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Wenn Menschen eine andere Person mit Worten demütigen, bloßstellen, sich über diesen Menschen lächerlich machen und mit Worten demütigen … dann spricht man von verbaler Gewalt. Oder so wie ich es sehe und auch nenne – dieser Mensch benutzt seine Sprache und Ausdrucksform um andere damit zu misshandeln. 

Warum schreibe ich heute darüber?

Es ist einfach ein präsentes Thema. Das war es auch schon immer, nur wurde es meist hinter vorgehaltener Hand diskutiert. Stattgefunden haben solche „Misshandlungen“ meistens hinter verschlossenen Türen. Ging man raus, … war alles wunderbar normal.

Was mich immer mehr schockiert ist, heute ist man nicht mehr so peinlich berührt, wenn man Menschen, Paare, Eltern mit Kindern oder auch fremde Menschen dabei zuhören, wie sie miteinander umgehen! Es scheint normal geworden zu sein. Wenn ich Zeugin solcher Kommunikation werde, macht sich als Erstes mein „Fremdschämen“ bemerkbar, gefolgt von unfassbarer Traurigkeit. Hier ein zynischer Spruch, da ein böses Wort. Menschen, die sich nicht mal wirklich kennen, haben keine Hemmungen mit Worten zu verletzen!

Viele Frauen leiden in ihren Beziehungen darunter

„Du bist einfach zu blöd, um zu kapieren, was ich sagen will!“ oder „Kannst du einmal was richtig machen …?“
Es sind die harmlosesten Sätze, die ich hier verwendet habe, aber laute Worte begleitet von bösen abwertenden Blicken und Ignoranz, sind das, was ich in einer meiner Beziehungen, aber auch in der Kindheit gehört habe. „Natürlich“ hinter verschlossenen Türen.

Wenn es sich um den eigenen Partner handelt, sind diese Momente und Situationen besonders schmerzhaft. Gerade Frauen werden in Beziehungen Opfer sprachlicher Misshandlungen. Meist wird das Ganze durch ein passiv-aggressives Verhalten begleitet. Für viele mag das harmlos wirken, aber für Betroffene ist es alles andere als das!

Sprachliche Grausamkeit richtet emotional großen Schaden an

Verbale Verletzungen dieser Art finden wir überall:

  • Im Beruf unter den Kollegen.
  • Zwischen Eltern und Kindern
  • Leider auch in der Pflege!
  • Und natürlich in der Beziehung.

Als es mich selbst betraf, speziell in der Phase, in der ich in einer ungesunden Beziehung mit einem Narzissten stand, fragte ich mich oft, ob ich nicht zu empfindlich reagiere – schließlich gibt es in jeder Beziehung Konflikte! Es tat ihm ja auch hinterher immer leid und wir versöhnten uns wieder. Also kein Problem … dachte ich! Sehr schnell wurde mir aber klar das all diese verbalen Verletzungen zu seinem „Spiel“ gehörten!

Zum Problem wird es generell, wenn all das zum Normalzustand wird. Kein Tag ohne Beleidigungen. Kritik an Aussehen, das Arbeiten an sich und die Art wie wir denken. Das endlose Vorhalten geschehener Fehler, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens mal macht, und die Demütigungen vor anderen! Wenn das so ist, ist das der Beweis sprachlicher „Misshandlungen“.

Wenn ein Mensch den Partner, Elternteil oder im Beruf andere Menschen, ganz bewusst mit Worten erniedrigt, verletzt und klein macht, wäre es an der Zeit die Leinen zu cutten. In meinen Gesprächen mit betroffene Frauen, höre ich immer wieder, dass der Lebenspartner in der Öffentlichkeit völlig normal, offen und kommunikativ charmant auftrat. Kein Mensch hielt es für möglich, was sich in den eigenen viel Wänden abspielte!

Das macht es besonders schwer sich jemanden anzuvertrauen

Ich selbst hatte immer die Angst, dass mir niemand glauben wird, würde ich mich jemandem anvertrauen. Männer oder Menschen allgemein, die solch ein Verhalten in sich tragen, verharmlosen im Allgemeinen ihre verbalen Verletzungen! Aussagen wie: „Hey, das hast du total falsch aufgefasst, dass hab´ ich doch nicht so gemeint … du machst aus allem einen Elefanten u.s.w. …“

Oftmals ist dann auch für kurze Zeit Pause. Bis zur nächsten Beschimpfung und Demütigung. Ich habe es als reinsten Psychoterror erlebt, der mich ganz klein gemacht hat. Die ständige Angst vor dem was als Nächstes kommen wird!

Die Frage: Warum tut man das?

Wenn der Partner sich so verhält, tut er das meistens, um sich selbst aufzuwerten. Es gibt aber auch noch eine andere Form von psychischer Gewalt. Das habe ich nicht nur in einer Beziehung, sondern auch in der Kindheit erfahren. Man hat etwas getan, was dem Partner oder den Eltern nicht gefallen hat und die Strafe dafür ist absolutes Schweigen! Die Kommunikation wird einfach verweigert. Damit ist keine konstruktive Kommunikation mehr möglich.

Ich könnte auch sagen: Partner oder Eltern lassen einen am ausgestreckten Arm „verhungern“.

Aber zu meiner Frage zurück: warum verhalten sich Menschen so, die wir lieben?

Ich habe mich viele Jahre damit auseinandergesetzt. Ich habe sehr viel darüber gelesen, mit anderen Betroffenen gesprochen und diese Frage auch an kompetente Psychologen gestellt. Mit uns selbst, hat es in den wenigsten Fällen zu tun. Uns trifft keine Schuld.

Bei diesen Menschen steckt ein schwaches Selbstwertgefühl dahinter. Oft waren diese Menschen auch selbst Opfer von verbalem „Missbrauch“. Sie haben nie gelernt Konflikte auf normale Art auszutragen.

