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… ist manchmal Scheisse. Ich entschuldige mich jetzt NICHT für diesen Ausdruck, weil es einfach so ist! Möglicherweise ist es auch mit 30 oder 40 Jahren so, jedoch kann ich mich da nicht mehr daran erinnern … glaub ich … oder so. Das sich im Leben einer Frau so einiges verändert, hat sie ihren 50iger erreicht, glaubt Frau ja erst, wenn sie mitten drin steckt. Da tauchen plötzlich so „Flöhe“ auf … aus dem nix. Sie lassen dich stolpern, möchten dein bisheriges Dasein verändern, rütteln an deinen Glaubenssätzen und schicken nebenbei noch andere Plagegeister die dich merken lassen, hoppla – da spielt sich was ab was ich gar nicht will! Sie machen sich lustig über dich und sagen „So knackig wie mit 30 ist SIE nicht mehr, der Zahn der Zeit nagt selbst an IHR …“ Sie sehen sich an und sind sich alle einig „JA bei IHR werden wir  nun auch unser Glück versuchen und sie schleichend in den Wahnsinn treiben …“

Ich kann es selbst kaum glauben

Eine gute Freundin, die ein paar Jahre älter ist als ich, top aussieht und der man ihr Alter definitiv NICHT ansieht, hat kurz vor meinen 50igsten Geburtstag immer diesen einen Satz zu mir gesagt, den ich zwar wahrgenommen habe, aber mir immer dabei gedacht habe „Schon möglich, aber DER ist für mich niemals zutreffend!“ Sie sagte: „Wenn DU erst mal 50 bist, beginnt alles zu „bröckeln“. Auch bei DIR!“ Was sie mit „bröckeln“ gemeint hat, habe ich sie eigentlich nie wirklich gefragt, es war mir egal und wie gesagt: ICH muss NICHT alles haben! 🙂

Nun bin ich ein paar Jährchen darüber … und sie hatte wirklich recht. Es „bröckelt“. Sie hat sich damit schon lange damit abgefunden obwohl sie noch immer eine sehr Hübsche ist der man ihr Alter trotz „bröckeln“ nicht ansieht! Und ICH? ICH überlege noch.

Hallo Wehwehchen!

Du fühlst dich gut und richtig wohl, so legst du dich ins Bett und morgens beim Aufstehen … tut der Rücken weh, knackst etwas in der Schulter und der Aufstehschwung reicht maximal zum Aufsetzen. Beim Sport lässt die Leistung nach, dafür schmerzen die Gelenke. Vielleicht sollte ich doch weniger intensives Training und mehr „Rückenschule“ machen? Und abends beim Weggehen sicherheitshalber die bequemen Sportis einpacken, weil sie sehen zwar sensationell aus die HighHeels, aber mehrere Stunden in 10 cm Absätzen zu sitzen (von drauf laufen rede ich hier gar nicht mehr!). Es reicht wenn die Füsse die restliche Nacht und zwei Tage danach schmerzen als wär ein Bus darüber gefahren.

Hallo … ich sehe nichts!

Ja und das Allerbeste und Neueste: ICH bin aufgeschmissen, hilflos und beinahe blind, hab ich meine Brille nicht dabei! Eigentlich sind es ja zwei … für die Ferne und zum Arbeiten und Lesen. Innerhalb kürzester Zeit bin ich Besitzerin dieser wichtigen Teile geworden. Noch gar nicht lange her, da trug ich Brillen als modisches Assesoure, jetzt brauche ich sie damit ich nicht gegen die Wand laufe >händevorsgesichtschlag<. Und da ist er wieder der Satz meiner Freundin … DU wirst schon sehen blablabla. Sie hat recht … auf eine gewisse Art und Weise.

Da stimmt was nicht …

Manchmal kommt mir vor, ich hatte beim Einkauf mancher Klamotten die falsche Brille auf! Oder bei der Waschmaschine das falsche Programm gewählt. Oder es näht über Nacht jemand an meiner Kleidung rum – nämlich enger! Das sich in der Kürze der Zeit alles dort hin verlagert, wo ich es nicht gebrauchen kann? Gibts das? Manchmal ne kleine „Sünde“ sprich Schoki, aber in Wirklichkeit mache ich mehr Bewegung als früher, achte auf die Ernährung und schau auf mich! Und das was mich dabei am meisten ärgert ist: Es ist wesentlich schwieriger geworden, wieder alles loszuwerden. „DU wirst an mich denken, ab 50 wirst auch DU dich mit dem Gewicht streiten … “ JA ich habs`verstanden. Im Ernst jetzt, gehts dabei nur mir so?

