Beiträge

Du fühlst dich ausgelaugt, müde und schlapp? Die Hektik im Alltag bestimmt dein Leben und gibt dir immer die Richtung vor? Dein Akku ist leer und du fühlst dich nicht mehr so leistungsstark wie früher? Dann ist es an der Zeit dir etwas Gutes zu tun, eine Auszeit zu nehmen! Du musst jetzt keinesfalls deine Koffer packen und eine Weltreise starten 🙂 , es genügt schon, wenn du es einrichten kannst, dir ein Wochenende frei zu machen. Einfach ein paar Tage den alltäglichen Verpflichtungen nicht nachkommen zu müssen genügt, die Seele baumeln zu lassen, damit du dich erholen kannst.

Du solltest dir die Auszeit wert sein

Ich bin selbst kürzlich in den Genuss gekommen ein paar Tage frei machen zu können, und jetzt sitze ich hier und muss einfach diesen Artikel schreiben. Nicht das ich jetzt viel Stress gehabt hätte, auch bin ich sehr gerne in meinem Zuhause, aber manchmal brauche auch ich eine räumliche Veränderung, ohne Gewohntes um mich zu haben. Ich nutze so kleine Auszeiten um neue Inputs zu bekommen, innerlich aufzuräumen und noch tiefer zu atmen … das gelingt mir jedenfalls, in einer anderen Umgebung am allerbesten. Man braucht keinen zwei wöchigen Auslandsaufenthalt um seine Akkus neu aufzuladen, oder muss eine Weltreise starten, die Ruhe und Distanz liegt so nahe!

Es geht nur darum es zu tun

Stehen wir mitten im Berufsleben ist es oftmals schwer spontan ein paar Tage frei zu bekommen. Und genau dieses Argument benutzen wir dann auch für uns selbst um sagen zu können „Ich kann ja nicht weg“! Doch kein Mensch arbeitet sieben Tage rund um die Uhr! In Wahrheit geht es dabei nur um die Organisation. Heutzutage kann man ganz gemütlich vom Sofa aus seine Urlaube und Kurz-Trips suchen und buchen. Der Gang ins Reisebüro hat beinahe „antiken“ Charakter bekommen. 🙂 Ein freies Wochenende und wenn möglich, seinen freien Tag noch dran zu hängen, ergibt genügend Zeit um mit samt seinem angesammelten Ballast loszufahren und sich auf zwei, drei Tage „blöd schauen“ zu freuen!

Ich hatte vor 2 Jahren einen solchen Kurz-Urlaub von meiner Tochter bekommen. Irgendetwas ist immer dazwischen gekommen. Wenn ich darüber nachdenke waren es genau die vorhin angeführten Punkte die mich hinderten – also lächerliche Ausreden! Und die letzten Tage ist mir dieses Geschenk wieder in den Sinn gekommen, kurz vor der Verjährungsfrist. Also wurde kurz und bündig gebucht, eine Freundin an der Hand genommen und weg waren wir. 😀 Es geht also nur darum es zu TUN.

Vorfreude ist die schönste Freude

Ich bin ja dann jemand der solche Vorhaben wirklich zelebrieren kann. Schon das Packen, die Verabschiedung meiner drei Herzen zu Hause und die Hinfahrt lösten bei mir ein wohliges Gefühl aus und das ganz ohne schlechtem Gewissen! Denn das habe ich in der Zwischenzeit lernen dürfen. Es ist gut wie es ist, denn ich hab es mir verdient! Der Empfang ist ja ebenso immer sehr nett. Das Gästeblatt wird bei einem Glas Prosecco ausgefüllt, bevor es dann aufs Zimmer geht. Es folgt ein „wau, poah und genial“ nach dem anderen. Und schon ist man mitten drin, in einer anderen Welt, einer Welt die dir die Möglichkeit schenkt, deine Gedanken runter zu fahren. Einen Gang runter zu schalten und über das Nachzudenken was du dir „eingepackt“ hast. Nämlich die Dinge die dich irgendwo im Bauch drücken …

Tage die besonders sein werden

Ich bin ja jemand der große Menschenansammlungen nicht sehr gerne mag und ich habe damit auch hin und wieder Probleme. Doch ein Hotel für sich alleine zu haben wird eben schwierig werden. 🙂 Umso mehr hatten wir uns gefreut das es aber fast so war! Die schlechten Fahrbedingungen und der andauernde Schneefall, hatten viele davon abgehalten ihre Buchung wahrzunehmen – das bedeutete wir waren beinahe alleine >lach<! Jedenfalls war ich sehr dankbar die ganze Luft  fasst für uns alleine zu haben. Ich begann mit dem Gedanken mich die nächsten Tage ausschließlich um mich zu kümmern. Ausklinken. Keine Hunderunden (obwohl ich ständig an die Zwei gedacht habe), kein Essen zubereiten, im Gegenteil, sich bedienen lassen von morgens bis zum Bett gehen!

Am Beispiel meiner Freundin merkte ich, wie die ständigen Termine, der Beruf und Haushalt, die eigenen Bedürfnisse verkümmern lässt. Ich weiß das egoistisch sein, nicht gerade zu den positiven Charaktereigenschaften gehört, aber hin und wieder kann man sich von den gesellschaftlichen Dogmen befreien und nur an sich denken! Ein gesunder Egoismus eben! Das sollten wir uns alle wert sein.

