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Ist das Thema „Ziele“ im neu begonnenen Jahr für dich relevant oder bist du zufrieden so wie es läuft? Bist du jemand der viele Ziele hat, auch alles daran setzt sie zu erreichen? Oder bist  du ein Menschen der positiv und voller Tatendrang an die Sache geht und nach kurzer Zeit das Interesse daran wieder verliert? Ich kann von mir sagen – ICH gehörte schon überall dazu. Wir sind ja für unser Leben selbst verantwortlich und wir können uns jederzeit verändern. Dazu gehört Selbstmotivation und das „wollen“ ein Ziel zu erreichen. Denn diese bestimmen unsere Zukunft. Ich halte es für absolut wichtig Anhaltspunkte im Leben zu haben. Damit Vorsätze zu Zielen werden, hilft es sich seine  Wünsche und Träume bewusst zu machen. Zudem ist es sinnvoll, seine Ziele schriftlich festzuhalten … denn ein nicht eindeutig formuliertes Ziel, bleibt ein Vorsatz, der sich je nach Stimmung schnell wieder verändert. Nicht zu viel nachdenken – einfach TUN!

Diese kurze und sehr simple Geschichte, soll uns zeigen dass es in Wahrheit ganz einfach ist, das zu erreichen was wir möchten. :D

Spuren im Schnee

Endlich hat es über Nacht geschneit und die ganze Landschaft liegt unter einer dicken weißen Schneedecke. Jakob und Elias holen sogleich ihre Rodel aus dem Schuppen und machen sich freudig auf den Weg zu ihrem Schlittenberg. Die beiden Brüder bestaunen die glänzende Schneepracht, auf der noch keine einzige Spur zu erkennen war. So wetteten sie um eine Tafel Schokolade, wer die geradeste Spur den Hügel hinauf ziehen kann.

Der gewissenhafte Jakob setzt sorgfältig einen Fuß möglichst gerade neben den anderen. Der sorglose Elias stapft einfach drauf los. Oben angekommen, sieht Jakob zu seinem Entsetzen, dass er eine Zickzacklinie hinterlassen hatte. Sein Bruder hingegen zeichnete in geradester Linie eine Spur. “ Das versteh ich nicht“, meinte Jakob, “ ich habe mich auf jeden meiner Schritte konzentriert. Wie hast du es nur geschafft  auf die Schnelle den geradesten Weg zu gehen?“

„Das ist doch ganz einfach!“, meinte Elias, „ich habe mich nur auf den Baum oben am Berg konzentriert. Das war mein Zielpunkt und auf diesen bin ich zugegangen.“ An diesem Tag hat Jakob zwar eine Tafel Schokolade verloren, dafür aber die Erkenntnis gewonnen, dass man nicht nur auf seine nächsten Schritte achten muss, sondern seine Ziele nie aus den Augen verlieren darf!

G. Rieger

Und, was sagst du? Falls du dir schwer tust in deiner Zielumsetzung, habe ich hier noch ein paar Tipps für dich, die dir helfen sollen dein Ziel schneller zu verwirklichen.

  • setze dir konkrete Ziele
  • schreibe sie auf
  • fasse sie aber kurz! (prägnante Ziele sind leichter zu erreichen)
  • setze dir ein Datum
  • Zwischenziele sind wichtig
  • lege den ersten Schritt fest (Griff zum Telefon, Kontakte usw.)
  • lege fest, was du vermeiden willst (jedes Ziel hat seine Nebenwirkungen)
  • schreibe dir auf, welche Hilfsmittel du benötigst
  • nutze gute Methoden zur Prioritätensteuerung
  • das richtige Werkzeug dein Ziel zu erreichen – ist dein Ziel!

