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Hierzulande wird es leider noch immer von vielen Menschen sehr negativ gesehen wenn man sich in Psychotherapie begibt. Es fühlt sich tatsächlich so an, als würde die Gesellschaft noch immer mit dem Finger auf Menschen zeigen die dieses Angebot nützen. Warum? Es gibt nichts Falsches daran, es gilt sogar das genaue Gegenteil – es braucht viel Mut diesen Schritt zu gehen. Immerhin sind es fremde Menschen, die uns bei der Entwirrung unserer Knoten im Kopf unterstützen!

Ja ich gehe zum Psychologen. Doch deshalb bin ich noch lange nicht verrückt, ich besuche auch regelmäßig meinen Frauenarzt und leide nicht an Gebärmutterkrebs (nicht mehr). Außerdem „verrückt „, ist ein Etikett dass man nie und nimmer an Menschen tackern sollte/darf, die an psychischen Problemen leiden. Ich gehe zum Psychologen, weil ich mich dazu von alleine entschieden habe, er hilft mir meine Gedanken zu organisieren und mit meinen Gefühlen besser umzugehen. Ich fühle mich gut aufgehoben, da ich dort die Ressourcen finde, die ich brauche um mich dem Leben zu stellen und dadurch auch ein Stück Glück finde.

Ich kenne das Gefühl und den Schmerz, den ich empfinde, wenn ich den Sinn meines Lebens verliere, wenn ich für meine Gefühle keine Worte habe und wenn ich nicht aufhören kann zu denken … den Ausgang nicht finde der mich wieder zurück führt …

Das Stigma der psychischen Gesundheit

Sich in Therapie zu begeben, wird immer noch als etwas Negatives angesehen. Menschen rümpfen die Nase wenn das Thema“ psychische Probleme“ angesprochen wird. Solchen Problemen wird auch heute in unserer Gesellschaft noch nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Emotionale Schwierigkeiten erscheinen uns zweitrangig. Es passt nicht in unsere Gesellschaft und deshalb erlauben wir es nicht, sich eingehend mit ihnen zu befassen. Es ist auch nicht so einfach, bestimmte Probleme einfach über den Rand zu scheren, sie zu überwinden. Einfacher wäre es ein Antibiotikum zu schlucken …

Es liegt bestimmt auch daran, dass wir in einer Gesellschaft leben in der man zu funktionieren hat, in der Probleme schnell wieder in Ordnung gebracht werdenden müssen. Alles muss sofort repariert werden oder anderenfalls ersetzt und ausgetauscht werden, jedoch kann man Menschen nun mal nicht immer und sofort „reparieren“! Geschweige denn austauschen! Probleme, die sich still und über Jahre hindurch in uns eingeschlichen haben, wird man nicht über Nacht wegradieren können! Alles braucht seine Zeit und es braucht den Mut sich dafür zu entscheiden, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Betroffene Menschen müssen sich durch einen Schmerz ohne Namen durcharbeiten. Darüber hinaus scheint das für die Gesellschaft ein Zeichen von Schwäche zu sein, denn so etwas darf nicht sein, es passt nicht und wenn es dennoch so ist – spricht man nicht darüber.

Könnte man die Psyche in Gips legen – es wäre einfacher

Es fällt mir immer wieder der Vergleich mit einem gebrochenen Arm ein. Man braucht nicht viel erklären. Der Gips oder die Schiene verrät weshalb man nicht am Sport teilhaben kann, welche Verletzung dahinter steckt – es wird stillschweigend hingenommen. Kein Gerede, keine blöden Bemerkungen, möglicherweise wird sogar etwas Mitleid darüber gestreut … fertig. Man gehört trotz verletzter Hand dazu.

Aber wie sieht es mit der Psyche aus, die verletzt ist? Nach außen hin ist nichts zu erkennen. Die Hülle ist top. Den inneren Schmerz kann keiner hören … Man entwickelt beinahe ein schauspielerisches Talent, um nicht aufzufliegen, niemandem zur Last zu fallen, mit den Gefühlen die sich in der inneren Welt so abspielen. Es braucht einiges an Courage, um zuzugeben, dass es da etwas gibt, das uns so schmerzt und wir das verändern wollen! Das braucht Mut. Darüber zu sprechen, dies zu erkennen und einem selbst die Gelegenheit zu geben, mit seinen eigenen Erwartungen umzugehen. Es ist „eine psychologische Hochleistung“ wurde mir mal dazu gesagt, auf die jeder Einzelne stolz sein darf, hat er sich für diesen Gang zum Psychotherapeuten entschlossen.

Psychologen heilen nicht, sie dienen uns als Werkzeug

Es haben keineswegs alle Menschen, die zur Therapie gehen, eine psychische Störung. Oft sind es Fragen die einen beschäftigen, oder manche brauchen nur eine einfache „Starthilfe“ um ihr ganz persönliches Leck  wieder in Ordnung zu bringen. Was man durch eine Therapie erreichen kann, geht über gewöhnliches Zuhören weit hinaus. Es ist wesentlich mehr als eine intime Unterhaltung. Die Unterstützung eines Psychologen ist essenziell, dazu gehört, dass die schwach gewordene Glühbirne gewechselt wird und das in einem ausgeglichenen, sehr objektiven Kontext.

Jeder Psychologe arbeitet anders. Das Wissen und die Techniken basieren jedoch auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das ist der Wert der Psychologie – eine Unterstützung bei der Suche nach Antworten unserer Fragen. Das Hilfreiche unter die Arme greifen, geht es um alte Denkmuster, um Gefühle die man nicht zuordnen kann und auch Gedanken die dich nicht loslassen.

