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Die Zeit ist jetzt, lebe Dein Leben
oder Warum Dein Leben kurz ist und Du jeden Moment (er)leben sollst.

An jeder Ecke, in jedem Magazin und Blog hörst oder liest Du heute, dass Du im Moment leben sollst. Diesen nutzen sollst. Viele von uns kauen das einfach nach, eine „Weisheit“ die jedoch die meisten Menschen nicht leben, ja nicht einmal hinterfragen.

Lebe im Moment, denn Dein Leben ist kurz!

Stell Dir Dein Leben als einen Teller voll mit Gummibären vor, jeder Moment Deines Lebens stellt einen Bären dar. Und jede Sekunde, jeden Moment ist es plötzlich ein Gummibär weniger. Ein Bärchen, dass Du nie wieder hinzufügen kannst, es ist weg – fort!

Vielleicht wird Dir so bewusst, dass Deine Zeit immer kürzer wird. Der Moment während Du das hier liest ist gleich vorbei und er wird nie wieder kommen. Egal was Du machst oder versuchst, er ist weg! Für immer!

Jetzt kannst Du für Dich ausrechnen wieviel Zeit Du noch hast, wieviele Gummibären noch auf Deinem Teller liegen. Mach das, ganz bewusst und dann denk bitte mal über die letzten Zeilen nach, mach Dir die Worte bewusst. Und beantworte folgende Fragen für dich persönlich:

Warum verbringe ich soviel Zeit mit unbefriedigenden Dingen? Lebe ich wie ich will und was ich liebe? Was mich glücklich macht?

Unsere durchschnittliche Lebenswartung

Frauen 84,7 Jahre
Männer 79,2 Jahre
Durchschnitt 82,0 Jahre

das sind im Schnitt
29.930 Tage
718.320 Stunden oder
43.099.200 Minuten

Das scheint auf den ersten Blick viel zu sein und doch ist es nichts! Wie schnell vergeht eine Woche nach der anderen ohne Spuren zu hinterlassen. Arbeiten und funktionieren, vielleicht noch ein Drink oder Kaffee mit Freunden und das war es. Kann das alles sein? Für mich nicht, nicht mehr. Ich haben lange nur funktioniert, nur Pflichten erfüllt, beruflich und privat. Diese Zeit ist für mich vorbei.

Doch warum verlaufen die meisten Leben so?

Wir werden in eine Welt geboren, in eine Gesellschaft, die möglichst ruhige und unauffällige Menschen will. Menschen die leicht und problemlos führ- und regierbar sind. Die sich in den Bahnen der Gesellschaft bewegen und nicht ausbrechen.

Menschen, die nach der Schule in das Leben als Angestellte wechseln und ihre Lebenszeit unter Wert verkaufen. Oder findest Du Deine Lebenszeit und Deine Leistung wird dementsprechend honoriert? Nur so ein Gedanke …

Will mir  jemand erklären dass ein Mensch der 1.500.- netto verdient für seine wertvolle Zeit entsprechend entlohnt wird? Und ich meine jetzt noch nicht einmal die unzähligen Menschen, die nicht annähernd diese Summe im Monat am Konto haben!

Klar gibt es viele Angestellte, die gut verdienen und doch sind es Menschen, die aus meiner Sicht wenig bis keinen eigenen Willen zeigen sondern den ihnen vorgegebenen Weg leben. Vorgegeben von den Eltern, der Schule, dem Chef und der Gesellschaft. Ja und die Politik nicht zu vergessen.

Es geht ja nicht anders hört man immer wieder! Doch es geht anders, man darf vielleicht nicht immer nur den einfachsten Weg sehen und gehen. Jetzt höre ich manche von euch aufschreien. Ja schreie es raus „die spinnt doch, ich muss doch arbeiten um mein Leben zu finanzieren!“

Klar das müssen wir alle, aber warum nicht für sich selbst den Einsatz und die Lebenszeit opfern, mit Arbeit die einem Spaß macht. Mit Menschen, die einem gut tun. Nicht in Unternehmen die die Menschen nur noch aussaugen, ihnen die wertvolle Lebenszeit für ein lausiges Gehalt, das zum Leben nicht reicht und zum Sterben zu viel ist, abkauft. Menschen in schwere Krankheiten treiben und dann irgendwann mit 50 Jahren auf die Strasse stellen weil billigere Arbeitskräfte in Massen zur Verfügung stehen. Ein gesellschaftliches Problem, aber genau das erfüllt den Zweck die Menschen klein und still zu halten. Solange man ihnen Sicherheit vorgaukelt, Sicherheit im Job, Sicherheit für die Pension ist alles gut, so glaubt man jedenfalls.

