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Für uns Menschen, die in einer Beziehung leben, ist das ein zentrales Thema. Die Frage: Wie viel Nähe brauche ich und wie viel Freiraum, damit es mir gut geht und ich mich wohl dabei fühle. Der/die eine fühlt sich schnell mal eingeengt und der andere schnell vernachlässigt. Individuell … so wie das Leben und jede Beziehung.

DISTANZ. Wenn ich zurückdenke, wie es in meinen Leben abgelaufen war, stimmt es. Hinter jeder Trennung stehen viele unterschiedliche Gründe, gehe ich aber zum Ursprung zurück, ist in Wahrheit immer die Distanz der „Anzünder“ und Grund des Auseinanderlebens.

Wenn man sich nicht mehr viel zu sagen hat …

Das Schweigen in einer Partnerschaft bedeutet selten etwas Gutes. Es deutet darauf hin, dass jeder sein Leben lebt und die Beziehung zu einer Zweckbeziehung „verkommen“ ist. Aus gemeinsam wurde einsam und alleine. Die anfangs anregenden Gespräche sind verstummt. Alltägliche Probleme werden nur noch nebenher durchgekaut. Der Rest ist nur noch Schweigen. Die Gleichgültigkeit ersetzt das Interesse. Gelacht wird oft nur noch außerhalb der Beziehung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt zweifelt man an seiner Beziehung.

Fühlt man sich der Person, die man liebt, nicht mehr nahe, tauscht man sich auch nur noch oberflächlich aus. Das „Auseinanderleben“ nimmt seinen Lauf …, wenn wir nicht dagegen steuern!

Ich habe es so erlebt … mehrmals und mit mir viele andere Frauen/Männer ebenso. Es ist kein Geheimnis, es sind traurige Tatsachen. Irgendwann wird nur noch gestritten, schöne gemeinsame Erlebnisse gehören leider der Vergangenheit an. Masken werden aufgesetzt um im Außen perfekt und glücklich zu wirken. Manche Paare bleiben zusammen … viele trennen sich … irgendwann.

Ein privater Einblick aus meinem Leben: Meine Ehe, meine Beziehungen, waren zu Beginn immer eine Wucht. Im Laufe der Zeit stellte sich schlechte Laune, Unzufriedenheit, Leere, Traurigkeit und Kummer ein. Mit all diesen Gefühlen war die Distanz DAS Thema. Wir lebten uns auseinander, die Interessen spalteten sich. Es gab letztendlich nicht mehr viel zu sagen außer „Was nimmst du und was bleibt bei mir?“

In jungen Jahren ging ich schnell in eine Beziehung. Ich traf oberflächliche Entscheidungen und prüfte nicht das „Wahre“, was für eine Beziehung wertvoll scheint. Für mich war immer das Thema, ja nicht alleine sein und so schnell ich in eine Beziehung einstieg, so schnell war sie dann auch wieder zu Ende.

Die meisten die mich lesen, wissen das ich nach all meinen lebenslangen Desastern, was Beziehungen betrifft, erst jetzt und noch nicht allzu lange, in einer guten Beziehung lebe. Ein „frisches“ Glück bedeutet aber keinesfalls, dass bei uns 24 Stunden am Tag, 12 Monate im Jahr überglückliche Schmetterlinge durch die Gegend flattern! Absolut nicht. :D Sollte auch mal gesagt sein. Beziehung ist kein Freifahrtschein ins rosa Liebesland, wo man gemeinsam alt und verliebt stirbt! Ich/wir versuchen aber den einschleichenden Beziehungsproblemen gefolgt von der logischen Distanz, keine Chance zu geben. Sorry … aber diese Plätze sind nämlich alle belegt! :-)

Die Distanz verzerrt das Bild der Realität …

Eine schon ziemliche traurige Angelegenheit nicht wahr? Und deshalb werde ich jetzt auch aufhören, weiter in eine „Beziehungskrise“ einzusteigen. Es gibt dazu nur zwei Dinge zu sagen: GEHEN oder BLEIBEN. Wenn die Distanz das Bild unserer Realität vernebelt, ist es ganz klar: Wir müssen gut darauf achten, dass es in der Beziehung zu unserem Partner nicht noch mehr klafft. Klingt sinnvoll? Aber wie und vor allem WAS müssen wir dafür tun?

Frage an Dich, Dich und Dich …

Fühlst Du Dich Deinem Partner nahe? Nicht nur körperlich, sondern auch seelisch und physisch? Meiner Meinung nach ist das der Schlüssel, um einer Trennung den Weg schwer zu machen. DAS sollten wir niemals aus den Augen verlieren! Dazu gehört:

  • Zeit zusammen verbringen,
  • Zeit gemeinsam planen,
  • sich dem ständigen Austausch hingeben,
  • Pläne schmieden und auch wieder fallen lassen :-) ,
  • neue Wege gemeinsam durchwandern,
  • in ein Abenteuer stürzen,
  • zum größten Fan unseres eigenen Partners werden!
  • Bleiben …, auch wenn’s mal schwer ist und wird.

Emotionale Nähe

Trennungsgedanken haben nur dann Platz in unseren Köpfen, wenn keine lebendige Beziehung besteht! Dazu ist Kommunikation so wichtig und notwendig. Also warum nicht hemmungslos und ehrlich miteinander reden? Bitte, wo sonst können wir uns so offen über all das unterhalten, was uns beschäftigt, als mit unserem Partner? Es lohnt sich so sehr.

Gleichzeitig müssen wir auch zuhören, Gegenfragen stellen und herausfinden, was unser Partner denkt und fühlt. Mir ist aufgefallen, dass es wichtig ist in regelmäßigen Abständen über unsere Wertvorstellungen zu reden. Auch diese verändern sich manchmal. Zusammengefasst: Es ist eine Notwendigkeit, über weitreichende Themen aus unserm Leben zu sprechen. Nur so können wir auf allen Ebenen zusammenwachsen.

Körperlich nahe sein …

Persönlich zähle ich nicht unbedingt zu den „Schmuse-Feen“. ›lach‹. In jungen Jahren war ich wesentlich „anstrengender“ ich glaube, ich kann sagen ich habe ein erdrückendes Ausmaß angenommen. Aus Angst. Angst alleine zu sein. Diese Zeit habe ich abgearbeitet und deshalb habe ich diese Art auch ablegen dürfen. :D

Allerdings sind mir die kleinen Gesten der Liebe im Alltag schon sehr wichtig! Jeder Mensch mag es, körperliche Zuwendung zu spüren. Das kann eine stille Umarmung sein … ein Kuss, ein flüchtiges nettes Wort, ein tiefgehender Blick, usw. Einfach kleine Momente der Zärtlichkeit ohne viel Aufwand. ›lächel‹. Was bitte wäre das Leben ohne diese Momente? Ich denke, ich spreche hier aus dem Herzen jeder Frau?

