Wie erreicht man ein glückliches, positives und selbstbestimmtes Leben. Was muss man ändern und vor allem wie ändert man sein Leben und seine Einstellung um wirklich ein lebenswertes Leben führen zu können.

Älterwerden – scheußlich und wunderbar zugleich

Kennst du das, wenn du so viele Gedanken in deinem Kopf hortest und es dir aber nicht gelingt, sie zu ordnen oder wie im meinem Fall, sie raus zu lassen und niederzuschreiben? #Gedankengänge sind eine meiner Lieblingskategorien hier am Blog, nur war ich in den letzten Wochen aus den oben angeführten Gründen irgendwie blockiert. Es gab und gibt eine ganze Menge die mich beschäftigt, aber ich schaffte es nicht darüber zu schreiben. Deshalb auch die etwas längere Pause dazwischen. :-)

Allerdings gibt es da schon etwas, worauf ich in den letzen Tagen immer wieder stoße. Den Gedanken darüber zu schreiben, habe ich wiedermal von einem nicht überhörbaren Gespräch vom Nebentisch eingepackt. :D Danke Ladys … auch wenn ich euch nicht überall recht geben kann!

Ich finde es besonders amüsant, wenn Frauen Mitte 30 sich so impulsiv über das Thema „Älter werden“ auseinandersetzen, dass sie ein ganzes Lokal damit unterhalten! :-) Nun, Spaß beiseite. Wie gesagt es drängte sich mir förmlich auf dieses (ihr) Thema und nach einiger Zeit spendete ich auch ein belustigtes Lächeln hinüber als mich eine dieser Frauen plötzlich ansah. Danach mussten sie alle schmunzeln, da sie anscheinend bemerkt hatten, zu intim und vor allem aber zu laut darüber geplaudert zu haben …

Ich borge mir ihr Thema für mich mal aus

Auch mir kommt immer wieder der Gedanke: Werd ich jetzt alt? Bin ich jetzt alt? Diese Frage darf ich mir stellen, mit fast Mitte 50 denke ich mal beginnt diese Zeit sich solche Fragen zu stellen oder? Mit 35 war dieses Thema absolut noch lange kein Thema für mich. :-) Erst neulich betrachtete ich meine milchfarbene Haut die an manchen Stellen mit Sommersprossen bedeckt war, man könnte wohl auch Altersflecken dazu sagen … DIE hatte ich letztes Jahr aber noch nicht, da bin ich mir ganz sicher! Ja und was fragte mich mein Versicherungsvertreter nochmal? Altersvorsorge usw… Und ohne meine Lesebrille geht in Wahrheit auch nur mehr alles auf gut Glück. :-) Kann sogar passieren das jemand in der Straßenbahn seinen Platz spendet für mich … na ganz toll!

Geht es nur mir so oder fühlen wir Frauen uns oft nicht so alt wie wir tatsächlich sind?

Mein gefühltes Alter liegt auf jeden Fall niedriger als die tatsächliche Lebenszahl. Leider ist es kein Privileg, jung zu sein, sondern nur ein Vvorübergehender Zustand. Aber ich glaube jeder, der das Privileg mal hatte, glaubt, es für immer zu haben. Das ist ja das Lustige an dem Ganzen! Unser Spiegelbild macht uns da nur einen Riesenstrich durch die Rechnung. Schaue ich in den Spiegel, lächelt mich eine Frau an, die sich fühlt wie 40 Jahre, mit Grauabdeckung in den Haaren und auch ganz schön zerknittert … da ich das nur am Morgen beim Zähneputzen mache, also das in den Spiegel schauen! :-) Nach 20 Minuten haben sich dann meine Falten geglättet und ich fühl mich manchmal dann sogar wie 35 #weglach. Meine Tante sagte immer, ändere in deinem Leben, was du ändern kannst und mit dem Rest finde dich einfach ab. Hab ich nie richtig verstanden … heute verstehe ich sehr gut was sie gemeint hat.

Älterwerden ist fies, aber wunderbar auf jeden Fall!

Das Krähenfüße nicht unbedingt dekorativ am Körper sind ist schon klar. Das die Falten im Laufe der Zeit nicht weniger werden gehört zu unserem Leben. Das unser wallendes Haar nicht auf ewig semmelblond oder pechschwarz bleibt ebenso. Das sich in den Wechseljahren oder nach der Geburt unserer Kinder auch unser Körper etwas verändert, ist nunmal auch nix neues. Wenn wir über unsere nachlassende Attraktivität klagen, ist das für mich „jammern auf höchster Ebene“. Vor vielen vielen Jahren jammerten die Frauen nicht über ihre schwammige Haut, über ihre Falten und über ihre ergrauten Haare, sie waren dankbar über das, was ihnen das Leben, eine im Vergleich viel zu kurze Zeit, schenkte.

Du denkst dir jetzt: ja das war vor zig Jahren, wir haben 2018 wo so viel getan werden kann im Schönheitsbereich, aber sind wir dann auch innerlich jünger und schöner wenn wir glatt wie ein Fisch durch die Gegend laufen? Frauen definieren sich immer noch sehr stark über ihren Körper, mehr als Männer. Dann gibt es aber auch solche Frauen die sich über anderes wie zum Beispiel Beruf, Erfolg, Familie und Freunde definieren. Sie besitzen einen hohen Selbstwert und eine enorme Aura umgibt sie und sie wirken auch im fortgeschrittenen Alter noch unheimlich anziehend … das ist das was mir gefällt und was ich auch bewundere! :-) Nicht umsonst liest man so oft „50 ist das neue 20“. Die Ausstrahlung ist bei keinem Chirurgen buchbar.

Schon möglich das sich die Attraktivität verändert, aber trotz kommenden Zipperleins, meiner Lesebrille, den Falten und den neuen „Sommersprossen“ auf meiner Haut, schenkt mir das Leben immer wieder tolle Überraschungen, die ich mit wesentlich mehr Intensität erleben und genießen kann. Denn mit dem Alter werde ich auch langsam etwas weiser, und DAS fühlt sich genial gut an!

Mit dem Alter wechseln auch ganz klar die Themen

Dieser Abschnitt kommt nicht von einem Tag auf den anderen. Ich habe ihn am Anfang gar nicht so wahr genommen. Ich fand es auch nicht schlimm, wenn ich mich mit einer gleichaltrigen Freundin nicht mehr über Herzschmerz und Liebeskummer unterhalten habe, sondern über ihre Hitzewallungen. :-) Schön ist es wenn man darüber gemeinsam lachen kann. Ein Thema unter vielen, die normal sind und eine Berechtigung in unserem Lebenslauf haben. Das wir Frauen uns ab einem gewissen Alter über unsere Altersvorsorge und Pension Gedanken machen, ist ebenso ein Thema das aktuell sein wird. Denn ungefähr 40% unserer Generation werden voraussichtlich eine Rente von 600 Euro monatlich bekommen und wenn ich mir diese erschreckende Zahl auf meiner Zunge zergehen lasse, sind ein paar Falten mehr das geringste Problem am Älter werden!

Also komme ich nach all dem hier wieder zu meinem Entschluss den ich seit einigen Jahren in mir fest verankert habe zurück: Dankbar sein über jeden Augenblick in dem es mir gut geht, das Leben annehmen und das ändern was ich ändern kann … und mit dem Rest werde ich mich abfinden! :-)

Ich kann nicht verhindern das ich alt werde. Aber ich werde dafür sorgen, dass ich richtig Spaß habe! <3

Das wars für heute in meinen Gedankengängen. Wäre ja interessant wie es dir dabei geht. Wie stehst du zum Thema „Jung sein um jeden Preis“? Lass es mich wissen und schreib mir doch. :-) Danke fürs vorbei schauen, bis zum nächsten Mal in meinen Gedanken.

