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Reichtum, Besitz … Für viele Menschen unserer Zeit scheint der Glaubenssatz „Geld und Besitz ist wichtig um sich reich zu fühlen“ noch immer von großer Bedeutung zu sein. Viel Geld ist für sie notwendig um sich gut zu fühlen. Mir ist klar auf diese Frage passen viele Antworten, da jeder Mensch andere Prioritäten hat. Ich erzähle dir meine … 

Geld ist nur bedrucktes Papier

Auch wenn ich nicht unbedingt ein „geselliges“ Mädchen bin unterhalte ich mich gerne mit Menschen, die mich auf eine gewisse Weise beeindrucken, die ich bewundere für das was sie tun und wie sie es tun! Ein Freiberufler, ein Künstler und auch in der Zwischenzeit viele Jugendliche, beantworten die Frage: „Was bedeutet reich sein für dich“  anders als früher. Sie sagen dass sie sich dann reich und auch glücklich fühlen, wenn sie das tun wofür sie brennen, wenn sie sich an einem Tag so entfalten können wie sie es gerne tun würden, dann fühlen sie sich reich. Ein ganz lieber Mensch den ich kennenlernen durfte sagte mal zu mir: „Geld ist nur bedrucktes Papier“  du kannst dir darum viel kaufen, sehr viele Wünsche erfüllen, aber die Dinge die uns Menschen richtig glücklich machen würden, eben nicht und deshalb halte ich nicht sehr viel davon …“ Dem ist nichts hinzuzufügen oder?

Wenn das Leben dir ein Schnippchen schlägt

Dann gibt es Menschen die ohne ihre Arbeit nicht existieren könnten. Sie arbeiten und geben alles, für Anerkennung, Geld und den richtigen Stellenwert in der Gesellschaft. Karriere steht ganz groß in ihren Augen zu lesen. Das geht oftmals ganz lange gut bis sie in ihrer zweiten Lebenshälfte angekommen sind. Krankheiten, Burnout und Schicksalsschläge die der zwingenden Karriere zugeschoben werden können, schaffen plötzlich neue Erkenntnisse. Diese Menschen wurden vom Leben enttäuscht und sind nun auf der Suche sich neu zu „erfinden“. Eine Täuschung des Lebens und die Einsicht das Geld, Karriere und Prominenz sag ich mal ganz frech, nicht glücklich machen und auch nicht sonderlich beruhigen! Sie machen sich auf die Suche den Sinn des Lebens zu finden. 🙂

Vom Leben enttäuscht

Ich bin ganz ehrlich … ich war auch so ein Mensch. Ich war zwar nicht prominent, aber mir war sehr wichtig in der Gesellschaft gut integriert zu sein. Karriere war mir ebenso wichtig, weil ich darin meine Anerkennung suchte die mir woanders fehlte. Ich brauchte Erfolgserlebnisse … immer. Geld zu bekommen und dann auszugeben machte ich automatisch, es erfüllte mich nicht, es war eben so. Bis mein Kartenhaus zusammenbrach. Ich fühlte mich vom Leben betrogen. Ich war den Weissagungen unserer Gesellschaft gefolgt, die lautete, dass nichts befriedigender sein kann als Erfolg! Erfolgreiche Menschen machen Karrieresprünge, verdienen gutes Geld, lassen andere für sich arbeiten und genießen ihr Leben . Sie können sich alles leisten, sind unabhängig, man fühlt sich wichtig und gehört überall dazu … ja sicher und dann wachst du auf. Du erkennst das alles ein leidiges Spiel mit Maske war. Unehrlich zu dir selber und zu anderen. Ein Spiel mit Fassaden und optischen Täuschungen. Innerlich fehlt jedoch die Erfüllung, das Glück, das Feuer. Bei mir war nur Leere vorhanden, ich war  ein zusammengeschnürtes Häufchen das sich nach Liebe sehnte…

Arbeit ist wichtig, keine Frage!

