Warum ich aufgehört habe, das Glück auf einen Abend zu verschieben.
Und was machst DU an Silvester?
Es ist wieder mal die Zeit der hohen Erwartungen, der Vorsätze und der angeblichen Vorfreude. Ein „Zwischendrin“, ein „Bald wird alles besser!“. Seit ich denken kann, war die Silvesternacht für mich immer anders, als ich sie mir vorgestellt habe. Kaum ein Tag im Jahr wird so aufgeladen. Der Jahreswechsel soll ja schließlich etwas Besonderes sein, nicht wahr?
Und jedes Mal, wenn mir diese Frage gestellt wird, antworte ich seit ein paar Jahren nur noch mit einem Lächeln – übersetzt bedeutet das: „Es ist ein Tag wie jeder andere.“
Warum wollen wir uns eigentlich immer ausgerechnet zum Jahreswechsel verändern? Warum werden an diesem einen Tag so viele Glückwünsche verteilt, während wir die restlichen 364 Tage oft vergessen, uns ehrlich in die Augen zu schauen und gute Wünsche auszusprechen?
Allein die Frage „Und, was machst du so?“ trägt schon so viel Erwartung in sich, dass es mir richtig Spaß macht, trocken zu antworten: „NIX.“
Silvester – ein gesellschaftlicher Zwang mit viel Tamtam.
Das „MUSS“ dahinter hat mich noch nie glücklich gemacht. Muss feiern. Muss fröhlich sein. Muss die Nacht zum Tag machen. Muss mich mit Glitzeroutfit und Prosecco beweisen. Dieses MUSS war noch nie mein Freund! Und genau das ist für mich Grund genug, diesem Tag keine besondere Bedeutung mehr zu schenken. 🙂
Rückblickend waren die angeblich legendären Partys meiner jungen Jahre auch nicht anders als andere Partys. Vielleicht ein bisschen teurer, enger, lauter. Aber sie haben mich im neuen Jahr nie zu einem anderen Menschen gemacht.
Und ganz ehrlich: Wenn schon Weihnachten für viele in Stress ausartet, warum tun wir uns an Silvester freiwillig denselben Druck nochmal an?
Unerfüllte Erwartungen sind die besten Partygäste.
Egal, ob Fünf-Gänge-Menü mit Weinbegleitung oder eng gedrängter Club mit überteuertem Champagner – am Ende steht meist die Ernüchterung. Das Leben verwandelt sich selten in eine Hollywood-Szene, egal wie sehr wir das neue Jahr heraufbeschwören. Und der Traumprinz, der Punkt Mitternacht auftaucht? Vergiss es.
Ich sage das so klar, weil ich selbst jahrelang dabei war – und irgendwann gemerkt habe: Es ist völlig okay, wenn der Jahreswechsel einfach N O R M A L verläuft. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, außer dass wir SIND.
Mein Silvester heute:
Kein Stress, keine Maske, kein Muss. Stattdessen: gemeinsames Kochen mit meinem Herzmenschen, eine gute Hunderunde, vielleicht ein Glas Wein (meist schon vor Mitternacht) und ehrliche Gespräche über das, was war und was kommt.
Langweilig? Mag sein. Für mich ist es Freiheit.
Denn das Glück liegt nicht in einem Abend, sondern in den vielen kleinen Momenten dazwischen.
Und genau das wünsche ich dir für das neue Jahr 2026:
Neue Magie.
Neue Gedanken.
Neue Gelegenheiten.
Neue Träume.
Neue Abenteuer.
Neue Lichtblicke.
Neue Hoffnung.
Neue Chancen.
Neue Wege.
Aber vor allem … GESUNDHEIT.
Zum Wohl – auf DICH.
Salute! 🙂



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