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Ein neues Jahr hat uns wieder und in der Regel fassen wir jedes Jahr wieder neue Vorsätze. Die meisten von uns jedenfalls. Ob wir dieses Vorhaben dann auch umsetzen, hängt von uns, von unserer Motivation ab. Hattest Du 2021 etwas in Deinem Fokus? Was war Dein Vorsatz? Ok. Du hast keine Ahnung mehr und keine Antwort darauf … macht nichts, denn so geht es den meisten Menschen. Wir reden viel und tun wenig, wenn es um Veränderungen geht. :-)

Ich bin ja kein großer Fan von Jahresrückblicken, aber so ganz ohne „schriftlichen“ Jahreseinstieg schaffe ich’s auch nicht! Was ich sicher nicht tun werde, ist das letzte Jahr nochmal Revue passieren zu lassen. Es hat nicht besonders schön begonnen und ebenso wenig glanzvoll geendet. (Für uns allgemein gesehen). Persönlich für mich gesehen, war es ein ständiges rauf und runter. Aber nun ist ja mein Heilungsprozess im vollen Gange und deshalb bin ich sehr zuversichtlich. ›breitgrins‹

Wie ungewöhnlich schnell das letzte Jahr an mir vorbeigerauscht ist, kann ich ja noch immer kaum glauben! Geht es Dir auch so? Meine Highlights hielten sich in Grenzen. Vieles war mir gesundheitlich leider nicht möglich und mein persönlicher Antrieb war nicht immer an meiner Seite. Tja, was soll´s. Neues Jahr – neue Möglichkeit und Chance. DAS ist ja schon mal super! Und deshalb stelle ich mir UND Dir die Frage:

Was wollen wir eigentlich?

Die vielleicht schwierigste Frage überhaupt wird nur selten gestellt. Eine spontane Antwort haben die wenigsten parat. Das ist ja auch kein Wunder, denn diese Frage greift tiefer, als ein „Hallo wie gehts“. Was wir wirklich möchten, hängt nämlich von einem komplexen Zusammenspiel aus Bedürfnissen, unseren Wünschen UND unserer Motivation ab. Nun, wenn es uns das letzte Jahr wieder mal nicht gelungen ist, unsere Vorhaben in die Tat umzusetzen, könnte das einen sehr einfachen Grund haben: Unsere Ziele waren zu weit von unseren Grundwerten entfernt!

Werte können uns viel mehr motivieren als steife Vorsätze! Das ist bei mir definitiv so. Denn meine Werte richten sich nach meinen Bedürfnissen. Bedürfnis nach Selbstbestimmung. Selbstbestimmung wie wir unser Leben gestalten und steuern. Eines der besten Beispiele ist immer unsere Gesundheit. Es lässt sich ganz leicht erklären, warum es wichtig ist, sich an unsere Grundwerte zu orientieren und welche Vorteile dieser Ansatz gegenüber kurzfristigen Neujahrsvorsätzen hat.

Gesundheit statt hungern …

Wir können uns, statt ständig mit dem inneren Schweinehund zu kämpfen, auf unsere Werte konzentrieren. Den Frust in langfristige Motivation verwandeln! Indem wir uns darauf besinnen, was wirklich wichtig ist. Statt andauernd die Waage und den Gewichtsverlust im Auge zu haben, können wir uns auf unsere Gesundheit und ein erhöhtes Wohlbefinden konzentrieren. Unsere Gesundheit ist wesentlich flexibler als kg zu verlieren, denn es schließt auch das mentale Wohlfühlen mit ein. Wenn wir also wieder mal Lust auf ein ausgiebiges Frühstück haben (Nutella & Co), dann sollten wir es uns auch erlauben. Es geht keinesfalls um schnelle Erfolge. Es geht dabei um Grundbedürfnisse und Gesundheit ist ein Grundwert, nachdem wir unser gesamtes Leben ausrichten können. Wenn wir uns also bewusst werden, dass Gesundheit besonders wichtig ist, um uns auch wohler zu fühlen, werden wir unsere Ziele „anders“ definieren … sodass sie auch Spaß machen und langfristig zufriedenstellen. Bei mir klappt dieser Gedankengang viel besser als eine selbstauferlegte Fastenkur! Ich höre auf meinen Körper. Ich erlaube mir, aber steige auch auf die Bremse, wenn mein Wohlbefinden sich meldet. Mit der Zeit pendelt sich dieses Gefühl (nachhaltig) ein. ›lächel‹.

Absichten mit Sinn …

Wie kommst Du also nun von Deinen „Grundwerten“ zu Deinen konkreten Absichten und Zielen? Ich bleib jetzt einfach mal bei unserer Gesundheit. Schauen wir, welche Berührungspunkte dieser Wert mit unserem Alltag hat und wo wir ihn mehr hervorheben können. Wenn wir ein gesundes Leben führen möchten, müssen wir uns nicht zwangsläufig einer bestimmten Diät hingeben oder stundenlang Einheiten auf dem Laufband verbringen. Es sei denn, dieses Bedürfnis kommt völlig freiwillig und wir empfinden ein Wohlgefühl dabei! Ich habe das an und bei mir selbst immer wieder beobachten können. Ohne selbst auferlegtem „Muss“ kommen solche Wünsche ganz von selbst. Weil ich nur meine Gesundheit im Fokus habe. Ich nehme lieber die Treppe als den Fahrstuhl. (Hurra, jetzt kann ich ja ganz langsam wieder). Ich packe lieber mein Fahrrad aus, als schnell ins Auto zu steigen. :-) Ich nehme es gerne in Kauf, etwas länger für manche Dinge zu brauchen, und während meinen Arbeiten, zu pausieren, einfach, weil es mir guttut!

