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Wir Frauen haben es in der heutigen Zeit nicht so ganz einfach. Auf der einen Seite sind wir dankbar für die Emanzipation, leben unsere Potenziale und dürfen uns mit Männern gleichstellen. Das war vor vielen Jahren noch nicht denkbar und eine andere Situation. Heute sind wir „Superwoman“. Wir können alles, dürfen alles und wir finden uns in den großen Jobs wieder. Wir bringen alles unter einen Hut. Job, Familie, wir sind Allroundtalente und vor allem sind wir eines: unabhängig. Unsere Weiblichkeit zeigen wir mit Stolz …

Jedenfalls tun und leben so sehr viele Frauen. Ich war auch eine dieser Frauen. Es hatte immer wieder mal Berührungspunkte in meinem Leben mit meiner „inneren Sanftheit“ und Weiblichkeit gegeben, aber dann ich spürte in einem besonderen Moment, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen war, mich der Sache anzunähern. Ich merkte nämlich, dass ich mich mit all meiner Selbständigkeit und meinem Selbstbewusstsein und meinem sehr hohen „funktionieren“ unheimlich viel in männlichen Energien bewegte und darin auch verweilte!

Geht nicht – gab’s nicht

Vielleicht kennst Du ja diesen Spruch? Mein Leben bestand immer aus funktionieren und dieser Satz begleitete mich schon von Kindesbeinen an. Ich war und bin es Gott sei Dank wieder – zielstrebig, selbstbewusst und mutig. Früher gab ich sehr ungern die Kontrolle ab und am aller liebsten arbeitete ich ganz alleine. Ähnlich war es auch nach meiner langjährigen Trennung. Ich lebte auch am liebsten alleine was aber nicht heißen soll, dass ich mir nicht eine schöne Beziehung gewünscht hätte! Ich brauchte Menschen, um mich mit ihnen zu verbinden. Zu fühlen und gemeinsam zu wachsen!

Doch mit der Umsetzung war das so eine Sache. Wahrscheinlich war mein Wunsch nach menschlicher Nähe (Partnerschaft) zu fix und die Auswahl fiel immer auf die „Falschen“. In meinem Job war ich gut. Privat war ich miserabel. Aber das spielt heute auch keine Rolle mehr. :D

Wie schön war die Vorstellung, einen Bereich in meinem Leben zu finden, in dem ich mich wirklich fallen lassen und hingeben könnte. Wenn also Kontrolle das eine Extrem ist, indem ich sehr professionell war, wie würde sich dann loslassen auf der anderen Seite anfühlen?

Ich bin überzeugt, dass sehr viele Frauen mehr mit männlichen Energien verbunden sind! Das sind die Anteile in uns, die führen, entscheiden, handeln und mit viel Struktur an die Dinge herantreten. Die weiblichen Energie in uns ist eher passiv, hingebungsvoll, empfänglich, kreativ, weich und sanft. Das Ziel einer reifen Persönlichkeit ist es, beide Anteile in uns in Einklang zu bringen!

ICH GLAUBE FEST DARAN, DASS DAS LEBEN FÜR UNS IMMER DAS BESTE BEREITHÄLT. UND DAS BEDEUTET NICHT, DASS ALLES, WAS UNS PASSIERT, IMMER SCHÖN UND GUT IST.

Manchmal braucht es auch ein paar Seitenhiebe …

Oder einfach gesagt ein paar größere Herausforderungen, damit unsere Persönlichkeit reifen und sich entwickeln kann. Und genauso ist es auch mit der Verbindung zu anderen Menschen. Es kommen doch immer die Menschen in unser Leben, die uns etwas „lernen“ sollen (können). Entweder geht es dabei ums Leben allgemein oder sie spiegeln uns. Das sind dann diejenigen, bei denen sich  alles so echt anfühlt, als würde man sich schon ewig kennen! Kennst Du bestimmt? ›lächel‹.

Sehr oft sind es Menschen, die nicht zu unseren gewünschten und perfekten Gegenstücken zählen. Es sind oft Menschen, die sich nicht zwanghaft in unser Leben fügen. Ich habe oft erlebt, dass es bei mir Menschen waren, die mein Leben komplett durcheinander geworfen haben und mit denen ich absolut nicht kompatibel war!

Es hatte trotzdem einen Grund, weshalb dieser Mensch genau jetzt in mein Leben gestolpert war. Einen Menschen treffen und mit unserer Sehnsucht bei ihm in einem Hafen ankern …<3

Einlassen, fühlen und sich hingeben …

Und wie das mit dem Universum halt so ist, trat auch ein Mensch in mein Leben, der mich mein ganzes SEIN und vor allem meine Hingabe total veränderte. Er veränderte mein Leben deshalb so intensiv, weil er das Bedürfnis meines Herzens und meiner Seele erkannt hatte. Mein halbes Leben hatte ich mir so etwas gewünscht. Ich durfte erfahren, was es bedeutet, beschützt zu sein … auch mal „klein“ sein zu können und das ohne doppelten Boden unter den Füßen.

LOSLASSEN IST DIE SCHWIERIGSTE AUFGABE DIE WIR HABEN. ES BEDEUTET, NÄMLICH SICH EINZULASSEN, ZU FÜHLEN UND SICH HINZUGEBEN.

Das braucht allerdings sehr viel Vertrauen. Und Mut. Und eine gesunde Basis. Es war eine der schwierigsten Aufgaben in meinem Leben. Ich betrat neuen Boden … ein mir unbekanntes Gebiet! Mit Tretminen kannte ich mich aus. Mit Schmerz auch. Es war etwas Unsicheres, aber ich trat diese anspruchsvolle Reise an … und sie war es wert. <3

Plötzlich gab es da jemanden in meinem Leben, der mir auch mal sagte, dass gewisse Dinge so nicht möglich waren. Dieser Jemand wuchs an meiner emotionalen Sensibilität. Ich durfte endlich Schwäche zulassen.

Dem nachgehen, was unser Herz verlangt …

Ich glaube, wir Frauen sind manchmal viel zu taff. Wir blockieren uns und unsere Gefühle, weil wir Angst haben. Viele von uns haben gekämpft bis  zum bitteren Ende einer Beziehung. Viele leb(t)en für die Firma für den Job. Und ganz ganz viele unter uns wollen oder dürfen keine Schwäche zeigen … WEIL … wir es ja ALLEINE schaffen. Aber ist es nicht auch schön, am Ende eines anstrengenden und herausfordernden Arbeitstages bei jemandem anzukommen? Bei all unseren Erfolgen und Kämpfen und vielen Verantwortungen sowie Anstrengungen im Arm eines Menschen zu liegen und sich „schwach“ zu zeigen?

Über seine Ängste oder Misserfolge zu reden und vielleicht dabei auch manchmal Entscheidungen abzugeben? Ich hätte vor einigen Jahren noch sehr laut „JA, ist es“ gerufen! Heute bin ich da ganz anderer Meinung. Für viele Menschen ist es vielleicht normal, aber wenn man das als Frau nie kennengelernt hat, ist es etwas ganz besonders.

Mich hat es unendlich erfüllt, diesen Schutz und diese Fürsorge zu genießen und zu erleben – und für mein Leben gesehen, so viel in dieser Rolle nachzuholen. Klein und bedürftig war ich zwischendurch und das doch eine ganze Weile. Ich war es gewohnt in meinem Leben alle Entscheidungen alleine und schnell zu treffen. Immer für alles verantwortlich zu sein und ja nicht zulassen, dass auch ich mal eine kräftige Schulter zum Anlehnen brauchte … wie schon gesagt … ich schaffe ja alles alleine.

