Die Psyche, ein komplexes und sehr gewinnbringendes Thema wenn wir uns damit auseinandersetzen. Probleme erkennen, annehmen und gemeinsam lösen sollte das Ziel sein.

Man sagt ja, wer nicht weinen kann, wird an Leib und Seele krank. Ich bin ja der Meinung, wer keine Tränen mehr über hat ist schon krank! Kein gesunder Mensch auf Erden, hat noch nie Tränen vergossen … Gründe dafür kann es viele geben. Es ist nicht gesagt, dass Tränen zwangsläufig mit Traurigkeit und Leid zusammenhängen müssen. Tränen der Freude, der Extase und der Erleichterung laufen uns doch manchmal auch über die Wangen. :-) Wann und warum steigen uns die Tränen in die Augen? Weil wir so gerührt sind oder weil wir so erledigt sind? Und weshalb gibt es Momente in unserem Leben, in denen sich einfach keine Träne, nicht mal in den traurigsten Momenten, bemerkbar macht?

Eine kleine Einleitung vorab

Ich möchte bevor ich meine Frage nach den Tränen, die uns im Stich lassen fortsetze, etwas ausholen. Ich bin als Kind sehr streng erzogen worden. Wenn ich geweint habe nach dem ich mich verletzte, und ich habe mich sehr oft verletzt, da ich ziemlich tollpatschig war, sagte mein Vater als erstes: Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Meine Mutter sorgte sich mehr um mein verschmiertes Gesicht, das nach der Heulerei wahrscheinlich nicht gerade appetitlich aussah. Ja und so kam es dass ich öffentlich oder neben meinen Eltern niemals weinte. Nichtmal dann, wenn mein Vater mir den Hintern versohlte. Tränen waren für mich im Kindes- und Jugendlichenalter tabu!

Als junge Frau sah die Sache plötzlich ganz anders aus. Ich musste bei jeder noch so kleinsten Kleinigkeit heulen. Ich kann mich an meinen ersten Freund erinnern, der es nicht glauben konnte, dass ich nach den schönsten Stunden die wir hatten, bitterlich zu weinen anfing. Ich hatte oft das Gefühl, ich müsste all die Jahre die ich keine Tränen vergossen habe, unbedingt nachholen. Es war ein so befreiendes aber auch manchmal sehr verwirrendes Gefühl für mich, weil ich es nicht verstehen konnte, plötzlich so eine Menge Tränen ohne Anstrengung heraus zu drücken. :-)

Dabei blieb es aber nicht. Die Jahre vergingen und es passierten viele unschöne Dinge, die mich wieder in meine Kindes und Jugendzeit versetzten. Der Glaubenssätze meiner Eltern wie: „Du willst doch stark sein, dann reiß Dich zusammen, usw …“ waren plötzlich wieder allgegenwärtig. Meine Tränen, die ich so gerne hätte fließen lassen, waren versiegt … weg … sie haben mich im Stich gelassen.

Wenn wir in schmerzhaften Momenten keine Träne vergießen können

Wenn aus einem Menschen der verletzlich und feinfühlig ist, plötzlich ein großer Eisblock wird. Vielleicht hast Du Dich auch schon mal gefragt „Hey, was soll das jetzt, warum kommen mir die Tränen? Es wäre doch gar nicht notwendig. Wenn uns ein Film oder ein Buch rührt, wenn wir übermüdet sind und dann auch noch etwas geschieht das uns endgültig den Deckel schliesst oder einfach aus reiner Überforderung. Bist Du aber in einer Situation die Dir wirklich Schmerz und Leid zufügt … lassen Dich die Tränen im Stich!

Ich habe viele Frauen kennenlernen dürfen die in der selben Situation wie ich waren. Aus lustigen, sensiblen und herzlichen Frauen wurden Eisberge. Es gibt also noch mehr Menschen die so drauf waren wie ich! Wenn wir in Momenten riesiger Trauer nicht weinen können ist das nicht nur sehr verwirrend sondern auch eine Gefühl der Ohnmacht. Gründe dafür gibt es einige.

Mögliche Ursachen und emotionale Blockaden

Wie entsteht so eine emotionale Blockade? Warum können wir nicht weinen, obwohl wir es möchten? Weinen bedeutet zu seinem eigenen Schmerz stehen, sich zur Traurigkeit bekennen und diese zuzulassen. Weshalb es uns oft so große Schwierigkeiten bereitet kann unterschiedliche Auslöser haben. Sehr häufig sind verdrängte und unterdrückte Gefühle, die in unserem Unterbewusstsein schlafen, verantwortlich. An Hand meines eigenen Beispieles ist das klar zu erkennen. Ich möchte aber noch genauer darauf eingehen.

  • Weinen macht Angst – unsere Tränen sind ein Ausdruck tiefer Emotion und ist klarerweise auch mit einer unschönen körperlichen Reaktion verbunden. Ich weiß auch dass unsichere Menschen Angst davor haben, ihrem Schmerz und ihrer Trauer freien Lauf zu lassen. Mir ging es ähnlich, da ich nichts anderes gelernt hatte. Die Furcht in einen Abgrund zu stürzen und alleine nicht mehr hoch zu kommen spielt dabei eine große Rolle.
  • Auch die Angst die Kontrolle über uns selbst zu verlieren ist riesig. Besonders die Perfektionisten haben es sehr schwer und sind nicht in der Lage sich von Tränen überrollen zu lassen. Kontrollverlust auf ganzer Linie. Man muss doch schließlich alles im Griff haben, egal was ist! Das „Verdrängen“ von negativen Gefühlen oder seelischen Schmerzen kommt zum Einsatz.
  • Wenn wir schon als Kind nicht weinen sollten oder durften ist auch das eine sehr prägende Sache. Ich wurde als Kind schon nicht ernst genommen und gleichzeitig getadelt zeigte ich Ansätze des Weinens. Ob wir es glauben wollen oder nicht. Aber unsere Eltern und unsere Erziehung sind ebenso dafür verantwortlich wie wir mit unseren Gefühlen umgehen (können)! Aus Angst ähnliche Reaktionen zu ernten, bleiben unsere Augen trocken. Das Schlimme daran … es ist uns nicht mal mehr bewusst.
  • Wenn wir immer wieder gedemütigt und verletzt worden sind, gerade die seelischen Verletzungen die viele Jahre zurückliegen, können verantwortlich sein, dass wir besonders in der Gegenwart anderer Menschen, nicht weinen können (wollen). Das Vertrauen sich ganz zu öffnen und zu vertrauen fehlt. Aus Angst vor neuerlichen Verletzungen. Also reiner Selbstschutz und so mauern wir Stein für Stein um genügend Abstand zu haben.
  • Das Weinen „verlernt“. An dieser Stelle kann ich sagen, das geht wirklich, aber es kommt auch wieder, lässt Du es zu. Ich fühlte mich wie ein riesiger Eisberg. Wie versteinert wenn die Traurigkeit und der Schmerz mich überfiel. Eine Beklemmung machte sich in meinem ganzen Körper schwer. Es war sogar so schlimm, dass ich kein Gefühl mehr für Glück, Schmerz und Leid empfinden konnte. Es wäre kein Tropfen Blut aber auch keine einzige Träne gekommen. Ich war an allem unbeteiligt. Nicht mehr weinen zu können, kann auch der Beginn einer Depression sein die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Dabei sind Tränen eine so magische Flüssigkeit!

Weinen befreit, soviel ist sicher. Wenn wir ständig versuchen unsere Gefühle zu unterdrücken, unsere Traurigkeit und unseren Schmerz nicht annehmen können, werden wir niemals die schönen Glücksmomente in ihrer Intensität auskosten können. Sich Schmerzen hinzugeben ist eine sehr befreiende Sache und das dazugehörige Weinen bedeutet auch loslassen! Wir Menschen brauchen unsere Tränen. Es wird immer Menschen geben die näher am Wasser gebaut sind als andere. Es geht nicht um die Menge der Tränen, es geht auch nicht um das schauspielerische Talent weinen auf Knopfdruck, es geht darum unseren Emotionen freien Lauf zu lassen damit es uns danach besser geht! Auch wenn wir in einer „coolen“ Zeit leben, sollte das noch lange nicht bedeuten, nicht weinen zu dürfen weil es uncool ist!

Ich sehe meine Tränen (und ich kann wieder weinen >zwinker<), als Authentizitätsgarant an. Ich/wir dürfen und sollen Tränen zeigen wenn uns danach ist und mit diesem Beispiel sollten wir voran gehen! Ich wünsche Dir also ein Zelt voller Freudentränen, die den Rest der Welt anstecken sollen!

Tränen sind nicht die Schwäche eines Menschen, sondern die Stärke, ein Gefühl zu haben und das auch zu zeigen!

Bis bald und sei gut zu Dir!

Über das Gefühl nicht gut genug zu sein

Und da hängt sie wieder über einem … die Gedankenwolke „Ich bin nicht gut genug“. Sie nimmt Dir die Sicht auf die Sonne, auf alles Positive. Diese Wolke taucht im Bewusstsein unzähliger Frauen immer und immer wieder auf. Kennst Du das Gefühl dass Du so wie Du bist einfach nicht reichst? Das Du in einer gewissen Art und Weise falsch bist? Du bist selbst Deine größte Kritikerin und fühlst Dich dadurch in Deiner Haut nicht wirklich wohl? Wenn Du eine oder gleich mehrere Fragen mit JA beantworten kannst, dann möchte ich Dich heute ganz herzlich willkommen heißen – DU bist jetzt, und hier, genau richtig!

Selbsterkenntnis

Ich darf Dir gleich zu Beginn sagen, dass dieses „ich fühl mich nicht gut genug“ Gefühl, mir sehr lange Zeit mein Leben in jeglicher Hinsicht erschwert hat! In beruflichen Situationen die sich immer wieder stellten und in meinen Beziehungen. Ich lebte lange mit dem Gefühl „falsch“ zu sein, nicht zu passen … deplatziert könnte ich jetzt auch schreiben. Ich kritisierte mich selbst am schärfsten und fühlte mich auch lange sehr unwohl in meiner Haut! Ich traute mich vieles nicht zu sagen oder zu tun, stand nicht zu dem, was ich war. Das Resultat war logischer Weise eine große Unsicherheit, wenig Selbstvertrauen und irgendwie eine „Hass-Liebe“ zu mir selbst.

Gefühle sind wie eine Zwangsjacke!

