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Depressionen sind für Betroffene schon eine sehr große Belastung, aber eine ganz besondere Hürde sind sie für eine Beziehung. Lebt man mit einem Menschen mit Depressionen zusammen, kann das eine sehr große Herausforderung für beide Partner sein. Emotional sowie körperlich. Nicht selten fühlte sich der „gesunde“ Partner überfordert, während der andere mit Schuldgefühlen überhäuft wird.  Aber wie geht man mit den Schattenseiten einer Depression in einer Beziehung um? 

Diesen Beitrag möchte ich all den Paaren widmen die sich in dieser Situation wieder finden. Die einen Menschen an ihrer Seite haben, der an Depressionen leidet oder Personen die selbst betroffen sind. Eine Depression kann das ganze Leben aus den Angeln werfen. Nichts ist mehr so wie es früher mal war. Es kostet beide Partner Kraft zu sehen wie sich der Mensch, den man liebt, quält. Für selbst Betroffene besteht das Leben aus einer einzigen Gratwanderung. Eine Gefühlslandschaft aus schwarz und weiß, hoch und tief, gut und sinnlos … Was ich aber sicher sagen kann, ist das Depressionen in einer Partnerschaft nicht nur belastend sein müssen, sondern auch eine Beziehungen festigen können!

Die Depression ist eine ernst zu nehmende Erkrankung

Zu Beginn möchte ich klarstellen das ich keine psychologische und neurologische Ausbildung besitze, ich schreibe hier als selbst Betroffene … aus meinen Erfahrungen und vielen Erlebnissen, die ich selbst lange Zeit und auch heute immer wieder in kurzen Episoden erlebe. Viele Frauen leben mit Depressionen ohne dass es ihnen bewusst ist. Das Gefühl von Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, ständiger Müdigkeit und Traurigkeit sind typische Empfindungen für ein Seelentief. Natürlich kennen diese Gefühle auch Menschen ohne gleich depressiv zu sein, ein Tief und „nichtsbringende“ Gedanken gehören eben auch zum Leben dazu. Dauern jedoch diese Empfindungen länger an, können sie die ersten Anzeichen einer Depression sein.

Tiefe Verstimmungen machen das Leben nicht unbedingt einfach

Wer an Depressionen leidet weiß, dass man sich aus diesen Verstimmungen und Gefühlsschwakungen selten selbst befreien kann. Normale Gefühle der Erschöpfung und der Mutlosigkeit gehen vorüber sobald die auslösenden Ereignisse aufgearbeitet wurden.
Eine unbehandelte Depression dagegen bessert sich kaum von alleine. Die Auslöser einer Depression sind sehr unterschiedlich. Veränderte Lebensereignisse, Stress, der Verlust eines geliebten Menschen, sowie Krankheit, Gewalt und Missbrauch, aber auch emotionale Vernachlässigung sind nur ein paar Beispiele die mir dabei einfallen. Fakt ist, all diese Beispiele können dafür verantwortlich sein um in ein tiefes depressives Loch zu kippen. Doppelt schwierig wird das wenn man in einer Partnerschaft ist und sich diese Situation plötzlich zwischen die Beziehung drängt!

Wie geht man aber damit in einer Beziehung um?

Ich möchte hier jetzt ganz bewusst als Betrachter beider Partner schreiben, denn der Betroffene wird sich in den meisten Dingen selbst wiedererkennen.

Unzählige Gefühle tun sich auf ist eine Beziehung von Depressionen betroffen. Unsicherheit und eine gewisse Beunruhigung stellt sich ein und somit die Fragen: „Warum lacht mein Partner weniger, warum ist er immer müde, launisch und antriebslos? Der Partner ist verschlossener als sonst. Was ist schuld an dieser Veränderung? Viele Fragezeichen tauchen auf. Besonders verwirrend ist auch das der Partner/ oder eben wir selbst, ganz normal mit anderen umgeht, wenn Freunde zu Gast sind oder auch an Hand von Telefonaten. Diese freundliche und meist gut gelaunte Fassade fällt erst dann wenn die traute Zweisamkeit wieder einkehrt.

Dieses Verhalten bringt große Unsicherheit aber auch Traurigkeit mit sich. Trauer über die Zeit in der noch alles in Ordnung war. Leidet ein Partner an einer Depression, bedeutet das in vielen Lebensbereichen etwas verloren zu haben. Das „Gemeinsame“ fehlt. Trauer über das Verlorene und Wut über die unliebsame Veränderung liegen plötzlich dicht nebeneinander. Ein typischer Wut-Impuls ist zum Beispiel: “ Was ist nur los mit Dir, so kenn ich Dich gar nicht …“ die Bedeutung hinter der Wut, spiegelt aber einfach nur den Wunsch nach Harmonie und dem „alten“ Zusammenleben wieder.

Nach der Unsicherheit, der Trauer und der Wut, kommt dann auch noch das Schuldgefühl und die Scham ins Spiel. Unser Selbstwertgefühl erhalten wir zum größten Teil aus unserem sozialen engen Umfeld. Ist einer der Partner an einer Depression erkrankt, berührt es nicht nur den Betroffenen sondern auch den anderen. Wenn der Partner immer wieder Treffen absagt, sich zurückzieht und sich im Bekanntenkreis anders als üblich verhält, kommt es vor das der Partner in „Erklärungsnot“ gerät. Das Verhalten eines an Depressionen erkrankten Partners kann peinlich sein oder sogar den Selbstwert angreifen.

Hilf mir bitte, aber lass mich in Ruhe …

Meiner Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es nicht einfach ist einen Herz-Menschen der an Depressionen erkrankt ist, zu unterstützen. Angehörige bekommen vom Partner oftmals ein verwirrendes „Hilf mir, aber lass mich …“ zu hören. Dem Partner helfen zu wollen, aber nicht zu können bzw. dürfen, macht Angst und verwirrt. Aber auch das ist in dieser Situation normal. Es macht Angst wenn sich der Mensch, den man liebt, verändert.

Wie schafft man es diese Herausforderung zu bewältigen ohne dabei die Beziehung den Bach hinunter gehen zu lassen?

Ich möchte hier ganz wertvolle Punkte aufzählen die für mich persönlich sehr wichtig waren aber auch immer noch sind, wenn einem die Beziehung am Herzen liegt. Ein roter Faden, der sich durch die Landkarte einer Depression zeichnet, aber auch zeigt, wie man es schaffen kann wieder zueinander zu finden.

  • Annehmen. Es brauch schon ein dickes Fell, die Krankheit zu akzeptieren und an die Beziehung zu glauben! Es ist ausserdem sehr wichtig, eine Depression nicht als Charakterschwäche, schlechte Laune oder Erziehungssache anzusehen. DAS einzusehen, ist gar nicht so einfach. Es ist also ganz wichtig sich über das Wesen einer Depression zu informieren um damit den Partner zu vermitteln: „Du darfst so sein wie Du gerade bist“.
  • Geduld ist eine Tugend … ist ja seit je her mein Satz. Und die wird auch benötigt. Es ist nicht einfach dem Partner Mut zu machen wenn er sich abwendet und keine Zuwendung zeigt. Das Verhalten nicht persönlich zu nehmen sondern als Teil der Krankheit zu sehen …das sind schwierige Aufgaben! Für jemanden der an einer Depression leidet, ist es wichtig zu wissen, dass um die Ecke jemand steht und auf ihn wartet wenn er ihn braucht.
  • Kein Drängen oder Analysieren – es ist wichtig mit dem Partner über seine Krankheit zu sprechen. Denn nur so kann man verstehen was der Partner gerade braucht oder auch nicht braucht. Wichtig dabei ist nur, nicht darauf zu drängen und alles zu analysiere! Es ist nicht hilfreich für den Betroffenen nach Gründen seiner Krankheit zu graben, besser ist es einfach nur zuzuhören und da zu sein.
  • Ratschläge sind nicht zielführend. Wir alle neigen dazu für alle Probleme gleich besonders „gute“ Ratschläge parat zu haben. Grundsätzlich ist das nichts verkehrtes. Gibt man einem depressiven Menschen Ratschlage wie er seine Gefühle und sein Verhalten verändern kann, bagatellisiert man das Problem und Schuldgefühle werden nur noch verstärkt. Aussaben wie „Stell Dich doch nicht so an, anderen Menschen geht es wesentlich schlechter oder fahr ein paar Tage weg, danach bist Du wieder ganz die Alte …“ sind pures Gift! Viel besser ist es zu hören: „Tu was Du heute tun kannst und schaffst, ich bin da wenn Du mich brauchst.“
  • Mitleid ist deplatziert. Lieben wir jemanden, meinen wir sehr oft dass dessen Leiden und Gesundung unser Problem zu sein scheint. Die Depression ist die Krankheit des Partners und nicht die eigene! Nimmt das Mitleid überhand, wird der Partner zum hilflosen Helfer. Abgrenzung ist daher wichtig. Einem Menschen in einer Depression beizustehen, braucht sehr sehr viel Kraft, die man nur aufbringen kann, wenn es einem selbst gut geht! Ein gesunder Abstand ohne dabei weit weg zu sein ist wichtig.
  • Hilfe von Außen annehmen. In den seltensten Fällen verschwindet eine Depression von alleine wieder. Allerdings wie schnell sich eine Besserung einstellt, ist abhängig von der Fürsorge des Partners, des Arztes und eines Therapeuten und letztendlich der Bereitschaft sich auch helfen zu lassen.