Die letzten Jahre mit diesem Menschen haben mich „weich“ werden lassen. Denn in diesen Jahren hat auch die kleine Sandra, besonders viel Liebe und Zuneigung erfahren dürfen. <3 Für diese doch sehr späte Erfahrung bin ich auch endlos dankbar! Meine viel zu vielen männlichen Energien habe ich umgewandelt in mehr weibliche, die mir ohnehin gefehlt haben. >lach<. Mein Gleichgewicht ist hergestellt.

All das braucht Vertrauen …

Vertrauen in DEIN Leben! Es wird ein Mensch in Dein Leben kommen (sofern Du ihm nicht schon begegnet bist), vor dem Du leuchten und wachsen darfst. Es wird jemand sein, der sich nicht dadurch bedroht fühlt, wenn Du über Dich hinauswächst! Du musst nur bereit und offen sein, viele Menschen in Dein Leben zu lassen aber auch wieder gehen zu lassen …

Jeder Mensch wird in Deinem Herzen ein Geschenk hinterlassen und es liegt an Dir, es zu erkennen und anzunehmen. Und eines Tages wird es einen Menschen geben, der Deine Schwäche und die Angst dahinter versteht und gemeinsam mit Dir „ausbrüten“ wird. <3

DIE SCHÖNSTEN GESCHICHTEN IN UNSEREM LEBEN, BEGINNEN MIT DEM WORT „ZULASSEN“ … ›zwinker‹

Ein Beitrag aus dem Herzen geschrieben. #mutmachergedanken NUR für Dich.

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Was hat mein Leben geprägt? Wer bin ich heute und wie war ich? Wohin möchte ich mein Leben lenken? Kann ich es überhaupt beeinflussen? Beim Schreiben finden wir so viele wertvolle Antworten auf die wichtigsten Fragen unseres Lebens. Wir befreien uns von Altlasten und öffnen die Fenster zu unserer inneren Weisheit.

Vielleicht fragst Du Dich weshalb ich so oft über das Schreiben an sich „schreibe“?  Die Antwort ist noch immer dieselbe. Weil es mein Leben verändert hat! Und nicht nur meines, sondern auch das Leben mancher Freunde oder Menschen, denen ich immer wieder davon erzählt habe, wie gut es tut kann, sich alles von der Seele zu schreiben.

Bist Du diesem Gefühl schon mal begegnet?

Das Gefühl, das sich einstellt, wenn Du Dir einmal alles von der Seele geschrieben hast? Alles auf Papier zu transportieren, was Dich belastet? Die vielen Kränkungen und Sorgen, die vielen Ängste? Vielleicht hast Du ja schon als Mädchen den Trost des Tagebuchs erfahren, dem Du alles anvertrauen konntest! Ich habe sogar noch eines aus meiner Jugend. Vollgepackt mit Liebeskummer, dem Streit mit Eltern und Schwester, und die Wut auf die ganze Welt. ›lächel‹

Es sind aber auch schöne und liebevolle Momente darin zu finden. Viele verbotene Abenteuer, die wildesten Träume und Sehnsüchte. <3 Schreiben ist der Königsweg der Selbsterkenntnis. Davon bin ich ganz fest überzeugt.

Sobald wir einen Stift in die Hand nehmen und unsere Worte aufs Papier weitergeben, setzt diese befreiende Wirkung ein. Du kannst es spüren wie sich mit jeder Zeile Dein Körper entspannt. Im Schreibprozess geben wir uns die Erlaubnis, uns so zu zeigen wie wir sind. Echt. Unverstellt. Authentisch. Ohne Einschränkung und ohne Verbote! Blockaden werden locker und Gefühle finden ihren Weg nach draußen! Alte Glaubenssätze verlieren plötzlich ihre Macht.

Wir begegnen uns selbst ganz natürlich und ungeschminkt, kommen unserer inneren Wahrheit immer näher. „Wer schreibt, macht sich auf den Weg zu sich selbst“, hat mal ein sehr lieber Mensch zu mir gesagt. Und dem stimme ich bis heute zu. Wenn ich schreibe, erkenne ich, dass ich mir wirklich „wichtig“ bin.  Ich kann mich dabei selbst neu entwerfen, es beeinflusst meine Stimmung  und ich schaffe es, mir auch in den schwierigsten Situationen Mut zu schaufeln. Ich gebe dem, was in mir ist, AUSDRUCK!

Das Schreiben ermöglicht, innerlich aufzuräumen. Blockaden abzubauen und der Lebensenergie zu erlauben hervorzusteigen!

Öffne Dich für Deine Gefühle …

Wir alle tragen einen verletzbaren Kern in uns. In dem sitzt unsere Kraft. Darin liegt und ruht unsere innere Weisheit. Sie weiß viel mehr über uns, als wir überhaupt ahnen! Um sich der befreienden Kraft des Schreibens öffnen zu können, ist das intuitive Schreiben die beste Übung. :D

Intuitives Schreiben bedeutet Weiterentwicklung. Ein Weg zum „Selbstcoaching“ wenn Du möchtest. Dieses Schreiben aktiviert Dein Wissen aus Deinem Verstand. Es ist eine einfache Methode das Wissen Deines Körpers zu nutzen. So wirst Du bewusster mit Deinem Leben umgehen. Es klingt vielleicht wie eine Wissenschaft, ist es aber nicht, denn Schreiben sollte etwas ganz einfaches und intuitives bleiben!

Ich selbst schreibe schon mein ganzes Leben lang sehr gerne. Und das am liebsten mit der Hand auf Papier! Ich bin eine Liebhaberin schöner Notizbücher und der allgemeinen Großschreibung in meinen Büchern. Eine ausgeprägte Handschrift liebe ich ebenso. Sehe ich die Handschrift eines anderen, ist es für mich etwas sehr Persönliches, das ganz viel über den Menschen aussagt! Aber zurück zum intuitiven Schreiben … ›lach‹

Es gibt keine bestimmte Zeit, in der Du damit beginnen sollst. Ich bin der Meinung, diese „richtige“ Zeit stellt sich von ganz alleine ein. Ich liebe es abends zu schreiben. Meinen Tag gedanklich auf Papier zu bringen. Stift und Papier sind für mich genauso wichtig wie Lipgloss … also immer dabei!

Falls Du noch keine Routine darin entwickelt hast, wird es Dir am Anfang etwas schwerfallen. Ein Tipp von mir:
Denke nicht zu viel darüber nach! Schreibe einfach darauf los. Lass Deine Hand mit dem Stift über die Seite gleiten. Ohne über richtig, schön oder falsch und peinlich nachzudenken! Schreibe über Oberflächliches, über tiefsinniges aber auch lustiges. Alles was Du so am Tag erlebt hast, oder was Dich eben beschäftigt.

Das intuitive Schreiben ist eine Art „Psychohygiene“

Du kannst und darfst Dir ALLES von der Seele schreiben. ›lach‹ Super, oder? So befreist Du Dich von all den Dingen, die Dich belasten und welche sich immer wieder zwischen  Dich und Dein wahres Ich drängeln. Somit löst Deine Blockaden selbst und gibst Deiner Seele Raum um zu atmen. <3

Manche Gefühle warten vielleicht schon ganz lange darauf, sich endlich zeigen zu dürfen. Wenn ich an mich selbst zurückdenke, wird mir heute noch übel! Ich hatte so unglaublich viel verdrängt! Alles wanderte in den Untergrund und von dort zogen diese „abgestellten“ Gefühle ihre Fäden! Diese Gefühle waren mächtig und bestimmten viel zu lange mein Leben. Bemerkt habe ich es erst, als ich ernsthaft mit dem Schreiben begann.

