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Ach komm, geh doch einfach raus in die Sonne!

Nicht immer kann es einem super toll gehen.
Nicht immer ist alles sonnenklar und einfach.
Und nicht immer fühlt man sich wohl in seiner Haut.

Das ist jedenfalls so mein „Status“, der mir immer wieder einmal begegnet.
Ab und zu und manchmal auch etwas öfter gibt es diese Tage, was solls.
Mir hilft es dann sehr, mit jemandem, besonders meinem Herzmenschen, darüber zu reden, der immer ein offenes Ohr für mich hat.
Aber es kommt auch manchmal vor, dass an solchen Tagen NIEMAND da ist, dem ich mich anvertrauen kann.
So oft es auch gut tut, sich zu öffnen, so ist es auch sehr oft wahnsinnig anstrengend, sich Freunden anzuvertrauen.
Gute Freunde merken einfach, wenn ich gerade nicht „rund“ laufe … wenn mich etwas bedrückt und ich mich nicht gut fühle.

Es ist aber auch so, dass nicht immer das passende Verständnis oder kompetente Antworten vorhanden sind.
Besonders, wenn sie unaufgefordert als „Beilage“ serviert werden!

„Sei doch einfach glücklich, du bist es ja sonst auch!“
„Du weißt ja gar nicht wie gut es dir geht, also schätze das!“
„Hör auf, darüber nachzudenken!“
„Das wird schon wieder werden …“
„Wenn das dein einziges Problem ist?“
„In einem Jahr, lachst du darüber, wirst sehen!“
„Setz dich in die Sonne!“

So oder so ähnlich fallen die Dialoge dann aus. Mir ist natürlich klar, dass keine dieser Meinungen und Ratsanschläge böse gemeint ist! Viele Menschen wissen einfach nicht, wie sie auf unangenehme und drückende Gefühlslagen, reagieren sollen. Mir fällt auf, dass viele Menschen die naheliegende Antwort einfach nicht finden. Und somit werden „Standard-Sprüche“ ausgepackt. Ich habe keine Ahnung wie es Dir damit geht, aber manchmal würde es ohne diese Weisheiten besser gehen.
Einfach nur ein Mensch, der einem für ein paar Momente zuhört, wenn der Lieblingsmensch gerade nicht bei einem sein kann.

Ich bin mir meines erarbeiteten Privilegs durchaus bewusst und ich bin absolut keine Frau, die viel und ständig jammert. Ich bin so dankbar, wenn ich am Morgen wach werde und ich mir Kaffee machen darf, warmes und kaltes Wasser habe, ein schönes Zuhause bewohnen kann und gesund bin! Kaum habe ich andere Menschen mit meinen Problemen belasten wollen … ich komme da sehr gut alleine klar. :D Aber wenn es doch manchmal vorkommt und ich mich jemandem anvertraue, sind mir diese Ratschläge dann etwas zu oberflächlich. Sie hören sich auswendig gelernt und „ausgelutscht“ an.

Bin ich undankbar? DAS frage ich mich manchmal. WER bin ich, dass ich so etwas von mir geben darf?

Ich bin nur ehrlich und ich spreche auch NUR für mich.
Und ganz ehrlich – manchmal reicht es eben nicht mehr einfach mich nur in die Sonne zu setzen, tief durchzuatmen und alles um mich herum zu vergessen!

Sehr oft muss man mehr tun als nur zu lächeln, mehr geben, um glücklich zu sein. Manchmal heilt nur die Zeit und nicht der Moment. Deshalb bin ich selbst sehr vorsichtig mit den oben angegeben (nicht immer passenden) Aussagen.
Ich wünsche es mir für mich selbst nicht … deshalb wähle ich meine Anteilnahme und meine Ratschläge sehr sorgfältig.

Nicht umsonst gibt es diese goldene Regel, die heißt:
„Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinen anderen zu.“

Heute habe ich mich DIR anvertraut.
Wie denkst Du darüber?
Ich wünsche Dir eine schöne Zeit, viele inspirierende Momente und ganz viel Sonne im Herzen.

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MEIN WEGBEGLEITER …

Die letzten drei Wochen hatten ja oberste Priorität für mich. Viele Tage ausschließlich für mich und meinen Körper. Mir hierher Arbeit mitzunehmen, wollte ich nicht. In den letzten Tagen ist mir aber etwas passiert, das ich unglaublich „besonders“ empfand, mir von meinen Gefühlen und Gedanken eine kurze Notiz machte, und es heute mit Dir teilen möchte. :-)

Bei all dieser Ruhe hier, konnte ich meine Gedanken „fliegen“ lassen und meine ganze Aufmerksamkeit, meinem Begleiter schenken. Nochmal zurück zum Anfang:

Seit etwa 1,5 Stunden bin ich nun unterwegs und genieße die Stille hier im angrenzenden Wald. Alleine bin ich allerdings dieses Mal nicht. Ein Zitronenfalter ist seit einer ganzen Weile schon, immer in meiner Nähe. Mal vorne, mal hinter mir … immer da. Als würde er mich verfolgen. ›lach‹

Irgendwo an der letzten Weggabelung ist er mir aufgefallen und seit dem wich er mir nicht mehr von meiner Seite. :-)
Schritt für Schritt, auf den schmalen Wildpfaden liefen und flogen wir gemeinsam dahin. Ich hob meinen Fuß – er faltete sein Flügel. Immer greifbar in meiner Nähe.

Wir Menschen werden von so vielen Dingen verfolgt, war mein Gedanke. In unseren Träumen, im Gedanken und auf unseren Spazierwegen. Nach einer Weile setzte ich mich auf einen Baumstamm und das zitronengelbe kleine Ding, nahm tatsächlich neben mir auf einem Moospolster Platz, mitten im Wald in voller Ruhe. :D Ein Wald, indem nach einem viel zu langen Winter, endlich wieder Farbe zurückgekehrt war.

Es ist ganz ruhig und ich erinnere mich, wie wichtig es ist, auf die unscheinbaren und kleinen Dingen, die um uns sind, achtzugeben. Mein Fokus liegt auf dem gelben kleinen „Klecks“, der so filigran seine zerbrechlichen Flügel unter Kontrolle öffnen und schließen konnte. Unglaublich, wie viel Schönheit so ein Waldstück bieten kann.

Es scheint mir so, als würde mein flatternder neuer Freund es genauso genießen wie ich. Wir beide scheinen hier die Einzigen weit und breit … bis auf die Vögel, die hier ihre Melodien von Baum zu Baum schicken. Immer dieselben Töne, die ausreichen, um mich für einige Momente „abwesend“ zu fühlen. Der gelbe Wirbelwind flattert wild vor meiner Nase und ich muss lachen. Es fühlt sich beinahe so an, als würde er mir sagen wollen: „Komm, es reicht, wir gehen weiter …!“

Ich folge der Aufforderung und dem Weg, der erkennbar ist. ER, fliegt mit. ›lach‹
Mal scheint die Sonne zwischen den Bäumen durch. Der Wind ist angenehm warm und erzählt bestimmt so seine Geschichten, für die, die hinhören. Der Schmetterling und ich genießen unser Umfeld in vollen Zügen. Mir gelingt es, jeder Empfindung nachzugehen. In diesem Moment beneide ich den kleinen Falter, um seine Flügel … was für ein Gefühl das sein muss, fliegen zu können?

Ein ganzes Stück folgen wir beide dem von der Sonne erleuchteten Weg – der gelbe Klecks immer in Sichtweite. Auf einem Holzstoß lasse ich mich erneut nieder und starte ein Experiment: Ich strecke meine Hand aus und wünsche mir, dass sich der mein Begleiter darauf niederlässt. Als sei es das normalste auf der Welt, nimmt ER mein Angebot anstandslos an … lässt sich nieder und schließt seine Flügel.

