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Lesezeit: 2 Minuten

Anregende Worte heute für uns. Worte zum Nachdenken und weiterschicken. :-)

DIE GEBURT DES SCHMETTERLINGS

Ein Wissenschaftler beobachtete einen Schmetterling und sah, wie sich dieser abmühte, durch das enge Loch aus dem Kokon zu schlüpfen. Stundenlang kämpfte der Schmetterling, um sich daraus zu befreien. Da bekam der Wissenschaftler Mitleid mit dem Schmetterling, ging in die Küche, holte ein kleines Messer und weitete vorsichtig das Loch im Kokon, damit der Schmetterling leichter herausschlüpfen konnte.

Der Schmetterling entschlüpfte sehr schnell und sehr leicht. Doch was der Mann dann sah, erschreckte ihn doch sehr. Der Schmetterling, der da entschlüpfte, war nicht gesund. Die Flügel waren ganz kurz und er konnte nur flattern, aber nicht richtig fliegen.

Da ging der Wissenschaftler zu einem Freund, einem Biologen und fragte diesen: „Warum sind die Flügel so kurz und warum kann dieser Schmetterling nicht richtig fliegen?“ Der Biologe fragte ihn, was er denn gemacht hätte.

Da erzählte der Wissenschaftler, dass er dem Schmetterling geholfen hatte, leichter aus dem Kokon zu schlüpfen.
„Das war das Schlimmste, was du tun konntest. Denn durch die enge Öffnung, ist der Schmetterling gezwungen, sich hin durchzukämpfen. Erst dadurch werden seine Flügel aus dem Körper herausgedrückt und wenn er dann ganz ausgeschlüpft ist, kann er fliegen!

Weil du ihm geholfen hast, um ihm den Schmerz zu ersparen, hast du ihm zwar kurzfristig geholfen, aber langfristig nur geschadet. „Wir brauchen manchmal den SCHMERZ, um uns entfalten zu können – um der oder die zu sein, die wir sein können. Deshalb ist die Not oft notwendig –  es ist die Entwicklungschance, die wir nutzen können.“

Gefunden im Lichtkreis, leider kein Autor bekannt.

Ein wundervolles Beispiel, das auf unser Leben projiziert werden kann.
Schmerz und Leid sind Teil unseres Lebens. Und es ist nichts, was wir fürchten müssen.
Wir müssen es gegebenenfalls „nur“ annehmen und nicht darüber hinwegsehen!
Wenn wir uns dann auch noch damit auseinandersetzten und all das verstehen, haben wir schon gewonnen.
Im Schmerz und im Leid steckt potenzielle Wachstumshilfe … nutzen wir diese. ›lächel‹.

Ich hoffe, ich konnte Dich zum Nachdenken animieren und Du hattest Freude am Lesen der Geschichte.
Bis bald, wenn es eine neue Folge meiner #Geschichtenliebe für Dich gibt.

Pass auf Dich auf …

Lesezeit: 3 Minuten

DER LUMPENHUND

Ich war wieder mit der S-Bahn in Berlin unterwegs und fuhr auf dem kleinen Ring von West nach Ost. Da ich einige Stationen vor mir hatte, setzte ich mich auf einen der Dreiersitze. Mir gegenüber saßen eine junge Frau, die offensichtlich aus der Geschäftswelt kam, im dunklen Kostüm mit Rock und leichter Jacke und ein älterer Mann, der wohl eher aus einer anderen Welt kam.

Zwischen ihr und dem Mann, der neben ihr saß, war ein Platz frei geblieben. Er sah ordentlich gekleidet aus, hatte einen Rucksack bei sich und schien recht redselig.

Nachdem ich noch einige Nachrichten auf dem Smartphone, von mir liebevoll „Schlauphone“ genannt, gelesen hatte, verfolgte ich ungewollt der Unterhaltung, die mir anfangs recht einseitig erschien. Der Mann sprach die Businesslady, wie ich sie gedanklich nannte, an und versuchte, sie in ein Gespräch zu verwickeln. 