Ich denke mal, jeder muss da seine ganz eigenen möglichen Ziele herausfinden. Ziele, die zu einem passen und die sich im individuellen Alltag auch integrieren und umsetzen lassen. Und es stimmt schon … dieser Satz: „Wo ein Wille ist, ist auch …“ – DU kennst ja das Ende!

Ganz egal …

Welche Wünsche und Ziele Du auch für 2022 in Deinem Kopf trägst, frage Dich, ob es sich um kurzfristige Vorhaben handelt oder langfristige Veränderungen. Sie sollten sich an Deine inneren Werte orientieren. Ich darf Dir versichern, dieses Denken beugt unnötigen Stress und Frust vor und Du kommst damit in kleinen aber sicheren Schritten jedem Deiner Ziele und Wünsche näher (zu Dir). Auch ganz kleine Schritte führen uns in die richtige Richtung. Hauptsache wir finden einen Anfang. Auf welchem Weg auch immer: Nutzen wir unsere Vorsätze im neuen Jahr, um uns noch besser kennenzulernen. :-)

Also, auf ein Jahr, das zu uns passt!

Ich wünsche Dir absolut und von ganzem Herzen nur das Beste.
Pass weiterhin gut auf Dich auf und wenn Du magst, lesen wir uns schon ganz bald wieder!

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Nein. Nein so sicher nicht. Ponyhof, das Leben und eine riesige Spielwiese … liest sich super, wenn das unser Leben sein sollte? Ist es aber nicht. Unser Leben überhäuft uns mit Stress, cholerischen Chefs, bescheuerten Arbeitszeiten, unfähigen Menschen, die am Schalter sitzen und Gott spielen, verständnislosen Partnern, irren Autofahrern (wir sind natürlich ausgeschlossen ›lach‹),  viel zu vielen Sorgen, Druck und chronischem Zeitmangel. Hab ich etwas vergessen? Es ist jedenfalls nicht immer lustig und ich fühle mich oft, als würde ich in einem Kabarett in der ersten Reihe sitzen!

Angst, Angst und nochmal Angst

Kaum schlägt man die Zeitung auf oder macht den Fernseher an, was sehen, lesen und hören wir? Bedrohung aus allen Richtungen! Am Klimawandel gehen wir alle zugrunde. Unerforschte Viren warten nur darauf ihr grausames Werk zu verrichten und in der Drohne des Nachbarn, steckt bestimmt die totale „Überwachung“.

Ich weiß, dass ich es jetzt ein wenig übertrieben formuliert habe. Aber so abwegig ist die Sache nicht. Die Antwort auf all diese Dinge lautet ANGST. Angst vor der Zukunft, Angst um unsere Gesundheit, Angst vor Ablehnung, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor Veränderungen … und später wundern wir uns, wenn die Angst uns krank macht.

Angst ist etwas Gefährliches, sie engt uns geistig ein, lähmt und isoliert uns. Sie macht uns sehr oft boshaft und zynisch. Sie macht uns in bestimmten Situationen zu wahren Jammerlappen. Jammern über das eigene und kommende Elend das auf uns wartet.

H A L T!

Warum bitte denken und handeln wir so? Warum lassen wir das zu? Wo ist sie … unsere kindliche Neugierde? Die Freude am positiven SEIN? Die Freude Neues zu entdecken? Sich ohne nachzudenken in ein Abenteuer zu stürzen? Nase nach vorne ohne Rücksicht auf Verlust? Zu lachen und zu spielen (schaukeln – ich liebe schaukeln!).

Wir opfern unseren Übermut auf dem „Opfertisch“ des Erwachsenenseins. Wir stellen uns in die Schlange wo alle sich anstellen. In das Heer der Unauffälligen! Wir arbeiten gekonnt unsere Rollen ab. Und vor lauter Ernsthaftigkeit und Fleiß verlieren wir unsere wertvollsten Güter – das Lachen und die Freude am Sein.

Das Leben wird nicht mehr „gestaltet“, sondern es wird zu Ende gelebt. Monoton und wenig Emotion.

Wenn ich zurückschaue, wundere ich mich ehrlich darüber, wie lange ich in diesem Heer mitmarschiert bin! Stramm und ernst. Nur funktionieren eben. Ich habe ein Leben geführt, dass so vielen meiner Grundüberzeugungen widersprach.

Und was das Schlimmste daran ist: in der Regel werden wir dafür gelobt! Oh wie schön und wunderbar, ich passe in die Schublade in der schon alle anderen sitzen, stehen oder liegen. >kopfschüttel< In dieser Schublade fragt Dich keiner, was Deine Wünsche und Träume sind. Keiner wird Dich fragen, was Du mit Deinen unterdrückten Leidenschaften machst!

