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Wir leben heute länger, als noch vor 100 Jahren. Eine schöne Sache finde ich und dennoch haben so viele Menschen Angst vor dem älter werden. In jüngeren Jahren freut man sich auf die Pensionierung, um endlich das zu tun, was im Arbeitsrhythmus keinen Platz und auch keine Zeit findet. Rücken die Jahre näher, sieht die Sache schon etwas anders aus. Etwas Angst ist spürbar. Schließlich hat der letzte Lebensabschnitt auch etwas Endgültiges. Manchmal macht es den Anschein, dass wir „altern“ mit einer Krankheit vergleichen. Ist das Altern ein Tabuthema?

Als ich vor fünf Jahren meinen runden Geburtstag feierte, falsch, … eigentlich habe ich ihn nicht gefeiert, es war halt irgendwie herausgekommen. Wurde mir die magische Grenze bewusst, die dieses Alter für viele Frauen um mich herum darstellt! Generell war es mir unheimlich, dass man so viele Reaktionen auf diese „Zahl“ bekommt. Dabei war ich über Nacht nicht anders geworden. Ich konnte auch ohne Panik auf den morgigen Tag gut schlafen. :D

Ruhig sollte er nur ablaufen. Ohne Party und ohne Tamtam. Es ist auch bis auf ein paar interessante Aussagen so gewesen. Ich kann mich erinnern, wie eine Bekannte für mich entschied, dass mein Leben jetzt bergab gehen würde. Dass der Verfall einsetzt und mein Körper mir ab jetzt tägliche Streiche spielen wird!

Ein „Alles Gute zum Geburtstag!“ wünschte mir ein Arbeitskollege, mit der Frage: „Wie alt bist du jetzt?“ als ich antworten wollte, warf er schnell dazwischen: „Sorry, eine Frau darf man ja nicht nach ihrem Alter fragen …“ Ich grinste und sagte locker: „Fünfzig.“ Irgendwie sah er mich komisch an und sagte nix. Mir war auch egal, ob er mich auf älter geschätzt hat oder nicht.

Die Antwort von Frauen auf diese Frage ist meistens eine andere

Mich hat es ein wenig verwundert, weil er meinte, es sei unhöflich nach meinem Alter zu fragen? Ich weiß, dass eine häufige Antwort von uns Frauen auf diese Frage ist: „Was glaubst Du denn, rate mal …“. Ja und dann müssen (sollen) Männer auch noch schätzen, was meistens in die Hose geht. :D Außerdem werden sie sich hüten, zu hoch zu greifen! Ja und dann fühlt sich „Frau“ gut, weil sie jünger geschätzt wurde, … der Mann ihr geschmeichelt hat. Ganz ehrlich? Wahrheitsgemäße Antworten gibt es selten.

Sobald wir mit dem Älterwerden konfrontiert werden, wird das Alter zum Tabuthema. Und das geschieht meist schon Ende zwanzig. Mit dreißig hatte ich tatsächlich eine Endzwanziger Krise! Es war, aber Gott sei Dank meine erste und ich hoffe auch letzte, was das Alter betrifft. ›lach‹

Eine Frau, die ihr wahres Alter verrät, ist fähig alles zu verraten.  Oscar Wild

Wir alle altern. Wovor haben wir Angst?

Ich habe keine Angst vor dem Altern. Ich würde mir nur einen gesunden Körper für diese Zeit wünschen! Vielleicht ist es das, was uns manchmal Angst macht? Vielleicht haben wir alternde Familienmitglieder, die ständig grantig sind. Oder eine Nachbarin, die sofort die Polizei anruft, wenn ein Grashalm abbricht. Oder eine schwerkranke Oma? Vielleicht kennen wir jemanden der dank Schönheitsoperationen, Botox und Zentimeter dicker Make-up Schicht einfach nicht zu altern scheint?

Das Alter kann schon auch ganz schön schaurig sein. Und das alles zu beobachten, macht uns Angst.
Aber es steckt da auch noch die „Urangst“ in uns. Die Angst vor dem Tod. Wenn wir mit unserer eigenen Vergänglichkeit konfrontiert werden, wenn wir nicht genau wissen was uns erwartet. Alles Unbekannte ist mit Angst verbunden. So ehrlich muss man sein. Wir kennen bis jetzt nur das Leben und ein Ende können sich die wenigsten vorstellen.

