Wie erreicht man ein erfülltes Leben. Was muss man ändern und vor allem wie ändert man sein Leben und seinen Lebensstil um ein achtsameres, positiveres und wertschätzenderes Leben führen zu können.
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Der Mensch, der etwas dafür tut glücklicher zu werden und zu leben, fühlt sich nicht nur persönlich besser, sondern hat auch mehr Power. Das Immunsystem wird dadurch gestärkt und die Lebenserwartung wird ebenfalls nach oben geschraubt. Liest sich doch prima, oder? Das Lebensglück ist wirklich erlernbar, sicher nicht von heute auf dann, aber Schritt für Schritt. Und da wir ja alle wissen, dass glückliche Menschen die „Schönsten“ sind und Menschen sind, die wir selbst gerne um uns herum haben möchten, lohnt es sich doch, täglich etwas für sein eigenes Glück zu tun?

Vorab: Im Moment habe ich tatsächlich eine mittlere Schreibblockade. Es geschehen Unmengen unschöner Dinge, die es sicher schon immer gegeben hat, die sich aber im Moment einfach präsenter aufdrängen als früher. Der Alltag der Menschen ist vollgestopft mit Frust, Sorgen und jeder Menge Unmut, glücklichen Menschen bin ich schon länger nicht mehr begegnet … wie auch? Die Menschen, die mich schon länger lesen und begleiten, wissen, dass ich von Sorgen, schlechter Laune und mittleren Katastrophen so gar nichts halte und immer versuche dagegen zusteuern! Ganz einfach darum, weil es immer das Gesündeste ist, das Beste aus jeder Situation zu basteln. Deshalb bleibe ich auch dabei, das Leben positiv und wunderbar zu sehen …, auch wenn es sich vielleicht viele gibt, die diesen Gedanken im Moment, mit mir nicht so teilen können. Ich habe zwar keine „Zauberformel“ dafür um ein glückliches Leben führen zu können, aber ich weiß, dass man Lebensfreude auch lernen kann!

Was ist es, was uns vom Glücklichsein abhält?

Hast Du Dich schon mal gefragt, was Du tun könntest, um mehr Lebensfreude und Glück zu spüren? Ich stellte mir diese Frage früher regelmäßig in meinem Leben das ständig in „Schieflage“ zu liegen schien! Die Familie, später der Job und die alltäglichen Verpflichtungen nahmen mich so sehr in Beschlag, dass ich gar keine Zeit hatte, mein Leben zu genießen. Ich hatte alles, auf der anderen Seite hatte ich aber nichts!

Wo war und blieb die Freude? Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag, das pflegte schon Charlie Chaplin zu sagen. Solche Gedanken entstehen, wenn man nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht und man keine Zeit für sich selbst finden und abzweigen kann.

Da gibt es Menschen, die nichts anderes tun, als über Glück und Lebensfreude zu erforschen. „Jeder kann sein persönliches Glück beeinflussen“. Sagen diese Menschen und nach ganz vielen Veränderungen in meinem eigenen „schiefen“ Leben, bin auch ich ganz fest davon überzeugt! ›lächel‹. Natürlich spielen die Lebensumstände, auf die wir keinen Einfluss haben, auch eine gravierende Rolle, jedoch machen diese keine 100 % aus! Sollen es 60 % sein – auf die restlichen 40Prozent haben wir allerdings sehr großen Einfluss!

Glück bedeutet für jeden etwas anderes. Dennoch gibt es Faktoren, die zu einem glücklichen Leben beitragen. Und dabei sind sich auch die „Glücksforscher“ einig: Wenn wir unserem Leben mit einer offenen und positiven Grundeinstellung gegenübertreten, wird das Glück und die Lebensfreude nicht lange auf sich warten lassen!

Geld beeinflusst unser Glück kaum …

Viele Menschen meinen, sie müssten erst dies oder das erreicht haben, um endlich mehr Lebensfreude zu spüren. Ich wiederhole meinen Satz von oben: „Ich hatte alles und auf der anderen Seite hatte ich nichts …“ Damit meine ich, es gibt so viele Menschen, für die teure Autos, Geld und unüberschaubare Quadratmeter Wohnfläche, inklusive Reisen, der Schlüssel zu mehr und intensiveren Lebensfreude sind.

Aus Erfahrung weiß ich, es hebt kurz die Stimmung … aber diese hält nicht an und verfliegt genauso schnell wie sie gekommen ist. Zurück bleibt eine Leere, Unzufriedenheit und die Suche nach einem neuen „Spielzeug“. Ein zufriedenes Gefühl gibt es dabei kaum. Das ohnehin schon „zu viel“,  verändert sich auf „noch mehr haben wollen“. Sobald eine gewisse Grundversorgung gegeben ist, hat es keine Auswirkung mehr auf die Zufriedenheit!

Und entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass Menschen, die in materiellen Dingen schwimmen, glücklicher wären, hat auch das keinen Einfluss auf unser subjektives Wohlbefinden. Menschen, die mit sich zufrieden sind, achten einfach mehr darauf wie es ihnen tatsächlich geht und sie sorgen dafür, dass es auch so bleibt. Sie tragen ihre innere Zufriedenheit in das Außen und strahlen Angenehmes aus. Sie wirken auf andere erfolgreicher, schöner … sie LEBEN!

Lebensfreude ist ein Nebeneffekt eines zielbewussten Lebens …

Sind wir voller Lebensfreude, sind wir auch glücklich! Es ist ein Gefühl, das ganze Leben betreffend. Wir können nicht irgendwann glücklich sein, es geschieht immer im Augenblick des Moments. Wenn ich mich umsehe sind es meist bestimmte Umstände, Verhaltensweisen anderer, die uns verärgern. Die egoistische Kollegin, die nur auf sich selbst schaut. Der Partner, der mit seinen unumgänglichen Gewohnheiten nervt oder Menschen, die einem ohne Respekt die Türe vor die Nase zuknallen.

Für jeden von uns gibt es da ganz unterschiedliche Auslöser. Sobald etwas anders abläuft als wir erwarten, erzeugt das schon negative Stimmung und Gefühle. Und dann kommt das große „Reinsteigern“! Dabei spielt es keine Rolle was uns stresst, es ist unsere Beurteilung der Situation.

Ist es für uns wichtig, werden wir ganz viel Energie hineinstecken um die Sache für uns zu „richten“. Erkennen wir aber, dass es sich doch nur um eine unwichtige Kleinigkeit handelt, die wir von dieser Person ohnehin schon kennen, werden wir der Situation die Energie entziehen! Wir behalten sie für wichtige Dinge. ›lächel‹.

Wenn ich zurückdenke, weiß ich, dass meine damalige Unzufriedenheit daher kam, weil ich nicht wusste, was ich eigentlich wollte? Wollte ich diesen Job oder wollte ich lieber mehr Zeit für mich? Musste ich das schnelle Auto fahren oder wäre es klüger mehr für die Umwelt zu tun? Wollte ich Tiere schützen oder lieber weiter Kalbfleisch essen? Diese Liste könnte endlos lange werden, aber weil nicht nur ich, sondern wir alle oft nicht wissen, was wir eigentlich wollen, sind wir unzufrieden.

Und diese Unzufriedenheit blockiert uns so sehr, dass wir dann sämtliche Entscheidungen vor uns herschieben. Oft halten wir aber auch an der Vergangenheit fest. Menschen halten sich an Krisen fest, durchleben sie so immer und immer wieder. Dadurch rufen sie auch unangenehme Gefühle wie Wut, Trauer und Ärger auf. Diese Tatsache hindert uns am Glücklichsein. Wer Konflikte loslassen kann, der findet auch schneller wieder einen Weg heraus!

Ich bin der Meinung, dass wir jedes Problem als Chance wahrnehmen sollten! Das ist das Ergebnis der eigenen Denkweise und Einstellung. Wer sich andauernd die Frage stellt: „Warum muss das jedes Mal mir passieren?“, wird dadurch auch keine Antwort bekommen! Je schneller man akzeptiert, dass sich Situationen nicht mehr verändern lassen, umso leichter wird es gelingen, gegen sie anzukämpfen und sie freizulassen.

Glücksfaktoren

Glück bedeutet Wohlbefinden. Wenn sich eine gewisse innere Zufriedenheit in allen Lebensbereichen einstellt, sind wir mit Lebensfreude ausgefüllt. Für mich sind dabei wichtig:

  • persönliche Freiheit,
  • eine stabile Beziehung und ein gutes Umfeld,
  • eine befriedigende Arbeit,
  • physisches und körperliches Wohlbefinden,
  • unsere eigenen Werte und eigene Lebensphilosophie.

Wer in diesen Bereichen angenehme Emotionen loswerden kann, wird auch ein glückliches warmes Bauchgefühl verspüren! Meine persönliche Herausforderung ist immer noch Punkt vier. Aber daran wird stetig gearbeitet und mein Wunsch wäre ja nach wie vor sehr alt zu werden, allerdings in einem gesunden fitten Körper. ›lach‹. Aber es ist wie es ist und die Lebensfreude sollte darunter nicht leiden!

