Wie erreicht man ein erfülltes Leben. Was muss man ändern und vor allem wie ändert man sein Leben und seinen Lebensstil um ein achtsameres, positiveres und wertschätzenderes Leben führen zu können.

PERFEKTIONISTEN – jeder kennt mindestens einige davon oder ist eventuell selber einer? Perfektionisten – eine besondere Spezies. Es sind Menschen die versuchen eine mögliche „übertriebene“ Perfektion zu erreichen. Sie streben nach Vollkommenheit, lassen keine Fehler zu und wollen stets das Maximum aus sich selbst herausholen! Sie geben ALLES und denken trotzdem es sei nicht gut genug – schnell genug und eigentlich nichts wert.

Bist Du auch so jemand? Strebst Du immer nach der perfekten Karriere, der perfekten Beziehung , dem perfekten Leben? Der Ehrgeiz immer alles überdurchschnittlich „gut“ machen zu müssen und stets das Maximum erreichen zu wollen, ist eine sehr kräfteraubende und anstrengende Sache! Eigenschaften wie Pflichtbewusstsein, Ehrgeiz, Gewissenhaftigkeit und Korrektheit, sind sicherlich wichtige Eigenschaften um Erfolg zu haben. Doch wir können auch alles übertreiben und es kippt ins Uferlose. Zudem zahlen viele dafür einen sehr hohen Preis … nämlich mit ihrer Gesundheit. Ist es das wirklich Wert?

Der Stresspegel ist hoch!

Ich schreibe hier aus eigener Erfahrung. Gehöre(te) ich doch selber zu den Exoten der Perfektionisten. 100% waren mir immer zu wenig,  oder sollte ich vielleicht auch sagen: es wurde einfach verlangt, wollte ich doch mit meinen Leistungen hervorstechen. Mein Ehrgeiz und mein Wollen, waren immer auf 200% getrimmt. Stets das High Level ansteuern – Maximum wo nur machbar. Und ich war am Boden, ging mal die Rechnung nicht so auf als geplant. Für solche Menschen gibt es nur einen Satz der wichtig ist und genauso lebt man auch. Er lautet: Alles oder nichts.

Mit den Jahren litt ich nicht nur körperlich darunter, sondern auch seelisch an meinen viel zu hohen Ansprüchen an mich selbst. Es ging so weit, das ich mein Selbstwertgefühl von meinen Erfolgen abhängig machte.  Andauernder Drang zur Perfektion beeinflusst unsere gesamte Person! Da Perfektionisten sehr selten ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden, weil sie einfach nur sehen was sie noch besser hätten machen können und sich dabei ständig selbst kritisieren müssen, stehen sie andauernd unter Stress!

Wie denken solche Menschen, die nach Perfektionismus streben?

  • ich muss perfekt sein, sonst werde ich in der Gesellschaft nicht akzeptiert – werde möglicherweise abgelehnt,
  • ich darf mir keine Fehler erlauben – Fehler machen nur Versager,
  • meine Fehler werden nicht verziehen,
  • es gibt keinen Mittelweg, entweder ganz oder gar nicht. (siehe auch Schwarz-Weiss Denken – Alles oder nichts),
  • NUR wenn ich perfekt bin, werde ich anerkannt, ernte dadurch Liebe, Zuneigung und bin dadurch zufrieden.

Gute Leistung ist selbstverständlich

Diese Liste könnte man noch unendlich lange gestalten, aber dies sind so die wichtigsten Denkmuster. Mißerfolge und Fehler bedeuten für Perfektionisten, sich als Versager zu sehen. Ich konnte und es ist teilweise heute noch so, mich über 100% gut abgelieferte Arbeit nur sehr selten richtig freuen … Immer die Frage im Hinterkopf: „Wäre vielleicht doch noch besser gegangen?“. Ein selbst auferlegter Druck – ein Dauerbegleiter im Leben der Pektionisten.

Folgen entstehen unausweichlich

Dein Körper  ist „dauerangespannt“. Unruhe-Modus ist stets ON und gehört zum Alltag. Ein Zustand der mit Stress gut zu vergleichen ist. Dann wär noch die  Angst, ebenfalls all gegenwärtig. Angst Fehler zu machen oder zu versagen – abgelehnt zu werden?! Perfektionisten sind einfach nie mit sich selbst zufrieden. Unzufriedenheit und ständige Unruhe und maßloser Ärger entsteht, wenn sich mal ein Fehler eingeschlichen hat.

Perfektionierte Menschen verhalten sich anders

Meine Erfahrung war – ICH konnte keine Arbeiten abgeben! Nur ICH wusste wie das Ergebnis aussehen sollte. Ich war unzufrieden mit der Arbeit anderer, was im Nachhinein gesehen ein völliger Blödsinn ist! Neue Aufgaben oder generell „Neues“ auszuprobieren machte mich unsicher – was wenn ich mich doof anstelle? Etwas falsch mache? Angst keine gute Leistung zu bringen war immer da. Und ich brauchte dies Selbstkontrolle! Die mir natürlich auch mehr Arbeit einbrachte.

Entschloss ich mich dennoch mal etwas Neues zu starten und ich machte einen Fehler, konnte ich nur sehr schwer damit umgehen. Ich redete mir danach ein, ich wäre mit zu wenig Ehrgeiz an die Sache heran gegangen (heute weiß ich auch das war Quatsch). Meine ZIELE machte ich nur im Geheimen mit mir selber aus. Gelangen sie – war es gut. Erreichte ich sie nicht, wusste wenigstens nur ICH davon. Heute bin ich sehr froh diese Phase überstanden zu haben. Warum? – Dazu komme ich später. 🙂

Das Streben nach Perfektion, es fängt schon im Kindesalter an

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher ob ich mit dieser Aussage richtig liege, aber spricht man mit anderen über dieses Thema wird eigentlich dazu immer nur genickt. Als Kind haben wir ja schon die Erfahrung gemacht, sind wir „perfekt“, erfüllen wir die gewünschten Erwartungen, bekommen wir die so gut tuende Anerkennung und Zuneigung. Bauten wir Mist oder brachten wir die schulische Leistung nicht waren lange Zurechtweisungen und Strafe die Folge.

Mit dieser Erfahrung von damals, bauten wir unseren beginnenden Perfektionismus immer weiter aus. Der eine mehr der andere weniger oder auch gar nicht. Individuell.

Im Laufe der Jahre machte ich dann Bekanntschaft mit Worten wie „du bist echt ein PEDANT“ oder „du mit deinem ständigen Perfektionsgetue“. Ich  nahm das Ganze aber nie so wirklich ernst, da ich immer dachte die anderen wären zu lotterhaft. Weiter viele Jahre danach wurde mir es aber selbst bewusst. Menschen, die mir damals wichtig waren öffneten mir die Augen. Auch das dauerte – aber endlich zur Einsicht gekommen, wollte ich meinen Perfektionismus verringern (ich glaube ganz wird man ihn nie los).

Mrs. oder Mr. Perfect haben es schwerer im Leben

Es wurde mir bewusst, dass man sich als Mrs. oder Mr. Perfect sein Leben richtig schwer machen konnte. Die ständige Angst etwas vergessen zu haben lässt einen schlechter schlafen, tagsüber die ständige Angespanntheit mit teilweiser schlechter Konzentration und die Angst seine Selbstkontrolle zu verlieren und somit sein mühevoll perfektes Leben zu verlieren.

Der ständige Stress immer perfekt aussehen zu müssen, die neuesten Trends zu wissen und zu haben … all das beinahe atemlose Gehetze macht das Leben nicht unbedingt einfach und vor allem macht es nicht glücklich!

Perfektionismus ist ein Kampf gegen Windmühlen. Den Kampf wird jeder verlieren, da Perfektion eine Illusion ist.

Ich begann es langsam zu ändern

Ich wollte, und ich war auch bereit jetzt etwas zu ändern! Die Kunst war nur von einem Extrem ins andere zu fallen. Vom „es ist noch lange nicht gut so wie es ist“ zum „mir alles egal „ Typ zu werden. Mit dem Mittelmaß tat ich mir schwer. Ich überdachte meine Ansprüche an mich selbst und holte mir professionelle Hilfe. In sehr kleinen Schritten gelang es mir von meinen überhöhten Anforderungen los zu kommen. Realistischer und bodenständiger zu werden und zu denken.

Energie verschwenden? Nein danke!

Menschen, die perfektionistisch veranlagt sind, verblasen auch gerne die so kostbare Energie! Das kennen sicher einige von euch. Lieber doch noch ein paar Stunden anhängen um eventuell noch 5% rausholen zu können, statt es einfach „gut sein“ zu lassen.

Perfektionisten gönnen sich weniger Ruhephasen. Dadurch sind sie immer dauererschöpft. Auch die anfangs dagelegenen Ressourcen sind mal weg. So begann ich zu verkürzen, mich abzugrenzen und umzudenken.

  • ich sah es als neue Herausforderung, als ich damit begann mit weniger Einsatz gleich gute Ergebnisse zu erzielen,
  • ich orientierte mich nicht mehr so extrem an gesellschaftlichen Vorbildern. Meine eigenen hatten Vorrang,
  • ich versuchte ein Stück meiner Kontrolle abzugeben, andere leisten auch gute Arbeit,
  • ich fokussierte meinen Blick auf die gute Leistung, die ich brachte – sah es nicht mehr als selbstverständlich und freute mich darüber,
  • das Schwerste für mich war, sich in Gelassenheit zu üben. Egal um was es ging, ICH war immer „bereit“. Ich versuche immer noch – bewusst unperfekt zu sein! Fällt es mir mal wieder besonders schwer, frage ich mich: „ist es wichtig, top gestylt zu einem Termin zu wandern?“ Bin ich dadurch weniger Wert und eine andere Person? NEIN. Danach gelingt es mir gelassener zu sein. 🙂 Was natürlich nicht bedeutet, sich  nichts anzutun, nur diese Übertreibung fällt weg.

Schlussgedanken

Seit ich meine eigenen Ansprüche gelockert habe, ist vieles leichter und unkomplizierter geworden! Überzogene Ansprüche anderer Menschen an mich kann ich sehr gut ignorieren. Ganz besonders die unausgesprochenen und versteckten Erwartungen! Meine Messlatte hab ich um ein ganzes Stück runter geschraubt, kümmere mich mehr um meine Bedürfnisse als darum, andere zu erfüllen. Vor allem schaffe ich es jetzt „weniger“, auch gut sein zu lassen. Ich frage mich jeden Morgen wie mein perfekter Tag heute aussehen könnte/sollte. DIESEN Gedanken konsequent weitergedacht – hat mein, und kann auch DEIN Leben verändern!

Unperfekt und etwas gelassener zu leben hat viele Vorteile. Finde es heraus, auch wenn die Umsetzung nicht immer einfach sein wird. Ich habe es als Herausforderung gesehen … ich habe eine Menge reduziert und finde in der Zwischenzeit das „Unperfektheit“ richtig geil ist 🙂

Zum Abschluss noch ein Satz oder eine neue Lebensdevise, die mir persönlich sehr wichtig geworden ist. Sie lautet: „Ich gebe natürlich immer mein Bestes, mache es so gut es mir möglich ist … aber das Wichtigste ist mir Freude und Spaß an etwas zu haben, dann wird es auch gut! 

