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Wir reden viel zu wenig über die Themen, die uns gerade auf der Zunge brennen. Es gibt so viele Dinge, die wir einfach immer schön flach halten, obwohl sie uns so beschäftigen! Gesprochen wird über so vieles. Manchmal reicht schon ein Kopfschütteln. Gerüchte über Menschen, die wir nicht mal persönlich kennen. Über Dinge, die uns bewegen oder nerven. Warum also nicht über ANGST reden?

Angetrieben, dass ich diesen Artikel hier schreibe, hat mich wiedermal eine treue Leserin. Ein Wort ergab das andere und stehen geblieben sind wir bei dem Thema Angst. Ich fühlte mich sofort wieder in eine andere Zeit versetzt, wo Angst mein Leben dominierte. Ich hatte vor 100 Dingen Angst. Heute sind es nur mehr eine Handvoll Sachen, die mir Angst machen.

Ich hatte zum Beispiel ständig Angst, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren. Angst das ich die Kurve nicht mehr kriege, in die ich ständig viel zu schnell hinein raste! Ich hatte Angst vor Halteschleifen in der U-Bahn, vor öffentlichen Toiletten, vor zu engen Räumen, vor zu lauten Menschen. Und vor Krankheit. Ich hatte Angst, plötzlich auf der Straße zu sitzen und ich hatte Angst, dass Menschen meine Witze nicht verstehen und vor der Stille danach …

Angst ist ein abscheuliches Gefühl

Ich denke, das brauche ich niemandem erzählen. In jedem Lebensratgeber steht geschrieben: Lass Dich von Deiner Angst nicht dominieren. Sei stark und mutig und tu all die Dinge, vor denen Du Angst hast …

In den ersten Versuchen meine Angst irgendwie in den Griff zu bekommen, sah das dann so aus: Ich stieg in die U-Bahn und hielt mich an diesen ekelhaften Schlaufen fest. In meinen Gedanken sah ich Menschen, die Ihre Erreger an den Griffen platzierten. Schmutzige schmierige Leute …, wenn ich den Ratgeber gefolgt wäre, hatte ich auch das Händewaschen danach vermeiden müssen – das habe ich aber NIE geschafft. In Wahrheit hätte ich das Bedürfnis verspürt, mich total unter eine Dusche zu stellen!

Es ist nur ein Beispiel von sehr vielen gewesen, mit denen ich zu kämpfen hatte. Lebensratgeber sind okay. Ich möchte sie nicht schlecht reden, schließlich habe ich eine ganze Bibliothek leer gelesen. Geholfen haben mir nur ganz wenige Bücher. In kleinen Schritten sollen sie uns anleiten, aus jeder negativen Situation, eine positive zu machen. Sie wollen uns beruhigen und uns sagen, dass alles gar nicht so schlimm ist und die ANGST nur aus fünf Buchstaben besteht, jawohl!

Ja, und so richtet „man“ sich ein. Versucht sich selbst zu beruhigen und geht täglich irgendwelchen „Mutproben“ nach. Und mit „man“ bin ich natürlich selbst gemeint. Oder kennst Du das auch?

Angst ist anstrengend und sie nervt

Ängste und Katastrophengedanken, sind für Menschen, die nicht betroffen sind, kaum vorstellbar. Ich habe nicht nur einmal erlebt, dass ich deswegen ausgelacht wurde. „Ach komm, stell Dich doch nicht so an, ist ja nur ein Aufzug, ein Griff von einem Einkaufswagen.“ Und vieles mehr.

Aber die Wahrheit ist, die richtige, die schlimme, nicht beschreibbare Angst, interessiert sich nicht für das Gerede anderer Leute! Sie pfeift auf richtiges Atmen und Yoga samt Meditation! (Jedenfalls am Anfang) Sie interessiert sich nur für eine einzige Person, einen selbst.

In der Zwischenzeit weiß ich jede Menge über diese fünf Buchstaben und ich weiß eine ganze Menge über mich selbst.

Ein wenig von allem, war mir noch nie genug

Dieses „wenig“ wird gerne in den Ratgeber be- und umschrieben. Es reicht aber nicht aus, um die Angst in den Griff zu bekommen. „Hin und wieder mutig sein“ reicht nicht aus um das Leben wirklich unter Kontrolle zu haben!

Das Einzige, das mir wirklich geholfen hat, war fremde Hilfe von Außen und zwei ausschlaggebende Worte: „TU ES“.
Und nicht, mach es ab und zu oder ein wenig … Ich meine jetzt die wirklich großen Dinge die Angst machen, egal wie schwer sie sind.

In meinem Fall bedeutete das, ich packte meine Taschen neu. Ich kümmerte mich um MICH und meine Ängste durch professioneller Hilfestellung. Ich zog aus und um. Andere Menschen. Es war ein großes Date mit 80 % meiner Ängste! Und ich trainierte mir an, zu sagen, was ich will und brauche. Das ist gar nicht so leicht, schließlich könnte „man“ ja nicht gehört werden, oder jemand sagt: „Nein, bekommst Du nicht.“

Die Ängste wurden durch all diese Veränderungen kleiner. Sie sind keinesfalls weg, sie schreien mich sogar oft ziemlich an und nerven wie früher. Aber sie sind weniger geworden. Die Art der Angst hat sich verändert und ich habe gelernt damit umzugehen.

Die Angst ist ein Richtungszeiger

Sie sagen entweder lauf weg, verkrieche Dich, bleib wo Du bist, lass es sein. Aber jede Tafel kann man umdrehen! Und so kann aus jedem: „Bleib wo Du bist“ ein: „Suche nach Neuem“ werden. Aus jedem „Lauf weg“ ein „Bleib stehen und schau was passiert“ werden … es gibt immer eine andere Sicht auf die Dinge, die wir fürchten!

Ich glaube das zu verstehen ist Gold wert. Es führte mich zu einem entspannteren Leben. Folge ganz beharrlich DEINEM inneren Richtungszeiger. Du wirst sehen, die Welt wird weiter, die Luft klarer, die Sonne heller und DU freier. Und irgendwann stehen dann nur noch rote STOP Schilder an den wirklich gefährlichen Orten!

Und dazwischen? Dazwischen ist Dein Horizont und Deine Neugier … ›lächel‹

Ich habe gelernt, dass Mut nicht die Abwesenheit von Angst ist, sondern der Sieg über sie. Der Mutige ist nicht der, der keine Angst hat, sondern der, der seine Angst besiegt.

Nelson Mandela
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Zweifel und andauerndes Grübeln. Permanentes kleiner machen als wir sind und nicht die beste Meinung von uns selbst zu haben … Angst vor den verschiedensten Entscheidungen. Wer von uns kennt sie nicht diese Selbstzweifel! So geht es vielen Frauen da draußen und so ging es auch mir. Unsere Zweifel sind oft viel zu groß und unser Mut lässt zu wünschen übrig. Ich frage DICH: Wo ist die Löwin in uns? In diesem Artikel möchte ich inspirieren und Mut in die Menge streuen … weil Zweifel kein Mensch braucht!

Jeden Morgen die selben Gedanken: Schaffe ich das? Bin ich dieser Herausforderung gewachsen und erfülle ich die Erwartungen? Bin ich „gut“ genug … „schön“ genug … „belastbar“ genug? Was wenn ich das nicht auf die Reihe bekomme. Was wenn mir ein neues, anderes Leben gar nicht gefallen sollte?

So in etwa begann mein Morgen. So waren Tag für Tag meine Gedanken. Über viele Jahre hindurch. Katastrophal wenn ich darüber nachdenke. Unser Kopf ist sehr oft voll davon. Zweifel sind nicht immer schlecht, aber sie hindern uns daran, die Beine in die Hand zu nehmen und endlich loszulaufen! Zweifel hindern uns etwas zu verändern! Und vor lauter Nachdenken, bleibt letztendlich alles so wie es ist und war. Die Zweifel sind größer als unser Mut. Wir bleiben am fetten Sofa hängen … wir träumen vom „offenen Meer“ ohne jemals die Aussicht auf neue Ufer zu genießen … glücklich macht das sicher nicht!

Wir gehen zu freizügig mit unserer Lebenszeit um

Das ist mein voller Ernst. Wir verhalten uns manchmal so, als würden wir noch ein zweites Leben in Reserve haben! Als hätten wir noch Unmengen an Zeit, unser Glück auf später verschieben zu können. Es gibt aber kein später … später ist das neue NIE. Unser Leben findet jetzt statt … JETZTjetzt in diesem Moment. Wenn wir nichts verändern, wird sich auch nichts ändern, dass ist nun mal so. Es gibt niemanden der die Veränderung für uns in die Hand nimmt … das wär ja noch das Schönste! :-) Für diese Gedanken entschied ich mich vor ein paar Jahren. Das Glück ist immer greifbar, man muss es nur an der Hand nehmen und kleine Schritte in eine andere Richtung wagen. :-)

Natürlich war es nicht so, dass ich meine Zweifel so einfach zur Seite schieben konnte. Sie waren da, aber sie hatten nicht mehr die Kraft von vorher. Das jahrelange Abwägen von Pro und Kontra, dass hin und her wälzen aller Gedanken und Ängste, hatten mich weder in meinem beruflichen noch in meinem privaten Entscheidungen weiter gebracht. Ganz im Gegenteil. In meiner freien Zeit schrieb ich sogar Listen … was ich tun sollte und wollte, mich aber nie traute. Ich war einfach feige, mir fehlte der Mut und es gab zu viele Menschen, die mich in meinem Tun behinderten.

