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Eines muss ich gleich mal vorweg sagen: Vielleicht denkt sich Die ein oder andere von euch warum ich mir anmaße über Psychologie zu schreiben? Eine Thematik für „Studierte“! Ich bin keine Ärztin und keine Psychologin und ich möchte auch hier keinesfalls wichtige Sprüche klopfen. Ich möchte nur manches erklären, meine Erfahrungen und Ratschläge zu diesem Thema weitergeben. Ich bin selbst betroffen und habe über die Jahre eine Menge darüber gelernt, mir angeeignet und klarerweise auch durchlebt. In dieser Zeit habe ich viele betroffene Menschen kennengelernt und konnte auch tolle Freundschaften schließen. Zu den „Studierten“ zähle ich mich nicht. NEIN, aber der Zuspruch vieler von euch hat meine Bedenken, darüber zu schreiben oder es besser sein lassen, sehr schnell ausradiert …

So begann mein Artikel Schwarz-Weiß Denken, den ich im Jahr 2017 veröffentlicht habe. Ein Beitrag der noch immer sehr gut be- und gesucht  wird. Das ist auch der Grund weshalb ich das Thema nochmals aufgegriffen habe … Es war einer der ersten Beiträge, die ich verfasst hatte und unbedingt teilen wollte, beinahe musste.  Ich kam frisch aus einer sehr langen Reha nach Hause, aus der ich motiviert und positiv gestärkt, wieder ins „normale“ Leben rutschen wollte und auch bin. Jetzt, einige Jahre später, bin ich zwar noch immer ein Borderliner, ausgestattet mit genügend Ängsten, oftmals mangelnden Selbstwert und manchmal null Toleranz zu mir selbst … aber ich habe mein Denken verändert, die Sicht auf diese Krankheit und mein Verhältniss zu der Farbe Schwarz – Weiß. :D

In diesem Artikel, möchte ich immer wieder Auszüge aus dem schon vorhanden Beitrag einfügen, aber dabei etwas mehr in  Tiefe gehen.

Borderline – ein Leben ohne Halt

Ich weiss, dass viele Menschen mit dem Wort Borderline nicht wirklich etwas anfangen können.  Warum auch? Es ist nichts worüber man unbedingt mit Leidenschaft reden möchte, ist man ein(e) oder auch kein Betroffener. Eine Borderline Diagnose zu bekommen ist einem „standardisierten“ Diagnoseschlüssel unterlegen. Das heißt es werden ausführliche, strukturierte Gespräche und psychologische Tests gemacht um andere psychische Erkrankungen auszuschließen. Die meisten Borderliner leiden zusätzlich an Depressionen, Suchterkrankungen oder einer Essstörung.

Wegen des selbstgefährdenden Verhaltens, gilt diese Persönlichkeitserkrankung als schwerwiegende und ernstzunehmende Erkrankung. Diese Erkrankung kann man alleine nicht loswerden, oder heilen. Betroffene gehören in die Hände eines Facharztes für Psychiatrie und eines Psychotherapeuten.

Für Betroffene, die an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden, fühlt sich das Leben wie eine nicht aufzuhaltende Achterbahnfahrt an. Extreme Stimmungsschwankungen, impulsives Verhalten und Selbstverletzung sind Alltagsgeschehen. Das „Denken“ eines Borderliners, ist schwer nachvollziehbar …

Auszug:
Schwarz -Weiß, das Denken eines Borderliners. Das liest sich ganz normal und klingt nicht weiter schlimm. Ist es aber. Das BLS Syndrom drückt sich in einer Reihe von klassischen Symptomen aus. Jede Menge Ängste, keinerlei Selbstliebe, Depressionen, Selbstverletzung und ein extremes Denken in jede Richtung. Schwarz oder Weiß. Gut oder böse. Schön oder häßlich. Heiß oder kalt. Richtig oder falsch. Grauzonen oder ein Mittelmaß existieren nicht. Eine „falsche“ Handlung oder ein gesagtes, falsch verstandenes Wort genügen, damit ein Mensch komplette Abwertung erfährt! 

Gefühle sind außer Kontrolle

Was sich innerlich so aufstaut, ist eine massive innere Anspannung. Sie entsteht, weil man als Betroffener nicht in der Lage ist, die alltäglichen Erlebnisse direkt und emotional richtig einzuordnen und dadurch es auch nicht möglich ist, sie zu verarbeiten. Wenn mich damals jemand fragte, wer ich bin, wer ich gerne sein möchte, wusste ich keine Antwort und kein Gefühl dazu … ich besaß keinen Selbstwert und ich fühlte nur eines: stille Leere in mir!

Wenn dieser emotionale Stress zu hoch wurde, ging  ich auf die Suche nach einer Notlösung, einem Ventil um die Spannung abzubauen. Die Handlungen waren immer impulsiv und unüberlegt! Nicht selten selbstgefährdend. Manche geben dabei exzessiv Geld aus, konsumieren Alkohol oder Drogen oder beides … wechseln ständig ihre Sexualpartner oder verletzen sich selbst. Bei mir war alles ausser Drogen dabei.

Auszug:
Du lebst ständig in Angst. Du fühlst Dich minderwertig und schuldig für alles! Du suchst Dir Ventile um all das auszugleichen. Alkohol, Drogen, Selbstverletzung oder ein extremes sexuelles verhalten und vieles anderes mehr. Selbstwert gibt es trotzdem keinen und ohne richtige Hilfe kommst Du da nicht mehr raus!

Zwischenmenschliche Beziehungen fallen schwer

Borderline-Patienten fällt es sehr schwer stabile Beziehungen einzugehen. Das Problem ist, sie suchen die fehlende eigene Wertschätzung im intensiven Kontakt zum Anderen. Gleichzeitig aber haben sie große Angst, alleine zu sein oder verlassen zu werden. Diese hohen Ansprüche kann kein Partner erfüllen und auch selten aushalten. Irgendwann fühlen sich die meisten Borderliner zutiefst enttäuscht, finden plötzlich den „Idealpartner“ nicht mehr ideal, werten ihn ab und trennen sich von ihm, was sie aber auch relativ schnell wieder bereuen. Ein auf und ab. Ein „ich will Dich“ und „ich brauche Dich nicht“ beginnt. Das ist die Instabilität eines Borderliner.

So komplex wie ihre Symptome, sind auch ihre Ursachen. Eine Borderline-Störung zeigt sich in der Regel erstmals im frühen Erwachsenenalter. Die Betroffenen zeigen fast immer Spuren traumatischer Erlebnisse.

  • Fehlende emotionale Zuwendung,
  • Mangel an Anerkennung,
  • Mißhandlungen,
  • sexueller Missbrauch

sind die häufig genannten Gründe. Als meine Diagnose gestellt wurde, sagte man mir, dass „Fehlfunktionen in bestimmten Hirnregionen, die für die Gefühlskontrolle, Angst und Aggression zuständig sind, für meine Instabilität schuld sind. Doch nicht jeder Erkrankte legt die selben Symptome und Verhaltensmuster an den Tag. Sie können unterschiedlich stark ausgeprägt sein, deshalb ist eine Diagnose nicht einfach.

Auszug:
Das Schwarz-Weiß Denken ist gar nicht so unüblich wie man glauben möchte. Ich bilde mir schon im Unterbewusstsein meine Meinung: „Finde ich gut, oder finde ich nicht gut.“ Schwarz oder Weiß. Ein solches Urteil wird meist dann gefällt, wenn ein labiler Zustand, eine unerträgliche starke Belastung zur Krise führt und man darin gefangen ist.

