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Was es für mich bedeutet, erfolgreich zu sein?

Heute mal aus der Sicht von FRAU zu FRAU. Ich hatte ja die letzten Wochen viel Zeit um darüber nachzudenken, welche Themen für uns Frauen wirklich interessant sein könnten. Gespräche wurden geführt und „gelenkt“. Dabei bin ich auf ein Thema gestoßen, dass mich schon ganz viele Jahre immer wieder Mal streift. ERFOLG. WAS bedeutet er (für mich)? Heute wieder mal laut Gedachtes von Frau zu Frau. ›lächel‹.

Ich muss ja sagen, ich steh wahnsinnig drauf, wenn mir ein „Alpha-Männchen“ erzählt, worauf es im Leben ankommt! Scheinbar ist das noch immer trendig in der Männerwelt, denn es hat sich nichts in den Jahren verändert. Dabei frage ich mich, warum es dabei immer um Statusvergleiche geht und KAUM um innere Zufriedenheit?

Alleine das ICH über Erfolg schreibe, ist wahrscheinlich vielen Männer aber auch so mancher „erfolgreichen“ Frau ein Dorn im Auge. ICH … eine Frau, die nichts erfolgreiches im Sinne von Status & Co vorweisen kann! JA – ich tu’s dennoch. ›lach‹. Mir geht es dabei nicht um irgendwelche Ratgeber. Um Tipps wie man in drei Monaten zum „Millionär“ wird oder erfolgreich die Karriereleiter raufklettern kann. Eigentlich interessiert mich das auch kein bisschen.

Für mich hat Erfolg eine ganz andere Bedeutung – es ist ein modernes Wort für GLÜCK! Spreche ich diesen Satz aus, schlucken die meisten auch schon das erste Mal heftig. Ist es weniger cool, glücklich zu sein als erfolgreich? Natürlich kann man „glücklich sein“ nicht am Gehaltsscheck ablesen …

Ist es erfüllend einen protzigen Firmenwagen zu fahren?
Oder einen Posten in der obersten Firmenetage zu belegen?
Für manche sicherlich, aber sind sie auch glücklich, wenn sie jede freie Minute und jedes Wochenende verfügbar sein müssen?

Was ist erfolgreich aus meiner weiblichen Sicht?

Eine Frau wünscht sich Kinder und eine glückliche Partnerschaft, weil genau DAS für SIE Glück bedeutet? Dann würde ich sagen, SIE ist eine SEHR erfolgreiche Frau, wenn sie genau das erreicht hat!

Eine andere hat keine Lust, sich in einem verantwortungsvollen Job zu stressen und den ganzen Tag mit einem aufgesetzten Lächeln herumzulaufen. SIE nimmt sich eine Halbtagsstelle in dem sie ihr Auskommen findet und eine Aufgabe erfüllt, die sie mit Freude erfüllt. Ich glaube diese Frau ist erfolgreicher als der Manager einer großen Firma, der sich von morgens bis abends abrackert, ohne Spaß daran zu haben! Denn diese Frau kann ihre Freizeit und ihr Leben mehr genießen.

Erfolgreich sind wir doch nur wenn wir glücklich sind, und das sind wir, wenn wir ein Leben führen, das uns gefällt!

Sehr oft hindern uns anerzogene Glaubenssätze …

Man kann Glaubenssätze nicht einfach ausradieren. Und wir können nicht alles erreichen, was wir uns vielleicht vornehmen.
„Wenn es nicht geklappt hat, hast du dich zu wenig angestrengt“. So ein Quatsch! Und die meisten Glaubenssätze sind Blödsinn. Mit meinem damaligen Pickel-Gesicht wäre dennoch niemals ein Topmodel aus mir geworden. Und hätte ich mich darauf eingeschossen, hätte es nicht nur trotzdem nicht funktioniert, sondern ich wäre  mit Garantie sehr unglücklich geworden!

Erst, wenn wir richtig einordnen worin wir gut sind und wer wir sind, wird es realistisch und ganz ohne Krampf, erfolgreich zu sein.

Ich bin mir ganz sicher, der Ursprung aller Unzufriedenheit liegt sowieso immer im Vergleich. Also lassen wir’s einfach sein. Genau wie das nachdenken und „zerdenken“. Wenn etwas schiefgeht, nicht gelingt, sollten wir uns nicht ewig den Kopf zermartern und uns ärgern!

Stehen wir auf! Richten wir unseren Kopfschmuck  und laufen weiter! Ob schiefgehend oder hinkend … egal. Dann kann selbst eine wie ICH sagen: „Halloo – ich bin erfolgreich und sehr glücklich“ ›lach‹.

Deshalb: ICH erlaube mir ein erfolgreiches und erfülltes glückliches Leben zu leben.

Danke das Du mich in meinen Gedanken besucht hast! Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Zeit voller Glücksmomente! :D

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Es war einmal ein kleines Mädchen …

Denkst Du manchmal an Deine Kindheit, Deine Jugend Jahre? An die Zeit in der Du Dich zur Frau entwickelt hast? Ich mache das gelegentlich ganz gerne, weil ich die Veränderung liebe, die sich dabei zeigt. :D

„Das Kind in dir muss Heimat finden“ – dieses Buch, das ich bereits zum x-ten Mal in die Hand genommen habe und noch immer nicht geschafft habe, zu Ende zu lesen … dieses Buch war der Schlüssel zu meinem Gedankengang heute. „Gedankenspinnereien“, die alles enthalten was wichtig und richtig ist. Und auf meine Gedankenreise nehme ich Dich heute gerne mit … denn vielleicht sitzen da ja mehrere Mädchen beisammen?

… es war da ein Mädchen das war viel zu groß und viel zu dünn für ihr Alter. Sie war schüchtern und meinte sehr lange dumm zu sein. Sie hatte Energie für zehn und die Träume und Illusionen gingen ihr niemals aus! Es war da dieses Mädchen, das glaubte immer fehl am Platz zu sein und trotz ihrer Größe, machte sie sich lieber klein.

Dieses Mädchen war so abenteuerlustig! Sie wollte springen und lachen und jede Menge Unsinn machen und das den ganzen Tag. Doch es wurde ihr immer gesagt, dass das nicht richtig ist und das man sich ordentlich verhalten muss. Sich nicht ständig schmutzig machen darf, lieb und nett sein soll. Es war da dieses Mädchen, das so viele Visionen für ihr Leben hatte, aber sie glaubte, dass sie dafür nicht gut genug ist und das die Menschen sie so nicht mögen.

Dieses kleine Mädchen wollte niemals etwas Böses, sie sah in jedem etwas Gutes doch erfuhr sie bald, das das ein Irrtum war. Sie versuchte alles, um endlich mal „richtig“ zu sein. Um gesehen, anerkannt und geliebt zu werden … Dinge, die sie nicht kannte aber so vermisste.

Dieses Mädchen war nach Außen viel zu groß, es diente ihr zum Schutz und war nur Schein. Innerlich war sie winzig und hielt sich stets in ihrem Schatten auf. Doch irgendwann entdeckte sie die Kraft in sich. Sie war voller Energie, Mut und Stärke. Eine Stärke vor der so manche „Angst“ hatten und sie deshalb besser in Ruhe ließen.

Es war da dieses Mädchen … sie wurde stur und trotzig …, weil alles was sie tat und sagte, falsch war! Sie wurde nicht gesehen und als Mädchen kaum wahrgenommen. Sie war anders, ja … aber ist man deswegen falsch?

Da war dieses Mädchen, das zur Frau wurde, doch die Gefühle von früher nahm sie mit. Nach außen war sie stark, groß und schien unverwundbar. Doch im Innersten war sie verletzlich, klein und schüchtern. Sie suchte verzweifelt nach Liebe, nach der Lebensfreude und Lebenslust … je mehr sie sich anstrengte, umso weniger Gutes begegnete ihr.