All diese Momente tragen dazu bei, sich nahe zu sein und auch zu bleiben. Es ist eine sehr wertschätzende Möglichkeit, seine Liebe zu zeigen. Klar gehört zur körperlichen Nähe auch Sex. Viele Paare unterschätzen diese Macht von Intimität. Wenn ich mich nicht täusche, wurde Sex unter anderem dazu geschaffen, um sich körperlich nah zu sein und seine Liebe ohne viele Worte auszudrücken. >zwinker, lächel<.

Dass dies für viele Paare eine Herausforderung sein kann, gerade wenn sie schon viele Jahre gemeinsam leben, ist mir bekannt. Ich weiß aber auch, dass es wichtig ist über Erwartungen und Wünsche diesbezüglich zu reden. In Wahrheit erklärt sich alles von alleine. Dann wenn man sich nicht mehr nahe ist und steht, werden wir sicherlich kein zufriedenstellendes Sexleben mehr genießen können. Alles in allem – Worte alleine werden niemals so eine intime Begegnung ersetzen, umgekehrt braucht die Intimität die Kraft der Worte um aus etwas Gutem und wunderschönen etwas ganz besonderes zu machen!

DESHALB BITTE … NÄHE STATT DISTANZ

Achten wir in unseren bestehenden oder zukünftigen Beziehungen IMMER auf einen aktiven wertschätzenden Austausch. Nur so gelingt es auch „schwierige“ Themen zu etwas leichtem zu machen. Lasst uns zusammenwachsen und Nähe schaffen.
Bist DU dabei?

Noch etwas ganz Wichtiges darf ich heute auf keinen Fall unerwähnt lassen: :-)
Das Titelbild heute hat mir ein ganz liebes und vor allem kreatives „Seelchen“ gemalt! Sie begleitet FrauenPunk schon sehr lange und ist mir, obwohl wir uns noch nie in der „Echt-Welt“ begegnet sind, wirklich ans Herz gewachsen. Ihr Name ist Tanja Hoehlein, 44 Jahre jung. Sie hat einen schwierigen und freiwilligen Weg gewählt und sich wegen ihrer Depression einer sehr langen Reha gestellt. In meiner Gruppe FrauenPunk durften wir sie zwischendurch begleiten. 

Im „Tempel“, wie wir es immer nannten, hat sie das Malen für sich entdeckt. Alle Bilder drücken ihre Gedanken und Gefühle auf den Punkt aus … ohne Worte nur mit Farbe. ›lächel‹. Deshalb ist die Idee entstanden, das heutige Titelbild zu malen, und ich finde es bringt Leben in meinen Beitrag. :D
Wenn jemand mehr von Tanja sehen oder und wissen möchte – schreibt Ihr doch eine Mail? tanja.hoehlein@freenet.de

ICH bedanke mich nochmal herzlich bei Dir liebe Tanja, für den wunderbaren kreativen Einstieg heute und wünsche Dir weiterhin alles Gute auf Deinem sehr guten und vor allem richtigen Weg!

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Meine komplette Bandbreite an Emotionen

Und wie ich damit umgehe. Warum schreibe ich heute darüber? Weil sie mich erst vor kurzem wieder richtig „gestreift“ haben. Emotionen sind für mich kein einfaches Thema. Immer noch nicht! SIE und ich standen immer im Kampf miteinander. Emotionale „Anfälle“ kenne ich in- und auswendig. Im negativen als auch im positiven Sinn … die volle Bandbreite eben. :D

In meinen ganz jungen Jahren hatte ich große Schwierigkeiten, meine Emotionen zu deuten, zu verstehen und zu bündeln. Als junge Frau folgten viele emotionale Phasen, mit denen ich kaum umgehen konnte! Ich betitelte mich teilweise selbst als DramaQueen, weil ich mich teilweise in irrationale Glaubenssätze hineinsteigerte bis ich tatsächlich davon überzeugt war. Der rationale (kleine Teil) in meinem Kopf flüsterte mir zu: „Du weißt schon, dass das überhaupt nicht stimmt, was du da denkst!“ Doch dieser Teil in mir war zu schwach, zu leise und somit wurde er einfach übertrampelt.

Mensch, wenn ich mich daran zurückerinnere, bekomme ich noch heute feuchte Hände. Ich hatte ständige Panikanfälle, große Aggressionen in mir, noch größere Verlassensängste und Depressionen, aber es gab auch die andere Seite. Übertriebene Glücksgefühle waren mir nicht unbekannt.

Gerade wenn ich eine neue „Liebe“ erobert hatte, schien mir meine Welt eine vollkommen andere. Ich sah die Sonne, obwohl keine schien und machte aus der berühmten Zitrone tatsächlich zuckersüße Limonade. Solange, bis sich die erste Enttäuschung einstellte. Dann war ich am Boden zerstört. Ich empfand alles als negativ und so fand ich keinen anderen Weg, als meine extremen Gefühle an mir selbst auszulassen. Selbstverletzend gegen mich gerichtet. Ein Thema, über das ich nicht sehr gerne nachdenke, dennoch ist es ein Teil von mir (gewesen).
Ich würde nicht sagen, dass ich aus all diesen Tatsachen herausgewachsen bin. Es war keine Phase, die ich nur im Kindes- und Jugendalter durchgemacht habe, NEIN diese Emotionen gehören noch immer zu mir. Es kommt immer noch vor, dass ich den ein oder anderen „Totalausfall“ habe … ich bin immer noch wütend, traurig, habe Angst und bin manchmal frustriert und am Boden. Jedoch sind diese Phasen anders und viel viel seltener geworden! >Gott bin ich froh darüber< Sie sind beinahe verschwunden, aber sie sind noch da.

Ich habe einfach gelernt damit zu leben und umzugehen.

Der Topf geht über …

Durch die Verlagerung der Perspektiven in meinem Leben kommt es von vornherein viel seltener zu negativen Gefühlen. Ich konnte wirklich lernen, auch in Situationen, die andere aus der Fassung bringen, ruhig zu sein. Ich kann sogar der „ruhende Pool“ sein und kann auch vieles mit Humor betrachten … man stelle sich das bitte vor! :D Eine (meine) zufriedene Einstellung sorgt dafür, dass ich erst gar nicht in unangenehme emotionale Momente komme. Diese Einstellung ist sozusagen meine „psychische Prophylaxe“ … gleichzustellen wie ausreichend Vitamin C, das für eine gesunde Abwehr sorgt. So verhindere ich das „Überlaufen“ meines Topfes.

