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Streit oder Meinungsverschiedenheit oder eben andere Sicht der Dinge gibt es immer wieder in unserem Leben. Gründe dafür gibt es viele, oft sind wir einfach gestresst, der Alltag überfordert uns weil wir Unmengen an Einzelaufgaben und Anforderungen ausgeliefert sind. Es reicht oftmals ein falsches Wort, ein falsches „Tun“ und eine Auseinandersetzung ist im Anflug. Das Meinungsverschiedenheiten geklärt werden müssen, ist klar. Doch es kommt immer auf die Art an wie du mit Streitsituationen umgehst. Streiten wie ein Buddha … mein Gedanke zum Thema „Streit“.

Jeder von uns ist anders und braucht auch etwas anderes. Wenn wir eine Auseinandersetzung mit jemanden haben, macht das jeder auf seine Weise, geht jeder anders damit um. Mich hat es zum Beispiel in den Wahnsinn getrieben, wenn mein Partner mir nicht mal ein halbes Ohr geschenkt hat, wollte ich etwas klären! Er stellte sich beinahe tot. 🙂 Dann fehlte mir die Aufmerksamkeit, das machte mich noch wütender! Ich war ein sehr impulsiver Mensch sobald es um die Klärung mancher Dinge in meinem Leben ging. Ich war lautstark, mit einer Menge „Handgedeute“,  zudem sehr ungeduldig und oftmals auch verletzend. Heute weiß ich: Ein Streit wird erst dann zum Streit, wenn sich einer von beiden angegriffen oder in eine Ecke gedrängt fühlt. Ich fühlte mich sehr oft gedrängt und falsch verstanden.

Sich zu streiten ist normal und sogar wichtig!

Selbst in der besten Beziehung oder der tollsten Freundschaft, kommt es zu Meinungsverschiedenheiten, es wird gestritten. Konflikte sind wichtig und machen uns stärker … wenn wir sie richtig austragen. Gemeinsamkeiten und Konflikte entscheiden über eine langlebige Freundschaft oder Partnerschaft. Sie sind es die dazu beitragen unsere Grenzen zu setzen, Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Streiten hilft uns dabei, uns selbst und den anderen besser kennenzulernen. Unser Denken in Worte zu fassen. Streiten bedeutet sich nicht dabei aufzugeben, sondern zu versuchen, seine Bedürfnisse dabei zu finden.

Streiten ist kein Ego-Trip

Worum geht es in Wahrheit? Ich nehme mich selber wieder als Beispiel. Es gibt bestimmt Menschen die „streiten“ zu ihrem Hobby gemacht haben. Von diesen Menschen habe ich mich entfernt. Sie färbten auf mich ab, wie es unser engstes Umfeld eben macht. Lies dazu Zeig mir dein Umfeld und ich sage dir wer du bist Es ging immer nur um das eigene ich. Nichts anderes wurde von diesen Menschen akzeptiert. Klarerweise kam man dadurch selten auf einen gemeinsamen Nenner. Auch mir wurde nachgesagt ich würde egoistisch zu streiten. >lach< Damals fand ich das nicht so lustig weil ich den Makel nur an mir suchte.

Heute ist vieles anders und ich kann auch sagen das es normal ist, erstmal die eigene Person in den Vordergrund zu stellen, wenn es um Auseinandersetzungen geht! Seine individuellen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu kennen hat etwas mit Selbstfindung zu tun. Man ist ganz bei sich. Es ist der erste Schritt Konflikte richtig zu lösen. Unsere soziale Intelligenz, unser Geist wird davon profitieren, streiten wir achtsam. 🙂 Wenn wir wissen wo unsere Grenzen sind und was uns wirklich wichtig ist.

Ich habe begonnen Konfliktsituationen zu hinterfragen

Macht mich die kurzfristige Absage einer Einladung wirklich so sauer, weil ich ja „etwas anderes“ zu tun hätte, oder fühle ich mich in meinem Vertrauen verletzt? Oder hat mich die stichhaltige Kritik meines Chefs geärgert, oder fühle ich mich insgesamt nicht wertgeschätzt? Oder in die andere Richtung „Weshalb ist mein Gegenüber plötzlich so gereizt“?

