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NETZSTRUMPFHOSE – oder die Geschichte vom Moses-Körbchen im Fluss des Lebens, von dem ich für mich immer wieder feststellen durfte, dass es mich genau an den FÜR MICH richtigen Ufern anlegen lässt. Das Leben ist eine Netzstrumpfhose …

Das Leben ist eine Netzstrumpfhose

Es besteht aus lauter Fäden, Verbindungen, Kreuzungen und dazwischen ganz viel „Freiheit“ …

Ein Gespräch, Sonntag Morgen im Bett! Mit einer Tasse heißen Kaffee und meinen Mann neben mir. Der erste Tag seit längerer Zeit, wo wir gemeinsam und dieses Mal „kinderlos“ ausschlafen konnten. Zeit zum Kuscheln und zum Philosophieren.

Da ich gerade mein Berufsleben von einem „Ich“ in ein „Wir“ umwandle und vollkommen neuen Boden betrete, kommen doch immer wieder mal Phasen des Unwohlseins auf – trotz all der Freude, mit der ich mich darauf vorbereite.

Mein Mann versteht dieses Gefühl von mir sehr gut, den auch er ist diesen Weg schon vor mir gegangen. Und so erzählte er mir, dass er gerade ein Hörbuch gehört hatte, in dem es um den Fluss des Lebens ging.

Da ist eine Person, die in einem Boot auf dem Fluss des Lebens saß. Sie machte sich auf eine Reise ins Unbekannte. Neben dieser Person waren auf diesem Fluss noch viele andere Menschen mit auf dem Fluss des Lebens auf der Reise. Und wie Flüsse  nun mal sind – geht es auf denen mal ruhig aber dann auch mal wieder schneller und spritziger voran. Und dann kommen Engstellen zum Überwinden und gar auch Durchbrüche durch Felsen, wo sich dieser Fluss des Lebens hindurchgegraben hatte.

Die Angst vor diesem Durchbruch und dem, was dahinter noch im Verborgenen lag, lies unsere Person vor diesem Durchbruch noch mal am alten Ufer anlegen und innehalten. Zeit zum Überlegen, Zeit um innezuhalten. Zeit um in sich zu lauschen – „will ich das wirklich?“ und „was erwartet mich?“ …

Und dann ein Warten, wie sich die Angst senkt, die Ruhe einen durchströmt und das wieder laut in einem Selbst hörbare „JAAAA – ICH WILL DAS!“

Und so stieg diese Person wieder in ihr kleines Boot und aufging es ins Abenteuer auf dem Fluss des Lebens und durch, durch den Durchbruch im Felsen – hinein in unbekanntes und doch so wunderbares Terrain …

Ja, und da kam sie wieder zurück – die Sicherheit und das intuitive Wissen, dass das was ich/wir tun wollen doch das ganz Richtige ist! Und das nach diesem kurzen Durchtritt durch die Felswand, der wahre Durchbruch auf uns wartet wird! Und so kam wieder das warme Gefühl von meinem Moses-Körbchen, das mich wie immer am für MICH richtigen Ufer ankern lässt.

Und weil ich unter quälender Höhenangst leide und Felsen so gar nicht leiden kann, und schon gar keine Felswände, so kam mir plötzlich das Bild mit der Netzstrumpfhose vor mein geistiges Auge. Mein Mann schmunzelte und lachte dann aus ganzem Herzen, als ich ihm das erzählte.

Also ihr Lieben – denkt daran: Das Leben ist eine Netzstrumpfhose mit ganz vielen spannenden Möglichkeiten …, wenn man sich erstmal traut durch so ein „Loch“ im Strumpf zu schlüpfen. :-)

Diese herrliche und alles sagende Geschichte stammt von Martina Kleinfeldt.

