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Untreue hinterlässt eine tief Wunde, vor allem für die Person die betrogen wurde, aber auch Spuren in der Person, die betrogen hat! Menschen, die betrügen und denen einfach kein Vertrauen mehr geschenkt werden kann, fällt es auch sehr schwer selbst zu vertrauen. Zudem leidet ein Mensch der „betrogen“ hat, sehr häufig unter starker Eifersucht … naja … wie der Schelm denkt so ist er auch. Ist ja doch etwas Wahres dran!

Vielleicht kommt es bei dieser Einleitung so rüber, als hätte ich Verständnis für „Fremdgeher“? Nein. Sicher nicht. Aber heute bin ich so weit sagen zu können, dass mir diese Menschen ein wenig leid tun, weil sie ein stressiges, unentspanntes und unehrliches Leben führen! Sie haben ein Defizit das sie nicht ausgleichen können … auch nach fünf mal „fremdgehen“ nicht. Ihr Leben besteht aus kurzlebigen Dreiecksbeziehungen und es wird ihnen schwer fallen damit aufzuhören! Es ist sogar erwiesen, dass dieses Problem mit den Jahren noch schlimmer wird. So ein Leben kann nicht erwünschenswert sein. Aus Erfahrung weiß ich, dass diese Menschen eine anfangs gesunde Liebe zu einem Alptraum machen werden, es kann sich zu einer Perversion entwickeln.

Fremdgehen zerstört das Vertrauen, den Glauben an die Liebe, es frustriert und man stellt sich selbst in Frage … 

Woher kommt die Untreue eigentlich?

Ich frage mich oft weshalb es Dinge gibt, die kein Mensch brauchen kann … die verletzend sind und uns das Leben schwer machen! Wenn wir verliebt sind werden wir unseren Partner nicht betrügen, da die Gefühle so stark sind und wir nur Augen für unsere auserwählte Hälfte haben. Wir wollen das dem Partner nichts passiert, es ihm gut bei uns geht und da gibt es ja auch noch das Versprechen der Treue, das man sich gegeben hat, der Grundpfeiler einer Beziehung und der Liebe! Doch weshalb wird dann soviel „betrogen“? Diese Frage stellen sich Frauen untereinander immer wieder. Es sind nicht nur die Männer die gerne Hörner verteilen, in der Zwischenzeit sind Frauen genauso aktiv wie Männer. Gründe dafür gibt es jede Menge.

  • Langeweile oder Routine? Es ist leider oftmals so, dass wir in der Partnerschaft selbst kein wirkliches Verlangen nach dem Partner verspüren. Wenn Frauen zum Beispiel ständig vom Partner begehrt werden wollen, das aber nicht bekommen und auch nicht die Initiative ergreifen, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, werden sie im Außen nach Bestätigung suchen.
  • „Ich mag ihn sehr … aber liebe ihn nicht mehr“ … das ist ein typischer Gedanke, der schon reichen könnte und manche veranlasst, sich nach einer anderen Person umzusehen. Untreue Menschen glauben, dass sie sich selbst treu bleiben obwohl sie ihren Partner betrügen.
  • Sucht – Menschen die narzisstisch veranlagt sind, sind besonders prädestiniert dafür! Sie neigen ständig dazu, neue Menschen zu blenden und zu verführen! Jede „Eroberung“ steigert ihren Selbstwert, sie fühlen sich dadurch attraktiver und mächtiger! Es ist ein Spiel das der Narzisst braucht um sich gut zu fühlen … meistens hat dieser Mensch auch gar nicht vor, seinen Partner zu verlassen.
  • Andere Sicht von Wertvorstellung. In unserer Gesellschaft ist es leider auch so, dass Untreue nichts Verwerfliches mehr ist … die Angebote sind groß, denkt man an die unzähligen Plattformen die jedem frei zur Verfügung stehen!
  • Fehlende sexuelle Befriedigung und Einsamkeit in der Beziehung führen dazu sich einen „Bettgenossen“ zu suchen. Einen der Befriedigung verspricht und auf dieser Ebene gut oder besser zu einem passt. Wenn in einer Beziehung die Einsamkeit eine Rolle spielt, kann es damit enden, sich von einer dritten Person Zuneigung und Geborgenheit zu holen.
  • Das miteinander Reden und seine Bedürfnisse zu sagen, ist für viele Paare nicht immer leicht. Missverständnisse entstehen, wir fühlen uns vernachlässigt und nicht mehr wahr genommen. Ärger und Missmut vermehren sich bis alles kippt, weil die gemeinsame Sprache nicht gefunden wird! Der Weg aus der Tür in eine „fremde“ Tür fällt dann oft sehr leicht.
  • Ausreden und Klischees – manche glauben und sagen wenn sie fremd gegangen sind „Hey es war nur dieses ein Mal, das wird und muss mein Partner nie erfahren“ oder „Es ist doch nur Sex, nichts anderes!“, oder eine der doofsten Ausreden wie „Ich kann eben nicht treu sein, das ist normal …“, solche Aussagen rechtfertigen für mich keine Untreue!
  • Der Reiz des Unbekannten Manche brauchen nicht nur die Bestätigung, sondern auch den Kick den sie beim fremdgehen haben. Schnelle kurze Erlebnisse … nichts Bedeutendes … aber mit einem sehr hohen Adrenalinkick. Beinahe wie ein Spiel … „Ich werde nicht erwischt … oder doch?“ Ausreden, Alibis, perfekte Lügen werden in die Beziehung eingebracht die so glaubwürdig sind, dass oft nur durch einen winzigen Fehler alles aufdeckt werden kann.

Die Welt ist danach eine andere …

Für mich ist Untreue klar definiert, das Vertrauen in der Beziehung wird dadurch komplett zerstört. Untreue Personen können gar nicht anders als sich in einem Netz voller Lügen zu verheddern! Tatsache ist auch, dass die Welt nach dem Fremdgehen eine andere ist als zuvor. Es kann schon sein das der verletzte und betrogene Partner versuchen kann (will) „glaubhaft“ zu vergeben, aber das Vergessen des Vorfalls wird vielen vermutlich nicht gelingen.

