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„Aus der Vergangenheit lernen, heißt Zukunft gewinnen“ … Hab ich mal wo gelesen und damals absolut NICHT verstehen können. Manchmal wird einem erst viel später klar, was einem irgendwer oder irgend ein Zitat sagen will. Und plötzlich macht irgendwie alles Vergangene einen Sinn.

Bis vor einigen Jahren, war mein Leben nicht mein „Freund“ und das Schicksal schon zwei Mal nicht. Ich fühlte mich meinen Umständen ausgeliefert. Kaum in der Lage, mein Leben wieder geradezurücken oder zu kontrollieren. Dass sich diese damalige Situation mal ändern könnte, damit habe ich gar keine Gedanken verbracht. Inzwischen hat sich SEHR VIEL getan und ich weiß, dass das Leben es trotz vieler unangenehmer Momente und Abschnitte, es NUR zu unserem Besten dreht!

Ich bereue keine Minute meines Lebens

Natürlich wäre mir auch lieber gewesen manche Sache nicht erlebt zu haben. Aber wie man ja so schön sagt „Das Leben ist kein Wunschkonzert“.  Es gibt so viele Ereignisse in unserem Leben und jedes davon hat einen Sinn. Wenn ich zurückdenke, wie viele Tränen ich vergossen, wie viel Angst ich durchgestanden habe … über einen mir so endlos vorkommenden Zeitraum, ich kann es gar nicht glauben.

Ich möchte mein altes Leben nicht wieder, aber ich bereue auch nichts von all dem. Denn all die Phasen und Erlebnisse, die Ohnmachtsmomente … all diese kranken und verrückten Dinge, haben mich hier hergebracht, wo ich heute bin. ZU MIR SELBST. Es gibt selten ein Auftauchen aus der Tiefe, ohne danach tief nach Luft zu ringen! Viele Menschen laufen durch finstere Täler und werden auf Herz und Niere vom Leben geprüft.

Wenn die Schmerzspitze dann erreicht ist, wird auch die Sicht etwas klarer und wir sehen, wie flach wir eigentlich am Boden liegen. Kraftlos … ohne Perspektive … dafür schmerzerfüllt, traurig und hilflos! Jeder der von uns diese Phase schon mal erlebt hat, wird diese Gefühle niemals vergessen. Solange man nicht an diesem Punkt angekommen ist, gibt es für die meisten auch keinerlei Grund für eine Veränderung – wir machen einfach weiter …

Mit diesen Gefühlen umzugehen ist schwer

Bei mir hat es richtig lange gedauert, bis ich sie als Teil von mir akzeptieren konnte. Die „Friedensschließung“ dauerte noch zweimal so lange! Ich glaube sogar, dass ich damit bis zu meinem Lebensende zu tun habe. ›zwinker‹. Mir ist heute ganz klar, all das war für mich eine Notwendigkeit, all das Leid und die unbeschreibbaren Phasen meines Lebens, sonst könnte ich jetzt und hier vermutlich nicht darüber schreiben!

Ich will ganz ehrlich sein. Ich hatte früher nicht den Drang, anderen zu helfen. Es war ja auch gar nicht möglich, denn ich konnte mir ja selbst nicht helfen! Das Umdenken kam erst mit meiner ganzheitlichen Veränderung.

Die Dinge, die ich während dieser schmerzvollen Zeit gelernt habe, bringen die verlorenen Puzzleteile ans Tageslicht. Alles nimmt plötzlich Formen an. Ich sehe es als eine Art Mission, anderen zu zeigen, dass es möglich ist – und das klingt wahrscheinlich jetzt sehr eigenartig – das LEID und SCHMERZ, den Du, ich wir alle durchlaufen, nicht umsonst ist!

Das Schwere daran ist, dass wir es zulassen müssen, dann entdecken wir auch einen Sinn darin. Er führt uns in ein Leben, das durchaus wieder Leidenschaft, Antrieb, Freude, Liebe und Glück enthält. Und da ist es wieder … „das Licht auf der anderen Seite des Tunnels“. :D

Alles geschieht zu unserem Besten …

Ich nehme mich als Beispiel: Wenn ich mir mein Leben anschaue, dann sehe ich eine glückliche Frau, die sehr viel Positives in beiden Händen halten darf. Ich weiß, dass einige Bekannte das ganz anders sehen als ich. Auch wenn meine Gesundheit und meine Bewegungsfreiheit wesentlich eingeschränkter ist, als früher, fühle ich mich FREIER!

Auch wenn ich durch diese gesundheitlichen Defizite meinem eigentlichen Job nicht mehr nachgehen kann und mein Einkommen um mehr als die Hälfte abgenommen hat, … fühle ich mich REICHER!

Ich muss(te) viele Abstriche machen, aber ich habe jetzt, und nur deswegen, die Möglichkeit, endlich selbstbestimmt leben zu können! Ich bin befreit von Zwang und muss. Ich gehöre keiner „Herde“ mehr an und mir ist endlich egal, was andere über mich und meine Lebensart denken und sagen. Ich weiß, wer ich bin und wer ich nie mehr sein möchte!

Alles geschah und geschieht nur zu meinem Besten. Mein Leben heute, verdanke ich den Tränen, die ich geweint habe, der Angst, die ich ausgestanden und den Schmerzen, die ich erlebt habe. Es ist mir ausschließlich möglich mein Leben so zu leben wie ich es jetzt und heute gestalte, weil ich einen Sack Lebenserfahrung sammeln konnte. Gutes wie schlechtes. Ich habe sie angenommen und akzeptiert UND es hat sich etwas Grundlegendes verändert: ICH VERTRAUE.

In das Leben und in mich selbst! Persönliches Versagen kann ich heute gut akzeptieren, denn ich weiß, es wird einen anderen Weg geben, der mich dahin bringt, wo ich hin möchte. Stehen wir im Vertrauen, wird uns das Leben genau DAS exakt widerspiegeln!

Die Vergangenheit als sinnvoll wahrnehmen!

Vielleicht bist DU gerade in einer Lebensphase, wo Du diese Sätze von mir überhaupt nicht annehmen und auch nicht verstehen kannst. Ich verstehe Dich, denn ich stand auch an diesem Punkt! Aber glaube mir bitte, wenn wir unser Leid und die für viele schmerzhafte Vergangenheit als sinnvoll wahrnehmen, verblasst der Nebel und unsere Augen richten sich auf etwas Wundervolles und Freies. ›lächel‹.

Es wird so sein, dass wir den Sinn jetzt noch nicht verstehen und begreifen können. Aber ich  bin mir ganz sicher, dass Dir JETZT … ganz spontan bestimmt ein Ereignis aus Deiner Vergangenheit einfällt, dass Du im ersten Moment als absolut sinnlos und grauenvoll erlebt hast. Heute im Nachhinein wirst Du es als Glück und Segen erkennen? Hab´ ich recht?

Und so geht es auch mir. Jede einzelne Begebenheit (auch Krankheit und Verluste) aus meiner Vergangenheit, ergaben auf irgendeine Weise Sinn. Und sei es „nur“ der, dass ich daran wachse und stärker werde! Auf diese Weise wird ALLES – so weh es uns auch tun mag – zu etwas, das schließlich zu einem guten Ende führt.

Heute bin ich oft erstaunt über mich selbst, mein Leben völlig bewusst wahrzunehmen. Die kleinen und größeren „Wunder“ zu bestaunen und einfach nur dankbar zu sein. :D Ich schaffe es heute die Welt so zu betrachten wie sie ist und NICHT durch eine unrealistische Wunschbrille. Die Vergangenheit war, … die Zukunft liegt vor uns. Alles fühlt sich echter und leichter an UND es macht auch mit Einschränkungen richtig Spaß! ›lach‹

Alles geschieht so, wie es geschehen muss … nur zu unserem Besten. Davon bin ich überzeugt.

Deine Erfahrungen darfst Du mir gerne mitteilen, ich freue mich darauf!

Lesezeit: 3 Minuten

Dankbar zu sein ist ein tiefes und wunderbares Gefühl. Sie ist der Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Ganz egal in welcher Stimmung wir sind, wenn wir uns ins Bewusstsein rufen, wofür wir dankbar sein können oder könnten, dann verändert sich unsere Stimmung spontan.

Vielleicht geht Dir jetzt der Gedanke durch den Kopf: „Wie kann sie jetzt von Dankbarkeit schreiben, wo doch unser aller Leben so aus der gewohnten Bahn geworfen wird?“ Falls das gerade so sein sollte bei Dir – ich gebe Dir zum Teil recht. Selbstverständlich schätze ich diese außergewöhnliche Zeit nicht, aber mit viel Wut im Bauch auf die ganze Welt und Ursache, die ich nicht kenne, umherzulaufen, bringt mich auch nicht weiter. Ganz im Gegenteil – sie würde mich krank, traurig und verbittert machen. Deswegen konzentriere ich mich lieber auf die Dinge, die mir geblieben sind. Die ich durch diese Zeit der Pandemie lernen konnte und für die ich jeden Tag DANKBAR bin. Falls Dir meine Sicht der Dinge bis hierher noch immer nicht gefällt, dann wird der Rest meines heutigen Beitrages wahrscheinlich auch nichts für Dich sein. Sorry.

Wofür können wir dankbar sein?

Leider muss ich oft die Zeit vor ein paar Jahren immer wieder erwähnen: ICH war kein Mensch, der für irgendetwas „dankbar“ war. Alles war selbstverständlich. Und alles war irgendwie logisch und klar normal. Und NEIN … darauf bin ich keinesfalls stolz! Ich kann deshalb so offen darüber schreiben, weil ich mich um 360 Grad verändert habe. Das Gefühl „DANKBARKEIT“ kannte ich nicht. Ich habe es neu entdecken dürfen und mich intensiv damit auseinandergesetzt. ›lächel‹. Ich kann also heute wirklich behaupten, endlich eine sehr dankbare Frau zu sein. Darauf bin ich stolz UND auch schon wieder dankbar … ›lach‹.