Dein Kopf wird den ganzen Tag, wie am Fliessband, mit Dingen gefüllt, die nicht immer positiv sind. Vieles ist dabei das dich belastet und es fehlen die positiven Erlebnisse. Dies führt natürlich nicht unbedingt zu Entspannung und deinem Wohlbefinden, das brauche ich wohl nicht dazu sagen. Der tägliche Druck von allen Seiten und die Hektik des Alltags – all das gehört scheinbar zu unserem täglichen „Sein“. Doch du musst es nicht so hinnehmen, du kannst etwas dagegen tun. Deshalb lege ich dir nahe bei dieser Challenge mitzumachen und DU wirst sehen zum Glücklichsein braucht es gar nicht so viel! :-)

Eine Challenge? Das ist nicht so unbedingt mein Ding

Überall bekommen wir die Einladung zu den verschiedensten Herausforderungen etwas auszuprobieren, mit zu machen, Neues zu entdecken und dadurch zu profitieren. Ich persönlich mag dieses „Aufgelegte“ nicht so gerne tun weil es andere auch machen. Das hat wahrscheinlich mit meiner persönlichen Einstellung zu tun! :-) Jedoch muss ich sagen, dass mir diese Einladung (die übrigens von meinem Mentor vorgeschlagen wurde) positive Erlebnisse und Momente zu sammeln, sehr geholfen hat am Ende des Tages besser einzuschlafen,  mich glücklicher und zufrieden zu fühlen.

Es gibt so viele kleine Dinge und Begebenheiten, während eines Tages und in deinem Leben, die dein Herz erfreuen, die dir schöne Momente schenken und dein Herz höher schlagen lassen. Nur leider haben wir es verlernt und nehmen diese Dinge und Momente meist gar nicht mehr wirklich, oder viel zu selten, wahr! Es muss schon etwas grosses „Schönes“ geschehen, dass wir es bemerken und uns dann kurz darüber freuen können!

Ich habe es selbst an mir beobachtet, wie ich regelrecht „blind“ durch die Gegend gehetzt bin, an den schönen kleinen Freuden meines Lebens vorbeigehetzt bin. Am Ende meines Tages blieb nur das Gefühl von Hektik, Stress und ein unzufriedenes Gefühl in meinem Kopf übrig. Und das Tag für Tag. Zu wissen dass das nicht meine Erfüllung war, reichte mir nicht! „Betriebsblindheit“ wird es in den Betrieben und Firmen genannt, wenn Mitarbeiter und durchaus auch Führungskräfte in eine Form von Routine fallen und die Aufmerksamkeit für das Wesentliche verloren geht. Und genauso, können wir Menschen „lebensblind“ werden. MIR wurde es sehr spät  bewusst, mir gefiel diese Routine nicht mehr und deshalb wollte ich etwas ändern.

Mein Mentor erzählte mir von einer Challenge

Ich erzählte ihm von meiner Getriebenheit und Unzufriedenheit und dem Willen etwas ändern zu wollen. „Ok, wie wäre es mit einer „Herausforderung“ an dein bisheriges Leben …“ schlug er mir vor. Meine Reaktion zu diesem Wort „Challenge“ ließ mich sofort in einer aufrechten Haltung mit verschränkten Armen verharren! :-)

Aber ICH wollte ja etwas verändern und etwas Positives aus meinen Alltag herausschlagen. Also löste ich meine „Verkrampfung“ wieder und speicherte die Worte, die er mir aufzählte in meinem Kopf:

    • leg dich am Abend ins Bett, suche dir mindestens 10 Momente oder Dinge, die DIR heute Freude bereitet haben. Kleine Dinge die DIR gut getan haben und für DICH in positiver Erinnerung blieben.
    • schreib diese Dinge zusätzlich auf und gehe sie beim Aufschreiben nochmal geistig durch.
    • und es wäre ja viel zu einfach, wenn es mit einem Mal abgetan wäre. Das Ganze mache mindestens drei Wochen, Abend für Abend … richte DEINEN Fokus wieder auf die schönen und guten Begebenheiten im Leben, der Rest kommt von ganz alleine (wenn DU DICH bemühst).

Das Ganze war schwerer als ich mir dachte!

Für mich jedenfalls! 10 positive und angenehme Momente in meinem Alltag? Hmm … die habe ich doch gar nicht! Jedenfalls habe ich sie nicht mehr wahrgenommen. „Würde es nicht reichen zwei Dinge aufzuschreiben?“ NEIN – ich wusste später auch weshalb. Wäre ja wieder mal viel zu einfach. :D Mein Morgen- Kaffee wäre bei mir schon einer dieser Punkte gewesen, er weckt meine Lebensgeister  und er schmeckt mir! AUS. Aber genau um dieses Problem ging es. Achtsam den Tag durchgehen, seine Fühler wieder zu aktivieren und sensibilisieren, dazu gehört eben nicht nur der Griff zum Kaffee-Becher (Routine)! Und im Nachhinein kann ich auch wirklich sagen, dass ich mich sehr sehr anstrengen musste um wenigstens 5 Dinge zusammen zu schreiben!

Aufgeben? Never!

Da ich ja dann doch zu den Menschen gehöre, die nicht gleich aufgeben, schliesslich wollte ich ja auch das ich mich wieder wohler fühlen und glücklicher zu Bett gehen konnte. Es war wie bei einer Diät, die ersten drei Tage waren eine Katastrophe. Danach läuft  es eigentlich ganz gut, da man schnell erste Erfolge sieht. :-)

So in etwa fühlte ich mich auch. Vor allem war mein Blick wirklich auf der Suche nach dem was mir gefällt, was mir gut tat und was ich mochte! Ich freute mich abends wenn mir die Aufgabe locker von der Hand ging und ich mehr und mehr kleine High-Lights in meinem Heft und in meinem Kopf verbuchen konnte. Und ich war ein bisschen stolz …  mein Fokus war wieder in der richtigen Spur >breitesgrinsen<.

Ein toller Nebeneffekt

Durch das Durchführen dieser Übung jeden Abend, das Nachdenken über all das Positive und Angenehme während meines Tages, durchlebe ich meine Erlebnisse nochmal. So habe ich keinen Platz für Dinge in meinen Kopf, die mich beim Einschlafen unruhig machen und belasten. Auch der nächste Morgen fühlt sich anders an! Frischer, ausgeruhter und ausgeglichener. Wie gesagt, einfach deshalb weil ich im Hinterkopf schon wieder auf der Suche nach dem Positivem bin und mich schon am Morgen darüber freue, was mich alles erwarten wird! Fest eingebaut habe ich auch meine Dankbarkeit – schon wenn ich morgens wach werde und mir mal nix weh tut oder ich mich über das liebevolle Morgenritual meiner Hunde freuen kann! <3 Wenn mein Mann schon frisches Gebäck auf den Tisch gestellt und mich fest drückt … das sind schon so viele Punkte und wunderschöne Momente zum einfach „Wohlfühlen“!

Schon nach einigen Wochen habe ich wieder gelernt, dass es doch auch sehr viel Schönes und Positives in meinem Alltag gibt. Unser Leben hat so viel zu bieten, wir müssen nur unsere Fühler danach ausstrecken und hinsehen. :-)

Wenn DU am Morgen erwachst, denke daran, was für ein wunderbarer Schatz es ist, zu LEBEN, zu ATMEN und sich FREUEN zu können.

Marcus Aurelius

Ich  kann es DIR nur an dein Herz legen … werde achtsamer und langsamer und vielleicht kannst auch DU durch diese einfache Übung mehr aus deinem Leben herausholen und die dich dann ebenso zum „Glücksmomente – Sammler“ werden lässt, so wie ich es geworden bin. :-)

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, lass es mich gerne wissen, deine Meinung zählt … immer! Schau auf dich, bis ganz bald.

Das Gute an Bedürfnissen ist, jeder von uns kennt und hat sie auch. Solange wir auf der Welt sind, haben wir Bedürfnisse. Wenn wir sie irgendwann nicht mehr haben, liegen wir wahrscheinlich schon unter der Erde. :D Sehr oft kommen bestimmte Bedürfnisse in uns zu kurz und „schreien“ förmlich danach, befriedigt zu werden. Dazu gehören die lebensnotwendigen Bedürfnisse wie Essen und Trinken, aber auch das Bedürfnis nach Geborgenheit, Nähe, Intimität oder Unterhaltung.

