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GESCHICHTEN … sie enthalten alle eine Botschaft. Geschichten erzählen Sachverhalte in Bildern. Sie müssen nicht unbedingt logisch sein. Das Gegenteil ist sehr viel häufiger. Vielleicht ist das so, weil damit die Beschäftigung mit einem Thema angeregt wird. Ein Satz wie „Lachen tut der Seele gut“ wirkt nicht so tief nach wie eben eine Geschichte, die über das Lächeln handelt und dargestellt wird.

Meine Geschichte, die ich heute für Dich ausgesucht habe, ist eine Kindergeschichte! JA eine Kindergeschichte, die wie ich finde, auch für uns Erwachsene eine Botschaft enthält. Ich wünsche mir für Dich, dass sie Dich entspannt UND Dir ein sanftes Lächeln in Dein Gesicht malt … wie vielleicht damals, als wir selbst noch Kinder waren … -:)

ALS DIE NOVEMBERFEE DIE RUHE BRACHTE

… die Novemberfee bemalt mit ihren Farben das Land …

Pssssssst!

„Es liegen die Zeiten, die Stille bereiten, ein tröstendes Band des Schlafs und der Ruh hauchzart übers Land. Es ruhen die Bäume.
Sie träumen die Träume der wandelnden Zeit in Tagen des Winters, wenn’s kalt ist und schneit.“

Psssssssst!

Ein leises Klingen lag in der Luft. Die Musik des weichenden Jahres zum Ende des Herbstes. Die Novembermusik des Lebens. Es war eine feine, zarte, ruhige Musik und wer ganz still stehen blieb und lauschte, vermochte sie allüberall zu hören.
Leise, mit feiner, zarter Stimme sang die Novemberfee zu dieser Musik ihr Lied. Ihren silbergrauen Umhang mit seiner Millionen und Abermillionen klitzekleiner, glänzender Pünktchen hielt sie weit über dem Land ausgebreitet.

Sie umfing Berge und Täler, Flüsse und See, Wiesen und Felder, Gärten und Parks, Häuser und Straßen mit ihren tröstenden Armen. Die Pünktchen auf ihrem Umhang funkelten. Eines nach dem anderen lösten sie sich vom Feengewand und trudelten leicht, still und langsam ihrem Ziele zu.

Und still und langsam legten sie sich auf die Äste der Bäume, auf Büsche, Sträucher, Herbstblüten, Kräuter, Gräser und die Winterfrüchte auf den Feldern. Sie legten sich in das Winterkleid der Tiere und manche von ihnen, die Mäuse, Kaninchen, die Eichhörnchen, Igel und viele andere zogen sich müde in ihre Winterschlafquartiere zurück.

Andere machten es sich auf Bäumen und Sträuchern, in Ackerfurchen und Wiesen, in schützenden Höhlen und im Unterholz gemütlich. Sie wussten es alle: Die Zeit der Ruhe war gekommen. Der Winter mit Eis und Schnee war nicht mehr weit. „RUHE“, sagte die Novemberfee, „Stille und Ruhe bringe ich dem Land.“ Ich sorge dafür, dass die Bäume und Pflanzen sich erholen und sich auf das neue Leben im nächsten Jahr vorbereiten.

Das die Tiere im Winter ihren Schlaf finden und von neuen Abenteuern und Tierhochzeiten träumen. Dass, die Menschen ein bisschen weniger schnell durch die Tage hasten und Erholung in der feierlichen Novemberstille finden. Ja, das alles bringe ich nun dem Land und ich wünsche mir, dass alle mein Geschenk der RUHE frohen Herzens empfangen und genießen mögen. RUHE ist wichtig, so wichtig, denn auch sie ist … das Leben.

Mit einer ruhigen, erhabenen und sehr sehr liebevollen Geste griff sie in die weiten Taschen ihres Umhangs, füllte ihre Hände mit silbernen Perlen, die sie weit über das Land warf. „RUHEPÜNKTCHEN!“, rief sie. „Möge jede Perle die RUHE zu Mensch und Tier, zu Baum und Strauch, zu Haus und Hof, zu Stadt und Land bringen.“

Und sie warf und warf und warf Perle um Perle zur Erde hinab. Und das tat sie den ganzen Novembermonat lang. Perle um Perle und diese brachten RUHE und Erholung und auch ein wenig Freude zu den Menschen. Und die Vorfreude auf den kommenden Monat des stillen, feierlichen Lichts, dem Monat der Dezemberfee … <3

Aus „Mit Omas Geschichten durch das Jahr“ von Elke Bräunling

Tja … was sagst Du zu dieser „Kindergeschichte“?
Was will sie uns als Erwachsene sagen?