Ansatzfarbe als Vorrat zu Hause

Aus den feinen Linien im Gesicht werden plötzlich Falten, was mich jetzt nicht sonderlich stört, was ich aber anstandslos zugeben muss. Es ist doch nur ein Jahr dazwischen gewesen und auf einmal ist dein Spiegelbild nicht mehr so jugendlich und frisch! Aus schwarzen Haaren blinzeln immer öfter und immer mehr graue Fäden durch, ein Kontrast mit dem ich mich nicht anfreunden werde. Noch nicht. Ja und zwischen 45 und 55 Jahren klopfen dann die Wechseljahre an. Ein ganz natürlicher Abschnitt in unserem Leben. Zwischen Schüttelfrost und Hitzewallung, zu Tode betrübt und ausgelassen sein … das volle Programm. Eine kritische Zeit, die jede Frau auch anders er- und durchlebt.

Plötzlich ist „Altersvorsorge“ ein Thema

Erwerbslose Zeiten wegen Kindererziehung, Teilzeitjobs, oder irgendwelchen Ausfällen machen den Geldbeutel nicht voller wenn man nicht rechtzeitig vorgesorgt hat. Geht ja immerhin auch um Absicherung, wer sagt dir das deine Ehe bis zum Sterben halten wird?! Solche Gedanken und Gespräche tauchen bewusster auf. Und ein beruhigendes Aufatmen folgt, da ich ja schon in sehr jungen Jahren darauf aufmerksam gemacht worden bin … ich hatte es nur wieder mal vergessen. Also alles gut! Ich weiß dass dieser Punkt ein eher langweiliger und richtig altmodischer ist. Bist du auch meiner Meinung? Dann schau dir mal das Schreiben der PV an, dort steht ja sehr fett gedruckt, welchen Betrag du am Tag XY erhältst. Ein Betrag der für das Notwendigste reicht, hast du nicht zufällig in der Politik zu tun gehabt … Frechheit eigentlich.

Laufen lassen oder neu durchstarten?

Mit 50 Jahren wollte ich verheiratet sein, meinen heiss geliebten Job bis zu meiner Pension gesichert haben, Enkelkinder haben, ein schönes Haus usw., klassisch langweilig eben. NICHTS davon ist eingetreten. Alles kam ganz anders als gedacht. Und das begann alles vor 3 Jahren, nicht bewusst zu meinem 50iger. Andere neue Denkweise, neue Lebensumstände einfach alles. Gedanken wie „soll ich auf der sicheren Seite bleiben oder kündigen? Was ist mir wichtiger … Geld oder Gesundheit und glücklich sein? Soll ich mich noch trauen Neues zu beginnen, mich ans andere Ufer wagen? Genau DAS war die richtige Zeit um einen Cut zu machen. Einfach war es nicht und „sicher“ schon gar nicht.

Alles ist vergänglich

Sich an Dinge zu klammern, an „Schönheit & Jugend“ fest zuhalten ist Vergeudung deiner Zeit. Das wissen wir alle. Jeder Anfang ist schwer so ehrlich muss jeder sein. Das wir in der zweiten Lebenshälfte trotz bewussterem Leben, viel Sport und Bewegung uns nicht mehr so im Spiegel wiederfinden wie vielleicht noch Jahre zuvor, ist normal. Bei manchen ist der Sprung so unangekündigt schnell da, das gibt es wirklich. Sei es durch eine schmerzvolle Zeit die man durchlebt hat oder einfach eine Krankheit an sich. Das Leben zeichnet uns und im „älter“ werden noch viel schneller und dauerhafter.

Also werde ich den einleitenden Satz „Die zweite Lebenshälfte von uns Frauen ist manchmal Scheisse“ zurücknehmen und sagen:

„Mit der zweiten Lebenshälfte beginnt das Leben erst so richtig“. 

Wir sitzen alle im gleichen Boot, der eine 5 Jahre früher der andere später, na und? Wichtig ist was DU aus deinem zweiten Lebensabschnitt machst. Du kannst dich hinsetzen und jammern wo es überall zwickt und wie schlimm deine Hitzeattacken gerade sind, oder DU akzeptierst die Dinge die du nicht beeinflussen kannst und änderst was DIR möglich ist.

Das Ganze nenne ich dann „Spass und Freude am Leben“, trotz manchmaliger Gliederschmerzen, Falten und grauen Haaren (die man ja gut verstecken kann), Fächer-Attacken weil so warm obwohl es kühl ist, mit einer Brille im Gesicht und sicherheitshalber eine in den Haaren und das Ganze in bequemen lässigen Sporttretern … wichtig ist DU spürst dich und hast Freude an deinem Dasein!

Ich würde mir wünschen dich auf die ein oder andere Art zum „Nicken“ gebracht zu haben. Das bedeutet für mich, es ist tatsächlich so. Über einen Kommentar zu diesem Thema würde ich mich besonders freuen! Vielleicht hast DU ja Tipps und Tricks auf Lager die uns allen helfen, noch leichter damit umzugehen … ich freu mich von DIR zu lesen.

