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The Big Five for Life … John Strelecky, der dieses fantastische Buch geschrieben hat, war der Anfang eines anderen, neuen Denkens, das ich mir angeeignet habe. Ich betrachte Zeit für etwas sehr wertvolles … etwas das nicht wiederkehrt, ist es mal verstrichen! Wozu nutzt Du die Zeit, die Du hast? Geht es Dir am Abend gut, wenn Du Dich abends schlafen legst? Kannst Du am Wochenende behaupten, dass Deine vergangene Woche eine „gute“ war und könntest Du am Ende Deines Lebens sagen – ja … mein Leben war ein schönes?

Für mich sind diese Fragen in der Zwischenzeit sehr wichtig und vor allem sehr motivierend geworden. Sie inspirieren mich mittlerweile jeden Tag aufs Neue, Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen und jeden Tag zu einem mir bestmöglich besonderen und guten Tag werden zu lassen.

Es gibt sie, diese Menschen …

Du erlebst es sicher beinahe täglich, dass Leute Dir von ihrem leidlichen Job erzählen. Leute die immer wieder darüber philosophieren, wie anstrengend die Familie, wie lästig die eine Freundin ist und wie rücksichtslos so mancher Kollege ist! Aber hast Du schon mal erlebt, wenn ein Mensch Dir voller Überzeugung und Liebe von seinem TUN erzählt? Von dem, was ihm aufrichtige Freude beschert und begeistert bis ins winzigste Detail davon berichtet? Euphorie und glänzende Augen sind spür- und  sichtbar. :D

Es ist wunderbar anzusehen und zuzuhören, wenn sich jemand ganz bewusst dafür entscheidet, so viel Zeit als möglich, mit schönen Dingen zu füllen. Bestimmt ist dieses fantastische Gefühl schon mal auf Dich übergesprungen, wenn Du mit so jemanden geredet hast. Ich durfte das schon sehr oft erleben und es inspiriert, motiviert mich und ich kann mich wirklich mit mit diesen Menschen mitfreuen.

Und soll ich Dir jetzt eine gute Nachricht überbringen? In JEDEM von uns steckt genau so ein Mensch! Jeder hat etwas, das er besonders gerne mag, was ihn begeistert und wofür er auch das richtige „Händchen“ mitbekommen hat! Da ist dann diese Freude, die ich oben beschrieben habe, die hochkommt und mit der wir auch andere animieren können! Und genau damit sollte man seine Zeit, die nicht unendlich ist, verbringen.

Selbstbewusst dafür entscheiden

Ich habe lange Zeit keine Freude in meinem Leben empfunden und ich konnte schon erst recht nicht, über Dinge berichten, die mir Freude machten. ICH kannte sie nicht mal! Diese Zeit liegt hinter mir und in der Zwischenzeit hat mir wer auch immer da „oben“ und meine Wenigkeit (durch lange Entwicklungsphasen), meine Lebensfreude und meine Zielorientierung wieder geschenkt. Heute bin ich in der Lage andere mit meiner Euphorie anzustecken. Ich weiß was in mir Zufriedenheit und Glück auslöst. #dankbarbin.

Als ich mich 2015 für eine radikale Auszeit entschieden habe, war das keine einfache Zeit. Abgesehen von meiner körperlichen Verfassung, wusste ich nämlich nicht, was ich mit meiner freien Zeit anstellen sollte. Meine Zeit war davor mit so viel Arbeit gefüllt, dass es keine freie Zeit gab! Schon da bin ich damals ziemlich erschrocken. Ich hatte verlernt, Dinge einfach nur für mich zu tun …, weil sie mir guttun!

Gelesen habe ich schon immer sehr gerne, aber ich hatte damals jahrelang gerade mal ein oder zwei Bücher gelesen, von denen ich mir am Ende als ich das Buch zugeschlagen hatte, nichts merken konnte. War das das Leben, das ich führen wollte? Ich wartete mit den angenehmen Dingen immer bis zum Urlaub, Wochenende. War es dann so weit, hatte ich ein endlos schlechtes Gewissen einfach nur das zu tun, was mir Freude machte. Es fühlte sich nicht richtig an und ich glaubte, die Zeit rinnt mir unsinnig durch die Finger.

Ich hatte nie Sorge, dass der Urlaub zu schnell vorbeigehen könnte – ich hatte regelrechte Panik, dass die Zeit sich endlos in die Länge ziehen würde! Das waren so meine Anfänge wo ich zum Nachdenken begann. Es wurde mir klar und sehr bewusst, dass es nicht die Umstände sind, die für Freiheit sorgen … jemand, der im Kopf nicht „frei“ ist, wird es auch in den perfekten Umständen niemals sein.

