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Wenn Erwachsene „Kinder“ den Kontakt zu Ihren Eltern abbrechen,  sind meistens die Schatten der Vergangenheit stärker als die Gegenwart. Es sind immer wiederkehrende alte Muster die bestehen bleiben und scheinbar nicht gelöst werden können. Dieser Abbruch kommt nicht wie meistens geglaubt, abrupt, sondern er entsteht aus einer Folge langer Verletzungen oder (und) Enttäuschungen …

Ich kenne unglaublich viele Menschen, die die Brücke zu Ihren Eltern abreißen. Da gibt es Töchter die beschreiben, dass sie diese ständige Bevormundung Ihrer Eltern nicht mehr durchdrücken. Mit 43 Jahren … verheiratet und selbst Mutter zweier Kinder. Dann gibt es die andere Art. Nichts ist recht, alles ist verkehrt und falsch. Statt lobende Worte kommt nur Kritik! Und das von Kinderbeinen an … Dann gibt es die Sorte „Ich bin dann mal weg“ Eltern. Mutter oder Vater flieht vor jeglichem Konflikt. Das Einzige, was von den Eltern kommt, ist Stille. Gerade in Mutter-Tochter Beziehungen kommt es vor, statt sich mit der Tochter an einem Tisch zu setzen, wird das Problem lieber mit Außenstehenden beredet. Dann gibt es die Eltern, die nur von sich reden, jede Kleinigkeit doppelt so groß machen und nur negativ sind.

Diese Situationen sind wie ein Ohnmachtsgefühl

Es ist keine schöne Sache, wenn wir es aus eigener Kraft nicht schaffen, etwas an der Qualität der Eltern-Bindung zu ändern. Es ist ein jahrelanger Prozess, der in sich schlummert, immer in der Hoffnung, doch etwas ändern zu können! Einfach nur gesehen und gehört zu werden. Oft ist allerdings die eigene Belastung zu hoch und der Kontakt wird gekappt.

Ich habe vor drei Jahren den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen. Genauer gesagt, sie haben es so gewollt und ich habe es akzeptiert. Es ging dabei nicht um eine Bestrafung irgendwelcher Verhaltensmuster meiner Eltern, sondern eher darum, dass ich lieber die Eltern verliere als mich selbst! Und dieser Prozess war in meinem Fall schon sehr weit fortgeschritten.

Ich weiß kaum jemand will darüber reden. Es ist ein Tabu Thema. Es gehört sich nicht. Und man schämt sich vielleicht?

Es tut weh und man ist unendlich traurig darüber

Wir sehen unsere Eltern bis zu einem gewissen Alter als fehlerlose Geschöpfe an. Wir stellen sie auf ein Podest, das aber spätestens in der Pubertät zu bröckeln beginnt. Eine ganz normale Sache. Diese veränderte Sichtweise auf unsere Eltern ist notwendig  um ein selbstbestimmtes und authentisches Leben führen können. Eltern sind ja auch nur Menschen.

Es gibt aber auch Eltern, die fest der Meinung sind fehlerlos zu sein! Die glauben, immer alles richtig gemacht zu haben. Eine „Schuld“ einzugestehen, würde für sie niemals infrage kommen, den es würde bedeuten versagt zu haben. Und so kommt es in vielen Eltern – Kind Beziehungen bis ins erwachsene Alter dazu, dass Eltern nach wie vor ständig kritisieren und manipulieren. Und so passiert es nicht zu wenig, dass sich Töchter und Söhne auch noch als Erwachsene die Frage stellen: „Bitte was stimmt eigentlich nicht mit mir?“ Wir machen unseren Wert als Mensch nicht selten davon abhängig, wie Eltern uns behandeln. Ein trauriges Zugeständnis finde ich. :-(

Glaubenssätze, die falsch sind

Die ständige Kritik und die strafende „nicht Beachtung“ meiner Eltern machten mich als junges Mädchen schon nachdenklich. Früher fand ich natürlich keine Worte dafür. Für mich war es okay und normal. Ich bin der Meinung, dass Kinder einen Erwachsenen brauchen der Ihre Gefühle spiegelt. Kinder müssen sich selbst erkennen um später Ihre Gefühle regulieren zu können.

Ist das nicht der Fall, wird es im schlimmsten Fall so sein, dass Kinder die Art der Eltern übernehmen. Diese Verhaltensmuster wurden von den Großeltern auf die Eltern projiziert und wir übernehmen einfach weiter. Für mich allerdings ist es keine Entschuldigung.

Jeder von uns bringt eine Geschichte mit

Nach außen hin unscheinbar. Im Inneren jedoch ist es für viele sehr belastend. Ich kenne Frauen, die in einer Großfamilie aufgewachsen sind, und sie wurden als eines von vielen Kindern vernachlässigt. Die Eltern konnten keine Gefühle zeigen. Sie wurden von Mutter oder Vater ausgelacht, wenn ein Missgeschick passierte. Sie mussten schon sehr früh im Haushalt mit anpacken und nebenbei die lautstarken Streitereien des alkoholkranken Vaters mit anhören. Es blieb nur der Rückzug.

Jeder Mensch bringt seine Biografie mit. Wenn wir eines Tages selbst Mutter werden, werden wir alles daran setzen es besser zu machen. Leider sind Verhaltensweisen wie Abzugsbilder, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Weil einfach nichts erkannt wurde. Der Unterschied von „gesund und ungesund“ wurde nie erkannt. Seelische Störungen haben sich durch mangelnde Fürsorge entwickelt. Es ist ein Beispiel von vielen.

Wenn wir uns rückblickend noch immer verletzt fühlen …

Wenn wir uns als erwachsene Frau/Mann vom Verhalten der Eltern noch immer verletzt fühlen und keine Möglichkeit oder der Wille besteht, darüber zu reden … gemeinsam zu verändern, dann wird zwangsläufig die Frage auftauchen:

Lasse ich Euch los?
Oder lasse ich das jetzt los?

Auch ich hatte mir bewusst gemacht, dass ich mein Leben nicht mehr von meinen Eltern abhängig machen darf. Auch wenn es in der Kindheit einen Mangel an Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit gab, diese nachträglich einzufordern ist ein Ding der Unmöglichkeit!

Der Wert von Dir und mir ist nicht abhängig vom Verhalten unserer Eltern. Wir dürfen – NEIN wir MÜSSEN uns unbedingt klar darüber werden, dass wir liebenswerte Wesen sind. Wir sind genug und perfekt ist kein Mensch!

Selbstfürsorge und Selbstliebe sind dabei sehr hilfreich

Diese Eigenschaften helfen uns dabei. Allerdings wurden diese uns in den angeführten Fällen wahrscheinlich nicht mitgegeben. Wir müssen sie lernen. Ein harter aber sehr lohnenswerter Weg der sich auszahlt. Denn darauf zu warten, dass die Eltern ihr Kind irgendwann so annehmen wie es ist  und auch Ihre Freude zeigen … es wird nicht eintreten. ›leider‹

In Liebe aufatmen. Die „Schuld“ loslassen und um Vergebung  bitten. Das ist das, was ich tu. Denn oft ist es leider nicht (mehr) möglich, mit seinen Eltern ein ausführliches und klärendes Gespräch zu führen. Ein Kontaktabbruch gleicht für mich einer Ohnmacht, aber es ist auch die erste Maßnahme einer Veränderung. Wie die Veränderung aussieht, hängt von beiden Seiten ab. Hier bin ich … und da seid Ihr. 

Ich wünsche mir für jeden, dass sich die Karten neu mischen und sich neue gemeinsame Wege mit den Eltern auftun.
Für viele ist jedoch ein Kontaktabbruch zu den Eltern gut überlegt. Lassen wir die Vergangenheit los, befreien wir unser inneres Kind und beginnen wir uns selbst anzunehmen wie wir sind. Versorgen wir uns mit ausreichend Selbstliebe und verzeihen wir uns und anderen! <3

„Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen. Eltern verzeihen Ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben.“

Ich wünsche Dir eine schöne Zeit und wenn Du dazu eine Meinung hast … ich bin immer hier.

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Können wir einen Menschen loslassen, den wir lieben und wir eigentlich gar nicht loslassen wollen? Es gibt jede Menge Gründe sich von Menschen zu trennen bzw. sie loslassen müssen. Zum einen weil sie nicht mehr unter uns sind oder weil sie uns nicht mehr gut tun oder uns sogar ablehnen. In diesem Beitrag möchte ich aber besonders auf das LOSLASSEN des Expartners eingehen. Ich weiß wie schwer es vielen Frauen fällt, nach einer Trennung wieder ins Lot zu kommen und aus dem tiefen Loch, in das sie gefallen sind, wieder aufzusteigen.

