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Taschen packen, verreisen um neue Kulturen kennenzulernen, sich von der Sonne streicheln lassen und mal 1,2 oder vielleicht sogar 3 Wochen den, meist eintönigen, Alltag eintauschen gegen etwas tiefergehende Erholung, Spaß und besondere Momente. Der „große“ Urlaub steht für die meisten für uns vor der Tür! Diese Auszeit ist so extrem wichtig für unsere körperliche und seelische Gesundheit.

Freu Dich auf die Pause(n) und entspann Dich!

Diesen Beitrag schreibe ich heute schon am Strand und kurz vor meinem Urlaub. Und würdest Du mich jetzt sehen können, müsstest Du bestimmt lachen! Ganz schmal gemacht, nutze ich die Gunst des Schattens, denn die Zeit als ich noch in der Mittagssonne ohne Schirm schreiben konnte, dürfe jetzt auch vorbei sein … :D

Ich sitze hier und denke an die Zeit, als ich meine Urlaubstage noch mit Arbeit ausfüllte. Entweder stand ein Umzug an oder ich renovierte und malte die Zimmer neu. Darüber kann ich heute nur noch milde lächeln … über mich und meine Art, Urlaub zu gestalten. Es macht nämlich absolut keinen Sinn, die wertvollste Zeit „Urlaub“, für eine andere Form von Arbeit zu nutzen!

Selbst nur ein paar Tage wegzufahren ist besser, als zu Hause nur liegen gebliebene Dinge aufzuarbeiten! Denn erholsam sieht und fühlt sich anders an. Ich habe das Glück und die Freiheit, mir mein Leben in der Zwischenzeit einzuteilen, wie ich es möchte. Das war natürlich auch nicht immer so. Aber Urlaub ist und bleibt immer noch Urlaub. Gemeinsame Zeit oder Zeit nur für sich! Ohne Gedanken an Arbeit, Termine und Listen. ›supi‹

Wie der perfekte Urlaub aussehen soll, ist bei uns allen sehr unterschiedlich. Manche schätzen ausgedehnte Reisen, andere wieder setzen auf totale Entspannung und freuen sich auf das „Nichtstun“. Ob Meer-Urlaub, der nur aus Sonne, Spaß und kühlen Drinks besteht, oder es eine abgelegene Waldhütte inmitten der Natur ist – es ist egal und jedem seine Sache. Wichtig finde ich nur, dass die so wertvollen Urlaubstage, genauso verlaufen wie DU sie DIR vorstellst!

Denn auch wenn wir viel Freude an unserer Arbeit haben, Stresssituationen lassen sich im tollsten Betriebsklima nicht vermeiden. Für unseren Körper ein idealer Nähboden und super Ausgangspunkt, um körperlich und psychisch „einzuknicken“. Davon kann ich wirklich ein Lied singen. :-(
Deswegen: Lass die Arbeit mal Arbeit sein und vor allem lass sie zu Hause!

Vielleicht machst Du es wie ich es getan habe und nutzt Deinen Urlaub, um Deine Lebenseinstellung zu hinterfragen? Mich hat das damals ein großes Stück weitergebracht. Gedanken ordnen, Prioritäten setzen und einfach Dinge verändern … ich kann es Dir wirklich nur empfehlen. ›lächel‹

Seit ein paar Jahren darf ich nun die warmen Monate des Jahres am Meer sitzen und da arbeiten, wo andere Urlaub machen. Einfach genial, wie umfassend und positiv das Meer sich auf mein Befinden und mein inneres Gleichgewicht auswirkt! Aber ganz gleich für welches Urlaubsziel DU DICH entscheidest und sei es Dein grüner, bunt blühender und duftender Balkon oder Garten. ›lächel‹

Ich wünsche Dir eine tolle Urlaubszeit und alles was so dazugehört! Entspanne gut. Denn Urlaub ist etwas sehr Nachhaltiges, wenn Du ihn richtig nutzt. Die Erinnerungen daran werden Dir an weniger guten Tagen ein Lächeln ins Gesicht malen und Dir sofort einen Energie-Kick schenken. :D Urlaub ist so sehr wichtig!