Dass der Tod in unserer Gesellschaft aus dem Leben gesperrt wird, wir selten darüber reden, tut natürlich sein Übriges.

Was können wir gegen diese Angst tun?

Ich bin immer der Meinung, dass wir über alle Ängste reden sollten, die uns beschäftigen. Danach geht es besser und wird leichter. Außerdem – wenn wir uns um ein ausgeglichenes gesundes Leben bemühen, auf unseren Körper hören, gibt es keinen Grund, nicht bis ins hohe Alter fit zu sein?

Klar ist ein ausgeglichenes Leben keine Garantie dafür, ohne Krankheit zu altern. Aber dabei hilft uns die innere Einstellung zum Leben. Wir haben sehr viel in der Hand, mehr als wir meinen. Es ist wichtig die wertvolle Zeit in unser Wohlergehen zu investieren!

Und dann ist noch die Sache mit der „Schönheit“ oder?

Die Gesellschaft hat verlernt, was Schönheit ist. Das denke ich mir jedes Mal, wenn ich in Instagram scrolle, eine Welt voller Barbie-Puppen, deren Alter wir nicht mal erahnen können. Ist das Schönheit? Die Medien strengen sich ebenfalls an, um uns „umzuleiten“. Ich nehme mich selbst da gar nicht heraus.

Was ich aber sicher sagen kann. Die Falten können uns nicht entstellen, wenn wir älter werden. Echte Schönheit umhüllt den Körper mit einem warmen Licht und lässt unsere Falten gut aussehen. Du kennst bestimmt jemanden der so eine unglaubliche Ausstrahlung besitzt und Du die Falten in deren Gesicht nicht mal ansatzweise störend empfindest?

Ich finde Menschen mit Falten interessant und schön. Ich selbst habe bei der „Faltenausteilung“ ja doppelt aufgezeigt. Sie kommen daher, weil ich so viel Freude habe. >laut lach<

Selten wird über die Vorteile des Alterns geredet

Ich weiß wie früher alte Menschen für ihr Alter geachtet wurden. Für mich stecken sie voller Weisheit. Heute werden sie sehr oft als lästig, senil und dement angesehen. Keiner nimmt sie wirklich ernst. DAS muss nicht unser Schicksal sein! Wie wäre es mit einer neuen Vorstellung vom Altern?

Also ich möchte eine weise alte Dame werden. Die ihre Geschichte vom Leben im Gesicht trägt. Zugänglich für alle! Ich weiß, dass ich bis dahin jede Menge gelernt habe und ich vollkommen gelassen auf meiner Veranda sitzen kann. Ich werde den jungen Jahren nicht nachtrauern, werde auch nicht tauschen wollen. Darauf freue ich mich.

Es ist an der Zeit, dass wir endlich damit aufhören, uns mit allem was uns zur Verfügung steht, gegen das Altern anzukämpfen. Wir sollten uns mit Würde auf diesen Prozess einlassen. Suchen wir uns positive Vorbilder und freuen wir uns auf die Weisheit, die das älter werden, mit sich bringt. Und wenn Du Dich das nächste Mal in den Spiegel siehst, ärgere Dich nicht über eine neue Falte, sondern lächle darüber und denke über die Geschichte nach, die sie Dir erzählt. <3

Wie geht es Dir mit diesem Thema? Hat sich im Laufe der Jahre etwas verändert in Deinem Denken? Ich freu mich auf Deinen Kommentar.

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Das Alter und die Veränderung gehört nun mal wie der Deckel zum Topf. Mit zunehmenden Alter werden wir etwas ruhiger, wir setzen unsere Energie nicht mehr für sinnlose Dramen und aussichtsloses Chaos ein. Das Leben macht uns demütiger und es wird uns klar, wieviel Zeit wir mit unsinnigen Dingen verbracht haben. Wir lassen uns nicht mehr von den kleinen Ärgernissen des Tages leiten. Wir konzentrieren uns auch nicht mehr auf die Dinge, die nicht zu unserer Lebensphilosophie passen. Unbedeutender „Kleinkram“ wird nicht mehr in endlos langen Gesprächen zerlegt und mit hochrotem Kopf dramatisiert, bis wir beinahe den Verstand verloren haben und wir danach feststellen müssen: unser Leben fühlt sich unvollendet, unvollkommen und anstrengend an.