In diesem Sinne, lass es gut sein und mache das Unperfekte zum Perfekten. 🙂

Im letzten Newsletter ging es darum ausgelaugt und ohne jegliche Motivation zu sein. Sogar die Frage:“Wie soll ich das eigentlich alles schaffen?“ tauchte auf. Wir wissen es ja alle es gibt Dinge, Menschen und Gewohnheiten, die uns einfach auslaugen. In unserem beschleunigten Alltag indem Zeit als teures Gut gehandelt wird, scheint es beinahe so, dass ein „guter“ Mensch erst dann als fleißig gilt, wenn er ein Mindestmaß an Stress vorweisen kann. 

Freude und Zufriedenheit rutscht nach unten

Eigene, viel zu hohe Ansprüche an sich selbst sowie Perfektionismus, rauben dir zusätzlich die Energie und die Lebensqualität. Der Preis dafür ist ein sehr hoher, für den Du gerade stehen musst. Die Rechnung geht erst dann auf, wenn du auf dein Energiekonto mehr einzahlst als du abbuchst.

Wenn du dich ausgelaugt und fertig fühlst liegt es meistens daran, dass du permanent im Einsatz bist. Job, Familie, einschneidende Veränderungen die dir ganz schön viel Saft und Kraft ziehen. Du hast selten die Möglichkeit deine inneren Batterien wieder aufzuladen. Fazit du überziehst dein Energiekonto! Wenn du die ganze Zeit nur auf alles verzichtest, verzichtest du auch auf ein ganzes Stück Energie, die du aber benötigst um ein zufriedenes und schönes Leben führen zu können, mit ausreichend Energie versteht sich.

Rüttle deine Energie wach!

Wie kommst du also zu mehr Energie und Antrieb? Es gab eine Zeit in meinem Leben, da stieg ich morgens schon ausgepowert aus meinem Bett. Sogar nachts war mein Gehirn auf „on“ … Nachts hatte ich auch immer die besten Ideen und Lösungen parat. Meine Gedanken waren also auch Nacht sehr aktiv! Mein Körper hielt allerdings davon nicht sehr viel!  Ständiges matt sein und Energielosigkeit waren die Folge.

Sehr vielen Menschen geht es genauso. Sie suchen eine Antwort auf die Frage „Wie komme ich zu mehr Antrieb und Energie?“ Viele versuchen am Abend vor dem Fernseher zu entspannen … für mehr reicht es einfach nicht. Die Luft ist raus. Selber hatte ich das natürlich auch versucht … ich kann aber dazu nur eines sagen, Energie wird damit nicht aufgeladen. Das Einzige was wirklich hilft ist aktiv zu werden! Eine schwierige Angehensweise, wo dir doch die Motivation und deine Energie fehlt um Dinge richtig anzupacken?

Heute möchte ich auf die klassischen Ratschläge, wie zum Beispiel Fitness, ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf usw. nicht weiter eingehen. Weil diese Tipps dir sicher bekannt sind und sie auch auf jeden Fall wichtig sind und auch umgesetzt werden sollten! Ich möchte dir aus meiner eigenen Erfahrung zwei simple Punkte zukommen lassen, die dich dabei unterstützen sollen möglichst schnell wieder hoch zu kommen und dass du mit deiner Energie möglichst schnell wieder in Kontakt bist.

Stelle deinen inneren „Nörgler“ ruhig

Was soll das jetzt … fragst du dich? Es ist sehr einfach: Deine innere treibende, nörgelnde Stimme, du kannst auch Kritiker dazu sagen :-), nimmt und saugt dir deine Energie auf. Diese Stimme in dir macht dich den ganzen Tag auf alles aufmerksam: „Beeil dich doch etwas mehr, mach jetzt bloß keine Fehler oder kannst du das überhaupt?“ Diese, deine innere Stimme kritisiert und treibt dich den ganzen Tag und das kostet dir jede Menge Energie! Du musst also deinem „Kritiker“ den Kampf ansagen indem du eine Beziehung zu ihm aufbaust.

Diese innere Stimme in dir legt dir immer wieder ans Herz, dass du besser sein oder werden musst. Sie lässt dich fühlen, dass es noch immer nicht ausreichend ist was du tust. Sie fordert mehr Anstrengung, mehr Disziplin mehr Vollkommenheit. Sie sorgt sogar dafür, dass sie dich trotz Krankheit zur Arbeit gehen lässt. Diese nörgelnde Stimme, weiß in ihrer Enge nur wie es nicht richtig ist zu handeln. Ich möchte auch noch dazu sagen diese Stimme in dir, ist absolut kein schlechter Teil von dir, sie ist wie eine Mutter, die nur das Beste für ihr Kind will … aber genau das Gegenteil erreicht. Gut gemeint aber definitiv nicht hilfreich.

Nun, erstmal lass deine kritisierend Stimme in dir ausreden. Nimm sie an und höre ihr zu. Es sind Gedanken und gegen Gedanken wird es schwer anzukämpfen. Gib deinem Kritiker eine Gestalt. Ist sie männlich oder weiblich? Wie könnte sie aussehen, wie ist ihr Gesichtsausdruck? Und zu guter letzt … verpasse ihr einen Namen. So baust du eine Beziehung auf … entweder mit dem „Dauernörgler“ oder der „Besserwissenden Zicke“. 🙂

PS: Meine innere Zicke meint übrigens gerade … „weißt du eigentlich wie bescheuert sich das für Einsteiger anhört?!“ … Ich sitze jedenfalls auf meinem Regiestuhl und kann dazu nur sagen „Schon möglich, dass ist deine Ansicht, aber ich weiß dass das ein Weg ist, dich flach zu halten und Energie zu sparen. 🙂

Diese Vorgehensweise ist nicht einfach und erfordert Wachsam und Achtsamkeit mit sich selbst. Aber so gelingt es dir genau abzuwägen was für dich richtig, wichtig, gut und weniger gut scheint!

Trete deiner Lebensenergie wieder gegenüber

Das klingt etwas eigenartig, aber es funktioniert! Jeder von uns hat die Möglichkeit sich mit seiner Lebensenergie zu verbinden. Du kannst diese Lebensenergie auch Qi, das Göttliche in dir oder das Tao nennen. Jedenfalls bist du in Besitz dieser Energie. Auch wenn es sich im Moment nicht so anfühlt als würdest du mit ihr verbunden sein. Du brauchst diese Energie um deine Arbeiten zu verrichten, sie ist auch nötig um deinen Körper zu beschleunigen, zu wärmen, um Entscheidungen zu treffen und um kraftlose Ideen in kraftvolle Visionen umzusetzen! 🙂 Du brauchst Energie für alles was dir wichtig ist. Energie ist eine lebensspende Kraftquelle! In der Chinesischen Medizin definiert man Energie als spirituellen Lebensfluss, den sogenannten Meridianen, die durch unseren Körper fließt. Nun egal wie du deine Energie betrachtest, wenn du wieder zu mehr Lebensenergie kommen möchtest, musst du  fühlen! Dein Herz ist nämlich der Schlüssel zu mehr Power.

Deine Lebensenergie kommt nämlich nicht von Vitaminen wieder, sie kommt und geht mit deiner Lebensführung, deiner Grundpersönlichkeit und deinem Wesen. Wenn alles im Einklang ist, wird auch deine Energie wieder zu dir finden.

Lebensfreude ist  der wichtigste Energiespender im Leben

Wenn es darum geht, deine Energie über einen langen Zeitraum aufrecht zu erhalten, solltest du ein klares persönliches Ziel oder ein klares persönliches Warum im Leben haben! Etwas wofür es sich lohnt jeden Tag aufzustehen. Ein klares WARUM, schenkt dir die Energie, auch mit dem herausforderndsten WIE fertig zu werden! 🙂 Das Entscheidende ist für uns alle der Zusammenhang zwischen Energie und Gewohnheiten. Der Tagesablauf sollte so gestaltet werden, dass er dir als Stütze dient. Du sollst dich bei allem was du tust gut fühlen, dann hast du auch die Energie, die Dinge so zu erledigen und zu erreichen, wie du sie dir vorgenommen hast … ohne inneren Nörgler, der alles besser zu wissen scheint!

Es ist deine Wahl

Du hast sehr viele Möglichkeiten zu wählen. Deine Routinen die du etablierst, um deinen Körper und deinem Geist Gutes zu tun. Du kannst dir aussuchen, mit wem du durchs Leben gehen möchtest und du kannst auch anfangen mit dem Herzen zu fühlen. Bewusst zu beobachten wie es dir wirklich geht. Wie es mit deiner Energie gerade aussieht und was du brauchst. Welche Gedanken und welche Tagesabläufe tun dir gut und lassen deine Energie strahlen … und was lässt dich müde werden? Je achtsamer du mit dir selber bist, umso mehr wirst du über dich erfahren und lernen und du wirst sehr bald herausfinden, was zu tun ist, um mit deiner Lebensenergie eins zu sein.

Finde deinen Zugang zu deiner Lebensenergie. Bleibe in Verbindung mit diesem höheren Teil von dir … dann wird alles einfacher.

Ich hoffe du bist nicht enttäuscht kein Rezept für einen Power-Drink gefunden zu haben, aber vielleicht hilft es dir, etwas tiefer zu gehen und dich auf eine Expedition einzulassen … deine Lebensenergie wartet auf dich. Für ein Weiterreichen oder Kommentare dazu bin ich immer ON.  Sei gut zu dir und bis bald.

Könntest du dir einen Tag so gestalten, wie du ihn gerne haben würdest … wie würde er aussehen? Ein besonderer Tag, den du am Abend, wenn du ins Bett steigst, wieder und wieder vor deinen Augen hast, tief durchatmest, und mit glänzenden Augen ein leises „Was für ein unglaublich schöner Tag das heute war“ vor dich her hauchst!

Was würdest du gerne erleben?

Diese Frage haben uns vor kurzem eine Freundin und ich gestellt. Wir beide ziehen ab und zu gerne an Tagen, an denen die Geschäfte bis 21.00 geöffnet haben, los. Ganz planlos, einfach nur um zu sehen was es alles so gibt, das wir ohnehin nicht brauchen! 🙂 Der ganze Nachmittag wird dann besiegelt mit einem Glas Prosecco … dasitzen, Menschen beobachten und natürlich Pläne schmieden. Oftmals sind da auch ganz verrückte Sachen dabei. Einfach so zum Spaß. 😀 Und so dachten wir auch darüber nach, wie ein perfekter Tag für uns aussehen könnte?

Wie würde sich so ein Tag wohl anfühlen, all das machen zu können worauf man wirklich Lust hat? Wenn keine Grenzen gesetzt wären und uns alles zur Verfügung gestellt werden würde, was wir brauchen und uns wünschen? Spontan ist diese Frage sehr einfach zu beantworten, aber im nächsten Moment sehr sehr schwierig, da man ja nur diesen einen Tag zur Verfügung gestellt bekommt und da möchte man klarerweise das Optimalste für sich herausholen >lach<.

