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Eine Geschichte über Gefühle

Es war einfach nicht mehr zu übersehen. DIE GEFÜHLE: Sie wurden  weniger. Zügig hatte ihre Zahl und gewaltig ihr Einfluss in den letzten Jahren abgenommen. So wurde beschlossen, eine Versammlung abzuhalten, um die Lage zu besprechen. Überall verbreitete sich schnell die Nachricht, dass es ein Treffen geben sollte, und zwar schnell. Und so strömte in jener Nacht ein ganzes Heer von Gefühlen zum Versammlungsort.

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass es grundsätzlich zwei Arten von Gefühlen gibt. Die ECHTEN und die UNECHTEN!

Die Versammlung in dieser Nacht war ein Treffen der echten Gefühle. Kurz – die ECHTEN genannt.

Ihre Aufgabe war, den Menschen wirklich lebendig sein zu lassen. Wenn ein Mensch seine echten Gefühle kennt, akzeptiert und den Mut hat, zu ihnen zu stehen, fühlt er sich wohl, stabil und gut. Das ist nicht misszuverstehen: Es gibt durchaus Konflikte in solch einem Leben. In jüngster Vergangenheit breiteten sich ganz massiv die „UNECHTEN“ aus und schienen immer mehr Anklang zu finden, also Gefühle, die nur ein Ersatz für die ECHTEN waren.

Natürlich waren an diesem Abend der ECHTEN auch Spione von der anderen Seite vertreten: Sie sollten Informationen sammeln, umso gegebenenfalls Maßnahmen der Gesellschaft der ECHTEN rechtzeitig unterwandern zu können. Für einen UNECHTEN war es eine Leichtigkeit, sich unter die ECHTEN zu mischen, da die Ersatzgefühle Meister in der Fähigkeit sind, als „ECHT“ aufzutreten. Doch nun wollen wir doch mal hören, was es auf der Versammlung so alles zu besprechen gab. Ein ECHTES eröffnete den Abend.

„Liebe Mitgefühle! Kaum einem von uns ist es entgangen, dass wir, die ECHTEN Gefühle immer weniger mit den Menschen zusammenkommen. Wir werden nicht angenommen und können dadurch nicht wirken. Die UNECHTEN – dieses scheinheilige Pack, sind dagegen prima im Geschäft! Lasst und gemeinsam überlegen, ob wir etwas tun können, damit die Menschen tiefer fühlen, uns akzeptieren und dadurch auch selbst wieder ECHTER werden!

Es wurde eine sehr lange Nacht.

Nach diesen Worten meldete sich ein Gefühl zu Wort, groß und mächtig von Statur, aber verhärmt und verunsichert in der Ausstrahlung. „Ich bin Stellvertreter für die WUT. Wie unser liebes MITGEFÜHL einleitend ganz richtig sagte, haben wir Wutgefühle immer weniger Gelegenheit, zum Ausbruch zu kommen. Wir können ebenso wie der ÄRGER, den Menschen noch so sehr quälen und bedrängen, oft kommen wir damit nicht durch. Überall hört man auch, der Mensch soll sich im Griff haben, sich zusammenreißen und bloß keine Blöße zeigen!

Zustimmendes Gebrummel und Applaus folgten. Die WUT hatte einen sehr wichtigen Punkt angesprochen, der beinahe ALLEN Gefühlen Schwierigkeiten machte. Durch die allgemeine Zustimmung sichtlich ermuntert setzte die WUT ihre Rede fort. „Meine Konkurrenten die ZERSTREUUNG, die UNEHRLICHKEIT, HEUCHLEREI und wie sie noch so alle heißen mögen, machen mir schwer zu schaffen.“

„Besonders besorgt bin ich darüber, dass ich unsere aller schlimmsten Gegner, immer häufiger antreffe.“ Hier machte die WUT, deren Rede immer flammender wurde, eine Pause. „Immer mehr begegne ich bei den Menschen der ANGST. Mit all ihren Facetten. Im Schlepptau die FEIGHEIT und die UNGERECHTIGKEIT bis hin zur SELBSTAUFGABE und RESIGNATION!“

„Leider …“ meldete sich ein sehr zartes und zerbrechlich anmutendes Gefühl zu Wort. „Ich bin die LIEBE“ sprach es „und wenn ich euch erzähle, was die Menschen mir und damit sich selbst antun, wird doch deutlicher, wie schlimm und bedenklich die Situation ist.“

Die LIEBE spricht weiter:

„Fast immer, wenn ich auftauche, ist es ein erfreuliches Erlebnis. Wie oft werde ich herbeigesehnt, gewünscht und sogar besungen. Aber bald schon – oft stehe ich fassungslos davor, wie schnell gibt es Probleme, die daraus entstehen, dass die meisten Menschen mich gar nicht richtig verstehen.“

„LIEBE verspüren heißt für viele, Ansprüche stellen zu können, den anderen zu formen und lenken zu wollen. Vorschriften zu machen usw. … na ja ihr kennt das ja alle. Die Menschen sind dabei erfinderisch um sich selbst zu quälen. Und so fühle ich mich sehr oft machtlos und gerupft durch die EIFERSUCHT und die daraus entspringende UNEHRLICHKEIT und INTRIGE. Diese Scheingefühle haben die UNECHTEN ja nur zu gut eingeführt!“

Und so ging es die ganze Nacht hindurch. Die Spitzel von der Gegenseite machten sich eifrig Notizen. Der EGOISMUS beschwerte sich lang und eindringlich über die Diskriminierung, die ihm seit langem widerfuhr: „Wenn die Menschen aus lauter Angst vor mir nur noch sich anpassen und intrigant werden, kann ihnen das ja letztendlich einfach nicht guttun!“

Die Gefühle, so unterschiedlich sie auch sind, kamen am Ende überein, dass sie es auf gar keinen Fall noch einmal riskieren wollten, die Menschen für eine Nacht zu verlassen, um weitere Versammlungen abzuhalten. Wie Beobachter berichteten, war zu viel in dieser Nacht passiert, als die Menschen ohne ECHTE GEFÜHLE waren! „Die UNECHTEN können uns zwar kurzfristig ersetzen, auf Dauer jedoch niemals. Dazu sind wir zu tief im Menschen verwurzelt. Wir ECHTEN gehören in diese Welt. Wir sind nicht unter den Tisch zu kehren und wir müssen uns verstärkt durchsetzen! Wir müssen uns bei den Menschen konsequenter durchsetzen. Damit sie aufwachen und ihre Chance wahrnehmen!“

Der Beifall war groß, wenn auch geteilt. Und ebenso geteilt war die Stimmung. Der Morgen brach an und viele waren sich nicht sicher, ob sie sich durchsetzen können, weil die Konkurrenz durch die UNECHTEN sehr groß war. Andere vertrauten auf ihre Ursprünglichkeit, die einfach Gültigkeit hat.