Mein Stift war meine Waffe um den „Untergrund“ aufzumischen und mich daraus zu befreien. Es ist wirklich möglich, sich vom Ballast der Vergangenheit auch schriftlich zu befreien. Öffne Dich dem Schmerz und so mancher Bitterkeit. Erforsche Dein Innenleben samt allen Gefühlen. Benenne sie und schreibe sie nieder. <3 Genauso kann Heilung geschehen. Was war, kann sich in etwas Neues verwandeln … ich habe es erlebt.

Was war, das ist …

Da können wir nichts mehr verschieben und verändern. Akzeptieren, mehr fällt mir dazu nicht ein. Was wir allerdings schon können, ist eine Entscheidung treffen, WIE wir das Geschehene betrachten möchten! Mit dem Schreiben setzen wir unsere Kreativität zum „Heilwerden“ ein. Wir machen uns auf die Suche, die Schätze unseres Lebens zu finden und nach oben zu bringen.

Du öffnest damit Türen, die noch fest verschlossen waren. Du lässt Licht in den „Untergrund“. So setzt Du das, was Du erlebt hast, in einen neuen Rahmen. ›lächel‹

Was natürlich nicht heißt, dass wir unsere Erinnerungen manipulieren, wir beleuchten sie nur anders. Der Fokus wird verändert und so starren wir nicht länger auf die schmerzhaften Erinnerungen, sondern stellen ihnen andere, SCHÖNE Erinnerungen an die Seite.

Die glänzenden Tage behalte ich, die dunklen gebe ich dem Schicksal zurück. So mache ich es. Mit sehr großem Erfolg. :-)

Schreibend kann sich jeder Mensch allen Fragen widmen:
Welche Erfahrungen haben mich neues gelehrt?
Was hat mir Kraft gegeben?
Wo liegen meine Talente?
Wie sieht es mit meinem geistigen Potenzial aus?
Und weit ist mein Herz geöffnet?

Es gibt so viele Fragen, die wir uns stellen können. Das Schreiben wird Dir dabei eine große Hilfe sein. Alle Sehnsüchte, die sich in Dir zurückgezogen haben, werden sich zeigen, wenn Du schreibst. <3

Ich wünsche mir sehr, dass ich Dich mit meiner Leidenschaft anstecken kann. Ein Versuch ist es allemal wert.
Wenn Du Deine Erfahrungen mit mir teilen möchtest, lasse sie mir gerne in den Kommentaren da.

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Wir alle werden beeinflusst von der Welt der menschlichen Beziehungen. Das können wir zweifellos nicht leugnen. Wir können aber lernen, uns selbst durch die Augen anderer Menschen besonders unserer Partner zu entdecken. Jeder Mensch, der unseren Lebensweg durchkreuzt und den wir kennenlernen, kann uns etwas anderes spiegeln. In unseren Beziehungen zu ihnen dürfen wir uns selbst wieder erkennen. Wir projizieren genau das auf andere, was wir in uns selbst nicht sehen möchten.

Unsere Beziehungen sind unser Spiegel

Es spiegelt sich so ziemlich alles in unseren Beziehungen, was in uns vorgeht. Unsere innere Gefühlswelt wird sichtbar! Sind wir glücklich, ziehen wir glückliche Menschen an. Sind wir unzufrieden, geben wir das oft an unsere Mitmenschen weiter und wir umgeben uns auch mit Menschen, die die gleichen Gefühle wie wir selbst erleben. Die wichtigste Beziehung, die wir führen, ist die mit uns selbst! Sie setzt den Grundstein für alle anderen Beziehungen, die wir eingehen werden. Und wir können nur eine tolle und liebevolle Beziehung führen, wenn wir mit uns selbst die BESTE führen.

Ich weiß es klingt ziemlich abgedroschen, weil wir das ja ständig hören oder lesen. Aber es ist so verdammt wichtig, sich das immer wieder vor Augen zu halten. Menschen, die ständig im Konflikt mit sich selbst stehen, die weglaufen und ständig „austeilen“, anstatt mal stehen zu bleiben, um nachzudenken. Menschen die aufgeben, anstatt zu kämpfen und auch noch erwarten, dass sich alle anderen ändern, verlagern ihre unerfüllten Bedürfnisse auf ihr Umfeld.

Ich zieh ja solche Menschen immer und immer wieder an. Es liegt an mir, denn ich mag es „gebraucht“ zu werden. Ich mag es, wenn ich sehe, wie sich ein anderer durch meine Liebe verändern kann! Wenn sie aufblühen, regelrecht über sich hinauswachsen und neue Ziele erreichen. Liebe gewinnt für mich immer. <3

Leider gibt es da einen Fehler im System. Denn, wenn die Selbstliebe und damit meine ich wirkliche bedingungslose Selbstliebe nicht gefestigt ist, läuft die Liebe die Du Deinem Partner geben möchtest, ins Leere. Klar kommt sie „irgendwie und irgendwann“ an, aber sie wird sich nicht vermehren und kann sich nicht weiter entwickeln.

Ich weiß wie es sich anfühlt, zu sehr zu lieben, sich für jemand anderen zurückzustellen und sich sogar ein Stück weit aufzugeben.

„Das ist eine Sucht“!

Das sagten mir man in vielen Gesprächen, die ich diesbezüglich geführt habe.  All das hat mit LIEBE nichts zu tun! Schon möglich, vielleicht ist das auch so. Aber vielleicht beinhaltet diese „Sucht“ auch einen ganz großen Teil Liebe? Das Problem, und dieses ist mir auch klar geworden ist, dass die Liebe keine Basis hat! Das Problem ist, dass die Liebe immer an Bedingungen geknüpft ist. Sie ist nicht frei von Erwartungen, da man ja den anderen mit seiner Zuneigung verändern möchte.

An der Stelle kann ich von mir selbst sagen, dass ich fast schon eine „Retterrolle“ eingenommen habe. „Oh ja, ich möchte für dich da sein und dir zeigen wie toll du bist …“ Diese Muster sind (waren) zwar immer sehr liebevoll gemeint und zeigen große Hilfsbereitschaft, aber wir können keinen Menschen „retten“ wenn er sich selbst nicht verändern mag! Wir können ihn NUR lieben … ganz ohne Druck. Aus Erfahrung kann ich sagen, wie schmerzerfüllt dieser Weg sein kann.

Liebe alleine, reicht nicht für eine Beziehung

Diese Erkenntnis war eine der wichtigsten in meinem Leben. Nach meinen Trennungen habe ich mich oft gefragt: „Habe ich nicht genug geliebt und gegeben?“ Doch darum ging es gar nicht. Es gibt so viele unterschiedliche Formen der Liebe, und wir müssen für uns selbst herausfinden, welche die BESTE für uns ist!

Die einen macht es happy sich aufzuopfern, andere bevorzugen die Liebe, die ganz viel Freiraum lässt. Unsere Wünsche an die Liebe können wir selbst klar definieren. Wichtig und ein guter Rat von mir: Stelle keine Bedingungen. Liebe passiert nicht unter Druck oder Erwartungen. Liebe wächst, indem wir einfach dazu bereit sind, uns darauf einzulassen. <3

Es gibt aber auch noch eine andere Seite

Es gibt nichts Frustrierenderes als einem Menschen alles geben zu wollen, doch zu merken, dass es sinnlos ist! Du verlierst dich darin selbst …

Wir fallen in die Opferrolle, wenn unsere Liebe ins Leere greift. Und bevor man es sich selbst eingesteht, ist die „Opferrolle“ eine tolle Alternative! Wir sind die Mutter Theresa, die doch nur alles richtig machen möchte und helfen will. Und was ist der Dank dafür? Pure Zurückweisung! Dabei machen wir uns klein und bedürftig. Vielleicht ist das für eine kurze Zeit auch okay, aber langfristig gesehen ist die „Opferrolle“ nichts Gutes! In solchen Bindungen findet die Beziehung auf zwei Ebenen statt. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit wirkliche Nähe zu spüren!