Wenn sich allerdings die negativen Ereignisse in meinem Leben ununterbrochen „abklatschen“, dann geht er über mein Topf. Und genau für diese Momente habe ich einen Plan, einen Weg gefunden der wunderbar funktioniert. Ich schaffe es gegenzusteuern. Er half  mir auch sehr als mich noch anstrengende Panikanfälle plagten. Ein Trick der auch Dir vielleicht helfen kann, mit Deinen Emotionen besser umzugehen.

Inzwischen weiß es jeder: Unterdrückte Emotionen sind langfristig Gift für uns. Diese Meinung vertrete ich genauso, nur war es für mich immer schwer zu verstehen, warum ich beispielsweise meine Aggressionen nicht unterdrücken sollte! Wäre es besser, der Person auf die ich wütend war, gleich eine reinzuhauen? Wie bitte sollte ich diese Emotion denn sonst herauslassen? Ich hatte dieses Bedürfnis so oft und es fiel mir verdammt schwer, nicht in die Offensive zu gehen.

Gerade in einer meiner ersten Rehas wurde ich so oft getriggert, dass es mich beinahe zerrissen hat! Irgendwann war ich so voller Panik und gleichzeitiger Wut, dass mir scheinbar nichts anderes überblieb, als mich dem Ganzen voll und ganz zuzuwenden. Ich begann mit meinen Emotionen, die damals doch alle sehr unterschiedlich und übertrieben intensiv waren, zu reden.

„Bist du schon wieder da und quälst mich? Wird dir das denn nie langweilig? Was willst du … soll ich ausflippen, schreien, weinen, zuschlagen …? Das würdest du dir gerne ansehen, stimmts? Nur leider spiele ich da nicht mit.“

Ich beschloss, alles was im Moment war, zuzulassen … vollkommen. Hatte ich Angst, sagte ich mir – es ist nur Angst. Ich spürte wie mein Herz doppelt so schnell schlug als normal. Ich spürte meine feuchten Hände und wie sich mein Hals langsam zuschnürte und mein Mund trocken wurde. Ich ließ mich auf diesem Gefühl nieder und nahm es an. Diese paar Minuten waren anfangs eine kleine Ewigkeit, doch diese Zeit wurde mit jedem Mal kürzer und irgendwann konnte ich feststellen, dass da nix mehr war. Meine Angst war gegangen und hatte mich „ruhig“ sitzengelassen.

Warum das funktioniert ist nebensächlich – wichtig ist, dass es klappt.

Ich denke, Emotionen sind wie kleine Kinder. Sie machen so lange Blödsinn, bis sie sich der Aufmerksamkeit bewusst sind. Wenn man sich ihnen dann komplett zuwendet, werden sie ruhig und hören auf zu „stören“.

Deshalb richte ich seit langer Zeit meine Aufmerksamkeit genau auf DAS Gefühl, dass gerade außer Kontrolle zu geraten scheint! Bewusst in die Emotion steigen und fühlen … in diesem Augenblick … hineinfühlen … eins sein … voll und ganz. Und zusehen was geschieht.

Danke, dass Du mich gelesen hast, vielleicht kannst Du es ja selbst auch anwenden, wenn Dein Topf mal wieder am Kochen ist. ›lach‹

Herzlichst und bis bald …

Lesezeit: 3 Minuten

Ständige Unruhe, zehn Gedanken gleichzeitig. Ideen, die abgespeichert werden möchten und noch vieles mehr. Also ich weiß es ja von mir selbst, dass kann ganz schön stressig sein. Falls es Dir auch oftmals so geht, möchte ich heute mit Dir das Chaos im Kopf beruhigen. Mit einer Methode, die Dich ruhiger werden lässt und Deinem Durcheinander im Kopf zu mehr Ordnung verhilft.

Manchmal habe ich das Gefühl es hat kein einziger Gedanke mehr in meinem Kopf Platz! Ein wildes Durcheinander aus Vorstellungen, Ideen, Sorgen und Gedanken, was ich noch alles erledigt haben möchte. Ein Gefühl im Kopf als würde er platzen wie ein Luftballon.

Mein Vergleich ist einfach

Ich vergleiche meinen Kopf dann gerne mit meinem Kleiderschrank, in den ich alles hineinhänge und lege bis mir die Kleiderbügel zu wenig werden. Der Kasten wird immer voller. Aus dem geordnetem System ist ein ungeordnetes Chaos geworden. Dabei bin ich mir sicher, dass ich sehr gut auf so einiges verzichten könnte! Oder vielleicht auch einfach ein anderer Platz dafür besser geeignet wäre? Manches könnte in die Kleiderspende wandern und somit wäre wieder mehr Platz und Ordnung hinter den Schiebetüren.

So in etwa sieht es oft in meinem Kopf aus und ich bin mir ganz sicher, dass viele Menschen unter dieser inneren Unruhe leiden. Warum wohl sprießen die Relax-Oasen für Körper Geist und Seele wie die Schwammerl (Pilze) aus der Erde? Dabei gibt es richtig tolle Übungen, die im Prinzip mit den gleichen Schritten wie die beim Aufräumen eines voll gestopften Schrankes funktionieren: Aussortieren. Ordnung schaffen.

Wie ich das mache, sage ich Dir jetzt:

  • Den Schrank total ausräumen bzw. den Kopf freimachen. Also, wenn ich gerade wieder ein großes Durcheinander in meinem Kopf herumtrage, voll mit den absurdesten und unterschiedlichsten Gedanken, dann schreibe ich mir alles auf, was da so herumliegt und was ich denke. Das funktioniert ganz ohne „Sinn und Verstand“ und sehr spontan. Wichtig ist das ich dabei ungestört sein kann. Und ein Tipp von mir ist – wirklich ehrlich sein. Manchmal ist es kompletter Unsinn, den wir in unseren Köpfen aufheben. Die Notizen darüber sind Deine und meine … kein Mensch wird sie lesen. ›lach‹ Schon nach diesem ersten Schritt fühlt es sich besser an.

Gut möglich aber, dass Du Dich erschreckst, wenn Du all Deine Gedanken aus Deinem Kopf jetzt auf einem Haufen vor Dir liegen hast! Aber das löst sich auf, Du wirst sehen. :D

  • Schau Dir die Stücke aus Deinem Schrank genau an. Sortiere die Gedanken. Übertragen bedeutet das, dass ich mir genau anschaue was ich aufgeschrieben habe. Ich sortiere für mich persönlich, was ich mit diesen Gedanken anstellen will. Sind Gedanken dabei, die sinnvoll sind? Handelt es sich um Termine und konkrete Aufgaben? Habe ich diese als Erinnerung gespeichert (meistens nicht). Das klingt sehr einfach und ist es auch, wenn man es denn macht. ›lach‹ Alles, was in den Erinnerungen gespeichert ist und wo wir rechtzeitig daran erinnert werden, müssen wir nicht in unseren Köpfen herumschleppen!

