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Mein Beitrag heute ist durch aufmerksames Zuhören und Beobachten in den letzten Tagen entstanden. Aus Begegnungen und anregenden Gesprächen. Jeder weiß es, doch die wenigsten Menschen reden gerne darüber. Die Persönlichkeit von uns Menschen besteht nicht nur aus Licht und Sonnenschein, Liebe und Selbstliebe. Jeder der das behauptet, lebt im Nirvana. Die meisten von uns hüten eine „Kammer“. Eine Kammer, die wir wahrscheinlich lieber nicht hätten. Wir meiden es, darüber nachzudenken … hineinzusehen und wir wollen sie auch nicht betreten!

Es sind die vielen DINGE, GEDANKEN und ERLEBNISSE, die wir in dieser finsteren Kammer aufbewahren. Es ist eine mühselige Angelegenheit sich darum zu kümmern. Ein Teil von uns muss ständig Kraft und Energie opfern, um diese Kammer geschlossen zu halten. Zu schmerzvoll wäre es, ihnen wiederzubegegnen … hinzusehen … nochmals darüber nachzudenken oder zu verarbeiten. Die Gefahr scheint zu groß, dass all die Dinge in dieser Kammer uns aufs Neue verletzen und somit unser Leben durcheinander bringt.

ODER ABER ICH GLAUBE: ES KÖNNTE UNS HEILEN?

Wir wollen nicht darüber reden, dass …

Sie von den eigenen Eltern misshandelt worden ist. Sie sich nicht nackt vor den Spiegel stellen kann, weil man sich vor sich selbst ekelt. Sie will nicht darüber reden, dass sie/er sich vor Jahren aus Angst und Verzweiflung das Leben nehmen wollte. Sie redet nicht darüber, dass sie Panik überfällt, muss sie das Haus verlassen. Er sagt besser kein Wort, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt. Sie verliert sich in ihren Fantasien, in denen sie andere Menschen verletzt aber darüber niemals redet. Sie redet nicht darüber, dass ihre Eifersucht sie beinahe auffrisst. Sie redet nicht darüber, dass sie sich nach jeder Mahlzeit die Finger in den Hals schiebt. Er würde nie darüber reden, dass er Nächte lang wach liegt und weint. Die Liste könnte noch sehr viel länger werden.

All diese Menschen sprechen nicht über ihre Kammer, die sie tief in sich, mit sehr viel Kraft, verschlossen halten. Sie reden nicht darüber, weil die ANGST vor Verurteilung viel zu groß ist! Weil sie glauben, dass das was sie denken, tun, glauben und fühlen nicht richtig ist.

Da ist sie die SCHAM, die uns immer wieder sagt „DU bist NICHT richtig … DU bist falsch, all DEINE Gedanken, DEIN Tun und Sein, sollte besser niemand herausfinden … falls doch, wird man DICH nicht mehr mögen, lieben und akzeptieren … lass diese Kammer zu, nur so bist DU liebenswert.“

Diese Stimme, die sagt „DU bist falsch“

Diese Stimme ist laut. Und die Aussage dahinter ist so schlimm, dass sie unsere Identität ins Wanken bringt. Sie kann tatsächlich lebensgefährlich  sein … die Stimme der Scham. Viele Menschen tun viel dafür, um die Kammer fest zu verriegeln. Um nichts fühlen zu müssen. Verdrängen ist der bessere Weg. Es ist ein Selbsterhaltungsmechanismus, der uns enorm viel Energie und Lebensfreude stiehlt. Das Leben dadurch nur noch „gedämmt“ wahrgenommen.

Wir trauen uns nicht mehr in die Tiefe des Glücks, aus Angst irrtümlicherweise, die falsche „Kammer“ zu öffnen. Übrig bleibt ein Leben ohne richtige Freude. Ein Leben das als „es ist halt so“ hingenommen wird.

Uns Menschen wird zu viel versprochen.

Seit gut vier Jahren schreibe ich auf meinem Blog. Was hier zu finden ist, ist realistisch, oft auch von Schmerz, Leid und Angst überzogen. Es sind meine Erfahrungen. Tatsachen, die dazu beitragen sollen, anderen Frauen MUT zu spenden … man kann auch aus schlechten Erfahrungen, ein (wieder) gutes Leben kreieren. :D

Doch es gibt da jede Menge Leute und Institutionen, die uns ein geiles Leben versprechen! Und das, ohne viel dafür tun zu müssen. Wir können alles haben und sind im Dauerglück. Und viele Menschen folgen ihnen … jahrelang. Bezahlen „XY“ und machen bloß „Z“. Besuchen sämtliche Seminare bei Leuten die keine Ahnung vom Leben haben, lesen hunderte Fachbücher und lieben alle Menschen auf Gottes Erden. Sie schweben auf einer rosa Wolke und alles ist voller Licht und Liebe. Schön.

Und dann? Es passiert etwas, was wie eigentlich ja versprochen wurde, nicht eintreten hätte dürfen. Sie fallen tief und schmerzhaft so richtig auf die Schnauze! Sie erleben Krankheit, werden verlassen, verlieren den Arbeitsplatz und der Tod macht auch keinen Stopp vor ihnen. Er erinnert, dass das Leben endlich ist. Die Welt scheint außer Kontrolle. Wo ist die rosa Blase hin, die „alles ist und bleibt gut“ Welt? War doch alles eine Lüge? Wo ist das Licht? Die Liebe? Das Glück?

Die Möglichkeiten:

Es ist genau das geschehen, was Menschen befürchten, die sich erst gar nicht auf diese „alles ist gut und bleibt gut“ Wolke setzen. Sie haben Angst vorm großen Fall, denn sie würden automatisch wieder vor einer Kammer stehen, die sie mit so viel Kraft geschlossen gehalten haben. Was machen diese Menschen? Viele Möglichkeiten gibt es nicht:

  • Sie werden verbittert und zynisch.
  • Sie tun so als würden sie noch immer auf einer „alles ist und bleibt gut“ Wolke sitzen.
  • Sie stellen sich den Vorfällen, öffnen die Kammer und treten ein. Sie stellen sich den Aufgaben und integrieren die Gedanken, die Trauer, die Wut, die Angst, den Schmerz in ihrem Leben. Sie spüren die GANZHEIT auf total neuem Level.

Das Letztere ist genau DAS, was uns heilen wird. Sich mit dem auseinanderzusetzen, was wir im Leben, um jeden Preis verschlossen halten. Und ganz ehrlich? Die erste Möglichkeit ist eine sehr unappetitliche, die jeden Menschen sehr alt aussehen lässt! Die zweite Möglichkeit funktioniert. Aber leider nur sehr KURZ … genauso lange, bis man wieder auf der Schnauze landet oder tiefer. Ich weiß es deshalb so genau, weil ich genau in dieser zweiten Liga spielte. Danach folgte Möglichkeit eins bis ich mich sehr spät für die dritte Möglichkeit hinreißen hab lassen.

Die Lektion hinter der „Kammer“

Alles, was sich hinter unseren Kammern fest unter Verschluss halten, sind keine Monster. Es lagern keine Bomben, die unser Leben zerstören könnten. All diese Gedanken, Erlebnisse, Gefühle, Erinnerungen und Momente haben nur eine Funktion:

Es gilt herauszufinden, wie wir mit ihnen umgehen können. Wie wir ihnen die Macht über unser Leben und unser Sein entreißen können. Ich habe mich selbst getraut sie anzunehmen … ohne Gefahr. Und auch wenn wir es nicht glauben oder es vielleicht vergessen – sie alle bergen eine wertvolle Lektion in sich.

Aus WUT können wir lernen, für uns und andere einzustehen. Sie trägt jede Menge Energie für kommende Veränderungen in sich. Wir müssen sie nur annehmen. Von der grenzenlosen TRAURIGKEIT, lernen wir auch NEU zu beginnen. Wir lernen wieder neu zu lieben. Die ANGST. Sie lehrt uns, dass es Dinge gibt, die wir besser in Zukunft meiden sollten. Sie öffnet uns Ohren und Augen. Durch diese Angst ist es auch möglich zu lernen, welche Ängste sinnvoll und welche wir getrost loslassen dürfen. :D Letztendlich ist dann noch die SCHAM, die prinzipiell positiv ist. Denn sie hilft uns ganz persönliche Dinge zu schützen und Grenzen zu wahren! Wir können uns entscheiden Verantwortung zu übernehmen und unser Handeln zu verändern.

Und so werden wir „EINS“

Wenn wir uns entscheiden die Kammer(n) zu öffnen, werden wir uns sehr bald näher kommen und wieder mehr wir selbst werden. All die sinnlose Energie, die wir verpulvert haben, um die Tür zuzuhalten, wird frei und darf sich ungehindert in uns frei machen. Es fühlt sich gut und frei an. So wie zu Hause ankommen. Ohne Angst … so wie wir sind. ›lächel‹

Vielleicht merkst Du es ja selbst schon eine ganze Weile. Du fühlst Dich unwohl und weißt, dass sich etwas verändern sollte. Höre auf Deine Intuition und steig hinab, … öffne Deine Kammer und bring Licht, Liebe und Vertrauen in das Dunkel.