Es werden vergrabene Ressourcen wieder frei geschaufelt und die mögliche Qualität in unserem Leben wieder entdeckt! Ja … und genau deshalb ist die Psychologie ein genialer und schöner Weg für alle die, die den Mut haben, ihn zu gehen! Nach jahrelanger Erfahrung kann ich sagen dieser Weg war für mich anfangs ein sehr unangenehmer, aber letztendlich lebensrettender Weg. Und eines durfte ich lernen, Menschen die nur mit „sichtbaren“ Verletzungen umgehen können … gehören nicht in MEIN Leben! 🙂

„Mein Weg ist nicht einfach das zu sagen, was alle sagen, das zu tun, was alle tun. Schwieriger ist es, zu sich zu stehen, zu sagen was einem wichtig ist. Zu tun was einem selbst entspricht – seinen Weg zu gehen … auch wenn man belächelt wird.“

Eine gute Zeit wünsche ich DIR, bis bald.

Jedermann weiß, dass das Leben einer Wolke sehr bewegt aber auch kurz ist. Das sollte auch der Sinnspruch für diese süße Geschichte sein. Zufällig trifft man sich. Man fühlt. Man bleibt. Und nach und nach wird man eins. Alles ist möglich – nichts muss.

Die Wolke und die Düne

Inmitten eines großen Sturmes über dem Mittelmeer wurde einst eine Wolke geboren. Aber Zeit um zu wachsen, wahr ihr nicht vergönnt: Ein starker Wind schob alle Wolken in Richtung Afrika. Kaum war sie über dem afrikanischen Kontinent angekommen, veränderte sich das Klima. Eine grelle Sonne glänzte am Himmel, und unter ihnen erstreckte sich der goldene Sand der Sahara. Da es in der Wüste nun einmal fast nie regnet, schob der Wind die Wolken weiter in Richtung der südlichen gelegenen Wälder. Doch wie es der Jugend bei den Menschenkindern geht, so ist es auch bei den jungen Wolken.

Die Wolke beschloss, sich von ihren Eltern und älteren Freunden zu lösen und die Welt zu entdecken. „Was tust du?“ tadelte sie der Wind. „Die Wüste bleibt und ist überall gleich! Komm zurück, zurück zu deiner Wolkenfamilie, wir sind auf dem Weg in die Mitte Afrikas, wo es Berge und großartige Bäume gibt.“ Doch die junge Wolke, die ein rebellisches Naturell hatte, gehorchte nicht. Ganz allmählich ließ sie sich herabsinken, bis sie auf einer sanfte Brise dicht über dem goldenen Sand schwebte. Lange zog sie umher, bis sie plötzlich bemerkte, dass eine der Dünen sie anlächelte. Ihr fiel auf, dass die Düne jung war, erst kürzlich vom Wind geformt, der gerade vorübergezogen war.

Augenblicklich verliebte sich die Wolke in deren blonden Haarschopf. „Guten Morgen“, sagte sie. „Wie ist das Leben da unten?“ „Gesellig und kurzweilig, mit den anderen Dünen, der Sonne, dem Wind und den Karawanen, die hin und wieder hier vorbeikommen. Manchmal ist es sehr heiß, aber es ist auszuhalten. Und wie ist das Leben dort oben?“ „Ich habe hier auch den Wind und die Sonne, aber ich habe den Vorteil, dass ich durch die Lüfte schweben und viele Dinge sehen kann.“

„Mein Leben ist kurz“ sagte die Düne. „Wenn der Wind aus den Wäldern zurückkehrt, ist es um mich geschehen.“ „Macht dich das traurig?“ „Es gibt mir das Gefühl zu nichts nutze zu sein.“ „Ja so geht es mir auch. Sobald ein neuer Wind hier vorbeikommt, reise ich ich in den Süden weiter und verwandle mich in Regen. Aber ja, das ist nun mal mein Schicksal.“ Die Düne zögerte einen Moment, dann aber sagte sie: „Wusstest du, dass für uns Dünen der Regen das Paradies ist?“ „Ich wusste nicht, dass ich mich in so etwas Wichtiges  verwandeln kann.“ sagte die Wolke stolz.

„Die alten Dünen erzählen, dass wir nach dem Regen mit Pflanzen und Blumen übersät sind“, sagte die Düne. „Aber das werde ich ich wohl nie erleben, weil es in der Wüste so selten regnet.“ Nun zögerte die Wolke – aber nicht lange – und begann zu lächeln. Sie sagte: „Wenn du willst, kann ich dich mit Regen bedecken. Ich bin zwar gerade erst hier angekommen, doch ich habe mich in dich verliebt und würde gern für immer hier bleiben.“ „Ich habe mich auch in dich verliebt, gleich als ich dich am Himmel sah“, sagte die Düne. „Doch wenn du dein schönes weißes Haar in Regen verwandelst, wirst du sterben.“

„Die Liebe stirbt nie“, sagte die Wolke. „Sie verwandelt sich, und ich möchte gern das Paradies für dich sein, es für dich sichtbar machen.“ Und sie begann, die Düne mit ihren kleinen Tropfen zu liebkosen, so blieben sie eine lange Zeit beieinander, bis ein Regenbogen erschien. Am nächsten Tag war die kleine Düne voller Blumen. Andere Wolken die vorbeizogen, dachten, dass dort schon ein Teil der Wälder lag, die sie suchten, und ließen ebenfalls ihren Regen fallen.

Zwanzig Jahre später hatte sich die Düne in eine Oase verwandelt, welche die Reisenden mit dem Schatten ihrer Bäume erfrischte. Und all das, weil einst eine kleine verliebte Wolke keine Angst hatte, ihr Leben aus Liebe einer Düne hinzugeben!

Paulo Coelho

Wir alle sollten in Sachen Liebe mutiger sein. Wir „zerdenken“ viel zu viel. Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit zum Beispiel, stehen uns dabei im Weg. Loslassen und einlassen … daraus kann Liebe werden. ❤️ Danke J.M.

Eine wunderbare herzliche Woche wünsche ich dir!