Das war allerdings nicht immer so. Der ganze Zustand kam irgendwie schleichend. Schlechte Beziehungen impften mich immer wieder mit diesem Serum. Man bekommt so lange etwas zu hören bis wir es letztendlich glauben. :-( Misserfolge und Ablehnung setzten dem Ganzen dann noch das Krönchen auf. Ganz eng verknüpft ist das Schamgefühl, dass zu dem „ich bin nicht gut genug Gefühl“ nebenher läuft. Vielleicht kennst Du das ja selbst, immer wenn Du versuchst, Dich irgendwie zu zeigen, Dich zu verwirklichen, Dich abzugrenzen, Deine Meinung zu sagen oder Dich durchzusetzen … genau in diesem Moment kommt es um die Kurve gerast … das Schamgefühl, dass Dir ins Ohr flüstert „DU, nein, lass das lieber  … Du machst Dich damit nur lächerlich … Du kannst das nicht! Nun, Scham kann also einen ganz großen hemmenden Effekt auf Dich  und Dein Leben haben. Sie bringt uns dazu stehen zu bleiben, sich nicht weiterentwickeln zu können und nie über unseren Tellerrand zu blicken!

Warum habe ich mein eigenes Beispiel jetzt so ausführlich geschildert? Fragst Du Dich vielleicht. Weil ich weiß, dass es sehr viele Menschen insbesondere Frauen gibt, die diese Gefühle ebensogut kennen wie ich damals und wenn ich ganz ehrlich bin, manchmal holt es mich auch wieder mal ab.

Hinter jedem Gefühl steckt ein Bedürfnis

Und nun würde ich sagen, wir gehen jetzt gemeinsam auf die Suche. Warum – Woher – und überhaupt. :-) Ich hatte die Möglichkeit mich viele Jahre mit diesem Thema auseinander zusetzen. Schließlich war das ja mein Gebiet in dem ich mich blind auskannte!

Das Schwierige ist, wir haben alle meist viel zu hohe Erwartungen an uns selbst, die wir gar nicht erfüllen können! Um es noch schwerer zu machen konkurrieren all diese Erwartungen an uns vielleicht auch untereinander und sind völlig konträr und widersprüchlich. So kann es dazu kommen das Du eine Erwartung an Dich erreichst, aber endlos weit von der anderen entfernt bist. Das Gefühl „ICH bin nicht gut genug“ oder „ICH bin nicht richtig“ entsteht … und gleich im Schlepptau das Schamgefühl. Die Scham ist ein sehr scheues und verdecktes Gefühl, sodass Du es möglicherweise nicht bewusst wahrnimmst. Dein Schamgefühl sitzt tief hinter Deiner Minderwertigkeit und lässt Dich immer wieder spüren – ICH bin nicht gut, so wie ich bin.

Du beginnst krampfhaft zu denken

Selbstliebe ist ein Fremdwort für Dich oder zumindest nicht ausreichend genug vorhanden. Du fühlst Dich selbst nicht liebenswert und dadurch ist es Dir sehr wichtig zu wissen, was andere über Dich denken! Du tust viel um zu gefallen. Scham entsteht wenn zwischen Deinem Selbstbild und dem, was Du vorgibst zu sein, eine Kluft entsteht. Wenn Du in eine Situation kommst, die Dein wahres ICH zeigen könnte … hier tritt Dein Schamgefühl plus Angst in Aktion! Dein Selbstwert sackt in sich zusammen, klares Denken ist unmöglich, und in diesem Moment möchtest Du aus Deiner Haut steigen und am besten im Erdboden versinken.

Woher kommt es?

Vielleicht denkst Du Dir, diese Dinge passieren doch hauptsächlich in der Pubertät? Da darf ich Dir sagen – Du irrst Dich leider gewaltig! Ich möchte ganz bewusst Erziehung, Eltern – Kind – Aufgaben bei Seite lassen, was aber sicherlich seine Berechtigung hier hätte. Mir geht mehr um die verbalen und seelischen Verletzungen, die viele Frauen über sich ergehen lassen haben.

  • Mangelnde Zugehörigkeit in der Beziehung,
  • ständiges in Frage stellen,
  • keine Anerkennung und Zuspruch in der Familie.

All diese Punkte können Grund genug und Auslöser sein, sich in der Lebensmitte mit diesen Gefühlen auseinandersetzen zu müssen und es wird Dir schwer fallen, Dich so zu akzeptieren wie Du bist! Was Du an Dir nicht akzeptieren kannst, verleugnest oder vertuscht Du. Nicht nur vor den anderen, sondern auch von Dir selbst.

Beginne Dich selbst zu akzeptieren … so wie Du bist

Ich kann Dir sagen, DU hast ein sehr friedvolles zwar tiefsitzendes Gefühl in Dir, dass Dich beschützt. Es schenkt Dir Sicherheit und Geborgenheit. Es nennt sich Selbstakzeptanz. Eine positive Einstellung zu sich selbst! Auch wenn Deine Zeit mit schlechten Erfahrungen, negativen Glaubenssätzen behaftet ist oder war … beginne danach zu graben und freue Dich wenn Du sie fühlen kannst. :-)

Stelle Dir die Frage „Was möchte ich vom Leben und wer bin ich?“ Damit meine ich keine materiellen Dinge und was Du darstellen möchtest. Dies Fragen musst Du Dir beantworten können um Selbstbestimmung zu erlangen. Du solltest Deine eigenen tief empfundenen Bedürfnisse kennen. Dabei musst Du in Kontakt mit Dir und Deinen Gefühlen sein. Nur so wird es Dir gelingen, keine Marionette für andere zu sein, sondern Du kannst Dein Leben selbst in die Hand nehmen und gelangst dadurch zu Deiner Unabhängigkeit. Ohne Fremderwartung und zu hohem Selbstanspruch. :D

Denke weniger und sei einfach … nimm Dich so an wie Du wirklich bist, mit all Deinen unebenen Oberflächen, das ist Dein Grundstein zu Deinem glücklichen Leben ohne Scham und Minderwertigkeitsgefühlen! Schließlich soll es in Deinem Leben auch um Dich gehen, und nicht darum, wie andere Dich haben und sehen wollen.

Man muss an sich selbst glauben, das ist das Geheimnis.

Charlie Chaplin

Es würde mich freuen, wenn auch Du sagen kannst: „Es gab eine Zeit, in der die Ängste, das Sollen und Müssen sowie das Nichtdürfen, Dein Leben bestimmt hat … jetzt ist nichts mehr davon übrig! <3

Eine schöne Zeit möchte ich Dir wünschen, SEI einfach – bis bald.

Liebe ist doch ein so positives Gefühl? Warum kann sie dennoch manchmal so weh tun? Ist es dann überhaupt Liebe? Die echte Liebe tut nicht weh. Never! Schmerzt sie, ist es keine Liebe, sondern irgendetwas anderes … zum Beispiel eine Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit oder ähnliches. Weh tut nur die Egozentrik, die wir gerne mal mit Liebe in Verbindung bringen. Einen Menschen um jeden Preis „haben wollen“!

Als ich so einen ähnlichen Satz zum ersten Mal gehört habe, war ich etwas verstört. Ich war zu dieser Zeit in einer sehr schwierigen Beziehung,  gefolgt von immer wieder sehr ähnlichen Partnerschaften, die mich immer und immer wieder an meine Grenzen führte, und bei der es viel mehr um mein seelisches Wachstum ging, als um Romantik und Liebesgeflüster. Ich dachte mir damals „Hmm, sehr komisch, anscheinend gehört Leiden und Schmerz nun mal zu einer Beziehung dazu …“

Jeder Liebespartner führt uns an unseren emotionalen Schmerz heran

Erst sehr viel später erkannte ich die Wahrheit und den Sinn des Ganzen. Es sind unsere eigenen Themen die angetriggert werden. Die seelischen schon vorhandenen Schmerzen, die im Spannungsfeld zwischenmenschlicher Beziehungen immer und immer wieder an den wunden Punkten berührt werden! Nur, das was uns dabei weh tut, was uns leiden lässt – ist keine Liebe. Es sind die abgründigsten Tiefen unserer Seele, die von Schuldgefühlen, Selbstzweifel und Ablehnung dominiert werden. Schattenanteile die wir von der allumfassenden Liebe in unserem Herzen gespalten haben.

Wenn ich heute über diese anfangs erwähnten „schwierigen Beziehungen“ nachdenke und zurückblicke, weiß ich, dass das eigentliche Problem meine Angst war. Angst, verlassen zu werden. Alleine zu sein. Und unter all diesen Ängsten war ein mieses und richtig schmerzvolles  Gefühl mit dabei, nämlich: Nicht gut genug zu sein! Den Ansprüchen nicht gerecht werden zu können. 

Heute weiß ich, dass ich so eine angstbehaftete Beziehung nie wieder eingehen würde. All das hat mich erkennen lassen weshalb und wieso ich solche Menschen (Männer) und immer wieder die gleichen Beziehungsmuster angezogen habe! Ich habe es alleine nicht geschafft auf diese immer wieder kehrenden Verhaltensmuster hinzusehen. Mir wurde der „Spiegel“ vorgehalten um zu erkennen, welche Gefühlsmuster und Glaubenssätze sich in meinen Beziehungen widerspiegelten. :-)

Klassische Gefühlsmuster die uns immer wieder leiden lassen

Jetzt sei bitte ehrlich: Wer von uns hat sich noch nicht in einen Menschen verliebt, in den er sein eigenes Selbstbild hineinprojiziert hat? Wo Du Qualitäten und Eigenschaften gesehen hast, über die Du dich aufwerten konntest. Oder auch klare Selbstwertdefizite zu kompensieren versucht hast? Wir sind der Meinung, dass nur unsere „bessere“ Hälfte uns ganz machen könne und so machen wir unser Glück, unsere Lebenskraft von der Liebe im Außen abhängig. Diese Beziehungen tun weh und werden auch unweigerlich in sich zusammen brechen. Nicht sofort, aber sehr früh!

Was machst Du, wenn Du merkst, dass Du eine unbeschreibbare innerliche Leere ohne Deinen Partner fühlst, die Du selber nicht ausfüllen kannst?

Betrachte Deine Partner genau, die Du anziehst. Sie sind schmerzvoller aber auch freudvoller Spiegel deiner Stärken und Defizite! 

Der Kampf um Liebe und Zuneigung!

