Wie erreicht man ein glückliches, positives und selbstbestimmtes Leben. Was muss man ändern und vor allem wie ändert man sein Leben und seine Einstellung um wirklich ein lebenswertes Leben führen zu können.

Die Kreativität ist nicht nur etwas für  „Künstler“ in unserer Gesellschaft, wir alle haben sie, der Eine mehr, der Andere weniger! Wir alle wurden nicht strukturiert geboren, sondern frei, grenzenlos und mit einer enormen Kraft auf die Welt gesetzt. Wir sollten genau das in uns entwickeln, was zu uns gehört, was uns mit auf dem Weg ins Leben gegeben wurde. Wir wurden geboren um unsere fantasievollsten Ideen hinauszutragen, mit all unseren Visionen, neuen Sichtweisen und neuen Ideen … ob diese für andere interessant erscheinen ist dabei nicht von Bedeutung. Es geht dabei um dich.

Was ist Kreativität

Jeden Tag fällt dieses Wort mehrmals. Wir verwenden es ständig, doch wissen wir wirklich was es genau bedeutet? Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen. Es kann uns von Nutzen sein oder auch nur der Dekoration dienen. Auf eine originelle Weise hergestellt oder auch akribisch genau durchgeplant. Es geht aber nicht nur darum seine Geschicklichkeit zu zeigen, kreativ zu sein beginnt in unseren Köpfen. Die Art wie wir denken und wie wir handeln ist durchaus kreativ.

Es gibt heute eine Vielzahl an Techniken, die das kreative Denken fördern sollen. Sie nennen sich zum Beispiel Mindmapping, Brainstorming oder freies Schreiben. Es geht dabei immer darum, sich von althergebrachten Denkmodellen zu lösen und neue Wege zu finden. „Thinking outside the box“ … sicher hast auch du das schon gesagt bekommen oder irgendwo gehört. Das bedeutet, dass wir über den Tellerrand nicht nur schauen, sondern auch denken sollten! Das Gewohnte hinter uns lassen und etwas völlig Neues kreieren.

Kreativität wird unterschätzt

Kreativität hilft uns beim Lösen kleinerer und grösserer Hürden in unserem Leben. Leider wird sie auch öfter als Eigenschaft verrückter Menschen oder grenzgenialer Genies betrachtet. Dabei schlummert diese Eigenschaft in uns allen. Bei einigen von uns ruht sie eben etwas tiefer und hält sich bedeckt. Bei anderen sprudelt sie nur so vor sich hin und ist hellwach. Ich bin auch sehr glücklich darüber dass es in der letzten Zeit etwas populärer wird, wieder an seine kreative Ader zu glauben!

Menschen deren Kreativität bereits an die Oberfläche getreten ist, verfügen über eine sehr farbenfrohe und lebendige innere Welt! 🙂 In dieser Welt regieren die Ideen und die Fantasien. Sie bestimmen auch darüber wie Probleme angegangen und gelöst werden, welche Fragen dazu notwendig sind … Ich kenne so viele kreative Menschen die unzählige Alternativen, die verschiedensten Möglichkeiten aus ihren Kopf herzuzaubern, um ein einziges Problem zu lösen! Es erstaunt mich immer wieder aufs neue. Ein Zitat von Albert Einstein bringt es wieder mal auf den Punkt:

„Logik bringt dich von A nach B. Deine Fantasie, bringt dich überall hin …“

Wie recht er hat.

Das heißt kreativ zu sein hat nicht nur mit Malerei, Musikern oder Künstlern zu tun. Jeder Einzelne von uns der eine kreative, also neue Lösung für die alltäglichen Probleme in unseren Leben findet, ist eine kreative Person. Jemand der sich viele Fragen stellt, eine anderen Sichtweise und neue Perspektiven hat die noch zuvor keiner eingenommen hat – ist definitiv kreativ!

Kreativität beginnt im Kindesalter

Wir alle hatten als Kind sicher die eine oder andere Möglichkeit, unsere Kreativität zu entwickeln. Verantwortlich dafür waren unsere Eltern. An ihnen lag es ob sie unsere kreative Ader gefordert und gefördert haben. Ich kann mich noch sehr gut an meine gemalten Häuser mit den angrenzenden Blumenwiesen und der Sonne erinnern. Davor stand ein kleines Mädchen … das sollte ich sein. Mehr hatte ich nicht drauf. Mein Häuschen war schmal und winzig im Vergleich zu den Blumen, die beinahe an die Sonne klopften. Und das kleine Mädchen … es bestand nur aus riesigen Ohren und bodenlangen Haaren sowie ganz dünnen Beinen. Meine Eltern erklärten mir ständig das es keine Blumen geben würde die höher als das Dach eines Hauses sein würden und würde dieses Mädchen in dem gemalten Haus wohnen, würden nur ihre Haare hinein passen … wohlgemerkt war ich älter als vier Jahre. 😀 Meine „Zeichenkunst“ hat sich auch im Laufe der Jahre nicht wesentlich verändert – ich habe mich immer dafür geschämt. Dinge zu malen die so nicht zu sein haben, wie ich sie gemalt hatte, wollte ich nicht mehr.

Im Nachhinein betrachtet – was und wo war das Problem, wenn Häuser klein und Menschen und Blumen größer sind? Vielleicht habe ich mir damals schon meine eigenen Gedanken darüber gemacht und fand eben Blumen schöner und wichtiger als Häuser. Und wahrscheinlich war es mir auch wichtig das wenigstens meine Haare im Trockenen wohnten. 🙂 Warum müssen Eltern solche ganz speziellen  „Kunstwerke“ zensieren? Gerade für Kinder ist der Prozess und nicht das Ergebnis von Bedeutung. Deshalb finde ich es sehr wichtig uns zurückzuhalten, wenn es um den künstlerischen Ausdruck eines Kindes geht, ihn nicht mit richtig oder falsch, schön oder hässlich zu bewerten. Damit blockieren wir die Spontanität und die Fantasie des Kindes und es wird nicht in der Lage sein, andere Alternativen zu finden – andere als die, die schon existieren. In der Zwischenzeit male ich … zwar keine kleinen Häuser mit großen Blumen mehr, aber es gibt einige Wohnungen in denen meine Leinwände zur Dekoration wohnen dürfen und darüber bin ich glücklich. 😀

„Kreativität bedeutet, aus bekannten Mustern auszubrechen, um die Dinge anders betrachten zu können …“

Edward de Bono

Kreativität benötigt Spontanität

Wir leben in einer Welt in der Kontrolle einen Orden bekommt und Spontanität irgendwie gestoppt wird. Kreativität braucht aber diese Spontanität um am Leben zu bleiben. Oft haben wir Angst davor etwas Neues zu versuchen. Angst es nicht hinzubekommen, zu versagen und vielleicht dafür sogar Konsequenzen tragen zu müssen? Für jeden gibt es da ganz persönliche Situationen in denen diese Angst spürbar wird. Wir sollten aber keine Angst haben, etwas Neues und Schönes zu gestalten und zu entwickeln … es freizulassen. In jedem von uns schlummert SIE … diese Kreativität! Lass es zu und gehe den Ideen nach die möglicherweise verkümmert in deinem Inneren schlummern. Du wirst entdecken, dass du in der Lage bist Sachen zu tun, von denen du nie geglaubt hast, dazu fähig zu sein!