Das Wichtigste in unseren Beziehungen ist das Gleichgewicht an Freiheit und Geborgenheit. Das Wort AMAE kommt aus dem Japanischen und bedeutet, sich in der Beziehung geborgen und sicher zu fühlen. Aber auch frei und unabhängig! Dieses Wörtchen beinhaltet alles, was man über Beziehung zu sagen ist. <3
Harmonisch im Gleichgewicht mit uns selbst und unserer Beziehung leben.

Eine Beziehung eingehen, ist ein Gefühl

Liebe ist nicht das, was wir erwarten zu bekommen. Sondern das, was wir bereit sind zu geben. Kluge Frau, die Katharine Hepburn. :-)

Wenn wir uns entscheiden, eine Beziehung einzugehen, ist das keine Entscheidung, die unser Kopf trifft. Da werden keine Vor – und Nachteile abgewogen und hinterfragt. Es ist auch kein rationales Empfinden! Liebe ist ein Gefühl! Es kann uns sogar manchmal blind und hilflos machen … nämlich dann, wenn wir sie falsch interpretieren.

Liebe kann sogar egoistisch und aufopfernd sein. Wir glauben, dass das Gegenüber, das in seinem Herzen trägt, was wir so dringend brauchen und gehen davon aus, dass dieser Mensch all das immer und ohne Bedingungen zur Verfügung stellt!

Und gleichzeitig ist LIEBE so wundervoll! Sie schafft es, uns schweben zu lassen. Sie lässt uns ankommen, durchatmen und auftanken. Liebe ist ein Gefühl das sich „warm“ anfühlt. Sie schafft es, unsere Prioritäten zu verschieben und ich finde, das darf auch sein. <3

Jede Beziehung spiegelt uns etwas …

Es ist übrigens komplett gleichgültig, ob es sich um eine Freundschaft oder eine Liebesbeziehung handelt. Alle Beziehungen, die wir eingehen, konfrontieren uns mit unserer inneren Gefühlswelt! Jede Verbindung spiegelt uns etwas. Oft ist es ja so, dass wir das, was wir an anderen nicht leiden können, auch an uns selbst nicht mögen. Dinge, die uns bei anderen abstoßen oder „aufregen“, sind auch Anteile, die wir an uns selbst nicht akzeptieren können! Vielleicht kennst Du das ja. ›zwinker‹

Andersrum ist es genau das Gleiche. Es gibt Menschen, mit denen wir sofort „warm“ werden. So als würde man sich schon ewig kennen. Sie tragen sehr oft etwas in sich das wir selber in unserer Persönlichkeit gerne hätten und deshalb bei anderen sehr schätzen.

Beziehungen sagen mehr über uns aus, als wir manchmal meinen. Doch bei aller LIEBE, jeder entscheidet selbst, in welchem Tempo er sich entwickelt. Ich habe die Erfahrung mehrfach machen müssen: Alleine wegen der Hoffnung oder der Sehnsucht bei einem Menschen zu bleiben, wird Dich auf Dauer kaputt machen!

Die Bibel sagt, die Liebe glaubt alles, hofft alles, und hält allem stand. Ich hatte das tatsächlich mal geglaubt. Niemals aufgeben, weil Liebe das höchste Ziel ist und es unglaublich viel Geduld beweist, wenn Frau aus tiefsten Herzen weiter an die Liebe glaubt. Heute weiß ich, dass sich Liebe verändert. Verändern darf! Und es auch LIEBE sein kann, einen Menschen zu verlassen.

Schlussworte:

Nimm Dir das Gute aus Deiner alten Beziehung mit.
Bedanke Dich aufrichtig.
Sei wütend, traurig und verletzt.
Weine Dir die Seele aus dem Leib und lass Dich fallen.
Aber vertraue darauf, dass sich der Schmerz verändern wird!
Du wirst bei Dir ankommen, und die Liebe zu Dir selbst, wird bleiben. <3

Eine gute Zeit, alleine oder zu zweit.

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WAS ENTSPRICHT DEINEM CHARAKTER?

Was wir für vernünftig oder unvernünftig halten, ist für jeden Menschen unterschiedlich. Genauso wie gut oder böse, sinnvoll und sinnlos. Jeder hat dazu seine ganz eigenen Gedanken.

Es ist einfach, sich in den eigenen Ansichten zu verfangen. Als klebten wir an einem unsichtbaren Drehbuch und würden allen Anweisungen und Verhaltensmustern folgen, die wir selbst nicht verstehen.

Je mehr wir das Drehbuch infrage stellen und je mehr wir es den strengen Prüfungen unserer Bildung unterziehen, umso mehr wird es zu unserem eigenen Kompass. Wir werden Überzeugungen und Gedanken haben, die nur uns und niemand anderem gehören.

CHARAKTER ist eine mächtige Festung in einer Welt, die uns liebend gern kaufen, verführen, verlocken und verändern würde! Wenn wir allerdings wissen was wir glauben und warum, können wir ungesunde Beziehungen und Jobs ebenso vermeiden wie „Schönwetterfreunde“ und jede Art von Missstand, die Menschen plagen, die über ihre Sorgen einfach zu wenig und nicht richtig nachdenken.

DAS vermag schon Bildung … deswegen arbeiten wir ständig an UNS. Wenn wir richtig einordnen können, müssen wir uns nicht mehr bloß auf unsere Einschätzung dessen, was äußere Umstände bedeuten verlassen, sondern wir werden Regeln anwenden, die dem eigenen Charakter entsprechen.

Leute mit MUT und Charakter sind den anderen Menschen immer SEHR unheimlich.

H.Hesse

Bis bald, Deine Sandra

Danke an J. Mayer für das ausdrucksstarke Bild. <3

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Heute ist es wieder so weit. Ich möchte Menschen mit  PTBS (posttraumatische Belastungsstörung), aber auch Menschen, die kerngesund sind, in die Welt eines an PTBS leidenden Menschen entführen. Hilfreich für uns alle um besser zu verstehen und sich besser hineinversetzen zu können, vielleicht lebst Du ja mit so jemanden  zusammen? Alle die mich lesen wissen, dass ich selbst eine Betroffene bin und ich mich keinesfalls schäme, darüber zu berichten. Ich möchte ein wenig „Aufklärungsarbeit“ leisten, so weit es mir mit „normalen“ Worten und meinen Erlebnissen mit PTBS, möglich ist. Ich freue mich, wenn Du bleibst und am Ende sagen kannst: „Jetzt verstehe ich so einiges besser …“

Ich schreibe ja immer wieder darüber und die Resonanz meines letzten Beitrages über Entwicklungstrauma hat mich sehr beeindruckt! Selten wird darüber geredet und wenn doch, nur hinter vorgehaltener Hand. Ich bin da etwas anders, ich möchte meine Erfahrungen teilen und mit verständlich einfachen Worten erklären. Und an alle Betroffenen:  „Hey, alles gut … es ist gerade wieder nur so eine Phase in unserm Leben, die vorbeigeht“. Also schön, wenn Du bleibst. ›lächel‹

Wie ein Trauma unser Leben beeinflussen kann

Ein Trauma hat es wahrhaft faustdick hinter den Ohren, sage ich Dir. Es ist manchmal so aktuell präsent, dass es mich daran hindert mich in meinem eigenen Körper, meinem Leben heimelig zu fühlen. Traumatisierte Menschen vermissen sehr oft die Freude und die Lebendigkeit in ihrem Leben. Sie leiden daran sich nirgendwo wirklich zu Hause zu fühlen. Man erlebt sich selbst meist als „Fremde“ in der Welt und hat das Gefühl, ein Zuschauer in seinem eigenen Leben zu sein.