Psychischer Missbrauch zerstört das Selbstwert- und Bewusstsein Schritt für Schritt

Wenn du unter verbalem Missbrauch leidest, fühlst du dich abgeschnitten von deinen Gefühlen. Dein Partner ersetzt dein Selbstbild durch sein negatives Fremdbild. Das bedeutet irgendwann glauben wir all das, was uns vorgeworfen wird. Wir beginnen an unseren Fähigkeiten zu zweifeln. Wir fühlen uns klein und wertlos. Das Resultat ist Rückzug.

Öffentlich wird dieses Thema selten diskutiert und dieses Thema wird leider immer noch unterschätzt, auch wenn es langsam besser wird! Wichtig ist es dieses gesellschaftliche Tabu zu durchbrechen! Sprich darüber, teile Deine Erfahrungen!

Und ganz wichtig ist es sich zu sagen: Es ist nicht unsere Schuld! Kein Mensch hat das Recht, seine Wut und Frustration an uns auszulassen! In einer zwischenmenschlichen Beziehung sollte Mann und Frau sich liebevoll begegnen. <3
Alles andere ist KEINE Beziehung.

Ich habe mich lange Zeit dafür geschämt, was passiert ist. Ich habe nach Ausreden gesucht und habe diese Menschen auch noch in Schutz genommen. Ein Fehler, den ich bis heute bereue. Schämen sollten sich die Menschen, die mit Worten verletzten, demütigen und Seelen brechen.

Mein Fazit:

Niemand muss in einer unglücklichen Beziehung bleiben. In einer Beziehung in der Worte wie Giftpfeile benutzt werden.
Kein Mensch muss sich verbaler Gewalt hingeben.

Vielleicht kann mein Artikel dazu beigetragen, die Augen nicht mehr zu verschließen, sondern weit zu öffnen.

Ich wünsche Dir nichts von all dem. Pass gut auf Dich auf.

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Eine langjährige Freundschaft zu beenden ist kein einfaches Vorhaben. Trotzdem ist es manchmal notwendig, wenn nicht sogar nötig. Wenn Wege sich trennen und Freundschaften zerbrechen ist das immer ein gravierender Einschnitt unseres Lebens. Gründe dafür gibt es wie Sand am Meer. Was wir aber zumindest tun sollten, ist jede Menge Erfahrung daraus mitnehmen.

Ich glaube jede Frau weiß, dass eine wirklich gute Freundschaft noch viel intensiver sein kann als eine brennende Liebesbeziehung. ›lach‹. Doch weshalb scheitern dennoch viele Freundschaften? Gibt es auch bei Freundschaften eine Art „auseinanderleben“? JA, der Meinung bin ich absolut. Und dieser Satz trifft nicht nur in partnerschaftlichen Beziehungen zu. Das Zustandekommen einer Freundschaft ist ein psychosozialer Prozess. Das bedeutet je enger eine Freundschaft, umso mehr Gemeinsamkeiten.

Manche Freundschaft bleibt bestehen, manche verlaufen sich

Ich bin ja hierfür richtig geschaffen, um darüber zu schreiben. Mein Leben war nie gepflastert mit vielen Freundschaften! Und damit meine ich echte, richtige Freundschaft! Noch zur Schul-  oder Ausbildungszeit verspricht man sich, immer regelmäßig voneinander zu hören. Das pflegte ich mit meiner Freundin auch sehr lange. Wir gingen gemeinsam zur Schule, wir absolvierten dieselbe Lehre und arbeiteten am selben Arbeitsplatz.

Die Hochzeit, die Kinder und sogar unsere Partner waren mehr als gute Freunde! Eine „Rarität“ eigentlich und eine wunderschöne Zeit obendrein! Die Zeit brachte es mit sich, dass wir uns veränderten. Unsere Vorstellung von der Zukunft, die Lebenseinstellung generell. Man reflektierte unterschiedlich und stellten auf einmal fest, dass wir uns voneinander entfernten.

Wir verändern uns

Je älter wir werden, umso mehr dünnen wir unsere Freundschaften aus. Unsere Ansprüche, die wir in einer Freundschaft erwarten, werden höher. Wahrscheinlich hast Du es ja selbst schon erlebt, die Freundin von damals, war nach der Ausbildung oder Studienzeit plötzlich eine ganz andere. Und nicht nur die anderen, sondern auch WIR haben uns verändert. Was viele Jahre super toll funktioniert hat, passt plötzlich nicht mehr.

Außerdem hat die aktuelle Lebenssituation, Lebensphase einen sehr großen Einfluss. Beispielweise hat sich mein Leben um 180 Grad verändert, während einige meiner ehemaligen Freunde sehr bemüht sind, ja alles so zu belassen wie es war und ist. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, aber ist man so wie ich, immer auf der Suche nach „weiterkommen“ und Veränderung, passt das eben ganz schlecht zusammen!

Wir Menschen sind verschieden, jeder darf seine eigenen Weltansichten und Lebenseinstellungen verfolgen und diese auch vertreten. Doch oft stellen wir nach einigen Jahren fest, dass dieser eine Mensch an unserer Seite, den wir lange als unseren Freund gesehen haben, mit uns nichts mehr gleich hat.

In meinem Leben gab es auch solche Menschen, die mir sehr nahe gestanden sind und von denen ich angenommen habe, dass sie auch in den ungemütlichen Phasen an meiner Seite bleiben würden. Menschen, die ihre Freude daran hatten, wenn es mir schlecht ging und mir das kleine Glück nicht gönnen konnten.

Wann ist es besser eine Freundschaft zu lösen?

