Beiträge

Lesezeit: 4 Minuten

Bei jeder Frau verändert sich etwas mit dem Älterwerden. Einigen wird bewusst, dass sie genug Geld verdient haben und bald nicht mehr arbeiten oder zumindest nicht mehr so viel arbeiten müssen. Bei anderen wird eine überstandene Krankheit zu einem Auslöser um neue Wege zu gehen. Und so einige finden ihren „Traummann“. Jeder Mensch entwickelt mit dem Älterwerden seine eigene Perspektive, es wird noch einmal fest an den Werten und Vorstellungen gerüttelt, bis man sich dankbar (sehr dankbar), zurücklehnen kann.

Erst vor kurzem saß ich auf unserer Trasse, vor mir ein kaltes Glas Spritz Bianco. Es war ein sehr warmer und schöner Abend. Und auf einmal dachte ich: Alles ist bestens, alles fühlt sich gut und richtig an, ich bin dankbar.

Ich glaube, dass Alter spielt eine große Rolle

Nicht das ich mit 30, 40 Jahren nicht auch für vieles dankbar war. Aber das Gefühl war ein anderes! In den letzten Jahren – so ab meinem Fünfzigsten, habe ich angefangen anders zu denken. Man hat schon so viel erlebt und lässt das Erlebte an sich vorbeiziehen. Jedenfalls war das bei mir so. Und ich stelle fest, dass ganz viele Dinge im Lauf der Jahre eine außergewöhnliche Richtung eingeschlagen haben. Ich habe enorm viel verändert. Ich habe mehr Tiefschläge eingesteckt als schöne Momente.

Und trotzdem, oder genau deswegen … in diesem Moment auf der Terrasse mit meinem kalten Glas Spritz in der Hand, kam ein wirklich schönes Gefühl in mir hoch. Nämlich ehrliche DANKBARKEIT! Ich war dankbar für alles Mögliche, das ich bisher als Selbstverständlich hingenommen habe:

  • Ich bin halbwegs gesund und habe den schwersten Teil meiner Krankheit gut im Griff (war ein langer Prozess).
  • Ich kann mich selbst versorgen (das war nicht immer so).
  • Ich habe ausreichend zu essen und zu trinken (auch das war lange Zeit nicht so).
  • Ich habe das Glück seit bald fünf Jahren mit demselben Mann glücklich zu sein, der ganz nebenbei auch noch so viele Eigenschaften in sich trägt, die ich mir immer gewünscht habe! ›lach‹
  • Ich habe zwei tolle Kinder, die beide ihren Weg gehen und ordentlich im Leben stehen. <3
  • Ich darf da leben, wo andere Urlaub machen (ein Wunsch den ich schon als Kind geträumt habe).
  • Ich darf ein nettes und ehrliches Umfeld genießen (nicht selbstverständlich).
  • Ich befinde mich in der privilegierten Situation, einer Arbeit nachzugehen, die mir Spaß macht (habe ich sehr lange vermisst).
  • Ich kann mir eine regelmäßige Pediküre bei der Kosmetikerin leisten (wenn ich will). ›lach‹
  • Ich bin nicht nur „gewaschen“, sondern auch im REINEN mit mir selbst! (dass ich das mal sagen kann … unvorstellbar).
  • Und, ICH bin wirklich DANKBAR!

Gewiss, gewiss … der Mensch strebt stets nach mehr, so sagt man jedenfalls und es könnte ALLES noch besser sein. Komischerweise, trifft das bei mir aber nicht zu. Ich  bin tatsächlich zufrieden. Eine tiefe Zufriedenheit zu spüren ist etwas ganz besonderes … so wie neulich eben auf der Terrasse mit meinem kalten Glas Spritz in der Hand. :D

Ist es nicht schön angekommen zu sein?

Ist es nicht herrlich mit fortgeschrittenen Alter halbwegs angekommen zu sein? Wir müssen nicht mehr alles erreichen. Wir müssen auch nicht noch mehr haben! Ich rede da jetzt von mir, aber ich glaube anderen, geht es genauso. Wer ständig nach noch MEHR hechelt, kann doch das Vorhandene gar nicht schätzen!

Was nützt mir denn der geilste Sportwagen (nicht das ich einen hätte), wenn ich schon bald eine neues „Objekt“ im Visier habe. Wie viel kostbare Lebenszeit geht einem da verloren … seien wir zufrieden mit dem, was wir haben. Versuchen wir doch, dass Schönste daraus zu „bauen“.

Vergessen wir mal die ganzen Magazine, Medien und Plattformen, seien wir einzig und alleine bei uns! Mit dieser inneren Befreiung gehen wir dann durch unsere Wohnung, schauen uns Bilder und Fotos an. Freuen uns dabei auf den nächsten Urlaub, auf den Herbst und Winter (möge aber der Sommer noch ganz lange dauern <3), betrachten wir unsere Pflanzen auf Balkonien und genießen einfach die warmen Sommertage und Nächte … so wie ich mit meinem kalten Glas in der Hand. :-)

Es braucht wirklich nur wenig um zufrieden zu sein!

Manchmal kann ich nur den Kopf schütteln über Frauen, die so rein gar nix genießen können und immer schlecht gelaunt und missmutig durch ihr Leben rennen. Das fällt mir hier in meiner Wahlheimat ganz stark auf. Grantige Damen, die in Wirklichkeit alles haben, so in etwa wie: MEIN Haus, MEIN schöner Mann, MEIN Auto, MEIN Boot … und so weiter.

Ein ganz klares Beispiel wieder, dass materielle Dinge nicht zum Glücklichsein ausreichen! Da hilft auch kein nettes Wort oder ein tägliches freundliches Lächeln oder ein Kompliment. Nix. Frau bleibt grantig und unzufrieden. Und ich lasse diese Frauen in ihrer Welt zurück, schließlich kann ich mich nicht um alle kümmern. Ich finde es nur sehr schade. :-(

Das Gute am Älterwerden ist auch die Tatsache, dass man mehr und mehr Menschen durchschaut. Und wenn das nicht funktioniert, wird man zumindest vorsichtig. Denn die Energieräuber und Muffeltanten zerstören die eigene Dankbarkeit!