Mir ging sofort ein Gedanke durch den Kopf: „Das geht schief.“ Ich malte mir schon aus, wie es weitergehen würde: Sie würde sich bedrängt und belästigt fühlen, er wäre dann beleidigt und ein Wortgefecht würde entfacht. Irgendwann hörte ich ihn sagen: „Das sind schöne Ohrringe.“ Und sie antwortete mit einem „Danke“. „Sind die echt?“, fragte er weiter. Ich überlegte mir schon mal, ab welchen Punkt, ich wohl gegebenenfalls schützend eingreifen müsste.

Doch es kam ganz anders. Die Frau schloss das Buch, in dem sie bis davor gelesen hatte, und wandte sich dem Mann zu: „Nein, das ist Modeschmuck“, lächelte sie. „Ich hatte auch mal welche. War´n Geschenk von ´nem Freund – echt goldene! Ich habe sie ihm mitgegeben … als er starb. Hab sie in die Urne gepackt“, sagte er weiter.

Die Frau schaute etwas bedrückt. „Hab ihn eine ganze Weile gepflegt, als wir zusammen wohnten. Das macht man so … für nen Kumpel, aber er hat es leider nicht geschafft.“ Die Geschäftsfrau war jetzt in meiner Wahrnehmung, ergriffen von seiner Erzählung und es geraten ihr Tränen in die Augen. 

„Ich habe meinen Vater auch gepflegt … bis ich es nicht mehr konnte“, sagte sie während sie ihn sehr zugewandt in die Augen sah. „Und jetzt wohnen sie alleine?“ „Nee, nun bin ich ein Lumpenhund und lebe auf der Straße. Alleine will ich nicht wohnen.“ Dann klopfte er auf seinen Rucksack: „Da ist alles drin, was ich so brauche.“ Die Frau tupfte sich die Tränen ab. Diese Geschichte und seine Worte gingen ihr offenbar sehr nahe. 

„Ich brauche nicht viel und das, was ich zum Leben brauche, passt in diesen Rucksack.“ „So, aber hier muss ick raus. War sehr schön mit ihnen zu plaudern. Alles Jute für sie alle!“, sagte er im Aufstehen, das ihm sichtlich schwer fiel. Die Frau sah ihm nach als er ausstieg und er sich seine Sachen zurechtrückte. „Ihnen auch alles Gute!“, rief sie ihm hinterher … immer noch im Gedanken berührt und vertieft.  Mir ging es nicht anders.

Wie oft hatte ich schon Menschen in ähnlicher Situation in den Bahnen getroffen, mich gefragt, wie sie in diese Lage gekommen waren. Manchmal hatte ich ein paar Münzen gegeben … manchmal hatte ich mich über den Geruch, den leider einige mit sich brachten, geärgert. Obwohl ich keine Ahnung hatte, wer diese Menschen waren und warum sie so lebten. 

Wie so oft schauen wir weg, sehen herab oder verweigern jede Kommunikation! Manchmal ist ein klein bisschen Menschlichkeit, Aufmerksamkeit oder Zuwendung schon alles, was sich der andere wünscht.

Wenn Du diese Geschichte jetzt gelesen hast, … vielleicht erkennst Du Dich darin wieder? Manchmal sind es kleine Momente in unserem Leben, die sich als etwas ganz Besonderes zeigen. Sie dienen als „Augenöffner“, um zu erkennen, was wirklich zählt im Leben.

Steffen Zöhl, Praxis der Zuhörer

Einen wunderschönen Tag mit vielen inspirierenden Momenten.

Lesezeit: 3 Minuten

GESCHICHTEN … sie enthalten alle eine Botschaft. Geschichten erzählen Sachverhalte in Bildern. Sie müssen nicht unbedingt logisch sein. Das Gegenteil ist sehr viel häufiger. Vielleicht ist das so, weil damit die Beschäftigung mit einem Thema angeregt wird. Ein Satz wie „Lachen tut der Seele gut“ wirkt nicht so tief nach wie eben eine Geschichte, die über das Lächeln handelt und dargestellt wird.

Meine Geschichte, die ich heute für Dich ausgesucht habe, ist eine Kindergeschichte! JA eine Kindergeschichte, die wie ich finde, auch für uns Erwachsene eine Botschaft enthält. Ich wünsche mir für Dich, dass sie Dich entspannt UND Dir ein sanftes Lächeln in Dein Gesicht malt … wie vielleicht damals, als wir selbst noch Kinder waren … -:)

ALS DIE NOVEMBERFEE DIE RUHE BRACHTE

… die Novemberfee bemalt mit ihren Farben das Land …

Pssssssst!