Sich mit der Freundin nur zu treffen um sein „Pflichtgefühl“ zu beruhigen, ist schon mal ein wesentlicher Faktor. Dieses Gefühl kenne ich selbst ganz gut. Wenn eine Begegnung zur belanglosen Plauderei wird und wir mit diesen Menschen nichts mehr anfangen können. Wenn wir das Gefühl haben, nicht mehr man selbst sein zu können. Unsere Meinung nicht mehr sagen dürfen, um unser Gegenüber ja nicht vor den Kopf zu stoßen!

Das gegenseitige Interesse ist fort. Das Bedürfnis sich auszutauschen und aktuelle Geschehnisse aus unserem Leben zu teilen rückt immer weiter fort. Es ist uns im Laufe der Zeit schlicht weg unwichtig geworden! Zwar fragen wir aus Höflichkeit nach, wie es denn im Leben so läuft, wie das Wochenende war, ob im Job alles im grünen Bereich ist und wo es in den Ferien diesmal hingeht … blabla eben. In  Wahrheit sind wir nicht mehr interessiert am Leben des anderen.

Manchmal geht es dem anderen ganz ähnlich

Sie empfindet das gleiche Gefühl wie wir. Die Distanz wird größer. Und oft erledigen sich diese Freundschaften von ganz alleine. Sie sterben ab.

Anders sieht es aus, wenn sich unser Gegenüber, gar nicht bewusst ist, dass die Freundschaft als belastend empfunden wird! Dann ist es notwendig, Klarheit in das Verhältnis zu bringen. Und das ist kein einfaches Tun. Trotzdem sind wir es der anderen Person schuldig zu erklären, weshalb wir der Meinung sind, die Freundschaft besser ruhen zu lassen.

Ich zähle mich dabei zu den ganz direkten Frauen. Ein „hör mal, ich habe das Gefühl, wir reden aneinander vorbei, und ich kann mich mit dir nicht mehr auf Augenhöhe unterhalten …“, klingt zwar hart, ist aber sehr ehrlich. Ich finde es ist wichtig, sich in einem solchen Gespräch treu zu bleiben. Gut möglich, dass der andere geschockt ist, aus den Wolken fällt und uns die Schuld an dem zerronnenen Verhältnis gibt.

Aber ich bin mir ganz sicher keiner beschließt aus Spaß eine Freundschaft beenden. Wer einen solchen Schritt vorhat, der hat sich sehr lange mit sich selbst beschäftigt und damit gerungen, diesen Schritt zu gehen.

Wir sollten glücklich sein …

Glücklich sein bedeutet, wenn wir bestimmte Beziehungen und Freundschaften hinter uns lassen, wenn keine Weiterentwicklung mehr stattfindet und das Meiste nur noch als „Pflicht“ empfunden wird, ist es an der Zeit, auch Freundschaften loszulassen.

Trotz allem: Ich möchte hier niemanden animieren seine Freundschaft zu lösen. Schließlich entstehen Freundschaften nicht über Nacht oder wachsen auf den Bäumen! Wegen Streitigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten eine Freundschaft zu beenden, davon ist hier NICHT die Rede! Denn diese gehören nun mal dazu.

Aber wenn Du feststellst, dass Dich die Freundschaft nicht mehr zufriedenstellt, Du Dich auf eine andere Art weiterentwickelt hast, und  diese Entwicklung bei Deinem Gegenüber einfach nicht ankommen will, dann solltest Du Dich daraus lösen, damit Du Deine Kraft und Energie in die Dinge stecken kannst, die Dich erfüllen und wachsen lassen. <3

Eine Freundschaft zu beenden ist schmerzhaft, eine Freundschaft fortzuführen die zu Ende ist, aber noch schmerzhafter.

Ein Herz-Beitrag … auch für mich.

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Wenn wir dieses Wort Midlife-Crisis aufschnappen, wird das in erster Linie mit Männern assoziiert, dabei ist es auch ein Thema das Frauen betrifft. Bei uns Frauen findet im Alter zwischen 40 und 60 ein großer Umbruch durch die Wechseljahre statt. Dieser ist manchmal der Auslöser für die berühmte Midlife-Crisis. Eine hormonelle Veränderung trifft zwar auch die Männer, aber wir Frauen bekommen es intensiver zu spüren.

Ich hätte mir ja niemals gedacht, dass ich mal über die Midlife-Crisis schreibe. Ein heißes Thema im wahrsten Sinne des Wortes. ›lach‹ Aber irgendwie ist aus meinen Beobachtungen ein Mitteilungsbedürfnis entstanden. Ich kenne so einige Männer, die in dieser Lebensphase stecken, wenn nicht sogar stecken geblieben sind! Meistens wird es bei den Männern peinlich, wenn sie meinen, sich noch mal so richtig beweisen zu müssen. Sie nehmen sich zwanzig Jahre jüngere Frauen, färben sich ihren „Silberpelz“, kaufen sich ne Harley und trainieren bis zum „Beinahe-Herzinfarkt“! Kenn ich alles doppelt.

Wahrscheinlich gibt es so ähnliche Dinge auch bei Frauen, aber der Großteil leidet an den körperlichen „Neuigkeiten“. Doch über die körperlichen Veränderungen möchte ich gar nicht schreiben. Kann ich auch nicht wirklich, da dieser Kelch noch nicht an mir angekommen ist, obwohl ich Mitte fünfzig bin? Na ja vielleicht bleibe ich verschont … Ich möchte mehr über Bilanzen und Bedürfnisse schreiben, da kenn ich mich aus.

Der Wertewandel kommt mit den Jahren

So manche Frau muss feststellen, dass sie in ihrer ersten Lebenshälfte ganz schön fremdbestimmt funktioniert hat! Sie hat ihre Bedürfnisse kaum beachtet. Einige richten sich immer noch nach den Vorstellungen ihrer Eltern. Sie haben sich nie die Frage gestellt, ob dieser Weg auch ihr eigener ist. Andere wieder haben sich den gesellschaftlichen Normen unterworfen ohne zu prüfen, ob sie mit ihren Werten und Bedürfnissen übereinstimmen.