Dein Gefühl spielt dabei eine wesentliche Rolle

Unsere Gefühle helfen uns dabei, die Tagesaktivität darauf zuzuschneiden. Je genauer wir wissen, wie wir uns an so einem perfekten Tag fühlen möchten und  mit welchem Gefühl wir abends ins Bett steigen möchten, desto einfacher wird es für uns, einen perfekten Tag zu kreieren. Besonders – bedeutet ja für jeden Menschen etwas anderes. Für manche wäre der Tag perfekt, von morgens bis abends endlos einkaufen zu gehen, oder sich den ganzen Tag einem Wellness-Programm zu unterziehen, andere würden sich vielleicht gerne in die Bahn setzen und einfach mit dem Ziel „mal schauen“ wegfahren … oder seinem Herz-Menschen Zeit schenken? Einen Fallschirmsprung erleben oder am Ring mit Auto oder Motorrad fahren? Es gibt tausende Möglichkeiten und jede von uns hat eine andere Vorstellung von ihrem „perfekten“ Tag.

Das Gefühl jedoch ist bei allem ein anderes. Wir können völlig entspannt und ausgeglichen zu Bett gehen, aber auch gar nicht einschlafen können, weil wir noch drei Tage danach diesen Adrenalin-Kick in uns spüren! Also je genauer wir wissen, wonach uns ist und was wir erleben möchten, mit dem passenden Gefühl dazu, umso leichter können wir es auch erreichen.

Du bist sind nicht jeden Tag gleich

Ich persönlich bin nicht jeden Tag in der selben Stimmung für irgendetwas. Manchmal erschrecke ich vor mir selber, und denke mir „Frau – heute biste aber ganz schön drauf und willst es wieder wissen …“, an anderen Tagen traue ich mir wenig zu und habe Angst, checke alles ab, nur um sicher zu gehen und an manchen Tagen sind Menschen meine größten Feinde!

Dann aber würde ich am liebsten die ganze Welt bekochen, bekehren und umarmen >händezusammenschlag<. Es würde also auch hier einen großen Unterschied machen, wofür ich mich entscheiden würde – würde ich meinen Tag so gestalten können wie ich möchte.

Müssen wir auf den perfekten Tag wirklich warten?

NEIN – müssen wir sicher nicht! Wir dürfen jeden Tag aufwachen und so einen Tag erleben. Wir sind in der Lage Dinge zu tun, die uns beleben und Freude machen, erfüllen und motivieren! Wir können uns unsere Wünsche erfüllen, wie zum Beispiel bepackt mit Fallschirm, uns aus dem Flugzeug zu stürzen und den freien Fall genießen, eine endlos Shoppingtour zu machen und uns danach bei einer Massage zu entspannen … alles machbar und toll.

Aber es wird nur ein perfekter Tag in unserem Leben sein an den wir uns erinnern werden. Mir gefällt der Gedanke, aus jedem Tag einen „perfekten Tag“ zu machen, wesentlich besser?!  Besondere Momente und Tage wird es dennoch immer geben und sie werden sich von anderen  Tagen unterscheiden, das ist auch gut so. Wichtiger ist ein ausgeglichenes und erfülltes Leben zu führen, unsere aussertürlichen Wünsche sind nur eine Draufgabe! 🙂 Lebendigkeit und Freude, sind Dinge die meinen Tag zu einem Perfekten machen <3!

Das unvorhersehbare ist manchmal das Besondere!

Für mich ist jeder Tag, den ich erleben darf, neu, anders und unvorhersehbar und das macht ihn für mich perfekt, aus dem einen Grund – es liegt an mir was ich daraus mache. Und dann entscheidet der Tag (oder mein Leben), ob es ein unvergesslicher Tag wird. Wir können jedem Tag die Chance geben, der Beste unseres Lebens zu werden. Dazu müssen wir nicht mal etwas tun. Im Gegenteil – es würde diese Chance nur verringern. Wir sollten darauf vertrauen!

Nach solchen unvorhersehbaren Tagen, liege ich manchmal erschöpft aber immer mit einem zufrieden und wohltuendem Lächeln, im Bett und kann sagen „es war ein perfekter Tag“. Ich mag es mit dem Gefühl, etwas geleistet zu haben, Menschen glücklich gemacht zu haben, einzuschlafen! Mal habe ich eine große Erkenntnisse gewonnen, und ein anderes Mal tiefe Gefühle erlebt. Aber sehr oft habe ich auch einfach in den Tag hinein gelebt, letztendlich war jeder Tag der perfekte Tag für mich.

Doch es ist nicht immer zu 100% umsetzbar

Es wäre schön wenn jeder von uns frei und ohne sozialen Druck, seinen Tag so gestalten könnte wie er es gerne möchte. Klar ist das nicht immer zu 100% möglich. jedoch bin ich der Meinung, dass jeder von uns aktiv versuchen sollte, seinen individuellen, passendenden Lebensstil zu finden und daraus seine perfekten Tage zu schmieden! Die allerwichtigste Zutat für einen perfekten Tag ist die Verbindung zu sich selbst. Dem Herzen folgen und dem Leben begegnen … mit allem was dazu gehört!

Heute ist dein perfekter Tag … für einen perfekten Tag

Ich  bin eine sehr reflektierender Mensch geworden, und habe im Laufe der Jahre herausgefunden, was mir gut tut und was meinen Tag zu einem ganz besonderen macht. Dieses Wissen trägt viel zu meiner Lebensfreude bei. Und ich kann wirklich nur jeder von euch empfehlen, sich die Zeit zu nehmen um herauszufinden, was einen zufrieden macht. 🙂

Nachsatz

Möglicherweise hat dieser Artikel einen anderen Verlauf genommen als du dir anfangs erwartet hast? Ich gebe dir recht. Mit dem Ende das eventuell besser gepasst hätte – konnte ich nur leider nichts anfangen. 🙂

Ich hätte dir Tipps für einen perfekten Tag liefern können, sicher, klar. Doch diese Träumereien die wir alle haben, darfst du weiterhin träumen. Ich möchte DIR Gefühl und Emotion überbringen und einen kleinen Denkanstoß geben … nämlich, dass das Perfekte in Wahrheit ganz nahe liegt <3!

Deine Meinung dazu ist immer willkommen, das hast du hoffentlich nicht vergessen! 😀 Ich wünsche DIR ausschließlich perfekte Tage, mach es gut und bis sehr bald.

Selbstfindung hat ja mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Also Fragen wie zum Beispiel: Wer bin ich? Was will ich? Und bin ich schon angekommen? sollten dabei leicht beantwortet werden können. Diese Fragen sind vielleicht für dich im Moment ebenso präsent, wie für viele andere Menschen auch. Ein Thema das immer aktuell scheint und das auch keine Altersbegrenzung kennt! Logisch, denn hinter all diesen Fragen steckt das Bedürfnis, deinem Leben einen Sinn und eine Richtung zu geben. Was aber wenn du dich schon gefunden, aber plötzlich wieder verloren hast? Wenn deine Richtung in deinem Leben plötzlich wieder total unklar scheint?

Es gibt so viele Möglichkeiten

Du kannst so viel tun, du hast jede Menge Möglichkeiten in deinem Leben … das ist toll, bedeutet aber nicht unbedingt, das es dir dein Leben vereinfacht! Gedanken wie „Super, alles ist möglich, aber was ist das Richtige? Welche Richtung soll ich einschlagen?“ kommen immer wieder an die Oberfläche.

„Wer nicht weiß, in welchen Hafen er möchte, für den ist kein Wind der Richtige!

Seneca

Ein Zitat das in Wahrheit alles beantwortet. Wenn ich darüber nachdenke, war ich die meiste Zeit in meinem Leben ziemlich … wie nenne ich es … verwirrt. Ich hatte keinen Plan wer ich war, wer ich sein wollte aber vor allem was ich wollte! Mein Leben nahm seinen Lauf und ich dachte immer nur sehr kurzzeitig darüber nach. Es ergab sich immer eines nach dem anderen. Ich versuchte mich anzupassen, die Rolle zu spielen, die in der jeweiligen Situation angebracht war und redete mir ein das alles gut sei, so wie es war. Meine Komfortzone war also bestens gepolstert. 🙂

Das Leben fühlt sich plötzlich nicht richtig an

Kennst du das auch? Das Gefühl wenn du dir selber die Frage stellst „Hallo … war das jetzt alles? Wars das an Intensität die das Leben so zu bieten hat? Dann bist DU heute hier punktgenau richtig. 😀

Ich habe mir diese Fragen zum ersten Mal mit 28 jungen Jahren gestellt. Wahnsinn. Meine Scheidung stand nach zehn Jahren vor unserer Tür. Dahinter zwei kleine Kinder und ich, die in Wahrheit keine Perspektive hatte. Ich machte weiter. Möglichkeiten gab es viele, nur die Möglichkeit sie auch wahrzunehmen gab es nicht. Mit zwei kleinen Kindern, wie sollte das funktionieren ohne Unterstützung. Und so drehte ich mich immer weiter im Kreis.

Mit 36 Jahren war diese Frage abermals ganz dick da. Mit 40 glaube ich, hatte ich das erste Mal das Gefühl angekommen zu sein. Mit mir im Reinen und glücklich im Leben zu stehen. Ich hatte viele Pläne, die ich auch teilweise verwirklichen konnte, veränderte jede Menge in meinem Leben … aber es fühlte sich noch immer nicht richtig an.

Die Antwort findest du nur in dir selbst

Wenn ich darüber mit meinem Partner oder Freunden sprach, wurde sehr oft die Antwort gegeben „Du erwartest eventuell zu viel vom Leben, von deinem Partner?“ Falsch – ich erwartete nichts, ich wünschte mir nur diese „Stimmigkeit“ in mir selbst! War das verboten? Den Eindruck hatte ich damals. Ich wusste zu dem Zeitpunkt schon, was mir wichtig war im Leben und dass Lebensglück mit Sicherheit anders aussieht! Die Wahrheit ist die, du kannst dich nur selbst finden, wenn du in dir selbst suchst. Die Antworten liegen nicht im Aussen oder können dir irgendwelche Bekannte, Freunde oder dein Partner nicht geben –  du selber musst dir im Klaren sein, wer du bist oder sein willst und was zum Teufel du nochmal mit deinem Leben anstellen willst! Das ist  vielleicht die wichtigste Frage in deinem Leben … warum? Weil genau diese Frage und die Antwort darauf dein ganzes Leben bestimmt!

Gefunden – verloren – angekommen!

Und wenn ich dir nun sage das ich mich erst vor etwa drei Jahren als Ganzes gefunden habe? Das soll dich bitte nicht verzweifeln lassen, es soll dich eher beruhigen, bist du ebenfalls noch auf deinem Selbstfindungspfad. 😀

Du hörst und liest ja sicherlich auch sehr oft darüber,  du sollst alles ausprobieren, Erfahrungen sammeln, an Orte reisen die dir gefallen, sofern es irgendwie möglich ist, offen sein für Neues, Leute kennenlernen usw. … auf all das habe ich mich eingelassen. Das Resultat des Ganzen war anfangs nicht sehr prickelnd. Ich war noch verwirrter und genauso verunsichert was meine Zukunft, mein Leben betraf. All die Dinge von denen ich glaubte dass sie mir Spaß und Freude bereiten würden, waren ein Reinfall! Ich verlor schnell das Interesse für all das Geglaubte. Was tat ich? Ich verbrachte die meiste Zeit in der Bibliothek, leihte mir unzählige Bücher über das Thema „Selbstfindung“ und „Ankommen“, bis ich eben diesen einen Satz gelesen hatte. „Wer nicht weiss, in welchen Hafen er will, für den ist kein Wind der Richtige …“ Du kannst dich nur selbst finden, wenn du in dir selbst suchst. 🙂 Alle Antworten hatte ich in mir selbst. Sie waren nur sehr verstaubt. Und ich gebe es auch zu – ich hatte Angst sie hervorzuheben.