ICH fühle mich wie ein kleines Kind. Grinsend sitze ich da … betrachte ihn ganz genau und traue mich kaum zu atmen. Er bleibt.
All das passiert zwischen dem Grün der Bäume, dem hellen warmen Licht der Sonne und dem blau-weißen Himmel. :D

Der Kleine ist ein geduldiger Zuhörer, denn er bleibt, als ich ihm ein paar Dinge aus meinem Leben erzählte, in der Hoffnung, dass mich kein anderer Mensch überrascht. ›lach‹. Plötzlich verlässt er meine Hand und fliegt los in den Wald hinein. Ich bin es diesmal, die ihm folgt. Es ist ein Weg, den ich nicht kannte. Am Ende des Weges breitete sich eine wunderschöne Aussicht vor mir aus!

Der gelbe Falter kreist plötzlich über meinen Kopf wild umher. So als würde er sagen: Hey, genieße diese Aussicht, hier kommen nur ganz wenige her …! Und dann … dann fliegt er davon. Der Sonne entgegen.

Alles wirkt so friedlich und besonders auf mich. Wo er nur hin will, mein kleiner Wegbegleiter?
Mit einem Lächeln im Gesicht mache ich mich wieder auf den Weg. Zurück nach Hause, OHNE zu wissen, wo Zitronenfalter im Frühling so hinfliegen … 

Zu Hause angekommen bestätigt sich eines meiner Lieblingszitate:

Im Alltäglichen das Wunderbare sehen und erkennen. Wo immer wir auch sind – seien wir GANZ dort!

So schön, dass Du mich heute auch begleitet hast, und uns auf diesen Ausflug gefolgt bist. ›lächel‹.
Ich wünsche Dir eine gute Zeit und ganz viele solche Momente, wie ich es in diesen Tagen erleben durfte!

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Fremde Energie? Akzeptiere ich nicht mehr!

Meine Toleranzschwelle ist eine nicht geringe, bei den meisten Dingen im Leben. Ich habe in den letzten Jahren, da so meine ganz eigene Devise dafür entwickelt. Eine, die mir gute Dienste leistet. Und zwar lautet diese: Fühlt es sich nicht frei und gut an, dann ist es nicht meines, es darf gehen. Der Vorteil an dieser Strategie ist, der Alltag ist heute im Vergleich zu den vergangenen Jahren, ein sehr entspannter geworden. Ich drehe nicht mehr am Rad, wenn mal etwas nicht so toll und präzise läuft.

Gerade in der momentanen Zeit, ist es sehr schwer geworden, sich nicht in dem Fluss der negativen und berechtigterweise auch dramatischen energieraubenden Zeit, mitreißen zu lassen und darin zu ertrinken! Hier bin ich streng, konsequent und habe null Toleranz. Ich lasse mir dabei keine anderen Optionen offen, weil es mir und meinem Leben nicht guttut. Das bedeutet konkret: keine fremden Energien!

Erklärung …

Was bedeutet „fremd“? Es sind all die Gedanken, Gefühle und Gespräche, die Negatives beinhalten. Anders gesagt, all das, was mich nicht aufbaut, nicht ermutigt, mir keine Hoffnung schenkt und mich nicht inspiriert. Menschen, die von Haus aus alles schwarz malen und wie versteinert in sich verharren.

Alles, was mich bedrückt und mir die Perspektive nimmt, Angst macht und mich entmutigt, muss gehen.

Du denkst jetzt vielleicht das ich egoistisch bin? Keine Empathie gegenüber anderen zeige? Da muss ich Dir widersprechen, denn so ist es auf keinen Fall! Situationen oder Umstände – egal ob es in meinem Leben ist oder das Weltgeschehen, vieles ist bedauerlicherweise nicht veränderbar! Aber was sich dazu in meinem Kopf abspielt, darüber entscheide nur ich selbst.

Und dafür habe ich mich schon vor einigen Jahren entschieden. Liebe – Friede – Freude in mir. Etwas anderes „bewirte“ ich nicht mehr. Natürlich ist es aber auch in meinem Leben so, dass es sehr viele Umstände gibt, die mir das genaue Gegenteil von Freude, Liebe und Friede bereiten. Klar, wie bei allen Menschen. Nichts ist immer nur „rosa puder Wolke“ Es sind die Prüfungen und die Herausforderungen unseres Lebens, die jeder für sich meistern sollte. Wer keine Herausforderungen im Leben hat, ist entweder bereits gestorben oder er hat sich dermaßen in seiner „Bequemlichkeitsblase“ zurückgezogen, dass das Wort LEBEN, ein Fremdwort geworden ist.

Da in beiden Fällen solche Menschen meinen Blog niemals lesen würden und ich auch eine ganz andere Zielgruppe damit erreichen will, gehe ich davon aus, dass DU zu der anderen Menschengruppe gehörst. ›lächel‹.

Ich gehe davon aus, dass auch Du Dich für positive Gefühle und Gedanken entschieden hast. Für GUTE Energie. Für den Weg, der weitaus größer ist, als alle Umstände. Stärker als alles Leid und mächtiger als jede Not und Traurigkeit. So oft sage ich zu mir selbst: „Wenn die Liebe in der Situation es nicht lösen kann und auf die Reihe bekommt, dann können wir alle nach Hause gehen.“

Mir ist klar geworden, wenn ich mich mit guter Energie verbinde, auf die Liebe setze, dann stehe ich immer auf der Siegerseite! Ganz egal, was auch sein mag. Natürlich bin ich auch nur ein Mensch und mich überfallen auch manchmal Gedanken, die damit nichts zu tun haben. Was passiert? Ich mache da kurzen Prozess:

Weg damit. Diese Gedanken, die aufkommende fremde Einstellung und die negativen Gefühle will ich nicht mehr in meinem Leben bewirten! Jeder Tag ist viel zu kostbar, als dass ich es mir erlauben möchte, mich schlecht zu fühlen! Dafür ist meine hart erkämpfte Selbstliebe viel zu stark.

Ich weigere mich schon seit langem, mich bedrückt zu fühlen.
Ich lasse es nicht mehr zu, dass mir irgendjemand oder irgendetwas, meine Lebensfreude und Energie wieder wegnimmt!
Kann gut sein, dass der Verstand mir seine Argumente vorsingt?
Kann gut sein, dass die Gefühle durchdrehen … es ist mir egal.
Ich erhebe mich und greife durch. Ich möchte keinen fremden negativen Energien mehr ein zu Hause geben!

Viele meiner Schubladen haben ihre ganz eigene „Ordnung“ besser gesagt Unordnung.
In meinem Kreativ-Abteil herrscht Chaos pur! Mag sein, aber in meinem Innersten sorge ich für Ordnung und Harmonie.

Ich möchte Dich inspirieren, …

Das ist das, wofür mein Herz brennt. Du sollst Dich von mir inspirieren lassen, ich möchte Dir ein Vorbild sein und ich würde mir so sehr wünschen, dass Du irgendwann mal genauso sagst: „So … und jetzt ist es genug …“ Für mich nur noch Liebe, Freude und Frieden in meinem Innersten!

Wenn wir uns selbst so stark lieben, uns wichtig sind, wir uns zu „schade“ sind, um uns von äußeren Dingen runterziehen zu lassen, kommt diese meine Einstellung von alleine um die Ecke! Ein Auf und Ab im Leben ist normal und das war schon immer so. Menschen gewinnen und verlieren. Alles um uns verändert sich ständig, aber lassen wir es nicht zu, uns schlecht zu fühlen!

