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Meistens habe ich ja kein Problem einfach darauf loszuschreiben, doch aus irgendeinem Grund fällt es mir heute schwer. Mir fehlen die Worte für DAS was ich so gerne (BE)schreiben und auch teilen möchte! Im Grunde geht es um eine Art „Lebensmotto“. Um ein … in und auf der Welt sein.

Ich fühle mich vom Leben „getragen“

Das war keinesfalls immer so! Seit ich mich aber so intensiv mit mir und dem Leben auseinandersetze, kann es gar nicht so schmerzhaft und unangenehm werden, weil mich das Leben ummantelt. Das Gefühl habe ich tatsächlich! Je älter ich werde, umso tiefer ich mir begegne, umso deutlicher spüre ich dieses „getragen“ werden. <3

Was aber nicht heißen soll, dass das Leben mir nur positive Glücksmomente schenkt und DAS für mich bereitstellt, was ich mir wünsche. :D Und es bedeutet auch nicht, dass ich nicht oft auch die Hosen gestrichen voll habe, wenn ich mich auf etwas Neues und ungewisses einlasse!

Ich spreche hier selbstverständlich nur aus meiner Sicht. Was ich damit sagen will ist, das ich auch in Momenten des „Fallens“, am Tiefpunkt einer Ausweglosigkeit … im Schmerz spüre, dass es schon so sein darf und es auch Sinn ergibt. Auch, wenn die Klarheit darüber sehr oft erst etwas später kommt.

Gerade in solchen Momenten, in denen ich keine Ahnung habe, was folgen wird, fühle ich mich mehr und mehr getragen. Ich schaffe es tatsächlich mich dem Leben hinzugeben! Ich vertraue. Irgendwo stand mal „Das Leben ist oft klüger, als wir selbst …“. Ich bin mir sehr sicher, dass das auch stimmt.

Ich habe lernen dürfen (und ich lerne immer noch): Ich muss gar nicht alles heute, jetzt und sofort wissen. Gerade in dieser Unwissenheit, in dieser Leere, werden so viele neue Impulse und Erkenntnisse frei. Die Erfahrung, die ich dabei machen durfte, ist: Ich weiß das, was gerade wirklich wichtig ist für mich. Und das ist zu diesem Zeitpunkt das Wichtigste. Alles andere ist zu dem Zeitpunkt eine Nebensache.

Verstehen können wir unser Leben nur RÜCKWÄRTS, LEBEN müssen wir es vorwärts!

Die Frage, die sich dabei stellt, ist: „Was will das Leben von mir?“
Gegenfrage: „Was will ICH vom Leben?“

Mich zieht es immer mehr dahin, mich hinzugeben und nicht permanent etwas zu wollen! Einfach still werden und abwarten. Hören … darauf achten was sich da leise in und um mich auftut. Wenn ich diese Haltung einnehme, beschenkt mich das Leben sehr oft in besonders wertvoller Weise.

GUTES LEBEN … ich DANKE DIR …

Ich habe meinen Beitrag in erster Linie auf mein Leben „gelegt“. Passend ist er allerdings auf unser aller Leben, sofern Du für diese Weitsicht offen bist. ›lächel‹.

Kennst Du dieses Gefühl, von dem ich hier versucht habe zu schreiben? Ich wünsche es Dir, … es tut gut. <3

VOM LEBEN GETRAGEN … NUR WER LOSLÄSST UND VERTRAUT, DEN TRÄGT DAS LEBEN DAHIN, WO ER WACHSEN KANN.

Eva Maria Martin
Lesezeit: 5 Minuten

Eine Beziehung ohne das notwendige Vertrauen wird nicht sehr viele Jahre beständig sein. Der Beginn einer Partnerschaft ist immer rosig. Die Schmetterlinge duellieren sich im Bauch und man fühlt sich rundherum wohl. Keiner geht eine Beziehung ein, wenn von Beginn an ein Misstrauen spürbar ist. Allerdings werden wir nicht mit dem unschönen Gefühl „Misstrauen“ auf die Welt gesetzt. Kein Vertrauen zu haben, kann die unterschiedlichsten Gründe haben.

