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Man sagt ja, wer nicht weinen kann, wird an Leib und Seele krank. Ich bin ja der Meinung, wer keine Tränen mehr über hat ist schon krank! Kein gesunder Mensch auf Erden, hat noch nie Tränen vergossen … Gründe dafür kann es viele geben. Es ist nicht gesagt, dass Tränen zwangsläufig mit Traurigkeit und Leid zusammenhängen müssen. Tränen der Freude, der Extase und der Erleichterung laufen uns doch manchmal auch über die Wangen. 🙂 Wann und warum steigen uns die Tränen in die Augen? Weil wir so gerührt sind oder weil wir so erledigt sind? Und weshalb gibt es Momente in unserem Leben, in denen sich einfach keine Träne, nicht mal in den traurigsten Momenten, bemerkbar macht?

Eine kleine Einleitung vorab

Ich möchte bevor ich meine Frage nach den Tränen, die uns im Stich lassen fortsetze, etwas ausholen. Ich bin als Kind sehr streng erzogen worden. Wenn ich geweint habe nach dem ich mich verletzte, und ich habe mich sehr oft verletzt, da ich ziemlich tollpatschig war, sagte mein Vater als erstes: Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Meine Mutter sorgte sich mehr um mein verschmiertes Gesicht, das nach der Heulerei wahrscheinlich nicht gerade appetitlich aussah. Ja und so kam es dass ich öffentlich oder neben meinen Eltern niemals weinte. Nichtmal dann, wenn mein Vater mir den Hintern versohlte. Tränen waren für mich im Kindes- und Jugendlichenalter tabu!

Als junge Frau sah die Sache plötzlich ganz anders aus. Ich musste bei jeder noch so kleinsten Kleinigkeit heulen. Ich kann mich an meinen ersten Freund erinnern, der es nicht glauben konnte, dass ich nach den schönsten Stunden die wir hatten, bitterlich zu weinen anfing. Ich hatte oft das Gefühl, ich müsste all die Jahre die ich keine Tränen vergossen habe, unbedingt nachholen. Es war ein so befreiendes aber auch manchmal sehr verwirrendes Gefühl für mich, weil ich es nicht verstehen konnte, plötzlich so eine Menge Tränen ohne Anstrengung heraus zu drücken. 🙂

Dabei blieb es aber nicht. Die Jahre vergingen und es passierten viele unschöne Dinge, die mich wieder in meine Kindes und Jugendzeit versetzten. Der Glaubenssätze meiner Eltern wie: „Du willst doch stark sein, dann reiß Dich zusammen, usw …“ waren plötzlich wieder allgegenwärtig. Meine Tränen, die ich so gerne hätte fließen lassen, waren versiegt … weg … sie haben mich im Stich gelassen.

Wenn wir in schmerzhaften Momenten keine Träne vergießen können

Wenn aus einem Menschen der verletzlich und feinfühlig ist, plötzlich ein großer Eisblock wird. Vielleicht hast Du Dich auch schon mal gefragt „Hey, was soll das jetzt, warum kommen mir die Tränen? Es wäre doch gar nicht notwendig. Wenn uns ein Film oder ein Buch rührt, wenn wir übermüdet sind und dann auch noch etwas geschieht das uns endgültig den Deckel schliesst oder einfach aus reiner Überforderung. Bist Du aber in einer Situation die Dir wirklich Schmerz und Leid zufügt … lassen Dich die Tränen im Stich!

Ich habe viele Frauen kennenlernen dürfen die in der selben Situation wie ich waren. Aus lustigen, sensiblen und herzlichen Frauen wurden Eisberge. Es gibt also noch mehr Menschen die so drauf waren wie ich! Wenn wir in Momenten riesiger Trauer nicht weinen können ist das nicht nur sehr verwirrend sondern auch eine Gefühl der Ohnmacht. Gründe dafür gibt es einige.

Mögliche Ursachen und emotionale Blockaden

Wie entsteht so eine emotionale Blockade? Warum können wir nicht weinen, obwohl wir es möchten? Weinen bedeutet zu seinem eigenen Schmerz stehen, sich zur Traurigkeit bekennen und diese zuzulassen. Weshalb es uns oft so große Schwierigkeiten bereitet kann unterschiedliche Auslöser haben. Sehr häufig sind verdrängte und unterdrückte Gefühle, die in unserem Unterbewusstsein schlafen, verantwortlich. An Hand meines eigenen Beispieles ist das klar zu erkennen. Ich möchte aber noch genauer darauf eingehen.

  • Weinen macht Angst – unsere Tränen sind ein Ausdruck tiefer Emotion und ist klarerweise auch mit einer unschönen körperlichen Reaktion verbunden. Ich weiß auch dass unsichere Menschen Angst davor haben, ihrem Schmerz und ihrer Trauer freien Lauf zu lassen. Mir ging es ähnlich, da ich nichts anderes gelernt hatte. Die Furcht in einen Abgrund zu stürzen und alleine nicht mehr hoch zu kommen spielt dabei eine große Rolle.
  • Auch die Angst die Kontrolle über uns selbst zu verlieren ist riesig. Besonders die Perfektionisten haben es sehr schwer und sind nicht in der Lage sich von Tränen überrollen zu lassen. Kontrollverlust auf ganzer Linie. Man muss doch schließlich alles im Griff haben, egal was ist! Das „Verdrängen“ von negativen Gefühlen oder seelischen Schmerzen kommt zum Einsatz.
  • Wenn wir schon als Kind nicht weinen sollten oder durften ist auch das eine sehr prägende Sache. Ich wurde als Kind schon nicht ernst genommen und gleichzeitig getadelt zeigte ich Ansätze des Weinens. Ob wir es glauben wollen oder nicht. Aber unsere Eltern und unsere Erziehung sind ebenso dafür verantwortlich wie wir mit unseren Gefühlen umgehen (können)! Aus Angst ähnliche Reaktionen zu ernten, bleiben unsere Augen trocken. Das Schlimme daran … es ist uns nicht mal mehr bewusst.
  • Wenn wir immer wieder gedemütigt und verletzt worden sind, gerade die seelischen Verletzungen die viele Jahre zurückliegen, können verantwortlich sein, dass wir besonders in der Gegenwart anderer Menschen, nicht weinen können (wollen). Das Vertrauen sich ganz zu öffnen und zu vertrauen fehlt. Aus Angst vor neuerlichen Verletzungen. Also reiner Selbstschutz und so mauern wir Stein für Stein um genügend Abstand zu haben.
  • Das Weinen „verlernt“. An dieser Stelle kann ich sagen, das geht wirklich, aber es kommt auch wieder, lässt Du es zu. Ich fühlte mich wie ein riesiger Eisberg. Wie versteinert wenn die Traurigkeit und der Schmerz mich überfiel. Eine Beklemmung machte sich in meinem ganzen Körper schwer. Es war sogar so schlimm, dass ich kein Gefühl mehr für Glück, Schmerz und Leid empfinden konnte. Es wäre kein Tropfen Blut aber auch keine einzige Träne gekommen. Ich war an allem unbeteiligt. Nicht mehr weinen zu können, kann auch der Beginn einer Depression sein die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten.

Dabei sind Tränen eine so magische Flüssigkeit!

Weinen befreit, soviel ist sicher. Wenn wir ständig versuchen unsere Gefühle zu unterdrücken, unsere Traurigkeit und unseren Schmerz nicht annehmen können, werden wir niemals die schönen Glücksmomente in ihrer Intensität auskosten können. Sich Schmerzen hinzugeben ist eine sehr befreiende Sache und das dazugehörige Weinen bedeutet auch loslassen! Wir Menschen brauchen unsere Tränen. Es wird immer Menschen geben die näher am Wasser gebaut sind als andere. Es geht nicht um die Menge der Tränen, es geht auch nicht um das schauspielerische Talent weinen auf Knopfdruck, es geht darum unseren Emotionen freien Lauf zu lassen damit es uns danach besser geht! Auch wenn wir in einer „coolen“ Zeit leben, sollte das noch lange nicht bedeuten, nicht weinen zu dürfen weil es uncool ist!

Ich sehe meine Tränen (und ich kann wieder weinen >zwinker<), als Authentizitätsgarant an. Ich/wir dürfen und sollen Tränen zeigen wenn uns danach ist und mit diesem Beispiel sollten wir voran gehen! Ich wünsche Dir also ein Zelt voller Freudentränen, die den Rest der Welt anstecken sollen!

Tränen sind nicht die Schwäche eines Menschen, sondern die Stärke, ein Gefühl zu haben und das auch zu zeigen!

Bis bald und sei gut zu Dir!