Wir erkennen die wichtigen und unwichtigen Dinge im Leben

Ich kann gar nicht genau sagen wann diese Einsicht bei mir begonnen hat. So lange ist es allerdings noch gar nicht aus. Es stellt sich auch von ganz alleine ein. Als Zwanzigjährige waren Menschen ab 50 für mich alt. Ich glaube sogar sie taten mir leid, weil ich mir vorstellte, dass das Leben ab 50 sicher sehr langweilig sein musste. :-) Gott sei Dank weiß ich heute welch völliger Blödsinn das war!

Was sich so alles im Laufe der Jahre verändert hat oder vielleicht sollte ich sagen, verändern durfte, darüber habe ich nachgedacht und mir dabei selber über die Schultern geschaut … ich kann nur sagen ein tolles Gefühl ist das schon zu wissen, wie leger der Umgang mit vielen Dingen und Situationen geworden ist. Den Fokus auf das Leben gerichtet. :-) Was das so alles ist, habe ich in ein paar Punkten zusammen geschrieben und wenn Du auch der Meinung bist, dass Dein Leben sich gerade entschleunigt wie so gern gesagt wird, dann darfst Du gerne Deine Erfahrungen anschließen!

  • Kontrolle spielt keine so wichtige Rolle mehr. Je älter wir werden, desto mehr wissen wir, wie wenig wir eigentlich kontrollieren können. UND es wird uns klar und gibt keinen Grund, sich mit Sachen auseinander zu setzen, die wir nicht in der Hand haben. Wir haben gelernt in die Reise unseres Lebens zu vertrauen, auch dann wenn wir es nicht immer verstehen können wo die Reise hingehen soll. So oft waren es Dinge, die ich niemals angesteuert habe, die ich nicht einmal wollte … aber es waren die, die ich in meinem Leben brauchte.
  • Erfahrungen machen uns klug! Endlich begreifen wir, dass wir nicht mehr alles ausprobieren müssen, sondern das es im Gegenteil Sinn macht, erst über die Dinge nachzudenken bevor wir Gas geben. Es gibt weniger zu „tun“aber mehr zu „denken“. Vorausgesetzt wir fangen nicht nochmal sehr spät zum Windelwechseln und Babybrei machen an. :-)
  • Wir lassen uns nichts mehr gefallen. Wenn wir jünger sind und Du keine Ahnung davon hast, wie alles läuft, nehmen wir gerne mal alles mal so hin. Viel später kommen wir dann darauf wir hätten uns wehren sollen! Das Gefühl jemand anderen freiwillig die „Vorfahrt“ zu geben, ist ein gutes Gefühl.
  • In der Ruhe liegt die Antwort. Also wenn ein „Mansplainer“ wieder mal zu einem Monolog ansetzt, können wir ihm sagen: „Sei einfach leise … ich bin nicht blöd …“ oder wenn wir seine Gefühle nicht verletzen möchten, können wir nickend zuhören … freundlich lächeln und uns anschließend sehr sozial fühlen, weil wir einem männliches Ego gerade den Bauch gepinselt haben und er sich danach entspannen konnte! (Undenkbar vor 20 Jahren)
  • Scham? Was ist das? Früher mussten wir uns wegen allem Schämen. Es wurde uns so gelernt. Sämtliche Glaubenssätze haben unserem Leben sehr oft den Spaß verdorben. Das tut man nicht … das sollen wir nicht und über das redet man nicht, usw. Ich finde es heute großartig für jede Macke sofort Gleichgesinnte zu finden, darüber auch unter nicht vorgehaltener Hand zu reden und auch darüber zu lachen. :-)
  • Man sagt ja, eine Frau vereint Jugend mit Erfahrung. Damit schaffen wir es sicher durch die Welt zu gehen und wir wissen wie wir aus der Zeit ein erfülltes Leben machen können! Ich habe erst jetzt begonnen, kräftige Schritte zu gehen und mich in meiner Mitte einzupendeln. <3 Ich trage so einige Erfahrungen auf meinen Rücken und verfüge über die Kraft, meinen Wünschen nachzugehen.
  • Wir dürfen erkennen und lernen und lernen … Wir beginnen unsere Niederlagen, die kleinen und größeren Fehltritte, zu akzeptieren und mit erhobenem Haupt und weit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Wir wissen heute, dass Küsse keine Verträge sind und Geschenke keine Versprechen. Und das Schönste an allem – wir wissen das wir viel aushalten können … das wir wirklich stark sind und das wir etwas sehr Wertvolles sind! 