Gegen vierzig bemerken manche Frauen, dass sie einfach nicht mehr so „pflegeleicht“ sind, als vor zehn Jahren. Sie lassen sich nicht mehr alles gefallen und ein NEIN, kommt schneller über die Lippen als früher. Die so typische weibliche Seite, die normal immer versucht es allen recht zu machen und sich anzupassen verblasst. Auf einmal gelingt es, sich besser zu behaupten. Widerworte werden öfter hörbar.

Manchen wird auch bewusst, dass sie endlich sind und nicht ewig leben werden. Dieser Punkt ist mir sehr vertraut geworden. Habe ich mich bislang nicht mit dem Gedanken herumgeschlagen, hat mir die Gewissheit irgendwann doch zu sterben, eine ganz andere Sichtweise auf das Leben geschenkt. Meine Pläne und Ziele werden nun unter diesen Gesichtspunkt betrachtet. Hatte ich bislang alle Zeit der Welt, wird nun sortiert und entrümpelt. Ich fange an mich zu fragen, was ist mir wirklich wichtig? Soll ich meine Zeit wirklich damit verblasen, Dinge zu tun, die ich nicht mag? Meine Antwort dazu lautet immer öfter: „Nein, dazu ist mir meine Zeit viel zu kostbar.“

Entdecken was wirklich zählt …

Konkret könnte das auch bedeuten: Soll ich wirklich in einem Beruf weitermachen, weil ich ihn schon seit zig Jahren mache aber er mich noch nie zufrieden gestellt hat? Soll ich mit einem Partner weiterhin leben, der mir nicht guttut? Muss ich es meinen Eltern ständig recht machen? Muss ich mir von Kollegen alles gefallen lassen? Und noch vieles mehr. Die Lebensmitte ist doch der Höhepunkt unseres Daseins? Es findet eine Veränderung und ein Wechsel statt. Und, ich spreche da auch wirklich von mir. Wir fangen an, vieles zu lassen, was uns unwichtig erscheint und uns überrollt. Entdecken was tatsächlich zählt im Leben, heißt der Satz schlecht hin in diesem Lebensabschnitt.

Dass wir in unserer Lebensmitte angekommen sind, richtet sich nicht immer zwangsläufig nach dem Alter. Ich habe eine Bekannte, die mit knapp über dreißig im körperlichen Wechsel steckte. Die körperlichen Symptome  sind ja breit gefächert. Viele Frauen stellen aber auch fest, dass sie sich charakterlich verändern. Dinge, die sie bisher gerne getan haben, erscheinen nun unwichtig. Für bestimmte Verpflichtungen wird plötzlich nicht mehr so viel Disziplin aufgebracht. Hobbys und Interessen können sich verändern. (Leute – ICH stricke wie blöd … ›lach‹) und ehrlich gesagt, hat der geliebte Einkaufsmarathon schon lange seinen Reiz verloren! Es kommt mir oberflächlich vor und dient doch nur einer Scheinbefriedigung. Immer die neuesten Klamotten zu haben wird genauso unwichtig.

Man hört auf sich über Bikinis und die dazu notwendige Figur Gedanken zu machen. Man bleibt bei den fünf Kilo zu viel Hüftgold, was solls. Da kündigt sich doch tatsächlich an, um was es geht! Innere Werte lösen die Bedeutung von Äußerlichkeiten ab. Ich kenne Karriere-Frauen, die auf einmal still stehen und sich fragen, ob das jetzt alles gewesen sein soll. Gibt mir mein Erfolg mir Lebenssinn und Lebensfreude? Diese Frauen wünschen sich auf einmal doch eine Familie, eine Partnerschaft.

Andere wieder, die ihren Lebenssinn in und bei der Familie gesehen haben, bekommen plötzlich ein großes Leeregefühl zu spüren. Die Kinder sind aus dem Haus, die Beziehung läuft aber nur nebenher. Sie bekommen Lust sich neu zu erfinden und zu verändern.

Und dann gibt es auch Frauen, die sich über ihr Aussehen definieren, sie schieben die erste Falten-Panik. Kein Wunder, es gilt ja stets jung und makellos zu sein. Sie flüchten ins Gym, gehen laufen und planen ihre erste Schönheitsoperation. Viele verfallen in einen regelrechten Jugendwahn. Die Röcke werden kürzer, die Hosen enger und die Blusen schenken mehr Einblick. Kluge Frauen merken aber relativ schnell, dass ein solcher Aktionismus in dieser Situation nix hilft!

Wir wachsen und reifen

Während es in unserer ersten Lebenshälfte darum geht, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden, geht es in der zweiten Lebenshälfte darum, innen und außen eine Übereinstimmung zu finden. Nun ist das Besinnen auf das Wesentliche angesagt. Wir gehen der Sonne zu, und dieser Gang ist ein wunderbarer! Diesen Satz sagte eine tolle Frau, die weit über ihre „Mitte“ gegangen war. Viele Frauen machen in dieser Phase eine gewaltige Wandlung mit. Plötzlich wird aus einer unscheinbaren Frau ein wunderschöner Schwan. Sie fangen endlich an aus ihrem Leben das zu machen, was in ihrer ersten Lebenshälfte nicht zu machen war.

Sie machen sich unabhängig. Steigen aus dem Beruf aus oder ein. Sie treten kürzer oder geben jetzt erst richtig Gas. Suchen nochmal nach der großen Liebe oder ziehen es vor, alleine zu bleiben. Sie wachsen und reifen! Egal was es ist, … Hauptsache es tut der Seele gut.