Wie sagt man immer so schön: „Schau doch erst mal was DIR Spaß macht, orientiere und sortiere DICH neu, und hast DU deine Leidenschaft in deinem Leben gefunden – such dir den passenden Job dazu“. Klingt alles ganz gut, ist aber nicht ganz so einfach. Angenommen eine Frau mittleren Alters möchte noch mal richtig neu durchstarten, sie hat ihre Leidenschaft gefunden und möchte ohne jede Vorkenntnis als Autorin ihr Geld verdienen …

Sie ist ein unbeschriebenes Blatt, keiner kennt sie – ihre schon geschriebenen gesammelten „Werke“ liegen zu Hause in der Schublade … sie hat sich NICHT getraut schon wesentlich früher damit in die Öffentlichkeit zu gehen, immerhin waren es Schriften für sie ganz alleine. Jetzt erst ist der Zeitpunkt da, wo sie meint: „Hey ich finde sie so gut und ich liebe es Geschichten zu schreiben, ich möchte dies mit anderen Menschen teilen …“

Und jetzt nehmen wir mal an die Frau bist du oder ich.

Ich will auch erfolgreich sein

Nicht nur weil das dem Ego schmeichelt, sondern weil man davon auch leben können sollte. Ausser man hat im Lotto gewonnen, eine Erbschaft eingesackt oder sitzt in der Komfortzone, du weißt schon … gut, nein sehr gut verheiratet und das Geld das du zum Leben brauchst liegt täglich, wöchentlich oder sonst wie  auf dem Tisch zur „freien Entnahme“.

Dann kommt noch die Frage nach dem Verlag. Verleger zu finden ist schon mal gar nicht so einfach, immerhin haben diese Idee 2 oder 3 andere auch schon gehabt! Was ich gut finde, können alle anderen langweilig und uninteressant finden – obwohl ich für diese Sache brenne wird es schwer werden damit mein Geld zu verdienen, da brauche ich mir nichts vormachen. Und auch wenn ich ein paar Exemplare unter die Leute bringen kann, leben kann ich davon sicher nicht!

Der Wille und was sonst noch dazu gehört

Willst du erfolgreich sein, brauchst du natürlich auch das Tüpfelchen Talent, die notwendige Ausdauer und etwas – nein, viel Geduld dazu. Das ist leider so! Genauso wichtig sind der Glaube an sich selbst und das geplante Vorhaben. Angst sollte wenig vorhanden sein, denn sie blockiert dich. Viel mehr der Mut zum Risiko … ja und ein wenig Glück denke ich sollte auch mit im Spiel sein!

Wichtig ist jedenfalls für das Thema zu brennen, jedoch noch wichtiger ist es wie viel du einstecken kannst wenn es mal nicht so läuft und dann auch nicht gleich die High Heels in die Ecke schmeisst und in deine dicken Socken schlüpfst (ICH liebe dicke Socken), aber du verstehst sicher was ich damit sagen will! Dran bleiben – auch wenn dir zum Heulen ist!

Wie weiß man das man seine Leidenschaft gefunden hat?

  • Wenn dir das „Gefundene“ niemals lästig wird.
  • Wenn du dich auf den Wochenbeginn freust.
  • Wenn du keine Uhr brauchst um ständig darauf zu sehen, ob endlich ein Ende in Sicht ist!
  • Wenn du bei deiner neu gefundenen Tätigkeit Glücksgefühle verspürst und dein Sofa zweitrangig wird.
  • Wenn dir eine innere Stimme sagt: „DU musst das machen, DU bist bestimmt dafür, unbedingt!“
  • Wenn du überdurchschnittlich viele Mehrstunden investierst als bei deinem vorherigen Job …

Ich traue mich jetzt zu sagen – dann hast du sie gefunden – deine Leidenschaft!

Alles klar. Und wer will mich und meine Leidenschaft nun?

Gute Frage. Es kommt immer darauf an was genau du vor hast. Fakt ist, dass es ja schon beginnt „schwer“ zu werden, Frauen mittleren Alters weiter zu vermitteln. Wenn es sich dann noch um eine Leidenschaft handelt, die vielleicht nicht ganz in der Norm liegt, wird es gleich doppelt schwer! Es bleibt eigentlich nur die Selbständigkeit = ins kalte Wasser springen = Einkommen? Ungewiss. Maybe …muss aber nicht, oder erst später. Eine Geld-Matratze, hast du doch sicher! Waas, nein? 🙂 Ich auch nicht zumindest keine mit der ich mir mein Business aufbauen und finanzieren könnte! Mir fällt dazu nur ein: „Wars das? Aus mit meiner gefundenen Leidenschaft und meiner inneren treibenden Kraft die schon ganz spitz darauf ist endlich das zu tun wofür sie/ich brenne?“

Die Leidenschaft erstmals nebenbei versuchen

Da ich zu den sehr ungeduldigen Frauenzimmern gehöre, gefällt mir diese Überschrift natürlich nicht so gut, was ich aber schon sagen muss: es wäre klug sie anzuwenden! Die Wenigsten können von ihrer Kreativität allein leben. Außer ein paar Vorbilder die diesen steinigen harten Weg schon in viel jüngeren Jahren begonnen haben und es letztendlich geschafft haben!  Alles was mit Kreativität zu tun hat, funktioniert auch nicht unter Druck oder auf Knopfdruck. „Mir ist heute nach Buch schreiben, ich setze mich hin und los gehts …“ Nein leider geschieht das nicht so. Es kann passieren das tagelang außer Luftblasen gar nichts in meinem Köpfchen ist. Was mach ich dann? Sehr richtig … warten bis mich meine Muse küsst. Und das kann eben dauern.

Leidenschaft gefundenDas Traurige an der ganzen Sache ist, dass es mich und vielleicht auch dich zur kreativen Arbeit hinzieht und gleichzeitig die berechtigte Angst hochsteigt, dabei zu verhungern. Also erstmal einen Nebenjob daraus machen.

Mir gefällt dieser Schluss immer noch nicht und ich persönlich ärgere mich manchmal sehr darüber nicht schon viel früher den Mut gehabt zu haben mir meine eigene Strasse zu bauen! Zeit ist so wertvoll und wird uns nicht mehr wiedergegeben … Deshalb mach dein eigenes Ding und gib nicht zu viel auf das was andere dir raten. Ehrlich jetzt.