Schwarz bedeutet bei diesem Vergleich der Gegensatz zu allem Positiven. Schwarz entspricht dem NEIN. Schwarz bedeutet auch soviel wie „vernichten“. Schwarz bedeutet auch keine andere Meinung und Lebensweise zu akzeptieren.
Weiß bedeutet die absolute Freiheit, Freiheit von allem was einem im Wege steht. Weiß ist der Ausdruck der Auflösung und der Befreiung und bedeutet Neuanfang …

Gefangen zwischen Schwarz und Weiss

Frustration, die nicht zum Aushalten ist

Schwarz oder Weiß … wenn man ständig seinen Gemütszustand verändert und das ohne erkennbare oder vernünftige Ursachen, wird von einer emotionalen Instabilität gesprochen. Eine Charaktereigenschaft, die alles andere als wünschenswert ist. Die dabei entstehende Frustration war für mich die Hölle. Bevor ich noch meine Diagnose kannte, war mir bewusst, dass meine Verhaltensweisen (das ich zuvor nicht in diesem Ausmaß kannte) nicht „normal“ waren. Das heißt, wenn etwas nicht so lief, wie ich es gerne gehabt hätte, reagierte ich mit einer Serie von extremen Gefühlen und Verhalten. Mein Wut und Aggression richtete sich vorerst gegen Andere und dann gegen mich selbst.

Ich dachte nicht an mögliche Konsequenzen, die mein Handeln betraf. Ich war ausschließlich impulsiv und explosiv und das hatte zur Folge, dass ich mir immer mehr und mehr Probleme schaffte mit denen ich nicht mehr umgehen konnte. Menschen, die es gut meinten, wendeten sich von mir ab … negative Personen traten in mein Leben und so ergab eines das andere. Ich hatte Probleme im Beruf, in der Familie und im sozialen Leben!

Beziehungen scheiterten, weil der Partner den ständigen Wechsel zwischen Wutausbrüchen und erdrückender Liebe nicht aushalten konnte. Auf der einen Seite verlangte ich nach extremer Nähe … und im Handumdrehen wurde ich aggressiv, weil mich diese Nähe erdrückte. Es war ein Teufelskreis, der sich immer weiter „verselbstständigte“.

Es gab so viele unzählige Situationen in denen ich überspannt „angespannt“ war, dass ich wütend Dinge aus mir herausschrie: „Ich will alleine sein … ich will nicht reden!“ Wenn mein Partner diesen Wunsch geduldig akzeptierte und mich tatsächlich alleine ließ, saß ich völlig verzweifelt in einer Ecke und warf ihm in gleichen Moment vor, wie er mich in diesem Zustand alleine lassen konnte! Das war die Ambivalenz in mir. Eigentlich auch mit nur einem Satz erklärbar: „Hau ab, aber bitte geh nicht …“ Die Angst verlassen zu werden, das allein sein, war so groß, dass ich sie kaum aushalten konnte …

Mein Leben wurde von einem Verhalten getrieben das ich nicht wollte. Es war ein Leben immer auf des Messers Schneide. Meine Ventile, die ich brauchte um mich wieder richtig zu „spüren“ wurden immer extremer. Ich begann mich für mein aus der Kontrolle geratenes Tun zu betrafen. Selbstverletzungen folgten.

Als ich irgendwann wieder einen klaren Moment fassen konnte, war mir klar es kann so nicht weitergehen. Ich weiß heute noch nicht wie ich den Mut zusammen bekam, mit meinem Arzt darüber zu reden, aber ich tat es und ich wollte mir helfen lassen. In der Klinik wurde der Verdacht bestätigt. Diagnose – Borderline Persönlichkeitsstörung.

Auszug:
„Ich habe es damals verpatzt … mir wurde es immer wieder gesagt, es geht um alles oder nichts im Leben. Ein  Satz, den ich mir dann selbst suggerierte. Ich habe diese Worte mitgeschleppt und bin sie nicht mehr losgeworden. Ich habe eine Chance um die andere verpatzt. Ich war eine Versagerin auf ganzer Linie. Unperfekter ging gar nicht! Bei allen neuen Projekten, ob beruflich oder privat, stand ein riesiges Panikorchester vor mir das mir in den grellsten Tönen die bevorstehende Katastrophe vorspielte. Begleitet von riesen Ängsten, die ich jedes Mal hatte, wenn etwas „Wichtiges“ bevorstand. JA genau da war doch was … es gibt ja nur eine Chance …

Ein Kontrollverlust der Gefühle

Es ist so, dass bei nichtigen Auslösern eine viel stärkere Emotion hochkommt, die nur langsam wieder verschwindet, aber sehr schnell wieder in eine andere Emotion umschlägt. Also stark ausgeprägte, negative Emotionen, aber auch überschwänglich positive, die stärker ausgeprägt sind als bei gesunden Menschen. Es ist ein Leben ohne „bremsen“ … so war mein Gefühl dazu.

Mein Leben war eine einzige Katastrophe und schien mir aus den Händen zu gleiten. Bis mir nach einer „Erstversorgung“ und noch genaueren Untersuchungen in der Notfallklinik, ein Therapieplatz in einer Spezialklinik zur Verfügung gestellt wurde. Eine lange und harte Zeit wartete auf mich.

Therapien sind auf die Störung zugeschnitten

Das muss so sein, da es so viele Formen von Borderline gibt. Es gibt so viele spezifische Zentren mit leider nur einem Problem: Die lange Wartezeit! Ich hatte damals Glück? JA, es war Glück,es hat mir mein Leben gerettet. Ich konnte übergangslos von der einen in die andere Einrichtung übergehen. Wichtig ist es, wenn man sich dazu entschließt sich einer Therapie zu unterziehen, das Wort Zeit zu streichen.  Zeit wird aufeinmal unwichtig … will man wieder ein normales Leben führen …

Meine Therapieform war eine Mentalisierungsbasierte Therapie. Es wird die Fähigkeit erarbeitet, zu erkennen, wie Wünsche, Vorstellungen und Gedanken zu Verhalten führen. Mit einfach nur „hinsetzen“ und zuhören, ist es aber nicht getan und wird auch nichts erreicht!  Ein passives Verhalten in diesen Zentren wird auch ebenso wenig geduldet, dafür sind die Plätze zu kostbar! Es ist eine sehr aktive Intervention und die ersten Wochen waren alles andere als einfach für mich, meine Störung wurde sogar kurzfristig schlimmer. Durch die fachärztliche Betreuung und Unterstützung war diese Verschlechterung bald wieder vorbei.

Ich durfte Fertigkeiten lernen, um in schwierigen und panischen Situationen ruhig zu bleiben. Als Skills-Training bekannt. Ich brauchte starke Sinnesreize um mich selbst wieder zu spüren. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Mein Favorit waren Gummiringe die ich auf meine Haut klatschen ließ. Der Sinn: es tat weh, damit war ich erstmal beschäftigt mit diesem Reiz und ich konnte mich nicht mehr um andere Gefühle kümmern.