Über das Gefühl nicht gut genug zu sein

Und da hängt sie wieder über einem … die Gedankenwolke „Ich bin nicht gut genug“. Sie nimmt Dir die Sicht auf die Sonne, auf alles Positive. Diese Wolke taucht im Bewusstsein unzähliger Frauen immer und immer wieder auf. Kennst Du das Gefühl dass Du so wie Du bist einfach nicht reichst? Das Du in einer gewissen Art und Weise falsch bist? Du bist selbst Deine größte Kritikerin und fühlst Dich dadurch in Deiner Haut nicht wirklich wohl? Wenn Du eine oder gleich mehrere Fragen mit JA beantworten kannst, dann möchte ich Dich heute ganz herzlich willkommen heißen – DU bist jetzt, und hier, genau richtig!

Selbsterkenntnis

Ich darf Dir gleich zu Beginn sagen, dass dieses „ich fühl mich nicht gut genug“ Gefühl, mir sehr lange Zeit mein Leben in jeglicher Hinsicht erschwert hat! In beruflichen Situationen die sich immer wieder stellten und in meinen Beziehungen. Ich lebte lange mit dem Gefühl „falsch“ zu sein, nicht zu passen … deplatziert könnte ich jetzt auch schreiben. Ich kritisierte mich selbst am schärfsten und fühlte mich auch lange sehr unwohl in meiner Haut! Ich traute mich vieles nicht zu sagen oder zu tun, stand nicht zu dem, was ich war. Das Resultat war logischer Weise eine große Unsicherheit, wenig Selbstvertrauen und irgendwie eine „Hass-Liebe“ zu mir selbst.

Gefühle sind wie eine Zwangsjacke!

Das war allerdings nicht immer so. Der ganze Zustand kam irgendwie schleichend. Schlechte Beziehungen impften mich immer wieder mit diesem Serum. Man bekommt so lange etwas zu hören bis wir es letztendlich glauben. 🙁 Misserfolge und Ablehnung setzten dem Ganzen dann noch das Krönchen auf. Ganz eng verknüpft ist das Schamgefühl, dass zu dem „ich bin nicht gut genug Gefühl“ nebenher läuft. Vielleicht kennst Du das ja selbst, immer wenn Du versuchst, Dich irgendwie zu zeigen, Dich zu verwirklichen, Dich abzugrenzen, Deine Meinung zu sagen oder Dich durchzusetzen … genau in diesem Moment kommt es um die Kurve gerast … das Schamgefühl, dass Dir ins Ohr flüstert „DU, nein, lass das lieber  … Du machst Dich damit nur lächerlich … Du kannst das nicht! Nun, Scham kann also einen ganz großen hemmenden Effekt auf Dich  und Dein Leben haben. Sie bringt uns dazu stehen zu bleiben, sich nicht weiterentwickeln zu können und nie über unseren Tellerrand zu blicken!

Warum habe ich mein eigenes Beispiel jetzt so ausführlich geschildert? Fragst Du Dich vielleicht. Weil ich weiß, dass es sehr viele Menschen insbesondere Frauen gibt, die diese Gefühle ebensogut kennen wie ich damals und wenn ich ganz ehrlich bin, manchmal holt es mich auch wieder mal ab.

Hinter jedem Gefühl steckt ein Bedürfnis

Und nun würde ich sagen, wir gehen jetzt gemeinsam auf die Suche. Warum – Woher – und überhaupt. 🙂 Ich hatte die Möglichkeit mich viele Jahre mit diesem Thema auseinander zusetzen. Schließlich war das ja mein Gebiet in dem ich mich blind auskannte!

Das Schwierige ist, wir haben alle meist viel zu hohe Erwartungen an uns selbst, die wir gar nicht erfüllen können! Um es noch schwerer zu machen konkurrieren all diese Erwartungen an uns vielleicht auch untereinander und sind völlig konträr und widersprüchlich. So kann es dazu kommen das Du eine Erwartung an Dich erreichst, aber endlos weit von der anderen entfernt bist. Das Gefühl „ICH bin nicht gut genug“ oder „ICH bin nicht richtig“ entsteht … und gleich im Schlepptau das Schamgefühl. Die Scham ist ein sehr scheues und verdecktes Gefühl, sodass Du es möglicherweise nicht bewusst wahrnimmst. Dein Schamgefühl sitzt tief hinter Deiner Minderwertigkeit und lässt Dich immer wieder spüren – ICH bin nicht gut, so wie ich bin.

Du beginnst krampfhaft zu denken

Selbstliebe ist ein Fremdwort für Dich oder zumindest nicht ausreichend genug vorhanden. Du fühlst Dich selbst nicht liebenswert und dadurch ist es Dir sehr wichtig zu wissen, was andere über Dich denken! Du tust viel um zu gefallen. Scham entsteht wenn zwischen Deinem Selbstbild und dem, was Du vorgibst zu sein, eine Kluft entsteht. Wenn Du in eine Situation kommst, die Dein wahres ICH zeigen könnte … hier tritt Dein Schamgefühl plus Angst in Aktion! Dein Selbstwert sackt in sich zusammen, klares Denken ist unmöglich, und in diesem Moment möchtest Du aus Deiner Haut steigen und am besten im Erdboden versinken.

Woher kommt es?

Vielleicht denkst Du Dir, diese Dinge passieren doch hauptsächlich in der Pubertät? Da darf ich Dir sagen – Du irrst Dich leider gewaltig! Ich möchte ganz bewusst Erziehung, Eltern – Kind – Aufgaben bei Seite lassen, was aber sicherlich seine Berechtigung hier hätte. Mir geht mehr um die verbalen und seelischen Verletzungen, die viele Frauen über sich ergehen lassen haben.

  • Mangelnde Zugehörigkeit in der Beziehung,
  • ständiges in Frage stellen,
  • keine Anerkennung und Zuspruch in der Familie.

All diese Punkte können Grund genug und Auslöser sein, sich in der Lebensmitte mit diesen Gefühlen auseinandersetzen zu müssen und es wird Dir schwer fallen, Dich so zu akzeptieren wie Du bist! Was Du an Dir nicht akzeptieren kannst, verleugnest oder vertuscht Du. Nicht nur vor den anderen, sondern auch von Dir selbst.

Beginne Dich selbst zu akzeptieren … so wie Du bist

Ich kann Dir sagen, DU hast ein sehr friedvolles zwar tiefsitzendes Gefühl in Dir, dass Dich beschützt. Es schenkt Dir Sicherheit und Geborgenheit. Es nennt sich Selbstakzeptanz. Eine positive Einstellung zu sich selbst! Auch wenn Deine Zeit mit schlechten Erfahrungen, negativen Glaubenssätzen behaftet ist oder war … beginne danach zu graben und freue Dich wenn Du sie fühlen kannst. 🙂

Stelle Dir die Frage „Was möchte ich vom Leben und wer bin ich?“ Damit meine ich keine materiellen Dinge und was Du darstellen möchtest. Dies Fragen musst Du Dir beantworten können um Selbstbestimmung zu erlangen. Du solltest Deine eigenen tief empfundenen Bedürfnisse kennen. Dabei musst Du in Kontakt mit Dir und Deinen Gefühlen sein. Nur so wird es Dir gelingen, keine Marionette für andere zu sein, sondern Du kannst Dein Leben selbst in die Hand nehmen und gelangst dadurch zu Deiner Unabhängigkeit. Ohne Fremderwartung und zu hohem Selbstanspruch. 😀

Denke weniger und sei einfach … nimm Dich so an wie Du wirklich bist, mit all Deinen unebenen Oberflächen, das ist Dein Grundstein zu Deinem glücklichen Leben ohne Scham und Minderwertigkeitsgefühlen! Schließlich soll es in Deinem Leben auch um Dich gehen, und nicht darum, wie andere Dich haben und sehen wollen.

Man muss an sich selbst glauben, das ist das Geheimnis.

Charlie Chaplin

Es würde mich freuen, wenn auch Du sagen kannst: „Es gab eine Zeit, in der die Ängste, das Sollen und Müssen sowie das Nichtdürfen, Dein Leben bestimmt hat … jetzt ist nichts mehr davon übrig! <3

Eine schöne Zeit möchte ich Dir wünschen, SEI einfach – bis bald.

Liebe ist doch ein so positives Gefühl? Warum kann sie dennoch manchmal so weh tun? Ist es dann überhaupt Liebe? Die echte Liebe tut nicht weh. Never! Schmerzt sie, ist es keine Liebe, sondern irgendetwas anderes … zum Beispiel eine Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit oder ähnliches. Weh tut nur die Egozentrik, die wir gerne mal mit Liebe in Verbindung bringen. Einen Menschen um jeden Preis „haben wollen“!

