Zukunftsangst – Die Angst vor Morgen kommt immer einen Tag zu früh

Zukunftsangst - Die Angst vor Morgen kommt immer einen Tag zu früh
Lesezeit: 3 Minuten

Jedenfalls war es bei mir mal so. Vielleicht kennst Du das Gefühl, wenn die Zukunft so weit weg ist und nicht greifbar? Ein blödes Gefühl, aber es gibt dafür einen einfachen Grund. Unsere Zukunft ist tatsächlich nicht „greifbar“. Kein Mensch hat sie jemals zu Gesicht bekommen und der einzige Platz, wo wir sie auffinden, ist in unseren Köpfen. Zukunftsängste … sie können unser Leben beeinträchtigen. Ein paar wertvolle Tipps sollen Dir dabei helfen, Sorgen einfach loszulassen.

Warum schreibe ich diesen Artikel? Es ist ganz einfach erklärt. Angst ist ein so breitgefächertes Thema und das Weltgeschehen um uns bietet sehr viel Angriffsfläche, um sich damit zu beschäftigen. Weiters kenne ich viele Menschen, die in den letzten  Jahren umdenken mussten. Sie sehen der Zukunft, aus heutiger Sicht, eher angsterfüllt entgegen. Und ich? Ehrlich gesagt habe ich über meine Zukunft auch schon mal besser gesprochen! ›lach‹.

Zukunftsangst – die Befürchtungen haben den Ursprung in unseren Gedanken

Die Zukunftsangst ist keinesfalls an ein bestimmtes Lebensalter gebunden. Bereits Kinder und Jugendliche können sich Sorgen um ihre Zukunft machen! Diese Angst kann uns ein Leben begleiten.

Mir wurde sie bewusst, als ich mich in einem Umbruch meines Lebens befand. Diese Angst hatte mir schon mehrere Male mein Leben nicht leichter gemacht. Schon mit dem ersten Augenaufschlag am Morgen machte mir diese Angst vor dem Ungewissen, den Tag schwer. Ich hatte das Gefühl, nichts mehr kontrollieren zu können und diese Ungewissheit löste bei mir Panik aus. Wer war ich denn, wenn ich plötzlich meinen Job verliere? Nicht mehr ausreichend Geld zur Verfügung habe? Gedanken Flick Flack pur.

Warum begegnen wir dem Ungewissen mit Angst? Wahrscheinlich, weil das Ungewisse schon immer eine „Bedrohung“ für uns Menschen ist. Wir reagieren mit Angst. Anders gesagt, hilft uns die Angst, uns auf das Unbekannte, nicht vorhersehbare, in der Zukunft vorzubereiten. Sie kann uns aber in ausgeprägterer Form auch lähmen und einen Alltag richtig schwer machen. Manchmal sogar so sehr, dass wir die Gegenwart nicht mehr richtig genießen können!

Wie gelingt es uns aus dieser Angstspirale zu befreien?

Da ich vor einigen Jahren eine Riesen-Panik vor meiner Zukunft hatte, ich absolut keine Perspektive gesehen habe, ich kaum finanzielle Mittel mehr hatte und zudem mitten in einer schweren Depression stand, suchte ich mir Hilfe. Gedanken wie „Was ist, wenn …“ spukten teilweise wie Geister in meinem Kopf herum. Geister, die sich verselbstständigten und eine Größe annahmen, die nichts mehr mit der Realität zu tun hatten. Ich  brauchte also einen Weg heraus aus diesem Dschungel …

Ein schöner Satz wurde mir damals gleich zu Beginn der gemeinsamen Arbeit an die Hand gegeben, den ich bis heute nicht vergessen habe und nie vergessen will! „Nur ICH bestimme, mit welchen Farben ich meine Zukunft ausmale.“ Wenn wir verstehen, was die Angst erzeugt, können wir einen Weg finden, um mit ihr umzugehen.

Komm ins TUN …

Fokussieren wir uns auf das, was wir verändern können, anstatt uns darüber zu sorgen, was wir sowieso nicht in der Hand haben! Nutzen wir den evolutionären Sinn der Zukunftsangst, indem wir uns auf diesen vorbereiten und ins aktive Handeln kommen.

Diese grau-schwarze Brille konnte ich damals natürlich nicht von heute auf morgen ablegen. Aber ich stand mir wohlwollend gegenüber und konzentrierte mich, Schritt für Schritt, auf das Positive. Ich begann ausschweifend Tagebuch zu schreiben. Ich notierte mir jeden Abend zwei bis drei Punkte, die für mich an diesem Tag angenehm waren … was ich geschafft habe und in meinem Kopf ordnen konnte. Schon das Notieren meiner Ängste verbuchte ich als sehr großen Erfolg. ›lächel‹. Es zählte jeder Moment und jedes Ereignis.

Mit dieser Routine entzog ich der Zukunftsangst, wenn auch langsam, den „Nährboden“. So gelingt es uns wieder unsere eigene Stärke zu erkennen. Wir alle haben schon so viel in unserem Leben erreicht und bestimmt auch schon vielen „Geistern“ das weiße Tuch vom Gesicht gezogen! Um nun auch den  gegenwärtigen angsteinflößenden Gestalten in unserem Kopf das Licht auszublasen, ist ein starker Selbstwert sehr hilfreich!

Gelassener in die Zeit, was kommt …

Unterm Strich bleibt die Zukunft für alle etwas Ungewisses. Keiner kann hellsehen. Viele malen schwarz. Jeder macht das, was er am besten kann, ob es hilfreich ist steht auf einem anderen Blatt. Dennoch sollten wir uns bewusst werden, dass es nur diese eine Zukunft geben wird und wir selber einen großen Anteil an ihr gestalten können!

Ich habe mir angeeignet, das Schwarzmalen sein zu lassen. Optimistisch, positiv, aber nicht weltfremd in die Zukunft zu sehen. Ganz nach dem Motto: „Es kommt wie es vorgesehen, für uns … für mich …“ Ändern wir die Welt, indem wir bei uns selbst beginnen! So können wir Vertrauen in uns und die Welt schöpfen und versuchen, das BESTE aus der Zukunft zu machen.

Und hier noch etwas, was DU auf keinen Fall vergessen darfst:

DU BIST ES WERT, JEDEN MOMENT GLÜCKLICH ZU SEIN … HAB KEINE ANGST UND VERTRAUE. DAS LEBEN IST IMMER FÜR DICH.

Fühl Dich geherzt und freue Dich auf die wieder helleren Tage im Frühling.

Xo Sandra

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