Achtsamkeit und Selbstliebe waren die meisten Einheiten, die am Stundenplan standen. Das war der Punkt an dem ich beinahe scheiterte. Es wurde in meinen tiefsten und dunkelsten Ecken gegraben. Es fühlte sich alles bedrohlich an für mich. Es waren die Gefühle, die angetriggert wurden. Es ging bis in de Kindheit zurück. In vergangene Beziehungen und traumatische Erlebnisse. Sterben konnte sich nicht schlimmer anfühlen …

Fazit

Ich begab mich vor genau 10 Jahren auf diese Reise … auf eine Reise zu mir selbst. Ich nahm mir über ein Jahr Auszeit um nur für mich da zu sein, weil ich wusste, dass DAS kein Leben ist was ich führen will. Mit sehr viel Hilfe lernte ich  meine Instabilität abzugeben. Mein Selbstverletzungen und mein exzessives Leben hinter mir zu lassen. Ich lernte nach und nach  positiver zu werden, das Leben und die Veränderungen mit beiden Armen zu umschlingen und gut für mich zu sorgen … weil ich nach Jahren endlich begriff – ICH bin es wert!

Heute, nach 10 Jahren würde ich von mir behaupten, ich bin eine „trockene“ Borderlinerin.  Eine Therapie nutze ich immer noch. Und eine weitere Traumatherapie steht mir noch bevor. Inzwischen kann ich aber Menschen mit psychischen Problemen auf Augenhöhe begegnen und auch helfen … nämlich mit dem besonderen Blick einer ehemaligen Betroffenen!

Noch etwas: Es ist so wichtig, das schwierige Verhalten eines Erkrankten nicht persönlich zu nehmen, denn die Ursache dafür ist die Erkrankung … nicht der Mensch!

Ein kleiner Teil von mir wird immer wieder mal ängstlich und traurig sein. Das ist vollkommen ok. Und es geht auch gar nicht anders. Ein kleiner Teil wird bleiben. Ich habe es geschafft mit dieser Störung zu leben und auch manchmal zu sagen: „Hey heute geht’s grad nicht so gut …“ Aber wer hat das nicht?  Schwierigkeiten hat jeder mal.

Auszug:
Wenn Du Dich für diesen Weg entschieden hast, wirst Du es am Anfang sehr schwer haben, aber die Aussicht auf den gewünschten Erfolg, darauf dass es Dir wieder besser gehen wird, ist Dir sicher!

Das sehe ich nach so vielen Jahren noch genauso!

Wenn Dir mein Beitrag helfen konnte, freue ich mich natürlich riesig. Wenn Du etwas dazu zu sagen hast, ebenso. Und ja, wenn Du jemanden kennst für den der Beitrag passen könnte … teile ihn gerne. :D

Eine gesunde und wunderschöne Zeit für Dich, bis bald und alles Liebe.

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Wenn wir das Wort „Wunden“ hören, ist wahrscheinlich der erste Gedanke ein spitzer scharfer Gegenstand, der tiefe Verletzungen an uns hinterlassen kann. Stimmt. Darum geht es aber heute nicht in meinem Beitrag. Die Wunden von denen ich heute schreiben werde, bluten nicht … jedenfalls sind sie nicht sichtbar für andere! DU hingegen spürst sie deutlich. Sie brennen in Deinem Herzen und es gibt kein Medikament dagegen … Es sind Wunden, die ganz leise und nach und nach entstanden sind … Wunden entstehen nicht immer durch scharfe Gegenstände, sondern durch Lügen, falsches Verhalten und Worte.

Wenn ich mich zurück erinnere, haben meine blutenden Schienbeine und Hände, mir damals nicht solche Schmerzen bereitet als die Sätze meiner Eltern, die zu mir sagten: „Kannst Du nicht einmal Deine Beine heben so wie alle anderen es auch tun?“ Bam  … das saß. Ich weinte nicht weil mir das Blut über meine Strümpfe lief, ich weinte weil ich wieder mal nicht entsprochen habe. Es ist nur ein Beispiel das hängen blieb und womit ich sagen möchte: Wunden, die durch Worte entstehen, können mehr Schmerz verursachen als offensichtliche und blutende Verletzungen.

Verletzungen, die unsere Seele berühren, verändern uns

Wir alle wurden oder werden verletzt.  Und wir alle tragen so manchen Scherbenhaufen mit uns. Sei es eine dramatische Kindheit, der Verlust eines geliebten Menschen oder eine schmerzlich endende Liebesbeziehung. Tag für Tag treffen wir Menschen, ohne zu wissen welche Wunden sie mit sich tragen.

Jeder von uns hat seine persönlichen Kämpfe, die er auszutragen hat. Wer verletzt wurde, kommt eine lange Zeit nicht wieder hoch. Wir trauern, wir weinen und wir geben uns unantastbar. Wir merken, dass wir uns verändert haben. Dieser Rückzug bedeutet reinen Selbstschutz und Selbstschutz bringt Misstrauen und sehr oft auch Wut mit sich. Es ist eine Taktik und ein Abwehrmechanismus, mit dem wir versuchen nie wieder so verletzt zu werden!

Ich nehme mich mal wieder selbst als Beispiel: Ich habe gut drei Jahre um eine Beziehung getrauert … war vollgestopft mit Wut und schlechten Gedanken. Ich konnte (wollte) vielen Menschen nicht verzeihen. Ich verkroch mich in mein Schneckenhaus und verwehrte mir selbst so meine Chance auf das Glück, dass irgendwo auf mich warten hätte können.

Mit Leid umzugehen ist eine gewissenhafte Aufgabe und nicht leicht

Eine jede seelische Wunde knabbert an unserem Selbstwert. Und sich damit auseinanderzusetzen ist nicht das selbe, als ein Eis essen zu gehen. Ich weiß noch genau, dass ich mir dessen gar nicht bewusst war. Ich glaubte mein Selbstwert war ok. Alles gut. Ich bin im Reinen mit der ganzen Geschichte und ich bin NICHT wütend. Das man sich als Mensch so viel vormachen kann, war mir gar nicht bewusst.

Kein Mensch kann ewig mit dieser Selbstlüge und mit dieser „Schneckenhaus-Taktik“ leben. Wir dürfen nicht wie Einsiedlerkrebse werden und uns selbst bemitleiden. Alle Verletzungen heilen … nach und nach. Wichtig dabei ist, sich mit seinem eigenen Schatten auseinander zu setzen. Ehrlich zu und mit uns selbst zu sein. Wir müssen unser Selbstwertgefühl wieder herstellen … heilen und das kann niemand ausser uns selbst tun! 

Nur wenn es uns gelingt, sich all diesen schmerzhaften Erfahrungen mutig und voller Entschlossenheit zu stellen, können wir aus dieser Situation als neuer Mensch wieder aufstehen. Die Auseinandersetzung mit unseren Themen die Narben hinterlassen haben, die feindseligen Menschen, die uns langsam und still verletzt haben müssen wir als erledigt sehen können. In eine Schublade packen können und versperren. Diese Arbeit an und mit uns verändert. Man ist danach nicht mehr der selbe Mensch. DU WIRST DADURCH STÄRKER.

Das ist der erste Schritt zur Akzeptanz!

Balsam für meine Wunden war die ehrliche Auseinandersetzung. Das wieder ins Gleichgewicht kommen. Damit konnte ich mich von all dem befreien was so schwer auf meinen Schultern saß und was so viele Jahre so sehr weh tat. Es war eine Entscheidung, mir eine dickere und schönere Haut zuzulegen … eine, die sich nicht so sehr ausgeliefert anfühlte und verletzlich war.

Ich meine jeder Mensch ist auf seine Weise verletzlich. Der eine mehr der andere weniger. Manche wollen es auch nicht zugeben. Ich hasste meine Verletzlichkeit! Für mich war es ein Schwächeakt gegen den ich ankämpfte. Zu mal unsere Gesellschaft auch „verbietet“ Verletzlichkeit zu zeigen. Schwachsinn … das ist heute meine Meinung dazu. Es ist wichtig und macht uns menschlich, unsere zerbrechlichen Teile in uns zu akzeptieren und auch zu zeigen! Wir müssen uns aber auch immer vor Augen halten, dass wir es verdient haben glücklich zu sein … unser Glück zu finden und mit allem Frieden zu schließen.