Ich glaube, es ist auch die passende Zeit, sein Tempo zu drosseln. Wir rasen nicht mehr wie verrückt von Termin zu Termin. Getrieben von Uhr und Erinnerungs-Nachrichten. Wir haben ein anderes Verhältnis zur Zeit bekommen. Ich entdecke jetzt erst wie gut und wichtig es ist, gewisse Phasen alleine und ohne Ablenkung zu verbringen. Ich kenne ein paar Frauen, die zum ersten Mal in ihrem Leben alleine leben. Sie stellen fest, welche Qualitäten das haben kann. ›lach‹ Ab jetzt nur noch eine Partnerschaft in getrennten Wohnungen … die klassische Frauenrolle wird dadurch bewusst verweigert. Warum auch nicht?

In jeder Krise steckt eine Chance

In dieser Zeit hinterfragen Frauen persönliche Grundverträge und alte Muster samt Werte. Sie lassen los! Verstaubte Werte haben die Chance sich zu entfalten. Falsche Vorstellungen vom Leben werden abgelegt. Es ist eine Zeit, die uns Frauen das Selbstbewusstsein stärkt. Und eines weiß ich ganz bestimmt: alle Frauen, aber auch Männer, die sich einer Veränderung in der Mitte ihres Lebens stellen statt zu verdrängen, werden als tolle Persönlichkeit gestärkt und kraftvoll hervorsteigen! Also, ich finde das richtig geil! :-)

Ich wünsche Dir einen traumhaften Gang zur Sonne!

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Bevor Du loslegst erzähle ich Dir etwas. Ich bin Sandra. Habe die goldene Mitte meines Lebens schon überschritten und fühl mich bis auf ein paar Kleinigkeiten richtig gut. Ich bin keinesfalls traurig darüber zu den „reifen“ Früchtchen zu gehören, weil ich erst jetzt begonnen habe, das Leben zu spüren und auch genießen zu können. Mein Job und meine geglaubte Berufung, ist Vergangenheit. Ich habe mich entschieden, auf andere Berge zu kraxeln. Mein Leben nicht mehr fremd bestimmen zu lassen! Ich habe mich in eine zweite Wahlheimat verliebt, wo mir das Arbeiten Spaß macht und ich jeden Tag neue Inspirationen bekomme. Wo meine Gesundheit Purzelbäume schlagen kann und ich mich richtig wohlfühle. Aber das ist ja den meisten schon bekannt. ›lach‹

Veränderung bringt Erzählungen

Seit diesem Break in meinem Leben, das für viele wahrscheinlich nichts Besonderes ist, habe ich wieder neue Themen, neuen Gesprächsstoff und neue Geschichten … im Gegensatz zu früher! Ich weiß, dass wir die meiste Zeit unseres Lebens am Arbeitsplatz verbringen. Da „erleben“ wir das Meiste. Ob es allerdings immer ein Erlebnis ist, bezweifle ich. ›zwinker‹

Was haben wir zu erzählen? Wir berichten unseren Freunden, der Familie unseren Partner davon. Es geht um Ärgernisse, Stress und Missverständnisse. Zusätzlich werden noch ein paar Tagesgeschehnisse zerlegt und wenn das auch erledigt ist, bleibt immer noch, sich über unangenehme Menschen auszutauschen … der Klassiker eben. Hab ich recht. Ja habe ich. Ich war nicht anders.

Und wo sind die interessanten Themen des Lebens?

Was ich damit meine denkst Du jetzt? Ich meine damit Deine Träume und Sehnsüchte, von denen ich letzte Woche schon mal kurz geschrieben habe. Aber auch Deine Ängste? Sie gehören genauso zu Deinem Leben. Deine Motivation? Dein Feuer? Deine Stärken und Schwächen? Dein „Oje“ und Dein „Hurra“? Genau DAS meine ich.

All diese Dinge sind bei mir in dem hektischen Alltagswahnsinn einfach untergegangen. Verschluckt worden und verloren gegangen. Ich hatte weder Lust noch Zeit gehabt, mich den wichtigen Dingen meines Lebens zuzuwenden. In mich hineinhören, was mich eben ausmacht. Feststellen was mich antreibt und mir Gänsehaut bereitet!

Ja es stimmt, es ist ein sehr bequemer und flacher Weg, dieses „Verdrängen“, nicht? Ist es nicht so, irgendwann gibt es nichts mehr zu erzählen. Es ist ausgelutscht. Immer dasselbe Blabla. Langweilig. Nichts von Bedeutung.

Es geht nicht um die Reise …, sondern um den Aufbruch!

Nämlich den Aufbruch zu uns selbst. Um „sich trauen“ etwas anders zu machen! Neuer Lebensabschnitt – verstehst Du? Veränderungen bringen gleichzeitig auch immer neuen Gesprächsstoff mit sich. Ich habe nun endlich wieder viel zu erzählen. Erzählungen, die tiefer gehen als früher und darüber möchten viele mit mir plaudern.

Manchmal kann ich es selber gar nicht glauben, wie viele tief greifende Gespräche ich in diesem Jahr geführt habe! ›freu‹. Wie viele interessante Frauen in mein Leben auch dadurch getreten sind.

Welche Frauen das sind?

  • Frauen, die genauso unter Ihren Ängsten leiden oder gelitten haben wie ich.
  • Frauen, die unsere Leistungsgesellschaft hinterfragen und sich gedanklich schon auf einen anderen Weg begeben.
  • Frauen, die Ihre Partnerschaft oder Ehe genauer unter die Lupe nehmen, Ihren Bedürfnissen auf der Spur sind
  • Frauen, die manchmal „unbequem“ werden.
  • Frauen, die laut und frech sind und Ihr Ding einfach durchziehen, auch wenn sie viele Pausen benötigen.
  • Frauen, die sich um die Meinung anderer nicht mehr scheren!