Eine Beziehung zu haben, in der sich zwei Menschen lieben ohne dabei irgendwelche Hintergedanken zu haben, ist mit Sicherheit eines der schönsten Gefühle die es gibt! Das muss ich gleich mal klar stellen. Aber zwischen Liebe und Abhängigkeit (klammern)  gibt es einen großen Unterschied. Diesen wichtigen und entscheidenden Punkt vergessen aber viele. Manchmal ist das Loslassen für uns „gesünder“ und es macht einfach mehr Sinn Vergangenes in der Vergangenheit zu lassen.

Loslassen – freigeben, bedeutet für viele zu Beginn Verlust

Ist die Beziehung erst mal vorbei, wollen es viele Frauen nicht wahr haben. Wenn ich an meine Szenarien zurück denke, fällt mir immer ein spezieller Gedanke ein, nämlich „Ich werde nie wieder so einem Mann begegnen … ER wäre es gewesen“. Ich war so fixiert und konnte mir niemand anderes vorstellen. Das ich dabei mein eigenes Leben dadurch verloren habe, war mir nicht bewusst.

Wenn alles „vorbei“ ist bricht tatsächlich eine Welt zusammen. Dabei bilden sich Muster und Symptome, die negativ auf uns einwirken … sie sabotieren unser Leben und macht alles noch komplizierter. Was mir dabei immer wieder auffällt, wenn Frauen extrem „klammern“ und ihren Partner nicht loslassen können ist:

Die Betroffene redet immer von Liebe „Ich kann nicht ohne IHN, ich liebe ihn so sehr.“

Sinnloses Festhalten und mit allen Mitteln versuchen jemanden an sich zu binden, wenn unsere Liebe nicht erwidert wird, macht keinen Sinn und hat so gar nichts mit Liebe zu tut …  es ist eher eine Sucht geworden.

Man glaubt ohne diesen Menschen nicht mehr auszukommen

Ich nenne es „Lebenslügen“, die man sich einredet. Man tut alles, um nicht mit der Wahrheit konfrontiert zu werden. Wahrheiten sind sehr oft unschön und schmerzen. Das alles ist zu diesem Zeitpunkt egal, wir meinen wir brauchen den anderen Partner und will IHN auf keinen Fall loslassen. All das sind Illusionen, eine krankhafte Sucht nach dem Partner. Manchmal geht es soweit, dass Frauen das Gefühl haben ohne den Partner nie wieder glücklich zu werden.

An einen anderen Partner wird kein Gedanke verschwendet und das wird in dieser Situation völlig ausgeschlossen, denn ER ist der Richtige! Es entsteht ein so grenzenloses Verlangen den Ex-Partner zu sehen bzw. zurück zu gewinnen. Jemand der nicht in der Lage ist loszulassen, ist emotional so sehr durch den Wind, dass er die verrücktesten Aktionen anstellt. Im Nachhinein betrachtet sind diese nicht selten peinlich.

Die Liebe wird in unserer Gesellschaft zu oft als „Hülle oder Maske“ für andere Probleme benutzt. Vor allem bei Problemen mit sich selbst.

Es fehlt an Selbstliebe, Selbstwert und Selbstbewusstsein. Frauen die sich in dieser Phase des „Loslassen müssen“ befinden, wollen das keinesfalls hören oder annehmen. Es gibt nur einen Fokus und der lautet: „Ja, aber ich liebe ihn doch …“

Ist das tatsächlich Liebe?

Ich weiß, dass es nicht so ist. Es hat mit Liebe nichts zu tun. Es wird so sehr festgehalten, weil man denkt, danach niemanden gleichwertigen zu bekommen. Oft führt genau dieses „Klammern“ dazu, dass der Partner irgendwann geht. Es ist zu viel. Plötzlich werden die eigenen Interessen und Bedürfnisse vernachlässigt und man fixiert sich nur noch an den Partner. Wir Frauen neigen dazu, unseren Herzmenschen ständig alles recht zu machen … wir geben unser Leben für die Beziehung auf, um den Partner an uns zu binden … ein Verhalten das einen hohen Preis haben kann und mit wahrer Liebe nichts zu tun hat!

Du kannst jede Trennung als neue Chance ansehen um mehr aus DIR und mehr aus DEINEM Leben zu machen … so war es bei mir auch. #dankesag

Frau sollte nur nicht einen Fehler machen: andere Menschen als Trostpflaster für ihre eigene Unzufriedenheit zu benutzen um sich im Nachhinein über die „Liebe“ zu beschweren, wenn sie deswegen zerbricht! Ich war auch so jemand. mir war das gar nicht bewusst … ich fühlte mich ohne Beziehung immer wertlos. Ein schwaches Fundament meines Selbstwertgefühls, wie mir heute einleuchtet. Ich war abhängig … von der Liebe, die nicht „echt“ war, ich benötigte Aufmerksamkeit und Zuneigung. Keine Liebe – keine Lebenslust.

Wie kann ich also loslassen, auch wenn es unmöglich scheint?

Es sind in Wahrheit alle die Eigenschaften, die wir an unseren Ex-Partnern so lobpreisen, die uns selbst fehlen! Das heißt, wir müssen an unserem Selbstwert arbeiten und Selbstvertrauen aufbauen. Man muss lernen sich selbst all das zu geben. Jeder geht nach einer Trennung durch ein Meer voller Tränen. Sich aber zu Hause einzusperren und in alten Erinnerungen zu kramen macht es nicht besser.

Für mich begann damals ganz langsam mein neues Leben. Und ich bin ganz ehrlich – es dauerte. Aber ich suchte mir etwas, das ich für keinen Mann der Welt aufgeben würde. Ich legte mir eine neues Denken zu. Ich begab mich auf die Suche, was mich im meinem Leben mit Begeisterung füllt. Tätigkeiten, die meine Leidenschaft hervor kitzelten. Kurz gesagt: Neue Alternativen. Alleine. Ohne Mann. Nur ich mit mir. Dieses Tun breitete sich in allen meinen Lebensbereichen aus und plötzlich war das „Loslassen“ kein Thema mehr. 

Ich betrachtete meine vergangene Beziehung aus einer anderen Perspektive. Als neutrale Person von außen. Oft ist es ja so, dass die falsche Perspektive es einfach nicht zulässt, auch mal schlechte Gewohnheiten des Ex-Partners zu sehen. Man hört und sieht nichts! Alles wird verteidigt. Wir sehen ausschließlich einen perfekten Partner. Im Geschäftsleben nennt man es Betriebsblindheit, aber ich finde dieser Ausdruck auch sehr passend für Beziehungen. :D Etwas unterkühlt, dennoch auf dem Punkt gebracht.

Dabei geht es darum das starke Idealbild zu zerstören und den Ex-Partner so zu sehen wie und was er ist. Hassgefühle sollten dabei jedoch nicht aufgebaut werden.

Es kann gut sein, dass man im Nachhinein ganz klar sieht. Es wird einem bewusst, was man wirklich geliebt und was man sich nur eingebildet hat, weil man es so sehen wollte!

Summa summarum:

JA … es ist ein beinahe Weltuntergang. Und JA es tut verdammt weh wenn man loslassen muss! Aber mach Dir immer bewusst, was oder welche Eigenschaften Du gemocht hast und welche Du Dir „dazugelogen“ hast. Fixiere Dich auf keinen Partner sondern fang an Dich selbst zu lieben … es funktioniert tadellos. Zieh Dein Glück und Deine Lebenslust aus Deinen Zielen und Träumen und wenn vorhanden – natürlich auch aus Deinem Partner aber vergiss dabei niemals Dich selbst!

Trennungen werden niemals aussterben. Sie gehören zum Leben. Was wir daraus machen und lernen dürfen, liegt jedoch an uns. Ich wünsche Dir, falls Du in dieser solchen Phase steckst, alles Liebe und vielleicht hilft Dir dieser Beitrag die Dinge etwas leichter zu nehmen …

Also, Leben wir los bis ganz bald.

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Selbstliebe – wie weit bin ich?