Und da WIR uns erst Anfang September wieder lesen, weil auch ich Urlaub mache, gebe ich Dir noch eine passende sowie total schöne #Sommergeschichtenliebe mit in Deinen Urlaub. :-)
Viel Spaß beim Lesen … Ciao!

Urlaub auf der Insel des Glücks

Einmal hängt ein schlauer Reisebürobesitzer ein Schild mit einem ganz besonderen Angebot in sein Schaufenster:

Einmaliges Sonderangebot.
Pauschalreise zur INSEL DES GLÜCKS
Zum Preis von 999.- Euro

Insel des Glücks? Wie bitte? Die Leute wunderten sich.
„Wo findet man heute denn noch Glück?“, murmelt ein Griesgram. „Stimmt“, klagte eine Dame. „Glück ist so rar geworden.“
Und sogleich hatte jeder etwas zu sagen und dass es so etwas wie GLÜCK heutzutage gar nicht mehr gäbe.
„Vielleicht findet man es auf dieser Insel?“, meinte einer schließlich. „Ein wenig Glück wäre nicht schlecht“, sagte ein anderer und buchte gleich zwei Plätze.

Und weil viele Leute ähnlich dachten, war die Reise zur Insel des Glücks rasch ausgebucht. Der Geschäftsmann freute sich.
„Was für ein Glück mit dem Glück!“, rief er und rieb sich die Hände.
Sechs Wochen später brachte ein alter Fischkutter die erste Reisegruppe zu dieser seltsamen Insel.
Neugierig standen die Reisenden an der Reling und blickten aufs Meer.

„Da ist sie, die Insel!“, jubelte plötzlich ein Kind und deutete zum Horizont.
„Ja, tatsächlich!“, rief ein älterer Herr, und seine Stimme klang freudig erregt. „Was für ein Glück!“
Dann schwieg er betroffen. Hat er soeben GLÜCK gesagt? Beschämt senkt er seinen Kopf, aber sein Herz klopfte.
Die Reisenden starrten erstaunt zum Horizont. Auch ihre Herzen klopften.
War diese Insel eine „Glücksinsel“?

„Unsinn“, murmelte einer und wandte sich um. „Mal sehen, was uns dort so erwartet!“
„Vorsicht! Vorsicht!“, warnte ein anderer, und alle nickten ihm zustimmend zu. Mürrisch starrten die Reisenden zu der felsigen, mit Wiesen, Heiden und Kiefern bewachsenen Insel. „Hier sieht es aus wie auf den Bildern in meinem Pipi-Langstrumpf-Buch“, freute sich ein Mädchen und fasste den älteren Herrn an der Hand. „Ob man hier auch so schön spielen kann?“
„Bestimmt.“
„Au fein“. „Ich freue mich so“.“ Ich auch.“

Stürmisch und begeistert liefen die Kinder an Land und waren in alle Richtungen verschwunden.
Währenddessen nahmen die Erwachsenen die Insel genauer in Augenschein und sie erschraken.
Sie sahen nur alte Fischerhütten, Bauernhöfe und einen Gemischtwarenladen. Hunde, Katzen, Ziegen, Hühner und Schafe.
Hotels, Gasthäuser, Eisdielen und Einkaufscenter aber entdeckten sie keine.

Nur ein paar Hütten hatten man für die Gäste hergerichtet und mit Heidekraut hübsch geschmückt.
„Na ja“, meinte einer schließlich. „Irgendwie werden wir die Zeit schon überstehen.“
„Haha“, lachte ein anderer bitter auf. „Klar! Bei unserem GLÜCK!“

Aber seltsam, die Zeit raste nur so vorbei. Zehn Urlaubstage ohne Auto, Strom, Telefon, Fernseher, Computer.
Keine Hektik, Stress, Ärger, Streit, Hass und Neid – aber mit viel Zeit zum Ausruhen und Reden. Zeit zum Zuhören, Beobachten, Spielen, Lachen, Staunen und Entdecken, ja, und auch zum Vergessen mancher Sorgen und Probleme.