Heute kenne ich die Antwort

Fragst Du mich heute wofür mein Herz schlägt, habe ich eine klare Antwort. Ich weiß sehr genau, wie ich meine Zeit verbringen will. Und noch genauer weiß ich heute, wie ich sie nicht mehr tot schlagen möchte! Und das Schöne und Wichtige dabei ist: Ich lebe auch genau danach. Heute ganz ohne schlechten Gewissen. Ich weiß nämlich, dass diese Lebensform mich zufriedener macht und ich durch diese Zufriedenheit, auch für mein Umfeld angenehmer und nützlich bin.

BALANCE. Das ist der Schlüssel für beinahe alles im Leben. Es macht für mich mehr Sinn, mal Arbeit links liegenzulassen und stattdessen in der Natur aufzutanken, mir fehlende Kraft und Motivation zu holen, um mich danach wieder voll und ganz auf meine Arbeit zu konzentrieren. Vom Effekt, den das sich ständige „ich muss jetzt“ auf die Gesundheit hat, mal ganz abgesehen.

Wenn ich Dir jetzt die Frage stelle: Kannst Du ein paar Dinge aufzählen, die Dich richtig glücklich machen? Dinge, die Du in Deinen Alltag integrieren könntest? Es ist eine Tatsache, wir alle füllen einen viel zu großen Teil unserer so kostbaren Zeit mit Dingen, die uns keine Freude bereiten. Natürlich ist mir klar, jeder muss Verantwortung für sein Leben übernehmen. Dazu gehören selbstverständlich auch unangenehme Aufgaben, nur es sollte sich schon in Balance halten.

Wenn Du mit Deinem Leben nicht zufrieden bist, ist es Zeit, etwas umzuräumen. Und wenn Du nur ein ganz klein wenig unglücklich bist, ist es JETZT an der Zeit, die Waage wieder auszugleichen. Mach doch wieder mehr von dem, was DU wirklich gerne tust, … wobei DU glücklich bist und Du Dich richtig wohlfühlst! :D

Machen wir uns gemeinsam Gedanken

Manchmal und ich kenne das tatsächlich aus meinen vergangenen Jahren, vergessen wir, was uns mal glücklich gemacht und was wir mit Freude getan haben. Man vergisst … wir nehmen uns keine Zeit mehr für diese Dinge und leben unser Leben einfach so dahin. Unwichtige Dinge haben mehr Prioritäten bekommen und so bleibt ein Vakuum übrig, dass sich nach nix anfühlt.

Dazu muss man sehr genau in sich hineinfühlen. Und es ist noch wichtiger dabei daran zu denken, dass es nichts sein soll, womit Du andere beeindrucken würdest! Es geht mal wirklich nur um DEIN SEIN & TUN … das, was DU besonders magst. ›lächel‹

ICH mache dabei sehr gerne mit und vielleicht rufe ich dabei so einiges bei Dir in Erinnerung? Ich mach nun mal den Anfang:

Ich mag es sehr zuzusehen wie die Welt erwacht, wenn andere noch schlafen. Ich liebe das Farbenspiel des Himmels, wenn die Sonne untergeht. Ich bin überglücklich mich in fremden Städten ganz anonym bewegen zu können. Es geht mir gut, wenn ich in die Ruhe und in Weite des Meeres ein- und abtauchen kann. In die Natur zu gehen ist einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. Lange ausgedehnte Fahrradtouren sind zu meiner neuen Lieblingsbeschäftigung geworden. Mir geht mein Herz auf, wenn ich mit meinem Herzmenschen und meinen Tieren, den Abend gemeinsam auf dem Sofa verbringen kann! Ich mag die Berge, den Wald und das Meer …

Ich liebe es meinen Gedanken nachzuhängen. Ich mag gut durchdachtes aber auch spontan lockeres. Ich liebe es, wenn die Sonne meine Wangen küsst, wenn ich im freien Meditieren kann und mir anschließend ein paar frische Erdbeeren mit dunkler Schokolade machen darf. Ich mag es sehr, wenn mein Herzmensch und ich sich bei einem Glas Wein, über das Leben unterhalten. Ich mag es aber auch genauso gerne alleine zu sein … ein Buch zu lesen und dabei das Knistern im Kachelofen im Ohr zu haben. (Leider sehr selten der Fall).  Ich gehe mir sehr gerne weiße Blumen kaufen – egal welche, Hauptsache weiß. :D
Ich mag das selbstbestimmte Leben und die Freiheit …

