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NEID! Oh mein Gott, welch ätzendes Gefühl … was für ein hässliches Wort. Was für ein unmoralischer, sündiger Zustand. Neid dieses Gefühl ist so allgegenwärtig und spürbar! Es ist so: wenn wir jemanden „beneiden“, dann hat sie oder er etwas, das wir selber auch gerne hätten! Vom missgünstigen „Tzzz“ Neid bis hin zum „das möchte ich auch gerne können“ Neid. Dazwischen liegt ein kleiner Unterschied …

Ich zitiere Konfuzius, der sagte: „Der Mensch hat dreierlei Wege klug und neidlos zu handeln: erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste. Und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“

Also, wo liegt also dann das Problem? Wir können entscheiden genau diese Wege zu nehmen, ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die meisten von uns auch diese Wege gehen aber trotzdem vor Neid beinahe zerplatzen.

Beneidest Du jemanden?

Ich. JA! Voll … Früher lag mein Fokus eher auf der äußeren Schönheit, Jugend und der Lebensform anderer. Heute ist es etwas ganz anderes. Ich versuche mich jetzt echt kurz zu halten >lach<. Nun, ich gebe es zu, ich beneide Menschen, die auf einen hervorragenden Wissensspeicher zurückgreifen können. Damit meine ich dieses Fach-, Sach- und Datenwissen, dass sie auf Knopfdruck abrufen können und damit beeindrucken und erfolgreich sind und so strahlen das man diesen Menschen ohne Sonnenbrille, gar nicht ins Gesicht schauen kann! Also würde ich das jetzt zusammenzählen sind es schon mehrere „Neide“ die ich habe. :-)

Es gibt schon Zeiten da muss ich echt aufpassen. Aufpassen, dass dieses ätzende Gefühl mich nicht zernagt. Es ist diese bestimmte Sorte Neid, die mit der anderen nicht zu verwechseln ist! Es gibt den Neid, bei dem ich anderen von ganzen Herzen gönne was sie geschafft haben … ich möchte nur selbst auch gerne so weit kommen und SEIN. Diese Art Neid treibt mich eher voran!

Und dann gibt es den Neid, der sich wie Säure durch mein Innerstes ätzt. Ein selbstzersetzender Prozess, der nicht nur schlecht für Magen und Eingeweide ist, sondern auch alle lebensbejahenden Daseinsfreuden zu Staub werden lässt. Ja gut, ich hab jetzt etwas übertrieben, aber ich möchte das Du verstehst was ich damit ausdrücken möchte.

Diese Art Neid möchte ich nicht … man möge ihn mir nehmen … bitte danke. Schickt ihn in die Wüste wo er vertrocknet! Es schickt sich nicht für einen Menschen, der lebensaufklärende Arbeit macht. Vor allem mag ich seine überfallsartige Geschwindigkeit nicht mit der er mich vereinnahmt.

Wer oder was löst dieses Neidgefühl aus?

Bei mir ist dieses Gefühl an Beruf und Existenzängste gebunden. Und die wiederum haben mit Konkurrenz zu tun. Und die wiederum verleitet mich, mich immer wieder mal mit anderen zu vergleichen. Jaja … ich glaube es manchmal selbst nicht! Und in solchen Momenten frage ich mich dann: „Bitte wem musst Du denn etwas beweisen? Was hat der Neid mit Dir zu tun?“ Neid hat bei vielen Menschen auch etwas mit Ungerechtigkeit zu tun.

Ich kann mich noch so gut an eine Situation aus meiner beruflichen Laufbahn erinnern. Ich übernahm eine Aufgabe mit großer Verantwortung. Mein Vorgänger kam nicht aus der Branche und er kam mit dem vorgegebenen Budget nie zurecht. Es war auch unübersehbar,  dass ihm die Arbeit keinen Spaß machte. Der einzige Grinser, der ihm über die Lippen kam war, wenn er seinen Gehaltsscheck bekam. Das wars auch schon mit seiner Freundlichkeit. Meine Chance … dachte ich, als mir diese Stelle angeboten wurde.

Ich legte mein ganzes Herzblut in dieses Projekt, ich hatte ausreichend Vorkenntnisse und ich machte sogar Budget-Einsparungen. Die Umsätze stiegen, die Kunden waren glücklich und ich war es natürlich auch. Es gab nur einen Fehler an der Sache. ICH war kein Mann … ich bekam nicht annähernd das Gehalt wie mein alles falsch machender Kollege! Und mein damaliger Boss der mir gerade mal bis zu den Schultern ging, hatte ein großes Problem mit meiner positiven Arbeit. Wäre ich ein Mann gewesen??? Und zack, da war er wieder … dieser Neid … das grenzenlose Gefühl der Ungerechtigkeit … das „Messen“! Verstehst Du was ich sagen will?