Die Erholung beginnt mit der Langsamkeit

Ich zähle immer noch zu den Menschen die alles auf einmal machen möchten. Ich trage unzähliges im Kopf herum und mein Tag wird mir zu kurz. Ich möchte mich weiter entwickeln, Neues beginnen und auch bewältigen, mit diesen Gedanken bin ich hier her ins Werfenweng Bergresort gefahren. Slow down und nicht High Speed war die Bedingung. Wenn wir eine Sache, und das gilt auch für unsere Gedanken, langsamer angehen oder darüber nachdenken, ist es einfacher auf einen Punkt zu kommen, den man akzeptieren kann. Ich hab also meinen Chaos-Kopf zu Hause gelassen und mich der Langsamkeit hingegeben … Runterschalten – gelassen sein + Pausen machen = Erholung. Eine Formel die ich mir wieder mehr zu Herzen nehmen sollte.

Plötzlich ist da Zeit

Zeit für gutes Essen, ein ausgedehntes langes Frühstück, langes Schlafen und viele kreative und positive Gedanken. Die Falten zwischen den Augen entspannen sich. Schmerzen werden leichter, der Müdigkeit darf man Raum geben und plötzlich stellt sich eine Tiefenentspannung ein. Im Alltag wünschen wir uns oft nichts anderes als einfach mal Zeit zu haben. Eine Auszeit ist da um das zu tun, das wir tun möchten und wenn es nur drei Tage schlafen ist, essen und sich eine Massage um die andere zu gönnen!

Meine Tür für neue Ideen

In kuscheligen Tüchern, im Bademantel auf loungigen Betten zu liegen, weg von zu Hause, kann ich meiner Phantasie freien Lauf lassen. Tagträumen und rumspinnen, mir das ideale Leben ausmalen. 😀 Wie könnte ich den Alltag zu Hause neu gestalten, wo möchte ich für immer leben? Welche Wünsche habe ich generell noch offen? Welche Menschen sollen mich umgeben und wie würde ich leben wenn Geld keine Rolle spielen würde? Wie schaut mein Haus am Meer aus? Will ich immer noch eine weiße Veranda? Wie wird der Titel meines Buches lauten das ich unbedingt schreiben möchte?

All diese Fragen mögen sicher auch zu Hause auftauchen, aber irgendwie nimmt man sie nie wirklich ernst, weil die Antworten zu weit von der Realität erscheinen. Hier, zwischen den warmen Tüchern oder während einer wohltuenden Öl-Massage, ist die Zeit vorhanden darüber nachzudenken und plötzlich sind die Antworten ganz nah! Oft sind ja die verrücktesten Ideen die Besten, weil man ohnehin nichts zu verlieren hat und das bietet eine Vielfalt ungeahnter Möglichkeiten. Mit neuen Erkenntnissen, Ideen und Einsichten packt man dann wieder seinen Koffer und beendet diese wundervollen, Pulverschneetage mit einer Kutschenfahrt oder einem warmen Topfenstrudel. Wir entschieden uns für die Kalorien! 🙂

Schlusswort:

Am Abend vor der Abreise wünschte ich mir, das es die Nacht das Doppelte an Schnee bringen sollte und wir wie in einem kitschigen Film eingeschneit gewesen wären … Es war auch beinahe so, doch bis zum Abend waren die Straßen wieder einigermaßen befahrbar und der Fahrt nach Hause stand nichts mehr im Weg. 🙂

Was ich aber damit noch sagen möchte: Wir sollten es uns öfters mal wert sein eine kleine, kurze Auszeit zu nehmen. Man hat die Zeit und die Muße, sich mit sich selbst und seinem Leben auseinanderzusetzen, um danach mit neuen Ideen in unseren normalen Alltag zurück kehren zu können. Frisch und voller Energie! Alles kann, nichts muss!

Ich möchte mich auch bei meiner Freundin bedanken, die diese „Spontan-Photos“ von mir eingefangen hat :D! Und bei dir möchte ich mich bedanken, dass du mich besucht hast! Vielleicht habe ich dich jetzt mit meinen Gedanken infiziert? Dann überlege nicht lange … Mach ES!

Das Gefühl wenn Stille herrscht … Du kommst nach deinem Arbeitstag nach Hause, bist geschafft – und doch wieder auch nicht. Du hast dir fest vorgenommen heute Abend mal so richtig zu entspannen und faul zu sein. Dein Wohnungstüre nähert sich und somit sind auch schon die ersten Gedanken wieder da, wie „was ist zu Hause noch zu tun …“

10 Min in der Wohnung – ist es wieder da – dieses Gefühl, dass dich immer dann aufsucht, wenn du mit dir alleine bist, wenn Stille herscht. Wenn grad mal Zeit wäre um die Schuhe auszuziehen und die Füsse hochzulegen.