Bleiben wir in diesen Beziehungen, weil wir zuversichtliches Vertrauen in uns tragen (möchten), fühlt sich der Gehörnte so, als würde er auf einen Seil tanzen ohne doppelten Boden. Das Vertrauen in den Armen des Partners zu landen wie zuvor, ist verflogen. Ein fallen lassen können wird schwer werden. Die Gedanken an das Gewesene werden zur Hürde. Das Grundvertrauen ist weg. Wut, Schmerz und Enttäuschung treten an die Stelle von Liebe und Vertrauen.

Liebe ist wenn die Treue Spaß macht!

Dieser Vers hat mich vor vielen Jahren immer wieder eingeholt. Bedeutung konnte ich ihm erst wesentlich später schenken. 😀 Wenn Du zu den Menschen gehörst, die Untreue nicht so eng sehen, wird es Dir auch nicht schwer fallen, in der Beziehung zu bleiben und in der Gewohnheit weiter zu leben. In einem Leben zu bleiben das gepflastert ist mit vielen Lügen.

… Was ich aber nicht glaube, denn dann würdest Du nicht hier bei mir gelandet sein, sondern dich auf anderen Seiten im Web wiederfinden! 🙂 Es liegt ganz bei Dir. Du kannst Dich für das Drama entscheiden oder dagegen. Du hast es verdient glücklich zu sein und zu leben und auch zu lieben. Sei mutig genug die Verantwortung für diese Situation, die dich verletzt und gedemütigt hat, zu übernehmen! Beginne neu und feiere Deine Einzigartigkeit. Jeder Mensch liebt unterschiedliche Menschen und lebt auch die Liebe nach seinen Vorstellungen …

Zurück zur Liebe, zurück zum Glück. Liebe sollte Spaß machen … Treue aber auch!

Tatsächlich kommt es vor, dass wir nach einer Trennung, durch plötzlich aufkommende Schuldgefühle, zurückgehen. Wir versuchen kaputtes und nicht reparierbares zu flicken … um den Schuldgefühlen entwischen zu können. Wir wissen das wir keinen Erfolg dabei haben werden, wir vertagen einfach unser Leben, das glücklicher sein könnte, auf später! Es fehlt oft  an mentaler Stärke und so überlassen wir das glückliche Leben denen, die den Mumm dazu haben bei ihrer Entscheidung zu bleiben … einen Schlussstrich zu machen.

Schlechtes Gewissen ist ein häufiges Gefühl

Eines der häufigsten und absolut unpassendsten Gefühle ist das schlechte Gewissen nach einer Trennung. Es schmeckt nach verbranntem Kuchen, fühlt sich an wie Magenschmerzen und bedeutet für viele auch so etwas ähnliches wie Misserfolg. Man hatte so fest an sich und den Partner geglaubt … Treue-Schwüre geleistet und sich geschworen in alle Ewigkeit zusammen zu bleiben … bis das Licht ausgeht.

Das war zu Beginn der Reise, als noch vieles unerkannt blieb. Wo wir noch nicht wussten, dass es nicht lange ein „Wir“ geben wird. Es wurde soviel Zeit investiert, damit die Beziehung gedeihen und wachsen kann. Liebe, Nähe und Zärtlichkeit aufgebaut … eine, im Glauben, gesunde Basis gebaut und auf einmal finden wir uns in einer Leere und in eine Einsamkeit wieder. Das zerbrochene Fundament samt Partner bleibt zurück. Wir gehen und mit uns kommt das schlechte Gewissen und das Gefühl von Misserfolg.

Eine Trennung bedeutet oft eine Mauer einzureißen

Eine Entscheidung zu treffen, den letzten Schritt zu tun, und zu gehen … loslassen ist wie eine dicke Mauer niederzureißen, hinter der Dein Leben auf Dich wartet! Es waren zu Beginn viele gemeinsame Träume, viele gegenseitige Erwartungen, so viel Hoffnung … aber leider auch zu viele Versprechen, die nicht gehalten wurden oder werden konnten. Die Zweifel den letzten endgültigen Schritt zu tun und zu gehen verunsichern bis zum Schluß.

Ich habe mich nach meiner Scheidung, für die ich mich damals entschieden habe, sehr lange schuldig gefühlt! Ich dachte ich wäre verantwortlich für den Schmerz meines Partners, obwohl ich mir gar nicht vorstellen konnte, dass er über die Trennung sehr traurig war. Eigentlich hatte ich ihm die Entscheidung abgenommen mit der er aber nicht gerechnet hatte.  Aber wir hatten schließlich zwei kleine Kinder, und das war der Punkt in dem sich mein Gewissen meldete! Ich machte mir sogar Sorgen über seine Zukunft obwohl ich diejenige war die nichts hatte und auch nichts einforderte bis auf das Notwendigste und das war wirklich wenig.

Fragen tauchen auf

  • War ich trotz ungesundem und unschönen Beisammensein die letzten Jahre zu voreilig?
  • Vielleicht bin doch ich an allem Schuld?
  • Er braucht und liebt mich eben auf seine Weise?
  • Leiden die Kinder darunter?

Vielleicht haben Dich solche Schuldgefühle nach einer Trennung veranlasst, erneut die Sache zu durchdenken, oder sogar zurückzugehen … in eine Beziehung die Dir nur Schmerz, Traurigkeit und Einsamkeit bereitet hat. Ein Teufelskreis der Selbstzerstörung und ich kenne einige die mir da recht geben würden!