Je besser ich die eigene Persönlichkeit reflektiere, desto mehr Akzeptanz und auch Empathie entwickle ich für mich selbst und mein Gegenüber – eine sehr wichtige Grundlage für „achtsames“ auseinandersetzen! Einmal tief durchatmen, ist ein sehr einfacher Weg sich selbst dabei unter Kontrolle zu bekommen. Ein paar tiefe Atemzüge können unsere Reaktion auf einen vermeintlichen (Streit) Angriff entscheidend verändern. Eine Taktik die ich selber immer wieder anwende und die sehr hilfreich ist. Innerlich ruhig und gelassen zu bleiben, schafft Raum für sich und ist offener für andere Sichtweisen. Ein regelmässiges Üben dieser „Kontrolle“ heisst, dass du seine Emotionen viel leichter steuern kannst. Auch wird sich dein Emphatievermögen erhöhen. Es ist nun mal so – mit Gelassenheit gelingt alles einfacher oder lässt sich sogar vermeiden! 😀

Sprich wenn DU wütend bist und es wird die beste Rede, die DU ewig bereuen wirst!

Ambrose Bierce

Auch wenn du dieses Zitat heute erst zum ersten Mal gelesen hast, wird er dir möglicherweise sehr bekannt vorkommen.

Es ist wichtig, Worte und Handlungen bewusst zu wählen

Ein Sprichwort sagt „Wenn Wasser verschüttet ist, kann es nicht mehr aufgesammelt werden“. Gesagt ist gesagt. Getan ist getan. Du verstehst was ich damit sagen will.

Statt unüberlegt verbal zurückzuschlagen oder sich einfach zu verkrümeln, was uns nicht weiter bringen wird und uns auch nicht gut tut, sollten wir überlegt formulieren und handeln. Natürlich ist es dabei wichtig seine eigenen Motive nicht aus den Augen zu verlieren

  • was will ich für mich?
  • was will ich für die Beziehung?
  • was will ich für die anderen?

Haben wir das verinnerlicht kann ein Streit konstruktiv genutzt werden deine und die Bedürfnisse des anderen zu erfüllen. Der Streit bekommt dadurch einen anderen Charakter. Aus einer Auseinandersetzung wird ein Miteinandersetzen. Damit ist gemeint, unterschiedliche Bedürfnisse miteinander in Verbindung zu bringen. Weg vom klassischen „Ich hab recht“ hin zu einer Kultur des Zuhörens, ein ehrliches Interesse an dem Anderen und seinen Absichten, unter Beachtung der eigenen Ziele!

Es geht nicht darum einen Schuldigen zu finden

Die Konfliktbereitschaft von den Menschen wird immer geringer. Wenige legen Wert auf Harmonie. Jeder spricht davon, jedoch hat keiner mehr die Fähigkeit, Konflikte ordentlich zu führen und zu lösen. Sie haben es verlernt. Es gibt nur eine Motivation die mir sehr oft begegnet sofern es um Auseinandersetzung geht. Nämlich „Bestrafen oder gewinnen wollen“. Das einzige Motiv des Auseinandersetzen. Ein grauenvoller Gedanke. Ein achtsamer Umgang mit uns selbst und unseren Freunden und Partnern macht die Qualität jeden Beziehung reich und liebevoll … auch wenn man nicht immer ein und den selben Gedanken hat!

Worte können vieles. Amüsieren, trösten heilen oder verletzen. Eines können sie jedoch nicht. Zurück genommen werden!

Ich wünsche DIR eine konfliktfreie Woche und wenn sich dennoch etwas ergeben sollte: Atme durch, schenk dir Raum und sei achtsam mit deinen Worten :-). Hab es gut, bis bald.

Ist das Thema „Ziele“ im neu begonnenen Jahr für dich relevant oder bist du zufrieden so wie es läuft? Bist du jemand der viele Ziele hat, auch alles daran setzt sie zu erreichen? Oder bist  du ein Menschen der positiv und voller Tatendrang an die Sache geht und nach kurzer Zeit das Interesse daran wieder verliert? Ich kann von mir sagen – ICH gehörte schon überall dazu. Wir sind ja für unser Leben selbst verantwortlich und wir können uns jederzeit verändern. Dazu gehört Selbstmotivation und das „wollen“ ein Ziel zu erreichen. Denn diese bestimmen unsere Zukunft. Ich halte es für absolut wichtig Anhaltspunkte im Leben zu haben. Damit Vorsätze zu Zielen werden, hilft es sich seine  Wünsche und Träume bewusst zu machen. Zudem ist es sinnvoll, seine Ziele schriftlich festzuhalten … denn ein nicht eindeutig formuliertes Ziel, bleibt ein Vorsatz, der sich je nach Stimmung schnell wieder verändert. Nicht zu viel nachdenken – einfach TUN!