All das sind für mich Veränderungen, die das Leben in vielerlei Hinsicht leichter machen, wenn wir älter sind (werden).

Sharon Stone hat mit 49 mal gesagt:
„Die Frauen meiner Generation sind die Besten. So einfach ist das. Sie sind heute in ihren Vierzigern, sind schön, sehr schön, aber auch gefasst. Verständnisvoll, bodenständig und vor allem teuflisch verführerisch … Und das, trotz leidiger Cellulite an den Oberschenkeln … das macht sie zu Menschen, dass macht sie echt. Zauberhaft echt…“.

Und ICH sage:
Natürlich hat sie recht. :-) Es besteht auf jeden Fall kein Zweifel, dass der Lebensabschnitt zwischen 40 und 50 Jahren ein ganz Besonderer ist. Es wird uns bewusst wie vergänglich doch das Leben ist! Was wichtig und was unwichtig ist … was schwer bleibt und was leichter wird … und das alles nur in unserem Bewusstsein liegt. Chancen zu nutzen, über uns hinauszuwachsen und uns von alten Wunden zu befreien und mit Sicherheit die Antworten zu erhalten, die wir in der ersten Lebenshälfte nicht gefunden haben …

Älter werden ist wie auf einen Berg steigen. Je höher wir kommen, umso mehr Kräfte haben wir verbraucht, aber umso weiter sehen wir. Unterm Strich – es ist alles gesagt und klingt einfach nur spannend.

Eine wunderbare Zeit, alles Gute zu Deinem Geburtstag (solltest Du ihn gerade haben und über den Du Dich freuen solltest, weil Du wieder ein Jahr dazugewonnen hast) und viele Berge, an denen Du hochklettern kannst um den Weitblick zu genießen. :-) Bis ganz bald …

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… ist manchmal Scheisse. Ich entschuldige mich jetzt NICHT für diesen Ausdruck, weil es einfach so ist! Möglicherweise ist es auch mit 30 oder 40 Jahren so, jedoch kann ich mich da nicht mehr daran erinnern … glaub ich … oder so. Das sich im Leben einer Frau so einiges verändert, hat sie ihren 50iger erreicht, glaubt Frau ja erst, wenn sie mitten drin steckt. Da tauchen plötzlich so „Flöhe“ auf … aus dem nix. Sie lassen dich stolpern, möchten dein bisheriges Dasein verändern, rütteln an deinen Glaubenssätzen und schicken nebenbei noch andere Plagegeister die dich merken lassen, hoppla – da spielt sich was ab was ich gar nicht will! Sie machen sich lustig über dich und sagen „So knackig wie mit 30 ist SIE nicht mehr, der Zahn der Zeit nagt selbst an IHR …“ Sie sehen sich an und sind sich alle einig „JA bei IHR werden wir  nun auch unser Glück versuchen und sie schleichend in den Wahnsinn treiben …“

Ich kann es selbst kaum glauben

Eine gute Freundin, die ein paar Jahre älter ist als ich, top aussieht und der man ihr Alter definitiv NICHT ansieht, hat kurz vor meinen 50igsten Geburtstag immer diesen einen Satz zu mir gesagt, den ich zwar wahrgenommen habe, aber mir immer dabei gedacht habe „Schon möglich, aber DER ist für mich niemals zutreffend!“ Sie sagte: „Wenn DU erst mal 50 bist, beginnt alles zu „bröckeln“. Auch bei DIR!“ Was sie mit „bröckeln“ gemeint hat, habe ich sie eigentlich nie wirklich gefragt, es war mir egal und wie gesagt: ICH muss NICHT alles haben! :-)

Nun bin ich ein paar Jährchen darüber … und sie hatte wirklich recht. Es „bröckelt“. Sie hat sich damit schon lange damit abgefunden obwohl sie noch immer eine sehr Hübsche ist der man ihr Alter trotz „bröckeln“ nicht ansieht! Und ICH? ICH überlege noch.