Die Gefühle trennten sich mit dem festen Grundsatz, sich weiterhin in den Menschen bemerkbar zu machen und NIEMALS aufzugeben. <3

Kristiane Allert-Wybranietz

Dieses Mal ein paar Zeilen mehr. Eine Geschichte, die perfekt in unserer Zeit Platz findet. Danke für Deinen Besuch.
Bis bald, pass auf Dich auf.

Lesezeit: 4 Minuten

Was wäre Weihnachten auf FrauenPunk ohne Weihnachtsgeschichte … genau gar nix! Ich mag ja die ganzen Filme, die zu Weihnachten laufen. Kitschig und manchmal auch ein wenig traurig. 

Meine Geschichte, die ich Dir heute schenken will, ist genau so eine. Nimm Dir ein paar Minuten Zeit und genieße sie, so wie ich als ich sie gelesen habe! <3

Romans Schicksalsbegegnung

Seit Romans Frau ausgerechnet am 23.12. 2012 gestorben war, hatte er der Weihnachtszeit abgeschworen. Er konnte es nicht ertragen, wenn Menschen fröhlich waren, sich liebten, küssten und voller Freude Geschenke für die Familie besorgten. Und so geschah es, dass er sich regelmäßig im Dezember in eine einsame Waldhütte im Schwarzwald verzog und sich von aller Welt abschottete. Auf die Versuche seiner Kinder, ihn wieder in die Familie zu integrieren, reagierte er schroff, ja beinahe herzlos und verletzte damit immer wieder die Menschen, die ihm tief im Herzen am allermeisten bedeuteten.

Auch in diesem Jahr war es wieder der erste Dezember, an dem Roman seine einsame Hütte bezog. Er bereits eingekauft, mehr als Dosensuppen und haltbares Brot sollte es nicht geben. Ausgerüstet mit Feuerholz und einigen Büchern verschanzte sich der einsame, alte Mann in seinem Haus und ließ die Menschen, Menschen sein. Er bewegte sich für gewöhnlich nicht einmal hinaus, den gesamten Dezember verbrachte er in dem Haus und erst wenn das neue Jahr gekommen war, fuhr er zurück in seine Wohnung in der Stadt.

Es war der 18. Dezember, ein  kalter, schneereicher Tag, an dem er sich entschloss, völlig entgegen seiner Gewohnheiten einen Spaziergang zu machen. Er stapfte durch den Schnee, die eisige Luft wehte ihm um die Nase und fast schon bereute er seinen Entschluss, als er ein herzzerreißendes Schluchzen vernahm. Er sah irritiert um sich, beschloss dann aber das Geräusch zu ignorieren. Er stapfte weiter und erneut durchdrang das Geräusch die Stille des Waldes. „Wer ist da“, brummte er zornig über die Störung in seinen Bart, doch es kam keine Antwort. Je weiter er seinen Weg entlang ging, umso lauter wurde das Geräusch. Er bog gerade um die letzte Ecke, die zurück zu seiner Hütte führte, als er eine ältere, gramgebeugte Frau auf einem schneebedeckten Stein sitzen sah.

„Was will die den hier?“, murmelte er für sich selbst, doch die Höflichkeit gebot es ihm, diese Worte nicht laut auszusprechen. Die schluchzende, schlanke Frau bemerkte Roman nicht, der sich zögernd näherte. Erst als er direkt neben ihr stand, hob sie den Kopf und sah ihn aus tränenumschwirrten Augen an. „Entschuldigen Sie, brauchen Sie vielleicht Hilfe?“, fragte Roman, der entgehen seiner Gewohnheiten so etwas wie Mitgefühl verspürte. Die großen rehbraunen Augen der Frau wirkten so hilflos, dass er sich unwillkürlich an seine Frau erinnert fühlte! Renate, so hieß seine geliebte Frau, hatte ebenso dunkle, wie große Augen gehabt und ihr Blick hatte sein hartes Herz stets erwärmt.

„Ach danke der Herr, aber ich schätze mir kann niemand mehr helfen“, schluchzte die Frau gebrochen und ehe er darüber nachdenken konnte, hatte sich Roman neben sie gesetzt und sah sie hilflos von der Seite an.“ Na na na, so schlimm wird es schon nicht sein“, brummelte er und streichelte unbeholfen über ihre Schulter. Diese leichte Berührung reichte aus und erneut begann die Frau zu weinen. Doch diesmal sprudelten neben dem Schluchzen auch die Worte aus ihrem Mund. „Ich hasse sie, die Weihnachtszeit. Wann immer die Menschen glückselig werden, verspüre ich nur Schmerz! Musste ich doch mein geliebtes Kind zu Grabe tragen und bin seither eine einsame, alte Frau“.

Roman zuckte erschrocken zusammen, als er verspürte, wie sehr das Schicksal auch hier zugeschlagen hatte. Noch nie hatte er einem Menschen von sich erzählt, doch diesmal brach er sein Gelübde und auch aus ihm sprudelten die Worte hervor. All seinen Kummer, all sein Leid klagte er der geduldigen Frau, die ihn aufmunternd ansah und der es sogar gelang, ihre eigenen Tränen zu trocknen. Bei Roman hingegen flossen sie reichlich. Noch vier Stunden später saßen sie gemeinsam auf dem Stein und spürten nicht einmal, das die Kälte um sie herum beinahe zu klirren fähig war.