„Kreativität bedeutet, aus zwanghaften Regeln auszubrechen, sich von seiner Phantasie dirigieren zu lassen, um erstaunliche Symphonien zu erzielen …“

Kreativität lässt sich nicht erzwingen, aber lass sie raus wenn sie nach oben möchte! 🙂 Es wird dein Leben positiv verändern. Alles Liebe und eine ideenreiche Zeit wünsche ich DIR, bis bald.

Ist das Thema „Ziele“ im neu begonnenen Jahr für dich relevant oder bist du zufrieden so wie es läuft? Bist du jemand der viele Ziele hat, auch alles daran setzt sie zu erreichen? Oder bist  du ein Menschen der positiv und voller Tatendrang an die Sache geht und nach kurzer Zeit das Interesse daran wieder verliert? Ich kann von mir sagen – ICH gehörte schon überall dazu. Wir sind ja für unser Leben selbst verantwortlich und wir können uns jederzeit verändern. Dazu gehört Selbstmotivation und das „wollen“ ein Ziel zu erreichen. Denn diese bestimmen unsere Zukunft. Ich halte es für absolut wichtig Anhaltspunkte im Leben zu haben. Damit Vorsätze zu Zielen werden, hilft es sich seine  Wünsche und Träume bewusst zu machen. Zudem ist es sinnvoll, seine Ziele schriftlich festzuhalten … denn ein nicht eindeutig formuliertes Ziel, bleibt ein Vorsatz, der sich je nach Stimmung schnell wieder verändert. Nicht zu viel nachdenken – einfach TUN!

Diese kurze und sehr simple Geschichte, soll uns zeigen dass es in Wahrheit ganz einfach ist, das zu erreichen was wir möchten. 😀

Spuren im Schnee

Endlich hat es über Nacht geschneit und die ganze Landschaft liegt unter einer dicken weißen Schneedecke. Jakob und Elias holen sogleich ihre Rodel aus dem Schuppen und machen sich freudig auf den Weg zu ihrem Schlittenberg. Die beiden Brüder bestaunen die glänzende Schneepracht, auf der noch keine einzige Spur zu erkennen war. So wetteten sie um eine Tafel Schokolade, wer die geradeste Spur den Hügel hinauf ziehen kann.

Der gewissenhafte Jakob setzt sorgfältig einen Fuß möglichst gerade neben den anderen. Der sorglose Elias stapft einfach drauf los. Oben angekommen, sieht Jakob zu seinem Entsetzen, dass er eine Zickzacklinie hinterlassen hatte. Sein Bruder hingegen zeichnete in geradester Linie eine Spur. “ Das versteh ich nicht“, meinte Jakob, “ ich habe mich auf jeden meiner Schritte konzentriert. Wie hast du es nur geschafft  auf die Schnelle den geradesten Weg zu gehen?“

„Das ist doch ganz einfach!“, meinte Elias, „ich habe mich nur auf den Baum oben am Berg konzentriert. Das war mein Zielpunkt und auf diesen bin ich zugegangen.“ An diesem Tag hat Jakob zwar eine Tafel Schokolade verloren, dafür aber die Erkenntnis gewonnen, dass man nicht nur auf seine nächsten Schritte achten muss, sondern seine Ziele nie aus den Augen verlieren darf!

G. Rieger

Und, was sagst du? Falls du dir schwer tust in deiner Zielumsetzung, habe ich hier noch ein paar Tipps für dich, die dir helfen sollen dein Ziel schneller zu verwirklichen.

  • setze dir konkrete Ziele
  • schreibe sie auf
  • fasse sie aber kurz! (prägnante Ziele sind leichter zu erreichen)
  • setze dir ein Datum
  • Zwischenziele sind wichtig
  • lege den ersten Schritt fest (Griff zum Telefon, Kontakte usw.)
  • lege fest, was du vermeiden willst (jedes Ziel hat seine Nebenwirkungen)
  • schreibe dir auf, welche Hilfsmittel du benötigst
  • nutze gute Methoden zur Prioritätensteuerung
  • das richtige Werkzeug dein Ziel zu erreichen – ist dein Ziel!

Mein Ziel ist es nicht, besser zu sein als alle anderen, sondern besser zu sein, als gestern … und es ist mein persönliches Ziel, mir ein Leben aufzubauen, von dem ich keinen Urlaub mehr brauche …

Ich wünsche DIR viel Spaß und Erfolg beim Erreichen deiner Träume und Ziele. 🙂

HUNDE – sie sind fast schon zu gut um wahr zu sein! Es heißt nicht umsonst, dass sie die besten Freunde des Menschen sind. Hunde haben eine überaus soziale Ader und überschütten uns Menschen, manchmal sogar übertrieben, mit Liebe. Sie besitzen ein hohes Empathievermögen, sind freundlich und haben keine Berührungsängste – die Rede ist hier von normal aufwachsenden und geführten Hunden.

Hunde verändern

Irgendwie fühle ich mich verpflichtet, mich zu bedanken … bei meinen Hunden … und deshalb habe ich diesen Artikel geschrieben! Jeder der selber einen Hund oder mehrere Hunde hält, wird jeden Satz mit mir teilen und ihn befürworten können. Bedingungslose Zuneigung und Entspannung in vollen Zügen – das schenken uns unser Hunde! Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich heute mit zwei Pitbulls am Sofa kuscheln werde, hätte ich es nicht geglaubt! Und heute … ich möchte keinen einzigen Tag mehr ohne sie sein! Die beiden haben mich verändert.

Ich war ein Mensch der vor einigen Jahren ein großes Problem mit Berührungen und „Dauernnähe“ hatte, sehr leicht in Stress verfallen bin und nicht unbedingt freiwillig stundenlange Spaziergänge machte. Heute sieht die Sache anders aus. Die Beiden holen den Wind aus meinen Segeln, sie haben mir gezeigt das Nähe etwas Wunderbares sein kann, ohne Mißtrauen und Zweifel und sie sorgen dafür das meine Wangen immer leicht rosa schimmern von der vielen frischen Luft und das ohne Schminke! 🙂 Sie forderten mich auf, mich mit anderen Dingen als nur mit mir selbst zu beschäftigen. Sie holten mich aus meiner seelischen Isolation und sorgen dafür jeden Tag regelmäßig das Haus zu verlassen. Sicher gehe ich nicht jedes mal mit einem Strahlegesicht vor die Tür – aber ich komme immer mit einem Lächeln und einem Wohlgefühl wieder nach Hause.

Körperkontakt zwischen Mensch und Hund

Jeder weiß wie es ist Tiere zu streicheln und mit ihnen zu schmusen. Für mich hat es eine beruhigende und entspannende Wirkung. Es ist mein Gegengift für innere Unruhe und Stress. Sie helfen mir bei Panik-Attacken und Angstzuständen. In kürzester Zeit gelingt es mir wieder meinen Ruhepuls zu finden und meine Angst zu vergessen. Meine Eigen- und Fremdwahrnehmung wurde durch die Beiden geschärft und mein Körpergefühl hat sich definitiv verbessert! Und das nur durch ihre Anwesenheit und den engen Körperkontakt den Hunde forcieren wenn sie merken es ist etwas nicht ganz in Ordnung. 😀 Die beiden sind zwar keine „Assistenzhunde“, aber sie tragen erheblich dazu bei, nur durch ihre Anwesenheit meine Lebensqualität zu verbessern. Nicht ohne Grund werden Hunde auch bei

  • Essstörungen
  • Bipolare Störung
  • Borderline
  • Depressionen

eingesetzt. Hunde sind hochsozial und intelligent. Sie sind frei von Vorurteilen und das macht es Menschen mit psychischen Erkrankungen oft leichter, zu ihnen Vertrauen zu fassen. Natürlich gibt es hierfür auch spezielle Rassen, die dazu am besten geeignet sind. Was ich aber sagen will ist, ich finde es wunderbar dass uns Hunde diese Sicherheit geben können wo Menschen nicht weiter können!