Ich bin so viele Jahre jeden Abend mit Angst eingeschlafen und auch wieder wach geworden! Ich habe mir viele Sorgen und Gedanken gemacht. Ich habe mir die „Rucksäcke“ anderer umgeschnallt und ich habe für mich persönlich keine Zukunft mehr gesehen. Ich möchte nicht mehr traurig, verängstigt und besorgt durch mein Leben gehen, keiner kennt sein „Ablaufdatum“!

Ich habe es endlich hinbekommen. Ich lebe ein Leben, indem ich über Dinge entscheide, und nicht die Dinge über mich!
Ich kann heute meinen Alltag ohne mulmiges Gefühl im Bauch bestreiten. Ein Leben mit wenig Verzweiflung und Unsicherheit, weil ich vertraue.
Ich vertraue mir, dem Leben und den engsten Menschen in meinem Umfeld ›lächel‹

Ich habe es ja schon oft geschrieben, aber es ist doch so: Wir fühlen alles andere, was um uns und auch fernab geschieht, ohnehin. Ob wir uns dafür entscheiden oder es uns einfach vor die Nase gehalten wird. Mitgefühl ist etwas Wertvolles … hätten die Menschen nur mehr davon. Aber lass es nicht zu, dass Dich der Strudel der Traurigkeit, der Empörung, und die Negativität unter Wasser drückt, es hilft nämlich niemanden!

Das waren meine Gedankengänge heute. Ich wünsche Dir eine gute Zeit. Pass auf Dich auf.
Alles Liebe …

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Das „magische“ 7. Jahr beginnt …

Heute möchte ich, aus gegebenem Anlass, etwas ganz Persönliches mit Dir teilen. Meine Erkenntnisse aus den letzten 7 Jahren meiner Beziehung. :D Mein Herzmensch und ich haben am 1. Januar das „verflixte“ … oder magische Jahr angefangen. Ich kann’s irgendwie gar nicht richtig glauben, dass es schon wieder so lange her ist, als wir uns kennenlernten. ›lach‹! Sicher war nicht immer alles Sonnenschein – für uns beide nicht, aber ich würde keinen Tag eintauschen wollen. :-)

Diese Beziehung hat mich geprägt wie kaum etwas anderes in meinem Leben. Und weil ich in diesen Jahren so viel über mich und das Leben gelernt habe, möchte ich heute ein paar meiner Erkenntnisse mit Dir teilen. ›zwinker‹.
Keine Angst, es wird nicht „schmalzig“ … kitschig oder dergleichen, obwohl mir heute schon ein wenig romantisch zumute ist! :-)

Bist Du dabei? Gut. Los gehts …

Liebevolles TUN erzeugt LIEBE …

Im alltäglichen Stress und Miteinander kann man schnell vergessen, warum man sich eigentlich in einen Menschen verliebt hat. Man lebt und tut so vor sich hin und auf einmal fallen einem nur noch die „nervigen“ Angewohnheiten des anderen auf. Dazu kommt vielleicht auch noch, dass das Verhalten des Partners nicht mehr das gleiche ist, wie es am ersten Tag war. Mit der Zeit hinkt die Liebe, oder das verliebte Gefühl, ein wenig hinterher. Man arrangiert sich irgendwie damit und gemeinsam.

Genauso war es immer FRÜHER in meinen Beziehungen. So muss es aber nicht sein und die letzten Jahre, zeigen mir, dass es anders sein darf. Ich habe im Laufe der Jahre bemerkt, dass ich sehr viel glücklicher in meiner Beziehung bin, umso liebevoller ich mit mir und meinem Partner umgehe. Das klappt nicht nur deswegen, weil der Herzmensch auf mein Verhalten mit der gleichen liebevollen Haltung reagiert, sondern weil ich gelernt habe, mich selbst gut um mich zu kümmern und ausreichend Selbstliebe für  mich zu empfinden.

Je mehr LIEBE an einem Tag in die Beziehung fließt, umso mehr darf ich spüren und kommt automatisch zurück. Ein wundervolles Gefühl, das nur glücklich machen kann!

Selbstliebe … ich bleibe gleich dabei …

Ich steh zu meinen Wünschen! Es ist doch so und das lesen wir auch ständig. Wenn wir uns selbst nicht mögen, dann kann unser Herzmensch noch so liebevoll sein, wir werden es nicht merken, nicht wahrnehmen. Oder, wie es bei mir oft der Fall war, wir werden sogar daran zweifeln! Wenn wir mit anderen Menschen glücklich sein wollen, müssen wir zuerst lernen, mit uns selbst glücklich zu sein.

Es bringt uns gar nichts, wenn wir uns verbiegen und verstellen, um den Ansprüchen unseres Partners gerecht zu werden. Ich habe in diesen vielen Jahren, vom ersten Tag bis zum heutigen Tag, die Möglichkeit bekommen, der Mensch zu sein, der ich tatsächlich bin. Mich gab es nur mit Fehlern, mehr Ecken als glatte Stellen … und trotzdem war ich genug und anscheinend „richtig“. :D

Deswegen:
SEI DU SELBST UND LIEBE DICH DAFÜR. DANN WERDEN DICH AUCH – ZUMINDEST DIE RICHTIGEN MENSCHEN – DAFÜR LIEBEN! Versprochen!

Bedürftigkeit killt jede Liebe …

In Wahrheit ist das meine allerwichtigste Erkenntnis! Bedürftigkeit ist unsexy! Wünsche zu haben ist normal und diese hat jeder. Bedürftig zu sein ist aber etwas vollkommen anderes. Ich weiß heute, dass ich ein halbes oder sogar beinahe mein ganzes Leben „bedürftig“ war. Gründe dafür gab es natürlich, aber es entschuldigt nichts. Wenn ich früher gestresst und genervt von meiner Arbeit nach Hause gekommen bin, dann habe ich meinen Partner(n) die Verantwortung für meine „Entspannung“ zugemutet!

Wenn wir immer darauf warten, bis unsere Bedürfnisse von anderen Menschen erfüllt werden, dann werden wir immer und ganz schnell wieder alleine dastehen – oder endlos lange darauf warten! Vielleicht klingt das jetzt zynisch, aber es ist so. Ich hab es viele Jahre so erlebt. WIR SELBST sind dafür verantwortlich, wie WIR uns fühlen. Nobody auf dieser Welt kann uns glücklich machen … NUR wir selbst!

Jeder normale und intelligente Mann/Frau kann Bedürftigkeit „riechen“. Diese Ausstrahlung lässt sich nicht deckeln. Deshalb legen wir sie ab, denn wir haben keinen Grund bedürftig zu sein!

Freiraum ist so wichtig …

Vielleicht bin ich da ganz besonders eigenwillig, geht es um ausreichend Luft zum Atmen. Ich weiß, das Herzstück einer jeden Beziehung ist gemeinsame Zeit. Trotzdem sind ich und mein Partner, zwei Menschen mit einem eigenen Leben. Würde ich DAS verleugnen, würde es mich sofort wieder in eine Abhängigkeit werfen und zusätzlich sehr unglücklich machen!

Es war und ist wichtig, mein eigenes Leben weiterzuleben. Dadurch lern(t)e ich meine Werte und meine „Einzigartigkeit“ genauer kennenzulernen und zu überdenken bzw. zu verändern. Und mal ganz ehrlich: Wenn man als Paar alles zusammen macht, wird es doch auch langweilig, weil man dann gar nichts mehr zu erzählen hat? ›lach‹.

