Endlich selbstbestimmt arbeiten

Arbeit, ein wichtiger Teil in deinem und meinem Leben. Die meiste Zeit verbringen wir ja mit Arbeit, umso wichtiger ist es, sich an seinem Arbeitsplatz wohl zu fühlen. Arbeit liegt oft zwischen Zufriedenheit und Mühsal. Mal macht die Arbeit Spass und schafft innere Zufriedenheit, oft auch ist sie mühselig und lässt ein unzufriedenes Gefühl zurück.

Man hört und liest eine Menge von der nicht fremd bestimmten Arbeit, ein selbständiges Arbeiten ist damit gemeint. Das bedeutet, selbst entscheiden zu können „wann und wo“ ich arbeite. Selbstständig konnte ich (bis auf die Lehrjahre), immer arbeiten. Ich bekam sehr bald Aufgaben gestellt, wo ich mich entfalten durfte, nach und nach mehr Verantwortung übernehmen konnte. Ich suchte immer eine Herausforderung, auch wenn es nur kleine Schritte waren. Sehr schnell wurde mir alles zu langweilig.

Mein Berufsweg gestaltete sich komplett anders als gedacht

Ursprünglich wollte ich den Weg der Krankenschwester gehen … bis zu dem Tag, als ich merkte nicht ganz „Blut tauglich“ zu sein. Meine 2. Option war Kindergärtnerin. Es war mir bewusst, dass es schwer werden würde eine Stelle zu bekommen, dennoch hatte ich mich dafür entschieden. Ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber dieser Weg war für mich auch nicht bestimmt. Viel zu wenig freie Plätze in der dafür notwendigen Schule. Ich entschied mich letztendlich für das sofortige Geld verdienen, nicht von den Eltern abhängig sein – ich wollte am Ende des Monats meinen Gehaltsscheck in der Tasche haben. Heute denke ich ganz anderes darüber und würde  bestimmt einen anderen Weg wählen!

Ich hatte meinen kaufmännischen Handelsabschluss und „jobbte“ mich durch. Meinen Beruf habe ich geliebt, ich fühlte mich wohl und das positive Feedback meiner Kunden sagte mir, dass es richtig war mich nicht um kleine Kinder zu kümmern, sondern um Erwachsene! 🙂

Die Zeit hat sich verändert

Die nächsten Sätze erinnern mich jetzt stark an ältere Menschen, die immer gerne sagen: „Ja ja früher war ja alles anders …“ Wenn ich das bis vor ein paar Jahren gehört habe, dachte ich jedes Mal, ob ich selber auch so denken werde? Was besser war und was sich wirklich zum Nachteil verändert hat?

JA – es ist so. Jetzt gehör ich scheinbar auch dazu – :-).Wenn ich heute darüber nachdenke wie meine ersten Jahre in der Branche waren und wie es jetzt abgeht?? Der Konsument wird überhäuft mit Dingen, Reizüberflutungen pur. Besser, schöner, stärker, teurer/billiger, Must haves und weiß der Teufel was noch alles. Überall wird „Kohle“gewittert. Die Firmen und Konzerne reizen alles bis zum Letzten aus.

Es gibt Umsatz Vorgaben für jeden Einzelnen und sind sie erreicht (was ja Aufgabe der Geschäftsführung ist), werden sie sehr rasch erhöht! Eine  Steigerung  geht ja bekanntlich immer … Die Leidtragenden sind die Angestellten, egal auf welcher Stufe sie stehen. Und wie ich finde auch die Konsumenten. Es wird nicht mehr mit Fachwissen und Kompetenz verkauft, es wird “ aufgezwungen“ mit Druck angeboten, dass sehr oft auch spürbar ist. Natürlich ist das Ganze auch Branchen  abhängig , aber im Handel ist es mal so.

Den Stress des Tages nahm ich mit ins Bett

Kurz vorm Monatsabschluss nur der eine Gedanke: schaffen wir es? Schaut nicht so gut aus. Kollegin X ist weit hinter ihren Vorgaben … wie erkläre ich das? Es juckt keinen von den da oben, wenn ich ihnen ihrem privaten Schicksalsschlag erkläre. Frau XY war dieses Monat nicht im Laden – an was liegt es es? Falsche Ware, hab ich etwas übersehen? Beleidigt? … Meine Frequenzzahlen sind diesen Monat viel zu hoch, für den Umsatz der in der Kasse liegt. War schlechtes Wetter, und viele haben das Geschäft nur als Unterschlupf gewählt? – Fragen und Gedanken, die ich mit in den kurzen Schlaf nahm.