Ein wichtiges Thema dazu ist die Wut

Wie gesagt, ich war ein zorniges Rumpelstilzchen … voller Wut und Hass. Es brachte mir nichts ausser Kopfschmerzen, Falten und ein Magengeschwür. Und ob wir es glauben oder nich, diese Wut vergiftet das Gehirn, die Denkweise verändert sich.

Die ständige innere Wut sorgt dafür, dass wir die positive Sichtweise auf unser Leben und auf andere Menschen verlieren. Und bitte – wer soll in so einem Zustand seinen Frieden finden und abschließen können? Wie sollen unsere Wunden heilen, wenn wir voller Wut sind? Diese unsichtbaren Wunden würden immer in uns schlummern.

Was zu tun ist, um aus diesem Wutdenken auszusteigen, möchte ich noch mit Dir teilen:

  • Öffnen wir unser inneres Auge um uns selbst wieder Hoffnung zu geben. Es bringt uns nichts, sich immer und immer wieder auf das Leid und auf den Schmerz zu konzentrieren, die unsere Wunden verursacht haben. Diese negativen Gedanken versperren uns den Weg der Möglichkeiten etwas daraus zu lernen!
  • Um das zu erreichen, müssen wir aufhören misstrauisch zu sein. Nicht jeder Mensch will uns verletzen!
  • Gedanken, die sich ständig um Angst und Wut drehen, bremsen uns darin unseren Fokus auf die Zukunft zu legen!
  • Wir müssen unser Gesicht in die Sonne drehen … neue Klarheit und neue Hoffnung finden, und auf neue Projekte zu gehen!

Diese Punkte sind sehr wichtig um abzuschließen zu können. Es wird immer so sein, dass Menschen anderen Menschen im Laufe ihres Lebens Leid und Schmerz zufügen  … Wunden, die sie still hinterlassen und sich dann davonschleichen. Dennoch sollten wir uns immer daran erinnern das wir in der Lage sind, uns selbst zu heilen! <3

Manchmal ist die Art wie wir handeln nur ein Spiegel unserer Wunden.

Ich bin heute glücklich und dankbar, mich intensiv mit meinen „Wunden“ auseinander gesetzt zu haben. Ich habe Frieden gefunden und es kostet mir nur noch ein sanftmütiges Lächeln wenn ich an diese Zeit denke … das Rumpelstilzchen ist Vergangenheit. :-) Der Platz für meine Verletzlichkeit ist geblieben … der Rest ist ein positives, glückliches und zufriedenes Gefühl! <3

Ich wünsche Dir ein Leben ohne Wunden und wenn, dann jede Menge Selbstliebe, die Dich heilt.
Pass auf auf Dich.

Lesezeit: 5 Minuten

Man ist Feuer und Granate für den einen Menschen, den man gerade erst kennengelernt hat. Gleich in die lockere Beziehung hineinhülpen und die magischen, überwältigenden Gefühle der anfänglichen Magie in vollen Zügen genießen wollen. Ständiger Kontakt auf allen Ebenen, am besten rund um die Uhr. Die angenehme Nähe des anderen spüren, der tolle Sex, das Gefühl einer ganz besonderen Verbindung und die tiefgründigen Gespräche die man gemeinsam erlebt … bis der Alltag kommt und Du feststellst, Verbindung und Verbundenheit beinhaltet das Wort BUND und erinnerst Dich an Gefangenensein und Pflicht statt an Geborgenheit, Vertrauen, Freude und Miteinander. Und das macht Dir Angst. Ein Beitrag der mir wichtig scheint … über die Liebe, das schönste und gleichzeitig „schlimmste“ Gefühl aller Zeiten.

Angst vor Gefühlen kann eine Beziehung verhindern

Heute haben mehr Menschen denn je Probleme ihre wahren Gefühle zuzulassen. Es sind sowohl Männer als auch Frauen, die sich dann gerne als beziehungsunfähig bezeichnen. Sie leiden an Bindungsangst. Ich darf mich in diesem Beitrag „ausleben“, weil ich selbst eine von ihnen war. Ich war vorerst passiv ängstlich, akzeptierte meine Ängste danach und heilte sie therapeutisch und mit jeder Menge Selbsthilfe über mehrere jähre hinweg. Da ich genauso gut die passive Seite kenne, sind mir die Schmerzen, die passiv-ängstliche Frauen und auch Männer, erleiden durchaus bekannt. Mit passiv-ängstlich meine ich, sich dieser „Angst“ nicht bewusst zu sein.

Sehr oft kam mir der Satz über meine Lippen: „Ich hab´ Panik … vor Dir (Mann), vor der Liebe (zu dem Zeitpunkt hatte ich den Glauben an die Liebe verloren) und ich habe Angst vor Beziehungen. Und so war es, dass ich genauso schnell wieder weg war, als ich gekommen bin. Ich machte mich einfach aus dem Staub. Ich war nicht mehr verfügbar. Ich erschien zu keiner Verabredung, und ich antwortete auf keine Nachrichten … aus Angst und aus Schutz, wie ein Geist. Für die „Verlassenen“ blieb jedes mal das Gefühl, sich falsch verhalten zu haben, nicht gut oder zu viel gewesen zu sein. Zu wenig liebenswürdig oder attraktiv genug. Dabei traf sie keine Schuld. Ich war einfach emotional nicht verfügbar und hatte Riesenangst.

Gebundenheit statt Freude …

Dieses plötzliche „Miteinander“ macht vielen Frauen/Männer Angst. Alte Ängste, aus alten Beziehungen, werden plötzlich wieder wach gerüttelt. Frühere negative Erfahrungen und Verletzungen kommen wieder hoch und es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen. Aus dem Miteinander wird die ewig alte Wunde, die daran erinnert, dass sie noch nicht heil ist oder verarbeitet wurde, noch immer weh tut! Um diesen Schmerz, oder der daraus entstehen könnte, zu vermeiden, unterbrechen solche Menschen dieses Miteinander schnell wieder und vergessen die Möglichkeit dass es auch besser, positiv, laufen könnte als in der Vergangenheit.

So wird aus der Nähe und den anfänglichen innigen und schönen Momenten plötzlich eine Distanz. Sogar Panik. Wie ein Orkan der sich plötzlich in Luft auflöst. So geht es einem Menschen, dem Beziehung und zu viel Gefühl und Liebe Angst machen. 

Die Bereitschaft daran zu arbeiten muss da sein

Definitiv kontraproduktiv ist dem beziehungsängstlichen Menschen zu drängen, zu zwingen oder zu überrennen … Auflagen zu erstellen in Form von „Liebe mich so, wie ich es brauche“. Diese Manipulationen sind eine Garantie für Unfrieden und baldigste Trennung! Zeit ist das Zauberwort hierfür. Zeit und Geduld und die Bereitschaft, daran zu arbeiten um eine Besserung zu erzielen. Eine ehrliche willige Absicht an sich und seiner Angst zu arbeiten, vor allem gemeinsam, muss dahinter stehen!