Mein Blatt hat sich gewendet

Ich habe für mich festgestellt, das Leben kann zu einem Ponyhof werden! :D Was ich getan habe? Ich bin der Meinung, dass unser viel zu kurzes Leben mehr verdient, als sich einem „Heer“ anzuschließen, indem wir uns keine Zwischenschritte erlauben darf!

Ich will sammeln wie ein Eichkätzchen … viele Erfahrungen, viele neue Menschen, viele Aha-Erlebnisse und spannende Momente. >breit grins< Also möchte ich mein Leben zu einem Ponyhof umgestalten! Und zwar einen Hof mit sehr vielen unterschiedlichen Ponys. Mal sind sie frech und gut gelaunt, mal bockig und nicht zu motivieren. Manchmal schnell und neugierig und ein andermal sind sie einfach nur verfressen und müde.

Das macht meinen Ponyhof so spannend. Wenn wir es schaffen, aus unserer Schublade herauszukrabbeln, werden wir regelmäßig überrascht werden! Sicher … manchmal spürt es sich fantastisch an und manchmal auch richtig beschissen. Was mir aber dabei wichtig ist, Hauptsache es fühlt sich überhaupt nach was an! Das ist Leben.

Es gibt aber dazu ein paar Regeln:

  • Wir haben die freie Entscheidung darüber, ob das Leben Freude macht. Wir sind es, die es zulassen müssen!
  • Alles Fremde wirkt manchmal bedrohlich auf uns. Setzen wir uns aber damit auseinander, ist es kaum der Rede wert.
  • MUT. Ein Wort das mich schon viele Jahre begleitet. Ein wenig Mut, sollten wir aufbringen. Komm ins TUN und Dein Mut wird wachsen! :D
  • SORTIERE! Was sich gut für uns anfühlt, darf bleiben. Was nicht in unser Konzept passt – entsorge. Das bestimmst einzig und alleine Du.
  • Und zum Abschluss eine persönliche Erfahrung von mir. Wenn jemand Dein Verhalten am Ponyhof als „unangemessen“ oder sogar „peinlich“ empfindet, dann bist Du auf dem richtigen Weg! ›lach‹

Jeder der sich auf das Abenteuer Leben einlässt, wird auf einmal sagen und feststellen, dass es schon sehr viele Menschen gibt, die nicht mehr nach der Norm leben. Sie brechen aus. Tanzen aus der Reihe. Egal ob im großen oder kleinen Stil. Sie probieren aus, entdecken und suchen unersättlich nach Neuem.

Sie machen auch so manchen „Bauchfleck“. Aber sie sehen es nicht als Niederlage, sondern als Ansporn, dem Leben noch mehr zu entlocken.

Also mein Ponyhof ist riesig und bietet jedem seinen Platz, der gerne bei mir ist. Mein Ponyhof bietet unzählige Überraschungen. Neues und aufregendes. Und er sorgt für jede Menge Spaß und Ausgelassenheit! Das Ganze mit einem Satz erklärt: Er bietet Neugier und Lust aufs Leben! <3

Soll ich Dir etwas verraten? JA, das Leben ist ein Ponyhof und ich fühle mich pudelwohl darin.

Wir haben zwei Möglichkeiten: Ein einzigartiges und fantastisches Leben zu leben oder die zu beneiden, die es tun.
ENDE der Geschichte.

Ich wünsche mir für Dich, dass Du die richtige Entscheidung treffen wirst.

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„Das Einzige, was Du musst, ist sterben.“ Oh mein Gott, welch Beginn in einem Artikel könntest Du Dir jetzt denken! Eigentlich denke ich mir dasselbe in diesem Moment. Ich belasse es aber so, weil es stimmt. Diesen Satz pflegen ältere Menschen sehr gerne zu sagen, obwohl ab wann zählt man zu „älter“. ›lach‹ Wir denken viel zu wenig darüber nach, ob denn tatsächlich etwas Gravierendes passieren würde, wenn wir mal etwas NICHT tun würden …

Es wurde uns beigebracht zu müssen

Und wieder mal zurück in unsere kleinen Menschentage. Was brachten uns Eltern, Lehrer und Ausbilder bei? Wir müssen lieb zu anderen sein, wir müssen anderen Kindern helfen, wir müssen teilen, wir müssen folgsam sein und was weiß ich noch alles. In der Schule hieß es dann: Bitte ja nicht auffallen, wir müssen fürs Leben lernen, sonst wird nichts aus uns. Wir müssen uns auf eine schöne Karriere vorbereiten, indem wir ausreichend lernen. Etwas später dann, wir müssen Geld sparen, um ein Haus zu bauen. Wir müssen Kinder kriegen und eine gute Mutter und Ehefrau sein. Wir müssen uns „absichern„.

All die Jahre über wurde uns eingetrichtert, was wir denn nicht alles müssen! Jetzt als Erwachsene, brüllen uns die Medien an und meinen zu glauben, was wir den nicht alles MÜSSEN um zu überleben! Versicherungen rücken in einem Marschtempo vor und weisen uns auf unsere Rente hin … „Zusatzversicherungen“ die unsere Lage bis dahin verbessern sollen.