Die Menschen waren so sehr beschäftigt, dass sie ganz vergaßen, das GLÜCK auf dieser seltsamen Insel zu suchen … oder hatten sie es bereits gefunden?

Von Elke Bräunling

Ich für meinen Teil kann jedenfalls bestätigen, dass das „Glück“ an den ruhigsten Orten dieser Erde zu finden ist. Manchmal müssen wir dazu nicht mal verreisen, sondern nur die Augen offen halten! :-)

Pass gut auf DICH auf und wenn DU magst, lesen wir uns im September wieder. ICH freue mich jetzt schon auf DICH.

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SOMMER … SONNE …  MEER … IM FREIEN SEIN …

Wie geht es Dir?
Genießt Du das schöne Wetter und die „lange Leine“, die wir wieder nutzen dürfen, auch so richtig? Ich genieße es in vollen Zügen und ich bin mir sicher, dass DAS ziemlich jeder tut!

Die schönen warmen und langen Tage müssen genutzt werden … genutzt um warme, besondere Momente und tolle Erinnerungen für die bald wieder herbstlichen Tage und kühlen Monate zu sammeln. :D

Ich hatte ja noch nie so ein großes Bedürfnis mich ausschließlich und ganz und gar meiner „Hundefamilie“ zu widmen. Gerade im Sommer verspüre ich diesen Freiheitsdrang mehr als sonst.

So habe ich mich dafür entschieden erstmalig eine SOMMERPAUSE einzulegen.
Das bedeutet für Dich, der Blog pausiert, meine täglichen morgendlichen Posts auf Facebook bleiben und finden regelmäßig den Weg an Deinen Frühstücksplatz. ›lach‹. Es ist zu einem festen Ritual für mich geworden, dass ich auch wunderbar einplanen kann und mag!

Ein NEUES, und ein bestimmt energiegeladenes ICH, serviere ich Dir dann wieder im September. :-)

Nutzt die vor uns liegende unbeschwerte Zeit. Tankt Sonne und ausreichend Wärme für die wieder kommenden „grauen“ Tage! Ich klappe dann mal mein MacBook zu und lege die Beine hoch … lass mich von der Sonne umarmen und von meinen Hunden durchs Wasser jagen. ›lach‹

Un´estate ventosa – einen wunderbaren Sommer wünsche ich Dir!
Taucht ein und ab in das Leben und die Freude, die es für jeden von uns parat hält!

Und, dass ich nicht vergesse: Meine LIEBLINGSFARBEN im Sommer sind:
Meerblau … Himmelblau … Morgenrot & Abendrot. ›lach‹

Ciao, ci vediamo dopo – tschüß, bis bald …

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Wie wird das noch alles enden?

Meine Ferien sind zu Ende, nur so wie sie zu Ende gingen sollte kein Urlaub beendet werden – das wünsche ich schon mal jedem. Ich hatte die Möglichkeit (ungewollt natürlich) das Wochenende und den Rest meines Urlaub in der Notaufnahme in Villach zu verbringen … und was mir in dieser so kurzen Zeit alles untergekommen ist, ist es mir auf jeden Fall wert meine Gedankengänge damit zu füllen. Einerseits weil es mich beschäftigt und andererseits weil ich es noch immer nicht ganz glauben kann!