Vorgegaukelte Sicherheit

In unserer Gesellschaft ist alles auf dem Begriff der vermeintlichen “Sicherheit” aufgebaut. Sicherheit, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Nicht mehr gibt oder wohl nie gab. Wie kann man sicher sein, wenn man nur als Nummer gesehen wird, jeder problemlos und sofort austauschbar ist. Du nicht weißt wie lange es deinen Arbeitgeber noch gibt oder deinen Posten?

Geh in Deinen 9to5 Job und Du bist sicher, auf dies zielt das ganze System in Österreich und Deutschland ab.

Erfüllend ist das Ganze nicht, wir arbeiten um leben zu können. Das soll der Sinn unseres Lebens sein? NEIN! Ich bin der Meinung der Sinn unseres Leben kann nur ein erfülltes Leben sein. Jeder Mensch muss für sich selbst definieren was ihn erfüllt und was sein Sinn ist und dann noch den Mut zu haben sein Leben entsprechend zu ändern.

Und sag nicht das ginge nicht, es gibt immer Wege … sie sind zwar nicht so bequem und einfach, aber sie sorgen für nachhaltiges Wohlbefinden! :-)

Deshalb lebe DEIN Leben, tue was DU liebst und was DICH glücklich macht!

Ein Augenblick hat immer eine gewisse Dauer, wenn er auch noch so kurz ist! Er gehört nicht zur der Form von Zeit, wie eine Uhr sie misst. Die Zeit wo wir auf die Uhr schauen, vergeht für alle Menschen in gleicher Weise. Beim Augenblick handelt es sich um eine sehr kurze Zeitspanne, die einen in bestimmter Weise ergreift.

Und um genau diese „bestimmte“ Art und Weise eines Augenblickes geht es. Jeder hatte schon mal diese kurzen Augenblicke erlebt wo man entweder die Zeit anhalten möchte, oder das Gegenteil, einfach diesen Augenblick überspringen möchte!

Die Glücksmomente

Sie gehören zu den angenehmsten Gefühlen, die unser Leben ungemein bereichern können! Jeder von uns hat sicherlich so seine ganz individuellen Momente in denen er diesen Augenblick besonders geniessen kann. Es muss auch nicht immer etwas grossartiges und besonderes sein! Wichtig ist es nur, dass dieser Augenblick uns auch bewusst ist.

Francoise Sagan sagte dazu so passend:

Man weiß selten was so Augenblicke des Glückes sind, aber man weiß meistens, wann so Augenblicke waren.

Dann gibt es die weniger guten Augenblicke

Auch die sind sicherlich notwendig sonst wär es ja zu langweilig wenn immer alles so „rosarot“ wäre. Trotzdem dauern die dann sehr oft länger als man es möchte. Manchmal fühlen wir uns sogar ein bisschen ausgeliefert – wir können in dem Augenblick nichts tun, ausser sich der Sache hingeben.

Es kann ein unangenehmer Anruf sein – eine schlechte Nachricht, eine Absage mit der man nicht gerechnet hat, eine Auswertung eines Befundes uvam … die Folge sind unangenehme Gefühle, negative Emotionen, Wut oder vielleicht sogar eine Art Ohnmachtsgefühl?!

ICH habe entschieden, aus einem schlechten Augenblick – keinen schlechten Tag mehr werden zu lassen! Und damit meine ich einen wirklich „besch……“ Augenblick …

Auch möchte ich noch dazu sagen, dass das was ich hier ins MacBook klopfe, keinesfalls aus meinen Gedanken entspringen und frei von mir erfunden ist, sondern ich selbst bekam diese Aufgaben gestellt und konnte dadurch lernen,  es mir einfach etwas leichter in meinem Leben zu machen, indem ich schlechte Augenblicke einfach „sein“ lasse!

Den Augenblick verändern

Hier einige Tipps wie man den Augenblick ändern kann:

  • Phantasie: Du kannst deine Phantasie dazu einsetzen, um Dir positive Erlebnisse zu schaffen. Mach eine Reise, erlebe Deinen letzten Urlaub geistig noch mal. Erinnerungsfotos helfen Dir vielleicht dabei
  • Sinngebung: Sinngebung bedeutet, in sehr unangenehmen schwierigen Situationen einen tieferen Sinn zu suchen. Jeder noch so angstvolle und aussichtslose Augenblick, den Du bewältigst, wird dich stärken! Der „Sinn“ der Angst kann also sein, Dich auf kommende schwierige Aufgaben vorzubereiten. Richte daher all Deine Aufmerksamkeit auf die positiven Aspekte des unangenehmen Augenblickes (es wird oft nicht einfach sein, aber davon war auch nicht die Rede).
  • Selbstermutigung: Wenn es nicht so gut läuft, brauchst Du Selbstermutigung, d.h. Sätze, die Du dir selber vorsagst und die Dich in solchen Momenten wieder in die Höhe ziehen. Wie z.B. „ICH werde das aushalten! Es wird nicht ewig dauern, ich habe schon so viel bewältigt oder – ich werde das Beste daraus machen, was ich tun kann“.
  • Entspannen ist ein Muss: Das beginnt sofort, am besten gleich beim Gehen. Nimm eine aufrechte Körperhaltung ein, versuche deine Gesichtsmuskulatur zu entspannen, achte dabei auf deinen Atem und vielleicht kannst du ein sanftes Lächeln in dein Gesicht legen. Wenn diese Zeit nicht reicht und es Dir möglich ist, unterbreche Deinen Alltag – mache etwas was Dir in diesem Augenblick gut tut!
  • Meditation: ja und ich wär nicht ich, würde ich nicht wieder auf die Meditation zurückkommen, obwohl es tatsächlich auch eine Anweisung war. Bitte um die Kraft, zeig das Du Vertrauen hast, daß diese grössere Weisheit die Dinge in die Hand nimmt.

Das Leben bedeutet nun mal zu akzeptieren und zu lernen, dass es uns gute und schlechte Augenblicke bringt. Wenn wir nicht darauf vorbereitet sind, diesen schlechten alltäglichen Moment anzunehmen, dann werden uns alle guten Momente entgehen. Weil wir in diesen negativen Augenblicken versumpfen. Lerne gehen zu lassen …

Ich wünsche dir natürlich weit aus mehr schöne Glücksmomente als unangenehme, aber vor allem, daß Du die „Schönen“ als Deine Ressource verwenden kannst!

Dein Kopf wird den ganzen Tag, wie am Fliessband, mit Dingen gefüllt, die nicht immer positiv sind. Vieles ist dabei das dich belastet und es fehlen die positiven Erlebnisse. Dies führt natürlich nicht unbedingt zu Entspannung und deinem Wohlbefinden, das brauche ich wohl nicht dazu sagen. Der tägliche Druck von allen Seiten und die Hektik des Alltags – all das gehört scheinbar zu unserem täglichen „Sein“. Doch du musst es nicht so hinnehmen, du kannst etwas dagegen tun. Deshalb lege ich dir nahe bei dieser Challenge mitzumachen und DU wirst sehen zum Glücklichsein braucht es gar nicht so viel! :-)

Eine Challenge? Das ist nicht so unbedingt mein Ding

Überall bekommen wir die Einladung zu den verschiedensten Herausforderungen etwas auszuprobieren, mit zu machen, Neues zu entdecken und dadurch zu profitieren. Ich persönlich mag dieses „Aufgelegte“ nicht so gerne tun weil es andere auch machen. Das hat wahrscheinlich mit meiner persönlichen Einstellung zu tun! :-) Jedoch muss ich sagen, dass mir diese Einladung (die übrigens von meinem Mentor vorgeschlagen wurde) positive Erlebnisse und Momente zu sammeln, sehr geholfen hat am Ende des Tages besser einzuschlafen,  mich glücklicher und zufrieden zu fühlen.

Es gibt so viele kleine Dinge und Begebenheiten, während eines Tages und in deinem Leben, die dein Herz erfreuen, die dir schöne Momente schenken und dein Herz höher schlagen lassen. Nur leider haben wir es verlernt und nehmen diese Dinge und Momente meist gar nicht mehr wirklich, oder viel zu selten, wahr! Es muss schon etwas grosses „Schönes“ geschehen, dass wir es bemerken und uns dann kurz darüber freuen können!

Ich habe es selbst an mir beobachtet, wie ich regelrecht „blind“ durch die Gegend gehetzt bin, an den schönen kleinen Freuden meines Lebens vorbeigehetzt bin. Am Ende meines Tages blieb nur das Gefühl von Hektik, Stress und ein unzufriedenes Gefühl in meinem Kopf übrig. Und das Tag für Tag. Zu wissen dass das nicht meine Erfüllung war, reichte mir nicht! „Betriebsblindheit“ wird es in den Betrieben und Firmen genannt, wenn Mitarbeiter und durchaus auch Führungskräfte in eine Form von Routine fallen und die Aufmerksamkeit für das Wesentliche verloren geht. Und genauso, können wir Menschen „lebensblind“ werden. MIR wurde es sehr spät  bewusst, mir gefiel diese Routine nicht mehr und deshalb wollte ich etwas ändern.