Diese kurze und sehr simple Geschichte, soll uns zeigen dass es in Wahrheit ganz einfach ist, das zu erreichen was wir möchten. 😀

Spuren im Schnee

Endlich hat es über Nacht geschneit und die ganze Landschaft liegt unter einer dicken weißen Schneedecke. Jakob und Elias holen sogleich ihre Rodel aus dem Schuppen und machen sich freudig auf den Weg zu ihrem Schlittenberg. Die beiden Brüder bestaunen die glänzende Schneepracht, auf der noch keine einzige Spur zu erkennen war. So wetteten sie um eine Tafel Schokolade, wer die geradeste Spur den Hügel hinauf ziehen kann.

Der gewissenhafte Jakob setzt sorgfältig einen Fuß möglichst gerade neben den anderen. Der sorglose Elias stapft einfach drauf los. Oben angekommen, sieht Jakob zu seinem Entsetzen, dass er eine Zickzacklinie hinterlassen hatte. Sein Bruder hingegen zeichnete in geradester Linie eine Spur. “ Das versteh ich nicht“, meinte Jakob, “ ich habe mich auf jeden meiner Schritte konzentriert. Wie hast du es nur geschafft  auf die Schnelle den geradesten Weg zu gehen?“

„Das ist doch ganz einfach!“, meinte Elias, „ich habe mich nur auf den Baum oben am Berg konzentriert. Das war mein Zielpunkt und auf diesen bin ich zugegangen.“ An diesem Tag hat Jakob zwar eine Tafel Schokolade verloren, dafür aber die Erkenntnis gewonnen, dass man nicht nur auf seine nächsten Schritte achten muss, sondern seine Ziele nie aus den Augen verlieren darf!

G. Rieger

Und, was sagst du? Falls du dir schwer tust in deiner Zielumsetzung, habe ich hier noch ein paar Tipps für dich, die dir helfen sollen dein Ziel schneller zu verwirklichen.

  • setze dir konkrete Ziele
  • schreibe sie auf
  • fasse sie aber kurz! (prägnante Ziele sind leichter zu erreichen)
  • setze dir ein Datum
  • Zwischenziele sind wichtig
  • lege den ersten Schritt fest (Griff zum Telefon, Kontakte usw.)
  • lege fest, was du vermeiden willst (jedes Ziel hat seine Nebenwirkungen)
  • schreibe dir auf, welche Hilfsmittel du benötigst
  • nutze gute Methoden zur Prioritätensteuerung
  • das richtige Werkzeug dein Ziel zu erreichen – ist dein Ziel!

Mein Ziel ist es nicht, besser zu sein als alle anderen, sondern besser zu sein, als gestern … und es ist mein persönliches Ziel, mir ein Leben aufzubauen, von dem ich keinen Urlaub mehr brauche …

Ich wünsche DIR viel Spaß und Erfolg beim Erreichen deiner Träume und Ziele. 🙂

Da es für uns ja langsam wieder heimwärts geht, beschäftige ich mich zur Zeit viel mit dem was zu Hause auf mich wartet. Wie, wann und was und ob überhaupt … so meine Gedanken. Es geht um Planung, der Tag zu Hause gehört anders strukturiert. Mit meinem „Langsam-Tempo“ werde ich zu Hause keine grossartigen Meter machen können. Die Frage generell: „Muss ich das überhaupt?“. Dabei fällt mir gleich einer meiner Instagram Posts ein in dem klar zu lesen ist – Schluss mit Muss!  

Und wie ich finde sollte ich auch bei den Vorsätzen bleiben die ich mir schon selbst vorgenommen habe, so werde ich das Thema Struktur genauer durchleuchten und auch DICH gleich mal fragen:

Wie viel Struktur brauchst DU in deinem Leben?

Die nächste Frage folgt auch gleich – muss es immer strukturiert sein? Und was ist Struktur überhaupt? Es gibt ja Menschen und ich kenne sogar den ein oder anderen, die ohne besondere Strukturen in ihrem Leben auskommen, und dabei sehr zufrieden und glücklich leben.

