ACHTSAMKEIT - horchen was Du brauchst
Lesezeit: 4 Minuten

Die liebe Achtsamkeit … sie ist ein besonderer Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand. Sie ist eine Persönlichkeitseigenschaft, die wir lernen und, wer möchte, auch vertiefen können. Schaut man mit „historischen“ Augen“ auf diesen Begriff, finden wir ihn in der Buddhistischen Lehre und in der Meditationspraxis wieder. Meine ersten und ganz bewussten Erfahrungen mit der Achtsamkeit hatte ich im Rahmen verschiedener Psychotherapie Methoden.

MINDFULLNESS, auf Deutsch ACHTSAMKEIT. Diese Worte begegnen uns ja sehr häufig! Vielleicht kennst Du ja Menschen, die Dir schon mal mehr Achtsamkeit für Dein Leben ans Herz gelegt haben?

Ich war kein achtsamer Mensch …

„Für sowas hab ich schon mal dreimal keine Zeit!“ Das war meine Standardantwort, wurde früher darüber geredet. Ich verdrehte meine Augen, wenn mir Leute das „nur sein“ vermitteln wollten und beispielsweise mir erklären wollten, was passiert, wenn ich ein Stück Obst im Ultra-Schneckentempo, dafür mit vollster Hingabe und Genuss verspeise!

Eine mentale Hygiene wird sich einstellen und es würde mir mit etwas Übung auch bald gelingen „widerstandsfähiger“ in meiner Leistungsgesellschaft zu Recht zu kommen. „Jeder wie es ihm gefällt …“, das war mein Standpunkt dazu, und somit war das Thema wieder vom Tisch.

Bis ich ein paar Jahre Später mein zweites Burnout eingesackt hatte und ich auf eine längere REHA fahren musste. Ich nahm in einer Gruppe Platz, in der darüber geredet wurde, sein Bewusstsein zu stärken und resistenter zu machen, um ausgeglichener und bewusster sein Leben gestalten zu können. Ich hab es noch genau im Kopf, was mir damals so durch den Kopf ging:

„Was? So viel Fokus NUR auf mein „SEIN“ legen? Wut und Ärger darf ich nicht mehr diesen Raum geben, wie ich bisher getan habe, weil es nicht der mentalen Reinigung dienlich ist? Aber ein sediertes „eingeschlafenes“ Bewusstsein“, dass nur noch um mich kreist, soll in mir einen Wandel einleiten? Das ist keinesfalls meine Welt, … ich will hier weg!“

Ich sollte mir also alles abgewöhnen und wegtrainieren, was ich mir mühevoll zurechtgelegt hatte. So kam ich zu meiner Achtsamkeit. Ungewollt und mit einem „es wäre jetzt schon wichtig, umzudenken …“

Warum habe ich Dir von diesen Momenten erzählt?

Weil ich noch vor einigen Jahren, absolut nix von all dem wissen, lesen und schon gar nicht hören wollte! Für viele Menschen ist es schwer, sich nur von einem Moment in den anderen bewusst zu bewegen und zu leben. Viele planen und machen ihre Arbeit schon Wochen oder sogar Monate im Voraus. Sie sind mit ihren Gedanken immer einen Schritt weiter. Beim Sport gedanklich schon beim morgendlichen Meeting. Bei einer wohltuenden Massage achten sie nur auf die Signale ihres Handys, das mit in den Behandlungsraum muss. Und im Auto denken sie über mögliche organisatorische Möglichkeiten nach um am Wochenende etwas Gelungenes für Freunde und/oder Familie auf die Beine zu stellen!

Oh ja, selbst beim Schreiben überkommt mich noch das Gefühl aus dieser Zeit! Ich kenne es wirklich gut! Allerdings ist das ein altes Kapitel aus einem alten Buch. Himmel sei Dank! >händezusammenschlag<

Diese Zeit hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Das reifer werden tat sein Übriges. Ich habe mir aus unzähligen Therapien, einiges für mich passendes an Handwerkzeug mit genommen. Ich konnte nicht mit allem etwas anfangen, ABER ich habe bemerkt, dass ein achtsamer Bewusstseinszustand, das Wohlbefinden in mir gesteigert hat!

Achtsam im Moment, OHNE zu bewerten

Für viele Menschen ist DAS KEIN Normalzustand! Eine Menge Leute hängen mit ihren Gedanken entweder in der Vergangenheit fest, oder sie planen schon Lichtjahre voraus. Nicht wissend was die Zukunft bereitstellt. Dieses Denken wird oft von der Hoffnung begleitet, dass sich irgendwann mal ein zufriedener Zustand einstellen wird. 