Ich kann es ja gar nicht oft genug sagen, wie gerne ich mich mit solchen Frauen unterhalte. :-)
Aus diesen Gesprächen lerne ich selber immer wieder dazu und ziehe jede Menge Kraft.

So viele Frauen haben etwas zu erzählen

Faszinierend wie viele Kommentare und Mails ich hier entgegennehmen darf und ankommen. :D Das Vertrauen ist gelegt und das freut mich wirklich und macht mich sofort dankbar! Offenheit zieht Offenheit an und daraus entstehen wunderbare Gespräche und Erzählungen.

Wenn wir uns also ständig mit denselben Dingen beschäftigen, mit den gleichen Menschen umgeben, nichts wagen und Neues versuchen, werden wir ein Leben lang von den gleichen Dingen erzählen. Von unserer Unzufriedenheit und der Oberflächlichkeit der Menschen. Belanglose langweilige Sachen, die in Wirklichkeit niemanden interessieren aber fantastisch zur „Masse“ passen! Aber ehrlich jetzt. Bist und willst Du das denn? Stell Dir doch mal diese Frage. ›zwinker‹

Ich habe die Erfahrung machen dürfen – Offenheit ist NICHT etwas was Du „machen“ kannst, sondern etwas, was DU erlaubst! Und wie gesagt … nicht die Reise, sondern Dein Aufbruch zählt!

Ja und nun? Nun bist Du an der Reihe um mir Deine Geschichte zu erzählen. Erzählungen von Frau zu Frau … gibt es etwas Schöneres? Ich wünsche Dir eine aufregende Zeit und inspirierende Gesprächspartner. Pass gut auf Dich auf, bis ganz bald.

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Deine, meine, unsere Zeit?

Was ist wichtig und was können wir vertagen oder ganz aus unserem Zeitplan streichen?

Vielleicht ist es nämlich gerade Deine Zeit, Dich auf Dein eigenes Glück zu konzentrieren?

Vielleicht ist gerade die Zeit gekommen, um mit negativen Leuten abzubrechen, … sie haben es wirklich nicht verdient einen Platz in Deinem und meinem Leben zu besetzen!

Vielleicht ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, egoistisch zu sein was die LIEBE betrifft?

Nimm Dir diese Liebe und schenke sie Dir selbst …, solange bis Du jemanden begegnest, bei dem Du Dich völlig fallen lassen darfst!

Konzentrieren wir uns auf UNSER Glück und UNSER Lächeln <3

Vielleicht ist es gerade der richtige Zeitpunkt, sich mit Deinem Wachstum zu beschäftigen, als weiter all Deine so wertvolle Energie in unwichtige Dinge zu investieren? Es könnte doch durchaus möglich sein? Betrachten wir unser Leben doch mal von hoch oben … was rührt sich bei diesem Anblick von uns selbst?

Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.

Eine erfüllte Zeit, die wünsche ich Dir.
Sentire la vita.

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Zweifel und andauerndes Grübeln. Permanentes kleiner machen als wir sind und nicht die beste Meinung von uns selbst zu haben … Angst vor den verschiedensten Entscheidungen. Wer von uns kennt sie nicht diese Selbstzweifel! So geht es vielen Frauen da draußen und so ging es auch mir. Unsere Zweifel sind oft viel zu groß und unser Mut lässt zu wünschen übrig. Ich frage DICH: Wo ist die Löwin in uns? In diesem Artikel möchte ich inspirieren und Mut in die Menge streuen … weil Zweifel kein Mensch braucht!

Jeden Morgen die selben Gedanken: Schaffe ich das? Bin ich dieser Herausforderung gewachsen und erfülle ich die Erwartungen? Bin ich „gut“ genug … „schön“ genug … „belastbar“ genug? Was wenn ich das nicht auf die Reihe bekomme. Was wenn mir ein neues, anderes Leben gar nicht gefallen sollte?

So in etwa begann mein Morgen. So waren Tag für Tag meine Gedanken. Über viele Jahre hindurch. Katastrophal wenn ich darüber nachdenke. Unser Kopf ist sehr oft voll davon. Zweifel sind nicht immer schlecht, aber sie hindern uns daran, die Beine in die Hand zu nehmen und endlich loszulaufen! Zweifel hindern uns etwas zu verändern! Und vor lauter Nachdenken, bleibt letztendlich alles so wie es ist und war. Die Zweifel sind größer als unser Mut. Wir bleiben am fetten Sofa hängen … wir träumen vom „offenen Meer“ ohne jemals die Aussicht auf neue Ufer zu genießen … glücklich macht das sicher nicht!

Wir gehen zu freizügig mit unserer Lebenszeit um

Das ist mein voller Ernst. Wir verhalten uns manchmal so, als würden wir noch ein zweites Leben in Reserve haben! Als hätten wir noch Unmengen an Zeit, unser Glück auf später verschieben zu können. Es gibt aber kein später … später ist das neue NIE. Unser Leben findet jetzt statt … JETZTjetzt in diesem Moment. Wenn wir nichts verändern, wird sich auch nichts ändern, dass ist nun mal so. Es gibt niemanden der die Veränderung für uns in die Hand nimmt … das wär ja noch das Schönste! :-) Für diese Gedanken entschied ich mich vor ein paar Jahren. Das Glück ist immer greifbar, man muss es nur an der Hand nehmen und kleine Schritte in eine andere Richtung wagen. :-)

Natürlich war es nicht so, dass ich meine Zweifel so einfach zur Seite schieben konnte. Sie waren da, aber sie hatten nicht mehr die Kraft von vorher. Das jahrelange Abwägen von Pro und Kontra, dass hin und her wälzen aller Gedanken und Ängste, hatten mich weder in meinem beruflichen noch in meinem privaten Entscheidungen weiter gebracht. Ganz im Gegenteil. In meiner freien Zeit schrieb ich sogar Listen … was ich tun sollte und wollte, mich aber nie traute. Ich war einfach feige, mir fehlte der Mut und es gab zu viele Menschen, die mich in meinem Tun behinderten.