Viele möchten Leben ohne zu altern und sie altern in Wirklichkeit, ohne zu leben.

Diesmal ging es in meinen Gedanken um „WAS ist mir wirklich wichtig im Leben?“ Ich merke dass sich mein Leben verändert. Es wird anders. Mit 40 Jahren  hatte ich meine Pläne vor Augen, ich wusste was mir wichtig war. Jetzt mit bald Mitte 50 ist davon nicht sehr viel über geblieben. Glücklich bin jetzt und heute! Alles andere hat sich nicht so entwickelt wie von mir geplant. Worüber aber ich nicht traurig bin. Ich merke nur wie sich ein neuer Lebensabschnitt auftut und da muss nicht zwangsläufig ein „runder“ Geburtstag vor der Türe stehen! 🙂

Ich bin auf der Suche, überlege wie ich das gut hinkriegen kann. Und so stellt sich mir die Frage „Was ist mir für die Zukunft wichtig in meinem Leben?“ Irgendwo habe ich mal einen Satz aufgeschnappt der lautet: Ein gutes Leben ist ein „atmendes“ Leben …“ gefällt mir immer wieder aufs Neue. Es ist ein Wechsel aus Präsenz und Rückschau.

Was Bedeutung in unserem Leben hat, diese Frage muss sich jeder von uns immer wieder neu stellen. Ausserdem müssen wir unserem Leben selbst Bedeutung geben! Über das Älterwerden nachzudenken passt irgendwie auch gar nicht zu mir – und trotzdem ist es passiert. Doch das Alter steht am Papier und hat keine Bedeutung oder? Oder doch …

Geist und Körper verändern sich, Gelassenheit spielt eine grössere Rolle. Ich finde auch das man wesentlich relaxter reifen kann wenn man genug Gelassenheit in sich trägt! Sagen zu können „Es ist wie es ist“ und abgesehen davon bleibt es keinem von uns erspart. Mit solchen Gedanken hätte ich mich mit 30 nicht herumgeschlagen 🙂 , auch ein Zeichen reifer zu sein?!

Jeder Lebensabschnitt bringt neue Phasen mit sich. Ich finde es wichtig zu begreifen was besonderes an dieser Phase ist und wie wir damit gut umgehen. Akzeptiert man das, brauchen wir nicht mehr dagegen ankämpfen. Sich in Gelassenheit üben, wie man so schön sagt. Moderne Menschen tun sich da oftmals schwer zu akzeptieren und so geht ein erfolgloser Kampf los, der eigentlich nicht notwendig wäre, weil wir ihn nicht gewinnen können. Wehrt man sich ständig gegen Dinge, die wir nicht aufhalten können, verbrauchen wir unsere ganze kostbare Energie für eine Abwehr die uns nichts bringt.

In der Zeit in der ich nicht wusste was ich eigentlich will, wer ich war und wo mein Weg hingehen sollte, stellte ich mir schon mal die Frage: „Was ist dir wichtig in deinem bevorstehenden Leben?“ Meist beginnt man sich solche Fragen erst dann zu stellen, wenn einen die Gesamtsituation nervt und sich etwas ändern muss! Ich wusste nur ungefähr wie es laufen sollte. Und dann, dann packt man ein paar Jahre drauf und plötzlich weiß man es. Weit entfernt von dem was ich mit 40 Jahren im Kopf hatte!

Es sind so einfache wenige Gedanken, die mir dabei durch den Kopf jagen wenn ich mich frage was für mich bedeutungsvoll sein wird, mir wichtig ist im Leben. Der ganze Anti-Aging Mist kratzt mich eigentlich gar nicht mehr. Dagegen kämpfe ich nicht mehr an. 🙂 Nein, es sind die neuen Bindungen und Beziehungen zu Menschen die mir etwas bedeuten. Sie sollten aufrecht bleiben, noch tiefer werden und vor allem ehrlich sein und bleiben. Ich möchte es können in einer schlechten Situation trotzdem „gut“ zu leben und vor allem dabei authentisch zu bleiben! Meiner Gelassenheit die Möglichkeit zu geben sich noch mehr zu entfalten und dadurch ruhiger sein zu können.

Dinge entfalten sich zur gegebener Zeit von ganz alleine hab ich bemerkt … und damit sind nicht nur die Fältchen gemeint … *zwinker* Akzeptieren – ein Ausdruck gelebter Weisheit. Mehr ist es nicht. Das ist es was für mich zählt.

Schon sehr komisch was einem beim Laufen mit dem Hund so durch die Gehirnwindungen geht. Werte verlagern und verändern sich … OHHH bin ich dankbar dafür!

Wie wäre deine Antwort würde dich jemand fragen was dir für deine Zukunft wichtig ist? Danke dass DU wieder dabei warst!