Unser Venedig

Tag 3

Wir entschieden uns diesmal noch früher loszugehen, den Tag quasi so einzufangen wie es sonst nicht möglich war, die Einzigen und Ersten waren wir trotzdem nicht in unserem Venedig. Ich liebe dieses Wachküssen der Städte, wie alles ins Laufen und Leben kommt.

Cafe to go … Sit down am Marcusplatz und frühstücken … das Ganze am historischen Boden.

Danach war umziehen war angesagt, es ist etwas kühler als gestern. Wir schichteten unsere Sachen, sahen aber trotzdem sehr stylisch aus.

Anschliessend neues Auskundschaften, abseits der Touripfade, ganz hinten am Ende der Stadt durch Castello und San Pietro.

Keine Gasse blieb von uns unentdeckt, alles war noch ruhig und es tat gut jeden Winkel für uns zu haben. Wir hatten irgendwie das Gefühl leise sein zu müssen.

Ruhige Gasse in Venedig

Und dann saßen wir am Campo Ruga … alleine! Langsam wurden alle wach. Jürgen hatte den 3. Cappucino und „dampfte“ vor sich hin, während ich ein paar unserer Gedanken notierte. Die Sonne auf der Nasenspitze und Glück im Bauch … kurzfristig ein neues Lebensgefühl für uns. Hier beeindruckte uns die Stadt mehr als an den meisten anderen Orten.

Kaffeepause am Campo Ruga in Venedig

In dem Cafe entstand dann die Idee … wir wollen im Herbst einige Wochen hier verbringen. Neue Ideen zu sammeln, sich neu zu formatieren. Leben und arbeiten, unter anderen Umständen. Das italienische Leben im Alltag inhalieren und das mitten unter den Venezianern.

Ein langer Spaziergang und es kam mir vor als wären wir am Ende dieser Insel. Am Ende der Promenade, im Parco delle Rimembranze, ließen wir uns von der Sonne wärmen. Ich hatte Musik von Eros Ramazzotti in den Ohren – total kitschig. Aber dieses Mal wusste ich jedenfalls sicher, dass ich zu den Menschen gehörte, die Venedig lieben. Der Park dürfte ein zentraler Mittelpunkt der alten Einheimischen sein, hier trifft sich Hund und Besitzer zu einem kleinen „Morgen-Meeting“.

Ein gesetzteres Ehepaar, geschätzte 80 Jahre, top gestylt, schlenderte Hand in Hand an uns vorüber, während ihr Retriever sich von uns Streicheleinheiten abholte. Ein Blickkontakt mit den Herrschaften, der sehr viel Wärme und Sympathie ausstrahlte.

Parco delle Rimembranze

In der Zwischenzeit wieder im Viertel um den Marcusplatz, sitzen wir beim täglichen Koffeinkick in „unserem“ Cafe Principessa. Mittlerweile ist es windstill und angenehm warm.

Wir waren ja seit 5 Uhr morgens wach, genau das machte sich dann ab 15 Uhr sehr stark bemerkbar. Das hieß für uns: Zimmerstunde. Wir wollten den heutigen Abend länger geniessen und das ging nur mit einer Augenpflege.

Nach zweistündiger Pause war es an der Zeit an das Essen zu denken, wir suchten wieder unser das Lokal vom ersten Abend, wo wir sehr gut gespeist hatten. Trattoria Al Leoncini … Gott sei Dank hatte ich beim ersten Besuch eine Visitenkarte mitgenommen, die Gassen verwirrten mich nach wie vor.

Relativ rasch gefunden, der Kellner kannte uns von der Weite, zählte auf was wir vor 2 Tagen gegessen und getrunken hatten, was uns besonders gefiel. Dabei blieben wir auch diesmal, Martini Bianco auf Eis und Zitrone, Vino del a Casa, Pizza Ruccula. Kann man sich davon abessen? Definitv nein!

Wir beschlossen ein Mitbringsel für uns selbst zu suchen, ich wehrte mich ja vehement eine Gondelfahrt zu machen. Irgendwie zu kitschig und kommerzmäßig und dann noch 80 € für 30 Minuten, wo sich die Gondeln stauen in den Nebenkanälen, no thanks! Also obligatorischer Spaziergang und unser Ziel Maskenkauf.

Wir waren erfolgreich, ich hatte bei der Ankunft schon eine Maske gesehen, die mir sehr gut gefiel … schwarz, Federnkranz, minimal verziert. Gefunden! Gekauft und später im Hotel gab es ein Shooting. 😉 Super. Wobei uns gleich der Karneval einfiel und uns der Gedanke sichtlich Spaß machte.

Sandra beim Prosecco des Abends

Noch 2 Gläser Prosecco vor dem Schlafengehen und um 23 Uhr machten wir uns auf den Weg durch die dunklen, vom Mond teilweise beleuchteten Gassen. Sehr mystisch und wie ich finde abends nochmal viel schöner!

 

4. und leider letzter Tag in Venedig

Es wäre nicht ICH, wenn nicht die Wehmut mit mir aufgestanden wäre. Um 11 Uhr musste das Zimmer geräumt sein und Hr. Mayer wäre nicht Hr. Mayer, wenn er nicht (als er unser Frühstück besorgte) an der Reception gefragt hätte, ob es möglich sei noch 1 Nacht anzuhängen. Vergebens, es war das Osterwochenende und alles ausgebucht und ehrlich gesagt für eine Nacht inkl. Tag und allem was dazu gehört 500€ zu zahlen war es dann auch nicht wirklich wert. Was aber nicht bedeutet, dass wir nicht wieder zu einem anderen Zeitpunkt in die Stadt der Lagune kommen.

Es waren 4 phantastische Tage!

Wir hatten das Wetter auf unserer Seite und so saßen wir da, Koffer geparkt im Hotel, wir in der Sonne, bei Kaffee und Sprizz …

Aperol Sprizz am Canale Grande

Was wir zum Abschluss unbedingt noch machen wollten: UNS in das Gewühl der Menschenmassen am Marcus Platz zu mischen. Noch einige Schnappschüsse zu tun, und dabei darauf zu achten, das man sich nicht in den zahllosen Selfie-Stangen verfängt. 🙂

Damit wir eben auch hier mitreden konnten 🙂 … was mir danach aufgefallen ist, das wir etwas weniger geredet haben, aber dafür mehr gefühlt und ich für meinen Teil sehr viel Dankbarkeit verspürte!

Fazit:
Bevor wir hergefahren sind wurde uns ja von vielen gesagt, Venedig sei sehr teuer, aber wenn ich die Preise mit Salzburg oder Wien vergleiche, wo in einem etwas nobleren Lokal ein Glas Prosecco auch € 6,50 kostet, sind die Preise ziemlich gleich. Eben nur mit besserem Ambiente. 😉 Daher finden wir derartige Aussagen sehr unfair und unpassend.

Noch ein paar Eindrücke

Hier geht es zum ersten Teil unseres Venedig Berichtes

XOXO Sandra FrauenPunk

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