Diese Phasen kommen immer wieder und ich nenne sie „Auf der Flucht bin – Phase“. Keine Glaskuppel über einem zu haben, der Nicht-Zugehörigkeit zu entkommen. Einfach bei sich selbst ankommen und sich wohlfühlen … in der Welt willkommen sein. Das sind dann so aufkommende Wünsche, die man als Betroffener kennt.

Klingt eigenartig? Es IST eigenartig kann ich Dir sagen. Es liegt daran, dass die grundlegende Erfahrung des willkommen Seins bei vielen PTBS erkrankten ausgeblieben ist. Sie haben diese Erfahrung nie richtig gemacht. Deshalb bleibt die Welt, die Gesellschaft ein fremder nicht vertrauensvoller Ort. Das führt dazu, nie wirklich im Leben zu landen. Für mich fühlt es sich so an, als hätte man einen Fuß fest im Leben und den anderen in einer anderen Welt. Ein wenig heimatlos sozusagen …

Der Schlüssel zu all dem ist der Körper

Der Körper ist unser zu Hause für das Leben das wir führen und haben. Es gibt kein Um- und Ausziehen … wir müssen uns mit diesem „Haus“ (Körper) anfreunden! Es uns so einrichten, dass wir uns wohlfühlen. Tun wir das, wird sich unser grundlegendes Lebensgefühl verändern und uns Wärme und Licht spenden.

Jetzt ist es leider so, dass uns Verletzungen und Entwicklungstraumata daran hindern, uns in unserem „Haus“ richtig wohlig zu fühlen.

Es ist ein unangenehmes Gefühl, das bei mir drei Jahre lang andauerte. Aber dennoch hatte ich immer das Gefühl, etwas anderes tut sich auf. Meine Therapie spielte dabei eine ganz wichtige Rolle. Sie vermittelte mir immer, dass dieses Gefühl nur ein Übergangsgefühl ist und am Ende etwas dabei herauskommen wird. Meine Therapien waren praktisch die Hoffnung und das Wissen, dass es weitergeht.

Sich im eigenen Körper zu Hause zu fühlen ist etwas, das für Menschen mit Verletzungen, Schockerlebnissen ein ganz zentrales Thema ist. Oft bewohnen wir diesen Körper nicht und brauchen Hilfe, ihn auf allen möglichen Ebenen zu spüren. Wir kommen nicht zum ICH ohne ein DU. Wir schaffen es nicht, uns fallen zu lassen, ohne mal eine Hand zu haben, die uns hält. Mir hilft es sehr mich dabei zu spüren und mich selbst auszuhalten in meinem Schmerzen.

Das alles ist sehr schwer. Dazu braucht es jede Menge Vertrauen zum Therapeuten und noch mehr Vertrauen in die Hand, die einen manchmal hält. Manchmal braucht es sogar mehrere Anläufe um bei den richtigen Personen angekommen zu sein und das notwendige Vertrauen dabei mitzubringen.

Sich selbst vertrauen!

Traumatisierte Menschen tun sich schwer mit dem Wort Vertrauen. Sie vertrauen nicht mal ihrer eigenen Wahrnehmung, da die eigenen Gedanken oft von früheren Ereignissen und Erfahrungen geprägt sind.

Vertrauensbildende Prozesse dauern eine ganze Weile. Das aller wichtigste ist aber sich erstmal selbst zu vertrauen! Vertrauen beinhaltet nämlich die Fähigkeit, zu vertrauen, dass andere Menschen Gutes wollen. Es ist NICHT immer so wie PTBS erkrankte Menschen es kennen. Es gibt auch sehr viele „gute“ Menschen, die uns sagen, dass wir in Ordnung sind, genauso wie wir sind! Wenn man erstmal zu dieser Einstellung gelangt ist, geht es bergauf.

Diesen Orientierungsprozess musste ich abschließen, sonst wäre ich niemals zu meiner Ruhe gekommen, sondern wäre in diesem Alarmmodus gefangen geblieben! Richtig weg ist dieses Warndreieck allerdings nicht. Es fällt mir schwer mich an anderen Personen einfach so zu erfreuen oder frei Schnauze los zu quatschen und Kontakt zu knüpfen. Warum? Weil ein kleiner Teil in mir immer noch auf Fehlersuche ist und ihn meistens auch findet.

Traumen sind „unlogisch“

All diese Dinge laufen automatisch ab und ich kann sie nicht großartig willentlich beinflussen. Von einem traumatisierten Menschen zu verlangen, er soll sich „zusammenreißen“ ist etwas total unsinniges und ein Schuss ins Bein. Genauso kann man Traumen „wegerklären“. Gefühle von traumatisierten Menschen klaffen manchmal kilometerweit auseinander. Der  Verstand weiß das alles in bester Ordnung ist und trotzdem ist ein unbehagliches Gefühl von einem Moment auf den anderen da. Ausgelöst von den verschiedensten Dingen. Dieses Gefühl lässt sich weder von rationalen Argumenten noch von der Realität beeinflussen …

Es gibt Hilfe

Die besten Ergebnisse brachte für mich die kognitive Verhaltenstherapie. Sie gab mir die Sicherheit, um mich intensiv mit meinen Traumen auseinander zu setzen. Wer pausenlos von unschönen Bildern überschwemmt wird, lernt wie er diese am besten abwehren kann. Wer den Schrecken total abgenabelt hat, wird sanft und behutsam an das/die Erlebnis(e) herangeführt und lernt ganz langsam mit den schmerzvollen Erlebnissen und den damit verbundenen Gefühlen, umzugehen. So verlieren die unschönen Situationen ihre Kraft.

Der Körper wurde langsam aber sicher wieder zu einem zu Hause, in dem ich mich gerne aufhalte. Ein kleines Zimmer gibt es zwar immer noch, das mir nicht gefällt und noch renoviert werden müsste, aber ich arbeite jeden Tag daran. Ich vertraue MIR und ich sehe das Gute im Menschen.

Betroffene sollten nicht aufgefordert werden sich zusammenzureißen, sondern man sollte ihnen zuhören sofern sie das Bedürfnis haben darüber zu reden und in schwierigen Phasen, die ja nicht ewig andauern, liebevoll zur Seite stehen.

Wenn wir die Gründe für das Verhalten mancher Menschen verstehen könnten, würde sicher alles einen Sinn ergeben.

Danke, dass Du geblieben bist. Eine schöne Zeit für Dich und alles Gute.

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Eine Geschichte über Gefühle

Es war einfach nicht mehr zu übersehen. DIE GEFÜHLE: Sie wurden  weniger. Zügig hatte ihre Zahl und gewaltig ihr Einfluss in den letzten Jahren abgenommen. So wurde beschlossen, eine Versammlung abzuhalten, um die Lage zu besprechen. Überall verbreitete sich schnell die Nachricht, dass es ein Treffen geben sollte, und zwar schnell. Und so strömte in jener Nacht ein ganzes Heer von Gefühlen zum Versammlungsort.