Als ich so einen ähnlichen Satz zum ersten Mal gehört habe, war ich etwas verstört. Ich war zu dieser Zeit in einer sehr schwierigen Beziehung,  gefolgt von immer wieder sehr ähnlichen Partnerschaften, die mich immer und immer wieder an meine Grenzen führte, und bei der es viel mehr um mein seelisches Wachstum ging, als um Romantik und Liebesgeflüster. Ich dachte mir damals „Hmm, sehr komisch, anscheinend gehört Leiden und Schmerz nun mal zu einer Beziehung dazu …“

Jeder Liebespartner führt uns an unseren emotionalen Schmerz heran

Erst sehr viel später erkannte ich die Wahrheit und den Sinn des Ganzen. Es sind unsere eigenen Themen die angetriggert werden. Die seelischen schon vorhandenen Schmerzen, die im Spannungsfeld zwischenmenschlicher Beziehungen immer und immer wieder an den wunden Punkten berührt werden! Nur, das was uns dabei weh tut, was uns leiden lässt – ist keine Liebe. Es sind die abgründigsten Tiefen unserer Seele, die von Schuldgefühlen, Selbstzweifel und Ablehnung dominiert werden. Schattenanteile die wir von der allumfassenden Liebe in unserem Herzen gespalten haben.

Wenn ich heute über diese anfangs erwähnten „schwierigen Beziehungen“ nachdenke und zurückblicke, weiß ich, dass das eigentliche Problem meine Angst war. Angst, verlassen zu werden. Alleine zu sein. Und unter all diesen Ängsten war ein mieses und richtig schmerzvolles  Gefühl mit dabei, nämlich: Nicht gut genug zu sein! Den Ansprüchen nicht gerecht werden zu können. 

Heute weiß ich, dass ich so eine angstbehaftete Beziehung nie wieder eingehen würde. All das hat mich erkennen lassen weshalb und wieso ich solche Menschen (Männer) und immer wieder die gleichen Beziehungsmuster angezogen habe! Ich habe es alleine nicht geschafft auf diese immer wieder kehrenden Verhaltensmuster hinzusehen. Mir wurde der „Spiegel“ vorgehalten um zu erkennen, welche Gefühlsmuster und Glaubenssätze sich in meinen Beziehungen widerspiegelten. 🙂

Klassische Gefühlsmuster die uns immer wieder leiden lassen

Jetzt sei bitte ehrlich: Wer von uns hat sich noch nicht in einen Menschen verliebt, in den er sein eigenes Selbstbild hineinprojiziert hat? Wo Du Qualitäten und Eigenschaften gesehen hast, über die Du dich aufwerten konntest. Oder auch klare Selbstwertdefizite zu kompensieren versucht hast? Wir sind der Meinung, dass nur unsere „bessere“ Hälfte uns ganz machen könne und so machen wir unser Glück, unsere Lebenskraft von der Liebe im Außen abhängig. Diese Beziehungen tun weh und werden auch unweigerlich in sich zusammen brechen. Nicht sofort, aber sehr früh!

Was machst Du, wenn Du merkst, dass Du eine unbeschreibbare innerliche Leere ohne Deinen Partner fühlst, die Du selber nicht ausfüllen kannst?

Betrachte Deine Partner genau, die Du anziehst. Sie sind schmerzvoller aber auch freudvoller Spiegel deiner Stärken und Defizite! 

Der Kampf um Liebe und Zuneigung!

Ich bin ja wirklich nicht stolz darauf, sagen zu können, dass ich immer einen besonderen Hang zu den Männer hatte, die mich auf Distanz gehalten haben, die in irgendeiner Form nie ganz greifbar waren! Genau betrachtet Männer waren von denen Frau hätte besser die Finger lassen sollen!  Ich fand das irgendwie anziehend … sogar sexy. Kennst Du auch 😀 , diesen Tick haben sehr viele Frauen, das ist mir in der Zwischenzeit bekannt.  Wer will es denn schon einfach, wenn es mit Zittern, Bauchschmerzen und abwarten auch geht! >händezusammenschlag< Das ständige Warten ob er sich nun meldet, die ständige Angst ausgetauscht zu werden, die innere Unruhe, all das ist eine explosive Gefühlsmischung, die unser Ego als sehr lebendig empfindet.

So viel emotionale Anspannung ist ein grandioser Nährboden für eine brennende Leidenschaft, die wir als intensive Verbindung der Herzen wahrnehmen (besonders wenn es um Sex geht!), die uns aber eine ganze Menge Energie auf Zeit nimmt!

Noch ein Beispiel:

Gehörst Du zu den Frauen, die magisch Partner anziehen, die Dich nie komplett an sich heranlassen? Daraus resultieren die sogenannten On-Off-Beziehungen. Es ergibt sich daraus ein Zustand vollkommener Unklarheit und einem Gefühl das Dich instabil werden lässt! In solch ungesunden „Larifari-Beziehungen“ bist Du bereit, dein emotionales Wohlbefinden zu opfern, um endlich das zu bekommen was Du Dir so wünscht … nämlich die Liebe die er zurückhält! Solche Beziehungen werden Dich nie happy machen, es sei denn dieser Zustand erfüllt Dich mit Zufriedenheit?!

Um aus solch ungesunden Partnerschaften auszusteigen oder erst gar nicht „einzusteigen“ bedarf es einer Menge Selbstreflektion. Welche Anteile Deiner selbst hast Du noch nicht in die Selbstliebe integriert? Wo und wann trägst Du noch Deine Maske und hast Angst, Dein wahres DU zu offenbaren? Je mehr Du Dich auf Dich selber einlässt inkl. allen Bedürfnissen und Wünschen, umso weniger wirst Du Dich zu solchen Menschen / Männern /  Beziehungen, die Dir immer wieder dein Vertrauen, Deine Nähe und Liebe entziehen, hingezogen fühlen!

Das Gegenteil wird eintreten. 🙂 Du wirst ein Magnet sein für gesunde, reife Beziehungen, weil Du diese emotionale intime Reife in Dir selbst erkannt hast.

Unabhängigkeit und Freiheit um jeden Preis!

Frauen, die von sich glauben besonders unabhängig und frei sein zu müssen, haben meiner Beobachtung nach das gleiche Thema vor sich liegen, wie jene, die sich übertrieben bedürftig verhalten oder sich ständig in irgendwelche Beziehungen begeben, die von einer emotionalen Abhängigkeit geprägt sind. Diese tragen ein ängstliches, verletztes und bedürftiges inneres Kind in sich, das grenzenlose Angst davor hat wieder abgelehnt und verletzt zu werden.

Wir Menschen sind so unterschiedlich und genauso ungleich sind unsere Verhaltensweisen, wie wir mit gewissen emotionalen Mustern umgehen. Egal ob wir permanent Beziehungen ausweichen, oder verbissen nach Freiheit und Unabhängigkeit streben oder ob wir uns von unseren Partnern in eine Abhängigkeit gedrängt werden (lassen). Die Konsequenzen sind immer die gleichen: Wir sind dadurch nicht in der Lage gesunde, reife, auf Augenhöhe zu führende Beziehungen einzugehen. Wo wir auf auf erwachsene Weise unsere Bedürfnisse und Grenzen kommunizieren können! Ganz ohne Fluchtimpuls und ohne das Gefühl zu haben, den Boden unter den Füssen zu verlieren … würde die Beziehung zerbrechen.

Keine „heile“ Beziehungserfahrung bedeutet Defizite in der Partnerschaft

Die oben angeführten Beispiele sind die klassischen Gefühlsmuster, die mit Sicherheit schon viele von uns erlebt haben. Aber nun die alles entscheidende Frage überhaupt: Warum verhalten sich viele Paare so verletzend in ihren Beziehungen? Das und weshalb viele von uns immer wieder Beziehungen eingehen, die in Wirklichkeit schon von Anfang an nicht gut sind für uns, wissen wir ja nun. Aber wie sieht es in den Beziehungen aus in denen man sich ständig gegenseitig verletzt? Ich möchte gleich noch anhängen, nicht jede Verletzung in einer Beziehung muss gleich dramatische Auswirkungen haben. Oftmals geschieht so etwas einfach aus einer Kränkung heraus, die nicht negativ für die Beziehung sein müssen!

Wenn Du aber nie erfahren hast wie sich ein Ort der Sicherheit und des Vertrauens anfühlt, werden Dir diese Erfahrungen, die oft aus unserer Kindheit oder auch aus vergangenen Beziehungen stammen, es Dir schwer machen eine Beziehung im gesunden Sinn zu leben. Denn in einer Paarbeziehung werden unsere früheren Beziehungserfahrungen erneut aktiviert. Nur mit dem Unterschied, dass wir nicht mehr das Opfer sind sondern der Verursacher verschiedenster Verletzungen. Der Partner bekommt den erlebten Schmerz zu spüren! Wir versuchen dabei den erlebten Schmerz in der Beziehung zu integrieren und aufzuarbeiten.