Es gibt natürlich auch Gedanken wo es sich um Dinge handelt, die einen speziellen Handlungsbedarf einfordern und die wir beeinflussen können. Dabei handelt es sich vielleicht um Fragen, die uns auf der Seele brennen. Gespräche, die geführt werden müssen. Diese Gedanken haben bei mir eine sehr hohe Priorität und werden mit entsprechender „Wichtigkeit“ sortiert. Meistens und je nach Dringlichkeit, kümmere ich mich sofort darum. Es verschafft weiter Platz. :-)

Wenn es sich um Gedanken handelt, bei denen ich noch nichts tun kann oder es keinen Anlass zum Handeln gibt – streiche ich sie. Denn für heute und die nächsten Tage ist das die reinste Platzverschwendung in meinem Kopf! Dann gibt es auch noch die Dinge, die ich nicht beeinflussen kann und worüber ich mir trotzdem viel zu viele Gedanken mache. Ich glaube bei diesem Teil sitzen wir alle im selben Boot. Das Wetter, die Laune des Chefs, die wirtschaftliche Lage und der Frust mancher Leute … diese Gedanken bringen mir/uns Nüsse und kosten nur Energie und nehmen zu viel Platz im Oberstübchen weg!

Natürlich kann ich mich weiter aufregen, darüber grübeln und lange Zeit mit mir herumschleppen. Denn vieles kommt immer anders als gedacht. Besser ist es aber, den oder diese Gedanken loszulassen. Symbolisch einfach am Papier stehen lassen und somit aus meinem/Deinem Kopf sperren. Eigentlich müsste jetzt schon sehr viel Platz mehr in Deinem Kopf sein. Der Druck lässt nach und Erleichterung ist spürbar. :D

Die Regelmäßigkeit macht es aus

Es ist genauso wie bei unaufgeräumten Schränken oder Schubladen. Es ist sinnvoll regelmäßig zu schauen, was noch gebraucht wird. Was wichtig ist und was woanders hingehört oder vielleicht ganz weg muss! Deshalb rate ich Dir diesen „Braindump“, was soviel heißt wie Gedächtnisprotokoll, in Deinen Alltag einzubauen. Vielleicht sogar beim Aufräumen irgendwelcher vollgestopften Laden?

Also ich schaffe es mit dieser Methode meinen Gedankenballast loszuwerden. Ich hoffe und ich wünsche mir dasselbe auch für Dich um ruhiger und sortierter durch Deinen Alltag zu gehen. Beenden möchte ich diesen Beitrag heute mit einem Zitat:

„Der Gedanke ist alles. Der Gedanke ist der Anfang von allem. Und Gedanken lassen sich lenken. Daher ist das Wichtigste: die Arbeit an den Gedanken.“

Leo N. Tolstoi

Bis ganz bald und eine schöne Zeit.

Lesezeit: 4 Minuten

Wau … mein fünfzigster „Gedankenbeitrag“. In Wahrheit würde ich ausschließlich Gedankengänge schreiben aber das kann ich euch nicht antun. Sie zeigen mich immer von einer sehr persönlichen Seite. Manchmal sind es auch Geheimnisse wozu ich mich entschließe, sie zu „lüften“ … so wie heute :D. Ich würde mich freuen, wenn Du mich liest.

ICH, die ängstliche Denkerin

Schon als Kind habe ich mir über alles Gedanken gemacht. Ich wollte die ganze Welt verstehen und meinen Platz darin finden. Klingt jetzt, wenn ich es schreibe, sehr philosophisch, aber es hat mir mein Leben immer schwer gemacht. Die Gedankenmacherei führt zum Grübeln und das ständige Grübeln, nahm mir meine Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Wenn diese Eigenschaften schon als Kind fehlen, ist das Leben nicht sehr bunt.

Während meine Freunde einfach machten, dachte ich schon wieder weiter und sorgte mich. Gerade in der Nacht war diese Sorge sehr stark vorhanden. Ich sorgte mich um meine Eltern, später um das Leben, die Liebe und meinen Job. Jetzt sorge ich mich um mich, meinen Körper … Menschen die mir nahestehen …

Die Gedanken waren immer dieselben. Was, wenn ich einfach nicht genüge? Was, wenn es kein positives Ende nimmt? Was, wenn ich plötzlich keinen Job mehr hätte? Was, wenn meine Ehe nicht funktioniert? Was, wenn die Welt keinen Platz für mich bereithält? Ich hatte so unendlich viele „WAS“ auf Lager, dass ich sie gar nicht aufzählen konnte. Ich weiß nur, es war ein unerträgliches Gefühl. Ich wollte einfach immer auf Nummer sicher gehen.

Ich wurde zum Kontroller und eine echte Perfektionistin. Ich machte Sport … sehr viel Sport. Und ich war gut und diszipliniert. Ich arbeitete an meinen Projekten und ich stieg die Sprossen empor. Ich konnte Beruf, Familie und Partner perfekt integrieren. Alles war wunderbar und kein Problem für mich. Es gelang mir, weil ein „Nicht-Gelingen“ keine Option für mich war.

Irgendwann begriff ich aber schon, dass ich all das aus einer falschen Motivation heraus tat. Trotzdem konnte ich es einfach nicht sein lassen. Damals fehlte mir das Gefühl dafür, dass es auch andere Optionen geben würde. Der große Knall kam erst sehr viel später und so lief alles unauffällig weiter. Der daraus entstandene Leidensdruck dümpelte also vor sich hin. Da sieht „Frau“ nicht, dass sie ihr Leben neu ausrichten könnte. Und so bleiben wir eine Gefangene unseres eigenen Glaubensgerüsts!
Vielleicht fragst Du Dich weshalb ich den letzten Satz mit WIR formuliert habe? Ich bin mir sehr sicher, dass meine Vorlage kein Einzelfall ist. ›zwinker‹

Ciao Köpfchen, hallo Bauch!

Mein Perfektionismus und meine Grübeleien haben mir vermeintliche Sicherheit gegeben. Sie hatten eine richtige Funktion in meinem Leben, das wusste ich und war mir klar. Aber vielleicht weißt Du, wie ermüdend es sein kann, wenn wir etwas machen, obwohl wir es doch besser sein lassen sollten?

Irgendwann saß ich geistesabwesend am Sofa und hörte nebenbei den Stimmen im Fernsehen zu. Es ging um Wölfe. Herdentiere und ihr Verhalten. Sie handeln alle aus dem Bauch heraus. Ihr Instinkt sagt ihnen was zu tun ist. Dieser eigentlich triviale Film berührte mich plötzlich sehr. Ich fühlte seit langer Zeit wieder was mein Körper ohnehin schon längst wusste.

Wir Menschen haben diesen ehrlichen und unerschütterlichen Kompass genauso in uns! Manchmal können wir einfach nur nicht darauf zugreifen, weil er so zu gebuddelt ist … von anderen Dingen verschüttet ist.