Radikale Akzeptanz sind ja immer meine Worte

Radikale Akzeptanz des nicht Änderbaren … Es ist wirklich bitter zu wissen und zu erfahren: eigentlich mache ich genau das, was mir Spaß und Freude macht, das was ich wirklich gut kann, wofür ich mich innerlich zerreiße, was meinen Verstand fördert und mein Herz erfüllt. Ich habe versucht alles richtig zu machen und darüber hinaus, und es reichte dennoch nicht. Mein erträumter Erfolg, die gewünschte Anerkennung … es blieb alles aus.

Und so ein ähnliches Gefühl überkommt mich auch jetzt manchmal, wenn ich mir so manche Kollegen anschaue. Sie gehen den leichtesten Weg, nämlich den der „Nachahmung“, wie Konfuzius zitiert. Sie arbeiten mit spitzen Ellbogen und falschem Lächeln, UND können damit sogar ihre Rechnungen bezahlen …

Wenn diese Gedanken zu Ende gedacht sind, muss ich mir dann wieder klar machen, dass ich nicht alle Dinge verstehen kann (muss), ich nicht alles beeinflussen kann und nicht alle Erfolge oder Misserfolge sind meinem Tun oder Nichttun zuzuschreiben.

Es gibt Dinge, die wir radikal zu akzeptieren haben. Betonung auf radikal. Weshalb? Sonst verliere ich mich persönlich und ich denke es wird auch für Dich treffend sein – weiterhin „im Neiden“. Ich verliere damit wertvolle Energie, die ich für andere produktivere Dinge nutzen könnte!

Oft hat Neid auch einen ganz anderen Grund

Ich erkenne oft, dass es nicht darum geht, Dinge oder Besitz eines anderen zu haben, sondern vielmehr um die Möglichkeit etwas neues Kreatives zu gestalten! Neid zeigt uns allen, wo ein Stück Selbstentfaltung, eine Ausdehnung unseres Lebens, möglich wäre. Wir sind vor allem auf das neidisch, was in uns als Potential vorhanden ist, das wir jedoch bisher zu realisieren versäumt haben. Neid sollten wir anerkennen und nicht unterdrücken … hinschauen was dahinter steckt! 

Ich glaube wenn wir das erkennen, können wir kreativ nach Wegen suchen um ihn, den Neid, in die Wüste zu schicken. <lach> Auf etwas zu blicken das einem nicht gefällt, ist wie so oft nicht leicht, aber alles ist besser als in bitterer Missgunst zu versauern. Wir Menschen sind eben leider sehr bequem, wirkliche Fortschritte machen wir nur wenn wir ein wenig leiden.

Solche Neidgedanken erleichtern

Sich damit auseinander zu setzen erleichtert. Ich habe dem NEID Raum gegeben, ich habe mich ein Stück aus dem Fenster gelehnt und auf das virtuelle Papier gebracht. Und NEIN, ICH schäme mich nicht für mein Geständnis! 50 cm MacBook Entfernung trennen mich jetzt von meinem Artikel. Mit dieser Distanz kann ich auf ihn schauen. Wir stehen uns gerade auf Augenhöhe gegenüber. Mehr „Höhe“ will ich ihm auch gar nicht schenken! Und die Sache mit „schickt ihn bitte in die Wüste …“ steht immer noch … ich kann auch ohne Neid  bestens leben. >lach<

Ich wünsche Dir eine neidloses Dasein und wenn Du magst … freue ich mich wenn Du den Artikel teilst. <3

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Depressionen sind für Betroffene schon eine sehr große Belastung, aber eine ganz besondere Hürde sind sie für eine Beziehung. Lebt man mit einem Menschen mit Depressionen zusammen, kann das eine sehr große Herausforderung für beide Partner sein. Emotional sowie körperlich. Nicht selten fühlte sich der „gesunde“ Partner überfordert, während der andere mit Schuldgefühlen überhäuft wird.  Aber wie geht man mit den Schattenseiten einer Depression in einer Beziehung um? 