Die Depression des Partners ist also eine große Herausforderung für die Beziehung und das Zusammenleben. Ich habe die Erfahrung gemacht, das eine Partnerschaft die schon vorher instabil war, diesen Test der Beziehung nicht durchsteht. Wenn aber ein Paar diese Krise miteinander bewältigt, kann sich diese Beziehung vertiefen und intensivieren! Die Depression ist dann eine Chance für einen neu definierten Beginn der Partnerschaft! :-)

Nachsatz:
Wirklich traurig ist, dass Menschen die das Wesen einer Depression nicht kennen, sie eigentlich gar nicht verstehen können …

Viel Geduld, Kraft, Mut und ganz viel Liebe wünsche ich Dir.

Weshalb es starke Frauen besonders schwer haben

Starke Frauen sind sexy … sie strahlen Kraft und Power aus … für viele Männer aber nur aus der Ferne und schon gar nicht für eine Beziehung! Ja, starke Frauen wissen was sie wollen, sie lassen sich nicht verarschen und nehmen sich, ihre Bedürfnisse und Meinung genauso wichtig, wie die ihres Partners. Ich betone nochmals: GENAUSO wichtig! Keinesfalls wichtiger. Und da geht es dann auch schon los. Aus der Ferne sind starke Frauen für Männer beeindruckend, kommen sie jedoch näher an sie heran, muss die Handbremse griffbereit sein!

Schon krass wieviele ständig wiederholte Missverständnisse aufkommen, wenn es um die Definition starker Frauen geht. Von dickköpfigen, sturen Frauen ist da oftmals die Rede, die alles verkomplizieren. Oder männerfressende Vamps, die Männer nur benutzen und danach in die Tonne werfen … oder sogenannte „Amazonen“ die ohne Rücksicht auf Verluste ihre Linie ziehen und an die „Mann“ nicht zu nahe herantreten sollte. Ein früherer Anwärter aus meiner suchenden Zeit sagte zu mir mal: „Dir fehlt noch ein drittes Auge und ein Schwert, kein Wunder dass sich an dich nur die falschen Männer herantrauen …“ Klarerweise wurde nie etwas daraus, aber seine Worte habe ich behalten und kann heute darüber lachen! :-)

Das Klischee starker Frauen

Manchmal fällt es mir schwer die Männerwelt zu durchschauen und zu verstehen. Auf der einen Seite wünschen sie sich eine Partnerin, die wie eine Löwin neben ihnen auftritt. Stilsicher, stark, mutig, unabhängig und nicht an den Schuhbändern des Partners festgeknüpft. Frauen, die in ihrer Freizeit auch ohne Mann etwas mit sich und anderen anfangen können und vor allem ihre „Freiheit“, die sie sich auch einräumen, genießen.

Wenn es jedoch in Richtung feste Partnerschaft geht bekommen sie Panik … es könnte ja anstrengend werden ? Männer finden es zwar auf eine gewisse Weise sexy, wenn Frauen ihr Ding durchziehen, aber sie haben auch keine Lust darauf, den Standpunkt einer starken Frau endlos lange durchzukauen, generell Rede und Antwort zu stehen.

Hier ist  vielen Männern eine Frau wesentlich „angenehmer“ die sich eher zurücknimmt. Die mit allem einverstanden ist nur des Friedens Willen. Deren Gewohnheiten der Mann in und auswendig kennt und sich auch danach richten kann – falls doch nicht – werden diese Abläufe gerichtet. Sexy finden sie die Löwinnen … „pflegeleichter“ die Mauerblümchen.

„Wer es immer jedem Mann recht machen will, zieht dabei selbst die Arschkarte!“

Was bedeutet dieses selbständige und starke Sein eigentlich?

Ich glaube daß dieser Charakterzug generell sehr unterschiedlich aufgefasst wird! Die meisten Männer aber auch Frauen, die nicht so präsent sind, sind der Meinung, dass starke Frauen das Sagen haben … keine Kompromisse eingehen können, immer auf der Gewinnerseite stehen müssen, sich ihren Weg mit Ellbogentechniken laut und bestimmt erkämpfen. Ich könnte es auch mit nur einem Wort ausdrücken … pure Egoistinnen. Solche Frauen wird es bestimmt auch geben, aber über diese sprechen wir hier mal nicht.

Ich bin der Meinung starke Frauen müssen jede Menge mentale Stärke besitzen um einer Löwin gleich zu sein! Wer innere Stärke hat, dem gelingt es auch mühelos die Perspektiven des anderen einzunehmen … mühelos und gerne Kompromisse einzugehen, dem Partner in Augenhöhe gegenüber zu stehen und niemals spitze Ellbogentechniken anzuwenden. Ein wertschätzendes Miteinander wird starken Frauen immer wichtig sein!

Ebenso wie ein starker Mann keine Frau klein halten muss um sich gut zu fühlen, muss das auch keine starke Frau! Deshalb sollten man gut darüber nachdenken bevor man seine Gedanken laut preisgibt und auseinanderhalten, was nicht zusammengehört. :D

Eine Beziehung mit einem starken Menschen, basiert auf Augenhöhe. Es wird kein Part den anderen aus einer Machtposition dominieren wollen!

Stärke zu besitzen, bedeutet mit jeder Situation leichter umgehen zu können

Starke Frauen definieren sich meistens durch ihre innere Kraft. Es fällt ihnen leichter mit Erfahrungen und in allen Situationen klar zu bleiben und zu denken. Für sich selbst einzustehen … und das wiederrum kann eine Beziehung wesentlich entspannter machen und nicht wie viele meinen anstrengend und stressig. Freiheiten gelten für beide Partner und ich finde es wunderbar nicht permanent den Alltag im „Zwillingsauftritt“ bestreiten zu müssen, sondern sich auf Eigenes zu konzentrieren.

Wenn Männer das können, sich auf Freiheit und auch mal Alleingänge einzulassen, ist doch das etwas Großartiges oder? Natürlich braucht es dazu ein ebenso starkes Gegenüber. Und genau aus diesem Grund, verstehe ich die Angst der Männer nicht, wenn sie mit starken Frauen in Berührung kommen.

Dabei ist noch erwähnenswert

Ist es möglich das vergessen wird, dass „Löwinnen“ genauso verletzlich sind wie alle anderen Frauen? Auch sie müssen tiefe Gräben und steiniges Gebiet durchwandern, sie haben Angst und fühlen sich auch manchmal klein. Sie haben genauso ihre Bedürfnisse und sehnen sich nach Geborgenheit und Liebe. Sie sind mal laut … mal ganz still, sie lachen und weinen und ihre Zärtlichkeit kann süchtig machen. Sie machen Fehler und sind nicht permanent souverän … wie jeder andere Mensch auch.

Eigenständigkeit schmälert keinesfalls die Liebe und den Stellenwert in einer Beziehung. Eigenständigkeit ermöglicht beiden Partnern zu gedeihen und zu wachsen um sich dann zu entfalten! <3

Fazit

Vielleicht sollten Männer aber auch Frauen die Idee von Stärke neu bewerten, weil es nicht darum geht wie laut eine Löwin brüllen kann, sondern wie sie mit sich selbst und anderen Menschen umgeht. Wie sie mit Problemen und ihrer Vergangenheit umgeht, und wie ernst sie sich selbst und ihr Gegenüber nimmt! Weil andere und sich selbst gleich wichtig zu nehmen, das ist die Stärke starker Frauen.