Ich bin ja wirklich nicht stolz darauf, sagen zu können, dass ich immer einen besonderen Hang zu den Männer hatte, die mich auf Distanz gehalten haben, die in irgendeiner Form nie ganz greifbar waren! Genau betrachtet Männer waren von denen Frau hätte besser die Finger lassen sollen!  Ich fand das irgendwie anziehend … sogar sexy. Kennst Du auch :D , diesen Tick haben sehr viele Frauen, das ist mir in der Zwischenzeit bekannt.  Wer will es denn schon einfach, wenn es mit Zittern, Bauchschmerzen und abwarten auch geht! >händezusammenschlag< Das ständige Warten ob er sich nun meldet, die ständige Angst ausgetauscht zu werden, die innere Unruhe, all das ist eine explosive Gefühlsmischung, die unser Ego als sehr lebendig empfindet.

So viel emotionale Anspannung ist ein grandioser Nährboden für eine brennende Leidenschaft, die wir als intensive Verbindung der Herzen wahrnehmen (besonders wenn es um Sex geht!), die uns aber eine ganze Menge Energie auf Zeit nimmt!

Noch ein Beispiel:

Gehörst Du zu den Frauen, die magisch Partner anziehen, die Dich nie komplett an sich heranlassen? Daraus resultieren die sogenannten On-Off-Beziehungen. Es ergibt sich daraus ein Zustand vollkommener Unklarheit und einem Gefühl das Dich instabil werden lässt! In solch ungesunden „Larifari-Beziehungen“ bist Du bereit, dein emotionales Wohlbefinden zu opfern, um endlich das zu bekommen was Du Dir so wünscht … nämlich die Liebe die er zurückhält! Solche Beziehungen werden Dich nie happy machen, es sei denn dieser Zustand erfüllt Dich mit Zufriedenheit?!

Um aus solch ungesunden Partnerschaften auszusteigen oder erst gar nicht „einzusteigen“ bedarf es einer Menge Selbstreflektion. Welche Anteile Deiner selbst hast Du noch nicht in die Selbstliebe integriert? Wo und wann trägst Du noch Deine Maske und hast Angst, Dein wahres DU zu offenbaren? Je mehr Du Dich auf Dich selber einlässt inkl. allen Bedürfnissen und Wünschen, umso weniger wirst Du Dich zu solchen Menschen / Männern /  Beziehungen, die Dir immer wieder dein Vertrauen, Deine Nähe und Liebe entziehen, hingezogen fühlen!

Das Gegenteil wird eintreten. :-) Du wirst ein Magnet sein für gesunde, reife Beziehungen, weil Du diese emotionale intime Reife in Dir selbst erkannt hast.

Unabhängigkeit und Freiheit um jeden Preis!

Frauen, die von sich glauben besonders unabhängig und frei sein zu müssen, haben meiner Beobachtung nach das gleiche Thema vor sich liegen, wie jene, die sich übertrieben bedürftig verhalten oder sich ständig in irgendwelche Beziehungen begeben, die von einer emotionalen Abhängigkeit geprägt sind. Diese tragen ein ängstliches, verletztes und bedürftiges inneres Kind in sich, das grenzenlose Angst davor hat wieder abgelehnt und verletzt zu werden.

Wir Menschen sind so unterschiedlich und genauso ungleich sind unsere Verhaltensweisen, wie wir mit gewissen emotionalen Mustern umgehen. Egal ob wir permanent Beziehungen ausweichen, oder verbissen nach Freiheit und Unabhängigkeit streben oder ob wir uns von unseren Partnern in eine Abhängigkeit gedrängt werden (lassen). Die Konsequenzen sind immer die gleichen: Wir sind dadurch nicht in der Lage gesunde, reife, auf Augenhöhe zu führende Beziehungen einzugehen. Wo wir auf auf erwachsene Weise unsere Bedürfnisse und Grenzen kommunizieren können! Ganz ohne Fluchtimpuls und ohne das Gefühl zu haben, den Boden unter den Füssen zu verlieren … würde die Beziehung zerbrechen.

Keine „heile“ Beziehungserfahrung bedeutet Defizite in der Partnerschaft

Die oben angeführten Beispiele sind die klassischen Gefühlsmuster, die mit Sicherheit schon viele von uns erlebt haben. Aber nun die alles entscheidende Frage überhaupt: Warum verhalten sich viele Paare so verletzend in ihren Beziehungen? Das und weshalb viele von uns immer wieder Beziehungen eingehen, die in Wirklichkeit schon von Anfang an nicht gut sind für uns, wissen wir ja nun. Aber wie sieht es in den Beziehungen aus in denen man sich ständig gegenseitig verletzt? Ich möchte gleich noch anhängen, nicht jede Verletzung in einer Beziehung muss gleich dramatische Auswirkungen haben. Oftmals geschieht so etwas einfach aus einer Kränkung heraus, die nicht negativ für die Beziehung sein müssen!

Wenn Du aber nie erfahren hast wie sich ein Ort der Sicherheit und des Vertrauens anfühlt, werden Dir diese Erfahrungen, die oft aus unserer Kindheit oder auch aus vergangenen Beziehungen stammen, es Dir schwer machen eine Beziehung im gesunden Sinn zu leben. Denn in einer Paarbeziehung werden unsere früheren Beziehungserfahrungen erneut aktiviert. Nur mit dem Unterschied, dass wir nicht mehr das Opfer sind sondern der Verursacher verschiedenster Verletzungen. Der Partner bekommt den erlebten Schmerz zu spüren! Wir versuchen dabei den erlebten Schmerz in der Beziehung zu integrieren und aufzuarbeiten.

Leider findet in der Realität keine Eingliederung des Erlebten statt … im Gegenteil, es wiederholt sich alles wieder, welche beide Seiten zunehmend verletzt und wo keine gemeinsame Lösung zu finden ist!

Warum halten wir solche Verletzungen aus?

Als Kind ist es normal, dass wir die Familie nicht einfach verlassen können. Wir brauchen sie zum Überleben. In erwachsenen Beziehungen hört jedoch das Verständnis bald auf. Für unser Umfeld ist es schwer zu verstehen, weshalb ein Mensch der nun Erwachsen ist und kein kleines Kind mehr ist, an einer verletzenden Beziehung festhält! Warum gehen wir nicht einfach?

In solchen Beziehungen passiert folgendes:
Eine  intensive Beziehung wird aufgebaut. Ein sicherer Boden unter unseren Füßen, ist die Grundlage um die alten Muster und Traumatisierungen wieder hervorzuholen. Darauf entfaltet sich die ganze Vorgeschichte aus unserem Leben. Aus so einer intensiven Bindung entkommen wir nur sehr schwer. Meistens ist es uns bzw dem Partner klar, dass diese Beziehungsform nicht gesund ist. Mental würden wir sofort gehen … aber emotional bleiben wir kleben! 

Fakt ist, wenn wir uns in einer Liebesbeziehung extra verletzend verhalten ist es sehr naheliegend, dass wir in unseren ersten Beziehungserfahrungen stark verletzt worden sind. In den späteren Partnerschaften wird unbewusst, auf der Beziehungsebene, eine „Opfer – Täter Konstellation“ aufgebaut, dabei können wir in beide Rollen rutschen.

Nachsatz:

Wenn wir lernen uns von Abhängigkeiten zu befreien lernen wir auch (wieder), wie wir ganz werden und dann kann in unserer Beziehung ein gesundes Miteinander entstehen. Eine Partnerschaft ohne Verletzungen. Wo zwei Ganzheiten sich begegnen müssen auch keine Löcher gestopft werden. Es kann Liebe fließen!  Wenn wir in Liebe sind … werden wir den anderen schmerzfrei seinen Weg gehen lassen, auch dann wenn wir ihn möglicherweise nicht auf ganzem Weg begleiten!? Die Liebe ist nie verletzend, der Mensch allerdings schon. Wenn uns also die Liebe verletzt, wäre es von Vorteil, einmal genauer hinzusehen … was da eigentlich wirklich passiert.

Falls Du noch mehr darüber lesen möchtest ist Raus aus Deiner Beziehung, die Dich vergiftet ein Folgethema. Und wenn Du Erfahrungen mit dieser Thematik hast und darüber reden/schreiben möchtest, lass mir gerne einen Kommentar da oder besuche uns in meiner FrauenPunk Gruppe bei Facebook! :-)

Eine liebevolle Zeit möchte ich Dir allemal wünschen, bis ganz bald.

Hierzulande wird es leider noch immer von vielen Menschen sehr negativ gesehen wenn man sich in Psychotherapie begibt. Es fühlt sich tatsächlich so an, als würde die Gesellschaft noch immer mit dem Finger auf Menschen zeigen die dieses Angebot nützen. Warum? Es gibt nichts Falsches daran, es gilt sogar das genaue Gegenteil – es braucht viel Mut diesen Schritt zu gehen. Immerhin sind es fremde Menschen, die uns bei der Entwirrung unserer Knoten im Kopf unterstützen!

Ja ich gehe zum Psychologen. Doch deshalb bin ich noch lange nicht verrückt, ich besuche auch regelmäßig meinen Frauenarzt und leide nicht an Gebärmutterkrebs (nicht mehr). Außerdem „verrückt „, ist ein Etikett dass man nie und nimmer an Menschen tackern sollte/darf, die an psychischen Problemen leiden. Ich gehe zum Psychologen, weil ich mich dazu von alleine entschieden habe, er hilft mir meine Gedanken zu organisieren und mit meinen Gefühlen besser umzugehen. Ich fühle mich gut aufgehoben, da ich dort die Ressourcen finde, die ich brauche um mich dem Leben zu stellen und dadurch auch ein Stück Glück finde.