NACHSATZ:

Wenn wir all das erkennen, sind wir offen für alles, was auf uns zu kommt. Wir können den Blick nach vorne richten. Auf etwas das gut läuft, auf etwas Positives in unserem Leben! Wer positiv auf Dinge zugeht, lässt sich von negativen Erlebnissen und Situationen nicht so schnell aus der Bahn werfen. Somit ist das „Lebensglück“ auch wirklich erlernbar. Ich hab’s erlebt. :D

Und jetzt … sentiere la vita, fühle das Leben!

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Flexibilität … was ist das? Suche ich nach Synonymen wird mir Folgendes vorgeschlagen:  leicht biegsam, dehnbar, nachgebend und veränderbar. Geistig flexibel zu sein bedeutet die Bereitschaft zu haben Neues kennenzulernen, die Fähigkeit zu besitzen einem raschen Wechsel von Perspektiven nachzukommen, oder einfach ein flinkes Denkvermögen und eine schnelle Auffassungsgabe zu haben. Wahnsinn. Da die meisten Menschen von sich behaupten, absolut flexibel zu sein geht es also der Mehrheit richtig gut. Denn wenn man flexibel ist, wird das Leben im Wesentlichen einfacher. So. Aber warum tun sich dann die meisten von uns so schwer, wenn eine gewohnte Routine durchbrochen wird?

Ganz ehrlich … bist DU flexibel?

Ich weiß, manchmal verfängt man sich in seiner eigenen Routine. Ich glaube auch, dass die Routine manchmal auch richtig nützlich ist! Aber eben nur manchmal. Manchmal wissen wir nicht mal, wonach wir uns sehnen. Wir wissen nur, dass es nicht das Leben ist, das man gerne führt! Und dann geschieht es, dass die gewohnheitsmäßigen Abläufe, die uns so viele Jahre gute Dienste geleistet haben, auf einmal nicht mehr funktionieren.

Die meisten Menschen stecken in festen Abläufen fest, ohne den Grund zu kennen. Es ist eben so. Es ist eine von Menschenhand gemachte Sanduhr die bestimmt, wenn die Essenszeiten gesetzt werden. Wir gehen nicht nach der biologischen Uhr, die uns eigentlich Bescheid gibt, wenn wir hungrig sind. Weitere Beispiele:

Frühstück um sieben … auch dann, wenn sich im Magen noch gar nichts rührt. Der gesunde Tee muss um zehn getrunken werden sonst bringt er nichts. Mittagessen Punkt zwölf, falls nicht – oh mein Gott! Ich kenne das von meiner Familie noch genau. Am Samstagvormittag wird die Wohnung geputzt und eingekauft.

Der Sonntagnachmittag muss für Freunde frei gehalten werden und der  Jahresurlaub findet immer zur gleichen Zeit statt und schön wäre es schon, wenn man dabei immer das selbe Hotel bucht – wegen des Wohlfühlen wär es gewesen! Ja und wenn die U-Bahn sich um fünf Minuten verspätet, dann ist der ganze Tag sowieso im Eimer!

Vielleicht musst Du jetzt schmunzeln, aber Du verstehst sicher was ich meine. :D Es ist nun mal so, die Dinge ändern sich, genau wie wir selbst. Versuchen wir doch einfach mit den Veränderungen mitzugehen, anstatt sich ihnen zu widersetzen. Sind wir einfach flexibel, denn die gleiche Routine, die in der Vergangenheit gut für uns war, kann möglicherweise dafür sorgen, dass wir uns leer und eingesperrt fühlen!

Müssen wir im Leben wirklich immer alles unter Kontrolle haben?

Nein. Ich glaube nicht. Das ist bei keinem so! Vor Jahren dachte ich noch, ich hätte die Kontrolle über alles bis mir das Leben wieder ein verzwicktes Problem vor die Füße pfefferte. Alle meine Pläne verliefen nicht wie geplant. Irgendwann wollte ich diesen Kontrollwahn ablegen und suchte nach einem Ausweg. Ich gab ab und ließ es „laufen“. Das funktionierte nur schrittweise, aber ich hab es geschafft.

Natürlich, eine gezielte Ausrichtung ist etwas Schönes. Aber gleichzeitig müssen wir flexibel sein. Rückblickend kann ich sagen, dass die schönsten Belohnungen die mir in meinem Leben zuteil wurden, immer dann passierten, wenn ich offen für Veränderungen und flexibel war. Das war wirklich so!

So viele Dinge verändern sich. Die Natur ist das beste Beispiel dafür. Die Bäume blühen inzwischen nicht mehr jedes Jahr zur gleichen Zeit. Als ich die Tage spazieren ging, sah ich einen Strauch der eigentlich im Sommer seine Blüten zeigten sollte. Dieses Jahr hatte er keine Lust und entschied sich jetzt – im November, wach zu werden! ›lach‹

Das Leben verändert sich

Und wir gleich mit. Und um es am besten genießen zu können, ist es am einfachsten, wenn wir das akzeptieren was ist und dabei flexibel bleiben. So wie sich die Jahreszeiten verändern und wir nicht mehr darauf zählen können, dass im November der erste Schnee fällt, so ändert sich auch unser Leben. Es gibt auf der Welt keinen Erfolg, kein Ergebnis, das absolut sicher ist, bis auf den Tod und die Veränderung.

Mag für „Dich“ die Routine in manchen Bereichen sehr nützlich sein, so gilt das auch für Flexibilität. Lockern wir die Einschränkungen von Routine und Kontrolle. Auf diese Weise öffnen wir das Gute, dass wir für den natürlichen Fluss des Lebens brauchen.

Nimm Dir doch einfach mal unter der Woche einen freien Tag. Tausche Dich statt abends mal beim Frühstück mit Deinen Freunden aus! Und für alle die Kinder haben – lasst sie selbst bestimmen was sie anziehen wollen, egal wie sehr Dir deren Kreativität ins Auge springen mag! ›lach‹. All das sind Momente des Loslassens, Momente der Flexibilität.

Wie ich oben schon mal erwähnte: Flexibilität beschert uns Überraschungen und jede Menge Vergnügen. Das kann sich allerdings nur dann einstellen, wenn wir nicht so festgefahren sind! Fragen wir uns, ob wir Termine nicht einfach verschieben können, um etwas anderes oder mal gar nichts zu tun? Geh spazieren und beobachte was mit Deiner Zeit geschieht, wenn Du auf Routine, Kontrolle und feste Abläufe verzichtest. :D

Natürlich ist es ein „Wagnis“ aus der selbst auferlegten Routine einmal „auszuscheren“. Aber ich kann es Dir versichern es wird immer belohnt! Allerdings wenn Du es nicht ausprobierst, wie willst Du dann erfahren, welche Art Belohnung und Vergnügen Du versäumst? ›zwinker‹

Es ist Dein Leben … und es ist ein kurzes Leben, nehmen wir es genau. Nutze es und entdecke Deine Flexibilität NEU.
Auf ein spannendes Leben bleib` gesund.

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Ein gutes Leben leben … das wünschen wir uns doch alle, oder zumindest ist es ist ein Lebensziel, dass jeder irgendwie anvisiert. Wir leben in einer Zeit des Überflusses und es ist ein leichtes geworden unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen. Jedenfalls macht es so den Anschein. Werte verändern sich und irgendwann denken wir vielleicht darüber nach wie unser Leben mal war, wie es ist und wie es sein könnte. Das ist der Zeitpunkt, wo uns ein Licht aufgeht.

Das Leben ist unter anderem da, um zu lernen. Das steht mal fest. Wir müssen lernen zu vertrauen, zu lieben und loszulassen. Wir sollten auch lernen, unser Leben so zu gestalten, dass wir NICHT nur zu uns selbst nett und freundlich sind, sondern auch zu anderen Menschen. Die meisten Menschen sind der Ansicht, dass sich unser Leben nur um Geld, Erfolg, Besitz und Macht dreht! Aber selbst diesen Menschen geht irgendwann ein Licht auf, wenn sie am Ende Zeit zum Nachdenken haben.

Wenn wir auf das Leben zurückblicken …

Es passiert uns doch auch schon jetzt des Öfteren, dass uns Dinge einfallen, die wir heute ganz anders machen würden, hätten wir nochmal die Gelegenheit dazu! Unser Leben ist aber nun mal nicht vollkommen und beständig! Es verändert sich laufend und unaufhaltsam. Es bringt uns Glück aber auch Traurigkeit. Es schenkt uns viele Möglichkeiten zu lernen und auch eine ganze Menge „Verlusterfahrungen“. Alles, was wir lernen, ist Teil unserer Reise.