Mein Lieblingssatz daraus ist: „Das Geschenk der RUHE, denn RUHE ist so wichtig, denn auch sie ist das Leben …“
Und genau DAS soll meine Botschaft an Dich sein. Nutzen wir die „stille“ Zeit um uns zu erden … nochmal tiefer in uns zu gehen … unsere Werte zu überdenken … neue Kraft zu sammeln … und noch ganz viel mehr.

In diesem Sinne hoffe ich sehr, dass Dir die „Novemberfee“ genauso gut gefallen hat wie mir.
Teilen macht Freude und wenn Du magst, teile sie mit lieben Menschen. ›lächel‹

Genieße die Zeit und gönne Dir mehr Ruhe als vielleicht normal.

Lesezeit: 4 Minuten

Heute spiele ich mal „Lehrerin“. Ich fordere Dich zu einem Selbsttest heraus. Sein einfach mal still. Einfach mal nur dasitzen und nix tun. NICHTS reden. Nur beobachten was diese Stille so mit Dir anstellt. Schaffst Du das und wenn ja für wie lange? Beginnst Du nach fünf Minuten schon unruhig hin und her zu wetzen? Oder bist Du vielleicht eine geübte Meditations-Tante und schaffst es sogar eine Stunde oder länger?

Mein persönlicher Rekord liegt bei zwei Tagen. Abgesessen bei einem Schweigeseminar, das mich an meine Grenzen gebracht hat. Aber es geht ja nicht darum Rekorde aufzustellen, sondern darum zu sich selbst zu finden und dadurch endlich zur Ruhe zu gelangen. Also ich fordere Dich heute auf: Sei still und beobachte Dich dabei.

Die Tasche voller Konflikte trägt sich schwer

Nur so mal angenommen, es geht Dir genauso wie es mir ergangen ist. Ein Berg voll Sorgen, jede Menge ungelöste Probleme. Schwierigkeiten bei der Arbeit und ja – da sind ja auch noch die psychischen Probleme. Angst und Panikattacken, körperliche Tiefpunkte, das volle Programm also. Ich hatte ziemlich viel zu bieten. Was denkst Du, was ich damals gemacht habe?  Richtig – ich habe mir 200 %ige Ablenkung gesucht!

Diese bestand aus ganz viel Arbeit, die ich mir sogar mit nach Hause genommen habe, vielen Partys und vielen Menschen, die ich zu mir eingeladen habe. Dabei verfliegt die Zeit schon relativ schnell und laut! Es war mir nur wichtig gewesen, mich nicht mit meinen Problemen auseinanderzusetzen. Mit einem Wort: Ich habe die Flucht ergriffen!

Hat mich dieses Verhalten in irgendeiner Form weiter gebracht? Ein klares NEIN. Ganz im Gegenteil. Ich spielte dieses Versteck und Flucht Spiel sehr lange, bis es irgendwann einen lauten Knall gab. Das Spiel war vorbei und ich wurde ausgeknockt. Erst als ich „zwangs-sediert“ zur Ruhe kam, konnte ich eines feststellen …

Mein Sack voller Probleme lag auf einmal glasklar vor mir

Meinen freiwilligen Aufenthalt in einer Spezialklinik hatte ich die ersten Tage schwerstens bereut! Kein Fernseher, keine Musik, kein Handy oder MacBook, kein Buch und keine Menschen, die einen bespaßen. Nur Stille und der Blick aus dem Fenster stand am Rezept. „Schluss mit dem davonlaufen, jetzt ist die Zeit gekommen, um sich auf die wesentlichen wichtigen Dinge in Ihrem Leben zu kümmern … SIE SELBST.“

Dass dies in der Stille am besten gelingt, war mir da noch nicht so klar. Es machte mir sogar Angst. Dieses Nichtstun zählte halt gar nicht zu meinen Merkmalen. Und in der Welt wie ich sie kannte, war Stille und nichts Tun sowieso wie eine ansteckende Krankheit!