Ich kenne das Gefühl und den Schmerz, den ich empfinde, wenn ich den Sinn meines Lebens verliere, wenn ich für meine Gefühle keine Worte habe und wenn ich nicht aufhören kann zu denken … den Ausgang nicht finde der mich wieder zurück führt …

Das Stigma der psychischen Gesundheit

Sich in Therapie zu begeben, wird immer noch als etwas Negatives angesehen. Menschen rümpfen die Nase wenn das Thema“ psychische Probleme“ angesprochen wird. Solchen Problemen wird auch heute in unserer Gesellschaft noch nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Emotionale Schwierigkeiten erscheinen uns zweitrangig. Es passt nicht in unsere Gesellschaft und deshalb erlauben wir es nicht, sich eingehend mit ihnen zu befassen. Es ist auch nicht so einfach, bestimmte Probleme einfach über den Rand zu scheren, sie zu überwinden. Einfacher wäre es ein Antibiotikum zu schlucken …

Es liegt bestimmt auch daran, dass wir in einer Gesellschaft leben in der man zu funktionieren hat, in der Probleme schnell wieder in Ordnung gebracht werdenden müssen. Alles muss sofort repariert werden oder anderenfalls ersetzt und ausgetauscht werden, jedoch kann man Menschen nun mal nicht immer und sofort „reparieren“! Geschweige denn austauschen! Probleme, die sich still und über Jahre hindurch in uns eingeschlichen haben, wird man nicht über Nacht wegradieren können! Alles braucht seine Zeit und es braucht den Mut sich dafür zu entscheiden, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Betroffene Menschen müssen sich durch einen Schmerz ohne Namen durcharbeiten. Darüber hinaus scheint das für die Gesellschaft ein Zeichen von Schwäche zu sein, denn so etwas darf nicht sein, es passt nicht und wenn es dennoch so ist – spricht man nicht darüber.

Könnte man die Psyche in Gips legen – es wäre einfacher

Es fällt mir immer wieder der Vergleich mit einem gebrochenen Arm ein. Man braucht nicht viel erklären. Der Gips oder die Schiene verrät weshalb man nicht am Sport teilhaben kann, welche Verletzung dahinter steckt – es wird stillschweigend hingenommen. Kein Gerede, keine blöden Bemerkungen, möglicherweise wird sogar etwas Mitleid darüber gestreut … fertig. Man gehört trotz verletzter Hand dazu.

Aber wie sieht es mit der Psyche aus, die verletzt ist? Nach außen hin ist nichts zu erkennen. Die Hülle ist top. Den inneren Schmerz kann keiner hören … Man entwickelt beinahe ein schauspielerisches Talent, um nicht aufzufliegen, niemandem zur Last zu fallen, mit den Gefühlen die sich in der inneren Welt so abspielen. Es braucht einiges an Courage, um zuzugeben, dass es da etwas gibt, das uns so schmerzt und wir das verändern wollen! Das braucht Mut. Darüber zu sprechen, dies zu erkennen und einem selbst die Gelegenheit zu geben, mit seinen eigenen Erwartungen umzugehen. Es ist „eine psychologische Hochleistung“ wurde mir mal dazu gesagt, auf die jeder Einzelne stolz sein darf, hat er sich für diesen Gang zum Psychotherapeuten entschlossen.

Psychologen heilen nicht, sie dienen uns als Werkzeug

Es haben keineswegs alle Menschen, die zur Therapie gehen, eine psychische Störung. Oft sind es Fragen die einen beschäftigen, oder manche brauchen nur eine einfache „Starthilfe“ um ihr ganz persönliches Leck  wieder in Ordnung zu bringen. Was man durch eine Therapie erreichen kann, geht über gewöhnliches Zuhören weit hinaus. Es ist wesentlich mehr als eine intime Unterhaltung. Die Unterstützung eines Psychologen ist essenziell, dazu gehört, dass die schwach gewordene Glühbirne gewechselt wird und das in einem ausgeglichenen, sehr objektiven Kontext.

Jeder Psychologe arbeitet anders. Das Wissen und die Techniken basieren jedoch auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das ist der Wert der Psychologie – eine Unterstützung bei der Suche nach Antworten unserer Fragen. Das Hilfreiche unter die Arme greifen, geht es um alte Denkmuster, um Gefühle die man nicht zuordnen kann und auch Gedanken die dich nicht loslassen.

Es werden vergrabene Ressourcen wieder frei geschaufelt und die mögliche Qualität in unserem Leben wieder entdeckt! Ja … und genau deshalb ist die Psychologie ein genialer und schöner Weg für alle die, die den Mut haben, ihn zu gehen! Nach jahrelanger Erfahrung kann ich sagen dieser Weg war für mich anfangs ein sehr unangenehmer, aber letztendlich lebensrettender Weg. Und eines durfte ich lernen, Menschen die nur mit „sichtbaren“ Verletzungen umgehen können … gehören nicht in MEIN Leben! :-)

„Mein Weg ist nicht einfach das zu sagen, was alle sagen, das zu tun, was alle tun. Schwieriger ist es, zu sich zu stehen, zu sagen was einem wichtig ist. Zu tun was einem selbst entspricht – seinen Weg zu gehen … auch wenn man belächelt wird.“

Eine gute Zeit wünsche ich DIR, bis bald.

Feinfühlige Menschen, auch Empathen genannt, sehen mit den Augen der anderen, hören mit den Ohren des anderen und fühlen mit dem Herzen des anderen. Diese Menschen sind wahre Meister darin zwischen den Zeilen zu lesen. Es ist eine Fähigkeit die Gedanken, Emotionen und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen. Und nicht nur das, sie können es nachvollziehen! Es ist eine Art vorhersehender Emotionsreaktion.

Ich habe dir ja in meinem Artikel „Atmen – mehr als nur Luftholen“ versprochen näher auf das Thema Feinfühligkeit oder auch Empathie genannt, näher einzugehen. Aus einem ganz besonderen Grund. Ich habe in den letzten Jahren viele Frauen kennengelernt die diese Eigenschaft in sich tragen, ohne dass es ihnen bewusst war. Sie redeten kaum bis gar nicht darüber und empfanden sich selbst als „schwierig“ und nicht ganz „normal“! Und das fand ich Grund genug darüber zu schreiben, da ich das sehr gut nachempfinden kann und selber eine Betroffene bin. :-)

Wenn du zuviel spürst

Stell dir doch mal vor, du würdest einen ganzen Tag alles spüren, fühlen, was in deinem Umfeld so alles abläuft und geschieht. Die negativen Gefühle der anderen, auch das Positive der Menschen. All ihre Emotionen und Energien! Hast du? Dann herzlich willkommen in unserer Welt. In der Welt der hochemphatischen Menschen. Emphaten fühlen Energie, wie andere Luft atmen. Selber würde ich mich mittelgradig einstufen. Es kommt immer auf meine körperliche Verfassung an, geht es mir gut, bin ich hektisch und nervös, quälen mich Schmerzen oder bin ich total in meiner Balance. All diese Dinge beeinflussen mich persönlich.

Von Geburt an ist diese Fähigkeit in einem verankert. Sie ermöglicht all die Emotionen anderer, nicht nur nahe stehender oder bekannter Personen auch völlig fremder Menschen, zu erkennen. In Wahrheit hat jeder Mensch diese Fähigkeit in sich, bei dem einen ist es mehr und bei dem anderen weniger ausgeprägt. Dieses „Mitgefühl“ wird von uns Menschen unterschiedlich eingesetzt und empfunden, eine völlig normale Sache. Ein hochemphatischer Mensch kann dieses Gefühl nur leider nicht abschalten! Diese Menschen sind in der Lage, den emotionalen Prozess plus den Weg der Seele des anderen wahrzunehmen. Diese Eigenschaft kann anderen Menschen zu sehr viel Klarheit verhelfen, wenn man sich auf sie einlässt und sie darum bittet. Ein Emphath wird seine Fähigkeit nicht an die große Glocke hängen. Im Gegenteil, er ist unauffällig und hat sehr oft mit seiner Empathie zu kämpfen. Seine Fähigkeiten würde er niemals jemandem aufdrängen! Wenn du selber in diese Gruppe fällst, weißt du ja wovon ich schreibe. Wenn dich das nicht betrifft hoffe ich es soweit für dich greifbar gemacht zu haben.

Woran erkennst du empathische Menschen?

Hochsensible und Hochemphaten haben viele Gemeinsamkeiten. Bei Emphaten ist aber die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen im Vordergrund. Ich finde diese Gabe nicht immer gut. Und spreche ich mit solchen Menschen, teilen sie meine Meinung. Gerade Betroffene, die noch nicht gelernt haben mit ihrer Gabe richtig und gut umzugehen, sind sehr oft ängstlich und haben Angst psychisch krank zu sein. Bei mir war es genauso. Wenn ich meine Empfindungen an die Oberfläche gelassen habe, meinten andere ich sei nicht ganz dicht und sollte mich mal untersuchen lassen. Für mich war das ein furchtbares Gefühl und ich glaubte irgendwann wirklich nicht „normal“ zu ticken! Dazu kann ich nur sagen mache nicht den selben Fehler wie ich … schenke dem was die Leute sagen, kein Gehör. Werde dir bewusst so zu sein und nimm diese Fähigkeit an! Ich schreibe diesen Artikel aus eigener Erfahrung und für andere, die sich vielleicht ihrer Gabe noch nicht ganz bewusst sind. Aber auch für die, die mit solchen Menschen zu tun haben um sie besser zu verstehen. Wenn du diesem „Club“ angehörst, wirst du beim Lesen der kommenden Punkte, sicher das ein oder andere mal ein „Aha“ rauskommen lassen. >zwinker<