Du hast es sicher schon mal selbst erlebt: Freitag Abend kurz vor Feierabend brauchst du noch dringend etwas. In den Geschäften selbst ist schon eine allgemeine Aufbruchsstimmung und Feierabendlaune zu sehen und zu spüren. Aber Du hast noch 8 Minuten bevor die Rollos dicht machen. Normal ist es nicht Dein Ding so kurz vor Feierabend noch hinein zu gehen, aber es ist wichtig und es sind noch ein paar Minuten Zeit. Wenn Blicke töten könnten, wärst Du nach der Schwelle tot zu Boden gegangen, so giftig wurdest Du gemustert, empfangen und letztendlich ignoriert!? Ist Dir das schon mal passiert? Gut, dann kannst Du Dir ungefähr vorstellen wie es mir am Freitag Abend im KH Villach ergangen ist. Mit einem kleinen Unterschied: Hier ist nicht die Rede von einem Geschäft das um 19.00 schließt, sondern von einer Notaufnahme die rund um die Uhr besetzt ist!

Ein befreundeter Arzt untersuchte mich noch in Italien und empfahl uns umgehend ein Ultraschall und wenn möglich ein CT machen zu lassen, da meine Schmerzen so unerträglich wurden, dass selbst die Spritzen und Medikamente die ich beim Pronto soccorso (Erste Hilfe vom Roten Kreuz) bekommen hatte, nichts halfen.

Mein Mann platzierte mich auf einen Stuhl und ging auf die Suche nach jemanden der mich aufnehmen konnte. Mit mir selbst beschäftigt, sah ich einen Mann hereinkommen, der seine Hand in ein Handtuch gewickelt hatte: „Keiner da …“ wurde uns gesagt. Nach einiger Zeit streckte eine Ärztin ihren Kopf aus einer Tür, worauf der Mann hinging und sagte: „Entschuldigen sie, ich bin mit meiner Hand in die Kreissäge geraten, meine abgetrennten Finger sind in dem Handtuch eingewickelt … können sie mir bitte helfen?“

Die Antwort der Ärztin und jetzt kommt’s: „Aha, ja, ok, das dauert, setzen sie sich hin, sie müssen noch das Formular ausfüllen und werden danach aufgerufen …“ Sie wandte sich einem anderen Patienten zu, der wahrscheinlich an der Reihe gewesen wäre, der sie aber dann total aus dem Konzept brachte als er sagte: „Meinen sie nicht das dieser Herr sofortige Hilfe mehr benötigen würde als ich?“ Es folgte kein „Ja klar kommen sie sofort mit.“ oder dergleichen … nichts … sie verschwand ohne ein weiteres Wort wieder hinter ihrer magischen Türe.

Was weiter passierte kann ich nicht sagen, da mein Mann mich gleich auf die Station brachte und sich dort denke ich unbeliebt gemacht hat. Eine Ärztin machte AUSNAHMSWEISE ein Ultraschall. Doch trotz der genauen Angaben, die ich machte, setzte sie die Untersuchung an der falschen Körperseite an und meinte: „Da ist alles in Ordnung!“ – Klar … von der Seite war auch nie die Rede. Die Entzündungswerte wurden kontrolliert und ich hätte von dem Blut das neben die Kanüle rann eine halbe Blutkonserve befüllen können. Jetzt hab ich etwas übertrieben, aber sie hatte weder die Nadel noch mich im Griff. In den Saubermachphasen, wurde von Weidezäunen und Gartenzäunen gesprochen und gescherzt.
Um meine Geschichte hier zu beenden, ich musste bleiben da sie mich schmerzfrei machen wollten und auch noch Untersuchungen ausständig waren. Ich freute mich auf jede einzelne Infusion die ich bekam, doch haben sie allesamt leider nicht geholfen!

Die morgendliche Visite war gegen 8 Uhr. Die Ärztin vom Abend zuvor war noch im Dienst. Drückte mir ohne mich zu fragen wie es mir jetzt geht, einen Umschlag in die Hand und meinte ich müsse zu einem Orthopäden gehen … hier kann man nichts für mich tun?! Sie schmissen mich mehr oder weniger mit einem wohlgemerkt falsch gestellten Befund, wie sich danach rausstellte, nach Hause. Mit einem Rezept für ein Medikament das ich in ganz Villach nicht bekam, da es seit Wochen nicht lieferbar ist, und mit den selben Schmerzen mit denen ich gekommen bin … Ich bettelte beinahe um ein Medikament das mir die Autofahrt zurück erleichtern würde … diese Spritze habe ich dann von der Stationsschwester bekommen die als einzige irgendwie Mitleid mit mir hatte.

