Geschichtenliebe 4

Geht es uns nicht manchmal so, dass wir Ziele haben die wir unbedingt umsetzen möchten, aber es gelingt einfach nicht so richtig, weil wir zu wenig „dahinter“ sind? Sein Leben zu ändern, wird auch nicht von einem Tag auf den anderen funktionieren. Deshalb ist es wichtig Prioritäten zu setzen und sich Zeit zu geben …

Die Frau und der Wunsch das Leben zu verändern

Es war einmal eine Frau, die wollte ihr Leben verändern, doch gelang es ihr nicht so richtig. Immer wieder versuchte sie neue Impulse in ihr Leben zu bringen, aber immer wieder fiel sie in ihre alten Verhaltensmuster zurück.

Eines Tages ging sie im Stadtpark spazieren und wollte sich auf eine Bank setzen, doch dann entdeckte sie, dass eine Spinne ein ziemlich grosses Netz über die Bank gesponnen hatte. So setzte sie sich auf die Bank daneben. Sie begann die Menschen zu beobachten. Viele der Menschen kannte sie, denn diese Menschen kamen wie sie, regelmässig in den Stadtpark.

Da kam der Frau in den Sinn, dass normalerweise immer um diese Zeit, ein alter Mann in den Stadtpark kam, sich auf die gleiche Bank setzte und zuerst seine Semmel ass und dann den Rest davon an die Vögel verfütterte.

Auch heute kam der alte Mann in den Park und steuerte zielstrebig auf die Bank zu auf der die Frau saß. Zuerst zögerte der alte Mann, setzte sich dann aber wie gewöhnlich auf seine Bank. Die Frau wollte schon aufstehen, plötzlich sagte der alte Mann zu ihr „Wenn du dein Leben verändern willst, musst du deine Gewohnheiten ändern. Aber das ist gar nicht so einfach, denn Gewohnheiten sind wie Spinnennetze. Die Fäden sind von Auge kaum zu erkennen, aber trotzdem sind wir ihnen gefangen ohne es zu merken.“

Die Frau stand auf und wanderte hinunter zum Fluss. Sie wartete auf einer Bank auf die kommende Fähre um den Fluss zu überqueren. Der Fährmann half der Frau in die Fähre, ihr Blick war sehnsüchtig auf das andere Ufer gerichtet. Als die Fähre nach längerer Zeit noch immer nicht losfuhr, bat sie den Fährmann endlich abzulegen. Doch der Fährmann dachte nicht daran loszufahren, sondern sagte mit ruhiger Stimme: „Wenn du dein Leben ändern willst, musst du dich von deinen Ketten lösen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn in die stärksten Ketten hast du dich schon in der Kindheit binden lassen.

Die Frau stand auf und lief zurück zur Bank, wo der alte Mann immer noch die Vögel fütterte. Der alte Mann schien die Frau schon zu erwarten mit ruhiger Stimme sagte er „Wenn du dein Leben verändern willst, darfst du von deinem Leben nicht davonrennen! Davonzulaufen ist genauso mühselig und sinnlos wie in einer noch angebundenen Fähre zu rudern. Du wirst nie dort ankommen wo du eigentlich hin willst und vor allem wirst du deine Kräfte unnütz verschwenden, bis du aufgeben musst!“

Ratlos fragte die Frau „Was soll ich den machen?“ Der alte Mann klatschte in die Hände, so dass die Vögel aufhörten die Reste der Semmel zu picken und sich in die Luft erhoben. Mit einem Lächeln auf den Lippen sagte der alte Mann: „Hör auf Reste zu picken und finde heraus was deiner Seele Flügel verleiht …“

Autor: Franz Erni

Wir sollten uns nicht mit den „Resten“ der anderen zufrieden geben, auch wenn es möglicherweise bequemer scheint. Doch alles „vorgekaute“ hat schon lange den Geschmack und den Reiz verloren, deshalb finde ich es besser etwas NEUES zu starten. DAS was unserer Seele eben Flügel verleiht! (Doch das ist sicher nichts für bequeme Menschen!)

Bis in 2 Wochen wenn ich dich wieder mit einer neuen Geschichte abholen darf. Wenn Du magst?!

XOXO Sandra FrauenPunk

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