Das kleine Mädchen in der nun erwachsenen Frau konnte sich selbst nicht lieben – sie kannte und schätzte ihren Wert nicht. Und so konnte sie vieles auch nicht annehmen und anerkennen und auch nicht vertrauen. Und obwohl sie nun eine erwachsene junge Frau war, fühlte sie sich alt und leblos.

Doch da war er immer noch … dieser winzige Funke an Licht und Lebensgeister! Er blieb und verließ sie  nicht. Er gab nicht nach und kitzelte sie wach. Er begleitete sie weiter und stützte sie auf ihrem Weg.

So nahm die erwachsene Frau das kleine verletzte Mädchen in ihr an die Hand. Und ganz langsam kümmerte sie sich liebevoll um die Kleine. Sie hörte sich ihre Geschichten an, … nahm sie in die Arme, wenn sie weinte … und gab ihr ein warmes und herzliches Zuhause. Tränen flossen in Übermaß. Und nach und nach veränderte sie Sicht auf Dinge und Situationen.

Und man glaubt es kaum – so viel Schmerz und Drama löste sich da auf einmal auf! Plötzlich wurde das Leben leichter und einfacher. Sie spürte wie alles in ihr sich öffnete und sie all den Dingen, Gefühlen und Emotionen begegnete, nach denen sie sich so gesehnt hatte. ›lächel‹

Da war einmal ein kleines Mädchen.  Ja, es gibt sie immer noch. Sie lebt nun gut behütet im Innersten der erwachsenen Frau. Sie liebt die Träumereien, Spielereien, alles Schöne und die Lebensfreude noch genauso als in ganz jungen Jahren! Nur heute, darf sie es auch LEBEN! Sie darf endlich so sein wie sie ist! Sie hat eine inspirierende Begleiterin, die immer für sie da ist und sie daran erinnert, das SPASS, LIEBE und LEBENSFREUDE niemals abhandenkommen darf …

DANKE, dass Du mich gelesen hast.
Ich wünsche mir, dass auch Du heute so weit sein darfst … zu SEIN so wie DU bist und Freundschaft schließen konntest mit Deinem inneren Kind.

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Vergiss die Grenzen … SEI und erlaube Dir zu leben!

Mir macht das Leben  Spaß, wenn ich mir keine Grenzen auferlege.
Jedes Mal, wenn ein Teil in mir wieder laut wird und sagt „Hey, das darfst du nicht, das kannst du auf keinen Fall bringen …
stell Dir vor, was die anderen nur denken werden?“
Und ich darauf mein SEIN und TUN einstelle, bestärke ich damit meine „innere Erstarrung“.

Denn mein Herz will etwas ganz anderes. Es möchte „spielen“.

Und natürlich … ich habe ausreichende Erfahrungen machen müssen (dürfen), die mich etwas zurückhalten und hemmen.
Sie hemmen mich manchmal mich zu zeigen und zu geben wie ich wirklich bin! Allerdings soll es keine Entschuldigung sein.

Wir –  ICH darf im Leben mit Freude „spielen“ … allen Dingen nachgehen, die mein inneres „Mädchen“ begeistern!
Ich darf endlich Liebe empfangen und genauso kann ich sie geben so wie sich das mein in die Jahre gekommenes Herz wünscht!
Deshalb: Pfeif auf Grenzen.

Grenzen sind für mich nur dann sinnvoll, wenn ich auf einem hohen Berg stehe, ich von ganz oben in die unendliche Weite schauen kann und es vor meinen Füßen 50 Meter die Felswand abwärts geht.
DANN ist es ratsam, auf die innere Stimme zu hören die mir sagt: „Schätzchen jetzt bleib besser stehen!“ Das verstehe ich unter Grenze. ›lach‹

In ganz vielen anderen Fällen, vor allem dann, wenn ich einem fremden Menschen einfach „Hallo“ sagen möchte …
Wenn ich mich gerne bei jemanden bedanken möchte …
Oder wenn ich einem Menschen einfach sagen möchte, wie schön er ist, wie gern ich ihn hab oder wie dankbar ich bin, ihn zu kennen … DANN ist es ratsam den nächsten Schritt zu tun. Nicht stehen bleiben – TUN!

Denn weshalb auch nicht? Abstürzen werde ich nicht. Mein Herz und das Herz des anderen werden sich freuen. Es war noch immer so! Und die innere „Starre“ vergeht.
Es wird warm …
Es wird weich …
Es fühlt sich gut an …
Es macht mich und andere glücklich …
Und dabei bin ich wie ich bin. Authentisch pur am Leben.

Deswegen – vergiss die Grenzen … SEI & LEBE.

Danke dass Du heute in meinen Gedanken Platz genommen hast. Ich wünsche Dir eine geniale Zeit ohne „Starre“. ›zwinker‹.

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Meine komplette Bandbreite an Emotionen

Und wie ich damit umgehe. Warum schreibe ich heute darüber? Weil sie mich erst vor kurzem wieder richtig „gestreift“ haben. Emotionen sind für mich kein einfaches Thema. Immer noch nicht! SIE und ich standen immer im Kampf miteinander. Emotionale „Anfälle“ kenne ich in- und auswendig. Im negativen als auch im positiven Sinn … die volle Bandbreite eben. :D

In meinen ganz jungen Jahren hatte ich große Schwierigkeiten, meine Emotionen zu deuten, zu verstehen und zu bündeln. Als junge Frau folgten viele emotionale Phasen, mit denen ich kaum umgehen konnte! Ich betitelte mich teilweise selbst als DramaQueen, weil ich mich teilweise in irrationale Glaubenssätze hineinsteigerte bis ich tatsächlich davon überzeugt war. Der rationale (kleine Teil) in meinem Kopf flüsterte mir zu: „Du weißt schon, dass das überhaupt nicht stimmt, was du da denkst!“ Doch dieser Teil in mir war zu schwach, zu leise und somit wurde er einfach übertrampelt.

Mensch, wenn ich mich daran zurückerinnere, bekomme ich noch heute feuchte Hände. Ich hatte ständige Panikanfälle, große Aggressionen in mir, noch größere Verlassensängste und Depressionen, aber es gab auch die andere Seite. Übertriebene Glücksgefühle waren mir nicht unbekannt.

Gerade wenn ich eine neue „Liebe“ erobert hatte, schien mir meine Welt eine vollkommen andere. Ich sah die Sonne, obwohl keine schien und machte aus der berühmten Zitrone tatsächlich zuckersüße Limonade. Solange, bis sich die erste Enttäuschung einstellte. Dann war ich am Boden zerstört. Ich empfand alles als negativ und so fand ich keinen anderen Weg, als meine extremen Gefühle an mir selbst auszulassen. Selbstverletzend gegen mich gerichtet. Ein Thema, über das ich nicht sehr gerne nachdenke, dennoch ist es ein Teil von mir (gewesen).
Ich würde nicht sagen, dass ich aus all diesen Tatsachen herausgewachsen bin. Es war keine Phase, die ich nur im Kindes- und Jugendalter durchgemacht habe, NEIN diese Emotionen gehören noch immer zu mir. Es kommt immer noch vor, dass ich den ein oder anderen „Totalausfall“ habe … ich bin immer noch wütend, traurig, habe Angst und bin manchmal frustriert und am Boden. Jedoch sind diese Phasen anders und viel viel seltener geworden! >Gott bin ich froh darüber< Sie sind beinahe verschwunden, aber sie sind noch da.

Ich habe einfach gelernt damit zu leben und umzugehen.