Unsere Seelenstreichler

Hunde sind treu und lieben bedingungslos

Genau das liebe ich an ihnen. Für Hunde ist der Mensch wichtig und nicht die Äusserlichkeiten! Hunde bewerten nicht. Ich schätze ihre Treue, ihre Empathie und ihre Wahrhaftigkeit. Ich als zurückhaltender und vorsichtiger, sehr oft unsicherer, Mensch, werde durch die Beiden ermutigt aus meiner Introvertiertheit hervorzukriechen, weil sie mich wahrnehmen so wie ich bin. Sie nehmen mich an und respektieren mich. Ich finde es immer wieder faszinierend wie sie auf Emotionen und Körpersprache von uns Menschen unmittelbar reagieren. Diese nonverbale Kommunikation ist einzigartig … love it.

Menschen machen Fehler und Menschen üben Kritik aus – machen wir welche. Ein Hund entspannt, motiviert aber wird niemals kritisieren. Wunderbar. 🙂 Das stärkt auch teilweise das Selbstbewusstsein. Dadurch hat sich auch mein Umfeld etwas verändert. Hundebesitzer verstehen sich meistens auf Anhieb. Man wird in eine ungezwungene Art und Weise in Gespräche verwickelt, und das geschieht meist in der Natur. Man tauscht sich aus, man trifft oder verabredet sich vielleicht wieder. Man begegnet und verläßt sich freundlich. Peinlich ist mir nur immer dass ich mir die Namen der Hunde merke und nicht deren Besitzer. >Stirnrunzel<

Meine neue Verantwortung

Meine Hunde sind mir die besten Freunde, das ist so. Sie sind loyal, anhänglich, herzlich und verschmust. Sie beeinflussen meine mentale und physische Gesundheit positiv. Sie helfen mir einfach mich gut und stark zu fühlen, sie bringen mich zum Lachen und machen mir eine Menge Spaß! Natürlich bedeutet es auch Verantwortung zu übernehmen und für eine gute „Erziehung“ zu sorgen und das bedeutet viel Disziplin und Durchhaltevermögen.

Ich sehe meine Hunde als zwei Herzen auf vier Beinen, denen ich sehr sehr viel zu verdanken habe. Sie haben mich einfach gelassener und ruhiger gemacht. Geerdet – könnte ich auch sagen :-). Ihre kleinen Hoppalas‘ sind schnell wieder vergessen und es ist mir auch in der Zwischenzeit egal, dass ich ohne Ohropax nicht mehr ins Bett gehen kann – weil sie so laut schnarchen 🙂 , und ich ständig vergessene Leckerlis und Kack-Sackerl in der Waschmaschine mit wasche … meine/unsere Hunde sind ein neu dazugekommener Lebensinhalt den ich noch keine einzige Minute bereut habe! DANKE Monja … mein draufgängerisches mir sehr ähnliches Sensibelchen – DANKE Amon … du grunzender, Kampfschmuser, der alle Herzen mit links „einsackt“  ICH liebe euch >3.

„Wenn Menschen stolz auf ihren Hund sind und es auch zeigen, mag ich sie. Wenn sein Hund auch auch stolz auf ihn ist und das auch zeigt, habe ich größten Respekt vor ihm! „

Fazit: Nimm DIR einen Hund und deine Seele wird gesund. 🙂 Vielleicht geht es DIR ähnlich? Zeig dich mit deinen Vierbeiner, ich würd mich sehr freuen euch kennen zu lernen !

Ich bin ja dieses Jahr wirklich sehr auf Weihnachten eingestimmt! Wie ich schon mal zitierte: Weihnachten ist für mich keine Jahreszeit … es ist ein Gefühl! Ich hatte dieses Jahr auch richtig Lust Kekse zu backen und die Terrasse mit Mistelzweigen zu schmücken. Ich genieße die Abende mit Tee, Lebkuchen (nicht selbst gebacken *zwinker*) und vorweihnachtlicher Musik. Jürgen schmunzelt nur noch wenn ich sehr oft und sehr lange verschiedenste Weihnachtslieder vor mich hin pfeife, summe und singe, sofern mir der Text einfällt! … so bin ich normal gar nicht, aber dieses Jahr hab ich das richtige Gefühl eben in mir! 🙂

Der Konsumwahn lässt mich kalt, ich sehne mich eher nach der Zeit als die Weihnachtszeit noch etwas Besonderes war. Sich Zeit für die Familie und die Menschen zu nehmen, die man mag. Die Erinnerungen die mir geblieben sind, wenn unser Vater mit uns kniehoch durch den Schnee zu unseren Großeltern gestapft ist, damit unsere Mutter die Ruhe und die Zeit fand, den Baum auf Hochglanz zu bringen. 🙂 Diesen Spirit wünsche ich mir zurück … das alles wird zwar nie mehr so sein, aber ich hab eine schöne Weihnachtsgeschichte für dich, die zum Nachdenken anregen soll, denn Weihnachten sollte niemand alleine sein!

Einsam am Heiligen Abend

Herr Sörensen war mein Lehrer in der ersten Klasse. Es war ein netter Lehrer. Im Winter bröselte er sein ganzes Pausenbrot für die hungrigen Spatzen vor dem Fenster zusammen. Er erzählte uns eine Menge über all die vielen Vögel die es gab. Aber seine Augen blieben immer betrübt. In der Stadt sagte man, Herr Sörensen sei ein sehr wohlhabender Mann! Ich hatte mal meine Mutter gefragt weshalb ein so wohlhabender Mann weinend auf der Bank sitzt? Das hatte ich in meiner Pause mal beobachtet…

„Herr Sörensen ist vielleicht deshalb so betrübt und traurig weil er so alleine ist“, sagte meine Mutter. „Hat er den keine Geschwister und Freunde?“ fragte ich. „Nein – er ist ganz alleine auf der Welt …“ Als dann Weihnachten da war, sandte mich meine Mutter mit Weihnachtsbäckereien zu Herrn Sörensen. Unser Stubenmädchen begleitete mich und wir trugen ein grosses Paket, mit rosa Band gebunden, wie es meine Mutter stets schmückte zu Herrn Sörensen.

Die Treppe zu ihm hinauf war schneeweiß gefegt. Ich getraute mich kaum einen Fuß vor dem anderen zu setzen so rein war der Boden! Wir läuteten und überbrachten die Grüße meiner Mutter. Herr Sörensen zog mich in seine Wohnung und ich sah mich um. Ein schmaler hoher Spiegel schmückte den Raum, im schmalen Rahmen steckten unendlich viele schwarzgeschnittene Profile, wie ich sie noch nie vorher gesehen hatte.