Bedürfnisse sind weder von Zeit noch bestimmten Orten abhängig. Jeder Lebensbereich hat andere Bedürfnisse. Das wir unserem Partner andere Bedürfnisse mitteilen als unserem Boss oder Arbeitskollegen ist verständlich, oder wir mit Kindern anders reden als mit Erwachsenen … Tatsache ist auf jeden Fall, wenn ich mir über meine Bedürfnisse im Klaren bin, stärkt es die Verbindung zu mir selbst und die zu meinen Mitmenschen!

Oft ist man sich seiner Bedürfnisse gar nicht so im Klaren

Es gab bei mir eine Zeit in der ich permanent unzufrieden war. Ich machte und tat sehr viel … hinterher hatte ich das Gefühl dennoch „nichts“ getan zu haben … ich war unbefriedigt auf ganzer Linie. Ich war mir nicht im Klaren darüber was ich eigentlich wollte, was mir fehlte, wonach ich mich sehnte! Ich konnte auch nicht darüber sprechen. Bis ich das herausgefunden hatte verging etwas Zeit. Ich ging mit mir selber ins Gefecht, um mir innerlich Klarheit zu schaffen.

Es gibt hierbei eine Faustregel die besagt:“ Fühlst DU dich nicht gut, kommt irgendetwas in deinem Leben zu kurz“.

Erkenne deine Gefühle und du kannst deine Bedürfnisse erfüllen!

Viele Menschen haben es nicht gelernt über Gefühle zu sprechen, sich mit dem Partner hinzusetzen und über etwas zu reden was einem gerade „wichtig“ ist. Keiner will den anderen nerven … stundenlang über etwas diskutieren das der andere eigentlich bemerken müsste?! Jeder Mensch hat jedoch ein anderes Bewusstsein und Empfinden, die Sensiblen unter uns haben es da besonders schwer. Oft wird tagelang oder sogar wochenlang alles runter geschluckt, bevor es dann endlich und oft in „unschöner“ Form hochkommt. Gerade in Beziehungen ist das ein bekanntes und aktuelles Thema.

Auch ich war dabei eine Meisterin! Ich sagte gerne mal: „Ist schon in Ordnung, das passt so“, meinte aber in Wirklichkeit genau das Gegenteil. Ich dachte mir immer: „Er – Sie – Es müsste das doch merken was sich denn wirklich hinter meiner Antwort verbarg.“ … Blödsinn! Keiner von uns ist Hellseher, also wie soll das bitte gehen? Diese Erkenntnis habe ich jetzt, früher war das ganz anders und es entstanden dadurch sehr viele Missverständnisse und in Folge auch sehr viele „ruhige“ einsame Abende. :-(

Klare Mitteilungen machen Kopf und Herz frei

Es reicht eben nicht, festzustellen, dass Du innerlich hippelig, unruhig und gereizt bist! Du musst es zur Sprache bringen. Vertrauen und Offenheit ist hierzu eine Notwendigkeit. Wir alle haben Angst davor nicht angehört, abgewiesen und dadurch verletzt zu werden. Es gehört für viele eine sehr grosse Überwindung dazu, sich mit seinem Gegenüber darüber zu unterhalten was einen im Moment beschäftigt und nicht zur Ruhe kommen lässt. Ich würde fast sagen es ist eine grosse Herausforderung. Man weiß ja nie was dabei heraus kommt.

Achte dabei auf deine Sprache und Stimme

Auch ich machte gerne und oft den Fehler zu impulsiv zu kommunizieren, kein Wunder wenn man tagelang alles runter geschluckt hatte. Das Ergebnis war nicht befriedigend, der andere fühlte sich eingeengt und fürchtete eventuell auch Konsequenzen aus seinem ihm ja nicht bewussten Verhalten ziehen zu müssen.

Deshalb achte sehr bewusst auf die Wahl deiner Worte, sprich ruhig und einfühlsam. Und mach nicht den Fehler deine Bitten und Wünsche wie Forderungen zu formulieren! Wer nämlich in dieser Weise kommuniziert muss damit rechnen, dass sich sein Gesprächspartner mehr und mehr zurückzieht und auf Abstand geht. So kann aus der gut gemeinten Absicht eine negative Spirale ins Laufen gebracht werden, die am Ende die ganze Beziehung gefährden könnte!

Wer seine Bedürfnisse und Bitten richtig formuliert, wird überrascht sein, wie oft und gerne andere Menschen bereit sind sie zu erfüllen.

  • formuliere deine Bedürfnisse klar und konkret
  • Bedürfnisse sollen positiv und erfüllbar dargebracht werden
  • akzeptiere auch ein „nein“, lass dir das nein erklären
  • zeig dem anderen wie wichtig dir dein Anliegen ist
  • versuche Bewertungen zu vermeiden – es könnte missverstanden werden
  • sucht beide nach Lösungen falls ihr nicht auf einen Nenner kommt

Es ist sehr wichtig auf die richtige Ausdrucksweise deiner Bedürfnisse zu achten. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie gehört und erfüllt wird. Es geht aber vor allem um die Einstellung einen anderen Menschen ernst zu nehmen, seine Bedürfnisse zu hören und selbst gehört zu werden und die gegenseitigen Bedürfnisse zu erfüllen!

Wer klug sein will, soll seine Bedürfnisse in eine Rangordnung bringen und sie gemäss dieser Ordnung befriedigen. Freilich stört uns dabei die Begierde, die uns vielen Dingen zugleich nachjagen lässt, so dass wir Wichtiges verfehlen, weil wir nach Unwichtigen greifen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Erfolg bei deiner Kommunikation und beim Erfüllen deiner Wünsche und Bedürfnisse!

Streit oder Meinungsverschiedenheit oder eben andere Sicht der Dinge gibt es immer wieder in unserem Leben. Gründe dafür gibt es viele, oft sind wir einfach gestresst, der Alltag überfordert uns weil wir Unmengen an Einzelaufgaben und Anforderungen ausgeliefert sind. Es reicht oftmals ein falsches Wort, ein falsches „Tun“ und eine Auseinandersetzung ist im Anflug. Das Meinungsverschiedenheiten geklärt werden müssen, ist klar. Doch es kommt immer auf die Art an wie du mit Streitsituationen umgehst. Streiten wie ein Buddha … mein Gedanke zum Thema „Streit“.

Jeder von uns ist anders und braucht auch etwas anderes. Wenn wir eine Auseinandersetzung mit jemanden haben, macht das jeder auf seine Weise, geht jeder anders damit um. Mich hat es zum Beispiel in den Wahnsinn getrieben, wenn mein Partner mir nicht mal ein halbes Ohr geschenkt hat, wollte ich etwas klären! Er stellte sich beinahe tot. :-) Dann fehlte mir die Aufmerksamkeit, das machte mich noch wütender! Ich war ein sehr impulsiver Mensch sobald es um die Klärung mancher Dinge in meinem Leben ging. Ich war lautstark, mit einer Menge „Handgedeute“,  zudem sehr ungeduldig und oftmals auch verletzend. Heute weiß ich: Ein Streit wird erst dann zum Streit, wenn sich einer von beiden angegriffen oder in eine Ecke gedrängt fühlt. Ich fühlte mich sehr oft gedrängt und falsch verstanden.

Sich zu streiten ist normal und sogar wichtig!

Selbst in der besten Beziehung oder der tollsten Freundschaft, kommt es zu Meinungsverschiedenheiten, es wird gestritten. Konflikte sind wichtig und machen uns stärker … wenn wir sie richtig austragen. Gemeinsamkeiten und Konflikte entscheiden über eine langlebige Freundschaft oder Partnerschaft. Sie sind es die dazu beitragen unsere Grenzen zu setzen, Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Streiten hilft uns dabei, uns selbst und den anderen besser kennenzulernen. Unser Denken in Worte zu fassen. Streiten bedeutet sich nicht dabei aufzugeben, sondern zu versuchen, seine Bedürfnisse dabei zu finden.

Streiten ist kein Ego-Trip

Worum geht es in Wahrheit? Ich nehme mich selber wieder als Beispiel. Es gibt bestimmt Menschen die „streiten“ zu ihrem Hobby gemacht haben. Von diesen Menschen habe ich mich entfernt. Sie färbten auf mich ab, wie es unser engstes Umfeld eben macht. Lies dazu Zeig mir dein Umfeld und ich sage dir wer du bist Es ging immer nur um das eigene ich. Nichts anderes wurde von diesen Menschen akzeptiert. Klarerweise kam man dadurch selten auf einen gemeinsamen Nenner. Auch mir wurde nachgesagt ich würde egoistisch zu streiten. >lach< Damals fand ich das nicht so lustig weil ich den Makel nur an mir suchte.