Dankbarkeit macht glücklich und zufrieden

Wie schon geschrieben, die Dankbarkeit ist erst mit den letzten Jahren zu mir gekommen. Vorher war ich es auch aber eben anders. Mir ist klar geworden wie wichtig diese Dankbarkeit ist und vor allem – wie gut sie tut! Vielleicht hat es damit zu tun, dass mir bewusster wurde, dass das Leben nicht endlos ist.

Das die Gesundheit wichtiger ist als ein fettes Bankkonto. Das eine gute Beziehung etwas sehr Wertvolles sein kann und das ein Leben mit sich alleine genauso lebenswert sein kann, als in einer Beziehung! Lieben und schätzen wir das Leben und nicht die Dinge.

„Dinge“ schenken uns nur kurz eine Zufriedenheit, wenn überhaupt. Sie können verloren gehen, kaputt werden. Die schönen Momente, die wir uns schaffen, werden niemals verloren gehen oder auseinanderfallen. Sie bleiben bis zum Schluss.

Die meisten Menschen machen sich selbst durch übertriebene Erwartungen an das Schicksal unzufrieden.

W. v. Humbold

In diesem Sinne lasst uns dankbar sein. Und vielleicht denkst Du in einem ruhigen Moment, alleine auf Deiner Terrasse, mit einem Glas Wein in der Hand, an meine Worte und Gedanken :D

Genieße das Leben, …

Lesezeit: 4 Minuten

„Ich liebe dich … und das macht mir Angst.“ Hast Du solche Gedanken schon mal erlebt? Ich glaube wir alle, ganz besonders wir Frauen, neigen dazu uns darüber sehr viele Gedanken zu machen. Die LIEBE ist ein Krisenbereich, auch wenn sie noch so schön sein kann! Manche Menschen haben einfach das Glück  oder ein gutes Karma. Sie haben die Liebe auf den ersten Blick, den richtigen Partner und ein Vorzeigeleben, das sie ohne Krisen beständig und glücklich leben. Weiterlesen

Lesezeit: 4 Minuten

Stimmts oder hab ich recht? Manchmal überkommt uns das Gefühl, nicht mehr gesehen zu werden? Ein Alltagsgefühl das es mit zwanzig noch gar nicht gab. :D Ein Artikel für Frauen die das Gefühl kennen und Ihre „Unsichtbarkeit“ in Sichtbarkeit verwandeln wollen. Die richtige Strategie dazu bekommst Du von mir! <3

Es ist ja nix Neues mehr, dass wir Älteren geradezu bejubelt werden. Wir sind bestens ausgebildet (sofern wir dazu bereit sind), wir sind erfolgreich im Beruf, sind liebevolle tolle Mütter und dazu noch sportlich (außer ich ›lach‹). Dabei schauen wir noch zehn Jährchen jünger aus, als wir tatsächlich sind … grazie per i fiori … danke für die Blumen sag ich nur! Was viele im alltäglichen Leben erfahren, passt aber so gar nicht zu diesen Lobeshymnen. Warum? Ja, weil wir schlichtweg übersehen werden. So als seien wir gar nicht da!

Auf der Straße lassen Männer den Blick gleichgültig über uns hinweggleiten. Womöglich drängen sie uns in der Straßenbahn auch noch zur Seite: „Sorry, hab´ Sie gar nicht bemerkt …“ Irgendwie war das schon mal anders.

Aus dem Leben zurückziehen? Never!

Also in solchen Momenten – und die kommen einfach vor – fahr´ich meine Ellbogen richtig aus. Ich seh es nicht ein, dass wir ,Frauen im besten Alter, uns zurückziehen und vielleicht auch noch unauffällig gekleidet und wortkarg hinten anstellen sollen. Unauffällig hinter der Kulisse verschwinden und den „neuen“ Gesichtern Platz zu machen: „Hallo Mädels, Ihr hattet doch schon alles, was wollt Ihr denn noch?“  Stöhnen so manche Männer häufig. Ganz einfach ist diese Frage dann beantwortet:

Wahrgenommen werden … als Mensch. Als interessante Gesprächspartnerin. Als Expertin im Berufsleben. Als Frau.

Auf einen Sinneswandel in der Gesellschaft zu warten ist Zeitverschwendung – tun wir selber etwas für uns! Ich habe mir darüber wirklich viele Gedanken gemacht und nutze diese auch für deutlich mehr Sichtbarkeit im Leben. ›lächel‹ Meine Strategie teile ich mit Dir/Euch natürlich voller Freude. :-)

 LOSLASSEN.
Ja es ist nun mal so, die junge Frau, die wir damals waren, ist nun erwachsen. Das Leben hat uns gezeichnet und seine Spuren hinterlassen. Im Gesicht und auch am Körper. Auf der einen Seite ist es schade, doch was viele vergessen:
Immer Jung zu sein ist sicher nicht das wahre Glück! Alleine das fehlende Selbstvertrauen, die vielen Unsicherheiten, die „Sorgen“ um zu viel oder zu wenig Busen. Der ständige Modestress und keine Ahnung was noch so alles war. Nicht mehr jung zu sein bedeutet für mich auch endlich seinen Stil gefunden zu haben. Ausreichende Lebenserfahrung und Sicherheit zu besitzen. Sich das immer wieder ins Gedächtnis zu rufen macht es einfacher sich von dem Teil des Lebens zu verabschieden, der in die Vergangenheit gehört.

