Die Angst verletzt zu werden, lähmt Dein Leben
Lesezeit: 3 Minuten

Wir gehen Beziehungen ein und wir beenden sie wieder. Sehr oft werden sie auch beendet ganz ohne Vorwarnung. Nach gescheiterten Beziehungen ziehen wir uns zurück, murmeln uns ein und warten bis die Wunden verheilen. Okay. Was, aber wenn die Verletzung nicht heilen will und wir Angst vor weiteren Verletzungen haben und genau, das einem weiteren Liebesglück den Weg verbaut?

Ich habe wahrlich keine Ahnung wie oft sich unser Herz brechen lässt. Aber ich weiß, es geht ziemlich oft! Irgendwann liegt es dann mit unzähligen Sprüngen in der Ecke. Müde und enttäuscht. Manchmal gibt es sogar auf. Liebe, Liebeskummer, Verlust, Trauer und der Neuanfang … Ich kenne diese Aufeinanderfolge gut. All das kostet Kraft. Viel Kraft und viel Vertrauen ins Leben.

Die Angst vor weiteren Verletzungen

Wie lange geprügelte Herzen brauchen um wieder zu funktionieren, ist individuell und ganz verschieden. Es hängt aber auch davon ab, wie und wodurch die Beziehung gescheitert ist. Wie innig die emotionale Verbindung war, wie die Trennung abgelaufen ist und wie oft die oder derjenige vorher verletzt wurde. Gerade wenn uns das schon mehrmals passiert ist, beginnt es richtig zu schmerzen! Wir beginnen uns selber infrage zu stellen …  wir zweifeln und haben kein Vertrauen mehr in Menschen oder sogar das Leben.

Meine Angst war so riesig, dass ich mich besonders vor den romantischen Verwicklungen des Kennenlernens fernhielt. Damit entfernte ich mich auch ganz automatisch von der Lebensfreude.  Ich war so vorsichtig und gleichzeitig frustriert, dass ich mich total zurückgezogen habe. Ich hätte keine weitere Enttäuschung einstecken können. Meine Verletzbarkeitstoleranz war erreicht. Nichts ging mehr.

Das Folgeproblem – die Einsamkeit

Bei all den Problemen, die ein verletztes Herz so mit sich bringt, folgt gleich noch ein weiteres: Der ständige Rückzug und die aufgebaute Mauer, bringen Einsamkeit und emotionale Erstarrung  ins Leben. Man nimmt nur noch halb am Leben teil. Unsere Lebendigkeit leidet darunter. Bei mir war das kein „Sofort-Effekt“. Nein es kam schleichend und es war mir gar nicht bewusst! Kein Mensch kann einen so meisterhaft manipulieren, als wir selbst!

Keine Dating, kaum Flirts, kein Ausgehen und immer weniger Sozialleben … kein Spaß bedeutet auch keinen Schmerz. Und das alles im Namen des Selbstschutzes.

Was ich natürlich schon sagen muss ist, es soll jetzt nicht heißen, dass das Lebensglück NUR innerhalb einer Beziehung zu finden ist, gar nicht! Es gibt so viele Frauen, die ein erfülltes Leben führen und sich ohne einen Mann in ihrem Leben pudelwohl fühlen! Wichtig ist einfach, bei sich selbst den Unterschied zu spüren und auch zu erkennen.

Ein guter Vorbote dafür ist die ehrlich empfundene Lebensfreude – oder die eben nicht vorhandene. Wenn sich unser Alltag hauptsächlich öde, müde und belastend anfühlt, wird es Zeit, die Dinge zu verändern.

Der Weg der Erkenntnis

Die Fragen, die ich mir immer wieder gestellt habe: „Warum bin ich tatsächlich solo?“ und „Bin ich zufrieden, tut mir das Alleinsein gut?“ oder „Habe ich bloß wieder Panik vor Verletzungen?“ Diese Fragen haben mich auf einen wichtigen Weg gebracht. Nämlich Klarheit und Erkenntnis.

Bei mir wiederholten sich unangenehme  Muster. Die mir erst klar wurden, als ich mich damit genau auseinandersetzte. Und wozu ich mir auch professionelle Hilfe holte.

Wie so oft im Leben ist natürlich die Klarheit und Erkenntnis das eine und die Umsetzung das andere. ›lach‹. Aber man muss an seiner eigenen Stabilität und vor allem am Selbstwert arbeiten, um in eine neue gute Richtung gehen zu können. Einfach raus aus der Opferhaltung und rein ins Selbstvertrauen! Das Leben findet eben nicht nur in geschützten Räumen statt!

Wer sich aus Angst wieder verletzt zu werden, dauerhaft verkriecht, dem wird mit Sicherheit auch nichts mehr passieren, aber er verzichtet auch auf einen ganzen Berg Erfahrungen, die zum Menschsein dazugehören! Beziehungen sind immer ein Risiko. Eine Garantie fürs glücklich sein und bleiben gibt es nicht.

Ohne Mut auch keine Liebe … und die neue Liebe kann nichts für die Fehler der anderen.

Wir sind was wir erlebt haben …

Genauso ist es. Das was uns im Laufe unseres Lebens passiert – die schönen und weniger schönen Erfahrungen. Das Leid und die Freude prägen uns und machen uns zu den Menschen, der wir sind. Das lässt uns, bei entsprechender Reflexionsfähigkeit auch groß werden. Dass uns die emotionale Vergangenheit prägt, ist unvermeidbar. Wir verstehen mit unserem Verstand, aber erst mithilfe unserer Erfahrungen begreifen wir. So ist es nun mal.

Lassen wir es nicht zu, dass negative Erfahrungen unser Leben lähmen und uns nicht mehr an die Liebe glauben lassen! Ich schreibe wirklich aus Erfahrung und muss den Satz dementieren der lautet: „Es kommt selten was Besseres nach …“
Ich sage: „Das Leben hält oft das Beste für uns zum Schluss bereit …“ ›zwinker‹!

In diesem Sinne, lebe das LEBEN und genieße die LIEBE …

Xo Sandra

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