Also, wie sind sie nun diese Emphaten

  • Du weißt einfach Dinge, ohne sie erzählt bekommen zu haben. Diese Informationen sind einfach da und du spürst dass das die Wahrheit ist.
  • Große Plätze und Menschenmassen überfordern dich. Es sind einfach zu viele Eindrücke und Emotionen die von allen Seiten auf dich einwirken. Du wirst diese Plätze meiden oder dich energetisch gut schützen!
  • Du übernimmst Schmerzen und Symptome anderer Menschen. Gerade die der Nahestehenden. Und ich kann von mir auch sagen – auch die Wehwehchen meiner Hunde!
  • Du bist wahrscheinlich sehr kreativ. Wer viele Eindrücke aufnimmt, möchte und muss diese auch ausdrücken. Egal ob in Form von Tanz, Malerei, Schauspiel oder handwerklichen kreativen Tätigkeiten. Du fühlst dich dabei und danach viel besser!
  • Du bist oft der emotionale Müllcontainer für andere?! Du ziehst diese Menschen die ihren „Müll“ bei dir abladen wollen förmlich an? Für mich immer wieder ein Akut -Thema. Menschen, die ihre Gefühle unterdrücken sind für mich eine besondere Herausforderung. Ich nehme die Gefühle der anderen nicht nur wahr, sondern drücke sie auch aus. Ein Punkt in dem ich sehr gut für mich selbst sorgen muss.
  • Vorsicht Suchtgefahr! Emphaten neigen dazu in eine Sucht zu fallen. Sex, Essen, Shoppen, Alkohol … Sie versuchen so, ihre Emotionen und Eindrücke anderer loszuwerden. Sie nehmen diese Dinge als Ablass-Ventil, sie ziehen sich zurück und geben sich diesen Dingen hin. Wenn du dir deiner Fähigkeit erstmal im Klaren bist, desto weniger Suchtgefahr besteht.
  • Du liebst die Natur und die Tiere. Draußen in der Natur umher zustreifen ist für Emphaten das Schönste das es gibt. Eine Wohltat und überaus wichtig um die eigene Balance wiederzufinden. Die Verbindung zur Natur und zu den Tieren lässt empathische Menschen aufblühen. Sie tanken auf und können ganz sie selbst sein.
  • Emphaten hassen Regeln, Routine, Kontrolle und fremdbestimmtes Arbeiten. Alles was sie einschränkt macht sie krank, wirkt destabilisierend und nervös. Deshalb werden sie jegliche Form von muss und soll ablehnen.
  • Ein sehr hohes Bedürfnisse nach Alleinsein. Wenn ein emphatischer Mensch nicht zu seiner Ruhe und seiner Zeit für sich kommt läuft er unrund, wird aggressiv. Er braucht Raum um sich von den vielen äußerlichen Eindrücken zu erholen, um sich wieder neu zu erden.
  • Wahrheit und Gerechtigkeit sind ein großes Thema. Sicher haben schon viele von euch die Erfahrung gemacht das es nicht immer gut ankommt zu sagen was man wirklich denkt? Ein hochemphatischer Mensch kann aber gar nicht anders. Er verabscheut alles was unaufrichtig ist. Er wird dies auch aus einem inneren Antrieb heraus aufdecken. Nicht jeder kann damit umgehen …
  • Du bist ein grandioser geduldiger Zuhörer. Es wird immer wieder passieren, dass wildfremde Menschen auf dich zukommen um dir ihre ganze Lebensgeschichte zu erzählen. Sie öffnen sich ganz und gar. Emphaten lieben es für andere da zu sein und sie ein Stück zu begleiten.
  • Du wirkst sehr oft auf andere scheu oder launisch? Emphaten sind sehr empfänglich für Stimmungen und Gemütszustände. Sie können an einem einzigen Tag die gesamte Palette an Gefühlen durchleben. Ist zu viel negative Energie im Spiel wirken sie unsozial, von sich selbst getrennt. Sie werden aber auch nie versuchen, gute Laune vorzuspielen. Sie sind immer authentisch! Das ist natürlich für die Gesellschaft oft sehr verwirrend. Sie ist es eben nicht gewöhnt Gefühle ehrlich zu zeigen.
  • Emphaten sind Tagträumer. Sie lieben es stundenlang in ihren eigenen Bildern und Gedanken zu baden. Das Leben in ihren Träumen macht sie glücklich. Sie haben klare Ziele vor Augen und verfolgen sie auch … bis dahin bleibt das träumen.

Tja … so sind wir/sie :-). Hast du dich in den Zeilen wiedergefunden? Wie gesagt es gibt immer Extreme. Selber zähle ich mich wie oben erwähnt, zum Mittelmaß. Diese oben angeführten Punkte allerdings, treffen zu 100% auch auf meine Person zu. Ich habe nur eine ganze Weile gebraucht um damit klar zu kommen und auch darüber zu sprechen. Ich habe mich geschämt und dachte eine Zeit lang wirklich verrückt zu sein. Ich habe mir gewünscht anders zu sein, normaler … Heute habe ich gelernt damit zu leben und diese Fähigkeit auch positiv einzusetzen. Nur für mich, ohne mich dabei zu verlieren.

Nun, wie lebst du mit dieser Gabe und wie bleibst du in deiner Mitte?

Im letzten Teil dieses Artikels möchte ich dir noch ein paar Ratschläge zukommen lassen. Vielleicht können sie auch dir eine Hilfe sein, um besser mit deiner Fähigkeit zu leben und damit umzugehen.

  • Dein Wohnraum – Naturnahes Wohnen mit genügend Zeit und Raum für sich, ist sehr wichtig.
  • Darauf achten wer dein Umfeld ist. Die nahestehenden Personen sollten dich für deine Gabe wertschätzen. Menschen die deine Botschaften nicht verstehen, schädigen dich und lassen dich sehr rasch zweifeln. Lass sie ziehen, ein positives Umfeld ist wichtig und wertvoll!
  • Selbstliebe. Du kannst dich mit einen Athleten vergleichen. Geistig und emotional angespannt und gefordert. Gönne dir Ruhephasen. Vielleicht mehr als andere Menschen. Und werte dich dabei nicht ab. Mach Dinge die dir wirklich gut tun. Nimm dir den Schlaf den du zur Regeneration brauchst. Auch wenn es andere nicht verstehen – das ist nicht deine Sache. Mache nichts gegen das sich dein Inneres wehrt, es fühlt sich wie Gewalt für dich an.
  • Bringe deine Eindrücke zum Ausdruck. Es gibt so viele Möglichkeiten in den Ausdruck zu gehen. Ich liebe es zu malen, zu schreiben und sanfte Bewegungsformen wie QiGong. Ausdruck glättet die überfluteten Sinne eines sensiblen Menschen.
  • Akzeptiere was du bist. Sobald du erkennst welche Fähigkeit in dir steckt und sie annimmst, wirst du sie nicht mehr als Last oder Fluch empfinden. Du wirst erkennen dass du sehr gute Arbeit auf der Seelenebene leisten kannst. Menschen zu helfen! Bei anderen Menschen Blockaden zu lösen. Und dabei jede Menge über dich selber zu erfahren. Emphaten arbeiten gerne mit Menschen. Sie sind in der Lage Schmerzpunkte zu erkennen und welche Berührungen heilsam sind.

Für mich war mein Leben das Leben der anderen. Ich bemerkte erst sehr spät das mehr in mir ist. Ich versteckte mein Inneres, unterdrückte Gefühle und schämte mich für sehr sehr vieles. Jetzt hab ich akzeptiert, angenommen. Ich habe eine neue Richtung eingeschlagen die ich schon viel früher nehmen hätte sollen. Ich habe Stadt gegen Natur eingetauscht. Den Trubel gegen die Ruhe und ich teile meine Gedanken und meine Erfahrungen mit Menschen die sie annehmen. Das ist meine Aufgabe die ich liebe, die mich erfüllt und mit tiefer Dankbarkeit und Klarheit belohnt. :-) Egal ob es die anderen verstehen.

Ich hoffe dich mit diesem Artikel erreicht zu haben! Schön wäre es, wenn auch der ein oder andere Tipp für dich hilfreich war. Lass es mich wissen, bis ganz bald und hab eine gute Zeit.

Ob Liebeskummer oder Trauer, es geht immer um den Verlust eines anderen, Trennungsschmerzen sind nicht zu unterschätzen! Jede von uns musste es schon mal durchleben, und wird mir sicher bestätigen dass dieses Gefühl einen in die Knie zwingen kann.

Viele Frauen leiden fürchterlich

Ein Beziehungsaus kann auf jeden Fall schlimme Auswirkungen auf deine Psyche und das Selbstwertgefühl haben. Ganz egal wie es abgelaufen ist, der der zurückbleibt leidet. Gerade bei Männern ist es ja oft so, dass sie schon länger mit dem Gedanken spielen, die bestehende Partnerschaft zu beenden. Sie halten diese Karte zurück, alles ist „normal“ wie immer … viele wissen schon Bescheid, nur selbst ist man ahnungslos und die Gehörnte!

Meist sind es wir Frauen, die erst sehr spät durch reinen Zufall auf das Doppelspiel aufmerksam werden. Alles so lange wie es geht hinausziehen (Männerdenken), mal testen ob die Neue auch das hält wonach sie aussieht, schliesslich ist „MANN“ ja verwöhnt. Ist dieses Thema mal bekannt und auf dem Tisch, beendest du diese Beziehung umgehend (das hoffe ich jedenfalls!). Es ist als würde man dir den Boden unter den Füssen wegziehen. Du fällst in einen Schockzustand.

Du fällst und fällst, nichts macht mehr Sinn und du fühlst absolut nichts

So gut wie jede von uns wurde in ihrem Leben schon mal mit dieser Situation konfrontiert. Es wurde eine Affäre aufgedeckt, oder du bekommst zu hören, dass dich dein Partner nicht mehr liebt. Aus. Im Anschluss an solch einen Moment folgt sehr oft eine unschöne Zeit. Du kämpfst mit Angstgefühlen, Verlustängsten und hast meist grosse Selbstzweifel! Der Trennungsschmerz, mehr unter Liebeskummer bekannt, wobei ich Liebeskummer mehr mit „früher“ assoziiere, kann uns Frauen völlig aus den Schuhen werfen. Die Folge sind physische und körperliche Probleme.

Das Gefühl wird oft genauso empfunden wie der Tod eines geliebten Menschen. Es steht eine Art Trauerarbeit bevor.

Es gibt ein paar Phasen der Trauer, die bei sehr vielen Menschen genau in der gleichen Reihenfolge ablaufen:

  • Meist ist die erste Phase der Schock, du bist dir gar nicht im Klaren darüber welche Tragweite das Ganze hat und auch meistens nicht in der Lage emotional darauf zu reagieren.
  • Es folgt die Wut. Hass, Verzweiflung, jede Menge Heulkrämpfe, Selbstvorwürfe und kein Verständnis! Du bist niedergeschlagen und fällst zu Boden.
  • Hast du die, meiner Meinung nach schlimmste Phase überwunden, ist es wichtig sehr realistisch und nüchtern mit etwas Abstand auf die gewesene Beziehung zu schauen. Loslassen bedeutet es.
  • Werde dir bewusst das es unveränderlich ist, akzeptiere diese Situation und wage einen Neuanfang. :-)

Eigentlich bin ich gerade selber erstaunt wie leicht mir das soeben über die Finger ging. Weil ich zu den Frauen gehöre die wahnsinnig unter einer Trennung leiden! Und es ist alles andere als einfach. Ich konnte nichts essen und ich war in kurzer Zeit total abgemagert. Bis mir der Arzt damals sagte: „Meine liebe Frau, man kann auch an gebrochenen Herzen sterben … wenn Frau es zu lässt. Ob es das Wert ist, entscheiden sie!“

Das war der Tag an dem ich begann mich wieder aufzurichten. Langsam wieder zu essen begann und letzt endlich sagen konnte: Es war gut so wie es ist, alles hat einen Grund im Leben … Gedauert hatte es beinahe 2 Jahre bis ich darüber hinweg war.