Diesen Beitrag möchte ich all den Paaren widmen die sich in dieser Situation wieder finden. Die einen Menschen an ihrer Seite haben, der an Depressionen leidet oder Personen die selbst betroffen sind. Eine Depression kann das ganze Leben aus den Angeln werfen. Nichts ist mehr so wie es früher mal war. Es kostet beide Partner Kraft zu sehen wie sich der Mensch, den man liebt, quält. Für selbst Betroffene besteht das Leben aus einer einzigen Gratwanderung. Eine Gefühlslandschaft aus schwarz und weiß, hoch und tief, gut und sinnlos … Was ich aber sicher sagen kann, ist das Depressionen in einer Partnerschaft nicht nur belastend sein müssen, sondern auch eine Beziehungen festigen können!

Die Depression ist eine ernst zu nehmende Erkrankung

Zu Beginn möchte ich klarstellen das ich keine psychologische und neurologische Ausbildung besitze, ich schreibe hier als selbst Betroffene … aus meinen Erfahrungen und vielen Erlebnissen, die ich selbst lange Zeit und auch heute immer wieder in kurzen Episoden erlebe. Viele Frauen leben mit Depressionen ohne dass es ihnen bewusst ist. Das Gefühl von Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, ständiger Müdigkeit und Traurigkeit sind typische Empfindungen für ein Seelentief. Natürlich kennen diese Gefühle auch Menschen ohne gleich depressiv zu sein, ein Tief und „nichtsbringende“ Gedanken gehören eben auch zum Leben dazu. Dauern jedoch diese Empfindungen länger an, können sie die ersten Anzeichen einer Depression sein.

Tiefe Verstimmungen machen das Leben nicht unbedingt einfach

Wer an Depressionen leidet weiß, dass man sich aus diesen Verstimmungen und Gefühlsschwakungen selten selbst befreien kann. Normale Gefühle der Erschöpfung und der Mutlosigkeit gehen vorüber sobald die auslösenden Ereignisse aufgearbeitet wurden.
Eine unbehandelte Depression dagegen bessert sich kaum von alleine. Die Auslöser einer Depression sind sehr unterschiedlich. Veränderte Lebensereignisse, Stress, der Verlust eines geliebten Menschen, sowie Krankheit, Gewalt und Missbrauch, aber auch emotionale Vernachlässigung sind nur ein paar Beispiele die mir dabei einfallen. Fakt ist, all diese Beispiele können dafür verantwortlich sein um in ein tiefes depressives Loch zu kippen. Doppelt schwierig wird das wenn man in einer Partnerschaft ist und sich diese Situation plötzlich zwischen die Beziehung drängt!

Wie geht man aber damit in einer Beziehung um?

Ich möchte hier jetzt ganz bewusst als Betrachter beider Partner schreiben, denn der Betroffene wird sich in den meisten Dingen selbst wiedererkennen.

Unzählige Gefühle tun sich auf ist eine Beziehung von Depressionen betroffen. Unsicherheit und eine gewisse Beunruhigung stellt sich ein und somit die Fragen: „Warum lacht mein Partner weniger, warum ist er immer müde, launisch und antriebslos? Der Partner ist verschlossener als sonst. Was ist schuld an dieser Veränderung? Viele Fragezeichen tauchen auf. Besonders verwirrend ist auch das der Partner/ oder eben wir selbst, ganz normal mit anderen umgeht, wenn Freunde zu Gast sind oder auch an Hand von Telefonaten. Diese freundliche und meist gut gelaunte Fassade fällt erst dann wenn die traute Zweisamkeit wieder einkehrt.

Dieses Verhalten bringt große Unsicherheit aber auch Traurigkeit mit sich. Trauer über die Zeit in der noch alles in Ordnung war. Leidet ein Partner an einer Depression, bedeutet das in vielen Lebensbereichen etwas verloren zu haben. Das „Gemeinsame“ fehlt. Trauer über das Verlorene und Wut über die unliebsame Veränderung liegen plötzlich dicht nebeneinander. Ein typischer Wut-Impuls ist zum Beispiel: “ Was ist nur los mit Dir, so kenn ich Dich gar nicht …“ die Bedeutung hinter der Wut, spiegelt aber einfach nur den Wunsch nach Harmonie und dem „alten“ Zusammenleben wieder.

Nach der Unsicherheit, der Trauer und der Wut, kommt dann auch noch das Schuldgefühl und die Scham ins Spiel. Unser Selbstwertgefühl erhalten wir zum größten Teil aus unserem sozialen engen Umfeld. Ist einer der Partner an einer Depression erkrankt, berührt es nicht nur den Betroffenen sondern auch den anderen. Wenn der Partner immer wieder Treffen absagt, sich zurückzieht und sich im Bekanntenkreis anders als üblich verhält, kommt es vor das der Partner in „Erklärungsnot“ gerät. Das Verhalten eines an Depressionen erkrankten Partners kann peinlich sein oder sogar den Selbstwert angreifen.