Wenn es dennoch zu einer Trennung aus Angst vor Beziehung und Liebe kommt, ist Rückzug das einzig Richtige das der verlassene Partner machen kann. Aufdringliches Hinterherlaufen, und das hoffen auf „alles wird gut“, trifft den Beziehungskranken direkt in die Magengegend wie ein harter Schlag in die offene alte Wunde. Es gibt leider keine einfache Art, eine beziehungsängstliche Frau/Mann dazu zu bekommen, einen zu lieben und sich auf eine bereitwillige und vertrauensvolle Liebesbeziehung einzulassen. DAS ist die alleinige Aufgabe der betroffenen Person.

Ist jedoch diese Bereitschaft gegeben, stehen alle Türen auf grün.

Erfahrungswert und Beobachtung

Da auch ich einer dieser Menschen war, weiß ich auch, dass gefühlsängstliche Menschen Schwierigkeiten mit dem „Normalen“, dem Alltag, dem Langweiligen und dem Monotonen haben. Ebenso mit Fehlern an sich selbst und am Partner. Sie ertragen das dazwischen nur schwer. Sie haben Angst sich selbst zu verlieren oder aber auch aus Angst den anderen zu verabschieden. Das Erkennen, dass niemand perfekt ist und jeder Mensch Fehler machen darf, ist ein schweres, teilweise inakzeptables Unterfangen.

Unsicherheit ist allgegenwärtig. Es ist Last und Qual zugleich. Ich litt zum Beispiel sehr darunter, weniger gesehen zu werden als mein Partner. Ich litt wenn ich geben musste ohne nehmen zu dürfen. Den Grund meinte ich in meinen Unzulänglichkeiten zu erkennen. Alles Gefühle die mich überforderten und die ich ohne Partner nie verspürte.

Aber es zahlt sich aus, wenn man die Bereitschaft und den Mut mitbringt, an seinen eigenen Schrauben zu drehen und sich selbst damit wieder repariert! Ich kenne sehr viele die es genauso erlebt haben – es ist machbar.

Wie verhalten sich Menschen, die Angst vor Bindung und Gefühlen haben?

  • Sie versuchen viel, um die auserwählte Person für sich zu gewinnen, auch wenn das Interesse zu Beginn sehr spärlich scheint. Wenn sie erfolgreich waren, die Spannung nachlässt, lassen sie los. Wie ein Nebel der sich in Luft auflöst.
  • Es werden sehr gerne On-Off-Beziehungen geführt. Sie beenden, stoßen weg um danach wieder anzukommen um den Moment des Anfangs zu genießen … ein Spiel das nur Erwachsene spielen.
  • Sie verlangen meistens mehr, als sie selbst geben. Sicherheitsdenken.
  • Sie bestimmen gerne den „Rahmen“ oder die Art und Dauer des Kontakts.
  • Sie haben Angst vor „echtem“ Kontakt, vor herzlicher, ehrlicher Auseinandersetzung auch auf seelischer Ebene. Die Angst vor Berührung ist ebenso keine Seltenheit.
  • Sie wirken kühl und verbieten sich selbst und dem anderen öffentlich Gefühle zu zeigen. Wenn doch, ziehen sie sich sehr schnell aus dieser Situation wieder heraus. Zu viel Nähe.
  • Sie geben einem Menschen aus der Vergangenheit die Schuld für ihr Verhaltens. Dadurch vermeiden sie, sich selbst anzusehen und an sich zu arbeiten, die Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen und die negativen Erfahrungen zu verringern.
  • Sie bleiben gerne unnahbar. Aus einem Grund: um nicht wieder verletzt zu werden oder die Kontrolle zu verlieren. Sie vermeiden so ihre eigenen Schuld und Schamgefühle.
  • Sie fokussieren sich gern auf eine Sache. Sex, Geld, Beruf, etc. So kanalisieren sie ihre Gefühle und geben sich den inneren Halt den sie brauchen.
  • Sie nutzen den Partner um sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen. In Zeiten der Einsamkeit, die schwer auf ihr Gemüt drückt, sind Treffen willkommen.
  • Freiraum ist ihnen das Allerwichtigste. Jede ungewollte gemeinsame Zeit wird diskutiert. Umgekehrt fühlen sie sich nicht wichtig genug, wenn sie den Partner nicht erreichen können oder er mal keine Zeit hat.
  • Fehler einzugestehen fällt ihnen schwer. Entschuldigungen ebenso. Sie sagen von sich selbst schlechte Partner zu sein und bevor sie an der Beziehung arbeiten – gehen sie. Einfach … leise … unspektakulär. Der leichte Weg.
  • Sie vermitteln Innigkeit und tiefe Verbundenheit beim Sex. doch im normalen sozialen Kontakt sind sie introvertiert oder sogar abweisend.

Menschen, die mit Bindungsangst leben sind nicht „gestört“, auch wenn wir das immer wieder hören oder sogar selbst von sich behaupten. Dahinter steht die reine Angst. Sie sind (noch immer) verletzt und panisch. Wer aber bereit ist, sich diese Verletzungen aus alten Partnerschaften anzusehen und mit Überzeugung an seiner Angst zu arbeiten, der kann und wird in der Zukunft innige, liebevolle und angstfreie Beziehungen eingehen können! ICH bin eine lebendes Beispiel. <3

Stelle Dir also die Frage: Warum flüchte ich?

Der erste Schritt liegt wie immer bei Dir selbst. Beschäftige Dich damit weshalb Du immer wieder die selben Verhaltensmuster eingehst, wovor Du flüchtest und warum Du Angst hast! Ich konnte sehr viel darüber in einer jahrelangen Therapie lernen. Gefühle adäquat zu äußern, Grenzen zu setzen und mich selbst anzunehmen MIT meinen Fehlern und Schwächen!

Heute bin ich in der Lage zu lieben … zu geben ohne zu nehmen oder zu erwarten. Gefühle auszudrücken, positive wie auch negative. Ich halte Nähe aus und glaube wieder an die Liebe. :-) An sich zu arbeiten macht Spaß wenn man am Ende der Arbeit erkennen kann, dass man damit ein großes Stück Lebensqualität erworben hat.

Und genau DAS wünsche ich mir für Dich … falls Du Dich mit diesem Beitrag identifizieren kannst.
Falls Du Fragen hast, schreibe mir, ich freu mich immer über Nachrichten.

Lesezeit: 6 Minuten

Liebe ist doch ein so positives Gefühl? Warum kann sie dennoch manchmal so weh tun? Ist es dann überhaupt Liebe? Die echte Liebe tut nicht weh. Never! Schmerzt sie, ist es keine Liebe, sondern irgendetwas anderes … zum Beispiel eine Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit oder ähnliches. Weh tut nur die Egozentrik, die wir gerne mal mit Liebe in Verbindung bringen. Einen Menschen um jeden Preis „haben wollen“!

Als ich so einen ähnlichen Satz zum ersten Mal gehört habe, war ich etwas verstört. Ich war zu dieser Zeit in einer sehr schwierigen Beziehung,  gefolgt von immer wieder sehr ähnlichen Partnerschaften, die mich immer und immer wieder an meine Grenzen führte, und bei der es viel mehr um mein seelisches Wachstum ging, als um Romantik und Liebesgeflüster. Ich dachte mir damals „Hmm, sehr komisch, anscheinend gehört Leiden und Schmerz nun mal zu einer Beziehung dazu …“

Jeder Liebespartner führt uns an unseren emotionalen Schmerz heran

Erst sehr viel später erkannte ich die Wahrheit und den Sinn des Ganzen. Es sind unsere eigenen Themen die angetriggert werden. Die seelischen schon vorhandenen Schmerzen, die im Spannungsfeld zwischenmenschlicher Beziehungen immer und immer wieder an den wunden Punkten berührt werden! Nur, das was uns dabei weh tut, was uns leiden lässt – ist keine Liebe. Es sind die abgründigsten Tiefen unserer Seele, die von Schuldgefühlen, Selbstzweifel und Ablehnung dominiert werden. Schattenanteile die wir von der allumfassenden Liebe in unserem Herzen gespalten haben.