Wieder ein Thema, über das ich zwar nicht allzu gerne schreibe, da es mir sofort bitter aufstoßt, aber ich kenn mich prima darin aus. Unser Leben besteht aus Freundschaften, Beziehungen, ob geschäftlich Beziehungen oder private … es geht immer ums miteinander. Dabei hilft uns unser Vertrauen. Ohne Vertrauen wird jedes zwischenmenschliches Sein zur Qual. Es belastet, ist anstrengend und macht unter Umständen sogar krank. Warum aber dominiert das Misstrauen in vielen Beziehungen so?

  • Vielleicht wurden wir generell zu einem sehr argwöhnischen und misstrauischen Menschen erzogen,
  • oder es gab in der Familie immer wieder Enttäuschungen und Verletzungen.
  • Man wurde im Freundes oder belogen,
  • oder, und das werden sicher viele  erlebt haben – wir wurden in vorherigen oder in der aktuellen Beziehung schwer enttäuscht und belogen.

Wie Du sehen kannst, es gibt immer mehrere Möglichkeiten weshalb uns das Vertrauen manchmal sehr schwerfällt.

Vertrauen ist eine tragende Säule in jeder Partnerschaft

Durch das gegenseitige Vertrauen zeigst Du Deinem Partner, wie sehr Ihr Euch akzeptiert und Euren Worten Glauben schenkt! Wenn Du Deinem Partner vertraust, kannst Du Dich fallen lassen und einlassen auf alles was kommt. Man wächst näher zusammen und es wird mit den bestehenden Jahren mehr. Dadurch hat das Wort Beziehung, eine ganz besondere wunderbare Bedeutung. Man erkennt viele positiven Seiten und nichts erinnert an Ärger, Frust und Stress. Von kleinen Unstimmigkeiten möchte ich jetzt nicht schreiben, denn diese machen jedes miteinander ja erst lebendig. ›lach‹ Es werden so unendlich viele Möglichkeiten „gemeinsam“ geweckt, die eben unser Leben fantastisch machen.

Nicht nur für die Liebe selbst ist Vertrauen überlebensnotwendig, sondern auch für uns selbst! Seinem Partner Vertrauen schenken zu können, hat sehr viel mit dem eigenen Selbstvertrauen zu tun. Fehlt Dir ein gesundes Maß an Selbstvertrauen und Selbstliebe, dann wird es Dir schwerfallen, Deinem Partner zu vertrauen. In Deinem Kopf werden immer wieder negative Gedanken aufgewirbelt.

Ohne Vertrauen wird keine Beziehung überleben …

Ich glaube, ich war ein wandelndes „Misstrauen“. Allerdings niemals grundlos. Nach jeder gescheiterten Partnerschaft beschloss ich das Gute im anderen zu sehen. Die Ehrlichkeit.  Ich änderte viele Denkmuster und war immer bemüht, mein Bestes zu jeder Partnerschaft beizutragen. Solange bis sich mein unterdrücktes Bauchgefühl lautstark zu Wort meldete. Auch sehr berechtigt wie ich jedes Mal feststellte.

Durch die unterschiedlichen Verletzungen und Vertrauensbrüche steigt natürlich die Angst erneut einen Menschen an sein Innerstes herankommen zu lassen. Eine sehr natürliche Reaktion wie ich meine. Der Sinn ist der, wir wollen uns eben nicht noch einmal auf etwas einlassen, was uns schon mal weh getan hat. Je älter wir werden, schon mal gar nicht!

Was passiert also: Wir bauen einen Schutzmechanismus auf. Leider bemerkt man nicht, wenn die Zeit gekommen ist, diesen Schutzfaktor wieder herunterzufahren. Gerade wir Frauen bleiben dabei gerne in der Spur und bis wir es endlich doch checken, ist es meistens schon zu spät. Wir verbauen uns selbst die Chance, anderen Menschen zu vertrauen. Die Folge: Nähe und Geborgenheit werden zu Fremdwörtern!

Wenn ich an mich selber denke, ich habe mich trotz Beziehung immer einsamer und trauriger gefühlt. Es war mir nicht klar gewesen zu verstehen, dass ich niemand „Neuen“, anderen, dafür bestrafen durfte, nur weil mich viele komplett andere Personen belogen und verletzt haben!

Außerdem fing ich auch damit an, meinem Partner Dinge zu unterstellen, die gar nicht vorhanden waren, … ich glaubte sie nur schon vorausschauend zu „riechen“! „FRAU“ steigert sich eben gerne in gewisse Sachen extrem hinein und das, obwohl es keinen wirklichen Grund dafür gibt! Alles nur wegen unzähligen Vorgeschichten, die ihre Furchen gezogen haben.

