein ist ein mit und im Leben Verbundensein. Tiefe Dankbarkeit, auch wenn Widrigkeiten vorhanden sind. Es ist ein mitfühlendes offenes Herz voller Energie. Ich wünsche Dir, es genauso zu spüren wie ich es jetzt darf … lebendig sein und Lebensfreude macht so viel Freude. ›lächel‹

Fühl Dich geherzt, bleibe gesund und genieße das lebendig sein! <3

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Unausgeglichenheit, Nervosität und ständig das Gefühl haben, nicht abschalten zu können. Du kannst Dir nicht erklären woher Deine innere Unausgeglichenheit kommt, aber Du spürst sie ganz deutlich. Du reagierst empfindlich auf sämtliche Geräusche und Störungen. Es kommt sogar vor dass Dich der Redeschwall, die Stimmlage mancher Menschen um Dich stört und reizt. Zudem bist Du ungeduldig, launisch und nörgelst alles an die Wand. Dein Körper fühlt sich irgendwie „druckempfindlich“ an. Sich auf Dinge zu konzentrieren, fällt Dir ebenso nicht leicht und Deine Leistungsfähigkeit leidet darunter … alles kein Wunder, da Dir der regenerierende Schlaf ebenso fehlt.

Wenn Unruhe, Nervosität und Anspannung überhand nehmen

Was kann es sein wenn die Balance zwischen Anspannung und Entspannung fehlt? Wenn einen etwas treibt das man selbst nicht genau benennen kann und vor dem wir am liebsten weglaufen würden? Wenn wir Dinge nicht zu Ende bringen können oder wir nachts schweiß gebadet wach werden und das Gedankenrad auch in der Schlafphase nicht still stehen will?

Diese innere Nervosität kann einem das Leben richtig schwer machen. Man wird zu einem anderen Menschen. Einer Person, die man nicht wirklich leiden kann. Wenn ich zurückdenke, fiel es mir unsagbar schwer, auf normale Reize wie zum Beispiel Herausforderungen des Alltags sowie im Beruf zu reagieren. Meine Nerven lagen blank und ich hatte ständig das Gefühl unter meiner Haut wimmelt es von Ameisen. Ständige Unruhe bringt also auch körperliche Beschwerden mit sich.

Zuerst einmal: Unruhe ist nichts abnormales

Anspannung und Nervosität dienen uns als Schutzmechanismus. Sie wurde uns von der Natur geschenkt um bei akuter „Bedrohung“ auf unsere gesamten Ressourcen zur Verteidigung zugreifen zu können! Klar müssen wir heute nicht mehr um unser Leben rennen, doch können wir diese aktiven Zustände bewusst nutzen um mit allen Herausforderungen der modernen Zeit umzugehen … also hat Unruhe, Anspannung und Nervosität auch etwas Gutes und auch Sinn.

Doch leider haben wir verlernt, den entspannten Zustand zu erreichen. Wir sind ständig und dauerhaft irgendwie nervös, gereizt und angespannt und wir finden keine Möglichkeit wieder runterzukommen! Ständig auf der Lauer liegend und in Alarmbereitschaft … innere Ruhe? Sie ist ein Fremdwort geworden. Wir haben es verlernt, uns von geleisteten Anstrengungen zu erholen.

Viele von uns haben auch das Problem nicht still sitzen zu können, vielleicht kennst Du solche Kandidaten die ständig mit den Beinen wippen oder mit den Finger klopfen? Sie haben das Gefühl selbst im Sitzen noch laufen zu müssen. Dieser Teil meiner vergangenen Getriebenheit ist mir bis heute geblieben. Besonders dann, wenn ich unausgeglichen bin und etwas tun möchte aber nicht tun kann … einer meiner Füße ist dann gerne in Bewegung. :D

Unruhe holen wir uns nicht wie einen Bienenstich auf der Wiese

Nervosität und Getriebenheit, sowie die damit verbundenen körperlichen Signale, sind immer ein Zeichen dafür, dass in Deinem Leben etwas unrund läuft. Es gibt jede Menge Auslöser für Deine innere Unruhe. Schau Dir deshalb Deine Art zu leben genau an. Dein Arbeit und wie Du mit Problemen umgehst. Du wirst mit Sicherheit die Antwort in diesen Dingen finden!

Besserung erhoffte ich mir, als ich mit meinem Anliegen meinen Arzt konfrontierte. Ich glaubte mit ein paar Pillen die Sache schnell in den Griff zu bekommen. Was ich heute weiß ist, Medikamente und Entspannungsübungen (die für mich niemals entspannend waren), können diesen Zustand niemals wegwischen … Wichtiger ist es, sich auf die Ursachenforschung zu begeben und herauszufinden was an dem unangenehmen Zustand der ständigen Gereiztheit und Getriebenheit schuld sein könnte.