Danke Dir, dass Du mich heute gelesen hast. Ich wünsche Dir eine schöne und selbstbestimmte Zeit.

Lesezeit: 5 Minuten

Ich habe mir vorgenommen zum Thema Corona NICHTS auf meinem Blog zu schreiben. Allerdings ist es ein Thema, das wir nicht so einfach wegradieren können. Und ganz ehrlich? Es beschäftigt mich. Die momentane Situation bringt viele zum Nachdenken und verunsichert sehr viele Menschen. Ganz besonders diejenigen, die unter Angstzuständen leiden.

Unser Leben hat sich verändert …

Optisch und gefühlsmäßig. Alle tragen Mund-Nasen-Schutz. Die Kontakte zu unseren Mitmenschen werden heruntergefahren. Der Alltag ist nicht mehr derselbe, der er mal war. Dass die derzeitige Situation kein „Sprint“ sein wird, sondern ein sehr langer „Marathon“, ist normal denkenden Menschen klar!

Corona, die Dauer und die Folgen sind kaum einzuschätzen. Alle sollten erkennen, dass dieser Virus ein ernst zu nehmendes Thema ist. Ich beobachte immer wieder, dass gerade junge Menschen in der Idee leben, unverwundbar zu sein! Und alte Menschen leben in den Glauben, dass die Maßnahmen für sie nicht geltend sind. Wo bitte bleibt die Eigenverantwortung?

Ich vermisse die Vernunft der Menschen! Oder war sie gar nie da und fällt es gerade jetzt besonders auf?
„Die Maske juckt, ich schwitze und die Brille beschlägt …!“ Ja das stimmt. Ich bin auch eine Brillenträgerin. Ich sehe ohne Brille nicht gut, mit Brille sehe ich aber gar nix. Meine Nase ist nach zehn Minuten rot, und juckt, Maske und ich sind also auch nicht die besten Freunde. ›lach‹ Aber sie deswegen nicht zu tragen wäre dumm und verantwortungslos. Eine so abwehrende Haltung macht es natürlich schwer, die Maßnahmen zu befolgen …

Ich weiß noch genau als ich das erste Mal hörte, dass sich in China ein gefährlicher Virus ausgebreitet hat. Corona war so weit weg! Alles Unbekannte löst erstmal eine gewisse Angst aus. Dieses damals noch „so weit weg“, ist jetzt ganz nah und wir leben damit. Es ist zu einer alltäglichen Situation geworden, mit der wir morgens aufstehen und abends zu Bett gehen.

Unsichere Zeiten machen Angst …

Und Angst belastet unser Leben. Das war auch schon ohne Covid so. Für Menschen, die unter einer psychischen Vorerkrankungen leiden, leben auch meist mit unterschiedlichen Ängsten. Ich weiß, wovon ich schreibe. Das Leben wie es jetzt ist, wird für Betroffene zu einer Doppelbelastung.

Aber auch Menschen ohne Vorerkrankung leiden an verschiedenen Angstsymptomen. Für sie ist die momentane Lage zu einer belastenden Situation geworden. Die Angst zu erkranken, jemanden anzustecken, den Job zu verlieren oder Menschen dadurch zu verlieren. Für viele sorgen auch finanzielle Engpässe und Zukunftsängste für schlaflose Nächte! Verständlich wie ich meine.

Angst und Furcht haben verschiedene Gesichter

Die Angst gehört zu unseren Grundgefühlen, was jeder gesunde Mensch kennt. Sie macht uns auf mögliche Gefahren aufmerksam, sodass unser Körper die Möglichkeit hat, auf brenzliche Situation zu reagieren. Zum Beispiel mit Flucht oder Kampf. Das ist die normale Form.

Leidet man unter einer Angsterkrankung, ist es etwas anders. Ängste die hochkommen, sind unangemessen „übertrieben“. Gefolgt vom Panik und Panikattacken. Die Auslöser sind individuell und sehr unterschiedlich. Bei mir genügt ein ganz bestimmter Geruch und mir schnürt es die Kehle zu, mein Herz rast und die Luft zum Atmen wird dünn. Viele Therapien und angeeignete Methoden, helfen mir dabei, diese Angst und Panikattacken gut in Schacht zu halten. <3

Leidet man unter ständiger Angst und Panikattacken, schränkt das die Lebensqualität enorm ein. Da wo Angstzustände zu Hause sind, sind auch meistens Schlafstörungen zu finden. Angst und zu wenig Schlaf ergeben auf Dauer körperliche Beschwerden. Das Leiden verschafft sich Platz. :-(

Ein Beispiel:

Ein Unfall hat mich vor einigen Wochen außer Gefecht gesetzt. Ich musste operiert werden und lag ein paar Tage im Krankenhaus. Mir machte die ganze Situation große Angst. Die überhöhten Sicherheitsmaßnahmen, die Nacht in Quarantäne und das Mitansehen der anderen Patienten. „Fremdes“ Land, fremde Sprache, andere Regeln. Meine Dolmetscherin erzählte mir von einer Frau im Nebenzimmer, die seit drei Wochen auf der Station lag. Es war keine große Sache, sie brauchte aber tägliche Pflege. Sie durfte ihre Familie nicht sehen. KEIN Besuch war erlaubt. Sie litt so sehr an der Trennung ihrer kleinen Tochter, dass zu ihrer eigentlich „harmlosen“ Krankheit, große psychische Probleme kamen, die den Heilungsprozess verschlechterten.

Sie war kein Einzelfall! Die Angst hat so unglaublich viel Macht. Was will ich damit sagen? Die Corona-Pandemie wird sich vielleicht auch auf die Psyche des Menschen auswirken. Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen soziale Kontakte. Die einen mehr … andere weniger. Mit den Einschränkungen haben ganz viele Menschen zu kämpfen. Gerade ältere Menschen vereinsamen.

Sowohl bei gesunden wie auch psychisch vorerkrankten Menschen können diese Faktoren zu Depressivität, Ängstlichkeit, Schlafmangel, Stress und Wut führen. Leider. Das ist jetzt schon nachweislich!

Die Angst ist kein guter Ratgeber …

So sagt das Sprichwort. Das ist auch meine Meinung. Doch in Zeiten wie diesen kann diese Angst ein sehr guter Freund sein. Sofern sie nicht in Panik ausartet und ihre normale Funktion erfüllt! Wie zum Beispiel sich jetzt NICHT ins Gedränge zu begeben. Den Feierabend-Drink NICHT in vollen Lokalen einzunehmen und vieles mehr.

Ein gewisses vernünftiges Maß an Angst sorgt dafür, dass wir uns auch vernünftig verhalten.

Ich finde es wichtig, dass wir uns klarmachen, dass wir an einer Kreuzung stehen. Wir wissen es und wir können es beobachten: Die Situation kann so schnell „kippen“. Panisch zu reagieren und andere damit verrückt machen und sich vielleicht Schreckensszenarien vorzustellen, ist genauso wenig hilfreich wie die ganze Lage „herunterzuspielen“, so nach dem Motto: „Das ist nichts, alles erfunden und hausgemacht, das wird schon wieder …“

Das wird es auch! Aber nur dann, wenn jeder seinen sehr einfachen kleinen Teil dazu auch beiträgt, anstatt Wut, Auflehnung und Verschwörungstheorien zu verbreiten!

Wer unter Angst leidet, ein paar Tipps:

  • Macht sich Unruhe auf, dann sollte sie auch wahrgenommen werden. Verdrängen wäre fehl am Platz. Es ist normal Angst zu haben – sie ist eine normale Reaktion auf bedrohend wirkende Situationen.
  • Um Ängste besser loslassen zu können, habe ich gelernt sie beim Namen zu nennen. Formuliere sie und schreibe sie nieder.
  • Wichtig ist es auch im Hier und Jetzt zu sein. Ich weiß, dass Ängste einen in die Zukunft tragen können, in der wir die Dinge sowieso nicht beeinflussen können! Achtsamkeitsübungen helfen Dir dabei.
  • Sorge gut für Dich. Entspannung tut immer und jedem gut! Welche Form Du dabei wählst, kannst Du entscheiden. Ich brauche die Natur dazu. Lange Spaziergänge an der frischen Luft waschen meine Gedanken „sauber“. ›lach‹
  • Pflege Deine Kontakte auch weiterhin … eben nur anders. Die Möglichkeiten sind in unserer modernen Zeit ja gegeben. Über Skype ein „Tratscherl“ führen oder einfach mal wieder zu Briefpapier und Stift greifen, um lieben Menschen ein paar nette Worte zu schreiben. <3 Ein wohltuendes Telefonat mit Deiner Freundin bei einem Glas Wein vielleicht? Hauptsache man bleibt nicht isoliert.
  • Limitiere den Konsum von Medien. Und vor allem – auf seriöse Medien zurückgreifen! Das Netz ist voll von Blödsinn und Panikmache! Ich persönlich informiere mich einmal am Tag, das reicht mir … alles andere belastet mich!

Es tat mir richtig gut meine Gedanken zu diesem Thema aufzuschreiben und mit Dir zu teilen. Was die Zeit bringen wird, haben wir zum größten Teil selbst in der Hand. Handeln wir klug und gehen wir rücksichtsvoll miteinander um. Mehr braucht es nicht. Die Angst darf sein und ich finde es gut, wenn sie in einem gesunden Maß auch anhält! Denn sie sorgt dafür, dass wir uns vernünftig verhalten.