Der Topf geht über …

Durch die Verlagerung der Perspektiven in meinem Leben kommt es von vornherein viel seltener zu negativen Gefühlen. Ich konnte wirklich lernen, auch in Situationen, die andere aus der Fassung bringen, ruhig zu sein. Ich kann sogar der „ruhende Pool“ sein und kann auch vieles mit Humor betrachten … man stelle sich das bitte vor! :D Eine (meine) zufriedene Einstellung sorgt dafür, dass ich erst gar nicht in unangenehme emotionale Momente komme. Diese Einstellung ist sozusagen meine „psychische Prophylaxe“ … gleichzustellen wie ausreichend Vitamin C, das für eine gesunde Abwehr sorgt. So verhindere ich das „Überlaufen“ meines Topfes.

Wenn sich allerdings die negativen Ereignisse in meinem Leben ununterbrochen „abklatschen“, dann geht er über mein Topf. Und genau für diese Momente habe ich einen Plan, einen Weg gefunden der wunderbar funktioniert. Ich schaffe es gegenzusteuern. Er half  mir auch sehr als mich noch anstrengende Panikanfälle plagten. Ein Trick der auch Dir vielleicht helfen kann, mit Deinen Emotionen besser umzugehen.

Inzwischen weiß es jeder: Unterdrückte Emotionen sind langfristig Gift für uns. Diese Meinung vertrete ich genauso, nur war es für mich immer schwer zu verstehen, warum ich beispielsweise meine Aggressionen nicht unterdrücken sollte! Wäre es besser, der Person auf die ich wütend war, gleich eine reinzuhauen? Wie bitte sollte ich diese Emotion denn sonst herauslassen? Ich hatte dieses Bedürfnis so oft und es fiel mir verdammt schwer, nicht in die Offensive zu gehen.

Gerade in einer meiner ersten Rehas wurde ich so oft getriggert, dass es mich beinahe zerrissen hat! Irgendwann war ich so voller Panik und gleichzeitiger Wut, dass mir scheinbar nichts anderes überblieb, als mich dem Ganzen voll und ganz zuzuwenden. Ich begann mit meinen Emotionen, die damals doch alle sehr unterschiedlich und übertrieben intensiv waren, zu reden.

„Bist du schon wieder da und quälst mich? Wird dir das denn nie langweilig? Was willst du … soll ich ausflippen, schreien, weinen, zuschlagen …? Das würdest du dir gerne ansehen, stimmts? Nur leider spiele ich da nicht mit.“

Ich beschloss, alles was im Moment war, zuzulassen … vollkommen. Hatte ich Angst, sagte ich mir – es ist nur Angst. Ich spürte wie mein Herz doppelt so schnell schlug als normal. Ich spürte meine feuchten Hände und wie sich mein Hals langsam zuschnürte und mein Mund trocken wurde. Ich ließ mich auf diesem Gefühl nieder und nahm es an. Diese paar Minuten waren anfangs eine kleine Ewigkeit, doch diese Zeit wurde mit jedem Mal kürzer und irgendwann konnte ich feststellen, dass da nix mehr war. Meine Angst war gegangen und hatte mich „ruhig“ sitzengelassen.

Warum das funktioniert ist nebensächlich – wichtig ist, dass es klappt.

Ich denke, Emotionen sind wie kleine Kinder. Sie machen so lange Blödsinn, bis sie sich der Aufmerksamkeit bewusst sind. Wenn man sich ihnen dann komplett zuwendet, werden sie ruhig und hören auf zu „stören“.

Deshalb richte ich seit langer Zeit meine Aufmerksamkeit genau auf DAS Gefühl, dass gerade außer Kontrolle zu geraten scheint! Bewusst in die Emotion steigen und fühlen … in diesem Augenblick … hineinfühlen … eins sein … voll und ganz. Und zusehen was geschieht.

Danke, dass Du mich gelesen hast, vielleicht kannst Du es ja selbst auch anwenden, wenn Dein Topf mal wieder am Kochen ist. ›lach‹

Herzlichst und bis bald …

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FREUNDE, meine Sicht …

Wiedermal hat mich eine Freundin zu einem Gedankengang inspiriert. Bei unserem Gespräch ging es um die momentane Distanz zu Menschen, insbesondere zu Freunden, zu Menschen die man gerne um sich hat. Das Thema Freunde war für mich immer schon ein Thema … oder sollte ich besser sagen – kein Thema? Ich weiß es nicht.

Unser Gespräch drehte sich um das momentane Leben und die Frage, ob es überhaupt nochmals anders werden würde. Ich fragte sie was ihr am meisten fehle. Die Antwort war schnell da. „Einen guten Café mit dir oder anderen Freundinnen zu trinken … ein Glas Wein mit Freunden in einem unserer gemeinsamen Lokale genießen.“

ICH: Ok. Ja. Also ich freue mich auch darauf, aber ich vermisse es nicht. Dann meinte SIE: „Natürlich nicht, du hast auch keine Freundinnen …“. Sie sagte das in ihrer Art, zog eine Schulter hoch und lächelte irgendwie mitleidig, während sie weiter an ihrer Zigarette nuckelte.

ICH: Stimmt. Aber nicht, weil keiner etwas mit mir zu tun haben will, sondern weil ich es so möchte. Das weißt du aber. Danach folgte ein weiterer Hammer. SIE: „Aber schwierig bist schon, das weißt du ja selbst!“ Danach wechselten wir das Thema. Tage danach fiel mir dieses Gespräch wieder ein und nun sitze ich da und schreibe darüber. ›lach‹.

Schwierig würde ich mich selbst nicht unbedingt bezeichnen, ich  bin eben jemand der kein „Blabla“ leiden kann. Da wissen meine Ohren was sie zu tun haben … sie machen zu. Das ändert sich mit zunehmenden Alter, denke ich mal. Neue Freundschaften sind für mich nicht mehr ganz so leicht zu schließen. Da sag ich einfach nur: Geduld mit Menschen. Schon da fallen bei mir im Vorhinein derart viele Menschen durchs Gitter. Und wenn ich dann doch mal jemanden treffe, bei dem ich mir denke: Ach  schau mal, der ist aber nett, dann ist es immer noch ein weiter Weg.

Es ist ja nicht mehr so wie damals, wo man den halben Tag in der Schule zusammengesperrt war und viel Zeit für einen regen Austausch und ein intensives Kennenlernen hatte. Übrigens mochte ich es damals auch nicht und durch mein nicht unbedingt gefälliges Aussehen, wäre es wahrscheinlich nur sehr selten so gewesen.

In der Arbeit ist man DURCH die Arbeit vom Sozialkontakt etwas abgelenkt und beim Sport kommt vor lauter Strampeln und Dehnen auch kein ordentliches Gespräch zustande. Nein, wenn man jemanden toll findet, egal ob Mann oder Frau, muss man sich verabreden. Man geht auf einen Kaffee zum Beispiel und dann sitzt man sich gegenüber und fragt sich die Lebensgeschichten gegenseitig ab und wenn es gut läuft, macht man sich wieder etwas aus.

Von da bis zu dieser Form von Freundschaft, bei der man sich auch nachts um drei anrufen kann, weil man traurig ist, Liebeskummer hat oder einfach nur betrunken ist und jemanden zum Reden braucht … bis es so weit ist, DAS DAUERT! Und das Allerwichtigste – man muss dranbleiben. Und da muss ich jetzt direkt sagen: Es ist zeitaufwändig und es ist anstrengend. Deswegen siebt man so schnell und konsequent aus … ich jedenfalls.