Dazu kommen die Gespräche und Meinungen von guten Freunden oder Eltern, die Dir eventuell den Rat geben noch zu warten, nochmal alles zu überdenken, denn schließlich kann man nicht das ganze Leben lang glücklich sein, man muss Kompromisse eingehen. Und ein Satz aus meiner Familie war „Er wird den Boden unter seinen Füßen verlieren wenn du mit den Kindern gehst …“ Gerede auf das keine Frau hören sollte. Denn schließlich gab es Gründe von sicherlich beiden Seiten, die ein Zusammenleben nicht mehr möglich machten! Leider vergißt man das in der großen Welle des Schuldgefühls …

Eine ungerechtfertigte Angst, die wir schnell abschütteln sollten

Es ist eine Sache das mit einer Trennung Leid und Schmerz aufkommt. Aber wir müssen uns nicht verantwortlich für das „Leiden“ des Ex-Partners fühlen. Wenn eine geliebte Person uns langsam und unverkennbar vermittelt, dass wir nicht mehr den Stellenwert in seinem Leben haben können wie zu Beginn der Beziehung, oder sich herausstellt das der Partner narzisstisch veranlagt ist, Gewalt in der Familie den Takt angibt … oder man sich einfach „entliebt“ hat. Gründe gibt es viele sich zu trennen. Dann ist es oft notwendig den ersten Schritt zu wagen und eine Mauer einzureißen … gerade als Frau den ersten Schritt zu wagen und umzusetzen!

Das Leben kann voller Freude gelebt werden, auch ohne Partner und ohne ein schlechtes Gewissen. Weder des Ex-Partners wegen noch wegen der Kinder, wenn welche da sind. Unser Leben ist ausgefüllt von Freude und Schmerz … Sicherheit und Unsicherheit … es gibt auch nicht nur Schwarz und Weiß … es gibt sehr viel das dazwischen liegt.

Das Leben hat Konsequenzen

Wir dürfen es keinem erlauben uns für seine weitere Existenz verantwortlich zu machen! Also dürfen wir auch nicht auf das Gerede der Anderen hören, denn SIE kennen Dein bisher gelebtes Leben nicht. Tun wir das dennoch, können wir nicht authentisch sein, wir können unsere Ziele und den für uns wichtigen Sinn des Lebens nicht verfolgen und lassen letztendlich das Leben das wir leben möchten und verdient haben, an uns vorbeiziehen!

Der Schmerz und das Leiden ist ein Teil unseres Lebens. Gib deswegen Schuldgefühlen nicht die Chance über dein wirkliches wollen und handeln zu siegen, und doch in der Beziehung zu bleiben oder zurückzugehen! Dein Ex-Partner und vor allem Du hast es verdient, neue schöne Erfahrungen zu sammeln und Dein Leben so zu leben wie Du es verdienst!

Nachwort:

Es ist eigenartig, aber wenn die erste Phase einer Trennung vorüber ist, sind wir in der Lage, das Positive (auch wenn es viel negatives gab) zu sehen. Es ist uns möglich anders darüber zu denken und ihr eine Bedeutung zu geben, das uns vor der Trennung nicht möglich war. Das ist das, was wir tun können und was in unseren Händen liegt … genauso wie nach vorne zu schauen, wenn die Beziehung zu Ende geht.

„Es braucht keinen Grund zu gehen, wenn man keinen Grund hat, um zu bleiben“

Ich hoffe Du hast jede Menge Gründe um zu bleiben und wenn nicht … es wartet so viel Neues, Wunderbares und Aufregendes auf DICH! <3

 

Wie sagt man immer so schön: „Schau doch erst mal was DIR Spaß macht, orientiere und sortiere DICH neu, und hast DU deine Leidenschaft in deinem Leben gefunden – such dir den passenden Job dazu“. Klingt alles ganz gut, ist aber nicht ganz so einfach. Angenommen eine Frau mittleren Alters möchte noch mal richtig neu durchstarten, sie hat ihre Leidenschaft gefunden und möchte ohne jede Vorkenntnis als Autorin ihr Geld verdienen …

Sie ist ein unbeschriebenes Blatt, keiner kennt sie – ihre schon geschriebenen gesammelten „Werke“ liegen zu Hause in der Schublade … sie hat sich NICHT getraut schon wesentlich früher damit in die Öffentlichkeit zu gehen, immerhin waren es Schriften für sie ganz alleine. Jetzt erst ist der Zeitpunkt da, wo sie meint: „Hey ich finde sie so gut und ich liebe es Geschichten zu schreiben, ich möchte dies mit anderen Menschen teilen …“

Und jetzt nehmen wir mal an die Frau bist du oder ich.

Ich will auch erfolgreich sein

Nicht nur weil das dem Ego schmeichelt, sondern weil man davon auch leben können sollte. Ausser man hat im Lotto gewonnen, eine Erbschaft eingesackt oder sitzt in der Komfortzone, du weißt schon … gut, nein sehr gut verheiratet und das Geld das du zum Leben brauchst liegt täglich, wöchentlich oder sonst wie  auf dem Tisch zur „freien Entnahme“.

Dann kommt noch die Frage nach dem Verlag. Verleger zu finden ist schon mal gar nicht so einfach, immerhin haben diese Idee 2 oder 3 andere auch schon gehabt! Was ich gut finde, können alle anderen langweilig und uninteressant finden – obwohl ich für diese Sache brenne wird es schwer werden damit mein Geld zu verdienen, da brauche ich mir nichts vormachen. Und auch wenn ich ein paar Exemplare unter die Leute bringen kann, leben kann ich davon sicher nicht!

Der Wille und was sonst noch dazu gehört

Willst du erfolgreich sein, brauchst du natürlich auch das Tüpfelchen Talent, die notwendige Ausdauer und etwas – nein, viel Geduld dazu. Das ist leider so! Genauso wichtig sind der Glaube an sich selbst und das geplante Vorhaben. Angst sollte wenig vorhanden sein, denn sie blockiert dich. Viel mehr der Mut zum Risiko … ja und ein wenig Glück denke ich sollte auch mit im Spiel sein!

Wichtig ist jedenfalls für das Thema zu brennen, jedoch noch wichtiger ist es wie viel du einstecken kannst wenn es mal nicht so läuft und dann auch nicht gleich die High Heels in die Ecke schmeisst und in deine dicken Socken schlüpfst (ICH liebe dicke Socken), aber du verstehst sicher was ich damit sagen will! Dran bleiben – auch wenn dir zum Heulen ist!