„Es liegen die Zeiten, die Stille bereiten, ein tröstendes Band des Schlafs und der Ruh hauchzart übers Land. Es ruhen die Bäume.
Sie träumen die Träume der wandelnden Zeit in Tagen des Winters, wenn’s kalt ist und schneit.“

Psssssssst!

Ein leises Klingen lag in der Luft. Die Musik des weichenden Jahres zum Ende des Herbstes. Die Novembermusik des Lebens. Es war eine feine, zarte, ruhige Musik und wer ganz still stehen blieb und lauschte, vermochte sie allüberall zu hören.
Leise, mit feiner, zarter Stimme sang die Novemberfee zu dieser Musik ihr Lied. Ihren silbergrauen Umhang mit seiner Millionen und Abermillionen klitzekleiner, glänzender Pünktchen hielt sie weit über dem Land ausgebreitet.

Sie umfing Berge und Täler, Flüsse und See, Wiesen und Felder, Gärten und Parks, Häuser und Straßen mit ihren tröstenden Armen. Die Pünktchen auf ihrem Umhang funkelten. Eines nach dem anderen lösten sie sich vom Feengewand und trudelten leicht, still und langsam ihrem Ziele zu.

Und still und langsam legten sie sich auf die Äste der Bäume, auf Büsche, Sträucher, Herbstblüten, Kräuter, Gräser und die Winterfrüchte auf den Feldern. Sie legten sich in das Winterkleid der Tiere und manche von ihnen, die Mäuse, Kaninchen, die Eichhörnchen, Igel und viele andere zogen sich müde in ihre Winterschlafquartiere zurück.

Andere machten es sich auf Bäumen und Sträuchern, in Ackerfurchen und Wiesen, in schützenden Höhlen und im Unterholz gemütlich. Sie wussten es alle: Die Zeit der Ruhe war gekommen. Der Winter mit Eis und Schnee war nicht mehr weit. „RUHE“, sagte die Novemberfee, „Stille und Ruhe bringe ich dem Land.“ Ich sorge dafür, dass die Bäume und Pflanzen sich erholen und sich auf das neue Leben im nächsten Jahr vorbereiten.

Das die Tiere im Winter ihren Schlaf finden und von neuen Abenteuern und Tierhochzeiten träumen. Dass, die Menschen ein bisschen weniger schnell durch die Tage hasten und Erholung in der feierlichen Novemberstille finden. Ja, das alles bringe ich nun dem Land und ich wünsche mir, dass alle mein Geschenk der RUHE frohen Herzens empfangen und genießen mögen. RUHE ist wichtig, so wichtig, denn auch sie ist … das Leben.

Mit einer ruhigen, erhabenen und sehr sehr liebevollen Geste griff sie in die weiten Taschen ihres Umhangs, füllte ihre Hände mit silbernen Perlen, die sie weit über das Land warf. „RUHEPÜNKTCHEN!“, rief sie. „Möge jede Perle die RUHE zu Mensch und Tier, zu Baum und Strauch, zu Haus und Hof, zu Stadt und Land bringen.“

Und sie warf und warf und warf Perle um Perle zur Erde hinab. Und das tat sie den ganzen Novembermonat lang. Perle um Perle und diese brachten RUHE und Erholung und auch ein wenig Freude zu den Menschen. Und die Vorfreude auf den kommenden Monat des stillen, feierlichen Lichts, dem Monat der Dezemberfee … <3

Aus „Mit Omas Geschichten durch das Jahr“ von Elke Bräunling

Tja … was sagst Du zu dieser „Kindergeschichte“?
Was will sie uns als Erwachsene sagen?

Mein Lieblingssatz daraus ist: „Das Geschenk der RUHE, denn RUHE ist so wichtig, denn auch sie ist das Leben …“
Und genau DAS soll meine Botschaft an Dich sein. Nutzen wir die „stille“ Zeit um uns zu erden … nochmal tiefer in uns zu gehen … unsere Werte zu überdenken … neue Kraft zu sammeln … und noch ganz viel mehr.