Selbstliebe, ein sehr heißes Thema das mir beinahe mein ganzes Leben zu schaffen gemacht hat. „Du musst zuerst Dich selbst mögen, damit Du andere Menschen glücklich machen kannst …“ Dieser Satz hallt wie ein Echo noch sehr oft in meinen Ohren!

Selbstliebe fühlte sch für mich wie ein Verbrechen an, etwas was man nicht tut, dieses Wort auszusprechen, bereitete mir schon Unbehagen. Selbstliebe – wie geht es mir heute damit? Diese Frage stelle ich mir gerade, da ich sie so oft so vielen Frauen ans Herz lege …

Im Gegensatz zu früher, muss ich diese Situation und diese Frage nicht mehr erzwingen, die die mir früher so wahnsinnig schwer gefallen ist! Ich brauche dazu nur Ruhe … einen Ort an dem ich mich wohlfühle, wo ich mich spüre und wo ich mir mein Spiegelbild vorstelle, wo ich mit mir alleine bin und ich mir DAS sagen kann was mir vor nicht ganz so langer Zeit, noch völlig unmöglich schien!

„Ich liebe mich“ zu sagen, hört sich zwar immer noch sehr eigenartig an, aber es macht mich zufrieden und auch ein wenig stolz, weil ich nie geglaubt hätte meine innere Unzufriedenheit und meinen Hass der gegen mich gerichtet war, ablegen zu können. Selbstliebe ist der Schlüssel zur Zufriedenheit, zum Glück und der Freiheit. Vielen von uns wurde der Selbstwert, das Selbstbewusstsein genommen, meistens durch unschöne und traumatische Erlebnisse. Was blieb übrig? Ein unsicheres Häufchen … übergossen mit Selbstzweifel und einem Gefühl nichts wert zu sein!

Ich würde sagen es ist heute so etwas wie eine Premiere für mich mein eigenes Liebesgeständnis hinauszutragen und sehr vielen Frauen damit Mut und Hoffnung zu machen … weil ich eine von euch bin!

Ich liebe mich, weil ich einzigartig bin. Ebenso wie es niemanden wie Dich geben wird, auch wenn wir manche Dinge gemein haben … gleich sind wir nicht. Ich liebe mich mit all meinen Fähigkeiten und meinen Fehlern, Ecken und Kanten. Und ich werde weiterhin an meinen Unebenheiten feilen, weil ich es kann! Ich liebe mich und das bedeutet auch, dass ich meine Körper liebe … ob er nun mal mehr Kg auf die Waage bringt oder weniger. Auch dann, wenn er sich krank und müde anfühlt. Ich liebe das was ich durch ihn wahrnehmen und spüren kann! Ausserdem liebe ich meinen Verstand, meine Denke und die Gefühle die daraus entspringen … egal welche es sein werden.

Ich liebe und akzeptiere mich jetzt so wie ich  bin. Ich bin froh darüber mich immer besser kennenzulernen und auch Platz machen zu können für jede einzelne Schwierigkeit, die sich immer wieder mal ergibt und mit viel Geduld und Liebe lösen lässt. Ich liebe mich, weil ich weiß, dass sich alle nützliche „Instrumente“, die ich brauche um zu überleben, in mir trage. Ich muss sie nur entdecken und wenn ich sie nicht finden sollte, werde ich dazulernen. Ich liebe mich und all meine Gefühle, die ich wiedergefunden habe. Ich liebe meine Freude, meine Trauer, die Schuld und inzwischen habe ich auch mit meiner Angst Freundschaft schließen können! Ich liebe meine ganzen Emotionen, weil ich weiß, dass jede einzelne Emotion mir etwas sagen will, um weiterhin an mir arbeiten zu können um mein Leben zu spüren.

Ausserdem liebe ich meine Träume, Vorstellungen, Herausforderungen und Hoffnungen! Heute weiß das alles zu meinem Sein gehört. Meine Erfolge und meine Misserfolge. Ich liebe mich weil ich immer nach Alternativen suchen werde wenn ich gescheitert bin. Am meisten liebe ich mich dafür, mich mit niemanden mehr zu vergleichen. Weil ich heute weiß das es mir nichts bringt. Situationen und Menschen zu vergleichen, ist und bleibt unbrauchbar, weil ich nicht das erfahren habe was andere durchgemacht haben. Und umgekehrt.

Ich liebe mich auf eine ganz ehrliche Art. Ich liebe mich bedingungslos und deshalb sorge ich heute gut für mich. Ich kann mir jetzt vergeben und kann mich  vorzüglich mit mir selbst amüsieren! :-)

Ich liebe mich … und da ich mich liebe, bin ich in der Lage DICH zu lieben … und den Rest, der sich in meiner Nähe gut fühlt um länger zu bleiben … <3

Die beste Liebesgeschichte ist die, die wir mit uns selbst führen … das sagte schon Oscar Wilde … da ist etwas dran.

Wir sind nicht gleich, aber wir sind uns eventuell sehr ähnlich. Vielleicht findest Du Parallelen, die Dir dabei helfen auch Deine Selbstliebe wach zu rütteln. Ich wünsche es DIR auf jeden Fall!

#zufrieden

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Kannst Du Dir vorstellen ein Leben mit jeder Menge Spaß, Lebensfreude, Wärme, Erotik zu führen und wenn Dir danach ist, auch in der Karriere an der Spitze zu sein? Das kann jede Frau, auch Du! Du glaubst nicht daran, weil Du voller Selbstblockaden und negativem Denken bist und Dich möglicherweise auch noch in der Opferrolle siehst? Dann wird es JETZT Zeit, die Dinge anders zu betrachten! :D

Setze zum Höhenflug an

Gut möglich dass Dir bei diesen Zeilen etwas mulmig in der Bauchgegend wird :-), das kann ich auch gut verstehen. Es ist zwar schon eine Zeit her, dass auch mir bei den Gedanken diese Art des Fliegens auszuprobieren, ganz schlecht wurde! In der Zwischenzeit bin ich zwar noch immer nicht am Firmament angekommen … aber ich fliege schon ganz schön in der Himmelsatmosphäre herum! :-) In frühen Jahren hatte ich keine Angst hoch zu steigen, zu fliegen und oben zu bleiben. Bis ich abstürzte und mir danach meine äusserlichen sowie innerlichen Verletzungen beinahe mein Leben raubten. Ich war zwar immer noch ein Vogel, doch der traute sich nicht mehr zu fliegen. Ich hielt mich am liebsten in meinem Nest auf und wartete was passieren würde. Bloß keinen Ärger machen und nicht mehr auffallen! Die selbstständige und voller Energie strotzende Frau von damals gab es nicht mehr.

Gewohntes zu verlassen macht automatisch Angst

Die meisten Frauen sind zur Bescheidenheit erzogen worden (meine Generation auf jedem Fall), doch wenn wir erwachsen werden möchten wir all das, was uns gesagt wurde zu tun, über Bord werfen … eigenständig und mutig werden. Es gelingt uns auch meistens bis wir aus den verschiedensten Gründen den Boden küssen und nicht mehr hochkommen. Unser Selbstwert ist futsch, negative Gedankengänge lassen uns nicht mehr los und unseren Selbstwert müssen wir mit der Lupe suchen! Aus dieser Spirale wieder raus zu kommen ist oftmals sehr schwer. Immerhin kennen wir uns in dieser Negativ-Spirale schon sehr gut aus … vor allem: was soll bitte noch schlimmer werden? Gut Antrainiertes plötzlich wieder einzutauschen, obwohl es in die Frustration geführt hat, verunsichert und macht Angst. Es ist schlimm mitansehen zu müssen wie Frauen an den ewig gleichen Umständen scheitern, nämlich an mangelnden Selbstbewusstsein. Es tut weh zu sehen wie viele wunderschöne Rosen nur an ihre Dornen denken und die vorhandene Schönheit nicht beachten.

Was macht eine starke Frau also aus?

  • Eine starke Frau wartet nicht auf bessere Zeiten.
  • Sie erlaubt sich auch schwach zu sein und verdrängt ihre Ängste keinesfalls.
  • Sie ist gut geerdet und kann bei Bedarf auch andere halten ohne dabei Schaden zu nehmen.
  • Das Drehbuch ihres Lebens schreibt sie selbst und ist dabei sehr kreativ!
  • Nach Niederlagen wird sie aufstehen, sich den Staub abschütteln und sich für ihren Mut belohnen. :-)
  • Sie geht den Weg ihre Träume auch zu leben.
  • Sie wartet nicht auf den Märchenprinzen … den sie ohnehin nicht will!