Die Einzige, die ich vor einem Jahr abgeschlossen habe, war eine Sterbeversicherung. Nicht, weil ich jetzt Panik habe und ständig ans Sterben denke, sondern weil ich es meinen Herzmenschen nicht zumuten kann, mir mein Baumbegräbnis zu ermöglichen. Meine Eltern würden wahrscheinlich jetzt sagen: „Siehst Du, für solche Dinge muss man sich schon Geld zur Seite gelegt haben …“ Sorry, so eine bin ich nicht. Das Geld, das mir zur Verfügung steht, werde ich sicher NICHT unter meiner Matratze verstecken oder für meine noch nicht vorhandenen Enkel horten!

NEIN, ich werde es verleben … kann ich das so schreiben? Gibt es dieses Wort? Wenn nein, dann habe ich gerade ein neues Lieblingswort erfunden. ›lach‹ Jetzt bin ich etwas abgerutscht, aber das Thema Müssen und Geld, steht bei mir in einer sehr engen Verbindung. Fakt ist, wir haben gelernt zu MÜSSEN. Ich habe aber schon länger die Schnauze voll davon. Ich mag kein „DU musst“ mehr hören … von anderen nicht, aber auch von MIR selbst nicht!

Das Ding mit dem selbstgemachten Müssen

Wenn wir darüber genauer nachdenken, sind die selbstgemachten „Ich muss“ häufiger als die medialen Inputs, die uns erreichen. Es sind so viele, dass wir die Meisten davon ignorieren. Das finde ich auch super und „gesünder“! Unsere selbstauferlegten „Du musst“ sind da wesentlich hartnäckiger.

Du kennst bestimmt auch diese Flüsterstimme, die Dir ständig ins Ohr flüstert: „Komm schon, hoch mit Deinem Hinterteil … Fitness ist angesagt! Oder – Du musst doch Deine Arbeit noch zu Ende machen. Du musst den Artikel für das Magazin noch fertig schreiben … Du musst sofort duschen. Du musst noch für Deine ausgesprochene Einladung am Wochenende einkaufen … so aber jetzt, musst Du Dich belohnen! Hallo? Ich bekomme beim Schreiben schon einen Drehwurm. :-(

Wenn es so viele Dinge sind, die wir tun müssen, macht uns das sehr unwucht. Wir geraten in Hektik. Wie sollen wir das alles in unseren Tag integrieren! Natürlich möchten wir es ja wie immer allen recht machen und dabei sollten wir auch auf uns selbst nicht vergessen.

Wenn so viele MÜSSEN in meinem Kopf anklopfen, ist es mit meiner Klarheit und mit meiner Gelassenheit vorbei. Ich habe es endlich gelernt, mich in solchen Situation ernsthaft zu fragen: „Wie viel von all dem müssen wir eigentlich tatsächlich?“ Was würde den zum Beispiel geschehen, wenn ich meinen Abgabetermin mal nicht einhalten kann? Genau – die Welt würde davon nicht untergehen und finanzielle Engpässe würden dadurch auch nicht entstehen. Was wenn ich meine Gäste „auslade“? Würden sie mich nicht mehr ernst nehmen, nicht mehr zu meinen Freunden gehören, beleidigt reagieren?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Katastrophen, die nach einem „Es tut mir leid, ich kann nicht“  nur in unseren Köpfen stattfinden! Jedes Mal, wenn ich mir darüber im Klaren bin, wird es leichter in mir, … der Druck ist wie weggeblasen. :-) Außerdem gibt es für jedes MÜSSEN viele andere Möglichkeiten, darüber sollten wir nachdenken.

Und genau hier beginnt die Freiheit

Wie immer ist es so einfach. In dem Moment, indem uns bewusst wird, dass wir (fasst) rein gar nichts müssen, dass es immer noch andere Wege gibt und dass uns die Luft zum Atmen nicht verwehrt wird, wenn wir uns mal umentscheiden … dann fühlen wir uns frei.  <3

Ruhe kehrt zurück. Die Klarheit setzt sich wieder durch und unsere Kreativität versorgt uns mit der Energie und Kraft um weiter zu tun. Ohne Zwang und Druck. Es ist tatsächlich so, wir haben alle dieselbe Freiheit. Die Zwangsjacke ist nur in unseren Köpfen. Wir können uns entfalten, sobald wir das Wort MUSS aus unseren Sprachschatz streichen. Jedenfalls sollten wir eine kurze Pause machen und darüber nachdenken, wenn das Wort muss, wieder auftaucht …

Wie geht es Dir mit diesem Wort? Steckst Du in einer Zwangsjacke oder fühlst Du Dich frei?
Schreib mir gerne zu diesem Thema, ich freue mich darauf.