Mein Mentor erzählte mir von einer Challenge

Ich erzählte ihm von meiner Getriebenheit und Unzufriedenheit und dem Willen etwas ändern zu wollen. „Ok, wie wäre es mit einer „Herausforderung“ an dein bisheriges Leben …“ schlug er mir vor. Meine Reaktion zu diesem Wort „Challenge“ ließ mich sofort in einer aufrechten Haltung mit verschränkten Armen verharren! :-)

Aber ICH wollte ja etwas verändern und etwas Positives aus meinen Alltag herausschlagen. Also löste ich meine „Verkrampfung“ wieder und speicherte die Worte, die er mir aufzählte in meinem Kopf:

    • leg dich am Abend ins Bett, suche dir mindestens 10 Momente oder Dinge, die DIR heute Freude bereitet haben. Kleine Dinge die DIR gut getan haben und für DICH in positiver Erinnerung blieben.
    • schreib diese Dinge zusätzlich auf und gehe sie beim Aufschreiben nochmal geistig durch.
    • und es wäre ja viel zu einfach, wenn es mit einem Mal abgetan wäre. Das Ganze mache mindestens drei Wochen, Abend für Abend … richte DEINEN Fokus wieder auf die schönen und guten Begebenheiten im Leben, der Rest kommt von ganz alleine (wenn DU DICH bemühst).

Das Ganze war schwerer als ich mir dachte!

Für mich jedenfalls! 10 positive und angenehme Momente in meinem Alltag? Hmm … die habe ich doch gar nicht! Jedenfalls habe ich sie nicht mehr wahrgenommen. „Würde es nicht reichen zwei Dinge aufzuschreiben?“ NEIN – ich wusste später auch weshalb. Wäre ja wieder mal viel zu einfach. :D Mein Morgen- Kaffee wäre bei mir schon einer dieser Punkte gewesen, er weckt meine Lebensgeister  und er schmeckt mir! AUS. Aber genau um dieses Problem ging es. Achtsam den Tag durchgehen, seine Fühler wieder zu aktivieren und sensibilisieren, dazu gehört eben nicht nur der Griff zum Kaffee-Becher (Routine)! Und im Nachhinein kann ich auch wirklich sagen, dass ich mich sehr sehr anstrengen musste um wenigstens 5 Dinge zusammen zu schreiben!

Aufgeben? Never!

Da ich ja dann doch zu den Menschen gehöre, die nicht gleich aufgeben, schliesslich wollte ich ja auch das ich mich wieder wohler fühlen und glücklicher zu Bett gehen konnte. Es war wie bei einer Diät, die ersten drei Tage waren eine Katastrophe. Danach läuft  es eigentlich ganz gut, da man schnell erste Erfolge sieht. :-)

So in etwa fühlte ich mich auch. Vor allem war mein Blick wirklich auf der Suche nach dem was mir gefällt, was mir gut tat und was ich mochte! Ich freute mich abends wenn mir die Aufgabe locker von der Hand ging und ich mehr und mehr kleine High-Lights in meinem Heft und in meinem Kopf verbuchen konnte. Und ich war ein bisschen stolz …  mein Fokus war wieder in der richtigen Spur >breitesgrinsen<.

Ein toller Nebeneffekt

Durch das Durchführen dieser Übung jeden Abend, das Nachdenken über all das Positive und Angenehme während meines Tages, durchlebe ich meine Erlebnisse nochmal. So habe ich keinen Platz für Dinge in meinen Kopf, die mich beim Einschlafen unruhig machen und belasten. Auch der nächste Morgen fühlt sich anders an! Frischer, ausgeruhter und ausgeglichener. Wie gesagt, einfach deshalb weil ich im Hinterkopf schon wieder auf der Suche nach dem Positivem bin und mich schon am Morgen darüber freue, was mich alles erwarten wird! Fest eingebaut habe ich auch meine Dankbarkeit – schon wenn ich morgens wach werde und mir mal nix weh tut oder ich mich über das liebevolle Morgenritual meiner Hunde freuen kann! <3 Wenn mein Mann schon frisches Gebäck auf den Tisch gestellt und mich fest drückt … das sind schon so viele Punkte und wunderschöne Momente zum einfach „Wohlfühlen“!

Schon nach einigen Wochen habe ich wieder gelernt, dass es doch auch sehr viel Schönes und Positives in meinem Alltag gibt. Unser Leben hat so viel zu bieten, wir müssen nur unsere Fühler danach ausstrecken und hinsehen. :-)

Wenn DU am Morgen erwachst, denke daran, was für ein wunderbarer Schatz es ist, zu LEBEN, zu ATMEN und sich FREUEN zu können.

Marcus Aurelius

Ich  kann es DIR nur an dein Herz legen … werde achtsamer und langsamer und vielleicht kannst auch DU durch diese einfache Übung mehr aus deinem Leben herausholen und die dich dann ebenso zum „Glücksmomente – Sammler“ werden lässt, so wie ich es geworden bin. :-)

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, lass es mich gerne wissen, deine Meinung zählt … immer! Schau auf dich, bis ganz bald.