Um all diese Punkte auch auszuleben, musst Du ein Rezept in der Tasche haben, ein Powerelixier das folgendes beinhaltet:

  • Du konzentrierst Dich nicht auf Deine Schwächen, sondern auf Deine Stärken.
  • Eine große Portion Selbstliebe ist ebenso wichtig.
  • Du beschäftigst Dich viel mit Deiner inneren Welt.
  • Du solltest warmherzig sein und unterstützt damit auch andere Menschen.
  • Und Du solltest Deine Abenteuerlust, trotz Deinen Ängsten die manchmal auftauchen, gepachtet haben. :-)

Denn wenn Du an Deinen Schwächen festhältst, wirst Du im besten Fall durchschnittlich durch Dein Leben gehen. Setzt Du aber alle Kraft die Dir zu Verfügung steht dafür ein Deine Stärken (von denen DU genug besitzt) auszubauen, dann wirst Du unschlagbar werden! <3 

Sei doch ehrlich tritt bei Dir ein Glücksrausch ein, wenn Du wieder mal unsicher und leise in eine Gruppe pustest: „Ahh, ähh … Entschuldigung bitte, ich würde wenn es keine Umstände macht usw …“. Wobei Dich die Menschen nicht mal richtig wahr nehmen! Sicher nicht oder? So oder so ähnliche Unsicherheiten mit zu wenig Selbstvertrauen die in den verschiedensten Bereichen immer wieder auftreten und sogar schlimmer werden, sofern Du nicht daran arbeitest, machen UNS mit Sicherheit nicht zur Powerfrau! Kaum zu glauben, aber dieses Beispiel habe ICH immer noch ganz genau vor Augen, ich glaube es kaum. #kopfschüttel

Nun, die Tipps die Du gleich bekommen wirst, kann – nein, MUSS ich Dir um jeden Preis an Dein Herz drücken … weil sie auch mir geholfen haben, wieder zu „fliegen“ …

Die Macht der Sprache

Ich habe es ja oben an einem Beispiel (von mir selbst) schön sichtbar gemacht. Spreche klar, und laut … deutlich versteht sich ja von selbst. Halte Blickkontakt mit der Person, die Du etwas fragen möchtest und verliere Deine Augen nicht in der Menge. Vergiss die Verlierer-Floskeln! Sage Deine Meinung und schwäche diese nicht mit einem „oder liege ich da falsch, meinen Sie nicht auch? oder dürfte ich etwas hinzufügen …“ ab. Ein deutliches aber höfliches Nein, bewirkt wahrlich große Wunder. :-) Deine Körpersprache ist dabei ebenso wichtig wie die verbale. Bleibe locker, lass Deine Haare dort wo sie sind :-) und versuche eine offene Haltung einzunehmen!  Für mich ist das oft das Schwerste überhaupt. :-( Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass wir Frauen uns der Macht der Sprache im Allgemeinen gar nicht so bewusst sind. Wir sprechen zu leise und werden dadurch auch häufig unterbrochen und wir scheuen uns oftmals in der Öffentlichkeit zu reden!

Umarme und liebe Dich!

Das Thema Selbstliebe, ist gerade für sehr viele Frauen kein einfaches Thema. Wir lieben „alle“, nur auf uns selbst vergessen wir. Die Liebe zu Dir selbst ist das tragfähige Fundament auf das Du Dein Leben aufbauen solltest! Achte also darauf, dass es nicht aus morschem Holz besteht. Eine sich selbstliebende Frau, verdrängt ihre Gefühle nicht, weil ihr bewußt ist, dass sie das auf Dauer krank macht! Also weg mit allen selbstschädigenden Gedanken! Ziehe gesunde Grenzen und verteidige Dein Territorium auf gesunde Art. Ein Satz den ich irgendwann einmal aufgeschnappt habe und den ich ich  mir seit damals immer wieder vor Augen halte lautet: „Ich gehe zwar nicht über Leichen … aber durchaus über leicht Verletzte.“ Eine Frau, die genügend Selbstliebe besitzt, schleppt ihre Probleme nicht Jahre mit sich herum, sondern sie wird immer versuchen eine zufriedenstellende und sinnvolle Lösung zu finden! Verlasse Dich auf Dein Gespür … pflege Deinen Geist und Deine Seele – DAS und vieles mehr sind Deine Fähigkeiten. :-)

Fehler führen zu Erfolgserlebnissen

Hinfallen – rasten – aufstehen und weiter machen! 100 mal haben wir das erlebt, mal ist es besser gelungen und manchmal hat es gedauert oder wir sind in der „Zweifelschleife“ hängengeblieben. Du solltest alle Deine Fehler dazu nutzen stärker zu werden! Wer seine Krisen so bewältigt wird gestärkt daraus hervorgehen. Mehr dazu findest Du unter Lerne aus Deinen LebenskrisenSelbstmitleid ist manchmal wie ein Schaumbad, das ist auch OK. Aber bitte nicht länger als eine Stunde. :D Du wirst sonst im Schaum ersticken wenn Du nicht rechtzeitig wieder heraussteigst. Als Powerfrau weißt Du, dass es das Leben nicht ohne Probleme gibt! Das gilt für die gesamte Menschheit. Ich brauchte oft große und mehrmalige Anläufe bis sich ein Erfolg eingestellt hatte. Aber ich habe mir in genau dieser Zeit der „Anläufe“ schon Gedanken gemacht, was ich tun werde und mit wem ich feiere … wenn ich aus meinem Schaumbad rausgestiegen bin und sich kleine erste Erfolge gezeigt haben! >lach<

Die falschen Männer? – der richtige Umgang damit

Viele Frauen haben solche Angst vor dem Alleinsein, dass sie ungesunde Beziehungen eingehen oder aufrecht erhalten. Ein Beziehung in der der Partner ständig Energie zieht wie bei einer Tankstelle, oder die Auseinandersetzung mit Gefühlen verweigert, ist einfach nicht OK und kein Partner für Dein Leben! Im Beitrag Raus aus Deiner Beziehung die Dich vergiftet findest Du ebenfalls jede Menge Lichtblicke. Wer ein oder mehrmals solche Erfahrungen machen musste entwickelt dafür einen 7. Sinn. Er wird Dir dabei helfen vorsichtiger und achtsamer zu werden. Finde, oder viel besser, lass Dich von Männer finden, denen es nicht nur um Bestätigung ihrer „achso tollen Männlichkeit“ geht, sondern um Persönlichkeitsentwicklung! Ehrliche Nähe, Liebe und und Leidenschaft. Wichtig ist es auch Phasen des Alleinseins zu akzeptieren, an sich selbst zu arbeiten. Dein Leben ist viel zu kurz um faule Kompromisse einzugehen. Ehrlich!

„Verzichte darauf, Dich selbst zu „vertochtern“ … bleibe die Tochter Deines Papas und werde die Partnerin eines Mannes, der Dich verdient“ #zeigefingerhoch

Du bist nicht abhängig von Kleidung – Frisur und Schminke

OMG. Vor Jahren hätte ich ungestylt nicht mal den Müll runtergetragen! Heute sehe ich die Sache wesentlich entspannter. Am schönsten sind wir doch wenn wir niemandem gefallen müssen … ein Pflichtspruch für meine Wenigkeit. :-) Das sollte aber nicht bedeuten ungepflegt und unkultiviert herumzulaufen. Versuche einfach das Beste aus Dir zu machen ohne zu viel „Kunst-Werke“ an Deinem Äusseren anzubringen. Viele Frauen treiben die Unauffälligkeit zur Perfektion :-), sie verzichten darauf ihre Vorzüge zu betonen und zu zeigen, auch das ist nicht optimal. Finde das Mittelmaß. Übertriebene Beschäftigung mit dem eigenen Äußeren ist ein Zeichen von Selbstwertproblemen. Auch wenn wir keine Naomi Campbell, Heidi Klumm oder Alessandra Ambrosio (andere sind mir jetzt nicht eingefallen) sind … DU kannst die schönste Maria, Melanie, Sabine, Karin usw. mit der umwerfendsten Ausstrahlung sein! Also hoch mit den Mundwinkeln ob nun 5Kg zu viel auf der Waage stehen oder nicht – mache das Beste DU aus Dir das Du sein kannst. :-)

Finde Deine Kraftquelle

Weißt Du wo und wie Du Energie tanken kannst? Du kannst nur geben was Du selbst zur Verfügung hast. Sprich, wenn Deine Akkus leer sind wirst du kraftlos und müde sein und auch so wirken. Pausen und Energieplätze, sich etwas gutes tun … all das habe ich belächelt und das waren beinahe Fremdwörter für mich geworden. Ich wollte und konnte gar keine Ruhe geben! Es ist verdammt wichtig für Dich Dir wieder kraftvolle Energie zu holen. Wie Du es machst ist individuell. Gönne Dir Pausen, lasse die Arbeit mal Arbeit sein. Sport und Bewegung ist für viele das Zaubermittel, andere wieder suchen und finden ihre Kraftplätze in der Natur, beim autogenen Training, Yoga und Meditation. Seit ich meine Hunde habe bin ich ein Naturlover geworden. Ich schöpfe immense Kraft da draußen! Meditation und QiGong machen den Rest um mich wieder gut und powervoll zu fühlen. :-) Du wirst sehen Dein Auftreten und das Zugehen auf andere Menschen wird sicherer. Du wirst gelassener und ruhiger, aber trotzdem wirst Du eine gesunde Menge leisten!