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LEBEN muss (kann) man lernen …

Die Tage bin ich an etwas erinnert worden … etwas das mich an eine Zeit erinnert hat als es mir nicht gut ging. Es war eine Tasche voll mit Wolle, Nadeln und was man eben so braucht wenn man sich der Handarbeit hingibt! Ich musste lachen, weil ich mir niemals vorstellen hätte können, dass ich jemals, irgendwann mal, mit Wolle und Nadeln Abende oder sogar Tage verbringen würde. :D

JA, ich stricke und ich stricke sogar Sachen fertig! >lach< Und der Knaller ist, es fühlt sich jedesmal aufs Neue gut an. Vor einigen Jahren war das noch undenkbar für mich … ich saß nicht ganz freiwillig in einer Klinik und wartete auf mein Aufnahmegespräch. Nach vielen vielen Fragen stellte mir die Ärztin aber eine ganz spezielle Frage an die ich immer wieder denken muss. Sie fragte mich allen Ernstes was denn meine Hobbys wären …

„Hobbys? Was ist das … für so etwas hab ich wirklich keine Zeit!“ zischte ich sie an. „Ich bin schließlich schwer beschäftigt, ich hab Verantwortung! Meine Kunden, meine Mitarbeiter, mein Chef, mein Partner, meine Freunde … jeder will etwas von mir!“ Ich muss ja schließlich auch die Miete und mein Leben bezahlen, also was sollte diese Frage? Hobbys … tzz lustig … ich war damals froh wenn ich überhaupt ein paar Stunden zum Schlafen hatte!

Mein Leben damals bedeutete für mich – allen Ansprüchen und Erwartungen gerecht zu werden … allen zu gefallen … keine Fehler zu machen und zu zeigen was ich denn nicht alles in kurzer Zeit schaffen kann! Natürlich gab es keine Jammerei, keine Beschwerde. Ich war immer verfügbar … für alle und jeden. Mein Motto lautete: Sind die anderen glücklich, bin ich es auch. Ja und dabei versuchte ich auch noch „hübsch“ auszusehen. :-)

Und dann machte es PENG … Aber ganz schön laut und ich stand vor der größten Herausforderung überhaupt: Erstmal begreifen und verstehen was da gerade passiert ist mit mir. Annehmen und akzeptieren und natürlich LERNEN … nicht für die anderen sondern nur für mich, Tag für Tag und Woche für Woche … Monat für Monat. Endlich begreifen und verstehen, dass funktionieren rein gar nichts mit leben zu tun hat!

Die Einsicht zu gewinnen, dass nicht das Gestern und nicht das was in 5 Monaten sein wird von Bedeutung ist, sondern einzig und alleine DER MOMENT an sich. Und natürlich gebe ich  es zu, das zu lernen war eine wahrer Kraftakt. Der Druck kommt von allen Seiten … die Gesellschaft geht über Leichen und macht es uns nicht gerade leicht.

HEUTE? Heute bedeutet mir mein Leben im Moment zu sein, so gut als mir möglich zu genießen. Meine Kräfte zu kennen und meine Energie so einzuteilen, dass mir immer noch Kraft bleibt, um „Unvorhersehbares“ mit einer gewissen Gelassenheit zu nehmen. :-) Ich schaffe es achtsam mit mir umzugehen. Ausserdem fällt es mir immer leichter, mich nicht mehr mit anderen zu vergleichen, es gibt keinen „Wettbewerb“ mehr, sondern ich gehe meinen Weg.

Manchmal werde ich schief angesehen, weil diese Einstellung scheinbar nicht in unsere Zeit passt!? Es ist mir egal geworden, denn heute frage ich mich nicht mehr, was ich tun kann und wie ich aussehen sollte, dass mich andere Menschen gut finden. Ich bleib bei mir. Ganz bei mir.

Das Unverständnis bekomme ich manchmal heftig mit. Das Gefühl eine „Exotin“ zu sein flackert dabei kurz auf. :D Menschen polarisieren, entweder wir mögen sie oder eben nicht, das ist vollkommen in Ordnung für mich. Mir ist LEBEN wichtiger als perfektes SEIN und TUN! 

Damit tue ich mir und meinem engen Umfeld Gutes … das ist das was zählt und sonst nichts. Und wenn sich wieder mal Zweifel melden, hole ich meine Wolle und Nadeln raus. Setze mich und beginne diese für mich so besondere und beruhigende Haptik der weichen Wolle zu spüren und zu genießen … wie damals in der Klinik … Danke Schwester Johanna für diesen so wertvollen Skill, der mir immer noch behilflich ist, Ruhe in meinen Alltag zu bringen und Zweifel einfach „wegzustricken“!

„Verbringen wir also nicht die Zeit mit der Suche nach irgendwelchen Hindernissen … es ist sehr gut möglich das gar keines da ist! >zwinker<

Es hat mich gefreut, dass Du mir Deine wertvolle Zeit geschenkt hast! Alles Liebe und jede Menge LEBEN.

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PERFEKTIONISTEN – jeder kennt mindestens einige davon oder ist eventuell selber einer? Perfektionisten – eine besondere Spezies. Es sind Menschen die versuchen eine mögliche „übertriebene“ Perfektion zu erreichen. Sie streben nach Vollkommenheit, lassen keine Fehler zu und wollen stets das Maximum aus sich selbst herausholen! Sie geben ALLES und denken trotzdem es sei nicht gut genug – schnell genug und eigentlich nichts wert.