Deine Gedanken zu diesem Thema sind gerne gesehen! Falls Du intensiver darüber sprechen möchtest, in meiner FrauenPunk-Gruppe hast Du die Möglichkeit, Dich mit mir und vielen Frauen darüber zu unterhalten.

Ich wünsche uns allen eine gute bevorstehende Zeit, pass gut auf Dich auf UND bleib gesund <3

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NETZSTRUMPFHOSE – oder die Geschichte vom Moses-Körbchen im Fluss des Lebens, von dem ich für mich immer wieder feststellen durfte, dass es mich genau an den FÜR MICH richtigen Ufern anlegen lässt. Das Leben ist eine Netzstrumpfhose …

Das Leben ist eine Netzstrumpfhose

Es besteht aus lauter Fäden, Verbindungen, Kreuzungen und dazwischen ganz viel „Freiheit“ …

Ein Gespräch, Sonntag Morgen im Bett! Mit einer Tasse heißen Kaffee und meinen Mann neben mir. Der erste Tag seit längerer Zeit, wo wir gemeinsam und dieses Mal „kinderlos“ ausschlafen konnten. Zeit zum Kuscheln und zum Philosophieren.

Da ich gerade mein Berufsleben von einem „Ich“ in ein „Wir“ umwandle und vollkommen neuen Boden betrete, kommen doch immer wieder mal Phasen des Unwohlseins auf – trotz all der Freude, mit der ich mich darauf vorbereite.

Mein Mann versteht dieses Gefühl von mir sehr gut, den auch er ist diesen Weg schon vor mir gegangen. Und so erzählte er mir, dass er gerade ein Hörbuch gehört hatte, in dem es um den Fluss des Lebens ging.

Da ist eine Person, die in einem Boot auf dem Fluss des Lebens saß. Sie machte sich auf eine Reise ins Unbekannte. Neben dieser Person waren auf diesem Fluss noch viele andere Menschen mit auf dem Fluss des Lebens auf der Reise. Und wie Flüsse  nun mal sind – geht es auf denen mal ruhig aber dann auch mal wieder schneller und spritziger voran. Und dann kommen Engstellen zum Überwinden und gar auch Durchbrüche durch Felsen, wo sich dieser Fluss des Lebens hindurchgegraben hatte.

Die Angst vor diesem Durchbruch und dem, was dahinter noch im Verborgenen lag, lies unsere Person vor diesem Durchbruch noch mal am alten Ufer anlegen und innehalten. Zeit zum Überlegen, Zeit um innezuhalten. Zeit um in sich zu lauschen – „will ich das wirklich?“ und „was erwartet mich?“ …

Und dann ein Warten, wie sich die Angst senkt, die Ruhe einen durchströmt und das wieder laut in einem Selbst hörbare „JAAAA – ICH WILL DAS!“

Und so stieg diese Person wieder in ihr kleines Boot und aufging es ins Abenteuer auf dem Fluss des Lebens und durch, durch den Durchbruch im Felsen – hinein in unbekanntes und doch so wunderbares Terrain …

Ja, und da kam sie wieder zurück – die Sicherheit und das intuitive Wissen, dass das was ich/wir tun wollen doch das ganz Richtige ist! Und das nach diesem kurzen Durchtritt durch die Felswand, der wahre Durchbruch auf uns wartet wird! Und so kam wieder das warme Gefühl von meinem Moses-Körbchen, das mich wie immer am für MICH richtigen Ufer ankern lässt.

Und weil ich unter quälender Höhenangst leide und Felsen so gar nicht leiden kann, und schon gar keine Felswände, so kam mir plötzlich das Bild mit der Netzstrumpfhose vor mein geistiges Auge. Mein Mann schmunzelte und lachte dann aus ganzem Herzen, als ich ihm das erzählte.

Also ihr Lieben – denkt daran: Das Leben ist eine Netzstrumpfhose mit ganz vielen spannenden Möglichkeiten …, wenn man sich erstmal traut durch so ein „Loch“ im Strumpf zu schlüpfen. :-)

Diese herrliche und alles sagende Geschichte stammt von Martina Kleinfeldt.

Vielleicht denken wir alle beim nächsten „soll ich oder lass ich es lieber“ an eine Netzstrumpfhose?
Ich danke Dir, daß Du Dir die wenige Zeit genommen, und mich gelesen hast. Bis zum nächsten Mal, wenn es heißt:
Geschichtenliebe #42 ist da!

Lesezeit: 4 Minuten

Wir reden viel zu wenig über die Themen, die uns gerade auf der Zunge brennen. Es gibt so viele Dinge, die wir einfach immer schön flach halten, obwohl sie uns so beschäftigen! Gesprochen wird über so vieles. Manchmal reicht schon ein Kopfschütteln. Gerüchte über Menschen, die wir nicht mal persönlich kennen. Über Dinge, die uns bewegen oder nerven. Warum also nicht über ANGST reden?

Angetrieben, dass ich diesen Artikel hier schreibe, hat mich wiedermal eine treue Leserin. Ein Wort ergab das andere und stehen geblieben sind wir bei dem Thema Angst. Ich fühlte mich sofort wieder in eine andere Zeit versetzt, wo Angst mein Leben dominierte. Ich hatte vor 100 Dingen Angst. Heute sind es nur mehr eine Handvoll Sachen, die mir Angst machen.

Ich hatte zum Beispiel ständig Angst, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren. Angst das ich die Kurve nicht mehr kriege, in die ich ständig viel zu schnell hinein raste! Ich hatte Angst vor Halteschleifen in der U-Bahn, vor öffentlichen Toiletten, vor zu engen Räumen, vor zu lauten Menschen. Und vor Krankheit. Ich hatte Angst, plötzlich auf der Straße zu sitzen und ich hatte Angst, dass Menschen meine Witze nicht verstehen und vor der Stille danach …

Angst ist ein abscheuliches Gefühl

Ich denke, das brauche ich niemandem erzählen. In jedem Lebensratgeber steht geschrieben: Lass Dich von Deiner Angst nicht dominieren. Sei stark und mutig und tu all die Dinge, vor denen Du Angst hast …

In den ersten Versuchen meine Angst irgendwie in den Griff zu bekommen, sah das dann so aus: Ich stieg in die U-Bahn und hielt mich an diesen ekelhaften Schlaufen fest. In meinen Gedanken sah ich Menschen, die Ihre Erreger an den Griffen platzierten. Schmutzige schmierige Leute …, wenn ich den Ratgeber gefolgt wäre, hatte ich auch das Händewaschen danach vermeiden müssen – das habe ich aber NIE geschafft. In Wahrheit hätte ich das Bedürfnis verspürt, mich total unter eine Dusche zu stellen!

Es ist nur ein Beispiel von sehr vielen gewesen, mit denen ich zu kämpfen hatte. Lebensratgeber sind okay. Ich möchte sie nicht schlecht reden, schließlich habe ich eine ganze Bibliothek leer gelesen. Geholfen haben mir nur ganz wenige Bücher. In kleinen Schritten sollen sie uns anleiten, aus jeder negativen Situation, eine positive zu machen. Sie wollen uns beruhigen und uns sagen, dass alles gar nicht so schlimm ist und die ANGST nur aus fünf Buchstaben besteht, jawohl!

Ja, und so richtet „man“ sich ein. Versucht sich selbst zu beruhigen und geht täglich irgendwelchen „Mutproben“ nach. Und mit „man“ bin ich natürlich selbst gemeint. Oder kennst Du das auch?

Angst ist anstrengend und sie nervt

Ängste und Katastrophengedanken, sind für Menschen, die nicht betroffen sind, kaum vorstellbar. Ich habe nicht nur einmal erlebt, dass ich deswegen ausgelacht wurde. „Ach komm, stell Dich doch nicht so an, ist ja nur ein Aufzug, ein Griff von einem Einkaufswagen.“ Und vieles mehr.

Aber die Wahrheit ist, die richtige, die schlimme, nicht beschreibbare Angst, interessiert sich nicht für das Gerede anderer Leute! Sie pfeift auf richtiges Atmen und Yoga samt Meditation! (Jedenfalls am Anfang) Sie interessiert sich nur für eine einzige Person, einen selbst.

In der Zwischenzeit weiß ich jede Menge über diese fünf Buchstaben und ich weiß eine ganze Menge über mich selbst.

Ein wenig von allem, war mir noch nie genug

Dieses „wenig“ wird gerne in den Ratgeber be- und umschrieben. Es reicht aber nicht aus, um die Angst in den Griff zu bekommen. „Hin und wieder mutig sein“ reicht nicht aus um das Leben wirklich unter Kontrolle zu haben!

Das Einzige, das mir wirklich geholfen hat, war fremde Hilfe von Außen und zwei ausschlaggebende Worte: „TU ES“.
Und nicht, mach es ab und zu oder ein wenig … Ich meine jetzt die wirklich großen Dinge die Angst machen, egal wie schwer sie sind.