Erst als das Zähneklappern Karins, so hieß Romans Schicksalsbegegnung, nicht mehr zu überhören war, wurden beide auf den Umstand aufmerksam und wie von selbst ergriff Roman ihre Hand und führte sie den Weg entlang, zu seiner gar nicht mehr so einsamen Waldhütte. Erst als sie längst am warmen Ofen saßen, fiel ihm siedend heiß ein, dass er dieser Frau nun gar kein Essen servieren konnte, schließlich gab es in der Hütte nichts. Als er sein Malheur gestand, lachte Karin zum ersten Mal seit er sie kannte und dieses Lachen war so herzerfüllend, dass selbst eine Mahlzeit aus Dosensuppe für Roman plötzlich wie ein Festmahl erschien.

Bis zum ersten Januar blieb sie bei ihm und die Dezembertage waren die schönsten, die er seit langem gehabt hatte. Karin ließ die Sonne endlich wieder in sein Herz und plötzlich erschien der gramgebeugte Mann gar nicht mehr so alt und gebrechlich. Täglich spazierten beide durch den schneebehangenen Schwarzwald, erzählten dies und das aus ihrem Leben und gedachten den schmerzlichen Verlusten, die beide erlitten hatten. Als sie am 24.12 gemeinsam auf der Bank saßen, auf der sie ihr erstes langes Gespräch hatten, fiel eine Sternschnuppe vom Himmel. Ergriffen sahen Roman und Karin gegen Himmel und als er ihre Hand ergriff, drückte sie sie kurz und beließ die ihre in seiner.

Beide hatten einen sehnlichsten Wunsch, den sie der Schnuppe zugeflüstert hatten. Beide wussten nicht, dass der Wunsch identisch war und doch sollten die kommenden Jahre zeigen, dass er sich erfüllt hatte! Noch heute fährt Roman jedes Jahr in die Hütte, um die Weihnachtszeit dort zu verbringen. Doch längst ist der Gram nicht mehr im Gepäck, sondern Karin, die Frau die ihm das Lachen zurückgebracht hat. Auch wenn Karin niemals ihre kleine Tochter vergessen wird und Roman seine Renate für immer im Herzen trägt, war es den beiden Menschen dank einer weihnachtlichen Begegnung möglich, endlich wieder die LIEBE fürs LEBEN zu entdecken.  

Verfasser leider unbekannt

Jaja, die Liebe und das Leben kennt kein Alter. Und das es solche Weihnachtswunder tatsächlich gibt, daran glaube ich ganz fest!
Ich hoffe, diese Geschichte hat Dich für ein paar Minuten abholen können. >lächel<

Ich wünsche Dir ein schönes Weihnachtsfest, genieße und wie immer … pass gut auf Dich auf!

Lesezeit: 3 Minuten

Manche Erfahrungen, verschiedenste Erlebnisse, aber auch Freude gibt man gerne weiter. Schönes zu teilen ist immer nachhaltig! Ich habe die Tage einen Umschlag durch meine Türe geschoben bekommen. Es kamen hier in meiner „Lebensschule“ wo ich mich ja noch immer befinde, einige Themen auf. Darauf hin bekam ich diese Geschichte gesteckt, die ich mit Dir heute teilen will.

Eine Geschichte, die uns daran erinnern soll, dass es gut ist, so zu sein wie wir sind! Gönne Dir eine kleine Pause, es lohnt sich wirklich ›lächel‹. Viel Spaß beim Lesen …

Irgendwie Anders

Auf einem hohen Berg, wo der Wind pfiff, lebte ganz allein und ohne einen einzigen Freund, Irgendwie Anders.
Er wusste, dass er irgendwie anders war, denn alle waren dieser Meinung, wenn er sich dazugesellen wollte. Immer wenn er mit ihnen spielen wollte, dann sagten sie: „Tut uns leid, Du bist nicht wie wir. Du bist irgendwie anders!
Du gehörst nicht zu uns und passt auch nicht hier her.“

Irgendwie Anders tat alles, um wie die anderen zu sein.

Er lächelte wie sie und sagte freundlich „Hallo“.
Er spielte, was sie spielten.
Auch er brachte sein Mittagessen in einer Papiertüte mit.

Aber es half alles nichts.

Er sah nicht so aus wie die anderen und er sprach nicht wie sie.
Er malte andere Bilder und er spielte andere Spiele.
Auch sein Essen sah anders aus!

„Du gehörst nicht hierher“, sagten alle. „Du bist nicht wie wir, du bist irgendwie anders!“
Irgendwie Anders ging traurig nach Hause. Er wollte gerade schlafen gehen, da klopfte es an der Tür.
Draußen stand jemand – oder etwas.

„Hallo!“, sagte es. „Nett, dich kennenzulernen, darf ich bitte hereinkommen?“
„Wie bitte?“, sagte Irgendwie Anders.
„Guten Tag!“, sagte das Etwas und hielt ihm die Pfote hin – das heißt, eigentlich sah es mehr wie eine Flosse aus.
Irgendwie Anders starrte auf die Pfote. „Du hast Dich wohl an der Türe geirrt?“, sagte er.

Das Etwas schüttelte den Kopf.
„Überhaupt nicht, hier gefällt es mir.“
Und ehe Irgendwie Anders auch nur bis drei zählen konnte, war es schon im Zimmer.
Es setzte sich auf eine Papiertüte. „Kenn ich Dich?“, fragte Irgendwie Anders verwirrt.

„Ob du mich kennst?“, fragte das Etwas und lachte. „Natürlich! Guck mich doch mal ganz genau an … na los doch!“
Und Irgendwie Anders guckte. Er lief um das Etwas herum, guckte von allen Seiten und weil er nicht wusste, was er sagen sollte, sagte er nichts. „Verstehst Du denn nicht!“, rief das Etwas. „Ich bin genau wie Du! Du bist irgendwie anders – und ich auch.“

Irgendwie Anders war verblüfft. „Wie bin ich?“, sagte er. „Du bist doch nicht wie ich! Du bist überhaupt nicht wie irgendwas, das ich kenne. Tut mir leid. Er ging zur Tür und öffnete sie. „Gute Nacht!“
Das Etwas war traurig. Es erinnerte Irgendwie Anders an irgendwas, aber an was?
Plötzlich fiel es ihm ein.