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass es grundsätzlich zwei Arten von Gefühlen gibt. Die ECHTEN und die UNECHTEN!

Die Versammlung in dieser Nacht war ein Treffen der echten Gefühle. Kurz – die ECHTEN genannt.

Ihre Aufgabe war, den Menschen wirklich lebendig sein zu lassen. Wenn ein Mensch seine echten Gefühle kennt, akzeptiert und den Mut hat, zu ihnen zu stehen, fühlt er sich wohl, stabil und gut. Das ist nicht misszuverstehen: Es gibt durchaus Konflikte in solch einem Leben. In jüngster Vergangenheit breiteten sich ganz massiv die „UNECHTEN“ aus und schienen immer mehr Anklang zu finden, also Gefühle, die nur ein Ersatz für die ECHTEN waren.

Natürlich waren an diesem Abend der ECHTEN auch Spione von der anderen Seite vertreten: Sie sollten Informationen sammeln, umso gegebenenfalls Maßnahmen der Gesellschaft der ECHTEN rechtzeitig unterwandern zu können. Für einen UNECHTEN war es eine Leichtigkeit, sich unter die ECHTEN zu mischen, da die Ersatzgefühle Meister in der Fähigkeit sind, als „ECHT“ aufzutreten. Doch nun wollen wir doch mal hören, was es auf der Versammlung so alles zu besprechen gab. Ein ECHTES eröffnete den Abend.

„Liebe Mitgefühle! Kaum einem von uns ist es entgangen, dass wir, die ECHTEN Gefühle immer weniger mit den Menschen zusammenkommen. Wir werden nicht angenommen und können dadurch nicht wirken. Die UNECHTEN – dieses scheinheilige Pack, sind dagegen prima im Geschäft! Lasst und gemeinsam überlegen, ob wir etwas tun können, damit die Menschen tiefer fühlen, uns akzeptieren und dadurch auch selbst wieder ECHTER werden!

Es wurde eine sehr lange Nacht.

Nach diesen Worten meldete sich ein Gefühl zu Wort, groß und mächtig von Statur, aber verhärmt und verunsichert in der Ausstrahlung. „Ich bin Stellvertreter für die WUT. Wie unser liebes MITGEFÜHL einleitend ganz richtig sagte, haben wir Wutgefühle immer weniger Gelegenheit, zum Ausbruch zu kommen. Wir können ebenso wie der ÄRGER, den Menschen noch so sehr quälen und bedrängen, oft kommen wir damit nicht durch. Überall hört man auch, der Mensch soll sich im Griff haben, sich zusammenreißen und bloß keine Blöße zeigen!

Zustimmendes Gebrummel und Applaus folgten. Die WUT hatte einen sehr wichtigen Punkt angesprochen, der beinahe ALLEN Gefühlen Schwierigkeiten machte. Durch die allgemeine Zustimmung sichtlich ermuntert setzte die WUT ihre Rede fort. „Meine Konkurrenten die ZERSTREUUNG, die UNEHRLICHKEIT, HEUCHLEREI und wie sie noch so alle heißen mögen, machen mir schwer zu schaffen.“

„Besonders besorgt bin ich darüber, dass ich unsere aller schlimmsten Gegner, immer häufiger antreffe.“ Hier machte die WUT, deren Rede immer flammender wurde, eine Pause. „Immer mehr begegne ich bei den Menschen der ANGST. Mit all ihren Facetten. Im Schlepptau die FEIGHEIT und die UNGERECHTIGKEIT bis hin zur SELBSTAUFGABE und RESIGNATION!“

„Leider …“ meldete sich ein sehr zartes und zerbrechlich anmutendes Gefühl zu Wort. „Ich bin die LIEBE“ sprach es „und wenn ich euch erzähle, was die Menschen mir und damit sich selbst antun, wird doch deutlicher, wie schlimm und bedenklich die Situation ist.“

Die LIEBE spricht weiter:

„Fast immer, wenn ich auftauche, ist es ein erfreuliches Erlebnis. Wie oft werde ich herbeigesehnt, gewünscht und sogar besungen. Aber bald schon – oft stehe ich fassungslos davor, wie schnell gibt es Probleme, die daraus entstehen, dass die meisten Menschen mich gar nicht richtig verstehen.“

„LIEBE verspüren heißt für viele, Ansprüche stellen zu können, den anderen zu formen und lenken zu wollen. Vorschriften zu machen usw. … na ja ihr kennt das ja alle. Die Menschen sind dabei erfinderisch um sich selbst zu quälen. Und so fühle ich mich sehr oft machtlos und gerupft durch die EIFERSUCHT und die daraus entspringende UNEHRLICHKEIT und INTRIGE. Diese Scheingefühle haben die UNECHTEN ja nur zu gut eingeführt!“

Und so ging es die ganze Nacht hindurch. Die Spitzel von der Gegenseite machten sich eifrig Notizen. Der EGOISMUS beschwerte sich lang und eindringlich über die Diskriminierung, die ihm seit langem widerfuhr: „Wenn die Menschen aus lauter Angst vor mir nur noch sich anpassen und intrigant werden, kann ihnen das ja letztendlich einfach nicht guttun!“

Die Gefühle, so unterschiedlich sie auch sind, kamen am Ende überein, dass sie es auf gar keinen Fall noch einmal riskieren wollten, die Menschen für eine Nacht zu verlassen, um weitere Versammlungen abzuhalten. Wie Beobachter berichteten, war zu viel in dieser Nacht passiert, als die Menschen ohne ECHTE GEFÜHLE waren! „Die UNECHTEN können uns zwar kurzfristig ersetzen, auf Dauer jedoch niemals. Dazu sind wir zu tief im Menschen verwurzelt. Wir ECHTEN gehören in diese Welt. Wir sind nicht unter den Tisch zu kehren und wir müssen uns verstärkt durchsetzen! Wir müssen uns bei den Menschen konsequenter durchsetzen. Damit sie aufwachen und ihre Chance wahrnehmen!“

Der Beifall war groß, wenn auch geteilt. Und ebenso geteilt war die Stimmung. Der Morgen brach an und viele waren sich nicht sicher, ob sie sich durchsetzen können, weil die Konkurrenz durch die UNECHTEN sehr groß war. Andere vertrauten auf ihre Ursprünglichkeit, die einfach Gültigkeit hat.

Die Gefühle trennten sich mit dem festen Grundsatz, sich weiterhin in den Menschen bemerkbar zu machen und NIEMALS aufzugeben. <3

Kristiane Allert-Wybranietz

Dieses Mal ein paar Zeilen mehr. Eine Geschichte, die perfekt in unserer Zeit Platz findet. Danke für Deinen Besuch.
Bis bald, pass auf Dich auf.

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Besser HEUTE statt MORGEN …

Und plötzlich werden alltäglich Probleme völlig bedeutungslos, wenn wir mal den Kopf zurücklegen und in den Himmel schauen!

Es ist so schön anzusehen, wie die Wolken großzügig über den blauen Himmel ziehen. Du schaust in eine Unendlichkeit und bist darüber traurig, weil viele Menschen diesen Blick in den Himmel verlernt haben …

Es ist ein guter Tag, um HEUTE unseren Kindern zu sagen, wie schön es ist, dass sie existieren. <3

Sag HEUTE dem Menschen, der jeden Winkel Deines Herzens kennt, „DANKE …, dass Du bei mir bist.“

Beginne HEUTE eine Sache, worüber Du lange nachgedacht hast, vielleicht auch noch nicht in der Lage warst.
Mach den ersten Schritt dahin, den ersten „Strich“. :D

Lass HEUTE los, was sich schon längst erübrigt hat! Streiche Deine Feigheit und Deine Bedenken und feiere Deinen Mut!