In diesem Sinne hoffe ich sehr, dass Dir die „Novemberfee“ genauso gut gefallen hat wie mir.
Teilen macht Freude und wenn Du magst, teile sie mit lieben Menschen. ›lächel‹

Genieße die Zeit und gönne Dir mehr Ruhe als vielleicht normal.

Lesezeit: < 1 Minute

Meine Geschichte heute könnte wahr sein und vom Leben geschrieben. Ist sie aber nicht. Allerdings regt sie wieder mal an um über die Liebe und die Perfektion im Allgemeinen nachzudenken. Viel Freude beim „Eintauchen“.

DIE PERFEKTE FRAU

Eines Tages fragte ein Schüler den Schalk Nasrudin, warum er nie geheiratet habe.

„Ach“, antwortete Nasrudin, „ich hatte mir vorgenommen, nur dann zu heiraten, wenn ich die perfekte Frau gefunden habe.

So suchte ich lange Jahre und begegnete vielen Frauen, die nett und schön und auch klug waren.

Aber keine davon war perfekt.“

Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: „Eines Tages sah ich sie dann!“

Ich wusste sofort, dass sie in jeder Hinsicht perfekt war.

Und als ich sie dann kennenlernte, stellte sich heraus, dass sie wunderbar makellos und ein Juwel war.

„Und, warum hast du sie dann nicht geheiratet?“, fragte der Schüler neugierig.

Nasrudin seufzte tief: „Das Problem war, dass sie den perfekten Mann suchte …“

Von Joel Ben Izzy aus „Der Geschichtenerzähler“

Mein Gedanke dazu:

Geben wir die Suche nach dem perfekten (Partner) auf. Wir werden diesen nicht finden. Perfektion ist einer der Trends unserer Zeit! Wir suchen und suchen … nach einem besseren Job, wir erwarten und suchen nach perfekten Momenten und Erlebnissen und natürlich auch nach dem perfekten Partner und dem perfekten Leben. Meine Erfahrungen haben MIR gezeigt, es ist ein Fehler, keine Fehler zu machen und fehlerfrei zu sein! Manche Menschen verschwenden ihr ganzes Leben bei diesem Versuch der ohnehin mit ziemlicher Sicherheit scheitert. :D

Also, lebt authentisch und sucht nicht nach Perfektion … im Leben. Dadurch wird es auch einfacher in „Liebesdingen“.
LOVE, die Eure :-)

Lesezeit: 2 Minuten

Geschichten, Zitate und Texte über das Herz mochte ich schon mein ganzes bisheriges Leben total gerne. :D
Ich habe wieder eine gefunden, die ich – ich glaube es ja selbst kaum, noch gar nicht kannte!
Schön, dass Du Dir die Zeit nimmst sie zu lesen.

DAS HERZ UND DER KOPF

Es war einmal ein Herz, das lebte zusammen in einem kleinen Dorf mit anderen Herzen und Seelen.

Als das Herz vor langer Zeit geboren wurde und anfing Sekunde für Sekunde zu schlagen, hatte es immer nur einen Wunsch.

Liebe zu empfangen und Liebe zu geben.

Oft fühlte es sich sehr alleine, wollte und konnte aber nicht alleine sein und so geschah es, das das Herz immer mehr kleine Narben bekam. Narben von Enttäuschung und Verletzung.

Die Narben wurden immer größer und die eigenen Wünsche und Bedürfnisse wurden immer weiter nach hinten gestellt. Vertrauen war nur noch ein Wort und nicht mehr ein stimmiges Gefühl, so wie es eigentlich sein sollte.

Eines Morgens entschloss sich das Herz auf die Suche zu gehen. Auf die Suche nach dem es sich immer gesehnt hatte. Auch, wenn es dem Herz schwerfällt zu glauben, dass es so etwas wirklich gibt, war etwas in ihm, das den Namen Hoffnung trägt und ihm Kraft und Mut gab, um die Reise zu beginnen.

Tage und Nächte kamen und gingen.

Das Herz hatte auf ihrer Reise mehrere Reisebegleiter, die ein Stück mitgegangen sind.

Dazu gehörten unter anderem der Selbstzweifel, die Einsamkeit und der geringe Selbstwert.