Diese Zeit war damals sozusagen meine Premiere. Ich habe viele Stunden in Stille verbracht und meine Erfahrungen damit sammeln dürfen. In dem Moment, wenn man keinerlei Ablenkung zur Hand hat und man ganz bei sich ist, fängt ein Film an zu laufen … und zwar der Film des eigenen Lebens. Du schaust aufmerksam zu und stellst schnell fest, wo Deine größten Baustellen im Leben sind. Glasklar liegen sie plötzlich da …

Die Stille hilft Dir, Lösungen für Dein Problem zu finden

Es ist tatsächlich so, während man so still sich selbst beobachtet, wird einem bei vielen Dingen klar, was man zu tun hat! Die Lösungsansätze sind definitiv nicht einfach. Meine waren schmerzhaft und mega anstrengend. Eine riesige Veränderung stand mir bevor, aber es wurde mir klar, dass es nur so gehen würde, wollte ich in Zukunft ein anderes Leben führen wollen!

Mein „Film“ hat mir gezeigt, dass ich mit meinem Job nicht mehr glücklich war, dass ich mich mit den falschen Menschen umgab. Menschen, die sich an mir bedienten. Das mein schmerzhaftes Familien-Thema endlich angesprochen werden musste und das ich zu meinen psychischen Problemen stehen musste.

Es war viel. Aber ich lernte aus dem Stress auszusteigen. Es war immer alles viel zu schnell. Überlege doch selber mal, wie oft hast Du heute schon gesagt: „Ich muss noch schnell einkaufen, noch schnell aufs Klo, schnell dies und das …“? Siehst Du, wusste ich doch. Diese Schnelligkeit tut uns aber leider nicht gut. Sie laugt uns auf Dauer aus. Still zu werden ist der erste und beste Schritt zur Langsamkeit.

Ich verspreche Dir, wenn Du das ein paar Mal versucht hast und sich Dein gehetzter Geist an die Stille gewöhnt hat, wirst Du diese Qualität des SEINS nicht mehr missen wollen. Das Gute an der Sache, es kostet Dich keinen Cent. Du kannst das täglich anwenden. Du hast die Möglichkeit in Deiner Mittagspause Dein Handy zu inhalieren oder Dir zum hundertsten Male die langweiligen Geschichten Deiner Kollegin anhören oder Du setzt Dich einfach mal raus. Auf eine Bank und tust nichts außer in Stille beobachten. ›lächel‹

Die Stille hat mich süchtig gemacht

Das Ganze ist ein Prozess, der seine Zeit braucht um es auch wirklich verinnerlicht zu haben. Damit klarzukommen! Aber wenn Du diesen Weg mal gewählt hast, bin ich mir sehr sicher, dass noch weitere Dinge folgen werden. Vielleicht fängst Du auch mit dem Meditieren an? Meditation ist für mich ein wesentlicher Bestandteil um meine Ängste und Panikattacken gut im Griff zu haben. Vielleicht reduzierst Du Deinen Medienkonsum, weil Dir die dauernden negativen Nachrichten auf die Semmel gehen?

Vielleicht fühlst Du Dich in der Natur sehr viel wohler als in lauten Cafés oder stickigen Kinosälen? Gerade in der Natur ist die Stille und Ruhe allgegenwärtig. Ganz egal was Du daraus machen wirst – es wird Balsam für Dich und Deine Seele sein.

Nachsatz:

Nach all meinen Erfahrungen, die ich mit der Stille machen durfte, begann ich damit sie täglich zu konsumieren. Ich bin ein „Stille-Junky“ … ich brauche das für meine Balance, für mein Wohlbefinden, meine Gesundheit und meine Kreativität! Ich bin kein Profi im Meditieren, aber ich könnte nicht mehr ohne sein. Ich liebe es aus der Großstadthektik abzutauschen, in Orte und Momente einzutauchen, die  mir absolute Stille schenken. Die damalige Zwangsruhe hat mein Leben verändert, wenn nicht sogar gerettet, aber das wäre schon wieder ein anderes Thema.

Erst in der STILLE erkennst DU, wer DU wirklich bist.