Vielleicht denken wir alle beim nächsten „soll ich oder lass ich es lieber“ an eine Netzstrumpfhose?
Ich danke Dir, daß Du Dir die wenige Zeit genommen, und mich gelesen hast. Bis zum nächsten Mal, wenn es heißt:
Geschichtenliebe #42 ist da!

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Freude. Dieses Wort zergeht auf der Zunge. Es klingt in jeder Sprache schön und löst zusätzlich einen schnelleren Herzschlag aus! Es ist ein Gemütszustand der die primäre Emotion, die als eine Reaktion auf eine angenehme Situation oder Erinnerung entsteht. Sie äußerst sich ganz unterschiedlich. Kann laut, aber auch leise stattfinden. Tränenreich sein oder auch nur mit einem Lächeln signiert werden. Die Bandbreite ist groß und wunderschön. Freude ist nicht nur ein Wort – sie ist eines der schönsten Emotionen, die es gibt.

Freude ist das Aufleuchten der Seele, sagen die Yogis. Und das gefällt mir richtig gut. ›lach‹ Wir alle haben Themen, die unsere Augen zum Strahlen bringen und die uns das Drumherum vergessen lassen. Es sind Themen, die uns abholen und berühren.  Es ist ein Abtauchen in eine unbeschwerte Welt, in der alles vollständig und schön ist. Wir vergessen Raum und Zeit, fühlen uns in diesem Augenblick pudelwohl … so ist es jedenfalls für mich. :D

Freude ist innere Entspannung

In unserem Körper spüren wir Freude als Entspannung. Im Außen ist sie durch ein Lächeln oder ausgelassene Gesten zu sehen. Bei mir ist es etwas anders. Ich halte mir dabei meistens die Hände vor dem Mund um nicht loszuschreien, dabei gehe ich leicht in die Knie. ›lach‹ NEIN, das ist keine Turnübung, sondern mein Ausdruck von Freude. :-)

Ich konnte Freude nicht immer so empfinden wie ich es heute kann. Auch das gibt es. Umso mehr freut es mich, sie wieder gefunden zu haben und darüber schreiben zu können. Um Freude empfinden zu können, müssen wir Situationen und Ereignisse positiv bewerten können. Indem wir zum Beispiel denken …

  • das Leben ist schön.
  • ich hab´das prima hingebracht.
  • der Moment ist angenehm und macht richtig Spaß.
  • mein Gegenüber ist zuvorkommend und nett zu mir.
  • der Erhalt einer guten Nachricht.
  • berufliche und private Erfolge.
  • die Freundlichkeit anderer Menschen.
  • Sonnenstrahlen, Regenbogen … die Natur im Allgemeinen.

Es klingt vielleicht etwas verrückt, aber wir können auch Angst haben uns zu freuen. Nämlich dann, wenn wir befürchten, dass wir verlieren könnten, worüber wir uns freuen! Ich kenne das nur zu gut. Ich habe mir die Freude verboten aus Angst vor einer Enttäuschung.

Was macht diese „Freude“ mit uns?

Unser Umfeld profitiert auf jeden Fall davon. Das steht fest. Aus einer positiven Stimmung heraus nehmen wir alles positiver wahr und können es noch besser genießen. Der Umgang mit anderen Menschen fällt uns leichter und wir sind geduldiger und großzügiger. Außerdem fühlen sich andere Menschen in unserer Gegenwart wesentlich wohler. Sie suchen unsere Nähe! Menschen die an Depressionen leiden, sind nicht in der Lage, Freude so zu empfinden.

Man kann dieses schöne Gefühl fördern, indem wir Dinge tun die uns Freude bereiten. Neugierig bleiben und vieles ausprobieren und uns daran freuen. Uns mit Menschen umgeben, die uns guttun, die uns mögen und lieben. Auch anderen zu helfen, fördert diese Emotion.

Du nimmst Freude nur in der Gegenwart wahr

Momente, die uns mit Freude überschütten, lassen unsere Gedanken still stehen. Wir sind konzentriert auf diese Aktivität. Wir sind fokussiert und total im Augenblick gefangen. Nichts stört!