In meinem Fall bedeutete das, ich packte meine Taschen neu. Ich kümmerte mich um MICH und meine Ängste durch professioneller Hilfestellung. Ich zog aus und um. Andere Menschen. Es war ein großes Date mit 80 % meiner Ängste! Und ich trainierte mir an, zu sagen, was ich will und brauche. Das ist gar nicht so leicht, schließlich könnte „man“ ja nicht gehört werden, oder jemand sagt: „Nein, bekommst Du nicht.“

Die Ängste wurden durch all diese Veränderungen kleiner. Sie sind keinesfalls weg, sie schreien mich sogar oft ziemlich an und nerven wie früher. Aber sie sind weniger geworden. Die Art der Angst hat sich verändert und ich habe gelernt damit umzugehen.

Die Angst ist ein Richtungszeiger

Sie sagen entweder lauf weg, verkrieche Dich, bleib wo Du bist, lass es sein. Aber jede Tafel kann man umdrehen! Und so kann aus jedem: „Bleib wo Du bist“ ein: „Suche nach Neuem“ werden. Aus jedem „Lauf weg“ ein „Bleib stehen und schau was passiert“ werden … es gibt immer eine andere Sicht auf die Dinge, die wir fürchten!

Ich glaube das zu verstehen ist Gold wert. Es führte mich zu einem entspannteren Leben. Folge ganz beharrlich DEINEM inneren Richtungszeiger. Du wirst sehen, die Welt wird weiter, die Luft klarer, die Sonne heller und DU freier. Und irgendwann stehen dann nur noch rote STOP Schilder an den wirklich gefährlichen Orten!

Und dazwischen? Dazwischen ist Dein Horizont und Deine Neugier … ›lächel‹

Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Angst ist, sondern der Sieg über sie. Der Mutige ist nicht der, der keine Angst hat, sondern der, der seine Angst besiegt.

Nelson Mandela
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Zweifel und andauerndes Grübeln. Permanentes kleiner machen als wir sind und nicht die beste Meinung von uns selbst zu haben … Angst vor den verschiedensten Entscheidungen. Wer von uns kennt sie nicht diese Selbstzweifel! So geht es vielen Frauen da draußen und so ging es auch mir. Unsere Zweifel sind oft viel zu groß und unser Mut lässt zu wünschen übrig. Ich frage DICH: Wo ist die Löwin in uns? In diesem Artikel möchte ich inspirieren und Mut in die Menge streuen … weil Zweifel kein Mensch braucht!

Jeden Morgen die selben Gedanken: Schaffe ich das? Bin ich dieser Herausforderung gewachsen und erfülle ich die Erwartungen? Bin ich „gut“ genug … „schön“ genug … „belastbar“ genug? Was wenn ich das nicht auf die Reihe bekomme. Was wenn mir ein neues, anderes Leben gar nicht gefallen sollte?

So in etwa begann mein Morgen. So waren Tag für Tag meine Gedanken. Über viele Jahre hindurch. Katastrophal wenn ich darüber nachdenke. Unser Kopf ist sehr oft voll davon. Zweifel sind nicht immer schlecht, aber sie hindern uns daran, die Beine in die Hand zu nehmen und endlich loszulaufen! Zweifel hindern uns etwas zu verändern! Und vor lauter Nachdenken, bleibt letztendlich alles so wie es ist und war. Die Zweifel sind größer als unser Mut. Wir bleiben am fetten Sofa hängen … wir träumen vom „offenen Meer“ ohne jemals die Aussicht auf neue Ufer zu genießen … glücklich macht das sicher nicht!

Wir gehen zu freizügig mit unserer Lebenszeit um

Das ist mein voller Ernst. Wir verhalten uns manchmal so, als würden wir noch ein zweites Leben in Reserve haben! Als hätten wir noch Unmengen an Zeit, unser Glück auf später verschieben zu können. Es gibt aber kein später … später ist das neue NIE. Unser Leben findet jetzt statt … JETZTjetzt in diesem Moment. Wenn wir nichts verändern, wird sich auch nichts ändern, dass ist nun mal so. Es gibt niemanden der die Veränderung für uns in die Hand nimmt … das wär ja noch das Schönste! :-) Für diese Gedanken entschied ich mich vor ein paar Jahren. Das Glück ist immer greifbar, man muss es nur an der Hand nehmen und kleine Schritte in eine andere Richtung wagen. :-)

Natürlich war es nicht so, dass ich meine Zweifel so einfach zur Seite schieben konnte. Sie waren da, aber sie hatten nicht mehr die Kraft von vorher. Das jahrelange Abwägen von Pro und Kontra, dass hin und her wälzen aller Gedanken und Ängste, hatten mich weder in meinem beruflichen noch in meinem privaten Entscheidungen weiter gebracht. Ganz im Gegenteil. In meiner freien Zeit schrieb ich sogar Listen … was ich tun sollte und wollte, mich aber nie traute. Ich war einfach feige, mir fehlte der Mut und es gab zu viele Menschen, die mich in meinem Tun behinderten.

Das Leben lenkt auch manchmal

Das Leben baut manchmal eine Kurve ein. Es zwingt Dich Dinge anders zu machen … anders zu denken. Bei mir war es meine Gesundheit, meine nie funktionierenden Beziehungen und der Tag an dem ich begann, mir eine Auszeit zu nehmen um nachzudenken … und mir ohne Zweifel über vieles klar zu werden.

In uns Frauen steckt eine Löwin: „Erhebe Dich und verändere Dein Leben mit neuer Leidenschaft UND ohne Zweifel!“

Die Welt braucht uns Frauen. Frauen, die sich trauen. Frauen, die inspirieren. MUTMACHERINNEN, die vom Zweifeln ins TUN gekommen sind. Das waren so meine Vorbilder und ich hatte echt das Glück vor einigen Jahren in genau dieses Umfeld zu kommen. Schicksal? Gut möglich. Diese Löwin muss nur in uns geweckt werden. Langsam wurde alles anders, alle Antworten tragen wir in uns selbst. Langsam erkannte ich, dass es nicht darum geht auf kreative Ideen, bestimmte Fähigkeiten, auf finanzielle Mittel oder den richtigen Moment zu warten – NEIN sondern darum, wie und wo man sich selbst sieht! Wenn ich privat und beruflich glücklich und erfolgreich sein möchte, muss ich den Blick auch auf mich selbst richten UND verändern!

Eine Löwin ist stark, wild und schön

Ein tolles Geschöpf der Natur deshalb gefällt mir der Vergleich auch so „tierisch“ gut. >lach< Jeder weiß auch, dass der Löwe im Tierreich der König ist. Und die Frage stellt sich nicht wer die Königin ist? Was uns aber von den Männern unterscheidet ist genau das was die Welt braucht. Unsere weibliche Stärke. Wir müssen uns nicht verstellen, wir sollen nur wir selbst sein und zu unserer Weiblichkeit zurück finden.

Ich wurde in einem Seminar zu Beginn meines „Umdenkens“ gefragt welches Tier ich in mir sehen würde. Welches Tier beschreiben würde … eine Löwin war definitiv nicht dabei. >lach< Es war eher eine Maus … etwas Kleines und Stilles. :-) Königin never! Der Glaube an mich war (noch) nicht vorhanden.

Ich muss jeder Frau raten,  je mehr man sich damit beschäftigt wie wir sein möchten, welche Resourcen in uns stecken, umso mehr wird sich unser Blick öffnen. Ein neues Bild von uns wird entstehen. Und die unscheinbare, stille Maus wird zu einer Löwin werden. Also Brust heraus, Schultern zurück und der Gang aufrecht … weg mit den Zweifeln, den Gedanken … das sich „klein machen“.

Verstecke Deine Stärken nicht!

Ich kann mich noch gut an die Momente erinnern wenn ich auf meine offensichtliche Veränderung angesprochen wurde. Es war mir unangenehm und beinahe peinlich. Ich fühlte mich wohler  alles versteckt zu halten … eine von vielen zu sein und schön brav in der Masse zu schwimmen. DAS habe ich ja schließlich fast mein bisheriges Leben so gemacht, darin war ich Profi . Ich ließ mich leiten von Entscheidungen der Anderen. Ich zog bei allem vorsichtshalber die Handbremse. Glücklich war ich dabei nie! 

Erlaube Dir stark und wild zu sein. Erweitere Deinen Blick. Sei stolz eine Frau sein zu können! Zeige Dich wie eine Königin und spiele Deine Stärken aus. Beruflich wie privat. Im Gegensatz zu früher übermannt mich heute ein warmes Gefühl bei dem Gedanken keine Maus sondern eine Löwin zu sein. Mit der neuen Einstellung zu mir selbst kam auch die Antwort auf die Frage was für mich richtig und wichtig ist im Leben. 

Ich habe einen Auftrag zu erfüllen, eine Passion. Ich möchte andere Frauen mit meinen Worten erreichen. Mut machen, die Angst nehmen, Inspirationen geben und ein „GO“ in die Menge rufen! :-) JETZT und nicht erst irgendwann. 

Manchmal braucht es für die wichtigen Entscheidungen im Leben einen Break … eine Auszeit … manchmal auch ein wenig Schmerz und Traurigkeit. Manchmal aber auch nur einen Tritt ins Hinterteil von einer anderen „Löwin“! Steh auf und geh los … das Leben braucht DICH!