Bist Du auch so jemand? Strebst Du immer nach der perfekten Karriere, der perfekten Beziehung , dem perfekten Leben? Der Ehrgeiz immer alles überdurchschnittlich „gut“ machen zu müssen und stets das Maximum erreichen zu wollen, ist eine sehr kräfteraubende und anstrengende Sache! Eigenschaften wie Pflichtbewusstsein, Ehrgeiz, Gewissenhaftigkeit und Korrektheit, sind sicherlich wichtige Eigenschaften um Erfolg zu haben. Doch wir können auch alles übertreiben und es kippt ins Uferlose. Zudem zahlen viele dafür einen sehr hohen Preis … nämlich mit ihrer Gesundheit. Ist es das wirklich Wert?

Der Stresspegel ist hoch!

Ich schreibe hier aus eigener Erfahrung. Gehöre(te) ich doch selber zu den Exoten der Perfektionisten. 100% waren mir immer zu wenig,  oder sollte ich vielleicht auch sagen: es wurde einfach verlangt, wollte ich doch mit meinen Leistungen hervorstechen. Mein Ehrgeiz und mein Wollen, waren immer auf 200% getrimmt. Stets das High Level ansteuern – Maximum wo nur machbar. Und ich war am Boden, ging mal die Rechnung nicht so auf als geplant. Für solche Menschen gibt es nur einen Satz der wichtig ist und genauso lebt man auch. Er lautet: Alles oder nichts.

Mit den Jahren litt ich nicht nur körperlich darunter, sondern auch seelisch an meinen viel zu hohen Ansprüchen an mich selbst. Es ging so weit, das ich mein Selbstwertgefühl von meinen Erfolgen abhängig machte.  Andauernder Drang zur Perfektion beeinflusst unsere gesamte Person! Da Perfektionisten sehr selten ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden, weil sie einfach nur sehen was sie noch besser hätten machen können und sich dabei ständig selbst kritisieren müssen, stehen sie andauernd unter Stress!

Wie denken solche Menschen, die nach Perfektionismus streben?

  • ich muss perfekt sein, sonst werde ich in der Gesellschaft nicht akzeptiert – werde möglicherweise abgelehnt,
  • ich darf mir keine Fehler erlauben – Fehler machen nur Versager,
  • meine Fehler werden nicht verziehen,
  • es gibt keinen Mittelweg, entweder ganz oder gar nicht. (siehe auch Schwarz-Weiss Denken – Alles oder nichts),
  • NUR wenn ich perfekt bin, werde ich anerkannt, ernte dadurch Liebe, Zuneigung und bin dadurch zufrieden.

Gute Leistung ist selbstverständlich

Diese Liste könnte man noch unendlich lange gestalten, aber dies sind so die wichtigsten Denkmuster. Mißerfolge und Fehler bedeuten für Perfektionisten, sich als Versager zu sehen. Ich konnte und es ist teilweise heute noch so, mich über 100% gut abgelieferte Arbeit nur sehr selten richtig freuen … Immer die Frage im Hinterkopf: „Wäre vielleicht doch noch besser gegangen?“. Ein selbst auferlegter Druck – ein Dauerbegleiter im Leben der Pektionisten.

Folgen entstehen unausweichlich

Dein Körper  ist „dauerangespannt“. Unruhe-Modus ist stets ON und gehört zum Alltag. Ein Zustand der mit Stress gut zu vergleichen ist. Dann wär noch die  Angst, ebenfalls all gegenwärtig. Angst Fehler zu machen oder zu versagen – abgelehnt zu werden?! Perfektionisten sind einfach nie mit sich selbst zufrieden. Unzufriedenheit und ständige Unruhe und maßloser Ärger entsteht, wenn sich mal ein Fehler eingeschlichen hat.

Perfektionierte Menschen verhalten sich anders

Meine Erfahrung war – ICH konnte keine Arbeiten abgeben! Nur ICH wusste wie das Ergebnis aussehen sollte. Ich war unzufrieden mit der Arbeit anderer, was im Nachhinein gesehen ein völliger Blödsinn ist! Neue Aufgaben oder generell „Neues“ auszuprobieren machte mich unsicher – was wenn ich mich doof anstelle? Etwas falsch mache? Angst keine gute Leistung zu bringen war immer da. Und ich brauchte dies Selbstkontrolle! Die mir natürlich auch mehr Arbeit einbrachte.

Entschloss ich mich dennoch mal etwas Neues zu starten und ich machte einen Fehler, konnte ich nur sehr schwer damit umgehen. Ich redete mir danach ein, ich wäre mit zu wenig Ehrgeiz an die Sache heran gegangen (heute weiß ich auch das war Quatsch). Meine ZIELE machte ich nur im Geheimen mit mir selber aus. Gelangen sie – war es gut. Erreichte ich sie nicht, wusste wenigstens nur ICH davon. Heute bin ich sehr froh diese Phase überstanden zu haben. Warum? – Dazu komme ich später. :-)

Das Streben nach Perfektion, es fängt schon im Kindesalter an

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher ob ich mit dieser Aussage richtig liege, aber spricht man mit anderen über dieses Thema wird eigentlich dazu immer nur genickt. Als Kind haben wir ja schon die Erfahrung gemacht, sind wir „perfekt“, erfüllen wir die gewünschten Erwartungen, bekommen wir die so gut tuende Anerkennung und Zuneigung. Bauten wir Mist oder brachten wir die schulische Leistung nicht waren lange Zurechtweisungen und Strafe die Folge.