Leider findet in der Realität keine Eingliederung des Erlebten statt … im Gegenteil, es wiederholt sich alles wieder, welche beide Seiten zunehmend verletzt und wo keine gemeinsame Lösung zu finden ist!

Warum halten wir solche Verletzungen aus?

Als Kind ist es normal, dass wir die Familie nicht einfach verlassen können. Wir brauchen sie zum Überleben. In erwachsenen Beziehungen hört jedoch das Verständnis bald auf. Für unser Umfeld ist es schwer zu verstehen, weshalb ein Mensch der nun Erwachsen ist und kein kleines Kind mehr ist, an einer verletzenden Beziehung festhält! Warum gehen wir nicht einfach?

In solchen Beziehungen passiert folgendes:
Eine  intensive Beziehung wird aufgebaut. Ein sicherer Boden unter unseren Füßen, ist die Grundlage um die alten Muster und Traumatisierungen wieder hervorzuholen. Darauf entfaltet sich die ganze Vorgeschichte aus unserem Leben. Aus so einer intensiven Bindung entkommen wir nur sehr schwer. Meistens ist es uns bzw dem Partner klar, dass diese Beziehungsform nicht gesund ist. Mental würden wir sofort gehen … aber emotional bleiben wir kleben! 

Fakt ist, wenn wir uns in einer Liebesbeziehung extra verletzend verhalten ist es sehr naheliegend, dass wir in unseren ersten Beziehungserfahrungen stark verletzt worden sind. In den späteren Partnerschaften wird unbewusst, auf der Beziehungsebene, eine „Opfer – Täter Konstellation“ aufgebaut, dabei können wir in beide Rollen rutschen.

Nachsatz:

Wenn wir lernen uns von Abhängigkeiten zu befreien lernen wir auch (wieder), wie wir ganz werden und dann kann in unserer Beziehung ein gesundes Miteinander entstehen. Eine Partnerschaft ohne Verletzungen. Wo zwei Ganzheiten sich begegnen müssen auch keine Löcher gestopft werden. Es kann Liebe fließen!  Wenn wir in Liebe sind … werden wir den anderen schmerzfrei seinen Weg gehen lassen, auch dann wenn wir ihn möglicherweise nicht auf ganzem Weg begleiten!? Die Liebe ist nie verletzend, der Mensch allerdings schon. Wenn uns also die Liebe verletzt, wäre es von Vorteil, einmal genauer hinzusehen … was da eigentlich wirklich passiert.

Falls Du noch mehr darüber lesen möchtest ist Raus aus Deiner Beziehung, die Dich vergiftet ein Folgethema. Und wenn Du Erfahrungen mit dieser Thematik hast und darüber reden/schreiben möchtest, lass mir gerne einen Kommentar da oder besuche uns in meiner FrauenPunk Gruppe bei Facebook! 🙂

Eine liebevolle Zeit möchte ich Dir allemal wünschen, bis ganz bald.

Könntest du dir einen Tag so gestalten, wie du ihn gerne haben würdest … wie würde er aussehen? Ein besonderer Tag, den du am Abend, wenn du ins Bett steigst, wieder und wieder vor deinen Augen hast, tief durchatmest, und mit glänzenden Augen ein leises „Was für ein unglaublich schöner Tag das heute war“ vor dich her hauchst!

Was würdest du gerne erleben?

Diese Frage haben uns vor kurzem eine Freundin und ich gestellt. Wir beide ziehen ab und zu gerne an Tagen, an denen die Geschäfte bis 21.00 geöffnet haben, los. Ganz planlos, einfach nur um zu sehen was es alles so gibt, das wir ohnehin nicht brauchen! 🙂 Der ganze Nachmittag wird dann besiegelt mit einem Glas Prosecco … dasitzen, Menschen beobachten und natürlich Pläne schmieden. Oftmals sind da auch ganz verrückte Sachen dabei. Einfach so zum Spaß. 😀 Und so dachten wir auch darüber nach, wie ein perfekter Tag für uns aussehen könnte?

Wie würde sich so ein Tag wohl anfühlen, all das machen zu können worauf man wirklich Lust hat? Wenn keine Grenzen gesetzt wären und uns alles zur Verfügung gestellt werden würde, was wir brauchen und uns wünschen? Spontan ist diese Frage sehr einfach zu beantworten, aber im nächsten Moment sehr sehr schwierig, da man ja nur diesen einen Tag zur Verfügung gestellt bekommt und da möchte man klarerweise das Optimalste für sich herausholen >lach<.

Dein Gefühl spielt dabei eine wesentliche Rolle

Unsere Gefühle helfen uns dabei, die Tagesaktivität darauf zuzuschneiden. Je genauer wir wissen, wie wir uns an so einem perfekten Tag fühlen möchten und  mit welchem Gefühl wir abends ins Bett steigen möchten, desto einfacher wird es für uns, einen perfekten Tag zu kreieren. Besonders – bedeutet ja für jeden Menschen etwas anderes. Für manche wäre der Tag perfekt, von morgens bis abends endlos einkaufen zu gehen, oder sich den ganzen Tag einem Wellness-Programm zu unterziehen, andere würden sich vielleicht gerne in die Bahn setzen und einfach mit dem Ziel „mal schauen“ wegfahren … oder seinem Herz-Menschen Zeit schenken? Einen Fallschirmsprung erleben oder am Ring mit Auto oder Motorrad fahren? Es gibt tausende Möglichkeiten und jede von uns hat eine andere Vorstellung von ihrem „perfekten“ Tag.

Das Gefühl jedoch ist bei allem ein anderes. Wir können völlig entspannt und ausgeglichen zu Bett gehen, aber auch gar nicht einschlafen können, weil wir noch drei Tage danach diesen Adrenalin-Kick in uns spüren! Also je genauer wir wissen, wonach uns ist und was wir erleben möchten, mit dem passenden Gefühl dazu, umso leichter können wir es auch erreichen.

Du bist sind nicht jeden Tag gleich

Ich persönlich bin nicht jeden Tag in der selben Stimmung für irgendetwas. Manchmal erschrecke ich vor mir selber, und denke mir „Frau – heute biste aber ganz schön drauf und willst es wieder wissen …“, an anderen Tagen traue ich mir wenig zu und habe Angst, checke alles ab, nur um sicher zu gehen und an manchen Tagen sind Menschen meine größten Feinde!

Dann aber würde ich am liebsten die ganze Welt bekochen, bekehren und umarmen >händezusammenschlag<. Es würde also auch hier einen großen Unterschied machen, wofür ich mich entscheiden würde – würde ich meinen Tag so gestalten können wie ich möchte.

Müssen wir auf den perfekten Tag wirklich warten?

NEIN – müssen wir sicher nicht! Wir dürfen jeden Tag aufwachen und so einen Tag erleben. Wir sind in der Lage Dinge zu tun, die uns beleben und Freude machen, erfüllen und motivieren! Wir können uns unsere Wünsche erfüllen, wie zum Beispiel bepackt mit Fallschirm, uns aus dem Flugzeug zu stürzen und den freien Fall genießen, eine endlos Shoppingtour zu machen und uns danach bei einer Massage zu entspannen … alles machbar und toll.

Aber es wird nur ein perfekter Tag in unserem Leben sein an den wir uns erinnern werden. Mir gefällt der Gedanke, aus jedem Tag einen „perfekten Tag“ zu machen, wesentlich besser?!  Besondere Momente und Tage wird es dennoch immer geben und sie werden sich von anderen  Tagen unterscheiden, das ist auch gut so. Wichtiger ist ein ausgeglichenes und erfülltes Leben zu führen, unsere aussertürlichen Wünsche sind nur eine Draufgabe! 🙂 Lebendigkeit und Freude, sind Dinge die meinen Tag zu einem Perfekten machen <3!

Das unvorhersehbare ist manchmal das Besondere!

Für mich ist jeder Tag, den ich erleben darf, neu, anders und unvorhersehbar und das macht ihn für mich perfekt, aus dem einen Grund – es liegt an mir was ich daraus mache. Und dann entscheidet der Tag (oder mein Leben), ob es ein unvergesslicher Tag wird. Wir können jedem Tag die Chance geben, der Beste unseres Lebens zu werden. Dazu müssen wir nicht mal etwas tun. Im Gegenteil – es würde diese Chance nur verringern. Wir sollten darauf vertrauen!

Nach solchen unvorhersehbaren Tagen, liege ich manchmal erschöpft aber immer mit einem zufrieden und wohltuendem Lächeln, im Bett und kann sagen „es war ein perfekter Tag“. Ich mag es mit dem Gefühl, etwas geleistet zu haben, Menschen glücklich gemacht zu haben, einzuschlafen! Mal habe ich eine große Erkenntnisse gewonnen, und ein anderes Mal tiefe Gefühle erlebt. Aber sehr oft habe ich auch einfach in den Tag hinein gelebt, letztendlich war jeder Tag der perfekte Tag für mich.

