Führe ein authentisches Leben
Lesezeit: 3 Minuten

Ganz Du selbst sein. Leider stehen Dir Deine Befürchtungen dabei ständig im Weg? Authentisch zu leben ist für viele eine tiefe Sehnsucht. Wie oft hast Du das Gefühl, Dich verstellen zu müssen? Dich plagt oft das Gefühl nie wirklich Du selbst sein zu können? Du würdest gerne viel öfter mal genauso reden und handeln wie DU bist? Authentisch eben … klar sagen, was Du denkst. Einfach ganz Du sein.

Wie beschreibt man eigentlich Authentizität?

Authentizität bedeutet, seinen Emotionen, seinen Bedürfnissen, Werten und Gedanken, Überzeugungen und Dingen, die man besonders gerne mag Raum zu geben. Es auch genauso auszudrücken und danach zu handeln!

Die Voraussetzung zum authentischen Leben ist die Selbsterkenntnis. Authentische Menschen lassen ihr Verhalten nicht von äußeren Einflüssen bestimmen. Nein – sie machen einfach. Sie möchten ihre Gedanken und Emotionen und alles was dazu gehört, in sozialen Beziehungen zeigen.

Authentisch zu leben, bedeutet aber auch, sich in den unterschiedlichsten Gegebenheiten unterschiedlich zu verhalten. Das klingt doch schlüssig, oder? Gleichzeitig erklärt es aber auch, warum es für so viele von uns schwer wird, authentisch zu sein!

Eine ganz schön kompakte Angelegenheit

Ich war sehr lange nicht authentisch. Und damit meine ich, ich lebe erst seit nicht mal zehn Jahren ein unverfälschtes Leben! Erschreckend, wenn ich darüber nachdenke. Immer stolperte ich über X Befürchtungen.

  • Was denken die anderen von mir? Halten sie mich für konservativ? Engstirnig und verrückt? Habe ich geringere Jobmöglichkeiten, wenn ich ehrlich bin?
  • Mögen mich meine Bekannten, Freunde und Familie eventuell weniger, wenn ich aus der Reihe tanze und mich nicht anpasse?
  • Vielleicht muss ich negative Konsequenzen einstecken, wenn ich sage, was ich denke und fühle? Was ist, wenn ich meinen Partner unverblümt sage, dass ich das so nicht haben möchte, … wird er mich verlassen?

Also zu all den angeführten Beispielen aus meinem Leben: Irgendwelche Leute halten einen immer für verrückt. Was den Job angeht, wäre ich besser gefahren, wenn ich ICH gewesen wäre und keine Rolle gespielt hätte! Und ja, mit Konsequenzen muss man auch als nicht authentisch lebender Mensch rechnen. Nämlich dann, wenn das ganze Theater auffliegt. Und die Sache mit den Beziehungen … ich hätte mir sehr viel Quälerei erspart. ›lach‹ Und ob mich nun Menschen mögen oder nicht, ist für mich ebenso kein Thema mehr. Diese Klarheit kommt mit dem authentisch leben Hand in Hand.

Wie geht es Dir dabei, wenn Du das liest? Was befürchtest Du, wenn Du Dir vorstellt, öfter authentisch zu sein? Wenn Du sagen würdest was Du Dir denkst, … was Dir am Herzen liegt und wichtig ist. Deine Bedürfnisse offen legst. Nimmst Du Dich zurück so wie ich es lange Zeit getan habe? Beantworte Dir diese Frage ehrlich selbst.

Trotz Befürchtungen authentischer sein

Die beste Basis dafür ist die Selbstliebe. Durch die Selbstliebe verschwinden die Befürchtungen in Deinem Kopf! Die Meinung und Haltung anderer Menschen dir gegenüber wird dir nicht mehr so wichtig sein, wenn nicht sogar völlig unwichtig. Jedenfalls ist das meine Erfahrung.