„Freust du dich auf das Weihnachtsfest?“ fragte mich Herr Sörensen. Ich nickte. „Und wo wird ihr Weihnachtsbaum stehen?“ fragte ich neugierig. „Ich? Ich habe keinen, ich bin ganz alleine.“ Mein Herz klopfte bei dem Gedanken an Heilig Abend in diesem Zuhause zu sein. In dieser Stube mit schwarzen kleinen Bildern und dem alten Sofa das wie neu aussah und auf dem noch nie jemand saß – ich fühlte das Trostlose, das Verlassene in dieser einsamen Stube und ich schlug die Hände vors Gesicht und weinte.

Herr Sörensen zog mich zu sich und setzte mich auf seinen Schoß und sagte leise: „Du bist ein gutes kleines Mädchen.“ Ich drückte mich noch fester an ihn und weinte herzzerbrechend. Als wir heimkamen, erzählte das Stubenmädchen meiner Mutter, ich hätte „gebrüllt“. Ich schüttelte den Kopf und erzählte meiner Mutter das ich geweint hatte weil ich so traurig darüber war, dass nie jemand zu Herrn Sörensen kommt. Nicht einmal am Heiligen Abend …!

Später als wir in eine andere Stadt zogen, verschwand Herr Sörensen aus meinem Leben. Ich hörte nie wieder etwas von ihm. Aber an jenem Tag, als ich herzzerreißend an seiner Schulter weinte, fühlte ich, ohne es damals richtig zu verstehen, das es so nicht sein durfte. Es gibt unzählige Menschen die am Heiligen Abend einsam sind und niemanden bei sich haben. Es machte mich so sehr traurig, dass ich, als ich älter wurde, mich um diese Menschen bemühte. Zu sehen wie einsame Menschen sich darüber freuen können, wenn man sich ein wenig Zeit für sie nimmt, ist jedes Jahr mein schönstes Geschenk!

H. Bang

Ich weiß es nicht weshalb gerade an Heilig Abend es besonders traurig ist, Menschen zu wissen die einsam zu Hause sind! Es sollte nicht so sein … nicht zu Weihnachten und auch nicht an den anderen Tagen des Jahres. Alles Liebe und glückliche Weihnachten.

Jammern, sich beklagen und aufregen – das geht immer! Stimmt gar nicht findest du? Dann gehst du mit zugeklappten Ohren durchs Leben … Jedes mal wenn ich mit Menschen ins Gespräch komme, folgt sehr oft nach wenigen Minuten ein Klagen, Anklagen oder einfacher gesagt: ein ausführliches jammern. Dabei behaupten die Meisten von sich selbst gar nicht dem Jammerchor anzugehören! Was auch verständlich ist, sich nämlich ständig über etwas aufzuregen und zu jammern, gehört nicht zu den Eigenschaften auf die wir stolz sein können bzw. wollen! Ich frage mich immer, was wir durch unser Gejammer erreichen wollen …

Mich erwischt es auch dann und wann

„Es muss ein ganz besonderer Tag werden. Immerhin wird „Mann“ nicht jeden Tag 50ig Jahre alt!“ Diese Gedanken schossen mir ständig durch den Kopf. Ich hatte für diesen besonderen Tag keinen Plan. Kein Geschenk und die innere sowie äussere Freude und die dazugehörige Einstellung zu diesem, für mich, „besonderen“ Tag blieb aus. 🙁 Es war einfach nur Leere da.

Ich hatte die Woche zuvor kaum ein Auge zugemacht, emotionale aufwühlende Ereignisse ließen mich einfach nicht zur Ruhe kommen. Die Müdigkeit schlüpfte mir also förmlich aus jeder Pore. Ich wusste das Jürgen gleich mit Monja zurückkommen würde und ich saß da – kein Geschenk – NICHTS!

Es war definitiv anders als ich mir das vorgestellt und vor allem geplant habe! Stattdessen hockte ich da, zerknittert, unausgeschlafen und nicht besonders gut gelaunt! Als ich mich selber so sitzen sah, verfiel ich plötzlich in den „Jammermodus“.

Mein Leben ist nicht schwieriger als das vieler anderer

Ich darf nun wirklich sagen das es mir gut geht. Ich habe zwei tolle erwachsene Kinder, ein schönes Heim, die Möglichkeit den Sommer am Strand zu verbringen und das alles mit einem Menschen der mich samt meinen Macken nimmt und liebt wie ich bin, also was will ich mehr? Und trotzdem kommt mir mein schönes Lebensgefühl plötzlich abhanden! Ich fühle mich als Versager, unfähig etwas zu organisieren, alles empfinde ich als schwierig und sinnlos. Die schönen Dinge und Momente die ich noch kurz zuvor hatte sind plötzlich vergessen … weg. Übrig bleibt die Jammerei …

Froh und dankbar bin ich dann, wenn Jürgen solche Situationen in Nichts auflöst! So wie zum Beispiel an diesem, seinem, Geburtstag „Nur du hast von dir erwartet diesen für mich normalen Tag zu einem ganz Besonderen zu machen …“ nichts ist schwierig oder nicht gelungen, es ist gut so wie es ist und es gibt vor allem keinen Grund sich zu beklagen, zu jammern und alles Positive zu verdrängen!“ … an diesem Tag habe ich beschlossen den „Jammerchor“ zu verlassen …

Jammern bedeutet negativ über die Wirklichkeit zu urteilen

Ja, genauso ist es. Jammern ist ein Verhalten und hängt davon ab, wie wir gelernt haben mit unseren Gefühlen umzugehen. Möglicherweise ist es auch erblich bedingt? Menschen die von Haus aus zu allem negativ eingestellt sind werden immer den ersten Platz in der Jammerreihe einnehmen. Oft wird aber auch gejammert, um einen Ausweg zu finden, wir tun es um mit unseren Gefühlen fertig zu werden. Aus Machtlosigkeit, um Hilfe zu finden und zu bekommen oder auch um im Mittelpunkt zu stehen. Auch das gibt es. Jammerei ist zudem überaus Energie fressend. Also am besten nicht dazu hinreissen lassen und der ganzen Situation eine andere Perspektive geben! Oder so wie ICH es mache: Einfach meinen Mann sprechen lassen >lach<!

Ehrlich bleiben

Ich finde es ja immer wichtig ehrlich zu bleiben. Zu sich selbst und zu anderen. Es ist wichtig sich seine negativen Gedanken einzugestehen. Es gelingt nicht immer sofort, das Negative ins Positive zu drehen. So wie es eben mir passiert ist an diesem Tag, der etwas ganz Besonderes hätte werden sollen. Wenn keine Feierlaune da ist, ist sie eben nicht da. Geschenke – sind ja generell so eine Sache … an diesem Tag war ich leider kopftechnisch verplant – kein Geschenk, sorry. Ich erlaubte mir einfach nicht an Jürgens Geburtstag so kaputt, müde und unorganisiert zu sein. Ein grosser Fehler dem eigenen Gefühlschaos davon zu laufen! Gestehst du dir das nicht ein, wirst du in der Unzufriedenheit ertrinken …

Annehmen – hinterfragen – neu beginnen

So in etwa habe ich es mir vorgenommen. Die Frage „Worum ging es mir überhaupt an diesem Tag?“ Ich wollte Freude verschenken, diesen Tag zu einem Besonderen machen, ein passendes Geschenk parat zu haben. Nichts von dem allen war der Fall. Ich spürte nur Enttäuschung und das Gefühl versagt zu haben. Ich war nicht in der Lage mich auf diesen Tag vorzubereiten. Auch wenn die Umstände der Woche zuvor es entschuldigt hätten, wollte ich meinem Mann die Aufmerksamkeit schenken die er verdient hätte … und somit kamen die Zweifel, die schlechte Laune und ich befand mich im Jammermodus. Also es wäre gut sich nach so einem Einbruch zu fragen:

  • um was geht es nun wirklich?
  • steht die Aufregung dafür?
  • ist es das wert sich den ganzen Tag so richtig zu vermiesen?
  • gibt es einen Plan B? … ja, den gibt es immer!