Doch es ist nicht immer zu 100% umsetzbar

Es wäre schön wenn jeder von uns frei und ohne sozialen Druck, seinen Tag so gestalten könnte wie er es gerne möchte. Klar ist das nicht immer zu 100% möglich. jedoch bin ich der Meinung, dass jeder von uns aktiv versuchen sollte, seinen individuellen, passendenden Lebensstil zu finden und daraus seine perfekten Tage zu schmieden! Die allerwichtigste Zutat für einen perfekten Tag ist die Verbindung zu sich selbst. Dem Herzen folgen und dem Leben begegnen … mit allem was dazu gehört!

Heute ist dein perfekter Tag … für einen perfekten Tag

Ich  bin eine sehr reflektierender Mensch geworden, und habe im Laufe der Jahre herausgefunden, was mir gut tut und was meinen Tag zu einem ganz besonderen macht. Dieses Wissen trägt viel zu meiner Lebensfreude bei. Und ich kann wirklich nur jeder von euch empfehlen, sich die Zeit zu nehmen um herauszufinden, was einen zufrieden macht. 🙂

Nachsatz

Möglicherweise hat dieser Artikel einen anderen Verlauf genommen als du dir anfangs erwartet hast? Ich gebe dir recht. Mit dem Ende das eventuell besser gepasst hätte – konnte ich nur leider nichts anfangen. 🙂

Ich hätte dir Tipps für einen perfekten Tag liefern können, sicher, klar. Doch diese Träumereien die wir alle haben, darfst du weiterhin träumen. Ich möchte DIR Gefühl und Emotion überbringen und einen kleinen Denkanstoß geben … nämlich, dass das Perfekte in Wahrheit ganz nahe liegt <3!

Deine Meinung dazu ist immer willkommen, das hast du hoffentlich nicht vergessen! 😀 Ich wünsche DIR ausschließlich perfekte Tage, mach es gut und bis sehr bald.

WIR sind nicht unsere Gedanken!

Dieses mal geht es um meine Gedanken im Allgemeinen. Manchmal treiben sie mich beinahe in den Wahnsinn! Zu viel geht mir dabei durch meinen Kopf. Es passiert mir immer wieder, dass sich dumme zu nichts nutze Gedanken in meinem Kopf festfahren und mich aus dem Gleichgewicht bringen. Einfach links liegen lassen … das wär cool, würde ich es besser beherrschen. 😀

Die meiste Zeit in meinem Leben verbringe ich mit Dingen die mir Spaß machen, ich bin eine positive und, ich würde auch behaupten, kreative Frau, die sich an allem erfreuen kann, Dankbarkeit verspürt und genau das auch versucht weiterzugeben! Wie gesagt … meistens. Letzte Woche allerdings hatte sich meine positive Einstellung und meine gute Laune von mir verabschiedet. Es ging um einiges das ich vorhatte zu tun. Es stand ein Online-Seminar an, die Vorbereitungen dafür mussten getroffen werden. Schließlich will man sich ja nicht blamieren! Und das war schon mein Keyword zu der Sache … blamieren! Ich habe das noch nie gemacht, ein „alter“ Frischling sozusagen. Was werden sich da die anderen denken? Was wenn in einer Fachsprache gesprochen wird die mir nichts sagt? Oder noch schlimmer – wenn ich das Tempo das vorgegeben wird nicht halten kann? Mein fester Entschluss dabei zu sein stand schon Wochen zuvor fest, bombenfest, doch plötzlich fragte ich mich ob es denn überhaupt noch Sinn machte, dabei zu sein, Neues zu lernen und meinem Ziel ein kleines Stück näher zu kommen? Die Angst und meine Unsicherheit waren festt in meinen Gedanken verankert. #scheissgefühl!

Doch das war aber noch nicht alles, auch der nächsten Sache blickte ich zunächst nicht unangenehm entgegen, im Gegenteil. Monja, unsere Hündin, steckt mitten in der Pubertät und braucht dringend ein paar Lektionen unter der Anleitung eines Fachmannes – ich würde ja sagen „Hundeflüsterer“. 😀 Wobei mir auch bewusst ist, dass ICH mehr lernen muss als meine Diva! Ich bin in vielen Dingen nicht konsequent genug und daraus könnten Schwierigkeiten entstehen die keiner haben will! Ein Einzeltreffen wurde ausgemacht, die Schwierigkeiten besprochen, Monja und ich wurden vorgeführt . Die Stunde bestand aus Anweisungen und Übungen, es war eine einzige Katastrophe! Es klappte nichts. ICH wurde ständig korrigiert, Jürgen war dabei und sah uns zu… und plötzlich, da waren sie wieder … meine Gedanken die in etwa so gingen: „Warum nimmt sich diese Frau keinen Schoßhund für die Handtasche? Sie kann keine Befehle geben und ihr Hund wird sie nie ernst nehmen …“ Monja machte viel nur nicht das was ich von ihr verlangte. Nun war Partnerwechsel angesagt, nun war Jürgen mit ihr an der Reihe. Monjas Aufmerksamkeit war vollstens bei Jürgen und als ich dann noch hörte „Jaaa so muss das ausschauen …“ war es vorbei bei mir. Meine Gedanken gaben mir richtig Stoff. Der Tag war gelaufen, ich kam mir so dämlich vor, dachte nur daran wie es wohl die nächsten Tage sein wird wenn wir mit anderen auf dem Trainingsplatz sind. Die halten mich sicher alle für unfähig usw…

Ja und zu guter Letzt, zweifelte ich und machte  mir Gedanken über die neu erstellte Facebook Gruppe für FrauenPunk. Bin ich zu langweilig mit meinen Themen? Mögen die Frauen mich nicht leiden? Bin ich etwa aufdringlich? Was, was, was … Grübelschleifen über Grübelschleifen.

Drei unterschiedliche Themen von denen ich meinte nicht gut genug zu sein um es auf die Reihe zu bringen! Ich schreibe über genau diese Dinge für andere da ich auch wirklich zu 90% in der Lage bin, Sachen positiv anzusteuern und jetzt? Alles vergessen, verlernt und ausradiert? Ich suchte ein Buch und aus dem Buch viel mir eine Karte entgegen auf der stand „Nimm deine Gedanken nicht so ernst“.

Ich musste schmunzeln, da es sich immer wieder bestätigt – es ergibt sich immer das Richtige im richtigen Moment. Nimm deine Gedanken nicht so ernst, du bist nicht deine Gedanken … klingt für mich immer etwas witzig, immerhin bin ICH es ja die denkt und infolge sind es auch MEINE Gedanken?!  Dabei erinnerte ich mich an diverse Gespräche, die ich in der Achtsamkeitsgruppe geführt habe. Unser Gehirn, und ich im Speziellen, versucht ständig alles zu erklären, zu verstehen und genau auf dem Grund zu gehen. Warum ist das so? Weshalb passiert dies und das? Und wie soll ich das Ganze einordnen?  Eine logische Sache finde ich. Das Problem dabei ist aber, dass wir uns von den Gedanken und all den Sätzen und den daraus resultierenden Gefühlen, oft komplett mitreißen lassen! Im Klartext heißt das: Wir halten nicht genug „Abstand“ zu unseren Gedanken.

Genau so ist es. Denn ich hatte mich auf jedes dieser Vorhaben gefreut, war davon überzeugt und ich wollte es zu 100%! Vorfreude total war in mir. Aber was geschah? Meine doofen Grübeleien versauten mir die Stimmung und holten meine Selbstzweifel wieder ans Tageslicht! Übrig geblieben ist ein Satz, nämlich – ICH schaffe nichts, was werden sich die anderen von mir denken.

Gedanken entschärfen 🙂

Und plötzlich hat mir dieser Satz „Nimm deine Gedanken nicht so ernst“ wieder einiges in Erinnerung gerufen! Ich habe mich an die Zeit erinnert als ich in einer Krise steckte, in solchen Phasen können Gedanken zu einem besonderen Feind werden! Jeder wird das kennen, man geht eine bestimmte Situation immer und immer wieder im Geiste durch und versucht verzweifelt herauszufinden, was man hätte besser oder anders machen können!  Es ist ein Verhalten das alles andere als hilfreich ist. Man stürzt sich nur noch tiefer in diese belastende Situation … das Problem bleibt also.