Die Stille und du kannst nicht entspannen

Jeder Mensch ist im Normalfall in der Lage sich zu entspannen. (Im Normalfall!) Es gehört zu unseren innersten Betriebssystemen, die uns schon als Baby mitgegeben wurden. Wenn uns dieser „Relax-Faktor“ schon über einen längeren Zeitraum abhanden gekommen ist wissen wir unser Betriebssystem ist gestört. Erste Anzeichen dafür sind auch die fehlende Konzentration, wir neigen zur Ungeduld und wir können einfach nicht Abschalten und zur Ruhe kommen.

Irgendwann – den Kopf voller Gedanken – schlafen wir möglicherweise vorm TV ein, statt ins Bett zu gehen. Ein interessanter Beitrag oder eine Doku halt uns auf dem Sofa fesst. Kaum läuft das Programm, sind wir auch schon down under.

Ich hatte dieses Problem sehr lange Zeit, ich brauchte TV um überhaupt schlafen zu können. Die Ruhe im Schlafzimmer war alles andere als ermüdend. Mein Arzt sagte damals dieser Fernseh-Schlaf sei alles andere als gesund und regenerierend. Man schläft ein ohne richtig abzuschalten, das Unterbewusstsein nimmt während dieser Einschlafphase den ganzen Müll aus dem TV-Programm auf. Reizüberflutung pur! Alles andere als ein gesunder ruhiger Schlaf und nicht gut für unseren erschöpften Körper.

Schlaftrunken schleppte ich mich dann oftmals ins Bett, oft davon gefolgt, dass ich panisch aus dem Schlaf aufschreckte. Ich fand selbst in meinen Träumen keine Ruhe. Begleitet wurde das Ganze mit Herzrasen und Beklemmungen, oft auch die Angst Sterben zu müssen. Ich war auf der einen Seite froh als ich den Weckton hörte, anders rum war ich total gerädert und fühlte mich schwach und unausgeschlafen.

Jeder kennt und hat mal diese Phase, wo es in im Job mal stressiger ist. Man muss Überstunden schieben oder das Betriebs Klima hängt grad etwas schief. Das heisst dann wir sind kopftechnisch mehr verplant. Leichter reizbar, und im Schlaf finden wir auch nicht die Ruhe, wie wir sie eigentlich brauchen würden. Darf alles mal sein und gehört zum Alltag. Kritisch nur wenn sich diese Phase über längeren Zeitraum erstreckt.

Ein schleichender Prozess

Leider ist das ganze ein schleichender Prozess. WIR und unser Umfeld nehmen die ersten Anzeichen gar nicht wirklich war. Die nicht wahrgenommene Erschöpfung – ein erstes Warnsignal und die Vorstufe eines stillen BURNOUTs.

Mir ist auch aufgefallen, das Menschen die ihre ganze Leidenschaft in ihren Beruf legen, engagiert sind und auch immer gute Laune (tagsüber) vorlegen, die am meisten betroffenen Menschen sind!

Viele von euch werden dieses BURN OUT Thema vielleicht auch schon gar nicht mehr hören können. Es wird ja sehr viel darüber geschrieben und zerredet.

Als „Mode-Krankheit“ deklariert…

„Fahr einen schicken Wagen … und leg dir ein Burn Out zu.“, das war mal ein Spruch den ich hörte, und der mir bis heute in Erinnerung geblieben ist! DAS sagen dann die, die keine Ahnung von nix haben, aber überall ihre Klappe aufreissen!

Ich find es ist ein Thema das uns immer wieder begegnen wird, möglicherweise bekommt es einen anderen Namen – schickeren Namen, keine Ahnung. Die Thematik bleibt trotzdem die gleiche.

Die ersten Anzeichen

Wahrscheinlich können die Betroffenen Parallelen ziehen.

Ich hatte plötzlich den verstärkten Drang und Zwang mich beweisen zu müssen. Ich vernachlässigte meine eigenen Bedürfnisse und warf mich noch mehr in die anfallenden Projekte. Wenn Konflikte in Anmarsch waren – die radierte ich aus und von Problemen wollte ich sowieso nix hören. Ausserdem veränderte ich mein gewohntes Verhalten und wenn mich jemand darauf ansprach, ging ich auf Rückzug. Ich verlor das Gefühl meiner eigenen Persönlichkeit und war zudem innerlich komplett leer. Ich fühlte gar nichts!

Ausser den Drang von der Stille und Ruhe zu fliehen! ARBEITEN – das befriedigte mich. Ich musste aber sehr bald fest stellen, dass ich meine Leistung nach und nach verlor und nicht mehr bringen konnte. Resultat: Unzufrieden mit mir selbst.

Es war immer sehr sehr wichtig viele Menschen um mich zu haben, nur um keine Ruhe zu haben, nichts durfte „einschlafen“. Je mehr Gewusel und Lärm herrschte, desto sicherer und abgelenkter fühlt ich mich.

Doch in der damals, wie ich heute weiß, beginnenden Anfangsphase meines BurnOuts, ertappte ich mich wie langsam jegliche Art von Terminen absagte oder umlegte, nur um zu Hause zu bleiben bzw. bleiben musste.

Tat mir anfangs der ganze Trubel gut und war angenehm, machte er mich jetzt fast wahnsinnig! Dinge die ich vorher kaum wahrnahm, so wie das Ticken einer Uhr – Klimaanlage in der Firma – Stimmfarben von Menschen zb. machten mich verrückt und aggressiv. Alles was zu Hause abzustellen war, stellte ich auf off. Wahninnig zu werden, stellte ich mir damals genauso vor, ein schreckliches Gefühl.