Hallo Wehwehchen!

Du fühlst dich gut und richtig wohl, so legst du dich ins Bett und morgens beim Aufstehen … tut der Rücken weh, knackst etwas in der Schulter und der Aufstehschwung reicht maximal zum Aufsetzen. Beim Sport lässt die Leistung nach, dafür schmerzen die Gelenke. Vielleicht sollte ich doch weniger intensives Training und mehr „Rückenschule“ machen? Und abends beim Weggehen sicherheitshalber die bequemen Sportis einpacken, weil sie sehen zwar sensationell aus die HighHeels, aber mehrere Stunden in 10 cm Absätzen zu sitzen (von drauf laufen rede ich hier gar nicht mehr!). Es reicht wenn die Füsse die restliche Nacht und zwei Tage danach schmerzen als wär ein Bus darüber gefahren.

Hallo … ich sehe nichts!

Ja und das Allerbeste und Neueste: ICH bin aufgeschmissen, hilflos und beinahe blind, hab ich meine Brille nicht dabei! Eigentlich sind es ja zwei … für die Ferne und zum Arbeiten und Lesen. Innerhalb kürzester Zeit bin ich Besitzerin dieser wichtigen Teile geworden. Noch gar nicht lange her, da trug ich Brillen als modisches Assesoure, jetzt brauche ich sie damit ich nicht gegen die Wand laufe >händevorsgesichtschlag<. Und da ist er wieder der Satz meiner Freundin … DU wirst schon sehen blablabla. Sie hat recht … auf eine gewisse Art und Weise.

Da stimmt was nicht …

Manchmal kommt mir vor, ich hatte beim Einkauf mancher Klamotten die falsche Brille auf! Oder bei der Waschmaschine das falsche Programm gewählt. Oder es näht über Nacht jemand an meiner Kleidung rum – nämlich enger! Das sich in der Kürze der Zeit alles dort hin verlagert, wo ich es nicht gebrauchen kann? Gibts das? Manchmal ne kleine „Sünde“ sprich Schoki, aber in Wirklichkeit mache ich mehr Bewegung als früher, achte auf die Ernährung und schau auf mich! Und das was mich dabei am meisten ärgert ist: Es ist wesentlich schwieriger geworden, wieder alles loszuwerden. „DU wirst an mich denken, ab 50 wirst auch DU dich mit dem Gewicht streiten … “ JA ich habs`verstanden. Im Ernst jetzt, gehts dabei nur mir so?

Ansatzfarbe als Vorrat zu Hause

Aus den feinen Linien im Gesicht werden plötzlich Falten, was mich jetzt nicht sonderlich stört, was ich aber anstandslos zugeben muss. Es ist doch nur ein Jahr dazwischen gewesen und auf einmal ist dein Spiegelbild nicht mehr so jugendlich und frisch! Aus schwarzen Haaren blinzeln immer öfter und immer mehr graue Fäden durch, ein Kontrast mit dem ich mich nicht anfreunden werde. Noch nicht. Ja und zwischen 45 und 55 Jahren klopfen dann die Wechseljahre an. Ein ganz natürlicher Abschnitt in unserem Leben. Zwischen Schüttelfrost und Hitzewallung, zu Tode betrübt und ausgelassen sein … das volle Programm. Eine kritische Zeit, die jede Frau auch anders er- und durchlebt.

Plötzlich ist „Altersvorsorge“ ein Thema

Erwerbslose Zeiten wegen Kindererziehung, Teilzeitjobs, oder irgendwelchen Ausfällen machen den Geldbeutel nicht voller wenn man nicht rechtzeitig vorgesorgt hat. Geht ja immerhin auch um Absicherung, wer sagt dir das deine Ehe bis zum Sterben halten wird?! Solche Gedanken und Gespräche tauchen bewusster auf. Und ein beruhigendes Aufatmen folgt, da ich ja schon in sehr jungen Jahren darauf aufmerksam gemacht worden bin … ich hatte es nur wieder mal vergessen. Also alles gut! Ich weiß dass dieser Punkt ein eher langweiliger und richtig altmodischer ist. Bist du auch meiner Meinung? Dann schau dir mal das Schreiben der PV an, dort steht ja sehr fett gedruckt, welchen Betrag du am Tag XY erhältst. Ein Betrag der für das Notwendigste reicht, hast du nicht zufällig in der Politik zu tun gehabt … Frechheit eigentlich.