Heute ist vieles anders und ich kann auch sagen das es normal ist, erstmal die eigene Person in den Vordergrund zu stellen, wenn es um Auseinandersetzungen geht! Seine individuellen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu kennen hat etwas mit Selbstfindung zu tun. Man ist ganz bei sich. Es ist der erste Schritt Konflikte richtig zu lösen. Unsere soziale Intelligenz, unser Geist wird davon profitieren, streiten wir achtsam. :-) Wenn wir wissen wo unsere Grenzen sind und was uns wirklich wichtig ist.

Ich habe begonnen Konfliktsituationen zu hinterfragen

Macht mich die kurzfristige Absage einer Einladung wirklich so sauer, weil ich ja „etwas anderes“ zu tun hätte, oder fühle ich mich in meinem Vertrauen verletzt? Oder hat mich die stichhaltige Kritik meines Chefs geärgert, oder fühle ich mich insgesamt nicht wertgeschätzt? Oder in die andere Richtung „Weshalb ist mein Gegenüber plötzlich so gereizt“?

Je besser ich die eigene Persönlichkeit reflektiere, desto mehr Akzeptanz und auch Empathie entwickle ich für mich selbst und mein Gegenüber – eine sehr wichtige Grundlage für „achtsames“ auseinandersetzen! Einmal tief durchatmen, ist ein sehr einfacher Weg sich selbst dabei unter Kontrolle zu bekommen. Ein paar tiefe Atemzüge können unsere Reaktion auf einen vermeintlichen (Streit) Angriff entscheidend verändern. Eine Taktik die ich selber immer wieder anwende und die sehr hilfreich ist. Innerlich ruhig und gelassen zu bleiben, schafft Raum für sich und ist offener für andere Sichtweisen. Ein regelmässiges Üben dieser „Kontrolle“ heisst, dass du seine Emotionen viel leichter steuern kannst. Auch wird sich dein Emphatievermögen erhöhen. Es ist nun mal so – mit Gelassenheit gelingt alles einfacher oder lässt sich sogar vermeiden! :D

Sprich wenn DU wütend bist und es wird die beste Rede, die DU ewig bereuen wirst!

Ambrose Bierce

Auch wenn du dieses Zitat heute erst zum ersten Mal gelesen hast, wird er dir möglicherweise sehr bekannt vorkommen.

Es ist wichtig, Worte und Handlungen bewusst zu wählen

Ein Sprichwort sagt „Wenn Wasser verschüttet ist, kann es nicht mehr aufgesammelt werden“. Gesagt ist gesagt. Getan ist getan. Du verstehst was ich damit sagen will.

Statt unüberlegt verbal zurückzuschlagen oder sich einfach zu verkrümeln, was uns nicht weiter bringen wird und uns auch nicht gut tut, sollten wir überlegt formulieren und handeln. Natürlich ist es dabei wichtig seine eigenen Motive nicht aus den Augen zu verlieren

  • was will ich für mich?
  • was will ich für die Beziehung?
  • was will ich für die anderen?

Haben wir das verinnerlicht kann ein Streit konstruktiv genutzt werden deine und die Bedürfnisse des anderen zu erfüllen. Der Streit bekommt dadurch einen anderen Charakter. Aus einer Auseinandersetzung wird ein Miteinandersetzen. Damit ist gemeint, unterschiedliche Bedürfnisse miteinander in Verbindung zu bringen. Weg vom klassischen „Ich hab recht“ hin zu einer Kultur des Zuhörens, ein ehrliches Interesse an dem Anderen und seinen Absichten, unter Beachtung der eigenen Ziele!

Es geht nicht darum einen Schuldigen zu finden

Die Konfliktbereitschaft von den Menschen wird immer geringer. Wenige legen Wert auf Harmonie. Jeder spricht davon, jedoch hat keiner mehr die Fähigkeit, Konflikte ordentlich zu führen und zu lösen. Sie haben es verlernt. Es gibt nur eine Motivation die mir sehr oft begegnet sofern es um Auseinandersetzung geht. Nämlich „Bestrafen oder gewinnen wollen“. Das einzige Motiv des Auseinandersetzen. Ein grauenvoller Gedanke. Ein achtsamer Umgang mit uns selbst und unseren Freunden und Partnern macht die Qualität jeden Beziehung reich und liebevoll … auch wenn man nicht immer ein und den selben Gedanken hat!

Worte können vieles. Amüsieren, trösten heilen oder verletzen. Eines können sie jedoch nicht. Zurück genommen werden!

Ich wünsche DIR eine konfliktfreie Woche und wenn sich dennoch etwas ergeben sollte: Atme durch, schenk dir Raum und sei achtsam mit deinen Worten :-). Hab es gut, bis bald.

Jedermann weiß, dass das Leben einer Wolke sehr bewegt aber auch kurz ist. Das sollte auch der Sinnspruch für diese süße Geschichte sein. Zufällig trifft man sich. Man fühlt. Man bleibt. Und nach und nach wird man eins. Alles ist möglich – nichts muss.

Die Wolke und die Düne

Inmitten eines großen Sturmes über dem Mittelmeer wurde einst eine Wolke geboren. Aber Zeit um zu wachsen, wahr ihr nicht vergönnt: Ein starker Wind schob alle Wolken in Richtung Afrika. Kaum war sie über dem afrikanischen Kontinent angekommen, veränderte sich das Klima. Eine grelle Sonne glänzte am Himmel, und unter ihnen erstreckte sich der goldene Sand der Sahara. Da es in der Wüste nun einmal fast nie regnet, schob der Wind die Wolken weiter in Richtung der südlichen gelegenen Wälder. Doch wie es der Jugend bei den Menschenkindern geht, so ist es auch bei den jungen Wolken.

Die Wolke beschloss, sich von ihren Eltern und älteren Freunden zu lösen und die Welt zu entdecken. „Was tust du?“ tadelte sie der Wind. „Die Wüste bleibt und ist überall gleich! Komm zurück, zurück zu deiner Wolkenfamilie, wir sind auf dem Weg in die Mitte Afrikas, wo es Berge und großartige Bäume gibt.“ Doch die junge Wolke, die ein rebellisches Naturell hatte, gehorchte nicht. Ganz allmählich ließ sie sich herabsinken, bis sie auf einer sanfte Brise dicht über dem goldenen Sand schwebte. Lange zog sie umher, bis sie plötzlich bemerkte, dass eine der Dünen sie anlächelte. Ihr fiel auf, dass die Düne jung war, erst kürzlich vom Wind geformt, der gerade vorübergezogen war.

Augenblicklich verliebte sich die Wolke in deren blonden Haarschopf. „Guten Morgen“, sagte sie. „Wie ist das Leben da unten?“ „Gesellig und kurzweilig, mit den anderen Dünen, der Sonne, dem Wind und den Karawanen, die hin und wieder hier vorbeikommen. Manchmal ist es sehr heiß, aber es ist auszuhalten. Und wie ist das Leben dort oben?“ „Ich habe hier auch den Wind und die Sonne, aber ich habe den Vorteil, dass ich durch die Lüfte schweben und viele Dinge sehen kann.“

„Mein Leben ist kurz“ sagte die Düne. „Wenn der Wind aus den Wäldern zurückkehrt, ist es um mich geschehen.“ „Macht dich das traurig?“ „Es gibt mir das Gefühl zu nichts nutze zu sein.“ „Ja so geht es mir auch. Sobald ein neuer Wind hier vorbeikommt, reise ich ich in den Süden weiter und verwandle mich in Regen. Aber ja, das ist nun mal mein Schicksal.“ Die Düne zögerte einen Moment, dann aber sagte sie: „Wusstest du, dass für uns Dünen der Regen das Paradies ist?“ „Ich wusste nicht, dass ich mich in so etwas Wichtiges  verwandeln kann.“ sagte die Wolke stolz.