Wenn ich heute über diese anfangs erwähnten „schwierigen Beziehungen“ nachdenke und zurückblicke, weiß ich, dass das eigentliche Problem meine Angst war. Angst, verlassen zu werden. Alleine zu sein. Und unter all diesen Ängsten war ein mieses und richtig schmerzvolles  Gefühl mit dabei, nämlich: Nicht gut genug zu sein! Den Ansprüchen nicht gerecht werden zu können. 

Heute weiß ich, dass ich so eine angstbehaftete Beziehung nie wieder eingehen würde. All das hat mich erkennen lassen weshalb und wieso ich solche Menschen (Männer) und immer wieder die gleichen Beziehungsmuster angezogen habe! Ich habe es alleine nicht geschafft auf diese immer wieder kehrenden Verhaltensmuster hinzusehen. Mir wurde der „Spiegel“ vorgehalten um zu erkennen, welche Gefühlsmuster und Glaubenssätze sich in meinen Beziehungen widerspiegelten. :-)

Klassische Gefühlsmuster die uns immer wieder leiden lassen

Jetzt sei bitte ehrlich: Wer von uns hat sich noch nicht in einen Menschen verliebt, in den er sein eigenes Selbstbild hineinprojiziert hat? Wo Du Qualitäten und Eigenschaften gesehen hast, über die Du dich aufwerten konntest. Oder auch klare Selbstwertdefizite zu kompensieren versucht hast? Wir sind der Meinung, dass nur unsere „bessere“ Hälfte uns ganz machen könne und so machen wir unser Glück, unsere Lebenskraft von der Liebe im Außen abhängig. Diese Beziehungen tun weh und werden auch unweigerlich in sich zusammen brechen. Nicht sofort, aber sehr früh!

Was machst Du, wenn Du merkst, dass Du eine unbeschreibbare innerliche Leere ohne Deinen Partner fühlst, die Du selber nicht ausfüllen kannst?

Betrachte Deine Partner genau, die Du anziehst. Sie sind schmerzvoller aber auch freudvoller Spiegel deiner Stärken und Defizite! 

Der Kampf um Liebe und Zuneigung!

Ich bin ja wirklich nicht stolz darauf, sagen zu können, dass ich immer einen besonderen Hang zu den Männer hatte, die mich auf Distanz gehalten haben, die in irgendeiner Form nie ganz greifbar waren! Genau betrachtet Männer waren von denen Frau hätte besser die Finger lassen sollen!  Ich fand das irgendwie anziehend … sogar sexy. Kennst Du auch :D , diesen Tick haben sehr viele Frauen, das ist mir in der Zwischenzeit bekannt.  Wer will es denn schon einfach, wenn es mit Zittern, Bauchschmerzen und abwarten auch geht! >händezusammenschlag< Das ständige Warten ob er sich nun meldet, die ständige Angst ausgetauscht zu werden, die innere Unruhe, all das ist eine explosive Gefühlsmischung, die unser Ego als sehr lebendig empfindet.

So viel emotionale Anspannung ist ein grandioser Nährboden für eine brennende Leidenschaft, die wir als intensive Verbindung der Herzen wahrnehmen (besonders wenn es um Sex geht!), die uns aber eine ganze Menge Energie auf Zeit nimmt!

Noch ein Beispiel:

Gehörst Du zu den Frauen, die magisch Partner anziehen, die Dich nie komplett an sich heranlassen? Daraus resultieren die sogenannten On-Off-Beziehungen. Es ergibt sich daraus ein Zustand vollkommener Unklarheit und einem Gefühl das Dich instabil werden lässt! In solch ungesunden „Larifari-Beziehungen“ bist Du bereit, dein emotionales Wohlbefinden zu opfern, um endlich das zu bekommen was Du Dir so wünscht … nämlich die Liebe die er zurückhält! Solche Beziehungen werden Dich nie happy machen, es sei denn dieser Zustand erfüllt Dich mit Zufriedenheit?!

Um aus solch ungesunden Partnerschaften auszusteigen oder erst gar nicht „einzusteigen“ bedarf es einer Menge Selbstreflektion. Welche Anteile Deiner selbst hast Du noch nicht in die Selbstliebe integriert? Wo und wann trägst Du noch Deine Maske und hast Angst, Dein wahres DU zu offenbaren? Je mehr Du Dich auf Dich selber einlässt inkl. allen Bedürfnissen und Wünschen, umso weniger wirst Du Dich zu solchen Menschen / Männern /  Beziehungen, die Dir immer wieder dein Vertrauen, Deine Nähe und Liebe entziehen, hingezogen fühlen!

Das Gegenteil wird eintreten. :-) Du wirst ein Magnet sein für gesunde, reife Beziehungen, weil Du diese emotionale intime Reife in Dir selbst erkannt hast.

Unabhängigkeit und Freiheit um jeden Preis!

Frauen, die von sich glauben besonders unabhängig und frei sein zu müssen, haben meiner Beobachtung nach das gleiche Thema vor sich liegen, wie jene, die sich übertrieben bedürftig verhalten oder sich ständig in irgendwelche Beziehungen begeben, die von einer emotionalen Abhängigkeit geprägt sind. Diese tragen ein ängstliches, verletztes und bedürftiges inneres Kind in sich, das grenzenlose Angst davor hat wieder abgelehnt und verletzt zu werden.

Wir Menschen sind so unterschiedlich und genauso ungleich sind unsere Verhaltensweisen, wie wir mit gewissen emotionalen Mustern umgehen. Egal ob wir permanent Beziehungen ausweichen, oder verbissen nach Freiheit und Unabhängigkeit streben oder ob wir uns von unseren Partnern in eine Abhängigkeit gedrängt werden (lassen). Die Konsequenzen sind immer die gleichen: Wir sind dadurch nicht in der Lage gesunde, reife, auf Augenhöhe zu führende Beziehungen einzugehen. Wo wir auf auf erwachsene Weise unsere Bedürfnisse und Grenzen kommunizieren können! Ganz ohne Fluchtimpuls und ohne das Gefühl zu haben, den Boden unter den Füssen zu verlieren … würde die Beziehung zerbrechen.

Keine „heile“ Beziehungserfahrung bedeutet Defizite in der Partnerschaft

Die oben angeführten Beispiele sind die klassischen Gefühlsmuster, die mit Sicherheit schon viele von uns erlebt haben. Aber nun die alles entscheidende Frage überhaupt: Warum verhalten sich viele Paare so verletzend in ihren Beziehungen? Das und weshalb viele von uns immer wieder Beziehungen eingehen, die in Wirklichkeit schon von Anfang an nicht gut sind für uns, wissen wir ja nun. Aber wie sieht es in den Beziehungen aus in denen man sich ständig gegenseitig verletzt? Ich möchte gleich noch anhängen, nicht jede Verletzung in einer Beziehung muss gleich dramatische Auswirkungen haben. Oftmals geschieht so etwas einfach aus einer Kränkung heraus, die nicht negativ für die Beziehung sein müssen!