Struktur und Ordnung geben uns im Alltag Halt und auch eine gewisse Sicherheit. Würden wir unser Leben strukturlos leben, würden die meisten bis Mittag schlafen, die Mahlzeiten würden nicht geregelt eingenommen werden, viele würden wahrscheinlich mit Mitte zwanzig in den Dauerurlaub gehen und jegliches Zeitgefühl verlieren! So betrachtet ist es schon sehr wichtig Struktur in unserem Leben zu haben.

Doch oft ist es ja genau das, was mich in unserem Arbeits- und Freizeitalltag so stört, wir sind überall und ständig verplant und zeitlich eingeschränkt! Ich fühle mich von der Struktur nicht mehr unterstützt sondern empfinde diese teilweise als Einschränkung. Ich habe dann das Gefühl mein Leben nicht mehr selbst in der Hand zu haben, fühle mich von zeitlichen Abläufen in meinem Leben in eine viel zu enge Kleidung gepresst, die andere mir aufdrücken …

Für mich persönlich habe ich den goldenen Mittelweg gewählt. Ganz ohne Struktur funktioniert das Leben nicht, würde jeder so tun und machen wie er gerade lustig ist, würde es noch katastrophaler zugehen als es das ohnehin schon tut!

Doch fällt mir immer mehr auf wie ich Probleme bekomme sobald es um eine aufgedrückte, ja fremdbestimmte Struktur geht, das funktioniert für mich nicht mehr und ich versuche solche Situationen immer weniger zuzulassen. Ob man das jetzt als gut oder schlecht bezeichnen möchte, keine Ahnung, für mich ist jedenfalls so richtig.

Meine selbst auferlegten Strukturen helfen mir meine Gedanken und Arbeit zu ordnen. Prioritäten zu setzen und danach zu handeln, ansonsten würde ich mich im Chaos befinden und nicht mehr voran kommen! Die fünf Monate die ich jetzt hier in Italien fast beendet habe, kam ich sehr gut ohne meiner Struktur klar. Ich glaub es ja selber kaum! 🙂 Ich ließ alles fließen … habe das Leben so genommen wie es sich anbot. Die Spaziergänge am Meer waren meine Mußestunden … love it ! Für mich sind solche Zeiten enorm wichtig und ganz besonders wertvoll! In der Zeit fühle ich mich frei und keinesfalls eingezwickt! ICH lebe intuitiv, handle noch mehr aus meinem Bauch heraus, bin wesentlich achtsamer und empfinde bewusster, als wenn ich von einem Plan in den anderen kippe.

Das Lustige daran ist aber, ich habe mir noch nie großartig Gedanken über Ordnung und Struktur in meinem Leben gemacht. Für mich war immer klar daß es ohne nicht geht … jeden Tag das, das und das, Punkt für Punkt. Automatisch. Was ich aber schon länger weiß ist, das ich mir nichts mehr auferlegen lasse.

Mein Leben – meine Struktur und Ordnung! Das ich so etwas einmal sagen würde, hätte ich mir ja niemals träumen lassen, jetzt bin ja sogar ein wenig stolz auf mich. 🙂

Man sagt ja Ordnung ist das halbe Leben, was sicher nicht falsch ist, nur ich lebe auch ganz gern in der anderen Hälfte. Jeder muss selbst herausfinden wieviel Struktur er in seinem Dasein benötigt. Es wird auch IMMER auf deine Lebenssituation ankommen … Für mich ist jetzt klar ich war zu strukturiert, es hat mich aufgehalten Neues auszuprobieren, neue Menschen in mein Leben zu lassen und ich habe sehr viel Zeit in Dinge investiert, die mir andere aufgetragen haben, ich habe deren Struktur übernommen!

Wieder ein Erfahrungswert der mir zu denken aufgab und den ich mir sehr zu Herzen nehmen werde! Wie geht es dir damit? Brauchst du Struktur und vor allem was bedeutet Struktur für ich? Wie jedesmal freue ich mich von dir zu hören …

Selbst wenn dich dein Körper zum Nichtstun zwingt, bleibst du ruh- und rastlos? Kennst du dieses Gefühl auch? Ich denke davon können sehr viele Frauen ein Lied zwitschern.

Wenn man einmal in diesem Rad gefangen ist, kann man wohl nicht eben von 100 auf 0 entschleunigen, dass ist nun mal so und völlig normal. Ausserdem ist der inneren Getriebenheit relativ egal ob man im aussen langsam ist oder nicht!

Wenn DU gehst, dann gehst du. Wenn DU isst, dann isst du. Wenn DU schläfst, dann schläfst du.