Harry Belafonte sagte mal „Ich habe 30 Jahre lang gebraucht um über Nacht berühmt zu werden“. An dieser Aussage ist ja was Wahres dran. Ausnahmen gibt es auch da, aber eben sehr selten. Da dieses Jahr erst begonnen hat und ich jede Menge im Köpfchen hab, sag ich jetzt „mal schauen was sich da so noch alles anbietet“. Ich korrigiere mich schon wieder: Denn von „mal schauen …“ wird nix passieren, ich werd wohl in die Umsetzung gehen, um meinem Ziel näher zu kommen! 😀 Ja, so ist es gut.

Und genau so wird es laufen. Mein „Jännerloch hab ich genützt um mir weitere Gedanken zu machen. Die „Kreativität“ dürfte dieses Jahr mein Begleiter werden . Wenn jetzt mein Tag noch 48 Stunden hätte, wär alles richtig fein >lach<!

Wenn dich auch solche Gedanken streifen oder du Erfahrung mit diesen Thema hast, schreib mir unbedingt, ich bin dankbar für alle Erfahrungen und Tipps von anderen! Und wenn du es lächerlich findest in der Halbzeit des Lebens einen totalen Umbruch zu starten … lass es mich genauso wissen! In diesem Sinne: „Wer etwas will findet Wege und wer etwas nicht will, findet Gründe…“

Die Kreativität ist nicht nur etwas für  „Künstler“ in unserer Gesellschaft, wir alle haben sie, der Eine mehr, der Andere weniger! Wir alle wurden nicht strukturiert geboren, sondern frei, grenzenlos und mit einer enormen Kraft auf die Welt gesetzt. Wir sollten genau das in uns entwickeln, was zu uns gehört, was uns mit auf dem Weg ins Leben gegeben wurde. Wir wurden geboren um unsere fantasievollsten Ideen hinauszutragen, mit all unseren Visionen, neuen Sichtweisen und neuen Ideen … ob diese für andere interessant erscheinen ist dabei nicht von Bedeutung. Es geht dabei um dich.

Was ist Kreativität

Jeden Tag fällt dieses Wort mehrmals. Wir verwenden es ständig, doch wissen wir wirklich was es genau bedeutet? Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen. Es kann uns von Nutzen sein oder auch nur der Dekoration dienen. Auf eine originelle Weise hergestellt oder auch akribisch genau durchgeplant. Es geht aber nicht nur darum seine Geschicklichkeit zu zeigen, kreativ zu sein beginnt in unseren Köpfen. Die Art wie wir denken und wie wir handeln ist durchaus kreativ.

Es gibt heute eine Vielzahl an Techniken, die das kreative Denken fördern sollen. Sie nennen sich zum Beispiel Mindmapping, Brainstorming oder freies Schreiben. Es geht dabei immer darum, sich von althergebrachten Denkmodellen zu lösen und neue Wege zu finden. „Thinking outside the box“ … sicher hast auch du das schon gesagt bekommen oder irgendwo gehört. Das bedeutet, dass wir über den Tellerrand nicht nur schauen, sondern auch denken sollten! Das Gewohnte hinter uns lassen und etwas völlig Neues kreieren.

Kreativität wird unterschätzt

Kreativität hilft uns beim Lösen kleinerer und grösserer Hürden in unserem Leben. Leider wird sie auch öfter als Eigenschaft verrückter Menschen oder grenzgenialer Genies betrachtet. Dabei schlummert diese Eigenschaft in uns allen. Bei einigen von uns ruht sie eben etwas tiefer und hält sich bedeckt. Bei anderen sprudelt sie nur so vor sich hin und ist hellwach. Ich bin auch sehr glücklich darüber dass es in der letzten Zeit etwas populärer wird, wieder an seine kreative Ader zu glauben!

Menschen deren Kreativität bereits an die Oberfläche getreten ist, verfügen über eine sehr farbenfrohe und lebendige innere Welt! 🙂 In dieser Welt regieren die Ideen und die Fantasien. Sie bestimmen auch darüber wie Probleme angegangen und gelöst werden, welche Fragen dazu notwendig sind … Ich kenne so viele kreative Menschen die unzählige Alternativen, die verschiedensten Möglichkeiten aus ihren Kopf herzuzaubern, um ein einziges Problem zu lösen! Es erstaunt mich immer wieder aufs neue. Ein Zitat von Albert Einstein bringt es wieder mal auf den Punkt:

„Logik bringt dich von A nach B. Deine Fantasie, bringt dich überall hin …“

Wie recht er hat.

Das heißt kreativ zu sein hat nicht nur mit Malerei, Musikern oder Künstlern zu tun. Jeder Einzelne von uns der eine kreative, also neue Lösung für die alltäglichen Probleme in unseren Leben findet, ist eine kreative Person. Jemand der sich viele Fragen stellt, eine anderen Sichtweise und neue Perspektiven hat die noch zuvor keiner eingenommen hat – ist definitiv kreativ!

Kreativität beginnt im Kindesalter

Wir alle hatten als Kind sicher die eine oder andere Möglichkeit, unsere Kreativität zu entwickeln. Verantwortlich dafür waren unsere Eltern. An ihnen lag es ob sie unsere kreative Ader gefordert und gefördert haben. Ich kann mich noch sehr gut an meine gemalten Häuser mit den angrenzenden Blumenwiesen und der Sonne erinnern. Davor stand ein kleines Mädchen … das sollte ich sein. Mehr hatte ich nicht drauf. Mein Häuschen war schmal und winzig im Vergleich zu den Blumen, die beinahe an die Sonne klopften. Und das kleine Mädchen … es bestand nur aus riesigen Ohren und bodenlangen Haaren sowie ganz dünnen Beinen. Meine Eltern erklärten mir ständig das es keine Blumen geben würde die höher als das Dach eines Hauses sein würden und würde dieses Mädchen in dem gemalten Haus wohnen, würden nur ihre Haare hinein passen … wohlgemerkt war ich älter als vier Jahre. 😀 Meine „Zeichenkunst“ hat sich auch im Laufe der Jahre nicht wesentlich verändert – ich habe mich immer dafür geschämt. Dinge zu malen die so nicht zu sein haben, wie ich sie gemalt hatte, wollte ich nicht mehr.