Stattdessen sollten wir unseren Gedanken die Macht nehmen! Die ständigen Bewertungen die wir in uns tragen, denken wir in Dauerschleife, müssen weg. Hätte ich mir nach der missglückten Hundestunde gesagt: „Ja was solls, es war für uns beide etwas Neues, meine Aufregung hat sich auf Monja übertragen und es wird mit viel Übung jedes Mal ein klein wenig besser werden, deshalb sind wir hier …“! Aber nein, stattdessen begann ich gleich zu bewerten. „Ich schaff das nie, ich bin keine Rudelführerin, ich bin schwach, usw … Es sind genau diese Bewertungen, die einen ganzen Schwanz negativer Gefühle mit sich brachten und mich Zweifeln ließen. Von der Laune – spreche ich jetzt mal gar nicht! 🙂 Fakt ist, unsere Probleme und negativen Gefühle wachsen wenn wir uns auf sie fokussieren!

Bewertungen sind ein Muster und wir Menschen steigen viel zu schnell darin ein! Wir sollten lernen neutral zu bleiben und auch neutral zu denken. Vermeiden wir Bewertungen, verbessert sich die Grundstimmung in uns. 🙂 Während ich das hier tippe, und mir immer wieder meine drei „Baustellen“ dazu einfallen – Webinar, Hundeschule und meine Frauengruppe, betrachte ich es jetzt, mit einer gewissen Distanz. Es sind unnötige Sorgen und viel zu ernste Gedanken dahinter!  Dabei hilft mir immer wieder das Schreiben … Ich bin mein innerer Beobachter, der keine Bewertung abgeben soll über das was gerade passiert. Nur so gelingt es, den Mustern in meinem Kopf näher zu kommen ohne mich von meinen Gedanken vereinnahmen zu lassen!

In dem Satz „Nimm deine Gedanken nicht so ernst, DU bist nicht deine Gedanken …“ steckt eine Menge Wahrheit. Wir  brauchen nicht auf sie einzugehen, denn meistens führen sie uns sogar auf einen ganz falschen Weg und machen uns unnötig nervös! Warum ich bei manchen Dingen zweifle ist sicher menschlich. Alle anderen Gedanken zum jeweiligen Thema haben für mich heute keine Bedeutung mehr, denn sie sind reine Spekulation. Den ICH/DU bist nicht deine Gedanken und die Chefin in meinem/deinem Kopf, bin/sind immer wir … und das, finde ich ausgesprochen beruhigend! 🙂

Wir sind nicht unsere Gedanken und unsere Gefühle, sondern nur der, der in uns die Veränderung beobachtet.

Danke dass DU wieder bei mir warst, in meinen heute etwas chaotischen Gedankengängen! Wir lesen uns demnächst wieder, bis bald und eine geniale Zeit für dich.

Ich habe mich selber gefragt ob ich, würde ich diesen Titel sehen, diesen auch anklicken und den Artikel lesen würde … Ich war mir nicht ganz sicher, aber weshalb sollte man etwas „schön“ umschreiben wenn es alles andere als „schön“ ist? Das Leben ist nun mal nicht immer supertoll und grenzgenial und ich weiß es gibt viele Menschen da draußen, die dieses „schwarze Loch“ genauso gut kennen wie ich. Um auf meine selbst gestellte Frage zurückzukommen: JA ich würde den Artikel lesen …

Ein Erfahrungsbericht den ich gerne teilen möchte

Es geht mir zur Zeit wirklich sehr gut und wahrscheinlich fühle ich mich deshalb auch in der Lage darüber zu schreiben. Hätte ich zur Zeit diese innere Leere in mir, wäre es mir nicht möglich Gedanken die Sinn machen, aufzuschreiben und zu beschreiben. Eine Selbstreflexion, zu einem Zeitpunkt an dem es einem irgendwie „anders“ geht, ist etwas sehr hilfreiches, zwar nicht einfach aber lehrreich. In Zeiten in denen ich in meinem schwarzen „NICHTS“ saß, hätte ich gerne ein Gegenüber gehabt der all meine Gedanken und Gefühle verstanden hätte – ohne Bewertung! Und genau diese Erinnerung hat mich dazu bewegt, jetzt ein Gegenüber für einen Menschen zu sein … für jemanden der sich irgendwie „anders“ fühlt …

Das Gefühl

Dieses schwarze Loch oder diese Leere in der ich mich fand, ist ein Gefühl wie eine Depression. Sie fühlt sich weder warm noch kalt an. Sie breitet sich einfach aus, ohne zu fragen und ohne sich anzukündigen. Es ist plötzlich und unerwartet eine große Hoffnungslosigkeit im Anmarsch. Hinter dieser Leere verbirgt sich bei mir Angst, Schmerz und Trauer. Alle diese Gefühle lassen es nicht zu dass ich mich in der Gegenwart bewegen kann.

Trauer und Schmerz verbinde ich mit der Vergangenheit, Angst mit der Zukunft. Bin ich in dieser negativen Gedankenspirale gefangen, bin ich mit meinen Gedanken in der Vergangenheit die Schmerz und die Trauer mit sich bringt … oder ich bin Lichtjahre voraus … in der Zukunft und davor hab ich Angst. Die Zukunft macht mir Angst! Meine Fragen wiederholen sich ständig „Kann ich das schaffen? Schaffe ich es überhaupt? Bin ich stark genug? Bin ich stark genug für das was kommt?“ Meine Gedanken sind so dermaßen festgefahren, dass ich in eine innere Starre und gleichzeitige totale Überforderung kippe. 🙁

Um diese Angst und den Schmerz samt Trauer zu unterdrücken, setze ich mich in das schwarze Loch. In meinem schwarzen Loch gelingt es mir meine Grundgefühle auszuschalten … alles ist schwarz und grau, verschwommen und hoffnungslos. Ein Gefühl das kaum auszuhalten ist. In schlimmen Phasen gab es für mich Strategien, die mich von mir selbst wegbrachten. Die mich unpersönlich machten und ich für niemanden mehr „greifbar“ war. Es war alles recht … Hauptsache ich mußte nichts spüren. Ich war eine Meisterin in Strategien!

In meiner Selbstreflexion viel mir auf, dass sich mein Verhalten anderen gegenüber veränderte, wenn ich mich in meinem Loch gefangen war. Ich war zynisch und auf Level zehn, wirkte arrogant, war unnahbar und ließ niemanden an mich heran. Eine „Unperson“ mit Maske auf Distanz! In meinen unerträglichen Phasen beendete ich Freundschaften und Beziehungen ohne darüber nachzudenken, ich tat es einfach.

Nach etlichen Aufenthalten in diesen schwarzen Löchern, hatte ich es irgendwann satt. Strategien einzusetzen die wieder nur Schmerz und Traurigkeit mit sich brachten. Ich schadete mir letztendlich nur selbst! Ich verabschiedete mich von meinen Masken und Strategien, ich musste lernen meine Gefühle zuzulassen und zu akzeptieren … alle, denn wenn ich diese Leere nicht mehr in mir trage, die sich wie ein Schleier über meine Grundgefühle legt und ich meine angeeigneten Strategien bewusst nicht mehr einsetze, dann bleibe nur noch ICH übrig.

Die Gegenwart bewusst wahrzunehmen ist mein Schutz vor dem schwarzen Loch, meiner inneren Leere. Wenn ich in der Gegenwart bin, bin ich bei MIR. Das hab ich gelernt …

Letztendlich bin ich trotzdem leicht verletzbar, oftmals traurig und habe Angst … doch fühle ich mich jetzt dabei anders. Ehrlicher, ohne Maske und ohne jemanden zu verletzen und anderen zu schaden. Darüber bin ich dankbar. Ohne fremde Hilfe, aber vor allem ohne meinen eigenen Willen DAS zu verändern … würde ich immer noch in diesem, meinem, „schwarzen Loch“ verweilen …

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. DU musst DEIN Ändern leben …

Und es funktioniert. Eine meiner Erfahrungen die ich sehr gerne mit DIR teilen wollte. Hab es gut und schau auf DICH …

Adieu Sommer, Bonjour Melancholie!

Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel, ich klammere mich an die letzten wärmenden Sonnenstrahlen und tu mir wahnsinnig schwer feste Kleidung anzunehmen. Ich fühle mich immer in meiner Freiheit beraubt, hat mich der Sommer doch wieder sehr verwöhnt mit seiner Wärme.

Ich glaube von mir behaupten zu können, ein fröhlicher ausgeglichener Mensch geworden zu sein. Wenn aber der Altweibersommer seine letzten Meter macht, setzt bei mir eine Verwandlung ein. Meine Fröhlichkeit versteckt sich öfter mal für längere Zeit, ich friere und würde am liebsten zu Hause ein Lagerfeuer machen und ich habe Schwierigkeiten mich in festes Schuhwerk zu begeben. Anders war das früher als ich es kaum erwarten konnte die neuesten Herbsttrends an meinen Füssen zu tragen … und jetzt, ich vermisse das Barfußgefühl. Meine heiß geliebten Flip-Flops! Da wir ja den Winter in Österreich verbringen und nicht mehr den Strand und das Meer vor uns haben, fällt mir diese Umstellung ganz besonders schwer.