Wenn Du aber nie erfahren hast wie sich ein Ort der Sicherheit und des Vertrauens anfühlt, werden Dir diese Erfahrungen, die oft aus unserer Kindheit oder auch aus vergangenen Beziehungen stammen, es Dir schwer machen eine Beziehung im gesunden Sinn zu leben. Denn in einer Paarbeziehung werden unsere früheren Beziehungserfahrungen erneut aktiviert. Nur mit dem Unterschied, dass wir nicht mehr das Opfer sind sondern der Verursacher verschiedenster Verletzungen. Der Partner bekommt den erlebten Schmerz zu spüren! Wir versuchen dabei den erlebten Schmerz in der Beziehung zu integrieren und aufzuarbeiten.

Leider findet in der Realität keine Eingliederung des Erlebten statt … im Gegenteil, es wiederholt sich alles wieder, welche beide Seiten zunehmend verletzt und wo keine gemeinsame Lösung zu finden ist!

Warum halten wir solche Verletzungen aus?

Als Kind ist es normal, dass wir die Familie nicht einfach verlassen können. Wir brauchen sie zum Überleben. In erwachsenen Beziehungen hört jedoch das Verständnis bald auf. Für unser Umfeld ist es schwer zu verstehen, weshalb ein Mensch der nun Erwachsen ist und kein kleines Kind mehr ist, an einer verletzenden Beziehung festhält! Warum gehen wir nicht einfach?

In solchen Beziehungen passiert folgendes:
Eine  intensive Beziehung wird aufgebaut. Ein sicherer Boden unter unseren Füßen, ist die Grundlage um die alten Muster und Traumatisierungen wieder hervorzuholen. Darauf entfaltet sich die ganze Vorgeschichte aus unserem Leben. Aus so einer intensiven Bindung entkommen wir nur sehr schwer. Meistens ist es uns bzw dem Partner klar, dass diese Beziehungsform nicht gesund ist. Mental würden wir sofort gehen … aber emotional bleiben wir kleben! 

Fakt ist, wenn wir uns in einer Liebesbeziehung extra verletzend verhalten ist es sehr naheliegend, dass wir in unseren ersten Beziehungserfahrungen stark verletzt worden sind. In den späteren Partnerschaften wird unbewusst, auf der Beziehungsebene, eine „Opfer – Täter Konstellation“ aufgebaut, dabei können wir in beide Rollen rutschen.

Nachsatz:

Wenn wir lernen uns von Abhängigkeiten zu befreien lernen wir auch (wieder), wie wir ganz werden und dann kann in unserer Beziehung ein gesundes Miteinander entstehen. Eine Partnerschaft ohne Verletzungen. Wo zwei Ganzheiten sich begegnen müssen auch keine Löcher gestopft werden. Es kann Liebe fließen!  Wenn wir in Liebe sind … werden wir den anderen schmerzfrei seinen Weg gehen lassen, auch dann wenn wir ihn möglicherweise nicht auf ganzem Weg begleiten!? Die Liebe ist nie verletzend, der Mensch allerdings schon. Wenn uns also die Liebe verletzt, wäre es von Vorteil, einmal genauer hinzusehen … was da eigentlich wirklich passiert.

Falls Du noch mehr darüber lesen möchtest ist Raus aus Deiner Beziehung, die Dich vergiftet ein Folgethema. Und wenn Du Erfahrungen mit dieser Thematik hast und darüber reden/schreiben möchtest, lass mir gerne einen Kommentar da oder besuche uns in meiner FrauenPunk Gruppe bei Facebook! :-)

Eine liebevolle Zeit möchte ich Dir allemal wünschen, bis ganz bald.

Lesezeit: 6 Minuten

„Du hast es satt, ständiges auf und ab machen dich müde und krank. Du würdest gerne aus deiner Beziehung aussteigen, schaffst es aber nicht. Ich bin mir sicher, jeder kennt jemanden, der in einer so leidvollen toxische Beziehung verstrickt ist. Oder vielleicht bist du selber in solch Situation gefangen! Es ist eine Beziehungsform, bei die jeder andere Mensch die Hände über den Kopf schlägt, und sich wundert warum sich zwei Menschen trotz ihrer chronischen Probleme nicht voneinander lösen können.

Beziehung? Das hatten wir doch erst!

Vielleicht denkst du dir jetzt schon wieder? Dieses Thema war doch erst vor kurzem an der Reihe?! Ja, das stimmt. Mach dein Glück nicht von einem Partner abhängig … war vor ein paar Wochen das Thema. Nahe verwandt, dennoch etwas anderes. Auf Grund der großen Nachfrage zu diesen Themen, war es mir wichtig, dieses mal die toxische Beziehungsform genauer zu durchleuchten.

Was genau ist eine toxische Beziehung?

Kurzform: Es handelt sich um eine Beziehungsform, die sich durch ständigen und abrupten Wechsel von intensiver Nähe, Streit, Stress und Trennungsandrohungen auszeichnet. Die guten gesunden Phasen sind erfüllt von einem intensiven WIR – Gefühl, eine Verschmelzung auf allen Ebenen mit dem i-Tüpfelchen an besonders schönem Sex. Als Frau fühlst du dich endlich angekommen zu sein … so oder so ähnlich ist der Beginn dieser Beziehungen.

Die Zeiten sind unterschiedlich, in denen plötzlich, wie aus dem Nichts und ohne gegebenen Grund, der Wechsel eintritt. Die Laune kippt, die gute Stimmung ist fort, ein „wir“ ist weit entfernt und der toxische Partner beginnt zu nörgeln, macht Vorwürfe und kritisiert ständig. Die Beziehung wird in Frage gestellt. Alles ist verloren gegangen. Wo ist die Nähe geblieben? Dein Partner kommt dir sogar richtig fremd vor. Er ist distanziert und unerreichbar geworden für dich.

Jeglicher Versuch, die Nähe deines Partners wieder zu erlangen, sein Herz zu erreichen, vielleicht Missverständnisse zu klären, hat keinen Sinn. Es ist sogar eher das Gegenteil der Fall! Je mehr du versuchst die Situation zu schlichten, das Gleichgewicht wieder herzustellen desto tiefer versinkst du in eine Falltüre! Es ist als wären alle Gemeinsamkeiten, die Liebe und Sicherheit die du verspürt hast, ausradiert .

Er arbeitet mit Abwertung und Idealisierung

Ich kann mich noch genau an die Zeit erinnern, wo ich in solch Situationen war. Mein damaliger Partner pickte ganz bewusst etwas aus meinem Leben heraus, worin ich immer schon etwas unsicher war. Es folgten blöde, verletzende Bemerkungen gefolgt von Beispielen die er kannte. Oder aber auch er ignorierte meine Fähigkeiten und das so lange, bis ich mir selbst unsicher war. Ich begann zu verkümmern.

Ein toxischer Mensch/Partner kann laut, ausfallend oder sehr ruhig und subtil kritisieren. Das Ergebnis ist immer das gleiche. Er verunsichert. Das ist sein Ziel. Wenn du mit solch einen Menschen zusammen bist, und solch Situationen immer wieder durchlebst, verfällst du in einen immensen nervlichen Stress. Der Zustand der emotionalen Not tritt ein. Das Schlimmste an der Sache ist du als Partnerin, kannst diese Vorhaltungen anfangs gar nicht nachvollziehen … denn DU hast auch nichts falsch gemacht! Und selbst wenn – die Relation Fehler und Vorwürfe, würden niemals passen!

Wie sind solche Männer?