Ich habe bei meiner Veränderung genau darauf geachtet wie es mir ging, wenn ich mich authentisch echt verhalten habe und wie es sich angefühlt hat, wenn ich mich „eingliederte“. Ich habe es aufgeschrieben (logisch ich als  Schreiberling :D)

  • Was genau stört mich daran nicht „echt“ zu sein. Wie ist mein Verhalten?
  • Ist es anstrengend und belastend?
  • Wie ist es, wenn ich unverfälscht reagiere, handle, denke und rede?
  • Wie fühlt es sich an und wie stehen die Vergleiche zueinander?

Ich habe sehr schnell herausgefunden, dass es gar nicht so dramatisch war, meinen Kollegen und meinem Boss gegenüber klar meine Meinung zu sagen. In solchen Situationen zeigt sich meist der wahre Charakter des anderen ganz deutlich! Es war eine sehr aufschlussreiche Lernphase für mich in denen natürlich auch diese erwähnten „Konsequenzen“ zustande gekommen sind, über die ich jetzt sehr dankbar sein kann!

Es ist so, je besser wir unsere Reaktionen bei authentischem Verhalten oder auch nicht authentischen Verhalten kennen, umso einfacher wird es gelingen, authentisch zu sein. Dadurch können wir uns auch von den Erwartungen anderer Menschen distanzieren oder lösen.

Entscheide Dich „DU“ zu sein

Damit weißt Du, wie sich ehrliches Leben anfühlt. Du nimmst Dich dadurch viel besser wahr. Du bist flexibel in Deinen Verhaltensweisen und wirst auch sicherlich öfter die Erfahrung machen, dass ein authentisches Verhalten nicht zu den befürchteten Konsequenzen führt! ›lächel‹ Ganz im Gegenteil.

Ein kleiner und besonderer Tipp noch von mir:
Authentisch zu sein trotz seiner Befürchtungen ist bei Gott keine leichte Aufgabe. Das wäre gelogen. Deshalb sei liebevoll mit Dir selbst. Denke an die oben angeführte Selbstliebe! Es fällt so vielen Menschen schwer. Aber es gelingt Dir umso leichter, wenn Du freundlich und liebevoll mit Dir umgehst.

Lebe DEIN LEBEN und zeige DICH so, wie DU bist.
Wenn Du bist, wie Du bist …
Wenn Du tust, was Du tun möchtest …
Wenn Du Deine eigenen Bedürfnisse kennst …
Wenn Du mit Dir endlich im Reinen  bist …
Wenn Du Deine Wünsche und Vorstellungen für Dein Leben definieren kannst und danach lebst … dann bist Du angekommen.

Habe nie Angst Du selbst zu sein. Je authentischer Du bist, umso mehr wirst Du die richtigen Menschen in Dein Leben ziehen.

Schön, dass Du bei mir warst und ich wünsche Dir jede Menge Mut Dich so zu zeigen, wie Du bist!

Xo Sandra

Jetzt bist Du gefragt!

Hast Du Anregungen, Ergänzungen oder weitere Tipps für mich und andere Leserinnen? Dann freue ich mich auf Deinen Kommentar.

Ich möchte mit FrauenPunk viele Frauen erreichen und freue mich wenn Du diesen Artikel teilst und weiter empfiehlst. Ich bin Dir für jede Unterstützung dankbar!

Teile diesen Artikel mit Deinen Freundinnen ...

1 Kommentar
  1. Ela
    Ela sagte:

    Hallo liebe Sandra,

    ja, das mit dem ICH ist gar nicht so einfach. Leider kommt dann doch immer wieder das kleinen Männchen hoch und sagt, denk an die, denk an das usw. dennoch bin ich auf einem guten Weg, den richtigen Weg für mich zu finden. Denn schon lange lebe ich nach der Devise „solange man noch über mich redet, egal ob positiv oder negativ, bin ich wohl noch interessant“. Vielleicht hat das nicht viel damit zu tun, doch so weiß ich für mich, dass ich nicht total unnütz bin.

    Grüßle Ela

    Antworten

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.