Im Nachhinein betrachtet – was und wo war das Problem, wenn Häuser klein und Menschen und Blumen größer sind? Vielleicht habe ich mir damals schon meine eigenen Gedanken darüber gemacht und fand eben Blumen schöner und wichtiger als Häuser. Und wahrscheinlich war es mir auch wichtig das wenigstens meine Haare im Trockenen wohnten. 🙂 Warum müssen Eltern solche ganz speziellen  „Kunstwerke“ zensieren? Gerade für Kinder ist der Prozess und nicht das Ergebnis von Bedeutung. Deshalb finde ich es sehr wichtig uns zurückzuhalten, wenn es um den künstlerischen Ausdruck eines Kindes geht, ihn nicht mit richtig oder falsch, schön oder hässlich zu bewerten. Damit blockieren wir die Spontanität und die Fantasie des Kindes und es wird nicht in der Lage sein, andere Alternativen zu finden – andere als die, die schon existieren. In der Zwischenzeit male ich … zwar keine kleinen Häuser mit großen Blumen mehr, aber es gibt einige Wohnungen in denen meine Leinwände zur Dekoration wohnen dürfen und darüber bin ich glücklich. 😀

„Kreativität bedeutet, aus bekannten Mustern auszubrechen, um die Dinge anders betrachten zu können …“

Edward de Bono

Kreativität benötigt Spontanität

Wir leben in einer Welt in der Kontrolle einen Orden bekommt und Spontanität irgendwie gestoppt wird. Kreativität braucht aber diese Spontanität um am Leben zu bleiben. Oft haben wir Angst davor etwas Neues zu versuchen. Angst es nicht hinzubekommen, zu versagen und vielleicht dafür sogar Konsequenzen tragen zu müssen? Für jeden gibt es da ganz persönliche Situationen in denen diese Angst spürbar wird. Wir sollten aber keine Angst haben, etwas Neues und Schönes zu gestalten und zu entwickeln … es freizulassen. In jedem von uns schlummert SIE … diese Kreativität! Lass es zu und gehe den Ideen nach die möglicherweise verkümmert in deinem Inneren schlummern. Du wirst entdecken, dass du in der Lage bist Sachen zu tun, von denen du nie geglaubt hast, dazu fähig zu sein!

„Kreativität bedeutet, aus zwanghaften Regeln auszubrechen, sich von seiner Phantasie dirigieren zu lassen, um erstaunliche Symphonien zu erzielen …“

Kreativität lässt sich nicht erzwingen, aber lass sie raus wenn sie nach oben möchte! 🙂 Es wird dein Leben positiv verändern. Alles Liebe und eine ideenreiche Zeit wünsche ich DIR, bis bald.

Alles das in unserem Leben nicht „sicher“ ist wird von den meisten Menschen sehr gerne gemieden. Wenn es geht sollte bitte alles OHNE Risiko und wenn möglich MIT Garantie von statten gehen! Das oder so ähnlich ist unsere Denke. Für alles was wir tun wollen wir abgesichert sein. Doch durch dieses Verhalten entgehen uns auch die wahrhaft schönen Dinge die das Leben für uns zu bieten hat! Unser Sicherheitswahn ist inzwischen schon so gross das wir für alles eine Versicherung abschliessen möchten oder vielleicht sogar tun. Radio und Fernsehen spielen dabei eine grosse Rolle. SIE sind es die uns täglich mit Bildern versorgen, die uns eine Welt voll Gefahren und Risiken zeigen. Angst hat sich halt schon immer gut verkauft …

Sicherheit zwischen Menschen gibt es nicht (mehr)

Ich nehme mich dabei selber an der Nase. Ich gehörte zu den „sicherheitsdenkenden Menschen“. Meine Ausbildung suchte ich nach dem Kriterium Sicherheit für die Zukunft aus. Ein Job der immer gefragt ist, mit Möglichkeiten sich immer zu verbessern und bei dem man auch keine Angst haben brauchte seinen Gehaltsscheck nicht zu bekommen.

Ob es Spass machte? – Sicher war es.

Das gleiche gilt für Beziehungen, Ehe und Partnerschaft. Ich heiratete sehr früh, genau genommen mit 18 Jahren, wurde das erste mal mit 21 Mutter … der Vater meiner Kinder und Ehemann musste mir „Sicherheit“ bieten können. Ein festes Einkommen und ein guter Vater und Ehemann sein. Wäre es anders gewesen zum damaligen Zeitpunkt, hätte ich nicht geheiratet und keinesfalls so früh meine Kinder bekommen. Ich bringe es jetzt auf den Punkt, es war alles Blödsinn und wo ICH da die Garantie gesehen hatte? Ich weiss es nicht!

Wir gehen Beziehungen ein mit dem Hintergedanken das es für ewig hält … bis das der Tod uns scheidet … blabla. Aber wie soll denn das funktionieren? Wir verändern uns ständig, lernen Neues dazu, erleben Dinge die uns prägen. Statt den Moment zu geniessen, segeln wir gedanklich in der Zukunft umher. Natürlich ist es wunderbar mit der Person, die man liebt seine Zukunft zu verwirklichen um gemeinsam alt zu werden. ABER – es sollte nicht deswegen sein, weil der Partner eine „sichere Nummer“ ist!

Unser Leben können wir nicht „versichern“!