Das Gemeinsame pflegen …

Es ist aber auch sehr wichtig, eine „Blase“ für die gemeinsame Beziehung zu erschaffen! Ich habe rausgefunden, dass es egal ist, was wir machen, es ist nur wichtig, dass wir beide gezielt qualitativ hochwertige Zeit gemeinsam verbringen und dass wir dabei auch Freude und Spaß haben! Im Laufe der Zeit ergaben sich die unterschiedlichsten Aktivitäten und es kommen laufend welche dazu. Mann und Frau entwickeln sich ja weiter und manchmal passt die ein oder andere Aktivität für beide super gut. :-)

Durch die gemeinsame aktive Zeit wird es auch nie langweilig! Es ist immer etwas Aufregung und manchmal sogar Spannung mit im TUN. Ein tolles Gefühl von dem jeder etwas lernen darf.

Meine Schlussgedanken … :-)

Vielleicht hast Du Dir eine längere Liste erwartet. Eine Art Liste, die eine erfolgreiche Beziehung garantiert?
Sei Dir gesagt, es ist nicht nur unmöglich, sondern auch bei allen Menschen verschieden.
Gerade mein „Freiraum“ Thema … vielleicht wäre das für Dich die schlimmste Vorstellung in Deiner Partnerschaft?
Nicht jede Frau ist so ein Freiheits-Fanatiker wie ich es bin. ›lach‹
(Mein Herzmensch tickt da aber genau gleich wie ich es tu. ›zwinker‹)

All diese angeführten Dinge sind meine Erkenntnisse … ich habe alles verändert, was ich früher in meinen Beziehungen er- und gelebt habe. ICH habe mich durch diese Beziehung verändert! Wichtig ist, dass die Erwartung bei beiden Teilen ungefähr gleich sind und JEDER genau weiß, was der andere braucht und möchte, um glücklich SEIN zu können.

Im Endeffekt zählt doch nur eines: DIE LIEBE. :-)

LIEBE Dich und zeige allen Menschen um Dich Deine Liebe, denn DU bist wundervoll.

Dann bin ich gespannt, was mir (uns) das verflixte 7. Jahr so alles beibringt. Ich freu mich darauf!
Schön, dass Du da warst. Wenn Du magst, darfst Du mich auch sehr gerne teilen.

Lesezeit: 5 Minuten

Hingesetzt und Rückschau gehalten

„Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf, … es kommt nur auf die Entfernung an.“

Heute von MIR zu DIR. Gedanken von Frau zu Frau und über das Leben, das wir jederzeit verändern dürfen.

Ich mag es sehr Frau zu sein … ich liebe es meiner Intuition mehr und mehr zu vertrauen! Und noch mehr liebe ich es zu wissen, WER ich bin und wofür ich stehe. Das war nicht immer so.

Mit 10 wusste ich, dass ich entweder Krankenschwester oder Kindergärtnerin werden würde. Ich wusste immer, dass ich schnell mein eigenes Geld verdienen musste, um so schnell wie möglich auf eigenen Beinen zu stehen. Meine Berufswahl verlief total anders. Nach einer Verletzung bemerkte ich – ich kann kein Blut sehen, also fiel Berufswahl Nummer eins weg. Kinder waren mir plötzlich zu anstrengend und zu laut. Also ging ich in den Handel.

Ein System hat mich gefangen genommen, mit dessen Zahlen, Fakten und Daten ich mich eine Zeit lang sehr gerne auseinandergesetzt habe. Nach meinem Abschluss übernahm ich Verantwortung und Führung. Business-Outfit war Standard geworden. Ich wurde wirklich gut in dem, was ich tat und habe „gelernt“ mich anzupassen. Zu verkaufen. Zu schulen und habe mich auf Zahlen und Umsatz gestürzt, die es zu erfüllen gab. Es wurde viel umgesetzt und ich habe mich fürchterlich angestrengt. Ich wollte „beweisen“ … wie immer. Stress, viel zu wenig Zeit und die Arbeit mit nach Hause genommen – so war’s.

Ich funktionierte (fast) immer fehlerfrei in diesem System, das irgendwie gar nicht meines gewesen war. All das konnte nicht so weitergehen, das wurde mir klar, als ich mein erstes Burnout hatte, meine Beziehung dadurch zerbrach und ich jeden Tag unglücklicher wurde und in ein tiefes schwarzes Loch gefallen bin.

Es MUSSTE etwas anders werden …

Ich wusste damals, dass es in mir einen Anteil gab, der begraben ganz tief in mir schlummerte. Den ich aus meinen Augen verloren hatte und dem ich nie Platz und Raum gegeben hatte. Mit wunderbarer Hilfe von Außen machte ich mich auf den Weg um einen NEUEN Zugang zu mir zu finden.

Ich machte mich auf den Weg und probierte eine Unmenge an Sachen aus:
Jede kreative Tätigkeit wurde erkundet. Ich begann wieder sehr viel zu lesen und beschäftigte mich mit der Tiefe meiner Seele, meinem inneren Kind, meiner Psyche und meiner Vergangenheit. Immer auf der Suche „Wer bin ich?“ und „Wozu bin ich eigentlich hier?“

Und dann kam ein ganz besonderer Moment. Ich nahm an einem Seminar teil. „Raus aus meinen alten Schuhen“, war das Motto, das mich total ansprach. Und ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen … ich lag da auf dem Boden inmitten einiger Menschen, die alle auf eine gewisse Weise auf der „Suche“ waren. Ich lauschte der Vortragenden und folgte den Anweisungen. Ich wartete schon gespannt auf meine unangenehmen Gefühle, die jedes Mal hochkamen, wenn es still wurde und wenn ich mich ganz auf mich konzentrieren sollte. Es kam aber nix. Plötzlich war es da ganz ruhig und friedlich in mir! Es gab nichts zu tun … ein so unglaubliches und schönes Gefühl, das ich nicht kannte.

Von da an wusste ich, was ich wollte, wo ich hin wollte und was zu tun war! Nämlich NICHTS MEHR von dem, was ich bisher getan habe …

Natürlich wäre das jetzt ein schönes Ende und ein noch besserer und leichter Beginn für ein neues Leben – doch leider war das nicht so. Ich wurde ein weiteres Mal auf die Knie gezwungen. Denn schon klar, ich wusste jetzt, wo ich hin wollte, aber dazu musste ich erstmal (in meinem Fall) alle Zelte abbrechen … umsiedeln … Verbindungen cuten … Klartext reden und vor allem NEIN sagen!

Ich habe mich hingesetzt und Rückschau gehalten …

Was hat immer gut funktioniert?
Was eher nicht …
Was hat mir bislang wirklich Spaß gemacht?
Was liegt da in mir tief verborgen?
Welche Prioritäten setze ich für mein Leben in der Zukunft?
Was lässt mich immer wieder in alte Muster und Glaubenssätze fallen?
Was schafft mir innere Balance und Wohlgefühl?
Schaffe und will ich wirklich so viel verändern?

JA. Ich wollte, ich musste es tun, wenn ich wieder glücklich und vor allem gesund sein wollte. Es war genau diese Zeit, als ich die Tür zu meinem Innersten öffnete, alles Alte und Ungesunde, Schritt für Schritt hinter mir gelassen habe – ab da konnte ich mich selbst entdecken. ›lächel‹

Mein Körper war mein Guide … er versorgte mich relativ rasch mit Informationen darüber, was gut für mich ist und was ich besser sein lassen soll. Zuvor habe ich dieses Signal immer überhört. Ich hatte keine Zeit dafür und es war mir lästig. Ich wollte diese „Signale“ nicht spüren, denn sie bedeuteten für mich pure Schwäche. Heute ist es mir ganz wichtig geworden auf meine Intuition zu hören und „hinzuspüren“, was da in mir so abgeht. :D

Meine Emotionen bekommen endlich genügend Platz …, wenn ich zurückdenke, ich glaube ich konnte gar nicht weinen. Bei mir kam nichts an die Oberfläche. Es war mir wichtig immer die Kontrolle in allen Situationen zu wahren. Gefühle waren da fehl am Platz! Schließlich war ich eine starke Frau. Aber all die unausgesprochenen Worte, die Wut, die Trauer und Angst, hatten sich in meinem Körper abgesetzt und „überdeckelten“ somit auch die schönen Gefühle und Emotionen. :-(
Heute weiß ich es besser. Emotionen sind fließende Energie und brauchen genügend Platz in unserem Leben.