Das Leben lenkt auch manchmal

Das Leben baut manchmal eine Kurve ein. Es zwingt Dich Dinge anders zu machen … anders zu denken. Bei mir war es meine Gesundheit, meine nie funktionierenden Beziehungen und der Tag an dem ich begann, mir eine Auszeit zu nehmen um nachzudenken … und mir ohne Zweifel über vieles klar zu werden.

In uns Frauen steckt eine Löwin: „Erhebe Dich und verändere Dein Leben mit neuer Leidenschaft UND ohne Zweifel!“

Die Welt braucht uns Frauen. Frauen, die sich trauen. Frauen, die inspirieren. MUTMACHERINNEN, die vom Zweifeln ins TUN gekommen sind. Das waren so meine Vorbilder und ich hatte echt das Glück vor einigen Jahren in genau dieses Umfeld zu kommen. Schicksal? Gut möglich. Diese Löwin muss nur in uns geweckt werden. Langsam wurde alles anders, alle Antworten tragen wir in uns selbst. Langsam erkannte ich, dass es nicht darum geht auf kreative Ideen, bestimmte Fähigkeiten, auf finanzielle Mittel oder den richtigen Moment zu warten – NEIN sondern darum, wie und wo man sich selbst sieht! Wenn ich privat und beruflich glücklich und erfolgreich sein möchte, muss ich den Blick auch auf mich selbst richten UND verändern!

Eine Löwin ist stark, wild und schön

Ein tolles Geschöpf der Natur deshalb gefällt mir der Vergleich auch so „tierisch“ gut. >lach< Jeder weiß auch, dass der Löwe im Tierreich der König ist. Und die Frage stellt sich nicht wer die Königin ist? Was uns aber von den Männern unterscheidet ist genau das was die Welt braucht. Unsere weibliche Stärke. Wir müssen uns nicht verstellen, wir sollen nur wir selbst sein und zu unserer Weiblichkeit zurück finden.

Ich wurde in einem Seminar zu Beginn meines „Umdenkens“ gefragt welches Tier ich in mir sehen würde. Welches Tier beschreiben würde … eine Löwin war definitiv nicht dabei. >lach< Es war eher eine Maus … etwas Kleines und Stilles. :-) Königin never! Der Glaube an mich war (noch) nicht vorhanden.

Ich muss jeder Frau raten,  je mehr man sich damit beschäftigt wie wir sein möchten, welche Resourcen in uns stecken, umso mehr wird sich unser Blick öffnen. Ein neues Bild von uns wird entstehen. Und die unscheinbare, stille Maus wird zu einer Löwin werden. Also Brust heraus, Schultern zurück und der Gang aufrecht … weg mit den Zweifeln, den Gedanken … das sich „klein machen“.

Verstecke Deine Stärken nicht!

Ich kann mich noch gut an die Momente erinnern wenn ich auf meine offensichtliche Veränderung angesprochen wurde. Es war mir unangenehm und beinahe peinlich. Ich fühlte mich wohler  alles versteckt zu halten … eine von vielen zu sein und schön brav in der Masse zu schwimmen. DAS habe ich ja schließlich fast mein bisheriges Leben so gemacht, darin war ich Profi . Ich ließ mich leiten von Entscheidungen der Anderen. Ich zog bei allem vorsichtshalber die Handbremse. Glücklich war ich dabei nie! 

Erlaube Dir stark und wild zu sein. Erweitere Deinen Blick. Sei stolz eine Frau sein zu können! Zeige Dich wie eine Königin und spiele Deine Stärken aus. Beruflich wie privat. Im Gegensatz zu früher übermannt mich heute ein warmes Gefühl bei dem Gedanken keine Maus sondern eine Löwin zu sein. Mit der neuen Einstellung zu mir selbst kam auch die Antwort auf die Frage was für mich richtig und wichtig ist im Leben. 

Ich habe einen Auftrag zu erfüllen, eine Passion. Ich möchte andere Frauen mit meinen Worten erreichen. Mut machen, die Angst nehmen, Inspirationen geben und ein „GO“ in die Menge rufen! :-) JETZT und nicht erst irgendwann. 

Manchmal braucht es für die wichtigen Entscheidungen im Leben einen Break … eine Auszeit … manchmal auch ein wenig Schmerz und Traurigkeit. Manchmal aber auch nur einen Tritt ins Hinterteil von einer anderen „Löwin“! Steh auf und geh los … das Leben braucht DICH!

Ich würde mir wirklich wünschen genau DICH erreicht zu haben, Dir einen kleinen Tritt gegeben zu haben, um Deine Zweifel abzulegen und groß und stark zu denken. :-)

Fühl Dich gedrückt, und schüttle Deine Löwenmähne …

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Die Kommunikation mit Männern

Diesen Artikel möchte ich all den Frauen  widmen, die wissen wie Missverständnisse durch stillschweigende, denkende Männer entstehen können. Vorne weg, ein Artikel aus dem (meinem) Leben gegriffen. Seht ihn nicht zu ernst, aber gebt mir bitte recht!

Nun wo fange ich an … wo höre ich auf? :-) In der Natur der Frau liegt es, gerne und viel (nicht jede das gebe ich zu) zu reden. Alles zu analysieren, zu besprechen, anzusprechen und das am Besten sofort und immer. So sind wir  nun mal. Gibt es Probleme möchte „Frau“ eben darüber reden. Spricht ja auch nichts dagegen. Die Kommunikation mit dem Partner verläuft aber manchmal völlig anders als wir uns das vorstellen. Frau redet … Mann schweigt. Wir Frauen kommen damit meist nicht so gut klar.