 AKTIV SEIN.
Die meisten Männer nehmen nur Frauen wahr, die in Ihr Beuteschema passen. Der Rest wird ignoriert, ohne es zu merken. Das kann manchmal unangenehm sein, wenn so ein Mann die Anführerrolle  spielt. Es kann nämlich sein, dass alle anderen auch die Frauen, die „ältere“ Frau ebenfalls ignorieren und nicht ansprechen. „Frau“ ist quasi in einer Statistenrolle ohne Funktion. Mir sind solche Momente bekannt und ich hatte immer denselben Fehler gemacht, ich war gekränkt und hatte mich zurückgezogen … stillschweigend. Das ist sehr schlecht für unser Selbstbewusstsein. Wir müssen die Initiative ergreifen und uns ins Gespräch einmischen. Am besten gleich mit einer Frage an den oder die „Ausbremser(in)“. So kann ER oder SIE gar nicht anders, als sich uns zuzuwenden und zu antworten. Was und wie viel er oder sie dann tatsächlich zu sagen hat, ist meistens sehr interessant. ›lach‹

STÄRKEN AUSSPIELEN.
Wir älteren haben den Jüngeren viel voraus. Das Wissen, die Lebenserfahrung usw. Leider suchen viele den Vergleich ausgerechnet dort, wo sie nur verlieren können. In der Jugendlichkeit. Sich optisch jünger zu machen gelingt nie ganz. Unnatürliche übertriebene chirurgische Eingriffe wirken lächerlich und der kurze Jeansrock von damals ebenso. Das Make-up, das wir vor fünfzehn Jahren getragen haben, passt vielleicht gar nicht mehr zu unserem Hautton und zu unserer Haarfarbe? Besonders peinlich finde ich eine betont jugendliche Sprache. Statt junge Frauen zu imitieren, ist es besser seine Stärken auszuspielen, die wir im Laufe der Jahre erworben haben.
Unsere souveräne Art und der ganz persönliche Stil unserer Kleidung, sowie die Art zu erscheinen – DAS macht Eindruck und ist authentisch.

DAS GUTE SEHEN.
Es ist normal das sich negative Erfahrungen und Erlebnisse viel stärker in uns einprägen als positive. Wenn wir mal ignoriert wurden, nehmen wir Situationen, in denen wir beachtet werden, gar nicht mehr wahr. Das glaubst Du nicht? Wenn, Du das nächste Mal mit einer Freundin ausgehst, bitte sie, darauf zu achten, wer Dich interessiert anschaut, anspricht oder aufmerksam zuhört. Ich kann Dir versichern, es sind mehr Menschen als  Du selbst wahrnimmst!

STEH DRÜBER.
Natürlich kommt es vor, dass eine Frau im besten Alter mal ignoriert wird oder gar beleidigt wird. Aber hey, dass kann jeder Frau passieren, egal wie alt sie ist. Ich sage mir immer, es gibt einfach zu viele unsensible Menschen. Männer wie Frauen. Es fehlt ihnen der „Benimm Sinn“. Nehmen wir es nicht persönlich, sondern sage Dir einfach dasselbe wie ich es immer tue: nicht mein Problem. Was kümmert es den Mond, wenn ihn ein Hund anschnauzt? ›lach<

SICH SELBST GERN HABEN.
Andere nehmen Dich so wahr, wie Du selbst es tust. Auch ohne Worte, nur durch unsere Körpersprache. Wir drücken aus wie und was wir von uns halten. Unsere Umgebung nimmt das, was wir von uns zeigen, für wahre Münze. So werden unsere Gedanken zur selbst erfüllenden Prophezeiung. Schätzen wir uns selbst zu wenig, werden wir von anderen ebenso behandelt oder erst gar nicht wahrgenommen! Ein Erfahrungswert.

WERDE SICHTBAR.
Leider neigen viele Frauen zur Tarnung. Sie finden sich selbst nicht attraktiv. Finden, oder meinen, in „dem Alter“ sei eine unauffällige Erscheinung angebrachter. Also her mit all den Sachen die „tarnen“. HALLO! Schluss mit dem Verstecken! Zeigen wir uns … zeigen wir uns dort wo wir am schönsten sind. Wage eine neue Haarfarbe, eine oder keine Frisur, ein ausgefallenes Schmuckstück oder und ein neues Make-up. Die Palette ist riesig, Du brauchst Dich nur zu bedienen! Falls Du in diesen Dingen etwas unsicher bist, hol Dir eine stilsichere, ehrliche Freundin zur Hilfe. Veränderungen machen sooo viel Spaß!

Nimm Dir in Zukunft vor, gut von Dir als Frau zu denken. Wenn wir uns dabei ertappen, wie wir abwertende Gedanken folgen, halten wir mit positiven Gedanken dagegen. Es braucht etwas Übung. Neue Denk- und Verhaltensmuster einzuüben braucht seine Zeit und Geduld. Bleiben wir am Ball und signalisieren wir allen:

„HIER BIN ICH! SCHON GESEHEN?“

Übrigens: Weiblichkeit vergeht niemals! Auch ohne tiefes Dekolleté oder 10cm Absätzen können Frauen wunderschön sein und sehr anziehend wirken. In jedem Alter! Für mich sind Frauen erotisch, die ganz selbstverständlich Ihre Gefühle zeigen und sich in andere hineinfühlen können. Frauen, die spontan und herzlich sind. Frauen, die über sich selbst lachen können. Was ist für Dich erotisch? Frage Dich und erfreue Dich an diese Eigenschaften, die Du besitzt. Pflege sie … so bleibst Du sichtbar, ein Leben lang.

Hat mir großen Spaß gemacht heute. Ich hoffe Dir auch <3
Hab’s gut und sei oder bleib sichtbar!