Bitte versteh mich nicht falsch, es soll kein Plädoyer gegen das „Geld verdienen“ sein, ich will auch niemanden raten einfach nur mehr alles „laufen“ zu lassen, weil Geld ist ja nur bedrucktes Papier das krank macht … NEIN ganz im Gegenteil. Ich möchte nur damit sagen, dass es nicht zwingend notwendig ist, viel Geld zu brauchen und sein Leben auf Karriere und Geldverdienen auszurichten! Ich gehe noch einen Schritt weiter zum Verständnis. 😀

Ich zieh mich nun ein wenig aus vor dir

Ich war immer schon ein eigensinniges Kind gewesen, behaupten zumindestens meinen Eltern. Und ich denke in diesem Punkt hatten sie auch recht. Ich war unbändig vor Neugier, ich wollte viel und vor allem alles erleben. Ich steckte meine Nase in viele Kreise und Szenen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten, um zu erfahren wie das denn so sei. Ich wollte es spüren, sehen und erleben. Vieles erschreckte mich, einiges erstaunte mich, weil ich mir anderes erhofft hatte, mir anders vorgestellt hatte. Zum Beispiel wie Menschen, die ein Jahreseinkommen in sechsstelliger Höhe hatten, wenn sie redeten, was sie fühlten, welche Ängste sie hatten und was sie bewegte … all das überraschte mich sehr! Ich stellte fest, dass sie nichts zu geben hatten an Gefühlen. Sie waren innerlich ausgeblutet. Leer. Ich kostete diese Zeit in vollen Zügen aus, ich naschte mit aber es war kein befriedigendes Gefühl. Ich war auf der einen Seite enttäuscht dass Menschen, die scheinbar alles hatten, so eine Kälte ausstrahlen konnten. Auf der anderen Seite war ich froh diese scheinbare Last, nicht tragen zu müssen! Es war sehr erdrückend für mich das zu erleben, auch wenn es nur aus der Ferne war!

Weniger ist mehr

Also nach dieser Gesellschaftsschicht begab ich mich in andere Kreise. Kreative Leute, ohne feste Anstellung. Künstler und Selbstversorger. Es war eine Zeit in der meine Eltern manchmal nicht mehr weiter wussten mit mir. Szene-Leute hatten selten einen guten Ruf! 🙂 Diese Menschen hatten oft relativ wenig an Hab und Gut zur Verfügung. Und dennoch waren sie immer bereit alles zu teilen. Es war nie ein Misstrauen da, keine Manipulation im Gange und es gab kein Versteckspiel. Wer gemocht wurde, wurde wegen seiner selbst gemocht und nicht wegen seines Geldes!

Mir wurde damals eines klar: Ich wollte ein gutes Leben führen, aber dabei kein Arschloch sein. Ja das war nach diesen Erfahrungen, bis ich dann auch Menschen kennenlernte, die einfach von Geburt an reich sind … also reich an Geld >zwinker<. Es waren meistens unauffällige unschuldige Menschen. Sie wohnten in einem goldenen Käfig, aber sie waren nicht frei! Sie mussten sich den Unterweisungen der „Anderen“, der Geber, fügen. Ich lernte Leute kennen die darauf getrimmt wurden, das Geld einfach immer mehr werden muss, es durfte nichts verloren gehen oder unsinnig verbraucht werden. Alles was sie durften, war den Besitz zu verwalten und darauf zu achten dass schön alles beisammen blieb. So ein Leben zu führen, empfand ich als schlimm! Alleine die Beobachtungen schnürten mir die Luft ab und machten mich wütend. Gut dass ich nicht reich geboren bin, dachte ich mir manchmal.

Es kommt ohnehin anders als man denkt und vor allem möchte!

Als alleinerziehende Mutter, die ich längere Zeit war, hatte ich sehr wenig Geld zur Verfügung. Extrawürste gab es für meine   Zwerge nicht. Zumindestens war es sehr selten geworden. Jedoch war mein Leben spannend, schön und wild. Ich verdiente mir ein wenig Taschengeld dazu wenn es mir möglich war. Kreativ war ich immer und so war mein Leben damals ein Tauschgeschäft das aber einzigartig und lebendig war. Ich hatte Freunde mit denen ich viel Zeit verbrachte, wir halfen uns gegenseitig und teilten auch Leid und Freude miteinander. Wir schmiedetet neue Ideen, die uns alle begeisterten. Es waren Unmengen an Interessen vorhanden – sie durften allerdings nichts kosten. Gekauft wurde nur das Notwendigste. Auf etwas zu verzichten hatte ich dabei gelernt. Klar machte ich mir auch meine Gedanken wenn es wieder mal knapp wurde am Monatsende. Rechnungen mussten beglichen werden uvam. Und trotzdem – wenn ich heute zurückblicke, war das eine wunderbare Zeit. Gefühle, die bis heute geblieben sind und Momente in denen ich gewachsen und stärker geworden bin!

Und dann ?