Es war kurz bevor die Sonne am Horizont unterging, als das Herz zu einem Waldstück kam. Es blieb stehen und lauschte der Stille.

Plötzlich spürte es, wie etwas Warmes und vertrautes durch seine Herzkammer floss. Ein Gefühl, dass es so noch nicht kannte. Es war ein Gefühl von: „Endlich angekommen sein“.

Es hörte eine besondere Melodie, die nur ein anderes Herz spielen kann. Auf einmal war alles so leicht und schön. Es schaute sich um, um herauszufinden wo die Melodie herkam.

Rechts oben auf einer Anhöhe sah sie ein Licht scheinen, ein Licht voller Wärme und Geborgenheit. Genau da wollte das Herz hin. Um dort hinzugelangen, muss das Herz in den Wald und dann nach rechts hinauf zur Anhöhe.

Als das Herz loslaufen wollte, kam ihm ein Kopf entgegen und fragte es, wo es denn hin wollte. Als das Herz ihm dieses sagte, bietet der Kopf ihm an, es zu begleiten. Leichtgläubig wie das Herz war, dachte es sich nichts dabei und willigte ein.

Der Kopf aber dagegen wollte nichts anderes als das Herz von dem Schönen fernzuhalten.

Er verwickelte das Herz in ein Gespräch und lenkte es dadurch ab, sodass sie an der Abzweigung vorbeiliefen und immer tiefer in den Wald kamen. Weg von der Herzensmelodie und dem Warmen und Vertrauten.

Als das Herz merkte, das es nicht mehr das Vertraute spürte und es wieder kälter wurde, verabschiedete sich der Kopf und ließ das Herz wieder alleine zurück.

Trauer und Einsamkeit hielten wieder Einzug. Damit es nicht alleine sein musste, machte sich das Herz wieder auf die Heimreise.

Bernd Hesselbach

Wie oft ist dies in unserem eigenen Leben schon vorgekommen?
Wer darf entscheiden? Herz oder Kopf?
Manchmal ist es gesünder den Kopf die Wahl zu lassen, allerdings sollten wir alle wieder mehr zu unserem Herzen finden und darauf vertrauen.

DANKE, dass Du mich in dieser Geschichte begleitet hast und ich freue mich schon wieder, wenn es dann heißt: Geschichtenliebe #54

Lesezeit: 2 Minuten

Meine Geschichte heute hast Du vielleicht schon mal irgendwo gelesen. Mir wurde sie als Beispiel für das Thema WERT(E) in die Hand gedrückt, als ich meine Zeit in der Reha nutzte, um über vieles nachzudenken. Ich hab´ sie noch, denn solche Dinge horte ich sehr sorgfältig und ich möchte sie heute gerne mit Dir teilen. :D

WAS ist eigentlich wertvoll? Lässt sich das immer so einfach bestimmen? WORAN wird ein Wert überhaupt gemessen? Diese Geschichte erzählt Dir von WAHREN WERTEN. ›lächel‹ Viel Freude beim Lesen.

WELPEN ZU VERKAUFEN

In einer Tierhandlung war ein großes Schild zu lesen, auf dem Stand. „WELPEN ZU VERKAUFEN“.
Ein kleiner Junge kam vorbei und sah das Schild.
Da der Ladenbesitzer gerade an der Tür stand, fragte er ihn: „Was kosten die Hundebabys?“

„Zwischen 50,- und 80,- Euro“ sagte der Mann.
Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog einige Münzen heraus.
„Ich habe genau 7 Euro und 67 Cents“. Sagte er. „Darf ich sie mir bitte anschauen?“

Der Ladenbesitzer lächelte und pfiff nach seiner Hündin. Fünf kleine Hundebabys stolperten hinter ihr her.
Eines von ihnen war deutlicher langsamer und kleiner als die anderen und humpelte auffällig.
„Was hat der Kleine dahinten?“, fragte der Junge.

Der Ladenbesitzer erklärte ihm, dass der Welpe einen Geburtsschaden hat und nie richtig laufen würde laufen können.
„Genau DEN Kleinen möchte ich kaufen!“ sagte der Junge.