Lesezeit: 4 Minuten

Wir leben heute länger, als noch vor 100 Jahren. Eine schöne Sache finde ich und dennoch haben so viele Menschen Angst vor dem älter werden. In jüngeren Jahren freut man sich auf die Pensionierung, um endlich das zu tun, was im Arbeitsrhythmus keinen Platz und auch keine Zeit findet. Rücken die Jahre näher, sieht die Sache schon etwas anders aus. Etwas Angst ist spürbar. Schließlich hat der letzte Lebensabschnitt auch etwas Endgültiges. Manchmal macht es den Anschein, dass wir „altern“ mit einer Krankheit vergleichen. Ist das Altern ein Tabuthema?

Als ich vor fünf Jahren meinen runden Geburtstag feierte, falsch, … eigentlich habe ich ihn nicht gefeiert, es war halt irgendwie herausgekommen. Wurde mir die magische Grenze bewusst, die dieses Alter für viele Frauen um mich herum darstellt! Generell war es mir unheimlich, dass man so viele Reaktionen auf diese „Zahl“ bekommt. Dabei war ich über Nacht nicht anders geworden. Ich konnte auch ohne Panik auf den morgigen Tag gut schlafen. :D

Ruhig sollte er nur ablaufen. Ohne Party und ohne Tamtam. Es ist auch bis auf ein paar interessante Aussagen so gewesen. Ich kann mich erinnern, wie eine Bekannte für mich entschied, dass mein Leben jetzt bergab gehen würde. Dass der Verfall einsetzt und mein Körper mir ab jetzt tägliche Streiche spielen wird!

Ein „Alles Gute zum Geburtstag!“ wünschte mir ein Arbeitskollege, mit der Frage: „Wie alt bist du jetzt?“ als ich antworten wollte, warf er schnell dazwischen: „Sorry, eine Frau darf man ja nicht nach ihrem Alter fragen …“ Ich grinste und sagte locker: „Fünfzig.“ Irgendwie sah er mich komisch an und sagte nix. Mir war auch egal, ob er mich auf älter geschätzt hat oder nicht.

Die Antwort von Frauen auf diese Frage ist meistens eine andere

Mich hat es ein wenig verwundert, weil er meinte, es sei unhöflich nach meinem Alter zu fragen? Ich weiß, dass eine häufige Antwort von uns Frauen auf diese Frage ist: „Was glaubst Du denn, rate mal …“. Ja und dann müssen (sollen) Männer auch noch schätzen, was meistens in die Hose geht. :D Außerdem werden sie sich hüten, zu hoch zu greifen! Ja und dann fühlt sich „Frau“ gut, weil sie jünger geschätzt wurde, … der Mann ihr geschmeichelt hat. Ganz ehrlich? Wahrheitsgemäße Antworten gibt es selten.

Sobald wir mit dem Älterwerden konfrontiert werden, wird das Alter zum Tabuthema. Und das geschieht meist schon Ende zwanzig. Mit dreißig hatte ich tatsächlich eine Endzwanziger Krise! Es war, aber Gott sei Dank meine erste und ich hoffe auch letzte, was das Alter betrifft. ›lach‹

Eine Frau, die ihr wahres Alter verrät, ist fähig alles zu verraten.  Oscar Wild

Wir alle altern. Wovor haben wir Angst?

Ich habe keine Angst vor dem Altern. Ich würde mir nur einen gesunden Körper für diese Zeit wünschen! Vielleicht ist es das, was uns manchmal Angst macht? Vielleicht haben wir alternde Familienmitglieder, die ständig grantig sind. Oder eine Nachbarin, die sofort die Polizei anruft, wenn ein Grashalm abbricht. Oder eine schwerkranke Oma? Vielleicht kennen wir jemanden der dank Schönheitsoperationen, Botox und Zentimeter dicker Make-up Schicht einfach nicht zu altern scheint?

Das Alter kann schon auch ganz schön schaurig sein. Und das alles zu beobachten, macht uns Angst.
Aber es steckt da auch noch die „Urangst“ in uns. Die Angst vor dem Tod. Wenn wir mit unserer eigenen Vergänglichkeit konfrontiert werden, wenn wir nicht genau wissen was uns erwartet. Alles Unbekannte ist mit Angst verbunden. So ehrlich muss man sein. Wir kennen bis jetzt nur das Leben und ein Ende können sich die wenigsten vorstellen.

Dass der Tod in unserer Gesellschaft aus dem Leben gesperrt wird, wir selten darüber reden, tut natürlich sein Übriges.

Was können wir gegen diese Angst tun?

Ich bin immer der Meinung, dass wir über alle Ängste reden sollten, die uns beschäftigen. Danach geht es besser und wird leichter. Außerdem – wenn wir uns um ein ausgeglichenes gesundes Leben bemühen, auf unseren Körper hören, gibt es keinen Grund, nicht bis ins hohe Alter fit zu sein?

Klar ist ein ausgeglichenes Leben keine Garantie dafür, ohne Krankheit zu altern. Aber dabei hilft uns die innere Einstellung zum Leben. Wir haben sehr viel in der Hand, mehr als wir meinen. Es ist wichtig die wertvolle Zeit in unser Wohlergehen zu investieren!

Und dann ist noch die Sache mit der „Schönheit“ oder?

Die Gesellschaft hat verlernt, was Schönheit ist. Das denke ich mir jedes Mal, wenn ich in Instagram scrolle, eine Welt voller Barbie-Puppen, deren Alter wir nicht mal erahnen können. Ist das Schönheit? Die Medien strengen sich ebenfalls an, um uns „umzuleiten“. Ich nehme mich selbst da gar nicht heraus.

Was ich aber sicher sagen kann. Die Falten können uns nicht entstellen, wenn wir älter werden. Echte Schönheit umhüllt den Körper mit einem warmen Licht und lässt unsere Falten gut aussehen. Du kennst bestimmt jemanden der so eine unglaubliche Ausstrahlung besitzt und Du die Falten in deren Gesicht nicht mal ansatzweise störend empfindest?