So, und jetzt frag ich mich und Dich: wieviel Unfähigkeit ist eigentlich erlaubt, um als Arzt oder Assistenz im Gesundheitssystem arbeiten zu dürfen?

War es nur der falsche Tag? Die falsche Uhrzeit? Oder war es so weil ich nicht aus Kärnten war? Weil mein Mann an meiner Seite war und mich keine Minute aus den Augen ließ? Hatte ich die falsche Haarfarbe? Oder wäre es besser gewesen zu normalen Öffnungszeiten zu kommen, so wie der Mann der sich zwar seine Finger abtrennte aber trotzdem erst am Montag kommen hätte sollen, dann wenn seine Finger schon zu laufen begonnen hätten und die Nerven schon hinüber sind und nichts mehr zu machen wäre! Ich hab echt keine Ahnung sag Du es mir!

Wo ist die Menschlichkeit, die Freundlichkeit, die Sensibilität der Menschen geblieben? Ebenfalls schockiert mich das Wissen und die Einschätzung und vor allem die Glaubwürdigkeit mancher Ärzte. Was tun Menschen die alt sind, die keinen an ihrer Seite haben in solchen Situationen? Daran will ich gar nicht denken …

Ich weiß ja das das dieses Erlebnis kein Einzelfall ist, ich habe immer wieder ähnliches erlebt, nur so krass ist mir es noch nie aufgefallen bzw selbst passiert. Hallo … wir befinden uns in Österreich, es stehen uns wahrlich alle Mittel zu Verfügung, die andere Länder nicht besitzen … nur was helfen diese, wenn der Mensch schon an den einfachsten Dingen scheitert, nämlich Menschlichkeit und am TUN und WOLLEN …

Was ich unbedingt noch sagen MUSS!

Ich besuchte, bevor ich mich entschloß nach Villach zu fahren, den Notarzt in Italien. Eben Pronto soccorso, eine neue moderne Station die rund um die Uhr besetzt ist. Diese Ärzte müssen sich den ganzen Tag zu 90% mit Touris rumschlagen, die erst spät am Abend eintrudeln weil sie zu doof sind ihren Kindern Sonnenschutz zu schmieren oder Babys einfach nackig und ungeschützt ins Wasser setzen … oder sich am Morgen schon die Birne zuschütten, der italienischen Sprache nicht mächtig sind sondern sich nur auf „nobeldeutsch“ verständigen können und dann auch noch grantig werden, weil kein Italiener sie versteht!
Ja und Was machen die Ärzte dort? Sie bleiben freundlich und bemüht.Ich wurde bestens versorgt, Zeit zum Scherzen wurde immer eingeplant und die Herzlichkeit war immer zu spüren … obwohl ICH hier die Ausländerin war – anders als in Österreich!

Wo soll das noch hinführen … besser wird es keinesfalls werden wie auch ein Gespräch mit unserem befreundeten Arzt zeigt.

Danke fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal, wenn ich hoffentlich Schöneres zu bieten habe. :-)

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Musst du ans andere Ende der Welt reisen um dich zu erholen und die Seele baumeln zu lassen? Eine Menge Zeit auf Bahnhöfen, Autobahnen oder Flughäfen zu lassen um danach dort anzukommen wo du dich dann endlich erholen kannst? Welchen Sinn macht das eigentlich so viel wertvolle Zeit zu verlieren?

Musst DU reisen um dich zu erholen?