Wenn unsere innere Ausgeglichenheit durch berufliche Konflikte verschwindet, dann fühlen wir uns unwohl. Wir sind nervös und angespannt. Alle negativen Dinge einer Situation oder eines Menschen fallen uns dabei auf. Wir wechseln vom JETZT in die Vergangenheit oder in die Zukunft.

Wenn wir trainieren im JETZT zu bleiben, dann erleben wir viel mehr Freude!

Der Spaß und die Freude sollten an oberster Stelle sein. Beobachten wir doch mal unsere kleinen Menschen. Wir können so viel von Kindern lernen. Womit beschäftigen sie sich? Genau! Nur mit Dingen die, die sie gerne machen – so richtig gerne. Haben sie keine Lust mehr, lassen sie das Spielzeug in der Sekunde fallen und widmen sich dem nächsten. Es ist wichtig für ihre Entwicklung.

Du wirst jetzt sagen: „Ich kann in meinem Beruf nicht alle fünf Minuten die Aufgaben wechseln …“ Du wirst diese „Lust“ auch nicht verspüren, weil Erwachsene ja auch ganz anders ticken. Darum geht es auch eigentlich gar nicht. Kinder folgen ihren Impulsen. Das haben wir als Erwachsene leider großteils verlernt. Wir beschäftigen uns mit Dingen von denen wir meinen, die müssten wir noch unbedingt tun.

Impulse sind ein Zeichen dafür, dass JETZT genau der richtige Moment dafür ist, genau das zu tun, was Dein Gefühl, Dein Herz, Dein Unterbewusstsein, Dein Bauch Dir sagt. Dein Verstand setzt es danach um. Das möchte ich Dir unbedingt mitgeben. Folge Deinen Impulsen … sie bereiten Dir Freude!

Freude ist eine Privatangelegenheit

Freude ist ein Gefühl, das sowohl durch unsere Gedanken, als auch unser Verhalten gesteuert wird. Die wichtigste Voraussetzung für das Empfinden von Freude sind unsere Einstellungen! Die Freude und das Glück sind eine „Privatangelegenheit. Das bedeutet Du musst selbst herausfinden, was Dir glückliche Momente bereitet. 

Die Freude ist immer da. Genauso wie das Glück. Wir tragen es in uns, wir haben es nur vergessen und müssen uns lediglich wieder daran erinnern. Und vielleicht noch etwas ganz Wichtiges:

Freude und Glück können wir nicht behalten und festhalten! Freude und Glück verflüchtigen sich wie ein gutes Parfum. Das ist auch gut so, denn dauerhafte Freude wäre unerträglich und würde zur Selbstverständlichkeit werden und uns damit keine Freude mehr bereiten. ›zwinker‹

Und zum Schluss noch Freude bedeutet und beinhaltet:

  • Gesundheit
  • geliebt werden
  • Geborgenheit
  • Harmonie
  • Natur erleben
  • schwere Zeiten zu überstehen
  • ein Lebensziel verwirklichen
  • Zufriedenheit
  • lieben
  • Kinder
  • Menschen, die man mag
  • genießen
  • staunen können
  • Freiheit

Die Liste könnte ziemlich lange werden und wenn Du magst, darfst Du Deine persönlichen Freudenschreimomente noch daruntersetzen. Wie Du siehst, „FREUDE“ ist nicht nur „EIN“ Wort, sondern wesentlich mehr! :-)

Ich wünsche Dir ganz viel Freude … jeden Tag. Liebe Dein Leben und die Freude ist auf Deiner Seite.