„Warte!“, rief Irgendwie Anders. „Geh nicht weg!“ Er rannte hinterher, so schnell er konnte. Als er das Etwas eingeholt hatte, griff er nach seiner Pfote und hielt sie ganz fest. „Du bist nicht wie ich, aber das ist mir egal. Wenn Du möchtest, kannst Du bei mir bleiben.“

Das Etwas hatte Lust. Und wie es Lust hatte! :-) Seitdem hatte Irgendwie Anders einen Freund.
Sie lächelten und sagten „Hallo“.
Sie malten gemeinsam Bilder.
Sie spielten das Lieblingsspiel des anderen.
Sie aßen zusammen.
Sie waren zwar verschieden, aber es war wunderschön und harmonisch.

Und ab und zu klopfte es an Ihrer Tür.
Sie öffneten und wenn jemand wirklich sehr merkwürdiger davor stand, sagten sie nicht: „Du bist nicht wie wir, du gehörst nicht dazu …“
Sie lächelten, baten „ES“ herein, und rückten ein Stück näher zusammen.

Ich habe leider keine Ahnung von wem diese Geschichte ist, aber ich finde sie schön und möchte mich auch noch mal dafür bedanken. <3

Was bedeutet „anders sein“ wirklich für uns? Was halten wir für normal? Welche Menschen halten wir für gleich?
Ich möchte nur einen Satz dazu sagen.
Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass man originell und einzigartig ist! Danke Eva.

Ich hoffe, diese Geschichte hat Dir genauso gut gefallen wie mir. Nun aber eine schöne Wochenmitte mit ganz vielen schönen Momenten.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Tod eines geliebten Menschen verändert unser ganzes Leben. Selbst wenn Menschen sterben, die wir nicht mal kennen, zum Beispiel bei Naturkatastrophen, hinterlässt das Spuren in unserem Denken. Das Sterben ist eine Tatsache des Lebens und wenn wir sie verstehen lernen, lehrt sie uns, BESSER auf uns aufzupassen. In meiner Geschichtenliebe geht es heute genau darum. Viel Freude in den paar Minuten des Lesens.

DER GESPRUNGENE BECHER …

Vor vielen Jahren, ich lebte zu dieser Zeit in Thailand, hielt mein Lehrer Ajahn Chah einmal seinen Keramikbecher hoch. „Schaut mal“, sagte er zu uns. „Da ist ein Sprung drin.“ Ich schaute mir den Becher genau an, konnte aber keinen Sprung erkennen.

„Im Moment“ fuhr er fort, „ist der Riss noch unsichtbar. Aber er ist da. Eines Tages wird irgendjemand diesen Becher fallen lassen, dann zeigt sich der Sprung und führt dazu, dass mein Becher zerbricht. Das ist sein Schicksal. Wäre er dagegen aus Plastik, erklärte mein Lehrer weiter, hätte er kein solches Schicksal und auch keinen unsichtbaren Sprung!

Man könnte ihn fallen lassen, dagegen schlagen oder sogar mit ihm Fußball spielen, er würde trotzdem nicht kaputtgehen. Seine Unzerstörbarkeit könnte euch zu Unachtsamkeit verleiten. Mein  Becher aber ist zerbrechlich und deshalb muss man gut auf ihn aufpassen.

Auch der menschliche Körper, betonte Ajahn Chah, hat einen Sprung. Im Moment ist er noch unsichtbar, aber er ist da. Damit meine ich euren zukünftigen Tod. Eines Tages wird es zu einem Unfall oder einer Krankheit kommen oder ihr werdet sehr alt sein …, dann tritt der Sprung zutage und ihr werdet sterben. Das ist euer Schicksal.  Wäre euer Leben unendlich, sagte Ajahn Chah zum Schluss, wäre es so stabil wie ein Plastikbecher, dann könntet ihr auf jegliche Vorsicht verzichten.

Weil aber unser Leben so zerbrechlich ist, weil es unser Schicksal ist zu sterben, müssen wir gut darauf aufpassen.
Wenn wir begriffen haben, dass auch Beziehungen ebenso empfindlich sind wie ein Keramikbecher, folgt daraus, dass wir gut aufeinander aufpassen müssen.

Zu wissen, dass das Glück einen Sprung hat, lehrt uns, nichts Freudvolles für selbstverständlich zu halten. Und die Erkenntnis, dass unser Leben irgendwann ein Ende hat, macht uns die Kostbarkeit jedes einzelnen Moments deutlich!

Von Ajahn Brahm

Uns steht allen dasselbe Schicksal irgendwann mal bevor. Und ich hoffe und wünsche es JEDEM das er sehr alt und einigermaßen gesund bleiben darf. :D Sehen wir unser Leben, unsere Beziehungen NICHT als Plastikbecher, sondern als wertvolles Porzellan, dass wir nicht mehr „nachkaufen“ können. <3

Es hat mich wieder riesig gefreut für Dich diese wahre Geschichte herauszusuchen.
Lesen … nachdenken … tun. Mehr soll es gar nicht sein. ›lächel‹

Bis zum nächsten Mal, …

Lesezeit: 2 Minuten

Ein LEBEN nach dem LEBEN? Hast Du darüber schon mal nachgedacht? Ich denke sehr oft darüber nach, besonders stark ist dieses Gefühl, wenn ich einen lieben Menschen gehen lassen muss(te).

Die Frage was den sein würde, haben wir unsere Augen geschlossen, ist ein philosophisches und religiöses Thema. Das zu beantworten kann ich nicht. Ich habe meine persönliche Meinung darüber, von der ich mir wünsche, sie tritt auch ein.