Gehörst du auch zu den Menschen die zig Versicherungen am laufen haben? Reisegepäck, Leben, Einrichtung, Handy, Zahnversicherung ich weiß gar nicht was es alles so gibt, ich weiß nur es gibt unheimlich viele Versicherungen! Und wieder sind die Medien schuld, das Geschäft mit der „Sicherheit “ läuft einfach gut. Es wird uns ja täglich ans Herz gelegt daß wir ohne dem nicht leben können/sollen/dürfen!

Ich hatte bei meiner letzten Übersiedlung in meinen Papieren gekramt und zugleich auch gleich ausgemustert. Alte Rechnungen und Garantieren die längst abgelaufen waren. Dabei fielen mir zwei Polizen in die Hände von denen ich gar nicht mehr wusste das ich sie hatte. Ich löste sie auf, da diese Art der Versicherung mein Leben auch nicht „sicherer“ oder mich dadurch länger leben lässt! Das Geld ist jetzt sinnvoller eingesetzt, als wenn ich nicht mehr atme. LEBE DEN MOMENT … nämlich JETZT!

Wenn DU deine Sicherheit verlierst?

Für keinen von uns gibt es eine Garantie die uns lange und gesund leben lässt! Das gibt es nicht. Außer für den eigenen Tod. Clint Eastwood zitierte mal einen genialen Spruch „DU willst eine Garantie? Dann kaufe DIR einen Toaster …!“ 

Wie recht er doch hat. Alle Sicherheiten die uns verkauft werden sind mehr Schein als Sein. Familien und Beziehungen brechen auseinander, DU kannst von heute auf morgen entlassen werden und dein Haus fällt einer Naturgewalt zum Opfer! Dein ganzes Leben wird sich dadurch ändern. Du wirst in eine Hilflosigkeit fallen, ganz normal. Dafür gibt es aber auch keine Versicherung, keine die dich für dieses Gefühl entschädigt. Ständig ist die Angst dabei. Angst unsere Sicherheit zu verlieren und genau das hindert uns am Leben. Ist dir schon mal aufgefallen ein Mensch der nichts mehr zu verlieren hat, hat auch diese Angst nicht.

Betrachte deine Ängste mal genauer, hast DU viele? Geht es dabei um Sicherheitsverlust? Alle haben wir etwas Angst vor dem sterben obwohl es das einzig sichere in unserem Leben ist! 🙂 Jeder einzelne von uns muss. Was uns danach erwartet wissen wir nicht. Oft wenn ich über die Vergangenheit und meine damaligen Ängste nachdenke fällt mir auf wie unbegründet diese meist waren!

Lass die Sicherheit und lebe!

Wie sieht es bei dir aus? Erlaubst du dir glücklich zu sein oder stehst du voll in deinen Verpflichtungen? Es gibt ein paar Dinge, die wichtiger sind und ganz viele, die es nicht sind. Das was zählt ist die Dinge zu tun die dich glücklich machen, dich mit den Menschen zu umgeben die dir gut tun und die du liebst. Dafür brauchst du weder Sicherheiten noch Versicherungen!

Wenn du etwas haben willst, das du noch nie hattest, musst du etwas tun, das du noch nie getan hast!

… jede Versicherung steigt DIR dabei aus, also vertraue in DICH und das Leben. 🙂

Eine geniale Zeit ohne Zwischenfälle wünsche ich Dir.

Sich anzunehmen wie wir sind fällt uns allen manchmal gar nicht so leicht. Ein Lernprozess den jeder von uns durchmacht. Authentisch sein – ein Wort worin ich mich persönlich sehr sicher und wohl fühle! Sich so zu zeigen wie man ist mit allen Ecken und Kanten, mit seinen liebenswerten Ticks, die jeder in sich hat. Einfach mit seiner komplexen Persönlichkeit ein besonderer Mensch zu sein. 

Bei mir hat es sehr lange gedauert bis ich zu mir selbst und meinem ICH stehen konnte. Immer die Angst im Genick, von anderen nicht gemocht zu werden, würde ich mich so zeigen wie ich bin. Die Tatsache es ohnehin NIE allen recht machen zum können und von ALLEN gemocht zu werden, kam bei mir erst später an. 🙂

Ich habe hier eine Geschichte gefunden, die den Nagel auf den Kopf trifft.

ICH BIN ICH …

Als kleines Kind wollte ich so sein und so werden wie meine Eltern, Geschwister oder andere Vorbilder, die ich bewunderte. Als ich grösser wurde, erkannte ich: „ICH BIN ICH!“ Ich selbst fühlte und handelte anders als meine Ideale. Nirgendwo sah ich Menschen, die genauso waren wie ich. Manche waren mir in manchen Dingen ähnlich, aber niemand genauso wie ich.

Als ich mich zum Teenager entwickelte, fand ich vieles, was mich an mir störte. Ich versuchte so zu sein, wie mich andere gerne hätten. So konnte ich es nie jemanden recht machen und am wenigsten mir selbst!

Als ich erwachsen wurde, fühlte ich mich am Besten, wenn ich authentisch war. Ich erkannte: „ICH BIN ICH“ und alles an mir gehört zu mir! Ich dankte meinem Körper und meinem Geist mit all seinen Gedanken. Ich  sah alles mit dem Blick der eigenen Augen und erkannte meine eigenen Gefühle. Mein Mund sprach meine eigenen Worte, egal ob höflich, hart, liebevoll, wahr, enttäuscht oder  verzweifelt – in Bezug auf mich selbst oder auf andere Menschen.

Manchmal verwirrte mich die Palette meiner Gefühle. Ich litt unter meinen Niederlagen und erfreute mich an meinen Erfolgen. Ich erkannte: All dies gehörte zu mir, wie meine Wünsche, Träume und Ziele. Im Laufe der Jahre lernte ich mich immer mehr selbst kennen und lieben. Auch wenn ich manchmal Seiten an mir entdeckte, die mich verwirrten oder mir Probleme  verursachten. Ich blieb freundlich und liebevoll zu mir selbst.