Das Leben lenkt auch manchmal

Das Leben baut manchmal eine Kurve ein. Es zwingt Dich Dinge anders zu machen … anders zu denken. Bei mir war es meine Gesundheit, meine nie funktionierenden Beziehungen und der Tag an dem ich begann, mir eine Auszeit zu nehmen um nachzudenken … und mir ohne Zweifel über vieles klar zu werden.

In uns Frauen steckt eine Löwin: „Erhebe Dich und verändere Dein Leben mit neuer Leidenschaft UND ohne Zweifel!“

Die Welt braucht uns Frauen. Frauen, die sich trauen. Frauen, die inspirieren. MUTMACHERINNEN, die vom Zweifeln ins TUN gekommen sind. Das waren so meine Vorbilder und ich hatte echt das Glück vor einigen Jahren in genau dieses Umfeld zu kommen. Schicksal? Gut möglich. Diese Löwin muss nur in uns geweckt werden. Langsam wurde alles anders, alle Antworten tragen wir in uns selbst. Langsam erkannte ich, dass es nicht darum geht auf kreative Ideen, bestimmte Fähigkeiten, auf finanzielle Mittel oder den richtigen Moment zu warten – NEIN sondern darum, wie und wo man sich selbst sieht! Wenn ich privat und beruflich glücklich und erfolgreich sein möchte, muss ich den Blick auch auf mich selbst richten UND verändern!

Eine Löwin ist stark, wild und schön

Ein tolles Geschöpf der Natur deshalb gefällt mir der Vergleich auch so „tierisch“ gut. >lach< Jeder weiß auch, dass der Löwe im Tierreich der König ist. Und die Frage stellt sich nicht wer die Königin ist? Was uns aber von den Männern unterscheidet ist genau das was die Welt braucht. Unsere weibliche Stärke. Wir müssen uns nicht verstellen, wir sollen nur wir selbst sein und zu unserer Weiblichkeit zurück finden.

Ich wurde in einem Seminar zu Beginn meines „Umdenkens“ gefragt welches Tier ich in mir sehen würde. Welches Tier beschreiben würde … eine Löwin war definitiv nicht dabei. >lach< Es war eher eine Maus … etwas Kleines und Stilles. :-) Königin never! Der Glaube an mich war (noch) nicht vorhanden.

Ich muss jeder Frau raten,  je mehr man sich damit beschäftigt wie wir sein möchten, welche Resourcen in uns stecken, umso mehr wird sich unser Blick öffnen. Ein neues Bild von uns wird entstehen. Und die unscheinbare, stille Maus wird zu einer Löwin werden. Also Brust heraus, Schultern zurück und der Gang aufrecht … weg mit den Zweifeln, den Gedanken … das sich „klein machen“.

Verstecke Deine Stärken nicht!

Ich kann mich noch gut an die Momente erinnern wenn ich auf meine offensichtliche Veränderung angesprochen wurde. Es war mir unangenehm und beinahe peinlich. Ich fühlte mich wohler  alles versteckt zu halten … eine von vielen zu sein und schön brav in der Masse zu schwimmen. DAS habe ich ja schließlich fast mein bisheriges Leben so gemacht, darin war ich Profi . Ich ließ mich leiten von Entscheidungen der Anderen. Ich zog bei allem vorsichtshalber die Handbremse. Glücklich war ich dabei nie! 

Erlaube Dir stark und wild zu sein. Erweitere Deinen Blick. Sei stolz eine Frau sein zu können! Zeige Dich wie eine Königin und spiele Deine Stärken aus. Beruflich wie privat. Im Gegensatz zu früher übermannt mich heute ein warmes Gefühl bei dem Gedanken keine Maus sondern eine Löwin zu sein. Mit der neuen Einstellung zu mir selbst kam auch die Antwort auf die Frage was für mich richtig und wichtig ist im Leben. 

Ich habe einen Auftrag zu erfüllen, eine Passion. Ich möchte andere Frauen mit meinen Worten erreichen. Mut machen, die Angst nehmen, Inspirationen geben und ein „GO“ in die Menge rufen! :-) JETZT und nicht erst irgendwann. 

Manchmal braucht es für die wichtigen Entscheidungen im Leben einen Break … eine Auszeit … manchmal auch ein wenig Schmerz und Traurigkeit. Manchmal aber auch nur einen Tritt ins Hinterteil von einer anderen „Löwin“! Steh auf und geh los … das Leben braucht DICH!

Ich würde mir wirklich wünschen genau DICH erreicht zu haben, Dir einen kleinen Tritt gegeben zu haben, um Deine Zweifel abzulegen und groß und stark zu denken. :-)

Fühl Dich gedrückt, und schüttle Deine Löwenmähne …

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Die Angst vor Berührungen

Berührungen zulassen ist eines der Dinge, die bei einer Partnersuche oder in einer Beziehung, sicherlich sehr hilfreich sind. Allerdings ist eben das auch ganz offensichtlich ein Problem für viele Frauen. Letzte Woche habe ich ja über „Beziehungsangst“ berichtet, diesen Beitrag darfst Du als Fortsetzung sehen. Berührungen – Nähe – Distanz – Angst … all das kann sich in einer Beziehung wieder finden. Gerade Frauen die sich sehr schwer damit tun Nähe zu akzeptieren und anzunehmen, haben leider auch oft ein Problem, wenn es um Berührungen geht.

Eine feste Umarmung, ein aufmunterndes Klopfen auf unsere Schulter oder ein zärtliches Streichen über die Hand … wir alle mögen und brauchen diese Berührungen, auch wenn manche da ganz fest dagegen halten, ich glaube ihnen nicht. Gerade wenn wir uns längere Zeit, aus den verschiedensten Gründen, von anderen Menschen fern gehalten haben, fühlen wir uns irgendwann einsam. Wir leiden körperlich und seelisch. Berührungen und körperliche Nähe zählen von Geburt an, bis zu unserem Tod, zu den Grundbedürfnissen unseres Lebens. Zärtlichkeiten sind wie Balsam für unsere Gesundheit. Und doch lösen sie bei uns manches Unbehagen aus!

Der Wunsch nach Berührung ist da … doch die Angst davor auch

Bei manchen Menschen bezieht sich die Angst nur auf die Berührung durch das andere Geschlecht … und bei anderen auf alle Menschen. Diese Angst haben wir deshalb, weil wir meinen, der unbekannten Sache nicht gewachsen zu sein. Eine wichtige Rolle spielt auch sicher, wie wir aufgewachsen sind. Wie unsere Mutter oder Eltern, nahe Bezugspersonen, mit uns umgegangen sind.

Wurde mit uns „geknuddelt“, gestreichelt? Konnte unsere Mutter ihre Liebe durch körperliche Nähe zeigen oder war sie körperlich eher abwesend und kühl? Meine Mutter oder meine Eltern, taten sich schwer, mich zu trösten indem sie mich in den Arm nahmen oder auf den Schoß setzten. Ich denke sie hatten es beide nicht gelernt mit Gefühlen umzugehen und so wurde es auf mich weitergegeben. Als ich Erwachsen wurde hatte ich große Probleme mich zu öffnen. Mich in einer Beziehung fallen zu lassen. Ich hatte davor eine Riesenangst, als würde ich meine Seele verkaufen.

Gewalttätigkeiten oder (und) sexueller Missbrauch sind häufige und verständliche Gründe für die Berührungsangst. Jede Frau die solche Erfahrungen machen musste weiß, dass ihr Selbstwert hinüber ist. Man beginnt den eigenen Körper zu hassen, man misstraut jedem und will deshalb niemanden zu nahe an sich heranlassen. Leider muss ich paralell, unsere Eltern wieder mit ins Boot setzen. Wenn sie nämlich ständig kritisiert und getadelt haben, dann konnten wir auch nicht lernen, dass wir und damit auch unser Körper liebenswert ist! 

Ein klassischer Tatsachenbericht zeigt, dass dieses Verhalten bis ins Alter Spuren hinterlassen kann. Als Kind schon viel zu „moppelig“ von der Familie gehänselt. Das schwarze Schaf der Familie quasi. Zu unattraktiv weil zu dick … jedoch durfte der Tisch erst verlassen werden, wenn alles aufgegessen wurde. Liebe und Zuwendung wurde in gefüllte Teller serviert. So wurde gelernt den eigenen Körper abzulehnen und wenn man seinen Körper ablehnt, weil man ihn für unattraktiv hält, dann tut man sich auch schwer jegliche Art von Berührungen zuzulassen! Ein Teufelskreis in dem viele von uns schon seit Kindheit stecken.