Irgendwann konnte ich wieder ins Berufsleben einsteigen. Die Kinder hatten das Alter um den Kindergarten und Hort zu besuchen. Ich begann zu arbeiten und arbeitete mich dort hin wo ich sein wollte. Nichts aussergewöhnliches, aber eine Herausforderung. Ich übernahm mehr und grössere Aufgabengebiete, und hatte ein gutes Gehalt in der Tasche. Zu der Zeit war ich wieder alleine angekommen und so stürzte ich mich total in meine sehr lieb gewonnene Arbeit. Etwas von dem ich wusste dass ich es kann. Ich füllte mein Innerstes mit Erfolgen und Anerkennung von Menschen, die mir nichts bedeuteten und einem guten Gehalt. Ich kaufte einen Menge Zeug, nicht weil ich es brauchte, sondern weil ich es jetzt konnte. Meine Freude über das neu Erworbene hielt sich allerdings in Grenzen. Es war eher so ein Gefühl von Stolz das bei mir hochkam. Freude und Begeisterung waren nicht dabei. Meine persönliche Note in meiner Wohnung gab es nicht mehr. Es sah so ganz anders aus. Wie aus einem Katalog. Steril und trendig … die Wärme und die Gemütlichkeit aus meinen früheren Zeiten wo alles noch zusammengestoppelt war und aus „alt“ „neu“ gemacht wurde, fehlte. Ich fing an mich unwohl zu fühlen. Eine Fremde in meiner eigenen Wohnung zu sein.

Ich hatte kaum Zeit Freunde einzuladen, mit ihnen Zeit zu verbringen. Ich war immer im Stress oder so müde das ich nicht mal mehr in die obere Etage kam. Meine menschliche Unzulässigkeiten entschuldigte ich mir selber – indem ich alles auf meine Arbeit schob. Ich wurde gereizter, hatte keine Lust jemanden zuzuhören und meine einzige Angst bestand darin, meine Vorgabezahlen nicht zu erreichen. Ich stand unter Strom, jeden Tag  und jede Nacht. Lange Rede kurzer Sinn – ich wurde krank. Ich hatte nur mehr wenig echte Freunde, war plötzlich unzufrieden, depressiv und trat meinen Körper mit Füssen. Was ich allerdings hatte war ein regelmässiger gutes Gehalt. Oft dachte ich an die Zeiten zurück als ich mit meinen Kindern und Freunden in der zusammengebastelten Wohnung gesessen bin. Wir gelacht und geträumt haben! Zeiten die nicht einfach waren, aber sich so gut und glücklich anfühlten!

Was fehlte mir?

Mir fehlte die Freiheit, der Spaß am Leben, es fehlte mir meine Kreativität, die ich kaum mehr ausleben konnte weil ich fremdbestimmt war! Mir fehlte das Zusammengehörigkeitsgefühl, die Liebe eines Menschen der mich so mochte wie ich wirklich war, mir fehlte meine Lebendigkeit und Neugierde, mir fehlten alle positiven Gefühle, die man als Mensch haben und kennen sollte … Dann war auch immer dieser Stachel zu spüren, der mir das Gefühl gab in allem versagt zu haben.

Ich hatte also meine Freiheit und meine Lebendigkeit eingetauscht gegen das, was allgemein als erfolgreich bezeichnet wurde. Es hat noch eine Weile gedauert bis ich wach wurde. Ich wurde immer stiller und dachte sehr viel nach. Meine Krankheiten zwangen mich in die Knie. Ich entschloß mich zu gehen. Ich verließ all die Orte die mich unglücklich und krank machten. Job, Wohnung, Menschen. Und sehr schnell hatte ich wieder gar nichts. Nur die Zeit mit mir und meinen Gedanken. Meinen Impulsen zu folgen, zu spüren was ich brauche um mein Leben wieder zu optimieren. Es kam viel dabei heraus, aber GELD war nicht dabei! Es war ein harter Weg der mich viel Kraft, Arbeit an mir und Überwindung kostete. Aber dieser Weg hat sich bewährt. Es gibt nichts Schöneres und Wertvolleres als seine eigene Lebendigkeit langsam wieder zu spüren und sie als Wegweiser für meine neuen Schritte zu sehen! Mein Leben wurde dadurch wieder aufregend, jenseits von Geld und sogenannter Sicherheit!