Ein achtsam lebender Mensch, tickt da etwas anders. Er achtet auf den Moment, der gerade ist  – ohne ihn zu bewerten. Ein sehr entscheidender Aspekt der Achtsamkeit! Achtsam zu leben, bedeutet diese Bewertungen sein zu lassen, und sich wirklich auf das zu konzentrieren, was IM MOMENT außerhalb der Gedanken geschieht.

Keine Meditation funktioniert ohne Achtsames SEIN

Denn das Konzept der Achtsamkeit kommt aus dem Buddhismus, indem die Meditation eine große Rolle spielt. Achtsamkeit ist eine Haltung, die uns schult, nach innen zu horchen! Dieses Bewusstsein, können wir lernen. Ich begann damals mit den sogenannten „Body Scan“ Übungen, die gemeinsam in der Gruppe auf meiner Reha mehrmals wöchentlich, stattgefunden haben. Dabei wird systematisch beobachtet, was an den verschiedenen Stellen im Körper gerade so abgeht, OHNE zu bewerten. ›lach‹

Als weitere Folge wurden kurze Meditations-Momente eingebaut, gefolgt von einfachem Yoga und Thai Qi. Ich hatte sehr schnell meinen Gefallen daran gefunden und nahm mir diese Werkzeuge mit, in die Welt, die draußen wieder auf mich wartete. Vor allem kam ich bei der Meditation auf meine Kosten. Dabei geht es um die Konzentration. Der Fokus, der sich vor allem auf den Atem legt, hilft mir bei ganz vielen Dingen, die ich im Alltag integriere. <3 Beginnend mit anfangs 20-30 Minuten, die für mich manchmal endlos dauerten.

Heute verteile ich mehrere Einheiten in meinen Alltag. Immer unterschiedlich und je nachdem wie ich es brauche und es mir guttut. Manchmal sind es nur 5 Minuten Stille. Abends allerdings, geht es kaum ohne eine Meditation, die mich auf meinen Schlaf vorbereitet. Sehr zu empfehlen, für Menschen, die schlecht einschlafen können und kopftechnisch, schwer zur Ruhe kommen!

EMPFEHLENSWERT:

Ich mache all meine Sitzungen und Übungen mit der 7 mind App. Meine beste Freundin und tolle Begleitung! Hier findest Du geniale Meditationen, Grundlagen was aktuelle Themen betrifft, sehr viel Wissen und Techniken über Meditation und Achtsamkeit. Was ich besonders liebe, sind die Fantasiereisen zum Einschlafen oder Schlafgeschichten. Wirklich toll!

Schlussgedanke …

Achtsamkeit, Mindfullness … es mögen vielleicht Modewörter sein, aber ich sehe heute MEHR darin! Ein achtsames, bewusstes Leben hilft uns unseren Alltag angenehmer zu gestalten. Sie nimmt den stressigen Situationen, den Wind aus den Segeln. Ich bin wieder mal das beste Beispiel dafür, sonst hätte ich nicht darüber schreiben wollen. :D Mir gelingt es jetzt, die Momente besonders die guten, sehr bewusst zu erleben. Die weniger guten werden anhand eines angeeigneten Mindsettings, das aus vielen Teilen der Achtsamkeit und der Meditation und eines besseren Lebensstils bestehen, klein gehalten! So schütze ich meine Psyche und entschleunige mein SEIN.

Es tut mir tatsächlich leid, dass ich das Ding mit der „Achtsamkeit“ solange Zeit belächelt habe und als „Esoterik-Mist“ abgestempelt und in die Ecke verfrachtet habe. :-(
Mein Leben hätte von den positiven Auswirkungen schon früher profitieren können!

„Welchen Vorsatz DU DIR auch immer vorgenommen hast, versuche SANFT und ACHTSAM mit Dir selbst zu sein … und das bei allem was Du tust …“

Glück und Wohlbefinden soll in unserer Gesellschaft zum Normalzustand werden, das wünsche ich mir, indem wir in uns hineinhören, was wir wirklich brauchen. Ich wünsche Dir eine gute Zeit, pass auf Dich auf und Du darfst mich gerne mit lieben Menschen teilen ›zwinker‹. Ciao bis ganz bald.

Xo Sandra

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