Spiritualität

Spiritualität ist für mich ein kleines sehr wichtiges Kapitel geworden seit ich wieder fliege. Die Lebensfragen … WER bin ich? WAS ist meine Aufgabe hier und wo führt MEIN Weg hin? Der Sinn des Lebens sollte uns allen bewusst sein. Auch wenn jeder eine andere Sichtweise dazu hat. Für Deine Lebensqualität, macht es jedenfalls einen sehr großen Unterschied. Wichtig ist es sich darüber Gedanken zu machen. Und dem Satz „Es kommt ja sowieso so wie es für uns vorgesehen ist …“ dem stimme ich nur mehr zum Teil zu. Wir/DU haben ein großes Mitspracherecht wie unser Leben verlaufen kann und soll. Eine starke Frau schreibt nun mal ihre Geschichte selbst, denn denke immer daran: Wenn Du nicht über Dein Leben selbst bestimmst … wird es mit Sicherheit ein anderer für Dich tun! 

Ich persönlich möchte nicht, für keine von uns Frauen, dass auf unseren Grabsteinen mal zu lesen ist:

„Hier ruht EINE, die morgen stark und glücklich sein wollte.“

Und wiedermal sind es sehr einfache, unauffällige, aber hilfreiche „Flughilfen“, an die ich mich nach wie vor halte und die mir geholfen haben und immer noch helfen, zwar langsam aber immerhin,  wieder zu der Frau zu werden die sich etwas zutraut. Dinge zu zeigen und zu sagen, die manchmal nicht erwünscht sind weil sie unbequem erscheinen. Ich würde sagen … es läuft wieder und ich freue mich über jede „Schwester“ die entschlossen abhebt und beginnt wieder zu fliegen! <3 Guten Flug und sei Dein bester Passagier und Pilot. :-)

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Es ist spät abends. Du liegst in deinem Bett und versuchst einzuschlafen … leider vergeblich. Deine Gedanken im Kopf haben das Karussell angemacht … und mit dem ständigen im Kreis fahren, bemerkst du es wieder mal. Diese endlose Leere in dir. Es fehlt etwas. Es fehlt jemand! Du fühlst dich unvollkommen.

Wenn du nicht alleine wärst, dann …

Wenn du in einer Partnerschaft stecken würdest,  dann müsstest du nicht mitten in der Nacht Gedankenkarussell fahren! Du würdest dich nicht einsam und alleine fühlen. Dann könntest du dich in diesen Augenblick an deinen Partner kuscheln und dich glücklich und vollkommen fühlen!

Kommt das so in etwa hin? Könnten diese Sätze auch von dir sein? Wenn JA, dann solltest du bleiben denn du bist hier richtig. Ich hatte mich sehr oft in diesen Sätzen widergespiegelt, nur waren diese Gedanken auch tagsüber ein aktuelles Thema. Erst recht wenn ich Paare gesehen habe deren Glücklichsein mich regelrecht mitten in mein Herz getroffen hat! Ich war eben nicht der Typ Frau, die gerne alleine war. Nicht mal dann, wenn ich in Wirklichkeit froh sein hätte sollen, endlich diese ungesunde Beziehung losgeworden zu sein.

Du machst dein Glück von einem Partner abhängig?

Eine Menge Frauen leben in dem Glauben, dass erst der „richtige“? Partner, ihr Leben lebenswert macht. Denn dann wird ihr Leben vor Glück erstrahlen so sehr dass es andere blendet und sie werden endlich ein glückliches zufriedenes Leben führen. Totaler Schwachsinn sag ich dir! Genau so entstehen Beziehungen, die nicht aus Liebe und dem Wunsch des Zusammenseins basieren, sondern es besteht eine Beziehung die nur aus Bedürfnissen besteht … weil DIR etwas Wichtiges fehlt!

Das kann sehr viel sein. Ob es nun Geborgenheit, Sex oder Zuneigung und Anerkennung ist, du glaubst jedenfalls der richtige Partner kann dir diese Bedürfnisse geben und stillen. Und plötzlich steckst du mitten in einer emotionalen Abhängigkeit. :-(

Also es geht hier zwar nicht um mich, aber schließlich kann ich sehr gut mitreden. Wenn ich zurück denke, waren diese Emotionen bei mir so stark ausgeprägt, dass ich mich sehr schnell auf einen Partner eingelassen habe, der all diese Bedürfnisse, wenigstens teilweise, befriedigen konnte. Das DER eigentlich gar nicht zu mir passte, daran wurde kein Gedanke verschenkt! Hauptsache mein Durst wurde gestillt. Ich kannte diesen Unterschied zwischen „wünschen“ und „brauchen“ … ich wollte es nur nie wahrhaben.

Eine emotionale Abhängigkeit in einer Partnerschaft tut beiden nicht gut

Wenn du viele Bedürfnisse in dir hast, ist der Hunger natürlich gross alles zu bekommen. Doch in einer Beziehung entziehst du deinen Partner jegliche Kraft, weil du ständig etwas brauchst und willst von ihm … immer und immer wieder. Natürlich ist eine Partnerschaft auch dazu da, um sich gegenseitig zu  … ich nenn es mal „füttern“, auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen. Nur in diesem Fall ist es keine Beziehung wie sie sein und laufen sollte.

Was passiert:

  • du klammerst und bist aufdringlich. Eifersucht entsteht wenn dein Partner die Zeit nicht mit dir verbringt. Du engst ihn ein und nimmst ihm seine Freiheit.
  • du suchst Eigenschaften in  und an ihm, die gar nie vorhanden waren. Du möchtest ihn so verändern, wie er gut zu dir passen würde und er dich dadurch auch glücklich macht!

Es wird dir wahrscheinlich auch gelingen. Aber nur kurze Zeit. Wenn er dann zu seinen alten Gewohnheiten zurückkehrt, bist du sauer und unzufrieden. Fakt ist im Endeffekt willst du nicht erkennen, dass diese Beziehung nicht das Richtige für euch beide ist. Es ist nämlich unmöglich auf Dauer jemand zu sein, nur um zu gefallen. UND – es kann dir auch weder er noch sonst jemand, all das geben was du wirklich brauchst. So entsteht eine Beziehung die beiden Teilen sehr viel Energie raubt und letztendlich auch unglücklich macht.

Warum können wir uns von solch toxischen Beziehungen nur so schwer trennen?

Die Antwort ist klar. Es steckt sehr viel Bequemlichkeit und die Angst vor dem Alleine sein dahinter. Vielleicht sogar der Glaube nichts Besseres zu finden? Das Erschütternde ist du tolerierst sogar Eigenschaften des Anderen, die dir nicht gefallen, die negativ sind … du lebst in einem Tagtraum und redest dir alles schön.

Ein Beispiel gefällig?

  • er ist bloß so eifersüchtig, weil er mich eben so sehr liebt … ?
  • er ist nicht immer so giftig, nur ab und zu … aber er liebt mich …!
  • es gibt ständig Meinungsverschiedenheiten und wir sind immer noch ein Paar – WIR gehören einfach zusammen …!