Schlussgedanke

Heute lebe ich viel bewusster. Geld ist zwar notwendig, keine Frage, aber es ist nur ein Stück bedrucktes Papier! 🙂 Ich ermögliche mir das zu tun was mein Herz tun möchte, ohne das ich es an Geld festmache. Du wirst dich jetzt vielleicht fragen: „Ohne Geld kann man ja gar  nichts tun“, und ich sage dir es kommt immer darauf an was man tun will? Ich brauche heute keinen Luxus mehr, ich komme mit wenig aus. Man kann auch mit wenig Geld sehr gut auskommen und sehr glücklich sein. Ich hätte nie gedacht das selber zu erleben und vor allem wie ich es schaffen würde so über Geld zu denken. 🙂

Mein Ziel ist es reich zu sein. Reich an Abenteuer, an Gesundheit, an Freude und Lachen und an Glücksmomenten, Dinge, die man mit bedruckten Papier nicht kaufen kann!

Kannst du meine Ansichten teilen, oder kennst du sogar diesen Weg? Wie wichtig ist dir dein Einkommen oder Geld im Allgemeinen, schreib mir ich bin gespannt auf deine Gedanken!

Arbeit, ein wichtiger Teil in deinem und meinem Leben. Die meiste Zeit verbringen wir ja mit Arbeit, umso wichtiger ist es, sich an seinem Arbeitsplatz wohl zu fühlen. Arbeit liegt oft zwischen Zufriedenheit und Mühsal. Mal macht die Arbeit Spass und schafft innere Zufriedenheit, oft auch ist sie mühselig und lässt ein unzufriedenes Gefühl zurück.

Man hört und liest eine Menge von der nicht fremd bestimmten Arbeit, ein selbständiges Arbeiten ist damit gemeint. Das bedeutet, selbst entscheiden zu können „wann und wo“ ich arbeite. Selbstständig konnte ich (bis auf die Lehrjahre), immer arbeiten. Ich bekam sehr bald Aufgaben gestellt, wo ich mich entfalten durfte, nach und nach mehr Verantwortung übernehmen konnte. Ich suchte immer eine Herausforderung, auch wenn es nur kleine Schritte waren. Sehr schnell wurde mir alles zu langweilig.

Mein Berufsweg gestaltete sich komplett anders als gedacht

Ursprünglich wollte ich den Weg der Krankenschwester gehen … bis zu dem Tag, als ich merkte nicht ganz „Blut tauglich“ zu sein. Meine 2. Option war Kindergärtnerin. Es war mir bewusst, dass es schwer werden würde eine Stelle zu bekommen, dennoch hatte ich mich dafür entschieden. Ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber dieser Weg war für mich auch nicht bestimmt. Viel zu wenig freie Plätze in der dafür notwendigen Schule. Ich entschied mich letztendlich für das sofortige Geld verdienen, nicht von den Eltern abhängig sein – ich wollte am Ende des Monats meinen Gehaltsscheck in der Tasche haben. Heute denke ich ganz anderes darüber und würde  bestimmt einen anderen Weg wählen!

Ich hatte meinen kaufmännischen Handelsabschluss und „jobbte“ mich durch. Meinen Beruf habe ich geliebt, ich fühlte mich wohl und das positive Feedback meiner Kunden sagte mir, dass es richtig war mich nicht um kleine Kinder zu kümmern, sondern um Erwachsene! 🙂

Die Zeit hat sich verändert

Die nächsten Sätze erinnern mich jetzt stark an ältere Menschen, die immer gerne sagen: „Ja ja früher war ja alles anders …“ Wenn ich das bis vor ein paar Jahren gehört habe, dachte ich jedes Mal, ob ich selber auch so denken werde? Was besser war und was sich wirklich zum Nachteil verändert hat?

JA – es ist so. Jetzt gehör ich scheinbar auch dazu – :-).Wenn ich heute darüber nachdenke wie meine ersten Jahre in der Branche waren und wie es jetzt abgeht?? Der Konsument wird überhäuft mit Dingen, Reizüberflutungen pur. Besser, schöner, stärker, teurer/billiger, Must haves und weiß der Teufel was noch alles. Überall wird „Kohle“gewittert. Die Firmen und Konzerne reizen alles bis zum Letzten aus.

Es gibt Umsatz Vorgaben für jeden Einzelnen und sind sie erreicht (was ja Aufgabe der Geschäftsführung ist), werden sie sehr rasch erhöht! Eine  Steigerung  geht ja bekanntlich immer … Die Leidtragenden sind die Angestellten, egal auf welcher Stufe sie stehen. Und wie ich finde auch die Konsumenten. Es wird nicht mehr mit Fachwissen und Kompetenz verkauft, es wird “ aufgezwungen“ mit Druck angeboten, dass sehr oft auch spürbar ist. Natürlich ist das Ganze auch Branchen  abhängig , aber im Handel ist es mal so.