Es geht vielen Menschen so

Ich dachte natürlich wieder mal genauer darüber nach und ich merkte, dass so viele Menschen genauso ticken wie ich. Es fällt den meisten schwer sich auf ihr Bauchgefühl zu besinnen. Das motivierte mich und machte mir Mut. Schließlich musste es doch auch für ängstliche Denkerinnen wie mich, Spontanität, Leichtigkeit und eine extra Portion „was solls“ geben!

Ich stellte mir die Frage: Was hält mich davon ab, meine Intuition ernst zu nehmen? Weshalb vertraue ich meinem Verstand mehr als meinem Bauch? Vielleicht fragst Du Dich das ja auch ab und zu? Mir war klar: Es gab noch sehr viel mehr als nur meine Ängstlichkeit in mir, die mich immer wieder in alte steife Gedankenmuster zog!

In mir tanzten viele Tänzerinnen und genau DIE, musste ich genauer unter die Lupe nehmen um sie „aufzulösen“. Soviel kann ich Dir jetzt schon sagen – Du glaubst gar nicht wie viel leichter das Leben sein kann, wenn man diese „Dauertänzer“, die man in sich hat, erstmal durchschaut hat und ihnen verbieten kann zu tanzen!

Nun meine Tänzer hatten klare Namen.

Der Tyrann

Dieser tanzte die Hauptrolle. Er gab mir Glaubenssätze vor und bestimmte, wie ich mich in der Welt zu verhalten habe. Er sagte mir nur selten direkt seine Meinung, sondern seine Stimme schwingt unterschwellig überall mit.

Meine innere Kritikerin

Dieses Luder. Wer kennt sie nicht? Für mich ist sie die Schlimmste unter all den Tänzern! Sie versteht sich natürlich blendend mit der Hauptrolle – dem Tyrannen. Sie wollte verhindern, dass ich an mein wahres Potenzial gelange. Sie ließ mich also immer peinlichst genau wissen, wenn ich mich NICHT an die Regeln des Tyrannen gehalten habe. Eine Aussage von ihm war ja ständig:

„Sei immer perfekt, sei freundlich, lieb und nett und am besten rede erst dann, wenn du gefragt wirst und das sehr leise. Dann wirst du auch geliebt …“

Und der Letzte im Bunde
Der Angsthase

Ohne ihn wäre das Trio nicht komplett gewesen und hätte wahrscheinlich auch nicht funktioniert. Natürlich wollte auch er mir den Weg zu meinem wahren Potenzial verbauen. Er wollte mich ganz klein und angepasst halten! Es gab nur einen Unterschied: während die anderen die „Sprachpeitsche“ schlugen, kam er ständig positiv und sogar freundlich und besorgt zu mir.

In ruhiger freundlicher Stimme erzählte er mir, dass ich die anderen beiden verstehen solle. Es wäre besser das zu tun was sie mir raten, denn plötzlich dagegen zu agieren, sich vielleicht sogar trauen aus der Reihe zu tanzen, ist schließlich sehr kraftintensiv!
„Halte dich zurück, so vermeidest du Streit. Lass alles beim Alten so steigst du niemandem auf die Füße. Sicherheit ist schließlich besser als jedes Risiko …“

So war das immer. Diese drei haben mir mein Leben ganz schön lange richtig schwer gemacht. Aber ich habe gelernt, mich und meine inneren Anteile genau kennenzulernen. Zuzuhören, ohne ihnen direkt folgen zu müssen. Dadurch hat sich das (mein) Leben verändert. Ich habe dadurch meinen Mut wiederentdeckt. Die Vielfältigkeit meiner Seele kennengelernt! Diese „Tänzer“ in mir habe ich in die Wüste geschickt. Seit sie fort sind, fühle ich mich wesentlich wohler in meinem Körper. Meine negativen Grübeleien bestimmen nicht mehr über mein Leben!

Ich kann Dir wirklich versichern, wir alle haben so viel mehr Macht als wir denken! Es geht immer nur darum, ins TUN zu kommen und zu verändern ›lächel‹. Zum Schluss fällt mir nur noch eines ein.

Auf uns … auf unser Leben! Es lebt sich besser ohne Tänzer!

Lesezeit: 4 Minuten

Stimmts oder hab ich recht? Manchmal überkommt uns das Gefühl, nicht mehr gesehen zu werden? Ein Alltagsgefühl das es mit zwanzig noch gar nicht gab. :D Ein Artikel für Frauen die das Gefühl kennen und Ihre „Unsichtbarkeit“ in Sichtbarkeit verwandeln wollen. Die richtige Strategie dazu bekommst Du von mir! <3

Es ist ja nix Neues mehr, dass wir Älteren geradezu bejubelt werden. Wir sind bestens ausgebildet (sofern wir dazu bereit sind), wir sind erfolgreich im Beruf, sind liebevolle tolle Mütter und dazu noch sportlich (außer ich ›lach‹). Dabei schauen wir noch zehn Jährchen jünger aus, als wir tatsächlich sind … grazie per i fiori … danke für die Blumen sag ich nur! Was viele im alltäglichen Leben erfahren, passt aber so gar nicht zu diesen Lobeshymnen. Warum? Ja, weil wir schlichtweg übersehen werden. So als seien wir gar nicht da!

Auf der Straße lassen Männer den Blick gleichgültig über uns hinweggleiten. Womöglich drängen sie uns in der Straßenbahn auch noch zur Seite: „Sorry, hab´ Sie gar nicht bemerkt …“ Irgendwie war das schon mal anders.

Aus dem Leben zurückziehen? Never!

Also in solchen Momenten – und die kommen einfach vor – fahr´ich meine Ellbogen richtig aus. Ich seh es nicht ein, dass wir ,Frauen im besten Alter, uns zurückziehen und vielleicht auch noch unauffällig gekleidet und wortkarg hinten anstellen sollen. Unauffällig hinter der Kulisse verschwinden und den „neuen“ Gesichtern Platz zu machen: „Hallo Mädels, Ihr hattet doch schon alles, was wollt Ihr denn noch?“  Stöhnen so manche Männer häufig. Ganz einfach ist diese Frage dann beantwortet:

Wahrgenommen werden … als Mensch. Als interessante Gesprächspartnerin. Als Expertin im Berufsleben. Als Frau.