Die Entstehung einer Freundschaft lässt sich aber auch nicht wirklich beschleunigen! Es dauert so lange wie es eben dauert und man muss viel Zeit miteinander verbracht haben. Im Buch DER KLEINE PRINZ erkannte es sogar der Fuchs, der sagte: „Die Menschen haben für nichts mehr Zeit.“ Alles, was sie brauchen, kaufen sie im Laden. Aber der Fuchs weiß auch, wo das Problem an der ganzen Sache liegt:

„Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund möchtest, so zähme mich …!“

Da haben wir’s auch schon wieder. Um eine richtige Freundschaft muss ich mich bemühen … Zeit investieren. Oberflächlichkeiten sind dabei fehl am Platz! Es muss ein echtes und authentisches Miteinander sein (werden).
Man muss sich wirklich Z E I T  N E H M E N. Punkt. Ich bin ganz ehrlich. Es liegt mir nicht. Ich habe in meinem Leben sehr viel Zeit für Freundschaften gegeben. Ich habe falsch investiert bei gut 90 %. Das ist nicht gut und jetzt wo ich es noch schwarz auf weiß vor mir liegen habe … es schaut auch nicht gut aus! :-(

Und dann sind noch die Freundschaften, die man schon lange hat. Sie sind enormen Gefahren ausgesetzt. Sie können einen einfach so abhandenkommen. Es reicht eine kleine Änderung in den Weichen des Lebens und schon befindet man sich in total verschiedenen Welten. Ich kenne das tatsächlich alles! Bei meiner Scheidung und meiner fast zweiten Scheidung war es am Allerschlimmsten. Nichts halbiert Freundschaften so rasiermesserscharf sag ich dir!

Ich bin nicht nur introvertierter, sondern auch noch vorsichtiger geworden. Eine Freundschaft ist keine Freundschaft, wenn man nix von sich erzählt, oder? Und ich will nicht mehr alles und jede Kleinigkeit von mir und meinem Leben erzählen (müssen).

Ich zitiere Dominik Wichman:
„Freundschaft ist ein menschliches Glück, das sehr viel Zeit braucht. Man muss miteinander verdammt viel Salz gegessen haben, man muss Erfahrungen gemacht haben, man muss sich auch mal gestritten haben, man muss ein bisschen aneinander gelitten haben, man muss voneinander gelernt haben. DAS macht Freundschaft aus.“

Mir genügen diese ein, zwei, drei Menschen, denen ich alles sagen kann und auf die man sich wirklich verlassen kann, die nichts anderes wollen, als mich glücklich zu sehen, … diese gibt es und die sind ausreichend. Es gibt zwar noch jede Menge Leute, die sich in der Nähe dieses Status tummeln – aber wirkliche Freunde hat man, glaube ich, nicht viele im Leben. Wie gesagt diese alternden reifen und ganz wenige Freundschaften, für die bin ich auch dankbar.

Ich vergleiche sie mit Wänden: Je älter das Haus des Lebens ist, desto mehr Gewicht nehmen sie auf. Meine (unsere) ganz engen Freunde werden uns immer (ge-)wichtiger und wir wissen sie zu schätzen. In meinen jungen Jahren hatten sie einen anderen Stellenwert. ›lach‹. Sie waren dazu da um nicht alleine auf der Tanzfläche zu stehen oder alleine ins Kino zu gehen. Und wenn es eine richtig gute Freundin war, dann hat sie mir die Haare nach hinten gehalten, während mir kotzübel war und ich mir die Seele aus dem Leib würgte. Klar das verbindet. Aber mit der Zeit verändert sich (Gott sei Dank) alles.

Das Leben hat mir schon viele harte Schläge verpasst und manchmal muss es richtig finster werden, damit man sieht, wer bei einem im dunklen Sitzen bleibt. Es waren zwei  … zwei kostbare Seelen, die bis heute meine Stütze sind.

Ich mag Menschen. Aber nicht andauernd. Es strengt mich an. Würde ich einen Saal Freundinnen bzw. Freunde haben, ich würde regelmäßig auf Erholung fahren müssen! ›lach‹. Deswegen … alles gut so wie es ist. Für mich jedenfalls.

Das war er auch schon wieder mein diesmaliger Gedankengang und es wird nicht mein letzter bleiben.
Ich wünsche dir mehr Freunde als ich habe. Viel mehr, wenn du das brauchst. Genieße die Zeit mit ihnen, auch wenn es im Moment nur mit Abstand möglich ist. Auch das wird sich wieder ändern.

Drücker…

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Die Freude in den kleinen Dingen sehen … ja aber dann …

Grundsätzlich schreibe ich total gerne diese Art von Artikel! Weil sie mich motivieren. Mich dankbar und eben glücklich machen. Es sind Beiträge, die mich selbst daran erinnern und mir auf meine Schulter klopfen und sagen: Hey du, sei dankbar und erfreue dich  deines Lebens! DU hast ausreichend und es muss nicht mehr sein!

Das jetzt, heute und hier ist toll und soll gelebt werden … mach, was du liebst und liebe, was du machst!
Und so sitze ich da und nicke mir selbst, kraftlos entgegen. Ich weiß es doch selbst das es so ist …
Und mit diesem Gedanken steigt in mir sofort der Wunsch hoch, ein viel besseres und dankbareres altes Mädchen zu werden.
Sich einfach noch mehr an den winzigsten Kleinigkeiten zu erfreuen … es ist doch nicht schwer und tut so gut!

JA aber dann … dann rutscht einem schon am frühesten Morgen, nach einer Nacht wo kein Auge Schlaf finden konnte, der Zimt aus der Hand und verteilt sich wie in Zeitlupe im satten Orangebraun in alle Küchenladen und Fugen. Lang geplante Termine, die mir wirklich wichtig und reine Seelenschmeichler gewesen wären, müssen wieder abgesagt werden. (Der Lockdown hat uns fest im Griff).

Dann meldet sich Kind „Zwei“ und klagt über ihre „ich vermiss dich Gefühle“ und „Sehnsucht nach Mutter hat“ und mir es ja es genauso geht. Gleichzeitig stimmt es mich etwas nachdenklich, dass Kind „Eins“ dieses Gefühl absolut gar nicht kennt, nicht ausspricht oder wer weiß – auch gar nicht hat?

Dann freut man sich, dass sich die Hunde noch mehr als man selbst, über ihre frischen Betten freuen (frische Nester sind einfach auch für meine Tiere das Geilste) bis man – gerade die Waschmaschine eingeschaltet, gleich wieder von vorne beginnen kann! Wer von den beiden gerade alles vollgekotzt hat, wird ihr Geheimnis bleiben. >händezusammenschlagundnasezu<

Nebenbei findet man eine Mail auf dem Rechner mit einer Zahlungserinnerung plus saftige Mahngebühr … bitte ich schwör’s ich hab’s verschwitzt! Und, weil man gleich beim Thema Geld und Konto ist, wird zusammengerechnet wie viel „Kohle“ durch die ganze Corona-Scheiße nicht verdient werden kann!

Und dann hätte man gerne Nervennahrung … etwas einfach Süßes. Schnell und idiotensicher zusammengerührt wird er der – mein – Rührkuchen. Der sich aber genau an diesen Tag dazu entschlossen hat, besser an der Kuchenform festzuhalten statt an mir … und zwar so fest, dass absolut nix mehr zu retten ist. Es sei denn man steht drauf, alles herauszulöffeln!

Ja, und so passieren noch hundert Dinge zwischendurch, die einem alles aus dem Gesicht fallen lassen … den Magen zuschnüren, das Herz zwei Takte schneller (oder langsamer?) schlagen lassen oder ich sag’s einfach so: Einfach nur wahnsinnig nerven!