Wir brauchen keine Angst haben, dass nach dem wir unser Leben fertig gelebt haben, alles zu Ende sein wird. Wir sehen uns ALLE wieder … im Nirwana, Walhalla oder sonst wo  … wenn ichs mir aussuchen könnte, würde ich aber gerne mit Odin an einem riesigen Tisch sitzen, mit all den Menschen die ich liebte. <3

Und da der Tod zu unserem Leben gehört, wie die Luft zum Atmen, möchte ich heute mal eine etwas andere Geschichte in die Tastatur drücken! ›lächel‹

HINTERM HORIZONT …

In den Tagen vor dem für alle erschwinglichen und sicheren Luftverkehr reiste man auf hochseetauglichen Dampfschiffen über die Weltmeere, um von einem Kontinent zum anderen zu gelangen. Kurz vor dem Ablegen drängten sich die Passagiere auf den Decks des Schiffes, von denen aus man die Verwandten und Freunde auf dem Pier sehen konnte.

Wenn das Signal ertönte, winkten alle zum Abschied, sowohl die Menschen an Bord als auch die an Land Verbliebenen. Sie machten Kusshände und riefen sich ein letztes auf Wiedersehen zu, während der Dampfer allmählich davonglitt. Bald schon hatte er sich so weit entfernt, dass man vom Pier aus in der grauen Menge der Passagiere keinen Einzelnen mehr ausmachen konnte.

Gewinkt und geschaut wurde trotzdem weiter. Etwas später war das Schiff zu weit weg, als dass man überhaupt noch etwas an Bord erkennen konnte. Die Zurückgebliebenen verließen den Pier aber noch nicht. Sie blickten dem immer kleiner werdenden Dampfer nach, auf dem sich irgendwo die Menschen befinden mussten, von denen sie gerade Abschied genommen hatten.

Irgendwann erreichte der Dampfer dann jene gewisse Linie, den Horizont, hinter der er vollends außer Sicht war. Doch obwohl die Verwandten und Freunde an Land ihre Lieben nicht mehr sehen, geschweige denn sprechen oder berühren konnten, wussten sie, dass sie nicht völlig verschwunden waren. Sie hatten bloß eine Linie überschritten, den Horizont, der uns von dem trennt, was dahinter liegt. Sie wussten, dass sie sie wiedersehen würden.

So ähnlich ist es mit dem Tod eines geliebten Menschen. Wenn wir Glück haben, können wir an seinem Bett sitzen, ihn noch einmal in die Arme nehmen und Abschied von ihm nehmen. Dann „legt er ab“, er segelt los in das Meer des Todes. Er schwindet dahin. Mit dem letzten Atemzug erreicht er den Horizont, jene Linie, die dieses Leben von dem trennt, was dahinter liegt.

Nachdem er diese Linie passiert hat, können wir ihn nicht mehr sehen, nicht mehr sprechen oder berühren. Und trotzdem wissen wir, dass er nicht völlig verschwunden ist. Er hat „nur“ eine Linie überschritten, den Tod, die uns von dem trennt, was dahinter liegt.

WIR WERDEN EINANDER WIEDERSEHEN. 

Buddhistische Geschichte von Ajahn Brahm

Mehr Worte braucht es diesmal nicht … auf ein erfülltes Leben.

Lesezeit: 2 Minuten

Die bunten Farben eines Sommertages sind immer wieder etwas ganz Besonderes. Manchmal kommen sogar Erinnerungen an früher hoch. Jedenfalls bei mir, wenn ich mit unseren Hunden über bunte Wiesen laufen kann.

Passend zu meiner Lieblings-Jahreszeit, habe ich eine Sommergeschichte ausgegraben. <3
Viel Freude beim Lesen …

BLÜTEN DER ERINNERUNG

Einmal legte ein kleines Mädchen eine himbeerfarbene Kleeblüte, eine sonnengelbe Habichtskraut Blüte und ein himmelblaues Glockenblümchen in ein Buch. Die alte Marga, die einst Lehrerin im Dorf gewesen war und jeden Mittag zu Schulschluss vor dem Schulhaus auf der verschlissenen Holzbank saß, hatte es dem Mädchen am letzten Schultag vor den großen Ferien geschenkt.

Ein Buch über Worte und Sätze und deren Aufbau. Ein Buch für die Ferien. Es sollte dem Mädchen, dem manchmal die Worte fehlten, das Wissen über die Sprache und deren Regeln vermitteln. „Worte sind ein kostbares Gut“, hatte die Marga gesagt. „Vergiss das nie!“

Das Mädchen hatte genickt und gelächelt und an die Farben des Sommertages gedacht. Farben und Düfte, so kostbar und wertvoll, wie Worte. Nach Lesen und Lernen war ihr wenig zu mute. Und während es höflich den Worten der alten Frau lauschte, ließ es seine Blicke schweifen in das Blau des Sommerhimmels, in die Kronen der Linden, deren Blätter mit dem Licht der Sonnenstrahlen spielten, und in Stauden der purpurfarbenen Levkojen, der roten Stockrosen und der cremeweißen Pfeffernelken.

Von den Farben dieses Sommertages hätte es der alten Lehrerin gerne erzählen wollen, doch es fand die Worte nicht. So, wie die alte Marga die Farben nicht zu sehen vermochte. „Lerne die Worte und ihre Bedeutung! Nutze das Buch!“
Mit diesen Worten hatte die alte Frau das Mädchen schließlich in die Freiheit des Sommers entlassen. Mit Ermahnungen und dem Buch, einer alten Grammatik.

Auf dem Heimweg, pflückte das Mädchen auf einer Wiese die Kleeblüte, das Habichtskraut und die Glockenblume, und legte sie in das langweilige, graue Buch. Drei Blümchen mit dem Duft und den Farben des warmen Sommertages. Sie sollten das Buch heller, die Wörter fröhlicher machen.

So dachte das kleine Mädchen, als es das Buch zu Hause auf das Regal in seinem Zimmer legte … und dort vergaß. Da waren jene anderen aufregenden Dinge in diesem Sommer, die interessanter und wichtiger waren als ein Buch mit staubtrockenen Worten! Und als die Familie wenig später das Haus und das Dorf verlassen und auf die Flucht vor dem Krieg gehen musste, landete das Buch mit den Farben des Sommers neben anderen Büchern, Bildern und Fotografien nach langer Reise in einer Truhe auf einem Dachboden.