Mein Ziel ist es nicht, besser zu sein als alle anderen, sondern besser zu sein, als gestern … und es ist mein persönliches Ziel, mir ein Leben aufzubauen, von dem ich keinen Urlaub mehr brauche …

Ich wünsche DIR viel Spaß und Erfolg beim Erreichen deiner Träume und Ziele. :-)

„Das Glück beginnt in deinem Kopf und  ist eigentlich nichts anderes als der Wille, Leben zu dürfen, indem man die Bedingungen die das Leben mit sich bringt, annimmt.“ So definierte der französische Schriftsteller Maurice Barrès den Begriff Glück. Heute sagt man allgemein, dass jeder selbst seines Glückes Schmied ist und das Glück ein Zusammenspiel von bewussten Entscheidungen und Zufällen ist.

Es gibt zwei Arten von Glück

Lebensglück und Zufallsglück

Lebensglück hängt von mehreren Faktoren ab. Verantwortlich dafür sind Dinge, die Du teils selber beeinflussen kannst oder die die Gesellschaft vorgibt. Dazu gehört die Familie, der Beruf, natürlich die finanzielle Lage, die Liebe und auch deine persönliche Freiheit. Das Lebensglück bedeutet aber auch sich einfach wohl zu fühlen. Wie zB. sich wirklich zu Hause zu fühlen, angekommen zu sein, einen wirklich guten Freundeskreis zu haben oder mit seinen Lieben ein sorgenfreies Leben zu führen.

Jeder wünscht es sich glücklich zu sein, doch die wenigsten behaupten von sich es auch wirklich zu sein. Dabei finde ich, ist es häufig nur eine Frage der Wahrnehmung!

Das Zufallsglück, begleitet dich ein ganzes Leben lang. Es kommt plötzlich und immer unerwartet! Heinrich Heine sagte so schön dazu: „Es küsst dich rasch und flattert fort“. :-)

Stell dir selber mal die Frage

Wenn du dir jetzt darüber Gedanken machst und dich selber fragst: „bin ich glücklich?“, was kommt spontan dabei heraus? Hat sich etwas verändert? Wie war es zum Beispiel vor einem Jahr. Haben sich deine Lebensumstände verändert, die dich heute vielleicht etwas unglücklicher machen als du vor 1 Jahr warst? Hast du endlich DEINE Berufung im Job gefunden und erreicht, was dich heute wesentlich mehr glücklich macht als vor einem halben Jahr? Ich nenn es immer „Bilanz ziehen“, nur für mich. Was hätte ich vor 1 Jahr gerne verbessert um mich glücklicher zu fühlen und was hab ich tatsächlich dafür getan? Und wie empfinde ich heute …

Mit Zwang erreichst DU gar nichts

Oft blättere ich in meinen Tagebüchern und bin manchmal beinahe schockiert, was für mich damals Glück bedeutete! Sehr oft war zu lesen, dass das Materielle im Vordergrund gestanden ist. Mein Glück war „on“ wenn alles rund und glatt lief. Ich an materiellen Dingen alles hatte und der Welt draussen zeigen und sagen konnte: „he, hallo … schaut her MIR geht es super und ich bin schweineglücklich!“

Das ich aber vieles erzwungen hatte, Liebe und Geborgenheit meist sehr oberflächlich und erzwungen waren, DAS erwähnte ich nicht. Mir ist wahrscheindlich auch gar nicht aufgefallen. Und dann passiert es plötzlich das sich deine Ansicht über Glück über Nacht ändert …

Es sind dann die Lebensumstände die dich NEU denken lassen! Es waren dann plötzlich die kleinen Dinge im Leben die mich beglückten. Aufzustehen am Morgen und darüber glücklich zu sein, dass die Gesundheit wieder hergestellt ist, ich mich aus den gesellschaftlichen Normen gezogen habe und eine offensive Haltung gegenüber dem Leben eingenommen habe! Die vielen positiven, kleinen und unerwarteten Erlebnisse die dann geschahen, zeigten mir, dass ich etwas richtig gemacht habe …