Mit dieser Erfahrung von damals, bauten wir unseren beginnenden Perfektionismus immer weiter aus. Der eine mehr der andere weniger oder auch gar nicht. Individuell.

Im Laufe der Jahre machte ich dann Bekanntschaft mit Worten wie „du bist echt ein PEDANT“ oder „du mit deinem ständigen Perfektionsgetue“. Ich  nahm das Ganze aber nie so wirklich ernst, da ich immer dachte die anderen wären zu lotterhaft. Weiter viele Jahre danach wurde mir es aber selbst bewusst. Menschen, die mir damals wichtig waren öffneten mir die Augen. Auch das dauerte – aber endlich zur Einsicht gekommen, wollte ich meinen Perfektionismus verringern (ich glaube ganz wird man ihn nie los).

Mrs. oder Mr. Perfect haben es schwerer im Leben

Es wurde mir bewusst, dass man sich als Mrs. oder Mr. Perfect sein Leben richtig schwer machen konnte. Die ständige Angst etwas vergessen zu haben lässt einen schlechter schlafen, tagsüber die ständige Angespanntheit mit teilweiser schlechter Konzentration und die Angst seine Selbstkontrolle zu verlieren und somit sein mühevoll perfektes Leben zu verlieren.

Der ständige Stress immer perfekt aussehen zu müssen, die neuesten Trends zu wissen und zu haben … all das beinahe atemlose Gehetze macht das Leben nicht unbedingt einfach und vor allem macht es nicht glücklich!

Perfektionismus ist ein Kampf gegen Windmühlen. Den Kampf wird jeder verlieren, da Perfektion eine Illusion ist.

Ich begann es langsam zu ändern

Ich wollte, und ich war auch bereit jetzt etwas zu ändern! Die Kunst war nur von einem Extrem ins andere zu fallen. Vom „es ist noch lange nicht gut so wie es ist“ zum „mir alles egal „ Typ zu werden. Mit dem Mittelmaß tat ich mir schwer. Ich überdachte meine Ansprüche an mich selbst und holte mir professionelle Hilfe. In sehr kleinen Schritten gelang es mir von meinen überhöhten Anforderungen los zu kommen. Realistischer und bodenständiger zu werden und zu denken.

Energie verschwenden? Nein danke!

Menschen, die perfektionistisch veranlagt sind, verblasen auch gerne die so kostbare Energie! Das kennen sicher einige von euch. Lieber doch noch ein paar Stunden anhängen um eventuell noch 5% rausholen zu können, statt es einfach „gut sein“ zu lassen.

Perfektionisten gönnen sich weniger Ruhephasen. Dadurch sind sie immer dauererschöpft. Auch die anfangs dagelegenen Ressourcen sind mal weg. So begann ich zu verkürzen, mich abzugrenzen und umzudenken.

  • ich sah es als neue Herausforderung, als ich damit begann mit weniger Einsatz gleich gute Ergebnisse zu erzielen,
  • ich orientierte mich nicht mehr so extrem an gesellschaftlichen Vorbildern. Meine eigenen hatten Vorrang,
  • ich versuchte ein Stück meiner Kontrolle abzugeben, andere leisten auch gute Arbeit,
  • ich fokussierte meinen Blick auf die gute Leistung, die ich brachte – sah es nicht mehr als selbstverständlich und freute mich darüber,
  • das Schwerste für mich war, sich in Gelassenheit zu üben. Egal um was es ging, ICH war immer „bereit“. Ich versuche immer noch – bewusst unperfekt zu sein! Fällt es mir mal wieder besonders schwer, frage ich mich: „ist es wichtig, top gestylt zu einem Termin zu wandern?“ Bin ich dadurch weniger Wert und eine andere Person? NEIN. Danach gelingt es mir gelassener zu sein. :-) Was natürlich nicht bedeutet, sich  nichts anzutun, nur diese Übertreibung fällt weg.

Schlussgedanken

Seit ich meine eigenen Ansprüche gelockert habe, ist vieles leichter und unkomplizierter geworden! Überzogene Ansprüche anderer Menschen an mich kann ich sehr gut ignorieren. Ganz besonders die unausgesprochenen und versteckten Erwartungen! Meine Messlatte hab ich um ein ganzes Stück runter geschraubt, kümmere mich mehr um meine Bedürfnisse als darum, andere zu erfüllen. Vor allem schaffe ich es jetzt „weniger“, auch gut sein zu lassen. Ich frage mich jeden Morgen wie mein perfekter Tag heute aussehen könnte/sollte. DIESEN Gedanken konsequent weitergedacht – hat mein, und kann auch DEIN Leben verändern!