Ich finde Menschen mit Falten interessant und schön. Ich selbst habe bei der „Faltenausteilung“ ja doppelt aufgezeigt. Sie kommen daher, weil ich so viel Freude habe. >laut lach<

Selten wird über die Vorteile des Alterns geredet

Ich weiß wie früher alte Menschen für ihr Alter geachtet wurden. Für mich stecken sie voller Weisheit. Heute werden sie sehr oft als lästig, senil und dement angesehen. Keiner nimmt sie wirklich ernst. DAS muss nicht unser Schicksal sein! Wie wäre es mit einer neuen Vorstellung vom Altern?

Also ich möchte eine weise alte Dame werden. Die ihre Geschichte vom Leben im Gesicht trägt. Zugänglich für alle! Ich weiß, dass ich bis dahin jede Menge gelernt habe und ich vollkommen gelassen auf meiner Veranda sitzen kann. Ich werde den jungen Jahren nicht nachtrauern, werde auch nicht tauschen wollen. Darauf freue ich mich.

Es ist an der Zeit, dass wir endlich damit aufhören, uns mit allem was uns zur Verfügung steht, gegen das Altern anzukämpfen. Wir sollten uns mit Würde auf diesen Prozess einlassen. Suchen wir uns positive Vorbilder und freuen wir uns auf die Weisheit, die das älter werden, mit sich bringt. Und wenn Du Dich das nächste Mal in den Spiegel siehst, ärgere Dich nicht über eine neue Falte, sondern lächle darüber und denke über die Geschichte nach, die sie Dir erzählt. <3

Wie geht es Dir mit diesem Thema? Hat sich im Laufe der Jahre etwas verändert in Deinem Denken? Ich freu mich auf Deinen Kommentar.

Lesezeit: 4 Minuten

Das Alter und die Veränderung gehört nun mal wie der Deckel zum Topf. Mit zunehmenden Alter werden wir etwas ruhiger, wir setzen unsere Energie nicht mehr für sinnlose Dramen und aussichtsloses Chaos ein. Das Leben macht uns demütiger und es wird uns klar, wieviel Zeit wir mit unsinnigen Dingen verbracht haben. Wir lassen uns nicht mehr von den kleinen Ärgernissen des Tages leiten. Wir konzentrieren uns auch nicht mehr auf die Dinge, die nicht zu unserer Lebensphilosophie passen. Unbedeutender „Kleinkram“ wird nicht mehr in endlos langen Gesprächen zerlegt und mit hochrotem Kopf dramatisiert, bis wir beinahe den Verstand verloren haben und wir danach feststellen müssen: unser Leben fühlt sich unvollendet, unvollkommen und anstrengend an.

Wir erkennen die wichtigen und unwichtigen Dinge im Leben

Ich kann gar nicht genau sagen wann diese Einsicht bei mir begonnen hat. So lange ist es allerdings noch gar nicht aus. Es stellt sich auch von ganz alleine ein. Als Zwanzigjährige waren Menschen ab 50 für mich alt. Ich glaube sogar sie taten mir leid, weil ich mir vorstellte, dass das Leben ab 50 sicher sehr langweilig sein musste. :-) Gott sei Dank weiß ich heute welch völliger Blödsinn das war!

Was sich so alles im Laufe der Jahre verändert hat oder vielleicht sollte ich sagen, verändern durfte, darüber habe ich nachgedacht und mir dabei selber über die Schultern geschaut … ich kann nur sagen ein tolles Gefühl ist das schon zu wissen, wie leger der Umgang mit vielen Dingen und Situationen geworden ist. Den Fokus auf das Leben gerichtet. :-) Was das so alles ist, habe ich in ein paar Punkten zusammen geschrieben und wenn Du auch der Meinung bist, dass Dein Leben sich gerade entschleunigt wie so gern gesagt wird, dann darfst Du gerne Deine Erfahrungen anschließen!

  • Kontrolle spielt keine so wichtige Rolle mehr. Je älter wir werden, desto mehr wissen wir, wie wenig wir eigentlich kontrollieren können. UND es wird uns klar und gibt keinen Grund, sich mit Sachen auseinander zu setzen, die wir nicht in der Hand haben. Wir haben gelernt in die Reise unseres Lebens zu vertrauen, auch dann wenn wir es nicht immer verstehen können wo die Reise hingehen soll. So oft waren es Dinge, die ich niemals angesteuert habe, die ich nicht einmal wollte … aber es waren die, die ich in meinem Leben brauchte.
  • Erfahrungen machen uns klug! Endlich begreifen wir, dass wir nicht mehr alles ausprobieren müssen, sondern das es im Gegenteil Sinn macht, erst über die Dinge nachzudenken bevor wir Gas geben. Es gibt weniger zu „tun“aber mehr zu „denken“. Vorausgesetzt wir fangen nicht nochmal sehr spät zum Windelwechseln und Babybrei machen an. :-)
  • Wir lassen uns nichts mehr gefallen. Wenn wir jünger sind und Du keine Ahnung davon hast, wie alles läuft, nehmen wir gerne mal alles mal so hin. Viel später kommen wir dann darauf wir hätten uns wehren sollen! Das Gefühl jemand anderen freiwillig die „Vorfahrt“ zu geben, ist ein gutes Gefühl.
  • In der Ruhe liegt die Antwort. Also wenn ein „Mansplainer“ wieder mal zu einem Monolog ansetzt, können wir ihm sagen: „Sei einfach leise … ich bin nicht blöd …“ oder wenn wir seine Gefühle nicht verletzen möchten, können wir nickend zuhören … freundlich lächeln und uns anschließend sehr sozial fühlen, weil wir einem männliches Ego gerade den Bauch gepinselt haben und er sich danach entspannen konnte! (Undenkbar vor 20 Jahren)
  • Scham? Was ist das? Früher mussten wir uns wegen allem Schämen. Es wurde uns so gelernt. Sämtliche Glaubenssätze haben unserem Leben sehr oft den Spaß verdorben. Das tut man nicht … das sollen wir nicht und über das redet man nicht, usw. Ich finde es heute großartig für jede Macke sofort Gleichgesinnte zu finden, darüber auch unter nicht vorgehaltener Hand zu reden und auch darüber zu lachen. :-)
  • Man sagt ja, eine Frau vereint Jugend mit Erfahrung. Damit schaffen wir es sicher durch die Welt zu gehen und wir wissen wie wir aus der Zeit ein erfülltes Leben machen können! Ich habe erst jetzt begonnen, kräftige Schritte zu gehen und mich in meiner Mitte einzupendeln. <3 Ich trage so einige Erfahrungen auf meinen Rücken und verfüge über die Kraft, meinen Wünschen nachzugehen.
  • Wir dürfen erkennen und lernen und lernen … Wir beginnen unsere Niederlagen, die kleinen und größeren Fehltritte, zu akzeptieren und mit erhobenem Haupt und weit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Wir wissen heute, dass Küsse keine Verträge sind und Geschenke keine Versprechen. Und das Schönste an allem – wir wissen das wir viel aushalten können … das wir wirklich stark sind und das wir etwas sehr Wertvolles sind! 