Auf der Strecke bleibt der Mensch. ICH in diesem Fall und meine Gesundheit und ich weiß das ich hier nicht die Einzige bin. Ein halbes Leben war alles erträglich, normal … gehört dazu. Plötzlich aber willst und kannst du nicht mehr.  Und es heisst nicht umsonst: „Nur wenn Du etwas gern machst, wirst DU es gut machen!“ Es war an der Zeit sich neu zu orientieren …

Resümee meiner Arbeit heute

Selbst beim Tippen dieser Zeilen, bekomme ich noch einen steifen Nacken, wenn ich mir überlege wie schnell man auch danach vergessen ist!

Was mich jedoch schon sehr dankbar macht,  sind meine Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Ich habe viel erlebt und bin viel gereist. Und ich musste feststellen, dass man sich durch so manche Vorgaben, die Frau von oben bekommt, auch sehr verändern kann (und muss) um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Das zu erkennen und sich nicht dafür herzugeben, ist meines Erachtens eine sehr große Erkenntnis. 🙂

Neu-Einsteigerin

Ich die nie mit Online-Marketing und Blogs zu tun hatte (ich las Unmengen von Zeitschriften und Blogs waren etwas für die jungen Szene-Girls … so meine Annahme, also hatte ich null Interesse) interessierte sich plötzlich dafür. Der Grund war mein Partner, der genau wusste, dass das Schreiben eine Leidenschaft von mir ist. So entstanden Konzepte und Ideen, die ich gemeinsam mit Jürgen in die Tat umsetzte. Jürgen, der in dieser Branche seit gut 20 Jahren zu Hause ist, der seine Arbeit nicht als Arbeit sieht, sondern mit Leidenschaft und Freude an jedem Projekt arbeitet … hat mich natürlich neugierig gemacht! Auch wenn er mir anfangs nur die halbe Wahrheit über das Online arbeiten erzählt hat. 🙂

Ich bin jedenfalls infiziert

  • Es beginnt schon am Morgen, wenn ich mich mit Freude ans MacBook setze, in Ruhe, mich keine lärmenden Schüler im Zug bei meinen Vorbereitungen stören, kein Betrunkener schon am frühen Morgen nach einer Zigarette oder einen Euro fragt. Und mir niemand auf meinen Mantel steigt, während ich das Geschäft aufsperre, weil er es kaum noch erwarten kann mir zu erzählen das die Qualität des letzteren Shirts wesentlich besser war usw…
  • Alles Sachen, die mir schon am Morgen erspart bleiben. Zusätzlich brauche ich keine Absätze und Lippenstift wenn ich schreibe und mir meine Gedanken mache, das Netz durchforste oder andere Blogs lese und Kommentare schreibe! Das krampfende Gefühl in der Magengegend der letzten Zeit gibt es nicht mehr.
  • Meine Arbeit zu Hause wird nebenbei erledigt. Die Ausgewogenheit von sitzen und rumlaufen fühlt sich ebenso wunderbar an. Ich kann mir meinen „Arbeitsplatz „, nach Lust, Laune und Gegebenheit aussuchen. Deshalb fand ich diese Idee, 2 Monate mit Jürgen erstmal nach Italien zu gehen, ganz besonders schön. Diese Art der Ausgeglichenheit war mir bis dato fremd gewesen. Das Digitale Nomaden Leben, wie es sich nennt, ist auch etwas für mich. DAS weiß ich jetzt ganz sicher :-).
  • Die Zeit zum Essen fehlte oder besser gesagt ich nahm sie mir sehr selten. Jetzt koche ich täglich Frisches und Gesundes. Nicht mehr um 22.00 Uhr abends wo ich zum ersten Mal am Tag auch die notwendige Ruhe fand, , nein um spätestens 14.00 Uhr läuft der Geschirrspüler schon wieder! Mein Körper dankt es mir, ich fühl mich wesentlich gesünder und wohler in meiner Haut.
  • In der Arbeitszeit bin ich jetzt flexibel. Durchgehend 8 oder mehr Stunden zu arbeiten stumpfte mich ab. Der anschliessende Sport zum Ausgleich machte mir keinen Spass mehr weil ich einfach zu erledigt war. Was zur Folge hatte, dass er auch immer weniger wurde. Heute kann ich mir aussuchen wann ich arbeite, auch wenn es abends um 21.00 Uhr ist – egal. Da ich abends ohnehin sehr gerne schreibe, kommt es schon mal vor, dass ich gegen Mitternacht mein MacBook erst schlafen lege. Es bleibt mir also immer die Zeit, die ich als Ausgleich benötige und sei es auch nur um bei meinem  Buch weiter zu lesen. Ein neuer Luxus den ich sehr schätze! Mehr Zeit zu haben!
  • Ebenso haben sich dadurch die Menschen in meinem Umfeld verändert. Waren es früher sehr viele schnell lebige oberflächliche Personen, mit denen ich zusammenarbeiten musste, sind es heute sehr wertvolle Menschen, die positiv und mit sich im Reinen sind. Ihr Wissen gerne weitergeben und sehr wertschätzend mit dir als Person umgehen. Für mich ist das manchmal noch sehr schwer zu verstehen – aber es gibt sie wirklich 🙂