Glücklich sein heisst zu leben und zu lieben

Viel durfte ich darüber lesen und am eigenen Leib erfahren. Glücklich sein bedeutet das Leben zu geniessen, sich selbst zu mögen und sich an andere weiter zu verschenken :-) ! Das macht den Sinn meines Lebens aus. Frage DICH – was willst Du in 10 Jahren erlebt und erreicht haben? Das ist keine unrealistische Frage, willst du glücklich sein dann blicke zielgenau und unerschrocken nach vorne – und zwar mit „Gewinnermentalität“! :-)

Dein Leben selber zu gestalten bringt dich dem Glücklichsein näher. Natürlich kann es sein das du hin und wieder mal die ein oder andere Umstellung dazu brauchst, wenn du etwas veränderst oder anstrebst! Setze dir ein grosses Ziel und viele kleine dazwischen … alleine dieses Gefühl kann dich sehr glücklich machen, hast du diese erreicht! Glücklichsein ist eine Entscheidung und beginnt in DEINEM Kopf! 

Geniesse jeden Tag!

In vollen Zügen sollst du jeden Tag geniessen, egal und unabhängig von den äusseren Umständen, vom Chaos das dich jeden Tag begrüsst. Egal was andere über dich denken, bleib bei dir und behalte dein Ziel vor Augen. Diese gedankliche Unabhängigkeit ist der Kernpunkt des Glücklichseins. Glücklich sein fängt immer im Kleinen an. Wenn du regelmässig innerlich auftankst, machst du das Glücklichsein zu deinem eigenen Lifestyle. :-)

Nichts ist wichtiger als deine persönliche Freiheit mit deinem Ziel vor Augen das DICH jeden Tag glücklich macht. Du hast es wieder in der Hand … Glück, beginnt in deinem Kopf! :-)

In erster Linie wünsche ich mir für dich, das DU schon sehr glücklich bist! Wenn du noch daran arbeitest dein Glück zu verbessern, wünsch ich dir eine Menge schöner und positiver Erlebnisse, die dir zeigen, dass du auf dem richtigen Weg bist!

Was sind deine persönlichen Ziele und Erlebnisse die du ansteuerst um dein Glück vollkommen zu machen? Freue mich wie immer über dein Feedback.

Ein Ende war in Sichtweite

Nach meiner „Kreativ-Arbeit“ und der Erfahrung mit Plastilin aus der  Kindergartenzeit zu arbeiten, fing ich an mich für so weiches Material zu interessieren. Ich mochte das warme weiche Gefühl in den Händen, deshalb entschied ich mich in den kommenden Stunden mit Speckstein zu arbeiten. Mit dem einen Unterschied – diese Male ging es nur um kreatives arbeiten ohne Hintergrund. Ich wusste gar nicht, dass ich so ein „Händchen“ für solche Tätigkeiten besaß :-) , es entstanden einige coole Schmuckstücke, die ich an Lederbändern angebracht hatte und die bis heute zu meinen Lieblings-Accessoires gehören.

Die Zeit verging sehr flott, in den Gruppen wurde langsam der Abschied vorbereitet. Das bedeutete für viele von uns ein Resümee zu ziehen. Was hat sich durch den Aufenthalt verändert, hat sich überhaupt etwas verändert? Wie sind die Pläne wenn wir/ich nach Hause kommen? Was und wie werde ich es angehen … jede Menge Fragen, mit denen wir uns alle auseinandersetzen mussten. Für Menschen die sich zwei oder drei Monate in einer „geschützten“ Umgebung befanden, keine einfache Sache …

Wir hatten alle einen Klos in der Magengegend

Diese bevorstehende Veränderung war für uns alle spürbar. Einige freuten sich sehr darauf endlich wieder nach Hause zu kommen, andere wiederum, und so empfanden die Meisten von uns, hatten Angst! So gestaltete sich unsere Abendrunde zunehmend anders. Wir wurden ernster, besprachen nicht das was tagsüber gewesen war, sondern was uns alle in den nächsten Wochen erwarten wird. Wir waren alle so zusammengewachsen und die Vorstellung, dass wir alle in den nächsten zwei Wochen wieder unsere eigenen Wege gehen werden machte uns nervös, ängstlich und hilflos! Kaum zu glauben das erwachsene Menschen sich plötzlich so verhalten können als müssten sie bald auf „Schulwoche“ fahren … ohne Eltern und ohne Freunde.