Kurze Ruhe und Pause:
Der Blick hebt sich, … man schaut über den Tellerrand und muss sich sagen (und gleichzeitig schämen), dass es anderen so viel schlechter geht! Ich meine wirklich schlecht! Dass Menschen krank sind, sterben.
Dass es viele gibt, die nichts Ordentliches im Kühlschrank vorfinden.
Dass Eltern und Kinder wahrscheinlich an ihren Grenzen stehen!
Dass es der ein oder anderen Freundin im Moment ziemlich bescheiden geht, weil die momentanen Umstände das komplette Leben zerlegen.
Dass Menschen aus ihrer Traurigkeit und Einsamkeit nicht mehr herausfinden und noch ganz viel mehr …

Also … ICH freue mich wirklich über die Sonne, die sich den letzten Tage im Schnee gespiegelt hat, wenn wir unsere Hunderunden im Wald gezogen haben! Ich freue mich generell wie meine Gesundheit klitzekleine Fortschritte macht und zeigt und ich freue mich, wenn ich gleich zwei  Tulpensträuße um 2,49 in meine Vase stellen darf!
Ich freue mich, wenn mir mein Herz-Mensch das beste und feinste Steak der Welt kocht!
Und ich finde es schön, wenn ich in den Augen fremder vorbeiziehender Menschen im Supermarkt, ein Lächeln erkennen kann.

JA WIRKLICH! Wie Du sehen kannst, ich kann mich freuen! Über ganz viele kleine Dinge in meinem Leben! Und ich bin dankbar dafür. Aber manchmal … da drücken mir diese so lächerlichen „Alltagsproblemchen“ gewaltig aufs Gemüt! Ich lass´ mich dann hinreißen, gebe kurz nach und schon ist er da der Stress, der Ärger und die Unzufriedenheit … und auch manchmal die Angst, dass nichts mehr so sein wird wie es mal war!

Eines darf ich aber jetzt noch sagen: Darüber zu reden hilft (mir), ob mir jemand zuhört? Ich habe keine Ahnung und ich denke, es spielt in Wahrheit auch gar keine Rolle. Es ist raus. Und das ist gut. :-)

Sag, erwischst Du Dich auch manchmal dabei? Jammern auf hohem Niveau sozusagen … OMG.

Oder bist Du 24 Stunden in der „Ich bin völlig entspannt und denke immer positiv – Wolke“?

Ich danke Dir fürs Zuhören, Teilen und vielleicht auch für Deinen Kommentar, wenn Du ihn dalassen willst! :-)
Pass gut auf Dich auf, und ich freue mich auf ein nächstes Mal mit Dir!

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DAS LEBEN IST EINE MISCHUNG AUS LICHT UND SCHATTEN …

Keiner von uns wird dauerhaft sagen können – hey, mir geht es jeden Tag beängstigend super gut! Jeder hat so seine besseren und schlechteren Tage. Sie kommen und gehen und kehren auf ganz unterschiedliche Weise wieder zu einem zurück. Unser Leben ist eine Mischung aus Licht und Schatten.

„Glücklichsein“ stellt sich nicht dadurch ein, dass ich in den guten Tagen hängen bleibe und die schlechten Tage fürchte. Nein, ich habe gelernt und akzeptiert, dass beides zu meinem Leben gehört. Seit ich das anerkenne, gelingt es mir, mein Leben gelassener und ausgewogener zu betrachten. Ich kann die guten Zeiten genießen und aus den weniger guten, darf und kann ich etwas lernen. Ich sehe beides als sehr sinnvoll an!

Das „niemals auslernen“ bestätigt sich mit dem Älterwerden immer mehr. Zu glauben, dass, wenn dies oder das passiert, wird für immer alles gut und bereinigt sein, wird nie der Fall sein. Wie gesagt … wir lernen niemals aus. Akzeptieren und unser Leben wird etwas einfacher. Tatsache.

Wenn ich akzeptiere, bin ich in der Lage, mit allen Gegebenheiten besser umzugehen und kann auch mehr Verständnis dafür aufbringen. Doch Lektionen werden immer dabei sein. Es gibt allerdings auch Zeiten, da sind die „Schattentage“ präsenter. Ich habe solche Jahre hinter mir. An solchen Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren überwältigt uns vielleicht die Anstrengung, darauf zu vertrauen, dass diese unschöne Zeit wieder vorbeigehen wird.

Wenn wir Glück haben, gibt es da ein Fünkchen Hoffnung, das Einzige was einen aufrecht hält. In solchen Zeiten klammert man sich dann an die winzigen Dinge im Leben, die einem ein bisschen Freude empfinden lassen. Ich kenne das Gefühl, wenn es einem morgens schwerfällt, das Bett zu verlassen und es irgendwie keinen Grund gibt, aufzustehen. Der Tag an sich … eine riesige Herausforderung.

Diese meine Zeiten, sind vorüber. Ich bin raus. Ich habe es geschafft. Das Gefühl von damals aber bleibt. Und ich verstehe die Menschen, die diese Zeiten durchleben müssen. Mit einem Sprung es wieder in ein normales Leben zu schaffen, ist eine Illusion. Es sind die kleinen Schritte, die dabei ans Ziel und in ein Leben in der Sonne führen! 

Jede noch so unscheinbare Sache, die man dabei macht um die momentane Verfassung zu verändern, wird einem besser tun als angenommen. Ich erinnere mich daran, dass ich eine Zeit lang meine so geliebte Farbe „Schwarz“ auf richtige Farbe ausgetauscht habe.

Ich sah mir stundenlang alte Fotoalben an, die, die mich an eine gute Zeit erinnerten. Es ist wesentlich leichter, sich traurige Zeiten in Erinnerungen zu rufen. Mithilfe der Bilder wurden aber die schönen Erinnerungen und Gefühle lebendig. <3

In der langen Zeit der Therapien, lernte ich, mich um mich selbst GUT zu kümmern. Mir wurde, auch wenn nur sehr langsam, bewusst, dass ich es wert war, ein schönes gesundes Essen für mich zu kochen. Und ich lernte auch, dass ein gesundes Essen den Geist und sowohl den Körper heilt. :D

Gespräche, Vertrauen und Offenheit machten es möglich, wieder Nähe zuzulassen. Berührungen zauberten mir ein klares Gesicht und ein Lächeln auf meine Lippen. Dabei hat mir meine Hündin Monja sehr geholfen … meine Therapiemaus, die bis heute gute Arbeit leistet und Unterstützung durch einen weiteren „Schmuser“ bekommen hat. ›lächel‹

Ganz egal, jede noch so kleine Sache, die ich damals getan und die auch Du tun kannst, wird dabei helfen, die momentane Verfassung zu verbessern! 

Eine derartige Zeit macht etwas mit einem Menschen. Sie verändert und man ist nicht mehr der Mensch, der man mal war! Jedenfalls war das bei mir der Fall. Vielmehr wird man zu dem, der zu sein man bestimmt ist! Nämlich dann, wenn die Arbeit und Heilung vorüber ist. Es wird jemand Neues sein, jemand der offen ist … jemand der Dinge so annehmen kann wie sie sind und dabei auch noch glücklich ist!

Das Lächeln kehrt zurück. Und das Licht kehrt zurück … <3

Wir sind LICHT und wir sind SCHATTEN. Wir sind HELL und wir sind DUNKEL. Denn WIR SIND.