Laufen lassen oder neu durchstarten?

Mit 50 Jahren wollte ich verheiratet sein, meinen heiss geliebten Job bis zu meiner Pension gesichert haben, Enkelkinder haben, ein schönes Haus usw., klassisch langweilig eben. NICHTS davon ist eingetreten. Alles kam ganz anders als gedacht. Und das begann alles vor 3 Jahren, nicht bewusst zu meinem 50iger. Andere neue Denkweise, neue Lebensumstände einfach alles. Gedanken wie „soll ich auf der sicheren Seite bleiben oder kündigen? Was ist mir wichtiger … Geld oder Gesundheit und glücklich sein? Soll ich mich noch trauen Neues zu beginnen, mich ans andere Ufer wagen? Genau DAS war die richtige Zeit um einen Cut zu machen. Einfach war es nicht und „sicher“ schon gar nicht.

Alles ist vergänglich

Sich an Dinge zu klammern, an „Schönheit & Jugend“ fest zuhalten ist Vergeudung deiner Zeit. Das wissen wir alle. Jeder Anfang ist schwer so ehrlich muss jeder sein. Das wir in der zweiten Lebenshälfte trotz bewussterem Leben, viel Sport und Bewegung uns nicht mehr so im Spiegel wiederfinden wie vielleicht noch Jahre zuvor, ist normal. Bei manchen ist der Sprung so unangekündigt schnell da, das gibt es wirklich. Sei es durch eine schmerzvolle Zeit die man durchlebt hat oder einfach eine Krankheit an sich. Das Leben zeichnet uns und im „älter“ werden noch viel schneller und dauerhafter.

Also werde ich den einleitenden Satz „Die zweite Lebenshälfte von uns Frauen ist manchmal Scheisse“ zurücknehmen und sagen:

„Mit der zweiten Lebenshälfte beginnt das Leben erst so richtig“. 

Wir sitzen alle im gleichen Boot, der eine 5 Jahre früher der andere später, na und? Wichtig ist was DU aus deinem zweiten Lebensabschnitt machst. Du kannst dich hinsetzen und jammern wo es überall zwickt und wie schlimm deine Hitzeattacken gerade sind, oder DU akzeptierst die Dinge die du nicht beeinflussen kannst und änderst was DIR möglich ist.

Das Ganze nenne ich dann „Spass und Freude am Leben“, trotz manchmaliger Gliederschmerzen, Falten und grauen Haaren (die man ja gut verstecken kann), Fächer-Attacken weil so warm obwohl es kühl ist, mit einer Brille im Gesicht und sicherheitshalber eine in den Haaren und das Ganze in bequemen lässigen Sporttretern … wichtig ist DU spürst dich und hast Freude an deinem Dasein!

Ich würde mir wünschen dich auf die ein oder andere Art zum „Nicken“ gebracht zu haben. Das bedeutet für mich, es ist tatsächlich so. Über einen Kommentar zu diesem Thema würde ich mich besonders freuen! Vielleicht hast DU ja Tipps und Tricks auf Lager die uns allen helfen, noch leichter damit umzugehen … ich freu mich von DIR zu lesen.

Viele möchten Leben ohne zu altern und sie altern in Wirklichkeit, ohne zu leben.