Wie weiß man das man seine Leidenschaft gefunden hat?

  • Wenn dir das „Gefundene“ niemals lästig wird.
  • Wenn du dich auf den Wochenbeginn freust.
  • Wenn du keine Uhr brauchst um ständig darauf zu sehen, ob endlich ein Ende in Sicht ist!
  • Wenn du bei deiner neu gefundenen Tätigkeit Glücksgefühle verspürst und dein Sofa zweitrangig wird.
  • Wenn dir eine innere Stimme sagt: „DU musst das machen, DU bist bestimmt dafür, unbedingt!“
  • Wenn du überdurchschnittlich viele Mehrstunden investierst als bei deinem vorherigen Job …

Ich traue mich jetzt zu sagen – dann hast du sie gefunden – deine Leidenschaft!

Alles klar. Und wer will mich und meine Leidenschaft nun?

Gute Frage. Es kommt immer darauf an was genau du vor hast. Fakt ist, dass es ja schon beginnt „schwer“ zu werden, Frauen mittleren Alters weiter zu vermitteln. Wenn es sich dann noch um eine Leidenschaft handelt, die vielleicht nicht ganz in der Norm liegt, wird es gleich doppelt schwer! Es bleibt eigentlich nur die Selbständigkeit = ins kalte Wasser springen = Einkommen? Ungewiss. Maybe …muss aber nicht, oder erst später. Eine Geld-Matratze, hast du doch sicher! Waas, nein? 🙂 Ich auch nicht zumindest keine mit der ich mir mein Business aufbauen und finanzieren könnte! Mir fällt dazu nur ein: „Wars das? Aus mit meiner gefundenen Leidenschaft und meiner inneren treibenden Kraft die schon ganz spitz darauf ist endlich das zu tun wofür sie/ich brenne?“

Die Leidenschaft erstmals nebenbei versuchen

Da ich zu den sehr ungeduldigen Frauenzimmern gehöre, gefällt mir diese Überschrift natürlich nicht so gut, was ich aber schon sagen muss: es wäre klug sie anzuwenden! Die Wenigsten können von ihrer Kreativität allein leben. Außer ein paar Vorbilder die diesen steinigen harten Weg schon in viel jüngeren Jahren begonnen haben und es letztendlich geschafft haben!  Alles was mit Kreativität zu tun hat, funktioniert auch nicht unter Druck oder auf Knopfdruck. „Mir ist heute nach Buch schreiben, ich setze mich hin und los gehts …“ Nein leider geschieht das nicht so. Es kann passieren das tagelang außer Luftblasen gar nichts in meinem Köpfchen ist. Was mach ich dann? Sehr richtig … warten bis mich meine Muse küsst. Und das kann eben dauern.

Leidenschaft gefundenDas Traurige an der ganzen Sache ist, dass es mich und vielleicht auch dich zur kreativen Arbeit hinzieht und gleichzeitig die berechtigte Angst hochsteigt, dabei zu verhungern. Also erstmal einen Nebenjob daraus machen.

Mir gefällt dieser Schluss immer noch nicht und ich persönlich ärgere mich manchmal sehr darüber nicht schon viel früher den Mut gehabt zu haben mir meine eigene Strasse zu bauen! Zeit ist so wertvoll und wird uns nicht mehr wiedergegeben … Deshalb mach dein eigenes Ding und gib nicht zu viel auf das was andere dir raten. Ehrlich jetzt.

Harry Belafonte sagte mal „Ich habe 30 Jahre lang gebraucht um über Nacht berühmt zu werden“. An dieser Aussage ist ja was Wahres dran. Ausnahmen gibt es auch da, aber eben sehr selten. Da dieses Jahr erst begonnen hat und ich jede Menge im Köpfchen hab, sag ich jetzt „mal schauen was sich da so noch alles anbietet“. Ich korrigiere mich schon wieder: Denn von „mal schauen …“ wird nix passieren, ich werd wohl in die Umsetzung gehen, um meinem Ziel näher zu kommen! 😀 Ja, so ist es gut.

Und genau so wird es laufen. Mein „Jännerloch hab ich genützt um mir weitere Gedanken zu machen. Die „Kreativität“ dürfte dieses Jahr mein Begleiter werden . Wenn jetzt mein Tag noch 48 Stunden hätte, wär alles richtig fein >lach<!

Wenn dich auch solche Gedanken streifen oder du Erfahrung mit diesen Thema hast, schreib mir unbedingt, ich bin dankbar für alle Erfahrungen und Tipps von anderen! Und wenn du es lächerlich findest in der Halbzeit des Lebens einen totalen Umbruch zu starten … lass es mich genauso wissen! In diesem Sinne: „Wer etwas will findet Wege und wer etwas nicht will, findet Gründe…“

Berufliches Vorankommen und Erfolg erfordert Wissen, Wollen und Neugierde. Öffne neue Türen! Mit dem Beschreiten und Begehen neuer Räume und Wege beginnt es …

Ein Sprichwort sagt so schön: „Schliesst sich eine Tür, öffnet sich irgendwo eine andere“. Das kennt jeder, aber jeder der vor einer verschlossenen Tür steht oder vor eine Tür gestellt wird, denkt im ersten Moment nicht daran eine offene Türe zu suchen! Im Gegenteil man ist blind.

Manche dieser Türen werden auch erst unter bestimmten Voraussetzungen sichtbar. Um eine Türe öffnen zu können musst du sie erst mal entdecken – klar! Je mehr man seinen Horizont erweitert, desto mehr Türen werden sichtbar.

Keine Resignation bitte!

Ich kann mich erinnern als das kleine Einzelunternehmen in dem ich sehr lange gearbeitet hatte, wegen Pensionierung zusperrte … 12 Leute, jung bis mittelalter … es gab keinen Nachfolger. Eines Tages Türe zu, danke es war nett mit euch und Tschüss. So in etwa. Angebote in der Branche waren dünn gesät, dementsprechend waren wir alle etwas bedrückt. Schon damals konnte man erkennen, wer resignierte und wer nach kurzer „Wehmut“ eine neue Sache anging.

