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SCHÖNHEIT VERGEHT NICHT …

Heute steige ich ohne Einleitung direkt in meine Gedanken.

Für meine Eltern war ich kurze Zeit das schönste Kind der Welt. Jedenfalls hatte meine Mutter mir das mal gesagt. Sie waren voreingenommen und noch dazu blind. Was ich im Nachhinein auch irgendwie verstehen kann.

Äußere „Schönheit“ braucht Zuschauer. Zum Aussehen gehört es dazu, gesehen zu werden. Aber ich wurde nicht gesehen. Weder von meinen Eltern noch von anderen. Der erste und prägendste Mann in meinen jungen Jahren war ein Mann der mich gelesen, gehört und DANN erst gesehen hat! So wurde die Sprache und mein Ausdruck zu meinem wichtigsten SCHÖNHEITSMERKMAL. Ich lernte erst viel später als andere die Bedeutung der Optik kennen.

So gesehen hatte ich einen deutlichen Startnachteil in Sachen „Verschönerung“. Und irgendwie ist es mir bis heute nicht gelungen, ihn komplett aufzuholen …
Mir ist Mode und Make-up schon wichtig.
Mein Stil, müsste ich ihn beschreiben … ist schlicht, einheitlich in den Farben, gemütlich und alles andere als „besonders“.

Bürsten und technisch – praktische  Hilfsmittel wie Lockenstab oder Glätteisen, sollte ich erst gar nicht in die Hände nehmen. Sie entwickeln sich als gefährliche Gegenstände! ›lach‹. Ich mache mehr kaputt, als gut!
Jetzt, wenn ich mich nach mir selbst umdrehe, erkenne ich was ich war und was ich schon viel früher hätte erkennen sollen:
Ein süßes Baby (Babys können auch ohne Haare schön sein).
Ein hübsches Mädchen mit zwei Zöpfen und Kirschen-Haargummis.
Eine gut aussehende junge Frau, die im Spiegel nur ihre Unzulänglichkeiten sah.

Vor kurzem sagte eine sehr gut aussehende Bekannte zu mir: „Weißt Du was ich am Älterwerden fürchte? Ich habe Angst, langsam unsichtbar zu werden.“ Damit konnte ich absolut nix anfangen. Meine Gedanken sind  nämlich da ganz andere.
ICH fürchte mich nicht davor übersehen zu werden. Was mich wahnsinnig stören würde, wäre ÜBERHÖRT zu werden!
Denn ganz ehrlich, jetzt nach über einem halben Jahrhundert LEBEN, genieße ich es, mich aus der anstrengenden Zeit des nutzlosen Schönheitswettbewerbs manchmal auch zurückzuziehen. ›lächel‹.

Wenn ich meine Hände, so wie jetzt, wenn ich schreibe betrachte, sehe ich erste kleine braune Flecken, die mich an die Hände älterer Frauen erinnern. Mein Schwanenhals legt sich auch irgendwie langsam, aber unverkennbar, in gemütliche Falten. Blicke ich ein Stück runter, sehe ich meinen Bauch, dessen Haut sich gemütlich über meinen Hosenbund schiebt. Er hat mir so viele schöne Dienste geleistet. Zwei prächtige Kinder hatte er in sich wachsen lassen und deshalb darf er auch etwas „müde“ werden.

Man nimmt also an, SCHÖNHEIT würde vergehen? Ich sage, das stimmt nicht. Ich glaube, nur die optische Schönheit wird vom Leben wieder einkassiert! Die straffe Haut, das volle glänzende Haar, und den Körper, der jede Sünde ganz lange Zeit bereitwillig mitgemacht und über Nacht  verziehen hat.

Was über bleibt, ist die ECHTE SCHÖNHEIT. Die Schönheit die absolut nichts mit Falten, Körper, Gewicht  und Haarfarbe zu tun hat! Diese Schönheit hat mit Reifung des Geistes zu tun. Eine wunderbare Kombination finde ich. Man kann „vertrocknen“ UND gleichzeitig „erblühen“. Eine geniale Kombination finde ich. ›lächel‹.

Und wenn ich mich heute in den Spiegel ansehe, werde ich nicht die Fehler und Makel sehen. Ich möchte darin eine „gereifte“ Frau erkennen, die mich anlächelt. Ob mit oder ohne Make-up. Ob gestylt, kostümiert oder nackt. Ich möchte mir in die Augen sehen und sagen können: „DIE ALTE GEFÄLLT MIR …“

Diese Gedanken wünsche ich mir für uns ALLE. Stell Dir das mal vor, wenn alle Frauen diese Gedanken aus Überzeugung auch sagen könnten. Was für Unbeschwertheit das wohl für das nächste halbe Jahrhundert sein wird.