Solch einen Menschen können wir uns alle nur an unserer Seite und in unserem Leben wünschen! Ob nun Mann oder Frau, ganz gleich. Mir ist ja bewusst dass mein Blog ausschließlich für Frauen ist, nur dieses Mal würde ich mir wünschenhier viele männliche Leser zu haben. Weil es ein Botschaft und ein Anreiz sein soll. :-) Männer habt keine Angst vor den Löwinnen die durch euer Revier ziehen, ganz im Gegenteil … haltet Ausschau, denn eine starke Partnerin in seinem Leben willkommen zu heißen, ist wie ein 6er im Lotto und für beide ein Mehrwert für das ganze Leben!

Hast Du schon mal eine Löwin an der Leine gesehen? Es braucht einen Löwen um SIE zu halten und keinen Schwächling, der sie aus Angst an die Leine legt … 

In diesem Sinne … bleib wie Du bist und brülle wenn es nötig ist. :-)

Wenn Du Dich in Deiner Partnerschaft einsam fühlst

Zwischen Einsamkeit und dem Alleinsein ist ein großer Unterschied. Viele Frauen können gut Alleinsein und fühlen sich dabei keinesfalls einsam! Umgedreht kann ein Mensch auch große Einsamkeit empfinden, obwohl er in einer Partnerschaft ist.

Zu Beginn ist alles super und toll. Die Schmetterlinge schlagen Purzelbäume in unserer Bauchgegend und unser Leben macht einfach nur Spaß! Keine Menschenseele kann uns scheinbar verärgern und wir verbreiten gute Laune kiloweise. :-) Wehwehchen sind plötzlich verschwunden und der Blick in den Spiegel macht uns stolz, glücklich und unwiderstehlich.

Was hat sich alles verändert?

Doch irgendwann holt es Dich ein. Du liebst Deinen Partner, Du verbringst viel Zeit mit gemeinsamen Hobbys und der Alltag fühlt sich geregelt, sicher und stimmig an … und doch hat sich einiges verändert. Die Schmetterlinge in Deinem Bauch haben sich beruhigt, das Thema Sex wird klein geschrieben und deine kleinen „Auas“ sind wieder deutlich zu spüren. Dein Spiegelbild verrät Dir beim vorbeigehen, dass Du nicht mehr die selbe Ausstrahlung besitzt als noch vor einiger Zeit. Was ist da passiert?

Ein häufiger Grund ist die Oberflächlichkeit

Die Zeit in der sich eine Einsamkeit in der Partnerschaft einstellt ist ganz unterschiedlich. Aussagen wie: „Das ist doch normal, nach zehn Jahren Beziehung darf es schon sein dass sich eine gewisse Bequemlichkeit und sogar Lustlosigkeit einstellt …“ Soso, ich persönlich sehe das noch immer ganz anders! Es gibt viele Frauen die schon nach ein bis zwei Jahren vergeblich nach dem Feuer suchen, das anfangs kaum zu löschen war! Menschen sind und empfinden ganz unterschiedlich. Manche brauchen länger bis sich das Gefühl der Zusammengehörigkeit aus den verschiedensten Gründen einstellt. Andere überspringen diese „Vorlauf und Prüfphase“ und diese Paare sind es dann auch sehr häufig, die schnell in eine Gewohnheit und Oberflächlichkeit in ihrer Beziehung geraten.

Aus der Innigkeit zu Beginn wird schnell ein Nebeneinanderleben. Vergleichbar mit Schwester-Bruder Beziehung. Ohne richtige Nähe und intensiven Kontakt zueinander fühlen wir uns sehr schnell trotz Beziehung einsam. Die Macht der Gewohnheiten, Oberflächlichkeit und in deren Folge der Lustlosigkeit sind drei starke Säulen, die dazu führen uns einsam und manchmal auch „falsch“  fühlen.

Das Gefühl der Liebe ist nicht immer gleich stark

Wir wissen es, es ist unmöglich unseren Partner immer auf die gleiche Weise zu lieben. Wenn wir behauptest, dass unsere Gefühle immer die gleichen sind machen wir uns etwas vor. Es ist vielmehr eine Illusion die in unserem Denken entspringt. Gefühle der Liebe verändern sich, was aber nicht bedeutet das sie weniger werden (müssen) … eben halt nur anders. Die Kinder, der Job, der immer gleiche gemeinsame Alltag und zuletzt auch die virtuelle Reizüberflutung, die uns allen geboten wird, aber auch Probleme die nicht auszuschließen sind, unsere Beziehungen werden auf Herz und Nieren prüft … das brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Es sind Situationen die jeden treffen. Aber wie kommt es, dass so viele Frauen sich in ihrer Beziehung so einsam und alleine fühlen obwohl sie nicht alleine sind? Es sind oft die Frauen, die alles tun um eine Beziehung frisch zu halten, Ich fragte mich sehr oft in meinen Beziehungen „Soll´s das jetzt gewesen sein? Warum werde ich nicht mehr wahr genommen? Was mache ich falsch?“

Einsamkeit in der Beziehung ist kein schönes Gefühl!

Fühlen wir uns in unserer Partnerschaft einsam, dann ist das kein gutes Zeichen! Denn wir sollten uns bei unserem Partner so geborgen fühlen, dass Einsamkeit keinen Platz hat! Es ist ja auch ziemlich paradox, dass man Partnerschaft und Einsamkeit in Verbindung bringt. Wir gehen doch eine Partnerschaft ein, um eben nicht mehr alleine zu sein … auch wenn wir durchaus in der Lage wären, alleine zu leben.

Nicht immer gelingt das und so finden wir uns in einer Beziehung wieder in der wir uns einsam fühlen. Ich fühlte mich in mancher Beziehung die ich führte, sogar einsamer als zuvor. Ich fühlte mich nach kurzer Zeit unverstanden und ungeliebt. Den Gesprächen wurde keine Bedeutung geschenkt und dem Wunsch nach Aussprache und dem Grund für Schwierigkeiten auf die Spur zu kommen wurde geschickt ausgewichen. Das ganze Verhalten war sehr lieblos und kränkte mich natürlich sehr.

Aus der liebevollen Beziehung wird ein schlichtes Nebeneinander

Das dieses oberflächliche Nebeneinander zur Einsamkeit führt ist nicht verwunderlich. Der intensive Kontakt durch tiefsinnige Gespräche, sowie die fehlende körperliche Nähe führen dazu, dass sich in uns Frauen viele unschöne Gedanken auftun. Meist meldet sich auch unser Selbstwert wieder … Selbstzweifel, Schuld und Angst sind ebenfalls dabei. Fakt ist – die Beziehung ist vernachlässigt und das Gefühl der Einsamkeit und auch die dabei aufkommende Traurigkeit breiten sich immer weiter aus.

Zu wenig Liebe und mangelnder Respekt

Es ist eine schmerzhafte Erfahrung, sagen zu müssen dass die Liebe nicht ausreicht, folglich auch der notwendige Respekt abhanden gekommen ist. Ich hatte mich sehr gegen diese Tatsache gewährt, habe jegliche Schuld an mir gesucht und auch versucht dieser Beziehung viel Verständnis und neuen Input zu verleihen … aber wie wir alle wissen: Die Liebe lässt sich nicht erzwingen … sind wir erstmal an diesem Punkt angekommen, sollten wir uns fragen ob die Beziehung überhaupt noch Sinn macht. Manchmal müssen wir einfach akzeptieren, dass Gefühle sich verändern und auch eine scheinbar so tolle Liebe enden kann.

Das Schweigen brechen

Gespräche in jeder Partnerschaft sind das Um und Auf um harmonisch miteinander zu leben und zu lieben. Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen und um den Partner richtig zu „spüren“ was in ihm vorgeht. Fehlt dieses Verhalten wird es sehr schwer zu verstehen was nun wirklich los ist. Dazu gehören aber immer beide Partner. Einer alleine wird dabei keine Erfolge erzielen können! Ist keine Bereitschaft zu reden vorhanden wird auch keine Klärung mehr folgen können.

Aus eigener Erfahrung weiß ich das ist das Schlimmste für eine Frau … möchte man die Beziehung doch aufrecht erhalten! Aber bevor man frustriert, traurig und vor allem sehr einsam nebeneinander herlebt, ist es besser und wesentlich gesünder, einen Schlussstrich zu ziehen und die Beziehung zu beenden … Die Einsamkeit in einer Partnerschaft ist meist der Vorbote dazu. :-(

Fazit:

Nun, auch wenn diese Erfahrung zu unserem Leben gehört, sie uns traurig macht oder sogar wieder mal an uns selbst zweifeln lässt, sollten wir aufhören Trübsal zu blasen. Denn wir sind nicht so einsam wenn wir mit uns alleine sind! <3

Und die Frage: „Soll das jetzt alles gewesen sein?“ … kann ich Dir auf jeden Fall beantworten:

NEIN … auf keinen Fall, denn wir sind hier um glücklich zu sein, wir haben so viel zu geben und können unsere Arme sehr weit ausbreiten um zu empfangen …  das weiß nur nicht jeder Mann zu schätzen >lach<

Ich wünsche Dir alles, nur keine Einsamkeit in deiner Beziehung! Lebe und Liebe und genieße das Leben, wir haben nur das eine!