Wir sollten nicht mit Bedauern auf die Dinge zurückschauen, die wir heute anders machen würden. Wir sollten uns vornehmen, unsere Unvollkommenheit und unser damaliges „Nichtwissen“, zu akzeptieren. Wir Menschen „menscheln“ nun mal und machen anders als Maschinen, schon auch mal Fehlhandlungen. Mit dieser freundlichen Geste uns selbst gegenüber wird unser Zugang zum Leben wesentlich einfühlsamer! Das darf ich an mir selbst feststellen. :D

  • Heute würde ich meinen Körper mit mehr Respekt behandeln. Ich würde liebevoller und freundlicher mit ihm umgehen – wäre ich jünger!
  • Ich würde mich verteidigen und öfter meinen Mund aufmachen, statt mich über viele Jahre hinweg von anderen mit Steinen bewerfen zu lassen und mich seelisch wie körperlich misshandeln zu lassen.
  • Ich würde sehr viel früher in den Spiegel schauen und sagen: „Ich liebe Dich, so wie Du nun mal bist …“
  • Ich wäre meinem Leben auch viel öfter dankbar gewesen!
  • Und ich hätte viele Situationen vermieden und noch mehr Dinge niemals getan oder gesagt!

Aber – ich habe es nicht, denn ich bin nun mal ein Mensch. Also bleibt mir nichts anderes über, als auf die Frau zu schauen, die ich früher war. Lange Zeit war sie stark, doch dann wurde sie gebrochen, von vielen äußeren Umständen geprägt. Sie handelte menschlich und dafür mag ich sie.

Wenn ich so auf all das zurückschaue, ist kein Platz für Reue! Ich empfinde heute nur noch Liebe und Warmherzigkeit. Ich bereue nichts mehr, denn Reue stellt ein sehr hartes Urteil, dass eigentlich gar nicht nötig ist, wenn man zur Selbstliebe gefunden hat. 

Blicke auch Du auf den Menschen zurück, der Du früher gewesen bist! Liebe diesen Menschen, den Du da siehst, egal was passiert ist. Er ist immer noch ein Teil von Dir, der darauf wartet, angenommen zu werden. Reue und Bedauern wird überflüssig, wenn es uns gelingt, alles an uns zu mögen und zu lieben. Auch diese Aspekte, die wir gerne ungeschehen machen würden!

Was bei mir übrig geblieben ist, ist ein mildes und verständnisvolles Lächeln …, wenn ich über mein „Menschsein“ nachdenke und auf mein Leben zurückschaue. Seit ich diesen Punkt erreicht habe, ist mein Weg nach vorne klar. Ich sehe, wer ich bin und wer ich sein mag. Ich habe den Mut aufrichtig mit mir und anderen Menschen umzugehen. In schwierigen Momenten gelingt es mir mich auf Hoffnung und Vertrauen zu stützen. Die Dankbarkeit hilft mir, stets neue Wege auszuprobieren. :D

Meiner Meinung nach ist Reue ein Ort des Schmerzes und der Selbstverurteilung. Wir müssen ihn nicht immer wieder aufsuchen! Es ist möglich, ohne Reue zu leben und zu sterben. Es liegt immer an uns ein gutes Leben zu führen, auch wenn manche (ICH) erst sehr spät damit anfangen … zu spät ist es dafür NIE!

Ich wünsche Dir, dass auch Du Deine Vergangenheit annehmen kannst. Das Wort „Reue“ in eine Kiste packen und Dein Leben als „gut“ bezeichnen kannst. <3 Pass gut auf Dich auf und vor allem – bleib gesund!

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ZUVERSICHT. Was fällt Dir dazu ein. Mir kommen da sofort positiv denkende Menschen in den Sinn. Menschen mit einem hoffnungsvollen Glauben, dass alles gut wird. Menschen mit einer optimistischen lebensbejahenden Lebenseinstellung, in der die Welt oder eine Situation von der „besten“ Seite betrachtet wird …

Bist DU zuversichtlich? Wenn ja, wirst Du immer daran glauben, dass ALLES einen Sinn ergibt und es IMMER eine Möglichkeit geben wird, dass sich Dinge und Situationen zum GUTEN wenden werden! Habe ich recht? Also hast Du es, als zuversichtlicher Mensch in unterschiedlichen Lebensbereichen viel einfacher, Dein Leben zu genießen.

Selbsteinschätzung …

Und was trifft auf mich zu? Nun ich sehe mich selbst als eine sehr zuversichtliche Frau. Ich habe trotz Krisen und vielen Hindernissen, die mein Leben für mich „exklusiv“ reserviert hat, an meine Stärke geglaubt! Schon als Kind war mir klar, dass viel Kraft in mir steckt. Ich konnte alles, wenn ich wollte und wenn man(n) mich gelassen hat. „ICH BIN STARK …“. Ein Satz wie ein Mantra, der mich mein ganzes Leben begleitet hat.

An sich zu glauben, Stärke zu zeigen und an den unterschiedlichsten Herausforderungen zu wachsen hilft weiter. Dabei kommt das Wörtchen „Zuversicht“ zum Einsatz. Zuversichtlich zu sein, ist eine innere Haltung! Ich versuche immer, trotz Hürden oder schmerzhaften Schicksalsschlägen, auf einen guten Ausgang zu glauben. Ich vertraue einfach auf meine innere Haltung und glaube daran, dass ich/wir selbst für mein/unser Glück zuständig bin/sind.

Vielleicht hat sich diese Meinung deshalb so in mich „hineingebrannt“, weil ich es immer erlebt habe und noch immer erleben darf. Diese Einstellung führt zwar nicht jedes Mal zum Erfolg, so ehrlich muss ich auch sein, aber sie entspannt mein Leben und meinen Alltag ungemein. Ich traue mir sogar zu sagen, dass es mir besser geht, als Menschen, die sehr pessimistisch sind, die in allen Dingen den puren Wahnsinn und das absolute Drama sehen!
Ja … ich denke das kann ich gut so stehen lassen. ›lach‹

Zuversichtliche Menschen sind wie Bäume – standhaft und biegsam

Zuversicht schenkt uns auch Kraft. Und die Kraft brauchen wir, wenn wir positiv in die Zukunft blicken möchten. Denn wie wir in Zukunft leben, hängt davon ab, wie wir heute handeln! Dabei geht es nicht darum Schwierigkeiten einfach zu übersehen, sondern ihnen die Stirn zu bieten. In der Bibel steht: „Der Glaube kann Berge versetzen …“. Zuversichtliche Menschen tragen diesen Glauben in sich, was aber keinesfalls bedeutet, dass zuversichtliche Menschen träumend durch die Gegend wandeln und die Schattenseiten des Lebens einfach ausblenden!

Ganz im Gegenteil: Zuversichtliche Menschen sind sich den Risiken durchaus bewusst. Sie realisieren, reflektieren und kalkulieren. Ich glaube Menschen mit einer positiven Einstellung, gehören zu den „Draufgängern“. ›lach‹ Sie haben den Mut, einfach ins kalte Wasser zu springen … immer mit dem Ziel vor Augen, dass alles einen guten Ausgang nimmt.

„Glaube und handle so, als sei es UNMÖGLICH zu scheitern.“

Suchen wir nach typischen Synonymen, die im Zusammenhang mit Zuversicht angezeigt werden, finden wir das:

  • Lebensbejahung
  • Lebensmut
  • Lebensfreude
  • Hoffnung
  • Glaube
  • Zukunft
  • Gottvertrauen
  • Zufriedenheit
  • Zutrauen

All diese Punkte zeigen, dass Zuversicht ganz stark mit der inneren Einstellung verknüpft ist! Jetzt drückt sich Dir beim Lesen vielleicht eine Frage auf: „Wie werde ich ein zuversichtlicher Mensch? Da es eine innere „Wandlung“ braucht, ist Zuversicht auch erlernbar. Davon bin ich überzeugt! :D

Entscheide Dich!

Entscheide Dich und handle danach. Es ist immer eine Frage der eigenen Perspektive und des eigenen Willens! Ich vergleiche Zuversicht mit einem Muskel. Einen Muskel, den wir trainieren können. Es liegt wieder mal bei uns, wie wir uns unsere Zukunft ausmalen. Dazu kann ich Dir ein Ritual empfehlen, dass ich seit vielen Jahren bis heute zelebriere. <3 Es ist ein Schreibritual, dass besonders am Morgen, für eine positive Haltung und einen guten Start in den Tag führt!

Wer nämlich mit positiven Aussichten und gut gelaunt in den Tag hüpft, für den kann es doch nur gut weitergehen. Schenke Deinen Gedanken, Deinen Wünschen ein leeres Blatt Papier.  Wie soll Dein Tag heute verlaufen? Auf was freust Du Dich? Was wirst Du auf jeden Fall schaffen? Vergiss dabei nicht – DU bist zuversichtlich und Zuversicht ist DEINE Einstellung.

Ich nutze zusätzlich die Kraft der Meditation. 20 Minuten, mehr ist es meist nicht, die mich auf einen guten Tag einstimmen. Wichtig dabei ist es sich wohl zu fühlen und jedes Ritual ohne Hektik zu erleben.

Übrigens, totale Killer der Zuversicht sind Routine und Langeweile. Es ist wichtig öfter mal die Schaltung auf „P“ wie Parken zu stellen. Achtsam mit den vorhandenen Ressourcen umgehen. Dazu gehört auch das Wörtchen NEIN auszusprechen. Sorgen wir für neue positive Erlebnisse, sie belohnen uns mit schönen Gefühlen und purer Lebensfreude! Machen wir all das, trainieren wir damit unseren „Zuversichtsmuskel“.