Dazu kamen Angst, grosse Zweifel und ein riesiger Druck von Aussen. Mein Magen fuhr 8er Bahn und die immer stärker werdenden Rücken- und Nackenbeschwerden trieben mich dann endlich zum Arzt.

Ich schämte mich so „schwach“ zu sein und um Hilfe zu bitten. Versuchte sogar nochmal ein gutes Schauspiel vor meinem Arzt zu spielen, mit schlechtem Ausgang. Nichts ging mehr, meine Akkus waren leer … Game over, rien ne va plus.

Es folgte der totale Zusammenbruch. Es war mein 2tes Burnout, dem schenkte ich mehr Beachtung.

Burnout und was kommt danach?

Ich habe nach meinem 1sten diagnostizierten Burnout den Fehler gemacht, es sehr locker zu nehmen. Ich fürchtete um meinen Job und startete viel zu früh wieder in die Arena. Damals ging es mir wahrscheinlich um die Anerkennung der anderen, Schwächen kam für mich nicht in Frage! Nur Versager haben Schwächen …

Ein grosser Denkfehler, den ich mit einem heftigen Rückfall bezahlen musste! Das volle Programm. Meine Arbeit war ich los, meine Gesundheit für eine längere Zeit auch.

Beim „2ten“ war ich vernünftig. Ich befolgte die Anweisungen meines Arztes, peppelte mich erstmals wieder auf, fuhr auf Reha und befasste mich mal mit MIR. Ich pfiff auf die „Anpassung“ – ich rebellierte und verweigerte das was mir nicht gut tat.

Ich nahm mir die Zeit, die ich für mich brauchte. GESUNDER GEIST = GESUNDER KÖRPER, eine Formel die treffend ist! Ich nahm eine gewisse Zeit eine SCHONHALTUNG ein, lernte viel über mich und von anderen. Eine Erfahrung, die nicht missen möchte, auch wenn es eine harte Zeit war.

Jetzt, im Nachhinein gesehen, war dieses Burnout ein Weckruf für einen besseren Weg, in ein besseres glücklicheres Leben.

Alles hat seinen Sinn im Leben – auch wenn die Erleuchtung erst etwas später eintritt :-)!

  • Heute lass ich mich nicht mehr treiben. MEIN individuelles Tempo – die Balance ist wichtig!
  • Energie auftanken! Mal hol ich SIE mir in der Ruhe, dann wieder in der Action – ICH brauch nämlich beides 🙂
  • Ein wichtiger Bestandteil meines Tages ist Tagebuch schreiben. Den Tag nochmal „durchkauen“.
  • Ich setze mir kleinere, erreichbare Ziele und versuche mich auch über kleine Erfolge zu freuen

Nur wer auf seinem Weg geht kann von Niemandem überholt werden!

Marlon Brando, ein kluger Mann 🙂

Zum Schluss möchte ich noch sagen:

DAS beste Gegenmittel zu einem Burnout ist, dass wir das Richtige aus dem richtigen Grund tun. ICH vertrau mir jetzt, meine Seele kennt immer die richtige Antwort! Achtet auf die ersten Warnsignale und was auch sehr hilfreich ist, versucht den übertriebenen Perfektionismus auszuschalten. DAS macht vieles lebenswerter! 🙂

Das Wort AUSZEIT ist sehr vielen Menschen nur als Timeout aus dem Sport bekannt. Die Auszeit, die du dir persönlich nimmst oder oder selber gibst, ist im Grunde der sport-bezogenen Auszeit ähnlich. Du unterbrichst dein laufendes „Lebensspiel“, du suchst nach neuen Strategien, überlegst dir neue Spielzüge und suchst nach neuen „Mitspielern“.

Ich kann mich noch sehr gut an den Beginn meiner Auszeit erinnern. Sagen wir mal so … eigentlich wurde ich in die Knie gezwungen und daraus entstand meine persönliche Auszeit. Eine Vorstellung für die in meinem Kopf NIE Platz war! So etwas kann ich doch nicht machen?! Zuerst sorgte oder ließ ich für mich sorgen, damit ich wieder auf die Beine kam, danach entschied ich mich etwas in meinem Leben zu verändern und das funktionierte neben meiner Arbeit nicht. Zudem mir meine Arbeit auch keinen Freude mehr bereitete. Ich wollte und musste kürzer treten … wie und was wusste ich damals noch überhaupt nicht. Es war nur Watte in meinem Kopf. Diese Entscheidung mal „nichts“ zu tun, brachte mir auch viele argwöhnische Blicke ein. „Hat sie im Lotto gewonnen? Wie kann man so etwas nur machen …“ Natürlich wusste KEINER der Wichtigtuer wie es wirklich bei und in mir aussah, dass es sehr oft mal nur Obst und Toastbrot gab, sah ja keiner.

Ich hatte mir noch nie Gedanken darüber gemacht

Wenn man noch nie eine AUSZEIT genommen hatte, weil es eben nicht nötig war, hat sich mit Sicherheit sehr viel angestaut das noch nie besprochen und in Ruhe angesehen wurde. Je nachdem braucht es dazu dann auch etwas länger Zeit um sich seine „Spielzüge  des Lebens“ näher anzusehen und manchen Fehlern auf den Grund zu gehen.