Deshalb fällt es mir auch kein bisschen schwer, diesen sehr wichtigen Beitrag zu schreiben. Dankbarkeit bringt mich zum Lächeln und macht glücklich! Ich bin für so vieles dankbar:

  • Für meinen wunderbaren Herzmenschen, dem ich zum Teil diese neue Dankbarkeit zu verdanken habe!
  • Für meine tollen Kinder, die mit beiden Beinen fest und klug im Leben stehen.
  • Für mein schönes Zuhause in Österreich und die Möglichkeit, die meiste Zeit in unserer Zweitheimat Italien zu verbringen.
  • Für mein selbstbestimmtes Leben, dass mir meine Gesundheit zurückgebracht hat.
  • Für unsere Hunde, die so manche Medikamente ersetzt haben. :-)
  • Für meine Persönlichkeitsentwicklung und meine Art zu SEIN.
  • Für alle Menschen, die mich so annehmen, wie ich bin. Manchmal ja nicht ganz einfach. ›lach‹.
  • Für die Natur, die mir unsagbare Kraft und Energie schenkt!
  • Für die Fähigkeit, Musik zu hören … gutes Essen zu kochen … an Blumen zu riechen.
  • Für alle Momente, die ich genieße oder daraus lernen kann!
  • Für jeden neuen Morgen.
  • Für meine Arbeit, meine Kreativität, die ich mit Freude mache.
  • Für DIEJENIGEN, die da waren und da sind, wenn ich sie brauche …
  • Und für jeden einzelnen Sonnenunter- und Sonnenaufgang! ›herzschmelz‹
  • Und noch ganz viel mehr …

Vieles fehlt mit Sicherheit. Vieles ist aber nicht mehr wichtig in meinem Leben. Fehlen wird trotzdem einiges. Aber es geht ja nicht nur um mich. Ich will damit sagen und zeigen, dass es soo viele Dinge gibt, für die wir trotz der Scheiße (Entschuldigung) … DANKBAR sein können und das jeden Tag aufs Neue!

Nicht jeder Tag ist super, aber es gibt jeden Tag etwas Schönes!

Man stelle sich jetzt mich nicht so vor, dass ich schon am Morgen ein breites Grinsen der Dankbarkeit auf meinem Gesicht trage. Es gibt sie auch bei mir – die Tage der Hilflosigkeit, der Traurigkeit und der Wut! Ich versuche mich nur sehr rasch an die Dinge zu erinnern und zu orientieren, die mir helfen, diese giftigen Gefühle zu vertreiben … meistens mit Erfolg. :-)

Anlässe dankbar zu sein und sich zu freuen, gibt es wirklich jede Menge, wenn wir bereit sind, vieles Selbstverständliche wertzuschätzen. Denken wir immer daran: was heute noch selbstverständlich für uns ist, kann schon morgen ein schmerzhafter Verlust oder eine Einschränkung in unserem Leben bedeuten!

Erstelle Dir doch selber so eine Liste, für die Du dankbar bist. Halte Dir vor Augen, wie viel Gutes und Schönes es in Deinem Leben (ganz bestimmt) gibt. Wenn Du diese Liste liest, wird es sich wie Reichtum anfühlen. Wie jedes andere Gefühl auch lassen sich auch Dankbarkeit und die dazugehörigen Gefühle trainieren. Ich hab’s ja auch erlernt. :D

Je öfter Du Dir Deinen „Reichtum“ vor Augen hältst, umso stärker werden Deine damit verbundenen Gefühle. Wenn Du nämlich nicht weißt, was DU hast, dann rennst Du ständig etwas hinterher, was Du nicht finden wirst, weil es Dir nicht bewusst ist das Du es in Wahrheit schon besitzt. Fazit – es ist der beste Weg, unzufrieden durchs Leben zu laufen!

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Francis Bacon

Es ist einfach so: Dankbarkeit führt zu innerer Harmonie und innerem Frieden! Wer bestimmt, was wir denken? WIR. Und wie wir denken und fühlen und gefühlsmäßig auf etwas reagieren, liegt ebenfalls an UNS!

Mit anderen Worten: WIR haben die Wahl, wie wir uns fühlen möchten. Dankbar und somit glücklicher durchs Leben zu laufen … oder undankbar und automatisch unzufrieden zu existieren. >Augenbraue hoch<

Somit habe ich alles gesagt was mir am „Herzal“ lag. :-)
Pass auf Dich auf, bleib weiter gesund …

Lesezeit: 5 Minuten

Ganz ehrlich? Dieses Thema ist keines, worüber ich gerne mit Leib und Seele schreibe. Und vermutlich ist es auch deshalb eines der Wichtigsten. Drüber zu schreiben ist eine Art Therapie … eine Ausdrucksart und eine Reflexion plus Verarbeitung. Ich würde sagen es ist ein „Allerweltsthema“ für jedermann und eventuell passt es auch gerade für Dich ganz gut?

Ich sitze gerade, nach einem ausgedehnten Hundespaziergang am Strand, in meinem „Outdoor-Büro“. Mein Herzmensch und ich haben uns dabei über Gott und die Welt unterhalten, es wurde gelacht und geblödelt. Über das Leben philosophieren ist etwas Wunderbares, vorausgesetzt, man unterhält sich mit der richtigen Person. Ich hab’s wie immer sehr genossen. Ich fühle mich leicht, bin happy, dankbar und sehr glücklich!

Mein MacBook liegt aufgeklappt vor mir um diesen Beitrag, den ich schon mehrmals nach „hinten“ gereiht habe, zu schreiben. Bei mir ist es still. Es ist nur die leise Musik, die ich immer gerne zum Schreiben habe, hörbar … und das „Klicken“ meiner Tastatur. Und dann ist da auf einmal dieser Moment da. Mein Gefühl von Glück und Leichtigkeit hat sich verändert. Mein Platz hier war vor ein paar Minuten noch umgeben von einer besonderen Aura und jetzt? Jetzt ist eine Art … wie soll ich es benennen … „Traurigkeit“ zu Besuch, ausgelöst durch Musik die mich berührt …

Melancholie ist bei mir eingezogen. Die Musik die sich gerade in meinen Ohren intensiv ausbreitet, löst auf einmal einen Schmerz in mir aus. Vergangene Enttäuschungen sind wieder ganz präsent … Enttäuschungen, die Jahre zurückliegen. Und ganz gleich wie ich all das verarbeitet habe – ich kann vieles noch immer nicht richtig begreifen und es tut immer wieder mal richtig weh …

Enttäuschungen hinterlassen Blessuren …

Es sind Narben, die auf unseren Herzen, auf unseren Seelen zurückbleiben. Manche davon liegen tief … manche sind nur oberflächlich. Manche „heilen“ von selbst, andere brauchen ganz viel Aufmerksamkeit und Geduld! Was ich dabei nicht aussparen möchte ist: Es ist GUT sich selbst zu fühlen … zu weinen. Es ist GUT sich selbst mit ehrlichen Gefühlen zu begegnen.

Die Musik war schon immer das, was mein Herz erreichte und öffnete. Die Musik brachte mir meine verloren gegangenen Gefühle wieder! Musik trägt mich auf ganz besondere Weise. Meine Stimmung orientiert sich oft stark an der Musik, die ich höre. Es strömt etwas in beide Richtungen und ist eine Verbindung direkt in mein Herz. :D

Eine Enttäuschung ist ein bitterer, tief dringender Schmerz, der sich bei mir durch alle Venen schleicht. Es ist ein Gefühl mit immenser Kraft! Es fühlt sich an, als würde ich vor einem tiefen Abgrund stehen. Ungesichert und mit schmerzendem Brustkorb. ENTTÄUSCHUNG … sie fühlt sich kalt an, hohl und sie ist gnadenlos ehrlich! Ein Gefühl das von null auf hundert präsent sein kann. Die Hand die ich dabei ausstrecke greift ins Leere … kein Halt … nichts. Das ist mein tatsächliches Gefühl der Enttäuschung.

Das Gefühl sich selbst zu enttäuschen …

Das Gefühl von sich selbst enttäuscht zu sein, gibt es natürlich. Für meinen Teil kann ich aber sagen, dazu habe ich in den letzten Jahren, sehr viel Abstand gewonnen. Ich  bin „gut“ darin geworden, alles was passiert zuzulassen und wenn auch manchmal ungern anzunehmen. Was bedeutet: Ich bin eigentlich so gut wie nie enttäuscht von mir! ›lach‹. Ich lebe das Leben so, wie es kommt. Mit jeder Hürde und jedem Tal.

Das Wort ENTTÄUSCHUNG:

Ich zerlege dieses Wort mal. Genau gesehen bedeutet es, dass die TÄUSCHUNG ein ENDE hat? Der „Irrtum“ zeigt sich und die „Wahrheit“ kommt ans Licht. Natürlich kommt es manchmal vor, dass wir uns in unseren Erwartungen oder Bedürfnissen täuschen. ICH verlaufe mich sehr oft in Dingen und Gefühlen! Genauso wie ich immer wieder mal falsch interpretiere. Doch deswegen von mir enttäuscht sein?

Ich habe festgestellt, dass es keinen Sinn mehr macht, sofern wir mit uns selbst liebevoll umgehen, über sich selbst zu urteilen und enttäuscht zu sein. Es würde nämlich bedeuten, dass wir uns selbst nicht ehrlich entgegentreten.

Wie ist es, von anderen enttäuscht zu werden?

Oder – ich verbessere: Sich in einem anderen Menschen zu täuschen? Sich mit anderen zu verbinden ist wichtig, weil unsere Beziehungen jede Menge von uns selbst zeigen! Es ist ein großer „Erfahrungsspielplatz“ auf dem wir uns alle tummeln und wo es klarerweise auch nicht nur positive und schöne Gefühle zu spüren gibt, sondern auch jede Menge schwierige und schmerzhafte!