Diese Sätze hört man sehr oft wenn es um das Entschleunigen geht. Und zwar ist damit gemeint: beim Gehen nicht darüber nachdenken was du vergessen hast oder was du noch hättest tun können! Wenn du isst, dich nicht über das „Schmatzen“ am Nebentisch ärgern oder dem Gespräch des Nachbarn lauschen. Und wenn du dich schlafen legst, sollst du nicht über 100.000 Dinge nachdenken. Nein – DU sollst ganz bei dir bleiben – der Rest ist unwichtig.

Der Weg dorthin ist ein holpriger und nicht einfach

Wenn ich dabei an mich selbst denke weiß ich noch wie ich begann mal einen einzigen Tag mit „Nichts tun“ zu verbringen, besser gesagt ich hab es versucht ! Es dauerte nicht sehr lange bis meine Unruhe stieg, sich Langeweile breit machte und dann war noch mein schlechtes Gewissen sehr tief spürbar! Diese Gefühle durchströmten in Wellen meinen Körper. Alles andere als angenehm … Mein Körper hält zwar still, aber mein Geist läuft mir davon!

Den Weg dorthin konnte ich nur über die Achtsamkeit erlangen

Ebenso schwierig, da entschleunigen und achtsam sein sehr nah aneinander stehen. Wann bist Du das letzte Mal richtig aufmerksam spazieren gegangen? Wann hast du das letzte Mal eine Tasse Tee achtsam getrunken? Jeden Handgriff der Zubereitung bewusst verfolgt? Glaub mir, ich dachte mir das Gleiche wie du dir jetzt wahrscheindlich denken wirst 🙂 . Was soll der Blödsinn oder? Ist es aber nicht. Es gibt Tätigkeiten die ganz von alleine geschehen weil wir es stetig tun.

Ich nehme mal das Zähneputzen her. Jeder von uns macht es mehrmals am Tag. Es geht von alleine und du musst nicht darüber nachdenken wie es geht. Nimm deine Zahnbürste mal in die andere Hand 🙂 , versuche genauso ordentlich Zahn für Zahn, innen und aussen zu reinigen … es wird so sein, dass du es  wesentlich bewusster machen wirst, dich auf deine Zähne konzentrieren musst und keinen Gedanken an morgen verlieren wirst während du dir die Zähne putzt! Genau das ist mit Achtsamkeit und Entschleunigung gemeint.

Du bist bereit fürs mal nichts tun? So geht es:

Nichts tun

Ruh- und rastlos
Mit Nichts tun ist auch nichts tun gemeint! Keine Zeitschrift durchblättern, keine Musik hören oder telefonieren, auch keine Nägel lackieren. Keine Atemtechnik austesten und auch über nichts nachdenken! Du hast dir doch sicher schon sehr oft gewünscht einfach mal nichts tun zu müssen, jetzt hast du die Gelegenheit. Für viele Frauen ist das „Nichts tun“ eine Horrorvorstellung und nur sehr wenige beherrschen diese Kunst.

Am besten ist du setzt oder legst dich aufs Bett oder Sofa. Sage dir vor: „ICH tue nichts“ … starr in die Luft oder an die Decke. Beobachte dich, rührt sich da wer der zu dir sagt du solltest aufstehen, was sinnvolles machen? Kannst du es aushalten mal nicht produktiv zu sein? Die Zeit einfach still steht. Du bist sehr mutig dich dem ruhelosen Alltag zu entziehen 🙂 , Feiglinge würden es erst nicht mal versuchen! Fang auch hier langsam an und erzwinge nichts, du wirst sehen wie weit es dich bringen wird, bleibst du am Ball !

Zeitlupenverhalten

Entschleunigungsübung Eincremen
Zeitlupenverhalten ist zum Beispiel das Eincremen mit Lotion. Eine perfekte Entschleunigungsübung. Führe deine Hände langsam über deinen Körper, fühle dabei die Unterschiede deiner Haut, die Temperaturunterschiede und nimm den Duft der Körperlotion bewusst wahr. Du kannst das mit allen Dingen und Gewohnheiten machen, die du sonst fahrig und achtlos gemacht hast! Möglichst langsam und achtsam ausführen. Auch das erfordert viel Übung!