Den Stress des Tages nahm ich mit ins Bett

Kurz vorm Monatsabschluss nur der eine Gedanke: schaffen wir es? Schaut nicht so gut aus. Kollegin X ist weit hinter ihren Vorgaben … wie erkläre ich das? Es juckt keinen von den da oben, wenn ich ihnen ihrem privaten Schicksalsschlag erkläre. Frau XY war dieses Monat nicht im Laden – an was liegt es es? Falsche Ware, hab ich etwas übersehen? Beleidigt? … Meine Frequenzzahlen sind diesen Monat viel zu hoch, für den Umsatz der in der Kasse liegt. War schlechtes Wetter, und viele haben das Geschäft nur als Unterschlupf gewählt? – Fragen und Gedanken, die ich mit in den kurzen Schlaf nahm.

Auf der Strecke bleibt der Mensch. ICH in diesem Fall und meine Gesundheit und ich weiß das ich hier nicht die Einzige bin. Ein halbes Leben war alles erträglich, normal … gehört dazu. Plötzlich aber willst und kannst du nicht mehr.  Und es heisst nicht umsonst: „Nur wenn Du etwas gern machst, wirst DU es gut machen!“ Es war an der Zeit sich neu zu orientieren …

Resümee meiner Arbeit heute

Selbst beim Tippen dieser Zeilen, bekomme ich noch einen steifen Nacken, wenn ich mir überlege wie schnell man auch danach vergessen ist!

Was mich jedoch schon sehr dankbar macht,  sind meine Erfahrungen, die ich sammeln konnte. Ich habe viel erlebt und bin viel gereist. Und ich musste feststellen, dass man sich durch so manche Vorgaben, die Frau von oben bekommt, auch sehr verändern kann (und muss) um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Das zu erkennen und sich nicht dafür herzugeben, ist meines Erachtens eine sehr große Erkenntnis. 🙂

Neu-Einsteigerin

Ich die nie mit Online-Marketing und Blogs zu tun hatte (ich las Unmengen von Zeitschriften und Blogs waren etwas für die jungen Szene-Girls … so meine Annahme, also hatte ich null Interesse) interessierte sich plötzlich dafür. Der Grund war mein Partner, der genau wusste, dass das Schreiben eine Leidenschaft von mir ist. So entstanden Konzepte und Ideen, die ich gemeinsam mit Jürgen in die Tat umsetzte. Jürgen, der in dieser Branche seit gut 20 Jahren zu Hause ist, der seine Arbeit nicht als Arbeit sieht, sondern mit Leidenschaft und Freude an jedem Projekt arbeitet … hat mich natürlich neugierig gemacht! Auch wenn er mir anfangs nur die halbe Wahrheit über das Online arbeiten erzählt hat. 🙂