Ein Nährboden der Gewalt, des Hasses und der Kriege. Und in dieser Gliederung findet auch die Enttäuschung ihren Platz. All das entsteht, wenn sich Menschen nicht einigen können und wenn Erwartungen nicht erfüllt werden.

„Hab´ keine Erwartungen, dann wirst Du auch nicht enttäuscht!“ Wer von uns kennt diesen Spruch nicht? Ich habe mir den auch sehr gerne eingeredet! Es ist der größte Blödsinn überhaupt! Wenn ich immer nur Hoffnungen habe, werde ich doch nicht nur durch „Wunder“ überrascht! Wunder gibt es nur selten und Hoffnungen erfüllen sich nicht jedes Mal. Was ist dann?

Und bitte, warum darf ich keine Erwartungen an einen anderen Menschen haben dürfen? Ja ich gebe es zu, … manchmal sind meine Erwartungen etwas zu hochgeschraubt. Na gut das wird mir meist selbst sehr schnell klar. Aber ich finde es super wichtig gewisse Erwartungen zu haben! Sie zeigen unsere Selbstliebe. Es zeigt, was mir wichtig ist und wie wichtig ich mir selbst bin!

In all meinen Beziehungen und Freundschaften erwarte ich mir zum Beispiel Ehrlichkeit, Wertschätzung und ein authentisches Sein. Wer sich dabei überfordert fühlt, darf gerne mein Leben verlassen. Ich möchte einfach nichts anderes mehr in meinem Leben als Menschen, die mir guttun und die meine Werte teilen.

Noch ein Beispiel: Ich reserviere einen Tisch in einem angesagten Lokal. Ich hübsche mich auf, ziehe meine beste Jeans an und freue mich riesig auf einen tollen und entspannten Abend. Und dann … das Essen schmeckt absolut scheußlich, dass Personal ist unfreundlich … ich bin richtig enttäuscht. :-( Meine Freundin meint dazu nur: „Na ja, hättest du deine Erwartungen zu Hause gelassen, würdest du jetzt nicht enttäuscht sein!“

Hallo? Echt jetzt? Funktioniert so unser Leben? Ich sehe das schon ein wenig anders. Wenn ich schon so viel Geld in die Hand nehme und mich für eine Lokation entscheide, die in aller Munde ist und mit Lob überschüttet wird, erwarte ich auch eine gewisse Leistung! Punkt und aus. Das ist doch in allen Bereichen so! Es macht nicht wirklich Sinn, total erwartungslos durchs Leben zu gehen.

Was, wenn die Beziehung unsere Erwartungen nicht entsprechen?

Es ist nicht nur meine Erfahrung, ich weiß, dass viele – insbesondere Frauen – zuerst mal bei sich selbst zu suchen beginnen. Was ja (fürs Erste) nicht unbedingt falsch sein muss. Doch dann beginnen wir an uns selbst zu verändern. Selbst gestellte Fragen tauchen auf:

  • Bin ich gut genug?
  • Was mache ich falsch?
  • Bin ich nicht liebenswert?
  • Verlange ich zu viel?

Und mit diesen Fragen bohren wir viele kleine Löcher in unsere Persönlichkeit. Wir entfernen uns von uns selbst. Statt bei sich selbst zu bleiben, versuchen wir meistens Verständnis für den anderen zu haben. So rennen wir mit Vollgas auf eine Mauer zu, die nur Schmerz und Enttäuschung für uns über hat. Viel besser wäre es doch, bei uns selbst zu bleiben und GUTE Entscheidungen für uns zu treffen.

Nachsatz:

Ganz egal wie wir es drehen und aus welcher Perspektive wir auf Enttäuschungen blicken. Sie sind einfach „Mist“ und hinterlassen zu viel Schmerz. Doch gehören sie scheinbar zum Leben dazu. Da müssen wir wohl alle durch. Nur dadurch formt sich unsere Persönlichkeit. Dabei ist es aber wichtig – und das ist ein 100 %iger Erfahrungswert – wir sollten uns den Schmerz nicht immer so ans Herz binden! JA, es ist wirklich schwer solche Momente einfach abzublocken, dieses Gefühl steckt mir noch immer in den Gliedern. ABER … frustrierte Menschen machen frustrierte Dinge! Und meistens sind es genau diese Dinge und impulsive Handlungen, die uns am meisten schmerzen.

Und so ist es … unser Leben mit all seinen Enttäuschungen & Erwartungen. Es „passiert“ nicht einfach. Das Leben antwortet uns auch.

Dr. Joe Dispenza

Schön dass Du heute wieder da warst. Manchmal ist darüber schreiben die beste Therapie. ›lächel‹

Lesezeit: 4 Minuten

Wenn einen nichts mehr erfüllt, alle Gefühle, die ein Mensch so haben darf, einfach nicht an die Oberfläche kommen, dann spricht man von innerer Leere. Manchmal kommen diese Gefühle schleichend und sie haben meistens geplant, länger zu bleiben. Ein längeres Telefonat mit einer sehr guten Bekannten erinnerte mich an meine eigene Lebensgeschichte. Vielleicht machst auch Du gerade diese Phase durch? „Ich fühle mich einfach nur leer …“ Wenn es so sein sollte, dann sehe diesen Artikel heute als den Deinen.

Tiefgründige Gespräche sind auch am Telefon möglich. Auch, wenn mir dabei die ins Gesicht geschriebene Emotion meines Gegenübers fehlt. In dem vergangenen Gespräch spiegelte sich ganz genau meine eigene Entwicklung wider, die ich durchmachte. Totale Leere, Einsamkeit und auch Traurigkeit bestimmten eine lange Zeit mein Leben.

Es ist die Sehnsucht, die dahinter steckt

Der Kopf ist voll, die Arbeit viel zu viel und die Partnerschaft, in der man glaubt, Kraft schöpfen zu können, fühlt sich ebenso leer an wie man selbst. Wenn ich diese Zeit Revue passieren lasse, hielten meine Beziehungen nie sehr lange. Mehr als sechs Monate hielten sie nicht stand. Wie auch, es waren „Zweck-Beziehungen“. Jedenfalls war es bei mir so. Nur nicht alleine sein, wenn all die Arbeit geschehen war. Hinter all dem versteckte sich eine riesige emotionale Ladung SEHNSUCHT!

Endlich mal etwas Längerfristiges. Etwas mit Gefühl und echter Liebe. Einige Schritte tiefer … wie soll ich sagen … einfach mal ankommen.

Diese Gedanken betrafen nicht nur meine Beziehungen, es war alles gemeint. Mein Job, mein Umfeld, meine Arbeit, meine zu Hause. Für den Moment waren die Dinge, die Menschen und Situationen in Ordnung. Doch schon nach wenigen Monaten folgte eine große Unzufriedenheit und Leere. Gefolgt von Kritik. Nichts fühlte sich auf Dauer gut an.

Ich entdeckte die Schattenseiten des Zusammenlebens, entdeckte Unperfektheit und langweilte mich rasend schnell. Alles schlug in pure Gewohnheit um. Und diese Gewohnheit die sich im „Außen“ zugetragen hat, erfüllte mich nicht mehr. Mein Gedanke: Mehr Arbeit vielleicht sogar eine andere? Ein neuer Liebespartner, ein neues Möbelstück, Auto oder sonst irgendwelche materiellen Dinge.

Alles begann aufs Neue. Es war eine endlose Suche, die niemals aufhörte. Die Leere verschwand nur ganz kurz … und kam danach jedes Mal noch heftiger wieder.

Die „Rennerei“ und die ständige Suche war keine Lösung

Ich spürte diese traurige Unerfülltheit in mir und machte mich auf die Suche nach Hilfe. Die Sehnsucht nach der Wahrheit war es, die mich dazu getrieben hat, umzudenken … genau hinzusehen … Fragen zu stellen, an Menschen, die sich damit auskennen. Aus diesen Sitzungen habe ich ein Zitat mitgenommen, das zu einem Lebensgesetz für mich geworden ist:

„Ask and it’s given.“ Frage und es wird dir gegeben.

Dem bin ich gefolgt. Viele meiner Antworten erhielt ich nicht nur in den Gesprächsstunden, sondern ich habe sehr viel darüber gelesen. Unterhielt mich mit Menschen, die ähnliches erlebten. Mein einfaches Sein, ohne mich von mir selbst abzulenken, … half mir. Es war das komplette Anhalten meines Lebens. Es war der Weg nach innen, denn nur dort konnte ich finden, was ich so verzweifelt hinterhergelaufen bin und gesucht habe! MICH SELBST! Es war ein spannendes Abenteuer, das ich da startete und es gefiel mir nicht alles was ich dabei erlebte.

Eine Reise ins Leere …

So würde ich diese Zeit benennen. Das Besondere daran war, dass je weiter man diese Reise in sein Inneres macht, das Leben plötzlich im Außen an Intensität dazu bekommt! Der Schlüssel dazu war die Selbstliebe … die Liebe, die wir uns selbst geben! Nicht der neue Wagen, der neue Job und der neue Partner. Finden wir die Selbstliebe, erhöht sich die Liebe für alles das existiert.

Selbst das Essen schmeckte wieder. Ich war in der Lage, ein und denselben Menschen länger an meiner Seite zu haben – länger als fünf Monate ›lach‹. Meine Emotionen wollten wieder an die Luft! Dieser Prozess, der leider nicht in drei Wochen vorüber war, vertrieben meine damalige Leere. Also eines sollte definitiv klar sein:

Wenn Du die ERFÜLLUNG im Außen suchst, sie jedoch nicht finden kannst, dann gehe nach INNEN:

Nur so können wir eine Verbindung zu uns selbst herstellen, die unser Leben verändert. Es verändert alles! Die Wahrnehmung, das Bewusstsein und das Empfinden. Es sind die Grundlagen zur Selbstverwirklichung.