„DU bist so typisch Mädchen“ … ›lach‹. Früher hätte mich diese Aussage geärgert, denn ich und „Mädchen“? Wirklich nicht. Heute ist es ein wunderschönes Kompliment für mich.  Wenn ich mich mit meinem Herz-Mensch vergleiche:

ER: Immer konzentriert, ständig fokussiert, er ist absoluter Realist, wenn er etwas anpackt, sitzt es, ER ist mein Anker …
ICH: Ich dagegen bin emotional (geworden), ich gehe nach meiner Intuition, bin umsorgend, kreativ und spirituell.

Ich war vor Jahren so wie mein Mann … also sehr ähnlich. Männer waren immer mein Vorbild! Männer verkörperten Stärke, Kraft und richtigen Mut. Das dass, alles totaler Bullshit ist weiß ich heute. Ich weiß, dass die weiblichen Qualitäten sehr wertvoll sind und dass FRAU auch all diese männlichen Anteile in sich trägt. Ich bin heute so dankbar über meine spürbaren „Superkräfte“, denn ich kannte sie alle nicht. Ich wusste nicht wie es sich anfühlt, im Flow zu sein, Gefühle und Weichheit zu zeigen … Wärme auszustrahlen und empathisch zu sein. Alles Dinge, die die Welt so dringend braucht. #dankbarbin

Es war das Wertvollste, was mir passieren konnte …

Es muss im Leben immer etwas geschehen, das einem die Füße vom Boden reißt, um dann sagen zu können: „Nein, so kann es nicht weiter gehen …“. Bestimmt hast auch Du schon so eine Erfahrung machen müssen. WAS wir aus diesen Momenten dann letztendlich erschaffen, liegt an uns. An unserem Mut, die Türe zu unserem Innersten aufzumachen UND auch hineinzugehen.

Dieser Weg hat mich auf ganz liebevolle Weise entdecken lassen, WER ich bin. Es hat mir geholfen, meinen Weg zu mir zu finden … meine Ruhe zu finden … mir Klarheit geschenkt und meine weibliche „Weisheit“ zu nutzen. :D
Ich weiß, diese Möglichkeit ruht in jeder von uns.

Und ich verneige mich vor jeder Frau, die sich vielleicht genauso wie ich, erst spät den Mut aufbringt, diesen Weg zu gehen und sich dabei auf dem Weg zu sich selbst macht und dabei ganz viele wunderbare Seiten entdecken wird!

Ich würde mich freuen, von Dir dazu zu hören.
Pass gut auf Dich auf.

Lesezeit: 3 Minuten

Was es für mich bedeutet, erfolgreich zu sein?

Heute mal aus der Sicht von FRAU zu FRAU. Ich hatte ja die letzten Wochen viel Zeit um darüber nachzudenken, welche Themen für uns Frauen wirklich interessant sein könnten. Gespräche wurden geführt und „gelenkt“. Dabei bin ich auf ein Thema gestoßen, dass mich schon ganz viele Jahre immer wieder Mal streift. ERFOLG. WAS bedeutet er (für mich)? Heute wieder mal laut Gedachtes von Frau zu Frau. ›lächel‹.

Ich muss ja sagen, ich steh wahnsinnig drauf, wenn mir ein „Alpha-Männchen“ erzählt, worauf es im Leben ankommt! Scheinbar ist das noch immer trendig in der Männerwelt, denn es hat sich nichts in den Jahren verändert. Dabei frage ich mich, warum es dabei immer um Statusvergleiche geht und KAUM um innere Zufriedenheit?

Alleine das ICH über Erfolg schreibe, ist wahrscheinlich vielen Männer aber auch so mancher „erfolgreichen“ Frau ein Dorn im Auge. ICH … eine Frau, die nichts erfolgreiches im Sinne von Status & Co vorweisen kann! JA – ich tu’s dennoch. ›lach‹. Mir geht es dabei nicht um irgendwelche Ratgeber. Um Tipps wie man in drei Monaten zum „Millionär“ wird oder erfolgreich die Karriereleiter raufklettern kann. Eigentlich interessiert mich das auch kein bisschen.

Für mich hat Erfolg eine ganz andere Bedeutung – es ist ein modernes Wort für GLÜCK! Spreche ich diesen Satz aus, schlucken die meisten auch schon das erste Mal heftig. Ist es weniger cool, glücklich zu sein als erfolgreich? Natürlich kann man „glücklich sein“ nicht am Gehaltsscheck ablesen …

Ist es erfüllend einen protzigen Firmenwagen zu fahren?
Oder einen Posten in der obersten Firmenetage zu belegen?
Für manche sicherlich, aber sind sie auch glücklich, wenn sie jede freie Minute und jedes Wochenende verfügbar sein müssen?

Was ist erfolgreich aus meiner weiblichen Sicht?

Eine Frau wünscht sich Kinder und eine glückliche Partnerschaft, weil genau DAS für SIE Glück bedeutet? Dann würde ich sagen, SIE ist eine SEHR erfolgreiche Frau, wenn sie genau das erreicht hat!

Eine andere hat keine Lust, sich in einem verantwortungsvollen Job zu stressen und den ganzen Tag mit einem aufgesetzten Lächeln herumzulaufen. SIE nimmt sich eine Halbtagsstelle in dem sie ihr Auskommen findet und eine Aufgabe erfüllt, die sie mit Freude erfüllt. Ich glaube diese Frau ist erfolgreicher als der Manager einer großen Firma, der sich von morgens bis abends abrackert, ohne Spaß daran zu haben! Denn diese Frau kann ihre Freizeit und ihr Leben mehr genießen.

Erfolgreich sind wir doch nur wenn wir glücklich sind, und das sind wir, wenn wir ein Leben führen, das uns gefällt!

Sehr oft hindern uns anerzogene Glaubenssätze …

Man kann Glaubenssätze nicht einfach ausradieren. Und wir können nicht alles erreichen, was wir uns vielleicht vornehmen.
„Wenn es nicht geklappt hat, hast du dich zu wenig angestrengt“. So ein Quatsch! Und die meisten Glaubenssätze sind Blödsinn. Mit meinem damaligen Pickel-Gesicht wäre dennoch niemals ein Topmodel aus mir geworden. Und hätte ich mich darauf eingeschossen, hätte es nicht nur trotzdem nicht funktioniert, sondern ich wäre  mit Garantie sehr unglücklich geworden!

Erst, wenn wir richtig einordnen worin wir gut sind und wer wir sind, wird es realistisch und ganz ohne Krampf, erfolgreich zu sein.

Ich bin mir ganz sicher, der Ursprung aller Unzufriedenheit liegt sowieso immer im Vergleich. Also lassen wir’s einfach sein. Genau wie das nachdenken und „zerdenken“. Wenn etwas schiefgeht, nicht gelingt, sollten wir uns nicht ewig den Kopf zermartern und uns ärgern!

Stehen wir auf! Richten wir unseren Kopfschmuck  und laufen weiter! Ob schiefgehend oder hinkend … egal. Dann kann selbst eine wie ICH sagen: „Halloo – ich bin erfolgreich und sehr glücklich“ ›lach‹.