Ich würde mir wirklich wünschen genau DICH erreicht zu haben, Dir einen kleinen Tritt gegeben zu haben, um Deine Zweifel abzulegen und groß und stark zu denken. :-)

Fühl Dich gedrückt, und schüttle Deine Löwenmähne …

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Die Angst vor Berührungen

Berührungen zulassen ist eines der Dinge, die bei einer Partnersuche oder in einer Beziehung, sicherlich sehr hilfreich sind. Allerdings ist eben das auch ganz offensichtlich ein Problem für viele Frauen. Letzte Woche habe ich ja über „Beziehungsangst“ berichtet, diesen Beitrag darfst Du als Fortsetzung sehen. Berührungen – Nähe – Distanz – Angst … all das kann sich in einer Beziehung wieder finden. Gerade Frauen die sich sehr schwer damit tun Nähe zu akzeptieren und anzunehmen, haben leider auch oft ein Problem, wenn es um Berührungen geht.

Eine feste Umarmung, ein aufmunterndes Klopfen auf unsere Schulter oder ein zärtliches Streichen über die Hand … wir alle mögen und brauchen diese Berührungen, auch wenn manche da ganz fest dagegen halten, ich glaube ihnen nicht. Gerade wenn wir uns längere Zeit, aus den verschiedensten Gründen, von anderen Menschen fern gehalten haben, fühlen wir uns irgendwann einsam. Wir leiden körperlich und seelisch. Berührungen und körperliche Nähe zählen von Geburt an, bis zu unserem Tod, zu den Grundbedürfnissen unseres Lebens. Zärtlichkeiten sind wie Balsam für unsere Gesundheit. Und doch lösen sie bei uns manches Unbehagen aus!

Der Wunsch nach Berührung ist da … doch die Angst davor auch

Bei manchen Menschen bezieht sich die Angst nur auf die Berührung durch das andere Geschlecht … und bei anderen auf alle Menschen. Diese Angst haben wir deshalb, weil wir meinen, der unbekannten Sache nicht gewachsen zu sein. Eine wichtige Rolle spielt auch sicher, wie wir aufgewachsen sind. Wie unsere Mutter oder Eltern, nahe Bezugspersonen, mit uns umgegangen sind.

Wurde mit uns „geknuddelt“, gestreichelt? Konnte unsere Mutter ihre Liebe durch körperliche Nähe zeigen oder war sie körperlich eher abwesend und kühl? Meine Mutter oder meine Eltern, taten sich schwer, mich zu trösten indem sie mich in den Arm nahmen oder auf den Schoß setzten. Ich denke sie hatten es beide nicht gelernt mit Gefühlen umzugehen und so wurde es auf mich weitergegeben. Als ich Erwachsen wurde hatte ich große Probleme mich zu öffnen. Mich in einer Beziehung fallen zu lassen. Ich hatte davor eine Riesenangst, als würde ich meine Seele verkaufen.

Gewalttätigkeiten oder (und) sexueller Missbrauch sind häufige und verständliche Gründe für die Berührungsangst. Jede Frau die solche Erfahrungen machen musste weiß, dass ihr Selbstwert hinüber ist. Man beginnt den eigenen Körper zu hassen, man misstraut jedem und will deshalb niemanden zu nahe an sich heranlassen. Leider muss ich paralell, unsere Eltern wieder mit ins Boot setzen. Wenn sie nämlich ständig kritisiert und getadelt haben, dann konnten wir auch nicht lernen, dass wir und damit auch unser Körper liebenswert ist! 

Ein klassischer Tatsachenbericht zeigt, dass dieses Verhalten bis ins Alter Spuren hinterlassen kann. Als Kind schon viel zu „moppelig“ von der Familie gehänselt. Das schwarze Schaf der Familie quasi. Zu unattraktiv weil zu dick … jedoch durfte der Tisch erst verlassen werden, wenn alles aufgegessen wurde. Liebe und Zuwendung wurde in gefüllte Teller serviert. So wurde gelernt den eigenen Körper abzulehnen und wenn man seinen Körper ablehnt, weil man ihn für unattraktiv hält, dann tut man sich auch schwer jegliche Art von Berührungen zuzulassen! Ein Teufelskreis in dem viele von uns schon seit Kindheit stecken.

Nun ist ja jeder Mensch für sich selbst verantwortlich

… Vielleicht geht Dir so etwas ähnliches gerade durch den Kopf. Da gebe ich Dir auch vollkommen recht! Eine nicht so tolle Kindheit, schlechte, schmerzhafte und unschöne Erfahrungen sollten keinesfalls die Richtung und das Lebensgefühl in unserem Dasein vorlegen! Trotzdem beeinträchtigen sie uns öfter als wir tatsächlich glauben. Dieses Thema war auch für mich eine riesige Hürde. Ich gab mich sehr verschlossen und kühl. Dabei war ich nur unsicher und hatte manchmal sogar panische Angst vor einer zärtlichen Umarmung. Manchmal war ich aber auch mutig … aber nur kurz, denn ich löste mich schneller als gewünscht aus den Armen eines Mannes weil ich nur Unbehagen und ein riesen Fragezeichen in mir spürte! Es war eine lange Zeit und mir völlig unmöglich Berührungen und Körperkontakt unbeschwert zu genießen.

Ist die Fähigkeit aktiven Körperkontakt zu suchen und anzunehmen eingeschränkt bzw. blockiert, geht es uns schlecht. Ein Leidensweg beginnt…

Verhaltensauffälligkeiten kommen zum Vorschein

Es ist es uns selbst gar nicht bewusst, wie wir auf den „Berührungsentzug“ reagieren. Eines meiner Verhalten war, Machtkämpfe im beruflichen Umfeld auszutragen. Ebenso war die Schwelle zur Reizbarkeit sehr niedrig. Der Entzug von Berührung, Streicheleinheiten und Umarmungen, war für alle anderen sicht- und spürbar.  Weitere Folgen können auch sein:

  • aggressives Verhalten
  • soziale Unsicherheit
  • Angst und Panikstörung
  • psychosomatische Erkrankungen

Für Frauen (Menschen) mit dieser Entwicklungsstörung ist es natürlich sehr schwer einen positiven Kontakt zu dem anderen Geschlecht aufzubauen. Das Gute aber ist, es kann geholfen werden! Es gibt Methoden um diese Körperkontaktblockaden zu lösen. Das Erlernen und  Festigen positiver Erlebnisse ist also für jeden zugänglich. Ich hatte die Möglichkeit in einem sehr langen Reha-Aufenthalt diese Lernschritte für mich zu nutzen und dementsprechend positive Körpererfahrungen zu sammeln.

Das Hauptziel war der Aufbau positiver Beziehungsfähigkeit. Emotionale und körperliche Nähe und Berührungen anzunehmen und aktiv aufzusuchen. Vertrauen aufzubauen und zu lernen, mit mir selber liebevoll umzugehen. 

Berührungen haben eine mächtige Wirkung auf uns

Angenehme Berührungen lösen nicht nur wohlige Gefühle in uns aus, sie beeinflussen auch unser Verhalten. Wer regelmäßig berührt wird, in den Arm genommen, gestreichelt oder sich in der Beziehung richtig fallen lassen kann, ist ausgeglichener, hilfsbereiter, freundlicher und riskiert auch mehr in seinem Leben! Das ist definitiv so.

Wie die Sprache gehören auch Berührungen zu unserer alltäglichen Kommunikation. Je nach dem, wie nahe wir unserem Gegenüber stehen, welche Absichten wir haben #zwinker, berühren wir den Anderen auf ganz verschiedene Art und Weise und können so auch ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Dinge damit ausdrücken. Übrigens lassen wir Frauen uns eher berühren als Männer. Wir sind es auch, die durch Körperkontakt stärker beeinflussbar sind und werden … unabhängig davon ob die berührende Person männlich oder weiblich ist. :D

Zusammengefasst: Wie also umgehen mit der Angst vor Nähe und Berührungen?

Ich habe gelernt und musste tatsächlich feststellen, dass wenn wir jemanden kennen lernen, er/sie keinesfalls sofort von uns erwartet, direkt bei der ersten Begegnung all unsere Gefühle, Wünsche, Geheimnisse, Ängste und Träume von uns zu erfahren!

Außerdem bin ich mir  sicher, dass niemand auf die Idee kommen wird, uns näher kommen zu wollen um direkt über uns zu urteilen und in unser Leben einzudringen.

Und der Satz „Nähe und Berührung zulassen müssen …“ sollte auf dürfen verändert und verankert werden! Einfach damit beginnen, sein Gegenüber zu sehen, anstatt auf unsere Ängste zu schauen und die schlimmsten Befürchtungen zu haben was denn hinter jeder Berührung stecken könnte. Ich kann Dir nämlich sagen … es wird nichts passieren.