Wieder zu Hause, fällt mir immer auf wie die Menschen hier sich dem nasskalten Wetter anpassen. Sie tragen ihre Mundwinkel sehr tief, sehe ich in die Augen mancher Leute tun sie mir beinahe leid. Wach werde ich dann so richtig, bekomme ich einen triefend nassen Regenschirm im Gedränge der Strassen zu spüren. All diese äusseren Einflüsse helfen mir natürlich nicht unbedingt dabei, mich gut zu fühlen.

Mir wäre im Sommer niemals der Gedanke gekommen, mich gemütlich auf das Sofa zu schmeißen und Musik zu hören, so ist es jetzt beinahe ein Pflicht-Moment des Tages! Sogar mein Musikgeschmack verändert sich um diese Jahreszeit, zwar nicht grundlegend, aber mich sprechen die ruhigen, melancholischen Lieder mehr an als alles andere. 🙂 Genauso geht es mir auch mit Menschen. Die Gesellschaft vieler umher wuselnden und hektischer Menschen umgehe und vermeide ich wann immer möglich. Ich empfinde es als Stress.

Früher habe ich mich dem Ganzen angeschlossen, habe mich so verhalten wie die meisten Menschen. Ich war schlecht gelaunt, hektisch und habe gejammert über den Beginn der ungemütlichen Jahreszeit. Ich habe diese Phasen nicht erkannt. Ich habe jedem vorgemacht gute Laune zu haben, dadurch konnte ich mein Inneres verstecken. Das habe ich  aber Gott sei Dank mit der Zeit abgelegt.

Wo es mir allerdings immer noch schwer fällt mich zu korrigieren, ist mein Gefühl wenn der Herbst  einzieht. Das Ganze zu hinterfragen weshalb das so ist, wird mir allerdings nichts bringen. Ich bin in der Zwischenzeit so weit diese kleine Melancholie zu akzeptieren. Ich erkenne diese Phasen jetzt und bin darauf eingestellt, aber vor allem versuche ich sie nicht mehr zu verdrängen. Ich weiß ja es geht wieder vorüber … spätestens wenn die Sonne wieder für längere Zeit scheint 🙂 , und bis dahin habe ich mich entschieden einfach meinen Gefühlen und Befindlichkeiten zu folgen!

Der Herbst und die kalte Jahreszeit ist mittlerweile zwar noch immer nicht mein bester Freund, aber wir kommen ganz gut aus gemeinsam. Ausserdem haben meine beiden Hunde einen Riesenspaß daran das Laub aufzuwirbeln und sich darunter zu verstecken und zu sehen wie sie diese Zeit genießen macht mich wiederum sehr glücklich!

Ich habe für mich auch herausgefunden wie ich der Melancholie entgegenwirken kann: Ich nutze sie als Chance, einmal im Jahr vom Gaspedal zu steigen und mich mehr meinen Gedanken und Gefühlen zu widmen. Und hatte ich mich früher auf eine neue Herbstgarderobe gefreut, freue ich mich nun jedes Jahr auf eine neue Kuschel-Decke, neue Teesorten und viele neue Bücher … und auf Monja und Amon, unsere beiden Hunde, die zu meinen Füßen liegen und mir ein Lächeln ins Gesicht malen, seh ich diesen Anblick. 🙂

Ja so ist es eben, ich habe viele Facetten – Sehnsucht und Melancholie gehören eben auch dazu … vielleicht sind dir diese Gefühl ja nicht ganz fremd, dann wirst du mich auch sicher verstehen. 🙂

Ich würde sagen ich bin bereit für die langen ungemütlichen Tage, die ich mir aber so richten werde wie sie mir gut tun!

Kannst du dir vorstellen völlig emotionslos zu sein? Keine Gefühle zu besitzen, einfach nur ein und aus zu atmen und zu existieren? In mir löst dieser Gedanke Unbehagen aus. Auch wenn man sich öfter die Frage stellt „Warum bin ich bloß so nah am Wasser gebaut…“ oder „Weshalb explodiere ich wegen der kleinsten Kleinigkeit?“ Ärger, Wut und Traurigkeit sind Gefühle auf die wir gerne oft verzichten könnten. Freude und Glück hingegen möchte keiner missen!

ALLE Gefühle sind wichtig und helfen uns Entscheidungen zu treffen, eine Richtung zu finden und Informationen die wir haben, zu bewerten. Und hierfür sind unsere Emotionen zuständig. Und trotzdem passiert es immer wieder das wir manch ein Gefühl in uns nicht erkennen oder unterdrücken.

Heute kannst du mich begleiten, auf:

DIE INSEL DER GEFÜHLE

Vor langer Zeit gab es einmal eine schöne kleine Insel. Hier lebten alle Gefühle, Eigenschaften und Qualitäten der Menschen einträchtig zusammen. Der Humor und die gute Laune, der Stolz und der Reichtum, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und die Intuition. Eigenschaften und Qualitäten, die einen Menschen eben so ausmachen. Natürlich war auch die Liebe dort zu Hause.

Eines Tages machte die Nachricht die Runde, dass die Insel vom Untergang bedroht sei und schon in kurzer Zeit im Ozean versinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe, deren Schiff gerade nicht seetauglich war, wollte bis zum letzten Augenblick warten. Sie hing sehr an der Insel!

Als das Eiland am sinken war, bat die Liebe die anderen um Hilfe. Der Reichtum war gerade dabei auf einem sehr luxuriösen Schiff in See zu stechen, da fragte ihn die Liebe: „Reichtum … kannst du mich bitte mitnehmen?“ „Nein“, das geht nicht. Auf meinem Schiff ist zu viel Gold und Silber, da hab ich keinen Platz mehr für dich.“

So fragte die Liebe den Stolz, der auf einem stattlichen Schiff vorbeikam. “ Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?“ “ Liebe ich kann dich nicht mitnehmen, hier ist alles so perfekt und du könntest mein Schiff beschädigen!“ Es war die Traurigkeit an der Reihe: „Traurigkeit … bitte nimm du mich doch mit!“ “ Oh Liebe“, entgegnete die Traurigkeit, “ ich bin so traurig, dass ich alleine bleiben möchte!“

Plötzlich aber rief eine Stimme: „Komm Liebe, DU kannst mit mir mit!“ Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie völlig vergass, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen. Später fragte die Liebe das Wissen: „Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?“ “ Ja sicher „, antwortete das Wissen, „Das war die Zeit.“

„Die Zeit?“ fragte die Liebe erstaunt, „Warum hat mir den ausgerechnet die Zeit geholfen?“ Und das Wissen antwortete „Weil nur DIE ZEIT versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist …“

Verfasser/in unbekannt gefunden bei engelsrecht-media.de

Tja, die Liebe … manchmal ein „Stiefkind“ in unserer Gefühlssammlung. Und Zeit … ebenfalls ein sehr wertvolles Gut aber wir nehmen sie uns viel zu wenig und daher „verpassen“ wir sehr oft sehr viel. Erlaube DIR mehr davon – und DU wirst deine Liebe neu finden … bis bald in meinen Geschichten, alles „LIEBE“.

Das Bauchgefühl, ein Begriff der dir sicherlich nicht fremd ist! Was ist eigentlich „Bauchgefühl“? Schlägst du nach, bekommst du viele verschiedene Erklärungen darüber. ICH definiere es so: Es ist wie der Name schon sagt, ein Gefühl das dir sagt ob sich etwas richtig oder falsch ist. Es sind die ersten Sekunden, worauf dein Bauch mit – mag ich, oder mag ich nicht, reagiert, ohne vorher zu wissen wie es ausgeht. Ein Gefühl eben. Hörst du auf dieses Gefühl und handelst du auch danach – spricht man von „aus dem Bauch heraus gehandelt“. Also mein Bauchgefühl besteht aus Intuition, Instinkt und meiner Lebenserfahrung und ist zu 90% treffsicher!

Wenn der Bauch beim Denken hilft

Ich bekam mal vor einigen Jahren ein ähnlich lautendes Buch geschenkt, das mich allerdings nicht sofort ansprach (so ist es immer bei mir). Irgendwann kam ein Moment in dem ich in so einer Situation war und ich nicht wusste wie ich entscheiden sollte. Das Buch hab ich verschlungen und ich wusste ab diesem Zeitpunkt, dass ich mein Bauchgefühl öfter ernster nehmen sollte.

Die meisten Menschen meinen immer sie müssten möglichst schnelle und rationale Entscheidungen treffen. Schreiben Pro und Contra Listen, informieren sich und sammeln haufenweise Informationen über ihre bevorstehende zu entscheidende Situation – Gefühle haben da nichts verloren, sie werden ausgesperrt! Ist das gut? Funktioniert das überhaupt? Denken und Fühlen lassen sich bei mir nicht trennen.