Ich fand den Mut nach lösungsbringenden Möglichkeiten zu suchen. Als ich in die „reiferen Jahre“ kam, veränderte sich mein Äusseres ebenso, wie der Stil meiner Kleidung. Doch ich blieb ICH. Ich sprach meine eigenen Worte und Überzeugungen, manchmal ein bisschen frecher oder auch diplomatischer. Ich mass meinen Schwächen weniger Wert bei und konzentrierte mich auf meine Stärken.

Als ich alt wurde, kümmerte ich mich nicht mehr um die Fehler die ich gemacht hatte. Ich war stolz auf alles was ich in meinem Leben erreicht hatte. Ich bedauerte NIE, was mir verwehrt blieb – höchstens das, was ich mich NIE getraut hatte anzugehen. Heute lebe und geniesse ich jeden Moment. Obwohl mein Körper immer müder wird, bleibt mein Geist hell und wach. In vielen Stunden erfreue ich mich an meinen Erinnerungen und Erlebnissen.

Wenn mir heute die Frage gestellt wird. „Was ich in meinem Leben am meisten bereut hätte?“ … schmunzle ich und sage: „All die Momente, in denen ich nicht ich selbst war …!“

Aus dem Buch „Inspirationen für´s Herz“ von Gisela Rieger

Wie geht es DIR im Alltag, verstellst DU dich oft? Oder wobei und vor allem bei wem verstellst DU dich? Was befürchtest DU wenn DU dich so zeigen würdest wie DU wirklich bist? Welchen Gewinn hättest Du, wenn du mehr DU sein würdest? Solche Reflektionsfragen sind immer wieder spannend für einen selbst.

Lass mir deine Gedanken dazu da, ich freu mich wie immer.

Geht es uns nicht manchmal so, dass wir Ziele haben die wir unbedingt umsetzen möchten, aber es gelingt einfach nicht so richtig, weil wir zu wenig „dahinter“ sind? Sein Leben zu ändern, wird auch nicht von einem Tag auf den anderen funktionieren. Deshalb ist es wichtig Prioritäten zu setzen und sich Zeit zu geben …

Die Frau und der Wunsch das Leben zu verändern

Es war einmal eine Frau, die wollte ihr Leben verändern, doch gelang es ihr nicht so richtig. Immer wieder versuchte sie neue Impulse in ihr Leben zu bringen, aber immer wieder fiel sie in ihre alten Verhaltensmuster zurück.

Eines Tages ging sie im Stadtpark spazieren und wollte sich auf eine Bank setzen, doch dann entdeckte sie, dass eine Spinne ein ziemlich grosses Netz über die Bank gesponnen hatte. So setzte sie sich auf die Bank daneben. Sie begann die Menschen zu beobachten. Viele der Menschen kannte sie, denn diese Menschen kamen wie sie, regelmässig in den Stadtpark.

Da kam der Frau in den Sinn, dass normalerweise immer um diese Zeit, ein alter Mann in den Stadtpark kam, sich auf die gleiche Bank setzte und zuerst seine Semmel ass und dann den Rest davon an die Vögel verfütterte.

Auch heute kam der alte Mann in den Park und steuerte zielstrebig auf die Bank zu auf der die Frau saß. Zuerst zögerte der alte Mann, setzte sich dann aber wie gewöhnlich auf seine Bank. Die Frau wollte schon aufstehen, plötzlich sagte der alte Mann zu ihr „Wenn du dein Leben verändern willst, musst du deine Gewohnheiten ändern. Aber das ist gar nicht so einfach, denn Gewohnheiten sind wie Spinnennetze. Die Fäden sind von Auge kaum zu erkennen, aber trotzdem sind wir ihnen gefangen ohne es zu merken.“

Die Frau stand auf und wanderte hinunter zum Fluss. Sie wartete auf einer Bank auf die kommende Fähre um den Fluss zu überqueren. Der Fährmann half der Frau in die Fähre, ihr Blick war sehnsüchtig auf das andere Ufer gerichtet. Als die Fähre nach längerer Zeit noch immer nicht losfuhr, bat sie den Fährmann endlich abzulegen. Doch der Fährmann dachte nicht daran loszufahren, sondern sagte mit ruhiger Stimme: „Wenn du dein Leben ändern willst, musst du dich von deinen Ketten lösen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn in die stärksten Ketten hast du dich schon in der Kindheit binden lassen.

Die Frau stand auf und lief zurück zur Bank, wo der alte Mann immer noch die Vögel fütterte. Der alte Mann schien die Frau schon zu erwarten mit ruhiger Stimme sagte er „Wenn du dein Leben verändern willst, darfst du von deinem Leben nicht davonrennen! Davonzulaufen ist genauso mühselig und sinnlos wie in einer noch angebundenen Fähre zu rudern. Du wirst nie dort ankommen wo du eigentlich hin willst und vor allem wirst du deine Kräfte unnütz verschwenden, bis du aufgeben musst!“

Ratlos fragte die Frau „Was soll ich den machen?“ Der alte Mann klatschte in die Hände, so dass die Vögel aufhörten die Reste der Semmel zu picken und sich in die Luft erhoben. Mit einem Lächeln auf den Lippen sagte der alte Mann: „Hör auf Reste zu picken und finde heraus was deiner Seele Flügel verleiht …“

Autor: Franz Erni

Wir sollten uns nicht mit den „Resten“ der anderen zufrieden geben, auch wenn es möglicherweise bequemer scheint. Doch alles „vorgekaute“ hat schon lange den Geschmack und den Reiz verloren, deshalb finde ich es besser etwas NEUES zu starten. DAS was unserer Seele eben Flügel verleiht! (Doch das ist sicher nichts für bequeme Menschen!)

Bis in 2 Wochen wenn ich dich wieder mit einer neuen Geschichte abholen darf. Wenn Du magst?!