Nun ist ja jeder Mensch für sich selbst verantwortlich

… Vielleicht geht Dir so etwas ähnliches gerade durch den Kopf. Da gebe ich Dir auch vollkommen recht! Eine nicht so tolle Kindheit, schlechte, schmerzhafte und unschöne Erfahrungen sollten keinesfalls die Richtung und das Lebensgefühl in unserem Dasein vorlegen! Trotzdem beeinträchtigen sie uns öfter als wir tatsächlich glauben. Dieses Thema war auch für mich eine riesige Hürde. Ich gab mich sehr verschlossen und kühl. Dabei war ich nur unsicher und hatte manchmal sogar panische Angst vor einer zärtlichen Umarmung. Manchmal war ich aber auch mutig … aber nur kurz, denn ich löste mich schneller als gewünscht aus den Armen eines Mannes weil ich nur Unbehagen und ein riesen Fragezeichen in mir spürte! Es war eine lange Zeit und mir völlig unmöglich Berührungen und Körperkontakt unbeschwert zu genießen.

Ist die Fähigkeit aktiven Körperkontakt zu suchen und anzunehmen eingeschränkt bzw. blockiert, geht es uns schlecht. Ein Leidensweg beginnt…

Verhaltensauffälligkeiten kommen zum Vorschein

Es ist es uns selbst gar nicht bewusst, wie wir auf den „Berührungsentzug“ reagieren. Eines meiner Verhalten war, Machtkämpfe im beruflichen Umfeld auszutragen. Ebenso war die Schwelle zur Reizbarkeit sehr niedrig. Der Entzug von Berührung, Streicheleinheiten und Umarmungen, war für alle anderen sicht- und spürbar.  Weitere Folgen können auch sein:

  • aggressives Verhalten
  • soziale Unsicherheit
  • Angst und Panikstörung
  • psychosomatische Erkrankungen

Für Frauen (Menschen) mit dieser Entwicklungsstörung ist es natürlich sehr schwer einen positiven Kontakt zu dem anderen Geschlecht aufzubauen. Das Gute aber ist, es kann geholfen werden! Es gibt Methoden um diese Körperkontaktblockaden zu lösen. Das Erlernen und  Festigen positiver Erlebnisse ist also für jeden zugänglich. Ich hatte die Möglichkeit in einem sehr langen Reha-Aufenthalt diese Lernschritte für mich zu nutzen und dementsprechend positive Körpererfahrungen zu sammeln.

Das Hauptziel war der Aufbau positiver Beziehungsfähigkeit. Emotionale und körperliche Nähe und Berührungen anzunehmen und aktiv aufzusuchen. Vertrauen aufzubauen und zu lernen, mit mir selber liebevoll umzugehen. 

Berührungen haben eine mächtige Wirkung auf uns

Angenehme Berührungen lösen nicht nur wohlige Gefühle in uns aus, sie beeinflussen auch unser Verhalten. Wer regelmäßig berührt wird, in den Arm genommen, gestreichelt oder sich in der Beziehung richtig fallen lassen kann, ist ausgeglichener, hilfsbereiter, freundlicher und riskiert auch mehr in seinem Leben! Das ist definitiv so.

Wie die Sprache gehören auch Berührungen zu unserer alltäglichen Kommunikation. Je nach dem, wie nahe wir unserem Gegenüber stehen, welche Absichten wir haben #zwinker, berühren wir den Anderen auf ganz verschiedene Art und Weise und können so auch ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Dinge damit ausdrücken. Übrigens lassen wir Frauen uns eher berühren als Männer. Wir sind es auch, die durch Körperkontakt stärker beeinflussbar sind und werden … unabhängig davon ob die berührende Person männlich oder weiblich ist. :D

Zusammengefasst: Wie also umgehen mit der Angst vor Nähe und Berührungen?

Ich habe gelernt und musste tatsächlich feststellen, dass wenn wir jemanden kennen lernen, er/sie keinesfalls sofort von uns erwartet, direkt bei der ersten Begegnung all unsere Gefühle, Wünsche, Geheimnisse, Ängste und Träume von uns zu erfahren!

Außerdem bin ich mir  sicher, dass niemand auf die Idee kommen wird, uns näher kommen zu wollen um direkt über uns zu urteilen und in unser Leben einzudringen.

Und der Satz „Nähe und Berührung zulassen müssen …“ sollte auf dürfen verändert und verankert werden! Einfach damit beginnen, sein Gegenüber zu sehen, anstatt auf unsere Ängste zu schauen und die schlimmsten Befürchtungen zu haben was denn hinter jeder Berührung stecken könnte. Ich kann Dir nämlich sagen … es wird nichts passieren.

Wenn wir uns nach Liebe und Geborgenheit und folgedessen auch nach Berührungen sehnen, wir uns zu einem Menschen hingezogen fühlen, dann ist es auch notwendig, dass man sich einander näher kommt und es auch zulässt. Angst vor Nähe und Zärtlichkeit, bedeutet auch Angst seine Bedürfnisse auszudrücken! Weil wir meinen, dass der andere die eigenen Bedürfnisse nicht erfüllen kann oder will. Doch eigentlich geht es doch beim Kennenlernen darum dass wir herausfinden können, ob beider Bedürfnisse zusammenpassen? Ob das was wir uns wünschen und was wir zu geben haben, zu dem passt, was unser Gegenüber will und ebenfalls geben möchte/kann. Um das herauszufinden wäre Nähe sehr hilfreich! :D

Und falls es nicht passt. Wir uns nach wie vor unwohl fühlen, sollten wir auf unser Gefühl hören und dankbar sein, dass es sich meldet. Dann wird es einen Grund geben … es sollte nicht sein. Es ist auch nichts Schlimmes passiert … im Gegenteil. Immerhin wissen wir dann, dass wir diese Person von unserer Liste „potentieller Partner“ streichen können!

Sicherlich gibt es viele Frauen da draußen die wie ich, ihre negativen Erlebnisse zum Thema Berührung und Nähe in neue  positive Erfahrungen verwandeln haben können. Durch Hilfe von außen, einen besonders liebevollen und geduldigen Partner oder einfach nur mit der Hilfe von Zeit. Fakt ist … alles kann heilen und wieder gut werden! <3

NÄHE BERÜHRT IN JEDER SITUATION.

Ich wünsch Dir jede Menge Unbeschwertheit mit Deinen Gefühlen … Pass auf auf Dich und bis ganz bald.

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WIR sind nicht unsere Gedanken!

Dieses mal geht es um meine Gedanken im Allgemeinen. Manchmal treiben sie mich beinahe in den Wahnsinn! Zu viel geht mir dabei durch meinen Kopf. Es passiert mir immer wieder, dass sich dumme zu nichts nutze Gedanken in meinem Kopf festfahren und mich aus dem Gleichgewicht bringen. Einfach links liegen lassen … das wär cool, würde ich es besser beherrschen. :D

Die meiste Zeit in meinem Leben verbringe ich mit Dingen die mir Spaß machen, ich bin eine positive und, ich würde auch behaupten, kreative Frau, die sich an allem erfreuen kann, Dankbarkeit verspürt und genau das auch versucht weiterzugeben! Wie gesagt … meistens. Letzte Woche allerdings hatte sich meine positive Einstellung und meine gute Laune von mir verabschiedet. Es ging um einiges das ich vorhatte zu tun. Es stand ein Online-Seminar an, die Vorbereitungen dafür mussten getroffen werden. Schließlich will man sich ja nicht blamieren! Und das war schon mein Keyword zu der Sache … blamieren! Ich habe das noch nie gemacht, ein „alter“ Frischling sozusagen. Was werden sich da die anderen denken? Was wenn in einer Fachsprache gesprochen wird die mir nichts sagt? Oder noch schlimmer – wenn ich das Tempo das vorgegeben wird nicht halten kann? Mein fester Entschluss dabei zu sein stand schon Wochen zuvor fest, bombenfest, doch plötzlich fragte ich mich ob es denn überhaupt noch Sinn machte, dabei zu sein, Neues zu lernen und meinem Ziel ein kleines Stück näher zu kommen? Die Angst und meine Unsicherheit waren festt in meinen Gedanken verankert. #scheissgefühl!