All das sind für mich Veränderungen, die das Leben in vielerlei Hinsicht leichter machen, wenn wir älter sind (werden).

Sharon Stone hat mit 49 mal gesagt:
„Die Frauen meiner Generation sind die Besten. So einfach ist das. Sie sind heute in ihren Vierzigern, sind schön, sehr schön, aber auch gefasst. Verständnisvoll, bodenständig und vor allem teuflisch verführerisch … Und das, trotz leidiger Cellulite an den Oberschenkeln … das macht sie zu Menschen, dass macht sie echt. Zauberhaft echt…“.

Und ICH sage:
Natürlich hat sie recht. :-) Es besteht auf jeden Fall kein Zweifel, dass der Lebensabschnitt zwischen 40 und 50 Jahren ein ganz Besonderer ist. Es wird uns bewusst wie vergänglich doch das Leben ist! Was wichtig und was unwichtig ist … was schwer bleibt und was leichter wird … und das alles nur in unserem Bewusstsein liegt. Chancen zu nutzen, über uns hinauszuwachsen und uns von alten Wunden zu befreien und mit Sicherheit die Antworten zu erhalten, die wir in der ersten Lebenshälfte nicht gefunden haben …

Älter werden ist wie auf einen Berg steigen. Je höher wir kommen, umso mehr Kräfte haben wir verbraucht, aber umso weiter sehen wir. Unterm Strich – es ist alles gesagt und klingt einfach nur spannend.

Eine wunderbare Zeit, alles Gute zu Deinem Geburtstag (solltest Du ihn gerade haben und über den Du Dich freuen solltest, weil Du wieder ein Jahr dazugewonnen hast) und viele Berge, an denen Du hochklettern kannst um den Weitblick zu genießen. :-) Bis ganz bald …

Lesezeit: 5 Minuten

… ist manchmal Scheisse. Ich entschuldige mich jetzt NICHT für diesen Ausdruck, weil es einfach so ist! Möglicherweise ist es auch mit 30 oder 40 Jahren so, jedoch kann ich mich da nicht mehr daran erinnern … glaub ich … oder so. Das sich im Leben einer Frau so einiges verändert, hat sie ihren 50iger erreicht, glaubt Frau ja erst, wenn sie mitten drin steckt. Da tauchen plötzlich so „Flöhe“ auf … aus dem nix. Sie lassen dich stolpern, möchten dein bisheriges Dasein verändern, rütteln an deinen Glaubenssätzen und schicken nebenbei noch andere Plagegeister die dich merken lassen, hoppla – da spielt sich was ab was ich gar nicht will! Sie machen sich lustig über dich und sagen „So knackig wie mit 30 ist SIE nicht mehr, der Zahn der Zeit nagt selbst an IHR …“ Sie sehen sich an und sind sich alle einig „JA bei IHR werden wir  nun auch unser Glück versuchen und sie schleichend in den Wahnsinn treiben …“

Ich kann es selbst kaum glauben

Eine gute Freundin, die ein paar Jahre älter ist als ich, top aussieht und der man ihr Alter definitiv NICHT ansieht, hat kurz vor meinen 50igsten Geburtstag immer diesen einen Satz zu mir gesagt, den ich zwar wahrgenommen habe, aber mir immer dabei gedacht habe „Schon möglich, aber DER ist für mich niemals zutreffend!“ Sie sagte: „Wenn DU erst mal 50 bist, beginnt alles zu „bröckeln“. Auch bei DIR!“ Was sie mit „bröckeln“ gemeint hat, habe ich sie eigentlich nie wirklich gefragt, es war mir egal und wie gesagt: ICH muss NICHT alles haben! :-)

Nun bin ich ein paar Jährchen darüber … und sie hatte wirklich recht. Es „bröckelt“. Sie hat sich damit schon lange damit abgefunden obwohl sie noch immer eine sehr Hübsche ist der man ihr Alter trotz „bröckeln“ nicht ansieht! Und ICH? ICH überlege noch.

Hallo Wehwehchen!

Du fühlst dich gut und richtig wohl, so legst du dich ins Bett und morgens beim Aufstehen … tut der Rücken weh, knackst etwas in der Schulter und der Aufstehschwung reicht maximal zum Aufsetzen. Beim Sport lässt die Leistung nach, dafür schmerzen die Gelenke. Vielleicht sollte ich doch weniger intensives Training und mehr „Rückenschule“ machen? Und abends beim Weggehen sicherheitshalber die bequemen Sportis einpacken, weil sie sehen zwar sensationell aus die HighHeels, aber mehrere Stunden in 10 cm Absätzen zu sitzen (von drauf laufen rede ich hier gar nicht mehr!). Es reicht wenn die Füsse die restliche Nacht und zwei Tage danach schmerzen als wär ein Bus darüber gefahren.