Ich persönlich bin ein Mensch der sehr gerne reist, der am liebsten nur unterwegs wäre um Neues zu entdecken und neue Eindrücke zu sammeln. Jedoch ist hier schon der kleine Unterschied. Ich meine langfristig – keinen Urlaub wo ich dann meine Seele schaukeln kann. Reisen auf Zeit oder Urlaub um sich zu erholen sind zwei Paar Schuhe.

Die meisten von uns können sich max 2-3 Wochen Urlaub hintereinander „nehmen“. Ich spreche von der Mehrheit. Keine Betriebsbesitzer die freie Hand haben, obwohl selbst die, betreiben sie ihr Business ordentlich, würden sich wahrscheindlich nur 1 Woche Urlaub gönnen … das kenn ich nämlich sehr gut!

Ist es wirklich eine Notwendigkeit bis ans andere Ende der Welt zu reisen um sich zu erholen? ICH sag jetzt mal einfach NEIN, ist es nicht! Natürlich ist es wunderbar die Seele unter Palmen, mit der Aussicht auf das tieftürkise Meer, baumeln zu lassen. Es hat aber auch seinen Preis! Anreisestress und ein grosses Portemonnaie sind Fixpunkte.

Zeit – wovon DU und ich immer zu wenig haben

Du versuchst deine Tage möglichst auszufüllen – mit Arbeit! Bleibt dir dann etwas von dieser Mangelware Zeit übrig, nützt du sie für deine wohlverdiente Erholung. Schliesslich muss ja die Work-Life-Balance stimmen :-) . Doch leider ist das immer weniger der Fall. Eine Menge Menschen fühlen sich immer mehr ausgelaugt. Einige davon leiden aber auch an ihrem Freizeitstress. Immer und überall gleichzeitig sein zu wollen ist der Grund dafür.

Urlaubszeiten gelten daher als Rettungsring – die Erholung ruft! … Oder auch nicht. Dir ist sicherlich dieses Gefühl bekannt, kaum beginnt die Erholungsphase, der Körper reagiert und stellt sich auf das „Nichts tun“ ein, musst du auch schon wieder Koffer packen. Ab nach Hause! Toll. „Was wir hier mit uns selbst anstellen ist fast unmenschlich“, sagte der Vortragende eines Seminars in dem es um Urlaub & Mensch ging.

Ein guter Trip ist zu Hause bleiben

Das klingt für dich jetzt sicherlich schlimm oder? Wir, die wir doch Weltmeister im Reisen sind :-) ! Stubenhocker – die andere Alternative zum Fortfahren. Beginne eine „Kuschelbeziehung“ mit deinem Sofa samt Decke, Kissen und Büchern. Klingt für dich nach Rückzug? Finde ich nicht. Im Gegenteil, es hat bei näherer Betrachtung schon auch seinen Reiz! Warum ich auf so einen Schwachsinn komme, wirst du dir möglicherweise denken … Ich sags dir.

Lieblingsplatz

Ich kann dir aus eigener Erfahrung schon sagen, dass die andauernde Jagd nach Wellness auch anstrengend ist. Ausserdem ist es oft nicht sicher das solche Tage auch das erfüllen was man sich davon verspricht. Das Gleiche gilt bei gebuchten Urlauben. Nämlich die erhoffte Erholung! 

Ich hab mich immer gern „verdrückt“ wenn mir mein Leben gestunken hat! Rein in den Flieger und weg. Man könnte auch davonlaufen dazu sagen. Wieder zurück, musste ich feststellen, das alles beim Alten war. Der gleiche Job, die selben Probleme und Menschen denen ich am liebsten nicht mehr begegnet wäre … Alles noch genauso da wie vor dem Urlaub.

Anstelle davon zu laufen, bleib mal zu Hause

Kümmere dich um DEIN Leben. Bringe DIE Dinge in Ordnung, die dich nerven. Säubere und verändere – DAS ist mehr wert und du profitierst auf jeden Fall davon. Mehr als mit einer Cuba-Libre am Strand deinen Sonnenbrand zu betrachten. Ich weiß jetzt schon, dass diese Idee nicht für jeden attraktiv ist :-) , die Idee mal zu Hause deinen Urlaub zu verbringen ist gut und macht Sinn! Auch das „nichts tun“ zu Hause … DAS ist reine Erholung.