In dieser Zeit lernte ich auch ganz andere Menschen kennen. Zufall? Ich denke nicht … ich zog an was ich suchte. Anfangs fremde Menschen nahmen mir den Wind aus den Segeln und erzählten mir sehr viel über ihre Veränderungen, den Neuanfang und die Erlebnisse in ihrer selbstgenommenen AUSZEIT. Menschen, die die Nase voll hatten von den fremdbestimmten auferlegten Zwängen unserer Gesellschaft. Menschen, die von ihren Burnouts nicht mehr los kamen oder andere, die dem Druck der Obrigkeit nicht mehr gewachsen waren. All das bestärkte mich in meinem Denken, da ich mich in diesen Reihen wiederfand.

Überall wo ich hinsah und was ich aufschlug war: AUSZEIT

Wahrscheinlich ist dieses darauf hingewiesen werden, genauso als seist du schwanger! Egal wo du hinsiehst, nur Schwangere 🙂 ! Und genauso ging es mir mit meiner  AUSZEIT. Jetzt ist das aber 2 Jahre her und ich stosse immer noch auf so viele Menschen die gerade im Planen sind, ihre Auszeit sinnvoll zu nutzen.  Was sie sich davon erhoffen und wo sie sich selbst gestärkt und klar wieder abholen können! Oder dann gibt es noch solche, die sich unbezahlten Urlaub nehmen um 3 Monate das zu tun wonach ihnen ist – Hauptsache keinen Druck und das alles mit wenig Gepäck! Ist es eine Zeit- oder Modeerscheinung? Ein Umdenken der Menschen? Die Ruhe vor dem Sturm? Ist jeder auf der Suche nach dem/seinem echten Leben, das man mit allen Sinnen geniessen will? … Es scheint so zu sein …

Warum wir alle mal für eine Zeit ausbrechen sollten

Das sollte aber nicht erst dann passieren, wenn das Leben uns keinen anderen Ausweg mehr lässt (ich weiß wovon ich rede). Du und ich sind Meister des Verdrängen. Ich kenne keinen der nicht schon mal davon geträumt hat, wie es denn wäre einfach abzuhauen, alle Stecker rauszuziehen und völlig neu zu beginnen. Oder wenigstens für eine gewisse Zeit dem Alltag zu entfliehen. Kein cholerischer Chef, kein „ich MUSS das jetzt tun“, keine Menschen, die ausser nörgeln und jammern nichts zu berichten haben. Nein – dafür die Zeit zu haben für all die Dinge von denen du die letzten Jahre nur geträumt hast! Einfach Ruhe zu geben und DEINE Bilanz zu machen.

MUT gehört auf jeden Fall dazu!

Einfach ist es sicherlich nicht, aber wer will es schon einfach? 🙂 Mut aus dem Grunde weil du dich selber in Frage stellen musst. Mut den Blick nach innen zu richten, dort hinzusehen wo sich möglicherweise das Gras nicht im saftigen Grün zeigt! Und Mut sich abzugrenzen! Mut kürzer treten zu wollen/müssen. Hast du das alles, dann nimm dich mal aus dieser Hektik unseres Alltags raus. Es müssen nicht 3 Monate auf einer einsamen Insel sein. Jeder von uns ist ein anderer Auszeit-Typ und es wird sogar Menschen geben die das gar nicht brauchen … nur frage ich mich dann ernsthaft „spüren die sich wirklich noch?“

Auch wenn du es meist nicht wahrnimmst, das Leben lädt dich sehr oft ein einen winzigen Ausstieg zu wagen. Zudem ist unser Körper eine verlässliche Warnanlage, die uns sagt „Hey slow down please!“ Nimm dich also bitte wichtig genug. Es ist DEIN Leben und es hat ein Ablaufdatum …

In diesem Sinne entlasse ich dich mit einem schönen Zitat von Torsten Bulk …

Das Leben ist zu kurz, um Träume und Visionen zu unterdrücken. 

Ich hoffe ich konnte dir wieder etwas zum Nachdenken liefern, deine Erfahrungen rund um das Thema interessieren mich natürlich wie immer! Somit wünsche ich DIR eine wundervolle Woche, alles Liebe.

Tag 3

Wir entschieden uns diesmal noch früher loszugehen, den Tag quasi so einzufangen wie es sonst nicht möglich war, die Einzigen und Ersten waren wir trotzdem nicht in unserem Venedig. Ich liebe dieses Wachküssen der Städte, wie alles ins Laufen und Leben kommt.

Cafe to go … Sit down am Marcusplatz und frühstücken … das Ganze am historischen Boden.

Danach war umziehen war angesagt, es ist etwas kühler als gestern. Wir schichteten unsere Sachen, sahen aber trotzdem sehr stylisch aus.

Anschliessend neues Auskundschaften, abseits der Touripfade, ganz hinten am Ende der Stadt durch Castello und San Pietro.

Keine Gasse blieb von uns unentdeckt, alles war noch ruhig und es tat gut jeden Winkel für uns zu haben. Wir hatten irgendwie das Gefühl leise sein zu müssen.

