Meine Ruhe ist inzwischen lauter als jedes Gerede

Inspiration, Persönliches

Über Menschen, die lieber reden als verstehen.

Es ist merkwürdig, wie schnell Menschen reden, wenn du einfach du selbst bist.
Und noch merkwürdiger, wie selten sie mit dir reden, wenn sie etwas beschäftigt!

Wir leben in einer Zeit, in der das „miteinander reden“ beinahe aus der Mode gekommen ist.
Man spricht lieber ÜBER Menschen – in kleinen Kreisen, mit halben Wahrheiten und großen Gesten. Es gibt wenig echtes Interesse, kein ehrliches Fragen. Nur das Bedürfnis, irgend etwas zu sagen. Zu anzudeuten. Und ganz klar –  zu bewerten!

Ich nenne das Kopf-Kino im Dauerlauf.
Oder, etwas moderner: Sie streamen uns in Endlosschleife – als kostenloses Drama-Abo in ihrem Kopf.

Was dabei verloren geht?
Echtheit. Nähe. Klärung.
Denn wer redet, statt zuzuhören, sucht keine Lösung – sondern Aufmerksamkeit.

Ich mach´s nicht mehr, mich über solche Gespräche aufzuregen.
Weil ich begriffen habe, dass Menschen, die schlecht über andere reden, vor allem zu laut über sich selbst reden!
Über ihre Unsicherheit.
Ihre Unzufriedenheit.
Ihr Bedürfnis, irgendwo dazuzugehören – selbst wenn das bedeutet, jemand anderen kleinzureden.

Früher hat mich das getroffen.
Heute? Nein.
Denn ich habe gelernt, dass meine Ruhe lauter ist als jedes Gerücht und falsches Gerede.
Ich rede nicht zurück, ich erkläre nicht, ich rechtfertige mich nicht.
Ich lebe. Ich bin und bleibe bei mir. Und ich tue das, was den größten Effekt hat: Ich lasse die Texte dort, wo sie entstanden sind – im Kopf derer, die sie scheinbar brauchen.

Vielleicht ist das das Schwierigste in dieser Welt voller Stimmen:
Nicht zurückzuschreien.
Sondern ruhig zu bleiben – und zu wissen, wer man ist.

Denn letztlich ist Klatsch nichts anderes als Ablenkung.
Er lenkt davon ab, was Menschen in sich selbst nicht sehen wollen.
Und er zerstört das, was wir alle am meisten brauchen würden: Vertrauen.

Ich wünsche mir, dass wir wieder lernen würden, direkt zu reden!
Vorsichtig, emphatisch und ehrlich.
Dass wir nachfragen, bevor wir urteilen.
Dass wir zuhören, bevor wir unsere Meinung über jemanden bilden.

Denn über andere zu „reden“ verändert nichts!
Aber miteinander zu sprechen kann alles verändern!

Xo Sandra

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