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Dreihundert … ich kann es gar nicht glauben … es ist ein Montag vor dem Mittwoch. Wie immer plane ich einen lesenswerten Artikel zu schreiben. Eigentlich alles wie immer und ganz normal. Bis ich auf meine Planungsliste schaue. Nochmal von vorne:
Es ist Montag vor dem Mittwoch. Aber es ist kein normaler Montag vor dem Mittwoch. Meine Augen sind gerade doppelt so groß wie normal. Ich werde am Mittwoch meinen 300sten Artikel hier auf FrauenPunk online schicken …

Und während ich es so gar nicht glauben kann, merke ich wie meine Ohren heiß werden. Ich bekomme immer „Glühohren“ wenn ich aufgeregt bin. ›lach‹ Zu meinen heißen Ohren folgt aber gleich eine Nachhut an Gefühl. Ich bekomme Stress! Der 300 Artikel … sollte eventuell was ganz besonderes werden? Oder ist das egal? Es hat ja bestimmt niemand mitgezählt?

Und jetzt, was mache ich? Ich konnte noch nie unter Druck, schon gar nicht unter meinem eigenen, kreative Leistungen bringen! Es fällt mir nix ein. Schreibblockade pur. So wird das nichts.

Selbstgespräch:

Du wirst dir jetzt ein Häferl (auf Deutsch – Tasse) Kaffee holen, setzt dich wieder an deinen Schreibtisch und fängst an zu schreiben. Drauf los. Ohne Plan. Du brauchst keinen Plan Sandra. Schreib alles auf was dir zu deinen 300sten, einfällt …
Denke an Christiane, die dir in ihren Textkursen immer wieder gesagt hat: „Bei Schreibblockaden – Stift in die Hand, ansetzen, los schreiben. Nicht aufhören. Der „Flow“ findet seine Worte und daraus entstehen sehr oft gute Texte.“

Genau, das werde ich auch machen. Ich bin eine gute Schülerin, setze um, was ich gelernt habe. >großer Schluck Kaffee< … ich beginne jetzt.

Mein erster Gedanke – Freude

Ebenso mein erstes Wort – Freude. Große Freude! Ich hätte mir ja nicht gedacht, so viele Artikel auf meine Seite zu bringen! Nicht weil mir die Ideen etwa ausgehen würden, sondern weil ich so oft mit mir haderte aufzuhören. Viele Veränderungen habe ich immer wieder vorgenommen, versucht zu verbessern, meine Zielgruppe gesucht und nicht sofort gefunden wie ich es mir gewünscht habe.

Zu viele Frauen-Blogs haben mich manchmal in meiner „Fahrt“  ausgebremst. Erfahrene Frauen, die Seminare und Coachings anbieten und damit auch ihre Rechnungen bezahlen können. Ganz anders als bei mir und deshalb sehr oft mein Gedanke: „Ich lasse es sein …“

Danke mein liebes Bauchgefühl und danke meiner inneren Stimme! Für euren ständigen Ohrwurm: „Weitermachen, weitermachen …“ Ich bin diesem Ohrwurm gefolgt und darüber bin ich ehrlich froh! Es hat mir wieder gezeigt, dass es auch ohne Unterstützung seiner sogenannten FB -Freunde oder tausender Instagram Follower möglich ist, sein Ding zu machen und damit Menschen in meinem Fall, Frauen, zu erreichen! <3

Unsere FrauenPunk Gruppe besteht aus doppelt so vielen Mitglieder, als ich „Freunde“ auf FB habe. Mein Blog und die Gruppe hat außerdem dazu geführt, dass ich viele davon auch schon näher kennenlernen durfte. >freu< Verbundenheit ist entstanden und ebenso ein unterstützendes Miteinander! Ohne Neid nur mit Herz dabei.

Ich werde oft gefragt …

„Warum machst du das?“ Meine Antwort dazu ist immer dieselbe. Ich möchte Frauen ihre Perspektiven aufzeigen, zeigen wie sie ihre Linie finden und danach auch leben können. Das sie sich von den Medien, der Gesellschaft  und auch ihrem Umfeld nicht verunsichern lassen sollen! Ich will damit öffentliche Meinung erzeugen … vielleicht auch ein Sprachrohr sein für diejenigen, die sich (noch) nicht trauen auszusprechen, was sie wollen!