Ich kann nur sagen, es war kein Fehler mich in dieses Metier zu wagen, es zu versuchen. Was heisst versuchen – ich werde es verbessern, dazulernen und dran bleiben! Leider hat jede persönliche und berufliche Veränderung auch damit zu tun, Abstriche machen zu müssen. Neider gibt es überall. Sie sehen nur was sie sehen wollen. Ständig unterwegs und Aussagen wie: „Mensch DU hast es gut erwischt, schreibst 1 Stunde lang ein paar Überschriften und Texte, der Rest is Fun! Toll …“  Natürlich, genauso wird es sein … Solche und einige indirekte Aussagen lassen mich an manchem Verhältnis zweifeln.nn

Richtigstellung

Bloggen ist eine Arbeit, die gepflegt gehört. Sie erfordert sehr viel Zeit und Recherche. Gerade für Neu-Einsteiger wie mich, doppelt so viel! UND ich werde niemals das Geld dabei verdienen das ich verdient habe als ich noch angestellt war. Ich bekomme für kein „Like “ auf Facebook 100 Euro 🙂 oder erwähne ich einen Schönheitschirurgen, eine Brustvergrösserung! Nein … so läuft es nicht.

Natürlich gibt es tolle, sehr erfolgreiche Blogger, die durch ihr langjähriges gutes Business, sehr gut davon leben! Ja und dann gibt es die Blogger, die etwas „anders“ sind. Ich würde jetzt lügen wenn ich sagen würde, dass ich nicht auch gerne den Bekanntheitsgrad hätte wie eine Carina Hermann und einige andere mehr. Aber ich, als noch unscheinbare Person in diesem Metier, möchte einiges weitergeben. 

Meine Leser zum Nachdenken anregen, sie dazu anregen, mir ihre Sicht der Dinge zu berichten uva mehr. Nur durch dieses Feedback weiß ich was gefällt und was ich verbessern kann. Und das wird sicher so einiges sein. DAS wäre ein grosser Wunsch von meiner Seite. 🙂

„Geduldig sein“ sage ich mir gerade selber, und auch Jürgen würde mir das jetzt sagen. 🙂 Es ist sicher kein einfaches Geschäft zu bloggen, Konkurrenz gibt es hier Unmengen. Wo Konkurrenz ist, ist auch Neid, wo Neid ist, tritt auch die Unehrlichkeit auf. Und  davon werde ich mich fern halten!

Meine Arbeit macht mich glücklich

Mir ist wichtig:
Ich liebe diese neue Arbeit sehr, ich stehe hinter dem was ich schreibe und neben mir steht mein Mann – der mich in vollen Zügen unterstützt. Mein Körper dankt es mir, wenn ich mehr auf mich achte. Mich mit wesentlichen Dingen des Lebens  beschäftige und einen Teil davon an dich weitergeben kann. Jeder soll sich das nehmen was für ihn passt, ihn anspricht, Und wer weiß … alles ist möglich, wenn ich es mir als Ziel vor Augen halte! 🙂

Ich wünsche DIR ebenso viel Freude bei deiner Arbeit, und ich wünsche MIR, viele weitere Leser auf meinem Blog.

XOXO Sandra FrauenPunk

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2 Kommentare
  1. Tanja
    Tanja sagte:

    Sehr schöner Beitrag- wir machen es seit 2011 und es gehört eine Menge Mut dazu und Ausdauer – ps. ich weiß was Du meinst mit den jungen Mädels ich bin 40 und für mich ist es eine absolute Leidenschaft – wir können froh sein, ANDERS zu sein: _ LG Tanja

    Antworten
    • Sandra
      Sandra sagte:

      Hallo Tanja,
      Mut, Wille und eine Menge Durchhaltevermögen! Vorrangig ist die Leidenschaft wie du so schön sagst. Des Geldes wegen kannst du es vergessen . Das braucht wiederum Zeit und Geduld :-). Trotzdem hoffe ich nie mehr „anderes“ arbeiten zu müssen. Ein Lebensgefühl das mir total fremd war… danke für deine Gedanken und ebenso alles Gute dir und deinem Mann!
      Glg Sandra

      Antworten

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