Liebe ist doch ein so positives Gefühl? Warum kann sie dennoch manchmal so weh tun? Ist es dann überhaupt Liebe? Die echte Liebe tut nicht weh. Never! Schmerzt sie, ist es keine Liebe, sondern irgendetwas anderes … zum Beispiel eine Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit oder ähnliches. Weh tut nur die Egozentrik, die wir gerne mal mit Liebe in Verbindung bringen. Einen Menschen um jeden Preis „haben wollen“!

Als ich so einen ähnlichen Satz zum ersten Mal gehört habe, war ich etwas verstört. Ich war zu dieser Zeit in einer sehr schwierigen Beziehung,  gefolgt von immer wieder sehr ähnlichen Partnerschaften, die mich immer und immer wieder an meine Grenzen führte, und bei der es viel mehr um mein seelisches Wachstum ging, als um Romantik und Liebesgeflüster. Ich dachte mir damals „Hmm, sehr komisch, anscheinend gehört Leiden und Schmerz nun mal zu einer Beziehung dazu …“

Jeder Liebespartner führt uns an unseren emotionalen Schmerz heran

Erst sehr viel später erkannte ich die Wahrheit und den Sinn des Ganzen. Es sind unsere eigenen Themen die angetriggert werden. Die seelischen schon vorhandenen Schmerzen, die im Spannungsfeld zwischenmenschlicher Beziehungen immer und immer wieder an den wunden Punkten berührt werden! Nur, das was uns dabei weh tut, was uns leiden lässt – ist keine Liebe. Es sind die abgründigsten Tiefen unserer Seele, die von Schuldgefühlen, Selbstzweifel und Ablehnung dominiert werden. Schattenanteile die wir von der allumfassenden Liebe in unserem Herzen gespalten haben.

Wenn ich heute über diese anfangs erwähnten „schwierigen Beziehungen“ nachdenke und zurückblicke, weiß ich, dass das eigentliche Problem meine Angst war. Angst, verlassen zu werden. Alleine zu sein. Und unter all diesen Ängsten war ein mieses und richtig schmerzvolles  Gefühl mit dabei, nämlich: Nicht gut genug zu sein! Den Ansprüchen nicht gerecht werden zu können. 

Heute weiß ich, dass ich so eine angstbehaftete Beziehung nie wieder eingehen würde. All das hat mich erkennen lassen weshalb und wieso ich solche Menschen (Männer) und immer wieder die gleichen Beziehungsmuster angezogen habe! Ich habe es alleine nicht geschafft auf diese immer wieder kehrenden Verhaltensmuster hinzusehen. Mir wurde der „Spiegel“ vorgehalten um zu erkennen, welche Gefühlsmuster und Glaubenssätze sich in meinen Beziehungen widerspiegelten. :-)

Klassische Gefühlsmuster die uns immer wieder leiden lassen

Jetzt sei bitte ehrlich: Wer von uns hat sich noch nicht in einen Menschen verliebt, in den er sein eigenes Selbstbild hineinprojiziert hat? Wo Du Qualitäten und Eigenschaften gesehen hast, über die Du dich aufwerten konntest. Oder auch klare Selbstwertdefizite zu kompensieren versucht hast? Wir sind der Meinung, dass nur unsere „bessere“ Hälfte uns ganz machen könne und so machen wir unser Glück, unsere Lebenskraft von der Liebe im Außen abhängig. Diese Beziehungen tun weh und werden auch unweigerlich in sich zusammen brechen. Nicht sofort, aber sehr früh!

Was machst Du, wenn Du merkst, dass Du eine unbeschreibbare innerliche Leere ohne Deinen Partner fühlst, die Du selber nicht ausfüllen kannst?

Betrachte Deine Partner genau, die Du anziehst. Sie sind schmerzvoller aber auch freudvoller Spiegel deiner Stärken und Defizite! 

Der Kampf um Liebe und Zuneigung!

Ich bin ja wirklich nicht stolz darauf, sagen zu können, dass ich immer einen besonderen Hang zu den Männer hatte, die mich auf Distanz gehalten haben, die in irgendeiner Form nie ganz greifbar waren! Genau betrachtet Männer waren von denen Frau hätte besser die Finger lassen sollen!  Ich fand das irgendwie anziehend … sogar sexy. Kennst Du auch :D , diesen Tick haben sehr viele Frauen, das ist mir in der Zwischenzeit bekannt.  Wer will es denn schon einfach, wenn es mit Zittern, Bauchschmerzen und abwarten auch geht! >händezusammenschlag< Das ständige Warten ob er sich nun meldet, die ständige Angst ausgetauscht zu werden, die innere Unruhe, all das ist eine explosive Gefühlsmischung, die unser Ego als sehr lebendig empfindet.

So viel emotionale Anspannung ist ein grandioser Nährboden für eine brennende Leidenschaft, die wir als intensive Verbindung der Herzen wahrnehmen (besonders wenn es um Sex geht!), die uns aber eine ganze Menge Energie auf Zeit nimmt!

Noch ein Beispiel:

Gehörst Du zu den Frauen, die magisch Partner anziehen, die Dich nie komplett an sich heranlassen? Daraus resultieren die sogenannten On-Off-Beziehungen. Es ergibt sich daraus ein Zustand vollkommener Unklarheit und einem Gefühl das Dich instabil werden lässt! In solch ungesunden „Larifari-Beziehungen“ bist Du bereit, dein emotionales Wohlbefinden zu opfern, um endlich das zu bekommen was Du Dir so wünscht … nämlich die Liebe die er zurückhält! Solche Beziehungen werden Dich nie happy machen, es sei denn dieser Zustand erfüllt Dich mit Zufriedenheit?!

Um aus solch ungesunden Partnerschaften auszusteigen oder erst gar nicht „einzusteigen“ bedarf es einer Menge Selbstreflektion. Welche Anteile Deiner selbst hast Du noch nicht in die Selbstliebe integriert? Wo und wann trägst Du noch Deine Maske und hast Angst, Dein wahres DU zu offenbaren? Je mehr Du Dich auf Dich selber einlässt inkl. allen Bedürfnissen und Wünschen, umso weniger wirst Du Dich zu solchen Menschen / Männern /  Beziehungen, die Dir immer wieder dein Vertrauen, Deine Nähe und Liebe entziehen, hingezogen fühlen!

Das Gegenteil wird eintreten. :-) Du wirst ein Magnet sein für gesunde, reife Beziehungen, weil Du diese emotionale intime Reife in Dir selbst erkannt hast.

Unabhängigkeit und Freiheit um jeden Preis!

Frauen, die von sich glauben besonders unabhängig und frei sein zu müssen, haben meiner Beobachtung nach das gleiche Thema vor sich liegen, wie jene, die sich übertrieben bedürftig verhalten oder sich ständig in irgendwelche Beziehungen begeben, die von einer emotionalen Abhängigkeit geprägt sind. Diese tragen ein ängstliches, verletztes und bedürftiges inneres Kind in sich, das grenzenlose Angst davor hat wieder abgelehnt und verletzt zu werden.

Wir Menschen sind so unterschiedlich und genauso ungleich sind unsere Verhaltensweisen, wie wir mit gewissen emotionalen Mustern umgehen. Egal ob wir permanent Beziehungen ausweichen, oder verbissen nach Freiheit und Unabhängigkeit streben oder ob wir uns von unseren Partnern in eine Abhängigkeit gedrängt werden (lassen). Die Konsequenzen sind immer die gleichen: Wir sind dadurch nicht in der Lage gesunde, reife, auf Augenhöhe zu führende Beziehungen einzugehen. Wo wir auf auf erwachsene Weise unsere Bedürfnisse und Grenzen kommunizieren können! Ganz ohne Fluchtimpuls und ohne das Gefühl zu haben, den Boden unter den Füssen zu verlieren … würde die Beziehung zerbrechen.