Wenn wir uns nach Liebe und Geborgenheit und folgedessen auch nach Berührungen sehnen, wir uns zu einem Menschen hingezogen fühlen, dann ist es auch notwendig, dass man sich einander näher kommt und es auch zulässt. Angst vor Nähe und Zärtlichkeit, bedeutet auch Angst seine Bedürfnisse auszudrücken! Weil wir meinen, dass der andere die eigenen Bedürfnisse nicht erfüllen kann oder will. Doch eigentlich geht es doch beim Kennenlernen darum dass wir herausfinden können, ob beider Bedürfnisse zusammenpassen? Ob das was wir uns wünschen und was wir zu geben haben, zu dem passt, was unser Gegenüber will und ebenfalls geben möchte/kann. Um das herauszufinden wäre Nähe sehr hilfreich! :D

Und falls es nicht passt. Wir uns nach wie vor unwohl fühlen, sollten wir auf unser Gefühl hören und dankbar sein, dass es sich meldet. Dann wird es einen Grund geben … es sollte nicht sein. Es ist auch nichts Schlimmes passiert … im Gegenteil. Immerhin wissen wir dann, dass wir diese Person von unserer Liste „potentieller Partner“ streichen können!

Sicherlich gibt es viele Frauen da draußen die wie ich, ihre negativen Erlebnisse zum Thema Berührung und Nähe in neue  positive Erfahrungen verwandeln haben können. Durch Hilfe von außen, einen besonders liebevollen und geduldigen Partner oder einfach nur mit der Hilfe von Zeit. Fakt ist … alles kann heilen und wieder gut werden! <3

NÄHE BERÜHRT IN JEDER SITUATION.

Ich wünsch Dir jede Menge Unbeschwertheit mit Deinen Gefühlen … Pass auf auf Dich und bis ganz bald.

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WIR sind nicht unsere Gedanken!

Dieses mal geht es um meine Gedanken im Allgemeinen. Manchmal treiben sie mich beinahe in den Wahnsinn! Zu viel geht mir dabei durch meinen Kopf. Es passiert mir immer wieder, dass sich dumme zu nichts nutze Gedanken in meinem Kopf festfahren und mich aus dem Gleichgewicht bringen. Einfach links liegen lassen … das wär cool, würde ich es besser beherrschen. :D

Die meiste Zeit in meinem Leben verbringe ich mit Dingen die mir Spaß machen, ich bin eine positive und, ich würde auch behaupten, kreative Frau, die sich an allem erfreuen kann, Dankbarkeit verspürt und genau das auch versucht weiterzugeben! Wie gesagt … meistens. Letzte Woche allerdings hatte sich meine positive Einstellung und meine gute Laune von mir verabschiedet. Es ging um einiges das ich vorhatte zu tun. Es stand ein Online-Seminar an, die Vorbereitungen dafür mussten getroffen werden. Schließlich will man sich ja nicht blamieren! Und das war schon mein Keyword zu der Sache … blamieren! Ich habe das noch nie gemacht, ein „alter“ Frischling sozusagen. Was werden sich da die anderen denken? Was wenn in einer Fachsprache gesprochen wird die mir nichts sagt? Oder noch schlimmer – wenn ich das Tempo das vorgegeben wird nicht halten kann? Mein fester Entschluss dabei zu sein stand schon Wochen zuvor fest, bombenfest, doch plötzlich fragte ich mich ob es denn überhaupt noch Sinn machte, dabei zu sein, Neues zu lernen und meinem Ziel ein kleines Stück näher zu kommen? Die Angst und meine Unsicherheit waren festt in meinen Gedanken verankert. #scheissgefühl!

Doch das war aber noch nicht alles, auch der nächsten Sache blickte ich zunächst nicht unangenehm entgegen, im Gegenteil. Monja, unsere Hündin, steckt mitten in der Pubertät und braucht dringend ein paar Lektionen unter der Anleitung eines Fachmannes – ich würde ja sagen „Hundeflüsterer“. :D Wobei mir auch bewusst ist, dass ICH mehr lernen muss als meine Diva! Ich bin in vielen Dingen nicht konsequent genug und daraus könnten Schwierigkeiten entstehen die keiner haben will! Ein Einzeltreffen wurde ausgemacht, die Schwierigkeiten besprochen, Monja und ich wurden vorgeführt . Die Stunde bestand aus Anweisungen und Übungen, es war eine einzige Katastrophe! Es klappte nichts. ICH wurde ständig korrigiert, Jürgen war dabei und sah uns zu… und plötzlich, da waren sie wieder … meine Gedanken die in etwa so gingen: „Warum nimmt sich diese Frau keinen Schoßhund für die Handtasche? Sie kann keine Befehle geben und ihr Hund wird sie nie ernst nehmen …“ Monja machte viel nur nicht das was ich von ihr verlangte. Nun war Partnerwechsel angesagt, nun war Jürgen mit ihr an der Reihe. Monjas Aufmerksamkeit war vollstens bei Jürgen und als ich dann noch hörte „Jaaa so muss das ausschauen …“ war es vorbei bei mir. Meine Gedanken gaben mir richtig Stoff. Der Tag war gelaufen, ich kam mir so dämlich vor, dachte nur daran wie es wohl die nächsten Tage sein wird wenn wir mit anderen auf dem Trainingsplatz sind. Die halten mich sicher alle für unfähig usw…

Ja und zu guter Letzt, zweifelte ich und machte  mir Gedanken über die neu erstellte Facebook Gruppe für FrauenPunk. Bin ich zu langweilig mit meinen Themen? Mögen die Frauen mich nicht leiden? Bin ich etwa aufdringlich? Was, was, was … Grübelschleifen über Grübelschleifen.

Drei unterschiedliche Themen von denen ich meinte nicht gut genug zu sein um es auf die Reihe zu bringen! Ich schreibe über genau diese Dinge für andere da ich auch wirklich zu 90% in der Lage bin, Sachen positiv anzusteuern und jetzt? Alles vergessen, verlernt und ausradiert? Ich suchte ein Buch und aus dem Buch viel mir eine Karte entgegen auf der stand „Nimm deine Gedanken nicht so ernst“.

Ich musste schmunzeln, da es sich immer wieder bestätigt – es ergibt sich immer das Richtige im richtigen Moment. Nimm deine Gedanken nicht so ernst, du bist nicht deine Gedanken … klingt für mich immer etwas witzig, immerhin bin ICH es ja die denkt und infolge sind es auch MEINE Gedanken?!  Dabei erinnerte ich mich an diverse Gespräche, die ich in der Achtsamkeitsgruppe geführt habe. Unser Gehirn, und ich im Speziellen, versucht ständig alles zu erklären, zu verstehen und genau auf dem Grund zu gehen. Warum ist das so? Weshalb passiert dies und das? Und wie soll ich das Ganze einordnen?  Eine logische Sache finde ich. Das Problem dabei ist aber, dass wir uns von den Gedanken und all den Sätzen und den daraus resultierenden Gefühlen, oft komplett mitreißen lassen! Im Klartext heißt das: Wir halten nicht genug „Abstand“ zu unseren Gedanken.

Genau so ist es. Denn ich hatte mich auf jedes dieser Vorhaben gefreut, war davon überzeugt und ich wollte es zu 100%! Vorfreude total war in mir. Aber was geschah? Meine doofen Grübeleien versauten mir die Stimmung und holten meine Selbstzweifel wieder ans Tageslicht! Übrig geblieben ist ein Satz, nämlich – ICH schaffe nichts, was werden sich die anderen von mir denken.

Gedanken entschärfen :-)

Und plötzlich hat mir dieser Satz „Nimm deine Gedanken nicht so ernst“ wieder einiges in Erinnerung gerufen! Ich habe mich an die Zeit erinnert als ich in einer Krise steckte, in solchen Phasen können Gedanken zu einem besonderen Feind werden! Jeder wird das kennen, man geht eine bestimmte Situation immer und immer wieder im Geiste durch und versucht verzweifelt herauszufinden, was man hätte besser oder anders machen können!  Es ist ein Verhalten das alles andere als hilfreich ist. Man stürzt sich nur noch tiefer in diese belastende Situation … das Problem bleibt also.

Stattdessen sollten wir unseren Gedanken die Macht nehmen! Die ständigen Bewertungen die wir in uns tragen, denken wir in Dauerschleife, müssen weg. Hätte ich mir nach der missglückten Hundestunde gesagt: „Ja was solls, es war für uns beide etwas Neues, meine Aufregung hat sich auf Monja übertragen und es wird mit viel Übung jedes Mal ein klein wenig besser werden, deshalb sind wir hier …“! Aber nein, stattdessen begann ich gleich zu bewerten. „Ich schaff das nie, ich bin keine Rudelführerin, ich bin schwach, usw … Es sind genau diese Bewertungen, die einen ganzen Schwanz negativer Gefühle mit sich brachten und mich Zweifeln ließen. Von der Laune – spreche ich jetzt mal gar nicht! :-) Fakt ist, unsere Probleme und negativen Gefühle wachsen wenn wir uns auf sie fokussieren!