Hilf mir bitte, aber lass mich in Ruhe …

Meiner Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es nicht einfach ist einen Herz-Menschen der an Depressionen erkrankt ist, zu unterstützen. Angehörige bekommen vom Partner oftmals ein verwirrendes „Hilf mir, aber lass mich …“ zu hören. Dem Partner helfen zu wollen, aber nicht zu können bzw. dürfen, macht Angst und verwirrt. Aber auch das ist in dieser Situation normal. Es macht Angst wenn sich der Mensch, den man liebt, verändert.

Wie schafft man es diese Herausforderung zu bewältigen ohne dabei die Beziehung den Bach hinunter gehen zu lassen?

Ich möchte hier ganz wertvolle Punkte aufzählen die für mich persönlich sehr wichtig waren aber auch immer noch sind, wenn einem die Beziehung am Herzen liegt. Ein roter Faden, der sich durch die Landkarte einer Depression zeichnet, aber auch zeigt, wie man es schaffen kann wieder zueinander zu finden.

  • Annehmen. Es brauch schon ein dickes Fell, die Krankheit zu akzeptieren und an die Beziehung zu glauben! Es ist ausserdem sehr wichtig, eine Depression nicht als Charakterschwäche, schlechte Laune oder Erziehungssache anzusehen. DAS einzusehen, ist gar nicht so einfach. Es ist also ganz wichtig sich über das Wesen einer Depression zu informieren um damit den Partner zu vermitteln: „Du darfst so sein wie Du gerade bist“.
  • Geduld ist eine Tugend … ist ja seit je her mein Satz. Und die wird auch benötigt. Es ist nicht einfach dem Partner Mut zu machen wenn er sich abwendet und keine Zuwendung zeigt. Das Verhalten nicht persönlich zu nehmen sondern als Teil der Krankheit zu sehen …das sind schwierige Aufgaben! Für jemanden der an einer Depression leidet, ist es wichtig zu wissen, dass um die Ecke jemand steht und auf ihn wartet wenn er ihn braucht.
  • Kein Drängen oder Analysieren – es ist wichtig mit dem Partner über seine Krankheit zu sprechen. Denn nur so kann man verstehen was der Partner gerade braucht oder auch nicht braucht. Wichtig dabei ist nur, nicht darauf zu drängen und alles zu analysiere! Es ist nicht hilfreich für den Betroffenen nach Gründen seiner Krankheit zu graben, besser ist es einfach nur zuzuhören und da zu sein.
  • Ratschläge sind nicht zielführend. Wir alle neigen dazu für alle Probleme gleich besonders „gute“ Ratschläge parat zu haben. Grundsätzlich ist das nichts verkehrtes. Gibt man einem depressiven Menschen Ratschlage wie er seine Gefühle und sein Verhalten verändern kann, bagatellisiert man das Problem und Schuldgefühle werden nur noch verstärkt. Aussaben wie „Stell Dich doch nicht so an, anderen Menschen geht es wesentlich schlechter oder fahr ein paar Tage weg, danach bist Du wieder ganz die Alte …“ sind pures Gift! Viel besser ist es zu hören: „Tu was Du heute tun kannst und schaffst, ich bin da wenn Du mich brauchst.“
  • Mitleid ist deplatziert. Lieben wir jemanden, meinen wir sehr oft dass dessen Leiden und Gesundung unser Problem zu sein scheint. Die Depression ist die Krankheit des Partners und nicht die eigene! Nimmt das Mitleid überhand, wird der Partner zum hilflosen Helfer. Abgrenzung ist daher wichtig. Einem Menschen in einer Depression beizustehen, braucht sehr sehr viel Kraft, die man nur aufbringen kann, wenn es einem selbst gut geht! Ein gesunder Abstand ohne dabei weit weg zu sein ist wichtig.
  • Hilfe von Außen annehmen. In den seltensten Fällen verschwindet eine Depression von alleine wieder. Allerdings wie schnell sich eine Besserung einstellt, ist abhängig von der Fürsorge des Partners, des Arztes und eines Therapeuten und letztendlich der Bereitschaft sich auch helfen zu lassen.