Keine „heile“ Beziehungserfahrung bedeutet Defizite in der Partnerschaft

Die oben angeführten Beispiele sind die klassischen Gefühlsmuster, die mit Sicherheit schon viele von uns erlebt haben. Aber nun die alles entscheidende Frage überhaupt: Warum verhalten sich viele Paare so verletzend in ihren Beziehungen? Das und weshalb viele von uns immer wieder Beziehungen eingehen, die in Wirklichkeit schon von Anfang an nicht gut sind für uns, wissen wir ja nun. Aber wie sieht es in den Beziehungen aus in denen man sich ständig gegenseitig verletzt? Ich möchte gleich noch anhängen, nicht jede Verletzung in einer Beziehung muss gleich dramatische Auswirkungen haben. Oftmals geschieht so etwas einfach aus einer Kränkung heraus, die nicht negativ für die Beziehung sein müssen!

Wenn Du aber nie erfahren hast wie sich ein Ort der Sicherheit und des Vertrauens anfühlt, werden Dir diese Erfahrungen, die oft aus unserer Kindheit oder auch aus vergangenen Beziehungen stammen, es Dir schwer machen eine Beziehung im gesunden Sinn zu leben. Denn in einer Paarbeziehung werden unsere früheren Beziehungserfahrungen erneut aktiviert. Nur mit dem Unterschied, dass wir nicht mehr das Opfer sind sondern der Verursacher verschiedenster Verletzungen. Der Partner bekommt den erlebten Schmerz zu spüren! Wir versuchen dabei den erlebten Schmerz in der Beziehung zu integrieren und aufzuarbeiten.

Leider findet in der Realität keine Eingliederung des Erlebten statt … im Gegenteil, es wiederholt sich alles wieder, welche beide Seiten zunehmend verletzt und wo keine gemeinsame Lösung zu finden ist!

Warum halten wir solche Verletzungen aus?

Als Kind ist es normal, dass wir die Familie nicht einfach verlassen können. Wir brauchen sie zum Überleben. In erwachsenen Beziehungen hört jedoch das Verständnis bald auf. Für unser Umfeld ist es schwer zu verstehen, weshalb ein Mensch der nun Erwachsen ist und kein kleines Kind mehr ist, an einer verletzenden Beziehung festhält! Warum gehen wir nicht einfach?

In solchen Beziehungen passiert folgendes:
Eine  intensive Beziehung wird aufgebaut. Ein sicherer Boden unter unseren Füßen, ist die Grundlage um die alten Muster und Traumatisierungen wieder hervorzuholen. Darauf entfaltet sich die ganze Vorgeschichte aus unserem Leben. Aus so einer intensiven Bindung entkommen wir nur sehr schwer. Meistens ist es uns bzw dem Partner klar, dass diese Beziehungsform nicht gesund ist. Mental würden wir sofort gehen … aber emotional bleiben wir kleben! 

Fakt ist, wenn wir uns in einer Liebesbeziehung extra verletzend verhalten ist es sehr naheliegend, dass wir in unseren ersten Beziehungserfahrungen stark verletzt worden sind. In den späteren Partnerschaften wird unbewusst, auf der Beziehungsebene, eine „Opfer – Täter Konstellation“ aufgebaut, dabei können wir in beide Rollen rutschen.

Nachsatz:

Wenn wir lernen uns von Abhängigkeiten zu befreien lernen wir auch (wieder), wie wir ganz werden und dann kann in unserer Beziehung ein gesundes Miteinander entstehen. Eine Partnerschaft ohne Verletzungen. Wo zwei Ganzheiten sich begegnen müssen auch keine Löcher gestopft werden. Es kann Liebe fließen!  Wenn wir in Liebe sind … werden wir den anderen schmerzfrei seinen Weg gehen lassen, auch dann wenn wir ihn möglicherweise nicht auf ganzem Weg begleiten!? Die Liebe ist nie verletzend, der Mensch allerdings schon. Wenn uns also die Liebe verletzt, wäre es von Vorteil, einmal genauer hinzusehen … was da eigentlich wirklich passiert.

Falls Du noch mehr darüber lesen möchtest ist Raus aus Deiner Beziehung, die Dich vergiftet ein Folgethema. Und wenn Du Erfahrungen mit dieser Thematik hast und darüber reden/schreiben möchtest, lass mir gerne einen Kommentar da oder besuche uns in meiner FrauenPunk Gruppe bei Facebook! :-)

Eine liebevolle Zeit möchte ich Dir allemal wünschen, bis ganz bald.

Alleinsein. Ein Wort das bei jeder Menge Menschen schon die schlimmsten Emotionen auslösen kann. Du, ich, wir alle haben Ängste … manche davon sind offensichtlich, andere wiederum können wir gut geheim halten. Die Ängste die wir so gut verstecken können und die uns vielleicht auch gar nicht so bewusst sind, sind die die uns manipulieren. Sie leiten unser Handeln, unser Denken und unsere Entscheidungen ohne es zu bemerken.

Alleinsein … was löst es in dir aus?

Versuch es doch mal selbst. Sag dir dieses Wort einige Male immer wieder bewusst vor. Welche Reaktionen und Emotionen löst es in dir aus? Was fühlst du dabei? DU bist, DU wirst jetzt allein sein … Ich darf dir schon sagen, dass mir dieses Wort sehr lange Angst machte! Ein unangenehmer Widerstand war immer auf Knopfdruck da, ging es um dieses Thema, um das „alleine sein“. Darüber nachdenken wollte ich nie. Für mich war immer klar: Allein sein – das wollte ich auf keinem Fall! Eine Frage an dich: Verbindest du „alleine sein“ mit negativen Gefühlen?

Ich kenne viele Frauen die erst zum alleine sein verdonnert wurden, als sie ihre Kücken aus den Nestern hatte. Das Gröbste war vorbei, die Kinder groß, selbständig und aus dem Haus … die selbe Vorlage nahm sich auch der Partner zu Herzen. Welche Gründe auch immer dahinter steckten, sind nicht relevant. Fakt ist … das plötzliche alleine sein, das machte vielen zu schaffen. Vorher war die Bude voll, immer war was los und ständig brauchte jemand etwas. Die Zeit für Gemeinsamkeiten  war immer knapp oder auch zu anstrengend für den/die ein oder anderen. Das Gefühl von allein gelassen und ausgedient … hatten viele von ihnen.

Ein Leben ohne Partner und ohne Familie – undenkbar

Ich dachte mir auch immer, dass eine Beziehung ein Fixpunkt sein muss in meinem Leben. Es viel mir einfach sehr schwer, Zeit nur mit mir alleine zu verbringen. Schon als Teenie sehnte ich mich nach diesem Gefühl von Zusammengehörigkeit, eine Familie für die ich da sein kann, einen Mann den ich ständig verwöhnen würde :-) … und umgekehrt. Tja, dass das Leben sehr oft andere Pläne mit uns hat, brauche ich ja nun nicht extra erwähnen. Die Singlephasen waren für mich der absolute Horror – immer! Ich hatte ständig das Gefühl nicht vollkommen und „ganz“ zu sein.

Frauen die nach 15, 20 Jahren Beziehung wieder alleine sind, leben natürlich nach dem Motto: „Klar, ich genieße jetzt mein Leben!“ Aber aus dem tiefsten Herzen kamen diese Worte von den wenigsten mit denen ich geredet hatte. Besonders die Wochenenden an denen alles mit Familie zu tun hat, wo es etwas ruhiger zu geht, wo Freunde ausgebucht und nicht verfügbar sind … das sind die schlimmsten Tage laut Aussagen derer.

Ich hatte noch vor 7 oder 8 Jahren Panik, für immer alleine zu sein, nicht mehr vermittelbar wie man so schön sagt. Eigenheiten häufen sich und die Vorstellung von einer richtigen Partnerschaft wurden auch immer klarer. Schwierig, würde ich heute meine Definition von all dem beschreiben. Ich war sehr lange der Meinung, dass dieses Panik, diese Angst verschwindet, wenn ich in einer festen Beziehung bin. Ein totaler Blödsinn, dass weiß ich heute.

Die Ängste werden mitgeschleppt, nur anders ausgelegt. Fragen wie: Was wenn es doch wieder schief geht? Wenn die Wünsche und Erwartungen nicht eintreten? Es wird immer so weiterlaufen. Solange wir uns nicht mit unseren Ängsten auseinandersetzten, werden diese die Oberhand in unserem Leben haben – ohne es zu merken! Sie werden veranlassen, dass wir Dinge tun von denen wir uns im Nachhinein nur noch wundern es getan zu haben.