Hallo … ich sehe nichts!

Ja und das Allerbeste und Neueste: ICH bin aufgeschmissen, hilflos und beinahe blind, hab ich meine Brille nicht dabei! Eigentlich sind es ja zwei … für die Ferne und zum Arbeiten und Lesen. Innerhalb kürzester Zeit bin ich Besitzerin dieser wichtigen Teile geworden. Noch gar nicht lange her, da trug ich Brillen als modisches Assesoure, jetzt brauche ich sie damit ich nicht gegen die Wand laufe >händevorsgesichtschlag<. Und da ist er wieder der Satz meiner Freundin … DU wirst schon sehen blablabla. Sie hat recht … auf eine gewisse Art und Weise.

Da stimmt was nicht …

Manchmal kommt mir vor, ich hatte beim Einkauf mancher Klamotten die falsche Brille auf! Oder bei der Waschmaschine das falsche Programm gewählt. Oder es näht über Nacht jemand an meiner Kleidung rum – nämlich enger! Das sich in der Kürze der Zeit alles dort hin verlagert, wo ich es nicht gebrauchen kann? Gibts das? Manchmal ne kleine „Sünde“ sprich Schoki, aber in Wirklichkeit mache ich mehr Bewegung als früher, achte auf die Ernährung und schau auf mich! Und das was mich dabei am meisten ärgert ist: Es ist wesentlich schwieriger geworden, wieder alles loszuwerden. „DU wirst an mich denken, ab 50 wirst auch DU dich mit dem Gewicht streiten … “ JA ich habs`verstanden. Im Ernst jetzt, gehts dabei nur mir so?

Ansatzfarbe als Vorrat zu Hause

Aus den feinen Linien im Gesicht werden plötzlich Falten, was mich jetzt nicht sonderlich stört, was ich aber anstandslos zugeben muss. Es ist doch nur ein Jahr dazwischen gewesen und auf einmal ist dein Spiegelbild nicht mehr so jugendlich und frisch! Aus schwarzen Haaren blinzeln immer öfter und immer mehr graue Fäden durch, ein Kontrast mit dem ich mich nicht anfreunden werde. Noch nicht. Ja und zwischen 45 und 55 Jahren klopfen dann die Wechseljahre an. Ein ganz natürlicher Abschnitt in unserem Leben. Zwischen Schüttelfrost und Hitzewallung, zu Tode betrübt und ausgelassen sein … das volle Programm. Eine kritische Zeit, die jede Frau auch anders er- und durchlebt.

Plötzlich ist „Altersvorsorge“ ein Thema

Erwerbslose Zeiten wegen Kindererziehung, Teilzeitjobs, oder irgendwelchen Ausfällen machen den Geldbeutel nicht voller wenn man nicht rechtzeitig vorgesorgt hat. Geht ja immerhin auch um Absicherung, wer sagt dir das deine Ehe bis zum Sterben halten wird?! Solche Gedanken und Gespräche tauchen bewusster auf. Und ein beruhigendes Aufatmen folgt, da ich ja schon in sehr jungen Jahren darauf aufmerksam gemacht worden bin … ich hatte es nur wieder mal vergessen. Also alles gut! Ich weiß dass dieser Punkt ein eher langweiliger und richtig altmodischer ist. Bist du auch meiner Meinung? Dann schau dir mal das Schreiben der PV an, dort steht ja sehr fett gedruckt, welchen Betrag du am Tag XY erhältst. Ein Betrag der für das Notwendigste reicht, hast du nicht zufällig in der Politik zu tun gehabt … Frechheit eigentlich.

Laufen lassen oder neu durchstarten?

Mit 50 Jahren wollte ich verheiratet sein, meinen heiss geliebten Job bis zu meiner Pension gesichert haben, Enkelkinder haben, ein schönes Haus usw., klassisch langweilig eben. NICHTS davon ist eingetreten. Alles kam ganz anders als gedacht. Und das begann alles vor 3 Jahren, nicht bewusst zu meinem 50iger. Andere neue Denkweise, neue Lebensumstände einfach alles. Gedanken wie „soll ich auf der sicheren Seite bleiben oder kündigen? Was ist mir wichtiger … Geld oder Gesundheit und glücklich sein? Soll ich mich noch trauen Neues zu beginnen, mich ans andere Ufer wagen? Genau DAS war die richtige Zeit um einen Cut zu machen. Einfach war es nicht und „sicher“ schon gar nicht.

Alles ist vergänglich

Sich an Dinge zu klammern, an „Schönheit & Jugend“ fest zuhalten ist Vergeudung deiner Zeit. Das wissen wir alle. Jeder Anfang ist schwer so ehrlich muss jeder sein. Das wir in der zweiten Lebenshälfte trotz bewussterem Leben, viel Sport und Bewegung uns nicht mehr so im Spiegel wiederfinden wie vielleicht noch Jahre zuvor, ist normal. Bei manchen ist der Sprung so unangekündigt schnell da, das gibt es wirklich. Sei es durch eine schmerzvolle Zeit die man durchlebt hat oder einfach eine Krankheit an sich. Das Leben zeichnet uns und im „älter“ werden noch viel schneller und dauerhafter.

Also werde ich den einleitenden Satz „Die zweite Lebenshälfte von uns Frauen ist manchmal Scheisse“ zurücknehmen und sagen:

„Mit der zweiten Lebenshälfte beginnt das Leben erst so richtig“. 