Leere ist emotionaler „Hunger“ …

Dieses Gefühl, wenn man nicht nur traurig, einsam, unerfüllt und vollkommen leer ist, habe ich manchmal mit „Hunger“ Gelüsten verglichen. Man isst etwas und dreißig Minuten später folgt auf sauer süß. Bis man wieder eine Zeit später darauf kommt, dass es das auch nicht war, worauf man eigentlich Lust gehabt hätte! Dieses Gefühl war für mich oft beängstigend. Ich grübelte so viel und konnte diese Widersprüchlichkeiten überhaupt nicht verstehen.

Obwohl alles vorhanden war, war ich am „verhungern“. Selbst als ich in einer frischen Beziehung war, nährte sie mich nicht. Ich hatte damals sicher vieles indirekt gewusst, weil ich es gefühlt hatte. Es war ein schwarzes Loch, ein Vakuum, dass alles in sich hineinzog – ohne zu „kauen“. Ich war nie satt, mein Hunger nie gestillt.

Meine Zusammenfassung:

Finde heraus, was genau es ist, was Du vermisst! Ist es das Gefühl von Zugehörigkeit? Geht es um Deine zwischenmenschlichen Beziehungen oder bist Du allgemein auf der Suche nach MEHR Bedeutung und Sinn in Deinem Leben? Manchmal steckt auch ein ganz anderes Gefühl dahinter – so war es auch bei mir. Es war Enttäuschung und ganz viel Wut, die da fleißig zusätzlich noch mitmischten.

Ich weiß, dass es ganz vielen Menschen schwerfällt zu erkennen, wo genau die Ursache liegt. Ohne Therapie würde ich bestimmt heute noch auf der Suche sein und freudlos und leer im Leben stehen. Und JA es war ein längerer und sehr herausfordernder Prozess, den ich da belegt habe, aber mein Leben hat es mir wie so oft, gedankt.

Glücklich ist, wer daran glaubt, dass es im Leben nie zu spät ist, um neu zu beginnen.

Tupac Shakur

So und kein bisschen anders soll es sein. :D Ich wünsche Dir, falls Du diese Zeit gerade durchschreitest, dass sie bald vorüber ist. Ganz viel Kraft für die nächsten Schritte und ein Glas kühlen Prosecco, das am Ende Deiner Reise auf Dich wartet. ›lächel‹

Lesezeit: 3 Minuten

Mauern trennen uns Menschen. Nicht nur räumlich! Oft sind diese Mauern nur wenig greifbar jedoch höchst wirksam. Das menschliche Miteinander ist geprägt von Distanz und Nähe, von Identitätssuche und Interesse am anderen. Für Menschen, die um ihr Herz eine Mauer errichtet haben, wird das zwischenmenschliche Erlebnis oft zu einem Problem.

Wer kennt es nicht? Fleißig am „Distanzgraben“ bauen. Viele Menschen vorzüglich Frauen haben eine mächtige Mauer um ihr Herz errichtet. Sie dient als Schutz. Emotionen und Gefühle haben so ihre Berechtigung, nämlich um uns zu schützen. Besonders, wenn wir von Erfahrungen überfordert worden sind. Dadurch wird eine sichere und hauptsächlich schützende Reaktion – das bekannte „Mauern“ aktiv.

Getrennt von der Liebe

Schmerzhafte Erfahrungen in der Vergangenheit machen viele Frauen verschlossen. Sie haben die Wände hochgefahren. So hoch, dass sie gerade noch drüberschauen können. Ich kenne das Gefühl zu gut und auch wenn man von vielen Menschen umgeben ist, fehlt immer ein Teil. Das Leben fühlt sich leer, einsam, isoliert und oft sehr einsam an. Bei mir waren ständige Unruhe, sehr oft Unzufriedenheit und Körperanspannungen inbegriffen. Bis hin zur Depression, die anfangs nicht wirklich greifbar war, weil sie im Unterbewussten geruht hat.

Beinahe jeder Mensch hat seine kleine Herz-Mauer gebaut. Laut einer Statistik, die nicht mehr ganz aktuell ist, sind es 70 %! Hätte ich ja nie gedacht. Eines weiß ich allerdings und das ist „aktuell“: Wer seine Innenwelt und seine Gefühle dauerhaft hinter einer Mauer verschlossen hält, brennt irgendwann emotional aus. Mein Leben wurde danach und deswegen sehr anstrengend!

Auch die Kindheit spielt leider wieder eine Rolle. Wenn wir uns in der Kindheit nicht entfalten durften, werden auch diese Emotionen von damals, nie richtig aus- oder weggeschaltet. Unbewältigte Emotionen und Gefühle werden zum „festsitzenden“ Teilhaber unseres Lebens. Sie entstehen, wenn belastende Erlebnisse nie richtig verarbeitet wurden ODER in dem Augenblick des Geschehens, nicht richtig gefühlt werden konnten, weil wir schlicht weg überfordert waren. So haben wir sie als BLOCKADE(n) in unserem Körper gespeichert, solange, bis eine Lösung … Heilung oder Integration erfolgen kann.

Mauern in unserem Innersten belasten unser Leben. Sie schränken unser SEIN und TUN enorm ein.

Es wird schwer, Liebe zu geben und anzunehmen …

Ist unser Herz von einer dicken Mauer umgeben, wird es schwer, Liebe zu geben, da die Liebe gehindert wird aus dieser dicken Mauer auszubrechen! Gleichzeitig kann die Liebe von anderen Menschen uns nur sehr schwer finden. Die Signale verstummen noch bevor sie noch angekommen sind … und das, obwohl wir es uns so sehr wünschen würden! Und so gehen wir mit der, manchmal gar nicht bewussten, Mauer isoliert und sehr oft einsam durchs Leben.

Eine noch ganz wichtige Erkenntnis möchte ich dazu noch mit Dir teilen:

Durch das Gesetz der Anziehung, von der Du bestimmt schon gehört hast, werden Menschen mit dicken Mauern um Ihr Herz auch IMMER wieder Menschen b.z.w. Partner mit demselben Problem anziehen!

Solange wir im Widerstand zu unseren Gefühlen stehen, wird es uns schwer möglich sein, im gegenwärtigen Moment zu leben. Wenn wir nicht richtig fühlen, verlieren wir den Kontakt zu unserem wahren Selbst! Wenn Du nicht langsam die dicke Mauer um Dein Herz beginnst abzutragen, wird es passieren, dass Du irgendwann gar nichts mehr zulassen kannst. Ich könnte es auch Depression nennen … ein direktes Ergebnis des „Nicht-Fühlen“ (Wollens).

Abschließend noch: 

Ich habe mich so lange Zeit gewehrt. Gewehrt genauer hinzusehen … über die Mauer zu schauen … etwas „Luft“ an mich zu lassen. Aber ich habe mich getraut. Alleine hätte ich es nicht zu stand gebracht. Und es war ein langer Prozess, der Vertrauen und Mut gebraucht hat. Es klingt jetzt sehr simpel, doch das war es nicht. Es war und wird für die meisten unfassbar schwer sein, weil jede von uns „Herz-Mauer-Frauen“ anders konditioniert ist und über Jahre etwas vollkommen anderes gelebt haben. Trotzdem möchte ich Dich ermutigen eine Veränderung in Dein Leben zu lassen! Du verpasst unglaublich viel …

Die Mauern, die wir um uns herum bauen, um uns vor Verletzungen zu schützen, halten auch die Freude draußen.

Jim Rohn

Ich wünsche Dir eine gute und wunderbare Zeit. LEBE!

Lesezeit: 5 Minuten

In den letzten Beiträgen habe ich ja über Sensibilität und der Ruhe geschrieben. Verhaltensmuster und Gefühle. Ich würde ganz gerne dabei bleiben. Der Anschluss fällt mir  leicht und passt zudem. WAS also liegt unter unserer Schale? Ich machte mich vor Jahren auf den Weg das zu erforschen. Und es geschah in Etappen. Zuerst wurde die erste Schicht abgetragen und sobald ich merkte, wozu ich bereit war, ging’s ab zur nächsten Schicht. Komm, steigen wir gemeinsam in die Tiefe unserer Gefühle und Emotionen.

Was liegt alles in uns verborgen?

Was möchten wir? Was ist uns wichtig? Und wie möchten wir uns fühlen? Wichtige Fragen wie ich meine! Wir leben in einer leistungsorientierten Gesellschaft, das ist unübersehbar. Die meisten Menschen definieren sich über ihren Job, ihren Status und noch jeder Menge äußerer Umstände. Was dabei in uns wirklich vor sich geht, wird beiseite geschoben. Dafür ist keine Zeit und verliert deshalb oft an Bedeutung.

Unter dem Gesellschaftsdruck fangen viele von uns an zu „mauern“. Und so verlieren sie den eigentlichen Zugang zu sich selbst. Ich war damals so weit, dass ich nicht mehr wusste, was mit mir los ist. Wer war ich? Wonach sich mein Herz sehnte. Mir war nur eines klar und ich sagte mir immer vor: „Sandra, das Leben scheint zu hart zu sein für Menschen mit einem guten Herzen.“ Ich wollte von nichts und niemandem mehr verletzt werden und deshalb entschied ich mich damals meine Gefühle auszuschalten. Ich vergaß mein wahres ICH.

Das Herz vergisst nicht!

Anfangs war das eine sehr bequeme und sichere Methode! Allerdings vergisst das Herz nicht wonach es sich sehnt, was es will und warum wir hier sind. Je mehr ich mich von mir abwandte und distanzierte, umso größer wurde mein Schmerz ab einer gewissen Zeit. Und ich kann es bestätigen: diese Schmerzen lassen sich durch und mit nichts betäuben! Weder durch Alkohol noch durch andere Drogen. Dieser Schmerz wird immer größer und er zeigt sich immer und immer wieder, solange, bis man hinschaut und erkennt: Jetzt ist es Zeit zu handeln …

Durch den Schmerz durch …

Ich liebe Emotionen, sie sind etwas Wunderbares! Sie zeigen uns wonach wir uns tatsächlich sehnen. Aber sie weisen uns ebenso darauf hin, was aus der Bahn geraten ist und wo der Schmerz sitzt. Schmerzen zu erkennen und diese auch zulassen, das ist sehr schwer für mich gewesen! Es erfordert Courage. Kampfgeist. Mut. Und den Willen in die Tiefe zu sehen. Ich habe mich lange Zeit dazu entschieden, meine Emotionen unten zu halten. Alles beim Alten zu belassen, der Bequemlichkeit halber. Aber ich merkte auch, dass sich damit rein gar nichts in meinem Leben und an mir ändern wird!