Persönlich liebe ich es, mir Vorbilder zu suchen. Menschen, die durch ihre innere Stärke viel erreicht haben. Biografien dazu zu lesen ist wie „Futter“ für meine ganz persönliche Einstellung, die mich dadurch nur noch mehr bestärkt, immer zuversichtlich zu leben.

Ein kurzes Beispiel:
Stephen Hawking, er hat mit 20 Jahren  die schlimme Diagnose ALS bekommen. Eine Nervenkrankheit, die ihn genauso schlimm eingeschränkt hat, wie die Ärzte es ihm vorhergesagt hatten. Viele wären an seiner Stelle verzweifelt, hätten aufgegeben! Er war zuversichtlich und hat die Energie und die Kraft zum Weitermachen gesucht und gefunden! Er überlebte alle Prognosen und wurde weltweit für viele ein Vorbild. Das ist es, was ich bewundernswert finde …

Das Leben und die Menschen verändern sich gerade mit einer Geschwindigkeit, bei der ich nicht hinterherkomme. Dabei gefällt mir das wenigste! Aber was sollen wir dagegen tun? Anpassen kommt für mich niemals infrage. Zuversichtlich zu leben bedeutet für mich, dass ich das was ich mache und wie ich lebe, einen Wert hat! Es ergibt für mich Sinn, an das Gute zu glauben und es ist jeden Einsatz wert. Eine Einstellung die nicht nur mir, sondern auch anderen hilft. Durch all die Höhen und Tiefen eines langen Lebens kann uns nur die Zuversicht tragen …

Auch wenn die Dinge nicht gut ausgehen, lassen sich immer Spielräume finden. Das ist der Kern der Zuversicht.

Danke, dass Du mich gelesen hast! Ich wünsche Dir eine gute Zeit und ganz viel Zuversicht, bleib gesund und ich freue mich, wenn Du mich bald wieder besuchst. :D

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Die Natur ist zur Zeit ja ein sehr „sicherer“ Ort. Sie ist nicht nur sicher, sondern steckt auch voller Heilungskräfte. Ich schreibe diese Zeilen gerade mit einem Grinsen im Gesicht. :D Niemals hätte ich mir gedacht, mal so naturverbunden zu sein! Wenn wir Glück haben, liegt dieses kleine große Glück direkt vor unserer Haustüre … wir müssen es nur sehen und uns darauf einlassen.

Ich geh mal ein paar Jährchen retour … als Kind „musste“ ich regelmäßig mit meiner Familie wandern gehen. Wegen der frischen Luft wär´s gewesen. ›lach‹ Mich interessierte dabei eigentlich ausnahmslos der gut gepackte Rucksack und die Pausen die folgten. Das diente als Köder bis zum Gipfel. :-) Das, was da alles rund herum zu sehen war, war damals alles „nur“ Gras und Hügel.

Irgendwann kam die Zeit wo ich selbst entscheiden konnte, ob ich frische Luft brauchen könnte oder eben nicht. Ich war erstmal FERTIG mit Wiesen, Bergen und frischer Luft am Wochenende. Ich entschied mich dann mehr für die abgestandene Bar- und Kellerluft diverser Partys. Mit dem erwachsener werden, folgten auch die Veränderungen und die Liebe zur Natur kam von selbst. Seit vier Jahren haben wir zwei Hunde und dadurch hat sich meine Naturverbundenheit nochmal drastisch intensiviert!

Lebendiger Boden …

Ich liebe es, darauf zu gehen! Ich fühle die Stille, aber auch die Bewegung und staune immer wieder über diese „Schönheit“, die sich da vor meinen Augen auftut. Die Wetterprognosen haben wir nicht in der Hand, genauso wenig die Gezeiten. Die Natur zeigt uns ganz deutlich wie absurd die Annahme ist, die absolute Kontrolle über unser Leben zu haben!

Wer loslässt, kann im Sommer die lauen Sommernächte genießen …
Freut sich im Herbst, über die Farbenpracht des Waldes …
Kann im Winter in eine Ladung Schnee eintauchen – sofern Frau Holle in Stimmung ist …
Und freut sich im Frühling über das Erwachen der Natur, das in der Luft liegt.

Es passiert alles zu seiner Zeit. Genau das Gleiche gilt für unser Leben. Wenn wir diese Haltung und Akzeptanz in unser Leben einbauen, dann kommen wir uns näher und fühlen ganz von selbst, was passt und was wir besser bleiben lassen. Die unkomplizierte Einfachheit gibt uns den „GONG“. Alles was wir dafür tun müssen ist, hinzusehen. Wenn wir nach unseren Bedürfnissen und Empfindungen handeln, wird sich der Zustand der Zufriedenheit einstellen!

Und WER hilft uns dabei? Die NATUR.

Es gibt sie wirklich … die heilende Kraft!

Die meisten wissen es ja bereits, ich lebe die meiste Zeit des Jahres in Italien. Ich habe das große Glück, Strand, Meer und Weite direkt vor meiner Türe zu begrüßen und zu genießen. Wenn ich allerdings nach Monaten wieder nach Hause fahre, ist einer meiner ersten Wege … der Wald! Vor ein paar Jahren bin ich aus meiner Stadt-Wohnung ausgezogen und suchte ganz bewusst ein Randgebiet mit viel grün. Ich stehe quasi mit einem Bein schon im Wald! ›lach‹. Für  mich ist beides, Meer sowie Wald, zu einem puren Luxus geworden, für den ich jeden Tag dankbar bin!

Das „Walderlebnis“ selbst, hat für mich eine ganz besondere heilende Wirkung. Die Natur hat mir nach meinem zweiten Burnout und anderen Diagnosen sehr geholfen, wieder zu mir zu finden. Ich wurde animiert raus zu gehen, in die Natur einzutauchen und meine Achtsamkeit zu schulen. Ich weiß noch welche Überwindung es mir jedes Mal kostete, ich fühlte mich nicht gut, hatte keine Kraft und auch keine Lust. Doch die Natur unterstützte und belohnte meine  Konsequenz sehr großzügig. <3 Sie versorgte mich mit fehlender und positiver Energie!

Meine daraus NEU gewonnenen Erkenntnisse haben meinem Leben eine neue Wende gegeben. Dafür bin ich richtig dankbar.

Es sind die natürlichen Dinge, die uns guttun

Sehen, was ist.
Fühlen, was uns guttut.
Die Aufmerksamkeit ins richtige Lot bringen.

Es sollte ein „Gegentrend“ zu einer anderen Entwicklung werden. Das würde ich mir wünschen. Wir Menschen verbringen immer mehr Zeit online, die digitale Gesellschaft wächst. Das heißt, wir verbringen wertvolle Lebenszeit mit sehr vielen digitalen Dingen. Den meisten Menschen ist das auch bewusst und trotzdem fällt es vielen schwer, sich wenigstens zeitweise davon zu lösen! Die Rede ist von außerhalb der Arbeitszeit!

Natürlich bin ich auch froh darüber, all diese Möglichkeiten nutzen zu können. Ich bin auch eine „freudige“ Smartphone-Nutzerin, aber ich setze mir Grenzen. Das Leben findet nicht online statt!

Ein Hoch auf die Natur! Das kleine große Glück wie ich es immer nenne, liegt bei den meisten direkt vor der Nase. Jedenfalls nur ein paar Schritte hinter PC und Smartphone! ›lächel‹. Der Wald, das Wasser, Strand oder Berge und Wiesen … die Natur wirkt sich in soo vielen Dingen positiv auf unser Wohlbefinden und Leben aus!

Es muss nicht immer eine stundenlange Wanderung sein! Oft tut es schon gut, die kurze Mittagspause im Park zu verbringen.
Viele Wochen war ich jetzt an Gehhilfen gebunden. Ich freute mich auf den Tag, wo ich die Kraft hatte, an den Strand zu „humpeln“. :D Ich beobachtete die Gezeiten, genoss das Rauschen des Meeres und freute mich über das salzige Gefühl auf meiner Haut! Nach Hause humpelte ich völlig erschöpft, aber ich hatte ein Strahlen im Gesicht und fühlte mich richtig gut! Trotz meiner Umstände.

Wir tragen die Einfachheit in uns

Ich traue mir zu sagen, wir tragen eine unbewusste Sehnsucht nach Einfachheit in uns. Genau DA sollten wir ansetzen und uns fragen:

Was brauche ich um Sichtweisen zu überdenken?
Dinge und Gewohnheiten abzulegen?

ICH habe darauf eine Antwort. Nutzen wir die Natur! Das kleine große Glück. Sie zeigt uns den Weg! Ich bin dem Weg gefolgt und könnte wirklich nicht mehr „ohne“! Ein Naturerlebnis kostet nichts, außer ein wenig Zeit. Eine klare, mit Überzeugung geschriebene und von Herzen weitergereichte, Empfehlung von mir. <3

Geh´ so oft es Dir möglich ist ins Blaue bzw. Grüne. Es ist etwas so wundervolles und kraftspendendes, dass sich auszahlt!

Wer den Weg zur Natur findet – findet auch den Weg zu sich selbst.