„Also den würde ich nicht nehmen, der wird nie ganz gesund.“ Antwortete der Mann. „Aber wenn du ihn unbedingt willst, bekommst du ihn umsonst. Ich schenke ihn dir.“
Da wurde der kleine Junge wütend.
Er blickte den Ladenbesitzer direkt in die Augen und sagte: „Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Dieser kleine Hund ist JEDEN Cent wert, genauso wie die anderen auch! Ich gebe ihnen meine 7,65 Euro und werde jede Woche einen Euro bringen, bis der Welpe abbezahlt ist.“

Der Mann entgegnete nur: „Ich würde ihn wirklich NICHT kaufen – er wird niemals in der Lage sein, mit dir zu laufen und zu toben so wie die anderen.“

Da hob der Junge sein Hosenbein und sichtbar wurde eine Metallschiene, die sein verkrüppeltes Bein stützte.
Liebevoll auf den kleinen Hund blickend sagte er: „Ach, ich renne selbst auch nicht gut und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn liebevoll umsorgt UND versteht!“  

Dan Clark „Weathering the Storm“

Das Leben schreibt wunderschöne Geschichten. Ich bekomme immer noch ein wenig Gänsehaut, wenn ich sie lese. ›lächel‹
Wie ging es Dir dabei?

Lesezeit: 2 Minuten

Die Welt braucht Inspiration. Ich hab sie gefunden … eine weitere Geschichte, die zum Nachdenken anregt. In vielen Situationen und Konflikten denken wir gern im Schema Schuld/Verschulden/Verantwortung. Besonders, wenn wir das bei anderen sehen. Oft geht es aber eben nicht um „SCHULD“, sondern die Bereitschaft etwas zu verändern.

WIE MAN EINEN FLUSS BESTRAFT

Es war einmal vor langer Zeit ein Bauer, der ritt auf seinem Esel zum Markt in die Stadt, da er manche Dinge in seinem Dorf nicht verkaufen konnte. Auf seinem Weg musste er einen kleinen Flusslauf überschreiten. An einer Stelle, die er kannte, war der Fluss gewöhnlich flach, sodass man gut hindurchgehen konnte. Da das Flussbett steinig war, stieg er stets ab und ging neben seinem Esel.

Nach einem starken Regen war nun der Wasserstand des Flusses etwas höher als sonst und der Bauer wurde bis zum Gürtel nass. Das ärgerte ihn sehr und er begann wild zu schimpfen: warum denn die Dorfbewohner seine Waren nicht kaufen würden, warum seine Frau nicht losgerissen war, dass der Esel auch längere Beine haben könnte und warum es nun gerade kurz zuvor so stark geregnet hatte.

„ICH MUSS ZUM MARKT. WARUM TRÄGST DU SO VIEL WASSER, DU BÖSER FLUSS? DU BIST SCHULD, DASS ICH MICH SO ÄRGERN MUSS.“

Er stand im kalten Wasser und wurde immer wütender. Da nahm er seinen Stock und peitschte das Wasser damit aus.
Dem Esel, der eine Weile neben dem Bauern gestanden hatte, wurden die Beine auch kalt und er ging ein paar Schritte weiter. Vom trockenen Ufer aus beobachtete er den Bauern, der voller Wut das Wasser peitschte und dabei immer nasser wurde. Während der Esel nach ein paar Minuten wieder trockene Beine hatte, kühlte der Bauer immer mehr aus und fing an zu frieren und niesen.

Voller Ärger beschloss der Bauer wieder zurückzureiten. Auf dem Weg nach Hause, erklärte er dem Esel genau, wie er den Fluss bestraft hatte:

„DER FLUSS WOLLTE MICH ÄRGERN. ER IST SCHULD DARAN, DASS ICH NUN ERKÄLTET BIN. ABER DEM HAB ICHS GEZEIGT …“

Und wenn er nichts gelernt hat, bestraft er den Fluss noch heute …  

Gefunden auf nur positive Nachrichten – Steffen.
Lesezeit: 2 Minuten

Die Themenwahl in einer Geschichte hängt selbstverständlich ganz vom eigenen Geschmack ab. Manche Menschen lesen gerne über Fabelwesen und Tiere, die eigentlich für Kinder geschrieben sind. Solche einfache Geschichten helfen ganz speziell beim Einschlafen. Ob nun die Geschichte selber gelesen oder vielleicht vom Partner vorgelesen wird, ist für die Wirkung und die Entspannung meistens egal. Geschichten lesen, kann zu einem RITUAL werden! Das kenne ich von mir selbst.