Ruhige Gasse in Venedig

Und dann saßen wir am Campo Ruga … alleine! Langsam wurden alle wach. Jürgen hatte den 3. Cappucino und „dampfte“ vor sich hin, während ich ein paar unserer Gedanken notierte. Die Sonne auf der Nasenspitze und Glück im Bauch … kurzfristig ein neues Lebensgefühl für uns. Hier beeindruckte uns die Stadt mehr als an den meisten anderen Orten.

Kaffeepause am Campo Ruga in Venedig

In dem Cafe entstand dann die Idee … wir wollen im Herbst einige Wochen hier verbringen. Neue Ideen zu sammeln, sich neu zu formatieren. Leben und arbeiten, unter anderen Umständen. Das italienische Leben im Alltag inhalieren und das mitten unter den Venezianern.

Ein langer Spaziergang und es kam mir vor als wären wir am Ende dieser Insel. Am Ende der Promenade, im Parco delle Rimembranze, ließen wir uns von der Sonne wärmen. Ich hatte Musik von Eros Ramazzotti in den Ohren – total kitschig. Aber dieses Mal wusste ich jedenfalls sicher, dass ich zu den Menschen gehörte, die Venedig lieben. Der Park dürfte ein zentraler Mittelpunkt der alten Einheimischen sein, hier trifft sich Hund und Besitzer zu einem kleinen „Morgen-Meeting“.

Ein gesetzteres Ehepaar, geschätzte 80 Jahre, top gestylt, schlenderte Hand in Hand an uns vorüber, während ihr Retriever sich von uns Streicheleinheiten abholte. Ein Blickkontakt mit den Herrschaften, der sehr viel Wärme und Sympathie ausstrahlte.

Parco delle Rimembranze

In der Zwischenzeit wieder im Viertel um den Marcusplatz, sitzen wir beim täglichen Koffeinkick in „unserem“ Cafe Principessa. Mittlerweile ist es windstill und angenehm warm.

Wir waren ja seit 5 Uhr morgens wach, genau das machte sich dann ab 15 Uhr sehr stark bemerkbar. Das hieß für uns: Zimmerstunde. Wir wollten den heutigen Abend länger geniessen und das ging nur mit einer Augenpflege.

Nach zweistündiger Pause war es an der Zeit an das Essen zu denken, wir suchten wieder unser das Lokal vom ersten Abend, wo wir sehr gut gespeist hatten. Trattoria Al Leoncini … Gott sei Dank hatte ich beim ersten Besuch eine Visitenkarte mitgenommen, die Gassen verwirrten mich nach wie vor.

Relativ rasch gefunden, der Kellner kannte uns von der Weite, zählte auf was wir vor 2 Tagen gegessen und getrunken hatten, was uns besonders gefiel. Dabei blieben wir auch diesmal, Martini Bianco auf Eis und Zitrone, Vino del a Casa, Pizza Ruccula. Kann man sich davon abessen? Definitv nein!

Wir beschlossen ein Mitbringsel für uns selbst zu suchen, ich wehrte mich ja vehement eine Gondelfahrt zu machen. Irgendwie zu kitschig und kommerzmäßig und dann noch 80 € für 30 Minuten, wo sich die Gondeln stauen in den Nebenkanälen, no thanks! Also obligatorischer Spaziergang und unser Ziel Maskenkauf.

Wir waren erfolgreich, ich hatte bei der Ankunft schon eine Maske gesehen, die mir sehr gut gefiel … schwarz, Federnkranz, minimal verziert. Gefunden! Gekauft und später im Hotel gab es ein Shooting. 😉 Super. Wobei uns gleich der Karneval einfiel und uns der Gedanke sichtlich Spaß machte.

Sandra beim Prosecco des Abends

Noch 2 Gläser Prosecco vor dem Schlafengehen und um 23 Uhr machten wir uns auf den Weg durch die dunklen, vom Mond teilweise beleuchteten Gassen. Sehr mystisch und wie ich finde abends nochmal viel schöner!

 

4. und leider letzter Tag in Venedig

Es wäre nicht ICH, wenn nicht die Wehmut mit mir aufgestanden wäre. Um 11 Uhr musste das Zimmer geräumt sein und Hr. Mayer wäre nicht Hr. Mayer, wenn er nicht (als er unser Frühstück besorgte) an der Reception gefragt hätte, ob es möglich sei noch 1 Nacht anzuhängen. Vergebens, es war das Osterwochenende und alles ausgebucht und ehrlich gesagt für eine Nacht inkl. Tag und allem was dazu gehört 500€ zu zahlen war es dann auch nicht wirklich wert. Was aber nicht bedeutet, dass wir nicht wieder zu einem anderen Zeitpunkt in die Stadt der Lagune kommen.

Es waren 4 phantastische Tage!

Wir hatten das Wetter auf unserer Seite und so saßen wir da, Koffer geparkt im Hotel, wir in der Sonne, bei Kaffee und Sprizz …

Aperol Sprizz am Canale Grande

Was wir zum Abschluss unbedingt noch machen wollten: UNS in das Gewühl der Menschenmassen am Marcus Platz zu mischen. Noch einige Schnappschüsse zu tun, und dabei darauf zu achten, das man sich nicht in den zahllosen Selfie-Stangen verfängt. 🙂

Damit wir eben auch hier mitreden konnten 🙂 … was mir danach aufgefallen ist, das wir etwas weniger geredet haben, aber dafür mehr gefühlt und ich für meinen Teil sehr viel Dankbarkeit verspürte!