Doch das war aber noch nicht alles, auch der nächsten Sache blickte ich zunächst nicht unangenehm entgegen, im Gegenteil. Monja, unsere Hündin, steckt mitten in der Pubertät und braucht dringend ein paar Lektionen unter der Anleitung eines Fachmannes – ich würde ja sagen „Hundeflüsterer“. :D Wobei mir auch bewusst ist, dass ICH mehr lernen muss als meine Diva! Ich bin in vielen Dingen nicht konsequent genug und daraus könnten Schwierigkeiten entstehen die keiner haben will! Ein Einzeltreffen wurde ausgemacht, die Schwierigkeiten besprochen, Monja und ich wurden vorgeführt . Die Stunde bestand aus Anweisungen und Übungen, es war eine einzige Katastrophe! Es klappte nichts. ICH wurde ständig korrigiert, Jürgen war dabei und sah uns zu… und plötzlich, da waren sie wieder … meine Gedanken die in etwa so gingen: „Warum nimmt sich diese Frau keinen Schoßhund für die Handtasche? Sie kann keine Befehle geben und ihr Hund wird sie nie ernst nehmen …“ Monja machte viel nur nicht das was ich von ihr verlangte. Nun war Partnerwechsel angesagt, nun war Jürgen mit ihr an der Reihe. Monjas Aufmerksamkeit war vollstens bei Jürgen und als ich dann noch hörte „Jaaa so muss das ausschauen …“ war es vorbei bei mir. Meine Gedanken gaben mir richtig Stoff. Der Tag war gelaufen, ich kam mir so dämlich vor, dachte nur daran wie es wohl die nächsten Tage sein wird wenn wir mit anderen auf dem Trainingsplatz sind. Die halten mich sicher alle für unfähig usw…

Ja und zu guter Letzt, zweifelte ich und machte  mir Gedanken über die neu erstellte Facebook Gruppe für FrauenPunk. Bin ich zu langweilig mit meinen Themen? Mögen die Frauen mich nicht leiden? Bin ich etwa aufdringlich? Was, was, was … Grübelschleifen über Grübelschleifen.

Drei unterschiedliche Themen von denen ich meinte nicht gut genug zu sein um es auf die Reihe zu bringen! Ich schreibe über genau diese Dinge für andere da ich auch wirklich zu 90% in der Lage bin, Sachen positiv anzusteuern und jetzt? Alles vergessen, verlernt und ausradiert? Ich suchte ein Buch und aus dem Buch viel mir eine Karte entgegen auf der stand „Nimm deine Gedanken nicht so ernst“.

Ich musste schmunzeln, da es sich immer wieder bestätigt – es ergibt sich immer das Richtige im richtigen Moment. Nimm deine Gedanken nicht so ernst, du bist nicht deine Gedanken … klingt für mich immer etwas witzig, immerhin bin ICH es ja die denkt und infolge sind es auch MEINE Gedanken?!  Dabei erinnerte ich mich an diverse Gespräche, die ich in der Achtsamkeitsgruppe geführt habe. Unser Gehirn, und ich im Speziellen, versucht ständig alles zu erklären, zu verstehen und genau auf dem Grund zu gehen. Warum ist das so? Weshalb passiert dies und das? Und wie soll ich das Ganze einordnen?  Eine logische Sache finde ich. Das Problem dabei ist aber, dass wir uns von den Gedanken und all den Sätzen und den daraus resultierenden Gefühlen, oft komplett mitreißen lassen! Im Klartext heißt das: Wir halten nicht genug „Abstand“ zu unseren Gedanken.

Genau so ist es. Denn ich hatte mich auf jedes dieser Vorhaben gefreut, war davon überzeugt und ich wollte es zu 100%! Vorfreude total war in mir. Aber was geschah? Meine doofen Grübeleien versauten mir die Stimmung und holten meine Selbstzweifel wieder ans Tageslicht! Übrig geblieben ist ein Satz, nämlich – ICH schaffe nichts, was werden sich die anderen von mir denken.

Gedanken entschärfen :-)

Und plötzlich hat mir dieser Satz „Nimm deine Gedanken nicht so ernst“ wieder einiges in Erinnerung gerufen! Ich habe mich an die Zeit erinnert als ich in einer Krise steckte, in solchen Phasen können Gedanken zu einem besonderen Feind werden! Jeder wird das kennen, man geht eine bestimmte Situation immer und immer wieder im Geiste durch und versucht verzweifelt herauszufinden, was man hätte besser oder anders machen können!  Es ist ein Verhalten das alles andere als hilfreich ist. Man stürzt sich nur noch tiefer in diese belastende Situation … das Problem bleibt also.

Stattdessen sollten wir unseren Gedanken die Macht nehmen! Die ständigen Bewertungen die wir in uns tragen, denken wir in Dauerschleife, müssen weg. Hätte ich mir nach der missglückten Hundestunde gesagt: „Ja was solls, es war für uns beide etwas Neues, meine Aufregung hat sich auf Monja übertragen und es wird mit viel Übung jedes Mal ein klein wenig besser werden, deshalb sind wir hier …“! Aber nein, stattdessen begann ich gleich zu bewerten. „Ich schaff das nie, ich bin keine Rudelführerin, ich bin schwach, usw … Es sind genau diese Bewertungen, die einen ganzen Schwanz negativer Gefühle mit sich brachten und mich Zweifeln ließen. Von der Laune – spreche ich jetzt mal gar nicht! :-) Fakt ist, unsere Probleme und negativen Gefühle wachsen wenn wir uns auf sie fokussieren!

Bewertungen sind ein Muster und wir Menschen steigen viel zu schnell darin ein! Wir sollten lernen neutral zu bleiben und auch neutral zu denken. Vermeiden wir Bewertungen, verbessert sich die Grundstimmung in uns. :-) Während ich das hier tippe, und mir immer wieder meine drei „Baustellen“ dazu einfallen – Webinar, Hundeschule und meine Frauengruppe, betrachte ich es jetzt, mit einer gewissen Distanz. Es sind unnötige Sorgen und viel zu ernste Gedanken dahinter!  Dabei hilft mir immer wieder das Schreiben … Ich bin mein innerer Beobachter, der keine Bewertung abgeben soll über das was gerade passiert. Nur so gelingt es, den Mustern in meinem Kopf näher zu kommen ohne mich von meinen Gedanken vereinnahmen zu lassen!

In dem Satz „Nimm deine Gedanken nicht so ernst, DU bist nicht deine Gedanken …“ steckt eine Menge Wahrheit. Wir  brauchen nicht auf sie einzugehen, denn meistens führen sie uns sogar auf einen ganz falschen Weg und machen uns unnötig nervös! Warum ich bei manchen Dingen zweifle ist sicher menschlich. Alle anderen Gedanken zum jeweiligen Thema haben für mich heute keine Bedeutung mehr, denn sie sind reine Spekulation. Den ICH/DU bist nicht deine Gedanken und die Chefin in meinem/deinem Kopf, bin/sind immer wir … und das, finde ich ausgesprochen beruhigend! :-)

Wir sind nicht unsere Gedanken und unsere Gefühle, sondern nur der, der in uns die Veränderung beobachtet.

Danke dass DU wieder bei mir warst, in meinen heute etwas chaotischen Gedankengängen! Wir lesen uns demnächst wieder, bis bald und eine geniale Zeit für dich.

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Ich habe mich selber gefragt ob ich, würde ich diesen Titel sehen, diesen auch anklicken und den Artikel lesen würde … Ich war mir nicht ganz sicher, aber weshalb sollte man etwas „schön“ umschreiben wenn es alles andere als „schön“ ist? Das Leben ist nun mal nicht immer supertoll und grenzgenial und ich weiß es gibt viele Menschen da draußen, die dieses „schwarze Loch“ genauso gut kennen wie ich. Um auf meine selbst gestellte Frage zurückzukommen: JA ich würde den Artikel lesen …

Ein Erfahrungsbericht den ich gerne teilen möchte

Es geht mir zur Zeit wirklich sehr gut und wahrscheinlich fühle ich mich deshalb auch in der Lage darüber zu schreiben. Hätte ich zur Zeit diese innere Leere in mir, wäre es mir nicht möglich Gedanken die Sinn machen, aufzuschreiben und zu beschreiben. Eine Selbstreflexion, zu einem Zeitpunkt an dem es einem irgendwie „anders“ geht, ist etwas sehr hilfreiches, zwar nicht einfach aber lehrreich. In Zeiten in denen ich in meinem schwarzen „NICHTS“ saß, hätte ich gerne ein Gegenüber gehabt der all meine Gedanken und Gefühle verstanden hätte – ohne Bewertung! Und genau diese Erinnerung hat mich dazu bewegt, jetzt ein Gegenüber für einen Menschen zu sein … für jemanden der sich irgendwie „anders“ fühlt …

Das Gefühl

Dieses schwarze Loch oder diese Leere in der ich mich fand, ist ein Gefühl wie eine Depression. Sie fühlt sich weder warm noch kalt an. Sie breitet sich einfach aus, ohne zu fragen und ohne sich anzukündigen. Es ist plötzlich und unerwartet eine große Hoffnungslosigkeit im Anmarsch. Hinter dieser Leere verbirgt sich bei mir Angst, Schmerz und Trauer. Alle diese Gefühle lassen es nicht zu dass ich mich in der Gegenwart bewegen kann.