Und im Endeffekt entsteht aufgrund des mangelnden Vertrauens auch die Eifersucht. Die gute Seite der Beziehung werden dabei einfach übersehen! „Frau“ sucht nach Fehlern, sucht nach Gründen um ihrem Partner nicht zu vertrauen. Das, was ich damit jedes Mal erreichte war Distanz … eine Kluft. Eine Distanz zu dem Menschen, mit dem man eigentlich sehr gerne sein Leben teilen würde.

Vielleicht fragst Du Dich, warum ich darüber so genau Bescheid weiß? Nun, mir ging es wie gesagt immer so. Ich wurde extrem enttäuscht und es fing mir auch anfangs sehr schwer meine jetzige Beziehung zu Jürgen zu halten. Ich wartete immer darauf, dass ich auf irgendein Geheimnis stoßen würde. Ich hatte kaum Vertrauen nur Misstrauen und eine hüfthohe Mauer um mich. Lügen dulde ich nicht. Das ist einer meiner Werte, die mir sehr wichtig sind! So bin ich in meine Beziehung gegangen und so würde ich sie auch beenden. Ehrlich.

Ich glaube ganz los, wird man dieses Misstrauen nicht mehr. Auch ich werde manchmal diesbezüglich gefordert. Aber damit es nicht so weit kommt, kann ich Dir ein wenig unter die Arme greifen, um Dein Vertrauen wieder zu steigern. <3

  • Ehrlichkeit:
    Ehrlichkeit ist genauso wichtig wie Vertrauen. Es sind ganz wichtige Eigenschaften um eine erfüllte Beziehung führen zu können. Sei ehrlich zu Deinem Partner. Ich habe immer den Fehler gemacht, alles das mich bedrückt und belastet hat, herunterzuschlucken. Ich habe alles in mich hineingefressen. Diese Vorgehensweise macht alles noch viel schlimmer! Natürlich kannst Du das auch von Deinem Partner erwarten! Ich finde es sogar sehr notwendig. So zeigt Ihr Euch Eure gegenseitigen Bedürfnisse. Mit anderen Worten – Ihr könnt besser aufeinander eingehen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.
  • Zeig Deine Gefühle!
    Gemeint ist nicht tobend durch die Wohnung zu laufen und Deinen Partner anzuschreien oder sogar beleidigen. Das möchtest Du doch sicher auch nicht. Viel mehr meine ich damit, dem Partner offen zu zeigen, wenn Dich eine Handlung verletzt. Somit weiß er jedenfalls sofort, dass er zu weit gegangen ist. UND – wenn Dir nach Tränen ist … lass sie raus! Auch da gilt wieder nur nichts hineinfressen, denn irgendwann muss es sowieso raus und das sind dann meistens die Situationen, die Du vermeiden solltest. Nämlich dann wird es sehr oft unschön und laut. Natürlich solltest Du auch Deine positiven Gefühle zeigen. Einfach mal sagen wie glücklich Du heute bist? Tja mir als sehr unromantische Frau fällt das immer noch verdammt schwer … ich mach das dann gerne mal mit den Augen. ›lach‹
  • Vergangenheit war gestern.
    Es muss Dir bewusst werden, dass Dein Partner NICHT der Mensch von früher ist. Es ist eine andere Person. Du musst mit der Vergangenheit abschließen! Es ist möglich das weiß ich. Ich konnte in meiner Beziehung mit Jürgen zu Beginn auch nicht wirklich vertrauen, jedenfalls nicht 100 %. Aus Angst. Und ich würde lügen, wenn ich heute sage: „Hey, Ladys ich habe alles abgelegt … mein Vertrauen ist grenzenlos  groß …“. Es ist der Umgang mit dem Misstrauen, der anders geworden ist. Es war eben die beste Entscheidung für mich, sich gegen eine Liebe ohne Vertrauen zu entscheiden und immer noch hart an mir zu arbeiten. Und das gelingt nur, wenn Du Deine Vergangenheit ziehen lässt.
  • Nimm Dir Zeit die Du brauchst.
    Enttäuschungen sitzen. Sie lassen sich nicht so einfach abschütteln. Das darfst Du auch gerne Deinem Partner manchmal erklären. Es kann schon ein Weilchen dauern bis Du wieder Vertrauen aufgebaut hast. Deshalb ist es auch wichtig, Dir die nötige Zeit zu geben und Dir auf keinen Fall Druck zu machen! Sei offen. Rede mit Deinem Partner darüber. Eines kann ich Dir sagen: wenn es Dein Herzmensch ernst mit Dir meint und Du ihm wichtig bist, wird er Dich verstehen und Dir die notwendige Zeit schenken.