Leo N. Tolstoi

Danke, dass Du heute in meinen sehr persönlichen Gedanken Platz genommen hast. Sieh diese als „Mutmachgedanken“ für dunkle Zeiten …

Fühl Dich umarmt, …

Lesezeit: 3 Minuten

Ein anderer Sommer als sonst …

Wie jedes Jahr um etwa diese Zeit packt er mich der Abschiedsschmerz. Es war dieses Jahr für uns ein relativ kurzer Sommer in unserer Zweit-Heimat Italien. Covid hat es für uns erst sehr spät möglich gemacht einzureisen und zu bleiben. Wenn ich ehrlich bin, ich dachte sogar, es wäre dieses Jahr gar nicht möglich! Umso dankbarer darf ich sein …

Jetzt ist es bald 4 Jahre, als wir uns entschlossen haben, hier in Italien mehr als die Hälfte des Jahres uns ein zu Hause zu bauen. :D Aus einem halben Jahr wurde ein Jahr, dann zwei und in der Zwischenzeit bald 5 Jahre! Es ergab sich und wir hatten auch das Glück auf unserer Seite.

Eine „Eingewöhnungsphase“ habe ich nie gebraucht! Abläufe und Eigenheiten meiner Heimat fehlten mir Nüsse! ›lach‹
Ich orientierte mich an den Einheimischen und ich denke, das war das Beste, was ich tun konnte. So fühlte ich mich von Anfang an „zu Hause“! Das Gefühl, in einem neuen Land angekommen zu sein, stellte sich bei mir sehr rasch ein.

Mein Fortbewegungsmittel hier ist ausschließlich mein Fahrrad. Ich brauche keine Bus- oder U-Bahn-Station. Kein Berufsverkehr, kein Stau. Nicht diese Art von Hektik, die mich erwartet, wenn ich zu Hause vor die Türe gehe. Die Menschen hier sind viel entspannter, wesentlich freundlicher und positiver als in meiner Heimat. TROTZ schwerster wirtschaftlicher Einbußen. :-(

Eigentlich kann ich sagen, ich lebe in einem „Dorf“ mit 5000 Einheimischen. Die sich genauso wie ich freuen, wenn es ab September wieder still wird und die Touristen den Ort verlassen. Ich liebe meine Geisterstadt, die im Winter tatsächlich als solche durchgehen könnte! :-)

Nachbarn sind zu Freunden geworden. Anfängliche Sprachbarrieren haben lustige Erinnerungen hinterlassen. Aus zufälligen Bekanntschaften sind richtige Freundschaften entstanden. Spezialitäten des Landes sind zur Lieblingsspeise geworden und das erkunden neuer Kraftplätze, macht mir noch genauso viel Spaß wie vor 4 Jahren! Alles in allem: Ich fühle mich fantastisch wohl hier!

Dieser Sommer war kurz.
Er war anders.
Und für mich war er auch schmerzhaft.

Ich musste durch einen Unfall hier in Italien operiert werden. Sofort. Was eine besondere psychische Herausforderung für mich war. Nun jetzt weiß ich es und ich würde mich jederzeit wieder hier behandeln lassen. Medizinische Vorgänge laufen hier zwar ein wenig anders, was aber keinesfalls bedeutet, dass sie „schlechter“ sind! Ganz im Gegenteil. <3

Knochen heilen schneller als die Seele oder das Herz. Das weiß ich und deshalb bin ich positiv. Die richtige „Arbeit“ beginnt in ein paar Wochen, zu Hause, wenn ich wieder gehen lernen darf. ›freu‹

Es ist mir auch gelungen, und darauf bin ich mega stolz, meine Ernährung umzustellen. Meine körperliche Gesundheit (bis auf mein Bein) wieder auf Vordermann zu bringen! 10 Kg weniger auf der Waage sind mein Resultat des Ganzen. OHNE darauf hinzuarbeiten!

Und ich habe es geschafft, ein Medikament abzusetzen, von dem meine Ärztin glaubte, OHNE würde ich nicht sein können. Ich war der Meinung, ich schaffe es ohne dieses Gift! Mit super Erfolg und ohne es zu bereuen! Es geht mir prima.

Menschen haben sich getrennt und andere haben zueinander gefunden. Durch meine Verletzung wurden neue Verbindungen geknüpft und mein Herzmensch und ich durften ganz viel Hilfsbereitschaft erfahren!

DANKE dafür. Es war ein kurzer und ganz anderer Sommer, als sonst. Es war zu erwarten. Und auch wenn nicht alles positiv war, … für mich war es eine gute Ernte! :D Und auch wenn ich meine Lieblingszeit nur im Rolli und auf Krücken fahren/gehen konnte … das Leben hat nicht aufgehört, sondern hat mir wieder ganz viel DANKBARKEIT gelehrt!

In ein paar Tagen geht’s nach Hause. Ich hinterlasse diesmal keine blitzblank geputzte Wohnung, alles was bleibt sind ein wenig Staub, zu groß gewordene Jeans und ganz viele positive (JA ich gebe es zu – auch ein paar schmerzhafte) Erinnerungen.

Dann packe ich wieder mal meine Taschen, nehme meine Erinnerungen mit und hinterlasse dieses Jahr nur „eine“ Fußspur im Sand. :D

Stai in saluta, a presto la tua Sandrini <3

Lesezeit: 4 Minuten

Von Schutz, Liebe und innerer Heilung …

In meinen Gedanken geht es heute um mein inneres Kind. Ich habe ja schon mal darüber einen Beitrag geschrieben, falls Du nachlesen möchtest: Das Ding mit dem inneren Kind. Der Begriff „Das innere Kind“, ist ja den meisten Menschen nichts Fremdes. Aber vielleicht ist es auch das erste Mal, dass Du diesen Begriff hörst. Ich halte sehr viel von diesem Thema, weil es ein sehr tiefes und wichtiges ist. Über das alleine könnte ich schon ein Buch schreiben, so viel beschäftige ich mich damit.

Das „Innere Kind“ ist eine Art Metapher für unsere Erfahrungen, die wir in der Kindheit gemacht haben. Es geht quasi darum, unsere Vergangenheit zu betrachten und zu verstehen, warum wir so sind wie wir sind! Aber vor allem auch, warum unsere Reaktionen auch heute als erwachsene Frau/Mann, uns manchmal willkürlich erscheinen und uns verunsichern.

Vieles was früher passiert ist, ist unbewusst geschehen. Ich habe sehr viele prägende Erfahrungen als Verletzungen abgespeichert. Vielleicht kennst Du das ja auch von Dir selbst. Symbolisch geht es darum, einen Kontakt zu diesen inneren Verletzungen herzustellen und sich „liebevoll“ um diese zu kümmern. Dabei nimmt der „Innere Erwachsene“ ganz fürsorglich den Kontakt zu dem inneren Kind auf.

In meinem Fall war die Arbeit mit meinem inneren „kleinen Mädchen“ das Heilsamste und intensivste, was ich gemacht habe. Es war DER Schlüssel zu tiefer und ehrlicher Selbstannahme!

Meine und Deine Persönlichkeit teilt sich in unterschiedlichen Rollen auf. Wir sind Tochter, Schwester, Freundin vielleicht auch Mutter. Wir sind Vorgesetzte oder Angestellte. Wir sind die „laute“ und die „leise“ … wir sind ALLES! Und so sind wir auch Kind und Erwachsener. Dabei bewerten wir auch sehr gerne, anstatt das Potenzial der einzelnen Bereiche zu sehen!

Mein Leben wäre mir viel zu langweilig …

Würde ich mich immer nur von einer Seite zeigen dürfen ›lach‹. Wenn ich immer nur einen einzigen Bereich „bedienen“ dürfte! Wir be- und entwerten uns alle viel zu oft. Ich selbst erwische mich gerne dabei, wenn ich sage: „das bin ich eigentlich gar nicht“… DOCH, bin ich, ich zeige eben nur eine andere Seite von mir. Und es ist ganz wichtig das zu verstehen.