Trauer und Schmerz verbinde ich mit der Vergangenheit, Angst mit der Zukunft. Bin ich in dieser negativen Gedankenspirale gefangen, bin ich mit meinen Gedanken in der Vergangenheit die Schmerz und die Trauer mit sich bringt … oder ich bin Lichtjahre voraus … in der Zukunft und davor hab ich Angst. Die Zukunft macht mir Angst! Meine Fragen wiederholen sich ständig „Kann ich das schaffen? Schaffe ich es überhaupt? Bin ich stark genug? Bin ich stark genug für das was kommt?“ Meine Gedanken sind so dermaßen festgefahren, dass ich in eine innere Starre und gleichzeitige totale Überforderung kippe. :-(

Um diese Angst und den Schmerz samt Trauer zu unterdrücken, setze ich mich in das schwarze Loch. In meinem schwarzen Loch gelingt es mir meine Grundgefühle auszuschalten … alles ist schwarz und grau, verschwommen und hoffnungslos. Ein Gefühl das kaum auszuhalten ist. In schlimmen Phasen gab es für mich Strategien, die mich von mir selbst wegbrachten. Die mich unpersönlich machten und ich für niemanden mehr „greifbar“ war. Es war alles recht … Hauptsache ich mußte nichts spüren. Ich war eine Meisterin in Strategien!

In meiner Selbstreflexion viel mir auf, dass sich mein Verhalten anderen gegenüber veränderte, wenn ich mich in meinem Loch gefangen war. Ich war zynisch und auf Level zehn, wirkte arrogant, war unnahbar und ließ niemanden an mich heran. Eine „Unperson“ mit Maske auf Distanz! In meinen unerträglichen Phasen beendete ich Freundschaften und Beziehungen ohne darüber nachzudenken, ich tat es einfach.

Nach etlichen Aufenthalten in diesen schwarzen Löchern, hatte ich es irgendwann satt. Strategien einzusetzen die wieder nur Schmerz und Traurigkeit mit sich brachten. Ich schadete mir letztendlich nur selbst! Ich verabschiedete mich von meinen Masken und Strategien, ich musste lernen meine Gefühle zuzulassen und zu akzeptieren … alle, denn wenn ich diese Leere nicht mehr in mir trage, die sich wie ein Schleier über meine Grundgefühle legt und ich meine angeeigneten Strategien bewusst nicht mehr einsetze, dann bleibe nur noch ICH übrig.

Die Gegenwart bewusst wahrzunehmen ist mein Schutz vor dem schwarzen Loch, meiner inneren Leere. Wenn ich in der Gegenwart bin, bin ich bei MIR. Das hab ich gelernt …

Letztendlich bin ich trotzdem leicht verletzbar, oftmals traurig und habe Angst … doch fühle ich mich jetzt dabei anders. Ehrlicher, ohne Maske und ohne jemanden zu verletzen und anderen zu schaden. Darüber bin ich dankbar. Ohne fremde Hilfe, aber vor allem ohne meinen eigenen Willen DAS zu verändern … würde ich immer noch in diesem, meinem, „schwarzen Loch“ verweilen …

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. DU musst DEIN Ändern leben …

Und es funktioniert. Eine meiner Erfahrungen die ich sehr gerne mit DIR teilen wollte. Hab es gut und schau auf DICH …

Lesezeit: 3 Minuten

Irgendwann kommt für jeden mal der Moment wo er mit seinem Latein am Ende ist. Man kann nicht alles wissen, können oder seine Probleme alleine lösen. Es ist jedoch für viele von uns ein sehr großes Problem jemanden um Hilfe zu bitten. Diese Stimme in unseren Köpfen ist fest verankert und hält uns ab den ersten Impuls zu folgen und um Hilfe zu fragen. So kommt es, dass wir uns mit unseren Fragen und Problemen alleine herumquälen.

Der Stolz und die Erwartungen der anderen

Jahrelang steuerte ich die große Karriere an, ich arbeitete hart und machte viele Dinge zeitgleich, bis ich durch eine Krankheit und darauf folgendem Burn-Out aus der Bahn geworfen wurde. Lange habe ich versucht, alleine mit diesen Situationen zurecht zu kommen. Ich war der festen Meinung es alleine schaffen zu müssen. Schließlich gab es ja nicht nur mich auf diesen Planeten der sich in einer Lebenskrise befand, sondern noch unzählige andere und die konnten sich auch selber helfen. Ich glaubte eine starke Persönlichkeit zu sein und starke Frauen schaffen das ohne Hilfe. Ich hatte IMMER das Gefühl „schwach“ zu sein, wenn ich jemanden um Hilfe bitten musste. Um Hilfe bitten kombinierte ich sofort mit hilfsbedürftig, mein Stolz  und die Erwartungen meines Umfeldes standen mir dabei immer im Weg.

Oft hat man auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, als man jemanden um Hilfe gebeten hat. Diese Erlebnisse können sehr prägsam sein, selbst wenn man sich nicht mehr bewusst daran erinnert, dass die Bitte abgelehnt oder belächelt wurde, kann das zukünftige Verhalten dadurch beeinflusst werden. In der Jetzt-Zeit will/darf  keiner mit Fehler und Makel behaftet sein, es passt nicht in unsere Gesellschaft. Es ist eine Blöße die sich niemand geben möchte. Hinter den Fassaden sieht die Welt jedoch ganz anders aus … Meisne Gedanken waren immer die selben , die mich daran hinderten, um Hilfe zu bitten:

  • Ich hatte Angst um meinen Ruf
  • Mein Selbstwertgefühl schrumpfte
  • Angst und Schwäche
  • Ich wollte niemanden zur Last fallen
  • Und ich wollte nicht in der Schuld des anderen stehen

All diese Punkte brachten mich dazu, erst gar nicht um Hilfe zu fragen. Die Angst vor Ablehnung und einer, ich nenne es Abhängigkeit – davor hatte ich Angst…

Ein langer Lernprozess

Mir war damals noch nicht klar das Hilfsbedürftigkeit nichts schlimmes ist. Ich wusste nicht das wenn man um Hilfe bittet, sehr viel Stärke und Persönlichkeit dahinter steckt. Ich musste all das erst lernen und vor allem verstehen. Dieses Lernen ging leider mit viel unnötiger Zeitverschwendung und Energieverlust einher, bis ich mir eingestand :“ ich schaff es nicht mehr alleine …“ Es gibt da draußen Menschen die warten darauf das ich zu ihnen komme, die mir mir helfen würden meine Kräfte wieder neu zu mobilisieren, und mich aus meinem „Tief“ hochziehen um das zu finden was ich gesucht habe.

Um Hilfe bitten Menschen die stark sind

Bist du in solch einer Situation, und für viele ist es oftmals schon fünf Minuten vor zwölf … dann ist dir klar, dass du deine Probleme nicht alleine bewältigen kannst, es ist keine Schande im Gegenteil, es braucht eine Portion Mut dazu sich an jemanden zu wenden der dir hilft, den nächsten Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Ich konnte nie wirklich verstehen weshalb ich für meine „Hilfesuche“ so überschwänglich gelobt wurde … ich sollte stolz sein … wurde mir gesagt, das ich diesen Schritt gesetzt hatte.

Vertrauen spielt dabei ebenso eine grosse Rolle. Wer vertraut seine Ängste und Probleme schon fremden oder auch gut bekannten Menschen an? Mir machte das grosse Schwierigkeiten. Im Normalfall aber kannst du viele Menschen um Hilfe bitten. Es fängt zu Hause bei der Familie an, Lebenspartner und sogar deine Kinder können dir in vielen Bereichen weiterhelfen. Jeder der um Hilfe gebeten wird, fühlt sich zudem auf einer gewissen Art geehrt. Dadurch das sich eine Person mit deinem Thema auseinandersetzt, entwickelt sich diese Person ebenfalls weiter. Eine „Win-Win-Situation könnte man sagen :-), weil beide Seiten davon profitieren. Ob nun professionelle Hilfe oder Hilfe von Freunden – es ist schön Hilfe zu bekommen von wo auch immer, es annehmen, und den nächsten Schritt tun zu können – im Nachhinein ein gutes wunderbares Gefühl.

Nachsatz

Sind wir soweit Hilfe anzunehmen, sollten wir nicht vergessen das die Hilfe der anderen uns unterstützend bei Seite steht – an uns arbeiten müssen wir selbst! Alles andere wäre zu einfach. Ein Zitat das ich immer in meiner Tasche hatte zu meiner „Hilfe suchenden“ Zeit, lautete :

Sei stark genug, um unabhängig zu bleiben, sei klug genug, um zu erkennen wenn du Hilfe brauchst. Sei weise genug, um darum zu bitten. 

Es dauerte eine Weile, die Zeilen kaum noch leserlich … bis ich es schaffte und um Hilfe bitten konnte :D. Ich weiß das es viele Menschen, besonders Frauen gibt, die damit so ihr Problem haben um Hilfe zu bitten … für euch ist dieser Beitrag, weil ich eine von euch bin! Auf DEINE Meinung, Anregung freue ich mich wie immer, und falls DU Fragen hast – keine Scheu! :-)

Lesezeit: 4 Minuten

Vor einer Woche habe ich ein besonderes Päckchen erhalten. Ich mag  ja jegliche Art von Sendung, die an mich adressiert sind, doch ganz besonders habe ich mich aber auf dieses gefreut! Nicht nur weil ich sehr gespannt darauf war, wie es ist einen Bericht von sich selbst darin zu finden und zu lesen – worüber ich mich auch richtig freue #breitgrins …, sondern weil der Titel und die  Beschreibung dieses Buches für mich sehr vielversprechend klang!