Es ist nun schon ein gutes Jahr her, als ich mich dazu entschieden habe, durch den Schmerz den ich schon so viele Jahre mitschleppte, zu gehen. Ich machte eine weitere Therapie die beinahe drei Monate und fort von zu Hause stattfand. Es war alles andere als ein Spaziergang, das war mir bewusst. Bequem war es auch nicht. Es waren Tage dabei wo ich mich ernsthaft fragte, warum ich eigentlich all das mache. Ob es nicht klüger wäre, die Vergangenheit sein zu lassen und an meiner Motivation und an meinen Träumen für die Zukunft zu arbeiten?

Die Sache war aber die: Ich war nach so vielen Jahren an einen Punkt geraten, wo ich es wissen wollte … WER ich wirklich bin. Ohne meine „Schale“ dabei zu knacken und dabei zu spüren was da alles so in mir schlummert, wäre dies aber nicht möglich gewesen! Sicher hätte ich weiterhin alles in mein Leben ziehen können, was ich mir so vorstelle. Die Frage war aber: Ist das, was wir uns wünschen, auch immer das Richtige für uns?

Dazu ist es notwendig in die Tiefe zu sehen und zu gehen. Ich musste meine „Wunden“ spüren, fühlen und erkennen, was mir wirklich Angst bereitet.

Grenzüberschreitungen …

Ich neigte immer dazu, meine persönlichen Grenzen von anderen Menschen übertreten zu lassen. Ich ertrug mehr als ich eigentlich wollte! Tatsächlich bewusst war mir das, glaube ich nicht. Bis ich in Situationen kam, wo ich merkte, dass ich KEINE gesunden Grenzen habe! Menschen, die sich nicht manipulieren lassen und zudem gesunde Grenzen besitzen, haben keine dieser Probleme wie ich sie damals hatte.

Als ich begann meine Emotionen wieder auszugraben, freizulassen, was ganz schön lange dauerte, wurde mir schnell bewusst, dass ich sehr manipulativ war und mir meinen Grenzen nicht bewusst war. Nach außen war ich hart und stark. In der Tiefe sah es ganz anders aus …

Erfahrungswert von mir:

Gerade wenn wir in einer Beziehung sind, kann es vorkommen, dass wir unserem Partner mehr erlauben als uns eigentlich guttut! Wir übertreten unsere persönlichen Grenzen. Und was in anderen Lebensbereichen vielleicht nicht immer schlecht ist, kann in der Beziehung oft zum Verhängnis werden. Es kommt vor, dass wir uns dabei „vergessen“ und total „aufgeben“! Als Nächstes können auch unsere Werte verloren gehen, während wir NUR damit beschäftigt sind, unserem Partner alles recht zu machen!

Es ist so wichtig zu spüren!

Total wichtig ist es, in sich hineinzuhören und zu SPÜREN. Zu spüren, was einem nicht guttut und was uns verletzt. Was uns innerlich auffrisst! Ich finde es so wichtig, hinter unserer eigenen Lebensgeschichte zu stehen! Zeigen wir uns doch wie wir wirklich sind. Teilen wir unsere Gefühle und Emotionen ohne sie zu verstecken. JEDER MENSCH hat seine Erfahrungen machen müssen. Viele tragen dadurch vielleicht einen Punkt auf ihrer Seele. Leider ist das unser Leben und es gehört in unseren Rucksack. :D

Öffnen wir unser Herz. Früher fand ich Menschen verdammt interessant, die immer cool waren, gut aussahen, auch wenn ich wusste, dass sie jeden Tag aufs Neue eine andere Maske tragen. >händezusammenschlag<. Heute fallen sie mir nicht mal mehr auf. Ich schenke meine Aufmerksamkeit Menschen, die Stärke zeigen und auch über ihre Schwachstellen reden. Einfach pur & echt sind.

Ich erlebe es ja immer wieder an mir selbst: will ich ein authentisches Leben führen, muss ich unter mein Schneckenhaus schauen und ich finde es wichtig, auch anderen diesen Blick zu erlauben! Solange ich mich hinter oder unter irgendetwas verstecke, was ich gar nicht bin, kann ich auch nicht ECHT sein!

Unsere verletzte Seite ist unsere wahre Stärke!

So sehe ich es und bin auch davon überzeugt. Ich bin dankbar für so viel Sensibilität und Erfahrung und auch meinen „Punkt“ auf meiner Seele. :-) Diese Seiten an uns wollen ausgelebt werden! Sicher und das gebe ich selbst auch gerne zu, es macht (gerade am Anfang) etwas Angst, genau diese Seiten zu leben … OHNE doppelten Boden, Rettungsring, Masken und Mauern, nein nix dergleichen stattdessen ganz viel WIR. So wie wir sind. :D

Wir machen es von bestimmten Bedingungen abhängig, ob wir unser echtes ICH zeigen oder nicht, das ist ein großer Fehler. Ich selbst habe das noch eine Zeit lang so praktiziert, bis mich eine ganz wichtige Person in meinem Leben darauf angesprochen hat und dazu gemeint hat: „Es spricht nicht von Vernunft oder Stärke was ich da mache, es ist eher ein Zeichen von Unsicherheit und Schwäche und diesen Menschen habe ich schon lange hinter mich gelassen …!“

Vielleicht kannst Du das mitnehmen, auf Deinem Weg in die Tiefe. Zu Dir selbst. Es ist eine schöne Reise, das kann ich Dir versprechen. Die Dinge werden sich danach verändern …, weil DU DICH verändern wirst!

Ich wünsche Dir eine gute Zeit, pass auf Dich auf und lebe „pur“.

Lesezeit: 4 Minuten

Farben … sie beeinflussen unser Leben mehr, als wir meinen. Manche Farben lösen wohlige Gefühle und Emotionen in uns aus und manche Farben machen uns unruhig. Jede Farbe hat eine andere Wirkung auf unseren Körper und unsere Psyche. Welche Farben wir gerne in unserer Kleidung wiederfinden und mit welchen Farben wir unser zu Hause schmücken, verrät ganz schön viel über uns selbst! Farben geben Rückschlüsse auf unsere Stimmung … sehr oft jedenfalls. Wie bunt ist es in Deinem Leben?

Ich wollte das neue Jahr „bunt“ und positiv beginnen. Deshalb mein Gedanke ein wenig über Farben nachzudenken und einen Artikel daraus zu machen. Schließlich ist der Jänner ohnehin meistens grau in grau. :D

Unser Leben ist voller Farben

Ein tolles Geschenk der Natur wie ich finde, über das wir uns viel zu wenig freuen. Sprechen wir über Farben, denken viele gleich an die Mode – und Werbeindustrie! Das war bei mir eine zwanghafte Berufskrankheit, als ich noch aktiv in der Modeindustrie mitgemischt habe. Heute freue ich mich über die Farben in der Natur, und auch wenn der Jänner das für mich gefühlt längste Monat des Jahres ist, freue ich mich auf die Monate danach, wenn wieder alles BUNT und SAFTIG wird.

Eine meiner ersten „Aktionen“ nach Silvester ist es ja immer mir frische Tulpen zu kaufen … weiße … denn ich liebe weiß. <3
Es löst gute Laune bei mir aus und ist der Beginn einer neuen Dekade, auf die ich mich freue.

Mit der richtigen Farbe gute Laune verbreiten

Geht das denn? JA … auf jeden Fall! Farben beeinflussen unseren Körper und unsere Psyche maßgeblich. Und das ohne zu fragen. ›lach‹. Farben können uns krank machen oder heilen. So wie bekannt ist, dass blaues Licht kühlend auf uns Menschen wirkt, rotes Licht hingegen Energie spendend, wärmend und anregend auf uns wirkt. Und bei der Farbe Rot, fällt mir auch gleich eine liebe Freundin ein, die mir immer rote Wollsocken strickte … zwecks der „Energie“ wär’s gewesen. ›lach‹.

Orangetöne erinnern uns an die Sonne und fördern dadurch ein gewisses Wohlfühlgefühl! Deshalb sind Massageräume gerne in warmen Tönen gemalt. Fakt ist, die Schwingung der Farbe löst Gefühle und Assoziationen aus, je nach verinnerlichter Erfahrung und kulturellem Hintergrund. So wie bei mir weiß die Farbe der Unschuld ist. Sauber und klar. Deshalb werden wahrscheinlich auch Brautkleider und Taufgewänder in Weiß gewählt. In anderen Kulturen allerdings gilt die Farbe Weiß als die Farbe der Trauer …

Und so wie sich die Farbaussage je nach Kultur wandelt, so lässt sich auch die Farbwahrnehmung verändern. Ich habe gelesen, dass bei Menschen mit Diabetes und bei erhöhtem Alkoholkonsum die Blau-Sensitivität niedriger ist. Und so hat unser Gehirn seine ganz eigene Art mit Farben umzugehen.

Freundlich oder düster?

Helle Farben wirken freundlich … sie sind Stimmungsaufheller und geben uns das Gefühl von Weite. Dunkle Farben werden von vielen Menschen als düster, bedrückend und unpersönlich entgegengenommen. Ein „satter“ Farbton wirkt laut und aufdringlich und zarte Farben nehmen wir als zurückhaltend wahr. Das ist das, was mir noch von meiner Farbenlehre aus meinen aktiven Jahren hängengeblieben ist.