Meine Geschichte, die ich heute für DICH ausgesucht habe, liest Du besser selbst und gleich zweimal! Ich hoffe sehr, dass sie Dir genauso gut gefällt wie mir. Eine Geschichte für uns Frauen. Und egal ob Du sie in Deiner Mittagspause liest oder Du sie Dir mit ins Bett nimmst … auf jeden Fall viel Freude beim Lesen.

GIBT ES EIN LEBEN NACH DER GEBURT?

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

„Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“, fragt der Zwilling.

„Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen auf uns wartet.“ antwortete der andere Zwilling.

„Ich glaube, das ist Blödsinn!“, sagte der Erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“

„So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“

„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“

„Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“

„Du spinnst ja wirklich! Es ist noch nie einer zurückgekommen von „nach der Geburt“. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punkt.“

„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen.“

„Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“

„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“

„So ein Quatsch! Von einer Mutter habe ich nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“

„DOCH, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt …“

Henry Nouwen

Zauberhaft, nicht wahr? Ich konnte mir die kleine „Plapperei“ der zwei bildlich so gut vorstellen. ›lächel‹
Schön das es so Entwicklungsimpulse für unser Leben gibt. Bis zum nächsten Mal, ich freue mich jetzt schon darauf!

Lesezeit: 3 Minuten

Weihnachten ist das, was wir daraus machen. Und dabei dürfen Weihnachtsgeschichten nicht fehlen. :-)  Weihnachtsgeschichten zu lesen oder vorzulesen, ist immer ein ganz besonderer Moment der Ruhe, der Besinnung und  der Nähe. Ich habe mir heute erlaubt, eine Weihnachtsgeschichte mit Dir zu teilen, als kleine Einstimmung für Morgen Abend. Eine Weihnachtsgeschichte, die hoffentlich Dein Herz berührt!

DER KLEINE WICHTEL

Der kleine Wichtel war schon alt, sehr alt und er hatte schon viele Weihnachten erlebt. Früher, als er noch jung war, ist er oft in der Adventszeit in das Dorf gegangen und überraschte die Menschen mit kleinen Geschenken. Er war schon lange nicht mehr im Dorf gewesen. Aber in diesem Jahr wollte der kleine Wichtel wieder einmal die Menschen besuchen.

So machte er sich schließlich auf den Weg, setzte sich vor das große Kaufhaus der nahegelegenen Stadt und beobachtete still und leise das rege Treiben der vorbei eilenden Menschen. Die Menschen suchten Geschenke für ihre Familien und Freunde. Die meisten Menschen kamen gerade von der Arbeit und hetzten eilig durch die Straßen.

Die Gedanken des kleinen Wichtels wanderten zurück zu jener Zeit, wo es noch keine elektrischen Weihnachtbeleuchtungen gab und er überlegte, ob die Menschen damals auch schon mit vollen Tüten durch die Straßen geeilt sind?

Nun, die Zeiten ändern sich, dachte der kleine Wichtel und schlich unbemerkt aus der überfüllten Stadt hinaus, zu dem alten Dorf, wo er früher immer gerne gewesen ist. Er hatte genug von hetzenden Menschen, die scheinbar keine Zeit hatten. Sollte die Adventszeit nicht eine ruhige und besinnliche Zeit sein?

So kam er an das alte Haus, in dem schon viele Menschen gewohnt hatten. Früher war dieses Haus sein Lieblingshaus gewesen. Früher, als es noch kein elektrisches Licht gab und die Menschen ihr Haus mit Kerzen erleuchteten. Er erinnerte sich, dass sie auch keine Heizung hatten und die Menschen Holz ins Haus schafften, um es warmzuhalten. Es sah damals während der Adventszeit immer wieder durch das Fenster und beobachtete jedes Jahr dasselbe. An manchen Abenden sah er die Mutter und die Großmutter Plätzchen backen. Der Duft strömte durch das ganze Haus und drang sogar zu ihm nach draußen.