Verstecken gilt nicht!

Das neue Buch „Verstecken gilt nicht!“ (Link zum Buch auf Amazon) von der sehr sympathischen und vor allem authentischen Melina Royer, besser bekannt durch den Blog Vanilla Mind. Über ihren Blog haben wir uns auch kennen gelernt. Wenn ich mich recht erinnere, ebenfalls zu einem Artikel wo es über Schüchternheit ging … :-)

Wer ist nun Melina Royer?

Melina Royer betreibt mit ihrem Mann gemeinsam ein erfolgreiches Business,  dabei geht es um strategisches Marketing und visuelle Kommunikation. 2014 kam dann ihr Blog Vanilla Mind zur Welt, ein Blog bei dem es um Persönlichkeitsentwicklung für Schüchterne geht.

Sie selber beschreibt sich als „Angsthase“, Kopfmensch und Dauergrüblerin. Sie nennt sich „Was wäre wenn“ Spezialistin. Doch vor allem ist sie eine Frau die anderen Menschen Hoffnung gibt, und ihnen Mut macht, weiter zu kämpfen und nicht dem Rückzug zu verfallen. Als selbst Betroffene hat sie viele Hürden gemeistert, nicht aufgegeben und schon gar nicht den Kopf in den Sand gesteckt! Sie hat sich eine Menge Strategien zurecht gelegt um da zu sein wo sie heute ist. Eine erfolgreiche junge Frau die trotz ihrer Schüchternheit ihr Umfeld begeistert und die Welt erobert. Sehr offen und kurzweilig erzählt sie von ihrem Weg vom unsicheren Mädchen zur selbstbestimmten Unternehmerin.

Das Buch hier auf meinem Blog vorzustellen macht mir wirklich Spaß!

Ich schreibe ja nicht zum ersten Mal über Gelesenes, doch gibt es dieses mal einen kleinen Unterschied.

Ich glaube ich wurde gestalkt, über viele Jahre hindurch! 

Schon beim Lesen der ersten Seite von Verstecken gilt nicht! dachte ich: „Hey Melina schreibt über mich!“. Ich weiß ja nicht wie es dir geht wenn du Sachen liest die nur du selbst wissen kannst, weil DU so tickst, so fühlst und dich in vielen Situationen genauso verhältst wie es in einem Text angeführt ist! MIR war das beinahe etwas unangenehm und versetzte mich sofort in Situationen die zwar schon eine Weile her sind, aber immer wieder aktuell werden sobald ich damit in Berührung komme.

Melina stellt gleich zu Anfang ihres Buches die Fragen:

  • Was denken die Leute über mich?
  • Wie sehe ich gerade aus?
  • Mache ich mich lächerlich?
  • Was, wenn ich etwas falsches sage?

Diese Fragen gehören, obwohl eine davon keine zu grosse Rolle mehr spielt, fest zu meinem Leben und sind wie in Stein gemeißelt. Menschen die mich jetzt nicht so gut kennen, bezeichnen mich als selbstbewusst, sehr oft auch als arrogant, was aber nur auf meine Unsicherheit zurückzuführen ist … und als ein Mensch der vor nichts und niemand zurückschreckt. Es heißt sogar ich bin unsensibel und egoistisch. PUNKT.

Menschen die mich gut kennen, wissen vom Gegenteil zu berichten. In der Schule wurde ich gehänselt, meinen Eltern entsprach ich ebenfalls nicht und Freunde hatte ich wenige … wie auch wenn ich niemanden ansprach. Im Laufe meines Lebens änderte sich manches, ich hatte meine eigene Taktik integriert zu werden. Melina beschreibt ihre eigene Geschichte sehr lebhaft, so glaubt man mitten drin zu stehen, zumindest wenn man zu der Spezies „Schüchtern und Unsicher“ gehört.

Mit vielen auch wirklich witzigen Erlebnissen schildert sie ihre eigenen Erlebnisse und nimmt den Leser auf jeder weiteren Seite an der Hand um weiter zu gehen. Strategie und Motivation nenne ich das jetzt mal, was ihr richtig gut gelungen ist! Besonders schmunzeln musste ich bei den Satz: „… ich dachte ich stehe in einem Raum voller hungriger Pitbulls, die nur auf einen Fehler von mir warteten …“ da ich ja selber einen Pitbull habe, kann ich dir liebe Melina nur sagen … dieser Pitbull würde dich für jeden Fehler extra lieben :-), das ist anders als bei uns Menschen. Ich weiß natürlich wie es gemeint war …

Sehr gut gefallen hat mir

Ich lese sehr gerne und sehr viel. Und wenn ein guter Innhalt auch eine optisch schöne Verpackung mitbringt, so gedruckt ist, dass ich nicht zwei Brillen übereinander tragen muss um es entziffern zu können und der „Griff“ ein Wohlgefühl auslöst … dann ist alles schon mehr als gut! Ja es tut mir leid, ich gehöre zusätzlich auch noch zu den Menschen die überdurchschnittliches Feingefühl besitzen und solchen Reizen wirklich verfallen sind! :-)

In Melina`s Buch ist von Anfang bis zum Ende nichts Negatives über Schüchternheit zu finden! Im Gegenteil, ein wenig Schüchternheit kann wie ein besonderes Schmuckstück getragen werden, vorausgesetzt man ist bereit an sich zu arbeiten. Das Alte sein zu lassen und die Energie in Neues zu stecken!  

Es ist kein therapeutischer „Ratgeber“, sondern ein Buch voller Strategien, mit vielen Ritualen und Affirmationen, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Auf so etwas reagiere ich nämlich allergisch #lach! Ein Buch darf auf mich keinen Druck ausüben und schon gar kein schlechtes Gewissen hervorrufen und DAS hat es auf keinen Fall – wie hätte ich es sonst an einem Tag gelesen?

Wichtig ist mir noch zu erwähnen, Melina Royer ist eine dreißig jährige Frau, die darüber schreibt wie es ist, unsicher, ängstlich, perfektionistisch veranlagt und gleichzeitig hochsensibel zu sein. Es ist keine Frage des Alters, diese Eigenschaften in sich zu tragen! Ich bin eine Frau mit gut fünfzig Jahren und habe immer noch mit manchen dieser Probleme zu kämpfen.

Dieses Buch motiviert und schenkt die Hoffnung, daß es NIE zu spät ist neuen Mut zu finden und eigene Chancen zu ergreifen.

 > Ich kann versagen akzeptieren, keiner ist perfekt. Aber was ich nicht akzeptieren kann, ist, es nicht zu versuchen.<  Zitat aus ihrem Buch. Und dem kann ich mich nur anschließen.

Fazit:

Für schüchterne oder solche die es noch nicht genau wissen es zu sein – kaufen – lesen – davon profitieren! :-) Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

In diesem Sinne – Verstecken gilt nicht, selbstbewusst statt unsichtbar …

PS: Und wenn du das Buch liest findest du auf Seite 130 ein paar Worte von mir! ;)

Lesezeit: 3 Minuten

Wir alle haben Bereiche in unserem Leben vor denen wir Angst haben. Oft wissen wir einfach nicht wie und was wir tun sollen um die Dinge zu ändern die uns beängstigen. Was passiert? Wir stecken fest, nichts geht mehr!  Für einige von uns geht es dabei um den Bereich Gesundheit, was wahrscheinlich sehr häufig zutrifft, für andere wiederum geht es um Existenz … das liebe Geld und manche denken dabei an Familie, Partnerschaften oder Beziehungen im allgemeinen.

DIE ANGST

Ich kenne Menschen, die von ihren Ängsten zerfressen werden, ist es doch sehr schwer mit etwas fertig zu werden das keine Substanz hat! Ich bin selber eine Person die immer wieder mit Ängsten zu kämpfen hat. Dabei handelt es sich bei mir meist um Angst rund um die Gesundheit. Die Frage „Was wenn ich nicht mehr aufwache? Nicht mehr gehen oder einfach kein normales Leben führen kann?“ Fragen die immer wieder auftauchen und mich kurzfristig beängstigen. Ängste blockieren uns, unsere Gefühle und unsere Gedanken! Es kann durchaus soweit kommen, dass sie unseren Alltag fest im Griff haben.

Angststörungen zu bewältigen ist nicht einfach

Menschen die unter Angstzuständen leiden, werden sicher versuchen, und das mit allen Mitteln, diese zu bewältigen, die Angst gut in den Griff zu bekommen. Der grösste Wunsch ist endlich wieder Ruhe ins Leben zu bekommen! Ich kann ein Lied davon trillern und bin diesen schweren Weg auch schon gegangen.

Diese Ängste kamen plötzlich … in einer Zeit in der es eigentlich wunderbar lief. Alles entwickelte sich so wie ich es mir vorstellte. Doch dann „verrutschte“ ein kleiner Baustein meines Lebens, und auf einmal begann alles zu wackeln. Eine Kettenreaktion folgte. Alles stürzte plötzlich auf mich ein! Ein Rückschlag folgte dem Nächsten … Geschäftlich – gesundheitlich – privat. Ich hatte keinen Einfluss mehr auf die Ergebnisse. Je mehr ich versuchte etwas zu ändern, umso mehr warf es mich zurück.