Ein Versuch ist es allemal wert. Was natürlich auch nicht heissen soll dass du NIE wieder deine Reisetasche packen sollst oder darfst, es geht um das Nichts tun, Erholung, die Seele hutschen – entschleunigen … und dazu musst du kein teures Ticket buchen. Das Gute liegt oft so nah. :-)

Vielleicht ein kleiner Anstoss wenn der nächste Trip schon geplant sein sollte. Stell die Tasche zurück und bleib zu Hause.

Wie geht es dir bei diesen Gedanken? Ist das für dich vorstellbar oder ein „geht gar nicht“ Thema … schreib mir!

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Tag 3

Wir entschieden uns diesmal noch früher loszugehen, den Tag quasi so einzufangen wie es sonst nicht möglich war, die Einzigen und Ersten waren wir trotzdem nicht in unserem Venedig. Ich liebe dieses Wachküssen der Städte, wie alles ins Laufen und Leben kommt.

Cafe to go … Sit down am Marcusplatz und frühstücken … das Ganze am historischen Boden.

Danach war umziehen war angesagt, es ist etwas kühler als gestern. Wir schichteten unsere Sachen, sahen aber trotzdem sehr stylisch aus.

Anschliessend neues Auskundschaften, abseits der Touripfade, ganz hinten am Ende der Stadt durch Castello und San Pietro.

Keine Gasse blieb von uns unentdeckt, alles war noch ruhig und es tat gut jeden Winkel für uns zu haben. Wir hatten irgendwie das Gefühl leise sein zu müssen.

Ruhige Gasse in Venedig

Und dann saßen wir am Campo Ruga … alleine! Langsam wurden alle wach. Jürgen hatte den 3. Cappucino und „dampfte“ vor sich hin, während ich ein paar unserer Gedanken notierte. Die Sonne auf der Nasenspitze und Glück im Bauch … kurzfristig ein neues Lebensgefühl für uns. Hier beeindruckte uns die Stadt mehr als an den meisten anderen Orten.

Kaffeepause am Campo Ruga in Venedig

In dem Cafe entstand dann die Idee … wir wollen im Herbst einige Wochen hier verbringen. Neue Ideen zu sammeln, sich neu zu formatieren. Leben und arbeiten, unter anderen Umständen. Das italienische Leben im Alltag inhalieren und das mitten unter den Venezianern.

Ein langer Spaziergang und es kam mir vor als wären wir am Ende dieser Insel. Am Ende der Promenade, im Parco delle Rimembranze, ließen wir uns von der Sonne wärmen. Ich hatte Musik von Eros Ramazzotti in den Ohren – total kitschig. Aber dieses Mal wusste ich jedenfalls sicher, dass ich zu den Menschen gehörte, die Venedig lieben. Der Park dürfte ein zentraler Mittelpunkt der alten Einheimischen sein, hier trifft sich Hund und Besitzer zu einem kleinen „Morgen-Meeting“.

Ein gesetzteres Ehepaar, geschätzte 80 Jahre, top gestylt, schlenderte Hand in Hand an uns vorüber, während ihr Retriever sich von uns Streicheleinheiten abholte. Ein Blickkontakt mit den Herrschaften, der sehr viel Wärme und Sympathie ausstrahlte.

Parco delle Rimembranze

In der Zwischenzeit wieder im Viertel um den Marcusplatz, sitzen wir beim täglichen Koffeinkick in „unserem“ Cafe Principessa. Mittlerweile ist es windstill und angenehm warm.

Wir waren ja seit 5 Uhr morgens wach, genau das machte sich dann ab 15 Uhr sehr stark bemerkbar. Das hieß für uns: Zimmerstunde. Wir wollten den heutigen Abend länger geniessen und das ging nur mit einer Augenpflege.