Klaus Ender

Ich wünsche mir, dass Dich mein Beitrag heute inspiriert hat. Rein in die Stiefel und raus! Vielleicht sehen wir uns, ja? :D
Bleib gesund und lebe den Moment …

Lesezeit: 3 Minuten

Jetzt wirst Du Dich vielleicht gleich fragen was wichtig, richtig oder falsch ist. Wer entscheidet, welche Dinge falsch sind? Es ist ganz einfach beantwortet – das entscheidest einzig und alleine nur DU.

Ich versuche es mal ein wenig anschaulicher zu definieren. Für mich ist wichtig, was langfristige Auswirkungen auf mein Wohlbefinden, auf meine Gesundheit und mein SEIN hat. Ich möchte sogar noch weiter ausholen und das Wohlergehen meiner Herzmenschen mit dazu nehmen. Wenn mich etwas Tag täglich positiv oder auch negativ triggert, ist es wichtig hinzusehen und zu erkennen welche Auswirkung DAS auf mein Leben hat. Vielleicht verstehst Du jetzt besser was ich meine. :D

Da gibt es die wichtigen Dinge

Vorne weg – nur für mich gesprochen! Für mich zum Beispiel ist es wichtig, in die Natur zu gehen gemeinsam mit meinen Hunden und noch schöner ist es, wenn mein Herzmensch auch noch die Zeit findet ausgedehnte Strand- und Waldläufe mit uns gemeinsam zu machen. In der Natur fühle ich mich frei. Negative Gedanken wandeln sich in positive, Ideen pflücke ich von den Bäumen und die frische Luft tut meinem Körper gut!

Das war nicht immer so. Vor ein paar Jahren konnte ich mit Wald und Wiese so gar nichts anfangen. Diese Veränderung ist mit meinen Hunden gekommen. Es war der Beginn eines gesünderen und achtsamen Lebens. Darüber bin ich sehr dankbar. <3 Die letzten Wochen haben mir auch gezeigt, dass ich ein absoluter Natur-Junky bin und ich unter echtem“Entzug“ leide da ich durch einen Unfall längere Zeit Krücken brauche um überhaupt etwas „humpeln“ zu können. Aber auch das ist absehbar und ich freue mich so wahnsinnig darauf, endlich wieder meine Füße in den Schmutz zu stellen. >lach<

Wenn man genauer hinsieht – es ist NICHTS Besonderes, aber für mich unheimlich wichtig weil nachhaltig angenehm.

Dann sind da die unwichtigen Dinge

Ich habe null Interesse an „Ratsch & Tratsch“. All die TV-Möchtegern A, B, C und X Promis, die sich duellieren im schlechten Benehmen und Peinlichkeiten! Politiker, die sich die Köpfe einschlagen, anstatt etwas auf die Beine zu stellen. Und mich interessiert auch nicht (mehr) was ich anziehen muss, um in meinem Alter ordentlich auszusehen, … das und vieles mehr hat für mein Leben keine Bedeutung. Deshalb ist mir das sehr egal.

Jeder von uns hat da seine ganz individuellen Ansichten und jeder hat dabei seine ganz eigenen Marotten. ›zwinker‹ Bei all den Beispielen geht es mir aber noch um etwas ganz anderes. Und zwar um die wirklich wichtigen Dinge in unserem Leben, die wir oft sträflich vernachlässigen, weil wir so mit unwichtigem Kleinkram beschäftigt sind.

Das Dumme ist, es ist so viel leichter sich um die unwichtigen Dinge zu kümmern! Deshalb verbringt ein Großteil der Menschen auch viel Zeit mit na ja … „sinnfreien“ Dingen. Sie schenken diesen Themen oft einen riesigen Spielplatz, wo daraus ein Theater entsteht, sich Menschen versammeln und ihre Wut und ihren Frust abladen. All diese Dinge haben KEINE positive Wirkung auf mein/unser Wohlergehen. >darübertraurigbin<

Es wird soviel Energie und Fokus auf andere Menschen gelegt, die nicht einmal im weitesten Sinn eine Bedeutung haben für uns!

Warum ist das so?

Weil wir die unwichtigen Dinge einfach aus Gewohnheit machen. Das typische „Herdenverhalten“ tritt wieder ans Tageslicht. DAS tun, was ALLE tun. Eine Volkserkrankung als ob wir nicht genug zurzeit davon haben. :-( Es ist nicht immer einfach die Prioritäten NEU zu setzten, umzudenken und den individuellen „wichtigen“ Dingen in unserem Leben einfach mehr Platz und Zeit zu geben.

Ich möchte mich bei all den Worten gar nicht herausheben. Mir fällt es auch nicht immer leicht, aber die Vorstellung  jeden Tag ein bisschen mehr Glück, Liebe, Freude und persönliche Erfolge in mein Leben dadurch zu bringen, macht es so viel einfacher! :D

Tipp:

Vielleicht ist Dir all das auch bewusst. Du möchtest etwas daran ändern weist aber nicht so recht wie Du es anstellen sollst? Mach es wie ich es gemacht habe. Benenne DEINE Fünf Dinge, die Dir in Deinem Leben am wichtigsten sind. Versuche dabei, diesen Dingen Deine größte Aufmerksamkeit, Liebe und Zeit zu widmen. Die Energie die Du da hineinsteckst, wird doppelt zu Dir zurückkommen, … das verspreche ich Dir. ›lächel‹

Schreibe Dir diese kleine Liste dahin, wo Du sie immer gut sehen kannst. Vielleicht auf ein Kreidebord in der Küche? Frage Dich:

  • Wie schaffst Du es heute, etwas für die Dinge zu tun, die Dir am Herzen liegen?
  • Wie kannst Du heute Deine Zeit sinnvoll gestalten und für Dich nutzen?
  • Wie kannst Du heute das Beste aus Deinem Leben machen?

Und so einfach auch dieser kleine Tipp von mir sein mag. Er funktioniert. Es ist eine kleine Gewohnheit mit einer großen Auswirkung. Nämlich ein besseres gelebtes Leben. <3

Wenn wir anfangen zu erkennen, worauf es in unserem Leben wirklich ankommt und welche Werte uns wichtig sind, wird es uns schwerfallen, mit Menschen zusammen zu sein, die das NICHT tun.

Ich wünsche Dir viel Erfolg damit. Pass gut auf Dich auf, bis bald.

Lesezeit: 4 Minuten

Es gibt manchmal kurze und sehr einfache Gespräche, die mich lange danach noch beschäftigen und berühren. Worte, über die ich dann gerne schreibe, weil sie einfach beeindruckend sind. Ich möchte Dich heute gerne zum Strand mitnehmen … sagen wir so, auf den Weg dahin.

Es ist bereits September und ich habe in diesem Sommer, den ich wie jedes Jahr in unserer Zweitheimat Italien verbringe, viele bekannte Gesichter und Nachbarn vermisst. Die COVID-Situation hat gerade viele ältere Wohnungsbesitzer veranlasst daheim zu bleiben. Generell war es ein sehr kurzer Sommer mit sehr vielen Neuerungen und Einschränkungen. Ein Sommer, der sicher in Erinnerung bleiben wird, wenn nicht sogar die neue Normalität werden wird.

Ein freudiges Wiedersehen …

Umso mehr habe ich mich gefreut, als genau eines dieser „vermissten“ Ehepaare vor ein paar Tagen angekommen ist. Am Weg zum Strand richtete sich der kleine alte Herr, dem mit seinen 80 Jahren noch immer der „Lausbub“ aus den blauen Augen blitzt, auf. Er schlägt die Hände zusammen und begrüßt mich mit seinen Tiroler Dialekt und einem herzlich strahlenden Lächeln.

„Jo do isch jo unser Negerlein …“, sagte er grinsend.

Er nennt mich immer so, seit wir uns vor ein paar Jahren kennengelernt haben. Das Negerlein … meiner Hautfarbe im Sommer sein Dank. ›lach‹. Ich habe ihm erzählt, dass ich sehr oft an ihn und seine Frau gedacht habe und ich mir wünschte, dass es ihnen auch gut geht! Der quirlige alte Herr erinnert mich jedes Mal an einen kleinen Jungen, der nur Quatsch im Kopf hat. Er ist trotz seiner stolzen Jahre und seiner schweren Krankheit die ihm letztes Jahr offengelegt wurde, immer gut drauf. Er ist total aktiv und er erzählt mir jedes Mal, welche Berge er wieder hochgestiegen ist, sofern es seine Krankheit zulässt. <3

Zu Hause gibt es immer jede Menge Arbeit. Einen Hof, Stallungen belegt mit Turnierpferden. Menschen, die er unterrichtet und Kinder, dessen Talent er fördert. Er ist ein Mensch der mit ganz viel Kraft und Energie gesegnet ist, der ohne Arbeit wahrscheinlich gar nicht existieren könnte, dennoch keine Hektik lebt, sondern ganz viel Ruhe ausstrahlt. Genauso wie seine liebe Frau.

Es sind kluge alte Menschen, die mit der Zeit gehen. Informiert und offen für Neues. Einfach positiv auf alles was auf sie zukommt. Leider hat auch seine Frau, die er liebevoll „Herzstück“ nennt, eine seltene Immunkrankheit für die es noch immer keine hilfreiche Behandlung gibt. „Herzstück“ ist 76 und trotz ihrem Leiden eine sehr charismatische schöne Frau geblieben.