Auf einen Sinneswandel in der Gesellschaft zu warten ist Zeitverschwendung – tun wir selber etwas für uns! Ich habe mir darüber wirklich viele Gedanken gemacht und nutze diese auch für deutlich mehr Sichtbarkeit im Leben. ›lächel‹ Meine Strategie teile ich mit Dir/Euch natürlich voller Freude. :-)

 LOSLASSEN.
Ja es ist nun mal so, die junge Frau, die wir damals waren, ist nun erwachsen. Das Leben hat uns gezeichnet und seine Spuren hinterlassen. Im Gesicht und auch am Körper. Auf der einen Seite ist es schade, doch was viele vergessen:
Immer Jung zu sein ist sicher nicht das wahre Glück! Alleine das fehlende Selbstvertrauen, die vielen Unsicherheiten, die „Sorgen“ um zu viel oder zu wenig Busen. Der ständige Modestress und keine Ahnung was noch so alles war. Nicht mehr jung zu sein bedeutet für mich auch endlich seinen Stil gefunden zu haben. Ausreichende Lebenserfahrung und Sicherheit zu besitzen. Sich das immer wieder ins Gedächtnis zu rufen macht es einfacher sich von dem Teil des Lebens zu verabschieden, der in die Vergangenheit gehört.

 AKTIV SEIN.
Die meisten Männer nehmen nur Frauen wahr, die in Ihr Beuteschema passen. Der Rest wird ignoriert, ohne es zu merken. Das kann manchmal unangenehm sein, wenn so ein Mann die Anführerrolle  spielt. Es kann nämlich sein, dass alle anderen auch die Frauen, die „ältere“ Frau ebenfalls ignorieren und nicht ansprechen. „Frau“ ist quasi in einer Statistenrolle ohne Funktion. Mir sind solche Momente bekannt und ich hatte immer denselben Fehler gemacht, ich war gekränkt und hatte mich zurückgezogen … stillschweigend. Das ist sehr schlecht für unser Selbstbewusstsein. Wir müssen die Initiative ergreifen und uns ins Gespräch einmischen. Am besten gleich mit einer Frage an den oder die „Ausbremser(in)“. So kann ER oder SIE gar nicht anders, als sich uns zuzuwenden und zu antworten. Was und wie viel er oder sie dann tatsächlich zu sagen hat, ist meistens sehr interessant. ›lach‹

STÄRKEN AUSSPIELEN.
Wir älteren haben den Jüngeren viel voraus. Das Wissen, die Lebenserfahrung usw. Leider suchen viele den Vergleich ausgerechnet dort, wo sie nur verlieren können. In der Jugendlichkeit. Sich optisch jünger zu machen gelingt nie ganz. Unnatürliche übertriebene chirurgische Eingriffe wirken lächerlich und der kurze Jeansrock von damals ebenso. Das Make-up, das wir vor fünfzehn Jahren getragen haben, passt vielleicht gar nicht mehr zu unserem Hautton und zu unserer Haarfarbe? Besonders peinlich finde ich eine betont jugendliche Sprache. Statt junge Frauen zu imitieren, ist es besser seine Stärken auszuspielen, die wir im Laufe der Jahre erworben haben.
Unsere souveräne Art und der ganz persönliche Stil unserer Kleidung, sowie die Art zu erscheinen – DAS macht Eindruck und ist authentisch.

DAS GUTE SEHEN.
Es ist normal das sich negative Erfahrungen und Erlebnisse viel stärker in uns einprägen als positive. Wenn wir mal ignoriert wurden, nehmen wir Situationen, in denen wir beachtet werden, gar nicht mehr wahr. Das glaubst Du nicht? Wenn, Du das nächste Mal mit einer Freundin ausgehst, bitte sie, darauf zu achten, wer Dich interessiert anschaut, anspricht oder aufmerksam zuhört. Ich kann Dir versichern, es sind mehr Menschen als  Du selbst wahrnimmst!

STEH DRÜBER.
Natürlich kommt es vor, dass eine Frau im besten Alter mal ignoriert wird oder gar beleidigt wird. Aber hey, dass kann jeder Frau passieren, egal wie alt sie ist. Ich sage mir immer, es gibt einfach zu viele unsensible Menschen. Männer wie Frauen. Es fehlt ihnen der „Benimm Sinn“. Nehmen wir es nicht persönlich, sondern sage Dir einfach dasselbe wie ich es immer tue: nicht mein Problem. Was kümmert es den Mond, wenn ihn ein Hund anschnauzt? ›lach<

SICH SELBST GERN HABEN.
Andere nehmen Dich so wahr, wie Du selbst es tust. Auch ohne Worte, nur durch unsere Körpersprache. Wir drücken aus wie und was wir von uns halten. Unsere Umgebung nimmt das, was wir von uns zeigen, für wahre Münze. So werden unsere Gedanken zur selbst erfüllenden Prophezeiung. Schätzen wir uns selbst zu wenig, werden wir von anderen ebenso behandelt oder erst gar nicht wahrgenommen! Ein Erfahrungswert.

WERDE SICHTBAR.
Leider neigen viele Frauen zur Tarnung. Sie finden sich selbst nicht attraktiv. Finden, oder meinen, in „dem Alter“ sei eine unauffällige Erscheinung angebrachter. Also her mit all den Sachen die „tarnen“. HALLO! Schluss mit dem Verstecken! Zeigen wir uns … zeigen wir uns dort wo wir am schönsten sind. Wage eine neue Haarfarbe, eine oder keine Frisur, ein ausgefallenes Schmuckstück oder und ein neues Make-up. Die Palette ist riesig, Du brauchst Dich nur zu bedienen! Falls Du in diesen Dingen etwas unsicher bist, hol Dir eine stilsichere, ehrliche Freundin zur Hilfe. Veränderungen machen sooo viel Spaß!

Nimm Dir in Zukunft vor, gut von Dir als Frau zu denken. Wenn wir uns dabei ertappen, wie wir abwertende Gedanken folgen, halten wir mit positiven Gedanken dagegen. Es braucht etwas Übung. Neue Denk- und Verhaltensmuster einzuüben braucht seine Zeit und Geduld. Bleiben wir am Ball und signalisieren wir allen:

„HIER BIN ICH! SCHON GESEHEN?“

Übrigens: Weiblichkeit vergeht niemals! Auch ohne tiefes Dekolleté oder 10cm Absätzen können Frauen wunderschön sein und sehr anziehend wirken. In jedem Alter! Für mich sind Frauen erotisch, die ganz selbstverständlich Ihre Gefühle zeigen und sich in andere hineinfühlen können. Frauen, die spontan und herzlich sind. Frauen, die über sich selbst lachen können. Was ist für Dich erotisch? Frage Dich und erfreue Dich an diese Eigenschaften, die Du besitzt. Pflege sie … so bleibst Du sichtbar, ein Leben lang.

Hat mir großen Spaß gemacht heute. Ich hoffe Dir auch <3
Hab’s gut und sei oder bleib sichtbar!

Lesezeit: 3 Minuten

Der Blick zurück hat mich noch nie vorwärtsgebracht!