Vielleicht konnte ich Dir etwas Hoffnung schenken. Denn alles ist veränderbar, wenn wir es möchten. Und übrigens, diesen Artikel habe ich auch für mich geschrieben … immer wieder zur Erinnerung. #lach-zwinker-händezusammenschlag! Wenn Du mir Deine Gedanken darüber in den Kommentaren da lassen möchtest? Ich bin sehr neugierig wie Deine Sichtweise liegt. Dann bleibt mir nur noch, Dir eine vertrauensvolle und liebevolle Zeit zu wünschen! Pass gut auf Dich auf und wir lesen uns bald wieder, wenn Du Lust hast?

Lesezeit: 3 Minuten

Was Vertrauen für mich bedeutet

Das Vertrauen und ICH. Es ist nicht immer einfach. Natürlich weiß ich, dass ich ein glückliches und harmonisches Leben verdient habe. Das haben wir alle! Aber dieses Glück nicht zu durchleuchten und einfach daraufzusetzen, dass es so bleibt wie es ist – das ist etwas, was mich die Erfahrungen aus der Vergangenheit NICHT gelehrt haben. Meine Gedankengänge sind immer einen Tick persönlicher, anders als meine anderen Artikel. Und heute steckt noch mehr des persönlichen in meinem Text, weil ich glaube, dass es sehr vielen Frauen genauso geht …

Immer wieder, zwar schon wesentlich seltener, klopfen sie bei mir an … die nagenden Zweifel und verlangen nach meiner Aufmerksamkeit. Ist dieses Glück tatsächlich echt? Bin ich genug dankbar? Sollte ich vorsichtiger sein? Was ist WENN …? Und noch einiges mehr.

Ja was ist, wenn ein Schicksalsschlag mein/unser Glück zerreißt? Ich winke meinem Mann jedes Mal hinterher, wenn er weitere Strecken zurücklegen muss mit den Worten: „Pass bitte auf“! Dabei spüre ich einen Angstschauer über meinen Rücken laufen. Und ich hoffe inständig, dass er wieder heil zu mir zurückkommt. Mit den eigenen stillen Worten „alles ist gut“, beruhige ich mich dann selbst und finde es beinahe beschämend so ängstlich zu sein.

Folgt auf jedes Glück unweigerlich das Pech oder der Schmerz? Das frage ich mich. Dem Glück vertrauen können und sich einfach  zu freuen, dass ich es in den Händen halten darf – würde ausreichend sein, anstatt mit so Ängsten durchs Leben zu laufen!

Es gibt Nächte da liege ich in meinem Bett, neben mir mein Herzmensch, und ich frage mich allen Ernstes wann das erschütternde Ende kommt. In meinem Bauch strampeln die Gefühle eifrig in meine Rippen und ich denke mir dabei: so viel Glück und so viele schöne Momente sind doch nicht normal … irgendwann wird mir mein Leben wieder eine Ohrfeige verpassen.

Vertrauen in die Liebe …

Alte Wunden beeinflussen das Vertrauen leider. Das ist ein Prozess der sehr lange braucht um zu gesunden. Vertrauen hängt extrem von den Erfahrungen ab die wir früher gemacht haben. In meiner ersten Ehe dachte ich, DAS hält für immer – bis es unschön zu Ende war. Beim nächsten Partner dachte ich, er liebt mich wirklich – bis er eine andere hatte. Und beim nächsten dachte ich, ich wäre das Wichtigste in seinem Leben – bis er mich in einer Ecke völlig kaputt zurückließ. Ich könnte noch anhängen, lass ich aber lieber bleiben.

Das alles schwächt das Vertrauen. In die Liebe und in jede weitere Beziehung. Ich glaube, das kann jede Frau nachvollziehen. Heute vertraue ich in die Liebe. Wenn mein Herzmensch mich anschaut, habe ich keine Angst. Seine Arme sind mein Anker und seine Schultern mein zweiter Boden unter mir. Ein Gefühl von Glück und Geborgenheit. <3

Vertrauen braucht vor allem eines – ZEIT

Das Vertrauen in einer neuen Beziehung wächst langsam. S e h r langsam. Mit unzähligen kleinen und großen Momenten des gemeinsamen Glücks. Step by Step probiert man. Wächst an Streitigkeiten und Niederlagen. Wird er bleiben? Respektiert er die eigenen Grenzen? Ist die Beziehung „Gewitter tauglich“?