Das Hinfallen und wieder aufstehen – was kann dir dabei helfen?

Nachdem die Tage der unkontrollierbaren Tränen vorbei sind, du deinen Freundinnen wieder mehr Leine lassen kannst und die Tröstungsversuche ohnehin nichts brachten, richte dich wieder auf.

  • Versuche den Trauer- und Heulprozess nicht unnötig zu verlängern, klar es tut weh wenn dir ständig glückliche Paare über den Weg laufen! Das ist genauso wie mit Frauen, die gerne und um jeden Preis ein Kind möchten … sie sehen auch NUR Schwangere! Kurz gesagt, wir müssen erst durch die Hölle gehen, um danach wieder aufzustehen.
  • Geh unter Leute, verabrede dich mit einem lieben Menschen, der es ehrlich meint. Geniesse den guten Tropfen Rotwein in netter Gesellschaft, schmeiss dich unters Volk, geh aus und das zwar so oft als möglich! Überwinde dich in deine Sportschuhe zu schlüpfen! Auspowern setzt ne Menge Glückshormone frei. Geniesse die Leichtigkeit deines Lebens und laufe den negativ Gedanken davon! :-)
  • Gönn dir einen Urlaub. Egal was und wohin es geht – plane eine kleine Auszeit ein. Schaffe dir damit neue schöne Erinnerungen an die du gerne denken wirst! Wenn ICH zurückdenke an diese Zeit, war DAS trotz aller Traurigkeit, meine schönste Zeit. Ich war so viel unterwegs … meine Tochter und ich hatten das selbe „Schicksal“ und so kam es dass wir einige Male gemeinsam in den Flieger stiegen und SEHR ungern nach Hause fuhren! Mehr brauch ich dazu nicht sagen *zwinker*.
  • Was ich für ganz wichtig halte: setze deine rosa Brille ab! Natürlich gab es tolle Zeiten, ER hat das so schön gemacht, dass konnte ER besonders gut und überhaupt blablabla. Und das ER dich beschissen hat vergisst du? Der Ex wird meist idealisiert. Erinnere dich daran was dich genervt hat. Seine Besserwisserei, seine Schnarchen oder seine Unordentlichkeit? Unzählige Dinge würde es geben … entferne dich von dem Ganzen!
  • Räum auf und vor allem miste aus! Auch das wird nicht einfach, aber bitte entferne dich von Sachen die dich auch nur im Entferntesten an den Ex erinnern. ICH zog aus und um. Und alles was dir doch irgendwie wichtig erscheint, pack in eine Kiste und stell sie ganz nach hinten in deinen Keller. Du wirst sehen, du wirst nicht mehr daran denken und auch diese beim nächsten Mal entsorgen.
  • Miste auch online aus! WhatsApp Chat, SMS, E-Mails … alles weg, lösche alle Speicher. Denk dir so, es sind nur wenige Klicks, aber du hast jede Menge Speicherplatz gewonnen! :-)  Das schützt dich auch vor schwachen Momenten. Das neue Leben deines Ex zu verfolgen bringt ausserdem Nüsse *zwinker*.

Ein guter Tip von mir: Gib und nimm dir die Zeit für dich alleine oder zumindestens ohne festen Partner. Du hast keine Eile denn nichts ist schlimmer als sich von der einen Beziehung in eine andere zu stürzen! Aber so klug sind wir Frauen ohnehin! 

Leider ist  auch die Frau im besten Alter davor nicht gefeit, eine solche Phase durchzumachen. Jedoch eines kann ich dazu fix sagen:

Trennungsschmerz bringt in vielerlei Hinsicht ein enormes Potential für Wachstum und Glück, deshalb schüttle alles ab, was dich in deiner Entwicklung hemmt, und wenn es auch ein Mensch ist, der dich liebt …

In diesem Sinne wünsche ich DIR viel „Aufstehvermögen“ , viel Kraft und Selbstliebe und eine deiner schönsten Zeiten danach … sofern DU es zulässt. :-)

Kannst du dich noch erinnern wie es bei dir war? Oder steckst du gerade in der „nichts hat mehr einen Sinn“ Phase? Trau dich, berichte mir davon, wir sind ja unter uns! :-)

Irgendwann kommt für jeden mal der Moment wo er mit seinem Latein am Ende ist. Man kann nicht alles wissen, können oder seine Probleme alleine lösen. Es ist jedoch für viele von uns ein sehr großes Problem jemanden um Hilfe zu bitten. Diese Stimme in unseren Köpfen ist fest verankert und hält uns ab den ersten Impuls zu folgen und um Hilfe zu fragen. So kommt es, dass wir uns mit unseren Fragen und Problemen alleine herumquälen.

Der Stolz und die Erwartungen der anderen

Jahrelang steuerte ich die große Karriere an, ich arbeitete hart und machte viele Dinge zeitgleich, bis ich durch eine Krankheit und darauf folgendem Burn-Out aus der Bahn geworfen wurde. Lange habe ich versucht, alleine mit diesen Situationen zurecht zu kommen. Ich war der festen Meinung es alleine schaffen zu müssen. Schließlich gab es ja nicht nur mich auf diesen Planeten der sich in einer Lebenskrise befand, sondern noch unzählige andere und die konnten sich auch selber helfen. Ich glaubte eine starke Persönlichkeit zu sein und starke Frauen schaffen das ohne Hilfe. Ich hatte IMMER das Gefühl „schwach“ zu sein, wenn ich jemanden um Hilfe bitten musste. Um Hilfe bitten kombinierte ich sofort mit hilfsbedürftig, mein Stolz  und die Erwartungen meines Umfeldes standen mir dabei immer im Weg.

Oft hat man auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, als man jemanden um Hilfe gebeten hat. Diese Erlebnisse können sehr prägsam sein, selbst wenn man sich nicht mehr bewusst daran erinnert, dass die Bitte abgelehnt oder belächelt wurde, kann das zukünftige Verhalten dadurch beeinflusst werden. In der Jetzt-Zeit will/darf  keiner mit Fehler und Makel behaftet sein, es passt nicht in unsere Gesellschaft. Es ist eine Blöße die sich niemand geben möchte. Hinter den Fassaden sieht die Welt jedoch ganz anders aus … Meisne Gedanken waren immer die selben , die mich daran hinderten, um Hilfe zu bitten:

  • Ich hatte Angst um meinen Ruf
  • Mein Selbstwertgefühl schrumpfte
  • Angst und Schwäche
  • Ich wollte niemanden zur Last fallen
  • Und ich wollte nicht in der Schuld des anderen stehen

All diese Punkte brachten mich dazu, erst gar nicht um Hilfe zu fragen. Die Angst vor Ablehnung und einer, ich nenne es Abhängigkeit – davor hatte ich Angst…

Ein langer Lernprozess

Mir war damals noch nicht klar das Hilfsbedürftigkeit nichts schlimmes ist. Ich wusste nicht das wenn man um Hilfe bittet, sehr viel Stärke und Persönlichkeit dahinter steckt. Ich musste all das erst lernen und vor allem verstehen. Dieses Lernen ging leider mit viel unnötiger Zeitverschwendung und Energieverlust einher, bis ich mir eingestand :“ ich schaff es nicht mehr alleine …“ Es gibt da draußen Menschen die warten darauf das ich zu ihnen komme, die mir mir helfen würden meine Kräfte wieder neu zu mobilisieren, und mich aus meinem „Tief“ hochziehen um das zu finden was ich gesucht habe.

Um Hilfe bitten Menschen die stark sind

Bist du in solch einer Situation, und für viele ist es oftmals schon fünf Minuten vor zwölf … dann ist dir klar, dass du deine Probleme nicht alleine bewältigen kannst, es ist keine Schande im Gegenteil, es braucht eine Portion Mut dazu sich an jemanden zu wenden der dir hilft, den nächsten Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Ich konnte nie wirklich verstehen weshalb ich für meine „Hilfesuche“ so überschwänglich gelobt wurde … ich sollte stolz sein … wurde mir gesagt, das ich diesen Schritt gesetzt hatte.

Vertrauen spielt dabei ebenso eine grosse Rolle. Wer vertraut seine Ängste und Probleme schon fremden oder auch gut bekannten Menschen an? Mir machte das grosse Schwierigkeiten. Im Normalfall aber kannst du viele Menschen um Hilfe bitten. Es fängt zu Hause bei der Familie an, Lebenspartner und sogar deine Kinder können dir in vielen Bereichen weiterhelfen. Jeder der um Hilfe gebeten wird, fühlt sich zudem auf einer gewissen Art geehrt. Dadurch das sich eine Person mit deinem Thema auseinandersetzt, entwickelt sich diese Person ebenfalls weiter. Eine „Win-Win-Situation könnte man sagen :-), weil beide Seiten davon profitieren. Ob nun professionelle Hilfe oder Hilfe von Freunden – es ist schön Hilfe zu bekommen von wo auch immer, es annehmen, und den nächsten Schritt tun zu können – im Nachhinein ein gutes wunderbares Gefühl.

Nachsatz

Sind wir soweit Hilfe anzunehmen, sollten wir nicht vergessen das die Hilfe der anderen uns unterstützend bei Seite steht – an uns arbeiten müssen wir selbst! Alles andere wäre zu einfach. Ein Zitat das ich immer in meiner Tasche hatte zu meiner „Hilfe suchenden“ Zeit, lautete :

Sei stark genug, um unabhängig zu bleiben, sei klug genug, um zu erkennen wenn du Hilfe brauchst. Sei weise genug, um darum zu bitten. 

Es dauerte eine Weile, die Zeilen kaum noch leserlich … bis ich es schaffte und um Hilfe bitten konnte :D. Ich weiß das es viele Menschen, besonders Frauen gibt, die damit so ihr Problem haben um Hilfe zu bitten … für euch ist dieser Beitrag, weil ich eine von euch bin! Auf DEINE Meinung, Anregung freue ich mich wie immer, und falls DU Fragen hast – keine Scheu! :-)

Er ist wieder leicht spürbar, der Winter-Blues. Für mich sind die graue Herbstzeit und der nasskalte Winter die ungemütlichsten Monate des Jahres. Besonders wenn du zu den „Sonnenkindern“ gehörst so wie ich. Auch wenn du es dir zu Hause besonders gemütlich machen kannst, was in den Sommermonaten nie so gelingen wird, weil die Atmosphäre eben nicht dazu passt. Damit DU und Ich diese graue Zeit gut überstehen und deine Stimmung trotz allem schön „oben“ gehalten wird, hier ein paar Tipps dazu:

Für die es sich einteilen können, WO sie den Winter verbringen, ist es natürlich einfach. Ab in den Süden und tschüss … leider gehören ich und einige andere nicht in diese Abteilung. Gut ist ja, dass die frostige Kälte vor der Tür bleiben muss. :-) Und besonders wichtig ist einfach seine Stimmung nicht von der Witterung abhängig zu machen!