Ich bin sogar der Meinung das es Plan C, D und E gibt >zwinker<! Klar wird man nur einmal 30, 40 oder 50, aber müssen diese Ereignisse genau zu den Stichtagen mit Tamtam gefeiert werden? Nein. Es bringt uns alle nicht weiter sich zu stressen wenn es mal nicht so punktgenau abläuft, und am wenigsten hilft es darüber zu jammern – egal um was es geht.

Jammern ist ein Signal dem wir nur kurze Beachtung schenken sollten.
Betonung auf kurz!

Nachsatz

Im übrigen … zwei Tage später hatte Jürgen, der nun schon 50 Jahre und 2 Tage alt war, einen wunderschönen unkomplizierten Abend, der, hätte ich ihn so planen wollen, niemals so gelungen wäre! Samt einer persönlichen Überraschung und meiner vollsten Aufmerksamkeit! 🙂

Das Leben ist ohne Jammern gut … diese Jammerei bringt uns einfach nicht weiter. Ich wünsche dir nun eine schöne Woche in jammerfreien Zonen und freue mich wenn Du bald wieder bei mir bist.

Schenken – DAS Thema schlecht hin und jetzt ein paar Wochen vor Weihnachten in aller Munde. Für viele ein Akt voll Stress. Für die einen ist es ein großes Bedürfnis, andere haben sich dem großen „schenken und beschenkt werden“ Spektakel entzogen. Schenken macht Freude. Es gehört zu den schönsten zwischenmenschlichen Aktionen die uns von klein auf gelehrt wurden. Schenken wir etwas, möchten wir dadurch unserem Gegenüber unsere Verbundenheit und unsere Wertschätzung zeigen und ihm damit Freude bereiten. Die Weihnachtszeit wird vermehrt dafür genutzt um Menschen zu beschenken die uns am Herzen liegen, Freude zu bereiten … auch wenn Weihnachten für mich etwas anderes symbolisiert als Geschenke, Geschenke und nochmals Geschenke.

Das Ritual des Schenkens

„Schenken“ gehört zu den positivsten sozialen zwischenmenschlichen Handlungen. Wir freuen uns beschenkt zu werden und freuen uns wenn wir anderen Freude bereiten können. Wir verspüren Dankbarkeit ob als Geber oder Nehmer. Dankbar darüber zu sein gehört zu den ersten „Benimmregeln“, die wir als Kinder schon von unseren Eltern eingetrichtert  bekommen haben und die wir wieder unseren Kindern weiter gegeben haben. Ich erinnere mich noch sehr genau wenn es hieß: „Na wie sagt man da?“ oder ein Schups von hinten mit den Worten begleitet „Sag schön DANKE …“! Mit diesen oder ähnlichen Sätzen wollten unsere Eltern uns zu dankbaren und höflichen Menschen erziehen.

Schenken ohne zu erwarten

Schenken ohne Anlass – die edelste und die aufrichtigste Form des Schenkens, wie ich finde. Überraschend für den Empfänger und ohne Erwartung seitens des „Gebers“. Gelingt uns das wirklich? Wir sagen es alle – jedoch stimmt es wirklich und erwarten wir wirklich nichts? Also ICH kann von mir sagen das ich es nicht schaffe. Ich wünsche mir immer eine positive Reaktion  auf meine Gabe.

Möglicherweise ist es dir auch schon mal passiert, du überreichst einen Freund, Bekannten oder der Familie ein Geschenk oder du wirfst einem Obdachlosen eine zwei Euro Münze in seine Schale – und als Reaktion kommt: NICHTS. Kein freudiger Gesichtsausdruck, kein Dankeschön … es folgte eher ein schnippisches „Was soll ich mit zwei Euro?“ Oder es wurden Geschenke abgelehnt und nicht einmal aufgemacht solange man anwesend war. Eine Unart die mich wirklich verletzt hat!

In mir machte sich dann sofort ein unangenehmes Gefühl breit. Ich konnte es nicht nachvollziehen und ich ärgerte mich. Wo war die Dankbarkeit geblieben die mich meine Eltern lehrten aber selbst nicht gebrauchten? Warum war der Mensch der in der Fußgängerzone am Boden saß, unfreundlich und beschwerte sich weil ich „nur“ zwei Euro gab? Offensichtlich erfolgte mein Schenken und Geben doch nicht so bedingungslos und ohne Erwartungen. Ich wünschte mir Dankbarkeit.

Bedingungslos geben heißt nichts erwarten

Es ist wie mit  so vielen anderen Situationen auch im Leben. Man muß daran arbeiten und lernen um mit solchen, für mich waren es Enttäuschungen, richtig umgehen zu können! Selbstverständlich ist es ein tolles Gefühl, wenn ein Geste, eine Spende an Bedürftige honoriert wird. Jedoch sollte es nicht zur Bedingung gemacht werden. Natürlich sollte ein „Danke“ eine Selbstverständlichkeit sein. Wie auch für mich ein freundliches Lächeln ebenso dazugehört … jedoch manche dieser Menschen haben es nicht erlernt. Wenn wir diese Erwartung nicht erfüllt bekommen – der andere reagiert nicht so wie wir es uns erwarten – folgt ein negatives Gefühl, die Enttäuschung.

Neale Donald Walsh sagt: „Erwartungen ruinieren Beziehungen und Freundschaften …“ Wenn wir nämlich von vornherein erwarten das unser Geben mit Dankbarkeit honoriert werden muss, dann ist es nicht bedingungslos. Erwarte nichts dann wirst du nicht enttäuscht, heißt es ja und das stimmt. Was in Wahrheit nichts anderes bedeutet als das wir unsere  Gefühle und unsere Stimmung nicht davon abhängig machen sollten ob unser Mitmenschen unser Tun, Geben und Schenken gebührend mit Dankbarkeit würdigen! Klingt hart, ist hart aber ist so.

Wenn wir wirklich jemandem ein Herz-Geschenk machen, ihm Freude bereiten möchten, dann sollten wir es einfach tun! Und zwar ohne Erwartung auf Erwiederung. Dieses bedingungslose Geben bedeutet Freude. Erwartung hingegen bedeutet einen Mangel zu spüren. Keine Erwartungen zu haben, heißt mit sich selbst und dem eigenen Leben im Reinen zu sein.