Hätte, wäre, wenn und überhaupt … es scheint ein wahrer Volkssport geworden zu sein! Vielleicht bist Du auch so eine, die gerne in der Vergangenheit rum stochert? Bist Du jemand der genau weiß, was in der Vergangenheit hätte anders laufen müssen, damit es Dir heute besser gehen würde?

Dann herzlich willkommen meine Liebe! Wobei – eigentlich kann ich Dich gar nicht mehr willkommen heißen und Dich empfangen, weil ich mein Abo in diesem „Club der Vergangenheit“ gekündigt habe und ausgestiegen bin! Aber ich kann Dir versichern: Es gibt noch genügend Mitglieder und Du bist also nicht alleine.

Echter Massensport

Dieses andauernde Zurückblicken und sich den Kopf qualmend denken ist eine echte „Bewegung“ geworden. Deshalb auch der Entschluss meine Gedanken darüber aufzuschreiben … ich kenne mich darin ja super aus. Schließlich war ich mal ein Ehrenmitglied. ›lach‹ Das tägliche Training dazu ist ja wirklich ganz einfach! Du musst nur ständig den Blick in den Rückspiegel Deines Lebens werfen. Dich ein wenig selbst quälen, die ganze Schuld bei den anderen suchen und enttäuscht sein … richtig schön enttäuscht sein!

So wirst Du zum richtigen Profi. Versprochen! Du wirst Pokale ernten für erfolgreiche „hätte, wäre, wenn“ Sprints! Das Dich diese Pokale allerdings nicht glücklich machen werden, weiß ich aus Erfahrung. Dieses ständige Hinterfragen von Dingen, die schon passiert, verjährt und so weit zurückliegen, brachten mich noch keinen Millimeter vorwärts!

Man tritt auf der Stelle …

Mit dem dauernden Durchstöbern meiner Vergangenheit habe ich sehr viel Zeit und Energie verschleudert! Ich bin nie vorangekommen. Immer nur auf derselben Stelle getreten. Ein Schritt nach vor … und zwei Schritte zurück. Bitte nicht falsch verstehen – ich will hier keine Vergangenheit-Analyse schlecht reden. Manchmal ist sie notwendig und auch wichtig! Aber nur, wenn der Blick nach vorne gerichtet wird.

Eigentlich habe ich genau DAS gerade hinter mir gebracht. Ich habe meine eigenen Erfahrungen dazu genutzt, um Muster und Dinge zu erkennen, die mich entweder blockiert oder aber auch weitergebracht haben. Dieses TUN und DENKEN hilft mir, meine zukünftigen Handlungen danach auszurichten, damit es mir möglichst oft ziemlich gut geht! ›lach‹

Ich kann behaupten, dass mein Leben mit unangenehmen, unschönen und schmerzhaften Steinen gepflastert war. Lange Zeit habe ich mich im Selbstmitleid „gebadet“, den verronnenen Chancen nachgeweint. Die ungerechten Behandlungen zerlegt, die bösen Worte verstehen wollen und den Schmerz immer und immer wieder hochkommen lassen. Die Welt war für mich böse und sinnlos! Das war meine Einstellung. :-(

Mein früheres Leben war eine ewige Enttäuschung

Sehr oft habe ich mich als junge Erwachsene für Aussagen hinterher geschämt. Meine Worte waren nicht immer klug, schlagfertig oder witzig! Meine Introvertiertheit machte das nicht gerade besser. Immer dachte ich darüber nach, was und wie ich etwas anders sagen oder machen hätte müssen, damit ich so gesehen werde, wie ich das gerne gehabt hätte.

Ich konnte mir meinen Charakterzug als „stiller“ Mensch nicht verzeihen und deshalb war jeder Blick zurück mit Selbstvorwürfen verbunden.

Sehr viel später habe ich gelernt, über mich und mit mir zu lachen. So wurde ich auch meine ständige Selbstzerfleischung ganz gut los.

Es ist tatsächlich furchtbar einfach, sich als Opfer der Umstände zu sehen. Das gibt eine fantastische Entschuldigung, für alles böse, ungerechte und verletzende das einem widerfahren ist! Natürlich ist das Leben nicht immer fair zu uns, aber genau deswegen nutzt es rein gar nix sich in die negativen Gedanken der Vergangenheit zu verschanzen!

Ich bin dabei aufzuhören in meiner Kindheit herumzuwühlen und mich zu fragen, warum meine  Eltern so sind, wie sie sind. Ich kann es nicht ändern. Ich kann alles Vergangene nicht mehr rückgängig machen. Keine Beziehungen mehr gerade richten, kein NEIN mehr aussprechen.

Es wird mich nicht weiter bringen, wenn ich mich immer weiter beschwere, wie viele Menschen mir mein Leben schwer gemacht haben, mich zu Boden gedrückt und auch noch darauf getreten sind! Manche Momente hätte ich auch anders lösen können, doch ich habe es nicht gemacht. Es war so. Und jetzt ist es wie es ist. Ich habe es akzeptiert. ICH habe verstanden, dass ich für mein Glück alleine verantwortlich bin!

Das bessere Lebensmotto ist – Blick nach vorne!

Das Schöne am Leben ist ja – wir können uns entscheiden. Möchtest Du ständig ängstlich zurückschauen und Dich über die „Schlaglöcher“ in Deinem Leben beklagen … oder willst Du mutig und zielsicher nach vorne schauen und mithilfe Deiner Erfahrungen, die kommenden „Schlaglöcher“ bestmöglich umfahren?

Also ICH habe mich entschieden. Mein Auto des Lebens hat keinen Rückwärtsgang! Den Rückspiegel habe ich abmontiert. Und wenn ich ihn mal brauchen sollte nur, um  mir Dinge anzusehen, deren Fehler ich nicht noch mal machen möchte. ›lächel‹

LEBE für Deine ZUKUNFT, denn die VERGANGENHEIT kannst Du nicht mehr ändern.

Wieder mal ein wenig privates von mir in meinen #Gedankengängen. Wäre schön, wenn ich Dich inspirieren kann umzudenken.
Danke, dass Du mich gelesen und vielleicht sogar weitergereicht hast? :-)
Bis bald.

Lesezeit: 4 Minuten

Tagein, tagaus dasselbe Drama. Das Leben läuft nicht so, wie wir es möchten. Und die anderen Menschen tun einfach nicht das, was sie sollten. Es ist echt ein „beinahe“ Skandal! Sehe ich da gerade ein Nicken von Dir? Oder höre ich ein leises Murmeln: „… ja so ist es leider …“ Dann würde ich Dir vorschlagen, zu Ende zu lesen. Vielleicht bist Du am Schluss des Artikels entspannter und gelassener. :D

Ich meine mich erinnern zu können, dass ich einmal im Jahr einen dieser Artikel schreibe. Ich muss ihn einfach schreiben!
A
– weil ich früher auch zu den „Drama-Queens“ gehörte, die nicht wusste, ob sie lachen oder weinen soll, wenn das Leben nicht nach meinen Vorstellungen und meinem Tempo verlief … und
B – seit ich gelernt habe, entspannter und mit mehr Gemütlichkeit durch mein Leben zu spazieren, dankt es mir mein Körper! Meine Frage also warum machen wir es uns so schwer?