Dieses Gefühl mochte ich nicht! Für mich war es nicht normal mich plötzlich an etwas zu klammern das ich anfangs verfluchte! Ich besprach dies alles mit meiner Bezugsschwester, auch sie war eine wichtige Person in den vielen Wochen geworden. Wahrscheinlich war es auch genau DAS. Menschen um sich zu haben die einen verstanden, einen ernst nahmen und für jede Situation die richtige Lösung hatten. Dinge erklären konnten, so dass man es auch verstehen konnte.

Eine Menge Neues wartet

Ich bereitete mich anders vor als die Meisten. Auf mich wartete keine Familie, keine kleinen Kinder, die sehnsüchtig auf ihre Mam warteten und auch kein Partner, der wahrscheinlich wieder froh sein würde, wenn die Hausarbeit wieder von Frauenhand gemacht wird. Auf mich warteten nur Entscheidungen. Entscheidungen, die mein Leben etwas verändern würden. Neuer Job, neue Wohnung, neues soziales Netzwerk. Mich von alten Dingen und auch Menschen trennen, Familienangelegenheiten ebnen, sortieren oder sogar beenden. Also eine ganze Menge Dinge denen ich mich stellen muss, die ich jedoch lieber vermieden hätte!

Natürlich versuchen wir auch positiv zu denken!

Abends wenn wir dann alle „strickend“ gg in der Runde gesessen sind wurde natürlich auch viel gelacht. „Was hast du vor Evi? Sie war die Erste, die nach langen drei Monaten, nach Hause durfte. Und sie freute sich auf ihre Familie, ihren Job der für sie „warm“ gehalten wurde und ihre Freunde. „Zu Hause wird es mir schnell besser gehen, ich werd bald wieder die alte sein und dann werde ich die Welt auf den Kopf stellen … :-) “ JA, sie ist so alt wie meine Tochter und hat ihr ganzes Leben noch vor ihr, DAS ist ein guter Plan! Meli und Gabriela überlegten viel, Gabriela wäre am liebsten als Frau Doktor nach Hause entlassen worden gg, auf ihrem Programm stand Weiterbildung und ein Mann, der sie auf Händen trägt und SIE und ihre Kinder über alles liebt. Einfach Ordnung machen in ihrem hektischen, nicht organisiertem Leben. Eine Herausforderung für eine Mutter mit 4 kleinen Kindern ohne Unterstützung! Davor zog ich den Hut. Meli freute sich auf der einen Seite auf ihren Partner und ihre Kinder, fühlte sich aber hier sehr gut behütete. Einer ihrer Pläne war ebenso ein Wohnungswechsel und eine berufliche Veränderung, sobald es ihr wieder besser geht. Meine Pläne wussten sie und trotzdem sahen mich alle irgendwann mal in der Toscana sitzen auf einem alten Weingut, mit einem älteren Italiener an meiner Seite. Natürlich für alle Mädels immer ein Zimmer gerichtet wenn sie mich besuchen kommen! :-)