Die Erfahrungen meiner Kindheit, und vielleicht auch Deiner, haben mich stark geprägt und sie beeinflussen mich heute noch im alltäglichen SEIN. Es muss nicht bedeuten, dass unsere Kindheit immer schlecht war. Das kann jeder nur für sich selbst beantworten. In Wahrheit geht es bei der Arbeit mit unserem inneren Kind NICHT darum, Schuldzuweisungen zu machen, es ist eine Hilfestellung.

Diese Arbeit ist ressourcenorientiert und arbeitet hauptsächlich damit, uns nachträglich zu nähren als Schuld zu verteilen. Je verletzter unser inneres Kind ist, umso einsamer und überforderter es sich fühlt, umso stärker ist auch der Einfluss auf das Erwachsenendasein.

Bei mir sind es dann die Momente, wo ich das Gefühl habe, es reißt mich in zwei Teile! Wenn es innerlich laut wird und einfach keine Ruhe aufkommen mag. Körperliche Symptome wie Schmerzen im Bauchraum, Schwindel und Tinnitus sind dabei spürbar. Mein innere „Kleine“ zeigte sich gerne in dieser Form.

Es gab auch ganz viele Situationen, in denen Außenstehende zu mir sagten: „Du bist so eine taffe starke Frau, was Du alles auf die Reihe bekommst, trotz der Umstände“. In mir drinnen kam dabei sofort der Impuls hoch, demjenigen sofort ins Gesicht springen zu wollen und dabei laut zu schreien: „Sag, siehst Du eigentlich nicht, wie scheiße es mir wirklich geht?“

Ein Schutzmechanismus

Wer als Kind nur wenig Liebe und Aufmerksamkeit, dafür viel Schmerz, Zurückweisung oder sogar Missbrauch, erleben musste, kann sein inneres Kind nicht annehmen! Ganz unbewusst allerdings. Das ist eine Art Schutzmechanismus des Körpers, der somit die schmerzhaften Erfahrungen bewusst oder unbewusst zur Seite schiebt, damit man sie nicht noch mal fühlen muss!

Vor ein paar Jahren kam bei mir der Punkt, an dem ich dieses Thema aufgreifen wollte. Ich wollte, bzw. musste mich damit auseinandersetzten. Ich wollte mir selbst DAS geben, was mir als Kind so gefehlt hat. Ich wollte mir selbst eine liebevolle gute große Schwester sein. Eine Freundin, die immer für mich da ist und gut für mich sorgt. <3

Mein in die Ecke gepacktes innere kleine Mädchen entwickelte nämlich ein heftiges und zerstörerisches Eigenleben! Ich habe sie zu lange ignoriert. Deshalb ist es so wichtig, sich damit zu beschäftigen!

In meiner Geschichte gab es sogar zwei Mädchen, die sich immer wieder bemerkbar machten. Die eine, sie war die „Laute“ und wesentlich älter als die andere. Immer auf der Suche nach Anerkennung, Liebe und auf der Suche nach einer großen Bühne, auf der sie sich präsentieren konnte! War das nicht der Fall, rastete sie aus. Sie flippte förmlich aus und tat Dinge die sie anschließend immer bereute …

In der dunkelsten Ecke in mir saß da noch jemand. Ein kleines zartes Mädchen. Ihr Gesicht zwischen den Beinen geklemmt. Sie war die, die keinen Kontakt zu anderen wollte. Sich niemandem anvertrauen konnte. Sie saß wie versteinert da. Still und stumm. Aus einem ganz einfachen Grund: Sie hatte Angst das Falsche zu sagen, falsch zu sein und wieder verletzt zu werden …

Es war ein Teufelskreis.

Mir hat das SEHR geholfen, mir das ganze bildlich vorzustellen. Es fiel mir leichter dem Ganzen einen inneren Platz zu geben. Vielleicht findest Du auch ein inneres Bild, dass Dir verdeutlicht, wie DEIN inneres Mädchen oder vielleicht sind es auch wie bei mir mehrere, leben?

Nachdem ich mir über meine beiden verletzten Kinder im Klaren war, begann ich mich um sie zu kümmern. Ein Teil dieser Arbeit war einen Brief zu schreiben an meine zwei Mädchen in mir. Und weil ich mir sehr gut vorstellen kann, dass Dich dieser Brief unterstützen kann, wenn Du vielleicht selbst im Konflikt mit Deinem inneren Kind sein solltest, werde ich ihn hier veröffentlichen. <3

An meine Mädchen …
Hallo meine Kleinen,
ich danke euch, dass ihr jeden Morgen aufgestanden seid.
Danke, dass ihr jeden Tag gemeistert habt.
Danke, dass ihr nie aufgehört habt zu träumen. Ich verstehe euch so gut. Ich kann eure Not sehen.
Ich verstehe, wie es ist, sich selbst so zu hassen. Ich sehe eure Wunden, eure Narben, eure Ängste.
Ich sehe, eure schlaflosen Nächte. Aber ich bin da!
Ich war es nicht immer, aber jetzt kann ich euch beschützen!
Danke, dass ihr solche Kämpferinnen wart und nie aufgehört habt, an euer großes Herz zu glauben.
Ich bin wahnsinnig stolz auf euch und ich verspreche, euch nie wieder alleine  zulassen!
Es ist vorbei, … es ist endlich vorbei. Ihr seid bei mir sicher.
Niemand hat euch diese Schmerzen mit Absicht zugefügt.
Ab jetzt könnt ihr euch bei mir fallen lassen  … <3

Das war mein Beginn einer sehr wichtigen und notwendigen Beziehung zu meinen inneren Kindern.
Die intensivste aber schönste Arbeit mit mir selbst, die ich je gemacht habe.

Was möchtest DU Deinem inneren Kind sagen?

Ein sehr persönlicher Gedankengang mit positivem Ausgang. Ich würde mir wünschen, dass ich Dich damit abholen kann.
Pass gut auf, auf „EUCH“.

Lesezeit: 5 Minuten

JA, es darf gewesen sein … annehmen, der beste Weg zur Heilung!

Heute erzähle ich Dir von mir. Ein wenig mehr als ich es vielleicht sonst mache. Ich werde sehr häufig gefragt, wie es denn zu meiner, immer beschriebenen, Veränderung gekommen ist. Alles in einen Artikel zu packen, wird schwer bis unmöglich werden. Aber ich werde versuchen zu beschreiben, wie es in etwa begonnen hat.

Ich suche mal den „Faden“ zu finden …

Die Natur ist ja für mich eine der größten Inspirationsquellen, die es gibt. Sie zeigt mir das immer wieder auf eindrückliche Weise. :-)
Es kann ohne Sommer keinen Herbst geben, ohne Dunkelheit keine Helligkeit, ohne Südpol keinen Nordpol, ohne Vollmond keinen Neumond. Es wächst auch keine Pflanze, die das ganze Jahr über Blüten trägt. Und wenn ein Baum neue Blätter bekommt, muss er erst die alten Blätter abwerfen und solche Beispiele gibt es ganz ganz viele!

Doch warum erkennen das sehr viele Menschen nicht? Weshalb sträuben wir Menschen uns so sehr gegen die Dunkelheit? Gleich zu Beginn die Information für Dich: Ich nenne die Dunkelheit auch die negativen Seiten meines Lebens. Warum versuchen wir sie zu ignorieren und so oft zu verdrängen? Für mich habe ich die Antwort schon lange gefunden. Ich glaube, dass wir Menschen uns sehr schnell damit überfordert fühlen! Machtlos und sich allen möglichen Situationen ausgeliefert.

Eigentlich wollen wir uns alle lieber gut als schlecht fühlen! Aber genau da ist der Schweinehund begraben. Denn wenn ich mir mal unsere Gesellschaft so ansehe, dann sehe ich mehr Menschen, die jammern, sich hinter alte Muster verkriechen, alles und jeden schlecht reden und dabei rein gar nix verändern!