Meine Gedankengänge sind zu Ende. Aber ich komme bald mit neuen wieder. Pass auf Dich auf Schwester!

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Die meisten Menschen, so habe ich jedenfalls den Eindruck, umgehen und beschäftigen sich kaum mit tiefsinnigen und spannenden Fragen. Ein Fehler wie ich meine! Wobei dieses Nachdenken NICHTS mit einem endlosen Sinnieren zu vergleichen ist, sondern es soll uns dabei helfen unser persönliches Wachstum zu fördern. Es ist gut möglich, dass schon jetzt einige Leserinnen weiter scrollen oder die Seite verlassen. Weil es vielen Leuten schwerfällt, oder sie eben einfach keinen Bock haben sich etwas tiefer mit sich selbst zu beschäftigen. Wenn Du dennoch bleibst, dann stehst Du auf der anderen Seite und dazu gratuliere ich Dir schon jetzt! :D

Ich bin ja eine „Meisterin“ im Denken und sehr oft auch im „Zerdenken“. Das gebe ich zu. Es gibt aber auch einen ganz klaren Mittelweg und den möchte ich Dir heute ganz plausibel erklären und mit Dir teilen. Weil er wirklich wirklich hilfreich ist! Es soll Deine Reflexion anregen. Denn leider nehmen wir sehr oft Dinge an. Wir akzeptieren sie, obwohl unsere Einstellung und unser Bauchgefühl ganz andere Impulse setzen würde.

Unser Leben ist mit unzähligen Fragen verbunden …

Was machen wir? Wir umgehen sie, sie könnten ja unangenehm sein und werden. Wahrscheinlich haben wir ja auch (noch) gar keine Antwort darauf? Oder eine die uns eben nicht gefällt. Umso wichtiger finde ich es, sich damit auseinanderzusetzen. Mit den folgenden Fragen, die ich für uns über das Thema „LEBEN“ zusammengestellt habe und die ich mir schon tausend Mal gestellt habe, wird es Dir auch gelingen, besser durch die „angelaufenen“ Scheiben Deines Lebens, hindurchzusehen!

  • Wie definierst Du Sinn für Dich?
  • Bestimmt das Schicksal Dein Leben?
  • Gibt es in Deinem Leben Ereignisse, die Du gerne ändern würdest?
  • Was bereust Du bisher in Deinem Leben am allermeisten?
  • Was ist das Ziel der Menschheit?
  • Wie soll der Höhepunkt Deines Lebens aussehen? Hast Du ihn schon erreicht oder arbeitest Du noch daran?
  • Welches Ziel verfolgst Du? Verfolgst Du überhaupt ein Ziel?
  • Welche Erfahrung in Deinem Leben hat Dich am meisten geprägt oder sogar zu einem anderen Menschen gemacht?
  • Gibt es Dinge in Deinem Leben, die jegliche Bedeutung für Dich verloren haben?
  • Falls Du Kinder hast – was möchtest Du ihnen hinterlassen?
  • Hast Du Angst vor dem Tod?
  • Wenn JA, warum?
  • Gibt es ein Leben nach dem Tod …
  • WAS wäre Deine schönste Erinnerung?
  • Welche Ratschläge würdest Du Dir selbst geben für ein/Dein weiteres Leben?

Die Fragen lesen sich vielleicht abgespeckt, langweilig oder sogar sinnfrei für Dich? Nimm Dir die Zeit und beantworte sie für Dich. Du wirst es, wenn Du sie genau nimmst, nicht schaffen, sie alle sofort und schnell zu beantworten. Wahrscheinlich wirst Du Deine Antworten auch verändern? Probier es aus und vor allem – belüge Dich nicht selbst! ›zwinker‹.

Der Mensch ist ein Beziehungswesen …

Wir brauchen die sozialen Kontakte und sind größten Teils auf Beziehungen in den verschiedensten Formen angewiesen. Jetzt meine nächste Frage: Worauf achtest Du, bei anderen Menschen? Wonach beurteilst Du andere Beziehungen? Meine Fragen zum Thema „Beziehung“ stellen Deine Beziehungen unter ein genaues und vielleicht sogar kritisches Licht:

  • Was wünschst Du Dir von Deiner/einer Beziehung?
  • Behandelst Du andere auch so, wie Du selbst behandelt werden möchtest?
  • WAS ist LIEBE für Dich?
  • Welche Eigenschaft ist Dir bei Deinen Freunden, Deiner Beziehung am wichtigsten?
  • Beurteilst Du fair und ohne Vorurteile?
  • Weißt Du, wer und WIE Deine Freunde tatsächlich sind?
  • Was würdest Du für Deine Freunde, Deine Familie und Herzmenschen alles tun?
  • Von welcher Beziehung konntest Du am meisten lernen?
  • Wer hat Dich oder macht Dich zu einem besseren Menschen?
  • Kannst Du einem anderen Menschen verzeihen?
  • Haltest Du Deine Versprechen ein?
  • Welche Menschen bringen Dich zum Lachen?
  • Gibt es eine Beziehung, die Du gerne wieder aufbauen willst?
  • Ohne WEN  kannst Du Dir Dein Leben gar nicht vorstellen?