Denn letztendlich wächst Vertrauen auch daran, dass wir schwierige Momente gemeinsam durchsteht. Es klingt vielleicht verrückt, aber Liebe und Vertrauen festigen sich vor allem in schwierigen Zeiten, denn da hat man die meiste Angst, alleine gelassen zu werden. Die Sonne scheint nun mal nicht ständig. Erst, wenn es ungemütlich wird und stürmt, dann wächst unser Vertrauen!

Gedankengänge #48

Und trotzdem …, selbst wenn schon viel Zeit vergangen ist, gefüllt mit unzähligen anhaltenden Glückstagen und bestandenen Stürmen, kommt es vor, dass meine Zweifel wieder sehr präsent vor meiner Türe stehen und lautstark anklopfen. Nun, ich habe dafür allerdings eine gute Taktik gefunden, die mir dabei hilft, das Glück einfach Glück sein zu lassen.

Ich drehe mich zu dem tollsten Mann der Welt für mich, drücke mich fest an ihn und denke mir:
Ihr dämlichen Zweifel, vertschüßt euch! Ich genieße mein Glück, denn ich habe es mir verdient … solange  wie es an meiner Seite bleiben möchte. Und wer weiß, vielleicht habe ich das Glück und es bleibt für immer. ›zwinker‹

Vertrauen finden wir nur bei Menschen, die mit unserer Seele so umgehen, als wäre es ihre eigene.

Danke, dass Du meine Gedanken mit mir geteilt hast. Ich wünsche Dir eine fantastische und liebevolle Zeit. Bis demnächst, wenn Du Lust hast, in meinen nächsten Gedankengängen!

Lesezeit: 3 Minuten

Wer nicht vertraut, wird auch kein Vertrauen finden. Vertrauen ist ein sehr wichtiges und kostbares Gut. Ist es mal erschüttert, geht es erstmal verloren und ist es sehr schwer wieder zu finden. Vertrauen hat auch nichts damit zu tun, sich die Welt „schön zu reden“, sondern es ist eine fundamentale Beziehungsqualität.

Es ist der Raum in dem das Leben stattfindet. In diesem Raum teilen wir Gefühle, Empfindungen, Bilder und Gedanken miteinander. Also ein Raum des Lebens, in dem wir miteinander lachen, atmen, weinen, streiten und lieben … so lernen wir einander zu vertrauen.

Jeder von uns ist schon mal von einem anderen Menschen enttäuscht worden. Wo wir wieder bei dem Thema wären, schlechte Erfahrungen gehören zu unserem Leben, es macht uns kompletter und wir sollten daraus lernen. Der erste Gedanke, der einem nach so einer Enttäuschung durch den Kopf jagt, ist „kann ich den niemandem mehr trauen?“

Enttäuscht und traurig zu sein, wenn man hereingelegt wurde, ist eine absolut normale Reaktion. Aus eigener Erfahrung muss ich leider sagen, dass ICH nach wie vor mit Misstrauen an „neue“ Menschen heran gehe. Ich bin nicht nur enttäuscht, sondern habe auch eine teilweise feindselige Haltung gegenüber anderen entwickelt.

Für mich ein Schutzschild

Nach dem Motto ich rechne mit dem Schlimmsten und habe absolut keine Erwartung, dann kann ich auch nicht enttäuscht werden. Nur leider macht es dieses Verhalten oder diese Einstellung nicht unbedingt einfacher im Umgang mit anderen Menschen! Positive und befriedigende Erfahrungen mit anderen bleiben quasi aus – man lässt es nicht zu. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser …

Vertrauen ist die Basis jeder Beziehung

Vertrauen ist die wichtigste Basis für jede Beziehung! Ob im privaten, persönlichen oder beruflichen Bereich. Jeder Mensch hat sich im Leben seine eigene bestimmte Grundeinstellung hinsichtlich anderer Personen zugelegt. Diese Grundeinstellung würfelt sich aus unseren Erfahrungen aus der Kindheit zusammen. Kinder haben absolutes Vertrauen in ihr Umfeld, bis etwas passiert wo sie erfahren, dass sie auch enttäuscht werden können!