  • charmant, reif und klug
  • passiv und fordernd
  • der Starke in der Beziehung
  • der der alles kann und natürlich besser weiß
  • ein notorischer Fremdgänger
  • ein Mann mit psychiatrischer Diagnose oder auch Arzt :-(

Nun, wie läuft das ganze Desaster ab?

Die Abstände der Anschuldigungen, des vorprogrammierten Streites, waren immer regelmässig. Sein inneres Chaos wurde regelmäßig an mich weitergegeben. Meine Meinung und die Meinung anderer Frauen decken sich auch, wenn ich sage: Die Unzufriedenheit mit sich selbst und das innerliche Chaos eines toxischen Partners  wird immer als das des anderen deklariert! Um danach, wenn ER es für angebracht und richtig hält, wieder aufzubauen. Gefolgt von einer Phase intensiver Nähe, des Gleichklangs und erfüllenden Sex. Für die Partnerin entsteht dadurch wieder das Gefühl „alles ist doch wundervoll und wieder OK“. Eine gute Beziehung. Bis das „Spiel“ wieder von vorne losgeht.

Toxische Männer handeln sehr genau und intuitiv

Diese Männer haben eine besonderes Gespür für sämtliche Bedürftigkeiten ihrer Partnerin! Ich war sehr angetan von dem regen Interesse das dieser Mann damals an mir hatte. Anders als die üblichen. Tiefgründiger, überdurchschnittlich aufmerksam und ein toller Zuhörer. Liebevoll und sowas von charmant! Der Grund dieser Aufmerksam ist aber nicht das übliche normale Interesse, sondern ein lückenloser Lebenslauf seiner Partnerin. Sein Anliegen ist die Kontrolle über die mögliche zukünftige Partnerin und folglich über die Beziehung zu bekommen!

Er präsentiert sich als perfekt und passend. Er kennt und stillt mit Präzision alle vorhandenen Bedürfnisse. Und das rasend schnell. Dieses „Wir Gefühl“ lässt daher nicht lange auf sich warten. Das Gefühl von angekommen sein stellt sich ein. Das Vertrauen ist sehr schnell aufgebaut und so wird dieser Mann, der Traummann, den Frau sich gewünscht hat plötzlich Wirklichkeit … Ich fühlte mich damals komplett beantwortet und deshalb ließ ich mich ziemlich schnell ganz auf diesen Mann ein.

Und genau ab da wenn sich ein toxischer Partner seiner Sache ganz sicher ist, beginnt er damit, seine neuen und anderen Seiten zu zeigen. Immer im ständigen Wechsel: Ganz toll … oder die Hölle auf Erden.

Die Frau ist immer verantwortlich für das Gelingen der Beziehung!

Egal was es ist. Ein falscher Satz, die falsche Fragestellung, eine nicht passende Bewegung … es gibt nie ein „Richtigsein“! Solche oder ähnliche Handlungen bringen solche Männer sofort dazu zu kritisieren und zu nörgeln. Die Partnerin klein zu machen und die Beziehung sofort wieder in Frage zu stellen. Er reitet so lange darauf herum bis du als Partnerin völlig erschöpft und mit riesiger Verlustangst in einen Schockzustand gerätst indem nichts mehr möglich ist, zu tun!

In einer längeren Beziehungszeit kann es passieren, dass Frauen oft keine Kraft mehr für ihre Freunde oder Familien haben, weil der toxische Partner sie total vereinnahmt. Ein weiteres optisches Merkmal: Du siehst übermüdet, unglücklich und krank aus. Wirst du als Paar in der Öffentlichkeit angesprochen, wird so ein Mann immer vorgeben dich in allen Belangen zu unterstützen. In Wahrheit nimmt er nur … viel zu viel, mehr als DU geben kannst und das ist immer noch zu wenig! Die zwischenzeitlichen exklusiven Momente der Zweisamkeit sollen dich nur weiter für eine kurze Zeit sedieren. Im Endeffekt ist es die Schuld der Partnerin ob die Beziehung glücklich oder unglücklich ist, so ist sein Denken. Emotionale Misshandlung vom Feinsten. :-( Diese Grausamkeit ist schwer zu verstehen und zu begreifen.

Doch wer sind die Partner von toxischen Männer

In der Regel sind es Frauen, die klug und emphatisch sind. Mit ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Anständig und mit ethischer Integrität. Stark genug sind, trotz eigener Verletzlichkeit, den anderen anzuhören. Diese Charakterzüge lassen es erstmal nicht zu, schwarz oder weiss zu denken und den Partner als soziopathisch einzustufen.

Ein toxischer Mann wird seiner Frau immer das vorwerfen, was er selber macht und droht ihr zusätzlich mit Trennung, für etwas das er selber gemacht hat. Er macht sie für alles verantwortlich. Es folgen Schmerz, und Entwürdigung. Ihm geht es dabei um die Aufmerksamkeit die er bekommt, wenn er verletzt. Er will schlichtweg die eigenen miserablen und wertlosen Inhalte in seinem Leben bei der Person abladen von der er seine Lebensquelle, die Aufmerksamkeit, die Zeit und Ressourcen bekommt. Inklusive Treuebeweise, hingebungsvollen Sex und Loyalität. Ein Nimmersatt der nicht mal daran ersticken könnte, weil es nie zu viel ist!

Was habe ich daraus gelernt

Ich weiß heute, dass sich toxische narzisstische Menschen an jedem Menschen bedienen der ihnen in die Arme fällt. Es hat eine Weile gedauert, aber ich war froh daraus gelernt zu haben. Ich bin vorsichtiger geworden, was die Männerwahl betrifft! Sie zeichnen sich durch eine hohe Schmerzfreiheit und Stresstoleranz aus. Rote Linien werden einfach überrollt ohne dabei ein schlechtes Gewissen dabei zu bekommen! Während der gesunde Teil der Beziehung immer kränker wird, wird der giftige Teil immer größer und stärker. Irgendwann kommt dann der Punkt an dem der zu Beginn gesunde Partner merkt, dass er ganz grausam daran kaputt gehen wird, wenn er es sich nicht schafft, sich  aus dieser Beziehung zu lösen …

Es ist immer hilfreich sich über den Charakter des anderen bewusst zu werden. Das sind die besten Vorraussetzungen um in die Handlung zu kommen wenn es soweit ist. Toxische Menschen fürchten nichts mehr als durchschaut zu werden. Sie sehen nicht die Not des anderen, aber fürchten sich vor negativen Auswirkungen für sich selbst! So bleibt also nur noch meine Empfehlung: „Nichts wie weg“. Einfach? Nein … aber notwendig um „Frau“ sein wieder zu erlernen und danach zu erfahren, dass es auch andere Männer gibt! <3

Nachsatz
In diesem Beitrag gibt es eine klare Rollenverteilung. Das soll aber keinesfalls heißen, dass es nicht auch Frauen gibt die narzisstisch und toxisch veranlagt sind. Persönlich habe ich aber nur diese Erfahrung gemacht und auch nur mit Frauen gesprochen die in einer narzisstischen Beziehung gelebt haben. Und da meine Leser zu 99,9% Frauen sind, fand ich es auch passend in der Form zu schreiben.

Dazu möchte ich heute nicht mehr viel hinzufügen und Punkt, Punkt sein lassen. Falls DU deine Erfahrungen mitteilen möchtest, deine Gedanken dazu aber am Blog nicht teilen willst, bist du herzlich in die FrauenPunk Gruppe bei Facebook eingeladen, da sind wir Frauen unter uns und ungestört … ohne Zaungäste. >zwinker<

Alles Liebe und schau gut auf Dich!