Nur nachzudenken was / wie und wer du sein und wie du Leben möchtest, reicht nicht!

Ich kann nur sagen dass es nicht ausreichend war, darüber nachzudenken und danach eventuell zu wissen was ich denn mit meinem Leben anstellen sollte! Erst wenn du die Dinge tatsächlich ausprobierst, kannst du auch wirklich wissen, ob dir diese auch Spaß machen und dich erfüllen.

Zusammengefasst:

  • Überlege dir, welches Leben du gerne führen möchtest und welches auch umsetzbar ist und zu dir passt.
  • Finde deine Bedürfnisse.
  • Probiere all diese Dinge aus!
  • … um letztendlich zu finden, was sich richtig anfühlt und passt

Die die mich nun doch schon etwas besser kennen wissen, dass ich sehr sehr viel von Notizen und  #gedankenaufschreiben, halte! 🙂 Genau dieses Schreiben hat mir zu sehr viel Klarheit verholfen. Gedanken im Kopf sind hilfreich … sie zu Papier zu bringen noch viel mehr! Du vergisst sie nicht. Und wenn du mal im Schreiben bist, kommen Dinge hervor von denen du nicht geglaubt hättest, sie auf deiner „Selbstfindungsliste“ zu finden. 🙂  Dieser Vorgang braucht Zeit oder geht ganz rasch. Also schreibe alles auf, was du in deinem Inneren schwer verstaubt finden kannst.

Ich habe eine ganze Weile gebraucht, nicht um sie aufzuschreiben, mein Problem lag in der Beantwortung. Ich musste meine Intuition erst ankurbeln, da ich bislang die Antworten immer nur im Aussen gesucht hatte … Und das Ganze wiederholte ich immer und immer wieder wieder. Manches fiel wieder raus und einiges war immer wieder mit dabei! Bedürfnisse und Wünsche die sich immer wieder wiederholten … (ein gutes Zeichen).

Dieser Schreibprozess verleiht dir eine neue Sichtweise

Deine Fragen „Wer bin ich, wo will ich hin?“ und „Was möchte ich tun?“ sind plötzlich viel klarer. Dein Kopf wird sich aufgeräumter anfühlen. Deine Wünsche und Bedürfnisse hat du nun so gut wie Kasten. Super! Dieses Gefühl hat mich einen Kopf grösser werden lassen … es hatte positive Auswirkungen auf mein Selbstbewusstsein! 🙂 Vom Aufschreiben bin ich dann ins Handeln gekommen. Die Dinge ausprobieren die ich am Papier festgehalten habe. Manches hat sich sehr schnell von selber eliminiert, manches war nicht sofort perfekt aber ich wollte es nicht loslassen. Dazu kann ich nur sagen – nicht gleich alles sofort hinwerfen, frage dich eher was könntest du daran verändern, damit es dich glücklich macht? Und dann versuche es einfach wieder.

Du hast dir viele Wegweiser aufgeschrieben, gehe sie Schritt für Schritt durch und finde jeden Tag ein wenig mehr heraus was gut zu dir passt und worin du dich auch langfristig siehst!

Und ich kann dir eines versprechen: DU wirst garantiert schöne und weniger gute Erfahrungen dazu machen, aber du wirst nie mehr orientierungslos umher irren!

Es ist nicht einfach seine Richtung zu finden

Wenn du dich in dieser Phase deines Lebens befinden solltest, und das kann durchaus öfter sein im Leben, kommst du nicht drum herum, dich mit dir selbst in verständnisvoller Art zu beschäftigen. Du musst dich mit deinen Zielen, Träumen, Wünschen und realistischen Möglichkeiten auseinandersetzen … ohne Zeitvorgabe. Wichtig ist, ins Tun zu kommen! Ich  möchte hier gerne meine persönlichen und praktischen Erfahrungen mit dir teilen wie du ja weißt und deshalb werde ich dir noch einige Schlüsselfragen zur Verfügung stellen, die mir auf meinem Weg des „Ankommens“ sehr geholfen haben.

  • Bin ich glücklich und zufrieden, wenn ich meinem Leben eine Richtung gebe?
  • Bin ich glücklich und kann ein erfülltes Leben führen, wenn mein Leben zu meiner Persönlichkeit, meinen Stärken und Schwächen passt?
  • Bin ich glücklich wenn meine Bedürfnisse befriedigt sind?

Aus diesen Fragen kannst du nun ebenfalls weitere Kernfragen ableiten:

  • Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen und wie sehen meine Bedürfnisse aus?
  • Was sind meine Stärken und wie sehen meine Schwächen aus? Wie meine Persönlichkeit?
  • Wie fühlt sich eine gute Richtung für MEIN Leben an? Wo meine Persönlichkeit und meine Bedürfnisse auch Platz haben?

Diese Punkte müssen erfüllt sein, willst du dein Leben so führen, dass es für dich richtig, glücklich und erfüllend ist! Es ist keine einfache Aufgabe und sehr oft geben wir am halben Weg schon auf. Mache dir aber bewusst, egal wohin du gehen wirst, deine Probleme wirst du immer mitnehmen. Also mache eine „Bestandsaufnahme“ in deinem Leben und danach mache dich auf dem Weg in deine Zielgerade! 🙂

Ich hoffe sehr das einiges für dich dabei war und wenn du hilfreiche Tipps dazu hast, teile sie mit uns.

Reichtum, Besitz … Für viele Menschen unserer Zeit scheint der Glaubenssatz „Geld und Besitz ist wichtig um sich reich zu fühlen“ noch immer von großer Bedeutung zu sein. Viel Geld ist für sie notwendig um sich gut zu fühlen. Mir ist klar auf diese Frage passen viele Antworten, da jeder Mensch andere Prioritäten hat. Ich erzähle dir meine … 

Geld ist nur bedrucktes Papier

Auch wenn ich nicht unbedingt ein „geselliges“ Mädchen bin unterhalte ich mich gerne mit Menschen, die mich auf eine gewisse Weise beeindrucken, die ich bewundere für das was sie tun und wie sie es tun! Ein Freiberufler, ein Künstler und auch in der Zwischenzeit viele Jugendliche, beantworten die Frage: „Was bedeutet reich sein für dich“  anders als früher. Sie sagen dass sie sich dann reich und auch glücklich fühlen, wenn sie das tun wofür sie brennen, wenn sie sich an einem Tag so entfalten können wie sie es gerne tun würden, dann fühlen sie sich reich. Ein ganz lieber Mensch den ich kennenlernen durfte sagte mal zu mir: „Geld ist nur bedrucktes Papier“  du kannst dir darum viel kaufen, sehr viele Wünsche erfüllen, aber die Dinge die uns Menschen richtig glücklich machen würden, eben nicht und deshalb halte ich nicht sehr viel davon …“ Dem ist nichts hinzuzufügen oder?

Wenn das Leben dir ein Schnippchen schlägt

Dann gibt es Menschen die ohne ihre Arbeit nicht existieren könnten. Sie arbeiten und geben alles, für Anerkennung, Geld und den richtigen Stellenwert in der Gesellschaft. Karriere steht ganz groß in ihren Augen zu lesen. Das geht oftmals ganz lange gut bis sie in ihrer zweiten Lebenshälfte angekommen sind. Krankheiten, Burnout und Schicksalsschläge die der zwingenden Karriere zugeschoben werden können, schaffen plötzlich neue Erkenntnisse. Diese Menschen wurden vom Leben enttäuscht und sind nun auf der Suche sich neu zu „erfinden“. Eine Täuschung des Lebens und die Einsicht das Geld, Karriere und Prominenz sag ich mal ganz frech, nicht glücklich machen und auch nicht sonderlich beruhigen! Sie machen sich auf die Suche den Sinn des Lebens zu finden. 🙂

Vom Leben enttäuscht

Ich bin ganz ehrlich … ich war auch so ein Mensch. Ich war zwar nicht prominent, aber mir war sehr wichtig in der Gesellschaft gut integriert zu sein. Karriere war mir ebenso wichtig, weil ich darin meine Anerkennung suchte die mir woanders fehlte. Ich brauchte Erfolgserlebnisse … immer. Geld zu bekommen und dann auszugeben machte ich automatisch, es erfüllte mich nicht, es war eben so. Bis mein Kartenhaus zusammenbrach. Ich fühlte mich vom Leben betrogen. Ich war den Weissagungen unserer Gesellschaft gefolgt, die lautete, dass nichts befriedigender sein kann als Erfolg! Erfolgreiche Menschen machen Karrieresprünge, verdienen gutes Geld, lassen andere für sich arbeiten und genießen ihr Leben . Sie können sich alles leisten, sind unabhängig, man fühlt sich wichtig und gehört überall dazu … ja sicher und dann wachst du auf. Du erkennst das alles ein leidiges Spiel mit Maske war. Unehrlich zu dir selber und zu anderen. Ein Spiel mit Fassaden und optischen Täuschungen. Innerlich fehlt jedoch die Erfüllung, das Glück, das Feuer. Bei mir war nur Leere vorhanden, ich war  ein zusammengeschnürtes Häufchen das sich nach Liebe sehnte…

Arbeit ist wichtig, keine Frage!

Bitte versteh mich nicht falsch, es soll kein Plädoyer gegen das „Geld verdienen“ sein, ich will auch niemanden raten einfach nur mehr alles „laufen“ zu lassen, weil Geld ist ja nur bedrucktes Papier das krank macht … NEIN ganz im Gegenteil. Ich möchte nur damit sagen, dass es nicht zwingend notwendig ist, viel Geld zu brauchen und sein Leben auf Karriere und Geldverdienen auszurichten! Ich gehe noch einen Schritt weiter zum Verständnis. 😀

Ich zieh mich nun ein wenig aus vor dir

Ich war immer schon ein eigensinniges Kind gewesen, behaupten zumindestens meinen Eltern. Und ich denke in diesem Punkt hatten sie auch recht. Ich war unbändig vor Neugier, ich wollte viel und vor allem alles erleben. Ich steckte meine Nase in viele Kreise und Szenen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten, um zu erfahren wie das denn so sei. Ich wollte es spüren, sehen und erleben. Vieles erschreckte mich, einiges erstaunte mich, weil ich mir anderes erhofft hatte, mir anders vorgestellt hatte. Zum Beispiel wie Menschen, die ein Jahreseinkommen in sechsstelliger Höhe hatten, wenn sie redeten, was sie fühlten, welche Ängste sie hatten und was sie bewegte … all das überraschte mich sehr! Ich stellte fest, dass sie nichts zu geben hatten an Gefühlen. Sie waren innerlich ausgeblutet. Leer. Ich kostete diese Zeit in vollen Zügen aus, ich naschte mit aber es war kein befriedigendes Gefühl. Ich war auf der einen Seite enttäuscht dass Menschen, die scheinbar alles hatten, so eine Kälte ausstrahlen konnten. Auf der anderen Seite war ich froh diese scheinbare Last, nicht tragen zu müssen! Es war sehr erdrückend für mich das zu erleben, auch wenn es nur aus der Ferne war!