Unperfekt und etwas gelassener zu leben hat viele Vorteile. Finde es heraus, auch wenn die Umsetzung nicht immer einfach sein wird. Ich habe es als Herausforderung gesehen … ich habe eine Menge reduziert und finde in der Zwischenzeit das „Unperfektheit“ richtig geil ist :-)

Zum Abschluss noch ein Satz oder eine neue Lebensdevise, die mir persönlich sehr wichtig geworden ist. Sie lautet: „Ich gebe natürlich immer mein Bestes, mache es so gut es mir möglich ist … aber das Wichtigste ist mir Freude und Spaß an etwas zu haben, dann wird es auch gut! 

In diesem Sinne, lass es gut sein und mache das Unperfekte zum Perfekten. :-)

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„WENDEPUNKTE“…

Eine Woche ist es jetzt her seit ich nach langen sechs Wochen wieder in meinem eigenen Bett schlafen kann und von meiner „Bande“ zu Hause wieder herzlichst aufgenommen wurde. Ich habe diese Wochen mit MIR und meinem inneren Kind verbringen können. Auf der Suche nach körperlicher Erleichterung und geistiger Ordnung. Dieses mal bin ich ohne zu hohe Erwartungen in dieses „Projekt“ hineingegangen und ich denke das war der springende Punkt. Nicht’s zu erwarten und am Ende reich an wertvollen Erfahrungen, wunderbaren Begegnungen und ebenso Antworten auf viele Fragen nach Hause zu kommen. Über das bzw. mein Leben, über Freunde, Familie und über Glaubenssätze die mir schon als Kind aufgedrückt wurden und sich in mein Fleisch gefressen haben. Nun stehe ich da. Positiver, zuversichtlicher und in meinem Tun bestärkt. Ich habe alles richtig gemacht … bis jetzt … und genau da werde ich anknüpfen.

Manche Figuren in unserem Lebensschach gehören manchmal neu aufgestellt. Vielleicht sogar umgelegt oder verabschiedet, weil die Qualität der Menschen die uns umgeben dafür ausschlaggebend ist das es uns gut geht. Ich suche die Ruhe im Alltag, nicht mehr den Lärm zwischen all den anderen, denen die dem Gruppenzwang verfallen sind … Ich erkenne daß die Gesellschaft nicht mehr „meine“ ist. Irgendwie fühle ich mich manchmal fehl am Platz .

Es wird mir bewusst, daß Dinge von denen ich dachte ich bräuchte sie, mir sowas von total unwichtig geworden sind. Ich lasse los von oberflächlichem Denken und bin entsetzt wie hässlich manches ist, was ich früher für „schön“ gehalten habe – weil ich jetzt tiefer blicke wenn ich es ansehe … Ein gutes Gefühl macht sich in mir breit wenn ich diese Zeilen hier schreibe, ich würde es Ruhe nennen.

Ich höre weiter auf meine innere Stimme, möchte und werde sie auch zum Ausdruck bringen – auch wenn es für andere keinen Sinn macht. Ich folge meinem Instinkt! Werde meine kleinen Fähigkeiten präsentieren, ganz einfach weil es mir Spaß macht und gut tut. Ich werde versuchen, rascher auf meine körperlichen und emotionalen Bedürfnisse eingehen (puh, was für ein Vorhaben :D )! Ich werde auf Floskeln wie „wäre ich nicht“ oder „hätte ich doch“ verzichten. Ich kann’s nämlich vergessen. Ich war und ich hatte schon und das kann ich nicht mehr ändern! Und falls ich mir trotzdem mal den Kopf eckig denken will, dann nur darüber, was ich darüber lernen konnte … um es einfach besser zu machen!

Sorgen, Ängste und viele Zweifel beherrschen unser Denken. Nur ein Bruchteil unserer Gedanken ist wirklich positiv. Sehr traurig … oder? Ich weiß daß unsere Gedanken unser/mein Handeln und das Handeln unser Verhalten steuert. Letztendlich ist es unser/mein Verhalten das unser/mein Leben ausmacht. Kompliziert? NEIN sehr einfach und logisch.

Das Schöne an dem Ganzen und in dem Kontext, in dem ich mich jetzt in diesen Wochen befand, war all das kein Thema, es war Teil unserer Kommunikation. Es war Normalität. Trotzdem war genug Raum für Fehler und auch manchmal Negatives. Das „Verständnis“ herrschte über alle Situationen. Schnell wurde der Fokus auf das Positive gelegt. Eine Harmonie die mir im Aussen sehr oft fehlt! Achtsamer, positiver, langsamer, ehrlicher und vor allem ein wertschätzender Umgang miteinander bestimmten die Wochen!

Jetzt frage ich DICH: weshalb klappt so etwas nicht ausserhalb dieser „geschützten“ Räumlichkeiten? Wären alle Menschen nur halb so sensibel und klar, würde vieles anders laufen … Ein Zitat von Talmud ist mir in die Hände gefallen das meine Gedanken noch abrundet:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Es sind eben nur meine Gedanken die mir am letzten Tag vor meiner Abreise durch den Kopf gegangen sind. Wohlfühlgefühl pur möchte ich sagen. Einen weiteren Schritt weiter, dahin wo ich hin möchte – in ein Leben ohne Hindernisse.

Nun wünsche ich DIR eine schöne zufriedene kommende Woche und ich hoffe du bist bald wieder in meinen Gedanken zu Gast.