Dabei gibt es in unserem Leben ein großes Geheimnis:
Um an die Vollkommenheit, zur inneren Ruhe und zur bedingungslosen Selbstannahme zu gelangen müssen wir nur eines tun. Nämlich Gleiten und Pendeln.

Ich hätte dazu eine Familie gebraucht. (Hätte deshalb, weil ich für meine Familie nicht mehr existiere.)
Ich brauche Freunde, Zeit mit meinen Kindern, Zeit mit meinem Herz-Menschen, aber auch ganz viel Zeit für mich alleine. Ich brauche laute Musik und ich brauche die Stille. Die Traurigkeit um auch wirkliche Freude spüren zu können. Ich brauche die Trauer um die Liebe zu erforschen. Doch als ich die Trauer in mein Leben ließ, waren ganz andere Kräfte in mir wach geworden.

Was ich mit all dem eigentlich erklären möchte ist, wir brauchen beide Seiten! Ungleichgewicht entsteht nur, wenn man versucht, die Balance auf nur einer Seite zu halten! Dabei gibt es kein „gut“ oder „schlecht“. Auch, wenn wir als Mensch gerne so denken.

Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass die dunkle Zeit mir viele Seiten meines Lebens ganz klar verdeutlicht hat. Sie zeigte mir meine Ängste und meine Sehnsüchte. Darin steckte mein Entwicklungspotential! Und ich möchte es jedem wirklich ans Herz legen:

Schau auf Deine dunkle Seite, sie ist es wert, erforscht und entdeckt zu werden!

Denn ganz ehrlich? Es kann uns nichts aus dem Leben reißen, was nicht eh schon in uns ist! Die dunklen Seiten bleiben ein Teil von mir (uns). Ich weiß nur zu gut, wie unendlich viel Angst das macht, denn ich kenne das Gefühl, mehr zu verdrängen, anstatt den Sehnsüchten in die Augen zu schauen. Was ich heute dazu sagen kann ist: Es lohnt sich hinzuschauen!

Dazu muss ich aber noch ein wenig zurückrudern …

Es ist irgendwann am Nachmittag. Ich sitze in einer viel zu großen Wohnung, an der mein Herz hängt, die ich mir aber alleine niemals leisten kann. Ich atme tief durch, dreh meinen Kopf zur Seite und schau auf die sonnige Terrasse und sehe die andere meines Lebens …

Keine Ahnung wie es passiert ist und warum alles so gekommen ist. Ich habe keinen Plan wie es weitergehen soll. Vielleicht gibt es doch die Wunder, an die ich immer glaube und alles ist über Nacht wieder so, wie es vorher war, … ich hätte es verdient. Ein Gedanke jagt den anderen. Ich schaffe das, ich bin stark und eine Kämpferin. Bei diesen Gedanken werden die Schmerzen in meiner Brust immer mehr. So fühlt es sich an, wenn sich der Mittelpunkt im Leben plötzlich verabschiedet.

Ab da funktionierte ich nur noch. Ein wenig schlafen, ein wenig essen und trinken und ganz viel arbeiten. Schließlich bin ich eine „Macherin“. Das Machen war meine Flucht. Im „Umsetzen“ stehen meine Emotionen still. Und das funktioniert so lange bis mein Körper nicht mehr will.

Abends fiel ich in eine tiefe Einsamkeit, die in Fassungslosigkeit überschwappte. Alles war taub. Die letzten Monate lebte ich ganz automatisch, aber in einer anderen Welt, ohne Substanz und Energie. Ich fühlte mich schwerelos und haltlos. 15 kg waren es, die ich in vier Wochen verlor. Die Sache mit dem Essen fiel mir von Woche zu Woche schwerer. Mein Körper schmerzte. Die Untersuchungen ergaben zwei Bandscheibenvorfälle und nachweisliche Herz-Rhythmusstörungen inklusive Panikattacken. Ich konnte meinem Job nicht mehr nachkommen und wurde nach unzufriedenstellenden Gesprächen, gekündigt.

Manchmal saß ich stundenlang bewegungslos da. Ohne Emotionen. Ich wollte weinen, aber es kam nichts. Klar … ich muss stark sein. Große Mädchen weinen nie. Meine Gedanken veränderten sich immer negativer. Ich hatte Angst vor mir selbst. Und so entschloss ich mich dazu, mich selbst „einzuweisen“. Sechs Wochen Psychiatrie und beinahe ein ganzes Jahr in psychosomatischen Stationen und Rehas. Verlegung auf Traumastationen, die ich immer „Auffangabteilungen“ für Wahnsinnige nannte.

Auch während dieser Zeit ging so viel schief. Ich lernte in dieser Zeit Menschen kennen, die meine „Not“, meine Hilflosigkeit, mein Unwissen wer ich bin, ausnutzten. Ich ertrug es stillschweigend, Hauptsache nicht alleine. Ich bekam den Namen, das ist die Frau, die kaum spricht, immer nur schreibt …, aus diesem Grund konnten die meisten Psychologen nicht mit mir arbeiten, weil ich total zu machte.

„Das wird schon wieder“ … sagten meine geglaubten Freunde. Ich war enttäuscht von ganz vielen Menschen. Sie schämten sich für mein Sein. 46 Jahre war ich damals und hatte so viel Angst wie selten zuvor. Ich hatte Angst Schwäche zu zeigen, Angst jemandem zur Last zu fallen, aber die meiste Angst hatte ich davor noch mehr Angst zu bekommen!

Irgendwann wieder zu Hause angekommen, beschloss ich Urlaub zu machen. Ich genoss die Sonne, das Meer und den Frieden. Aber von einer Sekunde auf die andere war alles anders. Mein ohnehin so unstabiles Kartenhaus, brach einfach weg. In mir herrschte ein absoluter Ausnahmezustand. Frühzeitig zu Hause angekommen, begann ein weiterer Marathon aus Arzt- und Klinikbesuchen.

Das Eigenartige daran war aber immer, dass ich in den Momenten, in denen es mir am schlechtesten ging, komplette Ruhe ausstrahlte, aber um Hilfe zu bitten war mir unmöglich.

„Ich kann meine Augen vor dem Schließen, was ich nicht sehen will, doch ich kann mein Herz nicht vor dem Verschließen, was ich nicht fühlen will …“, sagte man mir.

Ich war eben eine Meisterin im Verdrängen. Das wurde mir so beigebracht. Und wahrscheinlich war genau das mein Konflikt. Das harte Mädchen, wie früher eben. Für alle da sein. Dabei wäre mein sehnlichster Wunsch gewesen, endlich jemandem zu begegnen, der meinen Schmerz sieht ohne ihn auszunutzen.

Und das war nicht das Ende. Es ist auch nicht der Anfang. Und vielleicht ist das nicht gerade der Einstieg, den Du Dir von mir erwartet hast. Vielleicht wäre es einfacher gewesen ein wenig oberflächlicher zu beginnen? Doch so bin ich eben nicht.

Es ist ein kleiner Teil meiner großen Geschichte. Ein Teil den ich ganz lange nicht annehmen konnte!

Diese Erfahrungen haben mich stark verändert. Ich  bin heute ehrlich. Zu Dir, aber vor allem zu mir selbst. Ich war am Tiefpunkt, sogar an mehreren! Mit meinen erlebten „dunklen Seiten“ möchte ich anderen Frauen Mut machen. Ich will jeder Einzelnen sagen, dass DU es schaffen kannst, den schlimmsten Gefühlen in Dir, ein zu Hause zu geben!

Mein Wunsch ist, ein Buch zu schreiben. X Mal begonnen und wieder verworfen. Es ist noch nicht an der Zeit, denke ich mal … aber bald, sehr bald. <3