Schönrederei … so nennt man das. Du versuchst deine Entscheidung „logisch“ zu rechtfertigen, aber im Grunde weißt du, dass diese Person ganz und gar nicht zu dir passt. Und so passiert es, dass du viel zu lange in einer Beziehung verharrst, bei einem Menschen der nicht zu dir passt und du schaffst es nicht, dich von ihm zu lösen. So entsteht eine emotionale Abhängigkeit, die dir so viel Saft zieht und dich zudem auch noch unattraktiv macht!

Ich war selber in einigen genau solchen Beziehungen. Sie waren mehr als ungesund. Ich lebte in meiner eigenen Traumwelt aus der ich mich nur schwer lösen konnte. Bis ich dann – leider erst sehr spät – lernte, zuerst OHNE Partner glücklich zu werden! Es mir nicht nur einzureden, sondern auch wirklich aus tiefsten Herzen zu leben. Erst dann war ich bereit, eine glückliche erfüllende Beziehung zu führen. :-)

Deine Frage kann ich richtig spüren! Alleine glücklich?

JA. Du bekommst so oft etwas vorgesetzt, bis du daraus lernst. Es wird dich solange nerven, bis du darüber nachdenkst und etwas verändern willst. Es ist immer einfacher darüber zu reden als zu tun, aber ich möchte dir hier ein paar Dinge wirklich ans Herz legen … um danach glücklich zu werden. #breitgrins

Selbstverwirklichung ist das Zauberwort

Ich schreibe sehr oft und sehr gerne darüber, weil es wirklich wie ein Zauberwort ist. :D Ganz egal ob du eine Abendschule besuchst, ein Studium anhängst, noch oder wieder zur Uni gehen möchtest … mach es und bilde dich weiter! Du kannst alles erreichen, was du in deinem Leben schon immer vorhattest.

Wenn du in einem Dienstverhältnis bist, einen Job hast … macht er dir auch Spaß oder musst du ihn machen um dich finanziell abzusichern? Es gibt keine Altersbegränzung um noch mal neu zu starten und auch Geld zu verdienen. Ich war satte 50 Jahre als ich mich völlig veränderte! :-) Möglicherweise findest du durch eine Veränderung weniger Euros auf deinem Gehaltsscheck, aber dafür bist du mit viel mehr Freude und Ehrgeiz dabei, ein unbezahlbares und gesundes Gefühl, kann ich dir sagen!

Verlass die eingefahrene Autobahn! Trau dich mal gegengesetzt zu fahren, Umwege zu genießen? Raus aus deiner Gewohnheit und weg von der Masse. Sammle Motivationen und Inspirationen. Nur so kannst du herausfinden was dich tatsächlich glücklich macht. Diese 3 Ansätze helfen dir, deinen Weg zu finden und dich auch selbst zu verwirklichen.

Was das mit alleine glücklich sein zu tun hat? Sehr sehr viel! DAS wirst du merken wenn du es versuchst. :-) Es ist die Grundlage um später eine gesunde Beziehung führen zu können … Du kommst ab jetzt mit dir selber klar !

Mach keine halben Sachen mehr

Es geht nämlich hier um dich und DEIN Leben! Entweder der Mann entspricht deinen Idealen oder du lässt es sein. Sei ehrlich zu dir selbst, wenn du einen Mann näher kennenlernst. Die Frage passt oder passt nicht sollte nicht nebensächlich sein. Manche Dinge brauchen jedoch ihre Zeit um festzustellen ob es wirklich funktionieren könnte. Aber wir Menschen,  besonders wir Frauen, haben dieses Gefühl in uns „mag ich oder geht gar nicht“ und dieses Gefühl täuscht uns sehr selten. Lieber alleine, als in einer falschen Beziehung! Lebe deshalb ein Leben, dass dich auch ohne Partner glücklich macht, versuche Männern einen kleineren Stellenwert zu geben, denn sie sollten auf keinen Fall der Mittelpunkt in deinem Leben sein, sondern die warme Decke drum herum, die dich wärmt, beschützt und mit Freude und viel Liebe auf deinem Lebensweg begleitet! <3

Falls du gerade in dieser Phase deines Lebens angekommen bist, wünsche ich dir viel „wollen“ es von einer anderen Seite anzugehen, daraus zu lernen und danach das Glück auf deiner Seite zu haben. Ich habe es nicht anders gemacht und  danach habe ich die Decke bekommen, die mich so wärmt wie es uns beiden gut tut. :-)

Deine Anregungen und Meinungen dazu werden sehr gerne gelesen, bis dahin – eine schöne Zeit mit dir alleine.

Lesezeit: 5 Minuten

Selbstliebe, vor einigen Jahren machten bei diesem Wort meine Ohren sofort zu. Selbstliebe hatte für mich etwas mit Egoismus, Narzissmus und vor allem mit Überheblichkeit zu tun! Sich selbst zu lieben hat für viele Menschen einen unangenehmen Beigeschmack. Das ist jedoch ungerechtfertigt. Sich selbst mögen hat nicht nur für uns selbst, sondern auch für die anderen in unserem Umfeld viele Vorteile.

Wahrscheinlich denkst du es würde dir um einiges besser gehen, wenn dich dein  Umfeld anders behandeln würde. Und folglich glaubst du, die anderen müssten sich ändern, ehe es uns besser gehen kann. Jeder von uns sehnt sich danach von anderen Menschen geliebt und anerkannt zu werden. Wenn es aber darum geht, sich selbst „lieb zu haben“, beginnt es  schon schwierig zu werden. So sehr wir uns wünschen von anderen geliebt zu werden, so schwer fällt es uns, uns selber anzunehmen. Wenn DU dein negatives Bild von dir änderst, wenn DU dir mehr ein Freund als ein Feind bist, dann machst DU dir das schönste Geschenk, das Du je bekommen kannst!

Die ewige Suche nach Anerkennung und Liebe anderer

Ich selber war immer der Meinung, das „sich selbst zu mögen“ egoistisch sei! Ausserdem hatte ich von mir selber nicht unbedingt eine gute Meinung, zu viele Schwächen und Fehler … total unperfekt. Ich war der Meinung, dass diese Hintergründe reichten, um mich selber nie annehmen zu können oder zu dürfen! Ich schenkte meine Liebe anderen. Was aber auch nie wirklich von langer Dauer war. Ich suchte ständig die Anerkennung und die Zuneigung anderer und ich war enttäuscht wenn sich alles nicht so entwickelte wie ich es erhofft habe.  Bis ich nach vielen Jahren die Erfahrung gemacht habe, wen ich mich selbst nicht liebe kann ich auch andere Menschen nie lieben … Ich hatte es nie gelernt, dass echte Liebe in uns selbst beginnt!

Ich hatte immer ein Gefühl in mir nicht gemocht und geliebt zu werden, verdrängte dieses Gefühl immer wieder, ich kümmerte mich nicht um meine Empfindungen. Dieses Gefühl machte mich bedürftig und süchtig … immer auf der Suche nach Liebe und Anerkennung. Ein Achterbahnfahrt, bei der ich mir nur selber schadete.

Die wichtigste Beziehung in deinem Leben, ist die Beziehung zu dir selbst!

Ich bin ja wirklich sehr dankbar dafür dass wir alle aus Fehler lernen können. Vom Leben auf viele Fehler aufmerksam gemacht werden um dann bewusst hinzusehen, zu lernen und zu verändern! :D Ich hatte für alles und jeden Zeit, nur für mich selbst nie. Ich stellte mir viele Fragen, setzte mich mit meiner „Unperfektheit“ auseinander und kam dabei zu dem Entschluss, dass das Wort perfekt nur ein Wort war und nach und nach keine Berechtigung mehr in meinem Leben hatte. Ich las Bücher über Selbstliebe, „Teal Swan – Befrei dich durch Selbstliebe“ hat mich sehr berührt! Ich legte mir Affirmationen zu und es wurde zu einem Einschlaf -Ritual mir in Gedanken zu sagen „ICH bin liebenswert, liebe mich mit all meinen Schwächen, Fehlern aber auch Stärken und ich bin gut so, wie ich bin … “  Du kennst diese Sätze vielleicht sogar und denkst dir nichts dabei, für mich war es ziemlich eigenartig und ich kam mir sehr seltsam vor so mit mir zu reden! Aber dieses „komische“ Gefühl fühlte sich bald sehr angenehm und überzeugend an. UND – es war wie eine Liebeserklärung an mich selbst! <3 Danach änderte sich sehr viel für mich, mein Selbstvertrauen stärkte sich und meine Meinung über mich selbst ebenso.