Bewertungen sind ein Muster und wir Menschen steigen viel zu schnell darin ein! Wir sollten lernen neutral zu bleiben und auch neutral zu denken. Vermeiden wir Bewertungen, verbessert sich die Grundstimmung in uns. :-) Während ich das hier tippe, und mir immer wieder meine drei „Baustellen“ dazu einfallen – Webinar, Hundeschule und meine Frauengruppe, betrachte ich es jetzt, mit einer gewissen Distanz. Es sind unnötige Sorgen und viel zu ernste Gedanken dahinter!  Dabei hilft mir immer wieder das Schreiben … Ich bin mein innerer Beobachter, der keine Bewertung abgeben soll über das was gerade passiert. Nur so gelingt es, den Mustern in meinem Kopf näher zu kommen ohne mich von meinen Gedanken vereinnahmen zu lassen!

In dem Satz „Nimm deine Gedanken nicht so ernst, DU bist nicht deine Gedanken …“ steckt eine Menge Wahrheit. Wir  brauchen nicht auf sie einzugehen, denn meistens führen sie uns sogar auf einen ganz falschen Weg und machen uns unnötig nervös! Warum ich bei manchen Dingen zweifle ist sicher menschlich. Alle anderen Gedanken zum jeweiligen Thema haben für mich heute keine Bedeutung mehr, denn sie sind reine Spekulation. Den ICH/DU bist nicht deine Gedanken und die Chefin in meinem/deinem Kopf, bin/sind immer wir … und das, finde ich ausgesprochen beruhigend! :-)

Wir sind nicht unsere Gedanken und unsere Gefühle, sondern nur der, der in uns die Veränderung beobachtet.

Danke dass DU wieder bei mir warst, in meinen heute etwas chaotischen Gedankengängen! Wir lesen uns demnächst wieder, bis bald und eine geniale Zeit für dich.

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Ich habe mich selber gefragt ob ich, würde ich diesen Titel sehen, diesen auch anklicken und den Artikel lesen würde … Ich war mir nicht ganz sicher, aber weshalb sollte man etwas „schön“ umschreiben wenn es alles andere als „schön“ ist? Das Leben ist nun mal nicht immer supertoll und grenzgenial und ich weiß es gibt viele Menschen da draußen, die dieses „schwarze Loch“ genauso gut kennen wie ich. Um auf meine selbst gestellte Frage zurückzukommen: JA ich würde den Artikel lesen …

Ein Erfahrungsbericht den ich gerne teilen möchte

Es geht mir zur Zeit wirklich sehr gut und wahrscheinlich fühle ich mich deshalb auch in der Lage darüber zu schreiben. Hätte ich zur Zeit diese innere Leere in mir, wäre es mir nicht möglich Gedanken die Sinn machen, aufzuschreiben und zu beschreiben. Eine Selbstreflexion, zu einem Zeitpunkt an dem es einem irgendwie „anders“ geht, ist etwas sehr hilfreiches, zwar nicht einfach aber lehrreich. In Zeiten in denen ich in meinem schwarzen „NICHTS“ saß, hätte ich gerne ein Gegenüber gehabt der all meine Gedanken und Gefühle verstanden hätte – ohne Bewertung! Und genau diese Erinnerung hat mich dazu bewegt, jetzt ein Gegenüber für einen Menschen zu sein … für jemanden der sich irgendwie „anders“ fühlt …

Das Gefühl

Dieses schwarze Loch oder diese Leere in der ich mich fand, ist ein Gefühl wie eine Depression. Sie fühlt sich weder warm noch kalt an. Sie breitet sich einfach aus, ohne zu fragen und ohne sich anzukündigen. Es ist plötzlich und unerwartet eine große Hoffnungslosigkeit im Anmarsch. Hinter dieser Leere verbirgt sich bei mir Angst, Schmerz und Trauer. Alle diese Gefühle lassen es nicht zu dass ich mich in der Gegenwart bewegen kann.

Trauer und Schmerz verbinde ich mit der Vergangenheit, Angst mit der Zukunft. Bin ich in dieser negativen Gedankenspirale gefangen, bin ich mit meinen Gedanken in der Vergangenheit die Schmerz und die Trauer mit sich bringt … oder ich bin Lichtjahre voraus … in der Zukunft und davor hab ich Angst. Die Zukunft macht mir Angst! Meine Fragen wiederholen sich ständig „Kann ich das schaffen? Schaffe ich es überhaupt? Bin ich stark genug? Bin ich stark genug für das was kommt?“ Meine Gedanken sind so dermaßen festgefahren, dass ich in eine innere Starre und gleichzeitige totale Überforderung kippe. :-(

Um diese Angst und den Schmerz samt Trauer zu unterdrücken, setze ich mich in das schwarze Loch. In meinem schwarzen Loch gelingt es mir meine Grundgefühle auszuschalten … alles ist schwarz und grau, verschwommen und hoffnungslos. Ein Gefühl das kaum auszuhalten ist. In schlimmen Phasen gab es für mich Strategien, die mich von mir selbst wegbrachten. Die mich unpersönlich machten und ich für niemanden mehr „greifbar“ war. Es war alles recht … Hauptsache ich mußte nichts spüren. Ich war eine Meisterin in Strategien!

In meiner Selbstreflexion viel mir auf, dass sich mein Verhalten anderen gegenüber veränderte, wenn ich mich in meinem Loch gefangen war. Ich war zynisch und auf Level zehn, wirkte arrogant, war unnahbar und ließ niemanden an mich heran. Eine „Unperson“ mit Maske auf Distanz! In meinen unerträglichen Phasen beendete ich Freundschaften und Beziehungen ohne darüber nachzudenken, ich tat es einfach.

Nach etlichen Aufenthalten in diesen schwarzen Löchern, hatte ich es irgendwann satt. Strategien einzusetzen die wieder nur Schmerz und Traurigkeit mit sich brachten. Ich schadete mir letztendlich nur selbst! Ich verabschiedete mich von meinen Masken und Strategien, ich musste lernen meine Gefühle zuzulassen und zu akzeptieren … alle, denn wenn ich diese Leere nicht mehr in mir trage, die sich wie ein Schleier über meine Grundgefühle legt und ich meine angeeigneten Strategien bewusst nicht mehr einsetze, dann bleibe nur noch ICH übrig.

Die Gegenwart bewusst wahrzunehmen ist mein Schutz vor dem schwarzen Loch, meiner inneren Leere. Wenn ich in der Gegenwart bin, bin ich bei MIR. Das hab ich gelernt …

Letztendlich bin ich trotzdem leicht verletzbar, oftmals traurig und habe Angst … doch fühle ich mich jetzt dabei anders. Ehrlicher, ohne Maske und ohne jemanden zu verletzen und anderen zu schaden. Darüber bin ich dankbar. Ohne fremde Hilfe, aber vor allem ohne meinen eigenen Willen DAS zu verändern … würde ich immer noch in diesem, meinem, „schwarzen Loch“ verweilen …

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. DU musst DEIN Ändern leben …

Und es funktioniert. Eine meiner Erfahrungen die ich sehr gerne mit DIR teilen wollte. Hab es gut und schau auf DICH …

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Irgendwann kommt für jeden mal der Moment wo er mit seinem Latein am Ende ist. Man kann nicht alles wissen, können oder seine Probleme alleine lösen. Es ist jedoch für viele von uns ein sehr großes Problem jemanden um Hilfe zu bitten. Diese Stimme in unseren Köpfen ist fest verankert und hält uns ab den ersten Impuls zu folgen und um Hilfe zu fragen. So kommt es, dass wir uns mit unseren Fragen und Problemen alleine herumquälen.

Der Stolz und die Erwartungen der anderen

Jahrelang steuerte ich die große Karriere an, ich arbeitete hart und machte viele Dinge zeitgleich, bis ich durch eine Krankheit und darauf folgendem Burn-Out aus der Bahn geworfen wurde. Lange habe ich versucht, alleine mit diesen Situationen zurecht zu kommen. Ich war der festen Meinung es alleine schaffen zu müssen. Schließlich gab es ja nicht nur mich auf diesen Planeten der sich in einer Lebenskrise befand, sondern noch unzählige andere und die konnten sich auch selber helfen. Ich glaubte eine starke Persönlichkeit zu sein und starke Frauen schaffen das ohne Hilfe. Ich hatte IMMER das Gefühl „schwach“ zu sein, wenn ich jemanden um Hilfe bitten musste. Um Hilfe bitten kombinierte ich sofort mit hilfsbedürftig, mein Stolz  und die Erwartungen meines Umfeldes standen mir dabei immer im Weg.

Oft hat man auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, als man jemanden um Hilfe gebeten hat. Diese Erlebnisse können sehr prägsam sein, selbst wenn man sich nicht mehr bewusst daran erinnert, dass die Bitte abgelehnt oder belächelt wurde, kann das zukünftige Verhalten dadurch beeinflusst werden. In der Jetzt-Zeit will/darf  keiner mit Fehler und Makel behaftet sein, es passt nicht in unsere Gesellschaft. Es ist eine Blöße die sich niemand geben möchte. Hinter den Fassaden sieht die Welt jedoch ganz anders aus … Meisne Gedanken waren immer die selben , die mich daran hinderten, um Hilfe zu bitten:

  • Ich hatte Angst um meinen Ruf
  • Mein Selbstwertgefühl schrumpfte
  • Angst und Schwäche
  • Ich wollte niemanden zur Last fallen
  • Und ich wollte nicht in der Schuld des anderen stehen

All diese Punkte brachten mich dazu, erst gar nicht um Hilfe zu fragen. Die Angst vor Ablehnung und einer, ich nenne es Abhängigkeit – davor hatte ich Angst…

Ein langer Lernprozess

Mir war damals noch nicht klar das Hilfsbedürftigkeit nichts schlimmes ist. Ich wusste nicht das wenn man um Hilfe bittet, sehr viel Stärke und Persönlichkeit dahinter steckt. Ich musste all das erst lernen und vor allem verstehen. Dieses Lernen ging leider mit viel unnötiger Zeitverschwendung und Energieverlust einher, bis ich mir eingestand :“ ich schaff es nicht mehr alleine …“ Es gibt da draußen Menschen die warten darauf das ich zu ihnen komme, die mir mir helfen würden meine Kräfte wieder neu zu mobilisieren, und mich aus meinem „Tief“ hochziehen um das zu finden was ich gesucht habe.