Viele wollten ihre Komfortzone nicht verlassen geschweige denn etwas in ihrem Leben verändern, eine Chance darin zu sehen ihren Horizont erweitern zu können, neue Wege ausprobieren und versuchen. Ich hab das Ganze nicht sehr lange verfolgt – ich wusste jedenfalls, dass ich mehr und vor allem neue Aufgaben wollte! Wo wir schon beim „wollen“ wären. Ich stand also kurze Zeit auch vor einigen verschlossenen Türen, weil gewartet hatte keiner auf mich!

„Wer jeden Tag durch die gleiche Tür geht, wird nie etwas Neues kennenlernen und macht das, was er ohnehin schon kann, und bleibt das, was er schon ist “ … sagte Henry Ford 🙂

Den Horizont erweitern

Da das für mich nicht in Frage kam, musste ich mich verändern. Dazu lernen und weiterbilden. Ich wollte andere neue Menschen kennen lernen, Kontakte knüpfen die mich weiter brachten. Das musste so sein wenn ich weiter kommen wollte d.h. ich öffnete neue Türen.

Es waren auch Türen dabei die mich nicht weiter brachten. Aber das weiß man eben vorher nicht ohne den Raum betreten oder den Weg gegangen zu sein. Wichtig ist, das DU sie öffnest und schaust was sich dahinter verbirgt. Und sei es nur um eine weitere Erfahrung gemacht zu haben. Es ist nichts umsonst in unserem Leben! Jedem Öffnen einer neuen Tür geht eine Entscheidung voraus. Man muss sich also erst dafür entscheiden. Und da beginnt das Problem bei vielen von uns schon …

Wovor haben wir Angst, neue Türen zu öffnen?

Hier ein paar Beispiele die mir erzählt wurden:

  • Bequemlichkeit
  • das „Alte“ nicht vergessen können, nicht loslassen
  • Angst vor der Veränderung, vor dem Unbekannten, vor dem was sie erwartet
  • fehlender Mut und die Neugierde

Oft wird man durch Lebenssituationen gezwungen neue Wege zu gehen und was anfangs so aussichtslos erschien, zeigte sich im Nachhinein als der bisher beste Weg seines Lebens! 🙂

Kurzum: Hinter vielen Türen stecken oft sehr wertvolle Chancen. Also sei mutig , neugierig und entscheidungsfreudig und das Leben wird dich belohnen!

Ein Ende war in Sichtweite

Nach meiner „Kreativ-Arbeit“ und der Erfahrung mit Plastilin aus der  Kindergartenzeit zu arbeiten, fing ich an mich für so weiches Material zu interessieren. Ich mochte das warme weiche Gefühl in den Händen, deshalb entschied ich mich in den kommenden Stunden mit Speckstein zu arbeiten. Mit dem einen Unterschied – diese Male ging es nur um kreatives arbeiten ohne Hintergrund. Ich wusste gar nicht, dass ich so ein „Händchen“ für solche Tätigkeiten besaß 🙂 , es entstanden einige coole Schmuckstücke, die ich an Lederbändern angebracht hatte und die bis heute zu meinen Lieblings-Accessoires gehören.

Die Zeit verging sehr flott, in den Gruppen wurde langsam der Abschied vorbereitet. Das bedeutete für viele von uns ein Resümee zu ziehen. Was hat sich durch den Aufenthalt verändert, hat sich überhaupt etwas verändert? Wie sind die Pläne wenn wir/ich nach Hause kommen? Was und wie werde ich es angehen … jede Menge Fragen, mit denen wir uns alle auseinandersetzen mussten. Für Menschen die sich zwei oder drei Monate in einer „geschützten“ Umgebung befanden, keine einfache Sache …

Wir hatten alle einen Klos in der Magengegend

Diese bevorstehende Veränderung war für uns alle spürbar. Einige freuten sich sehr darauf endlich wieder nach Hause zu kommen, andere wiederum, und so empfanden die Meisten von uns, hatten Angst! So gestaltete sich unsere Abendrunde zunehmend anders. Wir wurden ernster, besprachen nicht das was tagsüber gewesen war, sondern was uns alle in den nächsten Wochen erwarten wird. Wir waren alle so zusammengewachsen und die Vorstellung, dass wir alle in den nächsten zwei Wochen wieder unsere eigenen Wege gehen werden machte uns nervös, ängstlich und hilflos! Kaum zu glauben das erwachsene Menschen sich plötzlich so verhalten können als müssten sie bald auf „Schulwoche“ fahren … ohne Eltern und ohne Freunde.

Dieses Gefühl mochte ich nicht! Für mich war es nicht normal mich plötzlich an etwas zu klammern das ich anfangs verfluchte! Ich besprach dies alles mit meiner Bezugsschwester, auch sie war eine wichtige Person in den vielen Wochen geworden. Wahrscheinlich war es auch genau DAS. Menschen um sich zu haben die einen verstanden, einen ernst nahmen und für jede Situation die richtige Lösung hatten. Dinge erklären konnten, so dass man es auch verstehen konnte.

Eine Menge Neues wartet

Ich bereitete mich anders vor als die Meisten. Auf mich wartete keine Familie, keine kleinen Kinder, die sehnsüchtig auf ihre Mam warteten und auch kein Partner, der wahrscheinlich wieder froh sein würde, wenn die Hausarbeit wieder von Frauenhand gemacht wird. Auf mich warteten nur Entscheidungen. Entscheidungen, die mein Leben etwas verändern würden. Neuer Job, neue Wohnung, neues soziales Netzwerk. Mich von alten Dingen und auch Menschen trennen, Familienangelegenheiten ebnen, sortieren oder sogar beenden. Also eine ganze Menge Dinge denen ich mich stellen muss, die ich jedoch lieber vermieden hätte!

Natürlich versuchen wir auch positiv zu denken!