Deshalb: ICH erlaube mir ein erfolgreiches und erfülltes glückliches Leben zu leben.

Danke das Du mich in meinen Gedanken besucht hast! Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Zeit voller Glücksmomente! :D

Lesezeit: 3 Minuten

Es war einmal ein kleines Mädchen …

Denkst Du manchmal an Deine Kindheit, Deine Jugend Jahre? An die Zeit in der Du Dich zur Frau entwickelt hast? Ich mache das gelegentlich ganz gerne, weil ich die Veränderung liebe, die sich dabei zeigt. :D

„Das Kind in dir muss Heimat finden“ – dieses Buch, das ich bereits zum x-ten Mal in die Hand genommen habe und noch immer nicht geschafft habe, zu Ende zu lesen … dieses Buch war der Schlüssel zu meinem Gedankengang heute. „Gedankenspinnereien“, die alles enthalten was wichtig und richtig ist. Und auf meine Gedankenreise nehme ich Dich heute gerne mit … denn vielleicht sitzen da ja mehrere Mädchen beisammen?

… es war da ein Mädchen das war viel zu groß und viel zu dünn für ihr Alter. Sie war schüchtern und meinte sehr lange dumm zu sein. Sie hatte Energie für zehn und die Träume und Illusionen gingen ihr niemals aus! Es war da dieses Mädchen, das glaubte immer fehl am Platz zu sein und trotz ihrer Größe, machte sie sich lieber klein.

Dieses Mädchen war so abenteuerlustig! Sie wollte springen und lachen und jede Menge Unsinn machen und das den ganzen Tag. Doch es wurde ihr immer gesagt, dass das nicht richtig ist und das man sich ordentlich verhalten muss. Sich nicht ständig schmutzig machen darf, lieb und nett sein soll. Es war da dieses Mädchen, das so viele Visionen für ihr Leben hatte, aber sie glaubte, dass sie dafür nicht gut genug ist und das die Menschen sie so nicht mögen.

Dieses kleine Mädchen wollte niemals etwas Böses, sie sah in jedem etwas Gutes doch erfuhr sie bald, das das ein Irrtum war. Sie versuchte alles, um endlich mal „richtig“ zu sein. Um gesehen, anerkannt und geliebt zu werden … Dinge, die sie nicht kannte aber so vermisste.

Dieses Mädchen war nach Außen viel zu groß, es diente ihr zum Schutz und war nur Schein. Innerlich war sie winzig und hielt sich stets in ihrem Schatten auf. Doch irgendwann entdeckte sie die Kraft in sich. Sie war voller Energie, Mut und Stärke. Eine Stärke vor der so manche „Angst“ hatten und sie deshalb besser in Ruhe ließen.

Es war da dieses Mädchen … sie wurde stur und trotzig …, weil alles was sie tat und sagte, falsch war! Sie wurde nicht gesehen und als Mädchen kaum wahrgenommen. Sie war anders, ja … aber ist man deswegen falsch?

Da war dieses Mädchen, das zur Frau wurde, doch die Gefühle von früher nahm sie mit. Nach außen war sie stark, groß und schien unverwundbar. Doch im Innersten war sie verletzlich, klein und schüchtern. Sie suchte verzweifelt nach Liebe, nach der Lebensfreude und Lebenslust … je mehr sie sich anstrengte, umso weniger Gutes begegnete ihr.

Das kleine Mädchen in der nun erwachsenen Frau konnte sich selbst nicht lieben – sie kannte und schätzte ihren Wert nicht. Und so konnte sie vieles auch nicht annehmen und anerkennen und auch nicht vertrauen. Und obwohl sie nun eine erwachsene junge Frau war, fühlte sie sich alt und leblos.

Doch da war er immer noch … dieser winzige Funke an Licht und Lebensgeister! Er blieb und verließ sie  nicht. Er gab nicht nach und kitzelte sie wach. Er begleitete sie weiter und stützte sie auf ihrem Weg.

So nahm die erwachsene Frau das kleine verletzte Mädchen in ihr an die Hand. Und ganz langsam kümmerte sie sich liebevoll um die Kleine. Sie hörte sich ihre Geschichten an, … nahm sie in die Arme, wenn sie weinte … und gab ihr ein warmes und herzliches Zuhause. Tränen flossen in Übermaß. Und nach und nach veränderte sie Sicht auf Dinge und Situationen.

Und man glaubt es kaum – so viel Schmerz und Drama löste sich da auf einmal auf! Plötzlich wurde das Leben leichter und einfacher. Sie spürte wie alles in ihr sich öffnete und sie all den Dingen, Gefühlen und Emotionen begegnete, nach denen sie sich so gesehnt hatte. ›lächel‹

Da war einmal ein kleines Mädchen.  Ja, es gibt sie immer noch. Sie lebt nun gut behütet im Innersten der erwachsenen Frau. Sie liebt die Träumereien, Spielereien, alles Schöne und die Lebensfreude noch genauso als in ganz jungen Jahren! Nur heute, darf sie es auch LEBEN! Sie darf endlich so sein wie sie ist! Sie hat eine inspirierende Begleiterin, die immer für sie da ist und sie daran erinnert, das SPASS, LIEBE und LEBENSFREUDE niemals abhandenkommen darf …

DANKE, dass Du mich gelesen hast.
Ich wünsche mir, dass auch Du heute so weit sein darfst … zu SEIN so wie DU bist und Freundschaft schließen konntest mit Deinem inneren Kind.

Lesezeit: 2 Minuten

Vergiss die Grenzen … SEI und erlaube Dir zu leben!

Mir macht das Leben  Spaß, wenn ich mir keine Grenzen auferlege.
Jedes Mal, wenn ein Teil in mir wieder laut wird und sagt „Hey, das darfst du nicht, das kannst du auf keinen Fall bringen …
stell Dir vor, was die anderen nur denken werden?“
Und ich darauf mein SEIN und TUN einstelle, bestärke ich damit meine „innere Erstarrung“.

Denn mein Herz will etwas ganz anderes. Es möchte „spielen“.

Und natürlich … ich habe ausreichende Erfahrungen machen müssen (dürfen), die mich etwas zurückhalten und hemmen.
Sie hemmen mich manchmal mich zu zeigen und zu geben wie ich wirklich bin! Allerdings soll es keine Entschuldigung sein.

Wir –  ICH darf im Leben mit Freude „spielen“ … allen Dingen nachgehen, die mein inneres „Mädchen“ begeistern!
Ich darf endlich Liebe empfangen und genauso kann ich sie geben so wie sich das mein in die Jahre gekommenes Herz wünscht!
Deshalb: Pfeif auf Grenzen.

Grenzen sind für mich nur dann sinnvoll, wenn ich auf einem hohen Berg stehe, ich von ganz oben in die unendliche Weite schauen kann und es vor meinen Füßen 50 Meter die Felswand abwärts geht.
DANN ist es ratsam, auf die innere Stimme zu hören die mir sagt: „Schätzchen jetzt bleib besser stehen!“ Das verstehe ich unter Grenze. ›lach‹

In ganz vielen anderen Fällen, vor allem dann, wenn ich einem fremden Menschen einfach „Hallo“ sagen möchte …
Wenn ich mich gerne bei jemanden bedanken möchte …
Oder wenn ich einem Menschen einfach sagen möchte, wie schön er ist, wie gern ich ihn hab oder wie dankbar ich bin, ihn zu kennen … DANN ist es ratsam den nächsten Schritt zu tun. Nicht stehen bleiben – TUN!