Um Hilfe bitten Menschen die stark sind

Bist du in solch einer Situation, und für viele ist es oftmals schon fünf Minuten vor zwölf … dann ist dir klar, dass du deine Probleme nicht alleine bewältigen kannst, es ist keine Schande im Gegenteil, es braucht eine Portion Mut dazu sich an jemanden zu wenden der dir hilft, den nächsten Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Ich konnte nie wirklich verstehen weshalb ich für meine „Hilfesuche“ so überschwänglich gelobt wurde … ich sollte stolz sein … wurde mir gesagt, das ich diesen Schritt gesetzt hatte.

Vertrauen spielt dabei ebenso eine grosse Rolle. Wer vertraut seine Ängste und Probleme schon fremden oder auch gut bekannten Menschen an? Mir machte das grosse Schwierigkeiten. Im Normalfall aber kannst du viele Menschen um Hilfe bitten. Es fängt zu Hause bei der Familie an, Lebenspartner und sogar deine Kinder können dir in vielen Bereichen weiterhelfen. Jeder der um Hilfe gebeten wird, fühlt sich zudem auf einer gewissen Art geehrt. Dadurch das sich eine Person mit deinem Thema auseinandersetzt, entwickelt sich diese Person ebenfalls weiter. Eine „Win-Win-Situation könnte man sagen :-), weil beide Seiten davon profitieren. Ob nun professionelle Hilfe oder Hilfe von Freunden – es ist schön Hilfe zu bekommen von wo auch immer, es annehmen, und den nächsten Schritt tun zu können – im Nachhinein ein gutes wunderbares Gefühl.

Nachsatz

Sind wir soweit Hilfe anzunehmen, sollten wir nicht vergessen das die Hilfe der anderen uns unterstützend bei Seite steht – an uns arbeiten müssen wir selbst! Alles andere wäre zu einfach. Ein Zitat das ich immer in meiner Tasche hatte zu meiner „Hilfe suchenden“ Zeit, lautete :

Sei stark genug, um unabhängig zu bleiben, sei klug genug, um zu erkennen wenn du Hilfe brauchst. Sei weise genug, um darum zu bitten. 

Es dauerte eine Weile, die Zeilen kaum noch leserlich … bis ich es schaffte und um Hilfe bitten konnte :D. Ich weiß das es viele Menschen, besonders Frauen gibt, die damit so ihr Problem haben um Hilfe zu bitten … für euch ist dieser Beitrag, weil ich eine von euch bin! Auf DEINE Meinung, Anregung freue ich mich wie immer, und falls DU Fragen hast – keine Scheu! :-)

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Wir alle haben Bereiche in unserem Leben vor denen wir Angst haben. Oft wissen wir einfach nicht wie und was wir tun sollen um die Dinge zu ändern die uns beängstigen. Was passiert? Wir stecken fest, nichts geht mehr!  Für einige von uns geht es dabei um den Bereich Gesundheit, was wahrscheinlich sehr häufig zutrifft, für andere wiederum geht es um Existenz … das liebe Geld und manche denken dabei an Familie, Partnerschaften oder Beziehungen im allgemeinen.

DIE ANGST

Ich kenne Menschen, die von ihren Ängsten zerfressen werden, ist es doch sehr schwer mit etwas fertig zu werden das keine Substanz hat! Ich bin selber eine Person die immer wieder mit Ängsten zu kämpfen hat. Dabei handelt es sich bei mir meist um Angst rund um die Gesundheit. Die Frage „Was wenn ich nicht mehr aufwache? Nicht mehr gehen oder einfach kein normales Leben führen kann?“ Fragen die immer wieder auftauchen und mich kurzfristig beängstigen. Ängste blockieren uns, unsere Gefühle und unsere Gedanken! Es kann durchaus soweit kommen, dass sie unseren Alltag fest im Griff haben.

Angststörungen zu bewältigen ist nicht einfach

Menschen die unter Angstzuständen leiden, werden sicher versuchen, und das mit allen Mitteln, diese zu bewältigen, die Angst gut in den Griff zu bekommen. Der grösste Wunsch ist endlich wieder Ruhe ins Leben zu bekommen! Ich kann ein Lied davon trillern und bin diesen schweren Weg auch schon gegangen.

Diese Ängste kamen plötzlich … in einer Zeit in der es eigentlich wunderbar lief. Alles entwickelte sich so wie ich es mir vorstellte. Doch dann „verrutschte“ ein kleiner Baustein meines Lebens, und auf einmal begann alles zu wackeln. Eine Kettenreaktion folgte. Alles stürzte plötzlich auf mich ein! Ein Rückschlag folgte dem Nächsten … Geschäftlich – gesundheitlich – privat. Ich hatte keinen Einfluss mehr auf die Ergebnisse. Je mehr ich versuchte etwas zu ändern, umso mehr warf es mich zurück.

UND DANN WAR SIE DA … DIE ANGST.

Angst ist brutal!

Diese Angst beherrschte mein Leben! Brutal und gnadenlos. Ich verlor die Kontrolle über mein „SEIN“, verlor die Orientierung in meinem Leben. Ich war nicht mehr ich selbst. Sehr gut erinnern, und auch heute bin ich noch sehr stolz auf diesen Schritt, kann ich mich an die Auffangstelle im Krankenhaus. Ein Wirrwarr – Gespräch mit einer Ärztin das gefüllt war mit Weinkrämpfen, Schmerzen und totaler Hilflosigkeit! ICH blieb. Lange. „Wenn ein toll gebautes Kartenhaus plötzlich einstürzt, kann man es NICHT über Nacht wieder aufbauen …“ sagte sie. Ich stimmte zu und lernte meinen neuen Begleiter – die ANGST besser kennenzulernen. Und ich kann dir sagen … meiner Angst gefiel es sehr gut bei mir … ICH fand sie einfach nur widerlich!

Einige Monate hatte ich extrem damit zu kämpfen. Ich setzte mich intensivst mit den Fragen

  • Woher kommt meine Angst?
  • Wann kommt diese Angst?
  • Warum wird sie nicht weniger?
  • Wird dieses Gefühl jemals wieder weggehen?

auseinander. Diese und einige Fragen mehr beschäftigten mich Tag und Nacht. Irgendwann kam ich zu meinen Antworten. Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftigte, es noch mehr intensivierte, um so weiter entfernten sich die Ängste von mir. Ich stellte mich der Angst. Mein grosses Interesse meine Ängste kennenzulernen machten sie kleiner und sie verschwanden dann irgendwann. Ich war uninteressant für sie geworden. :-)

Was geblieben ist sind Panikattacken mit denen ich gelernt habe ganz gut umzugehen. Einen kleinen Einblick dazu findest du in meinem Artikel „Panikattacken, die Angst vor der Angst, in dem ich genauer darauf eingehe.

Ich möchte DIR eine kurze Geschichte nicht vorenthalten, die ich selbst sehr oft gelesen habe und die DIR vielleicht auch behilflich sein kann!? :-)

DIE MAUS

Es kam ein Patient zum Arzt und klagte „ANGST beherrscht mein Leben. Sie hat mir jegliche Freude genommen.“ Der Arzt erzählte dem Patienten darauf eine kleine Geschichte. „Hier in meiner Praxis lebt eine Maus, die an meinen Büchern knabbert. Mache ich zu viel des Aufhebens von der Maus, wird sie sich vor mir verstecken und ich werde nichts anderes mehr tun, als sie zu jagen. Stattdessen habe ich meine wertvollsten Bücher an einen sicheren Platz gestellt und erlaube ihr, an den anderen zu knabbern. Auf diese Weise bleibt sie eine ganz einfache kleine Maus und wird nicht zu einem Monster. Mein Rat lautet also: Richte deine Angst auf einige wenige Dinge, dann bleibt dir Mut für das, was wichtig ist.“ 

Es ist „NUR“ eine kleine Geschichte, aber mit einer Menge Ausdruck dahinter, der dir helfen kann, deine Angst mit anderen Augen zu sehen! Was ich ebenfalls nur empfehlen kann, warte nicht so lange bis du dein Leben beinahe nicht mehr unter Kontrolle hast – such dir Hilfe, nimm sie an und profitiere, das Leben ist so viel schöner ohne diese besitzergreifende Angst!

Ich wünsche DIR wie immer eine gute Zeit … ohne Angst *zwinker*