Licht & Wärme

Licht und WärmeLicht und Wärme wirken sich in jedem Form positiv auf unser psychisches Wohlbefinden aus. Sie vermitteln uns Sicherheit, Freude und Geborgenheit. Gerade an den Abenden, die wieder schneller dunkler werden, gibt es nichts Schöneres, als viele Lichter in der Wohnung oder im Haus an zu haben. Duftende Kerzen oder Duftöle, die dich sofort einen Schritt langsamer werden lassen. Schenk deiner Wohnung eine besondere Atmosphäre mit z.B. indirekter Beleuchtung. Eine heisse Badewanne, mit duftenden Zusätzen, kann unserer Stimmung nur gut tun. Ich liebe es mich anschliessend mit kuschelig-weichen Stoffen zu kleiden. Dazu gehören bei mir viel zu grosse flauschige Socken, ein Flanell-Hemd XXL in pastellen Farben und ganz klar die obligatorische Kuscheldecke für 2 :-) ! Nicht sexy? Ich weiß … aber zum Wohlfühlen und „Frau“ kann auch in Flanell und Strick ein wenig sexy sein *zwinker*.

Maroni braten und den Bauch von innen wärmen

Maroni und EintopfEintöpfe und Suppen, köstlich scharf – diese Zeit ist wie geschaffen dafür! Lade dir Freunde ein, kündige einen extra bequemen Dress-Code an und freu dich auf einen schönen Abend bei selbst gebratenen Maroni, einem Glas Rotwein und wärmt euch mit Köstlichkeiten aus dem Suppentopf! Wann hast du das letzte Mal einen Spieleabend mit Freunden gemacht? Gemeinsam Filme geguckt oder die alten Zeiten wieder hervorgeholt? Ewig her oder…? Gib dir mal einen Ruck, es wird bestimmt ein lustiger gemütlicher Abend werden.

Ideale Thermenzeit

Therme und SaunaSauna und Wellness ein Duo das ich liebe! Es würde mir im Sommer nicht einfallen. Dazu brauche ich es draussen kalt und grau und drinnen warm mit Bademantel. So macht das richtig Spass und es ist ein guter Zeitpunkt mal die Seele baumeln zu lassen. Saunieren bringt vor allem die Lebensgeister zurück und stärkt dein Immunsystem. Gönn dir eine der vielen Massagen die angeboten werden und runde deinen Tag damit ab. Also was spricht dagegen alleine oder mit Begleitung vielleicht gleich ein ganzes Wochenende zu buchen?

Bleib in Schwung

BewegungDas Sofa – deine innigste Beziehung in dieser Zeit? Verständlich, bietet sich ja förmlich an, jedoch versuche deinen Körper in Schwung zu halten! Der Winter hat auch schöne Zeiten wie ich finde. Gerade wenn sich die Wege und Wälder verschneit und ruhig zeigen. (Falls wir mal doch nen Schnee zu Gesicht bekommen :-) ). Ausgedehnte Spaziergänge in der sauberen, klaren Luft machen dir den Kopf frei. Für die Wintersportler unter euch, sowieso ein Traum. Aber auch eine Touren-Wanderung mit Einkehr kann ich nur empfehlen! Vielleicht gehts dir aber im Winter besser mit deinem Training im Gym? Wichtig nur: Wachse nicht mit deinem Sofa zusammen, raus mit dir, du wirst dich danach richtig fit fühlen und kannst deine Kekse möglicherweise besser geniessen *zwinker*.

Musik ist Balsam für die Seele

Musik, Balsam für die SeeleWann war dein letzter Konzertbesuch? Chorkonzerte werden in der Vorweihnachtszeit sehr oft veranstaltet. Ich gehör jetzt nicht zu den Menschen, die sich freiwillig in einen Dom oder Kirche gesetzt hätten, um der Akustik zu lauschen. Es war eher Zufall. Und es war ein Erlebnis der besonderen Art! Die 2 Stunden vergingen wie im Flug und ich verließ die Tore als anderer Mensch … Kann ich nur empfehlen!

 

Füttere deinen Geist

Füttere deinen GeistBesonders in der grauen Zeit, verlangt unser Geist nach viel Anregung und guten Gesprächen. Halte deine Gedanken im Fluss. Besuche Ausstellungen, lese Bücher die dich inspirieren. Genauso wie tolle Filme, die dich immer wieder zum Träumen anregen oder dich daran erinnern was deine Ziele sind! Ich finde immer, die kalte Jahreszeit ist wichtig und entschleunigt uns ein wenig, regt uns noch mehr zum Nachdenken an und lässt dich und mich an neuen Projekten tüfteln :-) . Stell dir vor und so etwas kommt aus meinem Munde wo ich doch den Sommer SO sehr liebe … !

Das waren jetzt ein paar Anregungen von mir, Verbesserungen gibt es immer! Vielleicht kannst du mir deine Aktivitäten zukommen lassen, damit etwas Abwechslung in meine Liste kommt! :-)

Lass es dir gut gehen und vor allem zieh dich warm an  …

Jeder möchte heutzutage sein Leben verbessern und vielleicht dadurch zu mehr Erfolgen in seinem Leben zu kommen. Deine Glaubenssätze, deine alltäglichen Gewohnheiten sind zwar praktisch, da dadurch vieles automatisch abläuft und zur Routine wird, aber sie können dich auch in deinem eigenen Leben gefangen halten. Deshalb finde ich es wichtig von Zeit zu Zeit das Leben zu überdenken, genauer anzusehen! Einfach alte Muster über Bord zu werfen.

Dieses „neu überdenken“ stellt sich sehr oft von selber ein

Die Erde ist voll von ferngesteuerten und ziellosen Menschen. Viele wissen nicht wer sie eigentlich sind, wo sie hin wollen und wo die Reise enden soll. Die meisten davon sind unglücklich und unzufrieden und schon gar nicht erfolgreich!

Du kannst jeden Tag aufs Neue herausfinden was deine Träume und Ziele sind – deshalb nutze jede Gelegenheit um dir dein „Da sein“ genau anzusehen. NEU ist ein gutes und einfaches Wort noch dazu, wo ich eigentlich schon beim Thema bin. Ich habe heute ein paar einfache Tips für dich, die dir dabei helfen können deine alten Gewohnheiten neu zu überdenken. Deine Automatisierung einstellen und dich möglicherweise freier und damit auch erfolgreicher zu machen?

Ich mache ja aus meinem Leben kein Geheimnis, wie du in der Zwischenzeit schon weisst. Deshalb werde ich dir nur das weitergeben was ich in meinem Leben selber getan und durchgezogen habe, was mir somit auch weitergeholfen und mein Leben verbessert hat …

  • Versuche dein inneres Kind am Leben zu halten! Unterwirf dich nicht den sozialen Gepflogenheiten, auch wenn sie dich korrigieren, dich ermahnen … werde nie ganz erwachsen, der Rest ist deren Sache!
  • Mach dir deine eigenen Regeln, SIE sind es nämlich, die dich in deine Zielrichtung führen. Regeln, die nur für DICH gelten!
  • Pfeif öfter mal auf die gesellschaftlichen Richtlinien. Ich garantiere dir, du wirst als Querschläger deklariert werden, aber DU bist eben eine/er von den Mutigen, die keine Angst haben über den Stachelzaun zu klettern und dadurch besonders zu sein !
  • Sei positiv, nicht negativ!
  • Hör auf neidisch zu sein oder zu lästern. Du schadest dir damit nur selber!
  • Lese regelmäßig Bücher mit wertvollen Seiten, steig mal von leichter Lektüre auf etwas um das dich fordert. Etwas das deine Hirnzellen anregt und dich auf neue Ideen bringt. :-)
  • Schmeiss deine Energieräuber aus deinem Leben, mehr sag ich dazu gar nicht. Du wirst erstaunt sein wie befreiend so eine Aktion sein kann!
  • Versuche dein Bauchgefühl mehr einzusetzen. Vertraue darauf :-)
  • Gehe nie ohne Notizbuch außer Haus, notiere dir Ideen und Gedanken … jeden Tag, spontan. Oft kann vermeintlich Sinnloses sehr wertvoll werden.
  • Traue dich zu verändern wenn DU es möchtest, nicht weil es ein anderer erwartet … und lasse die anderen so sein wie sie sind.
  • Kopiere nicht all das was die Menschen um dich tun, nimm dir daran kein Beispiel – ich kann dir versichern das ist ganz falsch! Nochmal, trau dich über den Zaun zu klettern auch wenn du Kratzer abbekommst. Tust du das – wird dein Leben erst beginnen.
  • Empfinde für dich die meiste Liebe … bei diesem Punkt scheitere ich immer noch, bin aber wirklich dabei!
  • Trage dich aus jedem Newsletter aus den du nicht mehr ansiehst.
  • Arbeite an deinen alten Gewohnheiten. Dafür ist Geduld angesagt, Gewohnheiten zu ändern dauert in etwa 8-10 Wochen, dann hast du es verinnerlicht!
  • Sei authentisch und steh zu deinem Wort, kopiere nichts und niemanden sondern sei DU selbst.
  • Slow down – bei allem was du tust, auch wenn heutzutage alles schnell gehen soll. Müssen tut gar nix!
  • Ein Punkt, der eventuell nicht für alle passend ist, aber ich kann es nur weitergeben: Kein Leben ohne Hund! Es bereichert mein/unser Leben. Viel Bewegung, neue Bekanntschaften, neues lernen, und eine Menge Liebe! :-)

„Das Dasein ist köstlich, man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.“

Es würde noch einige Punkte geben, aber das hier waren und sind meine persönlichen High-Lights. Ich bin mir ganz sicher es werden nicht die letzten Tipps für dich sein. Kleine Dinge die DEIN und mein Leben sowieso enorm besser machen und gemacht haben. Wie schaut es eigentlich bei DIR aus? Kannst du so etwas annehmen oder betrachtest du dein Leben ohnehin von Zeit zu Zeit neu? Schreib mir doch, ich freu mich auf DICH und Deine Gedanken.