Abends wenn wir dann alle „strickend“ gg in der Runde gesessen sind wurde natürlich auch viel gelacht. „Was hast du vor Evi? Sie war die Erste, die nach langen drei Monaten, nach Hause durfte. Und sie freute sich auf ihre Familie, ihren Job der für sie „warm“ gehalten wurde und ihre Freunde. „Zu Hause wird es mir schnell besser gehen, ich werd bald wieder die alte sein und dann werde ich die Welt auf den Kopf stellen … 🙂 “ JA, sie ist so alt wie meine Tochter und hat ihr ganzes Leben noch vor ihr, DAS ist ein guter Plan! Meli und Gabriela überlegten viel, Gabriela wäre am liebsten als Frau Doktor nach Hause entlassen worden gg, auf ihrem Programm stand Weiterbildung und ein Mann, der sie auf Händen trägt und SIE und ihre Kinder über alles liebt. Einfach Ordnung machen in ihrem hektischen, nicht organisiertem Leben. Eine Herausforderung für eine Mutter mit 4 kleinen Kindern ohne Unterstützung! Davor zog ich den Hut. Meli freute sich auf der einen Seite auf ihren Partner und ihre Kinder, fühlte sich aber hier sehr gut behütete. Einer ihrer Pläne war ebenso ein Wohnungswechsel und eine berufliche Veränderung, sobald es ihr wieder besser geht. Meine Pläne wussten sie und trotzdem sahen mich alle irgendwann mal in der Toscana sitzen auf einem alten Weingut, mit einem älteren Italiener an meiner Seite. Natürlich für alle Mädels immer ein Zimmer gerichtet wenn sie mich besuchen kommen! 🙂

Die nächsten Tage entschieden wann wir nach Hause durften

In den kommenden Visiten erfuhren wir ob wir nach Hause „mussten“ oder eine Verlängerung angebracht wäre. Evi war die erste die uns mit breitem Lächeln erzählte das sie am Mittwoch fährt. Gabriela und Meli wurden um eine Woche verlängert, ich hatte ohnehin das volle Mass ausgeschöpft und mir wurde der Antrag für eine Reha im Anschluss meines Aufenthaltes ans Herz gelegt. Das bedeutete wir verließen die Station beinahe, bis auf ein paar Tage, zeitgleich. Die Nächste nach Evi war dann ICH. Abends wurde die Abreise von Eveline gefeiert. Wir fuhren, heimlich, in der Zeit des Ausgangs in die City. Offiziell stand auf der Liste wo wir uns immer austragen mussten wenn wir die Station verliessen „Spazieren am Gelände“ gg DAS musste einfach sein! Ein kurzer Ausflug, der in knapp 3 Stunden ohnehin wieder zu Ende sein musste. Getrennt und in Etappen trudelten wir wieder ein und teilten sich uns unsere Zimmer auf. 😀

Das Frühstück war tränenreich

Jeder hatte Evi eine kleines Andenken auf ihren Platz gestellt. Sehr viel Zeit zur Verabschiedung blieb uns nicht, da unsere Therapien um 8 Uhr begannen. „Wir bleiben ohnehin in Verbindung!“ und wenn wir alle draussen sind wird erzählt und gefeiert … geweint hatten wir alle genug an diesen Morgen … Abschied. Für mich etwas ganz Neues, damit meine ich nicht den Abschied an sich, sondern den dazugehörigen, ehrlichen Schmerz, der mich überkam! Mensch bin ICH „weich“ geworden, waren meine Gedanken, die ich ganz behutsam durch den Tag trug …

In der Abschlusswoche wartete eine besondere letzte Aufgabe auf mich. Mein Faden Behutsamkeit und Eigenliebe war mein Thema für meine letzte Woche im KUK.

Wenn du dabeisein möchtest? Den letzten Teil meiner Altagsgschichten kannst DU in 2 Wochen lesen 🙂 , bis dahin eine gute Zeit.

Kennst du schon die weiteren Teile der Alltagsgeschichten?
Alltagsgeschichten B102 #1
Alltagsgeschichten B102 #2
Alltagsgeschichten B102 #3
Alltagsgeschichten B102 #4
Alltagsgeschichten B102 #5
Alltagsgeschichten B102 #6
Alltagsgeschichten B102 #7
Alltagsgeschichten B102 #8
Alltagsgeschichten B102 #9
Alltagsgeschichten B102 #10

Die Parabel vom Adler

Einst fand ein Mann bei seinem Gang durch den Wald einen jungen Adler. Er nahm ihn mit nach Hause auf seinen Hühnerhof, wo der Adler bald lernte, Hühnerfutter zu fressen und sich auch wie ein Huhn zu verhalten. Eines Tages kam ein Zoologe des Weges und fragte den Eigentümer, warum er einen Adler, den König der Lüfte, zu einem Leben auf dem Hühnerhof zwinge. „Da ich ihm Hühnerfutter gegeben und ihm gelernt habe, ein Huhn zu sein, hat er nie das fliegen gelernt“ antwortete der Eigentümer. „Er verhält sich genau wie ein Huhn, also ist es kein Adler mehr.“

„Dennoch“, sagte der Zoologe, „hat er ein Herz eines Adlers und kann ganz sicher das Fliegen lernen“. Nachdem sie die Sache beredet hatten, kamen die beiden Männer überein, zu ergründen, ob es wirklich möglich sei. Behutsam nahm der Zoologe den Adler in die Arme und sagte: „DU gehörst den Lüften und nicht der Erde, breite deine Flügel aus und fliege“. Doch der Adler war verwirrt, er wusste nicht, wer er war und wo er hingehörte. Und als er sah wie die Hühner ihre Körner pickten sprang er hinab um wieder zu ihnen zu gehören.