  • Vielleicht machst Du einen Job der Dir nicht liegt,
  • oder Du überforderst Dich regelmäßig.
  • Gut möglich dass Du Gefühle unterdrückst, die gerne gesehen werden möchten,
  • oder aber auch Du lebst in ständiger Selbstmaipunation und Lüge.

Bei mir trafen alle Punkte zu. Das Leben das ich führte war ein „Wunsch-Dasein“, dem ich nie gerecht wurde. Mich machten bestimmte Situationen, Gedanken, Gefühle und der Kontakt mit bestimmten Menschen einfach nervös und unruhig. Das herauszufinden bedarf auch manchmal einen Blick in die Vergangenheit, die sehr aufschlußreich sein kann!

Höre auf dieses Gefühl und „sprich“ mit Deiner Unruhe

Es bemerkt kein Mensch ausser Dir selbst! Du weißt ja … SIE will Dir etwas zeigen. Offenbar gibt es etwas in Deinem Leben das nicht so recht passt. Sei aufmerksam und beobachte genau. Von selbst verschwinden wird sie nicht, dass steht schon mal fest. Medikamente stellen Dich nur ruhig und verhindern das Du Dich richtig wahrnimmst. Mit längerer Auseinandersetzung, sah ich diese Phase wieder mal als Prüfung um mein Leben auf eine neue Stufe zu heben und persönlich daran zu wachsen. 

Es bringt nichts, wenn Du Dich in diesen Zustand reinsteigerst und Dich dagegen wehrst. So spannst Du Dich nur noch mehr vor Dein Gedankenkarusell und das raubt Dir den Schlaf und die letzten Nerven! Fokussiere Dich auf Deine Körperwahrnehmung und akzeptiere diese Momente in denen Du am liebsten „platzen“ möchtest. Bewerte nicht sondern nimm an. Mir half damals die Betrachtung meiner selbst … wie ein Zuschauer im Kino. Mir gefiel nicht was ich sah und so begann ich Situationen zu verändern und Stress zu reduzieren.

Nicht vor dem Leben davonlaufen, sondern davon lernen

Das Leben entspannter genießen können … das war mein Wunsch und sollte unser aller Ziel sein. Dafür ist es nicht unbedingt notwendig, seinen Beruf zu wechseln, zu kündigen oder Deine Beziehung zu beenden (ich habe  allerdings beides getan). In den meisten Fällen reicht ein kürzer treten in Form von Stundenreduzierung. In eine andere Abteilung zu gehen, wenn möglich oder den Tagesablauf anders zu strukturieren.

Schau auf Dein Leben, auf Deine Abläufe, wo Du Situationen im Außen entschärfen kannst, die Dich sonst belasten und stressen. Streiche jetzt sofort diesen Satz: „Nö … wie soll das denn gehen?!“ aus Deinem Kopf. Denke an den Beitrag Raus aus Deiner Komfortzone. Sei kreativ! Es ist immer mehr möglich als Du Dir denken kannst – wenn Du etwas wirklich willst! :-)

Wahres Glück, lässt sich nur in einem Leben im Hier & Jetzt finden. So sagt eine seit langem gültige, aber dennoch leider sehr wenig beachtete, Weisheit.

Ruh- und Rastlosigkeit entstehen dann, wenn Du pausenlos in Sorge über Deine Zukunft lebst. Oder wenn Du Dich unentwegt über die Vergangenheit ärgerst. Beides ist schlecht, ungesund und macht unglücklich das weiß ich aus Erfahrung. Doch eines ist fix: Bedauern und Sorgen haben noch nie etwas Positives hervorgebracht, sie sind Auslöser unserer Unentspanntheit. 