Gesundheit und Wohlbefinden – es ist das Wichtigste in unserem Leben. Ohne fühlen wir uns nicht wohl in unserer Haut. Die Wartezimmer der Ärzte werden immer voller mit Menschen, die sich hier Erleichterung für ihre Schmerzen und Wehwehchen erhoffen. Dabei geht es schon lange nicht mehr um eine Verkühlung oder Magenverstimmung, es geht dabei um Erkrankungen die sehr oft nicht erkannt, übersehen oder einfach nicht zugeordnet werden können. Ich möchte sogar behaupten – wollen.

Selbst muss ich immer wieder die Erfahrung machen, dass Ärzte sich einfach viel zu wenig Zeit nehmen für ihre Patienten. Es wurde mir auch erklärt das man als Arzt nicht endlos Zeit aufwenden kann um sich seinen Patienten so lange zuzuwenden wie es vielleicht nötig wäre. Zu viele Menschen sitzen in den Wartebereichen, da bleibt nicht viel Zeit über, um seinen Patienten richtig zuzuhören und der wahren Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen. Besonders dann, wenn die Symptome nicht sofort erklärbar sind und der Mensch sich noch  im „grünen Bereich“ befindet. Meine Erfahrungswerte wohlgemerkt!

Und so verlassen  wir dann – nach großzügigen zehn Minuten das Arzt-Zimmer wieder, ein Rezept für irgend ein Analgetika in der Hand haltend, das unsere Beschwerden lindern sollen … helfen wird es ziemlich sicher nicht. Einer Ursache auf den Grund zu gehen, dem Ganzen das notwendige Gehör zu schenken, braucht mehr als nur zehn Minuten. Zeitdruck bei den Ärzten ist an der Tagesordnung, das wäre jedoch jetzt ein eigenes Thema, worin man sich richtig verstricken kann!

Körperliche Schmerzen und das Thema „Vergebung“

Unser Körper vergisst nichts! Alles wird gespeichert, es geht nichts verloren und es wird schon mal gar nichts vergessen. Jede noch so kleine Information wird in unseren Körper gespeichert.Besonders gut erinnert der Körper sich an die kleinen und grossen Verletzungen … auch an die der Seele. Ich nenne sie Körperspuren – sie sind wie ein offenes Buch … hat man das Feingefühl sie richtig zu lesen.

Oftmals ist es sehr schwer die negativen Erlebnisse und Verletzungen die uns passiert sind zu vergeben. Hängen wir dem immer wieder nach, wird unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sehr darunter leiden. Mir wurde oft von Ärzten erzählt, dass es für meine körperlichen Schmerzen keine Erklärung gibt. Man wird beinahe als Hypochonder dargestellt! „Ja also sie sind völlig gesund …“ bekam ich oft zu hören. Ich fühlte mich danach noch schlechter und traute mir letztendlich nichts mehr zu sagen und ertrug die Schmerzen still.  Nach langer Suche, kam ich dann in die richtige Obhut, wo ich als Patient bemerkte – hey …  dieser Arzt nimmt mich ernst und schenkt mir die Zeit und die Aufmerksamkeit die nötig ist um die Ursache mancher meiner Probleme herauszufinden. Ich schöpfte wieder Hoffnung, aber vor allem bekam ich die Bestätigung das ich mir nichts einbildete! Ein gutes Gefühl.

Der Körper spricht auch ohne Worte

Körperliche Schmerzen und emotionale Gefühle gehen meistens Hand in Hand. Wut, Ärger, Traurigkeit, Paranoia können grossen Schaden anrichten und werden oftmals als „Schmerz“ offenkundig. Unser Körper spricht dann in einer anderen Form mit uns. Mit Schmerz. 

„Lehrt den anderen zu vergeben, aber bringt ihnen auch bei, andere Menschen nicht zu verletzen. DAS wäre wirksam.“   Jose Ingenieros

Das ist jedoch leider eine Wunschvorstellung!

Und somit kommt das Verzeihen … die Vergebung ins Spiel. Wenn sich ständig Gedanken und unschöne Gefühle in unserem Kopf abspielen und diese nicht verarbeitet werden können oder wollen, manifestieren sie sich psychisch sehr oft in Form von Schmerz. Diese Art der Schmerzen ist leider sehr schwer zu identifizieren, es braucht viel Einfühlungsvermögen und vor allem Zeit der Sache auf den Grund zu gehen und die Bereitschaft diese unschönen Verletzungen loszulassen … und  zu vergeben.

Sinnvoll ist es, Schmerzen seine Aufmerksamkeit zu schenken

Immer wieder auftretende Schmerzen, die ohne spezifischen Grund kommen und gehen deuten darauf hin, das etwas in uns „steckt“. Selbst lange in dieser Situation gewesen kann ich nur bestätigen wie wichtig es ist zu vergeben. Was geschehen ist ist geschehen. Es kann nicht ausradiert werden. Das tägliche Beschäftigen mit diesen Gedanken bereitet uns „Schmerzen“ und macht uns krank. Wenn wir also körperliche Probleme haben, sollten wir immer auch über die emotionale Komponente nachdenken, die möglicherweise etwas damit zu tun haben kann!

Und so spricht dein Körper mit dir

Unser Körper und unser Bewusstsein bilden eine Einheit … sie ergänzen und beeinflussen sich gegenseitig. Diese Beispiele können dir vielleicht helfen einen Zusammenhang mit den vorhanden Beschwerden zeigen.

Fieber

Damit ist ein immer wieder kehrendes Fieber gemeint, ohne zusätzliche Erkrankung oder Infektion im Körper. Einfach da, man wacht auf, fühlt sich zwar nicht fit aber auch nicht krank. Man sagt Fieber ist ein Anzeichen für ungeweihte Tränen … aus welchen Gründen auch immer. Ich war zum Beispiel immer viel zu stolz um meinen Tränen freien Lauf zu lassen. Die zweite Möglichkeit ist, dass man so wuterfüllt ist und den Schaden gar nicht erkennen kann, der angerichtet worden ist und deshalb auch keine Tränen über hat.

Rückenschmerzen

Jeder zweite Mensch leidet an Rückenschmerzen! Das soll jetzt natürlich nicht bedeuten, dass dieser Betroffene, nicht bereit ist, irgend eine Sache nicht zu vergeben! Es sind Parallelen die man in Betracht ziehen sollte und die ich aus meiner Sicht auch bestätigen kann. Also es geht hier keinesfalls um Bandscheibenvorfälle und der gleichen!

Rückenschmerzen wird nachgesagt, das man nicht bereit ist zu vergeben. Wir lehnen ab und somit wird uns „Gewicht“ auferlegt. Wir tragen schwer. Gefühle von Wut und Ablehnung bedeuten emotionale Last!

Nackenschmerzen

Wenn du dich immer wieder mit der Vergangenheit auseinander setzt und dein Ärger durch das Vorgefallene immer wieder zum Ausbruch kommt, wird sich das in deiner Nackenregion ausgiebig festsetzen. Der Spruch „Die Wut und deine Angst sitzt dir im Nacken …“ Der Nacken spiegelt uns unsere eigene Flexibilität wider – sind wir flexibel genug um zu vergeben? Eine Frage die ich mir immer wieder selber stelle. Die Antwort lautet „es fällt mir in manchen Dingen wirklich schwer …“

Heiserkeit und Halsschmerzen

Ein schmerzender Hals, Stimmbänder die versagen … stehen für Worte die NICHT ausgesprochen worden sind. Es ist die Unfähigkeit den Schmerz auszudrücken, der verbal verursacht wurde. Wenn ich mich daran erinnere wie oft mich meine Stimme im Stich ließ, an Tagen an denen ich sie wirklich besonders dringend gebraucht hätte um meine Meinung mitzuteilen, von einer Minute auf die andere – es würde mir kein Mensch glauben! Es war keine Entzündung weit und breit zu erkennen – ich brachte einfach keinen einzigen Laut aus mir heraus.

Hüft- und Knieprobleme

Hier dominiert der Stolz.  Dabei wird Vergebung als Akt der Unterwürfigkeit gesehen. Man will sich dem nicht beugen und die Bereitschaft alles zu vergeben wird zu einer Herausforderung die viele nicht schaffen. Wenn Hüfte und Knie Probleme machen, bedeutet es, dass wir an einem negativen Gefühl festhalten.

Was noch zu sagen wäre …

Hätte mir jemand vor ein paar Jahren so etwas vorgelegt, hätte ich am Absatz umgedreht und wäre geflüchtet! :-) In der Zwischenzeit bin ich zu der Erkenntnis gekommen #sehrfrohbindarüber, dass die meisten körperlichen Beschwerden ihre Ursachen ganz wo anders finden, als wir eigentlich meinen. Die Ursache mancher Schmerzen, die nicht auf der Hand liegen zu finden, ist wesentlich schwieriger, als sich ein Rezept abzuholen auf das wir zwar bauen, aber das keinesfalls helfen wird!

Ich bin keine Ärztin, es sind reine Erfahrungswerte. Ich weiß jedoch, was es bedeutet auf seinen Körper zu hören und dem nachzugehen was naheliegend ist. Und wie es wichtig ist sich nicht einschüchtern zu lassen von Menschen, die meinen die Götter in Weiß zu sein!

Dazu musste auch ich mich mit den „richtigen“ Menschen zusammentun. Meinen Stolz ablegen und in mich hinein hören. Ehrlich zu mir selbst sein und das Vertrauen neu setzen. Nicht alle Menschen sind dazu da um einen zu verletzen …viele können einem auch wirklich weiterhelfen! Und die, die uns in irgend einer Form „Körpernarben“ zugefügt haben … denen sollten wir vergeben.

Vergebung bedeutet, dass ich entschieden habe, dan Hass nicht länger mit mir herumzutragen, weil ich verstanden habe, dass er mein eigenes Seelenheil vergiftet!

Ich würde mich freuen dir vielleicht eine Entscheidung näher zu bringen, geht es um Vergebung! Zudem hoffe ich auch du gehörst nicht zu den Menschen gehörst die unerklärliche Schmerzen haben! Findest du dich aber in so manchen Absätzen wieder, würde ich mich freuen von dir zu lesen … gemeinsamer Austausch tut immer gut. :-)