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Diesmal ging es in meinen Gedanken um „WAS ist mir wirklich wichtig im Leben?“ Ich merke dass sich mein Leben verändert. Es wird anders. Mit 40 Jahren  hatte ich meine Pläne vor Augen, ich wusste was mir wichtig war. Jetzt mit bald Mitte 50 ist davon nicht sehr viel über geblieben. Glücklich bin jetzt und heute! Alles andere hat sich nicht so entwickelt wie von mir geplant. Worüber aber ich nicht traurig bin. Ich merke nur wie sich ein neuer Lebensabschnitt auftut und da muss nicht zwangsläufig ein „runder“ Geburtstag vor der Türe stehen! :-)

Ich bin auf der Suche, überlege wie ich das gut hinkriegen kann. Und so stellt sich mir die Frage „Was ist mir für die Zukunft wichtig in meinem Leben?“ Irgendwo habe ich mal einen Satz aufgeschnappt der lautet: Ein gutes Leben ist ein „atmendes“ Leben …“ gefällt mir immer wieder aufs Neue. Es ist ein Wechsel aus Präsenz und Rückschau.

Was Bedeutung in unserem Leben hat, diese Frage muss sich jeder von uns immer wieder neu stellen. Ausserdem müssen wir unserem Leben selbst Bedeutung geben! Über das Älterwerden nachzudenken passt irgendwie auch gar nicht zu mir – und trotzdem ist es passiert. Doch das Alter steht am Papier und hat keine Bedeutung oder? Oder doch …

Geist und Körper verändern sich, Gelassenheit spielt eine grössere Rolle. Ich finde auch das man wesentlich relaxter reifen kann wenn man genug Gelassenheit in sich trägt! Sagen zu können „Es ist wie es ist“ und abgesehen davon bleibt es keinem von uns erspart. Mit solchen Gedanken hätte ich mich mit 30 nicht herumgeschlagen :-) , auch ein Zeichen reifer zu sein?!

Jeder Lebensabschnitt bringt neue Phasen mit sich. Ich finde es wichtig zu begreifen was besonderes an dieser Phase ist und wie wir damit gut umgehen. Akzeptiert man das, brauchen wir nicht mehr dagegen ankämpfen. Sich in Gelassenheit üben, wie man so schön sagt. Moderne Menschen tun sich da oftmals schwer zu akzeptieren und so geht ein erfolgloser Kampf los, der eigentlich nicht notwendig wäre, weil wir ihn nicht gewinnen können. Wehrt man sich ständig gegen Dinge, die wir nicht aufhalten können, verbrauchen wir unsere ganze kostbare Energie für eine Abwehr die uns nichts bringt.

In der Zeit in der ich nicht wusste was ich eigentlich will, wer ich war und wo mein Weg hingehen sollte, stellte ich mir schon mal die Frage: „Was ist dir wichtig in deinem bevorstehenden Leben?“ Meist beginnt man sich solche Fragen erst dann zu stellen, wenn einen die Gesamtsituation nervt und sich etwas ändern muss! Ich wusste nur ungefähr wie es laufen sollte. Und dann, dann packt man ein paar Jahre drauf und plötzlich weiß man es. Weit entfernt von dem was ich mit 40 Jahren im Kopf hatte!

Es sind so einfache wenige Gedanken, die mir dabei durch den Kopf jagen wenn ich mich frage was für mich bedeutungsvoll sein wird, mir wichtig ist im Leben. Der ganze Anti-Aging Mist kratzt mich eigentlich gar nicht mehr. Dagegen kämpfe ich nicht mehr an. :-) Nein, es sind die neuen Bindungen und Beziehungen zu Menschen die mir etwas bedeuten. Sie sollten aufrecht bleiben, noch tiefer werden und vor allem ehrlich sein und bleiben. Ich möchte es können in einer schlechten Situation trotzdem „gut“ zu leben und vor allem dabei authentisch zu bleiben! Meiner Gelassenheit die Möglichkeit zu geben sich noch mehr zu entfalten und dadurch ruhiger sein zu können.

Dinge entfalten sich zur gegebener Zeit von ganz alleine hab ich bemerkt … und damit sind nicht nur die Fältchen gemeint … *zwinker* Akzeptieren – ein Ausdruck gelebter Weisheit. Mehr ist es nicht. Das ist es was für mich zählt.

Schon sehr komisch was einem beim Laufen mit dem Hund so durch die Gehirnwindungen geht. Werte verlagern und verändern sich … OHHH bin ich dankbar dafür!

Wie wäre deine Antwort würde dich jemand fragen was dir für deine Zukunft wichtig ist? Danke dass DU wieder dabei warst!