Denn weshalb auch nicht? Abstürzen werde ich nicht. Mein Herz und das Herz des anderen werden sich freuen. Es war noch immer so! Und die innere „Starre“ vergeht.
Es wird warm …
Es wird weich …
Es fühlt sich gut an …
Es macht mich und andere glücklich …
Und dabei bin ich wie ich bin. Authentisch pur am Leben.

Deswegen – vergiss die Grenzen … SEI & LEBE.

Danke dass Du heute in meinen Gedanken Platz genommen hast. Ich wünsche Dir eine geniale Zeit ohne „Starre“. ›zwinker‹.

Lesezeit: 4 Minuten

Meine komplette Bandbreite an Emotionen

Und wie ich damit umgehe. Warum schreibe ich heute darüber? Weil sie mich erst vor kurzem wieder richtig „gestreift“ haben. Emotionen sind für mich kein einfaches Thema. Immer noch nicht! SIE und ich standen immer im Kampf miteinander. Emotionale „Anfälle“ kenne ich in- und auswendig. Im negativen als auch im positiven Sinn … die volle Bandbreite eben. :D

In meinen ganz jungen Jahren hatte ich große Schwierigkeiten, meine Emotionen zu deuten, zu verstehen und zu bündeln. Als junge Frau folgten viele emotionale Phasen, mit denen ich kaum umgehen konnte! Ich betitelte mich teilweise selbst als DramaQueen, weil ich mich teilweise in irrationale Glaubenssätze hineinsteigerte bis ich tatsächlich davon überzeugt war. Der rationale (kleine Teil) in meinem Kopf flüsterte mir zu: „Du weißt schon, dass das überhaupt nicht stimmt, was du da denkst!“ Doch dieser Teil in mir war zu schwach, zu leise und somit wurde er einfach übertrampelt.

Mensch, wenn ich mich daran zurückerinnere, bekomme ich noch heute feuchte Hände. Ich hatte ständige Panikanfälle, große Aggressionen in mir, noch größere Verlassensängste und Depressionen, aber es gab auch die andere Seite. Übertriebene Glücksgefühle waren mir nicht unbekannt.

Gerade wenn ich eine neue „Liebe“ erobert hatte, schien mir meine Welt eine vollkommen andere. Ich sah die Sonne, obwohl keine schien und machte aus der berühmten Zitrone tatsächlich zuckersüße Limonade. Solange, bis sich die erste Enttäuschung einstellte. Dann war ich am Boden zerstört. Ich empfand alles als negativ und so fand ich keinen anderen Weg, als meine extremen Gefühle an mir selbst auszulassen. Selbstverletzend gegen mich gerichtet. Ein Thema, über das ich nicht sehr gerne nachdenke, dennoch ist es ein Teil von mir (gewesen).
Ich würde nicht sagen, dass ich aus all diesen Tatsachen herausgewachsen bin. Es war keine Phase, die ich nur im Kindes- und Jugendalter durchgemacht habe, NEIN diese Emotionen gehören noch immer zu mir. Es kommt immer noch vor, dass ich den ein oder anderen „Totalausfall“ habe … ich bin immer noch wütend, traurig, habe Angst und bin manchmal frustriert und am Boden. Jedoch sind diese Phasen anders und viel viel seltener geworden! >Gott bin ich froh darüber< Sie sind beinahe verschwunden, aber sie sind noch da.

Ich habe einfach gelernt damit zu leben und umzugehen.

Der Topf geht über …

Durch die Verlagerung der Perspektiven in meinem Leben kommt es von vornherein viel seltener zu negativen Gefühlen. Ich konnte wirklich lernen, auch in Situationen, die andere aus der Fassung bringen, ruhig zu sein. Ich kann sogar der „ruhende Pool“ sein und kann auch vieles mit Humor betrachten … man stelle sich das bitte vor! :D Eine (meine) zufriedene Einstellung sorgt dafür, dass ich erst gar nicht in unangenehme emotionale Momente komme. Diese Einstellung ist sozusagen meine „psychische Prophylaxe“ … gleichzustellen wie ausreichend Vitamin C, das für eine gesunde Abwehr sorgt. So verhindere ich das „Überlaufen“ meines Topfes.

Wenn sich allerdings die negativen Ereignisse in meinem Leben ununterbrochen „abklatschen“, dann geht er über mein Topf. Und genau für diese Momente habe ich einen Plan, einen Weg gefunden der wunderbar funktioniert. Ich schaffe es gegenzusteuern. Er half  mir auch sehr als mich noch anstrengende Panikanfälle plagten. Ein Trick der auch Dir vielleicht helfen kann, mit Deinen Emotionen besser umzugehen.

Inzwischen weiß es jeder: Unterdrückte Emotionen sind langfristig Gift für uns. Diese Meinung vertrete ich genauso, nur war es für mich immer schwer zu verstehen, warum ich beispielsweise meine Aggressionen nicht unterdrücken sollte! Wäre es besser, der Person auf die ich wütend war, gleich eine reinzuhauen? Wie bitte sollte ich diese Emotion denn sonst herauslassen? Ich hatte dieses Bedürfnis so oft und es fiel mir verdammt schwer, nicht in die Offensive zu gehen.

Gerade in einer meiner ersten Rehas wurde ich so oft getriggert, dass es mich beinahe zerrissen hat! Irgendwann war ich so voller Panik und gleichzeitiger Wut, dass mir scheinbar nichts anderes überblieb, als mich dem Ganzen voll und ganz zuzuwenden. Ich begann mit meinen Emotionen, die damals doch alle sehr unterschiedlich und übertrieben intensiv waren, zu reden.

„Bist du schon wieder da und quälst mich? Wird dir das denn nie langweilig? Was willst du … soll ich ausflippen, schreien, weinen, zuschlagen …? Das würdest du dir gerne ansehen, stimmts? Nur leider spiele ich da nicht mit.“

Ich beschloss, alles was im Moment war, zuzulassen … vollkommen. Hatte ich Angst, sagte ich mir – es ist nur Angst. Ich spürte wie mein Herz doppelt so schnell schlug als normal. Ich spürte meine feuchten Hände und wie sich mein Hals langsam zuschnürte und mein Mund trocken wurde. Ich ließ mich auf diesem Gefühl nieder und nahm es an. Diese paar Minuten waren anfangs eine kleine Ewigkeit, doch diese Zeit wurde mit jedem Mal kürzer und irgendwann konnte ich feststellen, dass da nix mehr war. Meine Angst war gegangen und hatte mich „ruhig“ sitzengelassen.

Warum das funktioniert ist nebensächlich – wichtig ist, dass es klappt.

Ich denke, Emotionen sind wie kleine Kinder. Sie machen so lange Blödsinn, bis sie sich der Aufmerksamkeit bewusst sind. Wenn man sich ihnen dann komplett zuwendet, werden sie ruhig und hören auf zu „stören“.

Deshalb richte ich seit langer Zeit meine Aufmerksamkeit genau auf DAS Gefühl, dass gerade außer Kontrolle zu geraten scheint! Bewusst in die Emotion steigen und fühlen … in diesem Augenblick … hineinfühlen … eins sein … voll und ganz. Und zusehen was geschieht.

Danke, dass Du mich gelesen hast, vielleicht kannst Du es ja selbst auch anwenden, wenn Dein Topf mal wieder am Kochen ist. ›lach‹

Herzlichst und bis bald …

Lesezeit: 4 Minuten

FREUNDE, meine Sicht …

Wiedermal hat mich eine Freundin zu einem Gedankengang inspiriert. Bei unserem Gespräch ging es um die momentane Distanz zu Menschen, insbesondere zu Freunden, zu Menschen die man gerne um sich hat. Das Thema Freunde war für mich immer schon ein Thema … oder sollte ich besser sagen – kein Thema? Ich weiß es nicht.