Weniger ist mehr

Also nach dieser Gesellschaftsschicht begab ich mich in andere Kreise. Kreative Leute, ohne feste Anstellung. Künstler und Selbstversorger. Es war eine Zeit in der meine Eltern manchmal nicht mehr weiter wussten mit mir. Szene-Leute hatten selten einen guten Ruf! 🙂 Diese Menschen hatten oft relativ wenig an Hab und Gut zur Verfügung. Und dennoch waren sie immer bereit alles zu teilen. Es war nie ein Misstrauen da, keine Manipulation im Gange und es gab kein Versteckspiel. Wer gemocht wurde, wurde wegen seiner selbst gemocht und nicht wegen seines Geldes!

Mir wurde damals eines klar: Ich wollte ein gutes Leben führen, aber dabei kein Arschloch sein. Ja das war nach diesen Erfahrungen, bis ich dann auch Menschen kennenlernte, die einfach von Geburt an reich sind … also reich an Geld >zwinker<. Es waren meistens unauffällige unschuldige Menschen. Sie wohnten in einem goldenen Käfig, aber sie waren nicht frei! Sie mussten sich den Unterweisungen der „Anderen“, der Geber, fügen. Ich lernte Leute kennen die darauf getrimmt wurden, das Geld einfach immer mehr werden muss, es durfte nichts verloren gehen oder unsinnig verbraucht werden. Alles was sie durften, war den Besitz zu verwalten und darauf zu achten dass schön alles beisammen blieb. So ein Leben zu führen, empfand ich als schlimm! Alleine die Beobachtungen schnürten mir die Luft ab und machten mich wütend. Gut dass ich nicht reich geboren bin, dachte ich mir manchmal.

Es kommt ohnehin anders als man denkt und vor allem möchte!

Als alleinerziehende Mutter, die ich längere Zeit war, hatte ich sehr wenig Geld zur Verfügung. Extrawürste gab es für meine   Zwerge nicht. Zumindestens war es sehr selten geworden. Jedoch war mein Leben spannend, schön und wild. Ich verdiente mir ein wenig Taschengeld dazu wenn es mir möglich war. Kreativ war ich immer und so war mein Leben damals ein Tauschgeschäft das aber einzigartig und lebendig war. Ich hatte Freunde mit denen ich viel Zeit verbrachte, wir halfen uns gegenseitig und teilten auch Leid und Freude miteinander. Wir schmiedetet neue Ideen, die uns alle begeisterten. Es waren Unmengen an Interessen vorhanden – sie durften allerdings nichts kosten. Gekauft wurde nur das Notwendigste. Auf etwas zu verzichten hatte ich dabei gelernt. Klar machte ich mir auch meine Gedanken wenn es wieder mal knapp wurde am Monatsende. Rechnungen mussten beglichen werden uvam. Und trotzdem – wenn ich heute zurückblicke, war das eine wunderbare Zeit. Gefühle, die bis heute geblieben sind und Momente in denen ich gewachsen und stärker geworden bin!

Und dann ?

Irgendwann konnte ich wieder ins Berufsleben einsteigen. Die Kinder hatten das Alter um den Kindergarten und Hort zu besuchen. Ich begann zu arbeiten und arbeitete mich dort hin wo ich sein wollte. Nichts aussergewöhnliches, aber eine Herausforderung. Ich übernahm mehr und grössere Aufgabengebiete, und hatte ein gutes Gehalt in der Tasche. Zu der Zeit war ich wieder alleine angekommen und so stürzte ich mich total in meine sehr lieb gewonnene Arbeit. Etwas von dem ich wusste dass ich es kann. Ich füllte mein Innerstes mit Erfolgen und Anerkennung von Menschen, die mir nichts bedeuteten und einem guten Gehalt. Ich kaufte einen Menge Zeug, nicht weil ich es brauchte, sondern weil ich es jetzt konnte. Meine Freude über das neu Erworbene hielt sich allerdings in Grenzen. Es war eher so ein Gefühl von Stolz das bei mir hochkam. Freude und Begeisterung waren nicht dabei. Meine persönliche Note in meiner Wohnung gab es nicht mehr. Es sah so ganz anders aus. Wie aus einem Katalog. Steril und trendig … die Wärme und die Gemütlichkeit aus meinen früheren Zeiten wo alles noch zusammengestoppelt war und aus „alt“ „neu“ gemacht wurde, fehlte. Ich fing an mich unwohl zu fühlen. Eine Fremde in meiner eigenen Wohnung zu sein.

Ich hatte kaum Zeit Freunde einzuladen, mit ihnen Zeit zu verbringen. Ich war immer im Stress oder so müde das ich nicht mal mehr in die obere Etage kam. Meine menschliche Unzulässigkeiten entschuldigte ich mir selber – indem ich alles auf meine Arbeit schob. Ich wurde gereizter, hatte keine Lust jemanden zuzuhören und meine einzige Angst bestand darin, meine Vorgabezahlen nicht zu erreichen. Ich stand unter Strom, jeden Tag  und jede Nacht. Lange Rede kurzer Sinn – ich wurde krank. Ich hatte nur mehr wenig echte Freunde, war plötzlich unzufrieden, depressiv und trat meinen Körper mit Füssen. Was ich allerdings hatte war ein regelmässiger gutes Gehalt. Oft dachte ich an die Zeiten zurück als ich mit meinen Kindern und Freunden in der zusammengebastelten Wohnung gesessen bin. Wir gelacht und geträumt haben! Zeiten die nicht einfach waren, aber sich so gut und glücklich anfühlten!

Was fehlte mir?

Mir fehlte die Freiheit, der Spaß am Leben, es fehlte mir meine Kreativität, die ich kaum mehr ausleben konnte weil ich fremdbestimmt war! Mir fehlte das Zusammengehörigkeitsgefühl, die Liebe eines Menschen der mich so mochte wie ich wirklich war, mir fehlte meine Lebendigkeit und Neugierde, mir fehlten alle positiven Gefühle, die man als Mensch haben und kennen sollte … Dann war auch immer dieser Stachel zu spüren, der mir das Gefühl gab in allem versagt zu haben.

Ich hatte also meine Freiheit und meine Lebendigkeit eingetauscht gegen das, was allgemein als erfolgreich bezeichnet wurde. Es hat noch eine Weile gedauert bis ich wach wurde. Ich wurde immer stiller und dachte sehr viel nach. Meine Krankheiten zwangen mich in die Knie. Ich entschloß mich zu gehen. Ich verließ all die Orte die mich unglücklich und krank machten. Job, Wohnung, Menschen. Und sehr schnell hatte ich wieder gar nichts. Nur die Zeit mit mir und meinen Gedanken. Meinen Impulsen zu folgen, zu spüren was ich brauche um mein Leben wieder zu optimieren. Es kam viel dabei heraus, aber GELD war nicht dabei! Es war ein harter Weg der mich viel Kraft, Arbeit an mir und Überwindung kostete. Aber dieser Weg hat sich bewährt. Es gibt nichts Schöneres und Wertvolleres als seine eigene Lebendigkeit langsam wieder zu spüren und sie als Wegweiser für meine neuen Schritte zu sehen! Mein Leben wurde dadurch wieder aufregend, jenseits von Geld und sogenannter Sicherheit!

Schlussgedanke

Heute lebe ich viel bewusster. Geld ist zwar notwendig, keine Frage, aber es ist nur ein Stück bedrucktes Papier! 🙂 Ich ermögliche mir das zu tun was mein Herz tun möchte, ohne das ich es an Geld festmache. Du wirst dich jetzt vielleicht fragen: „Ohne Geld kann man ja gar  nichts tun“, und ich sage dir es kommt immer darauf an was man tun will? Ich brauche heute keinen Luxus mehr, ich komme mit wenig aus. Man kann auch mit wenig Geld sehr gut auskommen und sehr glücklich sein. Ich hätte nie gedacht das selber zu erleben und vor allem wie ich es schaffen würde so über Geld zu denken. 🙂

Mein Ziel ist es reich zu sein. Reich an Abenteuer, an Gesundheit, an Freude und Lachen und an Glücksmomenten, Dinge, die man mit bedruckten Papier nicht kaufen kann!

Kannst du meine Ansichten teilen, oder kennst du sogar diesen Weg? Wie wichtig ist dir dein Einkommen oder Geld im Allgemeinen, schreib mir ich bin gespannt auf deine Gedanken!

Wir träumen alle davon, was wir alles schaffen könnten, würden wir noch mehr Gas geben  … Wir sind erst dann zufrieden, wenn alle Punkte auf unserer To-Do Liste abgehakt sind! Entspannung, Zufriedenheit und Relaxing gibt es immer erst am nächsten Tag, wenn überhaupt, nie am selben oder im Moment.

Leider ist dabei auch kein Ende in Sicht. Es macht sogar den Eindruck, dass alles noch schneller sein sollte. Immer noch mehr zu schaffen in weniger und kürzerer Zeit. Ein problematischer Kreislauf unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Überall geht es nur um Wachstum, um mehr Leistung. Die Ziellinie ist dabei kaum mehr sichtbar. Und so katapultieren wir uns selber immer mehr in eine Beschleunigungsblase. Wir Menschen erschöpfen uns allmählich immer mehr. Doch unser Ziel dabei glücklich und zufrieden zu sein, rückt damit immer in weitere Ferne.

Vor lauter „Tun“  „und ständigem „Machen“ kommen uns unsere physischen und psychischen Bedürfnisse immer mehr abhanden. So bleibt für unsere Träume, Visionen und Fantasien immer weniger Zeit bzw oft gar keine mehr. Es ist an der Zeit, dass wir unserem Leben wieder neue Ziele geben und es dahin ausrichten, Dinge zu tun, die uns Spass machen, die unser Leben lebenswert und leicht machen. Genauer gesagt – das wir die schönen Momente dabei richtig aufsaugen können!

Langsamkeit, das Zauberwort

Wir müssen wieder lernen zu entschleunigen – einfach langsamer zu werden und zu leben … wenn wir innerlich nicht ganz verkümmern wollen, sondern lebendig bleiben möchten. Dazu müssen wir bereit sein aus der alles beherrschenden Zeit und der Stressmaschinerie auszusteigen. Jedoch geht das so einfach? In einer Welt, die durch Digitalisierung fasst alle Lebensbereiche einschliesslich auch uns Menschen fest in der Hand hat?