„Wie viel Zeit investierst du in diese Sache?“ Als ich damit begann, war ich sehr langsam. Viele Hilfsmittel konnte ich nicht nutzen, da ich mich nicht auskannte. Ich wollte einfach nur schreiben. Das reichte aber nicht. Ich habe damals unglaublich viel gelesen und musste mir sehr viel Wissen aneignen. Ich war unsicher und langsam.

Jetzt bin ich mir sicher. Habe mir viel angeeignet und zusätzlich die Schulbank gedrückt. Ich liebe das, was ich hier mache, es ist aber in der Zwischenzeit auch umfangreicher geworden! Und um diese Frage zu beantworten, darf ich sagen es sind täglich mehrere Stunden, die ich am MacBook verbringe.

„Wo nimmst du deine Ideen für deine täglichen Postings und Artikel her?“ Das frage ich mich manchmal auch. >lach< Wenn ich ehrlich bin, fehlt mir eher die Zeit, alles umzusetzen, als die Ideen, die mir ständig durch den Kopf gehen. Nach wie vor lese ich sehr viel. Meinen Input bekomme ich, wenn ich Menschen beobachte, mit Frauen rede oder schreibe. Jede Idee wird festgehalten und sofort aufgeschrieben. Nach dem Motto: NIE ohne Stift und Block das Haus verlassen. :-)

Ich wollte die 300 heute dafür nutzen, jeder einzelnen von euch ein DANKE hier zu lassen. Ebenso die paar Fragen, die ich so oft gestellt bekomme, zu beantworten. Ich bin mega happy über 2628 Menschen, die mich abonniert haben!
Der Rest bleibt gleich. :D

Das wars eigentlich, meine Schreibblockade ist wie weggeblasen und ich könnte endlos weiter schreiben. :-)

Ich aber entlasse euch nun in einen hoffentlich fantastischen Tag und freue mich, wenn wir uns morgen wieder lesen!

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Schenken – DAS Thema schlecht hin und jetzt ein paar Wochen vor Weihnachten in aller Munde. Für viele ein Akt voll Stress. Für die einen ist es ein großes Bedürfnis, andere haben sich dem großen „schenken und beschenkt werden“ Spektakel entzogen. Schenken macht Freude. Es gehört zu den schönsten zwischenmenschlichen Aktionen die uns von klein auf gelehrt wurden. Schenken wir etwas, möchten wir dadurch unserem Gegenüber unsere Verbundenheit und unsere Wertschätzung zeigen und ihm damit Freude bereiten. Die Weihnachtszeit wird vermehrt dafür genutzt um Menschen zu beschenken die uns am Herzen liegen, Freude zu bereiten … auch wenn Weihnachten für mich etwas anderes symbolisiert als Geschenke, Geschenke und nochmals Geschenke.

Das Ritual des Schenkens

„Schenken“ gehört zu den positivsten sozialen zwischenmenschlichen Handlungen. Wir freuen uns beschenkt zu werden und freuen uns wenn wir anderen Freude bereiten können. Wir verspüren Dankbarkeit ob als Geber oder Nehmer. Dankbar darüber zu sein gehört zu den ersten „Benimmregeln“, die wir als Kinder schon von unseren Eltern eingetrichtert  bekommen haben und die wir wieder unseren Kindern weiter gegeben haben. Ich erinnere mich noch sehr genau wenn es hieß: „Na wie sagt man da?“ oder ein Schups von hinten mit den Worten begleitet „Sag schön DANKE …“! Mit diesen oder ähnlichen Sätzen wollten unsere Eltern uns zu dankbaren und höflichen Menschen erziehen.