„Die alten Dünen erzählen, dass wir nach dem Regen mit Pflanzen und Blumen übersät sind“, sagte die Düne. „Aber das werde ich ich wohl nie erleben, weil es in der Wüste so selten regnet.“ Nun zögerte die Wolke – aber nicht lange – und begann zu lächeln. Sie sagte: „Wenn du willst, kann ich dich mit Regen bedecken. Ich bin zwar gerade erst hier angekommen, doch ich habe mich in dich verliebt und würde gern für immer hier bleiben.“ „Ich habe mich auch in dich verliebt, gleich als ich dich am Himmel sah“, sagte die Düne. „Doch wenn du dein schönes weißes Haar in Regen verwandelst, wirst du sterben.“

„Die Liebe stirbt nie“, sagte die Wolke. „Sie verwandelt sich, und ich möchte gern das Paradies für dich sein, es für dich sichtbar machen.“ Und sie begann, die Düne mit ihren kleinen Tropfen zu liebkosen, so blieben sie eine lange Zeit beieinander, bis ein Regenbogen erschien. Am nächsten Tag war die kleine Düne voller Blumen. Andere Wolken die vorbeizogen, dachten, dass dort schon ein Teil der Wälder lag, die sie suchten, und ließen ebenfalls ihren Regen fallen.

Zwanzig Jahre später hatte sich die Düne in eine Oase verwandelt, welche die Reisenden mit dem Schatten ihrer Bäume erfrischte. Und all das, weil einst eine kleine verliebte Wolke keine Angst hatte, ihr Leben aus Liebe einer Düne hinzugeben!

Paulo Coelho

Wir alle sollten in Sachen Liebe mutiger sein. Wir „zerdenken“ viel zu viel. Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit zum Beispiel, stehen uns dabei im Weg. Loslassen und einlassen … daraus kann Liebe werden. ❤️ Danke J.M.

Eine wunderbare herzliche Woche wünsche ich dir!

Die Kreativität ist nicht nur etwas für  „Künstler“ in unserer Gesellschaft, wir alle haben sie, der Eine mehr, der Andere weniger! Wir alle wurden nicht strukturiert geboren, sondern frei, grenzenlos und mit einer enormen Kraft auf die Welt gesetzt. Wir sollten genau das in uns entwickeln, was zu uns gehört, was uns mit auf dem Weg ins Leben gegeben wurde. Wir wurden geboren um unsere fantasievollsten Ideen hinauszutragen, mit all unseren Visionen, neuen Sichtweisen und neuen Ideen … ob diese für andere interessant erscheinen ist dabei nicht von Bedeutung. Es geht dabei um dich.

Was ist Kreativität

Jeden Tag fällt dieses Wort mehrmals. Wir verwenden es ständig, doch wissen wir wirklich was es genau bedeutet? Kreativität ist die Fähigkeit, etwas zu erschaffen. Es kann uns von Nutzen sein oder auch nur der Dekoration dienen. Auf eine originelle Weise hergestellt oder auch akribisch genau durchgeplant. Es geht aber nicht nur darum seine Geschicklichkeit zu zeigen, kreativ zu sein beginnt in unseren Köpfen. Die Art wie wir denken und wie wir handeln ist durchaus kreativ.

Es gibt heute eine Vielzahl an Techniken, die das kreative Denken fördern sollen. Sie nennen sich zum Beispiel Mindmapping, Brainstorming oder freies Schreiben. Es geht dabei immer darum, sich von althergebrachten Denkmodellen zu lösen und neue Wege zu finden. „Thinking outside the box“ … sicher hast auch du das schon gesagt bekommen oder irgendwo gehört. Das bedeutet, dass wir über den Tellerrand nicht nur schauen, sondern auch denken sollten! Das Gewohnte hinter uns lassen und etwas völlig Neues kreieren.

Kreativität wird unterschätzt

Kreativität hilft uns beim Lösen kleinerer und grösserer Hürden in unserem Leben. Leider wird sie auch öfter als Eigenschaft verrückter Menschen oder grenzgenialer Genies betrachtet. Dabei schlummert diese Eigenschaft in uns allen. Bei einigen von uns ruht sie eben etwas tiefer und hält sich bedeckt. Bei anderen sprudelt sie nur so vor sich hin und ist hellwach. Ich bin auch sehr glücklich darüber dass es in der letzten Zeit etwas populärer wird, wieder an seine kreative Ader zu glauben!

Menschen deren Kreativität bereits an die Oberfläche getreten ist, verfügen über eine sehr farbenfrohe und lebendige innere Welt! :-) In dieser Welt regieren die Ideen und die Fantasien. Sie bestimmen auch darüber wie Probleme angegangen und gelöst werden, welche Fragen dazu notwendig sind … Ich kenne so viele kreative Menschen die unzählige Alternativen, die verschiedensten Möglichkeiten aus ihren Kopf herzuzaubern, um ein einziges Problem zu lösen! Es erstaunt mich immer wieder aufs neue. Ein Zitat von Albert Einstein bringt es wieder mal auf den Punkt:

„Logik bringt dich von A nach B. Deine Fantasie, bringt dich überall hin …“

Wie recht er hat.

Das heißt kreativ zu sein hat nicht nur mit Malerei, Musikern oder Künstlern zu tun. Jeder Einzelne von uns der eine kreative, also neue Lösung für die alltäglichen Probleme in unseren Leben findet, ist eine kreative Person. Jemand der sich viele Fragen stellt, eine anderen Sichtweise und neue Perspektiven hat die noch zuvor keiner eingenommen hat – ist definitiv kreativ!

Kreativität beginnt im Kindesalter

Wir alle hatten als Kind sicher die eine oder andere Möglichkeit, unsere Kreativität zu entwickeln. Verantwortlich dafür waren unsere Eltern. An ihnen lag es ob sie unsere kreative Ader gefordert und gefördert haben. Ich kann mich noch sehr gut an meine gemalten Häuser mit den angrenzenden Blumenwiesen und der Sonne erinnern. Davor stand ein kleines Mädchen … das sollte ich sein. Mehr hatte ich nicht drauf. Mein Häuschen war schmal und winzig im Vergleich zu den Blumen, die beinahe an die Sonne klopften. Und das kleine Mädchen … es bestand nur aus riesigen Ohren und bodenlangen Haaren sowie ganz dünnen Beinen. Meine Eltern erklärten mir ständig das es keine Blumen geben würde die höher als das Dach eines Hauses sein würden und würde dieses Mädchen in dem gemalten Haus wohnen, würden nur ihre Haare hinein passen … wohlgemerkt war ich älter als vier Jahre. :D Meine „Zeichenkunst“ hat sich auch im Laufe der Jahre nicht wesentlich verändert – ich habe mich immer dafür geschämt. Dinge zu malen die so nicht zu sein haben, wie ich sie gemalt hatte, wollte ich nicht mehr.

Im Nachhinein betrachtet – was und wo war das Problem, wenn Häuser klein und Menschen und Blumen größer sind? Vielleicht habe ich mir damals schon meine eigenen Gedanken darüber gemacht und fand eben Blumen schöner und wichtiger als Häuser. Und wahrscheinlich war es mir auch wichtig das wenigstens meine Haare im Trockenen wohnten. :-) Warum müssen Eltern solche ganz speziellen  „Kunstwerke“ zensieren? Gerade für Kinder ist der Prozess und nicht das Ergebnis von Bedeutung. Deshalb finde ich es sehr wichtig uns zurückzuhalten, wenn es um den künstlerischen Ausdruck eines Kindes geht, ihn nicht mit richtig oder falsch, schön oder hässlich zu bewerten. Damit blockieren wir die Spontanität und die Fantasie des Kindes und es wird nicht in der Lage sein, andere Alternativen zu finden – andere als die, die schon existieren. In der Zwischenzeit male ich … zwar keine kleinen Häuser mit großen Blumen mehr, aber es gibt einige Wohnungen in denen meine Leinwände zur Dekoration wohnen dürfen und darüber bin ich glücklich. :D

„Kreativität bedeutet, aus bekannten Mustern auszubrechen, um die Dinge anders betrachten zu können …“

Edward de Bono

Kreativität benötigt Spontanität

Wir leben in einer Welt in der Kontrolle einen Orden bekommt und Spontanität irgendwie gestoppt wird. Kreativität braucht aber diese Spontanität um am Leben zu bleiben. Oft haben wir Angst davor etwas Neues zu versuchen. Angst es nicht hinzubekommen, zu versagen und vielleicht dafür sogar Konsequenzen tragen zu müssen? Für jeden gibt es da ganz persönliche Situationen in denen diese Angst spürbar wird. Wir sollten aber keine Angst haben, etwas Neues und Schönes zu gestalten und zu entwickeln … es freizulassen. In jedem von uns schlummert SIE … diese Kreativität! Lass es zu und gehe den Ideen nach die möglicherweise verkümmert in deinem Inneren schlummern. Du wirst entdecken, dass du in der Lage bist Sachen zu tun, von denen du nie geglaubt hast, dazu fähig zu sein!