Ich sitze ja an der Beobachtungsquelle

Ich lebe und arbeite ja viele Monate da, wo andere gerade mal für ein paar Wochen auf Urlaub herkommen. Man meine – es müsste ein Platz voller glücklicher, ausgeglichener und gemütlicher Menschen sein. Manchmal stürze ich mich in diesen „Aufregeritishaufen“ um zu sehen, wie schwer es sich diese Menschen eigentlich machen. Würde ich das nicht tun … wäre dieser Beitrag nicht entstanden ›lach‹!

Aus dem Leben dieser Menschen:
Aaaah, dieser alte Opa regt mich auf, braucht der den ganzen Gehweg tatsächlich? Diese Kinder können nicht reden, nur brüllen … kein Mensch sagt was! Diese lahmarschige Bedienung schafft es nicht, bis zu unserem Tisch zu gelangen … Neeiin, jetzt sind wir überpünktlich hier, und alles ist besetzt! Hallo, hast Du DEN gesehen? Der stellt seinen Wagen einfach da ab! Also wenn ich so eine Figur hätte, ich würde mich von oben bis unten „verhängen“ … eine Zumutung für andere!

Meine lieben … all das ist harmlos und stammt nicht von mir! Es entlockte mir schon oft ein dezentes kopfschüttelndes Lachen. Menschen, die ich besser kenne, und die ebensolche ständigen Aussagen über Ihre Lippen zischen, frage ich manchmal: „Sag mal warum machst Du es Dir eigentlich so schwer?“
Die Antwort lautet immer: „Es ist mein Recht mich über solche Dinge aufzuregen!“ Natürlich ist es das. Doch ob es etwas bringt, ist die andere Frage?

Es gibt da eine entscheidende Frage

Wenn ich es nicht selbst jahrelang so gelebt hätte, würde ich jetzt ehrlich ganz leise sein. Aber ich kann wirklich behaupten, mich dabei auszukennen. Also wenn Du gerade dabei bist, Deinen Turbo zu zünden, um vor lauter Ärger an die Decke zu springen, stelle ich Dir eine Frage: Ist das, was soeben passiert, entscheidend für den Rest Deines Lebens? Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Antwort NEIN sein wird. Deshalb möchte ich Dir gleich die nächsten Fragen stellen.

Warum verschleuderst Du dann so viel Energie für einen so nebensächlichen Moment? Was hält Dich davon ab, ruhiger zu sein?

Falls Du gerade keine Antwort parat hast, ich kann sie Dir beantworten, so wie ich sie auch für mich beantwortet habe. Es ist die Tatsache, dass es Dir in Deinem Leben verdammt gut geht, wenn Du an solchen „Aufregungen“, die gar keine sind, hängen bleibst. ›zwinker‹

Mir ist diese Erkenntnis gekommen, als ich bis zum Hals in der wahren Scheiße meines Lebens gewatet bin. Falsch parkende Autos, Kindergeschrei, Zugverspätungen und unfähige Bedienungen waren da bedeutungslos! All dieser Kleinkram ist nicht mal eine Sekunde unserer Aufregung wert.

Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass es mir mit meinem Leben nicht gut ging, so wie ich es führte. Es brodelte ständig in mir, sonst hätte ich mich nicht ständig durch solche Pipifax Sachen aufregen müssen. Wer nämlich zufrieden in sich ruht, denkt sich in solchen Situationen nur: Es ist, wie es ist. Und durch meine Aufregung oder mein Geschrei und meine Wut wird rein gar nichts besser.

Und manchmal regelt die Gesundheit die Dinge von alleine

Vielleicht fragst Du Dich wie ich vor ein paar Jahren: „Wie soll ich gemütlicher und gelassener sein können, in einer so hektischen egoistischen Welt?“ Für nichts ist Zeit und am besten wäre es, fünf Sachen gleichzeitig zu schaffen!“

Eine berechtigte Frage nach wie vor finde ich.  Jedoch gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder knallt Dir so wie in meinem Fall, Dein Leben, ein riesen Brett an den Kopf, dass Du wackelig zu Boden fällst und Du erst hinterher realisierst, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind. Diese Möglichkeit kann ich Dir aber nicht empfehlen!

Nimm die zweite Möglichkeit. Sei klug und erziehe Dich zu mehr Entspanntheit! Klingt schwierig. Ist auch schwer. Wenn Du aber mal für Dich beschlossen hast, diesen Weg zu gehen, wird er Dir auch Freude bringen. ›lächel‹

Es wird Dir auch dabei helfen, wenn Dich Momente des Selbstmitleids übermannen. Du die Fehler von anderen Menschen beklagst und ständig lästerst. Irgendwann wirst Du nämlich erkennen, Deine Energie zerplatzt wie eine Seifenblase … absolut sinnlos.

Natürlich ist mir auch klar, dass diese Verhaltensmuster ein Stück zu uns Menschen gehören. Es wird wenige geben, die so gütig sind, wie einst Mutter Teresa war. Aber es lässt sich wirklich stark reduzieren.

Mach Dir Dein Leben leichter

Diese Worte klingen etwas abgelutscht, schon klar. Ich bin oft sehr stolz darauf, welch Fortschritte ich auch in diesem Bereich gemacht habe. Ich weiß wie lächerlich unser ständiges Aufregen ist. Gerade der Vergleich zu einer schweren Krankheit oder tiefen Lebenskrisen!  Ich merke, dass es mir viel besser geht. Viel, viel besser sogar. :D

Diese neue Einstellung macht das Leben leichter. Gelassenheit ist keine Automatik. Ich muss mein Verhalten ständig beobachten, um nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Wichtig für mich ist das Umfeld, in dem ich mich bewege. Umgib Dich mit Menschen die Dir guttun und Du wirst wie sie. 

Wenn ich zurück in eine dauerhaft hektische Gesellschaft muss, habe ich schwer zu kämpfen nicht wieder in alte Muster zu kippen. Deshalb finde ich es so wichtig, sich seiner Energie bewusst zu werden und sich in Gelassenheit zu üben. Denn es ist so einfach, sich das Leben nicht so schwerzumachen.<3

Habe ich Dich irgendwo erwischt oder bist Du die Ruhe in Person? Ich sehe in der Zwischenzeit dem täglichen Wahnsinn gerne mit einem Lächeln zu.
Eine gemütliche Zeit ohne nutzlose Aufregung, das ist das, was ich Dir wünsche.