Ich liebe es Neues zu entdecken und mich dann in einem fremden Café niederzulassen. Ich liebe es zu kochen, Freunde zu bewirten und ausgelassen zu plaudern. Ich mag stundenlange wertvolle Gespräche, Bücher, die mich inspirieren und berühren. Das Gleiche gilt für Menschen! Ja … und da ist natürlich das Schreiben. Es erleichtert mir so vieles im Leben. Ich schreibe meine Gedanken gerne nieder und teile sie ebenso gerne mit anderen. Ich recherchiere sehr gerne über passionierte Menschen, von denen ich lernen kann. Ich liebe die Musik und ich gehe mit meiner Tochter gerne auf Konzerte …

Ich freue mich auf den Winter, denn da stricke ich wieder warme Decken und Hausschuhe. Ich mag es, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen mit der ich anderen eine Freude machen darf. ›lächel‹.  Ich mag die Stimmung und den Geruch in den Bibliotheken. Ich besuche mit Freude Flohmärkte, auch wenn ich gar nix kaufe. Ich mag es mich an Plätzen hinzusetzten, die mir Kraft geben. Ich helfe gerne wo es mir möglich ist. Ich arbeite mit Leidenschaft an meiner Persönlichkeitsentwicklung, die scheinbar niemals aufhört …

Einfach gesagt – ich nutze meine Zeit für die Dinge, die ich mag und wobei mir das Herz aufgeht. Ich warte nicht mehr auf das Wochenende, den Urlaub oder irgendwann! Ich habe mich entschieden, sehr bewusst, mir Zeit für all diese Dinge zu nehmen. Ich kann mir nicht mehr vorwerfen, das Gegenteil getan zu haben.

Weshalb ich es für so wichtig finde?

Ich habe es leider schon mehrfach in meinem Umfeld erlebt. Menschen, die gewartet haben. Auf eine ruhigere Zeit oder den Ruhestand. Sie haben es nicht mehr erleben dürfen. Ein Leben das sich auf dreißig Tage Urlaub im Jahr beschränkt, um Dinge zu tun, die man gerne tut und sie dann dennoch nicht genießen können, ist eine sehr traurige Vorstellung für mich.

Deshalb warte nicht auf eine Zeit, die Du vielleicht nicht erleben darfst. Fange jetzt damit an und mache Dinge, die Du liebst, mit Menschen, die Du magst. Sei Dein eigenes Wohlfühlprogramm und genieße jede Minute davon. ›Herzwunsch‹

Ich glaube, es ist alles gesagt und Du verstehst, was ich Dir mit meinem Beitrag heute näher bringen will. In diesem Sinne wünsche ich Dir eine erfüllte Zeit, gib auf Dich acht und über Deine „Lieblingsbeschäftigungen“ freue ich mich, wenn Du sie mir als Kommentar dalässt. >lächel<

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Warum tun wir uns so schwer zu akzeptieren, dass ZEIT das einzig endliche Gut ist? Unsere Lebenszeit hier auf Erden verläuft immer schneller. Und was machen wir? Wir laufen immer noch schneller den Dingen hinterher, die uns so viel ZEIT abverlangen. Karriere, Leistung, Konsum, Status, Arbeit bis zum Umfallen und jeder Menge Ablenkungen. Ich muss mich dabei selber an der Nase nehmen. Auch wenn ich schon einiges in meinem Leben, in die für mich richtige Richtung, gedreht habe, gibt es da ein Zitat, das ich mir immer in die Gegenwart hole.

Verlorene Zeit kommt nicht wieder zurück. Verlorenes Geld kannst Du wieder verdienen.

Die Eile ist das Schlimmste, was Du Dir antun kannst!

Für die meisten ist Zeit Geld. Okay … im weitesten Sinne stimmt das irgendwie. Jedenfalls in den geschäftlichen Bereichen. Aber ist das alles was zählt? Aber auch im alltäglichen Bereichen scheint es nur noch „Raser“ zu geben. Wenn ich einer Freundin zuhöre, haben sogar ihre Kinder einen vollgepackten Zeitplan. Ihnen fehlt sogar die Zeit, um mal einfach nichts zu tun! Und falls sie doch mal ein Stündchen finden, sind sie müde …

Ich schreibe sehr gerne über dieses Thema ZEIT. Weil sie eben nicht wiederkommt, wenn wir sie „verlebt“ haben. Ausgefüllt mit Taten, die uns nichts bedeuten. Wir würden am liebsten zur gleichen Zeit an vielen verschiedenen Orten anpacken, um ja alles unter einen Hut zu bringen.

Diese ständige Eile bringt auch mit sich, dass wir verlernen richtig zuzuhören. Geduld und Ausdauer mitzubringen. Und durch Geduld und Zeitmangel fällen wir so manche Fehlurteile. Wir Menschen meinen die Zeit im Griff zu haben. Aber dem ist nicht so. Die Zeit hat ihre eigenen Gesetze und der Tag hat immer noch (nur) 24 Stunden und da muss eben alles hineingepackt werden.