Zurück ins Jetzt

Seit jeder von uns sein Smartphone nahezu ständig in den Taschen hat, ist alles anders geworden. All unsere Gewohnheiten haben sich systematisch und radikal verändert. Jeder ist beschäftigt mit Messenger, Mails, Facebook oder Twitter. Besonders gut zu beobachten ist das in Bus oder Bahn. Vorbei die Zeiten als man den Feierabend im Zug zum „Cool Down“ genutzt hat … die vorbei rauschende Landschaft noch bemerkte und genossen hat. Ein Buch las, sich möglicherweise mit Mitreisenden auf ein Gespräch eingelassen hat. NEIN … nichts dergleichen. Es klingt beinahe utopisch. 🙂

Wir sind immer in „Habacht – Stellung“, ein Nachrichtenton aus der Tasche oder Hose sollte auf keinen Fall ignoriert werden, könnte ja wichtig sein! Wenn uns bewusst wäre wie viel richtiges Leben uns damit abhanden kommt …

Ein Zitat von Christian Morgenstern:

„Ruhe im Inneren, Ruhe im Äusseren. Wieder Atem holen lernen. Den Puls des eigenen Herzens fühlen.“

Wenn eine von uns es schafft in ihrer freien Zeit mal nicht auf sein Phone zu sehen, kann sie schon eine neue Form des Glücks entdecken. Und genau darum geht es beim „Lebe langsamer“.

Sich wieder der Welt zuwenden, mit all ihren Geheimnissen. Uns für Dinge Zeit nehmen, die wertvoll und für uns wichtig sind. Alles mit vollen Sinnen ergreifen und in Bedächtigkeit ausüben. Bewusst wahrnehmen und auch genießen.

Sich dafür zu entscheiden unsere Zeit souverän zu nutzen, und nicht von Anderen benutzen und auch ausnutzen lassen! Wahrer Luxus ist wieviel Offline Zeit wir uns gönnen.

Langsamer ist gleich ein glücklicheres Leben

Wichtig ist auch wieder zu lernen, das gute Leben zurück zu erobern. Offener werden für die alltäglichen Geschenke, die uns das Leben in Hülle und Fülle bieten kann, wenn man es denn bemerkt!

Mal einfach nichts tun … das ist in unserer Gesellschaft ein „geht gar nicht“ Satz. Aber genau darum geht es doch, seine Zeit zu verschwenden. Wir können uns nämlich genau in dieser Null-Zeit, uns selber widmen. Wir nehmen uns wahr, und all das was um uns passiert. Darin liegt der Sinn eines langsameren und damit bewussteren Lebens.

Ich könnte es jetzt auch mit etwas mehr Rotzigkeit formulieren: Je mehr Zeit wir vergeuden, umso langsamer wird unser Leben. Wenn wir etwas unvernünftig mit unserer Zeit umgehen, viele „nutzlose“ Dinge tun, kann das ein Akt der Befreiung werden. Zeitverschwendung ist eine Unproduktivität, die in Produktivität umschlagen kann, die dann aber als angenehm empfunden wird!

Thich Nhat Hanh sagte:
„Statt zu sagen: Sitz nicht einfach nur so da, tu irgendwas. Sollten wir das Gegenteil fordern: Tu nicht einfach irgendwas, sitz nur so da!“ Genial, oder?“

Verpflichtungen mal canceln

Es gibt da noch etwas was sich der Ökonomisierung unserer Zeit entgegenstellt. Wir können eingegangene Verpflichtungen auch einfach mal verweigern und  still legen. Damit mein ich jetzt nicht statt ins Büro zu gehen, ans Meer zu fahren (was jedoch sehr reizvoll klingt) … nein … sondern die sozialen Sachen sind gemeint, bei denen wir uns öfter schon gefragt haben: muss das jetzt tatsächlich sein?

Die einzige Bedingung für diese „schlimme Tat“ 🙂 ist die dadurch freie Zeit auch ungenutzt lassen und sie NUR zur Zeitverschwendung nutzen! Ohne schlechtem Gewissen, DU bist der Boss DEINER  Zeit – Niemand anders!

Die Zeit sind wir

Die Zeit ist nicht dazu gemacht erkannt, sondern gespürt und erlebt zu werden

  • Zeit sollte Glück sein
  • Zeit sollte Liebe sein
  • Zeit ist Bewegung und Veränderung
  • Zeit sind WIR

In Wahrheit ganz einfach, also wenn wir es wieder mal eilig haben … vergeuden wir ein wenig unsere Zeit und machen einen kleinen Umweg. Es funktioniert … und ist der 1. Schritt langsamer zu werden! 🙂

Wie ist es bei dir so, lässt du dir auf die Fersen treten und eilst dem Leben ständig hinter her, oder lebst du schon und verschenkst sogar manchmal deine Zeit … an DICH? Schreib mir doch deine Gedanken dazu, bis ganz bald.

Die heutige Geschichte weicht ein klein wenig von meinen bisherigen Geschichten ab, die doch immer wieder zum Nachdenken anregen, hat man sie gelesen und lässt sich darauf ein. Die „Geschichte“ die du gleich lesen kannst, ist in Wahrheit gar keine … 🙂 . Ich bin mir ziemlich sicher, dass das was du hier gleich lesen wirst, sicher auch schon sehr oft passiert ist. Ich musste wirklich schmunzeln dabei und deshalb bekommst du heute mal einen Auszug vom Alltagswahnsinn einer Frau! <3

Viertelstunde ganz normaler Wahnsinn im Leben einer Frau

In Wirklichkeit bin ich ein recht gelassener und ordnungsliebender Mensch – eigentlich. Aber es gibt gelegentlich Situationen, die eine etwas unkonventionelle Handhabung der Dinge einfordern … An diesem Feiertag nach einer Runde Joggen glücklich zu Hause angekommen, erledigte ich frisch geduscht noch dies und das, bevor mein Blick auf die Uhr fiel. Schon kurz nach drei !!! Hilfe, das konnte jetzt nicht wahr sein. Um halb vier wollten wir uns mit Freunden treffen, Fahrzeit gut zehn Minuten. Und ich lief noch immer im Jogginganzug herum …

Panik überfiel mich! Ich hatte mir noch keine Gedanken über mein Outfit gemacht, nett sollte es wirken. Das Problem war, dass ich jetzt keine Zeit mehr hatte lange auszuprobieren, was mir am besten gefällt und worin ich mich wohl fühle, sondern dass die erste Kombination passen musste. Der Countdown läuft!

Noch 15 Minuten
Jogger ausgezogen und aufs Bett gepfeffert.

Noch 14 Minuten
Kleiderschrank auf und Jeans herausgeholt. Erster Schweißausbruch!

Noch 13 Minuten
Welches Oberteil? Vor meinem geistigen Auge erscheint ein senfgelbes T-Shirt … keine Ahnung, ob es im Schrank, in der Wäsche oder bei der Bügelwäsche zu finden ist. Laute Selbstgespräche der Protagonistin.

Noch 12 Minuten
JA, gefunden! Gelbes T-Shirt ist im Schrank, dafür zieren jetzt die anderen zwölf Shirts, die im Wege lagen, den Schlafzimmerboden. Na ja, immer im Schrank rumzuliegen ist ja auf Dauer auch langweilig.

Noch 11 Minuten
Kurzärmeligen braunen Pulli in Betracht gezogen und aufgrund der nasskalten Witterung da draußen sofort wieder verworfen. Zitat meines Mannes „Wir sitzen im Königsgarten, nicht draußen auf der Terrasse!“ Na und? Frauen frieren nun mal leichter als Männer – ist wissenschaftlich erwiesen.

Noch 10 Minuten
Schwarzer Rolli, mollig warm, macht dann doch das Rennen. Nix geht über schwarz und er ist sogar greifbar!

Noch 9 Minuten
Hektische Frage an meinen Mann: „Wie spät bitte?“ Frisur wird in Angriff genommen. Auf der Suche nach dem Kamm zum Hochstecken, viele bunte Haargummis kreuz und quer im Bad verteilt. Ok, ich bin ja flexibel: Ich trag die Haare offen!

Noch 8 Minuten
Kette in Schmuckschublade gesucht … die Lade klemmt Mist. Das war der Zeitpunkt, als meinem Mann die glorreiche Idee kam, darüber solle man eine Kurzgeschichte schreiben. Unnötig zu erwähnen, dass ich ihn sonstwas antun hätte können! 🙂

Noch 7 Minuten
Ein Hauch Parfum ist Pflicht! Aber welches? Nicht zu aufdringlich sollte es sein. Auch hier nur ein Versuch. Ok, ich nehme das mit dem Vanillearoma.

Noch 6 Minuten
Ohrringe. Ja oder nein? Wirke ich zu überladen? Andererseits für den Königsgarten … gut, die kleinen Stecker. Aber wo sind die bitte? Sachdienliche Hinweise bitte augenblicklich an mich, Gefahr im Verzug! Kleine Stecker sind wie vom Erdboden verschwunden! Also – keine Ohrringe, dafür aber ein paar herzerfrischende Flüche aus tiefster Seele.

Noch 5 Minuten
Erneut hektische Frage: „Wie spät bitte?“ Oh noch 5 Minuten, liege doch gar nicht schlecht in der Zeit!

Noch 4 Minuten
Thema Schuhe. Bequem contra hoch? Nach Befragung des Ehegatten die hilfreiche Antwort: „Stehen dir beide gut!“ Krise und schließlich Entscheidung für ein bequemes Paar Stiefel.

Noch 3 Minuten
Wo ist mein Handy? Hab es doch vorhin beim Joggen noch gehabt! Handy auf der Mikrowelle gefunden. Hab ich es dort hingelegt?

Noch 2 Minuten
Geldtasche und Handy in der Tasche verstaut. Glücklicherweise gestern noch Geld gezogen, so dass uns wenigstens der Ritt zum Automaten erspart bleibt!

Noch 1 Minute
So jetzt noch die Jacke angezogen, griff zum Autoschlüssel. HALT, da fehlt doch noch was – der Göttergatte! „Bist du fertig Schatz?“ … Wenn Blicke töten könnten! 😀

Christiane Bienenmann

Ein ganz normaler Tag, inmitten der Wohlstandsgesellschaft, die sonst keine Probleme hat. 🙂 Eine gelungene Geschichte, die aus dem Leben gegriffen ist! Welche Frau könnte das nicht nachvollziehen?

Wenn du selbst so kleine Anekdoten zu erzählen hast, und sie gerne mit uns teilen möchtest – nur her damit, wir freuen uns darauf. :-). Bis bald in meiner nächsten Geschichtenliebe.

Wir verbringen durchschnittlich 374 Tage unseres Lebens mit warten. Wir warten an der Ampel, am Flughafen, beim Arzt, auf eine neue Wohnung, eine neue Liebe oder auf einen tollen Job. Dieser Leerlauf führt nicht zur Erholung, sondern gibt uns oft das Gefühl unsere wichtige Zeit zu vergeuden. Wir nennen es auch oft sehr gerne „verlorene Zeit“.

All dieses uns so bekannte Warten gehört zum Leben.

Manchmal aber gerät unser Leben ungewollt in eine Wartephase. Durch Krankheit ausgelöst … oder man verliert beispielsweise seinen Job, oder man hat ein Ziel vor Augen das man anstrebt. Diese Phasen können Wochen, Monate und Jahre dauern. Wir haben oftmals keinen Einfluss auf diese Situationen. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als zu warten.

Mir erging es die letzten Jahre so. Mein Job der mich nicht mehr erfüllte, Krankheit die einen nicht ausließ und dann die Ungewissheit, ob sich das jemals wieder ändern würde. Das alles machte mich sehr unrund und ich war oft am Verzweifeln.