Wie merkst du nun, dass du Angst davor hast alleine zu sein?

Viele Frauen können einfach nicht alleine sein bzw alleine leben. Alle Dinge die sie tun und denken haben nur einen Ursprung: Nämlich die Angst niemanden um sich zu haben. Es ist ihnen nicht mal bewusst und deshalb passiert es oft das diese Angst, dieses Gefühl, die Oberhand und die Kontrolle über ihr Leben, über ihre Gedanken und über ihr Handeln übernehmen. Vielleicht bist du ja gerade selber in solch einer Situation, wie sieht es da bei dir aus? Welche Dinge hast du geplant oder hast du vor zu tun weil du jetzt alleine bist? Kommst du klar mit dem Gedanken, dass ab jetzt alles anders ist. Beobachte dich und hinterfrage deine Handlungen.

  • was versuche ich mit meinem Verhalten zu erreichen oder zu verhindern?
  • was genau ist der Grund, was steckt dahinter?
  • ist eventuell doch die Angst vor dem alleine sein dahinter?
  • ist es ein Muster das immer wiederkehrt, ob in der Beziehung oder auch nach einer Trennung?
  • warum klammere ich mich so an jeden Partner?
  • und weshalb fühlt sich jede Single-Phase wie ein Weltuntergang an?

Lass alles Alte mal an dir vorbei ziehen und betrachte es mit Abstand. Schreibe dir zusammen was dir in deinen Beziehungsphasen und Single-Phasen nicht gefallen hat. Auch die Handlungen, die du nicht mehr erklären kannst warum du sie eigentlich getan hast und die dir heute nur mehr peinlich sind. Erinnere dich an deine Gefühle. Was löst was genau in dir aus und wie gehst du damit um, wenn du alleine bist? Geh der Sache nach … Nur so wirst du erfahren, ob Angst vor dem Alleinsein dahinter steckt.

Arbeite mit deinen Ängsten

Generell soll es so sein, dass du die, egal welche, Angst du in dir entdeckst, nicht verdrängst! Annehmen und nicht dagegen ankämpfen. Kämpfst du dagegen, wird sie nur noch schlimmer werden. Ich war auch so eine Kandidatin. Bloß den Sauerstoff nicht alleine einatmen … immer Menschen um mich gescharrt, so bemerkte ich meine Panik vor der Ruhe und der Einsamkeit nicht! Bis mir mal einige Leute sagten: Du kannst gar nicht alleine sein oder? Es war schwer zuzugeben und zu sagen, dass die Angst vor dem Alleinsein über einem steht. :-(

Das Leben ist der beste Lehrmeister, und so passieren Dinge, die einen Weg vorgeben … ob du willst oder nicht. Ich ging einen Weg ohne „Publikum“ und Partner.  Er war in  Wahrheit ganz simpel ist und aus grade mal zwei Punkten besteht.

  • stelle dich dieser Angst
  • und nimm sie auch richtig wahr!

Jedesmal wenn dich dieses Gefühl der „Hilfe, ich  bin jetzt alleine“ überkommt, schalte mal auf STOP. Halte inne und verurteile dein Gefühl nicht. Frage dich: was mache ich jetzt damit? Lass ich es zu, dass mich diese Angst delegiert oder nicht? In den meisten Fällen haben wir viel schrecklichere Vorstellungen von unseren Ängsten, als sie in der Realität wirklich sind.

Einige Frauen die ich kenne, auch ich, haben sich vor einigen Jahren ganz bewusst dafür entschieden, eine Weile ohne Partner zu leben. Nicht mehr nach dem alten Muster zu leben und von einer Beziehung in die nächste zu springen, nur um  nicht alleine zu sein. Persönlich wollte ich wissen, wie sich meine Angst anfühlt wenn sie ans Tageslicht kommt und zur Wahrheit wird. Und ich kann sagen – ich war überrascht. Klar war es zu Beginn schwer, erst recht wenn sich wieder Gedanken einschleichen die dann so ausgesehen hatten: „Du bist aber schon ganz schön alt, du solltest mal etwas Gas geben … sonst bleibst du echt noch über!“ Ja, alles klar … Schmunzelt-Strategie ist dabei sehr hilfreich :-) … diese Gedanken einfach vorbeiziehen lassen. Lass dich auf dieses Experiment ein und du wirst sehen, diese Angst vor dem Alleinsein wird sich bald in Luft auflösen! :-) Ein Erfahrungswert, den nicht nur ich alleine hatte. <3

Fazit

Alleinsein zu können, ist ein wichtiger Grundstein dafür dein Leben gut zu meistern. Ein Unabhängigkeitsgefühl das wahnsinnig wertvoll für uns ist! Menschen die Alleinsein können, werden leider sehr häufig mit „einsam“ in Verbindung gebracht. Eine Schlussfolgerung die nicht richtig ist. Wenn du in der Lage bist alleine zu sein, alleine zu leben, wird es für dich auch kein Problem sein in einem Lokal um einen Einzeltisch zu bitten und dabei die Gesichtsfarbe zu wechseln … oder alleine ins Kino zu gehen. Einfach die Dinge tun auf die du gerade Lust hast.

Wenn du dein Leben und vor allem deine Zufriedenheit und dein Glück nicht von anderen abhängig machst, wirst du garantiert ein glücklicherer Mensch sein! Du wirst ausserdem dein Selbstbewusstsein aus dem Alleinsein schöpfen … und das ist unbezahlbar! Und wenn du soweit bist und das gelernt hast … wird unerwartet jemand an deine Tür klopfen und zu dir sagen: „Ich würde dich sehr gerne kennenlernen“ :-) Ein weiterer Erfahrungswert für den ich sehr dankbar bin >zwinker<

Hast DU Erfahrung mit diesem Thema? Hilfreiche Anregungen um schneller und besser mit dem Alleinsein umzugehen? Dann schreibe mir doch, ich freu mich. Eine schöne Zeit und sei gut zu dir.

LIEBE – kaum schlägt man Zeitschriften auf, springt einem das Wort LIEBE schon ins Gesicht. 5 Buchstaben die ein schönes Wort bilden und auch manchen sehr leicht über die Lippen gehen. Reicht das denn? Können wir Frauen auch ohne Liebe leben oder ist es ein Lebenselixier wonach sich Frauen noch stärker sehnen als manch Männer?

Was ist Liebe überhaupt?

Hast Du schon mal darüber nachgedacht? Was ist LIEBE? Ein Gefühl, eine Beziehung zu einem Menschen? ICH hab darüber nachgedacht – immer wieder begonnen mir Gedanken zu machen und wieder zur Seite gelegt. Dieses mal hab ich aber fertig „gedacht“!

Eine so einfache Frage, und doch finde ich sie gar nicht so simpel. Wir alle reden und lesen eine Menge darüber und gehen oft so leichtfertig und gedankenlos damit um! Eines steht jedenfalls fest LIEBE ist ein Gefühl. Es ist ein Gefühl das eine Person mit einer anderen verbindet. Schwer zu beschreiben. Wer verliebt ist, besitzt einen ganz besonderen Gesichtsausdruck, verliebte Menschen lächeln irgendwie dauernd, sind bestens gelaunt. Ein strahlender Blick und eine Vorfreude, die kaum zum aushalten ist …

Aussagen wie „Ich fühle mich als hätte ich Schmetterlinge im Bauch oder ich fühle mich als wär ich im 7. Himmel“ kommen durch dieses GEFÜHL, das wie ich finde das Wort Liebe sehr schön beschreibt.

Das Gefühl Liebe ist schwer wenn überhaupt zu beschreiben, es kann eigentlich nur erlebt werden!

Ein Beispiel

Du hast in deinem bisherigen Leben noch NIE Nougat oder Süsses gegessen … du kennst es nicht. Du fragst eine andere Person „Was ist Süsses?“, es wird ihm mit Sicherheit nicht gelingen, dir zu erklären wie Nougat schmeckt. Genauso kann auch Liebe nicht mit ein paar Worten erklärt werden, weil dazu auch dieser „Geschmack = Gefühl“ gehört und dieses Glücksgefühl musst DU selbst erleben um es zu erkennen.

Hmm … jetzt bin ich gerade selbst ein wenig stolz auf mich, eine bessere Erklärung gibt es glaub ich gar nicht :-) !

Liebe ist ein tiefes Verbundenheitsgefühl

Dieses Gefühl entwickelt sich in der Phase der Verliebtheit. Auf Dauer wäre diese Stresssituation von verliebt sein, viel zu anstrengend für den Körper! Ein Hormoncocktail der sich weiter entwickelt, ist die Verliebtheit, dieser Übermut etwas ruhiger geworden. Es bindet uns noch mehr an den Partner – möglicherweise ein Leben lang ?!