Und halte ich mich noch ein klein wenig in der Modewelt auf, muss ich nach wie vor sagen: ICH muss sehr bedrückend und unpersönlich auf andere wirken, denn würden Menschen in meinen Kleiderschrank nach etwas „buntem“ suchen, wären sie mehr als enttäuscht. Ich trage nämlich hauptsächlich und mit Leidenschaft grau. Früher ausnahmslos schwarz, was ich jetzt wegen meiner Fellnasen aber sein lasse! ›lach‹. Und NEIN ich bin nicht frustriert oder befinde mich in einer Grauzone wo ich nicht gesehen werden möchte … ›lach‹. Ich fühle mich einfach wohl und zudem ist die Farbe pflegeleicht und kommt so gut wie NIE aus der Mode, dem Modediktat bin ich entkommen und wenn ich ehrlich bin – hab ich nie mitgemacht!

Das Farben dennoch viel Aufmerksamkeit erregen können ist Tatsache. Wenn wir uns also zu einer bestimmten Farbe hingezogen fühlen, kann das bedeuten, dass diese Farbe in unserem Leben fehlt und das mit der Kleidung ausgleichen. Was will „ich“ also mit meinem Outfit aussagen? Aber es spielen nicht nur die Farben unserer Kleidung eine erhebliche Rolle, vielmehr die Farben in unserm Alltag! „Die Farben in welchen man wohnt, sagen viel über das Innere eines Menschen aus …“ Das stimmt wirklich. Mit welchen Farben umgibst Du Dich zu Hause? Lebst Du sehr farbig oder eher eintönig?

Wie bunt ist also Dein Leben?

Auf jede Farbe einzeln einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen. Und ich denke da gibt es auch genügend Fachliteratur zu kaufen. Was ich aber mit diesem Beitrag bezwecken möchte ist, dass Du Dich umsiehst in Deinem Leben. Betrachte mal etwas genauer die Farben mit denen Du Dich ständig und gerne umgibst!

  • Wie sieht DEIN Alltag aus … knallig oder dezent?
  • Welche Farben bevorzugst Du generell in Deinem Leben?
  • Welche ziehen Dich an und von welchen hältst Du Abstand?

Ich möchte Dich ermutigen, etwas Farbe in Dein Leben zu lassen. (Ich trage rote Energiesocken. ›lach‹)
Unser Leben ist nicht nur schwarz/weiß, auch wenn wir uns kleidungstechnisch vielleicht sehr wohl darin fühlen!
Setzen wir Akzente. Achten wir darauf, welche Farben uns guttun … unsere Seele erwärmen und tanken wir diese Farben aus der Natur! Tanken wir Energie und sei es nur durch eine Pracht farbiger Blumen, die uns beim Vorübergehen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Auch wenn der ein oder andere von uns nicht gerne „Farbe“ trägt, was auch völlig in Ordnung ist – schauen wir uns die Farben des Lebens an, denn an Farbe kann man sich niemals satt sehen!

Die Kunst des Lebens ist, mit allen Farben die das Leben uns schenkt, ein KUNSTWERK zu erschaffen.

Holman Hunt

In diesem Sinne … treib es BUNT. :D

Lesezeit: 5 Minuten

Wir Frauen haben es in der heutigen Zeit nicht so ganz einfach. Auf der einen Seite sind wir dankbar für die Emanzipation, leben unsere Potenziale und dürfen uns mit Männern gleichstellen. Das war vor vielen Jahren noch nicht denkbar und eine andere Situation. Heute sind wir „Superwoman“. Wir können alles, dürfen alles und wir finden uns in den großen Jobs wieder. Wir bringen alles unter einen Hut. Job, Familie, wir sind Allroundtalente und vor allem sind wir eines: unabhängig. Unsere Weiblichkeit zeigen wir mit Stolz …

Jedenfalls tun und leben so sehr viele Frauen. Ich war auch eine dieser Frauen. Es hatte immer wieder mal Berührungspunkte in meinem Leben mit meiner „inneren Sanftheit“ und Weiblichkeit gegeben, aber dann ich spürte in einem besonderen Moment, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen war, mich der Sache anzunähern. Ich merkte nämlich, dass ich mich mit all meiner Selbständigkeit und meinem Selbstbewusstsein und meinem sehr hohen „funktionieren“ unheimlich viel in männlichen Energien bewegte und darin auch verweilte!

Geht nicht – gab’s nicht

Vielleicht kennst Du ja diesen Spruch? Mein Leben bestand immer aus funktionieren und dieser Satz begleitete mich schon von Kindesbeinen an. Ich war und bin es Gott sei Dank wieder – zielstrebig, selbstbewusst und mutig. Früher gab ich sehr ungern die Kontrolle ab und am aller liebsten arbeitete ich ganz alleine. Ähnlich war es auch nach meiner langjährigen Trennung. Ich lebte auch am liebsten alleine was aber nicht heißen soll, dass ich mir nicht eine schöne Beziehung gewünscht hätte! Ich brauchte Menschen, um mich mit ihnen zu verbinden. Zu fühlen und gemeinsam zu wachsen!

Doch mit der Umsetzung war das so eine Sache. Wahrscheinlich war mein Wunsch nach menschlicher Nähe (Partnerschaft) zu fix und die Auswahl fiel immer auf die „Falschen“. In meinem Job war ich gut. Privat war ich miserabel. Aber das spielt heute auch keine Rolle mehr. :D

Wie schön war die Vorstellung, einen Bereich in meinem Leben zu finden, in dem ich mich wirklich fallen lassen und hingeben könnte. Wenn also Kontrolle das eine Extrem ist, indem ich sehr professionell war, wie würde sich dann loslassen auf der anderen Seite anfühlen?

Ich bin überzeugt, dass sehr viele Frauen mehr mit männlichen Energien verbunden sind! Das sind die Anteile in uns, die führen, entscheiden, handeln und mit viel Struktur an die Dinge herantreten. Die weiblichen Energie in uns ist eher passiv, hingebungsvoll, empfänglich, kreativ, weich und sanft. Das Ziel einer reifen Persönlichkeit ist es, beide Anteile in uns in Einklang zu bringen!

ICH GLAUBE FEST DARAN, DASS DAS LEBEN FÜR UNS IMMER DAS BESTE BEREITHÄLT. UND DAS BEDEUTET NICHT, DASS ALLES, WAS UNS PASSIERT, IMMER SCHÖN UND GUT IST.

Manchmal braucht es auch ein paar Seitenhiebe …

Oder einfach gesagt ein paar größere Herausforderungen, damit unsere Persönlichkeit reifen und sich entwickeln kann. Und genauso ist es auch mit der Verbindung zu anderen Menschen. Es kommen doch immer die Menschen in unser Leben, die uns etwas „lernen“ sollen (können). Entweder geht es dabei ums Leben allgemein oder sie spiegeln uns. Das sind dann diejenigen, bei denen sich  alles so echt anfühlt, als würde man sich schon ewig kennen! Kennst Du bestimmt? ›lächel‹.

Sehr oft sind es Menschen, die nicht zu unseren gewünschten und perfekten Gegenstücken zählen. Es sind oft Menschen, die sich nicht zwanghaft in unser Leben fügen. Ich habe oft erlebt, dass es bei mir Menschen waren, die mein Leben komplett durcheinander geworfen haben und mit denen ich absolut nicht kompatibel war!

Es hatte trotzdem einen Grund, weshalb dieser Mensch genau jetzt in mein Leben gestolpert war. Einen Menschen treffen und mit unserer Sehnsucht bei ihm in einem Hafen ankern …<3

Einlassen, fühlen und sich hingeben …

Und wie das mit dem Universum halt so ist, trat auch ein Mensch in mein Leben, der mich mein ganzes SEIN und vor allem meine Hingabe total veränderte. Er veränderte mein Leben deshalb so intensiv, weil er das Bedürfnis meines Herzens und meiner Seele erkannt hatte. Mein halbes Leben hatte ich mir so etwas gewünscht. Ich durfte erfahren, was es bedeutet, beschützt zu sein … auch mal „klein“ sein zu können und das ohne doppelten Boden unter den Füßen.

LOSLASSEN IST DIE SCHWIERIGSTE AUFGABE DIE WIR HABEN. ES BEDEUTET, NÄMLICH SICH EINZULASSEN, ZU FÜHLEN UND SICH HINZUGEBEN.

Das braucht allerdings sehr viel Vertrauen. Und Mut. Und eine gesunde Basis. Es war eine der schwierigsten Aufgaben in meinem Leben. Ich betrat neuen Boden … ein mir unbekanntes Gebiet! Mit Tretminen kannte ich mich aus. Mit Schmerz auch. Es war etwas Unsicheres, aber ich trat diese anspruchsvolle Reise an … und sie war es wert. <3

Plötzlich gab es da jemanden in meinem Leben, der mir auch mal sagte, dass gewisse Dinge so nicht möglich waren. Dieser Jemand wuchs an meiner emotionalen Sensibilität. Ich durfte endlich Schwäche zulassen.

Dem nachgehen, was unser Herz verlangt …

Ich glaube, wir Frauen sind manchmal viel zu taff. Wir blockieren uns und unsere Gefühle, weil wir Angst haben. Viele von uns haben gekämpft bis  zum bitteren Ende einer Beziehung. Viele leb(t)en für die Firma für den Job. Und ganz ganz viele unter uns wollen oder dürfen keine Schwäche zeigen … WEIL … wir es ja ALLEINE schaffen. Aber ist es nicht auch schön, am Ende eines anstrengenden und herausfordernden Arbeitstages bei jemandem anzukommen? Bei all unseren Erfolgen und Kämpfen und vielen Verantwortungen sowie Anstrengungen im Arm eines Menschen zu liegen und sich „schwach“ zu zeigen?

Über seine Ängste oder Misserfolge zu reden und vielleicht dabei auch manchmal Entscheidungen abzugeben? Ich hätte vor einigen Jahren noch sehr laut „JA, ist es“ gerufen! Heute bin ich da ganz anderer Meinung. Für viele Menschen ist es vielleicht normal, aber wenn man das als Frau nie kennengelernt hat, ist es etwas ganz besonders.