UND DANN WAR SIE DA … DIE ANGST.

Angst ist brutal!

Diese Angst beherrschte mein Leben! Brutal und gnadenlos. Ich verlor die Kontrolle über mein „SEIN“, verlor die Orientierung in meinem Leben. Ich war nicht mehr ich selbst. Sehr gut erinnern, und auch heute bin ich noch sehr stolz auf diesen Schritt, kann ich mich an die Auffangstelle im Krankenhaus. Ein Wirrwarr – Gespräch mit einer Ärztin das gefüllt war mit Weinkrämpfen, Schmerzen und totaler Hilflosigkeit! ICH blieb. Lange. „Wenn ein toll gebautes Kartenhaus plötzlich einstürzt, kann man es NICHT über Nacht wieder aufbauen …“ sagte sie. Ich stimmte zu und lernte meinen neuen Begleiter – die ANGST besser kennenzulernen. Und ich kann dir sagen … meiner Angst gefiel es sehr gut bei mir … ICH fand sie einfach nur widerlich!

Einige Monate hatte ich extrem damit zu kämpfen. Ich setzte mich intensivst mit den Fragen

  • Woher kommt meine Angst?
  • Wann kommt diese Angst?
  • Warum wird sie nicht weniger?
  • Wird dieses Gefühl jemals wieder weggehen?

auseinander. Diese und einige Fragen mehr beschäftigten mich Tag und Nacht. Irgendwann kam ich zu meinen Antworten. Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftigte, es noch mehr intensivierte, um so weiter entfernten sich die Ängste von mir. Ich stellte mich der Angst. Mein grosses Interesse meine Ängste kennenzulernen machten sie kleiner und sie verschwanden dann irgendwann. Ich war uninteressant für sie geworden. :-)

Was geblieben ist sind Panikattacken mit denen ich gelernt habe ganz gut umzugehen. Einen kleinen Einblick dazu findest du in meinem Artikel „Panikattacken, die Angst vor der Angst, in dem ich genauer darauf eingehe.

Ich möchte DIR eine kurze Geschichte nicht vorenthalten, die ich selbst sehr oft gelesen habe und die DIR vielleicht auch behilflich sein kann!? :-)

DIE MAUS

Es kam ein Patient zum Arzt und klagte „ANGST beherrscht mein Leben. Sie hat mir jegliche Freude genommen.“ Der Arzt erzählte dem Patienten darauf eine kleine Geschichte. „Hier in meiner Praxis lebt eine Maus, die an meinen Büchern knabbert. Mache ich zu viel des Aufhebens von der Maus, wird sie sich vor mir verstecken und ich werde nichts anderes mehr tun, als sie zu jagen. Stattdessen habe ich meine wertvollsten Bücher an einen sicheren Platz gestellt und erlaube ihr, an den anderen zu knabbern. Auf diese Weise bleibt sie eine ganz einfache kleine Maus und wird nicht zu einem Monster. Mein Rat lautet also: Richte deine Angst auf einige wenige Dinge, dann bleibt dir Mut für das, was wichtig ist.“ 

Es ist „NUR“ eine kleine Geschichte, aber mit einer Menge Ausdruck dahinter, der dir helfen kann, deine Angst mit anderen Augen zu sehen! Was ich ebenfalls nur empfehlen kann, warte nicht so lange bis du dein Leben beinahe nicht mehr unter Kontrolle hast – such dir Hilfe, nimm sie an und profitiere, das Leben ist so viel schöner ohne diese besitzergreifende Angst!

Ich wünsche DIR wie immer eine gute Zeit … ohne Angst *zwinker*

Lesezeit: 4 Minuten

Angst ist normal und dient dem Menschen als Schutzmechanismus und als lebensnotwendiges Gefühl. Sie hilft dir Gefahren zu erkennen und richtig zu handeln … allerdings rede ich hier von der  „normalen „Angst. Wenn jedoch dein Herz hämmert, dir der kalte Schweiss am Körper entlang läuft und du meinst keine Luft mehr zu bekommen, hat DAS mit normaler Angst nichts mehr zu tun. Panikattacken können ein /dein Leben bestimmen! Die Angst vor dieser Angst beginnt.

Meine erste Begegnung damit liegt 7 Jahre zurück

Eine Zeit voller Stress und ein einschneidendes Erlebnis stellte mein Leben auf den Kopf. Wieder einmal habe ich Sonderdienst geschoben, es waren bereits jetzt schon mehrere Wochen, die ich so arbeitete. Ich flüchtete in die Ablenkung, wollte zwar gern mal wieder ausspannen aber ich hielt es in der grossen Wohnung ganz alleine einfach nicht aus.

Ich kam nach Hause und freute mich nach Essen und Duschen einfach nur auf mein Bett! Schlafen … lange schlafen… sehr lange … Es dauerte nicht sehr lange und ich kippte in einen tiefen Schlaf. Den Moment als und wodurch ich wach wurde werde ich nie vergessen. Ich riss meine Augen auf und merkte das ich nass geschwitzt war, mein Herz pochte so stark das ich meinte es platzt! Ich bekam fasst keine Luft und der Druck und das ziehende Stechen in meiner Brust machten mich total panisch. Ich riss die Schlafzimmertüre auf und schnappte nach Luft. Mein ganzer Körper zitterte und ich wusste nicht was los war. Gedanken wie Herzinfarkt und ich müsste jetzt  sterben überkamen mich.

Nach ungefähr 30 Minuten war dieses Spektakel vorbei. Nass geschwitzt und vollkommen erledigt als wär ich einen Marathon gelaufen, saß ich bei 0 Grad halb nackig auf der Terrasse. Ich traute mich trotz enormer Müdigkeit nicht mehr meine Augen zu schliessen, die Angst das so etwas nochmal passieren könnte war einfach zu gross!

Ich war noch nie so glücklich darüber Menschen zu hören und zu begegnen, als ich am Weg zum Arzt war! Ich sagte mir auch ständig, wenn etwas ist, die können mir wenigstens sofort helfen. Im Wartezimmer dachte ich über die letzte Nacht und die Tage zuvor nach. Was ist los mit mir? Wie kann es sein, dass mich so ein Extremzustand mitten in der Nacht so plötzlich aus dem Schlaf holt? Hab ich schlecht geträumt? Oder bin ich krank …

Alleine diese Gedankengänge und das langsame Füllen des Wartebereiches versetzten mich allerdings schon wieder in eine Art Vakuum – Gefühl! So als würde ich gleich ohnmächtig werden. Die Stimmen klangen wie ein Echo und ich begann schon wieder zu zittern, Hände und Füsse wurden taub. DAS war mir in der Nacht nicht aufgefallen …

Mir kann nichts passieren, hier sehen es alle wenn ich plötzlich weg drifte, das dachte ich mir und irgendwie dauerte dieser Zustand nur kurz. Aber er war ein weiteres Mal da. Innerhalb von 5 Stunden!

Panikattacken – sie können dein Leben bestimmen

Körperlich und organisch in Ordnung – es sind Panikattacken, die ohne sich vorher anzukündigen, plötzlich da sind. So ist es jedenfalls bei mir. Aus dem Nichts! Ganz plötzlich! Und von einem Tag auf den anderen … Viel Stress und Erlebnisse, die einem tief im Nacken sitzen, können ausreichen um den psychischen Stress in eine Angstreaktion umzuwandeln. Wurde mir erklärt. Der Körper mobilisiert in solchen Phasen alle Kräfte die er hat. Der Puls schnellt in die Höhe, das Herz rast, die Panik ist da. Und DAS kann aus heiterem Himmel kommen.

Mein Grübeln über die Nacht zuvor war der Auslöser einer weiteren Attacke, sagte mir mein Arzt. Sobald man das Erlebte hinterfragt und nach Ursachen sucht, beginnt eigentlich der Teufelskreis. Es verstärkt die Furcht das irgendetwas nicht in Ordnung sei, es ist die Angst vor der Angst, die dich aus dem Alltag reisst!

Nicht darüber nachdenken funktioniert anfangs überhaupt nicht!

Gut und schön. Ich wurde, mit der Diagnose (auch vom Facharzt bestätigt) unter Panikattacken zu leiden, entlassen. Das wusste ich jetzt. Es half mir aber nix! Sie waren da, jeden Tag, oft 2-3 mal am Tag. Die Dauer war immer unterschiedlich, von 10 min bis zu beinahe einer Stunde beherrschte mich dieses Gefühl! Jedesmal war für mich der Tot so nahe … und da sollte ich nichts hinterfragen? Nicht darüber nachdenken? Es „einfach“ so hinnehmen und akzeptieren? DAS sollte mir mal jemand zeigen wie das gehen soll.