Männer definieren sich über Kompetenz. Wenn sie Probleme lösen grübeln und denken sie  … sie sind nicht ansprechbar. Wenn sie dann soweit sind, darüber zu sprechen, man verzeihe mir jetzt diesen Vergleich, sind sie mit einem „Dieselmotor“ vergleichbar. Sie müssen erst warm laufen, erst dann sind sie wieder ansprechbar und beziehungsfähig.

Diese Art der Kommunikation führt dann sehr oft zu Konflikten. In unserer Frauenwelt gibt es dieses Verhalten kaum. 

Ein Klassiker

Männlein und Weiblein leben glücklich und zufrieden miteinander. Alles ist ganz wunderbar, gut und optimal. Am Morgen verabschiedet sich der Mann von seiner Frau … die Arbeit ruft. Abends hört die Frau wie der Mann den Wagen abstellt und bemerkt oder sollte ich jetzt schreiben, sie interpretiert, dass irgend etwas nicht stimmt.

Der Mann öffnet die Wohnungstür … die Frau kommt ihm freudig entgegen, ein flüchtiges „Hallo“ und das wars. Der Mann möchte sich zurückziehen da er ein Problem mit nach Hause genommen hat. Er möchte ganz alleine und in Ruhe darüber nachdenken … tja, nur  da hat er die Rechnung ohne seine Frau gemacht. :-)

Die Frau bringt ihr Gehirn in Gang und fragt sofort nach: „Was ist denn los?“ Der Mann antwortet „Nichts!“ Denn wie ich ja oben schon angeführt habe, sind die Probleme des Mannes sein geistiges Eigentum. Niemand hat das Recht seine Probleme zu lösen, ausser er selbst. Hilfe wird nicht benötigt.

Das wiederum wissen wir Frauen aber nicht immer und deshalb haken wir nach. „Komm erzähl mir doch nicht, dass alles in Ordnung ist, ich merke doch das irgendetwas nicht stimmt!“ Und wenn der Mann noch ganz großes Pech hat, setzt Frau noch einen drauf mit der Aussage „Du liebst mich nicht, sonst würdest Du mir sagen, was los ist.“ Der Mann flüchtet um irgendwo in Ruhe nachdenken zu können.

Eine Verhaltensweise, die wir Frauen nicht immer verstehen

Frauen sehen diese Situation nämlich total anders. Für uns Frauen bedeutet Schweigen nichts Gutes. Wir interpretieren in das Schweigen, Ablehnung, nicht geliebt werden, Geheimnisse bis hoch zur Untreue. Die Gedankengänge einer Frau sind  sehr kreativ. Wir Frauen schweigen nur dann, wenn wir verletzt wurden. Oder wenn wir mit Menschen konfrontiert werden, die wir nicht mögen. Das Schweigen einer Frau ist gefährlicher und kann manchmal als Kriegserklärung aufgefasst werden.

Da ja jeder Mensch in erster Linie von sich selbst ausgeht, meinen wir Frauen, dass das Schweigen des Mannes die selbe Bedeutung hat, wie ihr Schweigen. Für uns Frauen ist die Kommunikation das Wichtigste! Wir überlegen kurz und versuchen es erneut um die Nähe zu unserem Partner wieder herzustellen. Wenn wir Frauen aber zuviel reden bzw. zuviel nachfragen oder zerreden, kann es passieren das der Mann die Fassung verliert und etwas lauter wird. Unabsichtlich. Das Problem liegt darin, dass er in seinen Gedankengängen ständig unterbrochen wird und dadurch sein Problem nicht lösen kann.

Wir Frauen verstehen dann die Welt nicht mehr. Wir sind uns keiner Schuld bewusst, sondern möchten doch nur helfen. Irgendwann beschließen wir uns zurückzuziehen. WIR leiten das Schweigen ebenso ein. Das Spiel kann beginnen. Hat der Mann sein Problem gelöst, kommt wieder Leben in seinem Körper. Er läuft auf Betriebstemperatur und alles ist wie immer.

Eine Antwort auf die Frage: „Hey, was gibt es denn heute zum Abendessen?“ Wird mit einem Schweigen  beantwortet. Die Situation wird nun anders rum gespielt. „Was ist denn los mit Dir?“ Fragt der Mann. Die Antwort darauf „Wenn Du das nicht weißt, solltest Du darüber nachdenken …“ sagen wir.

Der Mann hat nun ein neues Problem, dass ganz alleine ihm gehört. Wie groß die Chance ist, dass er es gelöst bekommt, brauche ich wohl nicht erklären. 

Liebe Frauen, stört eure Männer nicht beim Schweigen!

Also wenn sich euer Partner in Schweigen einmummt, stört ihn nicht dabei. Er möchte nur sein Problem lösen. Alleine. Je weniger er dabei gestört wird, umso schneller wird er eine Lösung gefunden haben und auch wieder bei euch sein. Lasst ihn in Ruhe. Er wird weder verhungern oder sich einsam fühlen wenn ihr euch vertschüßt. Alles ist gut.

Und ein paar Worte an die Männer habe ich selbstverständlich auch parat

Meine lieben Herren. Wir sind glücklich euch haben zu dürfen. Für uns Frauen kommt als erster Stelle die Kommunikation. Es ist wichtig und verbindet. Vielleicht wäre eine kurze Erklärung manchmal hilfreich für uns, um zu wissen das nichts spektakuläres in Anmarsch ist. Wir nehmen euch „euer Problem“  bestimmt nicht weg! :-)

Tja, das wars für heute. Mitten im Leben … aus dem Leben. Jeder kennt das und anschließend lachen wir alle darüber! Es war mir eine Freude und ein Bedürfnis zugleich. Wir lachen ohnehin zu wenig. :-)

Eine schöne Zeit ohne Kommunikationsschwierigkeiten wünsche ich euch … bis ganz bald!