Es dauert viele Jahrzehnte, bis das Mädchen das Buch der alten Marga wieder in den Händen hielt. Es lächelte, als es die alte Grammatik entdeckte. Die Farben und Düfte jenes sorgenlosen Sommertages wurden lebendig und die stummen Worte setzten sich zu einer Melodie zusammen. Eine bunte Melodie der Erinnerungen.

Viele Worte fielen dem Mädchen, das nun selbst eine alte Frau war, dazu ein. Doch es schwieg. Die Worte die der alten Marga damals so wichtig gewesen waren, interessierten auch jetzt nicht. Was zählte, waren die Erinnerungen an jenen Sommer, den die welken Blüten der Kleeblume, des Habichtskrauts und der Glockenblume nach so langer Zeit noch einmal zurückbrachten.

Elke Bräunling Geschichtensammlung

Vielleicht hast auch Du eine oder mehrere Erinnerungen an frühere Sommertage? Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine bunte restliche Sommerwoche, pass auf auf Dich und wenn Du magst, lesen wir uns ganz bald wieder :D

Ciao, Deine Sandra

Lesezeit: 2 Minuten

Hallo und hoffentlich einen sonnigen guten Morgen für Dich. Kurzgeschichten werden ja nicht nur für unsere Kleinsten geschrieben werden, ist Dir ja inzwischen bekannt. Geschichten sollen zum Nachdenken anregen. Die Geschichte, die ich heute für Dich ausgesucht habe, widmet sich der Liebe und dem Stellenwert, den sie in unserem Leben einnimmt.<3

Die Insel der Gefühle

Vor sehr langer Zeit gab es einmal eine schöne kleine Insel. Hier lebten alle Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten der Menschen einträchtig zusammen: Humor und die gute Laune, der Stolz und der Reichtum, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und die Intuition, das Wissen und all die vielen anderen Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten, die den Menschen eben so ausmachen. Natürlich war auch die LIEBE dort zu Hause.

Eines Tages machte ganz überraschend die Nachricht die Runde, dass die Insel vom Untergang bedroht sei und schon in kurzer Zeit im Ozean versinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die LIEBE, deren Schiff gerade nicht seetauglich war, wollte bis zum letzten Augenblick warten. Als die Insel am sinken war, bat die LIEBE die anderen um Hilfe.

Der Reichtum schickte sich gerade an, auf einem sehr luxuriösen Schiff in See zu stechen, da fragte ihn die LIEBE: „Reichtum, kannst Du mich mitnehmen?“ „Nein, das geht nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für Dich.“
Also fragte die LIEBE den Stolz, der auf einem schön gestaltetem Schiff vorbeikam. „Stolz, bitte, kannst DU mich mitnehmen?“ „LIEBE, ich kann dich nicht mitnehmen“ antwortete der Stolz, „hier ist alles perfekt und du könntest mein Schiff beschädigen.“

Als Nächstes fragte die LIEBE die Traurigkeit: „Traurigkeit, bitte nimm DU mich mit.“ „Oh LIEBE“, entgegnete die Traurigkeit, „ich bin so traurig, dass ich alleine bleiben muss.“

Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die LIEBE sie rief.
Plötzlich rief aber eine Stimme: „Komm LIEBE, du kannst mit mir mitfahren.“

Die LIEBE war so dankbar und glücklich, dass sie völlig vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen. Später fragte die LIEBE das Wissen. „Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?“
„JA sicher“ antwortete das Wissen“, das war die Zeit.“

„Die Zeit?“  fragte die LIEBE erstaunt „warum hat mir den ausgerechnet die Zeit geholfen?“
Und das Wissen antwortete lächelnd: „Weil nur die ZEIT versteht, wie wichtig die LIEBE im Leben ist …“

Verfasser/in unbekannt

Einen fantastische Wochenmitte wünsche ich Dir und vergiss dabei die Zeit und die Liebe nicht <3

Lesezeit: 3 Minuten

Das grünere Gras: Die Geschichte von Buddha und Mara …

Heute habe ich für Dich eine buddhistische Geschichte ausgesucht. Sie handelt von Mara, der all das verkörpert was uns leiden lässt. Buddha – ein Wesen, das aus eigener Kraft die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit eine unendliche Entfaltung aller in ihm vorhandenen Stärken erlangt. Eine Geschichte, die ich von einem Herzmenschen bekommen habe und heute mit Dir teilen möchte!
Viel Spaß und Einsicht beim Lesen …

Der Buddha hielt sich zu einem Einzelretreat in einer Höhe auf. Sein Assistent und Schüler, der ehrwürdige Ananda, ging in dieser Zeit Almosen sammeln und teilte nach seiner Rückkehr die Gaben zur Hälfte mit dem Buddha. Eines Morgens meditierte der Buddha in der Höhle, der ehrwürdige Ananda saß davor und sah jemanden näher kommen. Ananda ahnte, dass es jemand Bekanntes war. Es war Mara!

Ananda wollte sich verstecken, sodass Mara niemanden sehen und Buddha in der Hölle auch nicht stören würde. Doch es war zu spät. Mara stieg zu Ananda hoch und fragte: „Ehrwürdiger Ananda, ist dein Lehrer da?“ Ananda wollte lügen und sagen: „Nein, der Buddha ist nicht da. Er ist nach … gegangen zu einem Treffen, einer Konferenz oder dergleichen.“ Doch zu lügen gehört sich nicht für einen Mönch, also erwiderte er schließlich: „Warum fragst du?“

Mara sagte „Ich möchte den Buddha besuchen.“ Ananda entgegnete erzürnt „Verschwinde! Du bist kein Freund des Buddha. Du bist sein Feind. Erinnerst du dich nicht, wie du versucht hast, den Buddha vom Erwachen unter dem Body-Baum abzuhalten, und dann von ihm vernichtend besiegt wurdest? Der Buddha will dich nicht sehen.“

Als Mara dies hörte, begann er zu lachen: „Haha, tatsächlich? Dein Buddha hat Feinde? Ich dachte, er habe gesagt, er habe keine Feinde. Und jetzt hat er plötzlich welche? Ananda fühlte sich in der Klemme. Also ging er in die Höhe und fragte Buddha, ob er Mara treffen wolle. Er hoffte Buddha würde verneinen. Doch als der Buddha hörte, wer draußen auf ihn wartete, sagte er „Mara? Lass ihn herein.“ Ananda war sehr enttäuscht, doch er kam seiner Pflicht nach und ließ Mara eintreten.