Und, wie ist es bei Dir so? Bedeutet Dir bewusste Stille auch so viel wie mir? Über Deinen Kommentar freue ich mich natürlich!

Lesezeit: 3 Minuten

Ich liebe die Stunden, in denen ich nur für mich sein kann

Es ist doch schon eine Weile her als es Gedankengänge von mir zu lesen gab. Auf der einen Seite ist der Kopf rappelvoll mit Gedanken, aber sie reichten nie um sie mit euch zu teilen. :-)

Jetzt wo ich wieder in Österreich bin und mich zu Hause wieder „eingerichtet“ habe, konnte ich mich zurückziehen, nachdenken und für eine Zeit auf den Pausenknopf drücken. Die ausständigen Termine konnte ich abhaken … etwas mehr Ruhe kehrt wieder ein.

Ruhe … Zeit nur für mich … für wenige Stunden … die Momente in denen ich rein für mich bin, tun gut!

Ich liebe meine kleine Familie und verbringe jede freie Minute mit ihnen zusammen, bin ich aber für mich ganz alleine, bemerke ich eine Veränderung in und an mir. Wenn ich für mich bin, wenn mir keiner dabei zu sieht was ich mache … dann fühle ich mich beinahe wie ein kleines Kind. Unbeobachtet kann ich mich meinen Gedanken hingeben, meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Tagträumen, nachgehen … ich finde Vergnügen an den kleinen Freuden und dem Nichtstun! Schon mittags mich in ein Bad mit soo viel Schaum legen, dass ich darin untergehe, einen Topf Nutella mit den Fingern leer naschen und das Ganze in dicken Socken, unfrisiert und einem viel zu großem Sweatshirt … egal, keiner kommt, keiner sieht mich, keiner schüttelt den Kopf aber vor allem KEINER WILL ETWAS VON MIR!

Es gab Zeiten da hasste ich diese Intimität mit mir selbst. Diese Ruhe, das Alleinsein, das nichts tun … das tun was Spaß machte. Heute empfinde ich diese Augenblicke als etwas ganz Besonderes, beinahe Kostbares. Sie sind angenehm, sie sind Balsam für meine Seele aber vor allem sind sie für mich lebensnotwendig geworden. Wenn ich so mit mir alleine sein kann, ohne auf etwas achten zu müssen, entspannt sich mein ganzer Körper. Ich werfe meine „schützende“ Hülle einfach ab. Ich kann mich an so grundlegenden Handlungen wie eine Tasse Tee oder Kaffee zu trinken richtig erfreuen. Eingehüllt in kuscheligen Decken und zu wissen – ich hab jetzt Zeit für mich – ohne dabei rausgerissen zu werden!

Ich mag diese Momente, Stunden in denen mich keiner sieht und hört. Nichts ist so schön, wie nach einem geballten Tag die Schuhe samt all der Hektik ablegen zu können! Wir Menschen verbringen den ganzen Tag mit Regeln die manchmal kein Ende finden. Sie sollen unser Verhalten in die richtige Bahnen lenken?! Vielleicht ist es aus diesem Grund so reinigend für mich, wenn ich meinen privaten Raum betreten kann … da wo keiner etwas von mir erwartet und nur meine Regeln gelten! Ich bin keinen urteilenden Blicke ausgesetzt oder Konventionen unterworfen die mir ein gewisses Verhalten diktieren wollen.

In meinen Stunden des Alleinseins, da wo niemand auf mich achtet … da geht es mir gut, es gibt keinen Neid, keine Unehrlichkeit und keine Missgunst . Währenddessen genieße ich es meinen Gedanken alle „Gerüchte“ des Alltags auszuziehen … mitsamt dem Druck, der manchmal auf mich ausgeübt wird. Druck und Zwang, zwei Dinge die mir nicht gut tun.

Ich habe gelesen das der häufigste Druck unter dem wir Menschen leiden, die sogenannte Metawahrnehmung ist. Darunter versteht man das Fremdbild, das Bild, von dem wir glauben, wie uns die anderen sehen. Für viele ist das eine soziale Angst die wirklich verstörend sein kann. Für mich ist es weniger die Angst, mich ärgert es schlicht weg.