Wir sitzen alle im gleichen Boot, der eine 5 Jahre früher der andere später, na und? Wichtig ist was DU aus deinem zweiten Lebensabschnitt machst. Du kannst dich hinsetzen und jammern wo es überall zwickt und wie schlimm deine Hitzeattacken gerade sind, oder DU akzeptierst die Dinge die du nicht beeinflussen kannst und änderst was DIR möglich ist.

Das Ganze nenne ich dann „Spass und Freude am Leben“, trotz manchmaliger Gliederschmerzen, Falten und grauen Haaren (die man ja gut verstecken kann), Fächer-Attacken weil so warm obwohl es kühl ist, mit einer Brille im Gesicht und sicherheitshalber eine in den Haaren und das Ganze in bequemen lässigen Sporttretern … wichtig ist DU spürst dich und hast Freude an deinem Dasein!

Ich würde mir wünschen dich auf die ein oder andere Art zum „Nicken“ gebracht zu haben. Das bedeutet für mich, es ist tatsächlich so. Über einen Kommentar zu diesem Thema würde ich mich besonders freuen! Vielleicht hast DU ja Tipps und Tricks auf Lager die uns allen helfen, noch leichter damit umzugehen … ich freu mich von DIR zu lesen.

Viele möchten Leben ohne zu altern und sie altern in Wirklichkeit, ohne zu leben.

Lesezeit: 3 Minuten

Diesmal ging es in meinen Gedanken um „WAS ist mir wirklich wichtig im Leben?“ Ich merke dass sich mein Leben verändert. Es wird anders. Mit 40 Jahren  hatte ich meine Pläne vor Augen, ich wusste was mir wichtig war. Jetzt mit bald Mitte 50 ist davon nicht sehr viel über geblieben. Glücklich bin jetzt und heute! Alles andere hat sich nicht so entwickelt wie von mir geplant. Worüber aber ich nicht traurig bin. Ich merke nur wie sich ein neuer Lebensabschnitt auftut und da muss nicht zwangsläufig ein „runder“ Geburtstag vor der Türe stehen! :-)

Ich bin auf der Suche, überlege wie ich das gut hinkriegen kann. Und so stellt sich mir die Frage „Was ist mir für die Zukunft wichtig in meinem Leben?“ Irgendwo habe ich mal einen Satz aufgeschnappt der lautet: Ein gutes Leben ist ein „atmendes“ Leben …“ gefällt mir immer wieder aufs Neue. Es ist ein Wechsel aus Präsenz und Rückschau.

Was Bedeutung in unserem Leben hat, diese Frage muss sich jeder von uns immer wieder neu stellen. Ausserdem müssen wir unserem Leben selbst Bedeutung geben! Über das Älterwerden nachzudenken passt irgendwie auch gar nicht zu mir – und trotzdem ist es passiert. Doch das Alter steht am Papier und hat keine Bedeutung oder? Oder doch …

Geist und Körper verändern sich, Gelassenheit spielt eine grössere Rolle. Ich finde auch das man wesentlich relaxter reifen kann wenn man genug Gelassenheit in sich trägt! Sagen zu können „Es ist wie es ist“ und abgesehen davon bleibt es keinem von uns erspart. Mit solchen Gedanken hätte ich mich mit 30 nicht herumgeschlagen :-) , auch ein Zeichen reifer zu sein?!

Jeder Lebensabschnitt bringt neue Phasen mit sich. Ich finde es wichtig zu begreifen was besonderes an dieser Phase ist und wie wir damit gut umgehen. Akzeptiert man das, brauchen wir nicht mehr dagegen ankämpfen. Sich in Gelassenheit üben, wie man so schön sagt. Moderne Menschen tun sich da oftmals schwer zu akzeptieren und so geht ein erfolgloser Kampf los, der eigentlich nicht notwendig wäre, weil wir ihn nicht gewinnen können. Wehrt man sich ständig gegen Dinge, die wir nicht aufhalten können, verbrauchen wir unsere ganze kostbare Energie für eine Abwehr die uns nichts bringt.

In der Zeit in der ich nicht wusste was ich eigentlich will, wer ich war und wo mein Weg hingehen sollte, stellte ich mir schon mal die Frage: „Was ist dir wichtig in deinem bevorstehenden Leben?“ Meist beginnt man sich solche Fragen erst dann zu stellen, wenn einen die Gesamtsituation nervt und sich etwas ändern muss! Ich wusste nur ungefähr wie es laufen sollte. Und dann, dann packt man ein paar Jahre drauf und plötzlich weiß man es. Weit entfernt von dem was ich mit 40 Jahren im Kopf hatte!

Es sind so einfache wenige Gedanken, die mir dabei durch den Kopf jagen wenn ich mich frage was für mich bedeutungsvoll sein wird, mir wichtig ist im Leben. Der ganze Anti-Aging Mist kratzt mich eigentlich gar nicht mehr. Dagegen kämpfe ich nicht mehr an. :-) Nein, es sind die neuen Bindungen und Beziehungen zu Menschen die mir etwas bedeuten. Sie sollten aufrecht bleiben, noch tiefer werden und vor allem ehrlich sein und bleiben. Ich möchte es können in einer schlechten Situation trotzdem „gut“ zu leben und vor allem dabei authentisch zu bleiben! Meiner Gelassenheit die Möglichkeit zu geben sich noch mehr zu entfalten und dadurch ruhiger sein zu können.

Dinge entfalten sich zur gegebener Zeit von ganz alleine hab ich bemerkt … und damit sind nicht nur die Fältchen gemeint … *zwinker* Akzeptieren – ein Ausdruck gelebter Weisheit. Mehr ist es nicht. Das ist es was für mich zählt.

Schon sehr komisch was einem beim Laufen mit dem Hund so durch die Gehirnwindungen geht. Werte verlagern und verändern sich … OHHH bin ich dankbar dafür!

Wie wäre deine Antwort würde dich jemand fragen was dir für deine Zukunft wichtig ist? Danke dass DU wieder dabei warst!