Baue Deine Anspannung ab

  • Schenke dem Leben und seinen Problemchen nicht so wahnsinnig viel Aufmerksamkeit.
  • Meditation ist für unruhige Seelen anfangs kaum zu bewältigen. Das stille Sitzen und die Ruhe erzeugten bei mir genau das Gegenteil. Mit ein wenig Übung und langsamen Einstieg bewirkt die Meditation, in allen Lebensbereichen, ein entspannteres Tun und ein produktiveres Arbeiten. #empfehlenswert.  Und ist zusätzlich eine besondere Herausforderung.
  • Lebe achtsam … denn leben wir achtsam leben wir auch entspannt. Es funktioniert gar nicht anders! Ein guter Umgang mit und zu Dir selbst, wirkt wahre Wunder. :D
  • Stoppe Dein Gedanken Flikflak. Negative Grüblereien, sind kontraproduktiv. Dein Unterbewusstsein ist ein kluges Mädchen aber nicht zu klug um es nicht stoppen zu können bevor es richtig in fahrt kommt.
  • Tu etwas, was Dir Spaß macht. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich in der Natur und meinen Hunden die Energie und die Ruhe finden würde die mir gefehlt hat … ich hätte ihn ausgelacht! Fakt ist: Nur arbeiten, herumwuseln und jede Minute „sinnvoll“ nutzen macht nun mal nicht ruhig und ausgeglichen. Energie kann auch anders abgebaut werden. #zwinker
  • Tu Dir gut. Wir hetzen uns ohne Rücksicht auf uns ab. Ja schon klar … und um was zu bekommen? Damit es uns, wenn wir alt sind, besser geht? Damit wir uns dann „belohnen“ können? Dieser Moment rückt für viele Menschen in die ferne Zukunft. Deshalb – gönne Dir jetzt etwas. Jeden Tag mit Vergnügen und ohne schlechten Gewissen, auch dann wenn Du es Dir vielleicht nicht verdient hast?!

Kaum zu glauben, aber unser Leben ist kein Kampf, es ist da, um genossen zu werden. Es gibt alles in Hülle und Fülle in unserer Welt, wir müssen nur die Augen öffnen. Schaffen wir das, dann fällt eine Menge innere Anspannung und Unruhe von uns ab. Denn … weshalb sollten wir Unruhe empfinden, genervt und nervös sein, wenn gut für uns gesorgt ist? Öffne Dich dafür. Ziehe Deinen Fokus ab vom Mangel. All das wird Dir mehr Freiraum, weniger Stress und sehr viel Entspannung bereiten das verspreche ich Dir .

Viel Erfolg bei Deiner Ursachenforschung und -bekämpfung. Es ist ein Weg in ein schöneres Leben.
Pass auf auf Dich, bis bald.

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„Du hast es satt, ständiges auf und ab machen dich müde und krank. Du würdest gerne aus deiner Beziehung aussteigen, schaffst es aber nicht. Ich bin mir sicher, jeder kennt jemanden, der in einer so leidvollen toxische Beziehung verstrickt ist. Oder vielleicht bist du selber in solch Situation gefangen! Es ist eine Beziehungsform, bei die jeder andere Mensch die Hände über den Kopf schlägt, und sich wundert warum sich zwei Menschen trotz ihrer chronischen Probleme nicht voneinander lösen können.

Beziehung? Das hatten wir doch erst!

Vielleicht denkst du dir jetzt schon wieder? Dieses Thema war doch erst vor kurzem an der Reihe?! Ja, das stimmt. Mach dein Glück nicht von einem Partner abhängig … war vor ein paar Wochen das Thema. Nahe verwandt, dennoch etwas anderes. Auf Grund der großen Nachfrage zu diesen Themen, war es mir wichtig, dieses mal die toxische Beziehungsform genauer zu durchleuchten.

Was genau ist eine toxische Beziehung?

Kurzform: Es handelt sich um eine Beziehungsform, die sich durch ständigen und abrupten Wechsel von intensiver Nähe, Streit, Stress und Trennungsandrohungen auszeichnet. Die guten gesunden Phasen sind erfüllt von einem intensiven WIR – Gefühl, eine Verschmelzung auf allen Ebenen mit dem i-Tüpfelchen an besonders schönem Sex. Als Frau fühlst du dich endlich angekommen zu sein … so oder so ähnlich ist der Beginn dieser Beziehungen.

Die Zeiten sind unterschiedlich, in denen plötzlich, wie aus dem Nichts und ohne gegebenen Grund, der Wechsel eintritt. Die Laune kippt, die gute Stimmung ist fort, ein „wir“ ist weit entfernt und der toxische Partner beginnt zu nörgeln, macht Vorwürfe und kritisiert ständig. Die Beziehung wird in Frage gestellt. Alles ist verloren gegangen. Wo ist die Nähe geblieben? Dein Partner kommt dir sogar richtig fremd vor. Er ist distanziert und unerreichbar geworden für dich.

Jeglicher Versuch, die Nähe deines Partners wieder zu erlangen, sein Herz zu erreichen, vielleicht Missverständnisse zu klären, hat keinen Sinn. Es ist sogar eher das Gegenteil der Fall! Je mehr du versuchst die Situation zu schlichten, das Gleichgewicht wieder herzustellen desto tiefer versinkst du in eine Falltüre! Es ist als wären alle Gemeinsamkeiten, die Liebe und Sicherheit die du verspürt hast, ausradiert .