Wenn ich aber für mich bin, sind diese Gefühle, der Druck und der Zwang abgestellt. Keine Beurteilung – nur sein. Auch wenn ich in der Zwischenzeit ein gesundes Selbstwertgefühl besitze, dass mich von diesen äusserlichen Einflüssen zum Großteil schützt, brauche und genieße ich diese Zeit wenn ich nur mit mir sein kann!

Bei uns Erwachsenen sind unsere Gehirne von den Sorgen und Ängsten ausgelaugt. Das ständige Surren in unseren Köpfen wird in solchen Momenten des Alleinseins ruhig gestellt. Wir können dabei WIR SELBST SEIN. Diese Augenblicke, Momente oder Stunden in denen wir nur mit uns sind, sind wesentlich um uns auszuruhen. Ich gestatte meinem Inneren das zu tun, was es gerne möchte … ohne Einschränkung.

Genießen wir die Momente, in denen wir ganz nah bei uns sein können.

Wie geht es Dir mit der Stille und der Ruhe … kannst Du sie genießen oder macht es dich nervös? Kannst Du dabei Kraft und Energie tanken … oder bist Du für Ruhe nicht geboren? Ich würde mich freuen von Dir zu lesen!
Bis bald ….

Lesezeit: 3 Minuten

Cool zu sein ist eine Mischung aus Lässigkeit, Gelassenheit und eine gewisse Unbekümmertheit. Coolness ist die Fähigkeit ruhig und umsichtig zu reagieren. Es ist eine erstrebenswerte Eigenschaft und ist eine Lebenseinstellung.

Coolness kommt von cool, kühl und bezieht sich ursprünglich darauf, dass man eben nicht hitzköpfig ist und sich nicht leicht aus der Ruhe bringen lässt. Man steht quasi „über den Dingen“. Eigentlich so etwas wie Gelassenheit, nur eben cooler ausgedrückt.

Coolness, ein moderner Begriff der sich nicht nur in der Mode wieder findet

Ein Ausdruck der heutzutage ständig irgendwo zu hören ist, nur geht es MIR hier nicht um cool sein, was Mode usw. angeht, hierfür würde es schon längst wieder andere Wörter geben … Nein, ich hab mir dieses Wort herausgepickt weil es weit mehr beinhaltet wenn man es etwas zerlegt und auf unsere Lebensweise projiziert! Für mich umfasst es im wesentlichen die Kategorie Gelassenheit – Souveränität – Überlegenheit – Ruhe bewahren, wo andere schon auszucken.

Selbstbestimmtheit

Man geht seinen Weg ohne sich zu sehr um die Meinung anderer zu kümmern! Man tut was man zu tun hat ohne auf die Bestätigung anderer zu warten. Wenn du diese Coolness besitzt, kannst du ganz entspannt im Hier und Jetzt sein, dein Leben so geniessen und gestalten wie du es möchtest ohne es von etwas beeinflussen zu lassen. Also hat es auch etwas mit Unangepasstheit zu tun! Bei dem Wort Unangepasstheit stellen sich bei vielen von uns wahrscheinlich schon wieder die Haare auf.

Jeder passt sich an – obwohl vielen von uns genau nach „nicht anpassen“ wäre

Keiner möchte aus der Reihe tanzen, gerade im Berufsleben können sich diese Coolness nur die obere Etagen leisten oder eben die Selbstständigen unter uns, und auch da nur bedingt. Man ist ja von den, unseren, Kunden abhängig! Man wird dann möglicherweise zum Aussenseiter oder Sonderling abgestempelt!?

Ein zweischneidiges Schwert also irgendwie … Cool zu sein ist also inzwischen ein ziemlich widersprüchlicher Ausdruck geworden.

Auf der einen Seite souverän und gelassen zu sein, sich um die Meinung der anderen wenig zu kümmern, anderseits ist Coolness zu einem Ideal vieler Menschen geworden. Viele Menschen gelingt es trotz intensiver Anstrengung nicht dieses Ideal zu erlangen, wem es aber gelingt innerlich entspannt zu sein, genügend Selbstvertrauen zu haben und Zugang zu sich selbst zu finden, der wird ganz von selbst „cool“!