Mich hat es unendlich erfüllt, diesen Schutz und diese Fürsorge zu genießen und zu erleben – und für mein Leben gesehen, so viel in dieser Rolle nachzuholen. Klein und bedürftig war ich zwischendurch und das doch eine ganze Weile. Ich war es gewohnt in meinem Leben alle Entscheidungen alleine und schnell zu treffen. Immer für alles verantwortlich zu sein und ja nicht zulassen, dass auch ich mal eine kräftige Schulter zum Anlehnen brauchte … wie schon gesagt … ich schaffe ja alles alleine.

Die letzten Jahre mit diesem Menschen haben mich „weich“ werden lassen. Denn in diesen Jahren hat auch die kleine Sandra, besonders viel Liebe und Zuneigung erfahren dürfen. <3 Für diese doch sehr späte Erfahrung bin ich auch endlos dankbar! Meine viel zu vielen männlichen Energien habe ich umgewandelt in mehr weibliche, die mir ohnehin gefehlt haben. >lach<. Mein Gleichgewicht ist hergestellt.

All das braucht Vertrauen …

Vertrauen in DEIN Leben! Es wird ein Mensch in Dein Leben kommen (sofern Du ihm nicht schon begegnet bist), vor dem Du leuchten und wachsen darfst. Es wird jemand sein, der sich nicht dadurch bedroht fühlt, wenn Du über Dich hinauswächst! Du musst nur bereit und offen sein, viele Menschen in Dein Leben zu lassen aber auch wieder gehen zu lassen …

Jeder Mensch wird in Deinem Herzen ein Geschenk hinterlassen und es liegt an Dir, es zu erkennen und anzunehmen. Und eines Tages wird es einen Menschen geben, der Deine Schwäche und die Angst dahinter versteht und gemeinsam mit Dir „ausbrüten“ wird. <3

DIE SCHÖNSTEN GESCHICHTEN IN UNSEREM LEBEN, BEGINNEN MIT DEM WORT „ZULASSEN“ … ›zwinker‹

Ein Beitrag aus dem Herzen geschrieben. #mutmachergedanken NUR für Dich.

Lesezeit: 4 Minuten

Was hat mein Leben geprägt? Wer bin ich heute und wie war ich? Wohin möchte ich mein Leben lenken? Kann ich es überhaupt beeinflussen? Beim Schreiben finden wir so viele wertvolle Antworten auf die wichtigsten Fragen unseres Lebens. Wir befreien uns von Altlasten und öffnen die Fenster zu unserer inneren Weisheit.

Vielleicht fragst Du Dich weshalb ich so oft über das Schreiben an sich „schreibe“?  Die Antwort ist noch immer dieselbe. Weil es mein Leben verändert hat! Und nicht nur meines, sondern auch das Leben mancher Freunde oder Menschen, denen ich immer wieder davon erzählt habe, wie gut es tut kann, sich alles von der Seele zu schreiben.

Bist Du diesem Gefühl schon mal begegnet?

Das Gefühl, das sich einstellt, wenn Du Dir einmal alles von der Seele geschrieben hast? Alles auf Papier zu transportieren, was Dich belastet? Die vielen Kränkungen und Sorgen, die vielen Ängste? Vielleicht hast Du ja schon als Mädchen den Trost des Tagebuchs erfahren, dem Du alles anvertrauen konntest! Ich habe sogar noch eines aus meiner Jugend. Vollgepackt mit Liebeskummer, dem Streit mit Eltern und Schwester, und die Wut auf die ganze Welt. ›lächel‹

Es sind aber auch schöne und liebevolle Momente darin zu finden. Viele verbotene Abenteuer, die wildesten Träume und Sehnsüchte. <3 Schreiben ist der Königsweg der Selbsterkenntnis. Davon bin ich ganz fest überzeugt.

Sobald wir einen Stift in die Hand nehmen und unsere Worte aufs Papier weitergeben, setzt diese befreiende Wirkung ein. Du kannst es spüren wie sich mit jeder Zeile Dein Körper entspannt. Im Schreibprozess geben wir uns die Erlaubnis, uns so zu zeigen wie wir sind. Echt. Unverstellt. Authentisch. Ohne Einschränkung und ohne Verbote! Blockaden werden locker und Gefühle finden ihren Weg nach draußen! Alte Glaubenssätze verlieren plötzlich ihre Macht.

Wir begegnen uns selbst ganz natürlich und ungeschminkt, kommen unserer inneren Wahrheit immer näher. „Wer schreibt, macht sich auf den Weg zu sich selbst“, hat mal ein sehr lieber Mensch zu mir gesagt. Und dem stimme ich bis heute zu. Wenn ich schreibe, erkenne ich, dass ich mir wirklich „wichtig“ bin.  Ich kann mich dabei selbst neu entwerfen, es beeinflusst meine Stimmung  und ich schaffe es, mir auch in den schwierigsten Situationen Mut zu schaufeln. Ich gebe dem, was in mir ist, AUSDRUCK!

Das Schreiben ermöglicht, innerlich aufzuräumen. Blockaden abzubauen und der Lebensenergie zu erlauben hervorzusteigen!

Öffne Dich für Deine Gefühle …

Wir alle tragen einen verletzbaren Kern in uns. In dem sitzt unsere Kraft. Darin liegt und ruht unsere innere Weisheit. Sie weiß viel mehr über uns, als wir überhaupt ahnen! Um sich der befreienden Kraft des Schreibens öffnen zu können, ist das intuitive Schreiben die beste Übung. :D

Intuitives Schreiben bedeutet Weiterentwicklung. Ein Weg zum „Selbstcoaching“ wenn Du möchtest. Dieses Schreiben aktiviert Dein Wissen aus Deinem Verstand. Es ist eine einfache Methode das Wissen Deines Körpers zu nutzen. So wirst Du bewusster mit Deinem Leben umgehen. Es klingt vielleicht wie eine Wissenschaft, ist es aber nicht, denn Schreiben sollte etwas ganz einfaches und intuitives bleiben!

Ich selbst schreibe schon mein ganzes Leben lang sehr gerne. Und das am liebsten mit der Hand auf Papier! Ich bin eine Liebhaberin schöner Notizbücher und der allgemeinen Großschreibung in meinen Büchern. Eine ausgeprägte Handschrift liebe ich ebenso. Sehe ich die Handschrift eines anderen, ist es für mich etwas sehr Persönliches, das ganz viel über den Menschen aussagt! Aber zurück zum intuitiven Schreiben … ›lach‹

Es gibt keine bestimmte Zeit, in der Du damit beginnen sollst. Ich bin der Meinung, diese „richtige“ Zeit stellt sich von ganz alleine ein. Ich liebe es abends zu schreiben. Meinen Tag gedanklich auf Papier zu bringen. Stift und Papier sind für mich genauso wichtig wie Lipgloss … also immer dabei!

Falls Du noch keine Routine darin entwickelt hast, wird es Dir am Anfang etwas schwerfallen. Ein Tipp von mir:
Denke nicht zu viel darüber nach! Schreibe einfach darauf los. Lass Deine Hand mit dem Stift über die Seite gleiten. Ohne über richtig, schön oder falsch und peinlich nachzudenken! Schreibe über Oberflächliches, über tiefsinniges aber auch lustiges. Alles was Du so am Tag erlebt hast, oder was Dich eben beschäftigt.

Das intuitive Schreiben ist eine Art „Psychohygiene“

Du kannst und darfst Dir ALLES von der Seele schreiben. ›lach‹ Super, oder? So befreist Du Dich von all den Dingen, die Dich belasten und welche sich immer wieder zwischen  Dich und Dein wahres Ich drängeln. Somit löst Deine Blockaden selbst und gibst Deiner Seele Raum um zu atmen. <3

Manche Gefühle warten vielleicht schon ganz lange darauf, sich endlich zeigen zu dürfen. Wenn ich an mich selbst zurückdenke, wird mir heute noch übel! Ich hatte so unglaublich viel verdrängt! Alles wanderte in den Untergrund und von dort zogen diese „abgestellten“ Gefühle ihre Fäden! Diese Gefühle waren mächtig und bestimmten viel zu lange mein Leben. Bemerkt habe ich es erst, als ich ernsthaft mit dem Schreiben begann.

Mein Stift war meine Waffe um den „Untergrund“ aufzumischen und mich daraus zu befreien. Es ist wirklich möglich, sich vom Ballast der Vergangenheit auch schriftlich zu befreien. Öffne Dich dem Schmerz und so mancher Bitterkeit. Erforsche Dein Innenleben samt allen Gefühlen. Benenne sie und schreibe sie nieder. <3 Genauso kann Heilung geschehen. Was war, kann sich in etwas Neues verwandeln … ich habe es erlebt.

Was war, das ist …

Da können wir nichts mehr verschieben und verändern. Akzeptieren, mehr fällt mir dazu nicht ein. Was wir allerdings schon können, ist eine Entscheidung treffen, WIE wir das Geschehene betrachten möchten! Mit dem Schreiben setzen wir unsere Kreativität zum „Heilwerden“ ein. Wir machen uns auf die Suche, die Schätze unseres Lebens zu finden und nach oben zu bringen.

Du öffnest damit Türen, die noch fest verschlossen waren. Du lässt Licht in den „Untergrund“. So setzt Du das, was Du erlebt hast, in einen neuen Rahmen. ›lächel‹

Was natürlich nicht heißt, dass wir unsere Erinnerungen manipulieren, wir beleuchten sie nur anders. Der Fokus wird verändert und so starren wir nicht länger auf die schmerzhaften Erinnerungen, sondern stellen ihnen andere, SCHÖNE Erinnerungen an die Seite.

Die glänzenden Tage behalte ich, die dunklen gebe ich dem Schicksal zurück. So mache ich es. Mit sehr großem Erfolg. :-)

Schreibend kann sich jeder Mensch allen Fragen widmen:
Welche Erfahrungen haben mich neues gelehrt?
Was hat mir Kraft gegeben?
Wo liegen meine Talente?
Wie sieht es mit meinem geistigen Potenzial aus?
Und weit ist mein Herz geöffnet?