Fazit:
Bevor wir hergefahren sind wurde uns ja von vielen gesagt, Venedig sei sehr teuer, aber wenn ich die Preise mit Salzburg oder Wien vergleiche, wo in einem etwas nobleren Lokal ein Glas Prosecco auch € 6,50 kostet, sind die Preise ziemlich gleich. Eben nur mit besserem Ambiente. 😉 Daher finden wir derartige Aussagen sehr unfair und unpassend.

Noch ein paar Eindrücke

Hier geht es zum ersten Teil unseres Venedig Berichtes

Relativ kurzfristig von Jürgen geplant (der Wetterbericht gab den Zeitpunkt vor), verbrachten wir in der Osterwoche 4 Tage in Venedig … Stadt unter Wasser oder Stadt der Romantik und Liebe … ? Man liebt sie oder hasst sie. Ich hatte schon beides darüber gesagt.

Mir wird ja oder wurde ja nachgesagt ein kleiner Eisblock zu sein, wenn es um das romantische Dasein geht … lach! Dieses Mal bin ich auf meine Art „romantisch“ eingestellt gewesen. Das lag bestimmt auch daran, dass ich diesen Trip mit Jürgen machen durfte!

Ich möchte euch hier gerne beim Entdecken des für mich „neuen“ Venedigs teilhaben lassen, Anreise, Check-In, Lokale, Nettigkeiten, Eindrücke vom Erlebten, usw …

Viel Spaß dabei und wer weiß, vielleicht treffen wir uns ja mal am Piazza San Marco?

1. Tag und Anreise

Koffer hatten wir Beide gut gepackt, Klamotten für 4 Tage. Diesmal war ich außergewöhnlich rasch für meine Verhältnisse. 🙂 Jürgen dasselbe – weiss, beige, grau und schwarz durfte natürlich nicht fehlen – wir waren auch hierbei ein gutes Team ohne viel Absprache.

Da ich ohnehin vor solchen Trips nie wirklich schlafen kann und um den Tag voll nutzen zu können, sind wir schon um 4 Uhr morgens aufgestanden und kurz darauf losgefahren. Wie befürchtet ging es um diese Zeit sehr ruhig zu bei uns Mayers, gesprächig war ich zwar noch nicht wirklich, aber ich freute mich schon sehr auf unseren Kurzurlaub in Italien.

Wie schon immer am Weg nach Italien – auch schon unabhängig von einander vor unserer gemeinsamen Zeit 🙂 – führte uns der Weg nach der Grenze direkt zum ersten AutoGrill auf den obligatorischen Cappucino und ein Buffalino. Italienische Luft schnuppern, die ersten Worte italienisch sprechen … Urlaubsfeeling!

Direkt danach ging es ohne jeden weiteren Stop und ohne besondere Vorkommnisse bis nach Venedig. Ankunft exakt um 10.30 im Parkhaus. Die paar Meter rüber zur Haltestelle des Busses und jeder weiß, dass die Busse hier Vaporetto heissen und Boote sind.

Jürgen bei der Ankunft in Venedig

Die „Verschiffung“ war etwas besonderes, klar wenn man auf diesem Weg die ersten Eindrücke einfangen kann. Mit dem Boot am Kanal … super. Es war sehr windig, aber 14° C bei uns und 14°C in Venedig kann man einfach nicht vergleichen. 🙂

Es ist ein anderes Gefühl, die Menschen, die Sprache … das Meer. Der Umstand ein paar Tage Auszeit zu nehmen … herrlich!

Die doch recht große Anzahl der Touristen, die auf den Beinen waren, gaben ein Tempo vor bei dem man achtsam sein musste um nicht in dieses gezogen zu werden. Wir nahmen uns eher ein Beispiel an den Einheimischen. Ihre Gelassenheit und Ruhe, das alles gefiel uns wesentlich besser!

Jürgen bei der Ankunft in Venedig

Angekommen am Plaza de Marco ging es zu Fuss weiter, ca. 5 Minuten. Ein schneller Blick in die engen Gassen und schon standen wir vor unserem Hotel Royal San Marco.

Für mich nicht nachvollziehbar, wie man ohne Ortskenntnisse und Navi  in diesem Labyrinth der Gassen so zielsicher unterwegs sein kann! Ich wäre ich ja total aufgeschmissen. Fakt ist mein „Guide“ Jürgen hat mich super hingebracht.

Jürgen hat an der Rezeption unser Zimmer klargemacht. Schon stand unser Gepäck im Zimmer 203. Kurz frisch gemacht, Turnschuhe an und nach wenigen Minuten waren wir mitten im Treiben der Gassen.

Das kleine aber feine Zimmer mit seinem Ausblick auf den Kanal, wo die Gondeln parken, konnten wir uns ja später am Abend noch genauer ansehen. Jetzt wartete eine pulsierende Stadt und das italienische Flair auf uns.