„Kreativität bedeutet, aus zwanghaften Regeln auszubrechen, sich von seiner Phantasie dirigieren zu lassen, um erstaunliche Symphonien zu erzielen …“

Kreativität lässt sich nicht erzwingen, aber lass sie raus wenn sie nach oben möchte! :-) Es wird dein Leben positiv verändern. Alles Liebe und eine ideenreiche Zeit wünsche ich DIR, bis bald.

Ist das Thema „Ziele“ im neu begonnenen Jahr für dich relevant oder bist du zufrieden so wie es läuft? Bist du jemand der viele Ziele hat, auch alles daran setzt sie zu erreichen? Oder bist  du ein Menschen der positiv und voller Tatendrang an die Sache geht und nach kurzer Zeit das Interesse daran wieder verliert? Ich kann von mir sagen – ICH gehörte schon überall dazu. Wir sind ja für unser Leben selbst verantwortlich und wir können uns jederzeit verändern. Dazu gehört Selbstmotivation und das „wollen“ ein Ziel zu erreichen. Denn diese bestimmen unsere Zukunft. Ich halte es für absolut wichtig Anhaltspunkte im Leben zu haben. Damit Vorsätze zu Zielen werden, hilft es sich seine  Wünsche und Träume bewusst zu machen. Zudem ist es sinnvoll, seine Ziele schriftlich festzuhalten … denn ein nicht eindeutig formuliertes Ziel, bleibt ein Vorsatz, der sich je nach Stimmung schnell wieder verändert. Nicht zu viel nachdenken – einfach TUN!

Diese kurze und sehr simple Geschichte, soll uns zeigen dass es in Wahrheit ganz einfach ist, das zu erreichen was wir möchten. :D

Spuren im Schnee

Endlich hat es über Nacht geschneit und die ganze Landschaft liegt unter einer dicken weißen Schneedecke. Jakob und Elias holen sogleich ihre Rodel aus dem Schuppen und machen sich freudig auf den Weg zu ihrem Schlittenberg. Die beiden Brüder bestaunen die glänzende Schneepracht, auf der noch keine einzige Spur zu erkennen war. So wetteten sie um eine Tafel Schokolade, wer die geradeste Spur den Hügel hinauf ziehen kann.

Der gewissenhafte Jakob setzt sorgfältig einen Fuß möglichst gerade neben den anderen. Der sorglose Elias stapft einfach drauf los. Oben angekommen, sieht Jakob zu seinem Entsetzen, dass er eine Zickzacklinie hinterlassen hatte. Sein Bruder hingegen zeichnete in geradester Linie eine Spur. “ Das versteh ich nicht“, meinte Jakob, “ ich habe mich auf jeden meiner Schritte konzentriert. Wie hast du es nur geschafft  auf die Schnelle den geradesten Weg zu gehen?“

„Das ist doch ganz einfach!“, meinte Elias, „ich habe mich nur auf den Baum oben am Berg konzentriert. Das war mein Zielpunkt und auf diesen bin ich zugegangen.“ An diesem Tag hat Jakob zwar eine Tafel Schokolade verloren, dafür aber die Erkenntnis gewonnen, dass man nicht nur auf seine nächsten Schritte achten muss, sondern seine Ziele nie aus den Augen verlieren darf!

G. Rieger

Und, was sagst du? Falls du dir schwer tust in deiner Zielumsetzung, habe ich hier noch ein paar Tipps für dich, die dir helfen sollen dein Ziel schneller zu verwirklichen.

  • setze dir konkrete Ziele
  • schreibe sie auf
  • fasse sie aber kurz! (prägnante Ziele sind leichter zu erreichen)
  • setze dir ein Datum
  • Zwischenziele sind wichtig
  • lege den ersten Schritt fest (Griff zum Telefon, Kontakte usw.)
  • lege fest, was du vermeiden willst (jedes Ziel hat seine Nebenwirkungen)
  • schreibe dir auf, welche Hilfsmittel du benötigst
  • nutze gute Methoden zur Prioritätensteuerung
  • das richtige Werkzeug dein Ziel zu erreichen – ist dein Ziel!

Mein Ziel ist es nicht, besser zu sein als alle anderen, sondern besser zu sein, als gestern … und es ist mein persönliches Ziel, mir ein Leben aufzubauen, von dem ich keinen Urlaub mehr brauche …

Ich wünsche DIR viel Spaß und Erfolg beim Erreichen deiner Träume und Ziele. :-)

HUNDE – sie sind fast schon zu gut um wahr zu sein! Es heißt nicht umsonst, dass sie die besten Freunde des Menschen sind. Hunde haben eine überaus soziale Ader und überschütten uns Menschen, manchmal sogar übertrieben, mit Liebe. Sie besitzen ein hohes Empathievermögen, sind freundlich und haben keine Berührungsängste – die Rede ist hier von normal aufwachsenden und geführten Hunden.

Hunde verändern

Irgendwie fühle ich mich verpflichtet, mich zu bedanken … bei meinen Hunden … und deshalb habe ich diesen Artikel geschrieben! Jeder der selber einen Hund oder mehrere Hunde hält, wird jeden Satz mit mir teilen und ihn befürworten können. Bedingungslose Zuneigung und Entspannung in vollen Zügen – das schenken uns unser Hunde! Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich heute mit zwei Pitbulls am Sofa kuscheln werde, hätte ich es nicht geglaubt! Und heute … ich möchte keinen einzigen Tag mehr ohne sie sein! Die beiden haben mich verändert.

Ich war ein Mensch der vor einigen Jahren ein großes Problem mit Berührungen und „Dauernnähe“ hatte, sehr leicht in Stress verfallen bin und nicht unbedingt freiwillig stundenlange Spaziergänge machte. Heute sieht die Sache anders aus. Die Beiden holen den Wind aus meinen Segeln, sie haben mir gezeigt das Nähe etwas Wunderbares sein kann, ohne Mißtrauen und Zweifel und sie sorgen dafür das meine Wangen immer leicht rosa schimmern von der vielen frischen Luft und das ohne Schminke! :-) Sie forderten mich auf, mich mit anderen Dingen als nur mit mir selbst zu beschäftigen. Sie holten mich aus meiner seelischen Isolation und sorgen dafür jeden Tag regelmäßig das Haus zu verlassen. Sicher gehe ich nicht jedes mal mit einem Strahlegesicht vor die Tür – aber ich komme immer mit einem Lächeln und einem Wohlgefühl wieder nach Hause.

Körperkontakt zwischen Mensch und Hund

Jeder weiß wie es ist Tiere zu streicheln und mit ihnen zu schmusen. Für mich hat es eine beruhigende und entspannende Wirkung. Es ist mein Gegengift für innere Unruhe und Stress. Sie helfen mir bei Panik-Attacken und Angstzuständen. In kürzester Zeit gelingt es mir wieder meinen Ruhepuls zu finden und meine Angst zu vergessen. Meine Eigen- und Fremdwahrnehmung wurde durch die Beiden geschärft und mein Körpergefühl hat sich definitiv verbessert! Und das nur durch ihre Anwesenheit und den engen Körperkontakt den Hunde forcieren wenn sie merken es ist etwas nicht ganz in Ordnung. :D Die beiden sind zwar keine „Assistenzhunde“, aber sie tragen erheblich dazu bei, nur durch ihre Anwesenheit meine Lebensqualität zu verbessern. Nicht ohne Grund werden Hunde auch bei

  • Essstörungen
  • Bipolare Störung
  • Borderline
  • Depressionen

eingesetzt. Hunde sind hochsozial und intelligent. Sie sind frei von Vorurteilen und das macht es Menschen mit psychischen Erkrankungen oft leichter, zu ihnen Vertrauen zu fassen. Natürlich gibt es hierfür auch spezielle Rassen, die dazu am besten geeignet sind. Was ich aber sagen will ist, ich finde es wunderbar dass uns Hunde diese Sicherheit geben können wo Menschen nicht weiter können!