Frauen denken über Liebe anders als Männer

Frauen bekommen diese 3 Worte schneller über die Lippen als Männer – das kommt wieder mal nicht von mir, das ist eben so. Zu sagen „Ich liebe dich weil ich dich brauche“ ist nicht richtig. „ICH brauche DICH weil ich dich liebe“, obwohl wir Frauen auch ganz gut alleine zurecht kommen würden … SO sollte es heissen und nicht umgekehrt!

Alles andere wäre schon wieder mit einer Komfortzone zu vergleichen! Es soll keine Abhängigkeit dahinterstecken an die das Gefühl „Liebe“ gekoppelt wird sondern eine tiefe Verbindung die gemeinsame Krisen und Hürden bewältigen lässt. Und da müssen wir Frauen achtsam sein! Wir neigen sehr schnell dazu, Liebe mit Verliebtheit gleichzustellen. Und das passiert nicht nur jüngeren Frauen – oft steckt eben das unbedingt „auch haben wollen“ dahinter. Die Sehnsucht gehalten zu werden, eben geliebt zu werden und nicht nur für 2 Nächte!

Liebe besteht nicht nur aus Lust, Sex und Begehren … sondern auch aus Haltung und Handlung, die dir ermöglicht feine Unterschiede zu erkennen.

Wir gehen oft schon inflationär mit dem Wort LIEBE um

Viel zu schnell werden diese 5 Buchstaben oft herausgelassen ohne wirklich nachzudenken. Wir „lieben“ unsere Haustiere, unsere 4 Wände, die Heimat, ein Lieblings-Dessert u.v.a.m.. Schön, aber ist das gleichzusetzen mit zwischenmenschlicher Liebe? Nö. Es verlangt mir nichts ab. Bei der Liebe zu meinem Partner, muss ich mit emotionalem Engagement vorfahren, Zugeständnisse machen. Das ist alles nicht einfach, besonders wenn wir schon unsere Erfahrungen gemacht haben. Verletzt worden sind … und trotzdem – wir suchen immer wieder danach.

Die Liebe fordert uns

Liebe ist für unsere Persönlichkeitsentwicklung enorm wichtig. Wir sind und werden nur durch Beziehungen zu uns selbst! Ganz egal, ob du jetzt die Liebe nüchtern oder romantisch beäugelst, Liebe ist und bleibt ein Wunder und ist etwas Besonderes! Genial finde ich es, dass sie unser Leben spannend und aufregend macht und immer ein gewisser „Zauber“ dabei spürbar ist! :-)

„LIEBE ist kein Solo. LIEBE ist ein Duett. Schwindet sie bei einem, verstummt das Lied“

A.von Chamisso

Und um die Frage anfangs zu beantworten: „JA – auch starke Frauen brauchen Liebe!“ … Mehr gibt es dazu von meiner Seite aus nicht zu sagen … Über Meinungen von DIR freue ich mich natürlich wie immer.

Dir geht es bestimmt auch manchmal so, du stellst dir die Frage warum er seine Klamotten immer liegen lässt, warum musst jedesmal DU die Kaffeekapseln aus der Nespresso leeren und weshalb trinkt ER/SIE seinen Espresso lieber auf der Terrasse alleine, als sich für eine Stunde schnelll mal mit Freunden zu treffen? Im Alltag versuchen wir sehr häufig unsere Partner zu verändern … sie „umzuerziehen“. Wir meinen dass unsere Beziehung dann besser wäre, würde er oder sie an den Angewohnheiten arbeiten die dir nicht gefallen! Sehr oft ist das Gegenteil der Fall und wenn überhaupt, klappt das Ganze nur kurzfristig. Würdest DU den anderen so akzeptieren wie er ist – wäre die Beziehung um einiges einfacher. :-)

Anfangs wird ALLES akzeptiert

Es spielt keine Rolle ist man 20 und frisch verliebt, oder 40, 50 Jahre alt und geht eine neue Partnerschaft ein. Vieles wird übersehen weil wir eben dieses Hochgefühl in uns tragen. :-) Ausserdem kommen viele Dinge erst ans Tageslicht, teilt man sich Tisch und Bett in den gemeinsamen vier Wänden. Nach einer Zeit stellen wir Ultimaten, legen fest was sich unbedingt ändern muss. Alles eine Vergeudung unserer kostbaren Zeit finde ich. Ein Mensch der immer unordentlich war und der seine Unordentlichkeit gar nicht als solche ansieht, wird mit Sicherheit nur von kurzer Dauer versuchen können etwas ordentlicher zu sein – er fühlt sich eher angegriffen und es wird ihn nerven, ständig so zu sein wie er oder sie eigentlich vom Wesen her gar nicht ist!

Den Partner wie einen Freund behandeln

Eine liebevolle Beziehung zu führen gelingt sehr gut wenn man seinen Partner so behandelt als sei es der wichtigste Freund. Aufrichtigkeit, keine unnötigen fiesen Bemerkungen und auch die Dinge zu akzeptieren, die wir vielleicht bei Freunden auch nicht unbedingt lieben. Klingt doch auch vernünftig, es fällt auch wesentlich einfacher dabei eine gelassene Akzeptanz an den Tag zu legen! Bei Freunden ist das überhaupt keine Schwierigkeit. Geht es um den Partner, sieht die Sache schon anders aus. Unsere Erwartungen und Wünsche , dass er oder sie sich so verhält wie wir es gerne möchten, lässt uns glauben ein besseres und glücklicheres Leben führen zu können. Nur in den meisten Fällen kollidiert die Wirklichkeit mit unserer Vorstellung!

Keine zu hohe Erwartungen stellen

Ich glaube auch das wir unsere Erwartungen gegenüber Beziehungen etwas dimmen und ein wenig verändern sollten. Liebe und „Chaos“ (in welcher Form auch immer), gehört zusammen. Unser Partner macht uns eben nicht immer NUR glücklich. Kann man das annehmen, kann man auch auf der Ebene von irgendwelchen liegengebliebenen T-Shirts, Akzeptanz gelten lassen.

Vielleicht sind wir ja selbst das Problem?

Schön ist es natürlich immer sagen zu können: „Nö, ich mach das nie!“ oder „Das wirst du bei mir nie sehen …“ schön wenn immer der andere „schuld“ ist. Aber wenn wir ständig an unsere Partner herumkeppeln und uns über sein Verhalten ärgern, kann es sein dass wir selbst das Problem sind. Eventuell sollte man auch mal darüber nachdenken?! Ich persönlich frage mich ab und zu „Wie möchte ich das mit mir umgegangen wird, wenn ich wie immer den Müllsack so voll stopfe das er, beim Rausnehmen meines Partners, auseinander fällt“ :-) … und dieser trotzdem noch liebevoll und neutral bleibt und das obwohl er sicher genervt ist! Oft hilft diese Erkenntnis beim nächsten Mal, sich selber an der Nase zu nehmen, wenn einen der Partner in Rage bringt. *zwinker*

Einige Tipps für mehr Toleranz und Akzeptanz

  • Sag einfach was DU möchtest damit sind keine Endlos-Nachrichten gemeint (wir Frauen neigen ja sehr gerne dazu). Bringe deine Wünsche klar auf den Punkt.
  • Schau mehr auf das Positive je weniger Kritik man äussert und je mehr man sich auf das Schöne einer Beziehung fokussiert, desto angenehmer und liebevoller wird die Partnerschaft und das Lebensumfeld.
  • Schau auf dich leider stellen sehr viele Frauen ihre eigenen Bedürfnisse nach hinten um „gut“ zu sein. Irgendwann aber möchte sie dann den „Ausgleich“ dafür. Ich finde es so wichtig Dinge zu tun die einem Freude machen, die dich stärken und die NUR für dich sind! Schaffst du das, kann ich dir versprechen, wirst du wesentlich toleranter sein! :-)
  • Werde nie verletzend – natürlich wäre es schön sämtliches Chaos, die Unpünktlichkeit oder sogar einen vergessenen Termin, nie vorzufinden. Aber was ändert es wenn du deinen Partner mit verletzenden Schuldzuweisungen überschüttest? NICHTS. Es könnte sogar sein, dass das gemeinsame Weekend sehr still und ohne viele Worte dahin tröpfelt und alles andere ist als angenehm.
  • Lache!  (oder lächle wenigstens) über dich, über die Situation, einfach über das Leben! Versuche nicht alles all zu ernst zu nehmen! Sei cool und lässig … genauso wie du auch mit deinen Freunden umgehen würdest. :-)

Den anderen so zu akzeptieren und zu tolerieren bedeutet zu spüren, dass er auch nur sein Bestes gibt … eben auf seine ganz eigene Art und Weise … :-) Ich glaube es wäre auch viel zu langweilig so einen aalglatten, fehlerfreien Partner zu haben, wo bleibt da die „Würze“ in der Beziehung? :-)

Wie geht es DIR mit deiner Akzeptanz? Fällt SIE leichter wenn man älter ist oder ist das Gegenteil der Fall? Schreib mir deine Gedanken dazu – ich freu mich darauf!