Auszeit

Nimm dir eine Auszeit

Nimm dir eine Auszeit – ich weiß das dieses Wort sehr oft im Umlauf ist, es ist auch so ein kleines Modewort geworden. Mir ist auch durchaus klar, dass sich nicht jeder den Luxus Auszeit gönnen kann. Aber manchmal passiert es, dass du dazu gezwungen wirst, sei es durch Krankheit und Erschöpfung oder Arbeitslosigkeit etc. Musstest du dieses mal erfahren, wirst du darüber anders denken und dir gerne diese Zeit geben um gesund zu bleiben! Möglichkeiten gibt es dafür viele. Manche pilgern, ich wählte ein Schweigekloster als meinen Rückzugsort, was ich auch wirklich jedem empfehlen kann. Kein Luxus, kein Handy, nur Schweigen. Es geht aber auch einfacher. Ein Mittagsschlaf kann für manche schon eine Auszeit bedeuten oder ein Wellnesstag mit DIR ganz alleine … Wichtig ist nur, daß du dir eine gönnst 🙂 . Du wirst es geniessen wenn du konsequent bleibst!

Singletasking

Ab in die Wanne

Mache nicht 3 Dinge auf einmal, Singletasking ist angesagt! Ich weiß ja wir Frauen sind da mega gut darin mehr Sachen gleichzeitig zu erledigen. Aber es bedeutet gleichzeitig Stress und Rastlosigkeit. Versuche es mal einen Tag oder beginne mit einem halben Tag, wirklich immer nur eins nach dem anderen zu tun. Trinke morgens deinen Café ohne in die Zeitung zu schauen, lass dein Handy in der Strassenbahn in der Tasche – sieh zum Fenster raus! Gehst du abends in die Wanne, hör mal keine Musik sondern hör dem Platzen der Schaumblasen zu und die nächste Blase. Und wiederum die Nächste … klingt einfach – ist es aber nicht!

Mit diesen Übungen kannst du lernen dein Leben etwas zu verlangsamen. Mehr Lebensqualität zu erreichen, was auch bedeutet trotz Arbeit ausgeruhter zu sein. Wie sagt man so schön: „DU bist in deiner Mitte“. Hab Geduld und erwarte anfangs nicht zu viel von dir, aber gib auch nicht auf! Eine Herausforderung für starke Frauen! 🙂

Schreib mir deine Erfolge – wie du damit zurecht kommst und wie oft du das Handtuch geworfen hast ggg!

Was mich die letzten Tage beschäftigte war die Frage: „Warum warten wir Menschen so lange, bis eine schwierige Situation eintritt, um uns darüber klar zu werden, wie gut es uns vorher ging, wie gut wir es generell haben?“ Wir Menschen haben ein aussergewöhnliches Vermögen uns an jede Situation und Gegebenheit anzupassen. Mit einer schwierigen Situation oder einem Unglück konfrontiert, stellen sich die meistens darauf ein und unser Wohlbefinden hat sich nach einer kurzen Zeit wieder dem Zustand vor dem „Unangenehmen“ angeglichen.

Blöd nur, dass es sich mit dem Glück und der Freude ebenso verhält. Wenn du ehrlich bist und darüber nachdenkst, wie oft und vor allem wie genau schauen wir den Menschen mit dem wir tagtäglich zusammenleben an? Wie verabschieden wir uns wenn wir das Haus verlassen, wie achtsam sind wir dabei? Das Auto das ich mir vor einem Jahr gekauft habe und das mir meine Wege um vieles erleichtert … schätze ich es immer noch so als in den ersten Wochen? Unser schönes Zuhause zum Beispiel, plötzlich alles „normal“ und manchmal als nervig empfunden, weil ständig geputzt und geräumt werden muss? Das sind jetzt nur die sehr naheliegenden Beispiele aus unserem Leben …

Die Fähigkeit eine aussergewöhnliche Freude an gewöhnlichen Momenten zu zeigen tritt immer mehr in den Hintergrund. Habe ich recht? Das Hier und Jetzt bewusst wahrzunehmen, die kleinsten Kleinigkeiten und Momente sowie die einfachen Erfahrungen zu geniessen – fällt für mich unter „LEBENSKUNST“. Besinnen wir uns wieder mehr darauf gehören wir mit Sicherheit zu den zufriedenen, ausgeglichen Menschen … 🙂

Ich habe mein Glück an dem Geräusch erkannt, das es machte als es mich verließ!

Auch ein Aufruf an mich selbst! In diesem Sinne eine zufriedene Zeit. Bis bald – wir treffen uns in meinen Gedanken!