Auf meine Frage ob bei ihnen auch alles in Ordnung sei, sagte er zu mir:Kum Negalein, sitz di her do zu mir …“, was mich ein wenig verwunderte, weil das Reden eigentlich immer seine Frau übernommen hatte. ›lach‹ „Herzstück kimmt erscht, es isch ihr no zu woarm, aber i erzähl dir was …“

„Meine Frau hat keine guten Monate hinter sich und die derzeitige Situation macht es für sie und natürlich auch für mich, nicht gerade leichter. Wir dürfen uns nix einfangen, sonst sind wir ganz schnell weg vom Fenster!“ (So seine tatsächlichen Worte) :D
„Die Krankenhausaufenthalte, waren wie ein russisches Roulette für sie! Ich bin zwar einiges älter, aber irgendwie doch noch robuster.“ „Woascht wos i moan?“ Und da blinzelte auch schon wieder der „Lausbub“ aus seinem Gesicht. :D

Weiter meinte er: „Deshalb habe ich nachgedacht und meine ganze Arbeit niedergelegt. Ich hab alle Pferde verkauft und mich um gute Plätze bemüht. Der Hof ist jetzt verpachtet, sodass ich meinem Herzstück nicht zusätzliche Sorgen aufhalse, sollte mit mir plötzlich was sein.“

Ich hab im Außen wie in meinem Inneren Aufgeräumt! Meine Tasche ist ordentlich sortiert und gepackt, sollte meine Zeit da sein. „Ma woasch jo nit!“, meinte er mit einem Lächeln auf den Lippen.

„Weißt du Negerlein, ab jetzt will ich jeden Moment genießen und das gemeinsam mit meinem Herzstück! Da sind wir uns beide ganz einig. Wir hatten bis vor kurzem ein sehr arbeitsames Leben. Ein gutes und schönes Leben, aber richtig Zeit zum Genießen, war nicht da. Ich hab halt immer geglaubt, ohne mich gehts nicht!

„Sicher hat mein Herz geblutet, als ich alle Tiere hergegeben habe und die anderen Sachen losgelassen hab, aber wenn ich ehrlich bin, es ist auch leichter auf meinen alten Schultern geworden. Und meiner Frau geht es dadurch auch viel besser! Ja Herzal“ – und da meinte er tatsächlich mich,  „so ist das Leben … so alt kann man gar nicht werden um nicht bis zum Schluss, alles geradezurücken. Die Taschen aufs Minimum ordentlich einpacken, sodass man jederzeit „abholbereit“ ist …“

„Das Leben meiner Frau und mir war ausgefüllt mit schönen Dingen. Aber was hilft es, wenn man sie nicht genießen kann, weil man zu viele davon erlebt und gar nicht schätzen und genießen kann? Weißt du was ich sagen will?“

JA, ich weiß genau was er mir damit sagen will …

Was danach von meiner Seite noch kam, war nicht sehr viel. Ich war erstaunt und gleichzeitig berührt von soviel Klarheit und den Mut, das loszulassen was man eigentlich über alles liebt! Ein paar Meter weiter auf meinem Platz angekommen, dachte ich über dieses nette „Pläuschchen“ nach. Irgendwie scheint sich bei mir alles gerade zusammenzufügen.

Beispiele und Gedanken. Ein Buch geschrieben von Bronnie Ware, 5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen, handelt genau von diesen Themen. Hier geht es zwar nicht um sterbende (Gott sei Dank), aber es ist dieselbe Thematik, die das Buch beschreibt. Lebensaufgaben loslassen. Ballast abgeben.

Ich finde es wirklich erstaunlich und mutig, was die Beiden da auf die Beine gestellt und jetzt im hohen, kranken Alter wieder abgegeben haben. Und warum? Um die, viel zu lange zurückgestellten, Wünsche endlich gemeinsam zu erleben! Es stimmt mich nachdenklich und soll uns auch in Erinnerung rufen, worauf es tatsächlich im Leben ankommt, damit wir das Leben führen, was wir auch führen möchten.

Und da ist es wieder … das Gefühl der Freude und Dankbarkeit das mich seit kurzem so oft besucht! <3

Also mein Tag ist gerettet und vielleicht konnte ich Dir mit meinem kleinen Strand-Pläuschchen auch ein warmes Bauchgefühl vermitteln. Wie Du an diesem Beispiel auch sehen kannst, es ist NIE zu spät und man ist NIE zu alt um Dinge zu verändern und um Dinge freizulassen. :-)

Eine tolle Zeit für Dich.

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Eine langjährige Freundschaft zu beenden ist kein einfaches Vorhaben. Trotzdem ist es manchmal notwendig, wenn nicht sogar nötig. Wenn Wege sich trennen und Freundschaften zerbrechen ist das immer ein gravierender Einschnitt unseres Lebens. Gründe dafür gibt es wie Sand am Meer. Was wir aber zumindest tun sollten, ist jede Menge Erfahrung daraus mitnehmen.

Ich glaube jede Frau weiß, dass eine wirklich gute Freundschaft noch viel intensiver sein kann als eine brennende Liebesbeziehung. ›lach‹. Doch weshalb scheitern dennoch viele Freundschaften? Gibt es auch bei Freundschaften eine Art „auseinanderleben“? JA, der Meinung bin ich absolut. Und dieser Satz trifft nicht nur in partnerschaftlichen Beziehungen zu. Das Zustandekommen einer Freundschaft ist ein psychosozialer Prozess. Das bedeutet je enger eine Freundschaft, umso mehr Gemeinsamkeiten.

Manche Freundschaft bleibt bestehen, manche verlaufen sich

Ich bin ja hierfür richtig geschaffen, um darüber zu schreiben. Mein Leben war nie gepflastert mit vielen Freundschaften! Und damit meine ich echte, richtige Freundschaft! Noch zur Schul-  oder Ausbildungszeit verspricht man sich, immer regelmäßig voneinander zu hören. Das pflegte ich mit meiner Freundin auch sehr lange. Wir gingen gemeinsam zur Schule, wir absolvierten dieselbe Lehre und arbeiteten am selben Arbeitsplatz.

Die Hochzeit, die Kinder und sogar unsere Partner waren mehr als gute Freunde! Eine „Rarität“ eigentlich und eine wunderschöne Zeit obendrein! Die Zeit brachte es mit sich, dass wir uns veränderten. Unsere Vorstellung von der Zukunft, die Lebenseinstellung generell. Man reflektierte unterschiedlich und stellten auf einmal fest, dass wir uns voneinander entfernten.

Wir verändern uns

Je älter wir werden, umso mehr dünnen wir unsere Freundschaften aus. Unsere Ansprüche, die wir in einer Freundschaft erwarten, werden höher. Wahrscheinlich hast Du es ja selbst schon erlebt, die Freundin von damals, war nach der Ausbildung oder Studienzeit plötzlich eine ganz andere. Und nicht nur die anderen, sondern auch WIR haben uns verändert. Was viele Jahre super toll funktioniert hat, passt plötzlich nicht mehr.

Außerdem hat die aktuelle Lebenssituation, Lebensphase einen sehr großen Einfluss. Beispielweise hat sich mein Leben um 180 Grad verändert, während einige meiner ehemaligen Freunde sehr bemüht sind, ja alles so zu belassen wie es war und ist. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, aber ist man so wie ich, immer auf der Suche nach „weiterkommen“ und Veränderung, passt das eben ganz schlecht zusammen!

Wir Menschen sind verschieden, jeder darf seine eigenen Weltansichten und Lebenseinstellungen verfolgen und diese auch vertreten. Doch oft stellen wir nach einigen Jahren fest, dass dieser eine Mensch an unserer Seite, den wir lange als unseren Freund gesehen haben, mit uns nichts mehr gleich hat.

In meinem Leben gab es auch solche Menschen, die mir sehr nahe gestanden sind und von denen ich angenommen habe, dass sie auch in den ungemütlichen Phasen an meiner Seite bleiben würden. Menschen, die ihre Freude daran hatten, wenn es mir schlecht ging und mir das kleine Glück nicht gönnen konnten.

Wann ist es besser eine Freundschaft zu lösen?

Sich mit der Freundin nur zu treffen um sein „Pflichtgefühl“ zu beruhigen, ist schon mal ein wesentlicher Faktor. Dieses Gefühl kenne ich selbst ganz gut. Wenn eine Begegnung zur belanglosen Plauderei wird und wir mit diesen Menschen nichts mehr anfangen können. Wenn wir das Gefühl haben, nicht mehr man selbst sein zu können. Unsere Meinung nicht mehr sagen dürfen, um unser Gegenüber ja nicht vor den Kopf zu stoßen!

Das gegenseitige Interesse ist fort. Das Bedürfnis sich auszutauschen und aktuelle Geschehnisse aus unserem Leben zu teilen rückt immer weiter fort. Es ist uns im Laufe der Zeit schlicht weg unwichtig geworden! Zwar fragen wir aus Höflichkeit nach, wie es denn im Leben so läuft, wie das Wochenende war, ob im Job alles im grünen Bereich ist und wo es in den Ferien diesmal hingeht … blabla eben. In  Wahrheit sind wir nicht mehr interessiert am Leben des anderen.