Ich bin jedenfalls infiziert

  • Es beginnt schon am Morgen, wenn ich mich mit Freude ans MacBook setze, in Ruhe, mich keine lärmenden Schüler im Zug bei meinen Vorbereitungen stören, kein Betrunkener schon am frühen Morgen nach einer Zigarette oder einen Euro fragt. Und mir niemand auf meinen Mantel steigt, während ich das Geschäft aufsperre, weil er es kaum noch erwarten kann mir zu erzählen das die Qualität des letzteren Shirts wesentlich besser war usw…
  • Alles Sachen, die mir schon am Morgen erspart bleiben. Zusätzlich brauche ich keine Absätze und Lippenstift wenn ich schreibe und mir meine Gedanken mache, das Netz durchforste oder andere Blogs lese und Kommentare schreibe! Das krampfende Gefühl in der Magengegend der letzten Zeit gibt es nicht mehr.
  • Meine Arbeit zu Hause wird nebenbei erledigt. Die Ausgewogenheit von sitzen und rumlaufen fühlt sich ebenso wunderbar an. Ich kann mir meinen „Arbeitsplatz „, nach Lust, Laune und Gegebenheit aussuchen. Deshalb fand ich diese Idee, 2 Monate mit Jürgen erstmal nach Italien zu gehen, ganz besonders schön. Diese Art der Ausgeglichenheit war mir bis dato fremd gewesen. Das Digitale Nomaden Leben, wie es sich nennt, ist auch etwas für mich. DAS weiß ich jetzt ganz sicher :-).
  • Die Zeit zum Essen fehlte oder besser gesagt ich nahm sie mir sehr selten. Jetzt koche ich täglich Frisches und Gesundes. Nicht mehr um 22.00 Uhr abends wo ich zum ersten Mal am Tag auch die notwendige Ruhe fand, , nein um spätestens 14.00 Uhr läuft der Geschirrspüler schon wieder! Mein Körper dankt es mir, ich fühl mich wesentlich gesünder und wohler in meiner Haut.
  • In der Arbeitszeit bin ich jetzt flexibel. Durchgehend 8 oder mehr Stunden zu arbeiten stumpfte mich ab. Der anschliessende Sport zum Ausgleich machte mir keinen Spass mehr weil ich einfach zu erledigt war. Was zur Folge hatte, dass er auch immer weniger wurde. Heute kann ich mir aussuchen wann ich arbeite, auch wenn es abends um 21.00 Uhr ist – egal. Da ich abends ohnehin sehr gerne schreibe, kommt es schon mal vor, dass ich gegen Mitternacht mein MacBook erst schlafen lege. Es bleibt mir also immer die Zeit, die ich als Ausgleich benötige und sei es auch nur um bei meinem  Buch weiter zu lesen. Ein neuer Luxus den ich sehr schätze! Mehr Zeit zu haben!
  • Ebenso haben sich dadurch die Menschen in meinem Umfeld verändert. Waren es früher sehr viele schnell lebige oberflächliche Personen, mit denen ich zusammenarbeiten musste, sind es heute sehr wertvolle Menschen, die positiv und mit sich im Reinen sind. Ihr Wissen gerne weitergeben und sehr wertschätzend mit dir als Person umgehen. Für mich ist das manchmal noch sehr schwer zu verstehen – aber es gibt sie wirklich 🙂

Ich kann nur sagen, es war kein Fehler mich in dieses Metier zu wagen, es zu versuchen. Was heisst versuchen – ich werde es verbessern, dazulernen und dran bleiben! Leider hat jede persönliche und berufliche Veränderung auch damit zu tun, Abstriche machen zu müssen. Neider gibt es überall. Sie sehen nur was sie sehen wollen. Ständig unterwegs und Aussagen wie: „Mensch DU hast es gut erwischt, schreibst 1 Stunde lang ein paar Überschriften und Texte, der Rest is Fun! Toll …“  Natürlich, genauso wird es sein … Solche und einige indirekte Aussagen lassen mich an manchem Verhältnis zweifeln.nn

Richtigstellung

Bloggen ist eine Arbeit, die gepflegt gehört. Sie erfordert sehr viel Zeit und Recherche. Gerade für Neu-Einsteiger wie mich, doppelt so viel! UND ich werde niemals das Geld dabei verdienen das ich verdient habe als ich noch angestellt war. Ich bekomme für kein „Like “ auf Facebook 100 Euro 🙂 oder erwähne ich einen Schönheitschirurgen, eine Brustvergrösserung! Nein … so läuft es nicht.

Natürlich gibt es tolle, sehr erfolgreiche Blogger, die durch ihr langjähriges gutes Business, sehr gut davon leben! Ja und dann gibt es die Blogger, die etwas „anders“ sind. Ich würde jetzt lügen wenn ich sagen würde, dass ich nicht auch gerne den Bekanntheitsgrad hätte wie eine Carina Hermann und einige andere mehr. Aber ich, als noch unscheinbare Person in diesem Metier, möchte einiges weitergeben. 

Meine Leser zum Nachdenken anregen, sie dazu anregen, mir ihre Sicht der Dinge zu berichten uva mehr. Nur durch dieses Feedback weiß ich was gefällt und was ich verbessern kann. Und das wird sicher so einiges sein. DAS wäre ein grosser Wunsch von meiner Seite. 🙂

„Geduldig sein“ sage ich mir gerade selber, und auch Jürgen würde mir das jetzt sagen. 🙂 Es ist sicher kein einfaches Geschäft zu bloggen, Konkurrenz gibt es hier Unmengen. Wo Konkurrenz ist, ist auch Neid, wo Neid ist, tritt auch die Unehrlichkeit auf. Und  davon werde ich mich fern halten!

Meine Arbeit macht mich glücklich

Mir ist wichtig:
Ich liebe diese neue Arbeit sehr, ich stehe hinter dem was ich schreibe und neben mir steht mein Mann – der mich in vollen Zügen unterstützt. Mein Körper dankt es mir, wenn ich mehr auf mich achte. Mich mit wesentlichen Dingen des Lebens  beschäftige und einen Teil davon an dich weitergeben kann. Jeder soll sich das nehmen was für ihn passt, ihn anspricht, Und wer weiß … alles ist möglich, wenn ich es mir als Ziel vor Augen halte! 🙂

Ich wünsche DIR ebenso viel Freude bei deiner Arbeit, und ich wünsche MIR, viele weitere Leser auf meinem Blog.