Als Mara die Höhe betrat, stand der Buddha auf und hieß ihn willkommen wie einen Edelmann. Er lud Mara ein, in einer besonderen Ecke Platz zu nehmen und bat Ananda, Mara Tee und Wasser zu servieren. Ananada war frustriert. Für den Buddha hätte er gern 200 mal am Tag Tee gebracht, aber nicht für Mara. Doch er ging hinaus, brachte Tee für Mara und hoffte, die beiden würden sich nicht lange unterhalten. Doch die Unterhaltung sollte sehr lange dauern …

Die beiden sprachen wie beste Freunde miteinander. Buddha fragte Mara „Wie ist es dir ergangen und wie geht es dir?“ Mara erwiderte „Nicht so gut.“ “ Was ist passiert?“  fragte Buddha.  Mara erzählte:

„Meine Schüler hören mir nicht mehr zu. Früher taten sie immer alles was ich ihnen sagte, doch neuerdings rebellieren sie. Meine Generäle, Soldaten und Schüler wollen Achtsamkeit, Gehmeditation und Essen in Stille üben. Sie wollen die Erde retten. Ich weiß nicht mehr, wie ich sie erreichen kann. Buddha … ich bin soo müde Mara sein zu müssen, ich möchte jemand anderer sein! Es ist wahrlich nicht leicht Mara zu sein. Es bedeutet alles andere als Party, Spiel und Spaß.“

Der Buddha lachte. „Glaubst du, es ist ein großer Spaß der Buddha zu sein? Weißt du, dass Menschen behaupten, ich hätte etwas gesagt, was ich in Wirklichkeit nie gesagt habe? Sie tun Dinge, zu denen ich sie NIEMALS ermutigt habe, doch sie behaupten, ich hätte sie dazu angestiftet. Ich habe meine hohe Position und mein Ansehen zurückgelassen. Ich habe den Thron aufgegeben, habe meine wundervolle Frau und unser Kind verlassen, auf zukünftige Kinder und Reichtum verzichtet, um Befreiung zu erlangen.“

„Doch jetzt kommen Menschen zum Tempel, um zu beten, und bitten um all die Dinge, auf die ich verzichtet habe! Sie bitten nicht um Frieden oder Glück, sie bitten um viel Geld oder Macht oder um gute Prüfungsergebnisse für ihre Kinder. Sie fertigen Statuen von mir an und kleben all ihr Gold an meinen Körper. Wenn sie meinen Geburtstag feiern, verfrachten sie meine Statue auf einen Wagen und fahren mit mir gedankenlos durch die Stadt, währen mein Körper von Seite zu Seite schwankt. DAS WOLLTE ICH NIE!“

„Also glaube nicht, Buddha zu sein, sei das große Glück. Wollen wir tauschen?“ Ananda fürchtete, Mara würde zustimmen, doch glücklicherweise tat er dies nicht. Dann sagte der Buddha „Mara, du tust deine Arbeit. Tu sie, so gut du kannst. ich erledige meinen Job. Nichts auf der Welt ist immer einfach. Ich weiß, Mara zu sein ist sehr schwer. Doch auch der Buddha zu sein ist nicht einfach. Jeder von uns muss seine Rolle mit ganzem Herzen ausfüllen.“

Jedes Leben hat seine eigenen Herausforderungen und Wagnisse. Wir können ihnen mit mehr Geschick begegnen, wenn wir keine Zeit und Energie darauf vergeuden, einen zweiten Pfeil auf uns selbst abzuschießen, indem wir zum Beispiel den Glauben in uns nähren, das Gras  im Garten unseres Nachbarn wäre viel grüner als das in unserem eigenen …  

Von Thich Nhat Hanh, Zen-Meister aus Vietnam

Nun es ist wieder mal alles gesagt und wir sollten ALLE in unserem eigenen Garten bleiben und graben und versuchen das Schönste daraus zu machen.

Schön, daß Du da warst … heute mit einem Namaste zum Abschied. :D
Alles Liebe.

Lesezeit: 2 Minuten

Hallo meine Liebe, die heutige Geschichte hat mich ein wenig an mich selbst und so manch anderen den ich kenne, erinnert. Ich bin mir ja fast sicher, dass Du Dir die Frage: „Warum geht es eigentlich in meinem Leben?“ auch schon mehrmals gestellt hast. In meinem Leben bin ich schon Ideen, Beziehungen und materiellen Dingen hinterher gelaufen, nur um später festzustellen, dass nichts von dem eintrat was ich mir erhofft hatte! Diese so lebensnahe Geschichte beschreibt so wunderbar worum es in Wahrheit wirklich geht in Deinem, in unserem Leben … viel Freude beim Lesen.

Worum es eigentlich im Leben geht …

Es war einmal ein Mädchen, das alles in der Welt haben konnte, was es wollte. Das Einzige was es dafür tun musste war, etwas zu wählen und sich darauf zu konzentrieren.

Eines Tages setzte sich das Mädchen vor eine leere Leinwand und begann zu malen. Ein Pinselstrich war perfekter als der andere. Langsam und anmutig malte das Mädchen ein makelloses Meisterwerk. Als ihr Bild fertig war, schaute sie stolz auf ihre Arbeit und lächelte.

Das Bild zeigte die Wolken und die Sterne, die immer über sie wachten, was sie als großes Geschenk empfand. Ja – sie war eine Künstlerin und das wusste sie auch. Sie fühlte es in jeder Faser ihres Wesens.

Aber einige Augenblicke später wurde sie ängstlich und begann zu zweifeln. Sie erkannte, dass es noch so viel mehr auf dieser Welt gab, womit sie ihre Zeit verbringen konnte, anstatt einfach nur Farbe auf ein Stück Leinwand zu malen. Sie hatte das Gefühl, dass es noch wesentlich mehr auf dieser Welt gab, was sie tun konnte – so viele Möglichkeiten! Und wenn sie sich zu etwas anderem entschließen würde, dann wäre die ganze Zeit, die sie gemalt hat eine reine Verschwendung.