Unser Gespräch drehte sich um das momentane Leben und die Frage, ob es überhaupt nochmals anders werden würde. Ich fragte sie was ihr am meisten fehle. Die Antwort war schnell da. „Einen guten Café mit dir oder anderen Freundinnen zu trinken … ein Glas Wein mit Freunden in einem unserer gemeinsamen Lokale genießen.“

ICH: Ok. Ja. Also ich freue mich auch darauf, aber ich vermisse es nicht. Dann meinte SIE: „Natürlich nicht, du hast auch keine Freundinnen …“. Sie sagte das in ihrer Art, zog eine Schulter hoch und lächelte irgendwie mitleidig, während sie weiter an ihrer Zigarette nuckelte.

ICH: Stimmt. Aber nicht, weil keiner etwas mit mir zu tun haben will, sondern weil ich es so möchte. Das weißt du aber. Danach folgte ein weiterer Hammer. SIE: „Aber schwierig bist schon, das weißt du ja selbst!“ Danach wechselten wir das Thema. Tage danach fiel mir dieses Gespräch wieder ein und nun sitze ich da und schreibe darüber. ›lach‹.

Schwierig würde ich mich selbst nicht unbedingt bezeichnen, ich  bin eben jemand der kein „Blabla“ leiden kann. Da wissen meine Ohren was sie zu tun haben … sie machen zu. Das ändert sich mit zunehmenden Alter, denke ich mal. Neue Freundschaften sind für mich nicht mehr ganz so leicht zu schließen. Da sag ich einfach nur: Geduld mit Menschen. Schon da fallen bei mir im Vorhinein derart viele Menschen durchs Gitter. Und wenn ich dann doch mal jemanden treffe, bei dem ich mir denke: Ach  schau mal, der ist aber nett, dann ist es immer noch ein weiter Weg.

Es ist ja nicht mehr so wie damals, wo man den halben Tag in der Schule zusammengesperrt war und viel Zeit für einen regen Austausch und ein intensives Kennenlernen hatte. Übrigens mochte ich es damals auch nicht und durch mein nicht unbedingt gefälliges Aussehen, wäre es wahrscheinlich nur sehr selten so gewesen.

In der Arbeit ist man DURCH die Arbeit vom Sozialkontakt etwas abgelenkt und beim Sport kommt vor lauter Strampeln und Dehnen auch kein ordentliches Gespräch zustande. Nein, wenn man jemanden toll findet, egal ob Mann oder Frau, muss man sich verabreden. Man geht auf einen Kaffee zum Beispiel und dann sitzt man sich gegenüber und fragt sich die Lebensgeschichten gegenseitig ab und wenn es gut läuft, macht man sich wieder etwas aus.

Von da bis zu dieser Form von Freundschaft, bei der man sich auch nachts um drei anrufen kann, weil man traurig ist, Liebeskummer hat oder einfach nur betrunken ist und jemanden zum Reden braucht … bis es so weit ist, DAS DAUERT! Und das Allerwichtigste – man muss dranbleiben. Und da muss ich jetzt direkt sagen: Es ist zeitaufwändig und es ist anstrengend. Deswegen siebt man so schnell und konsequent aus … ich jedenfalls.

Die Entstehung einer Freundschaft lässt sich aber auch nicht wirklich beschleunigen! Es dauert so lange wie es eben dauert und man muss viel Zeit miteinander verbracht haben. Im Buch DER KLEINE PRINZ erkannte es sogar der Fuchs, der sagte: „Die Menschen haben für nichts mehr Zeit.“ Alles, was sie brauchen, kaufen sie im Laden. Aber der Fuchs weiß auch, wo das Problem an der ganzen Sache liegt:

„Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund möchtest, so zähme mich …!“

Da haben wir’s auch schon wieder. Um eine richtige Freundschaft muss ich mich bemühen … Zeit investieren. Oberflächlichkeiten sind dabei fehl am Platz! Es muss ein echtes und authentisches Miteinander sein (werden).
Man muss sich wirklich Z E I T  N E H M E N. Punkt. Ich bin ganz ehrlich. Es liegt mir nicht. Ich habe in meinem Leben sehr viel Zeit für Freundschaften gegeben. Ich habe falsch investiert bei gut 90 %. Das ist nicht gut und jetzt wo ich es noch schwarz auf weiß vor mir liegen habe … es schaut auch nicht gut aus! :-(

Und dann sind noch die Freundschaften, die man schon lange hat. Sie sind enormen Gefahren ausgesetzt. Sie können einen einfach so abhandenkommen. Es reicht eine kleine Änderung in den Weichen des Lebens und schon befindet man sich in total verschiedenen Welten. Ich kenne das tatsächlich alles! Bei meiner Scheidung und meiner fast zweiten Scheidung war es am Allerschlimmsten. Nichts halbiert Freundschaften so rasiermesserscharf sag ich dir!

Ich bin nicht nur introvertierter, sondern auch noch vorsichtiger geworden. Eine Freundschaft ist keine Freundschaft, wenn man nix von sich erzählt, oder? Und ich will nicht mehr alles und jede Kleinigkeit von mir und meinem Leben erzählen (müssen).

Ich zitiere Dominik Wichman:
„Freundschaft ist ein menschliches Glück, das sehr viel Zeit braucht. Man muss miteinander verdammt viel Salz gegessen haben, man muss Erfahrungen gemacht haben, man muss sich auch mal gestritten haben, man muss ein bisschen aneinander gelitten haben, man muss voneinander gelernt haben. DAS macht Freundschaft aus.“

Mir genügen diese ein, zwei, drei Menschen, denen ich alles sagen kann und auf die man sich wirklich verlassen kann, die nichts anderes wollen, als mich glücklich zu sehen, … diese gibt es und die sind ausreichend. Es gibt zwar noch jede Menge Leute, die sich in der Nähe dieses Status tummeln – aber wirkliche Freunde hat man, glaube ich, nicht viele im Leben. Wie gesagt diese alternden reifen und ganz wenige Freundschaften, für die bin ich auch dankbar.

Ich vergleiche sie mit Wänden: Je älter das Haus des Lebens ist, desto mehr Gewicht nehmen sie auf. Meine (unsere) ganz engen Freunde werden uns immer (ge-)wichtiger und wir wissen sie zu schätzen. In meinen jungen Jahren hatten sie einen anderen Stellenwert. ›lach‹. Sie waren dazu da um nicht alleine auf der Tanzfläche zu stehen oder alleine ins Kino zu gehen. Und wenn es eine richtig gute Freundin war, dann hat sie mir die Haare nach hinten gehalten, während mir kotzübel war und ich mir die Seele aus dem Leib würgte. Klar das verbindet. Aber mit der Zeit verändert sich (Gott sei Dank) alles.

Das Leben hat mir schon viele harte Schläge verpasst und manchmal muss es richtig finster werden, damit man sieht, wer bei einem im dunklen Sitzen bleibt. Es waren zwei  … zwei kostbare Seelen, die bis heute meine Stütze sind.

Ich mag Menschen. Aber nicht andauernd. Es strengt mich an. Würde ich einen Saal Freundinnen bzw. Freunde haben, ich würde regelmäßig auf Erholung fahren müssen! ›lach‹. Deswegen … alles gut so wie es ist. Für mich jedenfalls.

Das war er auch schon wieder mein diesmaliger Gedankengang und es wird nicht mein letzter bleiben.
Ich wünsche dir mehr Freunde als ich habe. Viel mehr, wenn du das brauchst. Genieße die Zeit mit ihnen, auch wenn es im Moment nur mit Abstand möglich ist. Auch das wird sich wieder ändern.

Drücker…