In diesen Wartephasen des Lebens fühlt man sich oft wie in eine Art Vakuum gepackt. Sich dagegen zu wehren ist jedenfalls zwecklos. Gewisse Dinge haben wir eben nicht in der Hand. Ich ging oft wie sediert zur Arbeit. Ungern, fühlte mich so als würde ich weniger Luft einatmen können als der Rest der Menschen. Das Gefühl auf der Stelle zu treten und nicht zu wissen ob sich etwas verändern wird, zermürbte mich sehr.

Im Nachhinein fragte ich mich oft: weshalb machen wir uns so immens viele Sorgen wenn wir uns im  Wartemodus befinden? Sehr oft hab ich anderen den Rat sehr glaubwürdig gegeben: „Du musst schon auch warten können“ … und selber krieg ich das aber schwer hin!?

Alles nimmt ein gutes Ende für den der warten kann

Warten kann was sehr Widerständiges sein – sich mit der Gegenwart einfach nicht abfinden wollen. Ich glaube es waren meine Eltern, die immer zu mir sagten:“ Alles wird gut werden wenn ich nur etwas mehr Geduld habe, und mehr Ausdauer hätte was das abwarten betrifft …“. Als Jugendlicher, fühlte sich für mich das Warten wie eine Strafe an!

Warten erfordert Selbstdisziplin

Heutzutage können die Meisten nicht mal 5 Minuten an der Kasse stehen ohne dabei NICHT auf das Handy-Display zu sehen. Und sollte der  Empfang grad ein schlechter sein, werden sie total ungeduldig und nervös. Jeder hat kaum Zeit sich an der Kasse wie ein normaler Mensch anzustellen. Es ist keine Seltenheit mehr, von hinten Sätze ins Genick geschleudert zu bekommen wie „Wie wärs eine weitere Kasse zu öffnen, oder oh Gott, die schläft ja ein beim kassieren!“ Oft bekommt man auch direkt ein schlechtes Gewissen, wenn man mal länger an einem Schalter zu tun hat, weil dir die Menschen dahinter so an die Pelle rücken , dass es unangenehm wird! Hast du sicher schon alles selbst erlebt. 😀

Wie war das früher?

Ein Moment Pause war oft sehr angenehm. Wir konnten nachdenken, den Tag Revue passieren lassen, oder mit Leuten in Kontakt treten. Diese Hektik und die Eile, war nicht unbedingt so spürbar. Waren die Menschen anders? Und jetzt?  Sorry, wenn ich schon wieder im Supermarkt lande, aber hier fällt es mir am besten auf, wenn jemand vor uns an der Kasse in Zeitlupe seinen Einkauf einräumt, wird sofort überlegt die Schlange zu wechseln, an der anderen Kasse könnte es ja doch zügiger gehen und wir würden 40 sec. gewinnen! ? Man glaubt es auch kaum, wie manche sich über so kurze Zeitverzögerungen richtig ärgern können!

Wie wäre es, wenn wir hingegen versuchen, diese Zeit des Ärgers und der  Wut, mit etwas anderem auszufüllen.? Leicht geschrieben … in Wahrheit aber gar nicht so einfach.

Warten ist kein Stillstand

Sieh kleine Pausen als Geschenk

Ohne Leerlauf keine Kreativität. Mann weiss von Kindern, dass sie nur eigene Ideen entwickeln können, wenn sie auch mal Langeweile haben. Warum darf das bei Erwachsenen nicht genau so sein? Wir brauchen die Phasen des Wartens und des nichts Tun um unseren Gedanken freien Lauf zu lassen.

Jeder von uns hat das schon mal erlebt … wir sehen aus dem Fenster – Gedanken driften weg – und auf einmal geht alles ganz einfach. Ein guter Einfall, eine Lösung auf etwas scheinbar nicht lösbares … Kreativität entsteht. Man muss ihr nur „Raum geben“. Das funktioniert auch in der Warteschlange an der Kasse. 😀

Die Philosophin Simone Weil sagte: Wartezeiten sind sehr wichtig, um sich in ungeteilten Aufmerksamkeiten zu üben. Den Geist leer und gleichzeitig offen zu halten.

Sie hat recht denn nur so erlauben wir unserem tiefen Inneren zur Ruhe zu kommen. Unsere Seele darf dort hin reisen wo sie sein möchte, ausserdem kann es sein, dass wir Antworten auf Fragen erhalten, die den Mittelpunkt unseres Lebens berühren.

Wir übersehen dabei auch sehr oft, dass die Zeit des Wartens auch die ist, die es braucht, um Gesätes einholen und ernten zu können.

  • eine interessante Arbeit
  • eine heranwachsende Liebe
  • Geburt von Kindern
  • eine Karriere aufzubauen
  • ein Instrument zu lernen
  • Gewicht zu verlieren uvm.

Natürlich ist das Warten auf etwas das man herbeisehnt nicht immer einfach und auch meistens lästig. Aber in der Zeit kann man auch darüber nachdenken wie sich „Was“ verändern wird … Aber in der Regel wissen wir ja auch, dass der scheinbare Stillstand irgendwann auch ein Ende hat. Auch wenn nicht immer alles genau so kommt, wie man es sich erwünscht hatte.

Wie gesagt, alles nimmt ein gutes Ende, für den, der warten kann 🙂 . Warten ist eben eine wichtige TUGEND. Es bedeutet etwas in die Wege zu leiten und dann mit GEDULD auf ein RESULTAT zu warten.

Und im besten Fall sich über das zu freuen was gelungen oder eingetroffen ist!

Cool zu sein ist eine Mischung aus Lässigkeit, Gelassenheit und eine gewisse Unbekümmertheit. Coolness ist die Fähigkeit ruhig und umsichtig zu reagieren. Es ist eine erstrebenswerte Eigenschaft und ist eine Lebenseinstellung.

Coolness kommt von cool, kühl und bezieht sich ursprünglich darauf, dass man eben nicht hitzköpfig ist und sich nicht leicht aus der Ruhe bringen lässt. Man steht quasi „über den Dingen“. Eigentlich so etwas wie Gelassenheit, nur eben cooler ausgedrückt.

Coolness, ein moderner Begriff der sich nicht nur in der Mode wieder findet

Ein Ausdruck der heutzutage ständig irgendwo zu hören ist, nur geht es MIR hier nicht um cool sein, was Mode usw. angeht, hierfür würde es schon längst wieder andere Wörter geben … Nein, ich hab mir dieses Wort herausgepickt weil es weit mehr beinhaltet wenn man es etwas zerlegt und auf unsere Lebensweise projiziert! Für mich umfasst es im wesentlichen die Kategorie Gelassenheit – Souveränität – Überlegenheit – Ruhe bewahren, wo andere schon auszucken.

Selbstbestimmtheit

Man geht seinen Weg ohne sich zu sehr um die Meinung anderer zu kümmern! Man tut was man zu tun hat ohne auf die Bestätigung anderer zu warten. Wenn du diese Coolness besitzt, kannst du ganz entspannt im Hier und Jetzt sein, dein Leben so geniessen und gestalten wie du es möchtest ohne es von etwas beeinflussen zu lassen. Also hat es auch etwas mit Unangepasstheit zu tun! Bei dem Wort Unangepasstheit stellen sich bei vielen von uns wahrscheinlich schon wieder die Haare auf.

Jeder passt sich an – obwohl vielen von uns genau nach „nicht anpassen“ wäre

Keiner möchte aus der Reihe tanzen, gerade im Berufsleben können sich diese Coolness nur die obere Etagen leisten oder eben die Selbstständigen unter uns, und auch da nur bedingt. Man ist ja von den, unseren, Kunden abhängig! Man wird dann möglicherweise zum Aussenseiter oder Sonderling abgestempelt!?

Ein zweischneidiges Schwert also irgendwie … Cool zu sein ist also inzwischen ein ziemlich widersprüchlicher Ausdruck geworden.

Auf der einen Seite souverän und gelassen zu sein, sich um die Meinung der anderen wenig zu kümmern, anderseits ist Coolness zu einem Ideal vieler Menschen geworden. Viele Menschen gelingt es trotz intensiver Anstrengung nicht dieses Ideal zu erlangen, wem es aber gelingt innerlich entspannt zu sein, genügend Selbstvertrauen zu haben und Zugang zu sich selbst zu finden, der wird ganz von selbst „cool“!

Eigene Erfahrungen

Ich kenne eine Menge Leute, die meinen „cool“ zu sein … mit denen würde ich auf keinen Fall tauschen wollen. Bewundernswert finde ich jedoch Menschen, die durch viele Niederlagen, Schicksalsschläge oder besonderer Lebensumstände in ihrem Leben wieder oder vielleicht gerade trotz ihrer Umstände diese Coolness sich zugelegt haben! Klamotten machen Leute, sagt man ja so schön und es stimmt auch. Aber ein Designeranzug oder Kleid macht dich noch lange nicht zu einer coolen Persönlichkeit! (Optisch vielleicht.) Als Mädchen wollte ich immer so sein wie viele meiner Schulkolleginnen … mit Selbstsicherheit, Leichtigkeit und Anmut durchs Leben hüpfen – denn sie hatten es in jeder Beziehung einfacher!

Später musste ich erfahren das es auch so ist. Wenn du eine authentische Coolness besitzt, wird dir dein Leben um einiges leichter fallen und wesentlich mehr Spassfaktor bringen. Ich hab mich selber an ein paar Regeln angehalten, die mir den Weg ebneten um eine gewisse Coolness zu erreichen. 🙂

  • Sei ein Mensch der Tat
    Und nicht der Vorstellung! Dinge zu überdenken und dann gar nichts zu tun, bringt dich nirgendwo hin
  • Sei authentisch!
    Das ist etwas was andere Leute gerne mögen. Cool zu sein heisst, DU selbst zu sein, auf eine aufgeschlossene Art und Weise. Kopiere niemanden – du wirst immer eine Fälschung bleiben!
  • Keine Bedürftigkeit an den Tag legen
    Hilfsbedürftigkeit ist unattraktiv (ausser du steckst wirklich in der Klemme). Damit meine ich: klammere nicht, wenn du mal nicht zurückgerufen wirst, du wirst nicht sterben, gönne anderen Menschen ihren Freiraum!
  • Beobachte dich
    Je mehr du über dich selbst weisst, desto besser verstehst du dich selbst! Bleib geheimnisvoll und erzähle nicht nach 1 Stunde deine ganze Lebensgeschichte
  • Sei ein guter Gesprächspartner
    Ich gelernt es ist besser zuzuhören, kurze Bemerkungen zur Erzählung des Anderen zu machen als eine Unterhaltung zu dominieren. Es ist besser ruhiger zu sein, eine Unterhaltung zu analysieren und den Humor der anderen zu geniessen. 🙂
  • Finde die richtige Balance in deiner Sprache
    Das lässt dich anspruchsvoll und intelligent erscheinen. Spreche selbstbewusst und deutlich. Mach dir keine Sorgen wenn mal jemand nicht der selben Meinung ist als du.
  • Ohne grosse Anstrengung erfolgreich sein
    Sei ruhig, gefasst und kontrolliert! Cool sind die Menschen, die sich nicht wegen jeden Furz aufregen, die nicht immer reden müssen. Reagiere gelassen auch auf Situationen, die aufs Erste schwierig erscheinen!