Partnersuche – dieses Wort hab ich immer gehasst! Weil in dem Wort „Suche“ schon soviel drin steckt was mir einfach nicht gefällt. Suchen klingt für mich so verzweifelt und zwanghaft! Fang an zu suchen und du wirst nicht finden was du dir vorstellst.

Das ist schon bei den Klamotten so – wenn du gezielt drauf los gehst … zumindest ist es bei mir immer so! Ich kenne eine Menge Frauen, die sich nach 25 oder 30 Jahren scheiden lassen, weil sie sich einfach fragen: war das jetzt alles? Oder einige meiner Freundinnen, die eigentlich erst jetzt ab 40 bereit wären oder sind für eine Beziehung, weil ihnen vorher die Karriere einfach wichtiger war.

Viele von ihnen haben Kinder, manche wollten nie welche … ganz egal, JETZT wär der richtige Zeitpunkt oder noch besser gesagt jetzt ist die Zeit wo sie gerne zu zweit wären. Und dann noch die Frauen, die nach ihrer Scheidung trotz allem wieder eine Beziehung suchen. Ledige Frauen empfinden die Partnersuche mit zunehmenden Alter als schwieriger (glaubt man der Umfrage der Partneragenturen). Es sind angeblich nur 8% der Frauen über 40, die die „Suche“ nach einer neuen Liebe einfacher finden, bedingt durch ihre Lebenserfahrung.

So war es bei mir

Ich nehme mich mal wieder selbst als Beispiel. 10 Jahre verheiratet, davon 5 nicht glücklich. Jung geschieden – dann nach 16 jähriger Partnerschaft wegen einer viel Jüngeren sitzen gelassen worden. Es folgten mehr als 6 Jahre mit schlechten, schwierigen und kurzen Beziehungen. Ich wollte mit 50 wieder verheiratet sein – glücklich und verliebt sein … all das wurde mir verwehrt. Ich lernte leider nur Männer kennen, die ich getrost als berechnende Blutsauger bezeichnen kann. Was sich natürlich immer erst nach einiger Zeit rausstellte! Meine 50 hatte ich überschritten und mit 51 beschloss ich mit mir alleine glücklich zu werden. „Männerfreie Zone“ nannte ich liebevoll mein  zu Hause. :-)

Mit meinen Freundinnen machten wir uns oft aus Langeweile bei den sogenannten Single-Börsen unseren Spass. Zeitvertreib oder nur um zu hören, dass es noch nicht ganz zu spät ist! Das natürlich auf solchen Portalen alles nur eine weitere Abzocke ist, verdrängen die meisten, egal ob jung oder alt … Manche von meinen Mädels handhaben es immer noch so – glücklich sind sie jedoch nicht damit, „aber besser als nichts“ wie eine von ihnen immer so schön sagt.

Unsere Erfahrungen machen uns in der Partnersuche wählerisch

Eine Frau über 40 hat klarerweise bereits einige Erfahrungen gesammelt was die Liebe und Beziehung angeht. Daher sind Single-Ladys in dem Alter wesentlich wählerischer als in den jungen Jahren zuvor. Wir denken langfristig und nachhaltig was dieses Thema angeht. DAS macht natürlich die Partnersuche nicht unbedingt einfacher. Liebe ist aber keine Frage des Alters! Die persönliche Reife und der dazugehörige Erfahrungsschatz sollte für eine neue Beziehung eine Bereicherung sein.

Die Kraft liegt in der Gelassenheit

Als ich merkte das man Liebe nicht erzwingen konnte und jeder Mensch eine andere Sichtweise und Vorstellung zum Thema Partnerschaft hat, habe ich beschlossen es zu lassen. Der Spruch „Ich suche nicht, ICH werde gefunden“ machte sich bei mir breit und das war sehr gut so! Was ich super finde und das war auch ein Mitgrund für meine Gelassenheit, ich kannte meine Bedürfnisse besser als in den Jahren zuvor. Ich wusste was ich will und noch besser was ich nicht mehr will!

Mit meiner zunehmenden Entspanntheit nahm ich, glaube ich, auch potenziellen Männern einen gewissen Druck. Wohl einfach weil sich die Ausstrahlung ändert, man nicht mehr so bedürftig ist und wirkt. Männer mögen Frauen, die selbständig und selbstbewusst sind – bei so viel Gelassenheit kann auch die jüngere Konkurrenz einpacken! :-)

Das Selbstbewusstsein spielt ebenso eine Rolle

Es ist nicht einfach nach einer Scheidung oder dem ausgewechselt werden gegen eine jüngere Frau, sein Selbstwertgefühl nicht zu verlieren! Frau sucht Gründe – sind es zu viele Falten, die 5 grauen Haare die man beim Färben manchmal übersehen hat, die Figur die sich ändert? Natürlich fällt es auch sehr vielen Frauen schwer zu akzeptieren, dass sie älter werden. Ich finde jedoch Lachfalten sind natürlich und wirken sympathisch! Mir jedenfalls lieber als ein mimikloses Porzellan-Gesicht! Abgesehen davon bleibt das älter werden keinem Menschen erspart …

Es ist ein absoluter Blödsinn, wenn wir Frauen denken wir könnten der Männerwelt nicht mehr das geben was sie sich wünschen, nur weil wir keine 20 mehr sind!

Viele Männer mögen genau deswegen ältere Frauen, weil sie die notwendige Erfahrung mitbringen – das zieht Männer an, auch wenn es nicht immer für eine Beziehung reicht.

Eine Partnerschaft besteht immer aus Kompromissen

So … und jetzt frag dich mal – Was willst du eigentlich? Eine Fernbeziehung? Da musst du nicht jeden Tag kochen und bist auch nicht zuständig für Wäsche und Co. verantwortlich oder sollte „er“ generell in seinen eigenen 4 Wänden bleiben? Du hast dich doch schon genug geärgert in den letzten Jahren … Es muss doch möglich sein nur ab und zu und nach Lust und Laune zusammen zu kommen? Kino,  gemeinsamer Sport, Essen gehen, Theater und genüsslicher Sex … mehr willst du ja gar nicht gg.

All das kann ich gut nachvollziehen, nur das wird nichts, dass kann ich dir sagen! Das waren auch meine Gedanken und Wünsche, nur da ist es wirklich besser sich einen „Lover“ zu suchen, denn das hat mit echter Beziehung und Partnerschaft nichts zu tun.

Jeder Mensch hat seine Eigenheiten DU und ER. Geh in dich hinein und frage dich, ob du bereit bist seine Marotten zu akzeptieren oder ob dadurch keine glückliche Beziehung verhindert wird.

Jeder bekommt was er verdient

Bei mir hat es wirklich lange gedauert. Und es passierte zu einem Zeitpunkt an dem ich mit dem Thema noch mal eine Beziehung einzugehen schon abgeschlossen hatte. Unverhofft :-) kommt doch manchmal vor. Ich glaube das war es für uns beide.

Wichtig ist einfach sich die notwendige Zeit zu geben um darüber nachzudenken was man wirklich will, das Leben vorerst mal alleine auszukosten und dabei entspannt zu bleiben. :-) Hast DU das im Griff – klappt es auch dich neu zu verlieben, egal wie alt du bist!

Falls du dich gerade in solch einer Phase befindest, wünsche ich DIR viele schöne Stunden des allein seins, und wie gesagt, falls du dich wieder nach Zweisamkeit sehnst, wirf dein Netz aus und dreh dem Ganzen den Rücken zu. Lass einfach laufen und warte ab was ins Netz schwimmt. Du weisst schon … Gelassenheit ist das Zauberwort. :-)

Schreib mir deine Erfahrungen, ich bin mir ganz sicher das ist für sehr viele Frauen und meine Leserinnen interessant, für mich besonders.