Eine Frage, die mich schon länger beschäftigt und zu der ich es mir wünschen würde, eine passende Antwort zu finden bzw von euch zu bekommen. Eine nämlich, die für mich zufriedenstellend ist. Mit der ich etwas anfangen kann! Klar hab ich einen Mann an meiner Seite, der sich in der Branche (ich erzähl sofort um was es eigentlich geht), auskennt. Tag täglich mit Analysen, Rankings usw. beschäftigt. Ihm stellte ich ja als erstes meine Frage. Aber bei mir ist es immer so, eine Antwort reicht mir nicht… ich brauch immer mehrere Ansichten! Ich hol mir ja auch ne zweite oder dritte Meinung von Ärzten ein, falls es um was geht!?

Ich wollte auch die Meinung mancher „Freunde“ dazu hören

Da ich jetzt doch schon einige Zeit ein wenig am Online-Markt mitmische, auch wenn es nur im Kleinen ist, wobei ich aber schon ein höheres Ziel anstrebe. Ich ja immer alles was ich mache mit vollster Leidenschaft ausführe und das Schreiben einfach so sehr liebe … bemerke ich viele Änderungen in meinem Leben, oder sollte ich besser sagen in meinem Umfeld?!

Als mir Jürgen die Möglichkeit bot, mal in die Blogger Szene hinein zu schnuppern, war ich sehr unsicher. Ich traute es mir eben überhaupt nicht zu, es war nicht das Arbeitsgebiet mit dem ich vertraut war! Die ganzen Blogs, die ich mir reinzog, wobei viele davon mich auch überhaupt nicht ansprachen und dann waren da einige, die mich fesselten. Die Art zu schreiben – lustig, informativ und inspirierend. Es gefiel mir und ich begann langsam und „leise“ damit. Mal nur für mich. 🙂

Ich wartete eine Gelegenheit ab, mir die Meinung von Freunden einzuholen. „Angenommen ihr würdet von mir einen Artikel irgendwo (genaueres sagte ich gar nicht) zu lesen bekommen, alltägliches Erfahrungen, ein bisschen Mode usw., würdet ihr ihn lesen? Mir ehrlich eure Meinung sagen wie ihr meinen Text findet? Klarerweise auch unterstützen?“

Es war niemand darunter der negative Äusserungen machte oder das Ganze belächelte! Niemand! Ganz im Gegenteil. Aussagen wie „Das wär ja super, das liegt dir doch ohnehin! Du hast soviel zu erzählen, deine direkte Art und Offenheit unterstützen dich ja dabei … und was noch alles an Aussagen dabei war, weiß ich nicht mehr.

Verändert einen das Schreiben?

Wie gesagt, ich bin ein „Frischling“ in der Branche. Ich halt auch nicht sehr viel von den Zusammenkünften der Blogger-Ladys. Ein paar Mal habe ich mitgemacht (ich erhoffte mir einiges davon), aber ich werde es nicht mehr tun! Sicher ging es jedesmal um Fashion, Beauty und gegenseitigen Gedankenaustausch. Es waren alles Themen von denen ich danach wusste diese in Zukunft zu lassen! Alles was ich mit nach Hause nehmen konnte, war nicht „echt“. Aufgesetzt und unehrlich. Jede einzelne der Damen war nur selbstverliebt und natürlich die Beste! Jeder will gut sein in dem was er tut, aber dieses neidische Zickengehabe lag wie Nebel im Raum. Ratschläge bekam ich nicht und wenn, waren es welche mit Hintergedanken!

Ich bin zwar ein „Frischling“ … aber keiner der auf den Kopf gefallen ist

Dieses Ellbogenverhalten gefiel mir nicht. Diese Themen weiter in Angriff zu nehmen wollte ich ebenfalls nicht. Dort war ich nicht zu Hause! Mir wurde auch klar, dass du in diesem Bereich ohne „Sponsoren“, ein sehr gutes Netzwerk und gutem Marketing nicht weit kommen wirst. Das konnte ich ebenfalls nicht vorweisen. Also null Chance! Dieses Gefühl wurde mir jedenfalls in den Magen gedrückt.