Eigentlich ganz einfach oder? Auf jeden Fall funktioniert es. Etwas Geduld solltest du mitbringen, jeder kann sich, wann immer er möchte, verändern – auch ohne Geld … und das finde ich gut!

Wenn Leute dich nicht so mögen wie du bist, oder deinen Lebensstil in Frage stellen … zieh weiter, verschwende keine Energie, indem du jemanden zu überzeugen versuchst, der die Dinge nicht so sieht wie DU!

Jeder von uns hat seine ganz speziellen Gewohnheiten. Gute, weniger gute, sinnlose und überaus wichtige Gewohnheiten! Meinen wir jedenfalls. Unsere gewohnte Art zu handeln zu denken, ist viel tiefer in uns drin, als wir denken. Deshalb wird es auch etwas Zeit brauchen, wollen wir unsere Gewohnheiten verändern. Ich würde sogar soweit gehen und sagen: „Unsere Gewohnheiten üben eine gewisse Macht auf uns aus!“ SIE sind es, die die Qualität unseres Lebens ausmachen. Es sind die Dinge, die wir von alleine und automatisch tun, ohne das wir uns daran erinnern müssen.

Ob du im Leben das bekommen wirst, was du dir wünscht, wird zu einem großen Teil von deinen Gewohnheiten bestimmt. Bist du glücklich, wirst du an Dinge denken und Dinge tun die dich erfüllen. Reiche Menschen werden aus Gewohnheit Dinge machen die ihren Wohlstand noch zusätzlich unterstützen und schützen. Es reicht nicht, nur zu wissen wie du etwas erreichen kannst und dauerhaft davon zu profitieren! Du musst eine „Gewohnheit“ daraus machen, sonst nützt dir all dein Wissen nicht.

Neue Gewohnheiten, ein Beispiel

Ich bin eine Frau die ihre sozialen Kontakte und ebenso ihre Partnerschaft immer verbessern möchte. Beziehungen sind Arbeit, immer, wir sind nie fertig damit. 🙂 Also ich möchte einiges verbessern, würde es nun genügen, sich an einem einzigen Tag damit zu beschäftigen und daran zu arbeiten etwas zu verändern? Oder eine Woche lang? NEIN. Sicher nicht, wenn überhaupt würde diese Veränderung nur kurze Zeit anhalten. Um etwas dauerhaft zu verändern bzw zu verbessern, muss ich es mir zur Gewohnheit machen, meine Kontakte oder meine Beziehung genauer zu beobachten, eventuell mit mehr Liebe und Respekt zu behandeln und das wird an einem einzigen Tag oder in einer Woche nicht gelingen. Es ist nur der Beginn einer Veränderung, die eine neue Gewohnheit mit sich bringen wird :-).

Ablegen, neu angewöhnen dauert in etwa drei Wochen

Experten meinen, es dauert ca. 21 Tage sich etwas Neues anzueignen. Das wiederum bedeutet dass wir uns pro Jahr mindestens 12 neue und erfolgreiche Gewohnheiten zulegen können. Stell dir doch mal vor, wie dein Leben dann aussehen könnte? Welche täglichen neuen Gewohnheiten könnten es sein, die dein Leben verbessern würden, dich ausgeglichener, zufriedener und glücklicher machen? Die Qualität deines Lebens würde sich verbessern, das steht soweit fasst. Ich möchte dich dazu ermutigen, darüber nachzudenken, es aufzuschreiben und letztendlich auch auszuprobieren.

Dazu möchte ich dir eine kleine Hilfestellung anbieten

Ganz banale Dinge mit denen du beginnen kannst deinem Leben eine andere, neue Richtung zu zeigen, die dich um einiges entspannter leben lässt und dich letztendlich freier und glücklicher machen wird! Dabei wird dir sicher der ein oder andere der Punkte bekannt vorkommen, weil sie auch immer wieder in den ein oder anderen Artikel von mir auftauchen. Sie sind sozusagen ein/mein roter Faden den man benötigt, möchte man ein besseres Leben führen. 😀

Also lehne dich zurück und betrachte das, was du nun lesen wirst mal ganz neutral.

  • Spende, verkaufe, verschenke oder wirf einfach weg.
    Das Entrümpeln ist eine ganz wichtige Sache in unserem Leben. Wir sammeln viel zu viel Müll, unbrauchbares Zeug das schon lange in einer Kiste verweilt und nur den Platz verstellt. Eine Gewohnheit, die uns möglicherweise auch so mitgegeben wurde von unseren Eltern … „man weiß ja nie?“ Ich bin selbst ein Mensch, der sich ganz schwer von etwas trennen konnte! In der Zwischenzeit bin ich eher in die andere Richtung gekippt – ich werfe alles weg was mir im Weg steht, miste meinen Kleiderschrank ständig aus und behalte wirklich nur Dinge die mir etwas bedeuten und Freude bereiten, nützlich oder positiv sind. Dadurch ist mein Kopf auch immer frei. Balast erdrückt, also weg damit!
  • Konsumiere nichts, was du nicht wirklich brauchst.
    Für mich war das zu Beginn sehr schwer. Ich hatte ja wieder Platz also konnte ich ja neuen Nachschub besorgen … Bis ich mir immer die Frage stellte: „Nutze ich das wirklich? Oder will ich nur eine „Gefühlslücke“ füllen?“ Ich lenkte den Fokus auf mein Konto. Und ich kann dir sagen, mehr Geld am Konto und das neu ergatterte Selbstbewusstsein, sich ein wenig besser unter Kontrolle zu haben, fühlt sich echt super an!
  • Versuche so wenig als möglich mit Karte zu zahlen.
    Du wirst dir vielleicht jetzt denken, was redet die da? Jetzt wo man selbst eine Kugel Eis schon bargeldlos bezahlt! Diese Art der Zahlung macht dich achtsamer und zeigt dir auch besser, wie viel Geld du tatsächlich ausgibst. Es hilft dir dein gegebenes Budget einzuhalten und nimmt dir die Sorge ab, über dein Budget zu gehen. Der Kleinkram war es immer bei mir der mir den Überblick versaute. Sicher es ist nicht gerade hip, aber Bargeld sitzt nicht so locker wie eine Karte die man schnell zücken kann!  Es ist anfangs schwierig bis es zu einer neuen Gewohnheit wird. 🙂
  • Achte darauf was du unbewusst konsumierst.
    Hier geht es nicht nur um Lebensmittel, sondern die Musik die du hörst, was du liest oder im Fernsehen schaust. Solche Dinge beeinflussen dich im Laufe deines Tages. Du darfst niemals die Dinge unterschätzen, von denen du gar nicht bemerkst, dass du sie in dein Leben lässt! Wir sind es gewohnt abends den Fernseher anzumachen und irgendwelchen Schrott nebenbei laufen zu haben. Werde dir dessen bewusst und verändere deine Gewohnheit. 😀
  • Suche nach positiven Dingen in deinem Leben.
    Du wirst sie mit Bestimmtheit finden! Wenn du nur die Dinge sehen möchtest die in deinem Leben falsch laufen, nicht gelingen oder endlos Zeit brauchen, dann wird es auch so sein. Genauso wenn du nach allem Positiven suchst.
  • Sei wie du bist!
    Hör auf dich immer selbst zu kontrollieren. Sei so wie du bist. Du investierst sonst zu viel deiner wertvollen Energie, dich immer zusammenzureißen, korrekt und „lieb“ zu sein. Je mehr Platz du jedem Teil deiner Persönlichkeit in deinem Leben schenkst, umso weniger wirst du deine Energie auf unterdrückte Gefühle verschwenden! Ständiges Unterdrücken macht müde und krank. Eine Gewohnheit mit der ich, ich geb es zu, immer noch ein wenig zu kämpfen habe. Aber ich bin am Lernen. 🙂
  • Nimm dir Zeit für dich zu kochen.
    Ich war es mir nie wert für mich alleine zu kochen und Töpfe zu beschmutzen. Es war Gewohnheit, eine Pizza mitzunehmen, oder am Weg nach Hause etwas Ungesundes in sich hinein zu stopfen. Koche dein/euer Abendessen. Es hat etwas Bodenständiges und Erdendes an sich. Es schenkt einem das Gefühl der Verbundenheit und auch Verantwortung für sich selbst – und das auf die einfachste und menschlichste Art und Weise. Mahlzeit!
  • Umgib dich mit den richtigen Menschen.
    Lass die Menschen ziehen die nur negativ sind. Und versuche auch nicht dich dafür zu entschuldigen. Es wird sicher vorkommen, dass sich der ein oder andere unangenehm äussern wird. Seine Sache. Es ist nicht deine Aufgabe, immer dafür zu sorgen. dass sich Menschen auf Kosten deines Wohlbefindens toll und gut fühlen.
  • Sage dir jeden Tag positive Glaubenssätze vor.
    Ich kann dich jetzt hören 🙂 , wenn du sagst … „Ja ommm, ich bin  positiv und alles ist/wird gut  …“. Es klingt ein wenig New Age, das ist mir schon klar. Trotzdem sind Mantras extrem effektiv. Du wirst auch sehr rasch merken das es dir helfen wird. Was auch immer du glaubst nicht zu haben oder sehr wenig davon zu haben: sag dir zum Beispiel: „Ich bin erfolgreich, ich bin stark, ich bin gut, ich bin in Sicherheit …“ Du legst damit dein Fundament für eine sich selbsterfüllende Prophezeiung. Ich bin – ist das stärkste Gebet das du sprechen kannst! Eine super schöne Gewohnheit, die dein Leben verändern wird!
  • Schreibe.
    Führe ein Tagebuch und befühle es mit all deinen Gedanken, Ideen und Glücksgefühlen. Mache dir Aufzeichnungen deines Lebens. Beobachte dich darin selber. Wirf einen Blick zurück und reflektiere die Dinge die dir am Wichtigsten schienen. Das wird dir dabei helfen Dinge in deinem Leben zu ändern, wenn du denn möchtest. Ich persönlich liebe es Zitate zu sammeln. Passagen aus Büchern zu notieren, die mich extrem ansprechen und zum Nachdenken anregen. Sie werden in mein Tagebuch integriert und dienen auch oft als Vorlage der Bildtexte die ich immer wieder poste. 🙂 Das Wunderbare am Tagebuch führen ist – Papier ist geduldig und verzeiht dir alles. Eine Gewohnheit die ich jedem nur ans Herz legen kann, nein muss. >lach<

Nun, wie wirkt das auf dich? Es ist mein roter Faden, der mir half umzudenken. Meine alten Gewohnheiten neu zu gestalten und mich dadurch besser zu fühlen. Ich bin ruhiger, konzentrierter und zufrieden mit dem was ich habe. Vielleicht kann ich dich mit diesen sehr lebensnahen, einfachen Punkten inspirieren … ein Versuch ist es mir allemal wert!

„Deine alten Gewohnheiten kannst du nicht aus dem Fenster werfen. Du musst sie die Treppe hinunterboxen. Stufe für Stufe …“

Hast du vielleicht neue Ideen um alte Gewohnheiten loszuwerden? Nur her damit, deine Meinung ist mir immer wichtig! Bis ganz bald.