Es gibt so viele Fragen, die wir uns stellen können. Das Schreiben wird Dir dabei eine große Hilfe sein. Alle Sehnsüchte, die sich in Dir zurückgezogen haben, werden sich zeigen, wenn Du schreibst. <3

Ich wünsche mir sehr, dass ich Dich mit meiner Leidenschaft anstecken kann. Ein Versuch ist es allemal wert.
Wenn Du Deine Erfahrungen mit mir teilen möchtest, lasse sie mir gerne in den Kommentaren da.

Lesezeit: 5 Minuten

Wir alle werden beeinflusst von der Welt der menschlichen Beziehungen. Das können wir zweifellos nicht leugnen. Wir können aber lernen, uns selbst durch die Augen anderer Menschen besonders unserer Partner zu entdecken. Jeder Mensch, der unseren Lebensweg durchkreuzt und den wir kennenlernen, kann uns etwas anderes spiegeln. In unseren Beziehungen zu ihnen dürfen wir uns selbst wieder erkennen. Wir projizieren genau das auf andere, was wir in uns selbst nicht sehen möchten.

Unsere Beziehungen sind unser Spiegel

Es spiegelt sich so ziemlich alles in unseren Beziehungen, was in uns vorgeht. Unsere innere Gefühlswelt wird sichtbar! Sind wir glücklich, ziehen wir glückliche Menschen an. Sind wir unzufrieden, geben wir das oft an unsere Mitmenschen weiter und wir umgeben uns auch mit Menschen, die die gleichen Gefühle wie wir selbst erleben. Die wichtigste Beziehung, die wir führen, ist die mit uns selbst! Sie setzt den Grundstein für alle anderen Beziehungen, die wir eingehen werden. Und wir können nur eine tolle und liebevolle Beziehung führen, wenn wir mit uns selbst die BESTE führen.

Ich weiß es klingt ziemlich abgedroschen, weil wir das ja ständig hören oder lesen. Aber es ist so verdammt wichtig, sich das immer wieder vor Augen zu halten. Menschen, die ständig im Konflikt mit sich selbst stehen, die weglaufen und ständig „austeilen“, anstatt mal stehen zu bleiben, um nachzudenken. Menschen die aufgeben, anstatt zu kämpfen und auch noch erwarten, dass sich alle anderen ändern, verlagern ihre unerfüllten Bedürfnisse auf ihr Umfeld.

Ich zieh ja solche Menschen immer und immer wieder an. Es liegt an mir, denn ich mag es „gebraucht“ zu werden. Ich mag es, wenn ich sehe, wie sich ein anderer durch meine Liebe verändern kann! Wenn sie aufblühen, regelrecht über sich hinauswachsen und neue Ziele erreichen. Liebe gewinnt für mich immer. <3

Leider gibt es da einen Fehler im System. Denn, wenn die Selbstliebe und damit meine ich wirkliche bedingungslose Selbstliebe nicht gefestigt ist, läuft die Liebe die Du Deinem Partner geben möchtest, ins Leere. Klar kommt sie „irgendwie und irgendwann“ an, aber sie wird sich nicht vermehren und kann sich nicht weiter entwickeln.

Ich weiß wie es sich anfühlt, zu sehr zu lieben, sich für jemand anderen zurückzustellen und sich sogar ein Stück weit aufzugeben.

„Das ist eine Sucht“!

Das sagten mir man in vielen Gesprächen, die ich diesbezüglich geführt habe.  All das hat mit LIEBE nichts zu tun! Schon möglich, vielleicht ist das auch so. Aber vielleicht beinhaltet diese „Sucht“ auch einen ganz großen Teil Liebe? Das Problem, und dieses ist mir auch klar geworden ist, dass die Liebe keine Basis hat! Das Problem ist, dass die Liebe immer an Bedingungen geknüpft ist. Sie ist nicht frei von Erwartungen, da man ja den anderen mit seiner Zuneigung verändern möchte.

An der Stelle kann ich von mir selbst sagen, dass ich fast schon eine „Retterrolle“ eingenommen habe. „Oh ja, ich möchte für dich da sein und dir zeigen wie toll du bist …“ Diese Muster sind (waren) zwar immer sehr liebevoll gemeint und zeigen große Hilfsbereitschaft, aber wir können keinen Menschen „retten“ wenn er sich selbst nicht verändern mag! Wir können ihn NUR lieben … ganz ohne Druck. Aus Erfahrung kann ich sagen, wie schmerzerfüllt dieser Weg sein kann.

Liebe alleine, reicht nicht für eine Beziehung

Diese Erkenntnis war eine der wichtigsten in meinem Leben. Nach meinen Trennungen habe ich mich oft gefragt: „Habe ich nicht genug geliebt und gegeben?“ Doch darum ging es gar nicht. Es gibt so viele unterschiedliche Formen der Liebe, und wir müssen für uns selbst herausfinden, welche die BESTE für uns ist!

Die einen macht es happy sich aufzuopfern, andere bevorzugen die Liebe, die ganz viel Freiraum lässt. Unsere Wünsche an die Liebe können wir selbst klar definieren. Wichtig und ein guter Rat von mir: Stelle keine Bedingungen. Liebe passiert nicht unter Druck oder Erwartungen. Liebe wächst, indem wir einfach dazu bereit sind, uns darauf einzulassen. <3

Es gibt aber auch noch eine andere Seite

Es gibt nichts Frustrierenderes als einem Menschen alles geben zu wollen, doch zu merken, dass es sinnlos ist! Du verlierst dich darin selbst …

Wir fallen in die Opferrolle, wenn unsere Liebe ins Leere greift. Und bevor man es sich selbst eingesteht, ist die „Opferrolle“ eine tolle Alternative! Wir sind die Mutter Theresa, die doch nur alles richtig machen möchte und helfen will. Und was ist der Dank dafür? Pure Zurückweisung! Dabei machen wir uns klein und bedürftig. Vielleicht ist das für eine kurze Zeit auch okay, aber langfristig gesehen ist die „Opferrolle“ nichts Gutes! In solchen Bindungen findet die Beziehung auf zwei Ebenen statt. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit wirkliche Nähe zu spüren!

Das Wichtigste in unseren Beziehungen ist das Gleichgewicht an Freiheit und Geborgenheit. Das Wort AMAE kommt aus dem Japanischen und bedeutet, sich in der Beziehung geborgen und sicher zu fühlen. Aber auch frei und unabhängig! Dieses Wörtchen beinhaltet alles, was man über Beziehung zu sagen ist. <3
Harmonisch im Gleichgewicht mit uns selbst und unserer Beziehung leben.

Eine Beziehung eingehen, ist ein Gefühl

Liebe ist nicht das, was wir erwarten zu bekommen. Sondern das, was wir bereit sind zu geben. Kluge Frau, die Katharine Hepburn. :-)

Wenn wir uns entscheiden, eine Beziehung einzugehen, ist das keine Entscheidung, die unser Kopf trifft. Da werden keine Vor – und Nachteile abgewogen und hinterfragt. Es ist auch kein rationales Empfinden! Liebe ist ein Gefühl! Es kann uns sogar manchmal blind und hilflos machen … nämlich dann, wenn wir sie falsch interpretieren.

Liebe kann sogar egoistisch und aufopfernd sein. Wir glauben, dass das Gegenüber, das in seinem Herzen trägt, was wir so dringend brauchen und gehen davon aus, dass dieser Mensch all das immer und ohne Bedingungen zur Verfügung stellt!

Und gleichzeitig ist LIEBE so wundervoll! Sie schafft es, uns schweben zu lassen. Sie lässt uns ankommen, durchatmen und auftanken. Liebe ist ein Gefühl das sich „warm“ anfühlt. Sie schafft es, unsere Prioritäten zu verschieben und ich finde, das darf auch sein. <3

Jede Beziehung spiegelt uns etwas …

Es ist übrigens komplett gleichgültig, ob es sich um eine Freundschaft oder eine Liebesbeziehung handelt. Alle Beziehungen, die wir eingehen, konfrontieren uns mit unserer inneren Gefühlswelt! Jede Verbindung spiegelt uns etwas. Oft ist es ja so, dass wir das, was wir an anderen nicht leiden können, auch an uns selbst nicht mögen. Dinge, die uns bei anderen abstoßen oder „aufregen“, sind auch Anteile, die wir an uns selbst nicht akzeptieren können! Vielleicht kennst Du das ja. ›zwinker‹

Andersrum ist es genau das Gleiche. Es gibt Menschen, mit denen wir sofort „warm“ werden. So als würde man sich schon ewig kennen. Sie tragen sehr oft etwas in sich das wir selber in unserer Persönlichkeit gerne hätten und deshalb bei anderen sehr schätzen.

Beziehungen sagen mehr über uns aus, als wir manchmal meinen. Doch bei aller LIEBE, jeder entscheidet selbst, in welchem Tempo er sich entwickelt. Ich habe die Erfahrung mehrfach machen müssen: Alleine wegen der Hoffnung oder der Sehnsucht bei einem Menschen zu bleiben, wird Dich auf Dauer kaputt machen!

Die Bibel sagt, die Liebe glaubt alles, hofft alles, und hält allem stand. Ich hatte das tatsächlich mal geglaubt. Niemals aufgeben, weil Liebe das höchste Ziel ist und es unglaublich viel Geduld beweist, wenn Frau aus tiefsten Herzen weiter an die Liebe glaubt. Heute weiß ich, dass sich Liebe verändert. Verändern darf! Und es auch LIEBE sein kann, einen Menschen zu verlassen.

Schlussworte:

Nimm Dir das Gute aus Deiner alten Beziehung mit.
Bedanke Dich aufrichtig.
Sei wütend, traurig und verletzt.
Weine Dir die Seele aus dem Leib und lass Dich fallen.
Aber vertraue darauf, dass sich der Schmerz verändern wird!
Du wirst bei Dir ankommen, und die Liebe zu Dir selbst, wird bleiben. <3

Eine gute Zeit, alleine oder zu zweit.