Eine Gasse nach der anderen, bis uns der Weg über den Marcusplatz vorbei am Dogenpalast zur Promenade führte, wo wir uns entspannt auf einen Cappuccino und eine Zigarillo freuten, dabei das Treiben beobachteten.

Schön langsam kam auch der Hunger in uns auf und wir machten uns auf den Weg in eine Ecke, mit mehreren Restaurants wenige Gehminuten vom Marcusplatz. Irgendwo mitten drin standen wir dann vor dem Lokal das uns gefiel, freundlich empfangen, bekamen wir einen schönen Tisch am Fenster.

Los ging es mit Martini Bianco auf Eis als Aperitivo und einer Flasche Vino Bianco della Casa. Wieder eine Gemeinsamkeit, unser gemeinsamer Klassiker, Pizza San Daniele Crudo mit Ruccula, einfach eine Sensation und extrem lecker.

Wir lieben Pizza San Daniele

Für unser leibliches Wohl hatten wir gut gesorgt und so machten wir uns auf durch die romantischen Gassen (der Vollmond hatte seinen Umfang fasst erreicht).

Wir kamen an einem sehr einladenden Lokal, dem Italian Bistrot Chat Qui Rit vorbe. Stehtische auf der Gasse waren um diese Jahreszeit eher selten zu finden war. Mit sehr gutem Rosè Prosecco sollte dann hier unser Abend ausklingen. Genau richtig für uns, ein guter Drink und entspannt die Menschen beobachten. Wie für uns gemacht.

Wir hatten den Tag wirklich in vollen Zügen ausgenutzt und freuten uns auf eine gute Nacht in unserem venizianischem Zimmer. Ein wunderschöner Tag und toller Abend. Wir sind glücklich.
Buona notte 😉

2. Tag

Nach einer guten aber kurzen Nacht überlegten wir wo wir frühstücken sollten, zur Wahl Stand Frühstück im Hotel oder Outdoor. Einfach für uns alleine (um 7.30 war das noch sehr gut möglich) … an der Luft mitten am Marcusplatz … ohne viel Aufwand den Tag beginnen, die Stadt spüren.

Jürgen besorgte uns Cappuccino, warme Croissants und Cannoli, ein Gebäck gefüllt mit Sahne oder Nougat. Treffpunkt war Marcusplatz Mitte. Wir spazierten Richtung Kanal und platzierten uns vor dem Dogenpalast in die Morgensonne, da wo 2 Stunden später das volle Treiben herrscht.

Sandra beim Frühstück am Marcusplatz

Das Gefühl an so einem Platz fast alleine zu sein kann ich mit Worten kaum beschreiben. Ein warmes Gefühl machte sich in meinem Bauch breit.

Gestärkt vom Frühstück und von der Sonne geküsst, führte unser Weg dann durch die noch sehr ruhigen Gassen Richtung Rialto Brücke. Die im Übrigen ein reines Tourispektakel ist, im Prinzip eine einzige Souvenirmeile. Menschenmassen, die uns definitiv zu viel waren. Diese „Sehenswürdigkeit“ kann mit bisher Gesehenen nicht annähernd mithalten.

In der Zwischenzeit, 11 Uhr 30, es hat 18 Grad, sitzen wir im Riva del Vin … 100m von der Rialto Brücke entfernt … und unsere Füße hätten wir locker vom Stuhl in den Kanal strecken können.

Auffallend viele junge Menschen sind unterwegs, Gruppen, Schulen und wir dazwischen. Ich bemerkte an mir, wie die Ruhe einkehrte. Die Kreativität kam und die Zufriedenheit meine Seele streichelte.

Mittlerweile war es 15.30 Uhr, wir waren wieder im Stadtteil San Marco, in „unserem“ Cafe Principessa. Ein Lokal im Hotel Savoia & Jolanda an der Promenade, das wir vom ersten Tag an mochten. Auf unserem Tisch standen wie immer 2 Aperol Sprizz. Cin Cin!

Pause im Cafe Principessa

Man merkt das Wochenende naht und die Stadt füllt sich. Wie viele Menschen passen hier eigentlich her? Unglaublich! Die Gondoliere haben Hochstress. Das Wetter war im Vergleich zu gestern wärmer und es schien dauerhaft die Sonne. 🙂

Langsam machte sich ein Hungergefühl breit … Abendessen, eine andere Gasse, neues Lokal. Nur die selbe Pizza – San Daniele Crudo. Jürgen war irgendwie unruhig und nicht ganz bei der Sache.

Dieser Abend war etwas kühler als der Vorabend. Wir schlenderten nach dem Essen Richtung Hafen am Ende des Touristenzentrums. Herr Mayer kauft im Vorbeigehen an einem Kiosk 2 Piccolos. Immer noch unruhig, lag es am Vollmond?

Vollmond an der Promenade

Auf unserem Weg machten wir tolle Bilder und suchten uns am Wasser eine von den unzähligen Bänken aus.

Dann wusste ich weshalb Hr. Mayer nervös war.

Der Ort SEHR traditionell. Die Frage … willst du usw … SEHR cool. Die Antwort … TI AMO … klar.

Hier geht es zum 2. Teil unseres Venedig Berichtes.