Entscheide nie in einer „Hoch bzw. Tief-Phase“!

Bin ich in einem Stimmungsloch, finde ich sowieso alles scheisse und nicht gut. Fühl ich mich super, ist die ganze Welt um mich farbenfroher … da übersehe ich dann ganz gern etwaiige Ecken. Mein Verstand überschätzt sich dann selbst. Ich meine dann es mit allem aufnehmen zu können, was natürlich schön wäre, aber Schwachsinn ist. Deshalb ist es für mich selbst sehr wichtig in meiner Mitte zu ruhen – immer, aber ganz besonders wenn es um „Wichtiges“ geht!

Dein Bauch weiß genau was ER will

… kann sich aber genauso gut irren.

Wollen und bekommen – in Folge „recht haben“ sind 2 Paar Schuhe! Manchmal werden wir auch in die Irre geleitet, wenn uns unser Unterbewusstsein ein Gefühl schickt das für die jeweilige Situation nicht relevant ist! Als Beispiel, du bekommst eine neue Kollegin und deren Mimik und Gestik erinnert dich an eine Person mit der du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Trotzdem hat diese Erinnerung nichts mit der neuen Kollegin zu tun! Also ist es besser nicht jedem Gefühl zu folgen das dir dein Unterbewusstsein schickt.

Wage mehr und vertraue auf deinen Bauch

Wir sind alle unterschiedlich. Jeder Mensch hat ein unterschiedlich starkes Bedürfnis nach Kontrolle. So sind spontane Bauchentscheidungen nicht jedermanns Sache. Nur was ich auf jeden Fall sagen kann: Lass einfach mal locker und hör auf das was dein Bauchgefühl dir schon länger im Unterbewusstsein vermittelt hat! Sei spontan und denke gar nicht zu viel über manches nach. DAS sind meines Erachtens die besten Entscheidungen!

Gerade was Menschen angeht, bin ich immer wieder überrascht wie verlässlich da mein Bäuchlein ist! Es ist noch nicht allzu lange her, da machte ich mir Gedanken über einen Menschen der mir nur von der besten Seite geschildert wurde! MEIN Eindruck war ein ganz anderer beim persönlichen Kennenlernen und ich schämte mich beinahe solche „Empfindungen“ zu hegen! Es waren geschätzte 10 Minuten, die mir sagten „es glänzt, aber es ist NICHT Gold“. In der Zwischenzeit haben sich meine ersten Gefühle bewahrheitet. Mich bestärkt es da mein Bauch recht behielt, für diese Person tut es mir allerdings sehr leid …

Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt, aber nicht weiß.

Möglicherweise betrachtest du deinen Bauch jetzt auch anders als vorher. *lach*

Neidisch! Ich? Niemals – so ein Blödsinn … Neid – ein Gefühl jemand anderem etwas nicht zu gönnen oder die Freude des Anderen nicht teilen zu können, gibt NIEMAND gerne und freiwillig zu! Leider trägt jeder dieses Gefühl in sich.

Ein Beispiel zu alltäglichem Neid

Viele Jahre hat man sich nicht gesehen. Freunde oder Bekannte aus der gemeinsamen Schul- oder Jugendzeit. Plötzlich läuft man sich irgendwann wieder über den Weg. Oder das sogenannte Klassentreffen. 10, 15 oft sogar 20 Jahre liegen dazwischen. Dann sitzt man sich auf dem besagten Treffen gegenüber, startet einen – für mich immer etwas erzwungenen Small-Talk. Oft dauert es nicht sehr lange, bis der Erste mit seinem Hab und Gut antrabt.

Mein Haus – meine Firma – mein Wagen, usw …

Der Klassiker aus der vergangenen Werbung, den jeder von uns noch kennt! Das „Spielchen“ wird natürlich mitgespielt, die Blöße geben wir uns nach so vielen Jahren des „nicht sehens“ auf keinen Fall. Freuen wir uns ehrlich für den anderen, über sein positives Weiterkommen in seinem Leben? Oder stellen wir uns die Frage „warum DER?“, die ewige Verliererposition in der Schulzeit bezogen und jetzt solche Infos? NEID macht sich bemerkbar.

Woher kommt diese Missgunst?

NEID – dieses Gefühl sitzt sehr tief in uns, es ist ein spontane und ganz natürliche Reaktion wenn wir uns „unterlegen oder minderwertig“ fühlen. Sobald sich 2 Menschen miteinander vergleichen können, entsteht automatisch und zwangsläufig dieses unschöne Gefühl – NEID. Selbst dann, wenn wir es gar nicht beabsichtigen.

Neid besteht aus mehreren Gefühlen

Erst letztes Jahr konnte ich lernen das Neid nicht nur ein Gefühl ist. Die Auseinandersetzung mit Gefühlen (insbesondere meine eigenen), ließ mich wissen das dahinter jede Menge andere Gefühle stecken!

Wut, Angst, Selbstmitleid sowie die Traurigkeit … geben Neid seine Bedeutung und seinen Namen. Das Wort selbst kommt aus dem Lateinischen „Indiva“ was hinsehen bzw. der böse Blick bedeutet.

Wir alle tragen 2 Ideale in uns:
1. „so bin ich“ und der 2. „so wär ich gerne

Diese Differenz versuchen wir dann oft mit grosser Anstrengung auszugleichen. Kommt dann jemand daher, der genau DAS hat oder besitzt wofür WIR uns so sehr bemühen und einsetzen – kommt NEID auf.

In Wirklichkeit geht es uns aber nicht um den „Besitz“, vielmehr um das Gefühl der damit erreichten inneren Zufriedenheit. Das sich damit GUT FÜHLEN, darum geht es! Folgedessen ist dieser Mangel eher eine emotionale Sache.

Neid ist körperlich spürbar

Der bekannte Satz: Der Neid wird dich noch auffressen! … hat also durchaus eine Berechtigung. Neid kann krank machen und er kann unser Immunsystem schwächen, körperliche Beschwerden treten ein.

Vergleiche mit Anderen

Früher ging es mehr um den Erhalt der bestehenden Existenz. Zum Beispiel war ein Landwirt dem anderen Bauern seine bessere Ernte neidig. Eine kinderlose Frau der Nachbarin die Kinder hatte usw.

Heute ist es die Konsumgesellschaft, die Statussymbole verlangt ohne die es scheinbar nicht mehr zu funktionieren scheint! Der noch grössere und teurere Wagen des Kollegen, der besser bezahlte Job des Freundes, der Pelzmantel der Freundin, schönere – teurere – längere Urlaube der rundum Bekannten uvam.

Dazu kommen die verschiedenen soziale Netzwerke, die diesen Vergleich noch fördern. Am Leichtesten empfinden wir dieses Gefühl bei Menschen die uns nahe sind. Nähe fördert Neid – Distanz entschärft ihn …

Es gibt auch etwas positives an der Sache

Neid kann uns aber auch durchaus motivieren und anspornen. Quasi unseren Ehrgeiz wach zu küssen. 🙂 Wenn es zB. im beruflichen oder sportlichen Bereichen jemanden gibt, den wir bewundern, kann er uns so zur Höchstleistung motivieren. Ausserdem kann dieses miese Gefühl auch für unsere Persönlichkeitsentwicklung ganz brauchbar sein! Sich selbst einzuschätzen und sich von anderen abzugrenzen. Selbsterkenntnis lernen.

Neid ist ein Tabu-Thema

Schön wär es und als persönlichen Erfolg zu verbuchen, wenn wir ganz offen und ehrlich unsere Missgunst zugeben können. Neid gilt als unschöner Charakterzug, worauf man sich nichts einbilden sollte. Es zu leugnen ist ebenso keine Art.

So, wie gehe ich nun richtig damit um?

Dieses Gefühl zulassen und sich selbst eingestehen. Genauer hinhören was uns der Neid sagen will und möglicherweise eine Lösung dafür zu finden. Zu versuchen das Negative ins Positive zu drehen. Sich zu fragen „worauf bin ich neidisch? Was ärgert mich jetzt so sehr daran?“. Nur so kannst du herausfinden was an deiner Lebensweise nicht stimmt oder dir nicht gefällt.

  • Nutze deinen Neid als Ansporn
  • Stelle keine Vergleiche mit anderen und werte dich nicht ab
  • Versetze dich in das Leben des – aus deiner Sicht „Besseren“. Ist es wirklich so toll?
  • Erlaube den Anderen, zu haben was er hat …
  • Sei dankbar für das was DU hast. Es gibt dir ein Gefühl von Reichtum!

Also wenn euch dieses unschöne Gefühl wieder über den Weg läuft, denkt daran:

Zufriedenheit hängt nicht von materiellen Dingen ab, sondern einzig und alleine von deiner inneren Einstellung dazu!