Nach zweistündiger Pause war es an der Zeit an das Essen zu denken, wir suchten wieder unser das Lokal vom ersten Abend, wo wir sehr gut gespeist hatten. Trattoria Al Leoncini … Gott sei Dank hatte ich beim ersten Besuch eine Visitenkarte mitgenommen, die Gassen verwirrten mich nach wie vor.

Relativ rasch gefunden, der Kellner kannte uns von der Weite, zählte auf was wir vor 2 Tagen gegessen und getrunken hatten, was uns besonders gefiel. Dabei blieben wir auch diesmal, Martini Bianco auf Eis und Zitrone, Vino del a Casa, Pizza Ruccula. Kann man sich davon abessen? Definitv nein!

Wir beschlossen ein Mitbringsel für uns selbst zu suchen, ich wehrte mich ja vehement eine Gondelfahrt zu machen. Irgendwie zu kitschig und kommerzmäßig und dann noch 80 € für 30 Minuten, wo sich die Gondeln stauen in den Nebenkanälen, no thanks! Also obligatorischer Spaziergang und unser Ziel Maskenkauf.

Wir waren erfolgreich, ich hatte bei der Ankunft schon eine Maske gesehen, die mir sehr gut gefiel … schwarz, Federnkranz, minimal verziert. Gefunden! Gekauft und später im Hotel gab es ein Shooting. ;) Super. Wobei uns gleich der Karneval einfiel und uns der Gedanke sichtlich Spaß machte.

Sandra beim Prosecco des Abends

Noch 2 Gläser Prosecco vor dem Schlafengehen und um 23 Uhr machten wir uns auf den Weg durch die dunklen, vom Mond teilweise beleuchteten Gassen. Sehr mystisch und wie ich finde abends nochmal viel schöner!

 

4. und leider letzter Tag in Venedig

Es wäre nicht ICH, wenn nicht die Wehmut mit mir aufgestanden wäre. Um 11 Uhr musste das Zimmer geräumt sein und Hr. Mayer wäre nicht Hr. Mayer, wenn er nicht (als er unser Frühstück besorgte) an der Reception gefragt hätte, ob es möglich sei noch 1 Nacht anzuhängen. Vergebens, es war das Osterwochenende und alles ausgebucht und ehrlich gesagt für eine Nacht inkl. Tag und allem was dazu gehört 500€ zu zahlen war es dann auch nicht wirklich wert. Was aber nicht bedeutet, dass wir nicht wieder zu einem anderen Zeitpunkt in die Stadt der Lagune kommen.

Es waren 4 phantastische Tage!

Wir hatten das Wetter auf unserer Seite und so saßen wir da, Koffer geparkt im Hotel, wir in der Sonne, bei Kaffee und Sprizz …

Aperol Sprizz am Canale Grande

Was wir zum Abschluss unbedingt noch machen wollten: UNS in das Gewühl der Menschenmassen am Marcus Platz zu mischen. Noch einige Schnappschüsse zu tun, und dabei darauf zu achten, das man sich nicht in den zahllosen Selfie-Stangen verfängt. :-)

Damit wir eben auch hier mitreden konnten :-) … was mir danach aufgefallen ist, das wir etwas weniger geredet haben, aber dafür mehr gefühlt und ich für meinen Teil sehr viel Dankbarkeit verspürte!

Fazit:
Bevor wir hergefahren sind wurde uns ja von vielen gesagt, Venedig sei sehr teuer, aber wenn ich die Preise mit Salzburg oder Wien vergleiche, wo in einem etwas nobleren Lokal ein Glas Prosecco auch € 6,50 kostet, sind die Preise ziemlich gleich. Eben nur mit besserem Ambiente. ;) Daher finden wir derartige Aussagen sehr unfair und unpassend.

Noch ein paar Eindrücke

Hier geht es zum ersten Teil unseres Venedig Berichtes