Schenken zu Weihnachten

Das Schenken ist so alt wie die Menschheit selbst. Das große Schenken am Heiligen Abend wird für viele ein Thema sein, das ist klar. Das die Sache mit dem “ Wir schenken uns heuer nicht’s …“ für viele von uns wieder eine schwierige Angelegenheit werden wird ist auch amtlich. Es funktioniert meistens nicht. Es kommt immer wieder zum Supergau, DU bekommst, aber hast dich selber an die Abmachung gehalten. Wo dann auch schon wieder ein schlechtes Gefühl in uns hochsteigt und der andere möglicherweise eine Erwartung in sich trägt?! Ich kann dazu nur einen Tipp abgeben, da ich selber die letzten Jahre immer wieder in diese Lage kam. Einfach und ehrlich darauf hinzuweisen das war nicht so vereinbart, aber man sich ehrlich und aufrichtig darüber freut. Es hat länger gedauert bis ich es geschafft habe wirklich kein „Notfall-Geschenk“ in der Tasche mitzuschleppen. 🙂 In der Zwischenzeit hab ich kein schlechtes Gewissen mehr an sogenannten aufgezwungenen „heute ist großer Geschenketag“ meine Ankündigung nichts mehr zu schenken, auch durchzuziehen. Wie anfangs erwähnt – Schenken ohne Anlass – gefällt mir persönlich wesentlich besser da alles was üblich und erwartet wird, MIR ohnehin gegen den Strich geht! 🙂

Fazit des Ganzen: Ich finde es eine großartige Gelegenheit, die Reaktionen der Anderen und auch deine eigene genauer anzusehen wenn du gibst und bekommst. Deine ehrlichen Gedanken dabei zu durchkämmen. Was empfindest du? Macht es dir Freude oder nervt es dich? Gelingt es dir ohne Erwartung zu schenken? Eine Erfahrung die mich zum Nachdenken animierte.

Freude durch schenken ist das eigentliche Geschenk.

Manfred Hinrich

Ich wünsche DIR auf jeden Fall das richtige Gefühl das du zum Schenken und annehmen brauchen kannst! Lass es DIR gut gehen aber vor allem – lass DICH nicht hetzen in dieser hektischen Zeit.

Jahresabschluss bzw. Lagebericht

Der Jahresabschluss ist der rechnerische Abschluss eines Geschäftsjahres. Die finanzielle Lage und der Erfolg eines Unternehmens wird festgehalten. Lageberichte werden erstellt … genauso geht es mir wenn sich das gegebene Jahr langsam bei mir verabschiedet – mit dem kleinen Unterschied, dass ich mir um keine Firma Gedanken mehr machen muss, es geht nur um mich. Um meine persönlichen Finanzen, meinen „Erfolg“ und mein Leben. 

Ich kann es ja kaum glauben dass schon wieder alles vorbei ist, es hat doch gerade mal erst begonnen das Jahr 2017! Anfang diesen Jahres hatte ich schon im Voraus Termine bis November. Da wusste ich, dieses Jahr ist für mich verplant. Fremdbestimmt wohlgemerkt was ich absolut nicht mag, nur leider gibt es Termine die man wahrnehmen muss und wenn ich ehrlich bin und dabei zurückschaue … es war gut wie es war!

Nun sitze ich hier … Anlass einen Augenblick innezuhalten, nachzudenken und zurückzuschauen. Mich zu fragen: War es ein gutes Jahr? Oder würde ich es lieber archivieren ? Bin ich zufrieden mit mir und meinem Tun? Habe ich meine Ziele erreicht? Gab es gesundheitliche Veränderungen (Natürlich gibt es sie … nix wird besser im Laufe der Zeit)? Kann und darf ich dankbar sein über Menschen die mich begleitet und gestärkt und an mich geglaubt haben? Gab es neue Menschen die ich kennenlernen durfte und die mein Sein positiv veränderten? …  Oh mein Gott, die Fragen würden mir nicht ausgehen!

Ob aber nun ein Jahr gut oder schlecht verlaufen ist immer eine Frage der Ansicht und ist abhängig davon wer sich die Frage stellt.  Ist das Glas halb voll oder halb leer? Es ist immer nur ein Tropfen im Strom unserer Zeit. Die Schicksalsgöttin ist nie gerecht! Den einen überhäuft sie mit Glück im Übermaß und den anderen vergisst sie. Tja, es ist wie es ist – halb voll oder halb leer? Ich bin mir ziemlich sicher das wir in den nächsten Tagen oder Wochen darüber nachdenken werden … ICH wie gesagt auch – nur dieses mal möchte ich es anders angehen. Ich möchte dieses Jahr mal anders reflektieren als wie in den letzten Jahren zuvor. Ich möchte „tiefer“ gehen wenn ich mal so sagen darf! 🙂

Ich möchte mir und DIR bewusst machen, wie reichhaltig doch das Jahr gewesen ist. Mit ein paar Fragen an mich/DICH selbst, gewinnen wir eine ganz andere Einsicht. Es tut zudem sehr gut sich die grossen und schönen aber auch kleineren Momente nochmal in Erinnerung zu rufen 🙂 … auch die schmerzhaften und unschönen Momente haben es verdient. Sie sind bzw. waren ein Teil der letzten 12 Monaten.

Diese 20 Fragen die du gleich von mir bekommst, können wir uns in beiden Bereichen  – Beruflich wie Privat – stellen. Am besten DU wartest eine Mußestunde ab, machst es dir gemütlich und legst dann los. 🙂

Viel Spaß und eine Menge Déjà-vu´s!

  • Gab es während des Jahres ein Ereignis das mein Weltbild nachhaltig geprägt hat?
  • Gab es eine besonders schöne Erfahrung, die ich machen durfte?
  • Was hat sich zum Positiven verändert?
  • Auf was kann ich stolz sein und was ist mir gelungen?
  • Konnte ich Probleme hinter mir lassen oder sogar beseitigen und lösen?
  • Hatte ich Ängst oder Sorgen die sich als unbegründet herausstellten?
  • Entscheidungen – welche ist mir am schwersten gefallen?
  • Welches Erlebnis werde ich keinesfalls vergessen?
  • Gab es Menschen die ich kennengelernt habe und die eine Bereicherung für mich sind?
  • Konnte ich mir neue Fähigkeiten und Kenntnisse aneignen die ich das Jahr zuvor vorhatte?
  • Gab es in den letzten 12 Monaten eine “ Premiere“ für mich?
  • Was hat mich besonders berührt, positiv wie negativ?
  • Musste ich etwas loslassen, beenden, verabschieden?
  • Wer oder was war für mich die größte Überraschung?
  • Gab es eine psychische oder physische Herausforderung?
  • Hatte ich herzhafte „Lachmomente“ – wenn ja welche blieben mir in Erinnerung?
  • Wodurch habe ich mich besonders geliebt gefühlt?
  • Konnte ich einen neuen „Lieblingsmenschen“ gewinnen?
  • Wofür bin ich besonders dankbar?
  • Was ist mir wichtig geworden, das vor einem Jahr noch nicht wichtig für mich war?

Ein schriftlicher Jahresrückblick der uns auch unsere Entwicklung deutlich macht, nehmen wir uns die Zeit und beantworten die selben Fragen wieder. Ich liebe es ja sehr in vergangenen Timern zu blättern und zu lesen. Spannend und wirklich interessant was sich in einem oder zwei Jahren so alles verändert hat. Ich persönlich setze mir auch im Anhang an die Fragen, die ich beantwortet habe, gerne ein bis zwei erreichbare realistische Ziele! Egal ob sie gelingen oder nicht – der Zeitpunkt wird kommen da habe ich sie erreicht! 🙂

Auch wenn das vergangene Jahr nicht nur aus Zuckerguss bestanden hat, es ist auch wichtig über seine Niederlagen nachzudenken, denn nur so können wir daraus lernen. Vielleicht konnte ich dich ja inspirieren mit meiner Idee – über das vergehende Jahr mal auf eine andere Art und Weise nachzudenken?!