Unverzagt nahm der Zoologe den Adler am nächsten Tag mit auf das Dach des Hauses und drängte ihn wieder:“ DU bist ein Adler – breite deine Flügel aus und fliege“. Doch der Adler fürchtete sich vor seinem unbekannten Selbst und der Welt und sprang wieder hinunter zu dem Hühnerfutter. Am dritten Tag machte sich der Zoologe früh auf den Weg und nahm den Adler aus dem Hühnerhof mit auf einen hohen Berg. Dort hielt er den König der Vögel hoch in die Luft und ermunterte ihn wieder: „DU bist ein Adler. Du gehörst ebenso den Lüften wie der Erde! Breite deine Flügel aus und fliege!“

Der Adler schaute sich um, sah zurück zum Hühnerhof und hinauf zum Himmel. Noch immer flog er nicht. Da hielt ihn der Zoologe direkt gegen die Sonne und da geschah es, dass der Adler zu zittern begann und langsam seine Flügel ausbreitete. Endlich schwang er sich mit einem triumphierenden Schrei hinaus gen Himmel. Es mag sein das der Adler noch immer mit Heimweh an die Hühner denkt, es mag auch sein, dass er hin und wieder den Hühnerhof besucht. Doch er ist nie zurückgekehrt um das Leben eines Huhnes wieder aufzunehmen. ER war ein Adler, auch wenn er wie ein Huhn gehalten und gezähmt worden war …

Eine Geschichte die mir Schwester Johanna ausdruckte – nur für mich

Beinahe 3 Jahre her, und noch immer bekomme ich Gänsehaut beim Durchlesen und jetzt beim Schreiben dieser Zeilen. Mir kommt der Tag in Erinnerung als sie mir diese Seite in die Hand drückte und sagte „ich hab etwas gefunden das perfekt zu ihrem Leben passt, lesen sie es aufmerksam durch und kommen sie zu mir wenn sie etwas dazu zu sagen haben“ … Sie lächelte herzlich, drückte meine Schulter und ließ mich im Gesprächszimmer sitzen.

Da ich nicht wusste worum es ging, kam ich mir blöd vor, hier soll ich gut aufgehoben sein? Lässt mich einfach alleine statt das sie sich um mich kümmert? Ich kannte sie ja gerade mal erst 1 Tag, länger war ich noch nicht in der Klinik und dann sowas.

Ich ging in mein Zimmer und meine Zimmerkollegin merkte mir meinen Unmut an. „Schwester Johanna denkt sich immer etwas dabei wenn sie so etwas macht und du kannst froh sein sie als deine Bezugsschwester bekommen zu haben!“ Verärgert war ich trotzdem.

Ich wurde neugierig, und meine Zimmerkollegin wusste, dass ich diese Seite nie neben ihr lesen würde, also ging sie raus – auch mit einem doofen Grinsen im Gesicht. Für sie war das alles nichts Neues, ICH war hier die „Neue“.

Wenn ich zurück denke, brauchte ich ca. 3-4 Anläufe, ich konnte mich nicht konzentrieren, merkte mir nichts, verstand den Inhalt nicht sofort – ein Grund von vielen weshalb ich hier war. Nach länger Zeit und mehreren Anläufen hatte ich es dann gecheckt … Ich wollte weinen, doch ich hatte es verlernt und meine Tränenflüssigkeit war für Jahre im Voraus verbraucht. So saß ich am Bett. Es begann zu regnen. Die Tropfen klatschten ans Fenster und ich dachte mir, die da oben haben das „weinen“ für mich übernommen.

Es war der erste Mensch, nach ich wusste nicht wie langer Zeit, der mich nicht als Huhn sah, sondern meine Stärken oder mein wahres ICH nach erst so kurzer Zeit des Kennenlernens erkannte! Gefühlstechnisch war ich tot, hatte keine Emotion dazu, aber ich wusste das ich hier richtig war!

Was ich damit sagen will

Es ist nie zu spät Verlerntes wieder neu zu erlernen, man selbst zu sein. Seine Wünsche wieder auszugraben, seine Wunden nicht selbst zu verarzten sondern sich „versorgen“ zu lassen! Es gehört eine Menge Mut dazu, oft ist die Scham grösser als alles Andere. Hast DU es jedoch dann geschafft den ersten Schritt in diese Richtung zu gehen – bist du schon auf der Gewinnerspur!

Ich möchte diese Geschichte den Frauen widmen, die ebenfalls kleiner gemacht oder gehalten wurden oder sogar noch werden, als sie tatsächlich sind! Ich werde hier viel von mir preisgeben, weil ich mir denke damit anderen Frauen wirklich helfen zu können.

Wie es weiter ging, erfährst DU das nächste Mal …

Dankbarkeit – was ist das eigentlich? Dankbarkeit heisst, den gegebenen Augenblick und jede gegebene Gelegenheit, einfach alles, was dir begegnet, als Geschenk wahrzunehmen. Nicht als selbstverständlich zu sehen! Es gibt wirklich tausend Gelegenheiten dich zu freuen! Es schenkt dir auch viele Situationen den Sinn des ganzen zu verstehen und zu lernen, die dir zuerst einmal gar nicht als Geschenke erscheinen.

Ja, man hört es ständig … sei doch dankbar, dass es dir so gut geht, dass du gesund bist, in einem Land leben kannst wo dir viele Möglichkeiten offen stehen, dir  Sicherheit geboten wird (obwohl – das wäre ja schon wieder ein eigenes Thema, da ich das gar nicht so sehe) …  und und und. Wenn ich mich bewusst daran erinnere, wofür ich dankbar sein kann, dann macht sich ein tiefes Gefühl der Befriedigung und der Zufriedenheit und auch der Freude breit in mir!  JA – ich bin dankbar … auch wenn „meine“ Dankbarkeit im Vergleich mit der der anderen vielleicht etwas übertrieben scheint und auch etwas anders ist …

Wöchentlich schreibe ich unseren Wochenrückblick auf PunkReaction. Jedesmal überkommt mich dabei das Gefühl Dankbarkeit zu zeigen und auch darüber zu schreiben! Ich verkneife es mir jedoch jedes Mal, da ich es für diese Kategorie nicht passend  finde.