Schenken ohne zu erwarten

Schenken ohne Anlass – die edelste und die aufrichtigste Form des Schenkens, wie ich finde. Überraschend für den Empfänger und ohne Erwartung seitens des „Gebers“. Gelingt uns das wirklich? Wir sagen es alle – jedoch stimmt es wirklich und erwarten wir wirklich nichts? Also ICH kann von mir sagen das ich es nicht schaffe. Ich wünsche mir immer eine positive Reaktion  auf meine Gabe.

Möglicherweise ist es dir auch schon mal passiert, du überreichst einen Freund, Bekannten oder der Familie ein Geschenk oder du wirfst einem Obdachlosen eine zwei Euro Münze in seine Schale – und als Reaktion kommt: NICHTS. Kein freudiger Gesichtsausdruck, kein Dankeschön … es folgte eher ein schnippisches „Was soll ich mit zwei Euro?“ Oder es wurden Geschenke abgelehnt und nicht einmal aufgemacht solange man anwesend war. Eine Unart die mich wirklich verletzt hat!

In mir machte sich dann sofort ein unangenehmes Gefühl breit. Ich konnte es nicht nachvollziehen und ich ärgerte mich. Wo war die Dankbarkeit geblieben die mich meine Eltern lehrten aber selbst nicht gebrauchten? Warum war der Mensch der in der Fußgängerzone am Boden saß, unfreundlich und beschwerte sich weil ich „nur“ zwei Euro gab? Offensichtlich erfolgte mein Schenken und Geben doch nicht so bedingungslos und ohne Erwartungen. Ich wünschte mir Dankbarkeit.

Bedingungslos geben heißt nichts erwarten

Es ist wie mit  so vielen anderen Situationen auch im Leben. Man muß daran arbeiten und lernen um mit solchen, für mich waren es Enttäuschungen, richtig umgehen zu können! Selbstverständlich ist es ein tolles Gefühl, wenn ein Geste, eine Spende an Bedürftige honoriert wird. Jedoch sollte es nicht zur Bedingung gemacht werden. Natürlich sollte ein „Danke“ eine Selbstverständlichkeit sein. Wie auch für mich ein freundliches Lächeln ebenso dazugehört … jedoch manche dieser Menschen haben es nicht erlernt. Wenn wir diese Erwartung nicht erfüllt bekommen – der andere reagiert nicht so wie wir es uns erwarten – folgt ein negatives Gefühl, die Enttäuschung.

Neale Donald Walsh sagt: „Erwartungen ruinieren Beziehungen und Freundschaften …“ Wenn wir nämlich von vornherein erwarten das unser Geben mit Dankbarkeit honoriert werden muss, dann ist es nicht bedingungslos. Erwarte nichts dann wirst du nicht enttäuscht, heißt es ja und das stimmt. Was in Wahrheit nichts anderes bedeutet als das wir unsere  Gefühle und unsere Stimmung nicht davon abhängig machen sollten ob unser Mitmenschen unser Tun, Geben und Schenken gebührend mit Dankbarkeit würdigen! Klingt hart, ist hart aber ist so.

Wenn wir wirklich jemandem ein Herz-Geschenk machen, ihm Freude bereiten möchten, dann sollten wir es einfach tun! Und zwar ohne Erwartung auf Erwiederung. Dieses bedingungslose Geben bedeutet Freude. Erwartung hingegen bedeutet einen Mangel zu spüren. Keine Erwartungen zu haben, heißt mit sich selbst und dem eigenen Leben im Reinen zu sein.