Beispiele dafür können sein

  • wenn Eltern ihr Versprechen nicht einhalten
  • wenn sie Hilfe brauchen und keiner da ist
  • wenn von ihnen zu viel erwartet wird und sie immer wieder erleben es nicht zu schaffen
  • zu viel Kritik
  • grundloses Bestrafen oder sogar Schlagen
  • ein zu überbehütetes Aufwachsen, so dass Kinder keine eigenen Erfahrungen sammeln können
  • die schlechte Laune der Eltern auf die Kinder übertragen

All diese Beispiele tun ihr Bestes um unsere Grundeinstellung schon als Kind im Bezug auf Vertrauen in anderen Menschen oder in das Leben zu entwickeln.

Wie kann ich vertrauensvoll leben?

Eine Frage die ich mir auch immer wieder stellen muss. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: trete ich einem Menschen immer wieder mit Misstrauen gegenüber, werde ich auch immer öfter enttäuscht bzw. ich seh mich darin bestätigt, dass mein Misstrauen berechtigt war.

Mein Umgangsstil ruft in meinen Mitmenschen genau diese Verhaltensweisen hervor, die meinen Erwartungen entsprechen. „Selbsterfüllende Prophezeiung“ nennt sich das in der Fachsprache …

Deshalb versuche ich in der Zwischenzeit, trotz unendlicher Enttäuschungen, anderen Menschen nicht immer, aber so oft es für mich möglich, einen „Vertrauensvorschuss“ zu gewähren. Meinetwillen und wegen der anderen. Ich fühl mich besser wenn ich nicht gleich mit negativen Gedanken auf andere Menschen zugehe – und die Chance anderen Menschen nahe zu kommen ist einfacher.

Zwar ist meine alte Methode die sicherste, sofort innerlich ab zu blocken und dadurch keine Enttäuschung zu erfahren, jedoch nehme ich mir auch gleichzeitig die Möglichkeit und die Erfahrung eine vertrauensvolle Beziehung zu diesen Menschen aufzubauen! Ausserdem lebe ich besser mit dem Gedanken, dass es auch vertrauenswürdige und nette Menschen auf der Welt auch gibt …

Vertrauen entsteht, wenn wir sagen was wir meinen

Es wird immer wieder mal vorkommen von anderen Menschen enttäuscht zu werden, jedoch ist die Einstellung dazu ausschlaggebend. Werde ich ausgenutzt, enttäuscht, abgelehnt oder dergleichen, versuche ich umgehend meine Enttäuschung darüber mitzuteilen! Verhält sich mein Gegenüber weiterhin in der gleichen Weise, distanziere ich mich und denke mir „schade dieses Verhalten“. ICH kann es nicht ändern … doch kann ich darüber entscheiden, ob ich weiterhin Kontakt haben möchte oder nicht. Ich versuche „nachsichtig“ zu sein und mir zu sagen „er hat es wahrscheinlich nicht anders gelernt“.

Das bedeutet ohne Umschweife und ohne Schmeicheleien auszudrücken was man meint! Dazu gehört ein geradliniger Geist. Ein Mensch der nicht geradlinig denken kann, wird es sehr schwer haben damit. Es ist eine Fertigkeit und diese muss durch aufmerksames Beobachten des Geistes kultiviert werden. Wenn man weiß das jemand geradeheraus ist, ist es viel einfacher sich auf diesen Menschen zu verlassen! Man weiß was er sagt und was er denkt. Es gibt kein Herumrätseln was er gemeint haben könnte. Solchen Menschen können wir vertrauen.

Vertrauen ist wichtig für unser seelisches und körperliches Wohlbefinden

Ohne Vertrauen geht es nicht. Es ist einfach so. Wir müssten ständig auf der Hut sein ausgenutzt, benachteiligt und verletzt zu werden … wenn wir ständig den Drang verspüren immer zu kontrollieren – wir wären rasch ein Nervenbündel!

Fazit:

Wer vertraut, geht willentlich davon aus, dass sich eine Sache so entwickelt wie versprochen oder erhofft. Ob es dann tatsächlich auch so eintritt, steht freilich auf einen anderen Blatt.

Vertrauen findest du nur bei Menschen, die mit deiner Seele umgehen, als wäre es ihre eigene!