Er arbeitet mit Abwertung und Idealisierung

Ich kann mich noch genau an die Zeit erinnern, wo ich in solch Situationen war. Mein damaliger Partner pickte ganz bewusst etwas aus meinem Leben heraus, worin ich immer schon etwas unsicher war. Es folgten blöde, verletzende Bemerkungen gefolgt von Beispielen die er kannte. Oder aber auch er ignorierte meine Fähigkeiten und das so lange, bis ich mir selbst unsicher war. Ich begann zu verkümmern.

Ein toxischer Mensch/Partner kann laut, ausfallend oder sehr ruhig und subtil kritisieren. Das Ergebnis ist immer das gleiche. Er verunsichert. Das ist sein Ziel. Wenn du mit solch einen Menschen zusammen bist, und solch Situationen immer wieder durchlebst, verfällst du in einen immensen nervlichen Stress. Der Zustand der emotionalen Not tritt ein. Das Schlimmste an der Sache ist du als Partnerin, kannst diese Vorhaltungen anfangs gar nicht nachvollziehen … denn DU hast auch nichts falsch gemacht! Und selbst wenn – die Relation Fehler und Vorwürfe, würden niemals passen!

Wie sind solche Männer?

  • charmant, reif und klug
  • passiv und fordernd
  • der Starke in der Beziehung
  • der der alles kann und natürlich besser weiß
  • ein notorischer Fremdgänger
  • ein Mann mit psychiatrischer Diagnose oder auch Arzt :-(

Nun, wie läuft das ganze Desaster ab?

Die Abstände der Anschuldigungen, des vorprogrammierten Streites, waren immer regelmässig. Sein inneres Chaos wurde regelmäßig an mich weitergegeben. Meine Meinung und die Meinung anderer Frauen decken sich auch, wenn ich sage: Die Unzufriedenheit mit sich selbst und das innerliche Chaos eines toxischen Partners  wird immer als das des anderen deklariert! Um danach, wenn ER es für angebracht und richtig hält, wieder aufzubauen. Gefolgt von einer Phase intensiver Nähe, des Gleichklangs und erfüllenden Sex. Für die Partnerin entsteht dadurch wieder das Gefühl „alles ist doch wundervoll und wieder OK“. Eine gute Beziehung. Bis das „Spiel“ wieder von vorne losgeht.

Toxische Männer handeln sehr genau und intuitiv

Diese Männer haben eine besonderes Gespür für sämtliche Bedürftigkeiten ihrer Partnerin! Ich war sehr angetan von dem regen Interesse das dieser Mann damals an mir hatte. Anders als die üblichen. Tiefgründiger, überdurchschnittlich aufmerksam und ein toller Zuhörer. Liebevoll und sowas von charmant! Der Grund dieser Aufmerksam ist aber nicht das übliche normale Interesse, sondern ein lückenloser Lebenslauf seiner Partnerin. Sein Anliegen ist die Kontrolle über die mögliche zukünftige Partnerin und folglich über die Beziehung zu bekommen!

Er präsentiert sich als perfekt und passend. Er kennt und stillt mit Präzision alle vorhandenen Bedürfnisse. Und das rasend schnell. Dieses „Wir Gefühl“ lässt daher nicht lange auf sich warten. Das Gefühl von angekommen sein stellt sich ein. Das Vertrauen ist sehr schnell aufgebaut und so wird dieser Mann, der Traummann, den Frau sich gewünscht hat plötzlich Wirklichkeit … Ich fühlte mich damals komplett beantwortet und deshalb ließ ich mich ziemlich schnell ganz auf diesen Mann ein.

Und genau ab da wenn sich ein toxischer Partner seiner Sache ganz sicher ist, beginnt er damit, seine neuen und anderen Seiten zu zeigen. Immer im ständigen Wechsel: Ganz toll … oder die Hölle auf Erden.

Die Frau ist immer verantwortlich für das Gelingen der Beziehung!

Egal was es ist. Ein falscher Satz, die falsche Fragestellung, eine nicht passende Bewegung … es gibt nie ein „Richtigsein“! Solche oder ähnliche Handlungen bringen solche Männer sofort dazu zu kritisieren und zu nörgeln. Die Partnerin klein zu machen und die Beziehung sofort wieder in Frage zu stellen. Er reitet so lange darauf herum bis du als Partnerin völlig erschöpft und mit riesiger Verlustangst in einen Schockzustand gerätst indem nichts mehr möglich ist, zu tun!