Die nächsten Tage entschieden wann wir nach Hause durften

In den kommenden Visiten erfuhren wir ob wir nach Hause „mussten“ oder eine Verlängerung angebracht wäre. Evi war die erste die uns mit breitem Lächeln erzählte das sie am Mittwoch fährt. Gabriela und Meli wurden um eine Woche verlängert, ich hatte ohnehin das volle Mass ausgeschöpft und mir wurde der Antrag für eine Reha im Anschluss meines Aufenthaltes ans Herz gelegt. Das bedeutete wir verließen die Station beinahe, bis auf ein paar Tage, zeitgleich. Die Nächste nach Evi war dann ICH. Abends wurde die Abreise von Eveline gefeiert. Wir fuhren, heimlich, in der Zeit des Ausgangs in die City. Offiziell stand auf der Liste wo wir uns immer austragen mussten wenn wir die Station verliessen „Spazieren am Gelände“ gg DAS musste einfach sein! Ein kurzer Ausflug, der in knapp 3 Stunden ohnehin wieder zu Ende sein musste. Getrennt und in Etappen trudelten wir wieder ein und teilten sich uns unsere Zimmer auf. :D

Das Frühstück war tränenreich

Jeder hatte Evi eine kleines Andenken auf ihren Platz gestellt. Sehr viel Zeit zur Verabschiedung blieb uns nicht, da unsere Therapien um 8 Uhr begannen. „Wir bleiben ohnehin in Verbindung!“ und wenn wir alle draussen sind wird erzählt und gefeiert … geweint hatten wir alle genug an diesen Morgen … Abschied. Für mich etwas ganz Neues, damit meine ich nicht den Abschied an sich, sondern den dazugehörigen, ehrlichen Schmerz, der mich überkam! Mensch bin ICH „weich“ geworden, waren meine Gedanken, die ich ganz behutsam durch den Tag trug …

In der Abschlusswoche wartete eine besondere letzte Aufgabe auf mich. Mein Faden Behutsamkeit und Eigenliebe war mein Thema für meine letzte Woche im KUK.

Wenn du dabeisein möchtest? Den letzten Teil meiner Altagsgschichten kannst DU in 2 Wochen lesen :-) , bis dahin eine gute Zeit.

Kennst du schon die weiteren Teile der Alltagsgeschichten?
Alltagsgeschichten B102 #1
Alltagsgeschichten B102 #2
Alltagsgeschichten B102 #3
Alltagsgeschichten B102 #4
Alltagsgeschichten B102 #5
Alltagsgeschichten B102 #6
Alltagsgeschichten B102 #7
Alltagsgeschichten B102 #8
Alltagsgeschichten B102 #9
Alltagsgeschichten B102 #10

Ich gebe die Frage gleich mal weiter: Wie sieht es bei DIR aus? Hast DU dich das auch schon mal gefragt? Gehörst DU auch zu den Menschen, die es sofort machen würden, wenn jemand bei der Türe herein kommen würde und DIR ein One-Way-Ticket in die Hand drücken würde und dazu sagt: „Packe das Notwendigste und suche dir dein Ziel aus … du kannst den Rest deines Lebens dort verbringen …“? Schenk mir bitte ein JA, dann komme ich mir nicht so ganz verrückt vor!

Es holt mich immer wieder ein

Schon als Kind war ich so. Ich war eines dieser Kinder die nie von einer Schul- oder Ferienwoche nach Hause wollten. Heimweh kannte ich nicht. In den Urlauben mit den Eltern fing ich schon 3 Tage vorher an, nichts mehr zu essen (meistens war zusätzlich auch noch ein Junge schuld gg). Und als ich erwachsen war wurde es noch viel schlimmer! Ich klammerte mich immer an die Vorfreude, da wusste ich das Beste kommt erst. War die Abreise in Sicht wollte und konnte ich nie schlafen … war ich dann weg war mir um jeden Augenblick leid, schlafen konnte ich „zu Hause“ auch noch.