Das Wort AUSZEIT ist sehr vielen Menschen nur als Timeout aus dem Sport bekannt. Die Auszeit, die du dir persönlich nimmst oder oder selber gibst, ist im Grunde der sport-bezogenen Auszeit ähnlich. Du unterbrichst dein laufendes „Lebensspiel“, du suchst nach neuen Strategien, überlegst dir neue Spielzüge und suchst nach neuen „Mitspielern“.

Ich kann mich noch sehr gut an den Beginn meiner Auszeit erinnern. Sagen wir mal so … eigentlich wurde ich in die Knie gezwungen und daraus entstand meine persönliche Auszeit. Eine Vorstellung für die in meinem Kopf NIE Platz war! So etwas kann ich doch nicht machen?! Zuerst sorgte oder ließ ich für mich sorgen, damit ich wieder auf die Beine kam, danach entschied ich mich etwas in meinem Leben zu verändern und das funktionierte neben meiner Arbeit nicht. Zudem mir meine Arbeit auch keinen Freude mehr bereitete. Ich wollte und musste kürzer treten … wie und was wusste ich damals noch überhaupt nicht. Es war nur Watte in meinem Kopf. Diese Entscheidung mal „nichts“ zu tun, brachte mir auch viele argwöhnische Blicke ein. „Hat sie im Lotto gewonnen? Wie kann man so etwas nur machen …“ Natürlich wusste KEINER der Wichtigtuer wie es wirklich bei und in mir aussah, dass es sehr oft mal nur Obst und Toastbrot gab, sah ja keiner.

Ich hatte mir noch nie Gedanken darüber gemacht

Wenn man noch nie eine AUSZEIT genommen hatte, weil es eben nicht nötig war, hat sich mit Sicherheit sehr viel angestaut das noch nie besprochen und in Ruhe angesehen wurde. Je nachdem braucht es dazu dann auch etwas länger Zeit um sich seine „Spielzüge  des Lebens“ näher anzusehen und manchen Fehlern auf den Grund zu gehen.

In dieser Zeit lernte ich auch ganz andere Menschen kennen. Zufall? Ich denke nicht … ich zog an was ich suchte. Anfangs fremde Menschen nahmen mir den Wind aus den Segeln und erzählten mir sehr viel über ihre Veränderungen, den Neuanfang und die Erlebnisse in ihrer selbstgenommenen AUSZEIT. Menschen, die die Nase voll hatten von den fremdbestimmten auferlegten Zwängen unserer Gesellschaft. Menschen, die von ihren Burnouts nicht mehr los kamen oder andere, die dem Druck der Obrigkeit nicht mehr gewachsen waren. All das bestärkte mich in meinem Denken, da ich mich in diesen Reihen wiederfand.

Überall wo ich hinsah und was ich aufschlug war: AUSZEIT

Wahrscheinlich ist dieses darauf hingewiesen werden, genauso als seist du schwanger! Egal wo du hinsiehst, nur Schwangere 🙂 ! Und genauso ging es mir mit meiner  AUSZEIT. Jetzt ist das aber 2 Jahre her und ich stosse immer noch auf so viele Menschen die gerade im Planen sind, ihre Auszeit sinnvoll zu nutzen.  Was sie sich davon erhoffen und wo sie sich selbst gestärkt und klar wieder abholen können! Oder dann gibt es noch solche, die sich unbezahlten Urlaub nehmen um 3 Monate das zu tun wonach ihnen ist – Hauptsache keinen Druck und das alles mit wenig Gepäck! Ist es eine Zeit- oder Modeerscheinung? Ein Umdenken der Menschen? Die Ruhe vor dem Sturm? Ist jeder auf der Suche nach dem/seinem echten Leben, das man mit allen Sinnen geniessen will? … Es scheint so zu sein …

Warum wir alle mal für eine Zeit ausbrechen sollten

Das sollte aber nicht erst dann passieren, wenn das Leben uns keinen anderen Ausweg mehr lässt (ich weiß wovon ich rede). Du und ich sind Meister des Verdrängen. Ich kenne keinen der nicht schon mal davon geträumt hat, wie es denn wäre einfach abzuhauen, alle Stecker rauszuziehen und völlig neu zu beginnen. Oder wenigstens für eine gewisse Zeit dem Alltag zu entfliehen. Kein cholerischer Chef, kein „ich MUSS das jetzt tun“, keine Menschen, die ausser nörgeln und jammern nichts zu berichten haben. Nein – dafür die Zeit zu haben für all die Dinge von denen du die letzten Jahre nur geträumt hast! Einfach Ruhe zu geben und DEINE Bilanz zu machen.

MUT gehört auf jeden Fall dazu!

Einfach ist es sicherlich nicht, aber wer will es schon einfach? 🙂 Mut aus dem Grunde weil du dich selber in Frage stellen musst. Mut den Blick nach innen zu richten, dort hinzusehen wo sich möglicherweise das Gras nicht im saftigen Grün zeigt! Und Mut sich abzugrenzen! Mut kürzer treten zu wollen/müssen. Hast du das alles, dann nimm dich mal aus dieser Hektik unseres Alltags raus. Es müssen nicht 3 Monate auf einer einsamen Insel sein. Jeder von uns ist ein anderer Auszeit-Typ und es wird sogar Menschen geben die das gar nicht brauchen … nur frage ich mich dann ernsthaft „spüren die sich wirklich noch?“

Auch wenn du es meist nicht wahrnimmst, das Leben lädt dich sehr oft ein einen winzigen Ausstieg zu wagen. Zudem ist unser Körper eine verlässliche Warnanlage, die uns sagt „Hey slow down please!“ Nimm dich also bitte wichtig genug. Es ist DEIN Leben und es hat ein Ablaufdatum …

In diesem Sinne entlasse ich dich mit einem schönen Zitat von Torsten Bulk …

Das Leben ist zu kurz, um Träume und Visionen zu unterdrücken. 

Ich hoffe ich konnte dir wieder etwas zum Nachdenken liefern, deine Erfahrungen rund um das Thema interessieren mich natürlich wie immer! Somit wünsche ich DIR eine wundervolle Woche, alles Liebe.