Unsere Seelenstreichler

Hunde sind treu und lieben bedingungslos

Genau das liebe ich an ihnen. Für Hunde ist der Mensch wichtig und nicht die Äusserlichkeiten! Hunde bewerten nicht. Ich schätze ihre Treue, ihre Empathie und ihre Wahrhaftigkeit. Ich als zurückhaltender und vorsichtiger, sehr oft unsicherer, Mensch, werde durch die Beiden ermutigt aus meiner Introvertiertheit hervorzukriechen, weil sie mich wahrnehmen so wie ich bin. Sie nehmen mich an und respektieren mich. Ich finde es immer wieder faszinierend wie sie auf Emotionen und Körpersprache von uns Menschen unmittelbar reagieren. Diese nonverbale Kommunikation ist einzigartig … love it.

Menschen machen Fehler und Menschen üben Kritik aus – machen wir welche. Ein Hund entspannt, motiviert aber wird niemals kritisieren. Wunderbar. :-) Das stärkt auch teilweise das Selbstbewusstsein. Dadurch hat sich auch mein Umfeld etwas verändert. Hundebesitzer verstehen sich meistens auf Anhieb. Man wird in eine ungezwungene Art und Weise in Gespräche verwickelt, und das geschieht meist in der Natur. Man tauscht sich aus, man trifft oder verabredet sich vielleicht wieder. Man begegnet und verläßt sich freundlich. Peinlich ist mir nur immer dass ich mir die Namen der Hunde merke und nicht deren Besitzer. >Stirnrunzel<

Meine neue Verantwortung

Meine Hunde sind mir die besten Freunde, das ist so. Sie sind loyal, anhänglich, herzlich und verschmust. Sie beeinflussen meine mentale und physische Gesundheit positiv. Sie helfen mir einfach mich gut und stark zu fühlen, sie bringen mich zum Lachen und machen mir eine Menge Spaß! Natürlich bedeutet es auch Verantwortung zu übernehmen und für eine gute „Erziehung“ zu sorgen und das bedeutet viel Disziplin und Durchhaltevermögen.

Ich sehe meine Hunde als zwei Herzen auf vier Beinen, denen ich sehr sehr viel zu verdanken habe. Sie haben mich einfach gelassener und ruhiger gemacht. Geerdet – könnte ich auch sagen :-). Ihre kleinen Hoppalas‘ sind schnell wieder vergessen und es ist mir auch in der Zwischenzeit egal, dass ich ohne Ohropax nicht mehr ins Bett gehen kann – weil sie so laut schnarchen :-) , und ich ständig vergessene Leckerlis und Kack-Sackerl in der Waschmaschine mit wasche … meine/unsere Hunde sind ein neu dazugekommener Lebensinhalt den ich noch keine einzige Minute bereut habe! DANKE Monja … mein draufgängerisches mir sehr ähnliches Sensibelchen – DANKE Amon … du grunzender, Kampfschmuser, der alle Herzen mit links „einsackt“  ICH liebe euch >3.

„Wenn Menschen stolz auf ihren Hund sind und es auch zeigen, mag ich sie. Wenn sein Hund auch auch stolz auf ihn ist und das auch zeigt, habe ich größten Respekt vor ihm! „

Fazit: Nimm DIR einen Hund und deine Seele wird gesund. :-) Vielleicht geht es DIR ähnlich? Zeig dich mit deinen Vierbeiner, ich würd mich sehr freuen euch kennen zu lernen !

Ich bin ja dieses Jahr wirklich sehr auf Weihnachten eingestimmt! Wie ich schon mal zitierte: Weihnachten ist für mich keine Jahreszeit … es ist ein Gefühl! Ich hatte dieses Jahr auch richtig Lust Kekse zu backen und die Terrasse mit Mistelzweigen zu schmücken. Ich genieße die Abende mit Tee, Lebkuchen (nicht selbst gebacken *zwinker*) und vorweihnachtlicher Musik. Jürgen schmunzelt nur noch wenn ich sehr oft und sehr lange verschiedenste Weihnachtslieder vor mich hin pfeife, summe und singe, sofern mir der Text einfällt! … so bin ich normal gar nicht, aber dieses Jahr hab ich das richtige Gefühl eben in mir! :)

Der Konsumwahn lässt mich kalt, ich sehne mich eher nach der Zeit als die Weihnachtszeit noch etwas Besonderes war. Sich Zeit für die Familie und die Menschen zu nehmen, die man mag. Die Erinnerungen die mir geblieben sind, wenn unser Vater mit uns kniehoch durch den Schnee zu unseren Großeltern gestapft ist, damit unsere Mutter die Ruhe und die Zeit fand, den Baum auf Hochglanz zu bringen. :-) Diesen Spirit wünsche ich mir zurück … das alles wird zwar nie mehr so sein, aber ich hab eine schöne Weihnachtsgeschichte für dich, die zum Nachdenken anregen soll, denn Weihnachten sollte niemand alleine sein!

Einsam am Heiligen Abend

Herr Sörensen war mein Lehrer in der ersten Klasse. Es war ein netter Lehrer. Im Winter bröselte er sein ganzes Pausenbrot für die hungrigen Spatzen vor dem Fenster zusammen. Er erzählte uns eine Menge über all die vielen Vögel die es gab. Aber seine Augen blieben immer betrübt. In der Stadt sagte man, Herr Sörensen sei ein sehr wohlhabender Mann! Ich hatte mal meine Mutter gefragt weshalb ein so wohlhabender Mann weinend auf der Bank sitzt? Das hatte ich in meiner Pause mal beobachtet…

„Herr Sörensen ist vielleicht deshalb so betrübt und traurig weil er so alleine ist“, sagte meine Mutter. „Hat er den keine Geschwister und Freunde?“ fragte ich. „Nein – er ist ganz alleine auf der Welt …“ Als dann Weihnachten da war, sandte mich meine Mutter mit Weihnachtsbäckereien zu Herrn Sörensen. Unser Stubenmädchen begleitete mich und wir trugen ein grosses Paket, mit rosa Band gebunden, wie es meine Mutter stets schmückte zu Herrn Sörensen.

Die Treppe zu ihm hinauf war schneeweiß gefegt. Ich getraute mich kaum einen Fuß vor dem anderen zu setzen so rein war der Boden! Wir läuteten und überbrachten die Grüße meiner Mutter. Herr Sörensen zog mich in seine Wohnung und ich sah mich um. Ein schmaler hoher Spiegel schmückte den Raum, im schmalen Rahmen steckten unendlich viele schwarzgeschnittene Profile, wie ich sie noch nie vorher gesehen hatte.

„Freust du dich auf das Weihnachtsfest?“ fragte mich Herr Sörensen. Ich nickte. „Und wo wird ihr Weihnachtsbaum stehen?“ fragte ich neugierig. „Ich? Ich habe keinen, ich bin ganz alleine.“ Mein Herz klopfte bei dem Gedanken an Heilig Abend in diesem Zuhause zu sein. In dieser Stube mit schwarzen kleinen Bildern und dem alten Sofa das wie neu aussah und auf dem noch nie jemand saß – ich fühlte das Trostlose, das Verlassene in dieser einsamen Stube und ich schlug die Hände vors Gesicht und weinte.

Herr Sörensen zog mich zu sich und setzte mich auf seinen Schoß und sagte leise: „Du bist ein gutes kleines Mädchen.“ Ich drückte mich noch fester an ihn und weinte herzzerbrechend. Als wir heimkamen, erzählte das Stubenmädchen meiner Mutter, ich hätte „gebrüllt“. Ich schüttelte den Kopf und erzählte meiner Mutter das ich geweint hatte weil ich so traurig darüber war, dass nie jemand zu Herrn Sörensen kommt. Nicht einmal am Heiligen Abend …!