Manchmal geht es dem anderen ganz ähnlich

Sie empfindet das gleiche Gefühl wie wir. Die Distanz wird größer. Und oft erledigen sich diese Freundschaften von ganz alleine. Sie sterben ab.

Anders sieht es aus, wenn sich unser Gegenüber, gar nicht bewusst ist, dass die Freundschaft als belastend empfunden wird! Dann ist es notwendig, Klarheit in das Verhältnis zu bringen. Und das ist kein einfaches Tun. Trotzdem sind wir es der anderen Person schuldig zu erklären, weshalb wir der Meinung sind, die Freundschaft besser ruhen zu lassen.

Ich zähle mich dabei zu den ganz direkten Frauen. Ein „hör mal, ich habe das Gefühl, wir reden aneinander vorbei, und ich kann mich mit dir nicht mehr auf Augenhöhe unterhalten …“, klingt zwar hart, ist aber sehr ehrlich. Ich finde es ist wichtig, sich in einem solchen Gespräch treu zu bleiben. Gut möglich, dass der andere geschockt ist, aus den Wolken fällt und uns die Schuld an dem zerronnenen Verhältnis gibt.

Aber ich bin mir ganz sicher keiner beschließt aus Spaß eine Freundschaft beenden. Wer einen solchen Schritt vorhat, der hat sich sehr lange mit sich selbst beschäftigt und damit gerungen, diesen Schritt zu gehen.

Wir sollten glücklich sein …

Glücklich sein bedeutet, wenn wir bestimmte Beziehungen und Freundschaften hinter uns lassen, wenn keine Weiterentwicklung mehr stattfindet und das Meiste nur noch als „Pflicht“ empfunden wird, ist es an der Zeit, auch Freundschaften loszulassen.

Trotz allem: Ich möchte hier niemanden animieren seine Freundschaft zu lösen. Schließlich entstehen Freundschaften nicht über Nacht oder wachsen auf den Bäumen! Wegen Streitigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten eine Freundschaft zu beenden, davon ist hier NICHT die Rede! Denn diese gehören nun mal dazu.

Aber wenn Du feststellst, dass Dich die Freundschaft nicht mehr zufriedenstellt, Du Dich auf eine andere Art weiterentwickelt hast, und  diese Entwicklung bei Deinem Gegenüber einfach nicht ankommen will, dann solltest Du Dich daraus lösen, damit Du Deine Kraft und Energie in die Dinge stecken kannst, die Dich erfüllen und wachsen lassen. <3

Eine Freundschaft zu beenden ist schmerzhaft, eine Freundschaft fortzuführen die zu Ende ist, aber noch schmerzhafter.

Ein Herz-Beitrag … auch für mich.

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Ich habe ja schon mehrmals darüber geschrieben, weil ich der Meinung bin, dass es wesentlich mehr introvertierte Menschen gibt als wir meinen. Viele von ihnen spielen gezwungen eine Rolle, um ja nicht unangenehm aufzufallen. Ist dieses „Rollenspiel“ vorhanden, wird es für den Betroffenen sehr anstrengend! Introvertierte Menschen sind eher zurückhaltend und ein wenig scheu im Umgang mit anderen Menschen. Sie halten sich lieber im Hintergrund auf, als in der Menge zu glänzen.

Ich kann es ja selbst kaum glauben. Ich habe mich vom extrovertierten zum introvertierten Menschen gewandelt. Ich brauchte die „Masse“, die Bühne und ich orientierte mich stets an anderen! Positives Feedback war mein Lebenselixier … kaum zu glauben aber es war tatsächlich so.

Das Leben verändert einen. Das finde ich ganz gut, denn ich sah mich nicht wirklich als Sympathieträgerin :D, allerdings war mir das damals ziemlich egal. Solche gravierenden Veränderungen an der Persönlichkeit sind für andere Menschen, die einen „anders“ kannten sehr verwirrend. Freundschaften zerbrechen, Bekanntschaften verlaufen sich. Und wenn ich zurückdenke, stand ich ganz schnell alleine am Flur.

Es ist wie es ist

Das ist jetzt schon ein paar Jahre so, und ich will es auch so! Dazu wurde ich nicht gezwungen, ich wurde keiner Gehirnwäsche unterzogen, es hat sich durch verschiedene Umstände einfach so ergeben und ich fühle mich dabei richtig wohl! Das allerdings sehen viele Menschen ganz anders. Und genau aus diesem Grund schreibe ich genau diesen Beitrag!

An manchen Tagen bin ich es einfach leid, mich in einer Welt behaupten zu müssen, in der es scheinbar nur darum geht, möglichst laut „Hallo, hier bin ICH“ zu schreien und sich damit in den Mittelpunkt zu drängen! Liebe Leute, dazu gehöre ich nicht mehr, es gibt genug, die diese Rolle für mich übernommen haben. Und soll ich Dir was verraten? Ich  bin so dankbar darüber. <3

Ich meide Ansammlungen, wenn immer es mir möglich ist und fühle mich oft genug anders als andere. Ich mache mir nicht mal mehr die Mühe, meine Introversion zu verbergen. Es ist mir egal, ob ich damit punkte oder nicht. Natürlich kommt es vor, dass ich als langweilig oder oft auch für arrogant gehalten werde oder ich als Spaßbremse bezeichnet werde. Es ist einfach wie es ist.

Wenn ich aber dann mit den typischen Fragen, die nur ein Extrovertierter stellen kann, konfrontiert werde, möchte ich in der Zwischenzeit, am liebsten schreien. Der Gedanke einer „Gebrauchsanweisung“ für mich und mein Verhalten bei mir zu tragen und einfach weiterzureichen, ist mir dabei schon oft in den Sinn gekommen. ›lach‹

Das würde dann in etwa so zu lesen sein:

Warum bist du so still?
Ich rede lieber, wenn ich auch wirklich etwas zu sagen habe. Im Schweigen bin ich auch sehr gut und ich muss nicht um des Redens willen reden …

Warum erzählst du so wenig über dich?
Ich erzähle das, was ich erzählen möchte. Der Rest gehört mir. Besonders wenn es sich um Menschen handelt, die ich nicht gut kenne …

Findest du es normal, so wenig unter Menschen zu gehen?
Ja. In der Zwischenzeit ist es so. Der Trubel und Menschenansammlungen laugen mich aus und strengen mich an. Denn während andere ihre Akkus beim zusammen sein mit anderen Menschen aufladen, entleeren sich meine viel zu schnell. Deshalb ist es mir sehr wichtig, die nötige Distanz und Ruhe zu haben. Auch wenn es schwer zu verstehen ist – ich ziehe meine Kraft aus der Ruhe. <3

Sag mal, ist dir das nicht viel zu langweilig?
Tatsächlich ein klares NEIN. Ich habe nicht das Bedürfnis, ständig vorne mit der Masse dabei zu sein! Ich bin eine einsame „Wölfin“, die alle Entdeckungen und Neuerungen sehr gerne für sich wahrnimmt. Mir reichen die alltäglichen Reizschwellen des Alltags.

Und warum  bist du so oft online, statt dich mit „echten Menschen“ zu unterhalten?
Weil es ein Teil meiner Arbeit ist und ich diese Netzwerk-Arbeit liebe. Abgesehen davon kommuniziere ich online mit „echten“ Menschen. Ich kann Kontakt aufnehmen, wenn ich das möchte. Immer mit einer Distanz,  die mich nicht überfordert. Und sehr oft sind dabei Menschen, die genauso ticken wie ich.

Ich bin introvertiert. Und JA, ich stehe dazu.
So würde es zu lesen sein … meine Gebrauchsanleitung. ›lach‹

Ich kann sehr gut verstehen, dass das Verhalten von introvertierten Menschen, die Extrovertierten unter uns sehr oft vor ein Rätsel stellt. Sie können vieles nicht nachvollziehen, weil sie eben genau das Gegenteil sind!

Versuche Dich nicht anzupassen

Aus Beobachtungen heraus weiß ich es gibt weit mehr Intros als wir meinen. Es liegt daran, dass viele Intros versuchen, sich der Welt anzupassen. ICH tat ja nix anderes. Ich zwang mich eine Zeit lang meine Eigenschaft zu überspielen. Mehr als ich es tatsächlich wollte! Ich nahm Einladungen an, sprach Einladungen aus, pflegte „Zwangsfreundschaften“ und ganz viel mehr. Ich wollte eben, dass niemand enttäuscht war und sich ausgegrenzt oder nicht „gemocht“ fühlte.

Doch was brachte es? Es belastete mich sehr. Es war höchst anstrengend und ermüdend. Seit ich mich dazu entschlossen habe Klartext zu reden, ein klares „JA, lieb von dir, aber NEIN danke“, auszusprechen, geht es mir gut. Es scheint akzeptabel zu werden. :D

Und eines muss ich noch loswerden: Es entspricht definitiv NICHT der Wahrheit, dass Intros langweilig sind! Wir sind so einiges, aber DAS sicher NICHT!

Falls Du dazu etwas sagen möchtest, lass es mich gerne wissen, es könnte interessant werden.