Eigene Erfahrungen

Ich kenne eine Menge Leute, die meinen „cool“ zu sein … mit denen würde ich auf keinen Fall tauschen wollen. Bewundernswert finde ich jedoch Menschen, die durch viele Niederlagen, Schicksalsschläge oder besonderer Lebensumstände in ihrem Leben wieder oder vielleicht gerade trotz ihrer Umstände diese Coolness sich zugelegt haben! Klamotten machen Leute, sagt man ja so schön und es stimmt auch. Aber ein Designeranzug oder Kleid macht dich noch lange nicht zu einer coolen Persönlichkeit! (Optisch vielleicht.) Als Mädchen wollte ich immer so sein wie viele meiner Schulkolleginnen … mit Selbstsicherheit, Leichtigkeit und Anmut durchs Leben hüpfen – denn sie hatten es in jeder Beziehung einfacher!

Später musste ich erfahren das es auch so ist. Wenn du eine authentische Coolness besitzt, wird dir dein Leben um einiges leichter fallen und wesentlich mehr Spassfaktor bringen. Ich hab mich selber an ein paar Regeln angehalten, die mir den Weg ebneten um eine gewisse Coolness zu erreichen. :-)

  • Sei ein Mensch der Tat
    Und nicht der Vorstellung! Dinge zu überdenken und dann gar nichts zu tun, bringt dich nirgendwo hin
  • Sei authentisch!
    Das ist etwas was andere Leute gerne mögen. Cool zu sein heisst, DU selbst zu sein, auf eine aufgeschlossene Art und Weise. Kopiere niemanden – du wirst immer eine Fälschung bleiben!
  • Keine Bedürftigkeit an den Tag legen
    Hilfsbedürftigkeit ist unattraktiv (ausser du steckst wirklich in der Klemme). Damit meine ich: klammere nicht, wenn du mal nicht zurückgerufen wirst, du wirst nicht sterben, gönne anderen Menschen ihren Freiraum!
  • Beobachte dich
    Je mehr du über dich selbst weisst, desto besser verstehst du dich selbst! Bleib geheimnisvoll und erzähle nicht nach 1 Stunde deine ganze Lebensgeschichte
  • Sei ein guter Gesprächspartner
    Ich gelernt es ist besser zuzuhören, kurze Bemerkungen zur Erzählung des Anderen zu machen als eine Unterhaltung zu dominieren. Es ist besser ruhiger zu sein, eine Unterhaltung zu analysieren und den Humor der anderen zu geniessen. :-)
  • Finde die richtige Balance in deiner Sprache
    Das lässt dich anspruchsvoll und intelligent erscheinen. Spreche selbstbewusst und deutlich. Mach dir keine Sorgen wenn mal jemand nicht der selben Meinung ist als du.
  • Ohne grosse Anstrengung erfolgreich sein
    Sei ruhig, gefasst und kontrolliert! Cool sind die Menschen, die sich nicht wegen jeden Furz aufregen, die nicht immer reden müssen. Reagiere gelassen auch auf Situationen, die aufs Erste schwierig erscheinen!

Eigentlich ganz einfach oder? Auf jeden Fall funktioniert es. Etwas Geduld solltest du mitbringen, jeder kann sich, wann immer er möchte, verändern – auch ohne Geld … und das finde ich gut!

Wenn Leute dich nicht so mögen wie du bist, oder deinen Lebensstil in Frage stellen … zieh weiter, verschwende keine Energie, indem du jemanden zu überzeugen versuchst, der die Dinge nicht so sieht wie DU!

Lesezeit: 5 Minuten

Du fühlst dich ausgelaugt, müde und schlapp? Die Hektik im Alltag bestimmt dein Leben und gibt dir immer die Richtung vor? Dein Akku ist leer und du fühlst dich nicht mehr so leistungsstark wie früher? Dann ist es an der Zeit dir etwas Gutes zu tun, eine Auszeit zu nehmen! Du musst jetzt keinesfalls deine Koffer packen und eine Weltreise starten :-) , es genügt schon, wenn du es einrichten kannst, dir ein Wochenende frei zu machen. Einfach ein paar Tage den alltäglichen Verpflichtungen nicht nachkommen zu müssen genügt, die Seele baumeln zu lassen, damit du dich erholen kannst.