Die Depression des Partners ist also eine große Herausforderung für die Beziehung und das Zusammenleben. Ich habe die Erfahrung gemacht, das eine Partnerschaft die schon vorher instabil war, diesen Test der Beziehung nicht durchsteht. Wenn aber ein Paar diese Krise miteinander bewältigt, kann sich diese Beziehung vertiefen und intensivieren! Die Depression ist dann eine Chance für einen neu definierten Beginn der Partnerschaft! :-)

Nachsatz:
Wirklich traurig ist, dass Menschen die das Wesen einer Depression nicht kennen, sie eigentlich gar nicht verstehen können …

Viel Geduld, Kraft, Mut und ganz viel Liebe wünsche ich Dir.

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Wenn Du Dich in Deiner Partnerschaft einsam fühlst

Zwischen Einsamkeit und dem Alleinsein ist ein großer Unterschied. Viele Frauen können gut Alleinsein und fühlen sich dabei keinesfalls einsam! Umgedreht kann ein Mensch auch große Einsamkeit empfinden, obwohl er in einer Partnerschaft ist.

Zu Beginn ist alles super und toll. Die Schmetterlinge schlagen Purzelbäume in unserer Bauchgegend und unser Leben macht einfach nur Spaß! Keine Menschenseele kann uns scheinbar verärgern und wir verbreiten gute Laune kiloweise. :-) Wehwehchen sind plötzlich verschwunden und der Blick in den Spiegel macht uns stolz, glücklich und unwiderstehlich.

Was hat sich alles verändert?

Doch irgendwann holt es Dich ein. Du liebst Deinen Partner, Du verbringst viel Zeit mit gemeinsamen Hobbys und der Alltag fühlt sich geregelt, sicher und stimmig an … und doch hat sich einiges verändert. Die Schmetterlinge in Deinem Bauch haben sich beruhigt, das Thema Sex wird klein geschrieben und deine kleinen „Auas“ sind wieder deutlich zu spüren. Dein Spiegelbild verrät Dir beim vorbeigehen, dass Du nicht mehr die selbe Ausstrahlung besitzt als noch vor einiger Zeit. Was ist da passiert?

Ein häufiger Grund ist die Oberflächlichkeit

Die Zeit in der sich eine Einsamkeit in der Partnerschaft einstellt ist ganz unterschiedlich. Aussagen wie: „Das ist doch normal, nach zehn Jahren Beziehung darf es schon sein dass sich eine gewisse Bequemlichkeit und sogar Lustlosigkeit einstellt …“ Soso, ich persönlich sehe das noch immer ganz anders! Es gibt viele Frauen die schon nach ein bis zwei Jahren vergeblich nach dem Feuer suchen, das anfangs kaum zu löschen war! Menschen sind und empfinden ganz unterschiedlich. Manche brauchen länger bis sich das Gefühl der Zusammengehörigkeit aus den verschiedensten Gründen einstellt. Andere überspringen diese „Vorlauf und Prüfphase“ und diese Paare sind es dann auch sehr häufig, die schnell in eine Gewohnheit und Oberflächlichkeit in ihrer Beziehung geraten.

Aus der Innigkeit zu Beginn wird schnell ein Nebeneinanderleben. Vergleichbar mit Schwester-Bruder Beziehung. Ohne richtige Nähe und intensiven Kontakt zueinander fühlen wir uns sehr schnell trotz Beziehung einsam. Die Macht der Gewohnheiten, Oberflächlichkeit und in deren Folge der Lustlosigkeit sind drei starke Säulen, die dazu führen uns einsam und manchmal auch „falsch“  fühlen.

Das Gefühl der Liebe ist nicht immer gleich stark

Wir wissen es, es ist unmöglich unseren Partner immer auf die gleiche Weise zu lieben. Wenn wir behauptest, dass unsere Gefühle immer die gleichen sind machen wir uns etwas vor. Es ist vielmehr eine Illusion die in unserem Denken entspringt. Gefühle der Liebe verändern sich, was aber nicht bedeutet das sie weniger werden (müssen) … eben halt nur anders. Die Kinder, der Job, der immer gleiche gemeinsame Alltag und zuletzt auch die virtuelle Reizüberflutung, die uns allen geboten wird, aber auch Probleme die nicht auszuschließen sind, unsere Beziehungen werden auf Herz und Nieren prüft … das brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Es sind Situationen die jeden treffen. Aber wie kommt es, dass so viele Frauen sich in ihrer Beziehung so einsam und alleine fühlen obwohl sie nicht alleine sind? Es sind oft die Frauen, die alles tun um eine Beziehung frisch zu halten, Ich fragte mich sehr oft in meinen Beziehungen „Soll´s das jetzt gewesen sein? Warum werde ich nicht mehr wahr genommen? Was mache ich falsch?“

Einsamkeit in der Beziehung ist kein schönes Gefühl!