  • nun, wie wirkst du auf andere, wenn du dich selber liebst und annehmen kannst?
  • verändert sich dein Leben dadurch?
  • macht es glücklich?

Ich habe dir meine persönlichen Gedanken dazu zusammengefasst und ich darf behaupten, meine Selbstliebe hat ausschließlich Positives an sich! :-)

Selbstliebe stärkt von innen und schenkt dir Selbstvertrauen

Wer ein gestärktes Selbstvertrauen besitzt, dem fällt der Kontakt mit anderen Menschen wesentlich leichter. Du bist offen für Komplimente und kannst solche auch anderen machen. Wenn Du dich selber annehmen kannst, dann bist du von der Zuneigung, Anerkennung und Liebe anderer nicht mehr abhängig.

Selbstliebe macht „schön“

Dein Umfeld fühlt sich in deiner Gegenwart wohl und ist gerne mit dir zusammen. Selbstliebe lässt dich strahlen, sie schenkt dir eine offene positive Ausstrahlung. Auch dann wenn du mal einen schlechten Tag hast, deswegen, weil du dich nicht verbiegen und nicht um die Liebe und Anerkennung der anderen betteln musst. Du wirst als starke Persönlichkeit gesehen und mit Respekt behandelt.

Selbstliebe macht erfolgreich

Du glaubst an dich und deine Fähigkeiten. Du kannst erreichen, was du dir zum Ziel gesetzt hast. Alles was dir wichtig ist. Du lässt dich  auch nicht von anderen und deren Kritik verunsichern. Du bleibst auf deinem Weg. Dein Selbstvertrauen ist so stark, dass du ohne weiteres Probleme lösen und auch damit umgehen kannst. Zudem wirst du risikofreudiger werden, triffst schnellere  Entscheidungen und bist nicht nur beruflich erfolgreicher, sondern auch privat. :-)

Wesentlich toleranter

Wenn du mit dir selber zufrieden bist,  in deiner  Mitte angekommen bist,  dann trittst du deinen Mitmenschen auch grosszügiger entgegen.  Du verzeihst leichter und tolerierst die „Ticks“ der Anderen besser.

Weniger Wut und Ärger

Weniger Erwartungen an andere zu haben, bedeutet auch dass du weniger enttäuscht wirst. Deshalb ist Wut und Ärger ein selteneres Gefühl. Du bist weniger frustriert oder deprimiert. Fürchtest dich nicht vor Ablehnung,  du bist nicht einsam und das Gefühl der Kränkung und der Verletzung ist ebenso weniger Thema.

Kurz gesagt, DU bist emotional ausgeglichener, wenn DU dich selber liebst – weil DU dich gut behandelst!

Abschließend möchte ich dir auch noch etwas persönliches weitergeben, dass ich in einer Zeit bekommen hatte als mein Thema Selbstliebe sehr gross und aktuell war … Vielleicht ist es dir sogar bekannt, verliert aber nie an Wert. Viel Spass beim lesen <3!

Geschrieben von Charlie Chaplin

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und das alles, was geschieht, richtig ist. Von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiss ich, das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spass und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „gesunden Egoismus“, aber heute weiss ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Also, du bist keinesfalls egoistisch weil du dich selber zu sehr liebst, sondern weil du dich zu wenig liebst! Ich kann heute ehrliche Liebe weitergeben und bin auch in der Lage, wahre Liebe zu erkennen und auch anzunehmen – und genau DAS wünsche ich dir auch, fühl dich umarmt.

Lesezeit: 3 Minuten

Sich anzunehmen wie wir sind fällt uns allen manchmal gar nicht so leicht. Ein Lernprozess den jeder von uns durchmacht. Authentisch sein – ein Wort worin ich mich persönlich sehr sicher und wohl fühle! Sich so zu zeigen wie man ist mit allen Ecken und Kanten, mit seinen liebenswerten Ticks, die jeder in sich hat. Einfach mit seiner komplexen Persönlichkeit ein besonderer Mensch zu sein. 

Bei mir hat es sehr lange gedauert bis ich zu mir selbst und meinem ICH stehen konnte. Immer die Angst im Genick, von anderen nicht gemocht zu werden, würde ich mich so zeigen wie ich bin. Die Tatsache es ohnehin NIE allen recht machen zum können und von ALLEN gemocht zu werden, kam bei mir erst später an. :-)

Ich habe hier eine Geschichte gefunden, die den Nagel auf den Kopf trifft.

ICH BIN ICH …

Als kleines Kind wollte ich so sein und so werden wie meine Eltern, Geschwister oder andere Vorbilder, die ich bewunderte. Als ich grösser wurde, erkannte ich: „ICH BIN ICH!“ Ich selbst fühlte und handelte anders als meine Ideale. Nirgendwo sah ich Menschen, die genauso waren wie ich. Manche waren mir in manchen Dingen ähnlich, aber niemand genauso wie ich.

Als ich mich zum Teenager entwickelte, fand ich vieles, was mich an mir störte. Ich versuchte so zu sein, wie mich andere gerne hätten. So konnte ich es nie jemanden recht machen und am wenigsten mir selbst!

Als ich erwachsen wurde, fühlte ich mich am Besten, wenn ich authentisch war. Ich erkannte: „ICH BIN ICH“ und alles an mir gehört zu mir! Ich dankte meinem Körper und meinem Geist mit all seinen Gedanken. Ich  sah alles mit dem Blick der eigenen Augen und erkannte meine eigenen Gefühle. Mein Mund sprach meine eigenen Worte, egal ob höflich, hart, liebevoll, wahr, enttäuscht oder  verzweifelt – in Bezug auf mich selbst oder auf andere Menschen.

Manchmal verwirrte mich die Palette meiner Gefühle. Ich litt unter meinen Niederlagen und erfreute mich an meinen Erfolgen. Ich erkannte: All dies gehörte zu mir, wie meine Wünsche, Träume und Ziele. Im Laufe der Jahre lernte ich mich immer mehr selbst kennen und lieben. Auch wenn ich manchmal Seiten an mir entdeckte, die mich verwirrten oder mir Probleme  verursachten. Ich blieb freundlich und liebevoll zu mir selbst.

Ich fand den Mut nach lösungsbringenden Möglichkeiten zu suchen. Als ich in die „reiferen Jahre“ kam, veränderte sich mein Äusseres ebenso, wie der Stil meiner Kleidung. Doch ich blieb ICH. Ich sprach meine eigenen Worte und Überzeugungen, manchmal ein bisschen frecher oder auch diplomatischer. Ich mass meinen Schwächen weniger Wert bei und konzentrierte mich auf meine Stärken.

Als ich alt wurde, kümmerte ich mich nicht mehr um die Fehler die ich gemacht hatte. Ich war stolz auf alles was ich in meinem Leben erreicht hatte. Ich bedauerte NIE, was mir verwehrt blieb – höchstens das, was ich mich NIE getraut hatte anzugehen. Heute lebe und geniesse ich jeden Moment. Obwohl mein Körper immer müder wird, bleibt mein Geist hell und wach. In vielen Stunden erfreue ich mich an meinen Erinnerungen und Erlebnissen.

Wenn mir heute die Frage gestellt wird. „Was ich in meinem Leben am meisten bereut hätte?“ … schmunzle ich und sage: „All die Momente, in denen ich nicht ich selbst war …!“

Aus dem Buch „Inspirationen für´s Herz“ von Gisela Rieger

Wie geht es DIR im Alltag, verstellst DU dich oft? Oder wobei und vor allem bei wem verstellst DU dich? Was befürchtest DU wenn DU dich so zeigen würdest wie DU wirklich bist? Welchen Gewinn hättest Du, wenn du mehr DU sein würdest? Solche Reflektionsfragen sind immer wieder spannend für einen selbst.

Lass mir deine Gedanken dazu da, ich freu mich wie immer.

Lesezeit: 5 Minuten

Montag, meine letzte Woche begann. Alles war wie immer nur etwas ruhiger ging es beim Frühstück her. Der Platz von Evi war noch leer. Morgen und am Mittwoch würden dann die Nächsten die leeren Plätze der anderen wieder auffüllen. Auf der Station gab es nur 20 Zimmer mit je einer Zweier-Belegung. Zimmer standen NIE länger als ein bis zwei Tage frei. Der Wechsel ging meist sehr ruhig von statten. Man merkte erst zu den Mahlzeiten das wieder jemand „neuer“ dazu gekommen war. Wie es auch in den nächsten Tagen sein wird … eine Routine wie immer. Wenn man lange genug da ist, achtet man auf diese Dinge kaum mehr.