Bei mir wurde es so schlimm, dass Bus oder Bahn fahren, sowie viele Menschen die an einem Ort versammelt waren oder an den Kassen im Einkaufsmarkt anstanden, zu einer richtigen Bedrohung wurden! Ich traute mich nirgends mehr hin. Meine Einkäufe machte ich kurz vor Geschäftsschluss. Meine sozialen Kontakte cancelte ich bis auf 2 oder 3. Immer war die Angst dabei. Was ist wenn ich unterwegs bin und ich bekomme eine Panikattacke? Ich kann nicht weg usw! Um Plätze, die ich früher gerne besuchte, machte ich jetzt einen grossen Bogen!

Ich folgte dem Rat meiner Ärztin

Es dauerte einige Zeit bis ich mich dazu überwinden konnte mir „Hilfe“ zu holen. Da ich es alleine wirklich nicht schaffte und es immer schlimmer wurde suchte ich mir einen Psychologen, ich lies mich auf Medikamente ein und erlernte bestimmte Strategien, um den Alltag leichter zu meistern. Ich begann eine kognitive Verhaltenstherapie – typisch bei Panikstörungen.

Dabei ging es darum sich seiner Angst zu stellen. Also sich genau den Situationen stellen, wovor du am meisten Angst hast! Eine Panikattacke bewusst zu durchleben, um zu erfahren das dir nichts passieren kann … Ich machte diese Behandlung im Zuge einer anderen Behandlung stationär. Viele brachen die Therapie ab, weil sie es nicht aushalten konnten. ICH hielt durch, ich wollte das es mir wieder besser ging und ich wollte wieder ein „normales“ Leben führen! Auch wenn ich wusste das meine Angstzustände nicht verschwinden würden, sondern das ich es lernen würde damit richtig umzugehen. Eine sehr schwere und kräfteraubende Zeit die intensiv in der Klinik durchlebt wurde. Zu Hause aber klarerweise weiter geübt werden musste.

Diese Therapie half mir in mein Leben zurückzufinden

Heute sehe ich eine kommende Panikattacke als Zeichen, dass etwas gerade nicht stimmt. Und noch etwas, was möglicherweise für dich etwas krass klingen wird, aber die Auseinandersetzung mit dem Tod, haben mir dabei geholfen mein Leben etwas mehr zu schätzen! Die Therapie hat mir geholfen mit meiner Angst, die immer wieder mal „hallo“ sagt, richtig umzugehen. Ich reagiere richtig und weiß wie ich mich verhalten muss. Ich komm mir nicht mehr blöd vor, einfach aufzustehen und die Gesellschaft zu verlassen um mich zurück zu ziehen wenn es mir zu viel wird. Es gehört eben zu mir so wie für andere ein Muttermal mehr auf der Haut. So sehe ich das heute. Arbeiten muss ich dennoch immer noch daran, nur hab ich es akzeptiert und dadurch fällt es wesentlich leichter! :-)

„Wer leise Angst hat, sollte sich laut davon befreien, in dem er unüberhörbar schweigt!“

Kennst du das Gefühl ebenso? Wie gehst du damit um? Was hat DIR geholfen oder woran arbeitest du im Moment damit es dir besser geht? Wovor hast DU Angst? Endlose viele Fragen, deren Antwort mich aber alle sehr interessieren!

Lesezeit: 3 Minuten

An Tagen wie diesen … so könnten viele schöne Geschichten beginnen … nur hab ich keine auf Abruf, tut mir leid. Möglicherweise sind dir solche Tage auch bekannt?! Wenn ja – weisst du ja Bescheid. Wenn du nach dem weiterlesen sagen kannst „Nö – gibts bei mir nicht“, tu mir einen Gefallen und sei sehr dankbar!

Von 0 auf 100

Am Morgen aufgestanden, gut gelaunt mit einigen „das möcht ich heute unbedingt machen“ Gedanken im Kopf. Mann & Hund geherzt und anschliessend Kaffee geschlürft, mit Vorfreude aufs Wochenende. Also alles gut! Meinte ich jedenfalls. Aber da war es wieder mal … dieses schleichende, ekelhafte und krampfende Gefühl das mich fast erdrückte.

„Nicht daran denken sondern ablenken, es vergeht sicher rasch wieder“, so in etwa hören sich dann meine Selbstgespräche an. „DU bist ja Profi, nimm deinen Zaubertrank und hey – entspann dich, ok?“ Klappt meistens ganz gut, ich weiß ja jetzt das ich nicht daran sterben werde … Wieder. „Alles gut, nix passiert“ sag ich mir wieder.

Mein Herz rast, meine Hände und Beine möchten schlafen, der Rest funktioniert, also rein ins Auto den Einkauf erledigen. Es nervt, es nervt gerade alles! Rote Ampeln. Der Stau. Haben die Leute alle den selben Gedanken wie ich gehabt? Die gelben und grünen Autos, wie kann sich jemand ein grünes Auto kaufen! Ja und natürlich einen Parkplatz am Arsch der Welt. Ich merke soeben, die die es wirklich gut gelernt hat beinahe tiefenentspannt zu sein, zuckt beinahe aus. Weil es jetzt auch noch zu regnen begonnen hat und vor mir maschiert eine Flodder Familie, die trotz dicker Jacken so extrem nach Schweiss riechen, das mir das Atmen noch schwerer fällt. Das bedeutet für mich so viel wie von 0 auf 100…

Grünes AutoWas ist los?

Hey altes Mädchen, was ist los? So kenn ich dich doch schon ewig nicht mehr! Es ist ein ganz normaler Freitag, da sind nun mal mehr Menschen unterwegs als sonst, welche Farbe jemand für sein Auto wählt kann dir doch egal sein – solange du selbst kein grünes fährst? Außerdem hast du heute eine ganz extra feine Nase … kann das sein? Und bitte stell dich nicht so an wegen ein paar Regentropfen – DU hast ne Mütze auf, schon vergessen? Und überhaupt – weshalb bitte diese Unzufriedenheit und Gereiztheit?

Dir geht es doch wirklich gut! Es läuft alles so fein bei dir, erinnere dich, all das was vor ein paar Wochen noch unklar war, ist so gelaufen wie du es dir erhofft hast, deine Arbeit entwickelt sich gut, nicht zu vergessen dein Mann der dich und deine „Macken“ liebt … und dein Mädchen auf 4 Pfoten – alle sind für dich da! Und was machst du? Du bist genervt weil dich ein grünes Auto überholt hat und 3 Regentropfen auf deine Mütze gefallen sind oder wie?!“ (Fragen an mich selbst)

In der letzten Ecke

Es waren weniger Menschen da hinten – Zeit um zu zählen, zu atmen und sich zu sammeln. Alles ist gut. NEIN eigentlich nicht. Weshalb, aus welchem Grund bitte hab ich so eine grässliche Panik/Angst Attacke? Mein schlechtes Gewissen machte sich breit. ICH die so viel von dankbar sein schreibt, denkt und redet … ist alles andere als dankbar! Ich will nach Hause, schnell, schnell raus und weg hier!

Mein Körper schmerzt und nichts  ist wirklich besser geworden. Schlafen, nicht viel reden, mein Plan. Unsere Hunderunde wurde übernommen, Jürgen kennt mich eben und das ohne viele Erklärungen. I love him. Augen am nächsten Morgen auf und das Gefühl ist noch immer da. Nur ich habe keine Zeit zum Grübeln, ich darf mit Monja wieder auf den Hundeplatz. Welpenstunde. Hausaufgabe vorführen, lernen und spielen. Das Ganze bei Sturm und Schnee sowie gefühlten minus 15°. Monja ist ein Traum von Hund, wirklich, alles ist gut gelaufen bis auf das dass ICH dieses Mal versagt habe. Mir war kalt, ich war nicht richtig bei der Sache und überhaupt … Wieder Zuhause angekommen war mein  Herzrasen weniger geworden aber ich spürte nicht sehr viel an mir. Game over.

Zwei Tage sind genug und kommen ins Archiv!

Du fühlst dich wie nach einer OP. Schwach, der Kopf leer und ein wenig sediert. Meine zwei Lieblinge haben mich wieder. Es wird nichts zerlegt und hinterfragt. Es ist wie es war – wichtig ist es ist wieder weg. Das Ganze kommt so schnell wie es auch wieder verschwindet, darüber nachzudenken macht keinen Sinn. Mich gibts eben nur mit diesem Chaos :-) !

Ich habe es getan, einen Einblick zu geben in „2 Tage Scheissgefühl!“ Nicht ausführlich, aber ein wenig. 2 Tage, die mich blockiert haben in meinem Handeln und Denken so wie ich es eigentlich wollte. Du bist machtlos aber du hast alles in deiner Hand um aus dieser Situation zu kommen. Heute muss ich lachen wenn ich ein grünes Auto sehe :-) ! Solche Tage gehören eben auch dazu, sie sind zwar zu nichts nutze aber scheinbar sollen oder wollen sie auf etwas aufmerksam machen?!

Es ist sicher ok wenn ich dem Ganzen keinen Rahmen gebe?! Ich kann dem nichts mehr hinzufügen, außer „Hab es gut, geniesse den Regen ohne Mütze, freu dich über den „bunten“ Verkehr und stell dich in die Menschenmenge …