Fühlen wir uns in unserer Partnerschaft einsam, dann ist das kein gutes Zeichen! Denn wir sollten uns bei unserem Partner so geborgen fühlen, dass Einsamkeit keinen Platz hat! Es ist ja auch ziemlich paradox, dass man Partnerschaft und Einsamkeit in Verbindung bringt. Wir gehen doch eine Partnerschaft ein, um eben nicht mehr alleine zu sein … auch wenn wir durchaus in der Lage wären, alleine zu leben.

Nicht immer gelingt das und so finden wir uns in einer Beziehung wieder in der wir uns einsam fühlen. Ich fühlte mich in mancher Beziehung die ich führte, sogar einsamer als zuvor. Ich fühlte mich nach kurzer Zeit unverstanden und ungeliebt. Den Gesprächen wurde keine Bedeutung geschenkt und dem Wunsch nach Aussprache und dem Grund für Schwierigkeiten auf die Spur zu kommen wurde geschickt ausgewichen. Das ganze Verhalten war sehr lieblos und kränkte mich natürlich sehr.

Aus der liebevollen Beziehung wird ein schlichtes Nebeneinander

Das dieses oberflächliche Nebeneinander zur Einsamkeit führt ist nicht verwunderlich. Der intensive Kontakt durch tiefsinnige Gespräche, sowie die fehlende körperliche Nähe führen dazu, dass sich in uns Frauen viele unschöne Gedanken auftun. Meist meldet sich auch unser Selbstwert wieder … Selbstzweifel, Schuld und Angst sind ebenfalls dabei. Fakt ist – die Beziehung ist vernachlässigt und das Gefühl der Einsamkeit und auch die dabei aufkommende Traurigkeit breiten sich immer weiter aus.

Zu wenig Liebe und mangelnder Respekt

Es ist eine schmerzhafte Erfahrung, sagen zu müssen dass die Liebe nicht ausreicht, folglich auch der notwendige Respekt abhanden gekommen ist. Ich hatte mich sehr gegen diese Tatsache gewährt, habe jegliche Schuld an mir gesucht und auch versucht dieser Beziehung viel Verständnis und neuen Input zu verleihen … aber wie wir alle wissen: Die Liebe lässt sich nicht erzwingen … sind wir erstmal an diesem Punkt angekommen, sollten wir uns fragen ob die Beziehung überhaupt noch Sinn macht. Manchmal müssen wir einfach akzeptieren, dass Gefühle sich verändern und auch eine scheinbar so tolle Liebe enden kann.

Das Schweigen brechen

Gespräche in jeder Partnerschaft sind das Um und Auf um harmonisch miteinander zu leben und zu lieben. Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen und um den Partner richtig zu „spüren“ was in ihm vorgeht. Fehlt dieses Verhalten wird es sehr schwer zu verstehen was nun wirklich los ist. Dazu gehören aber immer beide Partner. Einer alleine wird dabei keine Erfolge erzielen können! Ist keine Bereitschaft zu reden vorhanden wird auch keine Klärung mehr folgen können.

Aus eigener Erfahrung weiß ich das ist das Schlimmste für eine Frau … möchte man die Beziehung doch aufrecht erhalten! Aber bevor man frustriert, traurig und vor allem sehr einsam nebeneinander herlebt, ist es besser und wesentlich gesünder, einen Schlussstrich zu ziehen und die Beziehung zu beenden … Die Einsamkeit in einer Partnerschaft ist meist der Vorbote dazu. :-(

Fazit:

Nun, auch wenn diese Erfahrung zu unserem Leben gehört, sie uns traurig macht oder sogar wieder mal an uns selbst zweifeln lässt, sollten wir aufhören Trübsal zu blasen. Denn wir sind nicht so einsam wenn wir mit uns alleine sind! <3

Und die Frage: „Soll das jetzt alles gewesen sein?“ … kann ich Dir auf jeden Fall beantworten:

NEIN … auf keinen Fall, denn wir sind hier um glücklich zu sein, wir haben so viel zu geben und können unsere Arme sehr weit ausbreiten um zu empfangen …  das weiß nur nicht jeder Mann zu schätzen >lach<

Ich wünsche Dir alles, nur keine Einsamkeit in deiner Beziehung! Lebe und Liebe und genieße das Leben, wir haben nur das eine!