Oh mein Gott ich könnte da von einer Seite zur anderen hüpfen, weil es so viele Dinge zum Aufzählen gibt, die unsere so wertvolle Zeit betrifft! Dabei hätte ich jetzt auch schon fast den Faden verloren ›lach‹. Worum es mir aber eigentlich in diesem Artikel geht ist:

Wie können wir unsere beschränkte Lebenszeit bewusster einsetzen?

Ich habe gelernt, den Tag mit einer Achtsamkeitsfrage zu beginnen. Wofür lohnt es sich wirklich, meine Zeit zu investieren? Was glaube, ich jeden Tag zu müssen? Immer wenn ich mir diese Fragen stelle, bin ich automatisch mehr in meiner Gegenwart und beginne damit meine Zeit „umzuschichten“. Ich kann klare Entscheidungen treffen und Dinge sein lassen, die warten können und mich Sachen mit höherer Prioritäten und Nutzen zuzuwenden.

Jetzt hole ich mir eventuell den ein oder anderen Schmunzler ab, aber ich habe die bewusste Entscheidung getroffen, mit vielen alltäglichen Dingen ganz einfach nicht mehr meine wertvolle Zeit zu verplempern. Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffe und es mir kein bisschen fehlt!

  • Über die Arbeitsbedingungen, unfähiger Vorgesetzter zu reden (das Privileg der Selbstbestimmtheit).
  • Großveranstaltungen zu besuchen – okay, außer Konzerte, die ich unbedingt sehen will.
  • Fernsehen.
  • Zeitung lesen und Journale studieren.
  • Mich mit Menschen treffen nur, weil die es sich erwarten.
  • Mich in Dinge hineinsteigern, die ich nicht mehr ändern kann oder für die ich nicht zuständig bin.

Du glaubst ja gar nicht, wie viel Zeit und Geld ich damit spare! Ich habe mehr Zeit für die Sachen die mich ein Stück weiterbringen, mich erfüllen und mir das Gefühl schenken, dass ich mein Leben LEBE und nicht GELEBT werde! Im Einzelnen schaut das dann so aus:

  • Diese „eingesparte“ Zeit bewusst wahr nehmen und zur Ruhe kommen.
  • Bücher lesen.
  • Mich in meinen Hobbys austoben. :-)
  • Schreiben und mich mit meinen Lesern austauschen.
  • Mehr Zeit für Natur und meine Hunde.
  • Gespräche mit Tiefgang führen (mit Menschen, die mir am Herzen liegen).

Diese kleinen Listen sind natürlich nur für mich geltend und die ich Dir nur als Beispiel zeigen will. Ich bin ein sehr ruhebezogener Mensch geworden, deshalb kannst Du in meiner Liste nix „aufregendes und lautes finden“. Es sei denn ich stehe in einem Konzert! ›lach‹ Wie immer sehr individuell bei jeder von uns.

Aber sei mal ehrlich, woran erinnerst Du Dich zehn Jahre später? An eine Big Brother Folge oder an den Morgen, als Du mit Deinen Mädels oder Freunden eine Nacht am See verbracht hast? 1,2 … 5 Bierchen gezwitschert hast und über Deine (Eure) Wünsche philosophiert  und Euch Eure Traumpartner zusammen gebastelt habt bis Euch der Sonnenaufgang wieder zurückgeholt hat?

Oder an den Moment als Du Deinen ganzen Mut zusammengenommen hast und Dich mit einem klaren: „NEIN, ich mach jetzt diese Reise alleine …“ in Bewegung gesetzt hast? Meine Antwort brauche ich Dir nicht aufzuschreiben.

Besser ist es Dir die Frage zu stellen, wie DU mit Deiner Zeit umgehst! Was kannst Du Dir vorstellen, in Deinem alltäglichen Sein zu streichen oder zu reduzieren?

Ja ich weiß. Wieder mal Fragen über Fragen. Aber was soll ich machen, die Zeit ist nun mal das Wertvollste das wir besitzen und sie kommt nicht mehr zurück, haben wir sie mal nicht gut genug genutzt.

NICHT warten bis die beste Zeit kommt, denn wer kennt die schon? Sondern die jetzige Zeit zu Deiner besten machen.

Monika Minder

Falls Du etwas dazu sagen möchtest – freue ich mich sehr. Falls Du erst mal darüber nachdenken musst, wünsche ich Dir ganz viele gute Eingebungen, die Dir jede Menge Zeit freischaufeln! Und falls Du noch mehr über die Zeit lesen möchtest, dann klicke gleich auf die folgenden zwei Artikel …

Älter werden und die Zeit wird schneller?
Immer zu wenig Zeit? Doch Du hast sie!

Pass auf Dich auf.