Ich muss zugeben, das Thema Beziehung würde ganz viel mehr Fragen aufwerfen! Aber Dir ist es ja erlaubt, Deine ganz eigenen Fragen dranzuhängen. ›lächel‹. Auch hier wieder wichtig – beantworte ehrlich und  gehe ein wenig in die Tiefe!

Nachdenken ist mehr als nur ein Zeitvertreib!

Ich weiß, dass das Auseinandersetzen mit tiefgehenden Fragen nicht einfach ist. Denn die Fragen bringen nicht immer ausschließlich positive Antworten! Bei mir brachten einige Antworten sogar mein Selbstbild in eine gewisse Schieflage. Denn es ist doch so, kritische Fragen lösen oftmals einen Veränderungsprozess aus. Menschen, die sich selbst und Ihr TUN und SEIN nicht kritisch hinterfragen, machen deswegen gerne einen Bogen um all das.

Der Grund? Es ist die Angst vor einer Veränderung! Menschen, die gerne weiterhin in der Masse mitschwimmen, werden kaum ihren eingefahrenen Weg verlassen. Veränderung ist leider selten gemütlich. :D

Wir alle kennen uns selbst am besten. Doch es gibt noch ganz viel mehr, was wir nicht über uns wissen. Durch solche Fragen und dem aktiven Nachdenken darüber lernen wir uns selbst noch besser kennen. Zudem macht das Nachdenken kreativ! Ganz oft passiert es mir, dass ich dabei auf ganz neue Ideen komme und Dinge plötzlich total anders sehe. Einen großen Vorteil hat das Nachdenken noch. Es fördert unser Wachstum …, das alleine ist Grund genug, gedanklich in die Tiefe zu „tauchen“. :-)

Das Thema Werte, das hier selbstverständlich auch nicht fehlen soll, erspare ich Dir allerdings. Dazu habe ich schon ausführlich in anderen Beiträgen geschrieben, die Du jederzeit nachlesen kannst! Ein letzter und ganz wichtiger Punkt ist Deine Reflexion. Denn sehr oft nehmen wir Dinge einfach an. Wir akzeptieren statt reflektieren! Die kommenden Fragen werden Dir dabei helfen noch etwas tiefer zu reflektieren.

Reflexion …

  • Verlässt Du Dich lieber auf Deine Intuition oder bist Du ein Kopfmensch?
  • Kennst Du die Vor- und Nachteile der Wahrheit?
  • Verfolgst Du Ziele, die Dir in Wahrheit gar nicht mehr gefallen?
  • Worüber bist Du Dir 100 % sicher?
  • Hast Du Angst vor Bedeutungslosigkeit?
  • Was ist für Dich einfacher: Denken oder Nachdenken? (nicht dasselbe!)
  • Belügst Du DICH oder andere häufiger?
  • Wie schnell kommst Du an Deine Grenzen?
  • Welche Gedanken würdest Du aus Deinem Kopf verbannen, hättest Du die Möglichkeit?
  • Was wärst Du lieber: sympathisch oder intelligent? :D
  • Glaubst Du an Gott? Besonders dann, wenn es Dir schlecht geht?
  • Auf welche Frage hättest Du gerne eine Antwort?

In dieser Liste gibt es für mich zwei Fragen, die ich bis heute nicht beantworten kann! Ich weiß es einfach nicht! Nicht weiter schlimm, denn ich bin mir sicher, dass die Antwort sich zum richtigen Zeitpunkt oder im richtigen Moment von selbst einstellen wird. Es geht auch gar nicht darum, alle Antworten auch zu kennen. Wichtig ist es sich damit auseinanderzusetzen.

Ich habe keinen Plan wie Du mit diesem Beitrag heute umgehen wirst. >achselzuck<. Vielleicht denkst Du Dir das ein paar tiefergehende Fragen, über die Du nachdenken sollst, kein Leben verändern wird! Das stimmt, … denn es ist wie immer eine Einstellungssache. Erst wenn DU aus DEINEN Antworten Schlüsse ziehen kannst und sie nach und nach in die Tat umsetzt, werden diese Fragen ihre volle Wirkung entfalten! 

Mein Leben verändert sich stetig in vielen kleinen Nuancen. Ich kann Dir nur empfehlen, tiefsinniges „Denken“ lohnt sich. Immer. Versuch´es einfach.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine tolle Zeit, viele Antworten und noch ganz viel mehr Fragen, die Dich in irgendeiner Form voranbringen werden.