Der Vater und der Großvater machten sich auf, um im Wald einen Weihnachtsbaum zu schlagen und ihn mühevoll nach Hause zu bringen. Es war kalt und sie freuten sich beim Heimkommen auf den warmen Tee, den die Mutter gekocht hatte. Oftmals saßen die Menschen zusammen, um gemeinsam zu singen und der Großvater erzählte den Kindern spannende Geschichten. Die Kinder konnten es kaum erwarten, bis die Großmutter auf den Speicher stieg, um die Weihnachtskiste zu holen, denn das tat sie immer erst kurz vor Weihnachten. In dieser Kiste gab es viel zu entdecken. Sterne aus Stroh, Kerzen, Engel mit goldenem Haar und viele andere kostbare Dinge.

Aber das war schon lange her und es war eine andere Zeit. Eine Zeit des gemeinsamen Tuns, eine Zeit miteinander, eine Zeit füreinander. Von seinen Gedanken noch ganz benebelt, sah der kleine Wichtel auch heute durch das Fenster des alten Hauses und entdeckte die Familie, wie sie gemeinsam um den Adventskranz saß und der Vater den Kindern eine Geschichte vorlas. Nanu, dachte der kleine Wichtel, eine Familie, die nicht durch die Straßen hetzt. Menschen, die  Zeit miteinander verbringen und die ihr Haus mit Kerzen erleuchten, ja heute ist eine andere Zeit, aber auch heute finden Menschen wieder füreinander Zeit.

Dem kleinen Wichtel wurde ganz warm ums Herz und er freute sich. Dann schlich er leise und unbemerkt dorthin, woher er gekommen war …

von Maria Unterthurner

Mit diesen Gedanken und Erinnerungen, die Dir vielleicht auch selbst noch bekannt sind, möchte ich Dir ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest wünschen. Nimm Dir Zeit für die unscheinbaren Dinge im Leben, sie geben einem am meisten zurück.

Sorge gut für Dich und bleib gesund,
Herzlichst Deine Sandra

Lesezeit: 2 Minuten

Augen sind der Schlüssel zur Seele. Das sagt man und ich halte auch viel davon. Menschen in die Augen zu sehen … ohne Worte einfach nur für einen Moment verweilen hat für mich etwas sehr Magisches. <3 Diesmal bin ich über eine Geschichte gestolpert, die mich wegen ihrer Außergewöhnlichkeit fasziniert hat. Eigentlich ist der Inhalt der Geschichte mehr ein Wunsch einer Person und vielleicht auch ein Wunsch von vielen … <3

BLAUE AUGEN …

Tiefblau oder verwaschen.
Intensives blau oder graublaues blau.
Ehrliche oder verlogene blaue Augen.
Sie sind all mein Verhängnis. Denn sehe ich in blaue Augen, verliebe ich mich. Egal wie der Charakter der Person auch sein mag.
Nett oder gemein.
Verlogen oder ehrlich.

Sehe ich einmal hinein, ist es vorbei. Die Augen sind das Fenster zur Seele heißt es. Doch wie oft muss man hineinschauen bis man den Menschen wirklich kennt?  Schon zu oft waren blaue Augen mein Verhängnis. Eine unerfüllte Liebe oder ein Verrat von einer vertrauten Person. Zu viele Enttäuschungen habe ich erlebt.

Zu oft habe ich mir geschworen, dass alles anders wird. Aber sehe ich in blaue Augen, sind meine Vorsätze dahin. Ich riskiere einen Blick und meine Vorsätze sind dahin. Zu spät. Manchmal hoffe ich, dass diese – seine blauen Augen anders sind! Echte Fenster zur Seele … jedenfalls für mich.

Blaue Augen geben mir Hoffnung und ich hoffe, dass sich diese erfüllt.
Tiefblaue, intensive, ehrliche blaue Augen von einer netten verliebten Person, die mich ansehen, … das wünsche ich mir.
Ein Traum. 

Geschrieben von Elisa 2015

Das Gefühl das hinter dieser „Erzählung“ steckt, ist für mich spürbar. Und ich hoffe sehr, dass die Autorin in der Zwischenzeit das richtige Paar blaue Augen finden durfte. <3

Heute war es mal ein wenig anders als üblich. Wenn Du Lust hast, lesen wir uns bald wieder, wenn es heißt: #Geschichtenliebe.
Eine schöne Zeit für Dich.