Aber bevor Du das tust … schau in den Himmel. Der Himmel ist ewig … DU nicht!

Der Himmel erinnert uns Menschen an seine Bestimmung, daran, dass er nicht bloß zum Handeln, sondern auch zur Beschauung bestimmt ist. 

Ludwig Feuerbach

Sentire la vita … fühl das Leben.

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Ich will DICH erinnern meine Liebe …

Im Grunde weißt Du es. Doch im täglichen Getümmel vergisst Du es wieder. Und somit stellst Du einen (Deinen) Wesenszug von Dir in den Schatten! Weißt Du, worüber ich gleich schreiben werde?

DU musst nichts ertragen, was Du nicht willst. Du musst auch nicht mit Deiner Anwesenheit glänzen, wo man Dich nicht schätzt oder nicht gut behandelt!

Wenn es solche Menschen in Deinem Leben geben sollte … lass sie.
Wahrscheinlich wollen sie Dich nicht mal absichtlich verletzen oder beleidigen.

Sie sind einfach nicht der Topf, der zu Deinem Deckel passt!
Sie schlüpfen in die Rolle, von zu kleinen Puzzleteilen, für Dein großes Puzzle!
Sie sind Klamotten, die Dir nicht passen.

Und während Du darüber nachdenkst, wird Dir wieder klar – Liebe und Zuneigung kann kein Mensch erzwingen.

Ganz egal wie vorbildlich Du lebst, wie erfolgreich und schön Du bist – wenn Dein Gegenüber Dich nicht wahrnimmt, ist es höchste Zeit die Leine zu cutten, damit Dich nicht Dein eigenes Leben überholt und Du es verpasst!

Ja ich weiß es … es ist schwer und manchmal auch mit Schmerzen verbunden! Ich habe schon viele Leinen durchgeschnitten. :D

Es ist wichtig, Dein eigenes Leben in Deiner Hand zu behalten und zu sagen:
Nicht mit mir! So auf keinen Fall!

Diese Worte brauchen oftmals eine laute Stimme. Aber es ist auch eine tolle Chance „selig“ zu werden.
DU bist etwas Besonderes, etwas richtig Wertvolles!

Fang an die Musik in Deinem Herzen zu hören, und zwar mit voller Begeisterung. <3
Das war es, woran ich Dich erinnern wollte …

Fühl das Leben … sentire la vita.

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Das Ding mit den Gefühlen und Emotionen …

Ich bin die Tage auf einen interessanten Artikel gestoßen. Coaches und Co wachsen ja wie die Schwammerl aus dem Erdboden und bieten, meist für zu viel Geld, Ihre Hilfe an. In diesem Artikel oder besser Aufruf ging es um das Angebot eines Herrn Coach der Frauen seine Hilfe anbietet. Wir Frauen sollten endlich nicht mehr Opfer unserer Gefühle und Emotionen sein! Er verspricht, dass er jeder Frau den Hebel zeigen wird, um diese Gefühle und Emotionen unter Kontrolle zu halten!

Ich las den Artikel zweimal und musste danach einmal laut lachen. Bevor ich damit begann, über meine Gefühle und Emotionen nachzudenken. Wie oft und wie schlimm quälten sie mich denn? ›stirnrunzel‹

Klar ist es eine mittelschwere Katastrophe, wenn ich vor lauter Lebenslust, Spaß und Albernheit so lachen muss, dass meine Wimperntusche sich auflöst. Dieselbe Katastrophe passiert auch dann, wenn ich vor Traurigkeit weinen muss.

Ich kann mit interessanten Menschen bis zur Dämmerung reden … quatschen ohne Pause. Wenn mich jemand mit seinen Worten beeindruckt, bin ich auch einfach mal still. Höre Stunden zu und beobachte diesen Menschen mit all seiner Gestik und Mimik, um seine Schönheit zu sehen.

Ich kann natürlich auch richtig wütend sein! Da wird es durchaus mal laut … manchmal zerbricht auch etwas dabei … in meiner Unachtsamkeit und Rage. Das macht mich dann noch wütender und das Lexikon in meinem Kopf spuckt dann schon mal einige Schimpfwörter aus!

Ich trinke meinen Wein bevorzugt aus einem schönen Glas, wie es sich gehört. Aber wenn ich mich in einer Männerrunde oder lockeren Gesellschaft befinde, darf es bei nicht zu ernsten Themen auch Bier aus der Flasche sein! :D

Ich liebe es und fühle mich großartig, wenn ein Mann mir die Türe aufhält. Ich verurteile aber auch keinen Mann, wenn er das nicht tut. Schließlich bin ich ja schon groß und schaffe das auch ganz gut alleine.

Es kommt vor, dass ich sinnfrei durch die Gegend laufe … nur zum Spaß und gedankenlos. Und da gibt es Tage, da wird das gesamte Universum unter die Lupe genommen und analysiert. Es tun sich dabei Fragen auf, an deren Beantwortung schon mancher gescheitert ist. :-)

Mein Hintern sieht definitiv anders aus, als der von Jenni Lopez … ja was solls, egal. Mein Sitzfleisch hat aber trotzdem schon manches Problem einfach „ausgesessen“.

Ich habe keinen Friseur, den ich regelmäßig besuche. Wenn ich genauer darüber nachdenke, habe ich nicht mal eine Frisur ›lach‹! „Frau Bommel“, wie mein Mann mich nennt. Was solls, makellos sitzendes Haar passt nicht zu mir und es würde auch den Schmuse-Überfall meiner Hunde niemals heil überstehen! <3

Gefährlich wird es, wenn ich liebe. Ich überrolle mein Gegenüber ohne Vorankündigung und Anstand mit meiner Leidenschaft. Ich bin frech … laut und leise. Will lachen und nerven. Ich will kuscheln und Sex. Ach wie ungehörig von mir als Frau, auch so etwas zu sagen!

Ich bin nun mal keine Frau aus dem Katalog. Ich versuche immer so zu leben, wie es in diesem Moment für mich gut ist. All das wird von meinen Gefühlen und Emotionen gelenkt. Himmelhoch ausgelassen oder am Boden zerstört. Laut und leise. Nachdenklich und interessiert. Nicht oft angepasst, mehr aus der Reihe tanzend.

JA, so schlimm ist es, als Frau Opfer seiner eigenen Gefühle und Emotionen zu sein! Keine Kontrolle zu haben. OMG!
Sollte ich mich bei diesem Coach melden???

NEVER.

Für uns alle wünsche ich mir, dass wir bleiben wie wir sind. Vollgepackt mit „freien“ Gefühlen und Emotionen. Denn ich glaube, so sind wir Frauen richtig. NICHTS von unserem „So-Sein“ sollten wir abstellen. Wir sollten keinen Schalter drücken, um alles in den Griff zu haben.

Bleiben wir impulsiv, undurchschaubar und ein wenig verrückt. Unvernünftig und immer für Überraschungen gut. So wie es unser Bauch und Herz in diesem Augenblick verlangt! Ich glaube nur so spüren wir das Leben, welches durch uns fließt.

Wer braucht schon einen Coach und einen Schalter, der unsere Gefühle und Emotionen an und aus schaltet?
Genau … WIR nicht! <3 ›lach‹

Vertraue, sei und bleib bei Dir. Kostet nix und fühlt sich gut an.

Eine emotionsreiche und gefühlvolle Zeit.