In einer längeren Beziehungszeit kann es passieren, dass Frauen oft keine Kraft mehr für ihre Freunde oder Familien haben, weil der toxische Partner sie total vereinnahmt. Ein weiteres optisches Merkmal: Du siehst übermüdet, unglücklich und krank aus. Wirst du als Paar in der Öffentlichkeit angesprochen, wird so ein Mann immer vorgeben dich in allen Belangen zu unterstützen. In Wahrheit nimmt er nur … viel zu viel, mehr als DU geben kannst und das ist immer noch zu wenig! Die zwischenzeitlichen exklusiven Momente der Zweisamkeit sollen dich nur weiter für eine kurze Zeit sedieren. Im Endeffekt ist es die Schuld der Partnerin ob die Beziehung glücklich oder unglücklich ist, so ist sein Denken. Emotionale Misshandlung vom Feinsten. :-( Diese Grausamkeit ist schwer zu verstehen und zu begreifen.

Doch wer sind die Partner von toxischen Männer

In der Regel sind es Frauen, die klug und emphatisch sind. Mit ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Anständig und mit ethischer Integrität. Stark genug sind, trotz eigener Verletzlichkeit, den anderen anzuhören. Diese Charakterzüge lassen es erstmal nicht zu, schwarz oder weiss zu denken und den Partner als soziopathisch einzustufen.

Ein toxischer Mann wird seiner Frau immer das vorwerfen, was er selber macht und droht ihr zusätzlich mit Trennung, für etwas das er selber gemacht hat. Er macht sie für alles verantwortlich. Es folgen Schmerz, und Entwürdigung. Ihm geht es dabei um die Aufmerksamkeit die er bekommt, wenn er verletzt. Er will schlichtweg die eigenen miserablen und wertlosen Inhalte in seinem Leben bei der Person abladen von der er seine Lebensquelle, die Aufmerksamkeit, die Zeit und Ressourcen bekommt. Inklusive Treuebeweise, hingebungsvollen Sex und Loyalität. Ein Nimmersatt der nicht mal daran ersticken könnte, weil es nie zu viel ist!

Was habe ich daraus gelernt

Ich weiß heute, dass sich toxische narzisstische Menschen an jedem Menschen bedienen der ihnen in die Arme fällt. Es hat eine Weile gedauert, aber ich war froh daraus gelernt zu haben. Ich bin vorsichtiger geworden, was die Männerwahl betrifft! Sie zeichnen sich durch eine hohe Schmerzfreiheit und Stresstoleranz aus. Rote Linien werden einfach überrollt ohne dabei ein schlechtes Gewissen dabei zu bekommen! Während der gesunde Teil der Beziehung immer kränker wird, wird der giftige Teil immer größer und stärker. Irgendwann kommt dann der Punkt an dem der zu Beginn gesunde Partner merkt, dass er ganz grausam daran kaputt gehen wird, wenn er es sich nicht schafft, sich  aus dieser Beziehung zu lösen …

Es ist immer hilfreich sich über den Charakter des anderen bewusst zu werden. Das sind die besten Vorraussetzungen um in die Handlung zu kommen wenn es soweit ist. Toxische Menschen fürchten nichts mehr als durchschaut zu werden. Sie sehen nicht die Not des anderen, aber fürchten sich vor negativen Auswirkungen für sich selbst! So bleibt also nur noch meine Empfehlung: „Nichts wie weg“. Einfach? Nein … aber notwendig um „Frau“ sein wieder zu erlernen und danach zu erfahren, dass es auch andere Männer gibt! <3

Nachsatz
In diesem Beitrag gibt es eine klare Rollenverteilung. Das soll aber keinesfalls heißen, dass es nicht auch Frauen gibt die narzisstisch und toxisch veranlagt sind. Persönlich habe ich aber nur diese Erfahrung gemacht und auch nur mit Frauen gesprochen die in einer narzisstischen Beziehung gelebt haben. Und da meine Leser zu 99,9% Frauen sind, fand ich es auch passend in der Form zu schreiben.

Dazu möchte ich heute nicht mehr viel hinzufügen und Punkt, Punkt sein lassen. Falls DU deine Erfahrungen mitteilen möchtest, deine Gedanken dazu aber am Blog nicht teilen willst, bist du herzlich in die FrauenPunk Gruppe bei Facebook eingeladen, da sind wir Frauen unter uns und ungestört … ohne Zaungäste. >zwinker<

Alles Liebe und schau gut auf Dich!