Du solltest dir die Auszeit wert sein

Ich bin selbst kürzlich in den Genuss gekommen ein paar Tage frei machen zu können, und jetzt sitze ich hier und muss einfach diesen Artikel schreiben. Nicht das ich jetzt viel Stress gehabt hätte, auch bin ich sehr gerne in meinem Zuhause, aber manchmal brauche auch ich eine räumliche Veränderung, ohne Gewohntes um mich zu haben. Ich nutze so kleine Auszeiten um neue Inputs zu bekommen, innerlich aufzuräumen und noch tiefer zu atmen … das gelingt mir jedenfalls, in einer anderen Umgebung am allerbesten. Man braucht keinen zwei wöchigen Auslandsaufenthalt um seine Akkus neu aufzuladen, oder muss eine Weltreise starten, die Ruhe und Distanz liegt so nahe!

Es geht nur darum es zu tun

Stehen wir mitten im Berufsleben ist es oftmals schwer spontan ein paar Tage frei zu bekommen. Und genau dieses Argument benutzen wir dann auch für uns selbst um sagen zu können „Ich kann ja nicht weg“! Doch kein Mensch arbeitet sieben Tage rund um die Uhr! In Wahrheit geht es dabei nur um die Organisation. Heutzutage kann man ganz gemütlich vom Sofa aus seine Urlaube und Kurz-Trips suchen und buchen. Der Gang ins Reisebüro hat beinahe „antiken“ Charakter bekommen. :-) Ein freies Wochenende und wenn möglich, seinen freien Tag noch dran zu hängen, ergibt genügend Zeit um mit samt seinem angesammelten Ballast loszufahren und sich auf zwei, drei Tage „blöd schauen“ zu freuen!

Ich hatte vor 2 Jahren einen solchen Kurz-Urlaub von meiner Tochter bekommen. Irgendetwas ist immer dazwischen gekommen. Wenn ich darüber nachdenke waren es genau die vorhin angeführten Punkte die mich hinderten – also lächerliche Ausreden! Und die letzten Tage ist mir dieses Geschenk wieder in den Sinn gekommen, kurz vor der Verjährungsfrist. Also wurde kurz und bündig gebucht, eine Freundin an der Hand genommen und weg waren wir. :D Es geht also nur darum es zu TUN.

Vorfreude ist die schönste Freude

Ich bin ja dann jemand der solche Vorhaben wirklich zelebrieren kann. Schon das Packen, die Verabschiedung meiner drei Herzen zu Hause und die Hinfahrt lösten bei mir ein wohliges Gefühl aus und das ganz ohne schlechtem Gewissen! Denn das habe ich in der Zwischenzeit lernen dürfen. Es ist gut wie es ist, denn ich hab es mir verdient! Der Empfang ist ja ebenso immer sehr nett. Das Gästeblatt wird bei einem Glas Prosecco ausgefüllt, bevor es dann aufs Zimmer geht. Es folgt ein „wau, poah und genial“ nach dem anderen. Und schon ist man mitten drin, in einer anderen Welt, einer Welt die dir die Möglichkeit schenkt, deine Gedanken runter zu fahren. Einen Gang runter zu schalten und über das Nachzudenken was du dir „eingepackt“ hast. Nämlich die Dinge die dich irgendwo im Bauch drücken …

Tage die besonders sein werden

Ich bin ja jemand der große Menschenansammlungen nicht sehr gerne mag und ich habe damit auch hin und wieder Probleme. Doch ein Hotel für sich alleine zu haben wird eben schwierig werden. :-) Umso mehr hatten wir uns gefreut das es aber fast so war! Die schlechten Fahrbedingungen und der andauernde Schneefall, hatten viele davon abgehalten ihre Buchung wahrzunehmen – das bedeutete wir waren beinahe alleine >lach<! Jedenfalls war ich sehr dankbar die ganze Luft  fasst für uns alleine zu haben. Ich begann mit dem Gedanken mich die nächsten Tage ausschließlich um mich zu kümmern. Ausklinken. Keine Hunderunden (obwohl ich ständig an die Zwei gedacht habe), kein Essen zubereiten, im Gegenteil, sich bedienen lassen von morgens bis zum Bett gehen!

Am Beispiel meiner Freundin merkte ich, wie die ständigen Termine, der Beruf und Haushalt, die eigenen Bedürfnisse verkümmern lässt. Ich weiß das egoistisch sein, nicht gerade zu den positiven Charaktereigenschaften gehört, aber hin und wieder kann man sich von den gesellschaftlichen Dogmen befreien und nur an sich denken! Ein gesunder Egoismus eben! Das sollten wir uns alle wert sein.