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Wie selbstbestimmt lebst Du eigentlich? Ist Freiheit wichtig für Dich und wenn ja, wie frei bleibst Du trotz äußerlicher Einflüsse, Zwängen und Erwartungen Deiner Mitmenschen? Freiheit … was ist das? Dieses Wort beinhaltet so wahnsinnig viel. Sie bietet uns die Möglichkeit zur Selbstentfaltung und zur Selbstverwirklichung und darüber hinaus. Für mich ist „frei sein“ ein ganz wichtiger Punkt in meinem Leben geworden um das Leben führen zu können, das sich richtig anfühlt.

Selbstbestimmt leben zu können ist für mich wahrer Luxus! Abhängigkeit habe ich schon immer gehasst. Tun was andere sagen, erfüllen was andere erwarten, denken wie die Masse denkt … ja nicht „selbständig“ arbeiten und SEIN. Ich kenne nicht sehr viele Menschen, die das gerne tun, dennoch machen sie es so und versuchen nicht auszubrechen, weil es einfach unpassend ist. Früher sagte man, frei zu sein bedeutet kein Sklave zu sein. Heute meinen wir mit Freiheit die Möglichkeit zu haben, uns selbst zu verwirklichen, wir können uns nach allen Richtungen entfalten so fern wir die unsichtbaren Handschellen absägen.

Warum?

Hast Du Dir schon mal die Frage gestellt, warum wir es gut finden wählen zu gehen und damit mitbestimmen dürfen?
Warum wir eine Demokratie besser finden als eine Diktatur?
Warum wir es toll finden, dass es im Supermarkt nicht nur eine Sorte Wurst, sondern eine ganze Theke davon gibt? Wobei mir ja das Sortiment an „Leckerlis“ wichtiger ist, aber das nur nebenbei.
Ja also, hinter all dem steckt ein menschliches Grundbedürfnis. Nämlich das Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Freiheit. Wir wollen in unserem Leben einfach selbst entscheiden!

  • Wir wollen unseren Beruf selbst wählen
  • Unseren Partner frei wählen
  • Die Urlaubsplanung selber übernehmen
  • Unser Essen selbst bestimmen
  • Ja und wer am Abend die Fernbedienung als Erstes in der Hand hat, ist am Sofa der Boss ›lach‹

Entscheiden zu können ist uns ein wichtiges Anliegen. Ein großes (Grund)Bedürfnis.

Selbstbestimmt zu leben, bedeutet frei zu sein

Selbstbestimmt zu leben bedeutet automatisch Freiheit zu wählen. Die Freiheit zu haben, wie wir mit unserer Zeit haushalten. Die Freiheit, was wir mit unserem Geld anstellen. Die Freiheit, wo und wie wir wohnen möchten. Es gibt aber auch Menschen in unserer Gesellschaft, die bestraft werden. Um das gleich richtig zu tun, entziehen wir ihnen die Freiheit und sperren sie hinter Gitter. Wir nehmen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit, obwohl wir wissen, dass das richtig hart ist und schrecklich ist.

Es gibt ja auch Länder, in denen Freiheit grundsätzlich ein Fremdwort ist. Diese Menschen sind besonders schlimm dran und sie haben die Tendenz, irgendwann auszubrechen oder zu kollabieren. Eine normale Reaktion, weil wir Menschen nach Freiheit streben und wenn es sein muss, auch dafür kämpfen.

Wir brauchen Freiheit wie die Luft zum Atmen

Das Freiheit ein wichtiges Grundbedürfnis ist, sagte ich ja schon. Wenn ich in meiner Freiheit eingeschränkt werde, passiert es, dass ich ziemlich grantig und unausstehlich werde. Und das war schon als Kind so und ich kann behaupten, dass ich sehr viel eingesperrt war sprich Hausarrest hatte.

Zu Beginn unseres Lebens gibt es noch nicht viel Selbstbestimmung. Unsere Eltern sagten uns, wo es lang geht, was zu tun ist. Sie nahmen uns viele Entscheidungen ab: Du gehst zur Schule, räum deinen Schreibtisch auf, iss dein Gemüse auf, du musst um zehn zu Hause sein …

Als Kind werden wir eingeschränkt. Und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich mich auf meine Volljährigkeit freute. Für mich war das Freiheit pur! In den darauffolgenden Jahren gehen wir dann eine Verpflichtung nach der anderen ein. Und mit jeder dieser Verpflichtungen, schrumpft unsere Selbstbestimmung. Wir beschneiden unsere Freiheit selbst, ohne es richtig zu merken. Zwar nicht immer, aber erstaunlich oft!

Und irgendwann reicht uns die Illusion der Freiheit. Wir verdrängen, dass wir nicht mehr frei sind.

Familie – das schönste Gefängnis das es gibt!

ICH habe mich selbstbestimmt für meine Familie, für meine Kinder entschieden. Folge dessen auch für die Augenringe und schlaflosen Nächte. Für das frühe aufstehen und das tägliche befüllen der Jausendosen. Und viele ganz viele andere Dinge, die ich freiwillig hätte niemals getan. :D

Ich habe es getan aus Liebe zu meinen süßen Terroristen und aus trockenem Pflichtgefühl! Dabei gibt es zwei Kategorien von Eltern: Geborene Eltern lieben es. Die anderen ertragen es geduldig.

Richtig interessant wird es bei der Berufswahl. Wir wählen eine Ausbildung, ohne uns ausreichend mit uns selbst und unseren Stärken und Vorlieben beschäftigt zu haben. Wir verdienen gutes Geld was super ist. Wir erfüllen uns unsere Wünsche. Wir hängen uns richtig rein und verdienen noch mehr. Kaufen oder nehmen uns eine größere Wohnung, ein zweites Auto und legen uns ein teures gesellschaftsfähiges Hobby zu.

Die meisten merken dabei kaum, was sie da wirklich machen. Sie verhadern sich nach und nach in ein Netz aus finanziellen Verpflichtungen. Ein Netz, das uns völlig unfrei und fremdbestimmt leben lässt.

Die Zeit zurückdrehen? Leider nein

Wir können nicht einfach sagen: Egal, ich fange noch mal von vorne an. Ich beginne eine neue Lehre, ich möchte nur noch 30 Stunden die Woche arbeiten, ich bleibe zu Hause und kümmere mich um Kinder, Haus, Hund und Katze. Und überhaupt will ich nicht mehr Sandra, sondern Vivian genannt werden. Sorry, wer A sagt, muss auch B sagen. Die finanziellen Verpflichtungen müssen bedient werden. Jede langfristige finanzielle Verpflichtung schränkt unsere Selbstbestimmung massiv ein.

Ich kenne nur sehr wenige, die es schaffen, die eigene Selbstverwirklichung über ihre Bequemlichkeit und ihr Sicherheitsbedürfnis zu stellen. Was ich damit sagen will ist, viele viele Menschen hängen in einem Job fest, der sie langweilt, keineswegs erfüllt oder sogar krank macht.

Besuche ich solche Menschen in ihren Wohnungen, finde ich am Parkplatz ein schickes Automobil, an der Wohnwand einen fetten Bildschirm und alles was an Elektronik so angeboten wird. Aber welchen Preis zahlen sie dafür? Wir opfern unsere tägliche Lebensqualität und unsere Träume, unsere Erfüllung auf dem Altar der Luxusobjekte.

Dazu kommt, dass die Freude bei diesen Menschen nur kurz anhält. Shoppen ist die neue Religion unserer Zeit. Das ist so. Aus jeder Zeitung, aus dem Fernseher oder Radio wird verlautet: „Wenn Du glücklich sein willst, musst Du dies und das kaufen …“

Leider haben wir verlernt zu spüren, was uns wirklich glücklich macht!

  • Ein gutes Gespräch ist kostenlos.
  • Die Ruhe in der Natur. Gratis.
  • Unsere Kinder im Arm halten. Auch umsonst. Jedenfalls das „im Arm halten“. ›lach‹
  • Mit unserem Herzmensch mal einen Nachmittag im Bett verbringen. Hey, kostenlos … manchmal nicht folgelos. ›zwinker‹

Das Ende meiner Gedanken

Machen wir uns einfach bewusst, dass uns Menschen die Selbstbestimmung wertvoll ist. Überprüfen wir unsere Entscheidungen und Verpflichtungen, ob es sich auch wirklich lohnt, unsere Selbstbestimmung dafür einzuschränken! Ich habe viel zu lange ein fremdbestimmtes und eingeschränktes Leben geführt. Ich hatte alles, war aber nie wirklich glücklich.

Ich habe mir meine Freiheit zurückerobert. Ein Prozess der steinig und schmerzhaft war. Ich habe mein Sicherheitsdenken überwunden. Ich habe mich von so vielen Dingen und Menschen „losgeschnitten“. Ich musste mich in Verzicht üben und habe mich unzähligen schwierigen Gesprächen gestellt.

Aber am Ende winkte mir die Freiheit zu. Viele Möglichkeiten und das Glück … das mein Leben heute ausmacht. <3

„Meine Freiheit begann dort, wo ich aufhörte, anderen Menschen zu folgen.“