So wurde es zur Normalität das ich mir während des ganzen Urlaubes jeden Sonnenaufgang und Untergang reinzog und in den letzten Tagen meines Urlaubes die Nacht generell auf einer Liege am Strand verbrachte! Die Fahrt zum Flughafen für mich dann auch so schlimm war, dass ich ganz leise vor mich hin heulte. Oh mein Gott ich war/bin so verrückt, ich musste mich sogar vom Meer „verabschieden“ … Der einzige Gedanke der mir etwas half war: „in ein paar Monaten bin ich wieder da“. Ich buchte meistens gleich wieder, obwohl ich nicht wusste wie es mit Urlaub aussah oder mit meinem Leben weiterging. Aber DAS war mein Anker, der mir die „unsichere“ Sicherheit gab, bald wieder weg zu können!

Wahrscheinlich war ich früher bei den Beduinen zu Hause!

Ich habe aufgehört zu zählen wie oft es mich in den grossen unüberschaubaren Sandhaufen zog, aber es waren immer die  arabischen Gebiete, die mich so sehr reizten, die Wüste … das Geheimnisvolle. Unabhängig was man JETZT davon hält, ich fühlte mich dort einfach zu Hause … eigenartig. Ich streunte auch immer nach Down Town, in die City, dahin wo man keine Touris mehr zu sehen bekommt. Nachgedacht hab ich im Vorfeld nicht viel darüber … heute würde ich das wohl nicht mehr wagen. Ich habe bei allem mitgemacht, was nicht im Hotel zu buchen war – ja ich weiß … sehr verantwortungslos, aber wunderbar! Wie gesagt, ich denke heute weiter voraus – bereuen tu ich aber nix!

Zum Wesentlichen

Ich gehöre nicht hier herAuch wenn sich meine #dortwillichleben Gedanken verändert haben, ist der Rest gleich geblieben! Und wenn ich ehrlich bin … verstärkt es sich … mein Fernweh. Ich kann heute mit viel weniger auskommen als früher, ich weiß meine Kinder sind gut versorgt und meistern ihr eigenes Leben ordentlich. Abgesehen davon man ist nirgends unerreichbar! Noch dazu möchte ich gar nicht so weit fort.

Mich hält hier beinahe nichts, es ist mehr so das mich mein „Zuhause“ treibt, von hier fort zu gehen. Klingt hart, kalt und brutal? Möglich, aber ich komme mit vielem hier nicht mehr klar, ich kann den Gesetzen und der Demokratie nicht mehr folgen. Ich werde jetzt auch nicht anfangen zu politisieren, aber ich weiß hier läuft eine Menge falsch. Punkt.

Deshalb: Lebe ich wirklich da wo ich will?

Andere Frage: Wurde ich gefragt wo ich leben will? Soweit ich mich erinnern kann nicht. Es war und ist so wie es ist. Aus. Eltern entscheiden anfangs für viele Jahre. Danach ist es die Ausbildung und der Job. Alles nimmt seinen automatischen Lauf, wie ihn die Gesellschaft so vorgibt. Wieder Punkt. Die Liebe könnte einiges verändern wenn man Glück hat! Doch weiter als nach Deutschland wäre ich so auch nie gekommen. Insofern war das auch nie eine Option. :D

Doch wir können frei entscheiden

Ich bin oft fasziniert von den Ami-People. Sie klappen ihre Papierhäuser zusammen und ziehen tausende Kilometer durchs Land. Minimalistisch eingestellt und eben flexibel. Mit dem Motto „Arbeit gibt es überall“… Ich bewundere deren Mut und Unkompliziertheit.

Auf meiner Liste steht auf jeden Fall, auch wenn es weit unten steht, „Ich möchte mit meinem Mann und meinen Hunden am Meer alt werden“… und DU weißt ja – Ziele braucht der Mensch und wenn dich Gedanken nicht los lassen, solltest DU unbedingt dran bleiben und genau das werde ICH auch machen!

Fort ziehen ist die Sehnsucht nach dem Leben

Ich wünsche DIR für DEINE  Träume, die DU sicher auch hast, dass sie sich irgendwann verwirklichen … oder haben sie sich schon verwirklicht? Dann lass mich mit dir freuen und schreib mir. :-)