Also warf sie einen letzten Blick auf ihr grandioses Bild und ging durch die Tür in die Nacht. Und während sie lief, dachte sie nach und ging immer weiter. Sie war so sehr in ihren Gedanken versunken und bemerkte  nicht die Wolken und die Sterne am Himmel, die über sie wachten und ihr Signale schickten. Sie war damit beschäftigt eine wichtige Entscheidung zu treffen. Sie musste eine Sache aus allen Möglichkeiten dieser Welt wählen. Soll sie Ärztin werden? Oder doch besser Architektin? Oder soll sie Kinder unterrichten? Sie war absolut fasziniert.

25 Jahre später fing das Mädchen an zu weinen. Sie war so lange gelaufen und von all dem begeistert, was sie tun konnte – diese endlose Vielfalt der Möglichkeiten! Erst jetzt bemerkte sie schmerzhaft, dass sie am Ende überhaupt gar nichts getan hatte.

Im Leben geht es darum Entscheidungen zu treffen! Wir müssen uns entscheiden etwas zu tun, was uns begeistert, was uns bewegt und was uns mit Leidenschaft erfüllt.

Also kaufte das Mädchen, das inzwischen eine Frau geworden war eine neue Leinwand und Farbe. Anschließend fuhr sie in einen Park und begann zu malen. Ein Pinselstrich führte anmutig zum nächsten – genau wie vor vielen vielen Monden. Und während sie lächelte, malt sie den ganzen Tag hindurch bis in die Nacht hinein. Sie hatte endlich eine Entscheidung getroffen und noch etwas Zeit übrig, um die Magie des Lebens zu genießen …

Verfasser unbekannt, gefunden auf persönlich-wachsen.de

Ich denke mal, heute kann ich diese Geschichte so stehen lassen … es braucht nicht immer einen zusätzlichen Abschluss. Es ist alles gesagt. <3 Eine schöne Restwoche mit vielen Ideen, die Dein Leben noch lebenswerter machen können, DAS wünsche ich Dir …

Lesezeit: 2 Minuten

Wenn ich einmal alt bin …

Das Alter macht vor keinem von uns halt. Wir denken auch wahrscheinlich wenig darüber nach solange alles reibungslos abläuft. Vielleicht kommt der erste Gedanke ans „alt werden“ wenn wir es bei unseren Eltern oder Großeltern miterleben können, wie sich das Leben dabei verändert.

Heute habe ich wieder eine soo schöne Geschichte für euch. Sie wird euch, wenn sie achtsam gelesen wird, vielleicht zu Tränen rühren und berühren! Ich würde es mir ausnahmsweise wünschen.

Liebe Tochter, lieber Sohn, lieber junger Mensch …

An dem Tag, an dem Du erkennst, dass ich alt werde, versuche etwas Geduld mit mir zu haben und versuche, mich zu verstehen, wenn ich beim Essen schmutzig werde … wenn ich mich anders anziehe … sei geduldig. Erinnere Dich daran, wie viel Zeit ich damit verbracht habe, Dich diese Dinge zu lehren, als Du noch klein warst …

Wenn ich Dir die selben Dinge immer und immer wieder erzähle, unterbrich mich nicht! Hör mir zu! Als Du noch klein warst, batest Du mich ständig darum, Dir dieselben Geschichten vorzulesen … Abend für Abend. Bis Du endlich eingeschlafen warst und ich tat es gerne.

Wenn ich mich nicht so oft dusche, bitte tadle mich nicht, dass es eine Schande sei! Erinnere Dich daran, wie viele Geschichten ich erfinden musste, um Dich zum Baden zu bewegen, als Du ein Kind warst.

Lache nicht über mich, wenn ich mich gegenüber neuen Technologien intolerant verhalte. Gib mir die Zeit zu verstehen. Ich habe Dich so vieles gelehrt …

Gesund zu essen … Dich gepflegt zu kleiden … gutes Benehmen … wie man mit Lebenskrisen umgeht …

Wenn ich mich manchmal an etwas nicht erinnern kann oder nicht im Stande bin, einem Gespräch zu folgen, gib mir die nötige Zeit, mich wieder zu entsinnen und falls mir das nicht gelingt, werde nicht zu einem gereizten und überheblichen Menschen, denn das Wichtigste für mich ist … bei Dir zu sein und mit Dir zu sprechen.

Wenn ich mich weigere, etwas zu essen, zwinge mich nicht dazu! Ich weiß selbst genau, wann ich Hunger habe.

Wenn meine alten Beine nicht mehr so fit sind wie zuvor … hilf mir auf dieselbe Weise, wie ich Deine Hände hielt, um Dir bei Deine ersten Schritten zu helfen.

Und wenn ich eines Tages sagen sollte, dass ich nicht mehr leben möchte … dass ich sterben will, werde bitte nicht zornig … denn eines Tages wirst auch Du verstehen!

Versuche zu verstehen, dass man ab einem bestimmten Alter nicht mehr lebt, sondern überlebt …

Eines Tages wirst Du verstehen, dass ich trotz meiner zahlreichen Fehler, immer nur eines im Sinn hatte:
… DEIN BESTES …

Du brauchst Dich nicht betrübt, unglücklich oder unfähig wegen meines hohen Alters und meines Zustandes zu fühlen. Du musst mir nur nahe sein und verstehen, wofür ich lebe.

Hilf mir zu gehen, hilf mir mein Leben zu Ende zu leben mit LIEBE und GEDULD.

Das Einzige, was ich von Dir verlange, ist ein Lächeln und jede Menge Liebe.

Ich liebe Dich, meine Tochter, mein Sohn … mein junger Mensch!

DEINE MAMA, DEIN PAPA, DEINE ALTE DAME … <3    

Verfasser Unbekannt, gefunden auf Netzfrauen

Mal darüber nachdenken, unseren Kindern lesen lassen? Teilen! Darüber reden. DAS wünsche ich mir.

Fühl Dich gedrückt.