Heute ist wieder genau so ein Tag. Wenn ich ehrlich bin vergeht kein Tag an dem ich dieses Gefühl nicht in mir trage! Es ist sogar vorgekommen, dass ich nachts aufwache und dieses warme Bauchgefühl verspüre wo es nur diesen einen Namen dafür gibt : Dankbarkeit. Daher hab ich heute beschlossen, diesem Gefühl einige Zeilen zu widmen … Für mich ja beinahe eine Prämiere! Dankbarkeit zu zeigen und vor allem sich ungeniert zu bedanken, für mich war das ein sehr langer Lernprozess. 🙂

Mut zur Veränderung

Bei Veränderungen weiß man ja vorab nie genau was dabei heraus kommt! Immer ein spannendes Erlebnis, wenn einem das 0815 Leben zu langweilig ist!

Acht Monate sind nun vergangen … wenn ich aus dieser Zeit ein Resümee ziehen muss, kann ich jedenfalls sagen – nichts ist so geblieben oder geworden wie ich es vorgehabt habe. Ich habe seit langer langer Zeit Vertrauen gefunden, mich in andere Hände begeben, mein Leben nicht zu 150% ge- und verplant, ich hab es einfach „laufen“ lassen. 10% Kopf – und 90% Bauch-Entscheidung getroffen. (Ich kann es selber kaum glauben!)

Entrümpelt und losgelassen

Obwohl ich erst seit wenigen Monaten eine neue Wohnung bezogen habe, hab ich schon wieder entrümpelt, nicht ganz freiwillig. Aber Entrümpeln ist gleichzustellen mit „loslassen“, Altes hat keinen Platz in der neuen Zukunft! Für mich ein Scheissgefühl wenn ich jetzt noch daran denke … meine mühsam aufgebaute „Ich traue niemanden mehr“ Mauer, hab ich beinahe fast abgetragen und kann jetzt sogar schon meine Arme ausstrecken um mich manchmal festzuhalten, wenn Gefahr besteht zu „stürzen“. Dafür möchte ich jetzt Danke sagen! Ich weiß das ist keine Selbstverständlichkeit!

Bloggen – ein neues Territorium für mich

ICH als „alte“, und diesmal mein ich ausnahmsweise mein Alter :-), Bloggerin, die sich noch ganz frisch in mitten der wesentlich jüngeren Kolleginnen behaupten muss. Konkurrenz an allen Ecken und Enden. Und trotzdem ist Schreiben meine Leidenschaft, darüber bin ich mir jetzt noch mehr im Klaren als vor 8 Monaten. Eine Leidenschaft und ein Hobby zugleich das sich in „Beruf“ umwandelt. Nur Beruf bedeutet auch Leistung zu bringen, dein Geld damit zu verdienen … Kreativ und aktiv zu sein! Genau dieses Gefühl bescherte mir vor kurzem eine Mega-Angst. Ich saß mit Papier und Stift zu Hause und war kopftechnisch so blockiert das ich Panik bekam. Nix ging. Ende. Aus. Punkt.

Zuspruch ist da, wenn ich ihn brauche

Der Druck den ich mir selber auferlegte wurde mir genommen. Inklusive viel geleisteter Aufklärungsarbeit und vor allem bekam ich die Unterstützung und den Zuspruch den ich brauchte. Hätte ich mich alleine als Laie damit auseinandergesetzt, hätte ich alles in die Lade gepackt … Dankbarkeit machte sich wieder breit.

Jürgen – ein Meister der Überzeugung

Jürgen, dem hier auch ein Grossteil meiner Dankbarkeit gehört, der immer die richtigen Worte zur richtigen Zeit parat hat aber vor allem nicht zu den „sich selber gerne reden hören“ gehört, ist ein Fan des Daseins der Digitalen Normaden. Er liegt gut im Rennen mich auch davon zu überzeugen. Relativ kurzfristig haben wir entschieden, für längere Zeit nach Italien zu gehen um dort zu arbeiten und zu leben. Sich das Ganze mal ansehen – nicht gleich ganz so weit weg von zu Hause. Bis jetzt sind wir 1 Monat unterwegs, haben nicht den Komfort den wir zu Hause hätten, von Luxus weit entfernt! Aber es ist Luxus, da zu arbeiten wo andere Menschen urlauben! Nur das Notwendigste an Kleidung dabei – nix Prada und Gucci, Shorts, T-Shirt und Flipis sind angesagt.

Und so viel ich mich in den letzten Wochen zu Hause geplagt habe, hier kommen die Ideen von selber, ohne Druck. Kreativität kann man nicht erzwingen … jetzt weiß ich das stimmt! Und sie ist wieder da, die Dankbarkeit  ich bin dankbar hier sein zu können, den Kopf voll mit neuen Ideen! 🙂

Wenn es ginge würde ich es gerne teilen …

Ich sitze gerade hier am Strand, mit Blick zum Meer und ich würde wenn es irgendwie möglich wäre, DIR meine angenehmen Gefühle & Eindrücke in Vakuum verpacken und es verschicken! DANKBARKEIT – der Name des Etikett s`darauf. 🙂

Wenn ich mir überlege was ich mir so viele Jahre gewünscht habe, meine Träume und Ziele die jeder von uns auch haben sollte, DU musst nur lange genug darauf warten. Dich in Geduld üben, nicht aufgeben und daran glauben. Vor allem NICHTS planen! Und ich denke es wäre auch wichtig mal die Vernunftentscheidungen sprich Kopfsache, etwas zur Seite zu legen und mehr auf seinen Bauch hören.

Eines jedoch solltest DU nie vergessen: Dankbar zu sein und auch Dankbarkeit zu zeigen! Sag Ja zum Leben und sei empfänglich für alles was kommt ohne es zu hinterfragen. Mach dir jeden Tag bewusst wie schön das Leben sein kann, auch wenn du mal im Schatten stehst … und glaub mir – auch ich steh sehr oft im Schatten. 🙂

Das Leben hat mir viele Lektionen erteilt. Die Wichtigste, die ich niemals vergessen werde – ist dankbar zu sein!

Danke J. M. das ich DICH an meiner Seite haben darf …