Noch ein kleiner Vermerk: Oft sind die Stunden am Silvesterabend etwas erzwungen … es entsteht eine schöne Stimmung wenn man nach dem Essen diese Fragen mit Freunden oder seinem Partner gemeinsam beantwortet … ein schöner runder Abschluss so das Jahr zu beenden. #zwinker

Ich wünsche DIR noch kein „Gutes Neues“, weil wir uns noch mehrmals bis dahin lesen werden. 🙂
Jedoch alles Liebe und bis sehr bald.

Wir alle können frei entscheiden welche Menschen wir in unserem Leben haben möchten. Heute weiß man wie sehr uns unser Umfeld beeinflußt. Wir sind der Querschnitt der 5 Menschen, die uns am meisten umgeben. Man nennt das auch kollektives Bewusstsein. Wir orientieren uns an Glaubens- und Verhaltensweisen sowie an gesellschaftlichen Werten von anderen. Und das ist nicht immer positiv. Das Umfeld, mit und in  dem wir am häufigsten Zeit verbringen, hat einen entscheidenden Einfluß auf unser Leben.

Kennst du die Energie deines Umfeldes?

Ich musste die Erfahrung machen, dass mich verschiedene Menschen aus meinem früheren Bekanntenkreis blockiert haben. Es fühlte sich nicht gut an, als ich merkte das einige dieser Leute meine Visionen und Ziele belächelten, mich nicht ernst nahmen. Wenn kein Zuspruch kommt. Wenn nur Negatives zu hören ist. Wenn ständig nur „Beschwerden-Small-Talk“ geführt wird. Mitleid gesammelt und über das Wetter gschimpft wird.

Es ist schon klar das es uns Menschen nicht ausschließlich gut gehen kann, es auch berechtigt ist sich zu manchem Tagesgeschehen negativ zu äussern und wir auch mal eine Beschwerde bei irgendwem einreichen dürfen! Mir geht es dabei um die Grundeinstellung und die Geisteshaltung die jeder Mensch in sich trägt und für die er sich entscheidet! Und es ist ein großer Unterschied ob diese Energie unterstützend oder hinderlich, positiv oder negativ, bereichernd und motivierend oder deprimierend und belastend ist.

Es fehlt die Motivation

Ein ebenso gutes Beispiel ist wenn Freunde, Kollegen oder aber auch die Familie, nicht damit umgehen können wenn du einfach mehr willst, grössere Ziele anvisierst als alle anderen. Sie wollen dir einreden, dass das „Alte“, das „Bewährte“, wesentlich besser und sicherer ist, als deine Ideen. Sätze wie „Bleib bei dem was du kannst, mach das was du schon immer gemacht hast …“ oder „Du wirst sehen – es wird nicht funktionieren …“ Wenn das so ist und dich dein Umfeld immer schön flach hält und dich in keinster Weise inspiriert – wäre es an der Zeit die Fronten zu wechseln.

Negatives, pessimistisches Verhalten färbt ab. Es ist leider so und auf kurz oder lang, findest du dich in der selben negativ Spirale wieder! Ich durfte es selber erleben. Ich konnte beobachten wie schwer Menschen mit der Veränderung in ihrem Umfeld zurecht kamen. Wenn sie bemerkten, dass sich jemand verändert und etwas Höheres anstrebt, löste das in ihnen Unbehagen und Stress aus.

Das fehlende Interesse

Wenn dir einfach die Lust vergangen ist, deine Ideen und positiven Gedanken deinen Mitmenschen mitzuteilen, weil du einfach die Erfahrung gemacht hast, dass es keinen interessiert – ist es nicht deine Schuld, es können unmöglich deine Freunde sein oder gute Kollegen wenn sie sich nicht auch für deine Ziele und Interessen interessieren!

Zusammensein ist Austausch. 

So sollte es im Normalfall funktionieren. Ist das nich so, wird jede Beziehung, jede Zusammenarbeit scheitern! Ich kann mich noch gut erinnern, dass mich diese Erkenntnis lange beschäftigt und zum Nachdenken gebracht hat, mit dem Resultat mein Umfeld neu aufzustellen. Es fühlte sich für mich nicht mehr richtig an. Meine Meinung war, wenn Menschen aus deinem Umfeld dir nichts zutrauen, dich nicht in deinem Vorhaben unterstützen und sich nur für sich selbst interessieren, sind es nicht die „Richtigen“!

Wer sagt wir müssen ein Leben lang das gleiche Umfeld haben?

Wenn dir das alles bekannt vorkommt, dann hast du dich sicher auch schon mal damit auseinander gesetzt, etwas zu ändern, möglicherweise hast du es auch schon verändert. Falls du Step zwei schon hinter dir hast, muss ich dir dazu sofort gratulieren! Es ist normal und jeder ist berechtigt, sich ein neues Umfeld zu suchen, neue Menschen an seiner Seite zu haben. Leben ist Veränderung – wir verändern uns ständig, entwickeln uns weiter, ändern unsere Gewohnheiten, haben andere Ziele als vielleicht vor zehn, zwanzig Jahren und dazu brauchen wir inspirierende und immer wieder neue Menschen in unserem Leben. Es sollten Menschen sein die eine Bereicherung sind und eine positive Ausstrahlung auf uns haben weil dieses Positive auf uns abfärbt. Es geht dabei um die Grundstimmung, die Geisteshaltung die man in sich trägt und entscheidet danach zu leben … das ist wichtig. Mir jedenfalls.

Dein Umfeld beeinflusst dich massgeblich

Je nach dem, mit welchen Personen du dich umgibst, sie werden dich blockieren oder unterstützen ein positives Leben zu führen. Menschen sind Gott sei Dank unterschiedlich. Manche fühlen sich wohl wenn alles wie immer läuft, keine Veränderung, bloß kein „Neuzugang“ im eigenen Umfeld … da könnte der gewohnte Rhythmus gestört werden. DU brauchst dir nur selbst die Frage stellen „Möchtest du persönlich wachsen, oder reicht es dir wenn du akzeptiert wirst und du in mitten einer Kuschelgruppe, ab und zu mal zu Wort kommen darfst?“. Das klingt jetzt vielleicht etwas provokant, aber für eine Weiterentwicklung scheint mir dies etwas zu wenig.

Wirf nicht gleich alles über Bord

Bist du dabei dir ein neues Umfeld zu schaffen, bedeutet das nicht das du gleich alle Kontakte kündigen sollst! Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, das mir diese Menschen in anderen Bereichen gut getan haben. Der Kontakt wurde lediglich lockerer und es verläuft sich der ein oder andere Kontakt sogar von ganz alleine. Wir Menschen sitzen nicht unbedingt ein ganzes Leben lang im selben Zug, manche springen ab, andere fahren nur eine Strecke mit und einige kommen neu dazu …

Wer in deinem Leben Platz hat entscheidest du!

Wenn du selbstbestimmt lebst, entscheidest auch du, wer dir nahe sein darf. Du erlaubst diesen Menschen wie viel Raum sie einnehmen dürfen. Wenn du da keine Grenzen setzt, werden sie für dich entscheiden. Sie werden sich ohne dich zu fragen, in deinem Lebensraum platzieren. Zufällige Bekanntschaften zum Beispiel oder Menschen die man eben nett fand. Diese können dein Leben ganz schön vereinnahmen … eine Bereicherung für dich wird es allerdings nicht sein! Ich habe viele meiner Träume aufgegeben, weil mir genau diese Art von Menschen meine Ziele und Ideen schlecht geredet haben, aus dem einzigen Grund, sie hatten selbst kein erfülltes Leben, glaubten auch nicht daran sich eines schaffen zu können, ihr Fokus war nur auf das Negative gerichtet.

Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen mit denen du die meiste Zeit verbringst!

Entscheide dich bewusst für dein Umfeld

Verbringe mehr Zeit mit Menschen die dich inspirieren. Öffne dich für neue Kontakte, solche die du in deinem alten Umfeld vermisst hast, verbinde dich mit der Menge die eine ähnliche Lebenseinstellung hat wie du sie hast. Sie sollen dir Kraft geben, dich unterstützen und vor allem auch an dich glauben. Dein Leben wird dadurch noch lebenswerter und glücklicher werden! Genauso sollte es doch sein, ist dieser Wert nicht unbezahlbar?

Ja und wenn es dir manchmal auch so geht wie mir, du schon nach kurzer Zeit eines Gespräches müde bist, du dich erschöpft fühlst … denke, es ist sehr leicht möglich das es nicht der „Schlafmangel“ ist, der dich müde macht … es ist vielleicht dein Umfeld >zwinker<.

Danke für deinen Besuch auf FrauenPunk und wenn du dazu eine Meinung hast, nur her damit, ich weiß du wirst mich nicht ermüden. 🙂 Alles Liebe und bis bald.

Wir alle haben den ein oder anderen Makel an uns, zumindestens sind WIR der Meinung daß wir welche haben. Minderwertigkeitskomplexe können daraus resultieren. Aber was wir selbst an uns störend, unperfekt und fehlerhaft ansehen, sehen andere Menschen oftmals ganz anderes. Es ist wieder mal der Perfektionismus der unser Leben in vielen Bereichen regiert. Diese Geschichte soll uns zeigen, wie wir mit unserem „Makel“ umgehen können.

Der Sprung in der Schüssel

Es war einmal eine Frau, die zwei grosse Schüsseln hatte, die von den Enden der Stange hingen, die sie über ihre Schultern trug. Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der Wanderung vom Fass nach Hause zur alten Frau, war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb gefüllt.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich. Die alte Frau brachte immer eine und eine halbe Schüssel Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, daß sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkam, sprach die Schüssel zu der alten Frau: „Ich schäme mich so, wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg bis zu deinem Haus immer Wasser läuft …“ Die alte Frau lächelte und sprach: „Ist dir eigentlich aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht?“ – „Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war.“

„Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.“

(Autor leider unbekannt)

Diese Geschichte soll uns zeigen das es wichtig wäre zu erkennen das es kein Perfekt oder Unperfekt,  Richtig oder Falsch im Leben gibt. Eher zu sagen – es ist nützlich oder eben weniger nützlich! Mit genau dieser Sicht der Dinge, lassen sich neue Herausforderungen deutlich leichter angehen. Und als kleiner Tip von mir, den ich mir selber auch immer wieder vorlegen muss: Nicht so streng mit sich selber sein!

Und als Abschluss noch ein Zitat von Marilyn Monroe, dass mich schon sehr lange begleitet:

Unvollkommenheit ist Schönheit. Wahnsinn ist Genialität. Und es ist besser, absolut lächerlich zu sein als total langweilig …

Ich wünsche DIR eine entspannte Zeit und freue mich auf DICH bei meiner nächsten, mit viel liebe ausgesuchten, Geschichte. 🙂

November

Nass, kalt und still. Die Tage werden kürzer und der Nebel liegt tiefer, unser Jahr steuert dem Ende zu. Der Monat November, ein Monat den viele Menschen nicht mögen, weil er sich so ungemütlich und traurig präsentiert. Das ständig nass-kalte Wetter mit zu vielen Viren und genauso viel schlechter Laune. Laut Umfrage – das Stiefkind aller Monate.

Ja und jetzt komme ich daher und möchte dir diesen unbeliebten Monat von der schöneren Seite zeigen. 🙂

Inzwischen weiß jeder ich bin ein absolutes Sonnenkind, nur verbringe ich nun mal die kalte Jahreszeit zu Hause und versuche diesem unbeliebten Monat etwas Positives abzugewinnen. Es ist doch so wie bei allem im Leben – alles eine Frage der Ansicht oder?

November: Er hat die Farbe von heissen Maroni und warmer Schokolade, riecht manchmal nach gereiftem Wein und Weihrauch. Der November ist für mich wie eine große weiche Wolldecke, in die ich mich so richtig einkuscheln kann. Es gibt Düfte, die ich ausschließlich zu dieser Jahreszeit tragen kann weil es genau solch Kuschelwetter dazu braucht. Meine Stapel Bücher laden mich mehr denn je ein sie zu lesen und Kerzen, Teekannen und selbst gestrickte Socken haben Hochsaison … Sei ehrlich jetzt … klingt das so schlecht? Wie wäre es diese ruhige Zeit vor dem Weihnachtsstress einfach mal zu geniessen?

Genug getippt. Viel Freude jetzt beim Lesen 🙂

Novembergeschichte

Der November ist gekommen und viele Menschen sahen grau auch dort, wo bunte Farben das Bild beherrschten. „Im November ist alles trist“ sagten sie. „Die Gesichter der Menschen. Das Wetter. Die Natur. Das Leben.“ „Wer grau sehen will, verliert den Blick auf das Bunte“ widersprach ein Mann. Und schnell zog er seine knallbunte Jacke an. Seine Großmutter hatte sie ihm einst aus vielen bunten Wollresten gestrickt und „damit du immer fröhlich sein kannst im Leben“ gesagt. „Ich begreife es nicht, dieses Grau des Novembers.“

„Ich auch nicht, murmelte der November. „Warum macht man aus mir einen unliebsamen und humorlosen Kerl? Totenmonat nennt man mich.Ich fühle mich aber nicht tod. Auch nicht übellaunig, müde, krank und hässlich!“ Er blickte auf sein graues Gewand, das im Licht der Sonne geheimnisvoll wie von Diamanten bestickt funkelte. „Sie sehen nicht, was sie nicht sehen wollen?“ murmelte er. Bekümmert sahen auch seine Monatskollegen auf ihn herab.

„Sollen wir ihn trösten?“ fragte der der Juni. „Wir können ihm ein buntes Wettertheater schicken“, überlegte der April. „Oder Schnee“ warf der Januar ein. „Mit fröhlich tanzenden Schneeflocken.“ „Falsch“ widersprach der September. Damit zeigt ihr ihm nur seine vermeintlichen Unzulänglichkeiten, und das würde meinen Herbstbruder noch mehr betrüben. Er ist so bescheiden. Lasst ihn weiter auf seine ruhige Weise durch die Lande ziehen und wenn doch der ein oder andere Mensch seine schöne und liebenswerten Seiten entdeckt, wird ihn das umso mehr freuen.“

Die  Monate nickten zustimmen. Dann blickten sie wieder zum November hinab. Still und leise zog der mit seinem weiten Nebelumhang über die Städte, Dörfer und Wiesen, Felder und Wälder und sorgte dafür, daß die Natur zur Ruhe kam.

Elke Bräunling

Eine Geschichte die uns ebenfalls ein wenig zur Ruhe bringen soll und falls dir der Name „November“ noch immer nicht gefällt – du darfst ihn auch umtaufen 🙂 … eine ruhige angenehme Zeit wünsche ich DIR, bis bald wenn es wieder heißt: #Geschichtenliebe, die 12.