Mir ging es wie einem Musiker, nämlich diese Sorte von Musikern, die nicht des Geldes wegen ihre Musik vermarkten möchten, sondern diese Musiker, die mit ihrer Musik Menschen erreichen wollen und sich über einen kleinen vollgestopften Saal freuen, wenn sie beginnen zu spielen. Die Menschen, die in diesem Raum sitzen sind freiwillig hier, weil sie diese Art von Musik mögen und ihnen das Zuhören einen „warmen Bauch“ bereitet.

So in etwa waren meine Gedanken . Ich passe wahrscheinlich in keine Schublade, aber das will ich auch gar nicht. Ich habe niemanden der mich „fördert“ und ich werde mir auch keine Follower kaufen nur damit ich sagen kann „Da schaust gell, in 6 Monaten hab ich DAS geschafft wofür du (oder er oder sie) 3 Jahre gebraucht hast (haben)! Nö thx, not my way.

Ein wenig Enttäuschung ist auch dabei

Gerade die auf die du geglaubt hastt zählen zu können, sind diejenigen die dich fallen lassen. Keine Beschwerde! Nur eine Feststellung. Wo wir ja wieder beim Thema Freunde wären. Deshalb hab ich vor kurzem mein Netzwerk auf FB entrümpelt! 300 Kontakte „entfreundete“ ich. Ich bin enttäuscht darüber, das man von vielen im Netz ständige Aufforderungen bekommt zu liken und teilen, aber genau diese Menschen finden es nicht der Mühe wert auch mal ein Daumenhoch für einen zu haben. Sry, aber irgendwann ist auch bei mir der Bogen durch … Jürgen nennt sie einfach die Likebettler!

Ist das so üblich und normal? Hab ich was verpasst? Ich hab mal ein Buch von Jürgen zu lesen begonnen, ein Buch über das Bloggen, das beschreibt wie sehr diese Szene vom gegenseitigen Austausch lebt. Jürgen meinte selbst, dass sich diese Zeiten und die Bloggerszene sehr verändert haben, leider. Vom „gemeinsam sind wir stark“ weg und dafür hin zum Neid und Missgunst …

Neid ist anscheinend überall stark vertreten

Ich bemerke wie sich vieles in meinem Umfeld verändert hat. Klar, ich hab mich auch verändert. Meine Bedürfnisse und das was mir wichtig war und was mir jetzt wichtig ist, haben sich verlagert. Ich bin noch sensibler, auch steht meine Antenne, die heisst „hör auf dein Bauchgefühl“ kerzengerade. :-).

Es sind die Bekannten (Freunde würd ich sie gar nicht nennen), von denen du zu hören bekommst „Schon wieder nicht da? Keine Zeit mehr was?“ Es kommt nur warme Luft zwischen ihren Lippen hervor. Aus Neid und Missgunst wird auch nichts mehr gelikt oder geteilt. Kennt das wer? Oder bin ich ein Einzelfall? Ein kleiner treuer Kern bleibt übrig 🙂 … und genau dieser Kern zeigt mir, es ist gut so wie es ist. Was ICH auch nicht bezweifle!

Die NEUEN Bekanntschaften sind es, die mir einiges verraten

Sie, die Menschen die ich erst durch das Bloggen kennengelernt habe, hätten es nicht mehr nötig sich die Zeit zu nehmen mal ein paar Zeilen unter den Artikeln zu setzen. Sie könnten mir genauso gut ihren Link zu einem Kurs oder Ebook verkaufen, wo ich alles finde was ich brauche um schneller erfolgreich zu sein! Tun sie aber nicht, denn hier zählt auch noch Wertschätzung und Menschlichkeit. Das sind dann die kleinen Erfolgserlebnisse, die mir ein lächeln ins Gesicht zeichnen. 🙂

Es gibt noch jede Menge zu lernen, was ich aber sicher nicht möchte und werde ist meine Authentizität verlieren, ganz im Gegenteil – wenn möglich werde ich hier noch tiefer zu gehen.

Frei von der Leber getippt und schon ist es sehr viel besser. 🙂 Wie siehst Du das? Und wie war dein Start in dieser Branche? Hat sich dein Leben dadurch verändert? Hast du „Freunde“ aussortiert und neue Bekanntschaften und Freunde gewonnen? Und Geduld ist trotzdem eine Stärke oder?

Es sind Fragen auf die ich bereits die ein oder andere Antwort erhalten habe, trotzdem – ICH will mehr ggg , deshalb würde ich mich über den ein oder anderen Kommentar sehr freuen! Ja von dir!