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Tierapie

Tiertherapie oder tiergestützte Intervention wie man ordentlich sagt, habt mich die letzten zweieinhalb Monate, zweimal die Woche begleitet. Diese Erfahrung hat einen hohen Stellenwert in meinem Leben bekommen! Es ist mir so wichtig, dass ich heute meinen Gedankengang dazu nutzen will, etwas „Aufklärungsarbeit“ zu leisten. Ohne Fachausdrücke oder „Arztlatein“ … einfach frei raus. :-)

Kleine Einleitung vorweg

Die, die mich schon etwas länger begleiten, wissen ja, dass ich mich in einer langen geplanten Therapie befinde. Das Ende ist aber bereits in Sichtweite.
In unser aller Leben geschehen manchmal unvorhergesehene Dinge. Wir nehmen sie hin. Wir müssen sie akzeptieren. Oft sind auch körperliche und seelische Verletzungen dabei.

Nach vielen Jahren des „Mitschleppens“, treten SIE aber plötzlich wieder mehr an die Oberfläche. Meistens dann, wenn alles im „Kasten“ ist. Sprich – die Kinder sind groß und führen ihr eigenes Leben. Man selbst hat endlich eine Richtung im Leben gefunden, die sich gut und klar anfühlt … die Zeit zum Durchatmen ist da und wir stehen in den besten Lebensjahren. <3

Und plötzlich BAM, platzen sie wieder auf … die seelischen Verletzungen. Verlangen plötzlich gesehen und versorgt zu werden! Dieser Zustand wird zu einer besonderen Belastung. Diese Belastungen sind jedoch anders als Stress im Job oder Terminkollisionen. Und so kommt es, dass einen eine seelische und körperliche Erschütterung überrennt! Begleitet von großer Angst, Hilflosigkeit und Gefühlsverlust, um nur ein paar Eckpunkte anzuführen. Diese Umstände führten dazu, dass ich mich entschlossen habe, eine spezielle Therapie zu beginnen.

Natürlich ist mir bekannt, dass es viele Frauen gibt, die dieselben Probleme mitbringen. Für all diejenigen sei gesagt: Es ist nicht abnormal in solch ein Gefühlschaos zu kommen! Es ist auch kein Zeichen von Schwäche! Es ist ein Signal dafür, dass das Gehirn bemüht ist, Erlebtes zu verarbeiten. Also eine natürliche Reaktion unseres Körpers und unserer Psyche auf ein oder mehrere zutiefst belastende Erfahrungen …

Das Erkennen ist der erste Schritt zur erfolgreichen Bewältigung durch eine kompetente Unterstützung von außen!
Nun ja … und dafür habe ich mich entschieden <3 … Einleitung Ende. :-)

„Tieraphie“ oder Tiergestützte Intervention

Ich bin hier in den Genuss gekommen, eine solche, für mich erstmalige Therapie, zu machen und kennenzulernen. Und ich bin sowas von dankbar dafür!

Zu Tieren habe ich seit Kindheit an schon immer einen ganz besonderen Draht. Natur und Tiere sind einfach eine fantastische Kombi finde ich. Hunde, Katzen, Hasen und natürlich Pferde …, wenn ich davon umgeben war, fühlte ich mich schon als Kind pudelwohl. ›lach‹

Pferde waren immer mein absoluter Traum gewesen! Allerdings musste ich mir das Reiten „verdienen“! Der Geruch von Weide, Pferdeäpfeln und Leder, war damals etwas ganz Spezielles für mich. Mit dem Älterwerden kam die Arbeit, die stressige Zeit. Eine andere Freizeitgestaltung und auch andere Interessen.

Vor drei Jahren allerdings haben mein Herzmensch und ich uns entschlossen, uns zu „vergrößern“. Unsere MONJA, eine Pitbull Diva wurde zu meiner Medizin. Es änderte sich unglaublich viel! Ein Jahr darauf folgte Hund zwei. AMON, unser Pausenclown und Kampfschmuser <3, ein American Bulli! Ab diesen Zeitpunkt war nochmal alles anders – positiver geworden! Dass Tiere einen ganz besonderen Einfluss auf mich hatten, war mir wieder ganz bewusst geworden.

Sehr erfreut war ich natürlich, als mir eine Therapieform hier in der Klinik angeboten wurde, die ich nur aus dem Fernsehen kannte. Tiergestützte Maßnahmen, die mich zum Strahlen brachten. Vier Stunden pro Woche, nix wie Schweine, Stall, Weiden, Blue, der Hütehund und natürlich Pferde!

Ich weiß, dass es Menschen gibt, die Tiere nicht mögen. Es gibt aber auch Menschen, für die ein Leben ohne Tiere nicht lebenswert ist! Je nach Erfahrung und Prägung. Ich bin davon ganz fest überzeugt, der Genesungsprozess kann für viele „kranke“ Menschen durch den Kontakt mit Tieren schneller gefördert werden.

Tiere wirken natürlich nicht biochemisch oder instrumental auf kranke Organe oder auf den Organismus, sondern sie stärken und bereichern das Gefühl von Beziehungen. In meiner dieser Therapie, wurden alle Register gezogen, um mit einem positiveren Abschluss nach Hause zu gehen. Das Arbeiten mit dem Pferd brachte mir so unglaublich viel! Tief verschüttete Emotionen kamen langsam an die Oberfläche!

Pferde haben ein großes Maß an Kommunikationsbereitschaft. Sie reagieren sehr sensibel auf die Gefühlszustände von uns Menschen. Pferde spüren, wenn gesprochene Worte und unsere Körpersprache nicht übereinstimmen! Schauspiel, ist also nicht … :D  Diese Begleitung durch das Pferd ist ein ganzheitliches Ansprechen von Körper, Geist und Seele.

Es ist eine Teamarbeit ohne Druck und Wertung! Im Vordergrund steht die Begegnung mit dem Tier und der Aufbau einer ganz besonderen Beziehung. Es werden alle Bereiche wie Empfindung und Wahrnehmung angesprochen. In meinem Fall war es ein großer Schritt nach vorne! Gefühle nicht nur zu kennen, sondern auch wieder zu spüren, Emotionen ein Ventil geben zu können … meine Tränen hatten wieder „Arbeit“. Und meine körperlichen Schmerzen traten stark in den Hintergrund, wenn ich am Hof sein durfte! Außerdem half es mir meine Konzentration und meine Aufmerksamkeit wieder ins Gleichgewicht zu bringen! <3

Fast alle Wahrnehmungen sind psycho-emotionaler Natur. Daher kann eine solche Therapie eine Verbesserung in vielen Dingen bringen! Ich betrachte es als eine weitere Persönlichkeitsentwicklung. Es stärkt das Vertrauen in sich selbst!

Es ist eine heilende Wirkung von Pferd zu Mensch, die ich auf jeden Fall weiter verfolgen möchte.

Stella, mein Pferd in der Therapie

Danke STELLA, du SCHÖNE. Du warst für mich wie ein geduldiger, liebevoller wunderschöner Spiegel.
Äußerlich zart und klein … innerlich aber eine riesige Persönlichkeit …
Ich werde dich so sehr vermissen … und da laufen auch schon wieder die Tränen …

Es gibt Phasen, in denen wir die Stille der Tiere brauchen, um uns von der Vergangenheit zu erholen!

Falls Du vielleicht noch Fragen dazu hast, schreibe mir gerne, es gibt so viel darüber zu erzählen.
Ich wünsche Dir ein warmes Gefühl im Herzen und eine gute Zeit, pass auf Dich auf.