Das große Schenken

Schenken – DAS Thema schlecht hin und jetzt ein paar Wochen vor Weihnachten in aller Munde. Für viele ein Akt voll Stress. Für die einen ist es ein großes Bedürfnis, andere haben sich dem großen „schenken und beschenkt werden“ Spektakel entzogen. Schenken macht Freude. Es gehört zu den schönsten zwischenmenschlichen Aktionen die uns von klein auf gelehrt wurden. Schenken wir etwas, möchten wir dadurch unserem Gegenüber unsere Verbundenheit und unsere Wertschätzung zeigen und ihm damit Freude bereiten. Die Weihnachtszeit wird vermehrt dafür genutzt um Menschen zu beschenken die uns am Herzen liegen, Freude zu bereiten … auch wenn Weihnachten für mich etwas anderes symbolisiert als Geschenke, Geschenke und nochmals Geschenke.

Das Ritual des Schenkens

„Schenken“ gehört zu den positivsten sozialen zwischenmenschlichen Handlungen. Wir freuen uns beschenkt zu werden und freuen uns wenn wir anderen Freude bereiten können. Wir verspüren Dankbarkeit ob als Geber oder Nehmer. Dankbar darüber zu sein gehört zu den ersten „Benimmregeln“, die wir als Kinder schon von unseren Eltern eingetrichtert  bekommen haben und die wir wieder unseren Kindern weiter gegeben haben. Ich erinnere mich noch sehr genau wenn es hieß: „Na wie sagt man da?“ oder ein Schups von hinten mit den Worten begleitet „Sag schön DANKE …“! Mit diesen oder ähnlichen Sätzen wollten unsere Eltern uns zu dankbaren und höflichen Menschen erziehen.

Schenken ohne zu erwarten

Schenken ohne Anlass – die edelste und die aufrichtigste Form des Schenkens, wie ich finde. Überraschend für den Empfänger und ohne Erwartung seitens des „Gebers“. Gelingt uns das wirklich? Wir sagen es alle – jedoch stimmt es wirklich und erwarten wir wirklich nichts? Also ICH kann von mir sagen das ich es nicht schaffe. Ich wünsche mir immer eine positive Reaktion  auf meine Gabe.

Möglicherweise ist es dir auch schon mal passiert, du überreichst einen Freund, Bekannten oder der Familie ein Geschenk oder du wirfst einem Obdachlosen eine zwei Euro Münze in seine Schale – und als Reaktion kommt: NICHTS. Kein freudiger Gesichtsausdruck, kein Dankeschön … es folgte eher ein schnippisches „Was soll ich mit zwei Euro?“ Oder es wurden Geschenke abgelehnt und nicht einmal aufgemacht solange man anwesend war. Eine Unart die mich wirklich verletzt hat!

In mir machte sich dann sofort ein unangenehmes Gefühl breit. Ich konnte es nicht nachvollziehen und ich ärgerte mich. Wo war die Dankbarkeit geblieben die mich meine Eltern lehrten aber selbst nicht gebrauchten? Warum war der Mensch der in der Fußgängerzone am Boden saß, unfreundlich und beschwerte sich weil ich „nur“ zwei Euro gab? Offensichtlich erfolgte mein Schenken und Geben doch nicht so bedingungslos und ohne Erwartungen. Ich wünschte mir Dankbarkeit.

Bedingungslos geben heißt nichts erwarten

Es ist wie mit  so vielen anderen Situationen auch im Leben. Man muß daran arbeiten und lernen um mit solchen, für mich waren es Enttäuschungen, richtig umgehen zu können! Selbstverständlich ist es ein tolles Gefühl, wenn ein Geste, eine Spende an Bedürftige honoriert wird. Jedoch sollte es nicht zur Bedingung gemacht werden. Natürlich sollte ein „Danke“ eine Selbstverständlichkeit sein. Wie auch für mich ein freundliches Lächeln ebenso dazugehört … jedoch manche dieser Menschen haben es nicht erlernt. Wenn wir diese Erwartung nicht erfüllt bekommen – der andere reagiert nicht so wie wir es uns erwarten – folgt ein negatives Gefühl, die Enttäuschung.

Neale Donald Walsh sagt: „Erwartungen ruinieren Beziehungen und Freundschaften …“ Wenn wir nämlich von vornherein erwarten das unser Geben mit Dankbarkeit honoriert werden muss, dann ist es nicht bedingungslos. Erwarte nichts dann wirst du nicht enttäuscht, heißt es ja und das stimmt. Was in Wahrheit nichts anderes bedeutet als das wir unsere  Gefühle und unsere Stimmung nicht davon abhängig machen sollten ob unser Mitmenschen unser Tun, Geben und Schenken gebührend mit Dankbarkeit würdigen! Klingt hart, ist hart aber ist so.

Wenn wir wirklich jemandem ein Herz-Geschenk machen, ihm Freude bereiten möchten, dann sollten wir es einfach tun! Und zwar ohne Erwartung auf Erwiederung. Dieses bedingungslose Geben bedeutet Freude. Erwartung hingegen bedeutet einen Mangel zu spüren. Keine Erwartungen zu haben, heißt mit sich selbst und dem eigenen Leben im Reinen zu sein.

Schenken zu Weihnachten

Das Schenken ist so alt wie die Menschheit selbst. Das große Schenken am Heiligen Abend wird für viele ein Thema sein, das ist klar. Das die Sache mit dem “ Wir schenken uns heuer nicht’s …“ für viele von uns wieder eine schwierige Angelegenheit werden wird ist auch amtlich. Es funktioniert meistens nicht. Es kommt immer wieder zum Supergau, DU bekommst, aber hast dich selber an die Abmachung gehalten. Wo dann auch schon wieder ein schlechtes Gefühl in uns hochsteigt und der andere möglicherweise eine Erwartung in sich trägt?! Ich kann dazu nur einen Tipp abgeben, da ich selber die letzten Jahre immer wieder in diese Lage kam. Einfach und ehrlich darauf hinzuweisen das war nicht so vereinbart, aber man sich ehrlich und aufrichtig darüber freut. Es hat länger gedauert bis ich es geschafft habe wirklich kein „Notfall-Geschenk“ in der Tasche mitzuschleppen. 🙂 In der Zwischenzeit hab ich kein schlechtes Gewissen mehr an sogenannten aufgezwungenen „heute ist großer Geschenketag“ meine Ankündigung nichts mehr zu schenken, auch durchzuziehen. Wie anfangs erwähnt – Schenken ohne Anlass – gefällt mir persönlich wesentlich besser da alles was üblich und erwartet wird, MIR ohnehin gegen den Strich geht! 🙂

Fazit des Ganzen: Ich finde es eine großartige Gelegenheit, die Reaktionen der Anderen und auch deine eigene genauer anzusehen wenn du gibst und bekommst. Deine ehrlichen Gedanken dabei zu durchkämmen. Was empfindest du? Macht es dir Freude oder nervt es dich? Gelingt es dir ohne Erwartung zu schenken? Eine Erfahrung die mich zum Nachdenken animierte.

Freude durch schenken ist das eigentliche Geschenk.

Manfred Hinrich

Ich wünsche DIR auf jeden Fall das richtige Gefühl das du zum Schenken und annehmen brauchen kannst! Lass es DIR gut gehen aber vor allem – lass DICH nicht hetzen in dieser hektischen Zeit.

XOXO Sandra FrauenPunk

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