Später als wir in eine andere Stadt zogen, verschwand Herr Sörensen aus meinem Leben. Ich hörte nie wieder etwas von ihm. Aber an jenem Tag, als ich herzzerreißend an seiner Schulter weinte, fühlte ich, ohne es damals richtig zu verstehen, das es so nicht sein durfte. Es gibt unzählige Menschen die am Heiligen Abend einsam sind und niemanden bei sich haben. Es machte mich so sehr traurig, dass ich, als ich älter wurde, mich um diese Menschen bemühte. Zu sehen wie einsame Menschen sich darüber freuen können, wenn man sich ein wenig Zeit für sie nimmt, ist jedes Jahr mein schönstes Geschenk!

H. Bang

Ich weiß es nicht weshalb gerade an Heilig Abend es besonders traurig ist, Menschen zu wissen die einsam zu Hause sind! Es sollte nicht so sein … nicht zu Weihnachten und auch nicht an den anderen Tagen des Jahres. Alles Liebe und glückliche Weihnachten.

Jammern, sich beklagen und aufregen – das geht immer! Stimmt gar nicht findest du? Dann gehst du mit zugeklappten Ohren durchs Leben … Jedes mal wenn ich mit Menschen ins Gespräch komme, folgt sehr oft nach wenigen Minuten ein Klagen, Anklagen oder einfacher gesagt: ein ausführliches jammern. Dabei behaupten die Meisten von sich selbst gar nicht dem Jammerchor anzugehören! Was auch verständlich ist, sich nämlich ständig über etwas aufzuregen und zu jammern, gehört nicht zu den Eigenschaften auf die wir stolz sein können bzw. wollen! Ich frage mich immer, was wir durch unser Gejammer erreichen wollen …

Mich erwischt es auch dann und wann

„Es muss ein ganz besonderer Tag werden. Immerhin wird „Mann“ nicht jeden Tag 50ig Jahre alt!“ Diese Gedanken schossen mir ständig durch den Kopf. Ich hatte für diesen besonderen Tag keinen Plan. Kein Geschenk und die innere sowie äussere Freude und die dazugehörige Einstellung zu diesem, für mich, „besonderen“ Tag blieb aus. :-( Es war einfach nur Leere da.

Ich hatte die Woche zuvor kaum ein Auge zugemacht, emotionale aufwühlende Ereignisse ließen mich einfach nicht zur Ruhe kommen. Die Müdigkeit schlüpfte mir also förmlich aus jeder Pore. Ich wusste das Jürgen gleich mit Monja zurückkommen würde und ich saß da – kein Geschenk – NICHTS!

Es war definitiv anders als ich mir das vorgestellt und vor allem geplant habe! Stattdessen hockte ich da, zerknittert, unausgeschlafen und nicht besonders gut gelaunt! Als ich mich selber so sitzen sah, verfiel ich plötzlich in den „Jammermodus“.

Mein Leben ist nicht schwieriger als das vieler anderer

Ich darf nun wirklich sagen das es mir gut geht. Ich habe zwei tolle erwachsene Kinder, ein schönes Heim, die Möglichkeit den Sommer am Strand zu verbringen und das alles mit einem Menschen der mich samt meinen Macken nimmt und liebt wie ich bin, also was will ich mehr? Und trotzdem kommt mir mein schönes Lebensgefühl plötzlich abhanden! Ich fühle mich als Versager, unfähig etwas zu organisieren, alles empfinde ich als schwierig und sinnlos. Die schönen Dinge und Momente die ich noch kurz zuvor hatte sind plötzlich vergessen … weg. Übrig bleibt die Jammerei …

Froh und dankbar bin ich dann, wenn Jürgen solche Situationen in Nichts auflöst! So wie zum Beispiel an diesem, seinem, Geburtstag „Nur du hast von dir erwartet diesen für mich normalen Tag zu einem ganz Besonderen zu machen …“ nichts ist schwierig oder nicht gelungen, es ist gut so wie es ist und es gibt vor allem keinen Grund sich zu beklagen, zu jammern und alles Positive zu verdrängen!“ … an diesem Tag habe ich beschlossen den „Jammerchor“ zu verlassen …

Jammern bedeutet negativ über die Wirklichkeit zu urteilen

Ja, genauso ist es. Jammern ist ein Verhalten und hängt davon ab, wie wir gelernt haben mit unseren Gefühlen umzugehen. Möglicherweise ist es auch erblich bedingt? Menschen die von Haus aus zu allem negativ eingestellt sind werden immer den ersten Platz in der Jammerreihe einnehmen. Oft wird aber auch gejammert, um einen Ausweg zu finden, wir tun es um mit unseren Gefühlen fertig zu werden. Aus Machtlosigkeit, um Hilfe zu finden und zu bekommen oder auch um im Mittelpunkt zu stehen. Auch das gibt es. Jammerei ist zudem überaus Energie fressend. Also am besten nicht dazu hinreissen lassen und der ganzen Situation eine andere Perspektive geben! Oder so wie ICH es mache: Einfach meinen Mann sprechen lassen >lach<!

Ehrlich bleiben

Ich finde es ja immer wichtig ehrlich zu bleiben. Zu sich selbst und zu anderen. Es ist wichtig sich seine negativen Gedanken einzugestehen. Es gelingt nicht immer sofort, das Negative ins Positive zu drehen. So wie es eben mir passiert ist an diesem Tag, der etwas ganz Besonderes hätte werden sollen. Wenn keine Feierlaune da ist, ist sie eben nicht da. Geschenke – sind ja generell so eine Sache … an diesem Tag war ich leider kopftechnisch verplant – kein Geschenk, sorry. Ich erlaubte mir einfach nicht an Jürgens Geburtstag so kaputt, müde und unorganisiert zu sein. Ein grosser Fehler dem eigenen Gefühlschaos davon zu laufen! Gestehst du dir das nicht ein, wirst du in der Unzufriedenheit ertrinken …

Annehmen – hinterfragen – neu beginnen

So in etwa habe ich es mir vorgenommen. Die Frage „Worum ging es mir überhaupt an diesem Tag?“ Ich wollte Freude verschenken, diesen Tag zu einem Besonderen machen, ein passendes Geschenk parat zu haben. Nichts von dem allen war der Fall. Ich spürte nur Enttäuschung und das Gefühl versagt zu haben. Ich war nicht in der Lage mich auf diesen Tag vorzubereiten. Auch wenn die Umstände der Woche zuvor es entschuldigt hätten, wollte ich meinem Mann die Aufmerksamkeit schenken die er verdient hätte … und somit kamen die Zweifel, die schlechte Laune und ich befand mich im Jammermodus. Also es wäre gut sich nach so einem Einbruch zu fragen:

  • um was geht es nun wirklich?
  • steht die Aufregung dafür?
  • ist es das wert sich den ganzen Tag so richtig zu vermiesen?
  • gibt es einen Plan B? … ja, den gibt es immer!

Ich bin sogar der Meinung das es Plan C, D und E gibt >zwinker<! Klar wird man nur einmal 30, 40 oder 50, aber müssen diese Ereignisse genau zu den Stichtagen mit Tamtam gefeiert werden? Nein. Es bringt uns alle nicht weiter sich zu stressen wenn es mal nicht so punktgenau abläuft, und am wenigsten hilft es darüber zu jammern – egal um was es geht.

Jammern ist ein Signal dem wir nur kurze Beachtung schenken sollten.
Betonung auf kurz!

Nachsatz

Im übrigen … zwei Tage später hatte Jürgen, der nun schon 50 Jahre und 2 Tage alt war, einen wunderschönen unkomplizierten Abend, der, hätte ich ihn so planen wollen, niemals so gelungen wäre! Samt einer persönlichen Überraschung und meiner vollsten Aufmerksamkeit! :-)

Das Leben ist ohne Jammern gut … diese Jammerei bringt uns einfach nicht weiter. Ich wünsche dir nun eine schöne Woche in jammerfreien Zonen und freue mich wenn Du bald wieder bei mir bist.