Ich merkte jedenfalls das ich, je näher mein Aufbruch kam, mehr und mehr nervös wurde. Es ging sogar soweit, dass all mein gelerntes und mein ganzes Vorhaben zu wackeln begann. Ängste beherrschten mich plötzlich wieder, meine Träume ließen mich nachts wach werden und mit meiner Selbstliebe war es nicht weit her! Ich war wütend und verärgert, dass ich mich so anstellte! „Hey was soll das? Du bist eine erwachsene Frau, die in einer mittelgradigen Lebenskrise steckte … die Betonung auf steckte!“, sagte ich zu mir selber. Was wenn ich mich irre? Was wenn ich noch gar nicht so weit bin? Was wenn ich all mein Vorhaben nicht schaffe? ICH hatte plötzlich so wahnsinnig viele offene Fragen, die mir zu schaffen machten. Es ging jedoch nicht nur mir so. Es waren Patientinnen dabei, die sich kurz vor ihrer Entlassung selbst Schaden zufügten. Dinge taten die sie während der Zeit hier gut in den Griff bekommen hatten … nur um nicht nach Hause zu müssen und sich dem „ungeschütztem“ Leben wieder stellen zu müssen!

NEIN, so bin ich nicht. Ich hab einfach nur ein wenig Angst die auch sein darf … nach so langer Zeit in der jegliche Bedenken immer vorher besprochen werden konnten! Meine Panik stand mir wahrscheinlich ins Gesicht geschrieben als meine Bezugsschwester auf mich zukam und außertourlich eine Stunde mit mir einschob. Wir trafen uns im Besprechungsraum kurz vor ihrem Dienstschluss. Ihr liebevolles Lächeln und der feste Händedruck bei unserer Begrüssung wurde für mich in der Zeit wie ein Anker der mich fest gehalten hat.

Was macht ihnen solche Angst?

Das war ihre erste Frage und sie rückte ganz nahe an mich heran. Solche Momente fand ich immer ganz besonders seltsam, da uns beide maximal fünf Jahre Altersunterschied trennten. War es anfangs sehr schwierig für mich solche Situationen zuzulassen, sind diese in der Zwischenzeit eine wichtige Aktion geworden! „Ich beobachte sie schon die letzten Tage, sie sind wieder still geworden und sitzen viel auf dem rotem Sofa … wovor haben sie Angst?“ Ich erzählte ihr meine Bedenken. Das es vielleicht noch zu früh sei nach Hause zu gehen und meine Angst zu versagen und mich vor lauter Eifer sofort wieder zu verausgaben … was dann? „All das wird nicht passieren wenn sie das Gelernte umsetzen, wenn sie gut sorge für sich und wenn sie trotz manchem „Scheitern“, das sicherlich auch kommen wird, nicht aufhören sich selbst zu mögen!“ … sagte sie mit diesmal eindringlicher bestimmten Stimme, die mich kurz mal aufschauen lies.

„Sie haben sich hier als wichtiger Bezugspunkt für einige Frauen entpuppt, wie sie sicherlich mitbekommen haben. Sie werden gemocht und wertgeschätzt von allen hier, sie sind selbst während ihres Aufenthaltes hier zu einem Alpha-Tier geworden ohne das sie es wollten … sie haben Situationen gemeistert die bei Gott nicht einfach waren UND – sie haben durchgehalten und sind an der Situation weiter gewachsen. Also um Himmelswillen, was sollten sie nicht schaffen? Nochmal … das einzig Wichtige ist, dass sie bei all ihren Vorhaben auf sich selber nicht vergessen, Grenzen auf zu zeigen und wie sie es ja nachts immer noch tun …. sich selbst dabei in den Arm zu nehmen …“

Ich bekam eine seltsame Aufgabe

Ich glaube sie hatte noch einiges mehr auf Lager, aber bei mir war nach so viel positiven Gerede Schluss. ICH war es eben nicht gewohnt … immer noch nicht. Als wir uns verabschiedeten nahm sie aus der Tasche ein rohes Ei. Sie hatte es bemalt. Augen und Haare mit schwarzem Edding „Das sind SIE Sandra … ich möchte dass sie es mir vor ihrer Abreise hier auf der Station unversehrt zurückgeben! Geben sie gut auf sich acht :-) … und gehen sie so mit dem rohen Ei um als wären es sie selber. Schönen Abend bis übermorgen!“

Das war eigentlich das Einzige was ich meinen Mädels NICHT erzählt hatte! Ich kam mir so doof vor. Ein kleiner roher Eierkopf der aussah wie ich und auf den ich achten sollte. So etwas kann man nicht erzählen! Ich überlegte und kam schnell zu dem Entschluss ein sicheres Nest suchen zu müssen. Ich lehrte meinen kleinen Kosmetikbeutel und bettete mein Ei, das mir jedes Mal wenn ich es ansah, einen Grinser entlockte, in ein kleines Gästehandtuch eingeschlagen in meinen Beutel. Wie ein Baby lag es da und schaute mich mit den aufgemalten Augen an.

Ich musste wirklich achtsam sein damit es nicht kaputt ging. Nach und nach verstand ich auch was sie mir mit dieser Aktion sagen wollte … diese Frau war einfach grossartig! Mein „ICH“ habe ich ihr unversehrt zurückgeben können mit den Worten „Ich hab gut für mich gesorgt :-) “ mehr gab es dazu nicht zu sagen. „Ich habe nichts anderes von ihnen erwartet …“ sagte sie und wünschte mir für meine Zukunft das aller Beste.

Abflug war angesagt

Die nächsten Tage vergingen noch schneller als die Letzten. Es war mein letztes Frühstück und ich nahm mir ganz fest vor stark zu sein. Taff eben. Ich war so voller Freude als meine Mädels mich mit ganz persönlichen Dingen beschenkten. Alles hatte eine Bedeutung oder war voll mit Erinnerung! Es ging alles gut bis zu dem Moment als ich meinen riesigen Koffer aus meinem Zimmer zog. Ein Herz zereissender Abschied folgte …

In Kontakt sind wir bis heute. Auch wenn jeder sein eigenes Leben leben muss, stehen wir in guter Verbindung. Evi unser Kücken, es geht ihr blendend! Essen ist wieder ihr Freund geworden, sie lebt und liebt das Leben in vollen Zügen! Melanie hat ihren geplanten Wohnungswechsel gut überstanden und auch sie hat wieder Boden unter den Füssen! Königin Gabriela ist zu einer strukturierten Person geworden, die Familie, Job und ihre Weiterbildung mehr oder weniger im Griff hat. Der dazugehörige „König“ ist noch nicht angekommen. :-)

Ja und meine Wenigkeit … ich habe nach anfänglichen Startschwierigkeiten mein Leben NEU „gebaut“. Neues Leben, neue Liebe, neues Denken. ICH „achte“ auf mich wie ein rohes Ei … man soll mir nicht nachsagen können ich sei nicht lernfähig! Ich kann nur Jedem raten der sich in einer Lebenskrise befindet, hinzusehen, sich Hilfe zu holen und auch anzunehmen. Einfach war und ist es immer noch nicht – aber davon war auch NIE die Rede!

Ich danke Dir für deine treuen Besuche zu diesen Geschichten, vielleicht habe ich Dinge beim Namen genannt die DIR bekannt vorkamen und dir einen kleinen Einblick geben konnten in einen ganz normalen Stations-Alltag.

PS: Die Lücke auf FrauenPunk durch das Ende dieser Artikelserie möchte ich natürlich füllen und so werde ich dich anstelle meiner Alltagsgschichten bald zu Geschichten für Erwachsene einladen! :D 14-tägig, wie gehabt, ich freu mich weiter auf dich und wünsche dir noch einen schönen Sonntag.

Kennst du schon die weiteren Teile der Alltagsgeschichten?
Alltagsgeschichten B102 #1
Alltagsgeschichten B102 #2
Alltagsgeschichten B102 #3
Alltagsgeschichten B102 #4
Alltagsgeschichten B102 #5
Alltagsgeschichten B102 #6
Alltagsgeschichten B102 #7
Alltagsgeschichten B102 #8
Alltagsgeschichten B102 #9
Alltagsgeschichten B102 #10