Die Erholung beginnt mit der Langsamkeit

Ich zähle immer noch zu den Menschen die alles auf einmal machen möchten. Ich trage unzähliges im Kopf herum und mein Tag wird mir zu kurz. Ich möchte mich weiter entwickeln, Neues beginnen und auch bewältigen, mit diesen Gedanken bin ich hier her ins Werfenweng Bergresort gefahren. Slow down und nicht High Speed war die Bedingung. Wenn wir eine Sache, und das gilt auch für unsere Gedanken, langsamer angehen oder darüber nachdenken, ist es einfacher auf einen Punkt zu kommen, den man akzeptieren kann. Ich hab also meinen Chaos-Kopf zu Hause gelassen und mich der Langsamkeit hingegeben … Runterschalten – gelassen sein + Pausen machen = Erholung. Eine Formel die ich mir wieder mehr zu Herzen nehmen sollte.

Plötzlich ist da Zeit

Zeit für gutes Essen, ein ausgedehntes langes Frühstück, langes Schlafen und viele kreative und positive Gedanken. Die Falten zwischen den Augen entspannen sich. Schmerzen werden leichter, der Müdigkeit darf man Raum geben und plötzlich stellt sich eine Tiefenentspannung ein. Im Alltag wünschen wir uns oft nichts anderes als einfach mal Zeit zu haben. Eine Auszeit ist da um das zu tun, das wir tun möchten und wenn es nur drei Tage schlafen ist, essen und sich eine Massage um die andere zu gönnen!

Meine Tür für neue Ideen

In kuscheligen Tüchern, im Bademantel auf loungigen Betten zu liegen, weg von zu Hause, kann ich meiner Phantasie freien Lauf lassen. Tagträumen und rumspinnen, mir das ideale Leben ausmalen. :D Wie könnte ich den Alltag zu Hause neu gestalten, wo möchte ich für immer leben? Welche Wünsche habe ich generell noch offen? Welche Menschen sollen mich umgeben und wie würde ich leben wenn Geld keine Rolle spielen würde? Wie schaut mein Haus am Meer aus? Will ich immer noch eine weiße Veranda? Wie wird der Titel meines Buches lauten das ich unbedingt schreiben möchte?

All diese Fragen mögen sicher auch zu Hause auftauchen, aber irgendwie nimmt man sie nie wirklich ernst, weil die Antworten zu weit von der Realität erscheinen. Hier, zwischen den warmen Tüchern oder während einer wohltuenden Öl-Massage, ist die Zeit vorhanden darüber nachzudenken und plötzlich sind die Antworten ganz nah! Oft sind ja die verrücktesten Ideen die Besten, weil man ohnehin nichts zu verlieren hat und das bietet eine Vielfalt ungeahnter Möglichkeiten. Mit neuen Erkenntnissen, Ideen und Einsichten packt man dann wieder seinen Koffer und beendet diese wundervollen, Pulverschneetage mit einer Kutschenfahrt oder einem warmen Topfenstrudel. Wir entschieden uns für die Kalorien! :-)

Schlusswort:

Am Abend vor der Abreise wünschte ich mir, das es die Nacht das Doppelte an Schnee bringen sollte und wir wie in einem kitschigen Film eingeschneit gewesen wären … Es war auch beinahe so, doch bis zum Abend waren die Straßen wieder einigermaßen befahrbar und der Fahrt nach Hause stand nichts mehr im Weg. :-)

Was ich aber damit noch sagen möchte: Wir sollten es uns öfters mal wert sein eine kleine, kurze Auszeit zu nehmen. Man hat die Zeit und die Muße, sich mit sich selbst und seinem Leben auseinanderzusetzen, um danach mit neuen Ideen in unseren normalen Alltag zurück kehren zu können. Frisch und voller Energie! Alles kann, nichts muss!

Ich möchte mich auch bei meiner Freundin bedanken, die diese „Spontan-Photos“ von mir eingefangen hat :D! Und bei dir möchte ich mich bedanken, dass du mich besucht hast! Vielleicht habe ich dich jetzt mit meinen Gedanken infiziert? Dann überlege nicht lange … Mach ES!