Schenken zu Weihnachten

Das Schenken ist so alt wie die Menschheit selbst. Das große Schenken am Heiligen Abend wird für viele ein Thema sein, das ist klar. Das die Sache mit dem “ Wir schenken uns heuer nicht’s …“ für viele von uns wieder eine schwierige Angelegenheit werden wird ist auch amtlich. Es funktioniert meistens nicht. Es kommt immer wieder zum Supergau, DU bekommst, aber hast dich selber an die Abmachung gehalten. Wo dann auch schon wieder ein schlechtes Gefühl in uns hochsteigt und der andere möglicherweise eine Erwartung in sich trägt?! Ich kann dazu nur einen Tipp abgeben, da ich selber die letzten Jahre immer wieder in diese Lage kam. Einfach und ehrlich darauf hinzuweisen das war nicht so vereinbart, aber man sich ehrlich und aufrichtig darüber freut. Es hat länger gedauert bis ich es geschafft habe wirklich kein „Notfall-Geschenk“ in der Tasche mitzuschleppen. :-) In der Zwischenzeit hab ich kein schlechtes Gewissen mehr an sogenannten aufgezwungenen „heute ist großer Geschenketag“ meine Ankündigung nichts mehr zu schenken, auch durchzuziehen. Wie anfangs erwähnt – Schenken ohne Anlass – gefällt mir persönlich wesentlich besser da alles was üblich und erwartet wird, MIR ohnehin gegen den Strich geht! :-)

Fazit des Ganzen: Ich finde es eine großartige Gelegenheit, die Reaktionen der Anderen und auch deine eigene genauer anzusehen wenn du gibst und bekommst. Deine ehrlichen Gedanken dabei zu durchkämmen. Was empfindest du? Macht es dir Freude oder nervt es dich? Gelingt es dir ohne Erwartung zu schenken? Eine Erfahrung die mich zum Nachdenken animierte.

Freude durch schenken ist das eigentliche Geschenk.

Manfred Hinrich

Ich wünsche DIR auf jeden Fall das richtige Gefühl das du zum Schenken und annehmen brauchen kannst! Lass es DIR gut gehen aber vor allem – lass DICH nicht hetzen in dieser hektischen Zeit.

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Was mich die letzten Tage beschäftigte war die Frage: „Warum warten wir Menschen so lange, bis eine schwierige Situation eintritt, um uns darüber klar zu werden, wie gut es uns vorher ging, wie gut wir es generell haben?“ Wir Menschen haben ein aussergewöhnliches Vermögen uns an jede Situation und Gegebenheit anzupassen. Mit einer schwierigen Situation oder einem Unglück konfrontiert, stellen sich die meistens darauf ein und unser Wohlbefinden hat sich nach einer kurzen Zeit wieder dem Zustand vor dem „Unangenehmen“ angeglichen.

Blöd nur, dass es sich mit dem Glück und der Freude ebenso verhält. Wenn du ehrlich bist und darüber nachdenkst, wie oft und vor allem wie genau schauen wir den Menschen mit dem wir tagtäglich zusammenleben an? Wie verabschieden wir uns wenn wir das Haus verlassen, wie achtsam sind wir dabei? Das Auto das ich mir vor einem Jahr gekauft habe und das mir meine Wege um vieles erleichtert … schätze ich es immer noch so als in den ersten Wochen? Unser schönes Zuhause zum Beispiel, plötzlich alles „normal“ und manchmal als nervig empfunden, weil ständig geputzt und geräumt werden muss? Das sind jetzt nur die sehr naheliegenden Beispiele aus unserem Leben …

Die Fähigkeit eine aussergewöhnliche Freude an gewöhnlichen Momenten zu zeigen tritt immer mehr in den Hintergrund. Habe ich recht? Das Hier und Jetzt bewusst wahrzunehmen, die kleinsten Kleinigkeiten und Momente sowie die einfachen Erfahrungen zu geniessen – fällt für mich unter „LEBENSKUNST“. Besinnen wir uns wieder mehr darauf gehören wir mit Sicherheit zu den zufriedenen, ausgeglichen Menschen … :-)

Ich habe mein Glück an dem Geräusch erkannt, das es machte als es mich verließ!

Auch ein Aufruf an mich selbst! In diesem Sinne eine zufriedene Zeit. Bis bald – wir treffen uns in meinen Gedanken!